Coronavirus: Bundeskanzlerin Merkel will beim Impfen Gas geben

Deutschland/Welt - Bundeskanzlerin Angela Merkel verspricht, dass sich das Tempo bei der Impfung gegen Corona steigern wird. Jeder, der möchte, wird eine Impfung erhalten.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus findet Ihr in unserem >>>> Corona-Liveticker.

Update, 9. Januar, 11.10 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel will beim Impfen Gas geben

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) rechnet fest mit einem höheren Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus.

"Es ist ein langsamer Start. Ein paar Hunderttausend sind geimpft, und jeden Tag werden es mehr. Das Tempo wird zunehmen", sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast. "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können."

Gleichzeitig verteidigte Merkel die gemeinsame europäische Beschaffung des Impfstoffs. "Ich bin fest überzeugt, dass es gut war, auf den europäischen Weg zu setzen. Ein Virus, das uns alle trifft, lässt sich von keinem Land allein besiegen. Kein Land, auch Deutschland nicht, wäre sicher vor dem Virus, wenn seine Freunde und Nachbarn es nicht wären."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) verspricht, dass sich das Impf-Tempo in Deutschland steigern wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) verspricht, dass sich das Impf-Tempo in Deutschland steigern wird.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 9. Januar, 11.05 Uhr: Ohne Abstand trotz Corona - Ansturm auf Flughäfen in Russland

Inmitten der Corona-Pandemie ist es an mindestens zwei Flughäfen in Russland zu einem regelrechten Ansturm von Flugreisenden gekommen. Fotos und Videos zeigten während der Neujahrsferien lange Warteschlangen in und vor den Terminals bei Sotschi im Süden und Murmansk hoch im Norden des Landes.

Die Flughäfen hätten das hohe Passagieraufkommen nicht bewältigen können, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Samstag. Die Maschinen seien teilweise erheblich verspätet gestartet. Auf Bildern waren viele Menschen dicht gedrängt teils ohne Mund-Nasen-Schutz zu sehen.

"Es ist stickig in den Terminals, und die vielen Menschen haben einfach nicht genug Platz", schrieb ein Flugreisender in sozialen Netzwerken über den Flughafen in Sotschi.

Update, 9. Januar, 8.01 Uhr: Experte für Covid-Behandlung zweifelt an britischer Strategie

Der Experte für die Behandlung von Covid-19-Patienten, Stefan Kluge (53), hat Zweifel an der Entscheidung Großbritanniens, neue Medikamente gegen die Krankheit einzusetzen.

"Das überrascht mich schon ein bisschen, dass der britische Premierminister den Einsatz der Medikamente schon empfiehlt", sagte der Intensivmediziner Kluge, der in Deutschland die Leitlinien für die stationäre Behandlung von Covid-Patienten mitentwickelt hat, der Deutschen Presse-Agentur.

Premier Boris Johnson hatte zuvor angekündigt, der britische Gesundheitsdienst NHS werde ab sofort die Medikamente Tocilizumab und Sarilumab gegen Covid-19 einsetzen. Diese kommen normalerweise bei rheumatischer Arthritis zum Einsatz.

Update, 9. Januar, 7.30 Uhr: Juso-Chefin: Studenten in Coronazeit als zusätzliche Lehrer einsetzen

Die neue Juso-Chefin Jessica Rosenthal (28) hat vorgeschlagen, Lehramtsstudentinnen und -studenten in der Corona-Krise als zusätzliche Lehrer einzusetzen. So könnten kleinere Lerngruppen gebildet und die Infektionsgefahr verringert werden, sagte die 28-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir können die Studierenden einstellen, die ja sowieso oft gerade ihre Nebenjobs verloren haben." Bund und Länder sollten Hotels und Messegelände anmieten und die Klassen aufteilen.

Rosenthal forderte eine wissenschaftlich fundierte Prüfung, welche Infektionsgefahr von den neuen Virusmutationen in den Schulen ausgeht - und zwar vor dem 25. Januar, wenn Bund und Länder über weitere Maßnahmen entscheiden wollen.

"Aus meiner Sicht muss das Recht auf Bildung immer an allererster Stelle stehen und genauso müssen wir auch diskutieren", sagte sie.

Derzeit wird aus Sicht der Juso-Chefin für eine sichere Öffnung der Schulen zu wenig getan: "Wo sind denn die FFP2-Masken, wo sind denn die Schnelltests, wo sind die angemieteten Räume, wo ist das zusätzliche Personal", fragte Rosenthal, die selbst Lehrerin ist und seit dem vergangenen Jahr an einer Bonner Schule unterrichtet.

Jessica Rosenthal (28), die neu gewählte Bundesvorsitzende der Jusos.
Jessica Rosenthal (28), die neu gewählte Bundesvorsitzende der Jusos.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 9. Januar, 6,14 Uhr: China verschärft Maßnahmen im Kampf gegen neuen Virus-Ausbruch

Im Kampf gegen den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten hat China die Maßnahmen in der Provinz Hebei noch einmal verschärft. Am Samstag wurden in der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang alle Linien der Metro auf unbestimmte Zeit eingestellt, wie staatliche Medien berichteten.

Später wurde auch der Busverkehr gestoppt. Hebei liegt direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking.

Am Freitag waren Shijiazhuang wie auch die 125 Kilometer entfernte Sieben-Millionen-Metropole Xingtai bereits abgeriegelt worden. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt. Darüber hinaus wurde der Straßenfernverkehr zu den beiden Städten eingestellt.

Update, 9. Januar, 4.30 Uhr: Scholz mahnt in Corona-Krise Transparenz gegenüber Bürgern an

Vizekanzler Olaf Scholz (62, SPD) hat angesichts der Corona-Krise Transparenz gegenüber den Bürgern angemahnt. In Zeiten von großer Unsicherheit ist Vertrauen eine ganz zentrale Kategorie des Regierens", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb müsse der Grundsatz gelten: "Wenn sich Fragen aufdrängen, werden sie gestellt". "Sonst entsteht leicht Misstrauen", mahnte Scholz.

"Die Impfstoff-Produktion muss endlich oberste Priorität haben", betonte der Finanzminister zudem. Deshalb sei auch der neue Kabinettsausschuss mit Kanzlerin Angela Merkel, Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun (alle CDU) und ihm gebildet worden. "Wir bündeln die Kräfte, sprechen mit den Unternehmen in Deutschland und Europa und bemühen uns um weitere Produktionsstätten, damit in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Impfstoff bereit steht."

Olaf Scholz (62, SPD), Bundesminister der Finanzen.
Olaf Scholz (62, SPD), Bundesminister der Finanzen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 9. Januar, 3,21 Uhr: Mehr als acht Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

In Brasilien haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als acht Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) hervor.

Demnach wurden 52 035 neue Infektionen registriert, die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 8.013.708. Am Donnerstag hatte die Zahl der Corona-Toten in Brasilien die Marke von 200.000 überschritten.

Nur in den USA wurden bislang mehr Tote registriert, nach den USA und Indien verzeichnet das größte Land in Lateinamerika die meisten Infektionen. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet.

Update, 9. Januar, 1 Uhr: Göring-Eckardt fordert kreative Lösungen für Unterricht in Pandemie

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt (54), hat kreative Lösungen für den Schulunterricht in der Corona-Pandemie gefordert. "

Warum sollen geschlossene Museen und leere Theatersäle nicht für den Unterricht genutzt werden? Warum holt man nicht das Technische Hilfswerk und Messebauer in die Schulen, um Luftfilter einzubauen", fragte Göring-Eckardt im Interview der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Sie schlug auch vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre interaktiven Bildungsangebote ausbauen. Ganz normaler Unterricht werde an vielen Orten noch lange nicht möglich sein.

"Daher müssen wir andere, kreative Lösungen finden", betonte die Fraktionschefin.

Göring-Eckardt bezeichnete es als "eine Vollkatastrophe, dass so viele Schulen immer noch keinen vernünftigen Digitalunterricht hinbekommen".

Katrin Göring-Eckardt (54), Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht vor Beginn der digitalen Fraktionssitzung im Bundestag.
Katrin Göring-Eckardt (54), Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht vor Beginn der digitalen Fraktionssitzung im Bundestag.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 8. Januar, 23.30 Uhr: Macron spricht mit Merkel und von der Leyen über EU-Impfstrategie

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) die europäische Corona-Impfstrategie verteidigt.

Der Präsident und die Kanzlerin seien entschlossen, diese Strategie des Erwerbs von Impfstoffen innerhalb eines europäischen Rahmens und auf der Grundlage eines robusten und fairen Zuteilungsmechanismus zu verfolgen, hieß es am Freitagabend aus dem Élyséepalast nach einem Gespräch zwischen Macron und Merkel. Mit der Stärke des Kollektivs könne man ein vielfältiges und sicheres Portfolio an Impfstoffen in erheblichen Mengen und zu besseren Preisen aushandeln.

Update, 8. Januar, 22.13 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern gelten die neuen Corona-Regeln schon ab Sonntag

Der verschärfte Corona-Lockdown mit neuen Kontaktbeschränkungen soll in Mecklenburg-Vorpommern bereits von Sonntag an gelten.

Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin an. Außerdem kann es bei den Kontaktbeschränkungen für Kinder bis zwölf Jahre Ausnahmen geben. Dies gelte, wenn es für die Betreuung der Kinder notwendig sei, sagte Schwesig.

Update, 8. Januar, 21.25 Uhr: Schlimmster Pandemietag in Portugal: Rekord an Toten und Infektionen

Portugal hat am Freitag seinen bisher schlimmsten Pandemie-Tag erlebt. Mit 10.176 Neuinfektionen und 118 Todesopfern meldeten die Gesundheitsbehörden in Lissabon die höchsten Zahlen seit Beginn der Corona-Krise.

Die Neuinfektionen in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern hatten zuvor schon am Mittwoch mit einem Tageswert von 10.027 den bis dahin geltenden Rekord vom 31. Dezember (7627) deutlich übertroffen. Gesundheitsministerin Marta Temido hatte am Mittwoch ihre Landsleute gewarnt: "Die nächsten Tage werden sehr hart sein". Die zuvor höchste Zahl an Toten mit Covid-19 an einem Tag war mit 98 am 13. Dezember registriert worden.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Portugal bereits mehr als 466.000 Corona-Infektionen gezählt.
Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Portugal bereits mehr als 466.000 Corona-Infektionen gezählt.  © Armando Franca/AP/dpa

Update, 8. Januar, 20.09 Uhr: Impfkommission: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes nicht aufschieben

Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Corona-Impfung soll nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) nicht vergrößert werden.

Das teilte die Stiko in einer Aktualisierung ihrer Impfempfehlung am Freitag mit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Behörde prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können.

"Die Gabe der 2. Impfstoffdosis soll innerhalb des durch die Zulassungsstudien abgedeckten Zeitraumes (derzeit 42 Tage) erfolgen", heißt es nun in der Aktualisierung der Impfempfehlung nun.

Update, 8. Januar, 19.18 Uhr: Corona-Impfungen: WHO sieht Gefahr einer Benachteiligung armer Länder

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine Benachteiligung ärmerer Länder bei den nun startenden Impfungen gegen das Coronavirus.

Unter den 42 Staaten, die sichere und wirksame Impfstoffe spritzten, sei kein einziges armes Land, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Er appellierte an die reichen Länder, die sich viele Impfdosen gesichert hätten, sie auch über die internationale Corona-Impfinitiative Covax an die 92 angeschlossenen Länder zu verteilen.

Die Nachbestellungen drohten, die Preise für die Impfstoffe hochzutreiben, kritisierte Tedros. "Ich bitte die Staaten und Hersteller dringend darum, diese bilateralen Deals auf Kosten von Covax zu stoppen."

Update, 8. Januar, 18.44 Uhr: Athen verlängert Lockdown um eine weitere Woche

In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen vorerst um eine Woche verlängert. Sie sollten am Montag enden, laufen nun aber bis mindestens zum 18. Januar.

Begründet wird die Entscheidung mit der Angst vor einer dritten Infektionswelle. Nach den leichten Lockerungen über die Weihnachtsfeiertage sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen verzeichnet worden, teilte die griechische Gesundheitsbehörde am Freitag im Staatsfernsehen mit. Allerdings werde man ab Montag zumindest Kitas, Grundschulen und Sonderschulen wieder öffnen.

Griechische Straßen bleiben noch etwas länger leer: Der Lockdown wurde bis zum 18. Januar verlängert.
Griechische Straßen bleiben noch etwas länger leer: Der Lockdown wurde bis zum 18. Januar verlängert.  © Petros Giannakouris/AP/dpa

Update, 8. Januar, 18.21 Uhr: Neue Variante des Coronavirus erstmals in Berlin nachgewiesen

Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden.

Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mit. Der betroffene Mensch und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein.

Update, 8. Januar, 17.52 Uhr: Dänemark beschränkt Reiseverkehr in und aus allen Ländern der Welt

In Dänemark wird wegen Sorgen vor mutierten Varianten des Coronavirus sowie der Corona-Lage weltweit von jeglichen Reisen ins Ausland abgeraten, darunter auch Dienstreisen.

Das gab Außenminister Jeppe Kofod am Freitagnachmittag in Kopenhagen bekannt. Die Botschaft sei ganz klar, dass man nicht ausreisen solle. Dänen im Ausland müssten sich nicht beeilen, ins Land zurückzukehren. Zugleich werden nur noch Personen ins Land gelassen, die einen triftigen Grund dafür haben und einen negativen, maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können, wie Justizminister Nick Hækkerup sagte.

Update, 8. Januar, 17.26 Uhr: Italien teilt Land wieder in Corona-Zonen ein

Italien will ab kommender Woche das Land wieder in unterschiedliche Corona-Zonen einteilen.

Damit werden in den Regionen wieder unterschiedliche Regeln für die Menschen gelten, je nachdem wie sich die Corona-Lage dort entwickelt. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza wollte dazu am Freitag eine neue Verordnung unterzeichnen, wie sein Ministerium am Freitag mitteilte.

Danach fallen die nördlichen Regionen Emilia Romagna, die Lombardei und Venetien sowie Sizilien und Kalabrien im Süden ab Montag in die orangefarbene Zone. In ihnen gelten dann strengere Regeln als im Rest des Landes, der dann in die gelbe Zone eingeteilt werden soll. Konkret bedeutet das für die Menschen in den orangefarbenen Zonen etwa, dass Bars und Restaurants geschlossen bleiben und nur Essen zum Mitnehmen verkaufen dürfen.

Update, 8. Januar, 17 Uhr: Jens Spahn: "Das ist ein guter Tag im Kampf gegen die Pandemie"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich hoffnungsfroh gezeigt angesichts jüngster Entwicklungen bei der Corona-Massenimpfung in Deutschland und der EU.

"Das ist ein guter Tag im Kampf gegen die Pandemie", sagte Spahn am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir können mehr Impfdosen pro Ampulle verwenden. Der zweite Impfstoffhersteller wird kommende Woche liefern. Der dritte Impfstoff steht vor der Zulassung. Uns stehen zusätzliche Impfdosen durch den neuen EU-Vertrag mit Biontech zu." Laut dem Gesundheitsminister bedeutet das: "Mehr Impfstoff, mehr Schutz, weniger Angriffsfläche für das Virus."

Die Entwicklungen des heutigen Freitags stimmen Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) positiv für den weiteren Kampf gegen das Coronavirus.
Die Entwicklungen des heutigen Freitags stimmen Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) positiv für den weiteren Kampf gegen das Coronavirus.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 8. Januar, 16.45 Uhr: Auch Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahme bei Kontaktbeschränkung

Rheinland-Pfalz hat bei den Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine Abweichung von der Bund-Länder-Vereinbarung beschlossen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte nach einer Kabinettsitzung am Freitag mit, in der ab Montag wirksamen Landesverordnung seien Kinder im Kita-Alter von der Verschärfung der Kontaktbeschränkung auf einen Hausstand plus eine weitere Person ausgenommen.

Update, 8. Januar, 16.01 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in den Bundesländern

In der folgenden Grafik könnt Ihr die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland ablesen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 8. Januar, null Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Laut den Angaben des RKI bleibt Sachsen das aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffene Bundesland.
Laut den Angaben des RKI bleibt Sachsen das aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffene Bundesland.  © TAG24

Update, 8. Januar, 15.45 Uhr: Im Einzelhandel sei es "fünf nach zwölf" - Merkel erhält "Brandbrief"

Der Einzelhandel hat in Briefen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor einer Pleitewelle in der Branche gewarnt und schnellere, unbürokratische Corona-Hilfen des Staates gefordert.

"Der Bundesfinanzminister kündigt vollmundig und ohne Unterlass Milliarden Staatshilfen an - ohne Wirkung für den Einzelhandel!", heißt es in dem Schreiben des Handelsverbandes Deutschland mit Datum vom 7. Januar. "Eindringlich bitten wir Sie darauf hinzuwirken, dass Vizekanzler Scholz für die Bundesregierung das Wort einlöst und die Finanzhilfen unkompliziert, schnell und auch tatsächlich
im Handel ankommen."

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nord, Dierk Bökenholt, und Vertreter von Einzelhandelsgeschäften in ganz Norddeutschland schilderten am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz die Situation als "dramatisch". "Es ist fünf nach zwölf", sagte Bökenholt. 2020 habe der Einzelhandel 36 Milliarden Euro Umsatzverluste erlitten. Wenn nicht tatsächlich im Februar Gelder fließen, "gehen bei vielen die Lichter aus".

Update, 8. Januar, 15.32 Uhr: Inzidenz über 1000: Londons Bürgermeister ruft Großlage aus

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat angesichts beispiellos hoher Infektionszahlen in der britischen Hauptstadt eine Großlage (major incident) ausgerufen.

Die Bedrohung, die das Coronavirus für die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt. "Wenn wir nicht unverzüglich handeln, könnte unser NHS (Gesundheitsdienst) überwältigt werden und mehr Menschen werden sterben", sagte Khan einer Mitteilung zufolge. Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 8. Januar, 15.26 Uhr: Scholz zur Akzeptanz der Corona-Politik: "Alles begründen"

Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Menschen in Deutschland auf weitere mögliche Änderungen im Anti-Corona-Kurs der Bundesregierung eingestimmt.

Niemand könne an dieser Stelle sagen, was in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten noch zu tun sei, um diese Pandemie zu bekämpfen, erklärte Scholz am Freitag in Berlin. Der SPD-Politiker verteidigte aber auch den bisherigen Corona-Kurs: "Angesichts der großen Zahlen, war es richtig, ist es richtig, das wir noch mal mit stärkeren Maßnahmen versuchen, das Pandemiegeschehen zu bekämpfen".

Die bisherigen Maßnahmen hätten wegen der hohen Infektionszahlen und Sterberaten nicht mehr ausgereicht. Deshalb appellierte Scholz für eine offene Kommunikationskultur - und zwar dauerhaft. Jeder sei von den Einschränkungen betroffen, daher sei eine ständige Diskussion zwischen allen wichtig. Es sei ganz zentral, dass wir "offen diskutieren und offen kommunizieren und alles begründen, was wir machen", so Scholz.

Laut Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) wird die Corona-Pandemie auch in den nächsten Wochen und Monaten eine große Herausforderung bleiben.
Laut Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) wird die Corona-Pandemie auch in den nächsten Wochen und Monaten eine große Herausforderung bleiben.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 8. Januar, 15.18 Uhr: NRW weicht bei Corona-Beschlüssen in einigen Punkten ab

Die neue ab Montag geltende Corona-Verordnung für Nordrhein-Westfalen enthält keine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für Einwohner in extremen Corona-Hotspots. Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 8. Januar, 15.12 Uhr: Baden-Württemberg kippt als erstes Bundesland Teile der Corona-Kontaktregeln

Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg hat auf Druck der CDU bei den neuen Corona-Kontaktbeschränkungen eine weitergehende Ausnahme für Kinder beschlossen.

"Um familiäre Härten abzumildern, und insbesondere den Bedürfnissen von Familien mit kleinen Kindern oder Alleinerziehenden gerecht zu werden, werden dabei Kinder bis 14 Jahren in Baden-Württemberg aber nicht mitgezählt, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag im Landtag. Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 8. Januar, 14.55 Uhr: Belgien strebt bis zum Spätsommer Immunität seiner Bevölkerung an

Belgien will bis zum Spätsommer eine flächendeckende Immunität gegen das Coronavirus erreichen.

