Coronavirus in Chemnitz: Infizierte an sechs Schulen und neue Todesfälle im Erzgebirge!

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 299 Corona-Fälle (Stand: 23. September). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder genesen.

Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.
Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.  © Harry Härtel

Ab dem 1. September gilt eine neue Corona-Schutz-Verordnung. 

Zur Verhinderung von Infektionen mit dem Corona-Virus gilt auch weiterhin: 

  • Kontaktbeschränkungen
  • Abstandsgebot von 1,50 Metern zwischen Personen im öffentlichen Raum 
  • Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Einzelhandel

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss nun ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro zahlen. 

Weihnachtsmärkte werden wie Jahrmärkte und Volksfeste mit einem genehmigten Hygienekonzept erlaubt

Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern dürfen stattfinden, sofern eine datenschutzkonforme und datensparsame Kontaktverfolgung möglich ist und ein genehmigtes, auf die Veranstaltungsart bezogenes Hygienekonzept vorliegt. Ab 20 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Veranstaltung sind Groß- und Sportveranstaltungen ohne weitere behördliche Entscheidung untersagt.

Die Öffnung von Prostitutionsstätten bleibt weiterhin verboten, es sei denn, es handelt sich um die entgeltliche Erbringung sexueller Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr mit genehmigtem Hygienekonzept sowie Nachverfolgungsauflagen.

Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser müssen ihre Besuchsregelungen an das aktuelle regionale Infektionsgeschehen anpassen. Die Regelungen müssen in einem angemessenen Verhältnis zwischen dem Schutz der versorgten Personen und deren Persönlichkeits- und Freiheitsrechten stehen.

>>>Hier findet Ihr die Corona-Schutzverordnung, die ab 1. September bis 2. November gilt.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 24. September, 17 Uhr: Zehn neue Fälle in Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es in Chemnitz zehn neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der positiv Getesteten in der Stadt auf 309. "Fünf der neu positiv getesteten Personen wurden aufgrund von Krankheitssymptomen abgestrichen. Drei weitere wurden aufgrund von Umgebungsuntersuchungen vom Gesundheitsamt als Kontaktperson positiv getestet. Zwei Personen wurden anlässlich der Einreise nach Deutschland positivgetestet", heißt es aus der Pressestelle.

Update, 24. September, 15.10 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Erzgebirge

Wie das Landratsamt des Erzgebirgskreises mitteilt, gibt es in der Region zwei neue Corona-Todesfälle. "Dabei handelt es sich um eine über 80-jährige Person und eine über 70-jährige Person", heißt es in der Mitteilung.

Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Erkrankung auf 45. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt bei 748.

Update, 24. September, 13.31 Uhr: Corona-Fälle an sechs Schulen im Erzgebirge

Im Erzgebirgskreis gibt es aktuell an insgesamt sechs Schulen sowie an einer Bildungseinrichtung für Menschen mit Behinderung bestätigte Corona-Fälle:

  • Gymnasium Schwarzenberg
  • Wichernhaus in Waldkirchen
  • Gymnasium Marienberg
  • Oberschule Zschopau
  • Oberschule Auerbach
  • Gymnasium Annaberg-Buchholz
  • Stadtschule Schwarzenberg

Am Gymnasium Marienberg wurden insgesamt 41 Lehrer und 97 Schüler getestet. Alle Tests fielen negativ aus.

An der Martin Andersen Nexö Oberschule in Zschopau sind inzwischen zwei Lehrer und fünf Schüler positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden.

Die Testergebnisse von insgesamt 33 Schülern und vier Lehrern vom Gymnasium in Annaberg-Buchholz stehen noch aus.

An der Oberschule Auerbach sind ein Lehrer und vier Schüler positiv auf Corona getestet worden. Weitere Tests wurden durchgeführt, die Ergebnisse stehen noch aus.

Am Gymnasium Schwarzenberg wurden nach Bekanntwerden einer SARS-CoV-2 Infektion eines Gymnasiasten insgesamt fünf Lehrer und 27 Schüler unter Quarantäne gestellt. 

