Coronavirus: Dänemark spendet Balkanländer eine Million Impfdosen

Deutschland - Auch im Sommer 2021 wird die Welt weiterhin von der Coronavirus-Pandemie in Atem gehalten. Kaum vorstellbar, dass es mal wieder ein Leben ohne Maskenpflicht und gänzlich ohne jede Beschränkungen geben wird. TAG24 berichtet im Liveticker über das aktuelle Geschehen zum Coronavirus. Hier geht es zu den aktuellen Infos.

Update, 1. Juli, 19.12 Uhr: Dänemark spendet Balkanländer eine Million Impfdosen

Dänemark spendet eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca an westliche Balkanländer.

Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Nordmazedonien hätten einen großen Bedarf an Impfstoffen, sagte der dänische Außenminister Jeppe Kofod (47) am Donnerstag laut einer Mitteilung.

"Der westliche Balkan ist Teil unserer Nachbarschaft, und wir haben ein großes gemeinsames Interesse daran, zusammenzustehen - auch im Kampf gegen die Pandemie."

Impfdosen des Herstellers AstraZeneca.
Impfdosen des Herstellers AstraZeneca.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 1. Juli, 19.11 Uhr: Bangladesch: Armee kontrolliert Lockdown, Leute müssen Bußgeld zahlen

Angesichts rasch zunehmender Corona-Zahlen hat Bangladesch einen strikten landesweiten Lockdown begonnen.

Neben der Polizei kontrollierte am Donnerstag auch die Armee, ob sich die Menschen im 160-Millionen-Einwohner-Land an die Einschränkungen halten.

Demnach dürfen die Leute vorerst eine Woche lang das Haus nur aus gutem Grund verlassen - etwa um Essen oder Medikamente zu kaufen oder um Beerdigungen zu besuchen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Update, 1. Juli, 19.10 Uhr: Infektionszahlen steigen in Portugal immer weiter

Die Corona-Krise in Portugal spitzt sich weiter zu.

Das Gesundheitsministerium in Lissabon meldete am Donnerstag 2449 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste erfasste Wert seit dem 13. Februar.

Damals waren 2856 neue Fälle gemeldet worden.

Allerdings hatte es an dem Tag vor gut viereinhalb Monaten 149 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Am Donnerstag wurden fünf Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet.

Update, 1. Juli, 18.16 Uhr: Massenhaft gefälschte Impfnachweise in Russland: Websites blockiert

In Russland blüht nach der Verhängung neuer Corona-Einschränkungen für Nicht-Geimpfte und Nicht-Getestete das Geschäft von Betrügern.

Von mehr als 200 Internetseiten, die seit Jahresbeginn blockiert wurden, sei auf vielen mit gefälschten medizinischen Dokumenten gehandelt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

So generierten Betrüger QR-Codes, die man etwa in Moskau seit kurzem braucht, um ins Restaurant zu gehen.

Update, 1. Juli, 18 Uhr: Kroatien ändert Corona-Einreiseregeln - Stau an Grenze zu Ungarn

Das Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag überraschend und ohne Vorankündigung die coronabedingten Einreisebestimmungen verschärft.

Bislang konnten Bürger aus EU-Staaten mit niedrigen Ansteckungsraten, darunter Deutschland, ohne Auflagen und Einschränkungen nach Kroatien fahren.

Seit Donnerstag verlangen jedoch die Grenzbeamten von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat ("Grüner Pass"), unabhängig davon, woher sie kommen.

Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, teilte die kroatische Polizei auf ihrer Webseite mit.

Wegen der verstärkten Grenzkontrollen kam es am Autobahngrenzübergang Gorican an der Grenze zu Ungarn am Donnerstag zu Staus.

Update, 1. Juli, 16.55 Uhr: Österreich hebt weltweite Reisewarnung auf

Österreich hat eine vor 15 Monaten verhängte globale Corona-Reisewarnung aufgehoben.

Ab sofort sind nur noch einige Virusvariantengebiete wie Brasilien, Südafrika, Indien oder Großbritannien auf der "roten Liste", wie Außenminister Alexander Schallenberg (52) am Donnerstag in Wien bekanntgab.

"Wir alle haben uns diese Sommerpause verdient", sagte Schallenberg bei einer Pressekonferenz.

Er schloss jedoch eine neuerliche Verschärfung der Reiseregeln nicht aus und verwies zum Beispiel auf die steigenden Infektionszahlen in Russland.

Ein Mann wandert auf einem Weg durch eine Wiese zwischen Seefeld und Mösern.
Ein Mann wandert auf einem Weg durch eine Wiese zwischen Seefeld und Mösern.  © Christian Charisius/dpa

Update, 1. Juli, 14.50 Uhr: Delta-Variante laut Experten ansteckender, aber Sterblichkeit geringer

Die sich ausbreitende Delta-Variante ist nach Angaben des Generalsekretärs der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Burkhard Rodeck, mit Blick auf die Sterblichkeit wahrscheinlich weniger gefährlich als andere Coronavirus-Varianten.

Man wisse, dass die Variante wahrscheinlich zu rund 60 Prozent ansteckender sei, sagte er am Donnerstag bei einer Expertenanhörung im Bundestag zum Thema Schule in der Pandemie.

"Sie ist allerdings, was die Sterblichkeitsrate angeht, eher unterhalb der anderen Varianten anzusiedeln". Rodeck betonte, dass es sich um vorläufige Daten aus Großbritannien handele, wo die Variante sich sehr stark verbreitet hat.

Update, 1. Juli, 14.45 Uhr: Kunstfest Weimar lockt trotz Pandemie mit 165 Veranstaltungen

Trotz ungewisser Corona-Situation will das Kunstfest Weimar (25. August bis 11. September) in diesem Sommer das Wagnis eines Vollprogramms mit rund 165 Veranstaltungen eingehen.

Unter anderem sind 15 Uraufführungen in verschiedenen Sparten wie Tanz und Musiktheater geplant, wie Festivalchef Rolf C. Hemke am Donnerstag in Weimar sagte.

Wegen der Pandemie und erforderlicher Schutzvorkehrungen wie Mindestabständen könnten allerdings voraussichtlich nur etwa 25 Prozent der normalen Platzkapazitäten bei den Theateraufführungen und Konzerten genutzt werden.

Update, 1. Juli, 14.36 Uhr: Corona-Teststationen-Betreiber sollen massiv betrogen haben

Betreiber zweier Corona-Teststationen in Köln stehen unter massivem Betrugsverdacht.

Nach den von ihnen eingereichten Unterlagen wären in ihren beiden Teststationen zeitweise bis zu 36 Prozent aller Tests von rund 800 Teststationen in Köln ausgeführt worden, teilte die Polizei mit.

Am Donnerstag wurden in Köln und in Bergheim Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

Die 25, 26 und 31 Jahre alten Betreiber der Teststationen sollen den Angaben zufolge im Mai und im Juni Unterlagen gefälscht und nicht ausgeführte Tests bei der Kassenärztlichen Vereinigung zur Bezahlung eingereicht haben. Das Verfahren war nach anonymen Anzeigen ins Rollen gekommen.

Die Teststationen befanden sich in einer Sisha-Bar in der Innenstadt und im Stadtteil Ehrenfeld.

Update, 1. Juli, 14.26 Uhr: Tests nach dem Zeitfahren - Keine Coronafälle bei der Tour de France

Alle Fahrer und Betreuer der 108. Tour de France sind negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Das berichtet die "L'Équipe" am Donnerstag. Am Mittwoch nach den Zeitfahren waren die im Rennen verbliebenen 177 Fahrer getestet worden. Hat eine Mannschaft innerhalb von sieben Tagen zwei corona-positive Fahrer, wird sie von der Tour ausgeschlossen. Weitere Tests finden an den beiden Ruhetagen am kommenden Montag in Tignes sowie am 12. Juli in Andorra.

Update, 1. Juli, 14.05 Uhr: Deutscher Städtetag ruft zu Impfungen auf

Der Deutsche Städtetag warnt vor einer vierten Corona-Welle und ruft die Menschen in Deutschland zu Impfungen auf.

"Vielleicht entscheiden wir mit unserem Verhalten jetzt im September nach der Reiserückkehr darüber, ob Weihnachtsmärkte stattfinden", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (63, SPD) am Donnerstag in Berlin. "Deshalb appellieren wir an alle: Bitte lassen Sie sich impfen."

Nur mit einer hohen Impfrate sei die Pandemie zu bewältigen, so Jung. Das sei eine Frage der Solidarität. Um auch Menschen zu erreichen, die bislang zögerten, brauche es niederschwellige Angebote wie mobile Impfteams. Der Leipziger Oberbürgermeister appellierte an Reisende, sich nach der Rückkehr vorsichtig zu verhalten: "Lieber erst einmal einige Tage nach Rückkehr freiwillig Kontakte reduzieren, Maske tragen, testen lassen."

Burkhard Jung (63, SPD) ist Leipziger Oberbürgermeister und Präsident des Deutschen Städtetags.
Burkhard Jung (63, SPD) ist Leipziger Oberbürgermeister und Präsident des Deutschen Städtetags.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juli, 13.46 Uhr: So wenige wöchentliche Corona-Labortests wie noch nie 2021

Die Zahl der wöchentlichen Labortests auf das Coronavirus ist mittlerweile so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Für die vergangene Woche weist das Robert Koch-Institut 705.520 Testungen aus, wie aus dem Lagebericht vom Mittwochabend hervorgeht.

Das ist weniger als halb so viel wie in der Woche vom 19. bis 25. April, als noch rund 1,4 Millionen Tests erfasst worden waren. Die Zahlen sind bereits seit einigen Wochen rückläufig und liegen seit Ende Mai unter der Schwelle von einer Million PCR-Tests pro Woche. In den Angaben können auch mehrfach getestete Patienten enthalten sein.

Update, 1. Juli, 13.31 Uhr: Afrika kritisiert EU wegen Impfstoffen, eigene Produktion läuft an

Im Kampf gegen das Coronavirus muss die Europäische Union aus afrikanischer Sicht mehr tun, um globale Ungerechtigkeiten bei der Impfstoffverteilung aufzuheben.

"Keine einzige Dosis hat die Produktionsstätten in der EU verlassen, die nach Afrika ging - wir wurden an Indien verwiesen", erklärte am Donnerstag der Corona-Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa. In der EU seien nun aber soviele Menschen geimpft, dass sie ohne Masken Fußballspiele schauen könnten. Masiyiwa forderte: "Jetzt ist es an der Zeit für Europa, die Produktionsstätten zu öffnen."

Afrika brauche dringend Covid-19-Impfstoffe - von den für dieses Jahr geplanten 700 Millionen Dosen seien erst 65 Millionen auf dem Kontinent. Hoffnung gebe die anlaufende eigene Produktion. Ab August wird ein Pharmakonzern in Südafrika ein Jahr lang insgesamt 400 Millionen Dosen des Impfstoffs Johnson & Johnson herstellen und auf dem Kontinent sowie an Karibik-Staaten ausliefern.

Update, 1. Juli, 13.10 Uhr: WHO Europa warnt vor einer neuen Infektionswelle im Herbst

Der Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor einer neuen Welle von Corona-Infektionen.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte Hans Kluge, dass durch die Lockerungen der Beschränkungen in vielen Ländern und die vermehrte Reiseaktivität die Infektionsgefahr größer werde. Nach zehn Wochen Rückgang sei die Zahl der Infizierten in Europa in der vergangenen Woche wieder um zehn Prozent gestiegen.

Das geschehe vor dem Hintergrund einer weiteren Verbreitung der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde und als besonders ansteckend gilt. "Die Delta-Variante überholt sehr schnell die Alpha-Variante", so Kluge. Bis August werde diese Form in der Europäischen Region dominant sein. Auch bis dahin werde die Bevölkerung noch nicht komplett geimpft sein. Daher sei die Gefahr einer neuen Welle gegeben. "Verzögerungen bei der Impfung kosten Leben", so Kluge. "Je langsamer wir impfen, desto mehr Varianten werden auftauchen."

Die WHO warnt vor zu vielen Lockerungen und Reiseaktivität, das führe zu einer neuen Infektionswelle.
Die WHO warnt vor zu vielen Lockerungen und Reiseaktivität, das führe zu einer neuen Infektionswelle.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Update, 1. Juli, 12.44 Uhr: Laut EU-Kommission wurden 200 Millionen EU-Corona-Zertifikate ausgestellt

Bis zum offiziellen Start des EU-Impfnachweises am Donnerstag sind in Europa Angaben der EU-Kommission zufolge bereits 200 Millionen Zertifikate ausgestellt worden.

Mit ihnen sollen Bürgerinnen und Bürger europaweit frische Tests, Impfungen und Genesungen nachweisen können. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder sollen damit viele Freizeitaktivitäten vereinfacht werden. Die Regeln, wofür Nachweise gebraucht werden, unterscheiden sich von Land zu Land. So können Reisende mit einem Nachweis etwa über eine Impfung nicht nur in mehreren Ländern eine Quarantäne vermeiden. Sie werden mancherorts auch für Besuche in Restaurants, Clubs oder Kulturveranstaltungen benötigt.

Update, 1. Juli, 12.22 Uhr: Südtirols Sanitätsbetrieb suspendiert Personal ohne Corona-Impfung

Der Sanitätsbetrieb in Südtirol hat mehr als 100 Mitarbeitern den Zugang zu ihren Abteilungen untersagt, weil sie nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Die Suspendierungen gelten ab dem 1. Juli, wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb mitteilte. Betroffen sind demnach 115 Bedienstete. Ihnen sei vorab mitgeteilt worden, dass sie sich nicht an die Impfpflicht nach dem "Draghi-Dekret" vom 1. April gehalten hätten, hieß es in der Mitteilung vom Mittwochabend weiter.

Update, 1. Juli, 12.05 Uhr: Erneut Rekordwert an Corona-Todesfällen in Russland

Russland hat zum dritten Mal infolge einen Rekord an täglichen Corona-Todesfällen verzeichnet. Die Behörden im größten Land der Erde registrierten am Donnerstag 672 Tote binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Die täglich gemeldeten Neuinfektionen erreichten mit mehr als 23.000 einen Höchstwert seit Mitte Januar. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung skeptisch gegenüberstehen, verbreitet sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus rasant. Stark betroffen ist neben der Hauptstadt Moskau auch St. Petersburg, wo an diesem Freitag das erste EM-Viertelfinalspiel geplant ist. Die Ostseemetropole meldete zuletzt mehr als 1600 Neuinfektionen und 115 Corona-Tote an einem Tag.

In der russischen Stadt St. Petersburg finden nicht nur EM-Spiele statt, dort wütet auch der Coronavirus.
In der russischen Stadt St. Petersburg finden nicht nur EM-Spiele statt, dort wütet auch der Coronavirus.  © Igor Russak/dpa

Update, 1. Juli, 11.43 Uhr: Britischer Gesundheitsdienst plant Auffrischungsimpfungen im Herbst

Der britische Gesundheitsdienst NHS hat mit den Planungen für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus begonnen.

Wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, könnte bereits von September an eine neue Impfkampagne gestartet werden, bei der Millionen Menschen im Vereinigten Königreich mit einer dritten Impfdosis vor einer Covid-19-Erkrankung geschützt werden sollen. Demnach sollen zunächst besonders gefährdete Personengruppen und alle über 70-Jährigen eine Impfung erhalten. In einem zweiten Schritt könnten dann alle über 50-Jährigen geimpft werden.

Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen gleichzeitig mit einer Schutzimpfung gegen Influenza vorgenommen werden. Britische Experten gehen davon aus, dass die im vergangenen Winter durch die Corona-Maßnahmen unterdrückte Grippe in der kalten Jahreszeit mit Wucht zurückkehren wird.

Update, 1. Juli, 11.38 Uhr: Bundesregierung bereitet Bevölkerung auf Delta-Variante vor

Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesregierung vor der weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in der Bevölkerung.

Delta werde mit steigendem Anteil auch bald in Deutschland die dominierende Variante sein, nun müssten die absoluten Infektionszahlen möglichst niedrig gehalten werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Donnerstag in Berlin. Gegen die Ausbreitung von Delta helfe das Impfen, mahnte Spahn. "Doppelt geimpft schützt gegen Delta", betonte der Minister. Dies sei mittlerweile erwiesen.

Die Menschen ohne Impfung mahnte Spahn, sich testen zu lassen. "Wir haben Tests en masse verfügbar." Spahn betonte: "Es liegt an uns, ob Delta eine Chance hat." Die Deutschen hätten es selbst in der Hand, ob nach einem schönen Urlaub auch eine schöne Zeit im Herbst komme. Die generelle Empfehlung an Ungeimpfte, sich regelmäßig testen zu lassen, gelte natürlich auch für Reiserückkehrer.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warnt vor der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus.
Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warnt vor der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 1. Juli, 11.32 Uhr: UEFA hält an Zuschauerplänen fest, Entscheidung bei lokalen Behörden

Die Europäische Fußball-Union hält an ihren Plänen zu der umstrittenen Zuschauerzulassung bei der Europameisterschaft fest.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie seien an jedem Spielort vollständig mit den Regularien der zuständigen lokalen Gesundheitsbehörden abgestimmt, teilte die UEFA am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die finale Entscheidung über die Anzahl der zugelassenen Zuschauer bei den Spielen und die Einreisebestimmungen liege im Verantwortungsbereich der lokalen Behörden - die UEFA folge diesen.

Update, 1. Juli, 11.28 Uhr: Curevac-Chef Haas geht von Impfstoff-Zulassung in der EU aus

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA seinen Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen wird.

"Die Population der 18- bis 60-Jährigen ist besonders begünstigt von unserem Impfstoff. Darüber haben wir mit der EMA gesprochen", sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas am Donnerstag. Es gebe einen ganz klaren Trend, dass der Impfstoff bei Jüngeren wirke. Das Curevac-Präparat zeigt einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg. In der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren liegt die Wirksamkeit bei 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und bei 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf.

Update, 1. Juli, 11.22 Uhr: Laut Seehofer verhält sich die UEFA in der Debatte um Zuschauer "absolut verantwortungslos"

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) hat die Europäische Fußball-Union in der Diskussion um die Zuschauerzulassung bei der Europameisterschaft scharf kritisiert.

"Ich halte diese Position der UEFA für absolut verantwortungslos", sagte der 71-Jährige bei der Bundespressekonferenz in Berlin am Donnerstag. "Wir alle wissen, dass die Kontaktvermeidung und bestimmte Hygienevorschriften unabdingbar sind, um die Infektionen eines Tages zu überwinden." Wenn man aber die Bilder sehe von "Menschen, die sehr dicht aufeinander sind" und "Erfolge feiern mit großen Umarmungen", sei "vorgezeichnet, dass dies das Infektionsgeschehen befördert".

Keine Rücksicht auf Corona: In einigen EM-Stadien wie hier in Wembley beim Achtelfinale zwischen England und Deutschland steht das Publikum dicht an dicht.
Keine Rücksicht auf Corona: In einigen EM-Stadien wie hier in Wembley beim Achtelfinale zwischen England und Deutschland steht das Publikum dicht an dicht.  © Justin Tallis/Pool AFP/dpa

Update, 1. Juli, 11.17 Uhr: Forderung nach strengen Kontrollen für englische Fußballfans in Rom

Vor der anstehenden Viertelfinalpartie Englands bei der Fußball-Europameisterschaft gegen die Ukraine in Rom werden in Italien Forderungen nach schärferen Kontrollen laut.

Die fünftägige Quarantäne nach Einreise für die englischen Fans müsse strikt überwacht werden, sagte der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Pierpaolo Sileri, im Interview der Zeitung "Corriere della Sera" (Donnerstag). Er schlage vor, gezielt an den Stadioneingängen zu prüfen, wann ein Fan nach Italien eingereist sei.

Update, 1. Juli, 11.14 Uhr: Israel registriert mehr als 300 Corona-Infizierte an einem Tag

In Israel steigt trotz der hohen Impfquote die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen weiter an. 307 Personen seien am Vortag positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Zuletzt wurden Anfang April mehr als 300 Corona-Neuinfektionen an einem Tag festgestellt. Der größte Teil der Neuinfektionen steht im Zusammenhang mit der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde. Viele der Infizierten sind jüngere Menschen. Nach Medienberichten erwarten Vertreter des Gesundheitsministeriums in der kommenden Woche einen Anstieg auf 500 bis 600 Fälle pro Tag.

Update, 1. Juli, 11.10 Uhr: Portugal und Großbritannien werden laut Spahn bald wieder heruntergestuft

Die Bundesregierung will Portugal und Großbritannien für Reisende bald wieder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten herunterstufen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Donnerstag in Berlin an.

Dies werde dann der Fall sein, wenn die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante vergleichbar seien, also voraussichtlich 70 bis 80 Prozent. In der laufenden Woche geht in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) jede zweite Corona-Ansteckung auf die Delta-Variante zurück.

Entscheidend für die in den kommenden Tagen zu erwartende Entscheidung werde sein, dass der relative Anteil der Variante in Deutschland steigt und diese dominierend werde, sagte Spahn. Gleichzeitig sei zentral, dass die doppelten Impfungen gegen Delta schützten und diese in Deutschland zunähmen. Der Schritt werde "nicht in ferner Ferne liegen".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU, r.) und Innenminister Horst Seehofer (71, CSU) hielten am Donnerstag eine gemeinsame Pressekonferenz.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU, r.) und Innenminister Horst Seehofer (71, CSU) hielten am Donnerstag eine gemeinsame Pressekonferenz.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 1. Juli, 11 Uhr: Mehr Quarantäne- und Einreisekontrollen zur Ferienzeit

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) will in den Sommermonaten keine stationären Grenzkontrollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einführen.

Die Kontrollen an Flughäfen durch die Bundespolizei und die Überwachung von Quarantäne-Verpflichtungen durch die Gesundheitsämter sollen seinen Angaben zufolge jedoch verstärkt werden. Wer mit dem Auto einreist, sollte sich laut Seehofer auf Stichproben-Kontrollen im Grenzraum einstellen. "Wer einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden", betonte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Update, 1. Juli, 10.09 Uhr: Indonesien ordnet strikte Corona-Maßnahmen auf Java und Bali an

Indonesien reagiert wegen immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen mit strengeren Maßnahmen auf der dicht bevölkerten Hauptinsel Java und der Nachbarinsel Bali.

Die Einschränkungen sollen zunächst vom 3. bis 20. Juli gelten, kündigte Präsident Joko Widodo am Donnerstag in einer Fernsehansprache an. Unter anderem sollen alle Schulen und Einkaufszentren schließen. Essen in Restaurants sind wieder verboten, nur noch Speisen zur Mitnahme oder Lieferung sind erlaubt. Unternehmen werden angewiesen, 75 Prozent der Belegschaft ins Homeoffice zu schicken. Vor wenigen Tagen hatte das Rote Kreuz vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in dem Inselstaat gewarnt. Seit Tagen meldet das Land Rekordwerte von über 20.000 Neuinfektionen.

Update, 1. Juli, 9.44 Uhr: Fast zwei Drittel für teilweise fortgesetzte Homeoffice-Pflicht

Fast zwei Drittel der Deutschen sprechen sich laut einer Umfrage für eine weiterführende Homeoffice-Pflicht in bestimmten Branchen aus.

Unabhängig von der Pandemie solle das Recht auf Homeoffice aus Sicht von 65 Prozent der Befragten in geeigneten Branchen aufrechterhalten bleiben, hieß es nach Angaben des Umfrageinstituts YouGov am Donnerstag. YouGov hatte für die repräsentative Erhebung Ende Juni 1731 Menschen befragt.

Während 17 Prozent eine fortgesetzte Regelung zur Heimarbeit ablehnen, wollte sich der Rest dazu nicht äußern. Zudem ergab die YouGov-Befragung, dass die Zustimmung in den östlichen Bundesländern geringer ist als im Westen.

Im Homeoffice von zu Hause aus arbeiten, damit wollen viele Deutsche auch nach der Corona-Krise weitermachen.
Im Homeoffice von zu Hause aus arbeiten, damit wollen viele Deutsche auch nach der Corona-Krise weitermachen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 1. Juli, 9.31 Uhr: Deutlich weniger Prostituierte wegen Corona angemeldet

Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten ist in der Corona-Pandemie um mehr als ein Drittel gesunken

Ende 2020 seien bei den Behörden in Deutschland rund 24.900 Prostituierte gültig angemeldet gewesen, 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Ein Fünftel von ihnen hatte die deutsche Staatsangehörigkeit, mehr als ein Drittel (35 Prozent) die rumänische und etwa ein Zehntel (11 Prozent) die bulgarische.

Update, 1. Juli, 9.18 Uhr: H&M erzielt wieder Gewinn, Corona-Belastungen schwinden zunehmend

Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) ist im zweiten Geschäftsquartal dank gelockerter Corona-Maßnahmen in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

In den drei Monaten bis Ende Mai verdiente der Konzern dank eines höheren Umsatzes und strikter Kostenkontrolle vor Steuern 3,6 Milliarden schwedische Kronen (355 Mio Euro), wie der Konkurrent des spanischen Konzerns Inditex (Bershka und Massimo Dutti) am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern mit Marken wie & Other Stories oder COS wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie Ladenschließungen einen Vorsteuerverlust von 6,5 Milliarden Kronen angehäuft.

Update, 1. Juli, 8.46 Uhr: Christian Lindner fordert Bund und Länder auf, sich auf vierte Welle vorzubereiten

FDP-Chef Christian Lindner (42) hat Bund und Länder dazu aufgerufen, sich auf eine mögliche vierte Corona-Welle im Herbst vorzubereiten und einen neuen Lockdown zu verhindern.

"Wir müssen dafür sorgen, dass wir mit anderen, innovativeren und milderen Mitteln auf eine mögliche vierte Welle reagieren", sagte Lindner am Donnerstag dem "Handelsblatt". Bundesregierung und Landesregierungen müssten die bisherigen Maßnahmen auswerten und neue Strategien umsetzen.

"Im vergangenen Jahr haben wir so viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Schäden erlebt, dass wir uns nicht erlauben können, in einen neuen Lockdown zu kommen", sagte Lindner. Er forderte Luftreinigungsgeräte in Schulen und öffentlichen Einrichtungen, Hygienekonzepte und eine weitere Stärkung der digitalen Infrastruktur der Gesundheitsämter. Außerdem müssten Auffrischungsimpfungen geplant werden.

Christian Lindner (42, FDP) möchte einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland unbedingt verhindern.
Christian Lindner (42, FDP) möchte einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland unbedingt verhindern.  © Annette Riedl/dpa

Update, 1. Juli, 8.07 Uhr: Sorge wegen Olympia in Tokio - Fan-Ausschluss sollte laut Politiker eine Option bleiben

Müssen die Olympische Spiele in Tokio wegen Corona ohne Zuschauer in den Wettkampfstätten stattfinden? Das sollte nach Ansicht des Koalitionspartners von Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga eine Option bleiben.

"Ich habe gesagt, wir müssen auf einen Wiederanstieg der Infektionen achten, und genau das sehen wir jetzt", sagte Natsuo Yamaguchi, Chef des kleineren Koalitionspartners Komeito am Donnerstag. Am Vortag waren die Neuinfektionen in der Hauptstadt auf 714 gestiegen und lagen damit erstmals seit mehr als einem Monat wieder über 700. Experten haben vor einem möglichen erneut rasanten Anziehen der Infektionen, vor allem getrieben durch die Variante Delta, gewarnt.

Yamaguchis Äußerungen erfolgen zu einer Zeit, da Regierungschef Suga abwägt, ob weniger als einen Monat vor Beginn der Spiele der derzeit geltende Quasi-Notstand für Tokio verlängert werden sollte. Zuletzt hatten Japans Olympia-Verantwortliche bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen im Sommer erlaubt. Maximal darf aber nur die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden.

Update, 1. Juli, 7.26 Uhr: Statistiker hält Corona-Datenlage für unzureichend

Die Datenlage zur Pandemiebekämpfung in Deutschland ist aus Statistikersicht unzureichend.

"Nur mit wissenschaftlichen Auswertungen, die (...) auf einer sehr breiten Grundlage basieren, können für die Politik die notwendigen Entscheidungshilfen in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden", sagte der Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik, Tim Friede. Über die Gründe für die fehlende Arbeit an einer zielgerichteten und systematischen Datenerhebung kann Friede nur spekulieren. "Warum diese Ideen nicht umgesetzt wurden, kann ich mir nicht recht erklären."

Update, 1. Juli, 6.55 Uhr: Noch kein Normalbetrieb an Schulen nach dem Sommer

Auch im kommenden Schuljahr wird es zunächst keinen Normalbetrieb an den Schulen wie vor Corona geben.

Zumindest am Anfang müssen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte weiter mit Einschränkungen rechnen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Kultusministerien der 16 Bundesländer ergab. Einige Bundesländer planen weiter mit einer Maskenpflicht oder denken darüber nach. Zumindest in den ersten beiden Wochen des Schuljahres sollen Masken als Sicherheitsmaßnahme wegen möglicher Ansteckungsgefahren durch Reiserückkehrer vorgeschrieben werden.

Andere Länder wollen Entscheidungen zu Masken in der Schule erst treffen, wenn das neue Schuljahr näher rückt und die Lage klarer ist. An den zwei Tests pro Woche wollen viele Bundesländer festhalten. Zusagen, dass die Schulen dieses Mal dauerhaft geöffnet bleiben, kommen aus keinem Bundesland.

Auch nach den Sommerferien bleibt Corona ein Thema in den Schulen.
Auch nach den Sommerferien bleibt Corona ein Thema in den Schulen.  © Annette Riedl/dpa

Update, 1. Juli, 6.39 Uhr: RKI registriert 892 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,1

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 892 Corona-Neuinfektionen und 63 Todesfälle in Folge einer Covid-19-Erkrankung gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1008 Ansteckungen und 93 Toten gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 5,2; Vorwoche: 6,6).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.729.033 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen liegt derweil bei circa 3.625.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.938.

Laut den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 3.736.205 Infektionen und 90.945 Todesfälle nach einer Corona-Erkrankung.

Update, 1. Juli, 6.20 Uhr: Merz fordert Schulöffnungen unabhängig von neuer Corona-Welle

Der CDU-Politiker und frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (65) fordert, die Schulen im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie offen zu lassen.

"Wir wissen doch noch gar nicht, was wir da durch den wiederholten Lockdown alles angerichtet haben. Ganz gleich, ob die vierte, fünfte, sechste oder siebte Welle kommt: Lasst die Schulen auf!", sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Der Großteil der Bevölkerung sei bis Herbst geimpft und damit auch gegen die Delta-Variante geschützt. «So bald wie möglich sollten wir auch Kinder und Jugendliche impfen», so der CDU-Politiker.

Merz mahnte, die Politik habe auch die Aufgabe, hin und wieder einmal etwas Zuversicht zu vermitteln. Im Sommer 2021 gebe es keine Veranlassung für Panik.

Der CDU-Politiker und frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (65) fordert, die Schulen im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie offen zu lassen.
Der CDU-Politiker und frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (65) fordert, die Schulen im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie offen zu lassen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 1. Juli, 6.13 Uhr: Kitaverband fordert Corona-Schutzmaßnahmen für Herbst und Winter

Der Deutsche Kitaverband fordert weitere Corona-Schutzmaßnahmen, damit die Betreuung der kleinen Kinder auch im Herbst und Winter in den Einrichtungen erfolgen kann.

Die Corona-Pandemie werde auch mit einem Voranschreiten der Impfquoten nicht verschwinden, sagte die Vorsitzende Waltraud Weegmann der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Mutationen und regionale Ausbrüche werden den Alltag zukünftig immer wieder prägen."

Umso wichtiger sei es für Kitas, Tagespflegestellen und Horte, jetzt Konzepte für einen neuen Normalbetrieb zu entwickeln, betonte Weegmann. Wichtig seien dabei weiterhin Hygiene-Maßnahmen für den Infektionsschutz, freiwillige Tests für das Fachpersonal und die Kinder, ab höheren Inzidenzen auch verpflichtende Tests sowie endlich die Förderung für Luftfiltergeräte in Kitas.

Update, 1. Juli, 6 Uhr: Kassenarzt-Chef warnt vor Panikmache wegen Delta-Variante

Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen (58), hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt.

"Ich halte die Debatte derzeit für in Teilen fast schon hysterisch", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Es ist unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren."

Die Delta-Variante dürfte bereits Ende Juli hierzulande die dominierende Mutante werden, sagte Gassen. "Aber deshalb müssen wir nicht in Panik verfallen. Delta ist ansteckender, aber nach heutigen Erkenntnissen wohl nicht wesentlich gefährlicher als die bisherigen Varianten." Es könne durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder hochgingen.

"Aber es gibt bisher keine fundierten Hinweise darauf, dass dadurch auch der Anteil der schweren Erkrankungen wieder steigt, zumal Geimpfte zuverlässig geschützt sind." Alarmismus sei völlig fehl am Platz. "Wir wissen, dass vollständig Geimpfte auch gegen Delta hervorragend geschützt sind", so Gassen zudem.

Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen (58), hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt.
Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen (58), hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juli, 5.45 Uhr: Türkei hebt Ausgangsbeschränkungen nach mehr als sechs Monaten auf

Mehr als ein halbes Jahr galten in der Türkei Ausgangsbeschränkungen, nun können Menschen auch wieder am Wochenende und nachts vor die Tür.