Bis September sollen laut Impfplan 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter die zuständige Arbeitsgruppe für die Impfkampagne berichtete. "Das sind tolle Neuigkeiten auf dem Weg zurück in die Freiheit", sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke.

Das kleine Belgien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte im Herbst zeitweise die höchsten Corona-Infektionszahlen in Europa. Täglich wurden 15.000 neue Fälle oder mehr verzeichnet.
Das kleine Belgien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte im Herbst zeitweise die höchsten Corona-Infektionszahlen in Europa. Täglich wurden 15.000 neue Fälle oder mehr verzeichnet.  © Jasper Jacobs/BELGA/dpa

Update, 8. Januar, 14.44 Uhr: Droht Beziehern der Corona-Überbrückungshilfen ein böses Erwachen?

Droht allen Unternehmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie die sogenannte "Überbrückungshilfe" beantragt haben, Ende 2021 ein böses Erwachen? Genau das behauptet nun zumindest ein Beratungsunternehmer für Touristik. Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 8. Januar, 14.36 Uhr: Infektionsrekord auf den Balearen: Mallorca schließt Restaurants

Die Urlaubsinsel Mallorca, die Region Madrid und weitere Teile Spaniens haben wegen anziehender Infektionszahlen eine erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen.

Nach einem regionalen Infektionsrekord auf den Balearen müssen auf Mallorca ab Dienstag alle Restaurants, Bars und Cafés sowie auch alle Kaufhäuser, Einkaufs- und Fitnesszentren für zwei Wochen geschlossen bleiben, wie die balearische Regierungssprecherin Pilar Costa am Freitag mitteilte. Im Einzelhandel sind alle Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 700 Quadratmetern betroffen. Erlaubt bleibt der Verkauf von Lebensmitteln, Medikamenten und allen Produkten des Grundbedarfs.

Auf den Balearen wurde zuletzt eine 14-Tage-Inzidenz von 529 festgestellt, deshalb müssen die Restaurants auf Mallorca bald wieder geschlossen bleiben.
Auf den Balearen wurde zuletzt eine 14-Tage-Inzidenz von 529 festgestellt, deshalb müssen die Restaurants auf Mallorca bald wieder geschlossen bleiben.  © Clara Margais/dpa

Update, 8. Januar, 14.28 Uhr: Corona sorgt für geringste Zahl illegaler Grenzübertritte in EU seit 2013

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die Europäische Union ist im Jahr 2020 auf den niedrigsten Wert seit 2013 gefallen.

Wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Freitag mitteilte, wurden im vergangenen Jahr rund 124.000 unerlaubte Einreisen über die EU-Außengrenzen registriert. Dieser Rückgang um 13 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor hänge mit den wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen zusammen, erklärte die in Warschau angesiedelte Behörde.

Update, 8. Januar, 14.15 Uhr: Bundestag verkürzt wegen Corona erneut die Sitzungswoche

Um das Risiko von Corona-Infektionen im Bundestag zu senken, wird die Plenarwoche des Parlaments erneut verkürzt.

Wie die Bundestagsverwaltung am Freitag mitteilte, sollen in der kommenden Woche nur am Mittwoch und Donnerstag Plenarsitzungen stattfinden. Am Freitag bleibt der Plenarsaal unter der Reichstagskuppel anders als in normalen Sitzungswochen hingegen leer. Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen wiederholen die Abgeordneten damit das Vorgehen von Mitte Dezember.

Update, 8. Januar, 14.07 Uhr: Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert werden

Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen.

Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag mit. Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. An diesem Freitag wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert.

Deutschland soll mehr als 50 Millionen Dosen von dem Moderna-Impfstoff erhalten.
Deutschland soll mehr als 50 Millionen Dosen von dem Moderna-Impfstoff erhalten.  © Paul Sancya/POOL AP/dpa

Update, 8. Januar, 13.55 Uhr: Abschlagszahlungen bei Corona-Hilfen: Bisher 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt

Bei den Abschlagszahlungen der November- und Dezemberhilfen an Firmen und Selbstständige sind bisher insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Bei den Novemberhilfen waren es demnach bisher rund 1,24 Milliarden Euro, bei den Dezemberhilfen rund 455 Millionen Euro. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Die regulären Auszahlungen der Novemberhilfen würden in Kürze starten, hieß es.

Update, 8. Januar, 13.41 Uhr: 16 Bundeswehrsoldaten in Auslandseinsätzen mit Corona infiziert

Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind über den Jahreswechsel insgesamt 16 Soldaten positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Die Kontaktpersonen wurden identifiziert und entsprechende Isolationsmaßnahmen getroffen", teilte das Einsatzführungskommando am Freitag weiter mit. Die größte Zahl an Infektionen gab es im deutschen Kontingent des UN-Einsatzes in Mali (Minusma), wo zehn Fälle nachgewiesen wurden. Die Infizierten sollten zeitnah zur weiteren Behandlung ausgeflogen werden oder hatten das Einsatzgebiet bereits auf diesem Weg verlassen. Zwei Soldaten blieben in Quarantäne in Einsatzgebieten.

Update, 8. Januar, 13.32 Uhr: Illegales Glücksspiel: Polizei findet rund 35 Menschen in Wohnung

Mitten in der Corona-Pandemie haben sich rund 35 Menschen in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Berlin getroffen, offenbar um illegale Glücksspiele zu veranstalten.

Die Polizei fand in der Nacht zum Donnerstag Spielkarten und beschlagnahmtes Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie zwei Glücksspielautomaten, wie die Behörde am Freitag via Twitter mitteilte. Einige der Menschen hielten sich demnach illegal in Deutschland auf und wurden zum Teil festgenommen. Zudem sei unklar, wem die Wohnung überhaupt gehöre, hieß es weiter. Der Schlüsseldienst habe das Türschloss ausgetauscht und die neuen Schlüssel bei der Polizei hinterlegt.

Den Angaben zufolge hatten sich zunächst Anwohner über Lärm in der Erdgeschosswohnung im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen beschwert, deren Rollläden heruntergelassen waren.

Das habe einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, bei dem auch eine Einsatzhundertschaft und die Bundespolizei angerückt seien. Die Beamten hätten zahlreiche Anzeigen geschrieben, nicht nur wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels, sondern auch wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen.

Update, 8. Januar, 12.15 Uhr: Ab sofort sechs statt fünf Impfungen pro Biontech-Ampulle möglich

Ab sofort können mehr Menschen mit dem Impfstoff aus einer Ampulle der Hersteller Biontech und Pfizer geimpft werden.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA habe zugelassen, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle gezogen werden dürfen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin.

Update, 8. Januar, 12.13 Uhr: Athen verlängert Quarantäne für Reisende aus dem Ausland

Reisende nach Griechenland müssen sich künftig nach ihrer Ankunft für sieben Tage in Quarantäne begeben.

Dies gilt auch für Bürger aus EU-Staaten. Bislang galt eine dreitägige Quarantänepflicht. Die neue Maßnahme werde noch am Freitag um Mitternacht in Kraft treten und zunächst bis zum 21. Januar gelten, teilte die Behörde für Zivile Luftfahrt in Athen mit.

Gläubige versammeln sich am Dreikönigsfeiertag vor einer Kapelle.
Gläubige versammeln sich am Dreikönigsfeiertag vor einer Kapelle.  © Pierre Berthuel/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Update, 8. Januar, 12 Uhr: Corona-Krise: Niedersachsen rät derzeit von Hochzeiten ab

Die niedersächsische Landesregierung rät angesichts der verschärften Corona-Infektionslage derzeit von Hochzeiten ab.

"Wir bitten alle darum, wenn irgendwie möglich, in den nächsten Wochen von einer Hochzeit abzusehen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Standesamtliche und kirchliche Trauungen seien aber weiterhin möglich, allerdings unter strikter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Eine Feier mit vielen Gästen sei allerdings nicht möglich.

Die neue niedersächsische Corona-Verordnung erlaubt für Beerdigungen indes weiterhin die Teilnahme von Trauergästen, wobei die strikten Kontaktregeln nicht gelten.

Update, 8. Januar, 11.50 Uhr: Corona-Reisewarnung für portugiesische Urlaubsinsel Madeira

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung nun auch die portugiesische Urlaubsinsel Madeira ab Samstag als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen dann auch wieder die französische Insel Korsika und die nordfranzösische Region Bretagne. Damit gilt wieder für den gesamten europäischen Teil Frankreichs eine Reisewarnung, nur einige Überseegebiete sind noch davon ausgenommen, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

Madeira ist eins der letzten Winter-Reiseziele im Süden Europas, für das bisher noch keine Corona-Reisewarnung galt. Jetzt bleiben nur noch einige griechischen Inseln übrig. Die Kanaren hatte die Bundesregierung bereits eine Woche vor Weihnachten zum Risikogebiet erklärt und die Reisewarnung damit auf ganz Spanien erweitert.

Auch ganz Irland, die dänischen Färöer Inseln und zwei weitere Regionen Norwegens sind ab Samstag wieder Risikogebiet. Eine finnische Region wurde dagegen wieder von der Risikoliste gestrichen.

Update, 8. Januar, 11.47 Uhr: Schweden billigt Pandemiegesetz - stärkere Corona-Maßnahmen möglich

Die schwedische Regierung hat sich mit einem neuen Pandemiegesetz die Möglichkeit für weitreichendere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gesichert.

Der Reichstag in Stockholm stimmte am Freitag für das Gesetz. Es tritt am Sonntag in Kraft und bedeutet in der Praxis, dass die Regierung umfassendere Corona-Maßnahmen als bisher erlassen kann, wenn sie dies für notwendig erachtet. Bislang sind die Schweden in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg gegangen.

Die schwedische Strategie hatte bisher auf verhältnismäßig freizügige Empfehlungen sowie Appelle an die Vernunft der Bürger gesetzt. Das Pandemiegesetz ermöglicht es der Regierung und den Behörden nun, zum Beispiel Geschäfte, Einkaufszentren, Fitnessstudios oder andere Einrichtungen zu schließen oder es Menschen zu verbieten, sich in größeren Gruppen zu versammeln. Das Gesetz gilt vorläufig bis September 2021.

Passagiere mit Mund-Nasen-Schutz gehen durch eine U-Bahn-Station in Malmö.
Passagiere mit Mund-Nasen-Schutz gehen durch eine U-Bahn-Station in Malmö.  © Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Update, 8. Januar, 11 Uhr: Ministerium: Täglich zwei FFP2-Masken für Lehrer

Das Land NRW will jeden Lehrer im Präsenzunterricht mit zwei FFP2-Masken pro Tag ausstatten.

Es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um das bis zu den Osterferien zu gewährleisten, so das Bildungsministerium in einer Email an alle Schulen. In dem Schreiben wurde am Donnerstag auch klargestellt, dass die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrer bis Ende Januar nur in Anspruch genommen werden können, wenn die Personen "in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten."

Grundsätzlich gibt es bis zum Ende des Monats Distanzunterricht. Es gibt aber Notbetreuungsangebote für Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht zu Hause betreut werden können oder bei denen nach Ansicht des Jugendamts eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Lehrer, die in dieser Zeit in den Schulen sind, können sich bereits kostenfrei auf Corona testen lassen.

Für alle anderen Beschäftigten soll es von Februar bis zu Beginn der Osterferien die Möglichkeit zu sechs anlasslosen Tests geben.

Update, 8. Januar, 10.06 Uhr: Von der Leyen: Vertrag über mehr Biontech/Pfizer-Impfstoff steht

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen.

75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen.
Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 8. Januar, 6.15 Uhr: Erstmals über 4000 Corona-Tote an einem Tag in den USA gemeldet

In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4000 gestiegen. Dies geht aus Daten des Covid Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266.197 Neuinfektionen verzeichnet.

Das Covid Tracking Project wurde im vergangenen Frühjahr beim Magazin «The Atlantic» begonnen und sammelt Daten zur Corona-Pandemie in den USA. Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore für den Donnerstag lagen am Freitagmorgen (MEZ) zunächst noch nicht vor. Für Mittwoch hatte die JHU 3865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden.

Der bislang höchste Wert an Neuinfektionen war laut JHU am Samstag mit 297.491 binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Update, 8. Januar, 4.30 Uhr: 100 Jahre alter Rosinenbomber-Pilot nach Corona "fast wieder normal"

Der 100 Jahre alte Rosinenbomber-Pilot Gail Halvorsen hat sich nach Angaben seiner Tochter Denise Williams von einer Corona-Infektion weitgehend erholt.

"Er hat immer noch Husten, aber kommt wieder zu Kräften. Es geht ihm sehr gut und wir sind sehr dankbar", teilte Williams am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. "Er scheint fast wieder sein normales 100-jähriges Selbst zu sein." Er wollte sich für die vielen Genesungswünsche, auch aus Deutschland, bedanken.

Der im US-Bundesstaat Utah lebende ehemalige US-Pilot, der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, war im Oktober 100 Jahre alt geworden, Mitte Dezember erkrankte er an Covid-19. Er wurde von seiner Familie zu Hause gepflegt.

Der als "Rosinenbomber-Pilot" bekannt gewordene Gail Halvorsen steht am Luftbrücken-Denkmal am Flughafen in Frankfurt am Main vor einem der historischen Flugzeuge des gleichen Typs, mit dem der ehemalige US-Pilot nach dem zweiten Weltkrieg die "Luftbrücke" nach Berlin geflogen war.
Der als "Rosinenbomber-Pilot" bekannt gewordene Gail Halvorsen steht am Luftbrücken-Denkmal am Flughafen in Frankfurt am Main vor einem der historischen Flugzeuge des gleichen Typs, mit dem der ehemalige US-Pilot nach dem zweiten Weltkrieg die "Luftbrücke" nach Berlin geflogen war.  © picture alliance / Boris Roessler/dpa

Update, 8. Januar, 3.59 Uhr: Studie: Geruchssinn häufiger bei mildem Covid-Verlauf eingeschränkt

Ein gestörter Geruchssinn oder gar dessen vollständiger Verlust gehört zu den häufigsten Symptomen einer Infektion mit Sars-CoV-2. Besonders oft betroffen sind offenbar Patienten mit mildem Erkrankungsverlauf, so das Fazit einer europäischen, im Fachblatt "Journal of Internal Medicine" vorgestellten Studie.

Während die meisten Erkrankten nach durchschnittlich drei Wochen wieder riechen können, berichten einige noch Monate später von gestörten Sinneswahrnehmungen.

In die Untersuchung der Wissenschaftler um den Mediziner Jerome Lechien von der Universität Paris-Saclay gingen Daten von 2581 Covid-19-Patienten aus 18 europäischen Krankenhäusern ein, die von März bis Juni 2020 erhoben wurden. Basierend auf einer Befragung kamen Riechstörungen in der Gruppe mit milden Verläufen bei 85,9 Prozent, bei den moderaten Fällen bei 4,5 Prozent und in der Gruppe mit ernsthaften bis kritischen Verläufen bei 6,9 Prozent vor.

Im Durchschnitt dauerte es nach Auskunft der Betroffenen gut drei Wochen, bis sie wieder normal riechen konnten. Fast ein Viertel der Erkrankten gab an, selbst nach 60 Tagen noch einen gestörten Geruchssinn gehabt zu haben.

Sie vermuten, dass die Störung des Geruchssinns vor allem bei mild Erkrankten auf eine im Vergleich zu schwerer Erkrankten unterschiedliche Antwort des Immunsystems zurückzuführen sein könnte. Eine weitere Möglichkeit sei, so die Autoren, dass das Virus die Nervenzellen im Riechkolben schädige. Zur Klärung müssten weitere Analysen durchgeführt werden.

Update, 8. Januar, 1.30 Uhr: Großbritannien verlangt negativen Corona-Test vor Einreise

Für Einreisen nach England ist von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps in der Nacht zum Freitag mitteilte. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden.

Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund (gut 550 Euro) Strafe zahlen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Kinder unter elf Jahren und Einreisen aus Irland.

Die Ankündigung betrifft nur England, aber ähnliche Maßnahmen für die anderen Landesteile Wales, Schottland und Nordirland sollen folgen.

Update, 7. Januar, 20.25 Uhr: Italien erwartet Moderna-Impfstoff kommende Woche

Italien erwartet schon bald den erst kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Corona-Impfstoff von Moderna.

Im Laufe der kommenden Woche würden wenige erste Dosen eintreffen und mit Hilfe der Armee an die Standorte verteilt, an denen sie verabreicht werden, sagte der für den Corona-Notfall einberufene Kommissar Domenico Arcuri, am Donnerstagabend.

Ein Fläschchen des Moderna-Impfstoffes steht neben Spritzen, die für die Impfung von Mitgliedern der US-Air Guard und der US-Army National Guard in Mississippi verwendet werden.
Ein Fläschchen des Moderna-Impfstoffes steht neben Spritzen, die für die Impfung von Mitgliedern der US-Air Guard und der US-Army National Guard in Mississippi verwendet werden.  © Rogelio V. Solis/AP/dpa

Update, 7. Januar, 19.10 Uhr: Großbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Großbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die "lebensrettenden" Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigte der britische Premier Boris Johnson am Donnerstag an.

Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt.

Update, 7. Januar, 19.08 Uhr: Frankreichs Grenze zu Großbritannien bleibt wegen Corona geschlossen

Wegen der mutierten Variante des Coronavirus bleibt Frankreichs Grenze zu Großbritannien für Reisende auf Weiteres geschlossen. Diejenigen, die reisen dürfen, müssten automatisch einen Test vorlegen, wenn sie Frankreich betreten, sagte Premier Jean Castex am Donnerstagabend.

Den Gesundheitsbehörden zufolge gibt es in Frankreich zwei Cluster der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus.

Großbritannien, Dover: Soldaten führen Corona-Test bei einem Autofahrer vor dem Hafen von Dover durch.
Großbritannien, Dover: Soldaten führen Corona-Test bei einem Autofahrer vor dem Hafen von Dover durch.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Update, 7. Januar, 19.05 Uhr: Saarland erlaubt Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen

Das Saarland will bei den verschärften Corona-Bestimmungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen wie auch Berlin Härtefälle berücksichtigen.

Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung bekannt, bei der Änderungen der Rechtsverordnung für Maßnahmen in der Corona-Pandemie beschlossen worden waren. Die verschärften Regeln gelten ab Montag bundesweit.

Update, 7. Januar, 18.56 Uhr: Thüringens Ministerpräsident: "Richtiger Lockdown" zur Pandemiebekämpfung nötig

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich für noch weitreichendere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Wir müssen endlich in einen richtigen Lockdown gehen", sagte der Linke-Politiker im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag).

Er ärgere sich, nicht bereit gewesen zu sein, den Dezember mit seinen vielen Feiertagen für eine bundesweit Generalpause zu nutzen. Eine permanente Verlängerung von Einzelmaßnahmen, die aber insgesamt nicht zum Austrocknen des Virus führten, sei ein teurer und falscher Weg.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.
Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Januar, 18.45 Uhr: Erstmals neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte am Donnerstag das Gesundheitsministerium mit.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

Update, 7. Januar, 18.15 Uhr: Bundesregierung berät noch über Testpflicht bei Einreise

Die neue Testpflicht bei der Einreise aus Corona-Risikogebieten wird wohl noch einige Tage auf sich warten lassen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag nach Beratungen zwischen dem Kanzleramt und fünf Ministerien erfuhr, soll sich das Bundeskabinett erst mit der geplanten Verordnung befassen. Dies sei aber "zeitnah" geplant, hieß es.

Die Details stehen zwar noch nicht fest - auch nicht, welche Ausnahmen gelten sollen. Im Gespräch sind aber dem Vernehmen nach unterschiedliche Regelungen, je nachdem ob Menschen aus Gebieten mit hohen oder sehr hohen Corona-Infektionsraten einreisen wollen.

Ein Helfer der Johanniter nimmt im Corona Testzentrum am Flughafen Hannover einen Abstrich.
Ein Helfer der Johanniter nimmt im Corona Testzentrum am Flughafen Hannover einen Abstrich.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 7. Januar, 18.07 Uhr: Umfrage: Impfbereitschaft in Deutschland nimmt zu

Die Bereitschaft zur Impfung gegen das Coronavirus hat laut einer Umfrage in Deutschland zugenommen. In einer Befragung von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend von Anfang der Woche gaben 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen - das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020.

Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Prozentpunkte). Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere.

Update, 7. Januar, 17.32 Uhr: Hamburg ist erstes Bundesland mit schärferen Corona-Regeln

Als erste in Deutschland müssen die Hamburger am Freitag ihre Kontakte weiter einschränken. Die neue Corona-Verordnung der Stadt sollte nach Senatsangaben um Mitternacht in Kraft treten. In einigen anderen Bundesländern sollen ab Sonntag schärfere Regeln gelten, in den meisten erst ab Montag.

