Coronavirus: Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Deutschland - Auch im Juni 2021 wird die Welt weiterhin von der Coronavirus-Pandemie in Atem gehalten. Kaum vorstellbar, dass es mal wieder ein Leben ohne Maskenpflicht und gänzlich ohne jede Beschränkungen geben wird. TAG24 berichtet im Liveticker über das aktuelle Geschehen zum Coronavirus. Hier geht es zu den aktuellen Infos.

Update, 21. Juni, 22.19 Uhr: Bisher 140 Corona-Fälle bei Copa América

Bei der Copa América in Brasilien hat bis zum Montagmittag (Ortszeit) 140 Corona-Fälle gegeben. Nach Angaben des südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol liegt bei den bisher 15.235 durchgeführten Tests die Quote der Infizierten bei 0,9 Prozent.

Das sei ein "klares" Zeichen dafür ist, "dass die Präventivmaßnahmen und Gesundheitsprotokolle wie erwartet funktionieren", teilte Conmebol mit.

Update, 21. Juni, 21.18 Uhr: Merkel: Fortschritte in Corona-Pandemie noch immer fragil

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat in der Corona-Pandemie zu Vorsicht trotz stark gesunkener Infektionszahlen aufgerufen. Es gebe zwar eine sehr grundlegende Verbesserung der Situation, sagte sie am Montag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi (73). "Aber wir wissen auch, wie fragil dieser Fortschritt noch ist."

Die Impfquote steige zwar, aber man nähere sich noch nicht einer Herdenimmunität. Und: "Wir sind anfällig für neue Varianten." In Großbritannien und Portugal könne man sehen, wie schnell die Inzidenzen wieder hochgehen könnten. "Deshalb verfolgen wir die Dinge sehr aufmerksam."

Update, 21. Juni, 20.10 Uhr: Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen.

Medizinische Mitarbeiter in Schutzkleidung unterhalten sich, während sie einen Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung in ein Krankenhaus transportieren.
Medizinische Mitarbeiter in Schutzkleidung unterhalten sich, während sie einen Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung in ein Krankenhaus transportieren.  © Pavel Golovkin/AP/dpa

Update, 21. Juni, 18.52 Uhr: Sorge im britischen Oberhaus über "UEFA-Variante" des Coronavirus

Abgeordnete des britischen Oberhauses haben sich am Montag besorgt über mögliche Ausnahmeregelungen für ausländische Besucher der Fußball-EM-Spiele in London geäußert.

Die Zeitung "Telegraph" hatte berichtet, dass für das Endspiel, das am 11. Juli im Wembley-Stadion stattfindet, etwa 2500 Medienschaffende und VIP-Gäste von der zehntägigen Corona-Quarantäne ausgenommen sein könnten. Oberhaus-Mitglied Baroness Kishwer Falkner kritisierte, man riskiere mit solchen Ausnahmen einen Anstieg der Corona-Fälle und damit neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Die britische Regierung habe schon zugelassen, dass sich die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien ausgebreitet habe, monierte Falkner. "Das Volk sorgt sich zu Recht, dass ihr Recht auf Leben und Lebensgrundlagen schon wieder auf dem Spiel steht, weil wir möglicherweise eine - sollen wir es so nennen - UEFA-Variante importieren, wenn diese Ausnahmen durchkommen."

Update, 21. Juni, 18.26 Uhr: WHO: Corona-Impfstoffproduktion in Afrika nun in Sicht

Die Pläne zur Herstellung von Corona-Impfstoffen in Afrika nehmen Gestalt an. In Südafrika werde mithilfe eines Konsortiums das erste Zentrum zur Herstellung von sogenannten mRNA-Impfstoffen entstehen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf mit.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem "phänomenalen Schritt". Es gehe darum, Afrika von Impfstoffen unabhängiger zu machen, die aus dem Ausland geliefert würden.

In Südafrika sollen auch Fachkräfte geschult werden, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien.

Update, 21. Juni, 17 Uhr: Indien impft 7,5 Millionen Menschen an einem Tag

Am Montag hat Indien mehr als 7,5 Millionen Menschen gegen Corona geimpft - mehr als je zuvor an einem Tag. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums.

In Indien leben insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Menschen, es ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung - nach China. Am Montag gab es zusätzliche Impfzentren, die Impfungen für alle Erwachsenen anboten.

Bislang lief die Impfkampagne in Indien allerdings deutlich langsamer als zunächst geplant. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Update, 21. Juni, 16 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Indonesien

Der Inselstaat Indonesien hat die Marke von zwei Millionen Corona-Infektionsfällen überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Montag mehr als 14.500 Neuinfektionen verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl der Neuansteckungen stieg damit auf 2.004.445. Außerdem wurden 294 neue Todesfälle registriert. Damit sind in dem südostasiatischen Land mehr als 54.900 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben.

Der weltgrößte Inselstaat mit seinen 270 Millionen Einwohnern hatte bereits in den vergangenen Wochen steigende Infektionszahlen verzeichnet.

Ein islamischer Geistlicher betet mit Angehörigen bei der Beerdigung eines Mannes in dem Abschnitt eines indonesischen Friedhofs, der für Corona-Verstorbene bestimmt ist.
Ein islamischer Geistlicher betet mit Angehörigen bei der Beerdigung eines Mannes in dem Abschnitt eines indonesischen Friedhofs, der für Corona-Verstorbene bestimmt ist.  © Tatan Syuflana/AP/dpa

Update, 21. Juni, 14.01 Uhr: Kliniken weisen Schummelvorwurf um Betten für Covid-Patienten zurück

Deutschlands Krankenhäuser haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aus finanziellen Gründen bei Angaben zu Betten für Covid-19-Behandlungen geschummelt.

Der Bundesrechnungshof habe keine Belege für entsprechende Vorwürfe vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag bei einer Veranstaltung seiner Organisation. Seit Tagen wird darüber spekuliert, die Kliniken hätten mit Manipulationen Pauschalzahlungen für frei gehaltene Betten bekommen wollen.

Gaß sagte, die Kliniken hätten die Infrastruktur zur Behandlung zahlreicher möglicher Covid-19-Patientinnen und -Patienten geschaffen. Diese möglichen Intensivbetten seien nicht komplett gebraucht worden. Aber wenn es nötig gewesen wäre, hätten die Behandlungskapazitäten hochgefahren werden können.

Intensivpflegerinnen sind auf eienr Covid-19-Intensivstation in Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.
Intensivpflegerinnen sind auf eienr Covid-19-Intensivstation in Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.  © Robert Michael/dpa

Update, 21. Juni, 13.51 Uhr: Drei Modell-Diskotheken dürfen im Norden ohne Maskenpflicht öffnen

Nach über einjähriger Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen in Schleswig-Holstein die ersten drei Diskotheken als befristete Modellprojekte unter strengen Auflagen wieder öffnen.

Die Besucher müssen keine Maske tragen, keine Abstände wahren und negativ auf Corona getestet, geimpft oder genesen sein. Wie Landeswirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag in Kiel mitteilte, können sich Betriebe bis zum 2. Juli beim Land bewerben und bei Erfüllung aller Voraussetzungen frühestens am 20. Juli starten.

Landesweit soll jeweils eine Diskothek mit maximal 200, 500 und 2000 möglichen Besuchern für jeweils drei Veranstaltungen zugelassen werden. Die Corona-Tests der Gäste dürfen höchstens sechs Stunden alt sein, die Besucher müssen vier Nachtests zustimmen. So sollen Infektionen schnell zugeordnet werden. Die Modellprojekte sind zunächst auf vier Wochen angelegt.

Update, 21. Juni, 13.47 Uhr: Juristen fordern differenziertes Vorgehen bei Maskenpflicht

Bei der Umsetzung der Maskenpflicht haben Juristen ein differenziertes Vorgehen gefordert. Vor allem in Schulen stelle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einen "deutlich gravierenderen Eingriff" dar und belaste die Schüler "unverhältnismäßig", sagte der Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart dem "Handelsblatt".

In Schulen müssten "andere Mittel gesucht werden, was bei einem überschaubaren Personenkreis wie einem Klassenverband auch möglich sein dürfte." Dennoch hält Degenhart den Mund-Nasen-Schutz weiter für ein legitimes Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Im Gegensatz zu Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren oder Quarantänepflichten stelle die Maskenpflicht eine "nicht sehr eingriffsintensive Maßnahme dar", sagte der Jurist.

Zu einer ähnlichen Ansicht kommt auch der Berliner Verfassungsjurist Christian Pestalozza von der Freien Universität. Die Maske sei an heißen Tagen oder bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten zwar lästig, aber dennoch "neben Impfung, Abstand und Hygiene ein unverzichtbares Mittel der Pandemiebekämpfung".

Vor allem in Schulen stelle die Pflicht, eines Mund-Nasen-Schutz zu tragen, einen "deutlich gravierenderen Eingriff" dar.
Vor allem in Schulen stelle die Pflicht, eines Mund-Nasen-Schutz zu tragen, einen "deutlich gravierenderen Eingriff" dar.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 21. Juni, 13.44 Uhr: Merkel dankt Beschäftigten in Kliniken für Corona-Kriseneinsatz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat den Beschäftigten in den Kliniken für ihren großen Einsatz in der Corona-Krise gedankt.

Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter seien seit Monaten an die physischen und psychischen Grenzen gegangen. "Das ist alles andere als selbstverständlich", sagte Merkel am Montag in einer eingespielten Videobotschaft bei einer Veranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Merkel betonte, dass inzwischen die dritte Corona-Welle gebrochen sei. Die Zahl intensiv-pflichtiger Covid-19-Patienten gehe zurück. Das Virus sei aber nicht aus der Welt.

Update, 21. Juni, 13.07 Uhr: Erste Corona-Geimpfte in England: Habt keine Angst vor einer Nadel

Vor gut einem halben Jahr ist die Britin Margaret Keenan als weltweit erster Mensch mit dem zugelassenen Vakzin von BioNTech und Pfizer gegen das Coronavirus geimpft worden - nun hat die 91-Jährige andere Menschen ermutigt, ihrem Beispiel zu folgen.

"Egal, was ihr bisher darüber gedacht habt, lasst Euch impfen", sagte die Britin am Montag der BBC. "Es ist nichts dabei. Habt keine Angst vor einer Nadel", sagte sie. "Es schützt Euer Leben und das Leben Anderer."

Bilder von Keenans Erstimpfung am 8. Dezember 2020 in Coventry waren um die Welt gegangen, am 29. Dezember hatte sie die für den vollständigen Schutz notwendige zweite Dosis erhalten.

Margaret Keenan (91) ist die erste Corona-Geimpfte in England.
Margaret Keenan (91) ist die erste Corona-Geimpfte in England.  © Jacob King/PA Wire/dpa

Update, 21. Juni, 12.59 Uhr: Tschechien öffnet Grenzen für Urlauber aus allen EU-Staaten

Tschechien hat seine Grenzen für Urlauber aus allen EU-Staaten geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Montag auch für Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen. Das teilte das Innenministerium in Prag mit.

Für Touristen aus Deutschland, Österreich und fünf weiteren EU-Staaten gab es bereits seit zwei Wochen eine Sonderregelung. Tschechien hatte wegen der Corona-Pandemie monatelang alle Einreisen von Ausländern ohne triftigen Grund untersagt. Die Tourismusbranche klagte über enorme Verluste.

Voraussetzung ist in der Regel, dass die Reisenden negativ getestet, geimpft oder genesen sind und im Vorfeld eine Online-Anmeldung ausgefüllt haben. Die Einzelheiten sind auf den Internetseiten des Innenministeriums zu finden.

Tschechien hat am Montag seine Grenzen für Urlauber aus EU-Staaten geöffnet.
Tschechien hat am Montag seine Grenzen für Urlauber aus EU-Staaten geöffnet.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 21. Juni, 12.54 Uhr: Nach den Corona-Lockerungen: Einkaufsstraßen füllen sich wieder

Die Lockerungen der coronabedingten Verkaufsbeschränkungen sorgen für mehr Leben in den Innenstädten. Das geht aus Zahlen des auf die Messung von Besucherfrequenzen in Einkaufsstraßen spezialisierten Unternehmens Hystreet hervor. In den zehn größten deutschen Städten liegt die Zahl der Einkaufsbummler demnach inzwischen wieder bei durchschnittlich 72 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Hystreet vergleicht dabei Zahlen der vergangenen vier Samstage mit denen von Mai/Juni 2019. Im Februar 2021, als ein weitreichender Lockdown galt, habe die Zahl der Passanten nur bei 17 Prozent des Februars 2019 gelegen, teilte Hystreet am Montag mit.

Die Rückkehr der Passanten fiel dabei nicht überall gleich hoch aus. In Düsseldorf (Schadowstraße) wurden den Angaben zufolge 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, in Hamburg (Spitalerstraße) waren es im Schnitt der vergangenen vier Samstage 80 Prozent. Geringer seien die Zahlen in München (Neuhauser Straße) mit 57 Prozent und Berlin (Kurfürstendamm) mit 55 Prozent ausgefallen.

In Deutschland wächst die Shoppinglust.
In Deutschland wächst die Shoppinglust.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 21. Juni, 12.51 Uhr: Betriebsärzte haben schon Zehntausende Post-Beschäftigte geimpft

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt die Deutsche Post DHL mit ihren Impfungen über Betriebsärzte nach eigenen Angaben gut voran.