Mit dem 1. Juli ab 5 Uhr fallen Ausgangs- und Reisebeschränkungen weg, Obergrenzen für Restaurantbesucher werden aufgehoben. Auch Büros können wieder benutzt werden, Kinos und Theater dürfen Gäste empfangen. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt jedoch weiter, auch Hygiene- und Abstandsregeln müssten weiter eingehalten werden, wie es vom Innenministerium hieß.

Auch Hochzeiten und Konzerte dürfen unter Einhaltung von Abstandsgeboten stattfinden. Tänze, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bleiben verboten. Musik darf in Bars oder anderen Einrichtungen nur bis 24 Uhr gespielt werden.

Update, 1. Juli, 4.30 Uhr: Braun kündigt leicht zugängliche Impfangebote für Studenten an

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus nimmt die Politik verstärkt die jüngere Generation in den Blick.

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) sagte den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft sowie der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag): "Zwischen Bund und Ländern haben wir beispielsweise abgesprochen, zum Semesterstart an den Universitäten leicht zugängliche Impfangebote zu machen."

Braun setzt zudem darauf, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre bisherige Zurückhaltung bei der Impfempfehlung für Jugendliche aufgibt. "Aufgrund der weiteren Erfahrungen mit den Impfkampagnen in anderen Ländern, etwa den USA, bei den 12- bis 15-Jährigen hoffe ich, dass wir vielleicht zu einer breiteren Empfehlung für Kinder ab 12 Jahren durch die Ständige Impfkommission kommen."

Update, 1. Juli, 2.50 Uhr: Lauterbach: Auffrischungsimpfungen von Delta-Verbreitung abhängig

Im Falle einer weiteren Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hält SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) Auffrischungsimpfungen für unumgänglich.

"Sobald Fälle beobachtet werden, bei denen es trotz zweifacher Impfung zu einer Ansteckung zum Beispiel mit der gefährlichen Delta-Variante und auch zu schweren Krankheitsverläufen kommt, wird man zur Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung) aufrufen", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Dann könnte eine Alarmstimmung herrschen."

Derzeit sei allerdings noch nicht sicher, ob sich die Delta-Variante "gegen die Impfungen durchsetzen" werde, fügte Lauterbach hinzu. "Deswegen kann man derzeit noch nicht zu den Auffrischungsimpfungen aufrufen. Dafür fehlt noch das Wissen."

Update, 1. Juli, 1.30 Uhr: Fast nur noch Langzeitpatienten auf Covid-Intensivstationen

Auf den Covid-Intensivstationen der deutschen Kliniken
werden fast nur noch Langzeitpatienten behandelt.

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag): "Die allermeisten der rund 600 Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind Langzeitpatienten. In Einzelfällen kommt es auch noch zu Neuaufnahmen, doch viele sind bereits seit Monaten in intensivmedizinischer Behandlung."

Es handele sich größtenteils um Patienten, die sich in der dritten Welle im Frühjahr angesteckt hätten, sagte Marx. "Wir wissen heute, dass zehn Prozent der Covid-Intensivpatienten länger als zwei Monate in den Kliniken bleiben", erklärte er. "Beatmete Covid-Patienten bleiben im Schnitt 14 Tage auf der Intensivstation, zehn Prozent benötigen mehr als 35 Tage Beatmungstherapie." Man müsse davon ausgehen, dass jeder zweite beatmete Patient sterbe.

Update, 1. Juli, 0 Uhr: Curevac: Corona-Impfstoff zeigt 48 Prozent Wirksamkeit

Der Corona-Impfstoffkandidat des Tübinger Unternehmens Curevac zeigt laut den Ergebnissen der finalen Analyse eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg.

Das teilte Curevac am späten Mittwochabend in Tübingen mit. In der Mitte Juni veröffentlichten Zwischenanalyse war von einer vorläufigen Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" die Rede gewesen.

Update, 30. Juni, 21.50 Uhr: Streit um Zwangsquarantäne für Schüler auf Mallorca

Auf Mallorca ist heftiger Streit über die Corona-Zwangsquarantäne für mehr als 200 Schüler entbrannt. Die Regionalregierung hatte die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus verschiedenen spanischen Regionen in ein Hotel eingewiesen, weil sie positiv getestet wurden oder engen Kontakt zu Infizierten hatten.

Ein Verwaltungsgericht in Palma entschied am Mittwoch jedoch, dass alle 181 negativ Getesteten das Hotel verlassen dürfen. Hingegen müssen 51 infizierte Schüler - einige davon noch minderjährig - in dem Hotel bleiben.

Viele Jugendliche hatten in sozialen Medien und mit Transparenten an den Balkonen ihrer Hotelzimmer gegen die zehntägige Quarantäne protestiert. Sie sprachen von "Entführung".

Zwei Polizisten im Einsatz vor dem Hotel auf Palma de Mallorca, in dem mehr als 200 Schüler in Corona-Zwangsquarantäne gesetzt wurden.
Zwei Polizisten im Einsatz vor dem Hotel auf Palma de Mallorca, in dem mehr als 200 Schüler in Corona-Zwangsquarantäne gesetzt wurden.  © Isaac Buj/Europa Press/dpa

Update, 30. Juni, 21.21 Uhr: Olympische Komitee gibt nach: Sportlerinnen können Kinder mit nach Tokio nehmen

Die kanadische Basketballspielerin Kim Gaucher (37) kann mit ihrer drei Monate alten Tochter zu den Olympischen Spielen nach Tokio reisen.

Das Internationale Olympische Komitee teilte am Mittwoch mit, dass es stillenden Müttern erlaubt sein werde, ihre Babys nach Japan mitzubringen.

Zuvor hatte die 37-Jährige auf Instagram mit emotionalen Worten dafür geworben, mit ihrem Kind anreisen zu dürfen. Das IOC zwinge sie zu einer harten Entscheidung: entweder auf die Sommerspiele zu verzichten oder 28 Tage in Tokio ohne ihre Tochter zu verbringen. Das IOC hatte festgelegt, dass aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Familien nach Tokio reisen können.

Update, 30. Juni, 20.03 Uhr: Türkei beginnt dritte Corona-Impfungen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt die türkische Regierung auf eine dritte Impfung.

Das Gesundheitspersonal sowie Menschen über 50 Jahre, die bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft wurden, könnten sich ab Donnerstag für eine dritte Impfung registrieren, sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend laut der Staatsagentur Anadolu. Zu den Hintergründen der Entscheidung gab der Minister vorerst nichts bekannt.

Update, 30. Juni, 19.51 Uhr: Delta-Variante im Aufwind - mindestens Hälfte der Neuinfektionen

Immer mehr Coronavirus-Fälle in Deutschland gehen auf die ansteckendere Delta-Variante zurück.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt in seinem Virusvariantenbericht vom Mittwochabend von einer "leichten Zunahme der Delta-Fallzahlen" - von 410 nachgewiesenen Fällen in der Woche vom 31. Mai bis 6. Juni auf 724 in der Woche vom 14. bis 20. Juni. Allerdings wird nur ein Teil der positiven Coronaproben auf Varianten hin untersucht.

Wesentlich schneller als die absoluten Zahlen der Delta-Variante steigt ihr Anteil. Nach den jüngsten verfügbaren Daten aus der letztgenannten Woche lag der Anteil der in Indien entdeckten Variante an einer Stichprobe laut Bericht bei rund 37 Prozent.

Angesichts der seit Ende Mai beobachteten Verdopplung des Anteils im Wochentakt sei damit zu rechnen, dass die Mutante in dieser Woche "mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht", heißt es im Bericht.

RKI-Chef Lothar Wieler (60) hatte am Montag bereits in einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern von rund 50 Prozent gesprochen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfahren hatte.

Lothar H. Wieler (60), Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).
Lothar H. Wieler (60), Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 30. Juni, 18.45 Uhr: Brasilien setzt indischen Impfstoffdeal nach Korruptionsvorwürfen aus

Angesichts von Korruptionsvorwürfen setzt die brasilianische Regierung den Vertrag über den Kauf von 20 Millionen Dosen des in Indien entwickelten und hergestellten Corona-Impfstoffs Covaxin vorübergehend aus. Dies teilte der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit.

"Nach der vorläufigen Analyse (...) gibt es zwar keine Unregelmäßigkeiten", schrieb Queiroga. Aber zur Einhaltung der Compliance-Richtlinien habe das Gesundheitsministerium beschlossen, den Vertrag für eine tiefere Analyse auszusetzen.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums wirft dem Ministerium Unregelmäßigkeiten bei der Bestellung von 20 Millionen Dosen des Impfstoffs Covaxin über einen brasilianischen Zwischenhändler bei der indischen Firma Bharat Biotech vor. Er berichtete von einem "ungewöhnlichen Druck" bei der Abwicklung.

Update, 30. Juni, 18.23 Uhr: Bericht: Spahn will 204 Millionen Impfstoffdosen für 2022

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will nach einem Bericht der "Handelsblatts" mehr als 204 Millionen Corona-Impfstoffdosen für das kommende Jahr beschaffen.

"Somit würde für Deutschland samt Sicherheitsreserve mit einer Versorgung von etwas mehr als zwei Dosen pro Einwohner gerechnet", zitierte die Zeitung aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums für das Kabinett. Es sei ratsam, rechtzeitig weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen und für Auffrischungsimpfungen zu sichern.

So könnten mögliche Lieferausfälle oder andere nicht vorgesehene Probleme abgefedert werden. Insgesamt rechnet das Ministerium mit Kosten in Höhe von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2022.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU),
Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU),  © Christoph Soeder/dpa

Update, 30. Juni, 18.20 Uhr: Stadt Wien verschärft Corona-Tests für Kinder

In Österreichs Hauptstadt Wien wird entgegen aller landesweiten Corona-Lockerungen die Testregelung verschärft.

Ab Donnerstag müssen alle Kinder ab sechs Jahren einen negativen Test vorweisen, wenn sie Lokale oder Veranstaltungen besuchen wollen, wie Bürgermeister Michael Ludwig am Mittwoch bekannt gab. Bislang waren Tests erst ab zehn Jahren nötig; mit 1. Juli wird das Alter in den anderen Bundesländern sogar auf 12 Jahre erhöht.

Update, 30. Juni, 18.15 Uhr: Luca-App durchbricht Schwelle von 20 Millionen Nutzern

Die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird nach Angaben des Betreibers inzwischen von mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland verwendet.

Alleine in den vergangenen vier Wochen hätten sich mehr als neun Millionen Anwenderinnen und Anwender neu registriert, teilte die Culture4Life GmbH am Mittwoch in Berlin mit.

Die App "Luca" dient der Datenbereitstellung für eine mögliche Kontaktpersonennachverfolgung.
Die App "Luca" dient der Datenbereitstellung für eine mögliche Kontaktpersonennachverfolgung.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 30. Juni, 18 Uhr: Hilfen für Start-ups verlängert

Nach dem im Frühjahr 2020 aufgelegten Zwei-Milliarden-Schutzschild für Start-ups in der Corona-Krise stützt der Bund zumindest kleinere Wachstumsfirmen weiter.

Das Wirtschafts- und das Finanzministerium verständigten sich darauf, Teile des Hilfspakets fortzuführen und Finanzhilfen entsprechend aufzustocken.

Demnach wird der Förderbetrag im Rahmen der Kleinbeihilferegelung auf 1,8 Millionen Euro erhöht und die sogenannte Säule 2 des Maßnahmenpakets um weitere sechs Monate bis Jahresende verlängert, wie die Ministerien am Mittwoch in Berlin mitteilten. Die Hilfen für größere Start-ups dagegen sollen angesichts der Entwicklung auf dem Wagniskapitalmarkt fristgemäß am 30. Juni dieses Jahres auslaufen.

Update, 30. Juni, 17.58 Uhr: SPD-Chefin Esken ruft Schulen zum Versetzen auf Probe auf

SPD-Vorsitzenden Saskia Esken (59) hat die Schulen in Deutschland dazu aufgerufen, Schülerinnen und Schüler das Schuljahr möglichst nicht wiederholen zu lassen.

"Schüler*innen, die besonders unter den Einschränkungen während der Pandemie gelitten haben und in Schwierigkeiten gekommen sind, dürfen dafür nicht mit Nichtversetzen bestraft werden", sagte Esken laut einer Mitteilung am Mittwoch in Berlin. "Ich appelliere an die Notenkonferenzen, diesen Schüler*innen eine Chance zu geben, sie auf Probe in die nächste Stufe zu versetzen und ihnen im Rahmen des Corona-Aufholpakets die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie jetzt brauchen."

Update, 30. Juni, 16.55 Uhr: Macron: Frauen besonders hart von Corona-Krise getroffen

Frauen sind nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43) besonders von der Corona-Krise betroffen.

Sie seien die "ersten Opfer" der weltweiten Pandemie geworden, da sich die Ungleichheiten in den Gesellschaften verstärkten, sagte der 43-Jährige am Mittwoch zum Auftakt des Pariser Spitzentreffens zur Gleichstellung von Männern und Frauen. Lockdowns hätten auch zu mehr Gewalt gegen Frauen geführt.

Zusätzlich gebe es einen "neuen Konservatismus", der Frauenrechte angreife, sagte der Gastgeber der Konferenz, zu der unter anderen UN-Generalsekretär Antonio Guterres (72) anreiste.

Emmanuel Macron (43, r.), Präsident von Frankreich, empfängt Antonio Guterres (72), UN-Generalsekretär, am Elysee-Palast in Paris.
Emmanuel Macron (43, r.), Präsident von Frankreich, empfängt Antonio Guterres (72), UN-Generalsekretär, am Elysee-Palast in Paris.  © Yoan Valat/Pool EPA/AP/dpa

Update, 30. Juni, 16.47 Uhr: Mindestens 800 Menschen in Uganda mit gefälschtem Impfstoff geimpft

Mindestens 800 Menschen sind in dem ostafrikanischen Land Uganda mit einem gefälschten Corona-Impfstoff geimpft worden.

Das Fake-Medikament sei zwischen Mitte Mai und Mitte Juni überwiegend in Privatkrankenhäusern in der Hauptstadt Kampala verabreicht worden, bestätigte ein Mitarbeiter des Präsidialamtes der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Es habe bereits zwei Festnahmen gegeben, ein Mediziner werde polizeilich gesucht, sagte Warren Namara.

Update, 30. Juni, 16.40 Uhr: Lauterbach äußert Kritik an UEFA

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat die UEFA in der Diskussion um die Zuschauerzulassung bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Karl Lauterbach geht auf UEFA los: Schuld am "Tod von vielen Menschen".

Update, 30. Juni, 16.36 Uhr: Solinger Abi-Jahrgang muss wegen Delta-Variante in Quarantäne

Wegen der Corona-Infektion mit der Delta-Variante muss ein ganzer Abi-Jahrgang aus Solingen in Quarantäne. Das hat ein Sprecher der Stadt am Mittwoch bestätigt.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Delta-Variante bestätigt: Abi-Jahrgang aus Solingen muss in Quarantäne!

Update, 30. Juni, 15.40 Uhr: Neues Info-Portal für Spanien-Reisende

Über die jeweils aktuellen Einreiseregeln und Corona-Vorschriften in Spanien können sich Urlauber auf einer neuen Webseite informieren.

Um Reisende besser zu informieren und ihnen einen Überblick über die jeweiligen Einreisebestimmungen zu geben, hat das spanische Fremdenverkehrsamt die Website Travel Spain Info aufgesetzt, berichtet das Fachmagazin fvw online.

Auf der Seite wird unter anderem erklärt, was in welcher spanischen Region zu beachten ist, bis wann Restaurants und Kneipen geöffnet haben und ob es örtliche Ausgangssperren gibt. Beantwortet werden häufige Fragen etwa zum Einreiseformular, zu den akzeptierten Einreisezertifikaten und zum digitalen Covid-Zertifikat der EU.

Ein Sommertag am Strand von Benidorm in Spanien.
Ein Sommertag am Strand von Benidorm in Spanien.  © Alvaro Barrientos/AP/dpa

Update, 30. Juni, 15.37 Uhr: Deutschland holt USA bei Erstimpfungen ein

Deutschland hat die USA bei den Corona-Erstimpfungen eingeholt.

"Die USA sind schnell gestartet, heute liegt Deutschland bei Erstimpfungen erstmals gleichauf", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Mittwoch bei Twitter.

45,3 Millionen der rund 83 Millionen Bürgerinnen und Bürger oder 54,5 Prozent seien mindestens einmal geimpft. Die Webseite der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigte am Mittwoch eine Quote von 54,2 Prozent Erstimpfungen an.

Beim Blick auf die vollständigen Impfungen liegt Deutschland noch deutlich hinter den Vereinigten Staaten: Spahn zufolge haben inzwischen 30,3 Millionen Menschen in Deutschland (36,5 Prozent) den vollen Impfschutz. In den USA sind es laut CDC mehr als 46 Prozent der rund 330 Millionen Einwohner.

Update, 30. Juni, 15.30 Uhr: Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland in Verbindung mit EM-Spielen

Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland lassen sich nach offiziellen Angaben in Verbindung mit Spielen der Fußball-Europameisterschaft bringen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Fast 2000 Corona-Infektionen in Schottland nach EM-Spielen.

Fußball-Fans vor dem Spiel England-Schottland in London am 18. Juni.
Fußball-Fans vor dem Spiel England-Schottland in London am 18. Juni.  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

Update, 30. Juni, 15.25 Uhr: Schweiz spendet vier Millionen AstraZeneca-Impfdosen

Die Schweiz spendet vier Millionen Impfdosen des Stoffes AstraZeneca gegen das Coronavirus. Die Spende soll über das internationale Impfprogramm Covax verteilt werden, wie die Regierung am Mittwoch in Bern bekanntgab.

Sie hat insgesamt 5,4 Millionen Dosen AstraZeneca-Impfstoff auf Lager, er ist bislang in der Schweiz aber noch gar nicht zugelassen. Deutschland will bis Ende des Jahres 30 Millionen Dosen Impfstoff für ärmere Länder spenden.

Update, 30. Juni, 15.09 Uhr: Niederlande impfen nun auch Jugendliche

Die Niederlande wollen nun auch 12- bis 17-Jährige gegen das Coronavirus impfen lassen.

Dafür solle der Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech genutzt werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Mittwoch in Den Haag mit. Er folgt damit einer Empfehlung des Gesundheitsrates.

Bisher konnten nur Jugendliche mit Vorerkrankungen geimpft werden. In der EU dürfen 12- bis 17-Jährige nur mit dem Impfstoff von Pfizer und Biontech geimpft werden.

Update, 30. Juni, 13.45 Uhr: Astrazeneca: Hoher Impfschutz auch bei längerem Abstand der Impfdosen

Der Schutz des Astrazeneca-Impfstoffs vor Covid-19 wird bei einem längeren Abstand zwischen erster und zweiter Dosis einer aktuellen Studie zufolge nicht beeinträchtigt.

Forscher der Universität Oxford konnten bei einem Abstand von bis zu 45 Wochen zwischen beiden Impfdosen eine ebenso starke oder teilweise sogar bessere Immunantwort nachweisen wie bei dem standardmäßigen kürzeren Intervall, wie aus den veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Die Studie ist noch nicht von Fachleuten begutachtet.

"Das ist eine beruhigende Nachricht für Länder mit niedrigen Impfstoffmengen, die sich um Verzögerungen der zweiten Dosis in ihren Bevölkerungen sorgen", sagte der Immunologe Andrew Pollard, der auch an der Entwicklung des Vakzins beteiligt war.

Auch mit Abstand: Der AstraZeneca-Impfstoff soll gut gegen das Coronavirus wirken.
Auch mit Abstand: Der AstraZeneca-Impfstoff soll gut gegen das Coronavirus wirken.  © Sakchai Lalit/AP/dpa

Update, 30. Juni, 13.15 Uhr: Welthungerhilfe: "Corona ist zum Hungervirus mutiert"

Die Zahl der lebensbedrohlich hungernden Menschen auf der Welt ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Vor allem die Corona-Pandemie habe neben Klimawandel und Kriegen zu einer dramatischen Verschärfung der Situation geführt, heißt es im am Mittwoch in Berlin vorgestellten Jahresbericht der Welthungerhilfe.

"2020 litten 155 Millionen Menschen in 55 Ländern unter lebensbedrohlichem Hunger", sagte Präsidentin Marlehn Thieme. Das seien 20 Millionen Menschen mehr als 2019.

Die Folgen der Corona-Pandemie seien insbesondere für die Ärmsten verheerend. Vor allem im globalen Süden fielen immer mehr Menschen in absolute Armut und könnten ohne Hilfe nicht überleben. "Corona ist zum Hungervirus mutiert und insbesondere Frauen und Kinder leiden am stärksten unter den Folgen", sagte Thieme.

Update, 30. Juni, 12.45 Uhr: Streit um Corona-Zwangsquarantäne für 249 Schüler auf Mallorca

In Spanien ist heftiger Streit über die Zwangsquarantäne für 249 teils noch minderjährige Schüler in einem Hotel auf Mallorca entbrannt.

Die Regionalregierung hatte die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus verschiedenen spanischen Regionen zwangsweise in ein Hotel eingewiesen, weil sie engen Kontakte zu positiv aufs Coronavirus getesteten Schülern hatten. Insgesamt gibt es nach Abiturfahrten von verschiedenen Abschlussjahrgängen auf die Mittelmeerinsel in Spanien mehr als tausend Corona-Fälle.

Die fast 250 jungen Leute sind nun im Hotel "Palma Bellver" untergebracht, das eigens für Quarantänezwecke von den Behörden angemietet wurde. Viele protestierten und sprechen von "Entführung".

Update, 30. Juni, 12.35 Uhr: Laschet warnt vor weiteren Corona-Varianten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat vor Leichtfertigkeit angesichts der sinkenden Zahl der Corona-Neuinfektionen gewarnt.

Das Impftempo sei zwar ermutigend. "Trotzdem gibt es keinen Grund zum Übermut", sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Mittwoch in einer Gedenkstunde des Landtags in Düsseldorf für die Opfer der Corona-Pandemie.

"Neue gefährliche Varianten können uns sehr schnell wieder mit steigenden Infektionszahlen konfrontieren", so Laschet. "Und wir müssen den ganzen Tag hoffen, dass keine Variante entsteht, gegen die der Impfstoff nicht wirkt und dass wir wieder von vorne anfangen müssen."

"Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben, auch wenn die Schrecken der Pandemie einmal verblasst sein werden", so Laschet.

Update, 30. Juni, 10.45 Uhr: Laschet: Neues Schuljahr ohne Maskenpflicht bei niedriger Inzidenz

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet (60, CDU), ist für ein Ende der Maskenpflicht im neuen Schuljahr, falls die Corona-Inzidenzwerte niedrig bleiben.

"Nach den Ferien beobachten wir die Situation der Reiserückkehrer, und wenn wir das in den Griff bekommen, dass die Inzidenzen nicht besonders hoch sind, dann kann man auch die Masken im Unterricht wieder ablegen", sagte der NRW-Ministerpräsident am Mittwoch im WDR. "Das Hauptziel muss sein: Man darf nicht als erstes wieder die Schulen schließen."

Mit stabilen Inzidenzen auf dem jetzigen Niveau könne er sich auch einen Start der nächsten Fußball-Bundesliga-Saison mit Zuschauern ähnlich wie bei der Europameisterschaft vorstellen, sagte der Ministerpräsident.

Auf Fragen nach einer möglichen neuen Pandemie-Welle im kommenden Herbst wies Laschet vor allem auf die laufenden Impfungen hin. Wenn im Herbst 80 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, sei die Situation völlig anders als im vergangenen Jahr.

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet (60, CDU).
Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet (60, CDU).  © Rolf Vennenbernd/dpa-pool/dpa

Update, 30. Juni, 9.20 Uhr: Weil diese wenig impfen - Dänen kaufen Impfstoff aus Rumänien

Dänemark hat mit Rumänien eine Vereinbarung über den Kauf von mehr als 1,1 Millionen Dosen des von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoffs getroffen.

Das teilte das dänische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in einer Pressemitteilung mit. Der Kauf werde möglich, weil die Impffreudigkeit in Rumänien zurzeit nicht sehr groß sei und das Land deshalb seine überschüssigen Impfdosen verkaufen wolle, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

Das Staatliche Serum-Institut rechnet damit, dass die ersten Lieferungen möglicherweise bereits diese Woche kommen. "Mit den aus Rumänien gekauften Impfstoffen können schnell mehr Dänen geimpft werden", so Heunicke. Das sei nicht zuletzt jetzt wichtig, da sich die ansteckendere Delta-Variante immer mehr ausbreite.

Update, 30. Juni, 8.45 Uhr: IOC-Chef Bach wirbt für noch höhere Impfquote bei Tokio-Teilnehmern

IOC-Präsident Thomas Bach (67) hat in einem Brief an die olympische Athletengemeinde für eine noch höhere Impfbereitschaft unter den Beteiligten der Sommerspiele in Tokio geworben.

84 Prozent der Mitglieder der ausländischen Delegationen werden nach Angaben des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees bereits gegen Corona geimpft in Japan ankommen. "Auch wenn diese Zahlen schon unsere Erwartungen übertreffen, appelliere ich an eure olympische Ambition und Leidenschaft, alle Bemühungen fortzusetzen, diese Zahlen noch höher zu treiben", schrieb Bach in dem Brief.

Update, 30. Juni, 6 Uhr: Nordkoreas Machthaber kritisiert Fehler bei der Corona-Abwehr

Schwere Fehler im Kampf gegen das Coronavirus haben Nordkorea nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un (37) in eine Krise gestürzt.

Kim gab bei einem erweiterten Treffen des Politbüros der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang "hochrangigen Beamten" die Schuld für die Krisensituation und warf ihnen Pflichtverletzung vor. Sie hätten einen "entscheidenden Fall" herbeigeführt, der eine große Krise für die Sicherheit des Staats und der Bevölkerung ausgelöst habe, wurde Kim am Mittwoch von den staatlich kontrollierten Medien zitiert. Was passierte und was konkret die Sicherheitsrisiken sind, wurde in den Berichten nicht erwähnt.

Das weithin isolierte Nordkorea ist eines der wenigen Länder, die bisher keinen einzigen Infektionsfall mit Sars-CoV-2 gemeldet haben.

In Südkorea wird davon ausgegangen, dass die durch die Corona-Pandemie begründete verschärfte Abschottung die Wirtschaftsprobleme des Landes verschärft hat. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen unterworfen.

Schwere Fehler im Kampf gegen das Coronavirus haben Nordkorea nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un (37) in eine Krise gestürzt.
Schwere Fehler im Kampf gegen das Coronavirus haben Nordkorea nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un (37) in eine Krise gestürzt.  © KCNA/KNS via AP/dpa

Update, 30. Juni, 4.50 Uhr: Seehofer: Es hat vier Wochen gedauert, bis ich nicht mehr positiv war

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat seine Corona-Infektion ohne größere Probleme überstanden. "Ja, es geht mir gut", sagte der 71-Jährige der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch).

"Ich war zum Glück schon einmal geimpft und hatte vermutlich deshalb kaum Beschwerden. Aber es hat vier Wochen gedauert, bis ich nicht mehr positiv war."

Seine vierwöchige Quarantäne habe er unter der strengen Aufsicht des Gesundheitsamtes Ingolstadt verbracht, inklusive "sofortige schriftliche Belehrung inklusive Strafandrohung im Falle von Verstößen gegen die Regeln und tägliche Meldepflicht", berichtete Seehofer. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich von der Dame, die beim Gesundheitsamt für mich zuständig war, bevorzugt behandelt wurde."

Update, 30. Juni, 4.30 Uhr: Immer mehr Menschen von Post-Covid-Syndrom betroffen

Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland leiden nach einer Covid-19-Erkrankung an Langzeitfolgen.

Allein bei der zweitgrößten deutschen Krankenkasse, der Barmer, waren zwischen November 2020 und März 2021 mehr als 2900 Versicherte von Long- oder Post-Covid betroffen, wie eine Auswertung von Versichertendaten der Kasse zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer, geht davon aus, dass vielen Betroffenen wegen der uneinheitlichen Symptome nicht bewusst sei, dass sie unter Long-Covid leiden. Nicht immer sei leicht erkennbar, wann die akute Virusinfektion aufhöre und die Langzeitfolgen anfingen, betonte Marschall. Erst seit Januar 2021 könne Post-Covid auch als Erkrankung offiziell im Abrechnungssystem der Ärzte codiert werden.

Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland leiden nach einer Covid-19-Erkrankung an Langzeitfolgen. (Symbolfoto)
Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland leiden nach einer Covid-19-Erkrankung an Langzeitfolgen. (Symbolfoto)  © Kevin Hagen/AP/dpa

Update, 30. Juni, 0.20 Uhr: Karliczek weist Grundsatzkritik Kretschmanns zurück

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50, CDU) hat die Grundsatzkritik des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (73, die Grünen) an ihrem Ressort zurückgewiesen.

Die Bürger erwarteten zu Recht, dass Bund und Länder die Zukunftsaufgabe Bildung gemeinsam angingen, "jeder in seiner Verantwortung", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). "Gerade in der Corona-Krise haben Bund und Länder eng und gut zusammengearbeitet, damit Unterricht überhaupt stattfinden konnte."

Kretschmann hatte das Ministerium auf Bundesebene grundsätzlich infrage gestellt, da der Bund keine Kompetenzen in der Bildungspolitik habe.

Update, 29. Juni, 20.15 Uhr: Viele Corona-Tote in Tunesien - Hilfe aus Deutschland erwartet

In Tunesien breitet sich die Corona-Pandemie weiter stark aus - allein im Juni sind mehr als 2000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Im selben Zeitraum behandelten Krankenhäuser knapp 3000 Covid-19-Patienten, wie am Dienstag aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Kliniken arbeiten an der Belastungsgrenze und es mangelt an medizinischer Ausrüstung.

Das Land setzt deshalb nun auf Hilfe aus dem Ausland: Aus Deutschland sollen etwa laut einer Erklärung von Präsident Kais Saied 25 Beatmungsgeräte geliefert werden. Auch Italien schickt demnach Ausrüstung.

Update, 29. Juni, 19 Uhr: Großbritannien bietet Impfungen vor Weltklimakonferenz in Glasgow an

Um die Weltklimakonferenz in Glasgow im November als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, bietet Großbritannien Teilnehmenden Corona-Impfungen an.

Delegierte, Beobachtende oder Journalisten, die andernfalls zum Zeitpunkt der Konferenz noch nicht geimpft wären, können sich bis zum 23. Juli für das Impfprogramm anmelden, wie die britische Regierung am Dienstag mitteilte.

Durchgeführt werden sollen die Impfungen mithilfe der Vereinten Nationen. So sollen die Impfstoffe möglichst in die betreffenden Länder geliefert und in Städten in aller Welt verabreicht werden.

Update, 29. Juni, 18.25 Uhr: Vergleichsweise wenig Infektionen aus dem Ausland eingeschleppt

Bislang machen in diesem Sommer Einreisende aus dem Ausland nur einen recht kleinen Anteil an allen erfassten neuen Corona-Ansteckungen aus.

So wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt innerhalb von vier Wochen 1036 Fälle gemeldet, bei denen eine wahrscheinliche Ansteckung im Ausland angenommen wird, wie aus dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend hervorgeht.

Das seien etwa zwei Prozent aller übermittelten Fälle. "Dies zeigt, dass im derzeitigen Infektionsgeschehen reiseassoziierte Fälle eine nachgeordnete Rolle spielen", schreibt das RKI.

Update, 29. Juni, 18.19 Uhr: Corona-Impfungen in Impfzentren künftig vielerorts auch ohne Termin

Wer sich gegen Corona impfen lassen möchte, für den sieht es in einigen Bundesländern jetzt deutlich besser aus als in den vergangenen Monaten.

In Sachsen etwa ist ab Ende der Woche ein Besuch im Impfzentrum auch spontan ohne Termin möglich, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) am Dienstag in Dresden ankündigte.

In Niedersachsen ist eine Corona-Schutzimpfung voraussichtlich ab der kommenden Woche ohne Warteliste möglich, da die Impfzentren deutlich mehr Impfstoff als erwartet erhalten.

Bayern hatte am Montag mitgeteilt, dass noch in dieser Woche auch in den Impfzentren jegliche Priorisierung aufgehoben werden soll.

In den Impfzentren in Husum und Niebüll im Kreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein) kann sich ab sofort jeder für eine Covid-19-Schutzimpfung mit übrig gebliebenen Dosen des Biontech-Präparats anmelden.

Update, 29. Juni, 17.53 Uhr: Amnesty wirft Ägypten mangelnde Strategie beim Kampf gegen Corona vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der Regierung in Ägypten eine mangelnde Strategie und zu wenig Transparenz beim Kampf gegen das Coronavirus vor.

Bei Impfung der Bevölkerung käme es zu Verzögerungen und Rückständen, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Menschen in informellen Siedlungen und in entlegenen Gebieten sowie Migranten wüssten häufig nicht, dass sie sich impfen lassen können. Skeptiker würden nicht ausreichend aufgeklärt.

Zudem sei im März mit Impfung der breiten Bevölkerung begonnen worden, obwohl zu dieser Zeit Millionen Ältere und chronisch Kranke das Vakzin noch nicht erhalten hatten.

Update, 29. Juni, 17.19 Uhr: Studie zu BioNTech und Moderna macht Hoffnung

Das ist doch mal eine gute Nachricht! Forscher haben jetzt herausgefunden, dass bestimmte Impfstoffe jahrelang vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus schützen könnten. Eine Auffrischung wäre dann nur in Ausnahmefällen nötig.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Studie zu BioNTech und Moderna macht Hoffnung: offenbar jahrelanger Schutz!

Die Impfstoffe von Pfizer-BioNTech und Moderna könnten jahrelang Schutz bieten.
Die Impfstoffe von Pfizer-BioNTech und Moderna könnten jahrelang Schutz bieten.  © Montage: dpa/Michael Reichel, dpa/AP/Andrew Medichini

Update, 29. Juni, 16.37 Uhr: Indien lässt Corona-Impfstoff von Moderna zu

Indien hat den Corona-Impfstoff von Moderna zugelassen.

Das Land habe einer einheimischen Firma eine Importzulassung für den Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers gegeben, sagte der Chef der indischen Covid-Taskforce, Vinod Kumar Paul (65), bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Neu Delhi.

Moderna ist der vierte in Indien zugelassene Impfstoff.

Update, 29. Juni, 16.31 Uhr: Malu Dreyer kritisiert volle Stadien bei der Fußball-EM

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) hat volle Stadien bei der Fußball-EM kritisiert. "Es ist ein sehr, sehr schlechtes Signal, dass wir zum Teil Stadien haben, die so viele Menschen rein lassen", sagte Dreyer am Dienstag vor dem Fußball-Klassiker Deutschland gegen England im Wembley-Stadion in London.

Dies sei kein gutes Signal, weil es den Eindruck vermittle, alles sei ohne Regel machbar. Dies übertrage sich auch auf die, die draußen vor den Stadien mit dem Gefühl von "sturmfreier Bude" feierten. Es sei sehr schade, dass die UEFA dies nicht deutlicher gemacht habe. Die zum Teil "brechend vollen" Stadien verunsicherten viele Menschen.

Bis zu 45.000 Fans waren am Dienstagabend bei der Partie zwischen England und Deutschland in London zugelassen. Für die Halbfinals und das Endspiel sollen sogar 60.000 Zuschauer in das Wembley-Stadion dürfen. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten.

Es gebe aber auch Fußballstadien mit vielen Menschen, in denen trotzdem auf Abstand, Hygiene und ähnliches geachtet werde, lobte Dreyer.

Malu Dreyer (60, SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.
Malu Dreyer (60, SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 29. Juni, 16.19 Uhr: Studie: Biontech-Impfung dürfte langanhaltende Immunreaktion auslösen

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer löst offenbar eine relativ langanhaltende starke Immunreaktion aus. US-Mediziner wiesen bei Geimpften noch drei Monate nach der zweiten Dosis sogenannte B-Gedächtniszellen des Immunsystems nach, wie sie im Fachblatt "Nature" berichten.

"Das belegt eine wirklich robuste Immunreaktion", betont Co-Studienleiterin Rachel Presti von der Washington University School of Medicine in St. Louis. Carsten Watzl vom Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) stimmt dieser Einschätzung zu. "Das ist sehr erfreulich. Aber ob und wie weit sich daraus eine lang andauernde Immunität ableiten lässt, ist offen", sagt der Immunologe, der nicht an der Arbeit beteiligt war, mit Blick auf die tatsächliche Schutzwirkung der Impfung.

Dass die mRNA-Impfungen mindestens sechs Monate lang zuverlässig vor der Erkrankung Covid-19 schützen, ist bekannt. Unklar ist dagegen, wie lange der Schutz darüber hinaus anhält. Um die immunologischen Prozesse zu klären, untersuchte das Team um die Infektiologin Presti und den Immunologen Ali Ellebedy gesunde Menschen nach den beiden im Abstand von drei Wochen verabreichten Impfdosen.

Update, 29. Juni, 15.52 Uhr: Irland verschiebt geplante Corona-Lockerungen wegen Delta-Variante

Wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante hat nach mehreren anderen Ländern auch Irland geplante Corona-Lockerungen vorerst verschoben.

"Wir sind in einem Rennen zwischen den Impfstoffen und dem Virus", sagte der irische Premier Micheál Martin am Dienstag in Dublin dem Sender RTE zufolge. "Und wir wollen alles dafür tun, dass die Impfstoffe gewinnen."

Der Anteil der als extrem ansteckend geltenden Delta-Variante soll sich offiziellen Schätzungen zufolge innerhalb kurzer Zeit von rund 20 auf etwa 50 Prozent der nachgewiesenen Corona-Fälle erhöht haben.

Update, 29. Juni, 14.34 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor Covid-19-Katastrophe in Indonesien

Indonesien steuert in der Corona-Pandemie nach Auffassung von Experten auf einen Kollaps des Gesundheitssystems zu. Seit Tagen meldet das Land Rekordwerte von über 20.000 Neuinfektionen.

"Jeden Tag sehen wir, wie diese Delta-Variante Indonesien näher an den Rand einer Covid-19-Katastrophe bringt", sagte Jan Gelfand, der Leiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in dem südostasiatischen Inselstaat.

"Wir brauchen weltweit blitzschnelle Maßnahmen, damit Länder wie Indonesien Zugang zu Impfstoffen haben und so Zehntausende Todesfälle vermieden werden können", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Der Ärzteverband des Landes hatte zuletzt bereits gewarnt, dass das Gesundheitssystem auf der Hauptinsel Java völlig überlastet sei und Patienten mittlerweile abgewiesen werden müssten.

Im viertbevölkerungsreichsten Staat der Erde mit 270 Millionen Einwohnern wurden bislang fast 2,2 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Mehr als 57.000 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die wichtige Tourismusindustrie auf beliebten Inseln wie Bali liegt weiter am Boden.

Jakarta: Menschen warten während einer Massenimpfung im Gelora-Bung-Karno-Stadion darauf, mit dem Corona-Impfstoff Sinovac geimpft zu werden.
Jakarta: Menschen warten während einer Massenimpfung im Gelora-Bung-Karno-Stadion darauf, mit dem Corona-Impfstoff Sinovac geimpft zu werden.  © Dita Alangkara/AP/dpa

Update, 29. Juni, 13.56 Uhr: EU-Kommission kritisiert deutsche Reisebeschränkungen für Portugal

Die deutschen Einschränkungen für Reisen nach Portugal sind nach Ansicht der EU-Kommission nicht im Einklang mit den Absprachen unter den EU-Staaten. Ein Sprecher der Behörde betonte am Dienstag in Brüssel, dass Länder durchaus Quarantäne und Testpflicht vorschreiben können, aber Reiseverbote nicht vorgesehen seien.

Mit der deutschen Einstufung Portugals als Risikogebiet gilt aber ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen.

Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann und auch für vollständig Geimpfte und Genesene gilt. Außenminister Heiko Maas versicherte, dass die Einstufung von Virusvariantengebieten auch künftig "nur im Einzelfall und nur auf der Grundlage von Zahlen, die das unbedingt notwendig machen", erfolgen werde.

Update, 29. Juni, 13.50 Uhr: Griechenland beschließt mehr Freiheiten für Geimpfte

In Griechenland gibt es bald erhebliche Vorteile für Menschen, die vollständig gegen Corona geimpft sind. So dürfen vom 15. Juli an nur Geimpfte in Stadien gehen, müssen aber dabei dennoch eine Maske tragen.

Zudem sollen Gastronomen, Kultur- und Freizeitbetriebe künftig selbst entscheiden dürfen, ob sie mehr Geimpfte zulassen oder aber "gemischte Räumlichkeiten" mit entsprechend weniger Gästen. Das teilte das Staatsministerium am Dienstag in Athen mit.

Man werde zwischen zwei Optionen differenzieren: Zwischen Räumlichkeiten, in denen nur vollständig Geimpfte oder Genesene zugelassen seien, und "gemischten Räumen", die auch von ungeimpften Menschen besucht werden könnten, die allerdings einen negativen Test vorweisen müssten, hieß es. Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, Restaurants und Cafés könnten sich selbst entscheiden; Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken hingegen können weiterhin von allen mit Maske besucht werden.

Update, 29. Juni, 13.40 Uhr: Rekord an Corona-Toten in Russland - EM-Viertelfinale weiter geplant

Die russischen Behörden haben einen Rekordwert an Corona-Todesfällen verzeichnet. Am Dienstag wurden 652 Tote binnen 24 Stunden registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

In Russland, wo viele Menschen einer Impfung skeptisch gegenüberstehen, verbreitet sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus rasant. Zuletzt zählte die offizielle Corona-Statistik mehr als 20.000 neue Infektionen an einem Tag. Das Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft ist trotzdem weiter für Freitag in St. Petersburg geplant.

Die Ostsee-Metropole ist neben der Hauptstadt Moskau besonders stark betroffen. Am Dienstag wurden dort knapp 1400 Neuinfektionen und 119 Tote registriert. Ungeachtet der dramatischen Corona-Lage feierten zudem am vergangenen Wochenende Zehntausende Schüler auf den Straßen von St. Petersburg ausgelassen und weitgehend ohne Schutzmasken ihren Abschluss.

Update, 29. Juni, 13.30 Uhr: Britischer Corona-Experte bedrängt: Video sorgt für Empörung

In Großbritannien sorgt ein Video für Empörung, das zeigt, wie Corona-Regierungsberater Chris Whitty von Betrunkenen belästigt wird. In der knapp 20-sekündigen Aufnahme ist zu sehen, wie zwei Männer versuchen, den Epidemiologen zu einem Selfie zu zwingen, ihn festhalten und herumschreien.

Whitty ist sichtlich gestresst und versucht, sich loszureißen - was ihm schließlich auch gelingt. Die Szene wurde in der Nähe des Regierungssitzes Downing Street in London aufgenommen.

Auf den sozialen Netzwerken verbreitete sich das Video schnell. Premierminister Boris Johnson zeigte sich auf Twitter schockiert über eine solch "verabscheuungswürdige Belästigung". Die beiden Männer bezeichnete er als "Verbrecher".

"Unsere hart arbeitenden Staatsdiener sollten dieser Art von Einschüchterung auf unseren Straßen nicht ausgesetzt sein und wir werden das nicht tolerieren", so der konservative Politiker. Scotland Yard teilte mit, alle Beteiligten seien vernommen worden. Nun werde ermittelt.

Update, 29. Juni, 13.17 Uhr: Millionen Australier im Lockdown - Angst vor Delta-Variante

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien müssen immer mehr Landesteile in einen Lockdown. Mehr als zehn Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger seien jetzt von Ausgangsbeschränkungen betroffen, berichtete die Zeitung "The Australian" am Dienstag.

Nach Sydney an der Ostküste und Darwin im Norden wurden auch in Perth an der Westküste und Brisbane im tropischen Queensland mehrere neue Fälle gemeldet. Bis auf wenige Ausnahmen müssen die Menschen dort nun zuhause bleiben.

Auch andere Regionen von Queensland, die vor der Corona-Pandemie Touristen aus aller Welt anlockten, müssen zunächst bis Freitag in einen Lockdown, darunter die Gold Coast, Townsville und Noosa, wie die Regionalregierung ankündigte. Zudem wurden wieder weitreichende Reisebeschränkungen innerhalb Australiens verhängt.

Menschenleer ist die St. Georges Terrace im australischen Perth.
Menschenleer ist die St. Georges Terrace im australischen Perth.  © Richard Wainwright/AAP/dpa

Update, 29. Juni, 12.52 Uhr: Kretschmann schließt weiteren Lockdown bei Corona-Welle nicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kann sich vorstellen, dass es angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante und der Massenveranstaltungen rund um die Fußball-Europameisterschaft zu einem weiteren Lockdown kommen könnte.

"Das würde ich in keiner Weise ausschließen. Wenn die Welle dann kommt und wir in die Exponentialität kommen, haben wir ja keine anderen Möglichkeiten", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Er mache sich große Sorgen, dass sich die Delta-Variante weiter unaufhaltsam ausbreite. Mit Blick auf die feiernden Fußball-Fans in den Stadien sei das seiner Ansicht nach möglich. "Wenn ich diese Bilder sehe, ist mir da ganz mulmig", sagte Kretschmann.

Update, 29. Juni, 11.50 Uhr: Maas verteidigt Lockerung der Corona-Reisewarnungen

Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) hat die für Donnerstag geplante Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für alle Corona-Risikogebiete verteidigt.

Mehr dazu im TAG24-Bericht Keine Reisewarnung mehr für mehr als 80 Corona-Risikoländer.

Außenminister Heiko Maas (54, SPD) will das Reisen in andere Länder wieder ein wenig erleichtern.
Außenminister Heiko Maas (54, SPD) will das Reisen in andere Länder wieder ein wenig erleichtern.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. Juni, 11.43 Uhr: Auch in Köln keine Maskenpflicht mehr im Freien

In Köln gilt seit diesem Dienstag draußen keine Maskenpflicht mehr. Bisher hatte die Millionenstadt in Nordrhein-Westfalen noch eine Ausnahme gebildet, weil der Krisenstab die Maskenpflicht im öffentlichen Raum mit einer Allgemeinverfügung verlängert hatte. Diese endete jedoch in der Nacht zum Dienstag um Mitternacht. Nun gelte auch in Köln nur noch die Corona-Schutzverordnung des Landes, sagte ein Sprecher der Stadt.

Update, 29. Juni, 11.40 Uhr: Ministerpräsidentin Schwesig warnt: "Gleichen Fehler nicht zweimal machen"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass Deutschland keine schärferen Regelungen für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten treffen will.

"Man darf die gleichen Fehler nicht zweimal machen", warnte die SPD-Politikerin am Dienstag im Gespräch mit NDR Info. Auch im Sommer 2020 seien die Corona-Infektionszahlen niedrig gewesen. "Und dann ist durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten das Virus wieder eingetragen worden", sagte die Schweriner Regierungschefin. Sie verstehe nicht, dass Bund und Länder aus diesen Erfahrungen keine Lehren zögen. "Unsere Regeln für Reiserückkehrer sind viel lascher als letztes Jahr im Herbst. Und wir wissen, es hat schon letztes Jahr im Herbst nicht gereicht", betonte Schwesig.

Update, 29. Juni, 11.33 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel steigen weiter an

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt weiterhin. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, binnen 24 Stunden seien 283 neue Fälle gemeldet worden. Dies ist die höchste Zahl seit April.

Die Zahl der Schwerkranken blieb mit 21 vorerst stabil, es gab auch seit mehreren Tagen keine neuen Todesfälle. Trotz des jüngsten Anstiegs der Corona-Zahlen hatte das sogenannte Corona-Kabinett am Sonntag entschieden, zunächst keine neuen Beschränkungen zu verhängen. Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Update, 29. Juni, 11.25 Uhr: Südtirol will Impfgegner von Corona-Immunisierung überzeugen

Die Provinzregierung im norditalienischen Südtirol versucht im Kampf gegen die Krankheit Covid-19, zahlreiche Impfgegner von einer Immunisierung zu überzeugen.

"Wir wussten, dass wir ein Gebiet sind, in dem die Ansichten von Impfgegnern verwurzelter sind. Man spürt den Einfluss des deutschsprachigen Raumes", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Interview der Zeitung "Corriere della Sera" (Dienstag). Nun müsse man einen kulturellen Kampf gewinnen. Der Zeitung zufolge hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung noch nicht die erste Impfung gegen die Viruskrankheit erhalten.

In Südtirol haben noch nicht mal 50 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten, das soll sich bald ändern.
In Südtirol haben noch nicht mal 50 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten, das soll sich bald ändern.  © Matthias Schrader/AP/dpa

Update, 29. Juni, 11.17 Uhr: Zypern gibt Impfung ab 16 Jahren frei

Um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen, können sich auf Zypern ab Mittwoch auch 16- und 17-Jährige impfen lassen.

Die Impfung könne jedoch nur nach einer schriftlichen Genehmigung der Eltern vorgenommen werden, teilte eine Sprecherin der zuständigen Behörde am Dienstag im Staatsrundfunk (RIK) mit. Die zyprischen Gesundheitsbehörden prüfen derzeit, ob auch noch jüngere Menschen geimpft werden könnten, damit die Schulen im September ohne weitere Einschränkungen geöffnet werden, berichtete die größte zyprische Zeitung "Fileleftheros". Denn rund 30 Prozent der Neu-Infektionen seien in den vergangenen Wochen unter Jugendlichen registriert worden.

Update, 29. Juni, 10.51 Uhr: Laut KfW weniger Existenzgründungen im Corona-Jahr 2020

Die Corona-Krise hat die Gründerszene in Deutschland ausgebremst. Rund 537.000 Menschen machten sich im Jahr 2020 selbstständig und damit 68.000 weniger als in den zwölf Monaten zuvor, wie die Förderbank KfW ermittelt hat.

2019 war die Zahl der Existenzgründungen erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Im laufenden Jahr rechnet KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib nach Angaben vom Dienstag mit einem Aufwärtstrend: "Der konjunkturelle Aufschwung gibt Rückenwind, und auch der Arbeitsmarkt dürfte eher positiv auf die Gründungstätigkeit wirken." Zudem seien viele weit fortgeschrittene Vorhaben aufgrund der Pandemie verschoben worden.

Update, 29. Juni, 10.14 Uhr: Laut Allianz gab es in der Corona-Pandemie mehr Versicherungsbetrug

Deutschlands größter Versicherer Allianz meldet im Zuge der Corona-Pandemie steigende Fallzahlen von Versicherungsbetrug.

Insgesamt sei die Zahl der Betrugsversuche seit Beginn der Pandemie um rund zehn Prozent gestiegen, teilte die Allianz Deutschland am Dienstag mit. Auffällig ist ein mutmaßlicher Zusammenhang mit den Schließungen von Einzelhandel und Gastronomie. Demnach verzeichnete die Allianz eine plötzliche Zunahme von Wasserschäden bei gewerblichen Kunden von rund einem Viertel.

Als Beispiel nennt das Unternehmen durch Wasser zerstörte Saisonware, die aufgrund der Corona-Beschränkungen in den Läden nicht verkauft werden konnte. Weniger selbsterklärend ist ein Anstieg der Betrugsversuche von rund zehn Prozent in der Kfz-Versicherung und in der allgemeinen Haftpflicht von rund 20 Prozent.

Update, 29. Juni, 9.51 Uhr: Braun offen für weitergehende Testpflicht für Reiserückkehrer

In der Debatte um schärfere Corona-Reiseregeln hat Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) sich offen für eine weitergehende Testpflicht für Rückkehrer gezeigt.

Ungeimpfte sollten sich derzeit ohnehin zwei mal pro Woche testen lassen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das gilt natürlich ganz besonders für Reiserückkehrer aus aller Welt." Er sei zudem offen für "zusätzliche Tests, möglicherweise auch verbindlich". Auch die Einreiseanmeldung von Reisenden aus Risikogebieten solle intensiver kontrolliert werden. Mit Blick auf die gefährlichere Delta-Variante des Virus sagte der Kanzleramtschef: "Wir müssen Delta zurückdrängen."

Laut Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) könnte es möglicherweise bald strengere Test-Regeln für Reiserückkehrer geben.
Laut Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) könnte es möglicherweise bald strengere Test-Regeln für Reiserückkehrer geben.  © Felix Schröder/dpa

Update, 29. Juni, 9.26 Uhr: Städte und Gemeinden: Bundes-Notbremse bei Bedarf reaktivieren

Vor dem Auslaufen der Bundes-Notbremse am Mittwoch plädiert der Städte- und Gemeindebund bei Bedarf für eine Reaktivierung der bundeseinheitlichen Regeln.

"Wenn die Infektionszahlen erneut stark steigen, sollte die Bundes-Notbremse wieder in Kraft gesetzt werden. Wir haben die Pandemie nicht überwunden und wissen nicht, welche Mutationen noch auf uns zukommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Welt" (Dienstag).

Ähnlich äußerte sich der Städtetag: "Aktuell sind wir zum Glück mit den Inzidenzen weit von einer Bundes-Notbremse entfernt. Sie muss nur dann erneut installiert werden, falls die Zahl der Infektionen auch wegen neuer Virusvarianten bundesweit wieder stark steigt", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Zeitung. "Bundeseinheitliche Regeln haben bei sehr hohen Inzidenzen dazu beigetragen, dass die Menschen sie nachvollziehen konnten."

Gerd Landsberg (69) ist der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).
Gerd Landsberg (69) ist der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).  © Britta Pedersen/dpa

Update, 29. Juni, 8.43 Uhr: Corona-Jahr 2020 sorgte für noch mehr Millionäre auf der Welt

Der Club der Reichen hat im Corona-Krisenjahr 2020 einer Studie zufolge erstmals die Marke von 20 Millionen Mitgliedern weltweit überschritten.

Nach Daten des Beratungsunternehmens Capgemini stieg die Zahl der Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen, um 6,3 Prozent auf 20,8 Millionen. Das Gesamtvermögen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent auf den Rekordwert von fast 80 Billionen Dollar (rund 67 Billionen Euro). Vermögende Privatleute profitierten den Angaben zufolge vor allem von dem Boom an den Aktienmärkten.

Auch in Deutschland wurden die Reichen in der Krise reicher. Der Club der Dollarmillionäre wuchs demnach um 69.100 Personen oder 4,7 Prozent auf mehr als 1,5 Millionen Mitglieder. Das Gesamtvermögen stieg um 6,8 Prozent auf rund 5,85 Billionen Dollar.

Update, 29. Juni, 8.14 Uhr: Kinos sollen im Juli wieder bundesweit öffnen

Nach monatelangen Schließungen sollen nun auch die Kinos bundesweit wieder öffnen. Die Betreiber streben einen Neustart für Donnerstag (1.7.) an. Das Ziel ist eine einheitliche Öffnung in allen Bundesländern.

Dafür hatten sich mehrere Kinoverbände mit Filmverleihern abgesprochen. Die Hoffnung ist, dass neue Filme so an möglichst vielen Spielstätten zu sehen sind. Tatsächlich sind für diesen Tag gleich mehrere Blockbuster und hochkarätig besetzte Filme angekündigt. Dazu gehören unter anderem "Godzilla vs. Kong", die Videospiel-Adaption "Monster Hunter" mit Milla Jovovich, der diesjährige Oscar-Gewinner "Nomadland" oder "Catweazle" mit dem Komiker Otto in der Hauptrolle.

Update, 29. Juni, 6.50 Uhr: Portugal und Russland gelten ab sofort als Virusvariantengebiete

Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind Portugal und Russland seit Dienstag um Mitternacht als Virusvariantengebiete eingestuft.

Damit gilt ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine strikte 14-tägige Quarantänepflicht, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann und auch für vollständig Geimpfte und Genesene gilt. Mit Portugal wird erstmals seit Wochen wieder ein EU-Land in die höchste Risikokategorie eingestuft.

In Russland sind die Corona-Zahlen zuletzt wieder stark angestiegen, deshalbwurde das Land nun als Virusvariantengebiet eingestuft.
In Russland sind die Corona-Zahlen zuletzt wieder stark angestiegen, deshalbwurde das Land nun als Virusvariantengebiet eingestuft.  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Update, 29. Juni, 6.22 Uhr: RKI registriert 404 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz sinkt leicht auf 5,4

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 404 Corona-Neuinfektionen sowie 57 Todesfälle in Folge einer Covid-19-Erkrankung gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen und 77 Toten gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.727.333 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.622.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.819.

Laut den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 3.734.830 Infektionen und 90.826 Todesfälle in Folge einer Corona-Erkrankung.

Update, 29. Juni, 5.47 Uhr: G20-Außenminister beraten über Pandemiebekämpfung

Die Außenminister der G20-Staaten beraten am Dienstag im süditalienischen Matera über die Bekämpfung der Corona-Pandemie, den Klimaschutz und Hilfen für Afrika.

Der Gruppe wirtschaftsstarker Länder aller Kontinente gehören unter anderen die USA, China, Indien, Russland und Deutschland an. Das Treffen dient der Vorbereitung des G20-Gipfels Ende Oktober in Rom. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte vor den Beratungen, es werde darum gehen, wie man der Weltwirtschaft nach Corona wieder auf die Beine helfen könne. Außerdem werde der Blick bei der Pandemiebekämpfung nach vorne gerichtet: "Jetzt ist die Zeit, die globalen Gesundheitsstrukturen für die kommende Gesundheitskrise fit zu machen."

Die Außenminister der G20-Staaten beraten sich aktuell im süditalienischen Matera: Hier begrüßen sich der italienische Außenminister Luigi Di Maio (34, l.) und sein französischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian (73).
Die Außenminister der G20-Staaten beraten sich aktuell im süditalienischen Matera: Hier begrüßen sich der italienische Außenminister Luigi Di Maio (34, l.) und sein französischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian (73).  © Antonio Calanni/AP/dpa

Update, 29. Juni, 5.05 Uhr: Homeoffice-Pflicht endet - Wirtschaft froh, DGB fordert Regeln

Die Wirtschaft hat das Auslaufen der coronabedingten Homeoffice-Pflicht an diesem Mittwoch begrüßt. Dieser "bürokratische Aktionismus" sei ein überflüssiges Einmischen der Politik gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten eigenverantwortlich, freiwillig und sehr zuverlässig in allen Branchen Homeoffice ermöglicht. "Wir Arbeitgeber haben beim Homeoffice geliefert und das werden wir auch weiterhin tun, da wo es interne wie externe Betriebsprozesse zulassen. Dafür brauchen wir keine Verordnung."

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine dauerhafte Regulierung in diesem Bereich. Auch von der nächsten Bundesregierung erwarte man hier ein Gesetzespaket, sagte er der dpa. Viele Beschäftigte wünschten sich für die Zukunft einen gesunden Mix aus Präsenzarbeit und der Möglichkeit, mobil arbeiten zu können.

Update, 29. Juni, 4.39 Uhr: Laut Gesundheitsexperte macht EM-Sorglosigkeit bei Corona "alles kaputt"

Vor dem Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft im Wembley-Stadion in London fordert der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen (39) mehr Corona-Vorsicht bei der Europameisterschaft.

"Es besorgt mich als Gesundheitspolitiker und Arzt gleichermaßen, wenn trotz des rasanten Anstiegs gefährlicher Virusvarianten an den dicht-gedrängten Fußballstadien, oftmals ohne ausreichenden Abstand und Maske, festgehalten wird", sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dahmen wandte sich generell gegen den derzeitige Corona-Kurs der EM-Verantwortlichen. "Inzwischen sind ja sogar Nationalspieler mehrerer Mannschaften infiziert", sagte er. "Wir machen so alles kaputt, was wir uns an niedrigen Fallzahlen aufgebaut haben."

Update, 29. Juni, 4.18 Uhr: Söder mahnt wegen Corona: "Möchte nicht, dass es uns einholt"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat wegen der Corona-Krise weiter Vorsicht bei der Fußball-Europameisterschaft angemahnt.

Am Spielort München und in Deutschland allgemein sei es bislang "gut gelaufen", sagte Söder der "Bild". Man habe sich "ganz bewusst dafür entschieden, so lange abzuwarten, bis klar war, wie sich die Inzidenzen bei uns entwickeln", sagte er mit Blick auf eine Zulassung von Zuschauern im Stadion und betonte: "Ich möchte halt nicht, dass es uns einholt."

Dass in Budapest mehr als 55.000 Zuschauer in das Stadion durften, hält Söder für einen Fehler. "Ich hätte das in Ungarn so nicht gemacht, hätte das nicht verantworten wollen. Ausgangspunkt für ein Superspreader-Event zu sein, das ist der Fußball in dem Verhältnis nicht wert. Genießen ja, aber genießen mit Verstand", sagte Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) mahnt auch in EM-Zeiten zur Vorsicht vor dem Coronavirus.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) mahnt auch in EM-Zeiten zur Vorsicht vor dem Coronavirus.  © Matthias Balk/dpa

Update, 29. Juni, 4.04 Uhr: EU-Länder im Zeitplan für gemeinsames Impfzertifikat

Der Sommerurlaub steht bevor und rechtzeitig sind alle EU-Länder an die notwendige Technik für das EU-Impfzertifikat angeschlossen.

Damit haben laut EU-Kommission alle Länder die Möglichkeit, einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen frischen Test oder überstandene Infektion auszulesen. Die offiziellen EU-Impfzertifikate sind auch für die Nicht-EU-Länder Norwegen und Island vorgesehen. An welchen Stellen ein Nachweis Urlaube, Shopping-Ausflüge oder Wochenendtrips erleichtern, legt jedes Land selbst fest, aber entsprechende Vorgaben gibt es viele.

Update, 29. Juni, 2.07 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann: Volle EM-Stadien "falsches Signal"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hat die Zuschauer-Aufstockung für das Wembley-Stadion in London und die bisherigen Bilder von vollen Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert.

"Die UEFA und der DFB müssen dringend dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren", sagte der 73-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Grünen-Politiker warnte eindringlich vor einer weiteren Lockerung der Corona-Regeln für das Turnier.

Schon einige der bisherigen Bilder vermittelten den Eindruck, dass die Pandemie vorbei sei. "Das ist ein absolut falsches Signal", sagte Kretschmann. Dass die Halbfinals und das Endspiel im von der Delta-Variante des Coronavirus besonders betroffenen Großbritannien ausgetragen werden sollen, bezeichnete er als "eigentlich nicht zu verantworten". Dies ginge "nur mit harter Einhaltung der Regeln und der Abstände".

Update, 28. Juni, 23.41 Uhr: EU-Kommissionsvize mahnt UEFA zu Vorsicht bei EM-Spielen

Angesichts der aktuellen Corona-Lage hat EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas (58) die UEFA zu Vorsicht gemahnt. Der Verband müsse eine Entscheidung über ein EM-Halbfinale und EM-Finale in einem stark gefüllten Stadion in Wembley sorgfältig abwägen, sagte er am Montag.

Er erinnerte daran, dass Großbritannien die Reisemöglichkeiten seiner Bürger einschränke und es einer "gewisse Symmetrie" und Verhältnismäßigkeit bei diesen Entscheidungen brauche. Ab dem EM-Halbfinale (6. und 7. Juli) sind im Wembley-Stadion 60.000 Zuschauer erlaubt. In der Gruppenphase und beim ersten Achtelfinale war die Zahl auf 21.500 begrenzt worden, für die Partie zwischen England und Deutschland am Dienstag sind 45.000 Fans zugelassen.

Margaritis Schinas (58) ist der Vizepräsident der Europäischen Kommission.
Margaritis Schinas (58) ist der Vizepräsident der Europäischen Kommission.  © Kenzo Tribouillard/AFP Pool/AP/dpa

Update, 28. Juni, 19.52 Uhr: Gesundheitsminister wollen Impfzentren zurückfahren

Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren.

Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, heißt es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend.

Die Länder könnten dabei selbst über die künftige Infrastruktur des Impfangebots entscheiden. Im Bedarfsfall sollen die Impfzentren in jedem Fall aber auch schnell wieder aktiviert werden können.

Update, 28. Juni, 18.58 Uhr: RKI: Jede zweite Neuinfektion mit Delta-Variante

Die ansteckendere Delta-Variante greift in Deutschland immer mehr um sich. Sie mache mittlerweile einen Anteil von mindestens 35 Prozent an untersuchten Proben aus, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Zuvor hatten auch mehrere Medien darüber berichtet. Da die Daten bereits einige Tage alt seien, sei der Anteil derzeit tatsächlich sogar auf rund 50 Prozent zu schätzen. Offiziell veröffentlicht das RKI die neuen Angaben zu den Virusvarianten-Anteilen stets am Mittwochabend.

Delta ist noch ansteckender als Alpha, wie Wieler bereits am Freitag gesagt hatte. Die Variante verbreite sich vor allem in der ungeimpften Bevölkerung. Wieler hatte bereits gesagt, dass die Fallzahlen deshalb voraussichtlich wieder steigen werden. Dass die bundesweite 7-Tage-Inzidenz rückläufig ist, erklärten Experten zuletzt mit dem deutlichen Rückgang der Fallzahlen durch die bisher vorherrschende Alpha-Variante.

Update, 28. Juni, 18.44 Uhr: Nach Massenansteckung von Schülern verschärft Mallorca Einreiseregeln

Nach der Ansteckung von rund tausend Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten auf Mallorca hat die Regionalregierung der Balearen eine Verschärfung der Einreiseregeln für große Gruppen beschlossen.

Die Teilnehmer von organisierten Gruppenreisen müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen, wie die Regierung der spanischen Mittelmeer-Region am Montag in Palma mitteilte. Das werde künftig für Gruppen ab 20 Personen gelten, die Mallorca, Ibiza, Menorca oder Formentera besuchen, hieß es.

Allein in Madrid wurden bisher 493 Ansteckungen von Jugendlichen registriert, die Mitte Juni auf Klassenfahrt auf Mallorca waren, wie die Regionalregierung am Montag mitteilte. Besonders viele Fälle wurden unter anderem auch im Baskenland, Valencia, Galicien und Katalonien verzeichnet. Die Zahlen steigen täglich.

Update, 28. Juni, 17.58 Uhr: Spanien und Portugal verschärfen Einreise-Regeln für Briten

Zur Eindämmung der in Spanien und Portugal gefürchteten Delta-Variante des Coronavirus haben beide Länder ihre Einreise-Regeln für Briten verschärft.

Die Regierungen in Madrid und Lissabon teilten am Montag unabhängig voneinander mit, wer auf dem Luft- oder Seeweg aus Großbritannien einreise, müsse entweder einen negativen PCR-Test oder vollständigen Impfschutz nachweisen.

Die britischen Urlauber sind - noch vor den Deutschen - für die Wirtschaft der beiden beliebten Urlaubsländer immens wichtig. Aus diesem Grund und auch wegen der zwischenzeitlich guten Fallzahlentwicklung in Großbritannien ließen beide Länder britische Touristen bislang nahezu ohne Auflagen einreisen. Damit ist es nun vorerst vorbei.

