Coronavirus: Das kann Schauspieler Til Schweiger überhaupt nicht nachvollziehen

Hamburg - Eigentlich ist die Ansage klar: In der aktuellen Corona-Krise gilt ein Kontaktverbot, in der Öffentlichkeit soll ein Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Metern eingehalten werden.

Til Schweiger erklärt, wie ihm die Spaziergänger im Park entgegen kommen.
Til Schweiger erklärt, wie ihm die Spaziergänger im Park entgegen kommen.  © Screenshot/instagram/tilschweiger

Doch leider bekommen dies immer noch eine ganze Reihe von Menschen nicht hin. Einer, der davon ein Lied singen kann, ist Schauspieler Til Schweiger (56).

Um wenigstens ein bisschen die frische Luft zu genießen, dreht der Wahl-Hamburger gerne eine Runde im Hirschpark im Stadtteil Nienstedten.

Doch was der 56-Jährige da erlebt, bringt ihn auf die Palme, wie er auf seinem Instagram-Account verrät.

"Jeden Tag, wenn man hier spazieren geht, passiert immer wieder dasselbe", schildert er die Vorkommnisse.

"Erwachsene Leute mit Abitur, gebildet, kommen dir auf dem Gehweg entgegen. Du gehst zwei Meter zur Seite, sie gehen straight forward (auf deutsch: geradeaus)", sagt Schweiger.

Wenn der Schauspieler ihnen nicht aus dem Weg gehen würde, würden die Menschen ganz eng an einem vorbeigehen.

"Und dann sagst du zu denen: 'Hey Leute, habt Ihr nicht gehört, was die Kanzlerin gesagt hat vor zwei Tagen. Zwei Meter Mindestabstand!'", scheint Schweiger oberlehrerhaft diesen uneinsichtigen Personen zu entgegnen. 

Im Supermarkt funktioniere es seiner Meinung nach ja auch, warum dann nicht im Park? Die Realität in Supermärkten sieht zum Teil aber auch anders aus. Nicht überall wird sich an die Mindestabstandsregel gehalten, geschweige denn der Laden einzeln betreten.

"Wollt Ihr das so lange machen, bis uns das Recht auch noch genommen wird", fragt Schweiger. Trotz der vielen Einschränkungen im sozialen und öffentlichen Leben ist es derzeit immer noch erlaubt, spazieren zu gehen.

+++ Alle Infos zur Lage im +++ Coronavirus-Liveticker für Norddeutschland +++

+++ Alle Infos zur Lage im +++ Coronavirus-Liveticker für ganz Deutschland +++

Promis schildern ihre Abstands-Vorfälle

Ein selbstgebasteltes Schild mit der Aufschrift "Abstand Halten" in verschiedenen Sprachen ist am Beginn eines Weges um die Alster befestigt. 
Ein selbstgebasteltes Schild mit der Aufschrift "Abstand Halten" in verschiedenen Sprachen ist am Beginn eines Weges um die Alster befestigt.  © Christian Charisius/dpa

"Man doch die Regel beachten als erwachsener, gebildeter Mensch. Zwei Meter Abstand", fährt es noch einmal aus dem 56-Jährigen heraus.

Eine Lösung, die viele Menschen schon vorbildlich umsetzen, präsentiert der Schauspieler gleich mit. "Wenn zwei Leute aufeinander zu gehen, zwei Pärchen, dann geht das eine einen Meter nach rechts und das andere einen Meter nach links", erklärt Schweiger. So einfach kann es sein. "Das ist doch nicht so schwer zu kapieren!"

Dass die Realität leider nicht immer so aussieht, bestätigten ihm weitere Prominente. Moderatorin Nova Meierhenrich schilderte einen Vorfall mit ihrer Mutter. "Du hast so recht! Meine Mum wurde für einen sehr netten Hinweis in ähnlicher Sache von den jeweiligen Erwachsenen (junge Eltern) extra angehustet und mit „Corona Corona“ verspottet und wie nervig alte Leute wären. Da fällt dir nichts mehr zu ein 🙈😔", kommentierte sie Schweigers Beitrag.

Schauspielkollegin Anne-Sophie Briest schrieb: "Ich musste das letztens sogar einer Bäckereimitarbeiterin erklären, die tatsächlich rummotzte, warum ich nicht an die Theke trete und bestelle. Da standen 2 Herren, die fröhlich telefonierten und eine Mutter mit ihrem Kind. Alle bekloppt. Nervt mich so krass!"

Von seinen Followern erhielt Til Schweiger großen Zuspruch für seine klare Ansage. Bleibt nur zu hoffen, dass sich künftig mehr und mehr Menschen mit der Abstandsregel vertraut machen. Sonst muss Oberlehrer Till wieder einschreiten.

+++ Alle Infos zur Lage im +++ Coronavirus-Liveticker für Norddeutschland +++

+++ Alle Infos zur Lage im +++ Coronavirus-Liveticker für ganz Deutschland +++

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/tilschweiger, Christian Charisius/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0