Coronavirus: Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Deutschland - Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit bald zwei Jahren im Griff. Im Ticker-Format berichtet TAG24 über die Entwicklungen im In- und Ausland.

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Update, 11. Januar, 22.30 Uhr: Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert.

Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten.

Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.
Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. Januar, 21.50 Uhr: Schärfere Corona-Regeln für Schleswig-Holstein beschlossen

Für Schleswig-Holstein hat die Landesregierung in Kiel am Dienstag erneut schärfere Corona-Regeln beschlossen.

Ab Mittwoch greift beim Sport drinnen und beim Restaurantbesuch die 2G-plus-Regel, wie aus der neuen Corona-Landesverordnung hervorgeht. Damit haben nur Geimpfte und Genesene mit frischem negativem Test oder Auffrischungsimpfung Zutritt. Während Gaststätten von 23 bis 5 Uhr dichtmachen sollen, müssen Diskotheken vorerst ganz schließen.

Bei Veranstaltungen drinnen gilt künftig grundsätzlich Maskenpflicht, bei Sitzveranstaltungen im Theater, im Kino oder bei Konzerten sind nur 500 Menschen erlaubt. Eine Testpflicht gilt ab 17. Januar für immunisierte Mitarbeitende in Kitas ohne Auffrischungsimpfung. Für Chöre gilt künftig beim Singen Maskenpflicht, das Spielen von Blasinstrumenten drinnen ist vorerst nicht mehr erlaubt. Auch an der Kasse im Supermarkt gilt künftig Maskenpflicht.

Nach Angaben des RKI hat das Bundesland die dritthöchste Sieben-Tage-Inzidenz nach Bremen und Berlin. Am Dienstag kletterte der Wert auf 633.

Update, 11. Januar, 21 Uhr: Provinz Quebec: Entweder impfen oder bezahlen

Nicht geimpfte Bewohner in der kanadischen Provinz Quebec müssen nach den Worten des örtlichen Ministerpräsidenten künftig extra zahlen.

"Der Impfstoff ist der Schlüssel zur Bekämpfung des Virus. Aus diesem Grund denken wir an einen Beitrag für Erwachsene, die aus nicht-medizinischen Gründen die Impfung verweigern", kündigte Premier François Legault am Dienstag an. Wer in den kommenden Wochen die erste Dosis eines Vakzins verweigere, müsse einen neuen Gesundheitsbeitrag zahlen. Wie hoch dieser sein würde und wann er in Kraft treten soll blieb zunächst unklar.

Im bezüglich der Covid-Beschränkungen ohnehin schon relativ strikten Kanada gilt die östliche Provinz Quebec mit seinen über acht Millionen Einwohnern als besonders rigide.

Update, 11. Januar, 20.20 Uhr: Frankreich verzeichnet Corona-Rekordwert

Frankreich hat mit mehr als 368.000 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekordwert verzeichnet.

Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Dienstagabend wurden innerhalb von 24 Stunden 368.149 Neuinfektion gemeldet. Der bisherige Höchstwert vom vergangenen Mittwoch lag bei 332.252 registrierten Ansteckungen.

Die Fallzahlen in Frankreich sind über die vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2790.

Update, 11. Januar, 20.19 Uhr: US-Expertin: Die meisten Menschen werden sich mit Corona infizieren

Die amtierende Chefin der US-Arzneimittelbehörde FDA rechnet angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus mit einer Ansteckung von weiten Teilen der Bevölkerung.

"Es ist schwer zu verarbeiten, was im Moment tatsächlich passiert, nämlich, dass die meisten Menschen Covid bekommen werden", sagte Janet Woodcock. "Wir müssen sicherstellen, dass die Krankenhäuser noch funktionieren, dass Transport- und andere unerlässliche Dienstleistungen nicht unterbrochen werden, während dies geschieht."

Derzeit sind in den USA so viele mit dem Coronavirus infizierte Patienten wie nie seit Beginn der Pandemie vor rund zwei Jahren in Krankenhäusern. Nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag belegten sie knapp 146.000 Krankenhausbetten landesweit. Insgesamt sind derzeit fast 78 Prozent aller Krankenhausbetten besetzt.

Eng wird es auch auf Intensivstationen in den USA: Dort sind inzwischen mehr als 80 Prozent der fast 81.000 Betten besetzt. Knapp 24.000 davon belegen nach Ministeriumsangaben Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Die Direktorin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Dienstag, die Omikron-Variante "treibt die Fallzahlen hier in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt in nie dagewesene Höhen".