Im Wichernhaus in Waldkirchen gibt es zwei Corona-Fälle. Insgesamt 80 Personen wurden isoliert und teilweise unter Quarantäne gestellt. Die Testungen der betroffenen Personen der Einrichtung läuft noch.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass es an der Stadtschule Schwarzenberg einen neuen Covid-19-Fall gibt. Ein Schüler wurde positiv getestet. "Die unmittelbaren Mitschülerinnen und Mitschüler sowie ein Teil des Lehrerkollegiums, die als direkte Kontaktpersonen ermittelt wurden, werden unter Quarantäne gestellt. Dies betrifft eine Klasse mit insgesamt 26 Schülern sowie einen Lehrer", teilt das Landratsamt mit.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass es an der Stadtschule Schwarzenberg einen neuen Covid-19-Fall gibt.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass es an der Stadtschule Schwarzenberg einen neuen Covid-19-Fall gibt.  © Ralph Kunz

Update, 24. September, 12.10 Uhr: Wirtschaftsvertreter: Reisewarnung für Tschechien wirkt wie Bremse

Die Entscheidung der Bundesregierung, fast ganz Tschechien zum Corona-Risikogebiet zu erklären, ist in der Wirtschaft mit Verständnis, aber auch Besorgnis aufgenommen worden. "Für Arbeitskräfte, beim Warenverkehr und bei den Lieferketten werden die Reisebeschränkungen wie eine Bremse wirken", sagte Bernard Bauer von der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) in Prag am Donnerstag.

Der Anstieg der Infektionszahlen in Europa und vor allem in Tschechien sei nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, sondern auch eine "existenzielle Bedrohung für die Wirtschaft". Zugleich würdigte Bauer das Bemühen Berlins, die negativen Auswirkungen der aktuellen Maßnahmen regional zu begrenzen. Das Auswärtige Amt hatte am Mittwochabend eine Reisewarnung für Tschechien mit Ausnahme der Regionen Aussig (Usti) und Mährisch-Schlesien ausgesprochen.

Besonders zu spüren sind die Auswirkungen laut Kommunalpolitikern im unmittelbaren Grenzgebiet, zum Beispiel im westböhmischen Domazlice (Taus). 

"Nicht nur sind die Einwohner aus Domazlice bisher oft ins benachbarte Furth im Wald zum Einkaufen gefahren - auch viele Menschen aus dem bayerischen Grenzgebiet haben gern unsere Stadt besucht", sagte Vize-Bürgermeister Stanislav Antos der Deutschen Presse-Agentur. Die aktuelle Entwicklung sei unerfreulich.

Der Kommunalpolitiker appellierte an die Regierungen in Prag und Berlin, eine Lösung für einen kleinen Grenzverkehr zu finden. Die Grenzregionen seien wirtschaftlich sehr eng miteinander verflochten. Täglich würden Hunderte Menschen aus Domazlice in die bayerischen Landkreis Cham und Schwandorf zur Arbeit fahren. Einreisende nach Deutschland aus Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben und testen lassen. Für Berufspendler gelten derzeit Ausnahmeregelungen.

Update, 24. September, 11.27 Uhr: Wirtschaftsleistung in Sachsen um 6,5 Prozent geschrumpft

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren in der sächsischen Wirtschaft hinterlassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. 

Damit liegt Sachsen etwa im Bundesdurchschnitt (minus 6,6 Prozent). Ausschlaggebend für die Entwicklung in Sachsen sei vor allem der Einbruch im produzierenden Gewerbe gewesen. 

Unter anderem hatten Automobilhersteller und Zulieferer Einbußen durch zeitweise geschlossene Werke.

Update, 24. September, 11 Uhr: Noch mehr Risikogebiete in Tschechien

Die Bundesregierung hat Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt nun vor Reisen dorthin. Darunter sind auch direkt an Deutschland grenzende Regionen in Tschechien und Österreich. 

In Österreich hat es nach der Hauptstadt Wien nun auch die Urlaubsregion Vorarlberg mit der Hauptstadt Bregenz südöstlich vom Bodensee getroffen. In Tschechien sind es drei Verwaltungsregionen an der Grenze zu Bayern und Sachsen: Karlsbad (Karlovy Vary), Pilsen (Plzen), Liberec (Reichenberg) und Südböhmen. Der tschechische Außenminister Tomas Petricek sagte am Abend, die Entscheidung Deutschlands sei angesichts der Corona-Zahlen in seinem Land "verständlich". Man habe in Verhandlungen mit Berlin Ausnahmen für Berufspendler, Lkw-Fahrer und Transitreisende erreichen können. "Wir verhandeln weiter über den sogenannten kleinen Grenzverkehr, also mögliche Ausnahmen für Menschen, die unmittelbar an der Grenze leben", sagte der Sozialdemokrat.

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann in Quarantäne bleiben, bis das Ergebnis da ist. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Die Bundesregierung hat weitere Bezirke in Tschechien zu Risikogebiete erklärt.
Die Bundesregierung hat weitere Bezirke in Tschechien zu Risikogebiete erklärt.  © Bernd März

Update, 24. September, 8.45 Uhr: Corona und die Textilbranche -Unternehmen diskutieren aktuelle Lage

Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie stellten viele Textilunternehmen in Sachsen und Thüringen ihre Produktion über Nacht auf Schutzmasken um. Nun trifft sich die Branche ein halbes Jahr später in Crimmitschau, um über die aktuelle Branchensituation zu diskutieren. 

Der Branchenverband vti (Nord-Ostdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie) musste seine Mitgliederversammlung Corona-bedingt im Frühjahr absagen. Bei der öffentlichen Tagung am Donnerstag (ab 14 Uhr) in der Tuchfabrik Gebr. Pfau wird unter anderem Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) erwartet.

Das Museum ist einer der Schauplätze der 4. Sächsischen Landesausstellung. Außerdem zeigt der Verband gleichzeitig in einer Sonderschau, wie die Zukunft der Branche aussehen könnte. Von den rund 16.000 Beschäftigten in der Textilindustrie in Ostdeutschland sind 12.000 in Sachsen und 2500 in Thüringen tätig.

Update, 23. September, 17 Uhr: Corona-Fälle in Sachsen nehmen weiter zu

In Sachsen haben sich bislang nachweislich 6855 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch sind das 59 Fälle mehr als noch am Tag zuvor. 

Am höchsten war die Zahl der Neuinfektionen mit 19 Betroffenen im Erzgebirgskreis. Die Zahl der Menschen, die mit oder an einer Infektion mit Sars-CoV-2 starben, stieg um 2 auf 228. Schätzungen zufolge sind von allen Infizierten etwa 6040 wieder genesen.

Update, 23. September, 15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadt am Mittwoch mitteilt, gibt es in Chemnitz sechs neue Corona-Fälle. "Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um Personen, die aufgrund vonKrankheitssymptomen getestet wurden", so ein Stadtsprecher. Die drei weiteren hatten Kontakt mit Corona-Infizierten.

Außerdem gibt es Neuigkeiten zur Kindereinrichtung Zwergenland in der Reichenhainer Straße, bei der es vergangene Woche einen positiven Corona-Fall gab. Alle Tests waren bisher negativ, so die Stadt. Ein weiterer Test soll in der kommenden Woche erfolgen.

Update, 23. September, 8.18 Uhr: Vogtland beschließt schärfere Regeln

Weil es im Vogtland in den vergangenen Tagen zu zu vielen Corona-Neuinfektionen gekommen ist, hat der Landkreis für einige Gebiete verschärfte Kontaktbeschränkungen beschlossen. Die neuen Regeln gelten ab Mittwoch für Adorf, Markneukirchen und Bad Elster.

Wie die Kontaktbeschränkungen im Einzelnen aussehen, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Titelfoto: Kateryna Kon123 RF/Ralph Kunz

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