Neben einer Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis Ende Januar sieht die neue Hamburger Verordnung auch schärfere Kontaktregelungen vor. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen.

Update, 7. Januar, 16.49 Uhr: Gericht kippt vorerst Anforderung an Masken-Atteste in Brandenburg

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat eine entscheidende Anforderung an die Ausstellung von Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht vorerst gekippt.

Die Richter hätten die Bestimmung der Brandenburger Eindämmungsverordnung, wonach auf den Attesten die Diagnose und die daraus folgenden Gründe für die Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein muss, im Eilverfahren außer Vollzug gesetzt, teilte das OVG am Donnerstag mit. Dabei stehe in Frage, ob dieser datenschutzrechtliche Eingriff im Infektionsschutzgesetz eine ausreichende rechtliche Grundlage habe, erklärten die Richter.

Ein Mann trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung.
Ein Mann trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung.  © 123rf/Rattanakun Thongbun

Update, 7. Januar, 16.39 Uhr: Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin will Kinder von Kontaktbeschränkungen ausnehmen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auszunehmen.

Vor den Beratungen des Corona-Kabinetts über eine neue Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: "Ich will für Rheinland-Pfalz eine Lösung, die Kontakte weiter reduziert und lebensnah ist."

Update, 7. Januar, 16.12 Uhr: Länder sollen am Freitag 667.875 Impfdosen bekommen

Die Bundesländer sollen an diesem Freitag eine weitere Lieferung des Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in sechsstelliger Größenordnung erhalten. Sie sollen insgesamt 667.875 Impfdosen erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Die Lieferung erfolge über Biontech direkt an die 27 Anlieferzentren der Länder. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141 375 Dosen, den kleinsten Bremen mit 4875 Dosen. Somit soll die weitere Auslieferung der Impfdosen wie bereits angekündigt ablaufen.

Eine Ärztin hält den Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in ihrer Hand.
Eine Ärztin hält den Corona-Impfstoffs des Herstellers Biontech in ihrer Hand.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 7. Januar, 16 Uhr: IG Metall: Auch Betriebe müssen Corona-Schutz erneut überprüfen

Die IG Metall fordert nach der jüngsten Verschärfung des Corona-Lockdowns eine erneute Überprüfung der Schutzmaßnahmen in der Arbeitswelt. "Die Betriebe sollten ihre bereits getroffenen Maßnahmen überprüfen und wo nötig nachschärfen", erklärte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban am Donnerstag in Frankfurt.

Von der Politik verlangt die Gewerkschaft klarere Vorgaben zur Nutzung des Home-Office. Appelle allein genügten nicht, meinte Urban. Home-Office müsse überall eingesetzt werden, wo es möglich sei.

Fahnen der Gewerkschaft IG-Metall.
Fahnen der Gewerkschaft IG-Metall.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 7. Januar, 15.05 Uhr: China fürchtet größten Virus-Ausbruch seit Monaten

China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitgehend im Griff und nur noch vereinzelt Infektionen gezählt hatte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in nur fünf Tagen auf mehr als 230 gestiegen, wie die Behörden berichteten.

Besonders betroffen ist die Provinzhauptstadt Shijiazhuang, die am Donnerstag abgeriegelt wurde. Die elf Millionen Einwohner dürfen die Metropole nicht mehr verlassen. Die Gesundheitskommission der Provinz meldete 90 Patienten in Krankenhäusern und mehr als 140 asymptomatische Infektionen.

Die Behörden riefen "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus aus. Die Lage wurde als "ernst" beschrieben, da mit einem weiteren Anstieg in der 74 Millionen Einwohner zählenden Provinz gerechnet wird.

Update, 7. Januar, 14.25 Uhr: Curevac hofft auf Impfstoff-Freigabe in diesem Sommer

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hofft durch die Kooperation mit dem Pharmakonzern Bayer, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können. "Wir hoffen, dass unser Impfstoff Mitte des laufenden Jahres oder im dritten Quartal zugelassen wird und eingesetzt werden kann", sagte der Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der Augsburger
Allgemeinen.

Noch sei offen, ob Bayer neben der Hilfe zur marktreifen Entwicklung auch die Herstellung des Impfstoffs mit übernimmt, hieß es. Eine Produktion des Impfstoffs ist nicht Teil des aktuellen Kooperationsvertrags. Bayer habe jedoch zugesagt, zu prüfen, ob es möglich wäre, das Vakzin in seinen Produktionsanlagen herzustellen, so der Sprecher.

Curevac will seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen.
Curevac will seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 7. Januar, 14.10 Uhr: Corona-Bonus bis 30. Juni verlängert

Die Corona-Pandemie sorgt bei vielen Beschäftigten für besondere Belastungen. Um zumindest einen kleinen finanziellen Ausgleich zu schaffen, wurde ein steuerfreier Bonus von bis zu 1500 Euro eingeführt. "Das heißt, diesen Betrag können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zusätzlich zum regulären Lohn steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen", erklärt Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin.

Ursprünglich war die Regelung bis zum 31. Dezember 2020 begrenzt. Mit dem Jahressteuergesetz 2020 wurde die Frist aber bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Unternehmen, die noch nicht die Möglichkeit hatten, ihren Arbeitnehmern einen Bonus zu zahlen oder den Betrag von 1500 Euro auszuschöpfen, können dies bis Mitte dieses Jahres nachholen. Eine Aufteilung auf mehrere Teilleistungen ist möglich.

Update, 7. Januar, 13.10 Uhr: Kühne + Nagel übernimmt Logistik des Moderna-Corona-Impfstoffs

Im Rennen um Großaufträge für den Corona-Impfstofftransport kann das Logistikunternehmen Kühne + Nagel einen Erfolg verbuchen. Man habe einen Vertrag über den weltweiten Transport und die Lagerung des Covid-19-Impfstoffes von Moderna abgeschlossen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Es geht um die ganze Welt außer die USA, dort bekam ein Wettbewerber den Zuschlag. Der Impfstoff muss durchgängig auf minus 20 Grad gekühlt werden - das sei sichergestellt, betonte Kühne + Nagel.

Update, 7. Januar, 13 Uhr: Mehr als 417.000 Covid-19-Impfungen beim Robert Koch-Institut erfasst

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 417.060 Menschen gespritzt worden.

Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Laut Robert-Koch-Institut steigt die Zahl der Corona-Schutzimpfungen allmählich an.
Laut Robert-Koch-Institut steigt die Zahl der Corona-Schutzimpfungen allmählich an.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Update, 7. Januar, 12 Uhr: Merkel: Die schwersten Monate der Pandemie stehen noch bevor

Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch keine Entwarnung möglich. "Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag.

Dies sei jedoch "gepaart mit einem Stück Hoffnung" durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie "eine noch größere Herausforderung" werden. "Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden", betonte die Bundeskanzlerin.

Update, 7. Januar, 11.35 Uhr: Tschechien verlängert Lockdown-Maßnahmen bis 22. Januar

Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert. Die höchste Corona-Warnstufe der Regierung gilt vorerst bis zum 22. Januar. Weitere Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny.

Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.

Derweil meldete Tschechien den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den neuen Corona-Fällen. Die Behörden verzeichneten 17.668 Positiv-Tests innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es knapp 795.000 Infektionen und 12.621 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Update, 7. Januar, 11.20 Uhr: WHO Europa sieht Wendepunkt im Verlauf der Pandemie

Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation in Europa sieht den Kontinent zum Start ins neue Jahr an einem wichtigen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus. "Dieser Moment stellt einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie dar", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Man habe mittlerweile deutlich mehr Erkenntnisse und neue Werkzeuge wie Impfstoffe zur Verfügung.

Gleichzeitig gebe es aber neue Herausforderungen wie ansteckendere Varianten des Virus. Wissenschaft, Politik und andere müssten eine Allianz bilden, um Corona zurückzudrängen.

"Wir sind auf einen herausfordernden Start 2021 vorbereitet gewesen und genau das ist es auch gewesen", sagte Kluge. Zu den Herausforderungen zählte er vor allem eine Variante des Coronavirus, die Ende 2020 zunächst in England nachgewiesen wurde.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Update, 7. Januar, 11.10 Uhr: Großbritannien kündigt neue Corona-Maßnahmen für Einreisen an

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, will Großbritannien neue Maßnahmen an seinen Grenzen einführen. Die Vorschriften würden "in den nächsten Tagen" verkündet, sagte Innenministerin Priti Patel am Donnerstag dem Sender BBC Radio 4.

"Reisen sollten nur unter sehr strengen Regeln stattfinden", sagte Patel. Die Menschen sollten zu Hause bleiben und nur ins Ausland reisen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung hätten.

Premierminister Boris Johnson wollte sich am Donnerstagabend zur Corona-Lage äußern. Er hatte zuletzt Maßnahmen angekündigt, die sicherstellen sollen, dass Einreisende auf das Coronavirus getestet werden. Im Gespräch ist die Pflicht, an der Grenze ein negatives Testergebnis vorzulegen. Ausgenommen sein sollen demnach Lastwagenfahrer.

Laut Großbritanniens Innenministerin Priti Patel, sollen Reisen nur mit strengen Regelungen stattfinden.
Laut Großbritanniens Innenministerin Priti Patel, sollen Reisen nur mit strengen Regelungen stattfinden.  © Pa Video/PA Wire/dpa

Update, 7. Januar, 10.50 Uhr: Camping-Tiefkühlboxen zum Transport von Corona-Impfstoff in Bayern

Mit Camping-Tiefkühlboxen hat Bayern Corona-Impfdosen beim Transport gekühlt. Der Freistaat habe 305 elektrische Kühlboxen beschafft, bestätigte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch. 93 Boxen seien zum Einsatz gekommen.

Das Gesundheitsministerium wies Kritik zurück, wonach die verwendeten Boxen nicht für den Impfstoff geeignet seien. Die Boxen seien nur für den kurzen Transport zwischen Impfzentren und Alten- und Pflegeheimen gedacht, betonte der Sprecher. Der Impfstoff müsse dafür nach Angaben des Herstellers Biontech nur bei zwei bis acht Grad gekühlt werden. Vorschriften zu den Transportbehältnissen gebe es nicht.

Für den Transport der Impfstoffe von den Impfstofflagern zu den Impfzentren seien die Camping-Kühlboxen nicht vorgesehen, hieß es weiter. Dafür gebe es eigene Transport- und Kühltechnik, die ein Logistikdienstleister übernehme.

Update, 7. Januar, 9.20 Uhr: Curevac und Bayer schließen Kooperationsvertrag für Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ziehen bei einem Corona-Impfstoff an einem Strang. Die beiden Unternehmen schlossen einen Kooperations- und Servicevertrag, wie sie am Donnerstag mitteilten. Curevac sitzt schon seit längerem an der Entwicklung des Impfstoffes, dessen Marktzulassung aber noch nicht absehbar ist.

Bayer soll nun bei aufwendigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür nötige Studie mitmachen und zudem die Lieferketten im Blick haben. Dass Bayer auch die Produktion übernimmt, ist im Vertrag nicht enthalten.

Für den Corona-Impfstoff "CVnCoV" von Curevac begann Mitte Dezember die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac Ende des ersten Quartals 2021. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert. Curevac-Chef Franz-Werner Haas zeigte sich erfreut über "einen weiteren starken Partner an unserer Seite".

Sein Unternehmen bliebe den Angaben zufolge Inhaber der Marktzulassung. Bayer hätte aber die Option, Inhaber der Zulassung in bestimmten Märkten außerhalb Europas zu werden.

Update, 7. Januar, 8.30 Uhr: Tokio zählt Rekord an Corona-Neuinfektionen

Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert, wie japanische Medien berichten. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert.

Noch am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Notstands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er rund einen Monat dauert - die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf einen Rekord gestiegen.
Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf einen Rekord gestiegen.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 7. Januar, 6.50 Uhr: Filmförderchef rechnet mit Kinoboom

Weltweit leiden Kinos unter der Coronakrise - nach Einschätzung des deutschen Filmförderchefs Peter Dinges könnte nach der Pandemie aber ein neues Hoch kommen. Derzeit treffe die Krise sowohl kleine als auch große Filmtheater. "Die Kinos zehren im Moment von ihrer Substanz. Und diese Substanz ist endlich", sagte der Vorstand der Filmförderungsanstalt.

Die Kinos bekämen wie andere Unternehmen in Deutschland Soforthilfen. "Aber die Frage ist, wie es weitergeht. Es wird nicht ewig staatliche Hilfen geben", sagte Dinges der Deutschen Presse-Agentur.

Dinges geht davon aus, dass die Menschen nach der Pandemie nicht daheim vor Streamingdiensten sitzen bleiben werden. "Die Leute haben das Sofa satt", sagte Dinges. Das habe man sehr schön am letzten Wochenende, bevor die Kinos erneut geschlossen worden seien, gesehen. Die Leute hätten Schlange gestanden für Tickets.

Peter Dinges, der Vorstand der Filmförderungsanstalt, rechnet mit einem Kinoboom nach dem Ende der Corona-Pandemie.
Peter Dinges, der Vorstand der Filmförderungsanstalt, rechnet mit einem Kinoboom nach dem Ende der Corona-Pandemie.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Januar, 6.30 Uhr: Ladeninhaber halten sich an Corona-Regeln

Der Handel in Deutschland erteilt Aufrufen zur Öffnung von Läden und Gaststätten trotz Lockdowns eine Absage. "Für den Handel steht die wirkungsvolle und schnelle Bekämpfung der Pandemie an erster Stelle", teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Die Händler leisten dazu einen großen Beitrag und halten sich flächendeckend an die staatlichen Vorgaben."

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte: "Bei allem Verständnis für den maximalen Frust, den Unmut und die immer größer werdende Verzweiflung appellieren wir an die Unternehmer, die Restaurants nicht zu öffnen und nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen."

Unter dem Schlagwort #Wirmachenauf kursieren in sozialen Medien Aufrufe an Gewerbetreibende, ihre Betriebe trotz Lockdowns zu öffnen.

Aufgrund des Lockdowns sind die meisten Geschäfte in Deutschland geschlossen.
Aufgrund des Lockdowns sind die meisten Geschäfte in Deutschland geschlossen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 7. Januar, 6.20 Uhr: 26.391 Corona-Neuinfektionen und 1070 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekannt gab. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 121,8.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Update, 7. Januar, 6 Uhr: Laut Umfrage Mehrheit gegen Impfpflicht im Kampf gegen Corona

Eine Mehrheit der Deutschen lehnt eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 56 Prozent gegen eine zwingende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 33 Prozent befürworteten einen solchen Schritt dagegen. 11 Prozent machten keine Angaben.

Nach dem Infektionsschutzgesetz könnte das Bundesgesundheitsministerium mit Zustimmung der Länder im Bundesrat eine Impfpflicht "für bedrohte Teile der Bevölkerung" anordnen, "wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist".

Eine große Mehrheit von 62 Prozent lehnt auch Vorteile für Menschen ab, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Denkbar wäre zum Beispiel, dass Restaurants, Hotels oder auch Fluggesellschaften nur Geimpfte als Gäste oder Passagiere zulassen. Nur sechs Prozent würden das uneingeschränkt befürworten. Weitere 23 Prozent wären dafür, wenn gesichert ist, dass die Geimpften das Virus nicht übertragen können - dafür gibt es bisher noch keine ausreichenden Erkenntnisse.

Update, 6. Januar, 20.57 Uhr: 21.237 Corona-Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 127,3.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 262,1 und Thüringen mit 244,6.

Update, 6. Januar, 20.19 Uhr: Hilfeschrei der Einzelhändler: Öffnen Läden trotz Lockdown?

Während Online- und Versandhandel in der Corona-Pandemie boomen, erlebt der Einzelhandel ein Desaster. Besonders gravierend sind die Umsatzeinbrüche im Geschäft mit Mode und Textilien. Dort profitiert kaum ein Ladeninhaber vom kräftigen Umsatzplus im vergangenen Jahr.

Was genau das für einige Einzelhändler heißt und welche Folgen eine Ladenöffnung trotz Lockdown haben kann erfahrt Ihr im aktuellen TAG24-Artikel zum Thema.

Einem Einzelhändler in Darmstadt nützt auch sein beworbener Rabatt nichts mehr, um seine Ware zu verkaufen. Denn sein Laden muss derzeit geschlossen bleiben.
Einem Einzelhändler in Darmstadt nützt auch sein beworbener Rabatt nichts mehr, um seine Ware zu verkaufen. Denn sein Laden muss derzeit geschlossen bleiben.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 6. Januar, 18.54 Uhr: Spahn: Wohl keine zeitliche Streckung der Corona-Impfungen

Der anfangs knappe Corona-Impfstoff wird voraussichtlich in Deutschland nicht durch ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis mehr Menschen zugänglich gemacht.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin: "Wir lassen die Daten von der Ständigen Impfkommission anschauen, aber die ersten Rückmeldungen sind tatsächlich die, dass wir bei der Zulassung und dem, was in der Zulassung steht, bleiben sollten."

Für die Frist zwischen Erst- und Zweitimpfung gebe es klare Empfehlungen. In der für die Zulassung notwendigen Studie wurde den Probanden die zweite Impfung rund drei Wochen nach der ersten gegeben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) gibt eine Pressekonferenz im Ministerium zum Zwischenstand der Impfungen gegen das Coronavirus.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) gibt eine Pressekonferenz im Ministerium zum Zwischenstand der Impfungen gegen das Coronavirus.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. Januar, 18.29 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Deutschland laut RKI

Laut den Angaben des RKI sind Sachsen und Thüringen aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffen.
Laut den Angaben des RKI sind Sachsen und Thüringen aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffen.  © TAG24 Grafik

Update, 6. Januar, 17.30 Uhr: Abschlussprüfungen an englischen Schulen für dieses Jahr gestrichen

Die britische Regierung hat die Prüfungen zur mittleren Reife (GCSE) und zur Hochschulreife (A-Level) in England für dieses Jahr gestrichen.

Das teilte Bildungsminister Gavin Williamson am Mittwoch mit.

Stattdessen solle die Leistung der Schüler von ihren Lehrern eingestuft werden, sagte der Minister im Unterhaus in London.

Update, 6. Januar, 16.34 Uhr: Schleswig-Holstein übernimmt Kitabeiträge für Januar

Wegen der geplanten Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar wird Schleswig-Holstein Eltern die Januarbeiträge für die Kita erstatten.

"Der Schutz von Kindern hat weiterhin höchste Priorität", sagte Sozialminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch. "So werden selbstverständlich auch weiterhin Eltern und Kinder, die besonders belastet sind mit den vorhandenen Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterstützt."

Auch die Beiträge für die Ganztagsbetreuung an den Schulen im Januar werden laut Finanzministerium vom Land übernommen.

Heiner Garg (54, FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, spricht auf einer Pressekonferenz zur geplanten Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar im Foyer des Landeshauses in Kiel.
Heiner Garg (54, FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, spricht auf einer Pressekonferenz zur geplanten Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar im Foyer des Landeshauses in Kiel.  © Christian Charisius/dpa

Update, 6. Januar, 16.05 Uhr: Schweiz zieht Schrauben bei Coronamaßnahmen nur leicht an

Trotz deutlich höherer Corona-Infektionszahlen als in Deutschland bleiben die Schutzmaßnahmen in der Schweiz relativ locker.

Die Restaurants werden ab Samstag zwar auch in Kantonen mit Infektionszahlen unter dem landesweiten Durchschnitt ganz schließen müssen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Sie verhängte aber keine Ausgehbeschränkungen, und vielerorts bleiben die Geschäfte offen.

Treffen im Freundeskreis mit bis zu zehn Personen sind auch weiter erlaubt.

Viele Skigebiete und Hotels sind geöffnet und sie dürfen hauseigene Gäste in ihren Restaurants bedienen.

Update, 6. Januar, 15.46 Uhr: Maas hält Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für notwendig

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Kurzbesuch in Jordanien betont, dass er gewisse Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für zwingend notwendig hält.

"Das hier ist keine Privatreise, das ist keine touristische Reise, hier geht es um Abrüstung", sagte er am Mittwoch nach seiner Ankunft in der jordanischen Hauptstadt Amman, wo er an einer Abrüstungskonferenz mit Vertretern aus 15 Länder teilnahm.