Update, 28. Juni, 16.49 Uhr: Corona-Regeln für Reiserückkehrer werden nicht verschärft

Auf Reisende kommen vorerst keine schärferen Corona-Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland zu.

Das ist das Ergebnis von Beratungen von Bund und Ländern vom Montag, wie die Deutsche Presse-Agentur in Berlin erfuhr. Demnach soll die geltende Einreiseverordnung nicht kurzfristig geändert werden. Mehrere Ministerpräsidenten hatten schärfere Bestimmungen gefordert, um eine erneute Verschärfung der Corona-Lage zu verhindern.

Passagiere kommen am Flughafen Gatwick in West Sussex an, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Let's protect each other" (Lasst uns aufeinander aufpassen) steht.
Passagiere kommen am Flughafen Gatwick in West Sussex an, an dem ein Schild mit der Aufschrift "Let's protect each other" (Lasst uns aufeinander aufpassen) steht.  © Kirsty O'connor/PA Wire/dpa

Update, 28, Juni, 15 Uhr: Schweden lockert Corona-Beschränkungen

Angesichts einer sinkenden Zahl von Corona-Neuinfektionen mit dem Coronavirus lockert Schweden eine Reihe von Beschränkungen.

"Von Donnerstag an kann das Leben wieder etwas mehr vor sich gehen wie vor der Pandemie", sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Montag in Stockholm. Bei Veranstaltungen und Demonstrationen sind wieder mehr Teilnehmer erlaubt.

Restaurants und Bars dürfen länger geöffnet bleiben. Außerdem dürfen mehr Gäste zusammen an einem Tisch sitzen. Die Empfehlung, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen, wurde zurückgezogen.

Update, 28. Juni, 14.29 Uhr: Bayern fordert vom Bund Regeln und Kontrollen für Reiserückkehrer

Wegen der in einigen Bundesländern jetzt anstehenden Sommerferien fordert Bayern vom Bund klare Vorgaben und Regeln für Reiserückkehrer.

"Es war letztes Jahr schon das Problem, dass dies sehr spät gemacht wurde, als der Urlaub in den meisten Bundesländern vorbei war", sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München.

Update, 28. Juni, 14.05 Uhr: Zahl antisemitischer Vorfälle steigt in der Pandemie

Deutschlandweit sind nach Daten des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) im vergangenen Jahr 1909 antisemitische Vorfälle erfasst worden.

Das waren gut fünf pro Tag. Im Jahr davor waren es 1252. Allerdings hat der Bundesverband diesmal 472 Vorfälle aus Bundesländern einbezogen, in denen es keine Rias-Meldestellen gibt und die zuvor nicht berücksichtigt worden waren.

Der Großteil der Vorfälle (1449) entfiel 2020 auf "verletzendes Verhalten", wie aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Rias-Jahresbericht hervorgeht. Dazu zählen unter anderem antisemitische Beschimpfungen.

Mehr als ein Viertel aller dokumentierten Fälle (489) hatte den Daten zufolge einen direkten Bezug zur Corona-Pandemie. Dabei ging es um antisemitische Inhalte, die auf Versammlungen gegen Corona-Maßnahmen zum Beispiel in Reden oder auf Schildern und Plakaten verbreitet wurden.

Judenhass und Corona-Proteste: Der Antisemitismus in Deutschland nahm während der Pandemie zu.
Judenhass und Corona-Proteste: Der Antisemitismus in Deutschland nahm während der Pandemie zu.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 28. Juni, 13.50 Uhr: Lockdown in Litauen endet

Litauen wird den wegen der Corona-Pandemie verhängten Lockdown nach dem 30. Juni nicht mehr verlängern. Weiterhin soll aber der landesweite Ausnahmezustand gelten.

Dies beschloss die Regierung des baltischen EU-Landes am Montag in Vilnius. Die meisten der bisher gültigen Beschränkungen bleiben daher in Kraft.

Update, 28. Juni, 13.40 Uhr: Tourismusbeauftragter: Urlauber nicht verunsichern

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (46, CDU), hat in der Debatte um strengere Regeln für Reiserückkehrer davor gewarnt, Urlauber zu verunsichern.

Bareiß sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Es gelten bereits höchste Sicherheitsvorschriften für solche Gebiete, aus denen aufgrund der Delta-Variante eine Gefahr ausgeht. Dabei sollte es bleiben. Die aktuelle Diskussion um erneute Änderungen verunsichert die Menschen unnötig und kostet Vertrauen."

Update, 28. Juni, 13.20 Uhr: Höchststand bei Corona-Toten in EM-Spielort St. Petersburg

Im russischen EM-Spielort St. Petersburg ist am Montag ein Höchststand bei den Corona-Todeszahlen gemeldet worden.

Die Behörden sprachen von 110 Toten innerhalb eines Tages - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Zudem gab es bei der Zahl der Neuinfektionen einen leichten Anstieg gegenüber dem Vortag: 1335 neue Fälle binnen eines Tages.

Damit spitzt sich die Lage vor dem Viertelfinalspiel am kommenden Freitag zu. Die Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft bleibt dennoch geöffnet, es gelten aber Einschränkungen wie ein Verkaufsverbot von Essen und Trinken.

Update, 28. Juni, 13.19 Uhr: Jeder zehnte Landkreis mit Inzidenz von 0

Rund jeder zehnte Landkreis in Deutschland hat nach RKI-Angaben in den vergangenen sieben Tagen keinen einzigen Corona-Fall verzeichnet. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Montag hervor.

Demnach lag die 7-Tage-Inzidenz in 40 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten bei 0. In weiteren 45 Kreisen gab es jeweils nur einen Fall. Zu bedenken ist, dass es zu Nachmeldungen kommen kann.

In knapp 50 Kreisen lag die Inzidenz noch höher als 10, Schlusslicht ist der Landkreis Lichtenfels in Bayern mit 46,4. Bei den Bundesländern ist die Inzidenz in Sachsen-Anhalt an niedrigsten (1,9), in Hamburg an höchsten (10,0).

Der Sommer ist da, die Inzidenz sinkt: In Restaurants wie hier in Berlin wird die neue Freiheit genossen.
Der Sommer ist da, die Inzidenz sinkt: In Restaurants wie hier in Berlin wird die neue Freiheit genossen.  © Annette Riedl/dpa

Update, 28. Juni, 13.10 Uhr: Bayern fühlt sich bei Impfstoffverteilung ungerecht behandelt

Der Freistaat Bayern fühlt sich bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs unter den Bundesländern ungerecht behandelt.

Bayern liege bei der Verteilung, gerechnet auf 100.000 Einwohner, auf Platz sieben unter den Ländern, sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in Bayern. "Wir brauchen mehr Impfstoff, auch in der Verteilung der Bundesländer", sagte Söder. Die Verteilgerechtigkeit müsse erhöht werden, jedes Bundesland müsse auf 100.000 Einwohner gleich viel Impfstoff bekommen.

Update, 28. Juni, 12.32 Uhr: Merkel gegen neue Grenzschließungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat erneute Grenzschließungen zu europäischen Nachbarn wie Frankreich etwa bei einer Verschärfung der Corona-Krise abgelehnt.

Diese Maßnahmen in der ersten Corona-Welle seien "etwas sehr Hartes" gewesen, sagte die CDU-Politikerin am Montag bei einer virtuellen Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

"In der damaligen Situation waren sie wahrscheinlich unumgänglich. Aber ich stimme zu, dass sich so etwas nicht wiederholen sollte." Dies mache dann aber auch eine sehr enge Abstimmung erforderlich. "Ich glaube, wir haben daraus unsere Lektion gelernt", sagte Merkel.

Update, 28. Juni, 12.24 Uhr: Griechenland zahlt jungen Leuten für Erstimpfung 150 Euro

In Griechenland erhalten junge Leute künftig eine Bezahlkarte im Wert von 150 Euro, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen.

Dies kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (53) am Montag in Athen an. Das Angebot richtet sich an 940.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Insgesamt sind dafür bis zu 141 Millionen Euro eingeplant. Ziel ist, dass in dem 11-Millionen-Einwohner-Land bis Ende Juli knapp 60 Prozent der Bevölkerung voll geimpft sind.

Update, 28. Juni, 12.23 Uhr: Städte- und Gemeindebund gegen strengere Regeln für Reiserückkehrer

Der Städte- und Gemeindebund lehnt strengere Regeln für Reiserückkehrer ab.

"Wichtiger als eine Anpassung der Einreiseverordnung ist die Kontrolle der bestehenden Regelungen zur Einreiseanmeldung und Quarantäne", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Montag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die bisherigen Regelungen zur Testpflicht bei Flugreisen und bei der Einreise aus Virusvarianten- und Hochinzidenzgebieten sollten beibehalten werden. "Ebenso braucht es auch weiterhin Quarantäne-Regelungen, die bei Virusvariantengebieten auch unabhängig von einer etwaigen Impfung gelten sollten", sagte Landsberg. "Die Einreiseverordnung gibt diese Maßnahmen aktuell auch her, sodass eine unmittelbare Anpassung nicht notwendig ist."

Reisende am Flughafen von Palme de Mallorca.
Reisende am Flughafen von Palme de Mallorca.  © Clara Margais/dpa

Update, 28. Juni, 11.26 Uhr: Ende der Maskenpflicht in Italien

In Italien ist die Maskenpflicht im Freien seit Montag Vergangenheit. Jubelfeste wegen der Lockerung der Corona-Schutzregeln gab es in dem Mittelmeerland aber nicht.

Vielmehr trugen auch zum Wochenstart nicht wenige Passanten auf den Straßen in Rom wie gewohnt den Mund-Nasen-Schutz. Trotz sommerlicher Temperaturen um 30 Grad entschieden sich auch in anderen Städten nicht wenige freiwillig dafür. Andere setzten die Erleichterung dankbar um.

Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum.
Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum.  © Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 28. Juni, 11.07 Uhr: Minister Weil bekräftigt Forderung nach Testpflicht für Reiserückkehrer

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) hat seine Forderung nach einer Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer bekräftigt.

"Wer nach Deutschland kommt, der sollte aktuell negativ getestet sein", sagte Weil am Montag in Hannover. Die Erfahrungen in der Pandemie hätten gezeigt, dass es nach Urlaubs- und Reisezeiten zu einem Anstieg an Infektionen gekommen sei. "Daraus sollten wir lernen."

Update, 28. Juni, 10 Uhr: Öffentliche Schulden im ersten Quartal gewachsen

Die öffentlichen Schulden in Deutschland sind Anfang 2021 leicht gewachsen.

Insgesamt wuchs die Schuldensumme von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen Ende des ersten Quartals im Vergleich zum Vorquartal um 1,5 Prozent auf 2.205 Milliarden Euro.

"Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26.532 Euro", teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit. Der Anstieg sei weiterhin vor allem auf Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zurückzuführen, hieß es.

Update, 28. Juni, 9.52 Uhr: Dutzende Festnahmen nach illegalem Rave in England

Nach einer illegalen Rave-Party mit bis zu 2000 Teilnehmern in Südengland hat die Polizei mehr als 50 Menschen festgenommen.

Grund seien unter anderem Drogendelikte, Diebstahl und Fahren unter Alkoholeinfluss, teilte die Polizei in der Grafschaft West Sussex in der Nacht zum Montag mit. Weitere Festnahmen seien zu erwarten. Die Behörden sprachen von einer "völligen Missachtung" der Corona-Regeln in der Kleinstadt Steyning nahe dem Ärmelkanal.

Update, 28. Juni, 9.45 Uhr: Immunologe mit düsterer Juli-Aussicht

Der Immunologe Carsten Watzl rechnet damit, dass die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus noch im Juli die vorherrschende Mutante in Deutschland sein wird.

Mehr dazu im TAG24-Bericht Delta-Variante schon im Juli vorherrschend? Immunologe schlägt Alarm!

Update, 28. Juni, 9.38 Uhr: Britischer Minister und Top-Militärs in Quarantäne

Die britischen Streitkräfte werden wegen eines Corona-Falls in der obersten Leitungsebene in den kommenden Tagen aus der Distanz geführt.

Die gesamte Spitze samt Verteidigungsminister Ben Wallace (51) ist für zehn Tage in häuslicher Quarantäne, wie das Verteidigungsministerium in London in der Nacht zum Montag bestätigte.

Wallace sowie die Chefs von Marine, Luftwaffe und Strategic Command, das etwa dem Einsatzführungskommando entspricht, hätten sich in Selbstisolation begeben, nachdem der militärische Oberbefehlshaber Nicolas Carter am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Spitzenmilitärs hatten sich am Donnerstag mit Wallace getroffen.

Ben Wallace (51, r.), Verteidigungsminister von Großbritannien, bei dem Besuch einer Covid-19-Teststation in Liverpool.
Ben Wallace (51, r.), Verteidigungsminister von Großbritannien, bei dem Besuch einer Covid-19-Teststation in Liverpool.  © Peter Byrne/PA Wire/dpa

Update, 28. Juni, 9.33 Uhr: Kinoverband fordert Ende des "Flickenteppichs"

Der Verband HDF Kino hat bundesweit einheitliche Regelungen zur Neuöffnung der Branche gefordert.

Die Auflagen, unter denen die Kinos öffnen dürften, seien "teilweise noch ungeklärt, intransparent oder nicht verhältnismäßig", erklärte der Verband am Montag. Für Christine Berg, Vorstand vom HDF Kino, ist der "Flickenteppich der uneinheitlichen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften der einzelnen Länder" eine große Herausforderung.

Der HDF Kino appellierte an die Länder, hier bis Donnerstag noch nachzubessern. An diesem Tag sollen die Kinos nach monatelangen Schließungen wegen der Pandemie bundesweit wieder öffnen.

Update, 28. Juni, 9.21 Uhr: Lauterbach für verschärfte Corona-Testpflichten für Reiserückkehrer

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (59) fordert für Reiserückkehrer verschärfte Corona-Testpflichten.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Lauterbach mit Delta-Alarm: Was schon bald auf Reiserückkehrer zukommen kann.

Update, 28. Juni, 9.17 Uhr: Kurzarbeitergeld drückt Lohnstatistik in der Corona-Krise

Das Kriseninstrument der Kurzarbeit drückt weiterhin die offiziell registrierte Lohnentwicklung in Deutschland.

Auch weil die von der Arbeitsagentur gezahlte Lohnersatzleistung in der entsprechenden Statistik nicht erfasst wird, sanken die Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten im ersten Quartal dieses Jahres um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Da im gleichen Zeitraum auch die Verbraucherpreise um 1,3 Prozent anzogen, lag der reale Verdienstrückgang sogar bei minus 2 Prozent, wie die Statistikbehörde am Montag berichtete. Der Einsatz der Kurzarbeit machte sich vor allem bemerkbar durch die geringere bezahlte Wochenarbeitszeit, die bei Vollzeitbeschäftigten um 3,0 Prozent zurückging. Das zum Vergleich herangezogene Startquartal 2020 war noch wenig von der Pandemie betroffen gewesen.

Update, 28. Juni, 8.57 Uhr: Arbeitsmarktbarometer erreicht Allzeithoch

Auf dem Weg aus der Corona-Krise hat die Stimmung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Allzeithoch erreicht.

Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) habe 107,4 Punkte und damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2008 erreicht, teilte das Institut am Montag in Nürnberg mit.

Update, 28. Juni, 8.54 Uhr: Reiseverband gegen Einstufung ganz Portugals als Virusvariantengebiet

Der Deutsche Reiseverband (DRV) kritisiert die Einstufung ganz Portugals als Virusvariantengebiet und spricht sich für mehr regionale Differenzierung aus.

"Es wäre wünschenswert, wenn die Verantwortlichen in der Politik zu einer regionaleren Betrachtungsweise übergehen könnten", sagte DRV-Sprecherin Kerstin Heinen der "Rheinischen Post" mit Blick auf das Vorgehen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Insbesondere Madeira weise eine sehr niedrige Inzidenz auf, die aktuell bei 16 liege, werde aber dennoch ab Dienstag wie ganz Portugal als Virusvariantengebiet gelistet. "Das ist nur schwer nachzuvollziehen", sagte Heinen.

Das RKI hatte am Freitag mitgeteilt, dass Portugal wegen der Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus am Dienstag als Virusvariantengebiet eingestuft werde - zunächst für zwei Wochen.

Badegäste am Strand von Sao Pedro do Estoril in Portugal.
Badegäste am Strand von Sao Pedro do Estoril in Portugal.  © Edson De Souza/TheNEWS2 via ZUMA Wire/dpa

Update, 8. Juni, 8.20 Uhr: Vor Urlaubsöffnung: Corona-Zahlen in Thailand steigen

Wenige Tage vor der geplanten Öffnung der Urlaubsinsel Phuket für geimpfte Reisende sind die Corona-Zahlen in Thailand weiter gestiegen.

Die Behörden meldeten am Montag 5406 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Nur im Mai wurden bislang an zwei Tagen höhere Zahlen verzeichnet. Die Einschränkungen in der Hauptstadt Bangkok und fünf weiteren Provinzen wurden erneut verschärft.

Update, 28. Juni, 7.15 Uhr: Lauterbach fordert Verlegung der EM-Spiele

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (59) hat sich erneut für eine Verlegung der entscheidenden Spiele bei der Fußball-EM und zudem weniger Zuschauer beim Duell von Deutschland gegen England im Wembley-Stadion ausgesprochen.

"Die Halbfinals und das Endspiel sollten nicht im Londoner Wembley-Stadion stattfinden, sondern verlegt werden an einen anderen Ort", sagte der 58-Jährige dem "Tagesspiegel". Lauterbach habe Druck der Politik auf die Veranstalter gefordert, dass die Gesamtzahl der Zuschauer reduziert werde, berichtete die Zeitung weiter.

Update, 28. Juni, 6.55 Uhr: FDP-Vize Kubicki sieht Spahn als "Opfer der eigenen Hybris"

FDP-Vize Wolfgang Kubicki (69) bereut, dass er Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) öffentlich als Kanzlerkandidaten der Union favorisierte.

Mehr dazu im TAG24-Artikel FDP-Kubicki mit vernichtendem Spahn-Urteil: "Eine meiner großen Fehleinschätzungen".

Update, 28. Juni, 6.25 Uhr: RKI meldet 219 Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 219 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 346 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,6 an (Vortag: 5,7; Vorwoche: 8,6).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zehn Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.929 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.620.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.762.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI zufolge am Sonntagabend bei 0,82 (Vortag: ebenfalls 0,82).

Der Mund-Nasen-Schutz gehört weiter zum Alltag in Deutschland dazu.
Der Mund-Nasen-Schutz gehört weiter zum Alltag in Deutschland dazu.  © Marijan Murat/dpa

Update, 28. Juni, 6.12 Uhr: Lauterbach: Stiko soll Empfehlung für Kinder-Impfungen überdenken

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern zu überdenken.

"In Großbritannien sind bereits viele Kinder mit Covid in der Klinik. Die Ständige Impfkommission argumentiert, dass Covid für Kinder harmlos sei. Für die Delta-Variante gilt dies meiner Ansicht nach aber nicht", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post".

Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen.

"Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten", kritisierte Lauterbach. "Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante ist zu riskant. Und Wechselunterricht ist keine Lösung."

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD (59).
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD (59).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 28. Juni, 4.20 Uhr: Hoher Bedarf an Blutspenden

Steigender Blut-Bedarf in Kliniken und die bevorstehenden heißen Sommermonate stellen die Blutspende-Dienste vor große Herausforderungen.

"Im Moment kann die Blutversorgung zwar noch gewährleistet werden" sagte der Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Patric Nohe. Doch ein Rückgang bei den Spenden durch Hitze und den Beginn der Sommerferien sowie ein erhöhter Blut-Bedarf bereiteten vielen Klinken Sorgen - auch der Berliner Charité.

Nach dem Abflauen der dritten Corona-Welle holen viele Krankenhäuser nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) verschobene Behandlungen nach. "Damit steigt auch der Bedarf an Spenderblut", sagte ein Sprecher.

Update, 28. Juni, 2 Uhr: GEW gibt Corona-Schulpolitik eine Fünf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gibt der Schulpolitik in der Corona-Krise eine Fünf.

Übers gesamte Schuljahr hinweg könne man das "nichts anderes sehen als mangelhaft", sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Schulen seien zu Beginn in die neue Situation hineingefallen. Die Lehrer hätten sich beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sehr viel erkämpfen müssen. Nichts sei von selbst gekommen.

Update, 28. Juni, 0.42 Uhr: Gesetzliche Kassen raten telefonische Krankschreibung zu nutzen

Angesichts der raschen Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus rufen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Bürger dazu auf, sich auch weiter möglichst telefonisch krankschreiben zu lassen und Videosprechstunden zu nutzen.

"Die neuen Varianten müssen uns Sorgen machen", sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Deshalb muss es weiter darum gehen, Ansteckungen zu vermeiden."

Update, 27. Juni, 21.25 Uhr: Südafrika setzt Corona-Alarmstufe herauf

Nach einem ungewöhnlich starken Anstieg der Infektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Beschränkungen deutlich.

Präsident Cyril Ramaphosa setzte die Alarmstufe am Sonntagabend in einer TV-Rede auf die zweithöchste Stufe herauf. Am Vortag war bekanntgeworden, dass die hochansteckende Delta-Variante den Kap-Staat im Griff hat.

Auch bereits zuvor mit der Beta-Variante infizierte und danach genesene Südafrikaner seien nun gefährdet, so Ramaphosa. "Wir sind im Griff einer verheerenden Welle."

Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika.
Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika.  © Kim Ludbrook/Pool EPA/dpa

Update, 27. Juni, 20 Uhr: Luxemburgs Premierminister positiv auf Corona getestet - nach EU-Gipfel

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel ist nach dem EU-Gipfel in Brüssel positiv auf Corona getestet worden. Dies teilte die luxemburgische Regierung am Sonntagabend mit.

Der 48-Jährige habe milde Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen, werde seine Arbeit aber von zuhause aus fortsetzen. Es sind zehn Tage Quarantäne vorgesehen. Zuvor hatten die Zeitung Luxemburger Wort und das Portal Politico darüber berichtet.

Beim Gipfel hatte Bettel Kontakt mit vielen anderen europäischen Staats- und Regierungschefs, auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach eigenen Angaben ist er bislang einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Am 6. Mai erhielt er eine erste Spritze des Impfstoffs von AstraZeneca. Seine zweite Impfung hätte er diese Woche bekommen sollen, sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

24. Juni: Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel (links) begrüßt den luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel (48) während eines EU-Gipfels im Gebäude des Europäischen Rates.
24. Juni: Der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel (links) begrüßt den luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel (48) während eines EU-Gipfels im Gebäude des Europäischen Rates.  © Olivier Matthys/Pool AP/dpa

Update, 27. Juni, 18.10 Uhr: Mittlerweile mehr als 800 Schüler nach Mallorca-Klassenfahrten infiziert

Mehr als 800 Schüler und Schülerinnen aus mehreren Teilen Spaniens haben sich auf Abschlussfahrten nach Mallorca Mitte Juni mit dem Coronavirus infiziert.

Nach jüngsten Angaben der verschiedenen Regionalregierungen erhöhte sich die Zahl der infizierten Teenager am Sonntag um mehr als 200 auf mindestens 848.

Anzeigetafeln zeigen die ankommenden Flüge am Flughafen von Palma de Mallorca und Hinweise zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Gebäude an.
Anzeigetafeln zeigen die ankommenden Flüge am Flughafen von Palma de Mallorca und Hinweise zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Gebäude an.  © Clara Margais/dpa

Update, 27. Juni, 17.09 Uhr: Australien verhängt strengere Corona-Maßnahmen

Nach einem Anstieg bei den Neuinfektionen sind Australien die Corona-Maßnahmen teils deutlich verschärft worden.

Im Großraum Darwin im Norden des Landes gilt seit Sonntag zunächst für zwei Tage ein "voller Lockdown", teilte die Regionalregierung mit. Dort wurden mehrere Menschen positiv getestet, nachdem sich ein Bergarbeiter vermutlich bei einer Übernachtung in einem Quarantäne-Hotel an der Ostküste infiziert hatte. Knapp 200 Menschen befinden sich nun in Isolation.

Bereits seit Samstag ist in der Millionenmetropole Sydney und den umliegenden Regionen ein zweiwöchiger Lockdown in Kraft. Bis auf wenige Ausnahmen müssen Bewohner zuhause bleiben. Grund ist die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Update, 27. Juni, 15.47 Uhr: Nächster Corona-Fall beim HSV

Fußball-Zweitligist Hamburger SV beklagt einen weiteren Corona-Fall.

Nachdem am Freitag eine Laboruntersuchung ein positives Corona-Ergebnis bei Stürmer Robert Glatzel (27) ergab, hat nun auch Mittelfeldakteur Amadou Onana (19) vor seiner Rückkehr nach Hamburg die Bestätigung bekommen, dass er sich infiziert hat, teilte der HSV am Sonntag mit. Beide Profis werden damit nicht am Trainingslager in Grassau (29. Juni bis 7. Juli) teilnehmen können.

Der 19 Jahre alte Onana hatte sich vor seinem Wiedereinstieg beim HSV testen lassen. Der Belgier, der vom Club einen verlängerten Urlaub erhalten hatte, da er sich direkt nach Saisonende mit der belgischen U21-Nationalmannschaft auf Länderspielreise befand, muss ebenso wie Glatzel in häusliche Quarantäne.

Zwischen beiden Profis gab es bis dato keinen persönlichen Kontakt, teilte der HSV dazu weiter mit.

Mittelfeldakteur Amadou Onana (19) muss in Quarantäne.
Mittelfeldakteur Amadou Onana (19) muss in Quarantäne.  © Timm Schamberger/dpa

Update, 27. Juni, 14 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in EM-Spielstadt St. Petersburg

In der EM-Spielstadt St. Petersburg ist vor dem Viertelfinalspiel am nächsten Freitag die Zahl der Corona-Neuinfektionen gestiegen. Am Sonntag meldeten die Behörden der russischen Hafenstadt fast 1300 neue Fälle innerhalb eines Tages, 50 mehr als am Vortag.

Es gab erneut mehr als 100 Todesfälle binnen 24 Stunden. Landesweit sprachen die Behörden von 21.600 Neuinfektionen. Am schlimmsten ist demnach die Hauptstadt Moskau betroffen, wo es 6700 neue Erkrankte und 114 Todesfälle gab, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, wie die Agentur Interfax meldete.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin drohte im Staatsfernsehen mit einem Lockdown. Er sagte mit Blick auf die sich rasante Verbreitung der Delta-Variante: "Um dieses Problem grundlegend zu lösen, muss man sich impfen lassen oder in einen Lockdown gehen." Moskau hatte am Samstag seine EM-Fanzone nach einer Schließung wieder geöffnet. Seit Anfang Juni steigen die Zahlen in Russland rasant.

Update, 27. Juni, 9.25 Uhr: CSU gegen "Lockdown-Automatismus" bei vierter Corona-Welle im Herbst

Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume (46) einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab. "Wenn sich tatsächlich im Herbst erneut eine Infektionswelle aufbauen sollte, gibt es keinen Lockdown-Automatismus mehr", sagte Blume dem "Tagesspiegel am Sonntag".

"Dank umfassendem Impfschutz und massenhafter Testkapazitäten sollten uns dann andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen", so Blume.

Blume forderte außerdem die Europäische Fußball-Union UEFA auf, ihr Stadien-Konzept für die Europameisterschaft "noch einmal genau zu prüfen". "Niemandem ist geholfen, Europameister im Inzidenz-Höhenflug zu werden", sagte der CSU-Politiker.

Die UEFA müsse Vorbild für Großereignisse sein. "Dazu gehört auch, die Maskenpflicht in Stadien durchzusetzen", sagte Blume. Er bekräftigte das Angebot, Spiele
vom aktuellen Corona-Hotspot London nach München zu verlegen:
"Wir sind in München zu allem bereit."

Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume (46) einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab.
Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume (46) einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab.  © Matthias Balk/dpa

Update, 27. Juni, 9 Uhr: Polizei löst erneut Feiern im Hamburger Stadtpark auf

In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei erneut Feiern im Hamburger Stadtpark aufgelöst. Dort hatten sich nach Angaben der Polizei bis zu 2500 Feiernde getroffen ohne auf die nach der Corona-Verordnung vorgeschriebenen Abstände zu achten.

Mit Einsetzen der Dunkelheit sei die Stimmung zunehmend aggressiver geworden, so die Polizei. Beamte seien mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden. Gegen 0.15 Uhr sei damit begonnen worden, die große Wiese zu räumen. Zehn Menschen wurden vorläufig festgenommen.

Zwei Beamte seien leicht verletzt worden. Bereits in der Nacht zuvor war es im Stadtpark zu mehreren Auseinandersetzungen und Festnahmen gekommen, als die Polizei Feiern auflöste.

Update, 27. Juni, 8.10 Uhr: Nach Corona-Krise: Normenkontrollrat fordert Verwaltungsreform

Angesichts der in der Corona-Krise aufgedeckten Missstände und Mängel in der staatlichen Verwaltung schlägt der Normenkontrollrat mutige Reformen vor.

Jetzt sei eine gute Chance für eine grundlegende Verwaltungsreform, sagt der Vorsitzende des Beraterkreises, Johannes Ludewig, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Denn die Erinnerungen an die Probleme des Staates seien noch frisch, eine neue Bundesregierung komme demnächst ins Amt, ein neuer Koalitionsvertrag werde geschrieben.

In einem Positionspapier, das auf der Homepage des Rats veröffentlicht wurde, werden sogenannte gezielte Selbstreflexionen von Behörden im Normalbetrieb gefordert, außerdem regelmäßige Stresstests mit simulierten Krisensituationen. Nötig sei auch die Stärkung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Angeregt wird überdies ein unabhängiger Expertenrat "als kontinuierlicher Mahner". Weil die Aufmerksamkeit der Politik erfahrungsgemäß schnell nachlasse, müsse aber zugleich "ein gewisser Selbstlauf" erreicht und eine nachhaltige Kulturveränderung eingeleitet werden.

Update, 27. Juni, 7.55 Uhr: Opposition fordert schnellere Zweitimpfung wegen Delta

Angesichts der raschen Ausbreitung der Delta-Variante sprechen sich Gesundheitsexperten der Opposition für eine frühere Zweitimpfung aus.

Bei mRNA-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer und Moderna) solle die Zweitimpfung gegen das Coronavirus bereits nach drei Wochen stattfinden, sagte Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Welt am Sonntag". Es gebe "harte Daten", dass dies gegen die Delta-Variante sehr wirksam sei. Zu einer früheren Zweitimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca läge noch nichts vor.

Der FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss, Andrew Ullmann, sagte: "Die Ständige Impfkommission sollte ihre Empfehlung zu den Impfintervallen überarbeiten und den Zeitpunkt der Zweitimpfung vorziehen."

Bei AstraZeneca lautet der bisherige Rat des Expertengremiums, zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis verstreichen zu lassen. Für die mRNA-Impfstoffe beträgt der empfohlene Abstand sechs Wochen. Laut Zulassung wären schnellere Impfserien möglich: zwei BioNTech-Spritzen im Abstand von drei Wochen, bei Moderna und AstraZeneca im Abstand von vier Wochen.

Update, 27. Juni, 7 Uhr: Dannecker: Corona-Krise mit HIV kaum vergleichbar

Der Sexualwissenschaftler und Schwulenvordenker Martin Dannecker (78) hält die Corona-Krise für wenig vergleichbar mit der HIV- und Aids-Pandemie.

"Die Erfahrung der Aidskrise hat die Erfahrung mit dem Auftreten des Coronavirus erleichtert", sagte der 78-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschland habe wohl über HIV und Aids gelernt, eine Krise, die mit einem komplizierten Virus und einer tödlichen Erkrankung zusammenhänge, "einigermaßen angemessen zu bewältigen". Doch echte Parallelen sehe er kaum.

"Wenn ich mich daran erinnere, welche kollektive Hysterie bis in die Poren hinein, HIV und Aids in diese Republik brachten, dann ging die Sache mit Corona relativ gelassen an uns vorbei", sagte der Therapeut, Autor und Aids-Experte ("Fortwährende Eingriffe: Aufsätze, Vorträge und Reden zu HIV und AIDS aus vier Jahrzehnten").

"Das Dramatische an Corona ist ja, dass es potenziell alle betrifft, ganz banal übertragen wird - etwa bei Begegnungen wie in der Straßenbahn", sagte Dannecker. "Aids hatte dagegen von Anfang an eine Beziehung zu sogenannten Risikogruppen. Das hat Diskriminierung aufgeladen. Und wurde deswegen auch von denjenigen, die als Risikogruppe definiert waren, völlig anders erlebt."

Der Sexualwissenschaftler und Schwulenvordenker Martin Dannecker (78) hält die Corona-Krise für wenig vergleichbar mit der HIV- und Aids-Pandemie.
Der Sexualwissenschaftler und Schwulenvordenker Martin Dannecker (78) hält die Corona-Krise für wenig vergleichbar mit der HIV- und Aids-Pandemie.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Juni, 5 Uhr: RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,7

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 538 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 842 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,7 an (Vortag: 5,9; Vorwoche: 8,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.710 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.619.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.754.

Update, 27. Juni, 3 Uhr: Lehrerverband fordert "Sicherheitsphase" nach Sommerferien

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt auf eine "Sicherheitsphase" nach den Sommerferien mit verstärkten Tests und Maskenpflicht in den Schulen, unabhängig von der Inzidenzrate.