Bis zu diesem Freitag werden voraussichtlich rund 40.000 der 230.000 Beschäftigten im Inland eine Dose verabreicht bekommen haben, wie der Bonner Konzern am Montag mitteilte. Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sortierzentren und in der Zustellung kamen bei den vor zwei Wochen gestarteten Impfungen schon dran - also auch Paketboten, die an der Haustür klingeln und Kundenkontakt haben.

Die Firma rechnet damit, die betriebliche Impfkampagne bis Anfang September abgeschlossen zu haben, dann wird es also die letzten Zweitimpfungen geben. Das freiwillige Impfangebot stoße auf großes Interesse bei den Beschäftigten.

Update, 21. Juni, 12.45 Uhr: Niedrige Inzidenz - Hamburg lockert Corona-Beschränkungen weiter

Angesichts einer stabilen Infektionslage lockert der Hamburger Senat die Corona-Kontaktbeschränkungen weiter.

Unter anderem können sich ab Dienstag können sich wieder zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten auch in Innenräumen treffen, wie der Senat am Montag mitteilte. Bislang waren nur fünf Personen erlaubt. Genesene und Geimpfte sowie Kinder werden dabei nicht mitgezählt. Mehr zur Corona-Lage in der Hansestadt lest Ihr bei TAG24 im "Coronavirus in Hamburg"-Liveticker.

Update, 21. Juni, 12.40 Uhr: Positiver Corona-Test bei Schottlands Shootingstar Gilmour

Schottlands Shootingstar Billy Gilmour (20) fällt nach einem positiven Corona-Test für das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien aus.

Wie der schottische Verband am Montag mitteilte, muss sich der Profi vom FC Chelsea für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Damit fiele der 20-Jährige auch für ein mögliches Achtelfinalspiel der Bravehearts aus. Dazu muss aber als erste Voraussetzung ein Sieg am Dienstag in Glasgow gegen Kroatien her.

Gilmour war beim 0:0 gegen England zum Star des Spiels gekürt worden. Danach hatte es viele Lobeshymnen für den Champions-League-Sieger gegeben, der auch ein großer Hoffnungsträger für das Duell mit Vizeweltmeister Kroatien war.

Update, 21. Juni, 12.37 Uhr: Tausende neue Corona-Fälle in Moskau

Die russische Hauptstadt Moskau verzeichnet weiterhin Tausende Corona-Neuinfektionen. Am Montag meldeten die Behörden 7580 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Derzeit werden den Behörden zufolge mehr als 600 Menschen in Krankenhäusern künstlich beatmet.

Seit mehr als einer Woche gelten in Europas größter Metropole mit schätzungsweise zwölf Millionen Einwohnern einige Einschränkungen. So sind größere Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen verboten. Die Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft, die auf Anordnung der Stadt geschlossen wurde, werde abgebaut, schrieb die Zeitung "Kommersant".

Update, 21. Juni, 12.19 Uhr: Fast 51 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Mehr als 31 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor (Stand: 10.50 Uhr). Demnach wurden am Sonntag 290.534 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,8 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,8 Millionen (31,1 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,3 Prozent. Das Saarland zählt mit 37,2 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 28,6 Prozent am Ende der Rangliste.

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Inzwischen können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.
Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Inzwischen können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 21. Juni, 12.16 Uhr: Merkel zu Corona: Richtiges Maß an Freiheit und Vorsicht finden

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat trotz der einstelligen Werte bei den Corona-Inzidenzen vor Übermut gewarnt. Man sei bei einer erfreulichen Inzidenz unter zehn, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei einer gemeinsamen Klausur der Spitzen von CDU und CSU zum Wahlprogramm der Union in Berlin. Dies sei aber immer noch drei Mal so hoch wie vor zwölf Monaten.

Man müsse "das richtige Maß an Freiheit und Vorsicht finden", wurde sie zitiert. Es dürfe nicht vergessen werden: "Maske tragen ist immer noch das Einfachste." Die Pandemie werde erst zu Ende sein, wenn die ganze Welt geimpft sei. "Wir müssen an den Rest der Welt auch denken", sagte Merkel demnach.

Trotz sinkender Corona-Zahlen in Deutschland gibt es verstärkt Sorgen wegen der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus. Erstmals seit zehn Monaten hatten die Gesundheitsämter zuletzt weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) kommt am, Montag zur Klausur der Spitzen von CDU und CSU zur Verabschiedung des Wahlprogramms für die Bundestagswahl.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) kommt am, Montag zur Klausur der Spitzen von CDU und CSU zur Verabschiedung des Wahlprogramms für die Bundestagswahl.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. Juni, 11.13 Uhr: Chilenische Spieler verstoßen gegen Corona-Regeln bei Copa América

Spieler der chilenischen Nationalmannschaft haben einen Friseur in ihrem Hotel im brasilianischen Cuiabá empfangen und damit gegen die Corona-Auflagen der Copa América verstoßen.

Das räumten das Trainerteam und der Fußballverband des südamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) ein, nachdem sich zuvor Bilder des Friseurbesuchs in den sozialen Netzwerken verbreitet hatten. Die Beteiligten müssten nun eine Geldstrafe zahlen. Eine Summe wurde nicht genannt.

Zwar sei der Friseur zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden. Die Regeln des südamerikanischen Fußballverbands Conmebol schreiben dennoch vor, dass Spieler während ihres Aufenthalts in einem Hotel keinen Kontakt zu Außenstehenden haben dürfen.

Update, 21. Juni, 10.46 Uhr: Keine Geisterspiele: Tausende japanische Fans bei Olympia erlaubt

Trotz der andauernden Corona-Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen.

Maximal darf aber nur die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber am Montag nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Der Beschluss steht aber unter Vorbehalt. Sollte sich die Corona-Infektionslage bis zum 12. Juli verschlechtern und erneut ein Notstand ausgerufen werden müssen, könnten Zuschauer doch noch komplett ausgesperrt werden.

Japans wichtigster Corona-Regierungsberater, der Mediziner Shigeru Omi, hatte sich zuletzt erneut für Geisterspiele ohne Fans auf den Rängen ausgesprochen. Auch 40,3 Prozent der japanischen Bürger finden laut einer am Wochenende landesweit durchgeführten Kyodo-Umfrage, dass Olympia in Tokio ganz ohne Zuschauer abgehalten werden sollte. 30,8 Prozent der Befragten finden gar, dass die Spiele abgesagt werden sollten. Die geplanten Public Viewings in Tokio wurden gestrichen.

Die eigentlich für 2020 geplanten Sommerspiele waren wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden. Die olympischen Wettbewerbe werden in rund 40 Arenen in Tokio und anderen Präfekturen ausgetragen.
Die eigentlich für 2020 geplanten Sommerspiele waren wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden. Die olympischen Wettbewerbe werden in rund 40 Arenen in Tokio und anderen Präfekturen ausgetragen.  © -/kyodo/dpa

Update, 21. Juni, 10.27 Uhr: Stream von Sonnenaufgang in Stonehenge wegen Schaulustigen gestoppt

Wegen Corona-Sicherheitsbedenken hat die Denkmalschutzorganisation English Heritage einen Livestream zur Sonnenwende-Feier in Stonehenge unterbrochen. Etwa 100 Menschen seien am frühen Montagmorgen an der weltbekannten Steinformation erschienen, meldete die Nachrichtenagentur PA. Ihretwegen wurde die Übertragung auf Facebook und YouTube gestoppt.

Stattdessen zeigte English Heritage den Tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern des Streams vorübergehend vorbereitetes Material. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Organisation Interessierte zuvor gebeten, auf einen Besuch der 25 Tonnen schweren, jahrtausendealten Steine zu verzichten. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Zu viele Schaulustige trotz Corona: Stream von Sonnenaufgang in Stonehenge gestoppt".

Menschen sprangen in den frühen Morgenstunden über einen Zaun und bahnten sich ihren Weg an Sicherheitspersonal vorbei in Richtung Stonehenge.
Menschen sprangen in den frühen Morgenstunden über einen Zaun und bahnten sich ihren Weg an Sicherheitspersonal vorbei in Richtung Stonehenge.  © Ben Birchall/PA Wire/dpa

Update, 21. Juni, 10.17 Uhr: Impfungen für alle möglich: Eine Million Buchungen in Großbritannien

Nach der Öffnung von Corona-Impfungen für alle Erwachsenen in Großbritannien nimmt die Kampagne noch einmal Fahrt auf.

Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS am Montag mitteilte, wurden am Freitag und Samstag insgesamt mehr als eine Million Termine für Impfungen gebucht. Das seien sechs pro Sekunde. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch höher, da Buchungen bei Hausärzten nicht registriert werden. Am Wochenende bildeten sich lange Schlangen vor Impfzentren. Seit Freitag können alle über 18-Jährigen eine Corona-Impfung buchen.

Wegen der raschen Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatte der britische Premierminister Boris Johnson außerdem die für Montag geplante Aufhebung aller Corona-Restriktionen um vier Wochen verschoben.

Update, 21. Juni, 10.12 Uhr: Leopoldina empfiehlt, Schulen langfristig offen zu halten

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, Deutschlands Schulen und Kindergärten in der Pandemie offenzuhalten und so Präsenzunterricht für alle Schüler zu ermöglichen. Dies sei die effektivste Art des Lernens, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme.

Die Öffnungen sollten aber von "geeigneten Schutzmaßnahmen" begleitet werden. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, den digitalen Ausbau an den Bildungseinrichtungen zu beschleunigen.

Die Forscher der Leopoldina legten während der Pandemie mehrere Stellungnahmen zum Umgang mit dem Virus an den Schulen vor. In der jetzt veröffentlichten regen sie auch an, Programme zur Förderung eines gesunden Lebensstils an den Schulen zu unterstützen. Außerdem sollten die Schüler und Schülerinnen gezielt bei ihrer psychosozialen Entwicklung gefördert werden.

Update, 21. Juni, 10.02 Uhr: Israel erlaubt Einreise von geimpften Individualtouristen

Israel will ab 1. Juli die Einreise von geimpften Individualtouristen erlauben. Diese bräuchten dann keine Genehmigung im Vorfeld mehr, schrieb Innenministerin Ajelet Schaked von der ultrarechten Jamina-Partei am Sonntagabend auf Facebook. Welche Impfungen dabei akzeptiert würden, werde noch mitgeteilt.

In einem ersten Öffnungsschritt hatte Israel Ende Mai wieder in begrenzter Anzahl die Einreise von Gruppen geimpfter Touristen erlaubt. Das Mittelmeerland hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie hat stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

Ein Blick auf die Skyline an der Seepromenade in Tel Aviv.
Ein Blick auf die Skyline an der Seepromenade in Tel Aviv.  © Ilia Yefimovic/dpa

Update, 21. Juni, 6.54 Uhr: "Keine gute Idee" - Infektiologe sieht Fußball-EM mit Sorge

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. "Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern, ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen", sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. "In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee."

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion und in vielen deutschen Städten feucht-fröhlich - und vielfach ohne Masken oder Abstand - den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. Biergärten und Gaststätten waren teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten.

Getrübt wurde die Freude über den Sieg aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministers vor allem von der Ignoranz Tausender Fans im Stadion - denn sie trugen entgegen der ausdrücklichen Vorschrift keine FFP2-Masken. Zwar versprach der DFB als Gastgeber der vier EM-Spiele in München, die Zuschauer besser zum Tragen der Masken zu bewegen - doch vergeblich.

Deutsche Touristen in Palma bejubeln den Sieg der deutschen Mannschaft.
Deutsche Touristen in Palma bejubeln den Sieg der deutschen Mannschaft.  © Clara Margais/dpa

Update, 21. Juni, 5.20 Uhr: Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3). Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.722.327 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.605.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion starben, wird nun mit 90.395 angegeben. Aus "technischen Gründen" wurde kein bundesweiter Sieben-Tage-R-Wert ausgewiesen.

Update, 21. Juni, 4.17 Uhr: Matthias Schweighöfer: Konnte in der Pandemie mehr Papa sein

Für Filmemacher und Schauspieler Matthias Schweighöfer (40) war die Corona-Pandemie auch eine Zeit zum Innehalten. Er habe gemerkt, dass er vorher zu schnell unterwegs gewesen sei, sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

"Ich musste nicht mehr von einer Veranstaltung zur anderen hetzen, sondern hatte die Ruhe, um Drehbücher zu schreiben und zu entwickeln. Ich konnte außerdem mehr Papa sein." Er sei ruhiger geworden und hoffe, das aufrechterhalten zu können.

Der Grund, das eigene Leben nochmals neu aufzustellen, sei vermutlich seine Midlife-Crisis gewesen, sagte Schweighöfer. Er habe vorher relativ wenig auf sein Privatleben geschaut, jetzt beschäftige er sich mehr mit sich selbst. "Mein Leben muss nicht nur von Erfolg geprägt sein. Erfolg ist cool, aber morgen ist er auch schon wieder vorbei."

Matthias Schweighöfer (40) ist derzeit im Zombie-Schocker "Army Of The Dead" beim Streamingdienst Netflix zu sehen. Dort spielt er einen tollpatschigen Safeknacker.
Matthias Schweighöfer (40) ist derzeit im Zombie-Schocker "Army Of The Dead" beim Streamingdienst Netflix zu sehen. Dort spielt er einen tollpatschigen Safeknacker.  © Gerald Matzka/dpa

Update, 21. Juni, 4 Uhr: Studie: Distanzunterricht so effektiv wie die Sommerferien

Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität haben sich dafür Daten aus aller Welt angesehen - das Ergebnis ist ernüchternd.

"Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien", erklärte Prof. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie lehrt, einer der Autoren der Studie.

Forscherinnen und Forscher haben in einem systematischen Review mit wissenschaftlichen Datenbanken weltweit jene Studien identifiziert, die über die Auswirkungen der coronabedingten Schulschließungen auf die Leistungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern berichteten.

Besonders stark seien Kompetenzeinbußen bei Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Elternhäusern.

Es gebe auch erste Anhaltspunkte dafür, dass die Effekte der späteren Schulschließungen ab Winter nicht zwangsläufig ebenso drastisch ausfallen müssen: Inzwischen habe sich die Online-Lehre vielerorts verbessert.
Es gebe auch erste Anhaltspunkte dafür, dass die Effekte der späteren Schulschließungen ab Winter nicht zwangsläufig ebenso drastisch ausfallen müssen: Inzwischen habe sich die Online-Lehre vielerorts verbessert.  © Ulrich Perrey/dpa

Update, 21. Juni, 2.35 Uhr: Nach Pandemie-Pause: Yoga auf New Yorks Times Square zurückgekehrt

Nach einer Pandemie-Pause im vergangenen Jahr haben am Sonntag wieder Hunderte Menschen auf dem New Yorker Times Square Yoga gemacht.

Bei hohen Temperaturen versammelten sich vom frühen Morgen an Menschen zu einstündigen kostenlosen Kursen auf Verkehrsinseln des belebten Platzes in Manhattan. In diesem Jahr gab es weniger Kurse als vor der Pandemie, dafür wurden sie auch live im Internet übertragen.

Im vergangenen Jahr war das Spektakel, das jedes Jahr um den Weltyogatag (21. Juni) herum gezeigt wird, komplett ins Internet verlegt worden. "Finde dein inneres Zentrum an der Kreuzung der Welt", bewirbt der Nachbarschaftsverband Times Square Alliance die Veranstaltung, die bereits zum 19. Mal stattfand.

Menschen nehmen an einer gemeinsamen Yoga-Stunde inmitten des Times Square in New York teil.
Menschen nehmen an einer gemeinsamen Yoga-Stunde inmitten des Times Square in New York teil.  © Christina Horsten/dpa

Update, 21. Juni, 2.15 Uhr: Intensivmediziner: Weniger Patienten in möglicher vierten Welle

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen.

"Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben", sagte er der "Rheinischen Post".

Bisher seien die Intensiv-Neuaufnahmen weitestgehend parallel zu den Inzidenzen verlaufen. Wenn die vulnerablen Gruppen sehr gut geimpft seien, könne es im Sommer erstmals zu einem abweichenden Verhalten kommen. Die Inzidenzen würden dann stärker steigen als die Intensiv-Aufnahmen, weil die potenziellen Patienten durch Impfung besser geschützt seien.

Update, 21. Juni, 00.01 Uhr: Bei Delta-Ausbreitung wieder Kontaktbeschränkungen möglich

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) schließt wegen der sich auch in Deutschland ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus eine Rückkehr zu Kontaktbeschränkungen nicht aus.

!Ich rechne damit, dass die Delta-Variante in einem Monat auch in Deutschland die vorherrschende Variante ist", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Dann stelle sich die Frage: "Wie wirkt welches Vakzin auf sie?" Man könne auch nicht ausschließen, das Menschen infiziert aus dem Sommerurlaub zurückkehren. Von den Antworten auf diese Fragen hänge ab, "ob wir eine vierte Welle bekommen und wieder zu Kontaktbeschränkungen zurückkehren. Ausschließen können wir das nicht".

Update, 20. Juni, 21.05 Uhr: Katar will nur Corona-Geimpfte zur Fußball-WM 2022 zulassen

Katar will nur gegen das Coronavirus geimpfte Zuschauer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zulassen. "Bis zur WM werden die meisten Länder der Welt ihre Bürger geimpft haben", wurde Premierminister Scheich Khalid bin Khalifa bin Abdulaziz Al Thani von staatlichen Medien am Sonntag zitiert.

"Aufgrund der Möglichkeit, dass einige Länder nicht in der Lage sein werden, all ihre Bürger zu impfen, wird Katar den Fans, die keinen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus haben, den Zutritt zu den Stadien verweigern."

Die erste Fußball-WM im Nahen Osten soll am 21. November 2022 beginnen. Der Fußball-Weltverband FIFA und die katarischen WM-Organisatoren gaben bisher keine Kommentare zu den Aussagen des Premierministers ab.

Blick in das Al-Bayt-Stadion in Doha, eines der WM-Stadien in denen 2022 die Fußball-WM aufgetragen wird.
Blick in das Al-Bayt-Stadion in Doha, eines der WM-Stadien in denen 2022 die Fußball-WM aufgetragen wird.  © Hassan Ammar/AP/dpa

Update, 20. Juni, 19.45 Uhr: Armin Laschet und Markus Söder gegen Steuererhöhungen

Zum Auftakt der zweitägigen Klausur der Unionsspitzen in Berlin haben CDU-Chef Armin Laschet (60) und CSU-Chef Markus Söder(54) für die Bundestagswahl Geschlossenheit demonstriert.

"Unser Anspruch ist es, ein gemeinsames Programm zu machen", sagte Unions-Kanzlerkandidat Laschet am Sonntagabend vor Beginn der Sitzung der Präsidien von CDU und CSU in Berlin.

Beide Parteichefs betonten, dass sie Steuererhöhungen ablehnten, nach der Pandemie werde es aber auch keine flächendeckenden Steuersenkungen geben, da auch der Staat auf die Einnahmen angewiesen bleibe.

Update, 20. Juni, 19.15 Uhr: Kultusminister-Chefin dafür, sich nicht zu früh auf Maßnahmen festzulegen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (60, SPD), hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen.

"Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig infrage gestellt werden", sagte sie dem Tagesspiegel.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatte am Samstag gesagt, dass Corona-Maßnahmen in den Schulen noch längere Zeit aufrechterhalten werden müssten. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Update, 20. Juni, 19 Uhr: Jens Spahn spricht über Lockerungen

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden.

"Wir können jetzt lockern", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. "Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter." Mit Blick auf Kinder und Jugendliche sagte Spahn: "Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich."

Eine Möglichkeit dabei seien Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. "Wir können bis Ende August, jedem über 12-Jährigen, der geimpft werden will, mindestens die erste Impfung angeboten haben."

Für alle Nicht-Geimpften brauche es auch weiterhin mindestens regelmäßiges Testen.

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) geht es darum, die richtige Balance zu finden.
Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) geht es darum, die richtige Balance zu finden.  © Carsten Koall/dpa

Update, 20. Juni, 18.38 Uhr: Berliner Bootsdemo für Partys und Clubs

Auf Booten und mit lauter Musik haben Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene am Sonntag für mehr Freiheit beim Feiern demonstriert. "Vermeidet Kulturalschaden" und "Kultur, Du Opfer", stand auf Transparenten.

Mit mehreren Booten zogen sie über den Landwehrkanal. An den Ufern tanzten Schaulustige mit. Für den Abend war eine "Abschlusstanzkundgebung" am Treptower Park geplant.

Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden.

Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

Auf Booten und mit Musik haben Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene für mehr Freiheit beim Feiern demonstriert.
Auf Booten und mit Musik haben Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene für mehr Freiheit beim Feiern demonstriert.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 20. Juni, 17.55 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Impfungen in Bayern

In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) inzwischen mehr als zehn Millionen Impfungen gegen das Corona-Virus verabreicht worden.

"Heute ist in Bayern die Grenze von 10 Millionen Corona-Impfungen überschritten", twitterte Söder am Sonntag. "Aber wir müssen noch besser und schneller werden. Jede Impfdose muss sofort verimpft werden. Denn wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit gegen die Delta-Variante."

Update, 20. Juni, 17.50 Uhr: Inselbewohner in Brasilien für Studie gegen Covid-19 geimpft

In einem Modellprojekt sind Bewohner der Ilha de Paquetá in Brasilien gegen das Coronavirus geimpft worden. Ziel der Aktion am Sonntag war es, alle 3530 Erwachsenen der Insel in der Guanabara-Bucht bei Rio de Janeiro innerhalb eines Tages zu impfen, wie die brasilianische Nachrichtenplattform G1 berichtete.

Der Feldversuch mit dem Vakzin von AstraZeneca soll Hinweise über die Sicherheit des Impfstoffs liefern und Aufschluss darüber geben, inwiefern die Immunisierung der erwachsenen Bevölkerung auch die nicht geimpften Kinder und Jugendlichen vor eine Infektion schützt, wie der Leiter des Gesundheitsamts von Rio de Janeiro, Daniel Soranz, erklärte.

"Impfen ist immer spannend, vor allem, wenn wir an die Bedeutung der Forschung denken, die den Impfstoff und die Auswirkungen auf die Übertragung bewertet", sagte die Präsidentin der Forschungseinrichtung Fundação Oswaldo Cruz (Fiocruz), Nísia Trindade.

In den kommenden Wochen und Monaten soll zudem beobachtet werden, ob bereits die erste Dosis des Impfstoffs die Übertragung von Fällen in der Region vollständig verhindert oder ob dies erst nach der zweiten Dosis geschieht.

Update, 20. Juni, 17.20 Uhr: Zwei Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 2,2!

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag nur zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden!

Das war eine mehr als am vergangenen Sonntag, wie aus den Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervorging (Stand: 15.46 Uhr). Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn wurde mit unverändert 1148 angegeben. Die Inzidenz blieb bei 2,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 4,8. Mit 6,1 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.101. Als genesen gelten rund 42.799 Menschen. Derzeit werden wie am Samstag 24 Corona-Patienten in Kliniken behandelt. Zwölf von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, diese Zahl hat sich seit Samstag nicht verändert.

Update, 20. Juni, 15.55 Uhr: Olaf Scholz gegen Steuersenkungen für Unternehmen nach Corona-Krise

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat sich strikt gegen Steuersenkungen für Unternehmen ausgesprochen.

Beim Zukunftscamp der SPD warf der Bundesfinanzminister der Unionsführung am Sonntag einen "absurden Einfall" vor, zu sagen, "diese Leute brauchen jetzt erst noch einmal eine Steuersenkung - die ganz viel verdienen, die große Gewinne machen - weil das sei wichtig für die Zukunft". Er sprach von einem Fehler und sagte weiter: "Wir haben merkwürdige Konservative weit hinter der Zeit und als ob sie die Krise nicht verstanden haben."

Scholz wies darauf hin, dass in der Krise 400 Milliarden Euro Schulden aufgenommen und Unternehmen mit hohen Milliardenbeträgen unterstützt worden seien und die Bundesregierung bereits in der Größenordnung von über 100 Milliarden Steuererleichterungen möglich gemacht habe. "Und wir brauchen natürlich auch eine globale Mindestbesteuerung für Unternehmen", sagte Scholz zudem. "Das ist eine Voraussetzung dafür, dass unser Wirtschaftsmodell überhaupt funktioniert."

Er sei sehr froh, dass es unter den klassischen Industrienationen inzwischen eine Verständigung darüber gebe.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat sich strikt gegen Steuersenkungen für Unternehmen ausgesprochen.
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat sich strikt gegen Steuersenkungen für Unternehmen ausgesprochen.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 20. Juni, 14.43 Uhr: Delta-Variante macht in Lissabon mehr als 60 Prozent aller Fälle aus

In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen.

Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung Público und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

Die Absperrung Lissabons für rund zweieinhalb Tage war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die "Area Metropolitana" nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.

Ob die Absperrung an den nächsten Wochenenden wiederholt wird, soll kurzfristig entschieden werden.

Update, 20. Juni, 14.25 Uhr: Einreisebeschränkungen könnten auch ohne Pandemie-Notlage gelten

Bundesweite Einreisebeschränkungen etwa für Gebiete mit Corona-Mutationen sollen nach dem Willen der Regierungsfraktionen auch nach einem möglichen Ende der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vom Bund verfügt werden können.

Über eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll der Bundestag noch in der kommenden Woche abstimmen, wie SPD- und Unionsfraktion am Sonntag bestätigten. Zuvor hatte die Welt am Sonntag berichtet.

Man komme in Deutschland gut bei der Pandemie-Bekämpfung voran, sagte der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak (CDU), der dpa. In anderen Teilen der Welt herrsche jedoch eine hohe Infektionsgefahr mit gefährlichen Mutationen.

"Unsere Erfolge bei der Pandemiebekämpfung dürfen nicht durch aus diesen Gebieten zurückkehrende Menschen zunichtegemacht werden." Einreisebeschränkungen und Testpflichten müssten daher auch unabhängig von einer "epidemische Lage von nationaler Tragweite" möglich sein. "Dafür schaffen wir nun die rechtlichen Voraussetzungen."

Einreisebeschränkungen könnten auch ohne Pandemie-Notlage gelten.
Einreisebeschränkungen könnten auch ohne Pandemie-Notlage gelten.  © Alessandro Della Valle/KEYSTONE Pool/dpa

Update, 20. Juni, 12 Uhr: Laith Al-Deen hat in Pandemie an Berufung als Musiker gezweifelt

Der Sänger Laith Al-Deen ("Bilder von dir") hat während der Corona-Pandemie an seiner Berufung als Musiker gezweifelt.

