Coronavirus in Chemnitz: Seit Juni kein neuer Coronafall in Chemnitz

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 211 Corona-Fälle (Stand: 10. Juli). Die meisten der Erkrankten sind jedoch bereits wieder geheilt.

Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.
Mit der "Night of Light" sollte auf die schwierige Lage der deutschen Event-Branche in der Corona-Krise aufmerksam gemacht werden.  © Harry Härtel

So langsam kehrt das Leben in Sachsen zur Normalität zurück. Geschäfte, Restaurants und Hotels sind wieder offen - alles unter Einhaltung der strengen Hygiene-Maßnahmen.

Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen nach wie vor eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Seit dem 18. Mai haben auch Kitas und Grundschulen wieder unter Einschränkungen geöffnet.

Verboten sind bis 31. August nach wie vor Großveranstaltungen über 1000 Leute, auch Clubs bleiben geschlossen.

Treffen dürfen sich die Personen zweier Hausstände. 

>>>Hier findet Ihr die neue Corona-Schutzverordnung, die ab 6. Juni bis 29. Juni gilt.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden. 

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 10. Juli, 15.43 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle. Damit gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall in der Stadt. 

In Chemnitz gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall.
In Chemnitz gibt es seit 23. Juni keinen neuen Corona-Fall.  © Peter Zschage

Update, 9. Juli, 14.30 Uhr: Corona-Rezession trifft ostdeutsche Wirtschaft

Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Dresdner Ifo-Instituts im ersten Halbjahr zu einem massiven Konjunktureinbruch in Ostdeutschland geführt. Demnach sinkt das Bruttoinlandsprodukt im Osten laut Prognose in diesem Jahr um 5,9 Prozent, sagte der Ökonom und stellvertretende Institutsleiter Joachim Ragnitz am Donnerstag.

In Sachsen könnte die Wirtschaftsleistung wegen des größeren Industrieanteils sogar um 6,4 Prozent zurückgehen. Die Industrie leide unter deutlichen Produktionsausfällen, vor allem wegen der zeitweisen Störung von Lieferketten, hieß es.

Neben dem verarbeitenden Gewerbe sind vor allem Dienstleister wie Handel und Gastgewerbe von der Krise betroffen. Bundesweit rechnet das Ifo-Institut beim Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr mit einem Minus von 6,7 Prozent.

"Das Coronavirus trifft alle Regionen Deutschlands", so Ragnitz. Die Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass sich mit den Lockerungen im zweiten Halbjahr auch die Wirtschaft in Ostdeutschland langsam wieder erholt. Das Vorkrisenniveau wird laut Ifo-Institut voraussichtlich aber erst Ende 2021 wieder erreicht.

Update, 8. Juli 6.02: Nach Überlegungen in Sachsen: Lauterbach warnt vor Fans im Stadion

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. "Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) und betonte: "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen."

Es werde "einfach auf Risiko gespielt in der Hoffnung, es werde noch gut gehen", sagte der 57-Jährige. Solche Maßnahmen könnten "die perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst sein".

Zuvor waren in Sachsen Überlegungen publik geworden, wonach vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zugelassen werden könnten. Demnach würden dann Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern möglich sein, allerdings unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung, wie es Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden ausführte. "Was noch nicht gelten wird, ist, dass das Stadion voll ist", sagte die Ministerin.

Die sächsische Regierung hatte sich über die neue Corona-
Schutzverordnung ausgetauscht. Sie soll nun zunächst zur Anhörung freigegeben werden. Für den Fall des Beschlusses würden neben dem Bundesligisten und Champions-League-Viertelfinalisten RB Leipzig auch die anderen sächsischen Vereine profitieren, die zum großen Teil von Zuschauereinnahmen abhängig sind. Das betrifft in erster Linie die Drittliga-Clubs Dynamo Dresden und FSV Zwickau.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) warnte Sachsen davor, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. Dies wäre eine "perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst".
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) warnte Sachsen davor, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. Dies wäre eine "perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst".  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 7. Juli 19.14: Corona-Hilfe für Künstler: Sachsen zieht erstes Resümee

Die Corona-Krise hat auch viele Kunstschaffende in eine bedrohliche Lage gebracht. Weil ihnen wegen geschlossener Theater oder Opernhäuser Auftrittsmöglichkeiten fehlten, blicken insbesondere Vertreter der Freien Szene in eine ungewisse Zukunft. Sachsen will am Mittwoch nun ein erstes Resümee zu seinen Hilfen ziehen, unter anderem zum Stipendienprogramm "Denkzeit".

Der Freistaat hatte zusätzlich zu den Bundeshilfen drei Hilfspakete für die Kultur geschnürt. Ein 10 Millionen Euro umfassendes Programm wurde schon Anfang April verabschiedet. Im Mai folgte ein Sofortprogramm mit sechs Millionen Euro für Musikschulen und Lehrkräfte. 68 Millionen Euro sieht ein Programm für Kultur und Tourismus vor, das Anfang Juni auf den Weg gebracht wurde.

Update, 7. Juli 14.03: Sachsen will bei Maskenpflicht im Handel bleiben

Sachsen will weiter bei der Maskenpflicht im Handel bleiben. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. Endgültig sei die neue Schutzverordnung allerdings noch nicht beschlossen. Zunächst soll der Entwurf zur Anhörung freigeben werden. Bei der Nutzung im Nahverkehr habe der Mund-Nasen-Schutz ohnehin nicht zur Debatte gestanden.