"Gerade zu Beginn des Schulbetriebs müssen wir erhöhte Vorsicht walten lassen. Wir fordern daher eine mindestens 14-tägige Sicherheitsphase nach den Sommerferien", sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag). In dieser Zeit müsse verstärkt getestet werden.

Vorbild könne dabei Berlin sein. Die Hauptstadt will den Angaben zufolge Schülerinnen und Schüler in der ersten Woche dreimal testen, in der zweiten Woche zweimal. Zudem solle in diesen beiden Wochen die Maskenpflicht im Gebäude und auch im Unterricht wieder eingesetzt werden, forderte Beckmann. "Natürlich ist das nicht der Start, den wir uns wünschen würden. Aber Vorsicht ist besser, als das Nachsehen zu haben - und das hatten wir in den letzten Monaten genug."

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt auf eine "Sicherheitsphase" nach den Sommerferien mit verstärkten Tests und Maskenpflicht in den Schulen, unabhängig von der Inzidenzrate.
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) dringt auf eine "Sicherheitsphase" nach den Sommerferien mit verstärkten Tests und Maskenpflicht in den Schulen, unabhängig von der Inzidenzrate.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 26. Juni, 20.11 Uhr: Deutsche werden wegen Delta-Variante aus Portugal zurückgeholt

Wegen der von Dienstag an geltenden Einstufung Portugals als Corona-Virusvariantengebiet will der deutsche Reiseanbieter Olimar mehrere Hundert Bundesbürger schnell zurückholen.

Das Unternehmen aus Köln, das auf Portugal spezialisiert ist, habe seinen Gästen gleich nach der Mitteilung des Robert Koch-Instituts (RKI) eine rechtzeitige Rückkehr bis Montagabend angeboten, sagte Pascal Zahn von Olimar am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Etwa zehn Prozent unserer Gäste wollen ihren Urlaub jedoch eventuell verlängern", sagte Zahn. Olimar biete allen, die einen gebuchten Portugalurlaub nun nicht mehr antreten wollten, andere Urlaubsorte oder eine Verschiebung der Reise an.

Geschätzt 1000 Deutsche machen derzeit in Portugal Urlaub. Das RKI hatte Portugal wegen der Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus am Freitagabend zum Virusvariantengebiet erklärt - zunächst für zwei Wochen.

Dies bedeutet ein umfangreiches Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen Bundesbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland aber zurückbringen. Für diejenigen, die einreisen dürfen, gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Sie kann nicht durch Tests verkürzt werden und gilt auch für vollständig Geimpfte und Genesene.

Zahlreiche Badegäste erholen sich am Strand von Sao Pedro do Estoril. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante, gilt Portugal ab Dienstag als Corona-Virusvariantengebiet.
Zahlreiche Badegäste erholen sich am Strand von Sao Pedro do Estoril. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante, gilt Portugal ab Dienstag als Corona-Virusvariantengebiet.  © Edson De Souza/TheNEWS2 via ZUMA Wire/dpa

Update, 26. Juni, 18.17 Uhr: Experten empfehlen Impfung für Genesene in jedem Fall

Eine Impfung für genesene Corona-Patienten ist nach Expertenaussagen auch bei hohem Antikörperlevel sinnvoll. Man könne davon ausgehen, dass in sechs Monaten in der Regel ein sehr guter Schutz bei allen Menschen vorhanden sei, die Covid durchgemacht hätten, allerdings falle die Entwicklung unterschiedlich aus, sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in einer Diskussionsrunde am Samstag in Berlin.

"Es gibt Personen, bei denen es relativ niedrige Werte anfänglich gibt und die dann auch relativ schnell abfallen, bei anderen Personen ist das anders." Es sei im Detail noch nicht ganz klar, was genau vor Covid-19 schütze. "Deswegen würde ich davon abraten, mich einfach nur an dem Antikörperlevel zu orientieren." Mit einer einmaligen Impfung nach der Genesung sei sichergestellt, dass auch ein voller Schutz da sei.

"Es kann Menschen geben, die haben Antikörper im Blut, aber diese Antikörper schützen gar nicht», sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Andere hätten einen Schutz, obwohl keine Antikörper bei ihnen nachzuweisen seien. Geimpfte Genesene hätten in jedem Fall einen wirklich sehr guten Immunschutz.

Genesene, die sich impfen lassen, haben nach Angaben des RKI einen sehr guten Immunschutz.
Genesene, die sich impfen lassen, haben nach Angaben des RKI einen sehr guten Immunschutz.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 26. Juni, 18.08 Uhr: Südafrika zunehmend im Griff der Delta-Variante

In Südafrika steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder deutlich an. Nach Angaben der Regierung befindet sich das Land mit mehr als 56 Millionen Einwohnern zunehmend im Griff der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus.

Binnen 24 Stunden gab es nach offiziellen Angaben 18.762 Neuinfektionen - 11.777 davon allein im Ballungszentrum um die Hauptstadt Pretoria und Johannesburg. Dort befindet sich mittlerweile die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze. Südafrika ist in Afrika zahlenmäßig das am schwersten betroffene Land. Bislang wurden 1,9 Millionen Fälle dokumentiert. Kapp 60.000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

In dem Kapstaat kursiert auch eine weitere Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als besonders ansteckend gilt. Deswegen haben viele Länder Restriktionen für Reisende aus Südafrika verhängt.

Mitglieder der südafrikanischen Partei Economic Freedom Fighters fordern bei einem Protest in Pretoria, dass chinesische und russische Corona-Impfstoffe eingesetzt werden.
Mitglieder der südafrikanischen Partei Economic Freedom Fighters fordern bei einem Protest in Pretoria, dass chinesische und russische Corona-Impfstoffe eingesetzt werden.  © Alet Pretorius/AP/dpa

Update, 26. Juni, 18.05 Uhr: Pariser Disko-Test fällt aus - Freiwillige fehlen

Wissenschaftler wollten am Wochenende in zwei bekannten Pariser Diskotheken das Übertragungsrisiko beim Coronavirus testen - daraus wird aber erstmal nichts. Wie die Einrichtung für Infektionskrankheiten ANRS am Samstag mitteilte, reicht die Zahl der Freiwilligen nicht aus.

Unter dem Motto "Reviens la nuit" (etwa: "Komm nachts wieder") wurden 4400 Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren gesucht. Die Partygänger sollten auch vollständig geimpft sein. Das Experiment werde zu einem späteren Termin nachgeholt.

Die Regierung hatte angekündigt, dass Partys in Frankreichs Clubs vom 9. Juli wieder steigen können. Die Zwangspause für Nachtclubs dauerte 15 Monate lang. Gäste sollen einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen. Die Clubs dürfen drinnen vorerst nur eine begrenzte Zahl an Menschen empfangen. Maskenpflicht gelte aber nicht.

Update, 26. Juni, 17.47 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Großbritannien auf Vier-Monats-Hoch

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Samstag meldeten die Behörden 18.270 neue Fälle - rund 2400 mehr als am Vortag und so viele wie seit dem 5. Februar nicht mehr. Im Vergleich zum vorigen Samstag hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Mit Hilfe eines monatelangen Lockdowns und eines Impfprogramms hatte Großbritannien die Zahl der Neuinfektionen, Corona-Toten und Krankenhauspatienten weit nach unten gedrückt. Die hoch ansteckende Delta-Variante sorgt aber seit einigen Wochen für einen gegenläufigen Trend. Die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen wurde um vier Wochen verschoben.

Update, 26. Juni, 17.13 Uhr: Tausende protestieren in London gegen Corona-Maßnahmen

In London haben Tausende gegen die Corona-Regeln der britischen Regierung protestiert und deren sofortige Aufhebung gefordert.

Die Menge zog am Samstag vom Hyde Park über die Einkaufsstraße Oxford Street zum Parlament. Dort warfen einige Teilnehmer Tennisbälle mit kritischen und beleidigenden Aufschriften über die Zäune. Auf Plakaten wurden Mund-Nasen-Masken oder Corona-Impfungen kritisiert und lächerlich gemacht. Nur wenige Teilnehmer hielten sich an Masken- und Abstandsregeln.

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Regierung die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen um vier Wochen verschoben. Allerdings wurden schon viele Regeln außer Kraft gesetzt. So dürfen sich im Freien bis zu 30 Menschen treffen. Innengastro, Stadien, Theater, Kinos und Museen öffnen unter Beachtung von Abstandsregeln.

Demonstranten gehen am Samstag bei einem Protest für ein Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und des Lockdowns die Regents Street entlang.
Demonstranten gehen am Samstag bei einem Protest für ein Ende der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und des Lockdowns die Regents Street entlang.  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

Update, 26. Juni, 15.09 Uhr: Spahn kündigt mehr Impfstoff für Juli und August an

Die Versorgung mit Covid-19-Impfstoff in Deutschland wird sich nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) in den kommenden Wochen deutlich verbessern.

So werde zum Beispiel Moderna im Juli/August doppelt so viel Impfstoff liefern wie erwartet, sagte der CDU-Politiker in einer Diskussionsrunde am Samstag in Berlin. In der kommenden Woche kämen zudem eine Million Dosen von Johnson & Johnson, "die sich kurzfristig noch ergeben haben". Auch eine große Lieferung von Astrazeneca und Biontech stehe an. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Impfwelle bekommt enormen Schub: Spahn macht große Ankündigung!".

Update, 26. Juni, 14.52 Uhr: Spanien lockert Maskenpflicht erheblich

Nach mehr als einem Jahr endete um Mitternacht am Samstag die Pflicht in Spanien, auch im Freien eine Mund- Nasenbedeckung zu tragen. Die Sieben-Tagen-Inzidenz beträgt in Spanien derzeit gut 46 und mehr als die Hälfte der rund 47 Millionen Einwohner hat zumindest eine Impfung gegen Corona erhalten.

Dabeihaben sollte man eine Maske jedoch immer noch, denn in öffentlich zugänglichen Innenräumen und bei einem Abstand zu Fremden von weniger als 1,5 Metern müssen weiterhin Mund und Nase bedeckt werden. Am Samstag waren nur noch vereinzelt Passanten mit Maske zu sehen.

Touristen sonnen sich am Strand von Arenal in Spanien, Palma de Mallorca. Die Maskenpflicht wurde im gesamten Land erheblich gelockert.
Touristen sonnen sich am Strand von Arenal in Spanien, Palma de Mallorca. Die Maskenpflicht wurde im gesamten Land erheblich gelockert.  © Clara Margais/dpa

Update, 26. Juni, 14.49 Uhr: CSD-Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern in Berlin

Tausende Menschen haben zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin für Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten demonstriert.

Sie liefen am Samstagmittag in drei Protestzügen Richtung Alexanderplatz. Viele Teilnehmer hatten Regenbogenfahnen dabei, einige war verkleidet. Die meisten trugen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz. Das Motto der Veranstaltungen mit 9500 angemeldeten Teilnehmern lautete "CSD Berlin Pride".

Update, 26. Juni, 14.38 Uhr: Nur 2000 deutsche Fans bei Achtelfinale dabei

Nur 1500 bis 2000 Fans der deutschen Nationalmanschaft werden beim EM-Achtelfinale im Londoner Wembley-Stadion live dabei sein.

Tickets für die Partie am Dienstag (18.00 Uhr/ ARD und Magenta TV) gegen England werden von der Europäischen Fußball-Union nur an Deutsche vergeben, die in Großbritannien oder Irland leben.

Ein Restkontingent sei noch verfügbar, teilte der DFB am Samstag mit. In der Corona-Pandemie dürfen trotz der raschen Ausbreitung der Delta-Variante insgesamt 45.000 Zuschauer zum Klassiker im Londoner Stadion sein.

Update, 26. Juni, 14.03 Uhr: Hausärzte melden mehr Absagen von Impfterminen

Die Hausärzte in Deutschland beobachten, dass immer mehr Impftermine abgesagt werden. "Absagen oder No-Shows nehmen auch in den Hausarztpraxen zu", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag.

Eine allgemeine Impfmüdigkeit könnten die niedergelassenen Allgemeinmediziner jedoch nicht feststellen. Bei Absagen könnten die Hausärzte anderen Patienten Impfungen anbieten, sodass keine Impfstoffdosen vergeudet werden müssten.

Zudem gelinge es den Hausärzten immer wieder, Patienten, die aus anderen Gründen in die Praxis kommen, für eine Impfung zu gewinnen. "Wir brauchen jedoch weiter mehr Impfstoff und verlässliche Zusagen bei den Lieferungen", betonte Weigeldt.

Eine Frau wird in einer Hausarztpraxis gegen das Coronavirus geimpft.
Eine Frau wird in einer Hausarztpraxis gegen das Coronavirus geimpft.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 26. Juni, 13.05 Uhr: Überschaubare Anzahl an coronabedingten Bußgeldern für Airlines

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hat in diesem Jahr bislang in 84 Fällen Bußgelder gegen Fluggesellschaften verhängt, die Ticketkosten für coronabedingt stornierte Flüge nicht fristgerecht zurückgezahlt haben.

Das teilte eine Sprecherin der Behörde dem "Handelsblatt" mit. Im gesamten Vorjahr waren es demnach 51 Bescheide. Dem Bericht zufolge machte das LBA keine Angaben zur Höhe der Bußgelder und zu den betroffenen Airlines.

Update, 26. Juni, 11.35 Uhr: Hunderte Corona-Tote in Russland - Große Feier in St. Petersburg

In Russland spitzt sich die Corona-Lage weiter zu. Die Behörden registrierten am Samstag landesweit 619 Tote innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr.

Die meisten Todesfälle (107) gibt es demnach in St. Petersburg, wo auch einige Spiele der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen werden.

In der Nacht zum Freitag feierten in der Millionenstadt zudem Tausende Schüler ihren Schulabschluss vor der Eremitage. Die meisten seien ohne Schutzmaske zu sehen gewesen, berichtete der Radiosender Echo Moskwy.

Update, 26. Juni, 11.15 Uhr: Fast 44,4 Millionen Erstgeimpfte - Bremen vorne

Ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne in Deutschland ist mehr als die Hälfte der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, über ein Drittel hat auch schon die zweite Spitze erhalten.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Fast 44,4 Millionen Erstgeimpfte in Deutschland - Spahn: Großbritannien überholt.

Mehr als 50 Prozent der Deutschen haben den Pieks gegen das Coronavirus bereits erhalten.
Mehr als 50 Prozent der Deutschen haben den Pieks gegen das Coronavirus bereits erhalten.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 26. Juni, 10.26 Uhr: Italiens Discobetreiber hoffen auf Wiederöffnung Anfang Juli

In Italien schöpfen die Betreiber von Diskotheken Hoffnung, bald wieder ihre Tanzflächen öffnen zu können.

Italienische Medien berichteten am Freitag und Samstag, die Experten des technisch-wissenschaftlichen Rates im Gesundheitsministerium hätten grünes Licht für eine eingeschränkte Wiederöffnung Anfang Juli gegeben. Das Gremium empfehle den Discobetrieb lediglich für die sogenannten Weißen Zonen, im Freien und mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa.

Update, 26. Juni, 10.08 Uhr: Minister verletzt Corona-Regeln: Druck auf Briten-Premier Boris Johnson

Nach Berichten über eine Affäre des britischen Gesundheitsministers Matt Hancock (42) mit einer Mitarbeiterin steigt der Druck auf Premierminister Boris Johnson (56), das Kabinettsmitglied zu entlassen.

Die Zeitung "The Sun" hatte am Freitag Fotos aus einem Überwachungsvideo veröffentlicht, die zeigen sollen, wie der verheiratete Hancock seine ebenfalls verheiratete Mitarbeiterin in seinem Büro küsst.

Der Minister räumte einen Verstoß gegen die von ihm selbst eingeführten Corona-Abstandsregeln ein, die zum Zeitpunkt der Bilder engen Kontakt mit Mitgliedern fremder Haushalte untersagten. Er lehnte aber einen Rücktritt ab. Johnson nahm die Entschuldigung an und erklärte den Fall für erledigt.

Update, 26. Juni, 9.17 Uhr: Mehr Impfdosen von Moderna erwartet

Für die Corona-Impfungen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im dritten Quartal deutlich mehr Dosen des Herstellers Moderna zu erwarten als ursprünglich angekündigt.

Im Juli sollen pro Woche statt der vorgesehenen 733.000 nun jeweils 1,33 Millionen Dosen kommen. Im August werden dann 2,57 Millionen Dosen pro Woche erwartet, im September 2,95 Millionen pro Woche.

Insgesamt will der US-Hersteller den neuen Zahlen zufolge im Juli 5,32 Millionen Impfdosen liefern, im August 10,28 Millionen und im September 14,5 Millionen Dosen.

Moderna will mehr Impfstoff an Deutschland liefern.
Moderna will mehr Impfstoff an Deutschland liefern.  © Michael Sohn/POOL AP/AP

Update, 26. Juni, 8.35 Uhr: Mehr als 32 Millionen digitale Impfnachweise

In Deutschland sind inzwischen mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise erstellt worden.

In Impfzentren und Arztpraxen waren es 5,9 Millionen und in Apotheken 11,9 Millionen, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nachträglich per Post versandt wurden demnach mittlerweile 14,5 Millionen Zertifikate.

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind rund 28,4 Millionen Menschen. Dass es schon mehr als 32 Millionen digitale Zertifikate gibt, erklärt sich laut Ministerium daraus, dass nunmehr pro Impfung ein Zertifikat ausgestellt wird - bei Erstimpfungen wie bei Zweitimpfungen.

Schon voll Geimpfte erhalten beim nachträglichen Hinterlegen in der App also zwei Zertifikate. Beim Mittel von Johnson & Johnson ist nur eine Spritze für den vollen Impfschutz nötig.

Der digitale Impfnachweis kann in einer Apotheke nachträglich geholt werden.
Der digitale Impfnachweis kann in einer Apotheke nachträglich geholt werden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 26. Juni, 7.35 Uhr: Bildungsministerin Karliczek: Keine Garantie für offene Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50) schließt Schulschließungen wegen Corona-Maßnahmen auch im kommenden Schuljahr nicht aus, zeigt sich aber optimistisch, dass sie vermieden werden können.

Auf eine entsprechende Frage in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv, sagte die CDU-Politikerin: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir gut starten können und dass wir es dann (...) schaffen können, Schulen möglichst lange offen zu halten".

Eine Garantie könne niemand geben, fügte sie hinzu. "Weil wir nicht wissen, was diese Mutationen, die auf der Welt unterwegs sind, uns da noch zumuten."

Anja Karliczek (50, CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek (50, CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.  © Felix Schröder/dpa

Update, 26. Juni, 7.30 Uhr: Niederlande lockern Corona-Regeln großzügig

Die Niederlande haben einen großen Schritt zurück zu einem öffentlichen Leben fast ohne Corona-Beschränkungen gemacht. Fast alle im Zuge der Pandemie eingeführten Maßnahmen sind seit Samstag wieder aufgehoben.

Als zentrale Regel gilt nur noch der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter. Wenn der - wie etwa in einer Disco - nicht eingehalten werden kann, ist Zutritt nur mit Test- oder Impfbeweis möglich.

Update, 26. Juni, 7.08 Uhr: RKI registriert 592 Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 592 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1108 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,9 an (Vortag: 6,2; Vorwoche: 9,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 99 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.172 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.618.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.746.

Den Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI am Freitagabend bei 0,78 (Vortag: 0,75).

Der Tupfer eines Corona-Testes.
Der Tupfer eines Corona-Testes.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 26. Juni, 4.10 Uhr: EU-Kommission: Anstrengungen beim Impfen "verdoppeln"

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus fordert die Europäische Kommission die EU-Staaten auf, deutlich mehr zu tun als bisher.

"Für die Ungeimpften und nur teilweise Geimpften ist die Delta-Variante eine echte Bedrohung", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der Tageszeitung "Welt". Solange nicht mehr Menschen ihre zweite Impfung erhalten hätten, müsse alles getan werden, um die Übertragungskette der Delta-Variante zu unterbrechen.

"Das bedeutet, dass unsere Anstrengungen, die Bevölkerung zu impfen, verdoppelt und die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheit respektiert werden müssen."

Update, 26. Juni, 2 Uhr: MP Dreyer zu Pandemie: "Es ist leider nicht vorbei"

Nach Einschätzung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) ist die Corona-Pandemie noch nicht überstanden.

Vielmehr komme es weiter auf das Verhalten der Menschen an. "Es ist leider nicht vorbei, aber wir haben es gemeinsam in der Hand, ob es nach einem schönen Sommer auch einen guten Herbst und Winter geben wird", sagte sie der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf.

Malu Dreyer (60, SPD), die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.
Malu Dreyer (60, SPD), die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 25. Juni, 20.36 Uhr: Großveranstaltungen in Europa "werden Konsequenzen haben"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Delta-Variante vor Sorglosigkeit in Europa.

Derzeit gebe es schon viele große Sportveranstaltungen und Zusammenkünfte, während viele Menschen noch keinen vollen Impfschutz hätten, sagte Maria Van Kerkhove (44), die führende Corona-Expertin der WHO, am Freitag.

"Die Veranstaltungen werden Konsequenzen haben", sagte sie in Genf. Schon jetzt seien deswegen Übertragungen aufgetreten.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: WHO warnt Europa: Großveranstaltungen "werden Konsequenzen haben".

Update, 25. Juni, 20.34 Uhr: Neue Beschränkungen bei Einreise aus Portugal und Russland

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt für massive Beunruhigung in Europa. Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) warnt eindringlich vor einer vierten Welle. Mit drastischen Einreisebeschränkungen für zwei weitere Länder versucht die Bundesregierung nun gegenzusteuern.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Wegen Virusvarianten: Neue Beschränkungen bei Einreise aus Portugal und Russland.

Coronaviren unter dem Mikroskop.
Coronaviren unter dem Mikroskop.  © dpa/ZUMA Wire/Niaid-Rml

Update, 25. Juni, 19.14 Uhr: Lockerste Corona-Regeln für ganz Italien ab Montag

Für ganz Italien sollen ab kommendem Montag die lockersten Corona-Regeln gelten.

Gesundheitsminister Roberto Speranza (42) unterschrieb am Freitag eine Anordnung, mit der auch das Aostatal ab dann zur sogenannten Weißen Zone zählt, wie er selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender "Rai1" sagte.

Die kleine Region im Nordwesten Italiens war als einzige noch in der Gelben Zone.

Update, 25. Januar, 19.09 Uhr: HSV-Zugang Glatzel mit Corona infiziert

Fußball-Zweitligist Hamburger SV meldet einen neuen Corona-Fall.

Zugang Robert Glatzel (27) hat sich mit dem Virus infiziert, teilte der Verein am Freitag mit. Das ergab die Auswertung eines Tests am Vortag.

Der Angreifer befindet sich in häuslicher Quarantäne. Der Stürmer habe keinen Kontakt zu seinen neuen Mannschaftskollegen gehabt, informierte der HSV.

Update, 25. Juni, 17.14 Uhr: Impfung mit wirkungslosem Stoff? - Indische Klinik unter Verdacht

Eine Privatklinik in der indischen Metropole Mumbai soll mehr als 2000 Menschen statt des erhofften Corona-Impfstoffs eine andere Flüssigkeit gespritzt haben.

Die Polizei geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass es sich dabei um eine Kochsalzlösung gehandelt habe, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte.

Man habe die beiden Klinikbesitzer und acht mutmaßliche Komplizen festgenommen. Die Suche nach weiteren Verdächtigen laufe noch.

Update, 25. Juni, 17.13 Uhr: Corona-Todesfälle in Russland nehmen stark zu - Höchstwert in Moskau

In Russland nehmen die Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle nach Ansteckung mit dem Erreger rasant zu.

Die Behörden registrierten 601 Corona-Tote binnen einem Tag - so viele wie seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr.

Die Hauptstadt Moskau verzeichnete mit 98 Corona-Toten den vierten Tag infolge einen Rekordwert.

In Russland, wo viele Menschen einer Impfung weiter skeptisch gegenüberstehen, hat sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus stark ausgebreitet.

Update, 25. Juni, 17.12 Uhr: Impfabstände wegen Delta verkürzen? - Impfkommission prüft Argumente

Angesichts der angenommenen Wichtigkeit vollständiger Impfserien zum Schutz vor der Delta-Variante des Coronavirus gibt es eine neue Diskussion um die Verkürzung der Impfabstände.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Delta-Mutante im Anmarsch: Müssen Impfabstände jetzt schnellstmöglich verkürzt werden?

Zweitimpfung vorziehen oder nicht? Das ist hier die Frage.
Zweitimpfung vorziehen oder nicht? Das ist hier die Frage.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 25. Juni, 15.48 Uhr: Corona-Befunde auch nach EM-Spiel zwischen Dänemark und Russland

Nach dem EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Russland in Kopenhagen sind bislang 16 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Darunter seien vier, bei denen die ansteckendere Delta-Variante nachgewiesen worden sei, teilte die dänische Behörde für Patientensicherheit am Freitag über Twitter mit.

Alle Zuschauer, die bei der Begegnung am Montag auf der Tribüne B - das ist die hinter einem der beiden Tore - gesessen haben, werden zum PCR-Test aufgefordert.

Update, 25. Juni, 15.46 Uhr: Impfkampagne für Seeleute gestartet - Hamburg will Signal aussenden

Am Internationalen Tag des Seefahrers hat Hamburg mit der Impfung von Seeleuten gegen das Coronavirus begonnen.

"Wir hoffen sehr, dass von diesem Termin ein Signal an die deutschen Häfen ausgeht, die Seeleute unabhängig von ihrer Nationalität zu impfen", sagte am Freitag das Geschäftsführende Präsidiumsmitglied im Verband Deutscher Reeder, Ralf Nagel.

Häfen weltweit sollten sich der Impfaktion anschließen.

Ein Seemann wird im Seemannsclub Duckdalben gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Seemann wird im Seemannsclub Duckdalben gegen das Coronavirus geimpft.  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 25. Juni, 15.43 Uhr: Merkel warnt vor vierter Corona-Welle

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel (66) vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen.

"Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern", sagte sie am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Das sei gerade mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen von großer Bedeutung.

Testen, Abstand halten und Maske tragen seien nur kleine Einschränkungen gemessen an dem, "was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten und wir wieder stärkere Maßnahmen einführen müssten", betonte Merkel.

Derzeit habe man das Infektionsgeschehen gut im Griff. "Es muss alles dafür getan werden, dass das auch so bleibt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Update, 25. Juni, 14.51 Uhr: Island verabschiedet sich von Corona-Beschränkungen

Angesichts niedriger Corona-Zahlen und Fortschritten beim Impfen verabschiedet sich Island von seinen Beschränkungen.

Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Maßnahmen würden alle Einschränkungen innerhalb des Landes zum Samstag aufgehoben, teilte Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Freitag in Reykjavik mit.

Seit mehr als einer Woche wurde auf der Nordatlantik-Insel kein neuer Corona-Fall mehr gemeldet. Fast 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal geimpft.

Update, 25. Juni, 14.11 Uhr: Johnson & Johnson und Astrazeneca bleiben in Dänemark außen vor

Die Corona-Impfstoffe von Johnson & Johnson und Astrazeneca werden in Dänemark auch weiterhin aus der nationalen Impfkampagne herausgehalten.

Man könne die beiden Präparate auch nach erneuter Überprüfung nicht für einen Einsatz in Dänemark empfehlen, teilte die Gesundheitsverwaltung des Landes am Freitag mit.

Die Mittel werden deshalb weiterhin nicht im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms angeboten.

Update, 25. Juni, 14.05 Uhr: Von der Leyen besorgt über Delta-Variante

EU-Kommmissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) hat vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Man sei besorgt über die Mutante, sagte von der Leyen am Freitag nach einem EU-Gipfel in Brüssel. In Großbritannien sei Delta bereits die vorherrschende Variante, auch in der EU verbreite sie sich zunehmend.

Die gute Nachricht sei jedoch, dass eine doppelte Impfung auch gegen die Delta-Variante sehr wirksam sei. Eine einfache Impfung mindere zumindest das Risiko einer schweren Krankheit.

Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Aris Oikonomou/Pool AFP/AP/dpa

Update, 25. Juni, 14.03 Uhr: Polen will Ungeimpfte mit Anrufaktion überzeugen

Zur Steigerung der Impfquote startet Polen eine Anrufaktion bei Menschen, die sich noch nicht gegen Covid-19 haben schützen lassen.

In der kommenden Zeit werde man eine Million Nicht-Geimpfte anrufen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski (47) am Freitag in Warschau.

Um einen Impftermin zu bekommen, müssten die Angerufenen nichts weiter tun, als die Fragen des Beraters von der Impfhotline zu beantworten.

Update, 25. Juni, 13.22 Uhr: Unicef warnt: Corona zerstört Zukunftschancen vieler Kinder in Afrika

Die aktuell durch Afrika schwappende dritte Corona-Infektionswelle nimmt immer mehr Kindern auf dem Kontinent die Zukunftsperspektiven.

Laut dem UN-Kinderhilfswerk (Unicef) verlieren im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas nicht nur viele Kinder ihre Eltern und Großeltern, sondern sind auch Stress, häufigerem Missbrauch im häuslichen Umfeld, sozialer Isolierung und Bildungsrückschlägen ausgesetzt.

"Covid-19 war ein verheerender Rückschlag für die Bildung - nach Unicef-Schätzungen kehrten rund neun Millionen Kinder im östlichen und südlichen Afrika nie in die Schulen zurück, als die wieder öffneten", sagte Unicef-Sprecher James Elder am Freitag. Seit Jahresbeginn seien 50 Millionen Menschen im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas in extreme Armut gerutscht.

Update, 25. Juni, 13.09 Uhr: Niederländischer König hofft auf freies Reisen nach Deutschland

Der niederländische König Willem-Alexander (54) hofft, dass auch die letzten Reisebeschränkungen zwischen Deutschland und den Niederlanden fallen werden.

Er wünsche sich, dass alles schnell wieder normal werde und alle in Europa wieder frei reisen könnten, sagte der Monarch in einem Video-Gespräch mit deutschen Journalisten in Den Haag. Daher habe der sogenannte Corona-Pass auch eine so große Bedeutung. Da die Niederlande von Deutschland als Risikogebiet eingestuft sind, ist die Einreise von dort nur mit einem negativen Testergebnis erlaubt.

Die Reisebeschränkungen hätten dem wirtschaftlichen Kontakt zwischen beiden Ländern nicht.

Update, 25. Juni, 12.53 Uhr: Bundespräsident Steinmeier besucht Krankenhaus in Treuenbrietzen

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier (65, SPD) hat bei einem Besuch im Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) allen Beschäftigten für die Behandlung und Versorgung der Patienten in der Corona-Pandemie gedankt.

"Ich möchte stellvertretend Danke sagen all denen, die insbesondere in den Monaten der Pandemie täglich unglaublich viel geleistet haben", sagte Steinmeier. Steinmeier verwies darauf, dass inzwischen den als "Long Covid" bekannt gewordenen Langzeitfolgen viel Aufmerksamkeit gewidmet werden müsse. "Ärzte schätzen, dass etwa zehn Prozent der an Covid-19 Erkrankten an solchen Langzeitfolgen leiden", sagte Steinmeier. "Das müssen wir ernst nehmen."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD, l.) und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) besuchten am Freitag das Johanniter-Krankenhauses in Treuenbrietzen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD, l.) und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) besuchten am Freitag das Johanniter-Krankenhauses in Treuenbrietzen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Juni, 12.36 Uhr: RKI: Hinweise auf höhere Rate von Krankenhausaufenthalten bei Delta

Die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus scheint nach ersten Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) auch in Deutschland zu einer höheren Rate von Krankenhausbehandlungen zu führen.

"Wir haben noch nicht genügend Daten, um wirklich klar zu sagen, wie gefährlich oder ungefährlich (...) sie ist", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Allerdings deuteten die noch jungen Zahlen aus dem deutschen Meldewesen auf eine rund doppelt so hohe Rate von Krankenhauseinweisungen hin verglichen mit der bislang dominierenden Alpha-Variante.

Wieler sagte, es würden demnach elf Prozent der Delta-Infizierten in Kliniken behandelt, verglichen mit fünf Prozent bei Alpha. Bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren sei dies besonders ausgeprägt. Fallzahlen nannte Wieler nicht.

Update, 25. Juni, 12.29 Uhr: Sachsen-Anhalt unterstützt Vietnam mit 30.000 Corona-Schnelltests

Sachsen-Anhalt unterstützt Vietnam in der Corona-Pandemie mit rund 30.000 Antigen-Schnelltests. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) habe die Tests am Freitag dem vietnamesischen Botschafter Nguyen Minh Vu überreicht, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Auch Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Hamburg hätten sich beteiligt. Damit können nach Ministeriumsangaben insgesamt 300.000 Coronatests in die südostasiatische Republik transportiert werden. "Sachsen-Anhalt hat traditionell starke Beziehungen nach Vietnam, gerade auch in Wirtschaft und Wissenschaft. Angesichts der angespannten Infektionslage vor Ort haben wir schnell gehandelt und stellen zahlreiche Schnelltests zur Verfügung, die bereits Anfang kommender Woche in Vietnam sein werden", sagte Willingmann.

Update, 25. Juni, 12.23 Uhr: Gut jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervor (Stand: 10.35 Uhr).

Rund 44 Millionen Menschen (52,9 Prozent) haben demnach mindestens eine Impfung bekommen, 28,3 Millionen (34,1 Prozent) sind vollständig geimpft. Allein am Freitag wurden 969.028 Impfdosen verabreicht.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 60 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (46,9 Prozent) liegen alle Bundesländer über der 50-Prozent-Marke. Das Saarland hat mit 40,7 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 31,6 Prozent das Schlusslicht.

