Coronavirus in Dresden: Sächsische Koalition will Schutzmaßnahmen auswerten

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 641 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 8. August, 12 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.
Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen kehrt langsam die Normalität zurück. So haben Läden, Geschäfte, Restaurants und Hotels bereits wieder geöffnet - natürlich alle unter Berücksichtigung eines Hygiene-Konzepts.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen oder im öffentlichen Nachverkehr gilt weiterhin im Freisstaat.

Auch Schüler und Kita-Kinder können nach und nach wieder zurück in die Einrichtungen.

Einschränkungen gibt es noch bei Großveranstaltungen mit über 1000 Leuten, diese dürfen nicht stattfinden. Die Clubs dürfen zwar wieder öffnen, doch Tanzen ist nicht erlaubt. 

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >>> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 8. August, 17.03 Uhr: Weitere Coronavirus-Infektion in Heim für behinderte Menschen

Das Coronavirus hat sich in einem Heim für Menschen mit Behinderung in Bernstadt (Landkreis Görlitz) weiter ausgebreitet. Wie das Landratsamt Görlitz am Samstag mitteilte, gibt es dort drei neue Fälle. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 41, wobei nun 31 Bewohner des Heimes und unverändert zehn Mitarbeiter betroffen sind. Das Gesundheitsamt hatte bereits am Mittwoch eine Quarantäne verhängt.

Das Landratsamt sucht für diese und eine weitere besonders vom Coronavirus betroffene stationäre Einrichtung im Landkreis dringend freiwillige Pfleger und Betreuer. "Jede helfende Hand wird benötigt", appellierte sie in der Mitteilung. Gefragt sind vor allem Menschen mit einer Ausbildung oder Kenntnissen in einem Pflege-, medizinischen oder sozialen Beruf.

In einer Werkstatt für behinderte Menschen in Löbau bestätigten sich zwei weitere Neuinfektionen, wobei die Auswertung von Abstrichen noch läuft, ebenso wie die Kontaktpersonenermittlung.

Mit Stand Freitag gab es in Sachsen 5624 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 36 mehr als am Vortag und ein vergleichsweise großer Anstieg. Lange Zeit war die Zahl der registrierten Neuinfektionen einstellig, seit ein paar Tagen ist sie wieder zweistellig. Allein 32 Fälle kamen im Landkreis Görlitz dazu. Die Zahl der Todesopfer lag unverändert bei 224. Die Statistik wird an den Wochenenden derzeit nicht aktualisiert.

Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International eine Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen. Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut.
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International eine Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen. Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. August, 12 Uhr: Keine Neuinfektionen

In Dresden blieben die Infektionszahlen im Vergleich zum Vortag konstant.

Weiterhin wurden 641 Infizierte registriert, wovon 624 bereits als genesen gelten und 10 starben.

Somit sind sieben aktive Fälle in der Stadt bekannt.

Update, 8. August, 11.50 Uhr: Koalition will Maßnahmen zur Corona-Bewältigung öffentlich auswerten

Sachsens schwarz-grün-rote Koalition will ihre Maßnahmen in der Corona-Krise öffentlich auswerten. Es sei wichtig, eine gründliche Bilanz zu ziehen, erklärte die SPD-Politikerin Sabine Friedel am Samstag. Die Regierung habe in den vergangenen Monaten weitreichende Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens getroffen.

Es sei gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Infektionszahlen niedrig zu halten: "Sachsen ist einen guten Weg gegangen, genauso wie ganz Deutschland. Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Aber sie haben natürlich auch erhebliche Belastungen für alle mit sich gebracht."

Friedel zufolge verbinde die Koalition mit der Auswertung den Blick nach vorn: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir werden auch in den kommenden Monaten, vielleicht sogar Jahren, immer wieder kurzfristige Maßnahmen ergreifen müssen. Und wir brauchen eine langfristige Vorsorge für solche Krisenfälle." Außerdem gebe es einige Neuerungen, die die Gesellschaft dauerhaft beibehalten sollte.

In den vergangenen Monaten hätten alle Abgeordneten eine Vielzahl an Briefen und Mails unterschiedlicher Akteure und Interessengruppen erhalten. Während manchen die Maßnahmen als Überreaktion erschienen, warnten andere vor weiteren Lockerungen und wünschten sich mehr Schutz. Es sei wichtig, beide Seiten zu diskutieren und alle Erfahrungen in künftige Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Friedel kündigte für den Herbst öffentliche Anhörungen von Sachverständigen zu diversen Themen an - vom Krisenmanagement in sozialen Einrichtungen über Polizei, öffentliche Verwaltung und Justiz bis hin zu Wirtschaft, Bildung und Kunst. 