Es gebe Themen, die von so großer Bedeutung seien, dass man sich persönlich treffen müsse, "um in der Außenpolitik arbeitsfähig bleiben zu können".

Schwedens Außenministerin Ann Linde (59, l-r), Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) und der jordanische Außenminister Ayman Safadi (59) sprechen während der Nuklearkonferenz miteinander.
Schwedens Außenministerin Ann Linde (59, l-r), Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) und der jordanische Außenminister Ayman Safadi (59) sprechen während der Nuklearkonferenz miteinander.  © Michael Fischer/dpa

Update, 6. Januar, 15.37 Uhr: Bundesregierung: "Das sind harte Regelungen"

Die Bundesregierung hat die erneuten Verschärfungen der Corona-Beschränkungen verteidigt. Es gehe darum, Kontakte "auf das absolute Minimum" zu beschränken, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. "Und gleichzeitig soll aber sichergestellt werden, dass niemand ganz alleine bleiben muss."

Die Lage sei weiter schwierig, so Demmer. "Unser Gesundheitssystem steht schon sehr unter Druck." Es sei nötig, die Zahl der Neuinfektionen soweit zu reduzieren, dass die Gesundheitsämter die Kontakte Infizierter wieder nachverfolgen könnten.

Demmer räumte ein: "Das sind harte Regelungen. Die treffen auch Kinder besonders hart." Kinder sollten aber auch die Ersten sein, die von Lockerungen profitierten, wenn die aktuellen Einschnitte Wirkung zeigten.

Ulrike Demmer (48), stellvertretende Regierungssprecherin, äußerte sich am Mittwoch zu den erneuten Verschärfungen der Corona-Beschränkungen.
Ulrike Demmer (48), stellvertretende Regierungssprecherin, äußerte sich am Mittwoch zu den erneuten Verschärfungen der Corona-Beschränkungen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 6. Januar, 15 Uhr: NRW beschließt Distanzunterricht für alle Schüler ab Montag

Alle Schüler in Nordrhein-Westfalen gehen nach den Weihnachtsferien am kommendem Montag in den Distanzunterricht. Das kündigte die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Kabinetts an.

Der Präsenzunterricht in den Klassenräumen werde wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. Januar ausgesetzt. Das gelte auch für Abschlussklassen.

Sollte die Umstellung auf den Distanzunterricht an einer Schule mehr Vorbereitungszeit erfordern, könne der Unterricht dort auch erst am 13. Januar wieder beginnen.

Alle Schüler in Nordrhein-Westfalen gehen nach den Weihnachtsferien am kommendem Montag in den Distanzunterricht.
Alle Schüler in Nordrhein-Westfalen gehen nach den Weihnachtsferien am kommendem Montag in den Distanzunterricht.  © Oliver Berg/dpa

Update, 6. Januar, 14.20 Uhr: Belarus könnte Zuschlag für Eishockey-WM verlieren

Dem autoritär geführten Belarus (Weißrussland) droht der Entzug der Eishockey-Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Der Rat des Weltverbandes IIHF werde am 25. und 26. Januar tagen, sagte der Präsident des russischen Eishockeyverbandes, Wladislaw Tretjak, der russischen Staatsagentur Tass.

Bei der Sitzung soll es demnach auch um die Ausrichtung der zuletzt viel diskutierten WM gehen. IIHF-Präsident René Fasel hatte Tass zuvor von Gesprächen mit Vertretern anderer Eishockey-Verbände berichtet, die Belarus als Co-Ausrichter ablösen könnten.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft ist vom 21. Mai bis 6. Juni in Lettland und Belarus geplant. Wegen des Umgangs der belarussischen Regierung mit der Corona-Pandemie gibt es aber Vorbehalte gegen den Standort Minsk. Außerdem wächst der politische Druck auf den IIHF, weil in Belarus immer wieder friedliche Demonstrationen brutal von Sicherheitskräften niedergeschlagen werden.

Update, 6. Januar, 13.50 Uhr: Robert Koch-Institut meldet mehr als 367.000 Covid-19-Impfungen

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 45.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 367.331 Menschen gespritzt worden.

Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 4,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (11,2), gefolgt von Sachsen-Anhalt (7,8) und Hessen (6,6). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher für Thüringen (1,7), Niedersachsen (1,9) und Brandenburg (2,1) gemeldet. In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 82.000 laut RKI.

Update, 6. Januar, 13.35 Uhr: EMA empfiehlt Zulassung für Corona-Impfstoff von Moderna

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen. Der Impfstoff solle für Personen ab 18 Jahren zugelassen werden, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am Mittwoch die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am Mittwoch die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen.  © Paul Sancya/POOL AP/dpa

Update, 6. Januar, 11.10 Uhr: BBC sendet täglich Schulfernsehen während Lockdowns

Um britische Schulen während des neuen Lockdowns zu unterstützen, strahlt die BBC jeden Tag mehrere Stunden Unterricht aus. Von diesem Montag an würden jeden Tag drei Stunden Grundschulunterricht gesendet, dazu kämen mindestens zwei Stunden für Schüler weiterführender Schulen, teilte der Sender mit.

Regierungschef Boris Johnson und Bildungsminister Gavin Williamson dankten der Sendeanstalt für die Unterstützung. Willamson kündigte zudem an, eine Million Laptops und Tablets an Schüler zu verteilen, deren Familien sich keine Endgeräte leisten können.

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Großbritannien hatte die Regierung einen Lockdown mit Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen verfügt.

Update, 6. Januar, 10.50 Uhr: NRW-SPD fordert Aussetzung der Kita-Gebühren

Wegen des bis Ende Januars verlängerten Corona-Lockdowns fordert die oppositionelle SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen die Aussetzung der Kita- und OGS-Gebühren für Dezember und Januar. "Familien haben eine harte Zeit im Lockdown hinter sich", erklärte der familienpolitische Sprecher Dennis Maelzer am Mittwoch. "Diese droht sich nun noch weiter zu verlängern."

Er forderte den Verzicht auf Gebühren, wenn Kita-Betreuung oder Angebote im Offenen Ganztag (OGS) in Grundschulen wegen Corona nicht in Anspruch genommen werden sollten. Dies müsse rückwirkend auch für Dezember gelten.

Man könne die Eltern nicht einerseits auffordern, ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen, sie aber gleichzeitig auf den Kosten sitzen lassen, sagte Maelzer. "Wenn sich Familien für den Gesundheitsschutz und gegen die Arbeit entscheiden, werden sie mit massiven Lohneinbußen konfrontiert."

Der familienpolitische Sprecher der NRW-SPD, Dennis Maelzer, spricht sich für für eine Aussetzung der Kita-Gebühren aus.
Der familienpolitische Sprecher der NRW-SPD, Dennis Maelzer, spricht sich für für eine Aussetzung der Kita-Gebühren aus.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 6. Januar, 10.20 Uhr: Städtetag hält verlängerten Lockdown für richtig

Der Deutsche Städtetag begrüßt die Verlängerung des Corona-Lockdowns. "So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der Rheinischen Post.

"Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben." Die Kontakte sollten so gering wie möglich gehalten werden - auch an Schulen und Kitas. Sobald es das Infektionsgeschehen aber wieder zulasse, sollten diese wieder geöffnet werden, so Jung.

"Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders." Für die Zwischenzeit forderte er die Länder auf, "verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen".

Auch für das nächste Treffen der Bund und Länder forderte er klare Signale. "Wenn die Menschen bei den Beschränkungen jetzt weiter mitmachen, setzen sie natürlich auch auf Lockerungen, sobald sich die Lage deutlich verbessert."

Update, 6. Januar, 9.30 Uhr: Verband befürchtet Insolvenzwelle bei Friseuren

Das Friseurhandwerk befürchtet angesichts des verlängerten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in seinem Gewerbe eine Insolvenzwelle. Die rund 80.000 Friseursalons in Deutschland leisteten einen enormen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks.

Viele kleine Familienbetriebe könnten die damit verbundenen Einnahmeverluste aber nicht mehr schultern. "Das bedeutet, dass viele Betriebe in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sind - ich befürchte eine Insolvenzwelle in unserem Handwerk in den nächsten Monaten", sagte Müller.

Staatliche Hilfen müssten jetzt schnell und unbürokratisch fließen. Viele Betriebe berichteten von Problemen bei der Bereitstellung staatlicher Hilfen, sagte Müller. "Wenn das Monate dauert, sind unsere Handwerker buchstäblich verdurstet." In vielen kleinen Betrieben, etwa in solchen mit nur drei Mitarbeitern, sei der Chef oder die Chefin wichtigster Mitarbeiter des Betriebs. "Sie gehen in den aktuellen Regelungen aber noch leer aus und erhalten kein Kurzarbeitergeld - hier müssen Lösungen gefunden werden, die diese Menschen berücksichtigen", forderte Müller.

Viele Friseurbetriebe müssen wegen des Lockdowns um ihre Existenz fürchten.
Viele Friseurbetriebe müssen wegen des Lockdowns um ihre Existenz fürchten.  © Harald Tittel/dpa

Update, 6. Januar, 9.20 Uhr: Impfstart in den Niederlanden - Letztes Land der EU

Als letztes Land der EU haben auch die Niederlande mit dem Impfen begonnen. Eine Mitarbeiterin eines Pflegeheimes wurde am Mittwochmorgen in Veghel im Südosten des Landes gegen Covid-19 geimpft. Weitere Pfleger und Ärzte sollten ebenfalls am ersten Tag an der Reihe sein. Erst in der kommenden Woche sollten alle Impfzentren im ganzen Land einsatzbereit sein.

Gesundheitsminister Hugo de Jonge sprach von "einem wahnsinnigen Beginn." Wegen heftiger Kritik hatte die Regierung den Impfstart um einige Tage vorgezogen.

Die 39-jährige Altenpflegerin Sanna Elkadiri wurde als erste Person im Land geimpft. Sie arbeitet in einem Heim für schwer Demenzkranke. Durch das Cornavirus sei das Heim schwer getroffen, sagte sie dem TV-Sender NOS. "So viele Tote. So viel Trauer. Das will ich nicht noch einmal mitmachen." Sie nannte es eine "Pflicht auch gegenüber den Patienten", sich vor dem Virus zu schützen.

Update, 6. Januar, 8.30 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident zur Corona-Lage: Harte Zeit wohl noch bis Ende März

Die nach wie vor angespannte Corona-Infektionslage dürfte nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wohl noch weit über den verlängerten Lockdown hinaus anhalten. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef am Mittwochmorgen im Norddeutschen Rundfunk.

"Danach wird es hoffentlich besser." Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die bestehenden Corona-Auflagen zunächst bis Ende Januar aufrechtzuerhalten und noch einmal zu verschärfen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet mit noch lang anhaltenden harten Zeiten angesichts der Corona-Pandemie.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet mit noch lang anhaltenden harten Zeiten angesichts der Corona-Pandemie.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 6. Januar, 8.10 Uhr: "Menschliche Katastrophe" in Los Angeles - Kliniken völlig überlastet

In Südkalifornien hat sich der Corona-Notstand noch weiter verschärft. Rettungskräfte im Bezirk Los Angeles sind inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Kliniken zu bringen. Sollte etwa bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten "nicht transportiert werden", hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes.

Auch Sauerstoff ist knapp und soll rationiert werden. Laut Anweisung soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Notfall-Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden. Mit Blick auf steigende Infektions- und Todeszahlen im Raum Los Angeles sprach die Bezirkspolitikerin Hilda Solis von einer "menschlichen Katastrophe".

Im Bezirk Los Angeles, zu dem auch die gleichnamige Metropole an der Westküste gehört, leben rund zehn Millionen Menschen. Allein am Dienstag wurden dort über 13.000 neu bestätigte Corona-Neuinfektionen und 224 Todesfälle im Zusammenhang mit einer solchen Infektion erfasst. Die Todeszahl seit Beginn der Pandemie übersteige damit 11.000, teilte das Gesundheitsamt mit.

Der Manhattan Beach in Los Angeles: Die US-Metropole ist von der Corona-Pandemie gebeutelt.
Der Manhattan Beach in Los Angeles: Die US-Metropole ist von der Corona-Pandemie gebeutelt.  © Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Update, 6. Januar, 7.50 Uhr: Grünen-Experte hält neue Corona-Beschlüsse nicht für ausreichend

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält die beschlossene Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht für ausreichend, um die Pandemie in den Griff zu kriegen. Statt einer planbaren Perspektive habe man erneut geplante Perspektivlosigkeit bekommen, sagte Dahmen am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.

Die Impfstrategie werde zu langsam umgesetzt, Schnelltests zur Selbstanwendung würden zu langsam eingesetzt, und bei der Verfolgung von Kontakten über Gesundheitsämter und die Corona-Warn-App herrsche weiter "Konzeptlosigkeit".

Er könne als Arzt überhaupt nicht verstehen, dass erst knapp ein Viertel der gelieferten Impfdosen bereits verabreicht sei, sagte Dahmen.

Update, 6. Januar, 7.40 Uhr: Tokio mit Rekord an Corona-Neuinfektionen - Olympia in Gefahr?

In Japans Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über die Marke von 1500 Fällen gestiegen. Binnen eines Tages wurden 1591 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch bekannt gab. Am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio entscheiden.

Es wird erwartet, dass er voraussichtlich einen Monat dauern wird - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn erklärt.

Japan hatte zuletzt im April vergangenen Jahres für Tokio den Ausnahmezustand aufgerufen, der später auf das ganze Land ausgeweitet und Ende Mai wieder aufgehoben worden war.

Update, 6. Januar, 7.20 Uhr: Sachsen-Anhalt will wegen Corona-Pandemie neue Kredite aufnehmen

Sachsen-Anhalts Regierung will einen Sondertopf einrichten, um die Folgen der Corona-Pandemie zu finanzieren - und dafür weitere Schulden aufnehmen. Das Geld soll zweckgebunden investiert werden, beispielsweise in die Krankenhaus-Landschaft, in Digitalisierungsprojekte oder die Schulausstattung, wie Finanzminister Michael Richter (CDU) der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Ohne neue Schulden wird es nicht gehen."

Die Steuerausfälle ließen sich nicht im laufenden Betrieb einsparen, wenn gleichzeitig mehrere Bereiche zukunftsfest gemacht werden müssten. Das schwarz-rot-grüne Kabinett billigte bereits die Einrichtung eines entsprechenden Sondervermögens.

Wie viele Schulden aufgenommen und was damit konkret finanziert werden soll, ließ Richter offen. Zunächst sollten die Fachministerien ihre Bedarfe für Digitalisierung, Gesundheitsfürsorge oder auch besondere Ausstattung melden.

Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (CDU) will neue Kredite aufnehmen, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.
Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter (CDU) will neue Kredite aufnehmen, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.  © Ronny Hartmann/dpa

Update, 6. Januar, 6.25 Uhr: Mehr als 19 Millionen Impfdosen in den USA ausgeliefert

Dreieinhalb Wochen nach der ersten Zulassung eines Impfstoffs gegen Covid-19 sind in den USA nach Regierungsangaben mehr als 19 Millionen Dosen an die Bundesstaaten ausgeliefert worden. Alleine am Dienstag seien mehr als 3 Millionen Dosen verteilt worden, hieß es in einer Mitteilung des amtierenden US-Verteidigungsministers Christopher Miller.

Zur Zahl der unter den rund 330 Millionen Amerikanern verabreichten Impfungen wurden keine Angaben gemacht. In Deutschland mit seinen rund 83 Millionen Einwohnern sind bislang etwa 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer gegangen. In den USA wurde der erste Impfstoff zehn Tage früher als in der EU zugelassen.

In den USA wurden bisher über 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert.
In den USA wurden bisher über 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert.  © Paul Sancya/AP/dpa

Update, 6. Januar, 6 Uhr: Über 21.000 Corona-Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekannt gab.

Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 0,81. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken.

Update, 5. Januar, 22.43 Uhr: Lettland will Corona-Beschränkungen bis 25. Januar verlängern

Lettlands Regierung will die noch bis zum 11. Januar wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Beschränkungen um zwei Wochen verlängern. Das Kabinett in Riga einigte sich am Dienstag im Grundsatz auf eine Ausweitung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen in dem baltischen EU-Landes bis zum 25. Januar.

Über mögliche Änderungen einzelner Maßnahmen soll auf der Regierungssitzung am Donnerstag entschieden werden, teilte der Leiter der lettischen Staatskanzlei bei einer Online-Pressekonferenz mit.

Update, 5. Januar, 21.43 Uhr: Israels Regierung beschließt härteren Lockdown

Israels Regierung will mit einem härteren Corona-Lockdown die Infektionsdynamik bremsen. Nach einer erneuten Zunahme der Fälle beschloss das Kabinett am Dienstagabend eine Verschärfung der geltenden Restriktionen. Diese soll nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an Donnerstag um Mitternacht in Kraft treten und zwei Wochen andauern.

Details werden demnach noch abgestimmt. Medienberichten zufolge umfasst die Verschärfung unter anderem die Schließung von Schulen und Kindergärten. Das Parlament muss den Maßnahmen noch zustimmen.

Ein Mann erhält von einem medizinischem Mitarbeiter in einem Impfzentrum in Jerusalem eine Impfung gegen das Coronavirus.
Ein Mann erhält von einem medizinischem Mitarbeiter in einem Impfzentrum in Jerusalem eine Impfung gegen das Coronavirus.  © Ilia Yefimovich/dpa

Update, 5. Januar, 21.37 Uhr: Niedersachsen hadert mit Beschränken von Bewegungsradius in Hotspots

Niedersachsen will die bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise beschlossene Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots nicht ohne weiteres umsetzen. Nötig sei eine gesonderte Begründung zur Verhältnismäßigkeit, wie sie das Oberverwaltungsgericht bereits bei anderen Einschränkungen angemahnt hat, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstagabend in Hannover.

Sowohl bei der Einführung einer Sperrstunde als auch beim Böllerverbot habe das Gericht eine triftige Begründung verlangt, der bloße Verweis auf die Bund-Länder-Beschlüsse habe den Richtern nicht gereicht, erklärte Weil.

Update, 5. Januar, 21.31 Uhr: Abschlussklassen im Nordosten sollen kommende Woche wieder zur Schule

Schülerinnen und Schüler Mecklenburg-Vorpommerns aus Abschlussklassen sollen laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in der kommenden Woche wieder zur Schule gehen können. Dazu zählen die Klassen 10, 12 und Berufsschüler, wie Schwesig am Dienstagabend sagte.

Zudem stellte sie die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für Grundschüler vom 18. Januar an in Aussicht, die in Gebieten mit weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche leben. Dazu zählen derzeit die Stadt Rostock und der Landkreis Rostock. Wie eine konkrete Umsetzung aussehen könnte, war zunächst unklar.

In Niedersachsen werden Schulunterricht und Kinderbetreuung zunächst bis Ende Januar stark eingeschränkt. An weiterführenden Schulen gibt es außer für Abschlussklassen keinen Präsenzunterricht, sondern Homeschooling. Für Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Homeschooling, danach Unterricht im Wechselmodell. Die Kinderbetreuung in den Tagesstätten wird auf eine Notbetreuung mit einem auf 50 Prozent reduzierten Angebot umgestellt.

Update, 5. Januar, 21.14 Uhr: Bundesfamilienministerin zur Lockdown-Verlängerung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD) hat um Verständnis für die Verlängerung des Corona-Lockdowns auch an Kitas und Schulen geworben. "Die Lage ist sehr ernst. Daran gibt es nichts zu deuteln", sagte die SPD-Politikerin nach den Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Es müsse überall deutlichere Kontaktreduzierungen geben. "Deshalb ist es unumgänglich, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen – auch die für Kitas und Schulen – bis Ende Januar verlängert werden."

Giffey wies zugleich darauf hin, dass mit der Verdoppelung der Zahl der Kinderkrankentage für Eltern der Belastung für Familien auch eine "deutliche Entlastung" entgegengesetzt werde. Dies nehme Eltern finanzielle Sorgen und lindere Probleme mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 5. Januar, 20.59 Uhr: Günther: Kein Unterricht in Schulen im Januar in Schleswig-Holstein

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen will die Landesregierung in Schleswig-Holstein den Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängern. "Das heißt: Präsenzunterricht wird in den Schulen auch bis Ende Januar nicht stattfinden können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) am Dienstagabend.

Das gelte für alle schulischen Bereiche. Es werde weiter lediglich eine Notbetreuung geben. Möglichkeiten für Unterricht in den Schulen soll es im Norden vorerst nur für Abschlussklassen geben.

