Coronavirus: Darum solltet Ihr in Bus und Bahn nicht laut sprechen!

Stuttgart - Lautes Sprechen in Bussen und Bahnen soll nach Auffassung von Experten vermieden werden, um sich nicht unnötig einer erhöhten Belastung von Aerosolen auszusetzen.

Wer mit der Bahn fahren will, sollte auf lautes Sprechen verzichten - und so die Aerosolkonzentration niedriger halten. (Symbolbild)
Wer mit der Bahn fahren will, sollte auf lautes Sprechen verzichten - und so die Aerosolkonzentration niedriger halten. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Studien zeigen, dass die Menge an virenhaltigen Tröpfchen vom Verhalten der Fahrgäste abhängt, wie das Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Aerosole gelten als einer der wesentlichen Übertragungswege für das Coronavirus.

Sie entstehen beim Husten, Niesen, Sprechen und sind ein Gemisch aus festen und flüssigen Schwebeteilchen. Gegen sie sollen Masken helfen. In Bussen und Bahnen ist das Tragen vorgeschrieben.

Corona in Bayern: Freistaat rüstet sich für Auffrischungsimpfungen
Coronavirus Corona in Bayern: Freistaat rüstet sich für Auffrischungsimpfungen

Um die Aerosolbelastung in Bussen und Bahnen zu senken, empfehlen Experten weiter, den Umluftanteil in den Fahrzeugen zu minimieren. Das bedeutet, dass in den Innenraum maximal Luft von außen zugeführt wird, wie das Wissenschaftsministerium weiter berichtete.

Dies sei zwar aus energetischer Sicht und mit Blick auf den Komfort nicht die ideale Lösung, senke aber die Konzentration potenziell virenbelastender Aerosolpartikeln wirkungsvoll.

Mit der Umluft werden demnach auch potenziell virenhaltige Tröpfchen nach innen zugeführt statt durch die Abluft ins Freie zu gelangen.

Der Expertenkreis Aerosole hat für seine Empfehlungen Studien ausgewertet und ist von der Landesregierung eingesetzt und berät sie unter anderem in Fragen des Infektionsschutzes.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: