Coronavirus: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten November heißt es nun wieder: Lockdown!

Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!
Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!  © Christoph Soeder/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 936.077 Infektionen bestätigt. 14.178 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während 606.327 als genesen gelten (Stand 23. November, 14 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 12,24 Millionen Infizierte und 256.798 Tote wurden bereits erfasst (Stand 23. November, 14 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 58,76 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.390.003 Todesfälle (Stand 23. November, 14 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 23. November, 19.57 Uhr: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen.

Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost". Liese sprach sich zudem aktuell für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler über 14 Jahre in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Peter Liese (55, CDU) fordert Impfungen vor Großveranstaltungen.
Peter Liese (55, CDU) fordert Impfungen vor Großveranstaltungen.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 23. November, 19.43 Uhr: Estland beschließt Maskenpflicht und weitere Corona-Einschränkungen

Angesichts weiter steigender Corona-Neuinfektionen verhängt Estland weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Tallinn änderte am Montag die bisherige Empfehlung, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, in eine verbindliche Anordnung um. Die Maskenpflicht tritt zum 24. November in Kraft.

Zugleich muss in allen öffentlichen Innenräumen die sogenannte 2+2-Regel in dem baltischen EU-Land befolgt werden. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Zudem setzte die Regierung die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen im Freien auf 500 Personen herab, im Innenbereich auf 250. In Innenräumen mit festen Sitzplätzen dürfen bis zu 400 Personen teilnehmen. Strengere Regeln gelten für die Hauptstadt Tallinn und die umliegende Region.

Update, 23. November, 19.36 Uhr: Italien registriert insgesamt mehr als 50.000 Corona-Tote

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag verzeichneten die Behörden binnen 24 Stunden 630 Tote mit Sars-CoV-2.

Demnach starben bislang knapp 50.500 Menschen mit dem Virus. Zugleich sank die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages auf rund 23.000. Da am Wochenende weniger Testkapazitäten zur Verfügung stehen, fällt dieser Wert am Montag oft geringer aus.

Ein medizinischer Mitarbeiter trägt einen Schutzanzug und geht neben einem Krankenwagen vorbei am Eingang des ambulantem Bereich des "Agostino Gemelli" Krankenhauses in Rom.
Ein medizinischer Mitarbeiter trägt einen Schutzanzug und geht neben einem Krankenwagen vorbei am Eingang des ambulantem Bereich des "Agostino Gemelli" Krankenhauses in Rom.  © Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 23. November, 19.34 Uhr: Autovermieter Sixt traut sich wieder Prognose zu

Der Autovermieter Sixt traut sich wieder eine Prognose zu. Sixt erwarte für das Geschäftsjahr 2020 einen operativen Konzernumsatz von 1,5 Milliarden Euro, teilte der SDax-Konzern am frühen Montagabend mit. Das Management rechnet zudem vor Steuern mit einem Verlust von 70 bis 95 Millionen Euro. Die Aktie zeigte sich nachbörslich wenig bewegt.

Die Corona-Krise hat das Geschäft von Sixt hart getroffen. 2019 lag der Umsatz noch bei 2,5 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern lag bei 308 Millionen Euro. Im August hatte Sixt die Prognose für 2020 zurückgezogen.

Update, 23. November, 19.19 Uhr: England kehrt nach Teil-Lockdown zu Corona-Warnstufen-System zurück

England kehrt nach einem vierwöchigen Teil-Lockdown Anfang Dezember wieder zu einem Warnstufen-System mit regionalen Corona-Beschränkungen zurück.

"Wir werden zu einem regionalen Ansatz mit verschiedenen Stufen zurückkehren - und dort die strengsten Maßnahmen einführen, wo Covid am präsentesten ist", sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in einer virtuellen Ansprache an das Londoner Parlament. Dabei sollen die Maßnahmen gegenüber den vor dem Teil-Lockdown geltenden Stufen verschärft werden.