Mehr als 34 Prozent aller Deutschen sind inzwischen gegen Corona geimpft.
Mehr als 34 Prozent aller Deutschen sind inzwischen gegen Corona geimpft.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 25. Juni, 11.36 Uhr: Britisches Bevölkerungswachstum wegen Corona deutlich verlangsamt

Wegen der Corona-Pandemie ist das Wachstum der britischen Bevölkerung auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren gesunken.

Mitte 2020 hätten im Vereinigten Königreich schätzungsweise 67,1 Millionen Menschen gelebt, teilte das britische Statistikamt ONS am Freitag mit. Das Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt bedeute aber das niedrigste Wachstum seit 2001. Die Statistiker machten die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutlich erhöhte Sterblichkeit für die Entwicklung verantwortlich.

Im Jahr bis Mitte 2020 seien landesweit etwa 669.000 Menschen gestorben, 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Wert seit 1986. Zugleich sank die Zahl der Geburten auf 701.000 und damit auf den niedrigsten Stand seit 2003. Zudem gab es elf Prozent weniger Umzüge als im Vorjahr.

Update, 25. Juni, 11.08 Uhr: RKI erwartet wegen Delta-Variante Wiederanstieg der Inzidenzen

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in der Coronavirus-Pandemie von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus.

Delta sei noch ansteckender als Alpha, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. "Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden." In der zweiten Juni-Woche lag der Delta-Anteil nach den jüngsten RKI-Zahlen in Deutschland schon bei 15 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass er heute schon höher sein wird", sagte Wieler. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann diese Variante die Hoheit übernehmen werde.

Im Moment lägen die bundesweiten 7-Tage-Inzidenzen mit 6,2 Prozent erfreulich niedrig. Grund dafür sei auch das verantwortungsbewusste Handeln der Bevölkerung. "Lassen Sie uns diese niedrigen Inzidenzen verteidigen!", appellierte Wieler.

Update, 25. Juni, 10.50 Uhr: Spahn warnt erneut vor Sorglosigkeit im Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat auch mit Blick auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus erneut zu Vorsicht im Sommer aufgerufen.

Aus einem zu sorglosen Sommer dürfe kein "Sorgenherbst" werden, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Die Delta-Variante werde über den Sommer auch in Deutschland die Oberhand gewinnen, dies sei eher eine Frage von Wochen als von Monaten. Es mache bei der Ausbreitung aber einen Unterschied, wie hoch die gesamte Zahl der Ansteckungen und die Impfquote seien.

"Es liegt an uns", sagte Spahn. Im Alltag gehe nun draußen "ziemlich viel". In Innenräumen, vor allem mit vielen Menschen, sollten weiter Schutzmasken getragen werden. Reisen sei möglich. Bei der Rückkehr aus dem Urlaub sollten Familien aber kostenlose Testangebote nutzen, auch mit Blick auf den Schulbeginn nach den Ferien. Der Minister appellierte an alle Bürger, Impfangebote zu nutzen - auch für wichtige Zweitimpfungen als vollen Schutz gegen Virus-Varianten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warnt vor allzu viel Corona-Sorglosigkeit im Sommer.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) warnt vor allzu viel Corona-Sorglosigkeit im Sommer.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 25. Juni, 10.42 Uhr: Bundesrat beschließt Corona-Aufholprogramm für Kinder

Das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche kann starten. Der Bundesrat stimmte am Freitag für eine entsprechende Gesetzesänderung bei der Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern.

Der Bund überlässt damit den Ländern mehr Anteile aus der Umsatzsteuer, so dass sie zusätzliche Maßnahmen zur Lernförderung finanzieren, Sozialprojekte ausweiten und mehr kostenlose und günstige Freizeit-, Sport- und Erholungsangebote anbieten können. Außerdem stimmte die Länderkammer der Auszahlung eines 100-Euro-Freizeitbonus für Kinder aus bedürftigen Familien in diesem Sommer zu.

Update, 25. Juni, 10.25 Uhr: Finnische EM-Fans in Russland mit Coronavirus angesteckt

Dutzende finnische EM-Fans haben sich in Russland mit dem Coronavirus angesteckt. 86 Corona-Infektionen wurden bislang bei Personen nachgewiesen, die zuletzt über die Landesgrenze zu Russland nach Finnland zurückgekehrt sind.

Das berichteten unter anderem der Rundfunksender Yle und die Zeitung "Hufvudstadsbladet". Finnland hatte am Montag sein drittes EM-Vorrundenspiel gegen Belgien in St. Petersburg bestritten. Hunderte Finnen waren dafür in die russische Stadt gereist. Dabei seien noch nicht alle an der Grenze gemachten Corona-Tests analysiert worden. Rund 800 weitere seien zudem ohne Test eingereist, weil die Testkapazitäten an der Grenze nicht ausgereicht hätten. Es wird deshalb mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Viele finnische Fußball-Fans haben sich bei ihrer Reise nach St. Petersburg mit dem Coronavirus infiziert.
Viele finnische Fußball-Fans haben sich bei ihrer Reise nach St. Petersburg mit dem Coronavirus infiziert.  © Igor Russak/dpa

Update, 25. Juni, 9.52 Uhr: Exporterwartungen so hoch wie seit gut zehn Jahren nicht mehr

Die deutsche Exportwirtschaft schaut dank Nachholeffekten aus der Corona-Krise voller Zuversicht nach vorne.

Die vom Ifo-Institut erhobenen Exporterwartungen kletterten im Juni auf 26 Punkte, den höchsten Stand seit Januar 2011, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Freitag mitteilten. Zum Mai bedeutet das ein Plus von 3,5 Punkten. Vor einem Jahr hatte der Index im Minus gelegen.

"Nahezu alle Branchen rechnen mit steigenden Exporten", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. So hätten sich die Erwartungen in der Autoindustrie und bei den Herstellern von Nahrungsmitteln wieder von einem Rückgang im Mai erholt. Elektrobranche und Maschinenbau seien nach wie vor sehr optimistisch. Eine negative Ausnahme sind die Bekleidungshersteller.

Update, 25. Juni, 9.29 Uhr: Erneut Maskenpflicht in Israel nach Anstieg von Corona-Zahlen

Israel hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen erneut eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen verhängt.

Diese war erst Mitte des Monats fast komplett aufgehoben worden. Ab Freitagmittag (11.00 Uhr/MESZ) müssten grundsätzlich alle Personen in Innenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Montag waren in Israel erstmals seit April wieder mehr als 100 Neuinfektionen an einem Tag nachgewiesen worden. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Update, 25. Juni, 9 Uhr: Britische Reisewirtschaft enttäuscht, kaum Länder auf der "grünen Liste"

Die britische Reisewirtschaft hat sich enttäuscht über die Entscheidung der Londoner Regierung gezeigt, nur wenige Tourismusziele in Europa auf die "grüne" Corona-Reiseliste zu setzen.

Der "übervorsichtige" Ansatz der Regierung sei ein weiterer Schlag für die ohnehin von der Pandemie hart getroffene Branche, sagte die Chefin des Flughafenverbands Airport Operators Association, Karen Dee, am Donnerstagabend. Zwar sei jede Erweiterung der "grünen Liste" willkommen, doch helfe der Schritt nicht beim Neustart. Matthew Fell vom Industrieverband CBI sagte, die Ergänzungen würden nicht dazu beitragen, die Sommersaison zu retten.

In allzu viele Länder dürfen Briten aktuell noch nicht reisen, um Urlaub zu machen. Dann müssen sie im Sommer eben an britischen Stränden wie hier in Brighton bleiben.
In allzu viele Länder dürfen Briten aktuell noch nicht reisen, um Urlaub zu machen. Dann müssen sie im Sommer eben an britischen Stränden wie hier in Brighton bleiben.  © Gareth Fuller/PA Wire/dpa

Update, 25. Juni, 8.13 Uhr: Teile Sydneys gehen wegen neuer Corona-Fälle in strikten Lockdown

Teile der australischen Metropole Sydney gehen nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen in einen strikten Lockdown. Die Beschränkungen sollen zunächst für sieben Tage gelten, teilten die Behörden am Freitag mit.

Während dieser Zeit dürfen die Bürger nur noch ihre Häuser verlassen, "wenn es absolut notwendig ist", wie die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, ankündigte. Sorge bereitet den Behörden vor allem ein Corona-Cluster in östlichen Vororten, wo die Zahl der neuen Fälle auf 65 stieg.

Update, 25. Juni, 8.01 Uhr: Corona verdirbt Verbrauchern laut Studie inzwischen weniger die Laune

Die Corona-Krise schlägt inzwischen weniger auf die Verbraucher-Stimmung: Die Konsumlaune in Deutschland ist der neuesten Studie des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK zufolge so gut wie seit August 2020 nicht mehr.

Vor allem die Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage in Deutschland seien nach einem sprunghaften Anstieg im vergangenen Monat noch einmal deutlich gestiegen, teilte die GfK am Donnerstag in Nürnberg mit. Der GfK-Konjunkturindikator sei auf 58,4 Punkte geklettert - der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Insgesamt bewegt sich das Konsumklima jedoch immer noch auf einem Niveau, das unterhalb des langjährigen Durchschnitts liegt.

Update, 25. Juni, 6.45 Uhr: RKI registriert 774 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 6,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 774 Corona-Neuinfektionen sowie 62 neue Todesfälle gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1076 Ansteckungen und 91 Toten gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,2 an (Vortag: 6,6; Vorwoche: 10,3).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.725.580 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.616.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.678 angegeben. Den Sieben-Tage-R-Wert gab das RKI am Donnerstagabend mit 0,75 (Vortag: 0,72) an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken.

Laut den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore fallen die Zahlen allerdings noch ein wenig höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 3.732.914 Infektionen und 90.685 Todesfälle in Folge einer Covia-19-Erkrankung.

Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich weiterhin.
Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich weiterhin.  © Jefferson Bernardes/AP/dpa

Update, 25. Juni, 5.31 Uhr: Forscher raten zu 3. Corona-Impfung für Senioren und Immunschwache

Ein halbes Jahr nach dem offiziellen Start der bundesweiten Corona-Impfkampagne am 27. Dezember empfehlen Wissenschaftler eine dritte Impfung für Senioren und Menschen mit Immunschwächen in diesem Herbst.

"Wir müssen die nächste Phase beim Impfen jetzt schon andenken", sagte Leif Erik Sander, Infektionsimmunologe an der Berliner Charité, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich gehe davon aus, dass wir bei älteren Menschen, die zu Beginn dieses Jahres ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten haben, eine nachlassende Immunantwort sehen werden." Für jüngere und gesunde Menschen seien Auffrischungsimpfungen dagegen noch kein Thema.

Update, 25. Juni, 5.07 Uhr: RKI-Chef Wieler sieht K.o.-Spiele in London kritisch

"Aus infektionsmedizinischer Sicht ist das keine gute Idee", sagte Lothar Wieler im Hinblick auf die K.o.-Spiele der Fußball-Europameisterschaft in London in einem Interview der "Rheinischen Post" (Freitag).

In Großbritannien breitet sich die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus stark aus und ist dort für die Mehrzahl der aktuellen Infektionen verantwortlich. Deshalb hat der Präsident des Robert Koch-Institutes unter dem Gesichtspunkt des Infektionsschutzes für volle Stadien und umherreisende Fußball-Anhänger nur wenig Verständnis.

Update, 25. Juni, 4.49 Uhr: Laut Wolfgang Schäuble war der Bundestag jederzeit arbeits- und entscheidungsfähig

Der Bundestag hat sich in der Corona-Pandemie nach Einschätzung seines Präsidenten Wolfgang Schäuble (78, CDU) als "sehr krisenfest" erwiesen.

"Das Parlament war zu jedem Zeitpunkt arbeits- und entscheidungsfähig", sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der letzten regulären Sitzung in dieser Wahlperiode am Freitag. "In einer solchen Notstandssituation durfte die Demokratie, das Grundgesetz oder das Parlament nicht außer Kraft gesetzt werden."

Wolfgang Schäuble (78, CDU, M.) ist seit 2017 der Präsident des Deutschen Bundestages.
Wolfgang Schäuble (78, CDU, M.) ist seit 2017 der Präsident des Deutschen Bundestages.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. Juni, 4.36 Uhr: Britische Autoproduktion bleibt niedriger als vor Corona

Wegen der Corona-Lockerungen ist die britische Autoproduktion im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sprunghaft gestiegen.

Allerdings klagt der Branchenverband SMMT, dass ein weltweiter Mangel an Einzelteilen wie Halbleitern die Erholung des Industriezweigs beeinträchtige. Im Mai hätten knapp 55.000 Autos die Fabriken in Großbritannien verlassen, teilte der Verband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) am Freitag mit. Im Mai 2020 waren es wegen den Folgen der Pandemie, die damals ihren ersten Höhepunkt erreichte, nur 5314 Fahrzeuge. Allerdings lag die Zahl im Mai 2019 noch doppelt so hoch wie in diesem Jahr.

Update, 25. Juni, 4.05 Uhr: Impfabstände wegen Delta verkürzen? - Impfkommission prüft Argumente

Angesichts der angenommenen Wichtigkeit vollständiger Impfserien zum Schutz vor der Delta-Variante des Coronavirus gibt es eine neue Diskussion um die Verkürzung der Impfabstände.

Die Frage sei nicht trivial, teilte Thomas Mertens, der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko), der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Es gebe verschiedene Pro- und Contra-Argumente, erklärte der Ulmer Virologe. "Wir versuchen derzeit die notwendige Evidenz zu schaffen." Die Stiko empfiehlt bislang längere Zeitabstände zwischen den zwei Impfungen als es gemäß Zulassung der jeweiligen Impfstoffe möglich wäre. Das hat Gründe: Bei Astrazeneca etwa steigt die Wirksamkeit bei längerem Abstand. Zudem sprach die Impfstoffknappheit dafür, zunächst möglichst viele Menschen mit der Erstimpfung zu versorgen.

Update, 25. Juni, 3.27 Uhr: Corona-Erholung in den USA treibt Nike-Geschäft an

Der Adidas-Konkurrent Nike profitiert kräftig von der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in den USA.

Der Umsatz in Nordamerika schoss im vergangenen Quartal um 141 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Dollar hoch. Bei Sportbekleidung gab es die größten Zuwächse. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um rund zwölf Prozent. Weltweit waren die Erlöse mit 12,3 Milliarden Dollar (10,3 Mrd Euro) fast doppelt so hoch wir ein Jahr zuvor.

Update, 25. Juni, 2.52 Uhr: RKI-Chef empfiehlt Tests und Maskenpflicht an Schulen bis Frühjahr 2022

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (60), plädiert für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum kommenden Frühjahr.

"Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein", sagte Wieler der "Rheinischen Post" (Freitag). "Zum einen wollen wir ja das Infektionsgeschehen niedrig halten, weil auch Kinder schwer erkranken können. Und zum anderen haben wir natürlich das Ziel, dass die Schulen offen bleiben."

Nach eigener Aussage rechnet er mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen. "Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen."

Lothar Wieler (60) ist der Präsident des Robert Koch-Instituts.
Lothar Wieler (60) ist der Präsident des Robert Koch-Instituts.  © Carsten Koall/dpa

Update, 25. Juni, 2.29 Uhr: Riechverlust durch Covid-19 nach acht Monaten meist weg

Einer französischen Studie zufolge kann der Geruchssinn nach einem Corona-bedingten Verlust bei fast allen Betroffenen innerhalb von acht Monaten wieder vollständig zurückkehren.

49 von 51 Versuchspersonen waren ihre Beschwerden nach diesem Zeitraum los. Zwei Menschen in der Untersuchungsgruppe hatten selbst nach einem Jahr jedoch noch Probleme mit dem Geruchssinn. Die Forschenden schreiben von einer "exzellenten Prognose". Wie das Forscherteam herausfand, war der Geruchssinn bei rund 84 Prozent der Teilnehmenden bereits nach vier Monaten vollständig zurückgekommen. Bis zum Ende der Studie nach zwölf Monaten hatten ihn 96 Prozent zurück.

Update, 25. Juni, 2.18 Uhr: US-Lebenserwartung sinkt wegen Covid, riesige Ungleichheit

Die Lebenserwartung der US-Bevölkerung ist einer Studie zufolge im Corona-Jahr 2020 um fast zwei Jahre gesunken. Das Forscherteam fand dabei eine riesige Ungleichheit zwischen Schwarzen, Latinos und Weißen.

So fiel die Lebenserwartung von schwarzen Männern demnach auf knapp 68 Jahre - das sei der geringste Wert seit 1998. Weiße Männer liegen demgegenüber bei knapp 75 Jahren. Der Artikel des US-Teams wurde im "British Medical Journal" veröffentlicht. Insgesamt sank die Lebenserwartung in den USA von 2018 bis 2020 den Wissenschaftlern zufolge insgesamt um 1,87 auf 76,9 Jahre.

Besonders extrem sei die Entwicklung für Schwarze und Latinos gewesen, deren Lebenserwartung nach Angaben der Studie jeweils um mehr als drei Jahre zurückging. Die Entwicklung in den USA sei dabei sehr viel drastischer als in 16 ausgewählten, vergleichbaren Industrieländern. Dort liege die Abnahme der durchschnittlich erwarteten Lebenszeit bei etwa 0,22 Jahren - insgesamt liege die Lebenserwartung 4,7 Jahre über der in Amerika.

Update, 25. Juni, 2.11 Uhr: Analyse bestätigt: Corona-Infektionen schon weit vor erstem Nachweis

Nach einer neuen Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von Sars-CoV-2 beim Menschen zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein.

Das bestätigt eine im Fachjournal "PLOS Pathogens" vorgestellte Analyse. Der Rechnung zufolge sei ein Datum um den 17. November herum wahrscheinlich, berichten die Forscher. Das Virus dürfte sich demnach deutlich schneller in der Welt verbreitet haben als nach den ersten Nachweisen bekannt.

Die ersten offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Erreger waren Anfang Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan erfasst worden. Experten nehmen aber schon lange an, dass das Virus schon davor bei Menschen kursierte. Diese Vermutung hatte auch das Ermittlungsteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geäußert, das im Januar und Februar in China nach dem Ursprung des Virus gesucht hatte.

In der chinesischen Stadt Wuhan brach das Coronavirus erstmals aus, laut neuen Forschungsergebnissen aber offenbar schon früher als bislang angenommen.
In der chinesischen Stadt Wuhan brach das Coronavirus erstmals aus, laut neuen Forschungsergebnissen aber offenbar schon früher als bislang angenommen.  © Ng Han Guan/AP/dpa

Update, 25. Juni, 1.53 Uhr: Corona-Regeln für den Bundestag verlängert

Trotz sinkender Infektionszahlen bleibt der Bundestag vorsichtshalber im Corona-Modus. Das Parlament verlängerte am frühen Freitagmorgen die Regelung, wonach das Parlament bereits mit mehr als einem Viertel seiner Abgeordneten beschlussfähig ist.

Normalerweise muss dafür die Hälfte der Abgeordneten anwesend sein - doch wegen der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen hatte der Bundestag diese Marke im Frühjahr des vergangenen Jahres abgesenkt und die Sonderregelung seitdem mehrmals verlängert.

Update, 25. Juni, 1.29 Uhr: Zusätzliche Corona-Hilfe für den Nahverkehr

Wegen fehlender Fahrgäste in der Corona-Krise gibt es eine weitere staatliche Finanzspritze für Busse und Bahnen.

Der Bundestag beschloss am frühen Freitagmorgen, dem öffentlichen Personennahverkehr erneut eine Milliarde Euro zukommen zu lassen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bund 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr ohnehin auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Die Länder, die dem Gesetz im Bundesrat noch zustimmen müssen, sollen Finanzhilfen in gleicher Höhe wie der Bund bereitstellen.

Update, 25. Juni, 0.17 Uhr: Reisebeschränkungen auch ohne Pandemie-Lage

Corona-bedingte Einreisebeschränkungen können weiter greifen, auch wenn die Pandemie-Lage nationaler Tragweite ausläuft. Eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat der Bundestag am späten Donnerstagabend beschlossen.

Am 25. März 2020 hatten die Abgeordneten erstmals eine "epidemische Lage" festgestellt und diese zuletzt bis maximal Ende September verlängert. Sie gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen - etwa zu Tests, zu Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Bei der nun beschlossenen Regelung geht es aber nur um Einreisebeschränkungen, die auch ohne diese rechtliche Grundlage weiter gelten können sollen - wenn auch nur maximal für ein Jahr nach Aufhebung der Lage.

Update, 24. Juni, 22.56 Uhr: Großbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland

Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen.

Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung vom Donnerstag hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind. Fußball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Großbritannien auf.

Im Londoner Wembley-Stadion spielen Deutschland und England im EM-Achtelfinale gegeneinander. Deutsche Fans dürfen aktuell aber nicht nach Großbritannien reisen.
Im Londoner Wembley-Stadion spielen Deutschland und England im EM-Achtelfinale gegeneinander. Deutsche Fans dürfen aktuell aber nicht nach Großbritannien reisen.  © Mike Egerton/PA Wire/dpa

Update, 24. Juni, 21.28 Uhr: Corona-Krise in Portugal spitzt sich zu: Lockerungen ausgesetzt

Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante und einer Zunahme der Infektionsfälle hat die Regierung Portugals die für Montag vorgesehenen Lockerungen der Corona-Einschränkungen für weite Teile des Landes ausgesetzt.

"Wir befinden uns in einer kritischen Phase", erklärte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva (43) am Donnerstag in Lissabon.

Mit 1556 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden wurde am Donnerstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums der höchste Wert seit Februar registriert.

Nach Angaben der EU-Behörde ECDC hat Portugal inzwischen mit einer 14-Tage-Inzidenz von gut 124 den höchsten Wert aller 30 erfassten Länder. Zum Vergleich: Deutschland weist 25 auf.

Update, 24. Juni, 19.55 Uhr: Delta-Variante: Nordländer wollen erneute Schließungen verhindern

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und dabei insbesondere gegen die sich weiter ausbreitende Delta-Variante wollen die fünf norddeutschen Bundesländer auf erneute Schließungen verzichten.

Stattdessen müssten die Impfungen forciert werden, um eine Durchimpfung der Bevölkerung und damit die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) am Donnerstag zum Abschluss einer Konferenz der Ministerpräsidenten und Bürgermeister der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Parallel dazu müssten die in einigen Bereichen bestehenden Maßnahmen wie Masken- oder Testpflicht die Menschen weiter schützen.

Update, 24. Juni, 19.53 Uhr: Hunderte Schüler bei Klassenfahrten auf Mallorca mit Corona infiziert

Hunderte Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Teilen Spaniens haben sich offenbar auf Abschlussfahrten Mitte Juni auf Mallorca mit dem Coronavirus infiziert.

Allein in Madrid seien mindestens 245 Jugendliche betroffen, teilten die regionalen Behörden am Donnerstag mit. Zuvor hatte das Baskenland von 49, die Region Valencia von 32 und Murcia von 18 Fällen berichtet.

Es wird vermutet, dass praktisch alle betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren und sich vom 12. bis 18. Juni auf der Mittelmeerinsel aufhielten. Alle Schüler hätten sich mit der britischen Variante des Virus infiziert.

Update, 24. Juni, 18.37 Uhr: Kretschmann: Staat sollte im Pandemiefall härter durchgreifen dürfen

Im Kampf gegen Pandemien sollte der Staat nach Meinung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73) drastischer als bisher in Freiheitsrechte der Bürger eingreifen dürfen.

Der Grünen-Politiker sagte im Interview mit Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten (Freitag): "Meine These lautet: Wenn wir frühzeitige Maßnahmen gegen die Pandemie ergreifen können, die sehr hart und womöglich zu diesem Zeitpunkt nicht verhältnismäßig gegenüber den Bürgern sind, dann könnten wir eine Pandemie schnell in die Knie zwingen."

Dann müsse man nicht monatelang und in Wellen Grundrechtseinschränkungen machen, mit erheblichen negativen Folgen für die ganze Gesellschaft.

"Wir sollten also einmal grundsätzlich erwägen, ob wir nicht das Regime ändern müssen, so dass harte Eingriffe in die Bürgerfreiheiten möglich werden, um die Pandemie schnell in den Griff zu bekommen."

Winfried Kretschmann (73, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (73, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 24. Juni, 18.36 Uhr: Mobile Teams impfen Genesene in saarländischen Pflegeheimen

In 20 Senioreneinrichtungen im Saarland sollen in der nächsten Zeit 252 genesene Bewohner nach überstandener Covid-Erkrankung eine Impfung erhalten.

Mobile Teams werden diese sogenannten Booster-Impfungen vornehmen, teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (71, CDU) am Donnerstag in Saarbrücken mit.

Update, 24. Juni, 17.35 Uhr: Bald 60 Prozent der Erwachsenen in Europa einmal gespritzt

Bis Sonntag sollen 220 Millionen Europäer mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft sein - rund 60 Prozent der Erwachsenen in der EU.

Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Donnerstag beim EU-Gipfel.

Für Juli erwartet die Kommission dann noch einmal die Lieferung von mindestens 90 Millionen Impfdosen von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson. Hinzu kommen könnten mehr als 30 Millionen Dosen von Astrazeneca, was aber nicht bestätigt sei.

Update, 24. Juni, 17.34 Uhr: Verdacht auf Betrug mit Corona-Tests

Wegen mutmaßlichen Betrugs mit Corona-Selbsttests sind gegen zwei Verdächtige in Berlin Haftbefehle vollstreckt worden.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, wurden am Morgen zudem mehrere Objekte zumeist in Charlottenburg durchsucht.

Ermittelt werde gegen drei Verdächtige im Alter von 26, 28 und 53 Jahren. Ihnen werde zur Last gelegt, gewerbsmäßig einen Gesamtschaden von einer halben Million Euro verursacht zu haben.

Sie sollen über Scheinfirmen bereits bezahlte Tests nicht geliefert und andererseits schon gelieferte Tests nicht bezahlt haben. Die beiden jüngeren Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Update, 24. Juni, 17.32 Uhr: US-Experten: Seltene Fälle von Herzentzündungen nach Corona-Impfung

Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern.

Seit April habe es in den Vereinigten Staaten mehr als 1000 gemeldete Fälle von Myokarditis oder Perimyokarditis gegeben, teilte die CDC am Mittwoch mit.

Die Behörde betonte dabei jedoch, dass das Auftreten der Erkrankungen mit knapp 13 Fällen auf einer Million gering sei und empfiehlt das Impfen nachdrücklich.

Auch seien die meisten Patienten schnell wieder vollständig genesen, Todesfälle habe es nicht gegeben.

Eine Ärztin impft einen Mann mit einem Corona Impfstoff. Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern.
Eine Ärztin impft einen Mann mit einem Corona Impfstoff. Experten der US-Gesundheitsbehörde CDC sehen einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen und selten auftretenden Herzmuskelentzündungen bei jüngeren Männern.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 24. Juni, 16.19 Uhr: Deutliche Lockerung der Maskenpflicht in Spanien ab Samstag

Die Maskenpflicht wird in Spanien erheblich gelockert.

Ab Samstag müsse der Mund-Nasen-Schutz im Freien nicht mehr immer und überall getragen werden, teilte die spanische Regierung am Donnerstag in Madrid mit.

Einem Dekret zufolge müssen die Menschen unterwegs weiterhin eine Maske bei sich tragen und aufsetzen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann.

In geschlossenen öffentlichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es weiterhin bei der Maskenpflicht.

Ein Mann nimmt an der Puerta del Sol seine Maske ab. Die Maskenpflicht wird in Spanien ab Samstag erheblich gelockert.
Ein Mann nimmt an der Puerta del Sol seine Maske ab. Die Maskenpflicht wird in Spanien ab Samstag erheblich gelockert.  © Eduardo Parra/Europa Press/dpa

Update, 24. Juni, 16.05 Uhr: Curevac sieht sich inzwischen als kommerzielles Pharma-Unternehmen

Die Tübinger Firma Curevac sieht sich mittlerweile mehr als kommerzielles Pharma-Unternehmen - und weniger als vorrangig durch Forschung geprägte Biotech-Firma.

Gründe dafür seien vor allem die zahlreichen Kooperationen mit großen Pharma-Unternehmen etwa bei der Zusammenarbeit für die Entwicklung und Produktion von Corona-Impfstoffen, wie Vorstandschef Franz-Werner Haas bei der Online-Hauptversammlung mit Investoren am Donnerstag in Tübingen sagte.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 als Start-up gegründet und hat sich auf die sogenannte mRNA-Technologie spezialisiert. Neben Corona-Impfstoffen entwickelt Curevac etwa auch Impfstoffe gegen Tollwut oder Gelbfieber sowie Mittel zur Krebsbekämpfung.

Ein Schild mit dem Logo des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac steht vor der Zentrale in Tübingen.
Ein Schild mit dem Logo des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac steht vor der Zentrale in Tübingen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 24. Juni, 15.02 Uhr: Diamond-League-Meetings in China wegen Corona abgesagt

Die beiden Diamond-League-Meetings der Leichtathleten im August in China fallen aus.

Das teilten die Veranstalter am Donnerstag mit und begründeten dies mit den Reise- und Quarantänebestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Das erste Meeting in Shanghai war für den 14. August vorgesehen, wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Spiele in Tokio. Das zweite sollte am 22. August folgen.

Der Kalender der Wettkampfserie umfasst nun noch zwölf statt 14 Veranstaltungen. Das Finale ist für den 8. und 9. September in Zürich geplant.

Update, 24. Juni, 14.20 Uhr: Bund verlängert Antragsfrist für Corona-Nothilfen in Profi-Ligen

Vereine aus den deutschen Profiligen mehrerer Sportarten können noch bis zum Ende des Jahres Corona-Soforthilfen beantragen. Der Bund verlängerte die Frist nach Angaben des CDU-Sportpolitikers Frank Steffel vom Donnerstag.

Insgesamt 325 Millionen Euro stehen den Klubs für 2021 noch zur Verfügung. Da die allgemeinen Wirtschaftshilfen Ende September ausliefen, wertete Steffel die Fristverlängerung als "Beweis für die Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft".

Abrufen können die Gelder Vereine aus den jeweils ersten drei Ligen im Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey, der drei höchsten Fußball-Ligen der Frauen sowie der 3. Fußball-Liga der Männer. Ausgenommen sind die 1. und 2. Fußball-Bundesliga der Männer.

Auch höherklassige Klubs aus anderen Sportarten dürfen Anträge stellen. Die Nothilfe sieht vor, vor allem ausbleibende Zuschauereinnahmen der Vereine durch die Folgen der Corona-Pandemie zu kompensieren.

Update, 24. Juni, 13.30 Uhr: Merkel setzt sich für EU-Strategie gegen Virusvarianten ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) will sich beim EU-Gipfel in Brüssel für ein koordiniertes Vorgehen gegen die Verbreitung gefährlicher Corona-Varianten einsetzen.

"Die Delta-Variante macht uns natürlich Sorgen", sagte sie am Donnerstag zum Auftakt des Gipfels in Brüssel. "Ich werde dafür werben, dass wir noch koordinierter vorgehen, auch gerade bei der Einreise aus Virusvariantengebieten."

Trotz aller Bemühungen um einheitliche Corona-Reisebeschränkungen in der EU gehen die Mitgliedstaaten unterschiedlich vor. Deutschland hat 14 Länder als Gebiete mit besonders gefährlichen Corona-Varianten eingestuft. Einziges europäisches Land ist Großbritannien, die anderen liegen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Für diese Gebiete gelten sehr strikte Einreisebeschränkungen.

Ausländer ohne Wohnsitz in Deutschland dürfen von dort gar nicht nach Deutschland befördert werden. Alle anderen müssen für 14 Tage in Quarantäne und haben keine Möglichkeit, sie zu verkürzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 24. Juni, 12.50 Uhr: Bundespräsident Steinmeier dankt Bundeswehr für Hilfe in der Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat der Bundeswehr für ihre Unterstützung bei der Eindämmung der Corona-Pandemie gedankt.

Deren Hilfe war vielfältiger als einer breiten Öffentlichkeit bewusst sei, sagte Steinmeier am Donnerstag beim Besuch Julius-Leber-Kaserne in Berlin-Wedding. Das Staatsoberhaupt hat sich dort über die Arbeit des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr informiert. Es wird aktiv, wenn zivile Behörden bei der Bundeswehr wie jetzt während der Pandemie Unterstützung anfordern.

Dass die Pandemie inzwischen erheblich an Dramatik verloren habe, wäre ohne die Bundeswehr nicht möglich gewesen, sagte Steinmeier nach einem Rundgang durch die Operationszentrale des Kommandos Territoriale Aufgaben. Es ist für die Führung der Hilfseinsätze in ganz Deutschland verantwortlich.

Update, 24. Juni, 12 Uhr: Jeder Dritte in Deutschland ist nun vollständig geimpft

Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent).

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor (Stand: 11.42 Uhr). Mehr als 43,4 Millionen Menschen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein am Mittwoch wurden 1.267.717 Impfdosen verabreicht.

Laut RKI werden jeden Tag mehr als 800.000 Corona-Schutzimpfungen deutschlandweit verabreicht. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 59,2 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter.

Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 24. Juni, 10.50 Uhr: Moderna will Corona-Impfstoff an Deutschland früher liefern

Der Europa-Chef des US-Konzerns Moderna, Dan Staner, will den versprochenen Corona-Impfstoff für Deutschland früher als geplant liefern.