Daniel Günther (47, CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holstein.
Daniel Günther (47, CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holstein.  © Gregor Fischer/dpa

Update, 5. Januar, 20.44 Uhr: Corona-Zahlen steigen in Spanien

Spanien hat mit 23.700 Neuinfektionen binnen 24 Stunden den höchsten Tageswert seit zwei Monaten verzeichnet. Das seien rund 10.000 Fälle mehr als vor einer Woche, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit. Die Regionen Katalonien, Madrid und Valencia hätten zusammen zwei Drittel aller neuen Ansteckungen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen kletterte derweil in Spanien den Angaben zufolge auf gut 296. Das ist der höchste Wert seit dem 27. November (307). Wegen der anziehenden Zahlen kündigten erneut mehrere der insgesamt 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften des Landes am Dienstag eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an.

Update, 5. Januar, 20.43 Uhr: Kretschmann: Grundschulen und Kitas könnten am 18. Januar öffnen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will Grundschulen und Kitas im Land vom 18. Januar an unter Umständen wieder öffnen.

Die Öffnung sei das Ziel, wenn es mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen vertretbar sei, sagte der Grünen-Politiker am Dienstagabend in Stuttgart. Für die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen werde es im Januar nur Fernunterricht geben

Update, 5. Januar, 20.22 Uhr: Drosten: Neue Corona-Variante noch schwer einzuordnen

Der Virologe Christian Drosten (48) sieht noch viele offene Fragen rund um die neue, zuerst in Großbritannien nachgewiesene Corona-Variante B.1.1.7. "Das ist ganz schwer einzuordnen, immer noch", sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info.

"Ich gehe davon aus, dass wir, sagen wir, vielleicht bis Ostern oder bis Mai ganz klare experimentelle Evidenz haben, ob jetzt dieses Virus übertragbarer und gefährlicher ist oder nicht. Aber das wird einfach dauern."

Christian Drosten (48), Direktor Institut für Virologie, Charite Berlin.
Christian Drosten (48), Direktor Institut für Virologie, Charite Berlin.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 5. Januar, 20.14 Uhr: Verlängerter Lockdown lässt Sorgen im Sport wachsen

Die Profis weiter im Geister-Modus, Amateure und Breitensportler noch länger im Stillstand: Der bis Monatsende ausgedehnte Corona-Lockdown hält auch den deutschen Sport fest im Klammergriff.

Für Millionen Sporttreibende in den Vereinen geht mit den neuen Beschlüssen das quälende Warten auf die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis zumindest in den Februar weiter, doch auch dann sind schnelle Lockerungen kaum zu erwarten. "Ist ab dem 1. Februar alles wieder gut? Ich rate uns dringend, keine falschen Hoffnungen zu machen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).

Die Profiligen indes dürfen ohne Zuschauer und mit strengen Hygienekonzepten weiterspielen, auch wenn weite Teile des öffentlichen Lebens stillstehen.

Alleine joggen geht klar, Vereinssport nicht.
Alleine joggen geht klar, Vereinssport nicht.  © Felix Kästle/dpa

Update, 5. Januar, 20.05 Uhr: Corona-Mutation bringt "neue und besondere Lage"

Deutschland steht wegen neuer Varianten des Coronavirus nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) vor einer "neuen und besonderen Lage".

Für Europa ist derzeit vor allem die zuerst in Großbritannien entdeckte Mutation B.1.1.7 relevant. Sie droht, die Pandemie nach Expertenansicht zu verschärfen, weil sie sich wohl noch leichter von Mensch zu Mensch überträgt und somit schneller ausbreitet. In Deutschland wurde die Mutation bisher zwar nur vereinzelt nachgewiesen. Die Dunkelziffer ist nach Expertenansicht aber wahrscheinlich hoch.

Update, 5. Januar, 20.01 Uhr: Handel fordert Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte

Der Einzelhandel hat die Politik nach der Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar zu einem klaren Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte aufgefordert.

"Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth, am Dienstag. "Den Lockdown einfach nur zu verlängern und keinerlei Perspektiven oder Pläne für eine Wiedereröffnung der Geschäfte zu präsentieren, ist zu wenig." Seit dem 16. Dezember 2020 gilt eine Schließung von weiten Teilen des Handels - mit Ausnahme etwa des Lebensmitteleinzelhandels.

Update, 5. Januar, 19.47 Uhr: Bahn reduziert im Lockdown Angebot, Grundtakt bleibt

Die Deutsche Bahn hat angesichts des verschärften Lockdowns angekündigt, ihr Angebot im Fernverkehr zu reduzieren. "Ab dem 7. Januar wird die DB ihren Fahrgästen bis auf weiteres rund 85 Prozent des normalen Sitzplatzangebotes zur Verfügung stellen", teilte der Konzern der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend mit.

Damit werde im Fernverkehr ein Grundtakt aufrechterhalten. "Für alle, die jetzt unterwegs sein müssen, ist damit ein verlässliches Verkehrsangebot mit ausreichend Kapazität für Abstand und Platz an Bord unserer Züge gewährleistet."

Während des Lockdowns reduziert die Bahn ihr Fahrplan-Angebot.
Während des Lockdowns reduziert die Bahn ihr Fahrplan-Angebot.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 5. Januar, 19.44 Uhr: Luftverkehrsverband sieht neue Test-Regeln für Einreisende kritisch

Die neuen Test-Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten sind prompt auf Kritik der Luftverkehrsbranche gestoßen. Ihr Verband BDL verlangte ein Ende der "kaum zu kontrollierenden Quarantänebestimmungen", wenn künftig zusätzlich zu dem nach fünf Tagen fälligen Corona-Test ein weiterer unmittelbar vor der Einreise verlangt wird.

Ein Festhalten an der pauschalen Quarantäne über zehn Tage sei "unverhältnismäßig", sagte Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow am Dienstag. Eine entsprechende Änderung der Quarantäneordnung hin zur "Zwei-Test-Strategie" haben Bund und Länder am Dienstag in einem Paket mit weiteren Abwehrmaßnahmen gegen die Pandemie beschlossen.

Der Verband beklagte auch die kurze Frist bis zum kommenden Montag (11. Januar), die den Flugunternehmen keine hinreichende Vorlaufzeit biete, um ihre Prozesse anzupassen.

Update, 5. Januar, 19.40 Uhr: Müller: Weitere Einschnitte belastend, aber nötig

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hat die Verlängerung des Lockdowns zu Eindämmung der Corona-Pandemie als sachgerecht verteidigt und vor allem mit der angespannten Situation im Gesundheitswesen begründet.

Die Einschnitte seien "belastend für viele Menschen, gar keine Frage", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Aber die Belastungen in Krankenhäusern und Intensivstationen seien weiterhin hoch. Das Personal arbeite an der Grenze der Belastbarkeit. Insofern sei klar, dass noch einiges zu tun sei, um die Pandemie einzudämmen.

Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.
Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 5. Januar, 19.37 Uhr: Mit Regel zu Bewegungsradius vor allem Ausflüge verringern

Mit der Einschränkung des Bewegungsradius in Corona-Hotspots sollen nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel vor allem touristische Ausflüge verringert werden - die dann zu großen Menschenansammlungen führen könnten.

Bei der Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort sei nicht die genaue Adresse etwa in einer Großstadt wie Berlin gemeint, machte Merkel am Dienstag nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder deutlich. Man fange nicht an, den Weg von Mitte nach Spandau oder Marzahn abzumessen, dies sei nicht praktikabel.

Gemeint ist die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort.

Update, 5. Januar, 19.34 Uhr: Landkreistag vermisst längerfristige Strategie bei Corona-Beschlüssen

Der Deutsche Landkreistag vermisst bei den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern eine Perspektive für den Ausstieg aus dem Lockdown.

"Was fehlt, ist eine längerfristig tragfähige Strategie", sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstagabend. "Wir leben hier noch zu sehr von der Hand in den Mund und hangeln uns von Konferenz zu Konferenz." So solle die Politik etwa Familien eine gewisse Planungssicherheit geben, erklärte Sager.

Update, 5. Januar, 19.28 Uhr: Offenbar Merkel-Paukenschlag bei Corona-Gipfel

Am Dienstag berieten die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) über die Fortsetzung der Corona-Maßnahmen nach dem 10. Januar. Der Lockdown wurde (vorerst) bis zum 31. Januar verlängert. Bei der virtuellen Zusammenkunft soll die Kanzlerin für einen echten verbalen Aufreger gesorgt haben, berichtet Bild exklusiv.

Auf dem Corona-Gipfel wurde nicht nur über die Verlängerung beziehungsweise Verschärfung der Maßnahmen gesprochen, sondern auch über das Thema Impfstoff. Dort soll die Bundeskanzlerin in Richtung der von der SPD-geführten Ministerpräsidenten ziemlich deutliche Worte gewählt haben. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, links), rechts neben ihr der Regierende Bürgermeister Michael Müller (56).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, links), rechts neben ihr der Regierende Bürgermeister Michael Müller (56).  © Jesco Denzel/Bundespresseamt/dpa

Update, 5. Januar, 19.26 Uhr: Söder: Vorerst kein Präsenzunterricht in Bayerns Schulen

In Bayerns Schulen wird es nach Ende der Weihnachtsferien keinen Präsenzunterricht geben. Das gab Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Dienstag bekannt. Es werde stattdessen zunächst bis Ende Januar Distanzunterricht sowie Notbetreuung geben, sagte Söder.

Es habe sich gezeigt, dass das Corona-Virus auch in Schulen und Kitas verbreitet werden kann. Das hätten internationale Studien ergeben. Sorge bereite in diesem Zusammenhang vor allem eine Verbreitung der neuen Virusform, der in Großbritannien bekannt geworden war und inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen wurde.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 5. Januar, 19.20 Uhr: Merkel: Deutlich mehr Impfdosen im zweiten Quartal

In Deutschland können nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) im zweiten Quartal deutlich mehr Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten. Dann werde es "nach menschlichem Ermessen" deutlich mehr Impfdosen geben, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

Merkel warb für Verständnis dafür, dass die Regierung an ihrer Impfstrategie festhält. "Wir werden im 1. Quartal nur priorisierte Gruppen impfen können." Zudem sei es richtig, dass Deutschland die Impfungen gemeinsam mit den anderen EU-Staaten in der Europäischen Union organisiere. Merkel betonte die Bedeutung des Terminmanagements bei den Impfungen. Wenn Impfstoff da sei, müsse dieser auch verimpft werden können.

Im ersten Quartal des neuen Jahres werden nur priorisierte Gruppen geimpft.
Im ersten Quartal des neuen Jahres werden nur priorisierte Gruppen geimpft.  © DPA/Robert Michael

Update, 5. Januar, 19.15 Uhr: Überbrückungshilfe: Reguläre Auszahlungen im ersten Quartal geplant

Bund und Länder wollen bei Corona-Finanzhilfen für Firmen aufs Tempo drücken. Bei der Überbrückungshilfe III sollen demnach Abschlagszahlungen möglich gemacht werden. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Die regulären Auszahlungen der Überbrückungshilfe III sollen laut Papier durch die Länder im ersten Quartal erfolgen.

Auch bei den November- sowie Dezemberhilfen gibt es Abschlagszahlungen. Die vollständige Auszahlung der beantragten Novemberhilfe über die Länder erfolge spätestens ab dem 10. Januar, heißt es. Wirtschaftsverbände hatten wiederholt Kritik an einer schleppenden Umsetzung der Hilfen geäußert

Update, 5. Januar, 19.12 Uhr: WHO: Größerer Abstand zwischen Corona-Impfen nur im Ausnahmefall

Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten es in Ausnahmefällen für vertretbar, die Verabreichung der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer um etwa zwei Wochen hinauszuschieben.

Idealerweise sollten die beiden für den Impfschutz nötigen Dosen aber im Abstand von 21 bis 28 Tagen gegeben werden, sagte Alejandro Cravioto, der Vorsitzende des Strategischen Beirats für Immunisierungsfragen (SAGE), der die WHO in Impffragen berät, am Dienstag in Genf. Ob das für Länder in Frage komme, hänge auch davon ab, wann sie wie viel Nachschub des Impfstoffs erhielten.

Update, 5. Januar, 18.59 Uhr: Lockdown bis 31. Januar

Am Dienstag haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar geeinigt.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU), nimmt an der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU), nimmt an der Pressekonferenz nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen teil.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 5. Januar, 18.52 Uhr: Lockdown an Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert.

Update, 5. Januar, 18.51 Uhr: Kontaktbeschränkungen verschärft

Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft.

Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Update, 5. Januar, 18.50 Uhr: Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wird eingeschränkt

Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Update, 5. Januar, 18 Uhr: Biontech-Chef Sahin: "Bis Sommer ausreichend Impfstoff"

Biontech-Forscher Ugur Sahin hat sich am Dienstag zuversichtlich geäußert, dass der von seinem Unternehmen entwickelte Corona-Impfstoff in diesem Jahr in ausreichender Menge bereitgestellt werden kann.

Bei einem digitalen Neujahrsempfang der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) kündigte der Biontech-Mitgründer an, "dass wir bis Sommer ausreichend Impfstoff bereitstellen können", so dass alle geimpft werden könnten, die dies wünschten.

Aufgrund früherer Forschungsarbeiten habe Biontech schnell erkannt, dass die sogenannte Boten-RNA zur Erzeugung einer gezielten Abwehrreaktion eine Chance biete, um sehr schnell einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.

"Das war für uns eine Verpflichtung", sagte Sahin. Dreyer sagte: "Als Ministerpräsidentin macht es mich stolz, dass ein Mainzer Unternehmen diesen hochwirksamen Impfstoff entwickelt hat."

Biontech-Forscher Ugur Sahin.
Biontech-Forscher Ugur Sahin.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 5. Januar, 17.11 Uhr: Busse und Bahnen fahren auch bei eingeschränktem Bewegungsradius

Die regionalen Verkehrsunternehmen wollen auch bei eingeschränktem Bewegungsradius für Bürger das volle Bahn- und Busangebot zumindest in den Stoßzeiten aufrecht erhalten.

Dies soll vor allem für diejenigen geschehen, "die mobil sein und zwingend zur Arbeit müssen", teilte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, am Dienstag mit. Je größer die Einschränkungen ausfielen, umso höher seien aber die finanziellen Einbußen, die die Unternehmen dabei machten.

"Hier sind die politischen Akteure in der Verantwortung, um diese Einnahmenausfälle entsprechend auszugleichen", betonte Wortmann.

Update, 5. Januar, 17.08 Uhr: Tim Mälzer wütend: "Langsam wird die Luft eng"

Fernseh-Koch Tim Mälzer (49) ärgert sich, dass der größte Teil der Corona-Hilfen für die Gastronomie immer noch nicht angekommen ist.

"Die Konten sind inzwischen geräumt. Die Rücklagen sind verbraucht", sagte Mälzer beim Online-Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts am Dienstag. Jetzt sei es wirklich an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen, denn von den großen Unterstützungspaketen sei in der Gastronomie und im Veranstaltungsbereich bisher relativ wenig angekommen.

Er habe eine Vorauszahlung von 10.000 Euro bekommen und ein Förderpaket für einen Frankfurter Betrieb, aber das sei ein Bruchteil dessen, was wirklich an wirtschaftlichem Schaden verursacht werde. "So langsam wird die Luft wirklich, wirklich eng", meinte Mälzer.

Hat die Nase langsam voll: Fernseh-Koch Tim Mälzer (49).
Hat die Nase langsam voll: Fernseh-Koch Tim Mälzer (49).  © Christian Charisius/dpa

Update, 5. Januar, 16.53 Uhr: Überraschung: Erneuter Lockdown belastete Unternehmensgewinne nicht spürbar

Der erneute Lockdown im Dezember hat die Gewinne von Unternehmen laut einer Studie insgesamt nicht spürbar belastet. Im Gesamtjahr 2020 wird nach Berechnungen des German Business Panels der Universität Mannheim mit einem Rückgang der Firmengewinne in Deutschland um 16,6 Prozent gerechnet.

Dieser Wert habe sich gegenüber dem Sommer leicht erholt und sei durch die Verschärfung des Lockdowns Mitte Dezember nicht spürbar gedrückt worden, heißt es in der am Dienstag vorgelegten Studie.

Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung mit knapp 15.000 Interviews von Juli bis September sowie November bis Dezember 2020. Mehr als 1000 Firmen aus rund 110 Branchen wurden befragt.

Allerdings kam es bei dem verschärften Lockdown ab 16. Dezember zu einer Umverteilung von Unternehmensgewinnen. So habe etwa der von Schließungen betroffene Einzelhandel Mitte Dezember einen weiteren Gewinnrückgang um 3,4 Prozent verzeichnet. Zugleich zeigte sich im geöffneten Einzelhandel eine leicht positive Entwicklung.

Die Gewinnsituation der Unternehmen ist den Befragungsergebnissen zufolge direkt abhängig von der Schließung des Geschäfts. Wo eine solche Schließung zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr 2020 staatlich verordnet wurde, gingen die Gewinne demnach auch trotz staatlicher Hilfen um 41,5 Prozent zurück. Besonders belastet seien kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige.

Logisch: Wo geschlossen werden musste, gingen die Gewinne zurück (Symbolbild).
Logisch: Wo geschlossen werden musste, gingen die Gewinne zurück (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Januar, 16.39 Uhr: SPD dringt auf Gespräche mit Impfstoff-Herstellern

Die SPD im Bundestag hat die Bundesregierung zu einer raschen Klärung mit den Herstellern von Corona-Impfstoffen über die Produktion ausreichender Mengen aufgefordert.

"Die SPD-geführten Länder haben zurecht wichtige Fragen an den Gesundheitsminister gestellt, um künftig besser für eine breite und schnelle Versorgung mit Impfstoff zu sorgen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

In dem vierseitigen Katalog mit 24 Fragen an Minister Jens Spahn (40, CDU), der der dpa vorlag, hatte die SPD unter anderem nach den angebotenen und bestellten Impfdosen-Mengen für die EU gefragt. Zudem ging es um Verhandlungen über deutsche Zukäufe, Produktionsausweitungen und die Organisation der Impfung selbst.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider (44).
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider (44).  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Januar, 16.30 Uhr: Luxemburg will Corona-Regeln lockern

Luxemburg lockert seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Von Montag (11. Januar) an dürften Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel am Dienstag nach einer Sitzung des Regierungsrates. In den Schulen starte wieder der Präsenzunterricht, auch Sport- und Kultureinrichtungen könnten unter Auflagen wieder aufschließen, sagte Bettel.

Restaurants und Kneipen aber blieben bis Ende Januar weiterhin geschlossen. Auch änderten sich die strengen Kontaktbeschränkungen nicht: Nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt könnten zu Besuch kommen.

Bei Versammlungen von mehr als vier Personen gelte wie bisher eine Maskenpflicht, sagte Bettel. Die Gesetzestexte sollen noch in dieser Woche im Parlament verabschiedet werden.

Update, 5. Januar, 16.04 Uhr: US-Arzneimittelbehörde mahnt zur Einhaltung der Impf-Vorgaben

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat davor gewarnt, bei den bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen von der vorgeschriebenen Verabreichung der zwei Dosen abzuweichen.

"Die verfügbaren Daten unterstützen weiterhin die Verwendung von zwei festgelegten Dosen jedes zugelassenen Impfstoffs in festgelegten Intervallen", hieß es in einer Mitteilung der FDA vom Montag (Ortszeit). Mögliche Veränderungen in diesem Vorgehen wie die Reduzierung der Dosen oder die Verlängerung der Intervalle könnten eine Gefahr für das öffentliche Gesundheitswesen darstellen.

Ein Fläschchen des Moderna-Impfstoffes.
Ein Fläschchen des Moderna-Impfstoffes.  © Rogelio V. Solis/AP/dpa

Update, 5. Januar, 16 Uhr: Dänemark verschärft Corona-Maßnahmen weiter

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus und vor allem gegen eine Virus-Variante aus Großbritannien verschärft Dänemark noch einmal seine Corona-Maßnahmen.

Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl für Zusammenkünfte werde von Mittwoch an von zehn auf fünf Personen herabgesetzt, gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

Soziale Kontakte sollten so weit wie möglich begrenzt und Menschen außerhalb des eigenen Hausstands vorübergehend nicht mehr getroffen werden. Einkaufen solle man ausschließlich alleine und nur, wenn dies dringend notwendig sei. Die nächsten Monate würden die schwersten der gesamten Pandemie.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (43).
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (43).  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 5. Januar, 15.57 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Impfungen in Russland

In Russland sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden.

