Coronavirus in Dresden: Sachsen-MP Kretschmer will Fans ins Stadion lassen!

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 641 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 10. August, 22 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.
Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen kehrt langsam die Normalität zurück. So haben Läden, Geschäfte, Restaurants und Hotels bereits wieder geöffnet - natürlich alle unter Berücksichtigung eines Hygiene-Konzepts.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen oder im öffentlichen Nachverkehr gilt weiterhin im Freisstaat.

Auch Schüler und Kita-Kinder können nach und nach wieder zurück in die Einrichtungen.

Einschränkungen gibt es noch bei Großveranstaltungen mit über 1000 Leuten, diese dürfen nicht stattfinden. Die Clubs dürfen zwar wieder öffnen, doch Tanzen ist nicht erlaubt. 

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >>> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 11. August, 7 Uhr: Fast 1000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen.

Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen - erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Update, 10. August, 14.30 Uhr: Kretschmer zu Fans in Stadien: Auch an diesem Punkt Schritt nach vorn

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht das Zuschauerkonzept der Deutschen Fußball Liga positiv. "Ich bin der Meinung, man muss ihnen jetzt die Chance geben, diese Sache zu erproben", sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-Mittagsmagazin. Es sei wichtig, "dass wir jetzt auch an diesem Punkt einen Schritt nach vorn gehen".

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montag darüber, ob und wann Zuschauer wieder in die Fußballstadien zurückkehren dürfen. Kernpunkte des DFL-Konzepts sind ein Verbot von Alkohol und Stehplätzen bis Ende Oktober sowie der Ausschluss von Gästefans bis zum Jahresende. Dazu kommt die Einführung personalisierter Online-Tickets, um während der Corona-Pandemie die Nachverfolgung von Infektionsketten zu ermöglichen.

Von Massentests vor dem Stadionbesuch hält Kretschmer nichts, weil es nicht praktikabel sei. Man könne nicht so viele Menschen vorher testen, sagte er. "Das Prinzip muss sein, so wie am Arbeitsplatz, so wie beim Einkaufen muss eine Sportveranstaltung so organisiert sein, dass man sich nicht anstecken kann", sagte Kretschmer.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zuvor Skepsis geäußert. "Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen", sagte der CSU-Politiker am Montag in Nürnberg. 

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 10. August, 13.46 Uhr: Keine neuen Fälle

Die Zahl der insgesamt Infizierten bleibt bei 641. Hinzugekommen ist eine genesene Person - insgesamt 625.

Update, 9. August, 22 Uhr: Weitere Coronavirus-Infektion in Heim für behinderte Menschen

Das Coronavirus hat sich in einem Heim für Menschen mit Behinderung in Bernstadt (Landkreis Görlitz) weiter ausgebreitet. Wie das Landratsamt Görlitz am Samstag mitteilte, gibt es dort drei neue Fälle. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 41, wobei nun 31 Bewohner des Heimes und unverändert zehn Mitarbeiter betroffen sind. Das Gesundheitsamt hatte bereits am Mittwoch eine Quarantäne verhängt.

Das Landratsamt sucht für diese und eine weitere besonders vom Coronavirus betroffene stationäre Einrichtung im Landkreis dringend freiwillige Pfleger und Betreuer. "Jede helfende Hand wird benötigt", appellierte sie in der Mitteilung. Gefragt sind vor allem Menschen mit einer Ausbildung oder Kenntnissen in einem Pflege-, medizinischen oder sozialen Beruf.

In einer Werkstatt für behinderte Menschen in Löbau bestätigten sich zwei weitere Neuinfektionen, wobei die Auswertung von Abstrichen noch läuft, ebenso wie die Kontaktpersonenermittlung.

Mit Stand Freitag gab es in Sachsen 5624 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 36 mehr als am Vortag und ein vergleichsweise großer Anstieg. Lange Zeit war die Zahl der registrierten Neuinfektionen einstellig, seit ein paar Tagen ist sie wieder zweistellig. Allein 32 Fälle kamen im Landkreis Görlitz dazu. Die Zahl der Todesopfer lag unverändert bei 224. Die Statistik wird an den Wochenenden derzeit nicht aktualisiert.