SPD-Politikerin Sabine Friedel.
SPD-Politikerin Sabine Friedel.  © PR

Update, 8. August, 7.45 Uhr: Corona: Spendensammeln für in Not geratene Studenten

Die Spendenaktionen sächsischer Hochschulen und Universitäten für durch die Corona-Krise in finanzielle Not geratene Studenten haben zum Teil mehrere zehntausend Euro eingebracht. 

Damit konnte auch ausländischen Studierenden geholfen werden, ergab eine dpa-Umfrage unter den Hochschulen. Viele Studenten hatten ihren Nebenjob etwa in der Gastronomie und damit Einnahmen verloren. 

Der Spendenstand an der TU Dresden lag Ende Juli nach Uni-Angaben bei 165.000 Euro. An der Universität Leipzig wurden bis Ende Juni fast 50.000 Euro, an der Hochschule Mittweida 45.000 Euro und der TU Bergakademie Freiberg 104.000 Euro gesammelt.

Für die Studierenden der TU Dresden kam mit Abstand das meiste Geld zusammen.
Für die Studierenden der TU Dresden kam mit Abstand das meiste Geld zusammen.  © Thomas Türpe

Update, 8. August, 7.40 Uhr: Krankenhausgesellschaft sieht sich für zweite Corona-Welle gerüstet

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen sieht die Kliniken im Land für eine zweite Corona-Welle gut gerüstet. "Es gibt nach wie vor ausreichend Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsplätzen, die entsprechend des Bedarfs sofort aktiviert werden können", sagte Friedrich R. München, stellvertretender Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft in Leipzig. Aktuell stünden in Sachsen bei Bedarf sofort mehr als 500 intensivmedizinische Betten zur Verfügung.

Basierend auf der "ersten Welle" seien sowohl seitens der Krankenhäuser, aber auch aller anderen Beteiligten im Lande zahlreiche Erfahrungen gemacht worden, die der Patientenversorgung aktuell zugute kämen, so München. So sei bereits im März "schnell und unbürokratisch eine krankenhauszentrierte Koordinationsstruktur" aufgebaut worden, die weiterhin aktiv genutzt werde.

Dabei würden sich die Krankenhäuser, das Sozialministerium und weitere Beteiligte wie der öffentliche Gesundheitsdienst regelmäßig zu Fragen der Patientenversorgung, zu logistischen und organisatorischen Belangen des Corona-Geschehens abstimmen. Federführend seien dabei die drei sächsischen Maximalversorgungs-Krankenhäuser. Das sind die Unikliniken Dresden und Leipzig sowie das Klinikum Chemnitz.

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei auch in Sachsen der Mangel an Schutzausrüstungen ein gravierendes Problem gewesen. "Zwischenzeitlich waren alle Krankenhäuser bestrebt, ihre Vorhaltung an Schutzausrüstung, aber auch an Arzneimitteln und anderem medizinischen Material auszubauen, so dass wir davon ausgehen, dass es bei einer zweiten Pandemiewelle nicht zu Engpässen kommen wird", sagte München.

Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.
Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.  © DPA/Jonas Güttler

Update, 7. August, 17.40 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen steigt stärker an

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erhöht sich weiter zweistellig - auf niedrigem Niveau. Seit Donnerstag kamen laut der laufend aktualisierten Statistik des Gesundheitsministeriums vom Freitag 36 Fälle dazu. Am Freitag wurden zwei Neuinfektionen in Dresden registriert, die Gesamtzahl liegt nun bei 641.

Die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat insgesamt stieg damit auf 5624. Allein 32 wurden dabei im Landkreis Görlitz bestätigt, wo für mehrere Heime Quarantäne gilt. Unverändert 224 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind bisher gestorben.

Etwa 5285 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt weiterhin 4 Prozent.

Update, 7. August, 17.19 Uhr: Coronavirus in Heim für behinderte Menschen nicht weiter ausgebreitet

Das Coronavirus hat sich in einem Heim für Menschen mit Behinderung in Bernstadt (Landkreis Görlitz) nicht weiter ausgebreitet. Wie das Landratsamt Görlitz am Freitag mitteilte, blieb die Zahl der Infektionen mit 40 im Vergleich zum Vortag konstant. Betroffen sind 30 Bewohner des Heimes und zehn Mitarbeiter.