Welche Regionen in welche der drei Risikostufen - mittel, hoch oder sehr hoch - eingruppiert würden, soll im Laufe der Woche bekanntgegeben werden. Außerdem sollen über Weihnachten für wenige Tage auch Treffen mit den Angehörigen mehrerer Haushalte erlaubt sein.

Update, 23. November, 19.14 Uhr: Goldpreis fällt auf viermonatigen Tiefstand

Überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA haben dem Goldpreis am Montag einen heftigen Schlag versetzt. Am frühen Abend fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1831 US-Dollar. Das waren fast 40 Dollar weniger als am Freitag. Zudem wurde der tiefste Stand seit etwa vier Monaten erreicht. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach.

Auslöser des Preissturzes waren Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Unternehmensstimmung hellte sich im November trotz der heftigen Corona-Welle, die die USA derzeit heimsucht, stark auf. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens Markit stieg auf den höchsten Stand seit gut fünfeinhalb Jahren. Analysten hatten dagegen mit einer Eintrübung gerechnet. Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem ersten Eindruck nach der US-Präsidentenwahl und einem sehr ermutigenden Umfrageergebnis.

Der Goldpreis ist stark gefallen.
Der Goldpreis ist stark gefallen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 23. November, 19.09 Uhr: Dax stagniert - Impfstoff-Hoffnungen verpuffen

Neue Erfolgsmeldungen bei der Bekämpfung von Corona-Infektionen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag nicht nachhaltig gestützt. Der Dax büßte zwischenzeitliche Gewinne von mehr als einem Prozent ein und rutschte am Ende noch leicht ins Minus.

Auch an der tonangebenden Wall Street in den USA ließ der Schwung zuletzt nach. Der Antikörper-Cocktail des Biotech-Unternehmens Regeneron erhielt eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Zudem gab der Pharmakonzern Astrazeneca für seinen Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 70 Prozent bekannt.

Update, 23. November, 19.06 Uhr: Kretschmann will Weihnachtsferien verlängern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) ist wegen der Corona-Pandemie für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend.

In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18.12. (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren.

Update, 23. November, 18.53 Uhr: Kreis Hildburghausen bundesweiter Corona-Hotspot

Nachdem der Südthüringer Landkreis Hildburghausen einen bundesweiten Höchstwert beim Corona-Infektionsgeschehen erreicht hat, werden dort alle Kitas und Schulen geschlossen. Das gelte ab Mittwoch, hieß es am Montag aus dem Gesundheitsministerium.

Der Landkreis und die Landesregierung hatten sich auf diesen Schritt verständigt. Für den gesamten Landkreis sind zudem strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen geplant.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreichte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner am Montag im Kreis Hildburghausen den Stand von 396. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz laut RKI höher. Ein Abschwächen ist nach Einschätzung des Landrats Thomas Müller vorerst auch nicht in Sicht.

Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.
Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.  © Martin Schutt/dpa

Update, 23. November, 18.49 Uhr: Umsatzeinbruch bei Modeunternehmen S.Oliver

Das Modeunternehmen S.Oliver ist wegen der Corona-Krise in schwieriges Fahrwasser geraten. In diesem Jahr erwartet der unterfränkische Bekleidungshersteller einen Umsatzrückgang von zwanzig Prozent, wie die Geschäftsführung am Montag mitteilte.

Schon 2019 waren die Umsätze um gut fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, der Gewinn allerdings noch gestiegen. In diesem Jahr erwartet S.Oliver ein negatives Betriebsergebnis. Dabei spielen aber auch die laut Unternehmen einmaligen Kosten für die bereits vor dem Corona-Lockdown angekündigte Restrukturierung eine Rolle.

Weltweit beschäftigt S.Oliver noch 5100 Menschen. Offensichtlich hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten international von vielen Mitarbeitern getrennt, im März waren es laut damaliger Mitteilung noch 6100.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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