Update, 9. August, 13.50 Uhr: Keine Neuinfektionen registriert

In Dresden blieben die Infektionszahlen im Vergleich zum Vortag konstant.

Weiterhin wurden 641 Infizierte registriert, wovon 624 bereits als genesen gelten und 10 starben.

Somit sind sieben aktive Fälle in der Stadt bekannt.

Update, 8. August, 17.03 Uhr: Weitere Coronavirus-Infektion in Heim für behinderte Menschen

Das Coronavirus hat sich in einem Heim für Menschen mit Behinderung in Bernstadt (Landkreis Görlitz) weiter ausgebreitet. Wie das Landratsamt Görlitz am Samstag mitteilte, gibt es dort drei neue Fälle. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 41, wobei nun 31 Bewohner des Heimes und unverändert zehn Mitarbeiter betroffen sind. Das Gesundheitsamt hatte bereits am Mittwoch eine Quarantäne verhängt.

Das Landratsamt sucht für diese und eine weitere besonders vom Coronavirus betroffene stationäre Einrichtung im Landkreis dringend freiwillige Pfleger und Betreuer. "Jede helfende Hand wird benötigt", appellierte sie in der Mitteilung. Gefragt sind vor allem Menschen mit einer Ausbildung oder Kenntnissen in einem Pflege-, medizinischen oder sozialen Beruf.

In einer Werkstatt für behinderte Menschen in Löbau bestätigten sich zwei weitere Neuinfektionen, wobei die Auswertung von Abstrichen noch läuft, ebenso wie die Kontaktpersonenermittlung.

Mit Stand Freitag gab es in Sachsen 5624 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 36 mehr als am Vortag und ein vergleichsweise großer Anstieg. Lange Zeit war die Zahl der registrierten Neuinfektionen einstellig, seit ein paar Tagen ist sie wieder zweistellig. Allein 32 Fälle kamen im Landkreis Görlitz dazu. Die Zahl der Todesopfer lag unverändert bei 224. Die Statistik wird an den Wochenenden derzeit nicht aktualisiert.

Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International eine Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen. Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut.
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International eine Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen. Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. August, 12 Uhr: Keine Neuinfektionen

In Dresden blieben die Infektionszahlen im Vergleich zum Vortag konstant.

Weiterhin wurden 641 Infizierte registriert, wovon 624 bereits als genesen gelten und 10 starben.

Somit sind sieben aktive Fälle in der Stadt bekannt.

Update, 8. August, 11.50 Uhr: Koalition will Maßnahmen zur Corona-Bewältigung öffentlich auswerten

Sachsens schwarz-grün-rote Koalition will ihre Maßnahmen in der Corona-Krise öffentlich auswerten. Es sei wichtig, eine gründliche Bilanz zu ziehen, erklärte die SPD-Politikerin Sabine Friedel am Samstag. Die Regierung habe in den vergangenen Monaten weitreichende Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens getroffen.

Es sei gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Infektionszahlen niedrig zu halten: "Sachsen ist einen guten Weg gegangen, genauso wie ganz Deutschland. Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Aber sie haben natürlich auch erhebliche Belastungen für alle mit sich gebracht."

Friedel zufolge verbinde die Koalition mit der Auswertung den Blick nach vorn: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir werden auch in den kommenden Monaten, vielleicht sogar Jahren, immer wieder kurzfristige Maßnahmen ergreifen müssen. Und wir brauchen eine langfristige Vorsorge für solche Krisenfälle." Außerdem gebe es einige Neuerungen, die die Gesellschaft dauerhaft beibehalten sollte.

In den vergangenen Monaten hätten alle Abgeordneten eine Vielzahl an Briefen und Mails unterschiedlicher Akteure und Interessengruppen erhalten. Während manchen die Maßnahmen als Überreaktion erschienen, warnten andere vor weiteren Lockerungen und wünschten sich mehr Schutz. Es sei wichtig, beide Seiten zu diskutieren und alle Erfahrungen in künftige Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Friedel kündigte für den Herbst öffentliche Anhörungen von Sachverständigen zu diversen Themen an - vom Krisenmanagement in sozialen Einrichtungen über Polizei, öffentliche Verwaltung und Justiz bis hin zu Wirtschaft, Bildung und Kunst. 