Mit der vom 18. Juli bis Ende August geltenden Verordnung plant Sachsen einige Lockerungen. So dürfen Jahrmärkte und Volksfeste wieder stattfinden, wenn ein Hygiene-Konzept vorliegt. Bei Breiten- und Freizeitsport darf Publikum wieder zuschauen.

Mehr Informationen zu den geplanten Lockerungen könnt Ihr >>hier nachlesen.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen bleibt.
Die Maskenpflicht beim Einkaufen bleibt.  © 123 RF/belchonock

Update, 7. Juli, 13.25 Uhr: Studentenvertretungen beklagen Umsetzung von Corona-Hilfen

Studentenvertretungen aus mehreren Bundesländern haben am Dienstag die schleppende Umsetzung der Corona-Hilfen beklagt. Das für die Auszahlung entwickelte Online-Tool und die Vorgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellten für Studierende in Not nahezu unüberwindbare Hürden dar, heißt es in einer auch von der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) unterzeichneten Erklärung: "Die Antragstellung zur Überbrückungshilfe gleicht einem Glücksspiel."

Die technische Umsetzung sei "dilettantisch". "Inakzeptable Fehler des Systems führten zu fälschlicherweise abgelehnten Anträgen", erklärte KSS-Sprecher Lukas Eichinger. Erst nach Intervention der Betroffenen würden diese Fehler erkannt und erneut geprüft. Unklar bleibe dabei, wie viele Studierende sich dadurch fälschlicherweise ihrem Schicksal ergeben haben und den Anspruch auf Hilfe abschreiben. 

Die finanzielle Hilfe drohe an einem intransparenten Bürokratiemonster zu scheitern, fügte Anna-Maria Trinkgeld von der Konferenz in Bayern hinzu.

Update, 7. Juli, 6.55 Uhr: Verstöße und Klagen - Corona beschäftigt Polizei und Justiz

In Sachsen sind bis Anfang Juli fast 6700 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz von der Polizei erfasst und knapp 200 Klagen gegen die Schutzregelungen bei Gericht eingegangen. Nach Angaben des Innenministeriums stehen für den Zeitraum vom 16. März bis 2. Juli insgesamt 6684 Verstöße zu Buche. Dabei handele es sich um 2362 Straftaten und 4322 Ordnungswidrigkeiten.

In vielen Fällen lösten Beamte im April bis Mitte Mai Corona- oder private Grillpartys sowie Treffen größere Gruppen an Seen, Flüssen oder in Parks auf. Auch sogenannte Spaziergänge als Protest gegen die Corona-Schutzmaßnahmen oder andere Demonstrationen schlugen zu Buche. Anfang April hatte ein Lokalbetreiber in Dresden verbotswidrig geöffnet. Gegen den Wirt erging Strafanzeige, die Gäste wurden wegen Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung - eine Ordnungswidrigkeit - belangt, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Die weit überwiegende Mehrheit der Sachsen hat sich an die von der Regierung verfügten Auflagen gehalten und so die eigene, aber auch die Gesundheit anderer geschützt. "Die Maßnahmen waren teilweise sehr einschränkend und haben den Bürgern viel abverlangt", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). Dank ihres verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Verhaltens sei es möglich gewesen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. "Das ist eine große gesellschaftliche Leistung", lobte er.

Update, 6. Juli, 15.42 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilt, gibt es in Chemnitz 211 bestätigte Corona-Fälle. Damit gibt es seit fast zwei Wochen keinen neuen Corona-Fall in der Stadt. 

Update, 6. Juli, 9.30 Uhr: RB erwartet von Fußball-Profis Gehaltsverzicht

Fußball-Bundesligist RB Leipzig erwartet, dass seine Spieler weiter auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Trainer, Sportdirektor, Management und Geschäftsführung verzichten bis zum Jahresende. Da klar ist, dass wir nicht vor ausverkauftem Haus in die neue Saison starten, gehe ich davon aus", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem "Kicker", "dass auch die Mannschaft erneut ihren Beitrag leisten wird." Bisher verzichten die RB-Spieler bis zum Saisonende auf zehn Prozent ihres Gehalts.

Leipzig rechnet aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Einbußen von über 20 Millionen Euro. Deshalb wolle man in diesem Sommer auch auf dem Transfermarkt "etwas vorsichtiger agieren, als wir es in der Vergangenheit gemacht haben - wir werden weit weniger ausgeben, als wir für Timo Werner bekommen haben". Der Nationalstürmer war für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro von Leipzig nach London zum FC Chelsea gewechselt.

Update, 6. Juli, 9.22 Uhr: Geld für Klassenfahrten zurückerstattet

Wie das Kultusministerium mitteilt, sind bisher fast eine Million Euro für ausgefallene Klassenfahrten zurückgezahlt worden und noch immer gehen täglich Anträge zur Übernahme von Stornokosten ein.

Im kommenden Schuljahr sind Klassenfahrten in Deutschland sowie eintägige Ausflüge nach Tschechien und Polen wieder möglich.

Titelfoto: Peter Zschage

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