"Moderna hofft, die im dritten Quartal für Deutschland geplanten Dosen früher bereitstellen zu können, um einen möglichst raschen Fortschritt bei den Impfungen zu unterstützen", sagte Staner der "Wirtschaftswoche". Einen konkreten Termin nannte er nicht. Staner versicherte aber, dass die für 2021 geplante Liefermenge von rund 80 Millionen Dosen auf jeden Fall bereitgestellt werde.

Unterdessen arbeitet der Konzern unter Hochdruck an Auffrischungsimpfungen, die auch gegen neue Virus-Varianten schützen sollen. "Die stärkste Wirkung zeigt derzeit unser Booster-Impfstoff gegen die Beta-Variante. Wir erwarten, dass unser multivalenter Booster-Impfstoff auch gegen das ursprüngliche Virus und die bedenklichen Varianten schützt", sagte Staner. Im Herbst könnte dieser Impfstoff dann bei denjenigen eingesetzt werden, die "im Januar und Februar dieses Jahres mit einem mRNA-Vakzin erst- oder zweitgeimpft wurden."

Update, 24. Juni, 10.05 Uhr: Studie: Mehr Vertrauen im Miteinander in der Pandemie

Das zwischenmenschliche Vertrauen in Deutschland ist einer Studie zufolge in der Corona-Krise gewachsen.

"Bereits im Frühjahr 2020 war ein im Vergleich zu 2018 deutlich größerer Anteil der Bevölkerung der Meinung, dass die meisten Leute in unserer Gesellschaft vertrauenswürdig sind", erklärte Stefan Liebig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Dieses Vertrauen sei bis zum Januar 2021 noch weiter gestiegen.

Die Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen Vertrauen im Miteinander und der Pandemie. "Wir würden das als Effekt der Corona-Zeit interpretieren", sagte Liebig der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 24. Juni, 9.25 Uhr: Weniger Inobhutnahmen im Corona-Jahr 2020

Die Jugendämter in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Jahr davor. Die Zahl der Inobhutnahmen sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag um acht Prozent auf rund 45.400.

"Anders als in den beiden Vorjahren war dafür im Corona-Jahr 2020 jedoch nicht allein die sinkende Zahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise verantwortlich", berichteten die Statistiker. "Noch deutlicher war der Rückgang in Fällen von dringender Kindeswohlgefährdung." Auch die Zahl der Selbstmeldungen von Jungen und Mädchen habe abgenommen.

"Inwieweit diese Entwicklungen in Zusammenhang mit den Lockdowns und den Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie stehen, lässt sich anhand der vorliegenden Ergebnisse nicht beantworten", heißt es in Wiesbaden. Studien wiesen jedoch darauf hin, "dass ein Teil der Kinderschutzfälle coronabedingt unentdeckt geblieben und das Dunkelfeld somit gewachsen sein könnte".

Update, 24. Juni, 9 Uhr: Braun: Müssen bei hoher Impfquote über Lockdown nicht nachdenken

Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern.

Wenn sich zwei Drittel der Bürger, also rund 55 Millionen Menschen, impfen lassen, "muss man dann auch nicht über einen Lockdown oder so nachdenken", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Angesichts der Liefermengen von Impfstoffen könne man je nach Höhe der Impfbereitschaft "damit rechnen, dass jetzt bis Ende Juli/Anfang August wirklich jeder, der möchte, seine Erstimpfung bekommen hat".

Die Nichtgeimpften - bei einem Drittel wären es immer noch 27 Millionen - müssten dann gerade im Herbst sich ganz regelmäßig testen lassen.

Die Schulen und Kindergärten seien "unser großes Sorgenkind", sagte Braun, weil es zumindest für jüngere Kinder unter zwölf Jahren noch kein Impfangebot gebe. Die könnten dadurch geschützt werden, dass alle Erwachsenen ringsherum um sie geimpft würden. Hinzu kämen weitere Maßnahmen wie etwa die Ausrüstung von Schulen mit Lüftungsanlagen.

Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU).
Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. Juni, 6 Uhr: Spahn warnt vor "Sorgenherbst" nach Urlaubssommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat die Bürger aufgefordert, auch beim Reisen die Corona-Pandemie weiter im Blick zu behalten.

"Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgsam über das Infektionsgeschehen zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen", sagte Spahn dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "So führt der Urlaubssommer nicht zu einem Sorgenherbst."

Auf die Frage, ob die Menschen trotz Delta-Variante sorglos ihren Urlaub buchen könnten, sagte er: "Grundsätzlich ja. Bei Reiseländern, die von der Delta-Variante bereits stark betroffen sind, sieht das aber anders aus." Dort sei das Risiko, sich anzustecken und die Virusvariante nach Hause zu bringen, deutlich höher.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. Juni, 4 Uhr: Delta-Variante: Kommunen fordern mehr Geld für Schutz der Schüler

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante fordern die Kommunen mehr finanzielle Unterstützung, um die Schulen auf eine neue Corona-Welle im Herbst vorzubereiten.

"Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine weitere Ertüchtigung der Schulen, um einen möglichen weiteren Schul-Lockdown im Herbst zu vermeiden", sagte der Städtebund-Geschäftsführer Gerd Landsberg der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). Da diese Kosten durch die Corona-Pandemie bedingt seien, erwarteten die Kommunen als Schulträger eine finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.

Der Deutsche Städtetag warnte jedoch vor übertriebenen Erwartungen an die Ausrüstung der Schulen mit Luftfiltern. "Die Idee, umfangreiche Luftfilteranlagen während der Sommerferien einzubauen, ist eine Illusion", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Augsburger Allgemeinen". Solche Bauvorhaben dauerten lange. Luftfilteranlagen seien auch kein Patentrezept gegen die Ausbreitung des Coronavirus, so Dedy.

"Die Luftfilteranlagen können das regelmäßige Lüften
von Klassenzimmern, die Abstandsregeln und das Tragen von
Schutzmasken nicht ersetzen", sagte er.

Update, 23. Juni, 22.26 Uhr: Regeln zu Maske und Abstand im EM-Stadion erneut gebrochen

Die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend in München erneut nicht konsequent eingehalten worden.

Fernsehbilder zeigten zahlreiche Fans ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz. Auch drängten sich viele Fans vorrangig im ungarischen Gästeblock dicht an dicht.

Mit den Abständen auf den unteren Rängen war es zudem spätestens dann passé, als ein Unwetter über München zog und die Zuschauer sich schutzsuchend an trockene Stellen zurückzogen.

Update, 23. Juni, 21 Uhr: Drei Delta-Befunde nach EM-Spiel in Kopenhagen - 4000 zum Massentest

Bei drei Stadionzuschauern des EM-Spiels zwischen Dänemark und Belgien ist die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke (46) und die Behörde für Patientensicherheit forderten deshalb am Mittwochabend 4000 Zuschauer aus sechs bestimmten Stadionblöcken dazu auf, einen PCR-Test machen zu lassen.

Update, 23. Juni, 19.28 Uhr: Anteil von Delta-Variante laut RKI auf 15 Prozent fast verdoppelt

Trotz weiter rückläufiger Sieben-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich.

Er verdoppelte sich in einer Stichprobe im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend hervorgeht.

Die Werte für die Woche zuvor wurden wegen Nachmeldungen rückwirkend von etwa sechs auf acht Prozent korrigiert. In den Daten ist damit nun in der dritten Woche in Folge eine ungefähre Verdopplung des Delta-Anteils abzulesen: von 4 auf 8 auf 15 Prozent. Dieses Tempo hatten Fachleute befürchtet.

Update, 23. Juni, 19.26 Uhr: Impfungen haben in Großbritannien bereits mehr als 14.000 Leben gerettet

Der britischen Regierung zufolge sind in der Corona-Pandemie bereits mehr als 14.000 Leben in dem Land mit Hilfe der Impfstoffe gerettet worden.

Allein im größten Landesteil England seien damit zudem 44.500 Krankenhauseinweisungen verhindert worden, sagte der britische Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi (54) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street.

In Großbritannien haben nach Angaben der Regierung inzwischen mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Impfdosis erhalten. 60 Prozent der Erwachsenen wurden bereits zwei Mal geimpft.

Update, 23. Juni, 19.24 Uhr: New Yorks Gouverneur Cuomo hebt Corona-Ausnahmezustand auf

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo (63) hat den wegen der Corona-Pandemie im März 2020 verhängten Ausnahmezustand in dem Bundesstaat wieder aufgehoben.

Ab Donnerstag sei der Ausnahmezustand außer Kraft, sagte Cuomo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Die Pandemie zu bekämpfen und die Bevölkerung zu impfen seien immer noch Prioritäten, aber das "Ausnahme-Kapitel dieses Kampfes" sei vorbei, teilte der Gouverneur via Twitter mit. Zugleich warnte er dort vor einer Ausbreitung der Delta-Variante.

Andrew Cuomo (63), Gouverneur von New York.
Andrew Cuomo (63), Gouverneur von New York.  © Carlo Allegri/Reuters Pool/AP/dpa

Update, 23. Juni, 18.07 Uhr: UEFA-Ermittlung gegen Nordmazedonien wegen möglichen Corona-Verstoßes

Nordmazedonien droht eine Strafe wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Regeln der Europäischen Fußball-Union UEFA bei der EM.

Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte der Kontinentalverband am Mittwoch mit.

Es gehe dabei um ein angebliches Fehlverhalten und einen potenziellen Verstoß gegen das so genannte "Return to Play Protokoll" der UEFA durch Spieler während der Corona-Tests am vergangenen Samstag in Amsterdam.

Update, 23. Juni, 18.05 Uhr: Frankreich bekommt Corona-Hilfen von fast 40 Milliarden Euro

Nach Deutschland und anderen EU-Partnern hat nun auch Frankreich grünes Licht aus Brüssel für seinen milliardenschweren Wiederaufbauplan erhalten.

Ein Schwerpunkt des Plans zur Überwindung der coronabedingten Wirtschaftskrise sei der Klimaschutz, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Mittwoch. Sie überbrachte Staatschef Emmanuel Macron (43) das positive Votum persönlich.

"Alles in allem wird der französische Plan Frankreich helfen, seine Eigenständigkeit und seine Führungsrolle zu behalten", sagte sie vor dem Pariser Élyséepalast.

Update, 23. Juni, 18.04 Uhr: Israel verschiebt Einreiseerlaubnis für geimpfte Touristen

Wegen eines Anstiegs von Corona-Neuinfektionen verschiebt Israel die geplante pauschale Einreiseerlaubnis für geimpfte Individualtouristen um einen Monat.

Erst ab 1. August sollen Urlauber ohne vorherige Genehmigung ins Land kommen dürfen, wie eine Sprecherin des Tourismusministeriums am Mittwoch bestätigte.

Noch am Sonntagabend hatte Innenministerin Ajelet Schaked von der ultrarechten Jamina-Partei auf Facebook geschrieben, geimpfte Individualtouristen dürften ab 1. Juli einreisen.

Am Montag stieg allerdings die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen auf mehr als 100 innerhalb von 24 Stunden - das erste Mal seit zwei Monaten. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Update, 23. Juni, 16.41 Uhr: Schweiz lockert Corona-Maßnahmen: Wieder Einreise aus USA möglich

Die Schweiz lockert die Corona-Maßnahmen und öffnet zugleich ihre Grenzen weiter als bisher. So sei jetzt auch die Einreise von Bürgern aus Drittstaaten wie den USA oder Serbien wieder möglich, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

Beschränkungen gelten nur noch für Gäste aus Gebieten mit besorgniserregenden Virusvarianten.

Wer von dort kommt - zum Beispiel aus Großbritannien - und weder geimpft noch genesen ist, braucht einen negativen Corona-Test und muss in Quarantäne.

Update, 23. Juni, 15.40 Uhr: Wohnungsunternehmen verzeichnen trotz Corona kaum Mietausfälle

Mieterinnen und Mieter in Deutschland haben trotz der Pandemie größtenteils weiter ihre Miete gezahlt.

Seit der Corona-Krise lägen die Mietausfälle bei den Wohnungsunternehmen zwischen null und zwei Prozent, teilte der Dachverband Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) am Mittwoch in Berlin mit.

Das sei eine ähnliche Quote wie in den Jahren zuvor.

Update, 23. Juni, 15.35 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde rechnet mit starker Delta-Ausbreitung in Europa

Die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers stark zirkulieren wird", erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch.

Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten.

Dies könne ein Risiko verursachen, dass sich gefährdetere Personen anstecken und einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf erleben oder sterben könnten, wenn sie nicht vollständig geimpft seien.

Update, 23. Juni, 15.30 Uhr: Siemens baut mit Biontech Impfstoffproduktion in Singapur

Siemens wird Partner von Biontech beim Aufbau einer Impfstoffproduktion in Singapur.

Man wolle die Zusammenarbeit beim schnellen Auf- und Ausbau von Kapazitäten intensivieren, teilte Siemens am Mittwoch mit.

Der Münchner Konzern war bereits am schnellen Umbau einer Produktion in Marburg beteiligt.

"Jetzt wollen wir diesen Erfolg gemeinsam auf andere Fertigungsstätten übertragen – und so den Covid-19-Impfstoff möglichst schnell weltweit verfügbar machen", sagte Siemens-Vorstand Cedrik Neike (48).

Update, 23. Juni, 14.50 Uhr: Biontech-Gründer erhalten Prinzessin-von-Asturien-Preis

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin (55) und Özlem Türeci (54) sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik.

Neben dem deutsch-türkischen Ehepaar seien auch der US-amerikanische Biochemiker und Immunologe Philip Felgner (71), die in den USA lebende ungarische Biochemikerin Katalin Karikó (66), der US-Immunologe Drew Weissman, der kanadische Zellbiologe Derrick Rossi (55) und die britische Impfstoffforscherin Sarah Gilbert (59) ausgezeichnet worden, teilte die Stiftung "Fundación Princesa de Asturias" am Mittwoch in Oviedo in Nordspanien mit.

Ugur Sahin (55) und seine Frau Özlem Türeci (54), die Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech.
Ugur Sahin (55) und seine Frau Özlem Türeci (54), die Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech.  © Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Update, 23. Juni, 15.10 Uhr: Rennkalender der Motorrad-WM muss coronabedingt angepasst werden

Der Rennkalender für die Motorrad-WM ist coronabedingt am Mittwoch erneut angepasst worden.

Der Motorrad-Weltverband FIM und MotoGP-Rechteinhaber Dorna bestätigten, dass der Grand Prix von Japan in Motegi in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Als Grund wurden die Reisebeschränkungen auf Grund der Coronavirus-Pandemie genannt, die eine Durchführung unmöglich machen.

Für Motegi rückt der Grand Prix in Austin/Texas in den Kalender und übernimmt den frei gewordenen Platz Anfang Oktober.

Der Grand Prix von Thailand in Buriram soll infolge des Kalender-Updates eine Woche später als geplant stattfinden.

Update, 23. Juni, 14.25 Uhr: Slowakei will 160.000 Dosen Sputnik V verkaufen oder verschenken

Wegen geringer Nachfrage aus der Bevölkerung will die Slowakei 160.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V verkaufen oder verschenken.

Der Impfstoff werde voraussichtlich an Länder des Westbalkans abgegeben, hieß es in einem entsprechenden Regierungsbeschluss am Mittwoch.

Der EU-Mitgliedstaat Slowakei setzt den Vektorimpfstoff trotz fehlender Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA ein. Der frühere Regierungschef und jetzige Finanzminister Igor Matovic hatte 200.000 Dosen des Präparats aus Russland gekauft, deren Haltbarkeit im Sommer ausläuft.

Für den Flop mit Sputnik V machte Ex-Regierungschef Matovic in sozialen Medien eine "dreimonatige niederträchtige Kampagne" verantwortlich. Er selbst hatte sich aber auch nicht mit dem Wirkstoff impfen lassen wollen. Als Minister müsse er viel reisen, und das Vakzin sei nicht in allen Ländern anerkannt, lautete seine Begründung.

Update, 23. Juni, 14.15 Uhr: Merkel: "Bewegen uns immer noch auf dünnem Eis"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat zu weiterer Vorsicht in der Corona-Krise aufgerufen, sich aber zuversichtlich für eine wirtschaftliche Erholung gezeigt.

"Auch wenn die dritte Welle eindrucksvoll gebrochen ist - vorbei ist die Pandemie noch nicht", sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag. "Wir bewegen uns immer noch auf dünnem Eis." Das geringe Infektionsgeschehen sei ermutigend und lasse Öffnungen zu. Es gelte aber, dabei mit Augenmaß vorzugehen. Abstand, Hygiene und Maskenpflicht in bestimmten Situationen seien weiter wichtige Schutzmaßnahmen, die eingehalten werden sollten.

Merkel verwies auf Gefahren durch die Verbreitung besorgniserregender Mutationen des Coronavirus. Dies werde in Ländern mit einem hohen Anteil der Delta-Variante schon mit stark steigenden Neuansteckungen spürbar, etwa in Russland oder Portugal. Es gelte, das Erreichte nicht leichtfertig zu verspielen.

Update, 23. Juni, 14.05 Uhr: Schleswig-Holstein geht Öffnungskurs in Corona-Pandemie weiter

Vor dem Hintergrund niedriger Corona-Zahlen setzt Schleswig-Holstein seinen Öffnungskurs fort. Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) kündigte am Mittwoch weitere Lockerungen an.

Von kommendem Montag an sollen größere Veranstaltungen möglich sein und in Außenbereichen wie auch in Kinos und Theatern soll die Maskenpflicht entfallen. Lediglich auf dem Weg zum Platz besteht sie weiter. Auf Wochenmärkten sind Abstände einzuhalten.

Die Richtschnur für viele Veranstaltungen ist künftig: Drinnen sind 1250 Personen möglich, draußen 2500. Das gilt beispielsweise für Konzerte, das Theater oder Kino sowie Gottesdienste, Flohmärkte und Messen. Beim Hotelbesuch will es die Landesregierung zwar bei der Testpflicht vor der Anreise belassen, zusätzlich ist aber künftig nur noch einmalig nach 72 Stunden ein Test notwendig. Bei Festen und Empfängen sollen ab Montag in geschlossenen Räumen 250 Gäste und draußen 500 erlaubt sein.

Im Einzelhandel sowie in Kultur- und Freizeiteinrichtungen entfällt die Quadratmeter-Begrenzung. An der Testpflicht beispielsweise beim Besuch eines Restaurants im Innenbereich, beim Krankenhausbesuch oder bei Veranstaltungen im Innenbereich hält die Regierung trotz niedrigen Infektionsgeschehens aber vorerst fest.

Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU).
Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU).  © Markus Scholz/dpa

Update, 23. Juni, 13.05 Uhr: Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert

Es gibt eine neue Corona-Arbeitsschutzverordnung: Dadurch werden die Regeln am Arbeitsplatz ab 1. Juli gelockert!

Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Corona-Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert: Das ändert sich!"

Update, 23. Juni, 12.20 Uhr: Wegen nur eines einzigen Corona-Falls: Neuseelands Hauptstadt verhängt neue Einschränkungen

So rigoros geht Neuseeland gegen das Coronavirus vor: Wellington, die Hauptstadt des Landes, hat wieder härtere Corona-Regeln verhängt - und das wegen eines einzelnen positiven Tests bei einem Reisenden aus Australien.

Es handele sich nicht um einen Lockdown, sondern um Vorsichtsmaßnahmen, sagte der zuständige Minister Chris Hipkins am Mittwoch. Die Kontaktbeschränkungen sollten vom Abend an und zunächst bis Sonntag gelten.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Wegen nur eines einzigen Corona-Falls: Neuseelands Hauptstadt verhängt neue Einschränkungen"

Update, 23. Juni, 11.10 Uhr: Israel mit Beschränkungen nach Anstieg von Corona-Fällen

Israel hat nach einem Anstieg von Corona-Neuinfektionen wieder Beschränkungen verhängt.

Auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion, an Grenzübergängen und in medizinischen Einrichtungen müssten ab sofort wieder Masken getragen werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Außerdem sollten Bußgelder in Höhe von umgerechnet rund 1290 Euro gegen Eltern verhängt werden, deren Kinder gegen Quarantäne-Vorschriften verstoßen.

Auch Geimpfte oder Genesene sollen künftig in Quarantäne geschickt werden, falls sie Kontakt mit einer Person hatten, die sich mit einer "gefährlichen Variante" des Coronavirus infiziert hat. Dies gilt auch für Kontakte mit Infizierten in Flugzeugen. Bisher sind Geimpfte und Genesene von der Quarantänepflicht befreit worden.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett (49) hatte am Dienstagabend von einem "neuen Ausbruch" des Coronavirus im Land gesprochen. Er wies auch die Wiedereinrichtung des sogenannten Corona-Kabinetts an. Er appellierte an Israelis, nicht ohne Grund ins Ausland zu reisen.

Am zweiten Tag in Folge wurden mehr als 100 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden registriert, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Die meisten davon stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Naftali Bennett (49), Ministerpräsident von Israel.
Naftali Bennett (49), Ministerpräsident von Israel.  © Abir Sultan/EPA POOL/AP/dpa

Update, 23. Juni, 10.55 Uhr: Italiens Premier warnt vor Rückschlägen im Kampf gegen Corona

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat davor gewarnt, dass neue Virusvarianten die Corona-Lockerungen und den Neustart der Wirtschaft ausbremsen könnten.

Zwar habe sich die Infektionslage in dem Mittelmeerland stark verbessert, sagte Draghi am Mittwoch im Parlament in Rom. Zugleich mahnte er aber besonders wegen der ansteckenderen Delta-Variante zu Vorsicht und mehr Tempo bei der Impfkampagne.

"Wir müssen besonders die Entstehung und die Verbreitung neuer und gefährlicher Varianten unter Kontrolle halten, die die Pläne zur Wiedereröffnung verlangsamen und den Konsum und die Investitionen drosseln könnten", sagte der frühere Zentralbankchef vor der Abgeordnetenkammer, dem größeren Haus im Zwei-Kammern-Parlament.

Update, 23. Juni, 10.05 Uhr: Olympia darf lau "Boston Globe" nicht zur Brutstätte für Corona werden

Trotz der andauernden Corona-Pandemie sollen die Olympischen Spiele Ende Juli in Tokio eröffnet werden. Dazu schreibt die US-Zeitung "Boston Globe":

"Ungeachtet der Einwände der japanischen Öffentlichkeit werden die Olympischen Spiele stattfinden. Mit der Ausrichtung inmitten einer Pandemie übernehmen das IOC (Internationale Olympische Komitee) und die japanische Regierung zwei große Verpflichtungen: Sie dürfen nicht zulassen, dass die Spiele zu einer Brutstätte für das Virus werden, und sie dürfen nicht zulassen, dass die Veranstaltung selbst die Arbeit der Gesundheitsbehörden weltweit untergräbt, die versuchen, verantwortungsvolles Verhalten zu fördern. Als Mittel zur Förderung der weltweiten Eintracht sind die Olympischen Spiele unschlagbar; was die Welt jetzt braucht, ist Einheit bei dem Ziel, Corona zu überwinden."

Update, 23. Juni, 9.10 Uhr: Brinkhaus: Sieht gut aus, dass Schulen nicht wieder schließen müssen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53) ist optimistisch, dass Schulen in Deutschland nicht erneut wegen der Corona-Pandemie schließen müssen - will sich aber nicht definitiv festlegen.

"Wir arbeiten da dran, dass das nicht passiert, und es ist so, dass es auch sehr, sehr gut aussieht", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im RTL/ntv-"Frühstart". Jedoch sagte er auch: "Ganz ehrlich: Jemand, der jetzt definitive Versprechen abgibt, der wagt sich da weit aus dem Fenster raus, weil das Geschehen natürlich noch weiter dynamisch ist."

Brinkhaus betonte, man wisse nicht, welche Virusvarianten im Verlauf der Pandemie noch auftauchten. Derzeit bereitet vor allem die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante Sorgen, weil sie als ansteckender als bisherige Virus-Mutanten gilt. Brinkhaus zufolge wurde in einigen Bundesländern jedoch "wunderbar" an Lüftungs- und Testkonzepten gearbeitet, andere Länder müssten nachziehen. "Da muss über die Sommerferien entsprechend gearbeitet werden."

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53).
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 23. Juni, 8.30 Uhr: Absicherung für Olympia-Starter bei Corona-Infektion wäre laut Thomas Röhler gut

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat den vom Internationalen Olympischen Komitee festgelegten Haftungsausschluss für Sportler im Falle einer Corona-Infektion kritisiert.

"Das IOC hätte in diesem Fall mit einem Versicherungspartner einen Vertrag schließen können, um den Fall einer Covid-Infektion abzudecken. Das wäre ein kleines Entgegenkommen gegenüber den Athleten", sagt Röhler, der in der Athleten-Kommission des Leichtathletik-Weltverbandes sitzt, der Sport Bild (Mittwoch). "Aus Athletensicht ist es nicht optimal, dass die Haftung im Falle einer Corona-Infektion vom IOC ausgeschlossen wird."

"Eine gewisse Absicherung wäre gut. Als Sportler sind wir so eine Konstellation leider gewohnt: Wenn wir Wettkämpfe bestreiten, ist alles auf eigenes Risiko. Du bist da wie ein Einzelunternehmer."

Update, 23. Juni, 6.30 Uhr: Delta-Variante auf dem Vormarsch - Drosten: Schnell impfen

Trotz insgesamt sinkender Corona-Zahlen ist die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Der Virologe Christian Drosten (49) plädiert angesichts der Entwicklung dafür, das Bewusstsein für die Bedeutung der Impfung zu stärken. "Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen", sagte der Experte der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info).

Er legte sich nicht fest, ob es wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits im Sommer oder erst im Herbst zu einer Trendumkehr kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte Drosten und betonte die Wichtigkeit der Impfung bei Eltern von Schulkindern.

"Wir müssen einfach schnell impfen", lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. "Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird." Die Situation hierzulande sei nicht mit England zu vergIeichen. "Man hatte nicht so weit runtergebremst, wie wir das jetzt in Deutschland schon gemacht haben."

Der Virologe Christian Drosten (49).
Der Virologe Christian Drosten (49).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 23. Juni, 5.20 Uhr: Freibäder setzen bei Corona-Zoff auf Sicherheitsdienste

Da Plätze in den Freibädern pandemiebedingt begrenzt und mit Online-Tickets geregelt werden, kommt es vermehrt zu Reibereien an Schwimmbädern in Deutschland.

Viele Kommunen setzen deshalb auf mehr Sicherheitsleute. Die Berliner Bäderbetriebe haben etwa an den heißen Tagen laut einer Sprecherin teilweise das Sicherheitspersonal aufgestockt. Auch die Stadt Bayreuth erwägt nun, einen Sicherheitsdienst vor dem Freibad einzusetzen, weil es zu Auseinandersetzungen zwischen wartenden Badegästen kam.

Update, 23. Juni, 4.50 Uhr: SPD-Gesundheitsexpertin ruft Urlauber zu Corona-Vorsicht auf

Die SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar (56) hat Urlauber zu besonderer Corona-Wachsamkeit in den Sommerferien aufgerufen. Es müsse unbedingt verhindert werden, "dass das Infektionsgeschehen auch bei uns erneut aufflammt", sagte die gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Dittmar bezog sich auf den Wiederanstieg der Corona-Inzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante. Dieser zeige, wie fragil die Lage sei.

"Gerade mit Blick auf die Sommerferien ist es extrem wichtig, darauf zu achten, dass durch Reiserückkehrende keine Infektionen eingetragen werden", sagte Dittmar. "Wir alle haben uns einen Urlaub verdient, allerdings rate ich davon ab, in Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete zu reisen."

"Allein mit Blick auf die Anzahl der infizierten Menschen könnte man meinen, wir hätten die epidemische Lage in Deutschland überwunden", so die Politikerin. "Dies ist aber mitnichten der Fall, denn die Zahl der Infektionen mit der Delta-Variante wächst kontinuierlich."

Update, 23. Juni, 4.20 Uhr: RKI registriert 1016 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 7,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.723.798 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.611.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.523 angegeben.

Den 7-Tage-R-Wert gab das RKI am Dienstagabend mit 0,68 (Vortag: 0,68) an.

Update, 23. Juni, 3 Uhr: Ungarn hebt Corona-Grenzsperre weitgehend auf

Ungarn hat die im September des Vorjahres wegen der Corona-Pandemie verhängte Grenzsperre weitgehend aufgehoben.

Menschen können aus jedem Nachbarland außer der Ukraine ohne Auflagen und Einschränkungen auf dem Landweg nach Ungarn einreisen, heißt es in einer Verordnung von Ministerpräsident Viktor Orbán, die am späten Dienstagabend im Ungarischen Amtsblatt erschien. Sie trat unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Die Grenzsperre galt vor allem für Touristen, da es zahlreiche Ausnahmen für Geschäftsreisende, Pendler, Diplomaten und Sportler gab. Weiterhin gilt, dass touristische Einreisen mit dem Flugzeug nicht möglich sind.

Unabhängig von der nun gewährten freien Einreise gilt weiter, dass gewerbliche Übernachtungen für Touristen nicht möglich sind. Davon ausgenommen sind Menschen, die in einem der 17 Länder gegen Covid-19 geimpft wurden, mit denen Ungarn Abkommen über die wechselseitige Anerkennung der jeweiligen Impfzertifikate abgeschlossen hat. Darunter ist jedoch kein westliches Land, auch Deutschland nicht.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán  © John Thys/AFP Pool/AP/dpa

Update, 23. Juni, 2.15 Uhr: Laut Studie findet fast jeder zweite Internetnutzer Falschinfos zu Corona

Viele erwachsene Internetnutzer in Deutschland sind einer Studie zufolge schon auf falsche oder irreführende Informationen zum Coronavirus im Netz gestoßen.

Das geht aus dem "Reuters Institute Digital News Report" hervor, der am Mittwoch erscheint. Mit 46 Prozent habe fast die Hälfte der Befragten innerhalb einer Woche falsche oder irreführende Informationen zu Covid-19 gesehen.

Seit 2012 untersucht die Studie in mittlerweile 46 Ländern Trends und Besonderheiten in der Nachrichtennutzung. Pro Land wurden den Angaben zufolge 2021 rund 2000 Personen befragt.

Update, 23. Juni, 1 Uhr: Montgomery: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren"

Im Kampf gegen das Coronavirus hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), gefordert, stärker auf "Impfskeptiker und Impfleugner" zuzugehen.

"Wenn wir nicht auch einen Teil dieser Gruppe vom Sinn der Impfung überzeugen, werden wir die Herdenimmunität nicht erreichen", sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante erklärte er: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich früher oder später mit dem Coronavirus infizieren."

"Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kassenärzte fordern mehr Tempo beim Impfen. "Wir stehen in einem Wettlauf mit der Zeit. Je mehr Menschen in den nächsten Tagen und Wochen beide Impfungen erhalten werden, umso geringer wird der Einfluss der Delta-Variante sein", sagte Andreas Gassen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Update, 22. Juni, 21.08 Uhr: Delta-Variante in Hessen bei mehr als 20 Prozent

Trotz der derzeit entspannten Corona-Lage in Deutschland ist die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus auf dem Vormarsch.

"Wir haben doch deutliche Anzeichen, dass Delta auch in Hessen mittlerweile schon über 20 Prozent der Fälle dominiert", sagte Landesgesundheitsminister Kai Klose (47, Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Daran sehe man, "dass das sehr schnell geht".

Die Variante sei noch infektiöser als die Alpha-Variante, sagte Klose. "Aber wir haben keine Hinweise darauf, bisher jedenfalls, dass diese Variante noch mehr schwere Erkrankungen auslöst." Er gehe davon aus, "dass Delta sich relativ schnell durchsetzen wird und die vorherrschende Variante sein wird".

Hessens Landesgesundheitsminister Kai Klose (47, Grüne).
Hessens Landesgesundheitsminister Kai Klose (47, Grüne).  © Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa

Update, 22. Juni, 20.39 Uhr: Alle Auflagen gestrichen: Deutsche können wie früher nach Tschechien reisen

Tschechien hat Deutschland von seiner Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Damit ist die Einreise aus der Bundesrepublik ins Nachbarland wieder ohne Auflagen möglich, wie das Außenministerium in Prag am Dienstag mitteilte.

Alle Infos unter: "Alle Auflagen gestrichen: Deutsche können wie früher nach Tschechien reisen".

Jakub Kulhanek, der Außenminister von Tschechien.
Jakub Kulhanek, der Außenminister von Tschechien.  © Kamaryt Michal/CTK/dpa

Update, 22. Juni, 20.26 Uhr: USA verfehlen offenbar Impfziel zum 4. Juli

Die USA werden das von Präsident Joe Biden (78) gesetzte Impfziel zum 4. Juli nach Einschätzung seiner Corona-Experten trotz zahlreicher Anreize verfehlen.

Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, sagte am Dienstag, nach dem Unabhängigkeitstag werde es "noch ein paar Wochen" dauern, bis 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten hätten.

In der Altersgruppe ab 30 Jahren sei dieses Ziel bereits erreicht. Am 4. Juli werde das für die Gruppe im Alter ab 27 Jahren gelten. Niedriger sei die Impfbereitschaft bei Menschen zwischen 18 und 26 Jahren.

Biden selbst betonte auf Twitter dennoch: "Unser Impfprogramm ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte." Er rief besonders junge Amerikaner dazu auf, sich schnell impfen zu lassen. Die Zahl der Impfungen pro Tag ist seit dem Höhepunkt im April deutlich gesunken.