Jeden Tag würden etwa 100.000 Impfdosen des Vakzins "Sputnik V" ausgeliefert, sagte der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, am Dienstag der Staatsagentur Ria Nowosti. Sein Institut hatte das weltweit erste freigegebene Vakzin entwickelt. In dem flächenmäßig größten Land der Erde wird seit Anfang Dezember geimpft.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zuletzt Druck bei der flächendeckenden Impfung gemacht. Bis November sollen früheren Angaben zufolge 70 Prozent der Bevölkerung einen Wirkstoff gegen das Virus erhalten haben.

Das Land mit seinen 146 Millionen Menschen will in diesem Jahr eine halbe Milliarde Impfdosen produzieren lassen - vor allem für den Export. Bei einer Impfung mit Sputnik V sind zwei Injektionen nötig. Die Immunität soll sich erst innerhalb von 42 Tagen bilden.

Kremlchef Wladimir Putin (68).
Kremlchef Wladimir Putin (68).  © Mikhail Klimentyev/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 5. Januar, 15.36 Uhr: Formel-1-Fahrer Norris positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Formel-1-Fahrer Lando Norris ist während seines Dubai-Urlaubs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der 21-Jährige und sein Rennstall McLaren am Dienstag in den sozialen Netzwerken mit.

Der WM-Neunte der im Dezember abgelaufenen Saison habe am Montag den Verlust seines Geruchs- und Geschmackssinns bemerkt und anschließend einen Test gemacht. "Ich fühle mich in Ordnung und habe keine anderen Symptome", schrieb Norris.

Der Youngster begab sich umgehend in eine zweiwöchige Quarantäne in seinem Hotel und informierte Kontaktpersonen über den positiven Befund.

Der britische Formel-1-Fahrer Lando Norris beim Schaumbad nach einem Rennen im Sommer 2020.
Der britische Formel-1-Fahrer Lando Norris beim Schaumbad nach einem Rennen im Sommer 2020.  © Mark Thompson/Pool Getty/AP/dpa

Update, 5. Januar, 15.33 Uhr: In Corona-Hotspots soll laut Kreisen Bewegungsradius eingeschränkt werden

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, wie es in den Teilnehmerkreisen hieß. Laut des Entwurfs für ein Beschlusspapier weisen über 70 Landkreise eine Inzidenz von über 200 auf.

Update, 5. Januar, 15.15 Uhr: FDP beantragt Aktuelle Stunde im Bundestag zur Impfstoff-Beschaffung

Nach dem zögerlichen Start der Corona-Impfungen in Deutschland hat die FDP im Bundestag für die kommende Woche eine Aktuelle Stunde zur Beschaffung der Impfstoffe beantragt.

"Die Bundesregierung hat den Impfstart verpatzt", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Statt die Probleme möglichst schnell zu lösen, versuchten Union und SPD sich gegenseitig den Schwarzen Peter dafür zuzuschieben.

Update, 5. Januar, 15.14 Uhr: Bund und Länder einigen sich laut Kreisen auf Verlängerung des Lockdowns

Bund und Länder haben sich angesichts der weiter hohen Coronazahlen auf eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar verständigt.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht. Die Maßnahmen waren bisher bis zum 10. Januar befristet. Seit dem 16. Dezember gelten eine Schließung von weiten Teilen des Handels und der Gastronomie.

Der Lockdown ist wohl mit Kanzlerin Merkel nur noch Formsache.
Der Lockdown ist wohl mit Kanzlerin Merkel nur noch Formsache.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 5. Januar, 15.13 Uhr: Wird der neue Lockdown deutlich härter? Bewegungsradius könnte eingeschränkt werden!

Wegen der viel zu hohen Corona-Infektionszahlen steht Deutschland vor einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar und weiteren Verschärfungen zur Reduzierung der Kontakte.

So hart könnte es jetzt werden: Alle Infos >>>hier

Kanzlerin Merkel dürfte den Bürgern heute wenig Freude machen.
Kanzlerin Merkel dürfte den Bürgern heute wenig Freude machen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 5. Januar, 14.58 Uhr: Weiterer Rückgang der Corona-Labortests über Silvester

Über den Jahreswechsel ist die Zahl der Labortests auf das Coronavirus in Deutschland laut einem Laborverband im Vergleich zur Weihnachtswoche weiter gesunken.

Erfasst worden seien 721.463 Tests in der Woche vom 28. Dezember bis 3. Januar, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit und berief sich auf Daten von 169 Laboren. Der Anteil positiver Testergebnisse stieg unterdessen weiter, auf nun 16,4 Prozent.

Bereits in der Weihnachtswoche waren rund ein Drittel weniger Labortests gemacht worden als in der Woche zuvor: Nach 1,47 Millionen Tests sank die Zahl auf knapp 976 200. Vergleicht man den Wert der vergangenen Woche mit der Woche vor Weihnachten, hat sich das Niveau also ungefähr halbiert.

"Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", erklärte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller. Für die laufende Woche stünden 1,79 Millionen sogenannte PCR-Tests zur Verfügung.

Update, 5. Januar, 14.56 Uhr: FDP-Fraktion fordert Essensgeld für Kinder bedürftiger Familien

Die Bundestagsfraktion der FDP hat die Regierung aufgefordert, Kinder bedürftiger Familien mit einer Zahlung von Essensgeld zu unterstützen.

"Benachteiligte Kinder dürfen in der Pandemie durch Schulschließungen nicht unter das Existenzminimum fallen", sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Dienstag. Es müsse dafür gesorgt werden, dass der Betrag für das Schulessen bei Kindern in der Grundsicherung ankomme - und das möglichst unbürokratisch.

Update, 5. Januar, 14.53 Uhr: Lockdown hin oder her: Deshalb will dieser Sportartikelhändler am Montag seine Läden öffnen

Der Sportartikelhändler Udo Siebzehnrübl aus Bayern will am kommenden Montag zumindest zwei seiner fünf Intersport-Läden wieder öffnen.

"Ich bin kein Corona-Leugner und kein Querdenker", sagte Siebzehnrübl am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Aber sein Familienunternehmen mit 100 Mitarbeitern mache Millionenverluste, habe das Lager voller Winterware und habe vom Staat seit März gerade einmal 15.000 Euro Hilfe bekommen. Die ganze Geschichte >>> hier

Udo Siebzehnrübl will zwei seiner Läden am Montag öffnen. (Symbolbild)
Udo Siebzehnrübl will zwei seiner Läden am Montag öffnen. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update, 5. Januar, 14.51 Uhr: Mittelstand warnt vor Einschränkung von Bewegungsradius

Der Mittelstand hat vor einer möglichen Einschränkung des Bewegungsradius in der Corona-Krise gewarnt.

Der Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Markus Jerger, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern: "Der Mittelstand begrüßt alle sinnvollen und angemessenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Genauso entschieden lehnt aber der Mittelstandsverband einen staatlich angeordneten Hausarrest für Betriebe und Bürger ab."

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, haben Bund und Länder unter anderem diskutiert, ob in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate automatisch der erlaubte Bewegungsradius um den Wohnort eingeschränkt werden sollte. Es war aber noch offen, ob der Punkt am Ende wirklich in das Beschlusspapier aufgenommen wird.

Update, 5. Januar, 14.48 Uhr: Kanzlerin und Länderchefs: Beratungen verspätet gestartet

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer beraten über eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Sie schalteten sich am Dienstag gegen 14.15 Uhr zu einer Online-Konferenz zusammen, wie Berlin als aktuelles Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mitteilte. Wegen zusätzlichen Beratungsbedarfs seitens der Länder war der Beginn der Schalte zunächst von 11.00 Uhr auf 13.00 Uhr verlegt worden und hatten sich dann nochmals verzögert.

Zuletzt hatte sich zwar bereits angedeutet, dass das öffentliche Leben wegen hoher Infektionszahlen noch nicht wieder hochgefahren und der Lockdown wohl um drei Wochen bis Ende Januar verlängert wird. Kontrovers wurde indes die Frage diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll.

Schwerin: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in der Staatskanzlei bei der Video-Schaltkonferenz zur Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem Monitor, auf dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, zu sehen sind.
Schwerin: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in der Staatskanzlei bei der Video-Schaltkonferenz zur Entwicklung der Corona-Pandemie vor einem Monitor, auf dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, zu sehen sind.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Januar, 14.43 Uhr: Putin und Merkel diskutieren über gemeinsame Impfstoff-Produktion

Kremlchef Wladimir Putin (68) hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) über eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie gesprochen.

Bei dem Telefonat beider Politiker sei es um mögliche Perspektiven für die gemeinsame Herstellung von Impfstoffen gegangen, teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit. Die Gesundheitsministerien beider Länder und Spezialisten sollten die Gespräche dazu fortsetzen. Details wurden zunächst nicht genannt.

Ein Regierungssprecher in Berlin bestätigte, dass es bei dem Gespräch um die Bekämpfung der Pandemie gegangen sei. Details wurden aber nicht genannt. Russland hatte Mitte August den Impfstoff «Sputnik V» für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben, der mittlerweile auch in anderen Ländern verwendet wird.

Putin hatte zuletzt Engpässe bei der Impfstoff-Produktion in Russland eingeräumt. Mitunter fehle die "notwendige Ausrüstung", sagte er vor wenigen Wochen. Man sei bereit, mit den anderen Ländern bei der Produktion russischer Corona-Vakzine zusammenzuarbeiten.

In Russland laufen die Impfungen seit Anfang Dezember. Mittlerweile wurde ein zweiter Impfstoff registriert. Weitere sind in der Entwicklung.

Merkel und Putin vor knapp einem Jahr in Moskau.
Merkel und Putin vor knapp einem Jahr in Moskau.  © Pavel Golovkin/AP/dpa

Update, 5. Januar, 14.38 Uhr: Mehr als 316.000 Impfungen gegen Covid-19 gemeldet

Die Zahl der Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist weiter gestiegen. #

Bislang wurden insgesamt 316.962 solcher Impfungen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin bekanntgab (Stand 12.00 Uhr). Im Vergleich zum Vortag sind das 44.563 mehr. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten, betont das RKI.

Update, 5. Januar, 14.01 Uhr: Sperrung von Pisten und Parkplätzen in Willingen beschlossen

Wegen des Ansturms der Schneetouristen sind im nordhessischen Wintersportort Willingen Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze am Wochenende für Besucher gesperrt.

Ein entsprechendes Verbot hat am Dienstag der Landkreis Waldeck-Frankenberg beschlossen. Es ist die erste Sperrung von Skipisten und Rodelhängen dieser Art in Hessen. Aus Gründen des Infektionsschutzes habe man sich für die zunächst dreitägige Einschränkung entschieden, sagte eine Sprecherin in Korbach. Sie soll von Freitag bis Sonntag gelten.

Nachdem die Wintersport-Region Winterberg im benachbarten Nordrhein-Westfalen am Wochenende Pisten und Parkplätze geschlossen hatte, waren Tausende Ausflügler nach Nordhessen ausgewichen.

"Mindestabstände sind bei der Masse an Tagestouristen weder einhaltbar, noch kontrollierbar gewesen - sogar im Freien", sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises, Karl-Friedrich Frese. Man habe daher keine andere Möglichkeit als das Betretungsverbot gesehen, um die Besucherströme zu verringern.

Ordnungsbehörden und Polizei würden die Einhaltung kontrollieren. Danach hofft der Kreis auf eine Entspannung der Lage wegen des Ferienendes.

Drei Erwachsene und drei Kinder ziehen ihre Schlitten durch den winterlichen Wald bergauf.
Drei Erwachsene und drei Kinder ziehen ihre Schlitten durch den winterlichen Wald bergauf.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 5. Januar, 13.31 Uhr: Beginn der Beratungen über Lockdown-Verlängerung verzögert sich

Der ursprünglich für 13 Uhr geplante Beginn der Bund-Länder-Beratungen über eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie verzögert sich.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Länderkreisen. Zwar hatte sich vor der geplanten Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten zuletzt bereits angedeutet, dass das öffentliche Leben wegen hoher Infektionszahlen noch nicht wieder hochgefahren und der Lockdown wohl um drei Wochen bis Ende Januar verlängert wird.

Update, 5. Januar, 13.27 Uhr: Staat kann in großem Stil bei Reisekonzern Tui einsteigen

Der deutsche Staat kann sich an dem angeschlagenen Reisekonzern Tui beteiligen.

Die Eigner des schwer von der Corona-Krise getroffenen Unternehmens stimmten am Dienstag einem entsprechenden Recht zum Umtausch von Vermögenseinlagen in Aktien zu. Damit ist der Weg für den Bund frei, mit insgesamt bis zu gut 25 Prozent bei Tui einzusteigen.

Das Logo des Reisekonzerns TUI.
Das Logo des Reisekonzerns TUI.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 5. Januar, 11.30 Uhr: Studie: Kontaktloses Bezahlen nimmt weiter zu

Immer mehr Verbraucher und Verbraucherinnen in Deutschland setzen beim Bezahlen ihr Smartphone oder eine Smartwatch ein. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Im Zuge der Corona-Pandemie versuchen ohnehin viele Kunden, Zahlungen mit Bargeld zu vermeiden. Über drei Viertel der Befragten (79 Prozent) gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Seit Mai ist dieser Wert noch einmal leicht um fünf Prozentpunkte gestiegen.

Die Mehrzahl der kontaktlosen Bezahlvorgänge wird demnach mit einer Girocard oder einer Kreditkarte erledigt. Aber bereits vier von zehn Befragten (39 Prozent) haben im Zeitraum von September bis November 2020 mindestens einmal mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt.

Von ihnen nutzen drei Prozent Smartphone oder Smartwatch mehrmals täglich, fünf Prozent täglich, elf Prozent mehrmals die Woche und zwölf Prozent zumindest einmal die Woche zum Bezahlen.

Update, 5. Januar, 11.09 Uhr: Belgien beginnt mit großflächiger Impfkampagne

Nach einwöchigem Testlauf beginnt Belgien nun großflächig mit Impfungen gegen das Coronavirus. Von diesem Dienstag an sollen jede Woche rund 87.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer an Menschen im Land verabreicht werden, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Demnach sollen wie in Deutschland zunächst Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden.

Insgesamt könnten bis Ende Januar oder Anfang Februar 150.000 bis 200.000 Betroffene Impfschutz erhalten. Anschließend sollen Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen an der Reihe sein. Bislang sind in Belgien während der einwöchigen Testphase nur rund 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen geimpft worden.

Das Land hatte eine Impfquote von 70 Prozent als Ziel festgelegt. Die Impfungen sollen für die Menschen kostenlos und freiwillig sein.

Update, 5. Januar, 10 Uhr: Streit um Impf-Debakel: Scholz attackiert Spahn mit Fragenkatalog

Der Kuschelkurs ist vorbei! Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz (62, SPD) ist mit dem Handeln des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (40, CDU) beim Thema Corona-Impfungen der Kragen geplatzt. Nun schickte er einen mehrseitigen Fragenkatalog an Spahn und fordert von ihm Erklärungen.

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Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Fabian Sommer/dpa , Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 5. Januar, 9.56 Uhr: Betriebe beantragen im Dezember Kurzarbeit für 660.000 Menschen

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie treiben die Kurzarbeit in Deutschland wieder in die Höhe.

Vom 1. bis 28. Dezember 2020 erreichten die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg Anzeigen zur Kurzarbeit für 666.000 Personen, teilte die Bundesagentur am Dienstag in Nürnberg mit. Im November waren es 627.600 Anzeigen.

Im März auf dem Höhepunkt des ersten Corona-Shutdowns waren es noch über zehn Millionen. In der Regel wird Kurzarbeit nicht für alle Anmeldungen auch verwirklicht. Tatsächlich in Kurzarbeit waren im Oktober 1,99 Millionen Menschen - nach fast sechs Millionen im April.

Neuere Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit liegen noch nicht vor.

Update, 5. Januar, 9.38 Uhr: Pandemie auf Mallorca "außer Kontrolle" - Keine Lockerungen in Sicht

Die Bewohner der Balearen mit der bei den Deutschen sehr beliebten Urlaubsinsel Mallorca werden wegen anhaltend hoher Corona-Zahlen auch in den nächsten Wochen strikte Einschränkungen ertragen müssen.

Eine nennenswerte Lockerung der Auflagen sei bis Februar nicht zu erwarten, erklärte die Sprecherin der Regierung der spanischen Region, Pilar Costa, am Montag vor Journalisten in Palma. "Vor allem auf Mallorca ist die Lage sehr negativ", betonte sie. Auf der Hauptinsel sei die Pandemie "außer Kontrolle", titelte die Zeitung "Diario de Mallorca" am Dienstag in der Online-Ausgabe.

Die Balearen hatten seit Dezember die höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien. Mit zuletzt knapp 530 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen wurde die Region nun aber von Extremadura (ca. 604) überholt, wie das spanische Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Ein Mann mit Gesichtsmaske spaziert während des Sonnenuntergangs am Strand von Palma entlang.
Ein Mann mit Gesichtsmaske spaziert während des Sonnenuntergangs am Strand von Palma entlang.  © Clara Margais/dpa

Update, 5. Januar, 5.47 Uhr: 11.897 Corona-Neuinfektionen und 944 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab.

Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 134,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Auf dem Gehweg steht ein Schild mit der Aufschrift "Haltet zusammen. Und die Corona-Regeln ein."
Auf dem Gehweg steht ein Schild mit der Aufschrift "Haltet zusammen. Und die Corona-Regeln ein."  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Januar, 3.45 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit für Verlängerung des Corona-Lockdowns

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen.

41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt an diesem Dienstag in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen, um über eine Verlängerung des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns mit Schließung der meisten Geschäfte, der Hotels und Gaststätten sowie der Schulen und Kitas zu beraten.

Update, 5. Januar, 3.35 Uhr: Neue Coronavirus-Variante auch in Brasilien nachgewiesen

In Brasilien sind die nach offiziellen Angaben ersten beiden Fälle der in Großbritannien entdeckten und besonders ansteckenden Variante des Coronavirus in dem Land aufgetreten.

Dies teilte das Gesundheitssekretariat des Bundesstaates São Paulo in einer Erklärung am Montag mit. Demnach hatte das "Instituto Adolfo Lutz" in São Paulo, ein nationales Referenzlabor, die Fälle bestätigt.

Bei einem der bestätigten Fälle handelt es sich laut der Erklärung um eine 25 Jahre alte Frau, die in São Paulo lebt und Kontakt zu Reisenden hatte, die in Europa waren. Der andere Betroffene sei ein 34-Jähriger, dessen Hintergrund und Wohnort die Behörde noch überprüft.

Update, 4. Januar, 22.26 Uhr: Spahn: Ziel ist Impfangebot bis Sommer für jeden in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik an der Impfstoffbeschaffung erneut zurückgewiesen. "Zuerst einmal ist es weiterhin aus meiner Sicht richtig, diesen europäischen Weg gegangen zu sein und zu gehen", sagte der CDU-Politiker am Montagabend im ZDF-"heute journal".

Man habe von Anfang an auf mehrere Hersteller gesetzt, da nicht klar gewesen sei, wer als Erstes ans Ziel komme. "Dass wir jetzt am Anfang so wenig haben, dass wir priorisieren müssen, hat nichts zu tun mit der Bestellmenge, also wie viel wir bestellt haben, sondern das hat etwas damit zu tun, dass jetzt am Anfang die Produktionskapazität knapp ist."

Weiter bekräftigte Spahn: "Das Ziel ist tatsächlich, dass wir bis zum Sommer jedem ein Impfangebot in Deutschland machen können." Das hänge aber auch davon ab, dass weitere Zulassungen von Impfstoffen erfolgen. Gleichzeitig arbeite man daran, dass die Produktion bei Biontech etwa durch ein neues Werk in Marburg hochgefahren werden könne.

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Januar, 21.47 Uhr: Grünen-Fraktion fordert Antigen-Schnelltests für zu Hause

Die Grünen im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge, dass die Bundesbürger sich künftig selbst auf das Coronavirus testen können.

Apotheken sollen dazu Antigen-Schnelltests abgeben dürfen, berichtete das Nachrichtenportal "t-online" am Montag unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag. Hierfür solle die Bundesregierung "unverzüglich" die Abgabeverordnung für Medizinprodukte ändern. Bisher darf nur medizinisches oder geschultes Personal Antigen-Tests erwerben und vornehmen.

Update, 4. Januar, 21.19 Uhr: Johnson verkündet neuen nationalen Lockdown für England

Wegen der deutlich steigenden Zahl an Corona-Infektionen hat die britische Regierung die Maßnahmen erneut stark verschärft.

"Wir müssen in England einen Lockdown verhängen, um die neue Corona-Variante in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer Fernsehansprache. "Das bedeutet, dass Sie zu Hause bleiben müssen." Das Haus dürfe nur noch für notwendige Aktivitäten wie Arztbesuche oder die Arbeit verlassen werden. Schulen müssen schließen.

Johnson sagte, die Maßnahmen würden vermutlich bis Mitte Februar in Kraft bleiben. Er machte vor allem die in Großbritannien entdeckte Mutante des Coronavirus verantwortlich. Sie sei 50 bis 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. "Bleiben Sie zu Hause, schützen Sie den (Gesundheitsdienst) NHS, retten Sie Leben", sagte Johnson.

Update, 4. Januar, 20.55 Uhr: Gewerkschaften fordern bei Lockdown-Verlängerung mehr Hilfen

Mit Blick auf die wahrscheinliche Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar fordern Gewerkschaften zusätzliche Hilfen für Arbeitnehmer.

Hunderttausende Beschäftigte im Einzelhandel und die Unternehmen der Branche dürften mit den Folgen einer Fortführung der Schließungen nicht alleingelassen werden, warnte Verdi-Chef Frank Werneke am Montag im "Handelsblatt".

Frank Werneke ist der Vorsitzende von Verdi und fordert im Lockdown mehr Geld für Arbeitnehmer.
Frank Werneke ist der Vorsitzende von Verdi und fordert im Lockdown mehr Geld für Arbeitnehmer.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Januar, 20.13 Uhr: Europäische Arzneimittelbehörde verschiebt Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes für die EU auf Mittwoch verschoben.

Das teilte die EMA am Montagabend in Amsterdam mit. Der Expertenausschuss der EMA war bereits am Montag und damit zwei Tage früher als geplant zusammengetroffen und hatte über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei seien aber noch einige Fragen offen geblieben, sagte der niederländische Vertreter in dem Ausschuss.

Update, 4. Januar, 19.21 Uhr: EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt.

Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. "Tui wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen", sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager.

Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission "erforderlich, geeignet und angemessen", um eine "beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats" zu beheben.

Update, 4. Januar, 18.47 Uhr: In Großbritannien soll bald höchste Corona-Warnstufe gelten

In Großbritannien soll einem Bericht zufolge demnächst die höchste Alarmstufe in der Coronavirus-Pandemie ausgerufen werden.

Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA am Montag unter Berufung auf Regierungskreise. Das Land verzeichnet seit Tagen ein sehr hohes Niveau an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Montag waren es knapp 59.000 Fälle.

Gleichzeitig wurden 407 neue Todesfälle in dem Land gemeldet. Die Regierung führt die starke Ausbreitung auf eine neue Coronavirus-Variante zurück, die möglicherweise ansteckender ist als die bislang verbreitete Form.

Premierminister Boris Johnson (56) wollte sich noch am Montagabend (21 Uhr MEZ) an die Bevölkerung wenden und weitere Maßnahmen bekannt geben. Erwartet wird ein landesweiter Lockdown in England.

Premierminister Boris Johnson (56) muss die Briten auf weitere harte Zeiten einstimmen.
Premierminister Boris Johnson (56) muss die Briten auf weitere harte Zeiten einstimmen.  © Jeff Overs/BBC/PA Media/dpa

Update, 4. Januar, 17.26 Uhr: Kanzleramtschef rechnet mit Lockdown-Verlängerung bis 31. Januar

Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) rechnet mit einer Verlängerung der ursprünglich bis 10. Januar geltenden Beschränkungen in der Corona-Pandemie bis voraussichtlich zum 31. Januar.

Schwierigstes Thema bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Dienstag werde der Schulbereich sein, machte Braun nach Angaben von Teilnehmern in einer digitalen Informationssitzung der Unionsfraktion am Montag deutlich.

Sein Eindruck sei, dass es ein erhebliches Ausbruchsgeschehen an den Schulen gebe. Es sei aber unklar, was die Runde in diesem Zusammenhang abschließend bringen werde.

Braun sagte nach diesen Angaben weiter, die aktuellen Infektionszahlen nach Weihnachten und dem Jahreswechsel seien nicht belastbar, da einige Gesundheitsämter seit Tagen keine Zahlen geliefert hätten. Die Zahlen seien aber so oder so zu hoch.

Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU).
Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 4. Januar, 17.21 Uhr: Polen will bis Ende März 2,9 Millionen Menschen impfen

In Polen sollen nach den Plänen der Regierung bis Ende März rund 2,9 Millionen Menschen aus Risikogruppen eine Impfung gegen das Corona-Virus bekommen.

Das genaue Tempo werde von der Zahl der verfügbaren Impfdosen abhängen, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk, am Montag in Warschau. Im ersten Quartal dieses Jahres könne Polen die Lieferung von knapp 5,9 Millionen Dosen erwarten, hauptsächlich von den Herstellern Pfizer und Moderna.

Update, 4. Januar, 17.09 Uhr: Giffey fordert verlässliche Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD) hat ein verlässliches und möglichst bundesweit einheitliches Stufenmodell bei der Rückkehr in den Kita-Normalbetrieb gefordert.

"Wichtig ist, dass Eltern verlässliche Aussagen über die Kinderbetreuung bekommen", sagte Giffey am Montag nach Beratungen mit dem sogenannten Corona-Kita-Rat.

Anders als bei den ersten Kita-Schließungen zu Beginn der Pandemie haben laut Giffey im aktuellen Lockdown neun Bundesländer die Kindertagesstätten offen gehalten. Sie appellieren demnach an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Die restlichen sieben Bundesländer hätten den Kita-Betrieb dagegen auf eine Notbetreuung umgestellt. "Das ist eine unterschiedliche Herangehensweise, die von den Ländern mit dem unterschiedlichen Infektionsgeschehen begründet wird", sagte Giffey.

Die derzeitigen Corona-Infektionszahlen ließen keine großen Lockerungen zu. Man müsse jedoch berücksichtigen, dass das Infektionsgeschehen bei kleinen Kindern geringer sei als bei Erwachsenen. Kitas müssten daher die ersten sein, die bei Lockerungen der Corona-Regeln wieder öffnen dürften.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Januar, 16.27 Uhr: Nach viel Kritik: Niederlande impfen bereits ab Mittwoch

Nach einer Welle von Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen.

Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Montag in Den Haag mit.

Update, 4. Januar, 16.11 Uhr: Schottland geht erneut in den Lockdown

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen gilt in Schottland ab Dienstag erneut ein Lockdown.

Auch die Schulen sollen bis Anfang Februar geschlossen bleiben, wie die Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag in Edinburgh mitteilte.

Update, 4. Januar, 15.59 Uhr: Brinkhaus verteidigt Spahn gegen SPD-Vorwürfe wegen Impfstrategie

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52) hat Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) gegen SPD-Kritik an der Impfstrategie verteidigt.

"Alle wichtigen Entscheidungen werden im Corona-Kabinett getroffen. Da sitzt auch ein (Finanzminister) Olaf Scholz, da sitzen auch SPD-Minister drin", sagte Brinkhaus am Montag vor einer digitalen Informationssitzung der Unionsfraktion zur Lage in der Corona-Pandemie und der Impfstrategie nach scharfer Kritik von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. "Es sterben jeden Tag Menschen. Und da stelle ich mich nicht hin und mache Koalitionsspielchen."

Wenn etwas falsch gelaufen sei, müsse man gemeinsam schauen, wie es besser gehen könne, forderte Brinkhaus. Er könne nur jeden Verantwortlichen warnen, "sich da jetzt klammheimlich so vom Boot zu schleichen".

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52).
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 4. Januar, 15.55 Uhr: Arzneimittelbehörde EMA kurz vor Entscheidung zu Moderna-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA steht offenbar kurz vor der Entscheidung über die Empfehlung eines zweiten Corona-Impfstoffes.

Der Expertenausschuss der EMA sei bereits am Montag zusammengetroffen und berate über die Empfehlung für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna, bestätigte eine Sprecherin der EMA am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam. Zunächst war eine Entscheidung für Mittwoch angekündigt worden. In den USA ist der Moderna-Impfstoff bereits zugelassen.

Bei einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte in kürzester Zeit geschehen. Es wäre nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen Covid-19, der in den EU-Mitgliedsstaaten zugelassen würde. Die EU hatte bereits bei Moderna 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

Update, 4. Januar, 15.52 Uhr: Britische Coronavirus-Variante nun auch in Österreich entdeckt

Die britische Variante des Coronavirus ist nun auch in Österreich nachgewiesen worden. Vier Menschen seien damit infiziert gewesen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Montag in Wien mit. Alle seien bei der Einreise über den Flughafen Wien-Schwechat bei einem freiwilligen Test aufgefallen.

Die Variante sei unter anderem bei einem am 18. Dezember eingereisten zwölfjährigen Mädchen festgestellt worden, hieß es. Alle Betroffenen hätten nur milde Symptome gezeigt und seien in Quarantäne gegangen. Außerdem sei bei einer 30-jährigen Österreicherin, die am 6. Dezember aus Südafrika angekommen war, die dortige Variante nachträglich diagnostiziert worden.

Ein Experte wies darauf hin, dass vom Coronavirus inzwischen in etwa 20 bis 25 Mutationen existierten. Es sei damit wesentlich weniger mutationsfreudig als das Grippevirus. An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, muss nun auch in seinem Land die britische Coronavirus-Variante verkraften.
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, muss nun auch in seinem Land die britische Coronavirus-Variante verkraften.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Update, 4. Januar, 15.49 Uhr: Intensivmediziner gegen Lockerungen: Noch kein Lockdown-Effekt

Auf den Intensivstationen in Deutschland lässt eine Wirkung des Lockdowns laut einer Fachgesellschaft noch auf sich warten.

Derzeit steuere man weiter auf die Marke von 6000 Covid-19-Intensivpatienten zu, ein Lockdown-Effekt sei derzeit noch gar nicht zu spüren, erklärte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Montag.

"Eine Lockerung von Maßnahmen, Begegnungen von mehr Menschen oder die Öffnung von Geschäften können wir uns aus medizinischer Sicht deshalb absolut noch nicht leisten!" Marx folgte in der Position zum Jahreswechsel auf Uwe Janssens.

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx.
Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 4. Januar, 15.45 Uhr: Pharmaindustrie springt Bundesregierung in Impfstoff-Streit bei

Im Streit um den knappen Corona-Impfstoff springt die Pharmaindustrie der Bundesregierung zur Seite.

"Die EU und auch die Bundesregierung haben sich nach unserer Kenntnis sehr rechtzeitig mit der Beschaffung von Impfstoffen auseinandergesetzt", sagte am Montag Hans-Georg Feldmeier, der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie. Dabei sei mit allen potenziellen Impfstoffherstellern verhandelt worden.

Update, 4. Januar, 15.40 Uhr: Deutsche Handballer reisen ohne Corona-Angst zur WM

Der Deutsche Handballbund macht sich trotz der anhaltenden Coronavirus-Pandemie keine ernsthaften Sorgen um die Gesundheit der Spieler bei der Weltmeisterschaft in Ägypten.

"Wir sind überzeugt, dass die vorliegenden Hygienekonzepte zum Schutz aller Beteiligter genügen", sagte Sportvorstand Axel Kromer am Montag und kündigte an: "Wenn wir den Eindruck gewinnen sollten, es funktioniert gar nicht, dann werden wir mit dem Weltverband reden."

Update, 4. Januar, 15.38 Uhr: Fast die Hälfte der Deutschen sieht Impfstrategie laut Umfrage skeptisch

Die Deutschen haben eine geteilte Meinung zur Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus. 44 Prozent seien nicht vom Impfkonzept der Bundesregierung überzeugt.

Das ergab eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen (Dienstag). Knapp 40 Prozent hätten hingegen großes Vertrauen in die Verteilungsstrategie der Regierung, der Rest sei unentschieden.

Vor allem Menschen im Alter von 40 bis 49 Jahren stehen dem Impfkonzept laut Umfrage kritisch gegenüber. Jüngere Menschen von 18 bis 39 hingegen vertrauten meist auf die Strategie in Deutschland.

Impfen wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten ein großes Thema in Deutschland bleiben.
Impfen wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten ein großes Thema in Deutschland bleiben.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Januar, 15.35 Uhr: Schulen sollen voraussichtlich geschlossen bleiben

Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben.

Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden. Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich.

Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 an die Schulen zurückkehren. Durch eine Halbierung der Klassen solle dann für die höheren Klassen Wechselunterricht ermöglicht werden.

Abschlussklassen sollen ausgenommen sein, so dass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können. Ursprünglich war ein Lockdown für die Schulen bis Ende dieser Woche vorgesehen.

Fahrradständer leer, Schulhof leer: So bleibt es wohl auch die nächsten Wochen in Deutschland.
Fahrradständer leer, Schulhof leer: So bleibt es wohl auch die nächsten Wochen in Deutschland.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Januar, 15.32 Uhr: Zahl der Corona-Impfstoffe reicht laut EU-Kommission aus

Nach heftiger Kritik an fehlenden Corona-Impfstoffen hat die EU-Kommission ihre Strategie zur Beschaffung der Mittel erneut verteidigt.

"Die Zahl der Impfstoffe, die wir haben, reicht aus", sagte Kommissionssprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel. Die Mittel müssten nun aber erst produziert und verteilt werden.

"Wir beurteilen diese Kampagne, als wäre sie schon vorbei, doch die Kampagne beginnt erst", sagte Mamer. Schon im Herbst habe man gesagt, dass die Auslieferung der Impfstoffe ab Jahresende 2020 schrittweise ausgebaut werde und große Lieferungen im April zu erwarten seien.

"Deshalb ist es ziemlich erstaunlich zu sehen, dass wir uns jetzt umdrehen und sagen: 'Warum sind noch nicht alle Impfstoffdosen auf dem Markt?'" Das sei von Anfang an klar gewesen.

Update, 4. Januar, 15.30 Uhr: Aktueller Lockdown laut FDP-Mann nicht wirkungsvoll

Anstatt die derzeit geltenden Lockdown-Regelungen zu verlängern, sollten Bund und Länder nach Ansicht der FDP-Fraktion besser neue Konzepte für Alte und Schulkinder entwickeln.

"Die Zahlen zeigen, dass der jetzige Lockdown nicht wirkungsvoll ist", sagte der familienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Grigorios Aggelidis, am Montag. Leider habe man die vergangenen acht Monate nicht genutzt, um einen pandemiefesten Schulunterricht und genügend Schnelltests und Schutzmasken für Altenheime zu organisieren.

Auch in Kitas und Schulen könnten Schnelltests, Luftfilter, zusätzliche Räume und mehr Betreuungspersonal helfen. Kinder hätten schließlich ein Recht auf Bildung und auf soziale Teilhabe. Für ihre Entwicklung brauchten sie verlässliche Strukturen. Statt nur den aktuellen Lockdown zu verlängern, sollten sich die Vertreter von Bund und Ländern daher bei ihren für Dienstag geplanten Beratungen besser darüber unterhalten, wie die Impfkapazität erhöht werden könne.

Update, 4. Januar, 15.28 Uhr: Mehrheit der Länder für Verlängerung des Lockdowns bis 31. Januar

Die Mehrheit der Ministerpräsidenten ist für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar.

Die Unions-geführten Länder hatten sich bereits am Sonntagabend auf diese Linie verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus dem Kreis der Ministerpräsidenten erfuhr.

Nur zwei SPD-geführte Länder seien noch anderer Meinung, hieß es aus einer anderen Quelle. Der Corona-Lockdown sollte eigentlich am 10. Januar enden, doch angesichts weiter hoher Infektionszahlen ist eine Verlängerung höchstwahrscheinlich.

Auch der Bund tritt für eine Ausweitung bis Ende Januar ein.

Kanzlerin Merkel (66, CDU) und Markus Söder (53, CSU) sind sich diesmal einig. Der Lockdown muss verlängert werden.
Kanzlerin Merkel (66, CDU) und Markus Söder (53, CSU) sind sich diesmal einig. Der Lockdown muss verlängert werden.  © Peter Kneffel/dpa/Pool/dpa

Update, 4. Januar, 13.55 Uhr: Robert Koch-Institut: Mehr als 264.000 Impfungen bundesweit gemeldet

Bis Montag (Stand 4. Januar, 12 Uhr) wurden in Deutschland insgesamt 264.952 Corona-Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.

Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 22.234, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Eine Seniorin erhält im DRK-Seniorenwohnpark Großräschen ihre Corona-Impfung.
Eine Seniorin erhält im DRK-Seniorenwohnpark Großräschen ihre Corona-Impfung.  © Fabrizio Bensch/Reuters/POOL/dpa

Update, 4. Januar, 13.37 Uhr: NRW: Impfungen für Beschäftigte in Krankenhäusern ab 18. Januar

In Nordrhein-Westfalen werden ab dem 18. Januar Corona-Schutzimpfungen für alle Beschäftigten in Krankenhäusern angeboten, die nah an Covid-Patienten arbeiten. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an. Bis zum 24. Januar werde es für alle rund 90.000 Beschäftigten dieser Gruppe in den Krankenhäusern ein Angebot geben.

Bis zum Montagvormittag seien in NRW bereits 81.300 Menschen geimpft worden - fast alle in Pflege-Einrichtungen, sagte Laumann. Bis zum Ende dieser Woche werde alles verimpft, was NRW bislang an Dosen zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Ab Februar würden die Impfzentren in Betrieb genommen, um unter anderem den über 80-Jährigen im Land eine Impfung anzubieten, kündigte Laumann an. Die Betroffenen bekämen in den nächsten Tagen einen entsprechenden Brief. In dieser zweiten Welle werde auch Mitarbeitern in ambulanten Pflegediensten ein entsprechendes Angebot gemacht.

Laumann rechnet damit, dass die Impfungen der über 80-Jährigen den Februar und März in Anspruch nehmen.

Update, 4. Januar, 12.51 Uhr: Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart in der Schweiz

Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone am Montag mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die Kritik an der Regierung wuchs. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht.

Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen.

Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung «Blick». Die Behörden hätten mit einem Impfstart im Februar oder März gerechnet.

Kurz vor Weihnachten trafen die ersten gut 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer in der Schweiz ein. Weitere 250.000 sollen im Januar folgen. Manche eigens eingerichteten Impfzentren blieben mangels Impfstoff deshalb zunächst weitgehend leer, manche Ärzte bekamen nur ganz einzelne Dosen, um ihre gefährdetsten Patienten zu impfen.

Der Schweizer Schriftsteller Franz Hohler (77) erhält im Referenz-Impfzentrum EBPI am Hirschengraben von einer medizinischen Angestellten eine Corona-Impfung.
Der Schweizer Schriftsteller Franz Hohler (77) erhält im Referenz-Impfzentrum EBPI am Hirschengraben von einer medizinischen Angestellten eine Corona-Impfung.  © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Update, 4. Januar, 12.37 Uhr: Mehr als 12.000 Corona-Tote seit Pandemiebeginn in Tschechien

In Tschechien hat die Anzahl der Corona-Todesfälle die Schwelle von 12.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 12.070 infizierte Menschen, wie am Montag aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Das waren fast doppelt so viele wie im Nachbarland Österreich, das weniger Einwohner hat.

Die Behörden verzeichneten 6220 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Dabei fielen von allen Tests mehr als 40 Prozent positiv aus. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg auf 746 714. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

Das Kabinett in Prag sollte am Nachmittag über die Lage beraten. Mit weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen wurde indes nicht gerechnet. Seit einer Woche gilt die höchste der fünf Corona-Warnstufen der Regierung. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal zwei Personen treffen. Die Geschäfte sind mit den üblichen Ausnahmen wie Supermärkten, Drogerien und Apotheken geschlossen.

Update, 4. Januar, 11.48 Uhr: Kretschmer will Schulen und Kitas vorerst weiter geschlossen halten

Sachsen will sich nicht auf den Zeitpunkt für eine Öffnung von Schulen und Kitas in der Corona-Krise festlegen.

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Update, 4. Januar, 11.30 Uhr: Lockdown in Deutschland wohl bis Ende Januar verlängert

Offenbar sind sich Bund und Länder einig: In Deutschland soll der Corona-Lockdown zunächst bis zum 31. Januar verlängert werden.