Bereits am Mittwoch hatte das Gesundheitsamt eine Quarantäne verhängt. Um die Pflege und Betreuung der Bewohner zu gewährleisten, gebe es für das Pflegepersonal eine Sonderregelung, hieß es. Es darf sich sowohl im häuslichen Umfeld als auch in der Pflegeeinrichtung aufhalten, damit der Betrieb weiterhin gesichert werden kann.

Mit Stand Freitag gab es in Sachsen 5624 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 36 mehr als am Vortag und ein vergleichsweise großer Anstieg. Lange Zeit war die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Sachsen einstellig, seit ein paar Tagen ist sie wieder zweistellig. Allein 32 Fälle kamen im Landkreis Görlitz dazu. Die Zahl der Todesopfer lag unverändert bei 224.

Update, 7. August, 14.36 Uhr: Corona-Tests an Sachsens Flughäfen - bislang elf positive Tests

An den sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden haben sich bisher rund 1500 Urlaubsrückkehrer auf eine Corona-Infektion testen lassen. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen am Freitag auf Anfrage mitteilte, wurden lediglich elf Reisende positiv getestet - allesamt am Flughafen Leipzig/Halle.

Mit der am Samstag beginnenden Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wird in Sachsen kein zusätzlicher Ansturm auf die Testcenter erwartet. Momentan gibt es von hiesigen Flughäfen keine Verbindungen in solche Gebiete.

Das sächsische Sozialministerium verwies am Freitag darauf, dass Betroffene, die beispielsweise mit dem Zug oder dem Auto aus einem Risikogebiet zurückkehren, sich entweder an den Flughäfen oder beim Hausarzt kostenlos testen lassen können.

Sozialstaatssekretär Uwe Gaul hatte am vergangenen Montag davon gesprochen, dass Sachsen weitere Testmöglichkeiten auch auf Bahnhöfen und an den Grenzübergängen zu Polen und Tschechien erwägt.

Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International einen Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen.
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International einen Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. August, 12.18 Uhr: Sachsens Corona-Hilfsprogramm für Entwicklungsländer ausgeschöpft

Sachsens Hilfsprogramm zur Eindämmung der Corona- Pandemie in Entwicklungsländern ist ausgeschöpft. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Freitag werden zwölf Projekte in zehn Staaten mit 200.000 Euro unterstützt. "Unser Ziel war es, mit dem Sonderprogramm ein Zeichen der Solidarität gegenüber den ärmsten Ländern der Welt zu setzen und Unterstützung gegen die Ausbreitung von Covid-19 zu leisten", erklärte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU).

Dank des Engagements der in Sachsen ansässigen Nichtregierungsorganisationen und ihrer Partner vor Ort habe man schnell eine beachtliche Zahl an Projekten unterstützen können.

Die Vorhaben betreffen unter anderem die Errichtung von Toiletten in einer Grundschule in Iringa (Tansania). Als wesentliche Infektionsquelle gelten dort unzureichende sanitäre Anlagen, hieß es. Die 400 Schülerinnen und Schüler hätten künftig nun ordentliche Toiletten und könnten sich an Waschstationen die Hände reinigen.

Ein weiteres Projekt wird in der Region Salima in Malawi finanziert. Dort sollen unter anderem Schutzausrüstungen und ein Beatmungsgerät angeschafft werden. In Adjumani (Uganda) geht es um den Erwerb von Schutzausrüstungen und Sanitäranlagen. Dort leben zahlreiche Flüchtlinge aus dem Südsudan.

Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Initiativen. 2019 standen dafür 550.000 Euro bereit, für 2020 waren bisher 700.000 Euro eingeplant. Mit dem Corona-Sonderprogramm sind es nun 900.000 Euro.

Update, 6. August, 12.55 Uhr: Erneut Neuinfektion in Dresden registriert

In Dresden wurde eine weitere Infektion mit dem Coronavirus registriert. Die Fallzahl kletterte somit auf 639.

Genesen ist in den vergangenen 24 Stunden hingegen kein Patient. Die Zahl blieb konstant bei 623, genauso konstant blieb die Anzahl der Todesfälle bei 10.

Demnach sind gegenwärtig sechs aktive Corona-Fälle bekannt.

Titelfoto: PR

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