Bidens Corona-Berater Anthony Fauci sagte, 16 der 50 Bundesstaaten und der Hauptstadtbezirk Washington hätten das 70-Prozent-Ziel überschritten. In vier Bundesstaaten jedoch habe weniger als die Hälfte der Erwachsenen bislang mindestens eine Spritze bekommen.

Fauci warnte, auch in den USA verbreite sich die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus. Diese Mutante mache inzwischen mehr als 20 Prozent der Fälle aus, mehr als doppelt so viel wie noch vor zwei Wochen. "Die Delta-Variante ist in den USA derzeit die größte Bedrohung für unseren Versuch, Covid-19 zu eliminieren."

Update, 22. Juni, 19.53 Uhr: Trifft die Delta-Mutante Deutschland bald hart? Drosten mit überraschender Einschätzung!

Nach dem Wiederanstieg der Corona-Inzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante sieht der Virologe Christian Drosten (49) für Deutschland überraschenderweise auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs.

Mehr Infos unter: "Trifft die Delta-Mutante Deutschland bald hart? Drosten mit überraschender Einschätzung!"

Der Virologe Christian Drosten (49).
Der Virologe Christian Drosten (49).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 19.48 Uhr: Auch Schottland verschiebt jetzt Corona-Lockerungen

Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt bei der geplanten Aufhebung der Corona-Maßnahmen verschoben. Das teilte die Chefin der Regionalregierung, Nicola Sturgeon (50), am Dienstag im Parlament in Edinburgh mit.

Demnach soll die niedrigste Stufe nicht bereits am kommenden Montag erreicht werden, sondern erst am 19. Juli. Das vollständige Ende aller Corona-Beschränkungen peilt Schottland für den 9. August an.

In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen wieder, auch in anderen Landesteilen. Grund dafür ist die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante, die auf der Insel inzwischen dominant ist.

Die Chefin der schottischen Regionalregierung: Nicola Sturgeon (50).
Die Chefin der schottischen Regionalregierung: Nicola Sturgeon (50).  © Jane Barlow/PA Wire/Dpa

Update, 22. Juni, 19.03 Uhr: Merkel mahnt erneut

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat die niedrigen Corona-Infektionszahlen in Deutschland als sehr erfreulich bezeichnet, angesichts der weltweiten Entwicklung zugleich aber zur Vorsicht gemahnt.

"Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt", sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der letzten Sitzung der Unionsfraktion vor der parlamentarischen Sommerpause in Berlin. Zugleich warnte sie: Die "Pandemie ist noch nicht vorbei".

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 22. Juni, 18.12 Uhr: EU-Kommission gibt grünes Licht für Italiens Corona-Wiederaufbauplan

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den italienischen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise gegeben. Der Plan bedeute, in die Zukunft und die kommenden Generationen zu investieren, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) am Dienstag in Rom.

Man habe einen Plan aus ehrgeizigen Reformen zusammengesetzt, erklärte Ministerpräsident Mario Draghi (73). Der Rat der EU-Staaten hat nun vier Wochen Zeit, um den Vorschlag der EU-Kommission anzunehmen.

Italien gehört zu den Ländern, die größere Anteile des Milliardenprogramms bekommen. Von den EU-Mitteln soll das Mittelmeerland rund 191,5 Milliarden Euro erhalten. Das Land wurde mit am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen und geriet in eine Wirtschaftskrise.

Die EU-Kommission hatte nach eigenen Angaben untersucht, ob der italienische Investitionsplan den Anforderungen grüner und digitaler Umgestaltung entspricht und Wirtschaft und Gesellschaft des Landes widerstandsfähiger macht.

Italien will mit den EU-Hilfsmitteln und nationalen Fonds rund 222,1 Milliarden Euro in Projekte bis 2026 investieren. Mit dem Geld sollen große Infrastrukturprojekte finanziert werden wie zum Beispiel Schnellzugverbindungen.

Die Regierung aus Experten und Politikern unter Mario Draghi will außerdem die öffentliche Verwaltung und die Justiz modernisieren. Für Frauen und junge Menschen sollen bessere Jobmöglichkeiten geschaffen werden.

Der Hauptteil ist für grüne und digitale Projekte bestimmt. Der EU-Kommission zufolge fließen 37 Prozent der knapp 191,5 Milliarden in Projekte zur Erfüllung der Klimaziele. Ein Viertel des Geldes ist für die Digitalisierung bestimmt. Dazu zählt der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards 5G.

Rom: Mario Draghi (73), Ministerpräsident von Italien, und Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, posieren für Fotografen in den Cinecitta' Studios.
Rom: Mario Draghi (73), Ministerpräsident von Italien, und Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, posieren für Fotografen in den Cinecitta' Studios.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 22. Juni, 17.58 Uhr: Österreichs Kanzler trifft sich mit Drosten wegen Delta-Mutante: Das hat ihm der Virologe zu sagen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (34) hat sich nach einem Treffen mit dem Virologen Christian Drosten (49) optimistisch zur aktuellen Corona-Situation geäußert.

"Ich bin eigentlich fast ein bisschen erleichtert, weil ich habe das Gefühl, ich habe sehr viele positive Nachrichten mitnehmen dürfen", sagte Kurz am Dienstag im Anschluss an das Gespräch in der Berliner Charité.

Insbesondere über die Delta-Variante werde laut Kurz in Deutschland und Österreich viel diskutiert. "Ich glaube nicht, so ist mein Eindruck nach dem Gespräch, dass die Delta-Variante verschwinden wird. Sie wird bleiben", sagte Kurz. "Wir können heilfroh sein, dass die Impfung gegen alle Varianten schützt, die es gerade gibt."

Um die Situation in Deutschland besser einschätzen zu können, lohne sich laut Drosten vor allem ein Blick nach England. Zwar wolle er einen erneuten Anstieg der Fallzahlen in Deutschland weder voraussagen noch ausschließen, sagte Drosten.

Aber: "Wenn es so sein sollte, dass im Juli die Fallzahlen wieder steigen, werden wahrscheinlich die Schulferien dann wieder eine Entspannung bringen". Im Gegensatz zu Österreich und Deutschland hätten die Menschen in England von diesem Effekt nicht profitieren können.

Sebastian Kurz (links), Bundeskanzler von Österreich und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charité ein Pressestatement.
Sebastian Kurz (links), Bundeskanzler von Österreich und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charité ein Pressestatement.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 17.50 Uhr: Hessen hebt Corona-Kontaktregeln für Privattreffen weitgehend auf

Die Corona-Kontaktregeln für private Treffen in Hessen werden weitgehend aufgehoben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag in Wiesbaden an.

Die Menschen dürfen draußen unbeschränkt zusammenkommen - bis zu einer Gruppengröße von 25 würden lediglich das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln und gegebenenfalls auch Tests empfohlen.

Ab einer Gruppengröße von 25 gelte das Treffen als eine Veranstaltung mit Corona-Regeln. Dies sind nach Angaben der Staatskanzlei ein Abstands- und Hygienekonzept, Testpflicht in Innenräumen sowie Kontaktdatenerfassung. Ausnahmen gibt es weiterhin für berufliche Treffen.

Update, 22. Juni, 16.56 Uhr: Muss das Biontech-Vakzin angepasst werden und brauchen alle eine dritte Impfung? Sahin redet Klartext!

Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. Doch wie geht es im Falle von problematischeren Mutanten weiter?

Mehr Infos unter: "Muss das Biontech-Vakzin angepasst werden und brauchen alle eine dritte Impfung? Sahin redet Klartext!"

Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech setzt momentan noch voll auf den aktuellen Impfstoff.
Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech setzt momentan noch voll auf den aktuellen Impfstoff.  © Fabian Sommer/dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Update, 22. Juni, 16.52 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern streicht Testpflicht in einigen Bereichen

Die Testpflicht in der Corona-Pandemie wird in Mecklenburg-Vorpommern von Freitag an in einigen Bereichen aufgehoben. So ist dann etwa der Besuch der Innengastronomie sowie von Fitnessstudios oder Kinos ohne negativen Test möglich, wie die Landesregierung am Dienstag in Schwerin mitteilte.

Zudem soll die Maskenpflicht im Freien weitestgehend entfallen - diesen Schritt hatte das Kabinett bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Einige Kommunen haben schon die Maskenpflicht im Freien abgeschafft, etwa in vielen Fußgängerzonen. Clubs und Diskotheken sollen mit einer Testpflicht wieder für Tanzveranstaltungen öffnen dürfen.

Eine Testpflicht ist demnach weiterhin für die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Wer in MV Urlaub machen möchte, muss einen negativen Test vorweisen, sofern die zweite Corona-Schutzimpfung nicht mindestens 14 Tage zurückliegt oder er von einer Covid-Erkrankung genesen ist.

Manuela Schwesig (47), die Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (47), die Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Juni, 16.42 Uhr: Pandemie-Folge: 365 Millionen Grundschulkindern fehlte Schulmahlzeit

Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie haben UN-Experten zufolge für geschätzt 365 Millionen Grundschulkinder den Verlust von Schulmahlzeiten zur Folge gehabt.

Die Verbindung zwischen Bildung und Gesundheit sei während der Corona-Pandemie besonders sichtbar geworden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) am Dienstag mit.

Schulen sollten demnach einen größeren Beitrag für die öffentliche Gesundheit leisten. WHO und UNESCO stellten Standards und Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen. Schulmahlzeiten etwa förderten nicht nur den Schulbesuch, sondern reduzierten auch gesundheitliche Probleme wie Blutarmut.

Kinder und Jugendliche gehen den Experten zufolge auch deutlich öfter und länger zur Schule, wenn dort auf Hygiene, Malariaprävention, sexuelle Aufklärung und gesunde Augen geachtet wird.

Update, 22. Juni, 16.41 Uhr: Hessen hebt Corona-Maskenpflicht im Schulunterricht auf

Angesichts niedriger Zahlen bei den Neuinfektionen lockert Hessen die Corona-Regeln deutlich. An den Schulen werde die Maskenpflicht im Unterricht entfallen, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag in Wiesbaden an.

Schülerinnen und Schüler müssten nur noch im Gebäude, in den Gängen und bis zum Platz eine Schutzmaske tragen. Hessenweit bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften erhalten - aber in den Fußgängerzonen wird sie aufgehoben, wie Bouffier erklärte.

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 22. Juni, 16.04 Uhr: Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!

Die Corona-Krise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor.

Alle Infos unter: "Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!"

Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).
Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).  © 123RF/ Jaroslav Frank

Update, 22. Juni, 16 Uhr: Mehr als 60.000 Fans bei EM-Halbfinals und Finale in Wembley?

Bei den Halbfinals und dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion dürfen mehr als 60.000 Fans teilnehmen. Darauf einigten sich die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union UEFA am Dienstag.

Das Wembley-Stadion in London soll zu 75 Prozent ausgelastet werden können, hieß es in einer Mitteilung des Sportministeriums in London. Bislang war die Zahl der Zuschauer auf 40.000 begrenzt worden.

Für die Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Eingelassen wird nur, wer entweder zwei Mal geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorweisen kann. "Alle Teilnehmer müssen weiterhin die strengen Corona-Einlassregeln befolgen", sagte Sportminister Oliver Dowden der Mitteilung zufolge.

Der britische Sportminister Oliver Dowden.
Der britische Sportminister Oliver Dowden.  © Tayfun Salci/ZUMA Wire/dpa

Update, 22. Juni, 15.56 Uhr: Europol: Terroristen nutzen Corona-Krise aus

Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen.

"Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren", heißt es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorlegte.

Die Covid-19-Pandemie habe die politische Polarisierung verschärft, geht aus dem Bericht hervor. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.

Update, 22. Juni, 15.46 Uhr: Berlin erlaubt im Freien wieder Veranstaltungen mit 2000 Menschen

Veranstaltungen im Freien dürfen in Berlin bald wieder deutlich größer werden. Ab dem 3. Juli sind dabei bis zu 2000 zeitgleich anwesende Menschen erlaubt.

Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach der Sitzung mitteilte. Die Grenze für drinnen liegt bei bis zu 500 Personen. Bisher waren es maximal 1000 draußen und 250 drinnen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests Pflicht, wie Kollatz erläuterte.

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD).
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD).  © Christophe Gateau/dpa

Update, 22. Juni, 15.43 Uhr: EM-Finale in München? Brinkhaus und Dobrindt offen!

Die Spitze der Unionsfraktion hat sich wegen der in Großbritannien grassierenden aggressiveren Delta-Variante des Corona-Virus offen für eine mögliche Verlegung der Finalspiele der Fußball-Europameisterschaft von London nach München gezeigt.

"Wenn es die Chance gibt, dann sind wir gerne bereit, diese Spiele auch in München durchführen zu lassen", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53, CDU) vor der letzten regulären Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin.

Ob es dafür angesichts der Entwicklung in Großbritannien eine zwingende Notwendigkeit gebe, sei derzeit nicht zu beurteilen.

Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef, spricht vor einer Fraktionssitzung mit Pressevertretern.
Alexander Dobrindt (51), CSU-Landesgruppenchef, spricht vor einer Fraktionssitzung mit Pressevertretern.  © Felix Schröder/dpa

Update, 22. Juni, 15.17 Uhr: Corona-Lage in Moskau immer schlimmer - Bürgermeister zieht Notbremse

Angesichts einer dramatischen Corona-Lage verschärft die russische Hauptstadt Moskau ihre Beschränkungen. Vom kommenden Montag an dürfen nur noch Menschen nach einer vollständigen Impfung, mit einem negativen PCR-Test oder nach überstandener Covid-Erkrankung Restaurants und Bars besuchen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag in seinem Blog.

Kontrolliert werden soll das demnach über einen QR-Code. Zuvor hatte Sobjanin dies als "Experiment" für einzelne gastronomische Einrichtungen angekündigt.

Zudem begrenzt Europas größte Metropole mit schätzungsweise zwölf Millionen Menschen mit sofortiger Wirkung Veranstaltungen auf maximal 500 Menschen. Zuvor waren noch 1000 erlaubt gewesen. "Fan-Zonen und Tanzflächen müssen schließen", so Sobjanin.

Am Dienstag meldeten die Behörden 6555 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Zudem seien 86 Menschen mit dem Virus gestorben, so viele wie noch nie binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020.

"In Krankenhäusern sind mehr als 14.000 Schwerkranke", schrieb Sobjanin. Mehr als zwei Millionen Menschen hätten mindestens eine Injektion eines russischen Corona-Impfstoffes erhalten. Das sind 16 Prozent der Einwohner. Seit Monaten werben Politiker angesichts der verbreiteten Impfskepsis in Russland für eine Immunisierung.

Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, sitzt in der Residenz Nowo-Ogarjowo an seinem Schreibtisch und nimmt an einer Telefonkonferenz mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teil.
Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, sitzt in der Residenz Nowo-Ogarjowo an seinem Schreibtisch und nimmt an einer Telefonkonferenz mit dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teil.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 22. Juni, 14.13 Uhr: Merkel vollständig geimpft, aber nicht mit dem Vakzin von AstraZeneca

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat auch ihre zweite Corona-Schutzimpfung erhalten.

Merkel sei vor einigen Tagen geimpft worden, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Nachdem Merkel bei der ersten Impfung am 16. April den Impfstoff von AstraZeneca erhalten hatte, sei sie nun mit dem Vakzin von Moderna geimpft worden.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist mittlerweile vollständig gegen Corona geimpft.
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) ist mittlerweile vollständig gegen Corona geimpft.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 13.40 Uhr: Deutscher Corona-Aufbauplan von Brüssel gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) überbrachte den positiven Bescheid zum deutschen Aufbauplan am Dienstag persönlich an Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF.

Von der Leyen lobte vor allem die deutschen Pläne, massiv in Digitalisierung der Verwaltung und des Gesundheitswesens zu investieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent der Ausgaben für solche Projekte sei Deutschland europaweit spitze, sagte die ehemalige Bundesministerin. Merkel begründete dies mit dem Nachholbedarf. Unter anderem die Arbeit der Gesundheitsämter werde sich stark verändern und verbessern. Die Kanzlerin lobte, dass die Umsetzung der europäischen Corona-Hilfen "in einem wahnsinnigen Tempo" gelaufen sei.

Die EU-Staaten vor einem Jahr ein Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart - in laufenden Preisen sind das sogar gut 800 Milliarden Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) empfängt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) vor dem Bundeskanzleramt am Dienstag.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) empfängt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) vor dem Bundeskanzleramt am Dienstag.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 13.35 Uhr: EU kauft weitere 150 Millionen Impfdosen von Moderna

Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Moderna.

Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher am Dienstag mitteilte. Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen.

Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar. Mit dem zweiten Kontrakt waren 150 Millionen Impfdosen fest bestellt und weitere 150 Millionen Dosen als Option vereinbart worden. Um diesen Teil der Vereinbarung geht es jetzt.

Die EU bestellt Impf-Nachschub vom Hersteller Moderna.
Die EU bestellt Impf-Nachschub vom Hersteller Moderna.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 22. Juni, 13.30 Uhr: Corona verstärkt Abkehr von Bargeld

Bargeld verliert für viele weiter an Bedeutung.

Zwar ist es laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens BearingPoint für 66 Prozent der Verbraucher nach wie vor das am meisten genutzte Zahlungsmittel. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert allerdings noch bei 75 Prozent.

Update, 22. Juni, 13.28 Uhr: Pandemie gefährdet Herzpatienten doppelt

Die Corona-Pandemie birgt ein doppeltes Risiko für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigt der Deutsche Herzbericht 2020, der am Dienstag in Frankfurt am Main vorgestellt wurde.

Herzpatienten hätten zum einen ein erhöhtes Risiko, einen schweren Verlauf zu erleiden oder zu sterben, sagte Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Zum anderen würden zu viele Menschen bei akuten Beschwerden zu lange zögern, den Notarzt zu rufen - unter anderem aus Angst sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus anzustecken oder weil vermeintliche Kapazitätsengpässe in den Kliniken vermutet werden.

Update, 22. Juni, 13.26 Uhr: Vorstandschef des Weltärztebundes warnt Fans vor London-Reise

Nach mahnenden Stimmen aus der Politik hat auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), die deutschen Fußball-Fans eindringlich vor einem EM-Trip nach London gewarnt.

"Wer nach Großbritannien fährt, läuft Gefahr, sich mit der Delta-Variante zu infizieren. Wir können davon ausgehen, dass 95 Prozent aller Covid-Erkrankungen in Großbritannien auf die Delta-Variante zurückgehen", sagte Montgomery am Dienstag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und betonte: "Ich halte es sogar für Geimpfte für verantwortungslos, in dieser Lage nach London zu reisen."

Update, 22. Juni, 13.25 Uhr: 51 Prozent in Deutschland erstgeimpft

Fast 32 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Am Montag wurden in der Bundesrepublik 582.569 Corona-Impfungen verabreicht, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand: 10.00 Uhr) hervorgeht. 42.540.863 Menschen (51,2 Prozent) sind zumindest einmal, 26.274.154 Menschen (31,6 Prozent) vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern liegt bei den Erstimpfungen weiter Bremen mit 57,9 Prozent vorn, gefolgt von Schleswig-Holstein (54,9) und dem Saarland (54,4). Sechs Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke noch nicht erreicht, Schlusslicht bleibt Sachsen mit einem Anteil von 45,5 Prozent Erstgeimpfter.

Bei den vollständig Geimpften ist weiter das Saarland mit einem Bevölkerungsanteil von 37,9 Prozent an der Spitze, Brandenburg bleibt mit 29,1 Prozent Schlusslicht.

Die Impfungen in Deutschland schreiten voran.
Die Impfungen in Deutschland schreiten voran.  © Marijan Murat/dpa

Update, 22. Juni, 13.20 Uhr: Deltavariante greift auch in Bayern Raum

Die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Deltavariante des Virus hat sich in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt.

Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Deltavariante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann.

Update, 22. Juni, 13.16 Uhr: US-Immunologe Fauci sicher: Corona kommt nicht aus einem Labor

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci (80) geht nicht davon aus, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor entwichen ist.

In einer Podcast-Episode der "New York Times", die am Montag erschien, sagte der Immunologe: "Ich bin der Ansicht - so wie die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler, die sich mit Virologie und Evolutionsbiologie auskennen, - dass die wahrscheinlichste Erklärung eine natürliche Übertragung vom Tier auf den Menschen ist".

Auch der Vergleich mit anderen Viren wie Sars-CoV-1 oder Mers spreche für eine natürliche Übertragung auf den Menschen.

US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci (80).
US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci (80).  © Susan Walsh/AP POOL/dpa

Update, 22. Juni, 12.38 Uhr: Englands Nationalspieler Chilwell und Mount mehrere Tage isoliert

Die englischen Fußball-Nationalspieler Ben Chilwell (24) und Mason Mount (22) müssen bis einschließlich nächsten Montag vom Rest der Mannschaft isoliert werden.

Durch diese Entscheidung der Gesundheitsbehörde PHE verpassen die beiden Profis des FC Chelsea nicht nur das abschließende EM-Vorrundenspiel der Three Lions am Dienstagabend (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) gegen Tschechien. Chilwell und Mount werden den bereits für die K.o.-Runde qualifizierten Engländern darüber hinaus auch im Achtelfinale fehlen.

Beide hatten bei der Europameisterschaft im Rahmen des 0:0 am vergangenen Freitag gegen Schottland engen Kontakt mit dem schottischen Spieler Billy Gilmour (20), der am Montag positiv auf Corona getestet wurde.

Update, 22. Juni, 12.30 Uhr: München will an Wochenenden Zentrumsstraße für Feiernde sperren

Nach den Problemen mit Hunderten Feierlustigen in Wohnvierteln will die Stadt München künftig an den Wochenenden eine große Straße im Zentrum für den Verkehr sperren und diese den meist jungen Leuten zur Verfügung stellen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Nach Party-Exzessen in München: Künftig soll auf Ludwigsstraße gefeiert werden.

Update, 22, Juni, 11.55 Uhr: Philippinischer Präsident Duterte droht, Impfverweigerer verhaften zu lassen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (76) hat mit einer markigen Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen gesorgt.

Duterte drohte, dass er Impfverweigerer festnehmen lassen werde - sein Justizminister relativierte die Aussage aber schnell wieder. Seiner Meinung nach habe der Präsident lediglich verdeutlichen wollen, wie wichtig es sei, sich schnell impfen zu lassen und die Herdenimmunität zu erlangen, sagte Minister Menardo Guevarra (67) am Dienstag vor Journalisten.

Der Präsident des südostasiatischen Inselstaats hatte zuvor am Montagabend in einer Ansprache erklärt: "Es herrscht ein nationaler Notstand. Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, werde ich Sie festnehmen lassen."

Eine Frau wird auf den Philippinen mit Sinovac geimpft.
Eine Frau wird auf den Philippinen mit Sinovac geimpft.  © Aaron Favila/AP/dpa

Update, 22. Juni, 11.30 Uhr: Merkel: Für Umbruch gigantische Summen notwendig

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) hält für den Umbruch hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft riesige Investitionen sowie Reformen für notwendig.

"Wir werden in den nächsten Jahren gigantische Summen ausgeben müssen", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag beim Tag der Industrie in Berlin. "Wir leben in einer Zeit des Umbruchs." Investitionen seien von entscheidender Bedeutung.

Mit Blick auf die hohen neuen Schulden des Bundes in der Corona-Krise sagte Merkel, die öffentlichen Haushalte müssten in den kommenden Jahren wieder in Ordnung gebracht werden. Dies werde eine "sehr, sehr schwierige Aufgabe" werden.

Die per Video live zugeschaltete Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) beim Tag der deutschen Industrie neben Siegfried Russwurm (57, r), Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in Berlin.
Die per Video live zugeschaltete Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) beim Tag der deutschen Industrie neben Siegfried Russwurm (57, r), Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 22. Juni, 11.13 Uhr: Zahl der Firmeninsolvenzen weiter gesunken

Die Zahl der Firmenpleiten bleibt trotz der Corona-Pandemie weiter auf niedrigem Niveau. Für das erste Halbjahr 2021 hat die Wirtschaftsauskunftei Creditreform 8800 Unternehmensinsolvenzen ermittelt.

Das sei ein Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als es 8950 Insolvenzen gegeben habe, teilte Creditreform am Dienstag mit.

Update, 22. Juni, 10.30 Uhr: Immer noch Tausende Passagierjets in Europa am Boden

An Europas Flughäfen stehen wegen der Corona-Krise immer noch rund 3400 Passagierjets dauerhaft am Boden.

Nach einer am Dienstag vorgestellten Auswertung der Luftverkehrsorganisation Eurocontrol ist das mehr als doppelt so viel wie im Vorkrisen-Sommer 2019 als ein Tiefstwert von 1470 nicht genutzten Jets registriert wurde. Auf dem Höhepunkt des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 waren im Wochenschnitt sogar fast 7200 Flugzeuge inaktiv.

Warten auf den Abflug: Zahlreiche Flugzeuge stehen auf dem Düsseldorfer Flughafen.
Warten auf den Abflug: Zahlreiche Flugzeuge stehen auf dem Düsseldorfer Flughafen.  © Marcel Kusch/dpa

Update, 22. Juni, 9.51 Uhr: BMW will Herstellungskosten je Auto bis 2025 um ein Viertel senken

Der Autobauer BMW bleibt angesichts der Corona-Pandemie und hoher Rohstoffpreise auf Sparkurs.

"Wir werden bis 2025 die Produktionskosten pro Fahrzeug um 25 Prozent senken - gemessen an dem Niveau von 2019", sagte Produktionschef Milan Nedeljkovic dem "Handelsblatt". Dabei helfen sollen Software zur besseren Planung von Herstellungsprozessen, eine schlankere Logistik sowie eine bessere Auslastung der bestehenden Werke.

Update, 22. Juni, 9.40 Uhr: Neue Nachteile für Kinder befürchtet

Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus auch hierzulande mahnt der Kinderschutzbund zu mehr Vorbeugung und besserem Schutz an den Schulen.

Auch in dieser Phase der Pandemie werde dafür politisch wieder nicht genug unternommen - etwa durch bessere Digitalausstattung oder den rechtzeitigen Einbau von Lüftungen, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das ist ein einziges Trauerspiel", bilanzierte er. "Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein."

Hilgers nannte es insgesamt bedenklich, wie viele Freiheiten jetzt schon wieder gewährt werden. "Da werden Feste mit 1000 Menschen gefeiert, die Fußball-Stadien werden immer voller. Mein Rat wäre deshalb, es mit den Freiheiten nicht zu übertreiben, um im Herbst nicht in eine neue Krise hineinzurutschen."

Die Delta-Variante bedroht den Präsenzunterricht. Eine Rückkehr zum Homeschooling ist nicht ausgeschlossen.
Die Delta-Variante bedroht den Präsenzunterricht. Eine Rückkehr zum Homeschooling ist nicht ausgeschlossen.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 22. Juni, 8.07 Uhr: Betrug mit Corona-Soforthilfe: Durchsuchungen im Rheinland

Wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Soforthilfezahlungen durchsucht die Polizei derzeit mehrere Wohnungen und Gewerbebetriebe im Rheinland.

Mehr dazu im TAG24-Bericht Großer Betrug mit Corona-Soforthilfe: Durchsuchungen im Rheinland.

Update, 22. Juni, 7.26 Uhr: Corona-Krise verdrängt Klimawandel als größte Bedrohung

In der Corona-Krise geht das Interesse der Deutschen an den Folgen des Klimawandels und der Erderhitzung nach Umfragen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski deutlich zurück.

Das Umweltbewusstsein der Deutschen sinkt stetig, sagte Opaschowski (80) der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe aus repräsentativen Umfragen des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) der vergangenen drei Jahre hervor.

Update, 22. Juni, 6.50 Uhr: Bäcker-Umsätze gehen erstmals seit Jahren zurück

Die Deutschen sind in der Corona-Krise wieder häufiger zum Bäcker nebenan gegangen. Weniger Geschäft gab es in Filialen an Bahnhöfen und in Cafés.

Das Bäckerhandwerk insgesamt hat deshalb im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit acht Jahren an Umsatz eingebüßt. Die Erlöse sanken von 15,22 Milliarden Euro im Vorjahr auf 14,45 Milliarden Euro, wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Während sich das Brötchen vom Bäcker großer Beliebtheit erfreut, gehen die Umsätze der Backware bei Filialen an Bahnhöfen und in Cafés zurück.
Während sich das Brötchen vom Bäcker großer Beliebtheit erfreut, gehen die Umsätze der Backware bei Filialen an Bahnhöfen und in Cafés zurück.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 22. Juni, 6.43 Uhr: Deutsche Unternehmen in Japan sehen Olympia skeptisch

Viele der in Japan tätigen deutschen Unternehmen blicken eher skeptisch auf die bevorstehenden Olympischen Spiele in Tokio.

In einer am Dienstag veröffentlichen Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) gab rund ein Drittel der Unternehmen an, sie empfänden die Art der Austragung der Olympischen Spiele stärker als Signal der fortbestehenden Krise denn als positives Aufbruchssignal.

Update, 22. Juni, 6.40 Uhr: Deutsche essen immer mehr Nudeln

Pasta wird in Deutschland immer populärer. Aktuell liegt der Pro-Kopf-Verbrauch laut Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) in Berlin bei fast zehn Kilogramm im Jahr.

Vor zehn Jahren waren es demnach erst acht Kilo gewesen, vor 30 Jahren um die fünf Kilo. "Nudeln erfreuen sich kontinuierlich einer steigenden Nachfrage. Im Corona-Jahr 2020 gab es sicherlich eine außergewöhnliche Nachfragesteigerung. 2021 erwarten wir ein Wachstum im Normalbereich, wie in den Jahren zuvor auch", heißt es vom VGMS.

Update, 22. Juni, 6.25 Uhr: Immunologe sieht Delta-Variante als Gefahr für Herdenimmunität

Die befürchtete Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland könnte einem Experten zufolge das Erreichen von Herdenimmunität weiter erschweren.

"Delta ist noch ein Stück ansteckender als die derzeit vorherrschende Virusvariante Alpha. Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur.

Die elektronenmikroskopische Aufnahme aus dem Jahr 2020 wurde farblich bearbeitet und zeigt Partikel des Coronavirus SARS-CoV-2, (in Orange), die von einem Patienten isoliert wurden.
Die elektronenmikroskopische Aufnahme aus dem Jahr 2020 wurde farblich bearbeitet und zeigt Partikel des Coronavirus SARS-CoV-2, (in Orange), die von einem Patienten isoliert wurden.  © Uncredited/NIAID/NIH/dpa

Update, 22. Juni, 6.20 Uhr: Ärztekammer warnt wegen Delta-Variante vor riskanten Reisezielen

Die Bundesärztekammer rät von Reisen in Urlaubsgebiete ab, wo die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus grassiert.

"Auf Reisen in Regionen, die von der Delta-Variante besonders betroffen sind, sollte verzichtet werden", sagte Präsident Klaus Reinhardt der Funke-Mediengruppe.

Reinhardt schloss sich den Prognosen der meisten Experten an, dass die Delta-Variante sich mittelfristig auch hierzulande gegen die Alpha-Mutante durchsetzen wird. Man könne auch davon ausgehen, dass die Infektionszahlen zum Ende des Sommers saisonbedingt wieder ansteigen werden.

Eine Mitarbeiterin des Gesundheitspersonals bearbeitet einen Corona-Test in Lissabon. Die Stadt wurde kürzlich aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante für zweieinhalb Tage abgeriegelt.
Eine Mitarbeiterin des Gesundheitspersonals bearbeitet einen Corona-Test in Lissabon. Die Stadt wurde kürzlich aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante für zweieinhalb Tage abgeriegelt.  © Paulo Mumia/dpa

Update, 22. Juni, 6.16 Uhr: RKI meldet 455 Neuinfektionen - Inzidenz bei 8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 652 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 8,0 an (Vortag: 8,6; Vorwoche: 15,5; Vormonat: 66,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 77 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.722.782 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.608.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.472 angegeben.

Am Montagabend gab das RKI den 7-Tage-R-Wert mit 0,68 an.

Eine medizinische Mitarbeiterin führt bei einem Mädchen einen Corona-Test durch.
Eine medizinische Mitarbeiterin führt bei einem Mädchen einen Corona-Test durch.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 22. Juni 2.30 Uhr: Arbeitsminister Heil warnt vor "Corona-Jahrgang in der Ausbildung"

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer kritischen Phase.

"Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer", sagte Heil der Funke-Mediengruppe. "Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt." Klar sei: "Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen", sagte Heil.

Update, 22. Juni, 1 Uhr: Trump wollte wohl Infizierte ins Gefangenenlager schicken

Der damalige US-Präsident Donald Trump (75) soll einem Buch zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie erwogen haben, infizierte Landsleute nach der Rückkehr aus dem Urlaub zur Quarantäne nach Guantánamo zu schicken.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Brisante Corona-Details! Wollte Trump infizierte Reise-Rückkehrer nach Guantánamo schicken?

Update, 21. Juni, 23 Uhr: Italien will Maskenpflicht im Freien aufheben

In Italien soll ab kommendem Montag die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien entfallen.

"Ab dem 28. Juni lassen wir die Pflicht, in der weißen Zone draußen Masken zu tragen, hinter uns", schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza (42) am späten Montagabend auf Facebook.

Aktuell zählen alle italienischen Regionen außer das kleine Aostatal im Nordwesten des Landes zur Weißen Zone mit den lockersten Corona-Regeln.

Ältere Corona-News findet Ihr im TAG24-Liveticker-Archiv.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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