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Der Lockdown wird in Deutschland wohl verlängert. Geschäfte müssen also weiterhin geschlossen bleiben.
Der Lockdown wird in Deutschland wohl verlängert. Geschäfte müssen also weiterhin geschlossen bleiben.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 4. Januar, 11 Uhr: Filme gucken auf der Insel: Filmfest kreiert das "isolierte Kino"

In der Corona-Krise geht das Filmfestival im schwedischen Göteborg ungewöhnliche Wege: Isoliert auf einer abgelegenen Schäreninsel kann ein einziger Kinofan eine Woche lang die Filme des Festivals gucken.

"Die globale Pandemie hat die Kinos der Welt zur Schließung gezwungen. Das größte Filmfestival Skandinaviens kreiert deshalb auf der Leuchtturminsel Pater Noster das 'isolierte Kino'", teilte das Festival am Montag mit.

Interessenten können sich auf der Website (https://goteborgfilmfestival.se/en/the-isolated-cinema/) um den Aufenthalt vom 30. Januar bis 6. Februar auf der abgeschiedenen Nordseeinsel - "weit weg von Familie, Freunden und Mobiltelefon" - bewerben. "Die einzige Gesellschaft wird das Rauschen des Meeres sein - und die Festivalfilme", hieß es.

Update, 4. Januar, 9.27 Uhr: Erster Brite mit heimischem Astrazeneca-Vakzin gegen Corona geimpft

In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden.

Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

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Update, 4. Januar, 9.15 Uhr: Österreich wird Lockdown bis 24. Januar verlängern

In Österreich wird nach Angaben aus Regierungskreisen der bis zum 18. Januar geplante Lockdown verlängert.

Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich scheine, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag erfuhr. Die Maßnahme betrifft auch die Gastronomie, viele Dienstleistungen und den Tourismus.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten.

Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen
angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. Die Opposition könnte durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate auf Eis legen.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, nimmt nach den ersten Corona-Impfungen an einer Pressekonferenz teil.
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, nimmt nach den ersten Corona-Impfungen an einer Pressekonferenz teil.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Update, 4. Januar, 8.52 Uhr: BVB-Boss Watzke deprimieren Gesiterspiele: "Sterile Atmosphäre"

Hans-Joachim Watzke (61) setzen die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga während der Coronavirus-Pandemie weiter zu.

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Update, 4. Januar, 7 Uhr: Polen hofft in der Pandemie auf Ärzte aus dem Osten

In der Corona-Pandemie wirbt Polen massiv um Ärzte aus seinen östlichen Nachbarländern.

Eine vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung soll die Zulassung von Medizinern aus Ländern außerhalb der EU vereinfachen. "Momentan haben wir schon mehr als 500 Anträge von Ärzten", sagt Kacper Gasienica-Byrcyn, Chef der Personalagentur Optimus Work.

Etwa 80 Prozent kämen aus der Ukraine, weitere 20 Prozent aus Belarus (Weißrussland). Ähnliche Erfahrungen hat auch Krzysztof Inglot von der Firma Personnel Service gemacht. Mehr als 1500 Ärzte seien an Stellen in Polen interessiert. "Hauptsächlich suchen wir Kardiologen, Lungenärzte, Virologen, Anästhesisten und Internisten."

Die Corona-Pandemie hat das Problem des Ärztemangels in Polen schmerzlich spürbar gemacht.
Die Corona-Pandemie hat das Problem des Ärztemangels in Polen schmerzlich spürbar gemacht.  © Patrick Seeger/dpa

Update, 4. Januar, 5 Uhr: Lauterbach für "konsequenten" und nicht befristeten Lockdown

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat einen "konsequenten" und zeitlich nicht befristeten Lockdown gefordert. Er verwies dabei auch auf die Mutation des Coronavirus.

"Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Montag). "Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete." Die Rate der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden. Am Sonntag lag sie in Deutschland bei 139,6.

"Der Lockdown muss weitergehen und sollte nicht zeitlich befristet werden, sondern auf den Zielwert von 25 ausgerichtet werden", sagte Lauterbach. "Wir sollten umdenken und uns damit abfinden, dass wir zunächst einmal nicht mehr Dosen von den Impfstoffen der Hersteller Biontech und Moderna haben."

"Es gilt, in den nächsten zwölf Wochen so viele Menschen wie möglich mit der Erstimpfung zu versorgen. Die Zweitimpfung könnte dann danach erfolgen", meinte der SPD-Politiker.

Update, 4. Januar, 4.25 Uhr: Ägypten will Touristen mit "sicheren Korridoren" vor Corona schützen

Ägypten will deutsche Touristen spätestens im Sommer mit einem speziellen Corona-Sicherheitskonzept wieder in die Urlaubsgebiete am Roten Meer locken.

"Wir wollen sichere Korridore schaffen, in denen es vollständige Sicherheit für Touristen gibt", sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, der Deutschen Presse-Agentur. Das Konzept werde eine ganze Reihe von Maßnahmen von einer Begrenzung der Passagierzahlen in den Flugzeugen bis zu verpflichtenden Tests bei Ein- und Ausreise beinhalten.

Starten wolle man mit den auch bei deutschen Touristen beliebten Urlaubsorten Hurghada und Scharm el-Scheich. "Wir hoffen damit im Sommer zu beginnen, vielleicht aber auch schon im April oder Mai."

Ägypten ist nach dem asiatischen Teil der Türkei das zweitbeliebteste Urlaubsgebiet der Deutschen außerhalb Europas. Seit März vergangenen Jahres gilt auch für das bevölkerungsreichste nordafrikanische Land wegen der Corona-Pandemie eine Reisewarnung.

Urlauber am Strand von Hurghada.
Urlauber am Strand von Hurghada.  © Benno Schwinghammer/dpa-tmn/dpa

Update, 4. Januar, 2 Uhr: Spahn ruft Mitarbeiter im Gesundheitswesen zur Corona-Impfung auf

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

"Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Montag). Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. "Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist."

Zahlreiche Mitarbeiter im Gesundheitswesen hatten erklärt, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Update, 4. Januar, 1.23 Uhr: Oliver Pocher bittet Fans auf Urlaub in Corona-Pandemie verzichten

Ob Sonne tanken in Dubai oder Skifahren in Winterberg: Comedian Oliver Pocher hat in den sozialen Netzwerken seine Follower gebeten, derzeit auf solche Aktivitäten zu verzichten.

"Leute... niemand hat etwas gegen Urlaub oder Schnee... auch ich war schon einmal im Skiurlaub oder auch in der Sonne und in Dubai... nur einfach sich nochmal ein paar Monate zurückhalten und seinen Egoismus hinten anstellen", schreibt er. Und: Wer es doch tue, solle dies für sich behalten und nicht im Netz "zur Schau stellen".

Unter dem Beitrag postete er ein Foto aus dem sonnigen Dubai und eines aus einem verschneiten Wald, mit kopierter Ortsmarke von Winterberg und dem Kommentar: "Gefühlt ganz Instagram zur Zeit."

Moderator und Komiker Oliver Pocher (42).
Moderator und Komiker Oliver Pocher (42).  © Henning Kaiser/dpa

Update, 4. Januar, 1.05 Uhr: Karliczek: Rückkehr zum Präsenzunterricht derzeit nicht vorstellbar

In der Debatte um die Wiederaufnahme des Schulunterrichts in Zeiten der Corona-Pandemie hat Bildungsministerin Anja Karliczek die Bevölkerung auf weitere schwierige Wochen eingestimmt.

Eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei aufgrund der Infektionslage in diesen Tagen "nicht vorstellbar", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag).

Die Infektionszahlen seien weiterhin hoch, und es sei noch unklar, welche Auswirkungen die Treffen an den Weihnachtstagen und über den Jahreswechsel hätten. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Lage an den Schulen wie die Situation insgesamt in den nächsten Wochen schwierig bleibt."

Update, 3. Januar, 18.46 Uhr: Neue Corona-Variante erreicht Griechenland und Zypern

Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante ist auch in Griechenland und auf Zypern nachgewiesen worden. Sie sei in Griechenland bisher in vier Fällen entdeckt worden, berichtete der griechische Fernsehsender Antenna am Sonntagabend unter Berufung auf Athener Virologen.

Zypern meldete am Sonntag, dass die Variante in bisher zwölf Fällen nachgewiesen worden sei. Gezielt geprüft worden seien die positiven Testergebnisse von Menschen, die vor Weihnachten von Großbritannien nach Zypern gereist waren, berichtete die Zeitung Cyprus Times.

Update, 3. Januar, 17.28 Uhr: Belgien kontrolliert Zehntausende Einreisende

Zur Durchsetzung von Quarantänepflichten in der Corona-Krise hat Belgien binnen einer Woche rund 35.000 Einreisende kontrolliert. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die Bundespolizei.

Die allermeisten Kontrollen fanden demnach am Flughafen und an Bahnhöfen statt, rund 500 aber auch an Straßen im Grenzgebiet. Wegen Regelverstößen gab es insgesamt 98 Anzeigen.

Seit Donnerstag müssen alle Rückkehrer aus ausländischen roten Zonen mit hohen Infektionszahlen in Belgien in Quarantäne. Sie müssen am ersten und am siebten Tag der Quarantäne einen Corona-Test machen. Die Polizei kontrolliert, ob belgische Rückkehrer das nötige Formular ausgefüllt haben.

Reisende ohne Wohnsitz in Belgien müssen zudem einen frischen, negativen Corona-Test vorlegen. Ausnahmen gibt es bei Reisen mit einer Dauer von weniger als 48 Stunden.

Belgien, Brüssel: Polizisten halten während einer Kontrolle am Parkplatz Aire de Hondelange an der Autobahn E411 ein Fahrzeug an.
Belgien, Brüssel: Polizisten halten während einer Kontrolle am Parkplatz Aire de Hondelange an der Autobahn E411 ein Fahrzeug an.  © Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

Update, 3. Januar, 17.03 Uhr: Ramelow will Bewegungsradius der Thüringer einschränken

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält angesichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Corona-Regeln in dem Bundesland für nötig.

Mehr Infos: >>> hier.

Update, 3. Januar, 17 Uhr: Sachsens Ministerpräsident: Lockdown-Verlängerung in Sachsen unvermeidbar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht sich für einen über den 10. Januar hinaus verlängerten Corona-Lockdown aus. "Es ist uns in Deutschland gelungen, durch den Lockdown im Dezember den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abzubremsen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

"Allerdings dürfen wir uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen." Man befinde sich in der härtesten Phase der Pandemie und die Erfahrungen der Nachbarn zeigten, dass frühes Lockern zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionen führt.

Update, 3. Januar, 16.46 Uhr: Lehrerverband fordert bundesweiten Hygienestufenplan je nach Inzidenz

Vor der Tagung der Kultusministerkonferenz am Montag fordert der Deutsche Lehrerverband einen bundesweit gültigen Hygienestufenplan für Schulen abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen.

"Die Kultusministerinnen und -minister haben schlicht ihre Hausaufgaben im Sommer und Herbst nicht ordentlich erledigt", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger n-tv am Sonntag.

Ein bundesweiter Stufenplan müsse klar regeln, wie der Schulbetrieb abhängig vom Inzidenzgeschehen zu organisieren sei. Dabei könnte man sich auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts stützen.

Baden-Württemberg, Karlsruhe: In einer Schule Karlsruhe findet bei geöffnetem Fenster eine Unterrichtsstunde statt.
Baden-Württemberg, Karlsruhe: In einer Schule Karlsruhe findet bei geöffnetem Fenster eine Unterrichtsstunde statt.  © Uli Deck/dpa

Update, 3. Januar, 16.22 Uhr: Thüringens Regierungschef Ramelow für Lockdown bis Ende Januar

Zwei Tage vor neuen Bund-Länder-Gesprächen plädiert Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für eine Verlängerung des Lockdowns um drei Wochen.

Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich Ramelow am Sonntag nach einer Sitzung des Thüringer Kabinetts für eine Beibehaltung der strengen Corona-Einschränkungen bis Ende Januar aus. Sein Kabinett habe sich darauf verständigt, endgültige Entscheidungen würden am Dienstag fallen, sagte der Chef einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung.

Dann berät die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Update, 3. Januar, 16 Uhr: Spahn hofft auf schnelle Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt zur Lösung der Probleme bei den Corona-Impfungen auf eine schnelle Zulassung des Impfstoffs des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca. Dabei strebt er aber keinen deutschen Alleingang an.

Der Impfstoff, der in Großbritannien bereits zugelassen ist, wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft. Das Mittel hatte in Studien eine geringere Wirksamkeit aufgewiesen als der Impfstoff von Biontech, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger.

Die Kritik an der deutschen Impfstrategie hält Spahn für ungerechtfertigt. "Das Problem ist nicht die bestellte Menge. Das Problem ist die geringe Produktionskapazität zu Beginn – bei weltweit extrem hoher Nachfrage." Das sei aber von Anfang an klar gewesen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trägt vor der Pressekonferenz eine FFP2 Maske.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trägt vor der Pressekonferenz eine FFP2 Maske.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 3. Januar, 15.50 Uhr: Handel erwartet Pleitewelle bei längerem Lockdown - Brief an Merkel

Der Handel rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Ladenschließungen in Deutschland und befürchtet das Aus für Zehntausende Geschäfte. "Ich fürchte, dass die Läden am 10. Januar noch nicht wieder öffnen dürfen. Denn das Ziel, die 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf unter 50 zu senken, wird bis dahin wohl nicht zu erreichen sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur.

Am Dienstag fällt die Entscheidung über die Verlängerung der Beschränkungen. Eine Fortführung scheint beschlossene Sache - offen ist angesichts weiter hoher Infektionszahlen wohl nur noch die Dauer.

Der Handel fühlt sich in der Krise alleingelassen. Der HDE wandte sich Wochenende mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das der dpa vorliegt. "Wir fordern für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen endlich gezielte und wirksame Wirtschaftshilfen und eine Perspektive", heißt es darin. Es drohe das Aus für bis zu 50 000 Geschäfte mit über 250 000 Mitarbeitern.

Update, 3. Januar, 15.30 Uhr: Sachsen bleibt Corona-Hotspot

Sachsen bleibt in der Corona-Pandemie negativer Spitzenreiter in Deutschland. Der Freistaat hat trotz leichten Rückgangs weiter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer und ist das einzige mit einem Wert von über 300.

Auch am Sonntag lag dieser in der Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) bei knapp 330 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Vogtlandkreis führt dabei nach wie vor mit deutlichem Abstand die Liste der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland an.

Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 121,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,5 der Landkreis Leer. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein wiederum haben eine Inzidenz von weniger als 100.

Der Vogtlandkreis gehört neben dem Landkreis Meißen zu den Regionen mit dem stärksten Corona Infektionsgeschehen in Deutschland.
Der Vogtlandkreis gehört neben dem Landkreis Meißen zu den Regionen mit dem stärksten Corona Infektionsgeschehen in Deutschland.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Januar, 15.26 Uhr: Kein "Grund zur Entwarnung" - Niedersachsens Ministerpräsident Weil für Verlängerung des Lockdowns

Eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus scheint sicher zu sein - so sieht das auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Die bekannten Infektionszahlen gäben "keinen Grund zur Entwarnung", sagte er der "Welt am Sonntag". "Deswegen gehe ich zunächst von einer Fortsetzung der bisherigen Einschränkungen aus, so belastend das in vielen Bereichen auch ist." Wegen der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels gebe es derzeit keine hinreichend zuverlässige Datenbasis.

Update, 3. Januar, 15.11 Uhr: Briten aus Schweizer Quarantäne geflüchtet? Zweifel an Dimension

Eine Woche nach der Nachricht über Hunderte in der Schweiz verschwundene quarantänepflichtige Touristen aus Großbritannien sind Zweifel an der Dimension des Vorfalls aufgekommen.

Simon Wiget, Tourismusdirektor von Verbier im Kanton Wallis, glaubt nicht, dass dort 200 oder mehr Menschen eine angeordnete Quarantäne illegal verlassen haben, wie er der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte.

Der für Verbier zuständige Gemeindesprecher Jean-Marc Sandoz hatte auch der dpa am 27. Dezember gesagt, dass von 370 identifizierten Gästen, die in Quarantäne gemusst hätten, nach Weihnachten nur noch weniger als ein Dutzend dagewesen seien.

Update, 3. Januar, 14.31 Uhr: Papst Franziskus traurig: In Pandemie nicht zuerst an Urlaubsreisen denken

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Corona-Krise nicht zuerst an die nächste eigene Urlaubsreise zu denken. Stattdessen sollten die Menschen das Jahr 2021 nutzen, um sich verstärkt für die Schwächsten in der Gesellschaft einzusetzen.

Das sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag im Anschluss an sein Mittagsgebet. Der 84-jährige Papst sprach das Angelus-Gebet aus Gründen des Corona-Schutzes nicht vor Pilgern, sondern in der Bibliothek des Apostolischen Palastes im Vatikan.

Er habe Medienberichte aus einem Land gelesen, er wisse nicht mehr aus welchem, da seien Menschen mit "mehr als 40 Flugzeugen rausgeflogen, um dem Lockdown zu entkommen und einen schönen Urlaub zu haben", sagte er. "Aber diese Menschen, die gute Menschen sind, haben nicht an die Daheimgebliebenen gedacht, an die wirtschaftlichen Probleme so vieler Menschen, die der Lockdown niedergeworfen hat, an die Kranken? Sie nehmen einfach Urlaub und wollen nur ihr Leben genießen." Das habe ihn sehr traurig gemacht.

Papst Franziskus zeigt sich über Urlaubsreisende bitter enttäuscht.
Papst Franziskus zeigt sich über Urlaubsreisende bitter enttäuscht.  © Giuseppe Ciccia/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 3. Januar, 14 Uhr: Indien gewährt erstmals zwei Corona-Impfstoffen Notfallzulassung

Indien hat erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Neben dem in Indien entwickelten Impfstoff namens Covaxin handelt es sich um den des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca.

Die Vakzine des Serum Institute of India und von Bharat Biotech seien "für den eingeschränkten Gebrauch in Notfallsituationen zugelassen", teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. In Indien gibt es in absoluten Zahlen am zweitmeisten bekannte Corona-Fälle - insgesamt mehr als 10,3 Millionen.

Update, 3. Januar, 13.13 Uhr: RKI meldet mehr als 238.000 Impfungen

Bis Sonntagmorgen (Stand 08.00 Uhr) wurden insgesamt 238.809 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.

Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 40.665, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 103.894 Bewohner von Pflegeheimen. 107.019 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 56.197 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden vom RKI bisher für Bayern erfasst (57.833), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (48.691) und Hessen (30.085). Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1837) und Brandenburg (3219) gemeldet. Den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung gibt das RKI zu Beginn der Impfkampagne nicht an.

Schwerin: Der Koch Bernhard Bachert wird vom Arzt (l) als Mitarbeiter des Seniorenquartiers gegen Corona geimpft.
Schwerin: Der Koch Bernhard Bachert wird vom Arzt (l) als Mitarbeiter des Seniorenquartiers gegen Corona geimpft.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Januar, 13.03 Uhr: Erneuter Ansturm im Harz - Volle Parkplätze und Staus

Erneut haben sich entgegen allen Mahnungen am Sonntag viele Ausflügler auf den Weg in den Harz gemacht. Schon am Morgen waren die Parkplätze voll, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Die Bundesstraße 4 musste zudem kurzzeitig am Ortsausgang Bad Harzburg in Richtung Torfhaus einseitig gesperrt werden, da es zu Staus kam und einige Autos bereits liegengeblieben waren.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es trotz der Corona-Pandemie einen Ansturm auf die Ausflugsziele im Harz mit stundenlangen Staus auf der B4 gegeben.

Bereits am Samstag waren die Parkplätze im Harz vollkommen überfüllt. Die Autos standen Schlange.
Bereits am Samstag waren die Parkplätze im Harz vollkommen überfüllt. Die Autos standen Schlange.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 3. Januar, 12.34 Uhr: Großbritannien bereitet Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff vor

In Großbritannien bereiten sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf den Impfstart mit dem heimischen Präparat der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca vor.

Die Impfungen sollen ab Montag anlaufen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Zu den 700 bereits aktiven Impfstellen sollten Hunderte weitere Krankenhäuser und Praxen im Laufe der kommenden Woche hinzukommen.

Zunächst stehen dem Land gut eine halbe Million Impfdosen des Oxford/Astrazeneca-Mittels zur Verfügung. Am Wochenende kamen die ersten Lieferungen bei den Einsatzorten an.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa-pool/dp

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