Die Omikron-Variante des Coronavirus treibt die Fallzahlen der Infizierten in die Höhe.
Die Omikron-Variante des Coronavirus treibt die Fallzahlen der Infizierten in die Höhe.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 11. Januar, 19.55 Uhr: Kekulé: Pauschale Quarantäne für Kontaktpersonen abschaffen

Für den Fall von rapide ansteigenden Infektionszahlen in der Omikron-Welle hat der Virologe Alexander Kekulé (63) die Möglichkeit in den Raum gestellt, die Nachverfolgung und Quarantäne von symptomfreien Kontaktpersonen abzuschaffen.

Seinen Überlegungen nach sollten Menschen mit Symptomen und bestätigten Infektionen weiterhin konsequent isoliert werden, wie er am Dienstag bei MDR Aktuell darlegte. Kekulé bezeichnete es mit Blick auf eine Situation mit sehr hohen Fallzahlen aber als "völlig ausgeschlossen, dass das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen dann identifiziert". Da würde er "ernsthaft die Möglichkeit ins Auge fassen", die Nachverfolgung aufzugeben.

Update, 11. Januar, 19.32 Uhr: Bolivien: Vizepräsident und sechs Minister mit Corona infiziert

Boliviens Vizepräsident, David Choquehuanca, und sechs Minister der Regierung des südamerikanischen Landes sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Gesundheitszustand des Vizepräsidenten und der Minister sei stabil, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Sie befänden sich in Isolation und würden virtuell arbeiten.

Choquehuanca hatte sich mit Verweis auf die traditionelle Medizin und zwei vorherige Corona-Infektionen nach langwierigen Diskussionen erst kürzlich erstmals gegen Corona impfen lassen. Außenminister Rogelio Mayta musste angesichts des positiven Tests nach seiner Teilnahme an der Außenminister-Tagung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) in Buenos Aires bleiben.

Update, 11. Januar, 18.51 Uhr: Innenminister kritisiert Polizisten nach "Verarschen"-Aussage indirekt

NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) hat auf das Wortgefecht eines Polizeibeamten mit dem Teilnehmer einer unangemeldeten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Münster reagiert und den Beamten indirekt kritisiert.

In einem Video war zu sehen, wie der Polizist zu Teilnehmern der Demo sagte: "Sie wollen nicht spazieren gehen. Sie wollen uns verarschen." Und weiter: "Sie wollen uns hier eindeutig an der Nase herumführen." Das Video wurde etliche Mal angeklickt und geteilt.

"Er hat da offenbar einen Nerv getroffen", sagte Reul zur "WAZ" über den Polizisten: "Allerdings gehört es zur großen Herausforderung von Polizisten, in Grenzsituationen besonnen zu handeln, Recht ohne persönliche Befindlichkeiten durchzusetzen und das Neutralitätsgebot unbedingt zu wahren", so der Innenminister.

Herbert Reul (69, CDU), Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen.
Herbert Reul (69, CDU), Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 11. Januar, 18.35 Uhr: Niedersachsen streicht wegen Omikron Schulfahrten bis Osterferien

Angesichts der steigenden Infektionszahlen durch die Coronavirus-Variante Omikron sind mehrtägige Klassenfahrten in Niedersachsen bis zu den Osterferien verboten. Eine entsprechende Rundverfügung sei den Schule zugestellt worden, teilte das Kultusministerium am Dienstagabend mit.

Damit werde der Zeitraum, an dem mehrtägige Schulfahrten mit Übernachtung untersagt seien, vom 31. Januar bis zum Beginn der Osterferien am 4. April verlängert. Das Verbot umfasst auch Austauschfahrten ins Ausland. Möglich bleiben den Angaben zufolge aber eintägige Schulausflüge, wenn nach Abwägung der Schule der pädagogische Nutzen das Risiko durch das aktuelle Infektionsgeschehen überwiege.

Update, 11. Januar, 18.31 Uhr: Zahl unangemeldeter Corona-Proteste steigt in NRW

Die Zahl der unangemeldeten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen hat laut Innenminister Herbert Reul (69, CDU) stark zugenommen.

"Immer mehr Versammlungen werden nicht angemeldet", sagte Reul der "WAZ". In den vergangenen vier Wochen habe es in NRW rund 700 Corona-Demonstrationen mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern gegeben. Bis auf 40 Gegendemonstrationen hätten sich die allermeisten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gerichtet. "Bislang blieb es weitgehend friedlich. Aber für die Polizei ist es dennoch eine erhebliche Herausforderung", Reul weiter.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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