SPD-Politikerin Sabine Friedel.
SPD-Politikerin Sabine Friedel.  © PR

Update, 8. August, 7.45 Uhr: Corona: Spendensammeln für in Not geratene Studenten

Die Spendenaktionen sächsischer Hochschulen und Universitäten für durch die Corona-Krise in finanzielle Not geratene Studenten haben zum Teil mehrere zehntausend Euro eingebracht. 

Damit konnte auch ausländischen Studierenden geholfen werden, ergab eine dpa-Umfrage unter den Hochschulen. Viele Studenten hatten ihren Nebenjob etwa in der Gastronomie und damit Einnahmen verloren. 

Der Spendenstand an der TU Dresden lag Ende Juli nach Uni-Angaben bei 165.000 Euro. An der Universität Leipzig wurden bis Ende Juni fast 50.000 Euro, an der Hochschule Mittweida 45.000 Euro und der TU Bergakademie Freiberg 104.000 Euro gesammelt.

Für die Studierenden der TU Dresden kam mit Abstand das meiste Geld zusammen.
Für die Studierenden der TU Dresden kam mit Abstand das meiste Geld zusammen.  © Thomas Türpe

Update, 8. August, 7.40 Uhr: Krankenhausgesellschaft sieht sich für zweite Corona-Welle gerüstet

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen sieht die Kliniken im Land für eine zweite Corona-Welle gut gerüstet. "Es gibt nach wie vor ausreichend Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsplätzen, die entsprechend des Bedarfs sofort aktiviert werden können", sagte Friedrich R. München, stellvertretender Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft in Leipzig. Aktuell stünden in Sachsen bei Bedarf sofort mehr als 500 intensivmedizinische Betten zur Verfügung.

Basierend auf der "ersten Welle" seien sowohl seitens der Krankenhäuser, aber auch aller anderen Beteiligten im Lande zahlreiche Erfahrungen gemacht worden, die der Patientenversorgung aktuell zugute kämen, so München. So sei bereits im März "schnell und unbürokratisch eine krankenhauszentrierte Koordinationsstruktur" aufgebaut worden, die weiterhin aktiv genutzt werde.

Dabei würden sich die Krankenhäuser, das Sozialministerium und weitere Beteiligte wie der öffentliche Gesundheitsdienst regelmäßig zu Fragen der Patientenversorgung, zu logistischen und organisatorischen Belangen des Corona-Geschehens abstimmen. Federführend seien dabei die drei sächsischen Maximalversorgungs-Krankenhäuser. Das sind die Unikliniken Dresden und Leipzig sowie das Klinikum Chemnitz.

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei auch in Sachsen der Mangel an Schutzausrüstungen ein gravierendes Problem gewesen. "Zwischenzeitlich waren alle Krankenhäuser bestrebt, ihre Vorhaltung an Schutzausrüstung, aber auch an Arzneimitteln und anderem medizinischen Material auszubauen, so dass wir davon ausgehen, dass es bei einer zweiten Pandemiewelle nicht zu Engpässen kommen wird", sagte München.

Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.
Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.  © DPA/Jonas Güttler

Update, 7. August, 17.40 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen steigt stärker an

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erhöht sich weiter zweistellig - auf niedrigem Niveau. Seit Donnerstag kamen laut der laufend aktualisierten Statistik des Gesundheitsministeriums vom Freitag 36 Fälle dazu. Am Freitag wurden zwei Neuinfektionen in Dresden registriert, die Gesamtzahl liegt nun bei 641.

Die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat insgesamt stieg damit auf 5624. Allein 32 wurden dabei im Landkreis Görlitz bestätigt, wo für mehrere Heime Quarantäne gilt. Unverändert 224 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind bisher gestorben.

Etwa 5285 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiterhin 4 Prozent.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

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