"Aber jetzt bin ich wieder fein mit mir. Ich kriege so eine Sicht auf das, was ich machen möchte", sagte der 49-Jährige in der Sendung "Silvia am Sonntag" des Senders Hit Radio FFH in Bad Vilbel.

Derzeit besuche er nach und nach seine Bandkollegen und entdecke ganz neue Seiten an ihnen, sagte Al-Deen. "Mein Keyboarder macht seinen Bootsschein und weiß jetzt ganz genau, wie man Gartenbeete anlegt."

Update, 20. Juni, 10.08 Uhr: Bis zu 7000 Menschen feiern im Hamburger Stadtpark

Bis zu 7000 Menschen haben sich in der Nacht zum Sonntag im Hamburger Stadtpark aufgehalten und gefeiert.

Nach Polizeiangaben vom Sonntagmorgen war die Lage aber nicht so angespannt wie in der Nacht zuvor, als Beamte den Stadtpark räumten. Ab dem frühen Samstagabend hätten sich die Menschen im Park versammelt, im Laufe des Abends sei die Stimmung aggressiver geworden. Demnach wurde Pyrotechnik gezündet und es flogen vereinzelt Flaschen.

Die meisten folgten der Aufforderung, den Stadtpark zu verlassen, wie ein Polizeisprecher sagte. Gegen 1 Uhr hätten sich nur noch wenige Menschen dort aufgehalten.

Auf der Winterhuder Mühlenkampbrücke hatten sich nach Angaben der Polizei zudem etwa 250 Menschen auf der Fahrbahn versammelt. Nachdem Lautsprecherdurchsagen ignoriert wurden, sei die Brücke gegen 0.55 Uhr geräumt worden. Auch hier seien Böller geworfen worden.

Kleinere und größere Menschengruppen stehen auf der Stadtpark-Wiese im Schein des von der Polizei aufgestellten Lichtmastes.
Kleinere und größere Menschengruppen stehen auf der Stadtpark-Wiese im Schein des von der Polizei aufgestellten Lichtmastes.  © Jonas Walzberg/dpa

Update, 20. Juni, 8.53 Uhr: Hunderte Menschen feiern in Augsburger Innenstadt - Polizei räumt

Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag in der Innenstadt von Augsburg eine Ansammlung von hunderten Feiernden aufgelöst.

Mehrere Straßen wurden geräumt. Bei dem Einsatz, der sich über mehrere Stunden hinzog, seien zahlreiche Beamte verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch auf der Seite der Feiernden habe es Verletzte bei dem Einsatz gegeben.

Den Angaben zufolge feierten rund 1400 Menschen gegen Mitternacht in der Augsburger Innenstadt. Viel Alkohol habe zu aufgeheizten Gemütern und einer zunehmend aggressiveren Stimmung geführt. Es seien immer wieder Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen worden.

Update, 20. Juni, 6.30 Uhr: Verband: Viele Apotheken wollen Testangebot zurückfahren

Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.

Weil die Zahl der vollständig Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, sagte ein Sprecher des Apothekerverbandes Abda in Berlin. Zudem wies er darauf hin, dass der Bund weniger zahle als zuvor.

"Für eine ganze Reihe von Apotheken ist die Durchführung der Tests damit nicht mehr wirtschaftlich." Das Testangebot werde deshalb wohl Schritt für Schritt kleiner werden. Die Apotheken gehören neben privaten Firmen und staatlichen Institutionen zu den wichtigsten Teststellen-Betreibern.

Eine Frau füllt vor einer Apotheke ein Formular für einen Covid-19-Test aus. Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.
Eine Frau füllt vor einer Apotheke ein Formular für einen Covid-19-Test aus. Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.  © Oliver/dpa

Update, 20. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 842 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 8,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 16 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 18 Tote gewesen.

Update, 20. Juni, 5.30 Uhr: Testbetrieb für digitale Schulzeugnisse angelaufen

Bei der Digitalisierung rücken auch Schulzeugnisse in den Fokus.

Ein Testbetrieb für digitale Zeugnisse startet in diesem Sommer in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz, wie die Bundesdruckerei berichtet. Gemeinsam mit govdigital - einem Zusammenschluss öffentlicher IT-Dienstleister - und dem Land Sachsen-Anhalt werde derzeit ein neues System zu Erstellung digitaler Zeugnisse entwickelt. NRW will sie nach Angaben des Düsseldorfer Schulministeriums ersten Abiturienten schon Ende dieses Monats testweise ausstellen.

Update, 20. Juni, 3.30 Uhr: Regierung sieht Bedarf an FFP2-Masken für Kinder - Kritik von Grünen

Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.

Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe deshalb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Normung einer Infektionsschutzmaske beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen soll.

Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner kritisiert, dass das erst jetzt passiert. "Es ist ein Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, daher erschüttert es, dass es keine ausreichende Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet gibt", sagte sie.

Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.
Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 20. Juni, 1.52 Uhr: Über eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien

Als zweites Land der Welt hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen.

In dem größten Land Lateinamerikas wurden bislang 500.800 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Samstag mitteilte. Bislang gibt es nur in den Vereinigten Staaten mit knapp 602.000 Opfern mehr Corona-Todesfälle.

In Brasilien haben sich bisher über 17,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen derzeit rund 80.000 neue Fälle hinzu. Bislang haben knapp 30 Prozent der Brasilianer eine erste Impfdosis erhalten, etwa elf Prozent sind vollständig geimpft.

Update, 19. Juni, 22.21 Uhr: Tausende Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik der Regierung

In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen.

In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform "G1" berichtete.

Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerstörung sowie die Achtung der Rechte indigener Völker.

Update, 19. Juni, 19.04 Uhr: US-Spende: 2,5 Millionen Corona-Impfdosen für Taiwan

Taiwan soll dem American Institute in Taiwan (AIT) zufolge rund 2,5 Millionen Dosen an Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Die Lieferung des Moderna-Mittels werde für Sonntag erwartet, teilte das AIT am Samstag auf Facebook mit.

Das Institut ist für die Umsetzung der US-Politik gegenüber Taiwan verantwortlich. Anfang Juni hatten die USA zunächst angekündigt, 750.000 Corona-Impfdosen an das Land zu spenden. Die Lieferung umfasse 1,75 Millionen zusätzliche Dosen, hieß es nun.

Update, 19. Juni, 16.30 Uhr: Delta-Variante sorgt für dritte Corona-Welle in Afrika

In mehreren afrikanischen Ländern wütet Corona so schlimm wie nie zuvor. Schuld daran ist zum einen die sich ausbreitende Delta-Variante. Hinzu kommt der weiter andauernde Mangel an Impfstoffen.

Mehr dazu hier: Delta sorgt für dritte Corona-Welle in Afrika: Menschen "müssen ihren Angehörigen beim Sterben zusehen"

Update, 19. Juni, 15.17 Uhr: Söder warnt vor Delta-Variante - in vier Wochen dominierend

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

"Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird.

"Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte der Regierungschef und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie.

Update, 19. Juni, 13.35 Uhr: Lissabonner nehmen Corona-Abriegelung gelassen hin

Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin.

Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Großraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung Público am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Die für Samstag geplante Gaypride-Parade wurde am Freitag kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden.

Portugal, Lissabon: Menschen mit Mund-Nasen-Schutz spazieren in der Innenstadt von Lissabon.
Portugal, Lissabon: Menschen mit Mund-Nasen-Schutz spazieren in der Innenstadt von Lissabon.  © Pedro Fiuza/XinHua/dpa

Update, 19. Juni, 12.35 Uhr: Tokio streicht Public Viewings bei Olympia

Die geplanten Public Viewings bei den Olympischen Spielen in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden.

Stattdessen sollen einige der sechs dafür vorgesehenen Schauplätze in Japans Hauptstadt als Impfzentren genutzt werden, wie Tokios Gouverneurin Yuriko Koike am Samstag verkündete.

Grund für die Entscheidung sind die anhaltenden Sorgen vor einer Verbreitung des Virus und seiner Mutationen während der Sommerspiele. Zuvor hatte sich Koike mit Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga beraten.

Update, 19. Juni, 12.26 Uhr: Spahn will Schutzmaßnahmen an Schulen länger aufrechterhalten

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden.

"Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Mehr dazu im Artikel "Sommerzeit besser nutzen": Spahn will Schutzmaßnahmen an Schulen länger aufrechterhalten.

Update, 19. Juni, 11.55 Uhr: Vorsitzende der Stiko kritisiert Drängen auf umfangreiche Kinderimpfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert.

Grundsätzlich sei bedauerlich, dass dies zu einem politischen Thema geworden sei, noch bevor es eine Zulassung für einen Impfstoff gegeben habe, sagte Mertens am Samstag auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.

"Von diesen ganzen Aussagen war ja praktisch nichts wirklich evidenzbasiert, muss man fairerweise sagen. Und leider Gottes ist in dieser Phase die entscheidende Problematik, nämlich brauchen Kinder und Jugendliche diese Impfung, überhaupt nicht angesprochen worden."

Infektionen bei dieser Altersgruppe verliefen bekanntlich sehr häufig asymptomatisch oder mild. Mertens sagte, es habe insgesamt 1849 Fälle gegeben, bei denen es Einweisungen ins Krankenhaus gegeben habe.

Dies sei ein Prozent der schon geringen Zahl gemeldeter Fälle.

Zum Teil seien Kinder auch wegen Blinddarmentzündungen ins Krankenhaus gekommen und dann positiv getestet worden. Von den Hospitalisierungen sei dann ein Prozent intensivmedizinisch behandelt worden.

Update, 19. Juni, 11.50 Uhr: Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervor (Stand: 9.45 Uhr). Demnach wurden am Freitag 904.231 Impfdosen verabreicht.

Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,3 Millionen (30,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter.

Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft.

Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45 Prozent. Das Saarland zählt mit 36,5 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Hessen ist hier mit 28,2 Prozent am Ende der Rangliste.

Thüringen, Weimaer: Der 14 Jahre alte Bruno (l) erhält von Marc Gerber seine erste Impfung gegen Covid-19.
Thüringen, Weimaer: Der 14 Jahre alte Bruno (l) erhält von Marc Gerber seine erste Impfung gegen Covid-19.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Juni, 11.20 Uhr: Erneut Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in Moskau

Russlands Hauptstadt hat erneut einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet.

Die Behörden in Europas größter Metropole registrierten am Samstag 9120 Fälle - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Der bisherige Höchststand war am Tag zuvor mit rund 9000 Infektionen erreicht worden. Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind mittlerweile fast 90 Prozent der Covid-Erkrankungen auf die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus zurückzuführen.

Update, 19. Juni, 10.43 Uhr: Lauterbach: "Historisches Versagen" reicher Länder in Corona-Krise

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht in der Corona-Krise ein "historisches Versagen" reicher Staaten.

"Wir haben Impfkapazität aufgebaut, die genau zugeschnitten war auf das, was wir selbst brauchen", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing.

"Wir haben keine zusätzliche Impfstoff-Produktionskapazität für die ärmeren Länder."

Das habe nun zur Folge, dass die Menschen in Südostasien, Afrika oder Lateinamerika weitgehend ungeschützt einem immer gefährlicher werdenden Virus ausgesetzt seien.

Denn je mehr Menschen geimpft seien, desto aggressiver müsse das Virus werden, um sich weiter ausbreiten zu können. "Das ist ein historisches Versagen der wohlhabenden Länder."

Für Deutschland rechnet Lauterbach "bis Mitte September" mit einer Herdenimmunität.

Insgesamt sei Deutschland mit einer Übersterblichkeit von rund vier Prozent deutlich besser durch die Krise gekommen als europäische Nachbarländer.

Allerdings habe die Bundesrepublik in der zweiten Welle versagt: "In der zweiten Welle sind unnötigerweise viele Menschen gestorben", sagte Lauterbach.

Update, 19. Juni, 9.43 Uhr: Polizei räumt Party von 4000 Menschen im Hamburger Stadtpark

Rund 4000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert - dabei wurde gegen die Corona-Regeln verstoßen.

Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen sagte. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen.

Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten.

Zwei von ihnen wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie wurden kurze Zeit später wieder entlassen. Es sei unklar, ob auch Besucher verletzt worden seien.

Hamburg: Behelmte Polizisten laufen begleitet von einem Mannschaftswagen mit Blaulicht durch die Menschengruppen auf der Stadtpark-Wiese.
Hamburg: Behelmte Polizisten laufen begleitet von einem Mannschaftswagen mit Blaulicht durch die Menschengruppen auf der Stadtpark-Wiese.  © Jonas Walzberg/dpa

Update, 19. Juni, 9 Uhr: Tui-Finanzchef: Wohl längere Saison 2021 - Tests "so oft wie möglich"

Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus könnte nach Einschätzung von Tui eine Verlängerung der Reisesaison 2021 nötig machen.

Er sehe grundsätzlich gute Chancen, die als aggressiv geltende Mutante unter Kontrolle zu bringen, sagte Finanzvorstand Sebastian Ebel den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX.

"Wir gehen davon aus, dass es weiter einen hohen Schutz gibt"» Insgesamt sei die Buchungsentwicklung derzeit solide.

Unter anderem wegen noch vorsichtiger Kunden richtet sich der größte Touristikkonzern aber auf "Nachholeffekte" ein, die sich bis zum Jahresende ziehen könnten.

"Ich würde mich nicht wundern, wenn zunächst einmal auch die Sommersaison 2021 länger wird", sagte Ebel.

Der Tui-Finanzchef rief Urlauber auf, in der Heimat vorsichtig zu bleiben, um Öffnungsschritte nicht zu gefährden. Er persönlich würde die Maske weiter anbehalten, wenn er in öffentliche Innenräume gehe.

Update, 19. Juni, 6 Uhr: Lauterbach gegen EM-Spiele in London

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen London als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft kritisiert.

Es sei unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfänden, sagte der Politiker der Mediengruppe RTL/ntv.

"Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben", sagte Lauterbach.

Allerdings sprach er sich dagegen aus, München als möglichen Ersatzort ins Spiel zu bringen.

"Es wäre unglücklich, wenn man einen Vorschlag macht, der das eigene Stadion und die eigenen Fans bevorzugt. Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir England vorschlagen, dass die Spiele stattdessen bei uns stattfinden sollen", erklärte der Politiker.

Update, 19. Juni, 5.30 Uhr: RKI registriert 1108 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 9,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1108 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 129 Tote gewesen.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 369 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3).

Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3 721 139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 601 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,72).

Berlin: Der Impfstoff Moderna wird beim Modellprojekt "Betriebliches Impfen KRTIS" bei Berlin-Chemie verimpft.
Berlin: Der Impfstoff Moderna wird beim Modellprojekt "Betriebliches Impfen KRTIS" bei Berlin-Chemie verimpft.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 19. Juni, 1 Uhr: Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche: Vermögende besonders an Pandemiekosten beteiligen

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, fordert eine gerechte Verteilung der Corona-Kosten und einen besonderen Beitrag von Vermögenden und Profiteuren der Pandemie.

"Auf welchem Wege diejenigen, die besonders profitiert haben und mit Wohlstand besonders gesegnet sind, auch in besonderer Weise an den Kosten der Pandemie beteiligt werden, muss im politischen Diskurs geklärt werden. Dass sie in besonderer Weise verpflichtet sind, dazu beizutragen, ist aber klar", schreibt Bedford-Strohm in einem Gastbeitrag für den Mannheimer Morgen.

"Der Boom an den Aktienmärkten, der die Vermögenszuwächse maßgeblich ermöglichte, verdankt sich nicht zuletzt den aus Steuergeldern finanzierten direkten Unternehmenshilfen", schreibt der Ratsvorsitzende.

Es sei zwar richtig gewesen, dass der Staat die Wirtschaft so massiv gestützt habe. Damit seien viele Arbeitsplätze gerettet worden.

"Aber jetzt müssen auch die Kosten gerecht verteilt werden", verlangte Bedford-Strohm.

Dieser notwendige Diskurs sei keine Neiddebatte, "sondern vielmehr ein entscheidender Beitrag zum sozialen Zusammenhalt".

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.  © Britta Pedersen/ZB/dpa

Update, 19. Juni, 0.10 Uhr: Spahn rechtfertigt Vorgehen bei Masken-Beschaffung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sein Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegen Kritik verteidigt.

"Es wäre doch niemand auf die Idee gekommen, in China nicht-zertifizierte FFP-2-Masken zu bestellen, wenn es in Europa zertifizierte FFP-2-Masken gegeben hätte", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Die ganze Welt habe in China gekauft. Spahn sagte: "Manchmal fühle ich mich wie bei der Feuerwehr, die einen Großbrand gelöscht hat und die dann zu hören bekommt, dass dabei Wasser daneben gelaufen ist."

Für ihn zähle am meisten, dass man die Pandemie gemeinsam unter Kontrolle gebracht habe.

Spahn räumte ein: "Ich sage im Nachhinein nicht, dass wir alles richtig entschieden haben. Aber wir haben nach bestem Wissen und Gewissen entschieden."

Die Beschaffung der Masken sei teuer gewesen.

"Aber keine Masken zu haben, wäre uns deutlich teurer zu stehen gekommen. Auf dem Markt herrschte damals eine Wildwest-Situation. In einem Jahr wird der Bundesrechnungshof übrigens mit Sicherheit sagen, wir hätten zu viel und zu teuer Impfstoff bestellt", sagte der Minister.

Update, 18. Juni, 23 Uhr: "Querdenker"-Proteste in Kassel bleiben verboten

Eine geplante Demonstration von Gegnern der Corona-Politik an diesem Samstag in Kassel bleibt verboten.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) bestätigte am Freitag entsprechende Entscheidungen des Verwaltungsgerichts sowie der Stadt.

Ein Eilantrag des Anmelders der Veranstaltung "Mittsommer in Kassel − Bewahren − Versöhnen − Schöpfen" wurde abgelehnt.

Der Gerichtshof begründete seine Entscheidung vor allem mit den Erfahrungen vorheriger "Querdenker"-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel.

Damals waren bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mehr als 20.000 Teilnehmer unterwegs, von denen sich viele nicht an gerichtliche Auflagen wie die Maskenpflicht hielten. Teils kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Unabhängig von dem Verbot der "Querdenker"-Demo hat sich die Polizei auf einen größeren Einsatz eingestellt. Die Stadt hat für Teile Kassels Maskenpflicht auch im Freien angeordnet.

Update, 18. Juni, 22.10 Uhr: Delta-Mutante nimmt jetzt auch USA in Beschlag - Biden ruft zu Impfungen auf!

Angesichts sinkender Coronavirus-Impfraten und des Vormarschs der aggressiven Delta-Variante hat US-Präsident Joe Biden (78) die Amerikaner eindringlich zur Impfung aufgerufen.

"Es ist eine Variante, die leichter übertragbar, potenziell tödlich und besonders für junge Menschen gefährlich ist", sagte Biden am Freitag im Weißen Haus. "Lassen Sie sich impfen."

Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen.

Bisher liegt diese Rate bei etwas über 65 Prozent. Biden sagte auf Nachfrage, angesichts der verbreiteten Impfungen gehe er nicht davon aus, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen werde.

Joe Biden, Präsident der USA, spricht über das Erreichen von 300 Millionen COVID-19-Impfungen, im State Dining Room des Weißen Hauses.
Joe Biden, Präsident der USA, spricht über das Erreichen von 300 Millionen COVID-19-Impfungen, im State Dining Room des Weißen Hauses.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 18. Juni, 20.12 Uhr: Delta-Variante: Merkel mahnt zur Vorsicht bei Fußball-EM

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus zu großer Vorsicht bei der Fußball-EM gemahnt.

"Es ist schön, dass jetzt in München zum Beispiel wieder 14.000 Fans sein können. Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas, dann bin ich bisschen skeptisch, ob das jetzt schon die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist", sagte Merkel am Freitag vor einem gemeinsamen Abendessen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron (43) in Berlin.

Merkel sagte, wegen sehr geringer Fallzahlen könnte man Corona-Ausbrüche in Deutschland derzeit sehr viel besser verfolgen und mit der Delta-Variante gut umgehen.

"Aber ich kann nur sagen: Wir können nicht so tun, als wäre Corona vorbei. Auch wenn an einem solchen Sommerabend das Gefühl ist, da ist nichts mehr." Auch weil es einen großen Teil nicht geimpfter Menschen gebe, die keinen vollen Schutz hätten "glaube ich, ist Vorsicht weiter notwendig, damit wir einen Sommer doch vieler Freiheiten haben, aber noch nicht aller Freiheiten".

Dies gelte auch insbesondere für Großereignisse wie bei der Fußball-EM.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) tragen Masken, während sie ankommen, um zusammen vor Journalisten ein Statement abzugeben. Die beiden treffen sich, um unter anderem den für die kommende Woche in Brüssel geplanten EU-Gipfel vorzubereiten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) tragen Masken, während sie ankommen, um zusammen vor Journalisten ein Statement abzugeben. Die beiden treffen sich, um unter anderem den für die kommende Woche in Brüssel geplanten EU-Gipfel vorzubereiten.  © Axel Schmidt/Reuters-Pool/dpa

Update, 18. Juni, 20.11 Uhr: Wie gefährlich ist die Delta-Mutante jetzt schon für uns? Drosten redet Klartext!

Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten (49) muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen!

Alle Infos hier: "Wie gefährlich ist die Delta-Mutante jetzt schon für uns? Drosten redet Klartext!"

Der Virologe Christian Drosten (49).
Der Virologe Christian Drosten (49).  © Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa

Update, 18. Juni, 20 Uhr: Niederlande heben meiste Corona-Maßnahmen auf

Die Niederlande werden fast alle Corona-Maßnahmen aufheben. Ab dem 26. Juni gelte als zentrale Regel nur noch die Abstandsregel von 1,5 Meter, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag.

Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden könne, seien möglich, wenn Besucher einen Test- oder Impfbeweis vorweisen. Das gelte auch für Sportwettkämpfe, Festivals, Gaststätten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollständig aufgehoben.

Update, 18. Juni, 19.05 Uhr: Italien lockert weiter

Die Corona-Zahlen in Italien sinken. Deswegen gehören ab Montag alle Regionen in dem Mittelmeerland außer dem kleinen Aostatal im Norden zur Weißen Zone mit den lockersten Regeln. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom mit.

Mit Wochenbeginn werde die Risikoeinstufung für sieben Regionen entsprechend abgeschwächt: Darunter sind so beliebte Reisegebiete wie Südtirol, die Toskana und Sizilien.

Es gelten dann nur noch wenige Einschränkungen. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske im öffentlichen Raum, auch draußen, und die Abstandsregeln bleiben aber erhalten.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Freitag knapp 1150 Neuinfektionen in 24 Stunden sowie 35 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen ist in Italien laut Experten auf etwa 16,7 gesunken.

In Italien können sich die Leute wieder drängen, denn: die Inzidenzen sinken.
In Italien können sich die Leute wieder drängen, denn: die Inzidenzen sinken.  © Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 18. Juni, 18.34 Uhr: Spanien erleichtert Einreise von Deutschen aus fast allen Bundesländern

Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen - selbst wenn sie ungeimpft sind.

Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden nämlich alle deutschen Bundesländer wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte.

Die Neuregelung gilt vorerst für eine Woche, bis Mitternacht des 27. Juni. Die Liste der Risikogebiete wird von Spanien einmal wöchentlich aktualisiert.

Die spanische Regierung hofft, dass die Zahl der ausländischen Besucher bis Jahresende 60 bis 70 Prozent des Volumens von der Zeit vor der Pandemie erreichen wird.

"Der Tourismus wird die Erholung unserer Wirtschaft vorantreiben", versicherte Ministerpräsident Pedro Sánchez. Mit einem Anteil von rund zwölf Prozent am Volkseinkommen war die Reisebranche vor Corona einer der wichtigsten Sektoren der spanischen Wirtschaft.

Update, 18. Juni, 18:21 Uhr: Altmaier wirbt für belebte Innenstädte

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) liegen die Geschäfte in der Innenstadt am Herzen. Es ginge darum, Leerstände zu verhindern und eine digitale Ladenpräsenz aufzubauen.

"Wir müssen bereit sein, in den nächsten Monaten schnell zu handeln", sagte er am Freitag bei einer Tagung der kommunalpolitischen Vereinigung der Unionsparteien.

"Denn wenn eine Innenstadt ihre Geschäfte erstmal verloren hat, dann schwindet die Lebensqualität und irgendwann ziehen die Menschen sich zurück."

In der kommenden Woche werde ein von ihm ins Leben gerufener runder Tisch erste Vorschläge dafür vorlegen. Dann müssten Kommunen, Gewerbetreibende und die Politik in Berlin an einem Strang ziehen.

"Wir können den Wandel in unseren Innenstädten nicht aufhalten, aber in erheblichen Teilen mitgestalten", sagte Altmaier.

Die Herausforderungen durch veränderte Konsum- und Lebensgewohnheiten hätten sich durch die Corona-Krise zuletzt noch einmal verstärkt. Menschenleere Innenstädte hätten sich als Bilder der Pandemie in die Köpfe eingebrannt.

Peter Altmaier (63, CDU) bei der Wirtschaftsministerkonferenz.
Peter Altmaier (63, CDU) bei der Wirtschaftsministerkonferenz.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 18. Juni, 18.09 Uhr: Niederländischer König missachtete Corona-Regeln: das hält sein Volk jetzt noch von ihm

Der Monarch hatte bei einem Treffen mit Fußballfans in Den Haag Hände geschüttelt, wie die Bild berichtete.

Das war nicht das erste Mal, dass Willem-Alexander sich nicht um die Corona-Maßnahmen kümmerte. Seine Untertanen nahmen ihm dies übel: die Umfragewerte sanken.

Jetzt zeigte der Niederländer Reue: Ministerpräsident Mark Rutte ließ ausrichten, das Missgeschick tue dem König "furchtbar leid".

König Willem-Alexander mit Fußballfans. Jetzt steht er in der Kritik, weil er die Corona-Regeln nicht beachtete.
König Willem-Alexander mit Fußballfans. Jetzt steht er in der Kritik, weil er die Corona-Regeln nicht beachtete.  © Marco de Swart/ANP/dpa

Update, 18. Juni, 17.39 Uhr: Panne in bayerischen Testzentren: Personendaten online einsehbar

Name, Wohnort, Handynummer: Solche sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei bayerischen Testzentren für einen PCR-Test angemeldet hatten, waren zeitweise im Internet einsehbar.

Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber am Freitag mit. "Der ASB hat die Datenlücke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erhöht." Betroffen sind zwei Testzentren in Franken.

"Diese Daten gehören nicht für Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar", sagte Andreas Sachs, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, der Deutschen Presse-Agentur. Er schränkte aber ein, nach vorläufiger Einschätzung sehe man das Datenleck nicht als "schweren Sicherheitsvorfall".

Unklar ist, ob Unbefugte tatsächlich auf die Daten zugegriffen haben. Laut ASB sind 1600 Menschen betroffen.

Update, 18. Juni, 16.56 Uhr: Paar erschlich sich Impfungen und muss nun blechen

Ein kanadisches Paar hat sich in einer abgelegenen Indigenen-Siedlung im Norden des Landes seine Corona-Impfung ermogelt. Deswegen müssen die beiden nun umgerechnet etwa 1500 Euro Strafe zahlen. Das berichteten kanadische Medien.

"Glücklicherweise ist in diesem Fall physisch nichts passiert, niemand hat Covid bekommen", sagte Richter Michael Cozens. Das Paar hatte angegeben, bei einer lokalen Übernachtungseinrichtung zu arbeiten und so an die Impfungen gekommen zu sein.

Der frühere Chef einer Casino-Firma und die Schauspielerin hatten sich im Januar ein kleines Flugzeug gemietet und sich damit in den Ort Beaver Creek in der Region Yukon bringen lassen.

Die rund 100 Menschen in Beaver Creek gehörten zu denjenigen, die bei den Impfungen in Kanada Priorität bekommen hatten, unter anderem weil ihre Siedlung fernab jeglicher gut ausgerüsteter medizinischer Versorgung liegt.

Update, 18. Juni, 16.30 Uhr: Sauerstoff knapp: Afrikanischen Ländern fehlt nicht nur der Impfstoff, sondern auch die Beatmungsgeräte

Die Corona-Zahlen in Teilen Afrikas steigen rasant: In Uganda war die Zahl der Neuinfektionen laut der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (AU), mit 11 704 Neuinfektionem am Freitag im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor.

"Die Fälle steigen stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen", sagte Gesundheitsministerin Munero.

Insgesamt wurden bisher laut CDC rund 5,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert. Den Angaben zufolge sind rund 136 000 Menschen bisher an den Folgen gestorben.

Laut der WHO sei das besorgniserregend und eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung. Nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung sei trotz aller Appelle der WHO bisher geschützt.

"Wir sind dabei, einen hohen Preis für diese Ungerechtigkeit zu zahlen", warnte der WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf. Die Signale aus Afrika deuteten auf einen möglicherweise deutlichen generellen Anstieg hin.

Impfstoffe sind knapp in afrikanischen Ländern: mit einem der raren AstraZeneca-Vakzine ließ sich der ugandische Präsident Yoweri Museveni impfen.
Impfstoffe sind knapp in afrikanischen Ländern: mit einem der raren AstraZeneca-Vakzine ließ sich der ugandische Präsident Yoweri Museveni impfen.  © Joseph Kiggundu/XinHua/dpa

Update, 18. Juni, 15.55 Uhr: Impfstoff-Studie: Curevac hat nach wie vor Chancen

Der Leiter der Impfstoff-Studie von Curevac, Peter Kremser, sieht das Tübinger Unternehmen sogar noch in der Spitzengruppe der Covid-Vakzin-Hersteller.

"Mit Curevac sind wir nach wie vor in den Top Ten von 300 Impfstoffentwicklern", sagte Kremsner am Freitag dem Radiosender Bayern 2. "Aber wir haben es halt nicht in die Medaillen-Ränge geschafft."

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA entscheidet in den nächsten Wochen, wie es jetzt mit dem Curevac-Impstoff weitergehe. "Aus meiner Sicht wird das nicht in den nächsten Wochen gelingen.", urteilte Kremser. "Aber es wird möglich sein, den Impfstoff so aufzubereiten, dass er sehr wirksam sein kann."

Der WHO war dieser Ansatz nicht genug: "Es war enttäuschend, die Ergebnisse von Curevac zu sehen", sagte WHO-Experte Soumya Swaminathan laut der Bild. Mit einer Wirksamkeit von 47 Prozent bleibt der Impfstoff deutlich hinter den Erwartungen.

Update, 18. Juni, 15.40 Uhr: Spahn drängt zu Aufklärung bei Intensivbetten-Schummelei

Seit rund einer Woche gibt es Spekulationen darüber, ob Kliniken durch bewusst falsche Angaben bei Intensivbetten versucht haben könnten, Ausgleichszahlungen durch die Regierung zu erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will dem Verdacht nun nachgehen. Er räumte aber ein: "Da ist auch viel Vermutung im Raum."

Grundlage für die Vermutungen ist eine Datenbank. Die Unregelmäßigkeiten waren laut WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung dem Bundesrechungshof aufgefallen.

RKI-Präsident Lothar Wieler hielt den Verdacht am Freitag für unbegründet. "Die Daten sind völlig nachvollziehbar. Und die Situation in Krankenhäusern ist in keiner Weise verzerrt - nach unseren Informationen."

Update, 18. Juni, 15.15 Uhr: Entscheidung vor Gericht: Astrazeneca muss weitere 50 Millionen Dosen an EU liefern

Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Wenn der Lieferplan nicht eingehalten werde, drohen laut der dpa sogar Zwangsgelder.

Die EU-Kommission hatte Astrazeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Corona-Impfstoff geliefert hatte als vertraglich zugesagt. Bestellt waren 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten.

Die Kommission verlangte per Eilverfahren Ende Mai zunächst rasche Lieferung der ausstehenden 90 Millionen Dosen aus dem ersten Quartal. Das Gericht gestand der EU nun zumindest die rasche Lieferung von 50 Millionen Dosen zu.

Nach dem Urteil des Gerichts muss Astrazeneca bis 26. Juli 15 Millionen Dosen liefern oder anderenfalls 10 Euro pro fehlender Dosis zahlen. Bis 23. August sind der Mitteilung des Gerichts zufolge weitere 20 Millionen Dosen fällig, mit derselben Strafandrohung, bis 27. September dann noch einmal 15 Millionen Dosen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62, CDU) erklärte: "Astrazeneca hat nicht die im Vertrag eingegangenen Verpflichtungen erfüllt."

Astrazeneca stellte das Urteil jedoch anders da und sah seine eigene Position gestärkt. Die beiden Parteien konnten den Rechtsstreit nicht sofort klären.

Update, 18. Juni, 15.05 Uhr: Razzia in italienischem Hotel nach der Impfung der Mitarbeiter

Nach der Impfung von Mitarbeitern einer italienischen Ferienanlage in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft am Freitag mehrere Gebäude in München durchsuchen lassen. Der Vorwurf: Die rund 120 Mitarbeiter seien nur wegen der Impfung gekommen!

Am 21. Mai waren rund 120 Mitarbeiter des Ferien-Ressorts Forte Village nach München geflogen, um dort geimpft zu werden. Nach einem kurzen Aufenthalt flogen die Hotel-Beschäftigten zurück auf die Insel Sardinien.

Sowohl das Bundesgesundheitsministerium als auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hatten Aufklärung verlangt. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland", sagte Söder.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass die Mitarbeiter des Hotels Impfstoff unterschlagen hätten.

Weitere Vorwürfe sind Korruption und der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen. Es wird gegen sieben Beschuldigte - einen Apotheker, Ärzte und einen Rechtsanwalt - ermittelt.

Update, 18. Juni, 14.18 Uhr: Würzburger Impfzentrum wegen Hitze geschlossen

Ein Würzburger Impfzentrum ist am Freitagnachmittag wegen Hitze vorübergehend geschlossen worden.

Die Menschen hätten unter Raumtemperaturen von mehr als 40 Grad gelitten, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Die übrigen rund 700 für Freitag geplanten Impf-Termine sollten auf Sonntag verlegt werden, teilte die Stadt mit.

Zudem sollten Termine vom Samstagnachmittag vorsorglich auf den frühen Vormittag verlegt werden.

Update, 18. Juni, 13.50 Uhr: Griechenland und fast ganz Frankreich nicht mehr auf Risikoliste

Für Reiserückkehrer aus Frankreich, Griechenland, der Schweiz und weiteren Ländern und Regionen werden ab Sonntag die Bestimmungen gelockert.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen werden sie von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Die Bundesregierung nimmt demnach auch Belgien, Norwegen und einzelne Regionen in Dänemark, den Niederlanden und Spanien von der Liste.

Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Die Regeln für Flugreisende bleiben allerdings bestehen: Jeder, der mit dem Flugzeug einreist, egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht, muss vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Frankreich, Saint-Tropez: Zahlreiche Menschen sitzen am Hafen "Port de Saint Tropez" und schauen aufs Meer.
Frankreich, Saint-Tropez: Zahlreiche Menschen sitzen am Hafen "Port de Saint Tropez" und schauen aufs Meer.  © Sebastian Sinterhauf/dpa

Update, 18. Juni, 13.20 Uhr: Bundesländer fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen

Bei den Corona-Hilfen für Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verlängerung an.

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen.

Die bisherige Überbrückungshilfe III zahlt der Bund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist.

Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenfalls nach der Sommerpause verlängern.

Update, 18. Juni, 13.13 Uhr: Spahn dringt auf EU-Lösung für Impfstoff-Anerkennung bei Reisen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf eine zügige Verständigung für den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union.

"Leider haben wir dazu noch keine EU-einheitliche Vorgehensweise", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Dies sei ein Problem für einen Raum des freien Reisens. "Wenn wir es nicht schaffen, es jetzt zeitnah auf EU-Ebene zu lösen, werden wir für Deutschland eigene Definitionen vornehmen müssen, welche Impfstoffe wir als gleichwertig anerkennen."

Dabei gehe es neben dem Schutz vor Covid-19 um die Frage, wie sehr damit auch Infektionen reduziert würden.

Zu klären sei außerdem auch, inwiefern alle Mitgliedsstaaten davon ausgingen, dass man eine vollständige zweite Impfung haben soll und nicht nur eine erste.

Zudem gehe es darum, wann Nachimpfungen nötig seien, damit ein Impfpass gültig bleibe, erläuterte Spahn. Für Menschen aus Staaten außerhalb der EU soll bei der Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni laut Bundesinnenministerium gelten, dass nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt werden.

Spahn hob erneut die zügige EU-weite Verständigung auf digitale Impfnachweise hervor. In Deutschland seien inzwischen 18,3 Millionen Zertifikate erstellt worden.

Er betonte, das beim Ausstellen und auch beim Vorzeigen auf dem Smartphone jeweils die Identität kontrolliert werden müsse.

Update, 18. Juni, 13 Uhr: Erleichterungen bei Einreisen nach Deutschland

Die Bundesregierung erleichtert ab dem Wochenende Einreisen für weitere Bürger aus Nicht-EU-Ländern.

Angesichts gesunkener Infektionszahlen würden Einreisen "zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschließlich Tourismus" aus den USA, Taiwan, Hongkong, Macau, Albanien, Serbien, Nordmazedonien und dem Libanon ab Sonntag zugelassen, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit.

Damit werde die Liste der Drittstaaten, aus denen unbeschränkt nach Deutschland eingereist werden könne auf insgesamt 15 Länder erweitert.

Auf der Liste standen bereits Australien, Israel, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Thailand. Wer seinen Wohnsitz in einem dieser Staaten habe, dürfe auch ohne wichtigen Reisegrund und unabhängig von seinem Impfstatus einreisen, heißt es weiter.

Hamburg: Fluggäste warten am Eingang zum Helmut-Schmidt-Airport neben ihrem Gepäck.
Hamburg: Fluggäste warten am Eingang zum Helmut-Schmidt-Airport neben ihrem Gepäck.  © Axel Heimken/dpa

Update, 18. Juni, 12.43 Uhr: Israel: Tauschen eine Million Impfdosen mit Palästinensern aus

Israel liefert nach eigenen Angaben rund eine Million Biontech/Pfizer-Impfdosen an die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland.

Die Impfdosen gegen das Coronavirus würden sonst in Kürze ablaufen, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Regierung am Freitag.

Im Gegenzug werde Israel den gleichen Umfang an Dosen aus einer Lieferung von Pfizer für die Palästinenserbehörde im Herbst erhalten. Die Autonomiebehörde bestätigte den Vorgang zunächst nicht.

Israels Regierung schrieb in der Mitteilung, es gebe der Autonomiebehörde die Dosen, weil sein eigener Vorrat den aktuellen Bedarf im Land abdecke.

Update, 18. Juni, 12.30 Uhr: Merkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen.

"Wir wollen nicht diese dauernden 'Rein und Raus in die Kartoffeln'", sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld.

Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet.

"Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen", sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Update, 18. Juni, 12 Uhr: Mit Tests und draußen: In Berliner Clubs kann man wieder tanzen

Die Berliner Clubs kommen nach der langen Corona-Zwangspause wieder auf Touren: Es darf dort seit Freitag draußen wieder getanzt werden.

250 Besucherinnen und Besucher sind möglich, Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

"Der Sommer in Berlin ist natürlich etwas ganz Besonderes, auch für die Clubs", sagte Lutz Leichsenring von der Clubcommission, der Dachorganisation der Szene. Die Stimmung sei optimistisch.

Mit Blick auf den Herbst sind demnach Pilotveranstaltungen mit wissenschaftlicher Begleitung in den Innenbereichen angedacht, so es die Entwicklung der Pandemie zulässt.

Der Berliner Senat hatte am Dienstag deutlich höhere Obergrenzen für Veranstaltungen beschlossen.

Update, 18. Juni, 11.50 Uhr: Hälfte der Bevölkerung ist mindestens einmal gegen Corona geimpft

Im sechsten Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hat die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine erste Dosis erhalten.

Die Quote der erstgeimpften Bürgerinnen und Bürger lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag bei 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung oder 41,66 Millionen Menschen. 29,6 Prozent hatten demnach bereits den vollen Schutz - knapp 25 Millionen Menschen.

Berlin: Eine Patientin geht im Corona-Impfzentrum Messe Berlin zum Impfen.
Berlin: Eine Patientin geht im Corona-Impfzentrum Messe Berlin zum Impfen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 18. Juni, 11.30 Uhr: Bericht über mögliche Final-Verlegung - UEFA und London in Gesprächen

Kurz vor den K.o.-Spielen im Londoner Wembley-Stadion erhöht die Europäische Fußball-Union den Druck auf die englischen Behörden, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschließen.

Einen Bericht der britischen Times, wonach sogar die Verlegung von Halbfinals und Endspiel nach Budapest diskutiert werden könne, kommentierte die UEFA zurückhaltend, aber auch mit dem Satz: "Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird."

In Wembley sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Für die K.o.-Runde sollen bis zu 45.000 Zuschauer zugelassen werden, was 50 Prozent der Gesamtkapazität des Stadions entspricht.

Die Times berichtet, in den Verhandlungen gehe es insbesondere um die VIP-Gäste, für die nicht dieselben, strikten Corona-Regeln bei der Einreise gelten sollen wie für normale Rückkehrer oder Einreisende.

"Im Moment sind wir in Gesprächen mit den lokalen Behörden, um zu versuchen, den Fans der teilnehmenden Mannschaften die Teilnahme an den Spielen zu ermöglichen", teilte die UEFA mit und schrieb von "strikten" Test- und Coronablasen-Konzepten.

Update, 18. Juni, 11.10 Uhr: Delta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt.

Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin.

Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er.

Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben.

Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. "Das dürfen wir einfach nicht riskieren", sagte Wieler.

Berlin: Ein Kinder- und Jugendarzt zieht den Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer in eine Spritze. Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus.
Berlin: Ein Kinder- und Jugendarzt zieht den Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer in eine Spritze. Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 18. Juni, 11 Uhr: Schwierige Corona-Lage: Moskau verlängert Beschränkungen

Angesichts neuer Corona-Höchstwerte verhängt die russische Hauptstadt Moskau wieder eine Reihe von Beschränkungen.

Veranstaltungen sollen auf maximal 1000 Menschen begrenzt werden, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag in seinem Blog.

"Theater und Kinos bleiben geöffnet." Geschlossen werde dagegen die Fanzone zur Fußball-Europameisterschaft, erklärte der Bürgermeister.

Spielplätze in Parks sollen weitere zehn Tage geschlossen bleiben, hieß es. "Danach schauen wir uns die Lage wieder an."

In Europas größter Metropole mit rund zwölf Millionen Einwohnern sind den Behörden zufolge am Freitag 9000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

Update, 18. Juni, 10.40 Uhr: Maskenpflicht auf Schulhöfen in Niedersachsen aufgehoben

Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen müssen auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen.

Die Maskenpflicht in den Außenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilte das Kultusministerium in Hannover am Freitag mit.

Auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten müssten jedoch weiter Masken getragen werden, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

"Mit Blick auf die inzwischen landesweit niedrigen Corona-Inzidenzwerte können wir die Schutzmaßnahmen auch in den Schulen ein wenig lockern und so wieder ein Stück Normalität in die Schulen holen", sagte der SPD-Politiker.

Zugleich appelliere er an die Schulen, nicht nachlässig zu werden. Der Schritt sei möglich, weil Maßnahmen wie die Pflicht zu regelmäßigen Corona-Selbsttests weiter gelten.

Update, 18. Juni, 10.30 Uhr: Spahn: Anlass zur Zuversicht für Sommer - aber mit Vorsicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage für weiter nötige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben.

"Das kann ein guter Sommer werden", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben.

Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell.

In Großbritannien zeige sich, dass bei einer starken Ausbreitung auch vorgesehene Öffnungsschritte wieder in Frage gestellt werden könnten. Dies gelte es zu vermeiden.

Masken könnten nun bei gutem Wetter vor allem draußen wegbleiben, sagte der Minister.

In Innenräumen und etwa auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Masketragen aber weiterhin wichtig, um sich und andere zu schützen. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen flächendeckend verfügbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiserückkehrern zu durchbrechen.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Carsten Koall/dpa

Update, 18. Juni, 9.45 Uhr: Ehemaliger Corona-Infizierter scheitert am Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde eines ehemaligen Corona-Infizierten abgelehnt, dessen Ansteckung gemäß der bundesweiten Ausnahmen für Genesene und Geimpfte zu lange zurückliegt.

Die Verfassungsbeschwerde sei unzulässig, entschieden die Karlsruher Richter laut Mitteilung vom Freitag (Az.: 1 BvR 1260/21 vom 7. Juni).

Der Mann hatte sich Ende März 2020 mit Sars-CoV-2 infiziert und kann auch heute noch nachweisen, genügend Antikörper im Blut zu haben, wie das Gericht erläuterte.

Als genesen gelten nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung aber nur Menschen, deren Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt.

Der Mann habe sich auch dadurch benachteiligt gesehen, dass er nicht durch nur eine Impfung den Status Geimpfter bekomme, weil auch dies voraussetze, dass die Infektion maximal ein halbes Jahr her sei.

Update, 18. Juni, 9.30 Uhr: Wales verschiebt Corona-Lockerungen wegen Delta-Variante

Nach England hat auch die britische Provinz Wales geplante Corona-Lockerungen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um vier Wochen verschoben.

"Wir haben alle Daten überprüft und werden die Änderungen der Regeln um vier Wochen verschieben", twitterte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am späten Donnerstagabend.

Sein Land habe noch immer die höchste Impfquote und die niedrigsten Corona-Zahlen im Vereinigten Königreich, aber es seien nun in allen Teilen Wales Fälle der Delta-Variante nachgewiesen worden. Mitte Juli sollen die Corona-Beschränkungen erneut überprüft werden.

Wie auch in anderen Teilen Großbritanniens ist das Leben in Wales jedoch in vielen Bereichen ohnehin schon wieder fast zur Normalität zurückgekehrt - Pubs, Restaurants und Geschäfte haben geöffnet, auch Hochzeiten und kleinere Kulturveranstaltungen können unter Auflagen stattfinden.

Update, 18. Juni, 8.45 Uhr: Corona-Einschränkungen bremsen Erholung im Gastgewerbe

Dämpfer für Deutschlands Gastwirte und Hoteliers: Nach der zaghaften Erholung in den Vormonaten sanken die Umsätze im April wieder.

Das Gastgewerbe verbuchte preisbereinigt 6,3 Prozent weniger Erlöse als im März des laufenden Jahres. In nominaler Betrachtung gab es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 6,5 Prozent.

"Ursächlich für den Rückgang dürften die Bundesnotbremse und das Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken, auch über Ostern, sein", erklärten die Wiesbadener Statistiker am Freitag.

Hotels und Pensionen verzeichneten nach Angaben des Bundesamtes binnen Monatsfrist einen Umsatzeinbruch um 10,8 Prozent. Auch die Gastronomie sei im April "durch die weitreichenden Corona-Schutzmaßnahmen ausgebremst" worden: Der reale Umsatz fiel im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent.

Sachsen, Leipzig: Barhocker sind in einer Kneipe gestapelt.
Sachsen, Leipzig: Barhocker sind in einer Kneipe gestapelt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Juni, 8 Uhr: Lauterbach räumt ein: "Hendrik Streeck hatte voll recht"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben.

"Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht", sagte er der Bild.

Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: "Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben – gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten."

Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde.

Update, 18. Juni, 6 Uhr: Messebranche fordert Coronahilfen bis Jahresende

Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Coronahilfen bis zum Jahresende.

"Sollte die Überbrückungshilfe schon Ende September auslaufen, brächte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Coronakrise womöglich noch ins Straucheln", sagt Jörn Holtmeier, der Geschäftsführer des Messebranchen-Verbandes Auma.

Seit März 2020 sind die Umsätze der Branche eingebrochen - nur im Spätsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgeführt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. "Die Lage ist katastrophal", sagt Holtmeier.

Die Bundesregierung peilt eine Verlängerung der Ende Juni laufenden Coronahilfen um drei Monate an - mit dem Geld soll die Finanznot der Unternehmen gelindert werden.

"Wenn ein Messebauer endlich wieder einen Auftrag für seine erste Messe im November oder Dezember bekommt, dann im Oktober aber kein Geld mehr vom Staat bekommt, so kann das die ohnehin angespannte Finanzlage seines Unternehmens extrem verschlechtern."

Dann seien Firmenpleiten möglich - "und das, nachdem man so lange durchgehalten hat und auch dank der Staatshilfen die Firma irgendwie über Wasser gehalten hat", sagt Holtmeier.

Er betont, dass eine Verlängerung der Überbrückungshilfe nur eine Art Sicherheitsnetz für seine Branche wäre.

Es geht vor allem um Messebauer, Caterer und um private Messeveranstalter.

Update, 18. Juni, 5.30 Uhr: Kanzleramtschef Braun rät Fußball-Fans von Reise nach London ab

Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab.

"Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen", sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt.

Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: "Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte."

Update, 18. Juni, 5.10 Uhr: RKI registriert 1076 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 10,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71).

Sachsen-Anhalt, Wernigerode: Ein Kellner deckt die Tische des Außenbereichs eines Hotels ein. Nach langer Zwangspause mit Insolvenzsorgen können Lokale, Hotels und Touristikbetriebe endlich in die Sommersaison starten.
Sachsen-Anhalt, Wernigerode: Ein Kellner deckt die Tische des Außenbereichs eines Hotels ein. Nach langer Zwangspause mit Insolvenzsorgen können Lokale, Hotels und Touristikbetriebe endlich in die Sommersaison starten.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Juni, 5 Uhr: Curevac-Chef sieht Wirksamkeit des Impfstoffs zu Unrecht in Kritik

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik.

Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr dazu im Artikel Curevac-Chef sieht Wirksamkeit des Impfstoffs zu Unrecht in Kritik.

Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac.
Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 18. Juni, 1 Uhr: Vorsitzender des Weltärztebundes besorgt über Delta-Virusvariante

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürchtet eine rasche Ausbreitung der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf bei der Politik.

Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die bisherigen Varianten, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

"Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben", sagte Montgomery.

Solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten vor allem die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden, mahnte der Ärztevertreter.

"Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen sollten deswegen unbedingt weiterhin FFP2-Masken getragen werden."

Die Länder sollten prüfen, ob die angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen. "

Sie sollten außerdem die politische Größe haben, angekündigte Lockerungen wieder zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen durch die Delta-Variante wieder steigen sollten. So, wie es die britische Regierung jetzt getan hat", betonte der Mediziner.

Update, 18. Juni, 0.01 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Mehr Demokratiefeinde in Pandemie

Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien haben nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun während der Corona-Pandemie zugenommen und dürften nach deren Ende auch nicht wieder deutlich zurückgehen.

Die Pandemie sei ein Nährboden für Rechtsextremisten, Demokratiefeinde und Verschwörungsanhänger, sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

"Wir haben eine Zunahme von Rechtsextremismus und Verschwörung erlebt und ein großer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist."

Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Schäden dieser Pandemie.

Braun mahnte: "Wir müssen als Gesellschaft klar machen, dass das Randphänomene sind, die in unserer Mitte keinen Platz haben, damit sie nicht hoffähig werden."

Der Staat müsse transparent handeln, um Verschwörern den Boden zu entziehen und konsequent einschreiten, wenn das Recht verletzt werde.

Update, 17. Juni, 22.55 Uhr: Lauterbach: Rückfall bei Curevac keine Gefahr für Impfversprechen

Der Rückschlag beim Markteinstieg eines Corona-Impfstoffs des Unternehmens Curevac wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach das Impfversprechen der Regierung, bis Ende des Sommers allen Erwachsenen ein Impfangebot zu machen, nicht gefährden.

"Wir werden die Herdenimmunität Mitte September erreichen", sagte Lauterbach am Donnerstagabend in den ARD-Tagesthemen.

Er verwies auf die stabilen Lieferungen anderer Hersteller und die niedrigen Reproduktionswerte für das Virus im Sommer. Mitte, spätestens Ende September dürften alle Erwachsenen, die dies wollen, vollständig geimpft sein. Das seien schätzungsweise 80 Prozent. Die Kinder fehlten allerdings.

Lauterbach verwies darauf, dass das Curevac-Serum das "noble" Anliegen gehabt habe, ein preiswerter und sehr wirksamer Impfstoff zu sein.

Er wäre damit gerade für ärmere Länder prädestiniert gewesen. "Das ist in der Tat eine Tragödie", bewertete der SPD-Politiker die negativen Nachrichten in Bezug auf den Curevac-Impfstoff.

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD.
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 17. Juni, 22.29 Uhr: 20 Millionen Euro für Corona-Impfstoffproduktion in Afrika

Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt.

Das Geld solle bis April 2022 zur Verfügung gestellt werden, sagte der Minister am Donnerstag in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als "Initialzündung" für eine Impfstoffproduktion "für Afrika in Afrika" gemeint. Man hoffe, dass andere europäische Länder dem Beispiel folgen würden, hieß es.

Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren könnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent.

Update, 17. Juni, 20.42 Uhr: Vier von fünf Erwachsenen in Großbritannien inzwischen geimpft

In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite.

Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen - bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert.

Update, 17. Juni, 20.34 Uhr: Lissabon wegen Ausbreitung der Delta-Variante abgeriegelt

Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (1600 MESZ) bis Montagmorgen (0600 MESZ) dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der "Area Metropolitana" Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

In Lissabon breite sich derzeit die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva.

Ein Mann geht inmitten der Corona-Pandemie durch eine einsame Straße in Lissabon.
Ein Mann geht inmitten der Corona-Pandemie durch eine einsame Straße in Lissabon.  © Pedro Fiuza/ZUMA Wire/dpa

Update, 17. Juni, 19.04 Uhr: Geimpfte Nicht-EU-Bürger dürfen demnächst nach Deutschland einreisen

Für Menschen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder möglich sein, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind.

Das soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unabhängig davon sein, ob sie als Geschäftsreisende, Touristen, Studenten oder für einen Besuch kommen wollen. Aktuell dürfen Bürger aus sogenannten Drittstaaten nur in eng umrissenen Ausnahmefällen einreisen.

Um Fälschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Neben der Bundespolizei sollen auch Fluggesellschaften diesen Nachweis prüfen. Außerdem werden nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt. Ausschlaggebend sind jene Substanzen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufzählt, derzeit die Produkte von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Janssen.

Update, 17. Juni, 17.56 Uhr: Bonus von 500 Euro für Krankenhaus- und Pflegepersonal in Österreich

Das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Österreich erhält für seinen Einsatz in der Corona-Pandemie einen einmaligen Bonus von 500 Euro. Das hat der Nationalrat am Donnerstag beschlossen.

Dank eines in der Debatte eingebrachten Abänderungsantrags wurden auch Reinigungskräfte mit einbezogen, nicht aber Haustechniker. Vorgesehen ist, dass im Durchschnitt 500 Euro netto gezahlt werden. Den Bundesländern und den Einrichtungen wird aber auch die Möglichkeit eingeräumt, nach Schwere des Einsatzes zu unterscheiden. Für Tätigkeiten auf Covid- oder Intensivstationen kann also mehr bezahlt werden.

Insgesamt koste die Anerkennung rund 100 Millionen Euro. Kritik kam von der oppositionelle SPÖ, weil Rettungskräfte oder etwa Menschen in der Praxis-Assistenz nicht berücksichtigt seien.

Der Bonus sei ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für alle, die im Bereich der Kliniken, Reha-Einrichtungen, von Heimen und mobilen Dienste arbeiteten, erklärte der Fraktionschef der konservativen Regierungspartei ÖVP, August Wöginger.
Der Bonus sei ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für alle, die im Bereich der Kliniken, Reha-Einrichtungen, von Heimen und mobilen Dienste arbeiteten, erklärte der Fraktionschef der konservativen Regierungspartei ÖVP, August Wöginger.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 17. Juni, 17.53 Uhr: Italien macht Weg für digitalen Corona-Pass frei

Italien hat den Weg für das EU-weit gültige Corona-Zertifikat frei gemacht. Regierungschef Mario Draghi habe dazu eine Verordnung unterzeichnet, die festlege, wie die "Grünen Pässe" ab sofort ausgegeben werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Der Pass erleichtere es den Menschen, an öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilzunehmen oder Altenheime zu betreten.

Die italienische Regierung setzte nach eigenen angaben die EU-Regeln für den "Grünen Pass" um. Damit sei garantiert, dass das Zertifikat in allen EU-Ländern genutzt werden könne und dass Reisende sich in der EU frei bewegen könnten. Menschen, die vollständig geimpft sind, eine Corona-Infektion überstanden haben oder negativ auf das Virus getestet wurden, können sich das Zertifikat herunterladen. Beim Reisen können so etwa Quarantänevorgaben umgangen werden.

Update, 17. Juni, 17.36 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in England steigt wieder stark

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen.

Daten von 110.000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni hätten ergeben, dass die Zahl der Fälle sich alle elf Tage verdoppelt, hieß es weiter. Schwerpunkt ist Nordwestengland. Am Donnerstag meldeten die Behörden mehr als 11.000 neue Fälle, fast 2000 mehr als am Vortag und fast 4000 mehr als am Donnerstag der Vorwoche.

Experten setzen allerdings darauf, dass wegen der Impfkampagne die Ausbreitung des Virus wieder verlangsamt wird.

Update, 17. Juni, 17.19 Uhr: Urlaub in Corona-Zeiten: Briten blicken neidisch auf Deutsche

Angesichts der noch immer unklaren Regeln für Reisen im Sommer wächst in Großbritannien der Ärger über die Regierung - und der Neid auf deutsche Urlauber. Der Flughafenbetreiber Manchester Airport Group (MAG) und die irische Airline Ryanair reichten deswegen Klage ein, wie MAG am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, die Regierung in London zu mehr Transparenz bei der Kategorisierung von Reiseländern zu zwingen, hieß es.

In Großbritannien gib es ein Ampelsystem für Reiseländer, doch die beliebtesten Urlaubsziele der Briten wie Spanien, Italien und Griechenland sind - neben Deutschland und allen anderen EU-Ländern - noch immer auf gelb, was mit aufwendigen Test- und Quarantänevorschriften bei der Rückkehr verbunden ist. Dabei haben einige dieser Länder inzwischen niedrigere Corona-Fallzahlen als das Vereinigte Königreich. Eine Neubewertung soll spätestens am 28. Juni erfolgen.

Die Gründe für die Einstufung seien nicht nachvollziehbar, kritisierte MAG-Chef Charlie Cornish der Mitteilung zufolge.

Die BBC berichtete am Donnerstag über die Reiselust der Deutschen, mit denen man sich nun nicht mehr nur im Wettstreit um die beste Badeliege sieht. Die Sorge wächst, dass für Briten am Ende nur teure oder schlechtere Hotelzimmer übrig bleiben.
Die BBC berichtete am Donnerstag über die Reiselust der Deutschen, mit denen man sich nun nicht mehr nur im Wettstreit um die beste Badeliege sieht. Die Sorge wächst, dass für Briten am Ende nur teure oder schlechtere Hotelzimmer übrig bleiben.  © Clara Margais/dpa

Update, 17. Juni, 17.12 Uhr: Weitere russische Regionen führen Impfpflicht in Unternehmen ein

Nach Moskau haben weitere Regionen in Russland auf die gestiegenen Corona-Zahlen mit einer verpflichtenden Impfquote in Unternehmen reagiert.

Auch auf der Halbinsel Sachalin im äußersten Osten Russlands sind zahlreiche Arbeitgeber angehalten, bis September mindestens 60 Prozent ihrer Angestellten impfen zu lassen, wie die regionale Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, Olga Funtusowa, am Donnerstag erklärte. Von der Regelung betroffen seien unter anderen Beschäftigte im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Schönheitssalons, Fitnessstudios sowie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Funtusowa der Agentur Interfax zufolge.

Am Mittwoch hatte Moskaus oberste Amtsärztin eine vergleichbare Impfquote für eine Reihe von Unternehmen angeordnet. Dem Beispiel der Hauptstadt folgten auch das Moskauer Umland sowie die sibirische Region Kemerowo. Kritiker bemängeln, dass für eine solche Impfanweisung durch Arbeitgeber die gesetzliche Grundlage fehle. Weil diesen aber Strafen drohen, wenn ihre Unternehmen die Quote nicht erfüllen, sei vorprogrammiert, dass sie ihre Angestellten "mit legalen und illegalen Maßnahmen" zum Impfen bewegen würden, sagte etwa eine Rechtsanwältin dem kremlkritischen Portal Meduza.

Update, 17. Juni, 16.43 Uhr: Curevac-Börsenwert stürzt nach Impfstoffenttäuschung ab

Der Börsenwert der Tübinger Biotechfirma Curevac ist am Donnerstag nach einer Mitteilung über verfehlte Wirksamkeitsziele des Corona-Impfstoffkandidaten abgestürzt. Das Unternehmen musste am späten Mittwochabend einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt habe.

Der Rückschlag hat den Aktionären eine Kurshalbierung mit einem Börsenwertverlust von rechnerisch etwa sieben Milliarden Euro eingebrockt. Curevac-Papiere brachen zeitweise um gut 52 Prozent auf 39,10 Euro ein - der größte Kurzsturz seit dem Börsengang im Sommer 2020. Am späten Nachmittag notierten sie bei rund 40 Euro.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten Spekulationen um den Impfstoff von Curevac den Aktienkurs der Tübinger binnen fünf Wochen von gut 40 auf mehr als 120 Euro nach oben schießen lassen. Etwa zu dieser Zeit hatte Curevac die Zulassung in der EU und in Lateinamerika ins Auge gefasst - aus der bisher aber nichts wurde.

Die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten CVnCoV von Curevac fällt einer Zwischenanalyse zufolge deutlich geringer aus als bei anderen bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen.
Die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten CVnCoV von Curevac fällt einer Zwischenanalyse zufolge deutlich geringer aus als bei anderen bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 17. Juni, 16.29 Uhr: Maskenpflicht für Hamburgs Schüler auch nach Sommerferien

Die Schülerinnen und Schüler in Hamburg müssen zumindest zum Start des kommenden Schuljahrs in den Klassenzimmern weiter Maske tragen. Zudem sollen sie auch nach den in der kommenden Woche beginnenden Sommerferien zwei Mal pro Woche getestet werden, kündigte die Schulbehörde am Donnerstag an. Auch die Lüftungs- und Hygieneregeln bleiben demnach vorerst in Kraft.

"Immer neue Virusvarianten und die Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes bleiben ein Risiko. Deshalb gilt: Lieber testen und lüften als Schulen schließen", erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Es solle nach den Ferien ab 5. August an allen Schulen der Hansestadt vollen Präsenzunterricht unter Beibehaltung der geltenden Corona-Sicherheitsmaßnahmen geben.

Update, 17. Juni, 16.13 Uhr: Scholz fordert zügige Genehmigung der europäischen Corona-Hilfen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (63, SPD) erwartet von den bald anlaufenden europäischen Corona-Hilfen einen Schub für die wirtschaftliche Erholung.

Schon jetzt zeige die gemeinsame europäische Aktion Wirkung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Man sei jetzt in der Phase, die nationalen Aufbaupläne zu genehmigen. Es sei wichtig, dass dies zügig gehe.

Update, 17. Juni, 16.07 Uhr: Weiter telefonische Krankschreibung bei Erkältung

Bei leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Gemeinsame Bundesausschuss hat die während der Corona-Pandemie getroffene Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit am Donnerstag bis 30. September verlängert, wie das Gremium von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin mitteilte.

Grund ist ein nach wie vor "relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen". Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien daher weiter notwendig. Mit der Sonderregelung können Versicherte, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Für weitere sieben Kalendertage können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine Folgebescheinigung der Arbeitsunfähigkeit telefonisch ausstellen.

Der Krankenstand unter den Beschäftigten ist in der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken.
Der Krankenstand unter den Beschäftigten ist in der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 17. Juni, 16.04 Uhr: Löwe stirbt mit oder an Corona in indischem Zoo

Ein Löwe ist in einem indischen Zoo gestorben, nachdem er zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bereits Anfang Monat war in dem gleichen Zoo in der Stadt Chennai eine Löwin nach einen positiven Test gestorben, und weitere Löwen waren infiziert worden.

Der gestorbene Löwe Pathbanathan habe zunächst etwas gehustet, später habe er aufgehört zu fressen, sagte der Zoo-Vizechef der Zeitung "The New Indian Express". Sein Zustand habe sich trotz aller Anstrengungen der Tierärzte schnell verschlechtert. Am Dienstag habe das zwölf Jahre alte Tier Mühe beim Atmen gehabt, am Mittwoch sei es dann gestorben.

Nach dem Tod der Löwin Anfang Juni hatte der Arignar Anna Zoological Park mitgeteilt, Tierpfleger seien gegen Corona geimpft und trügen Schutzanzüge.

Update, 17. Juni, 15.58 Uhr: Dänemark will 12- bis 15-Jährige impfen

In Dänemark sollen auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Ihnen soll im Rahmen der nationalen Impfkampagne eine Corona-Impfung angeboten werden, nachdem alle anderen Impfgruppen im Alter ab 16 Jahren an der Reihe gewesen sind. Das empfehl die dänische Gesundheitsverwaltung (SST) am Donnerstag. Das bedeutet, dass es für die Jüngeren gemäß dem derzeitigen Impfkalender voraussichtlich ab September soweit ist.

SST-Direktor Søren Brostrøm sagte auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, dies geschehe in erster Linie aus einem Wunsch heraus, den Grad der Immunität innerhalb der Bevölkerung zu erhöhen. Das werde auch eine Auswirkung darauf haben, die Pandemie im Winter unter Kontrolle zu behalten. Das Ganze sei vollkommen freiwillig.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte den Impfstoff von Biontech/Pfizer im Mai auch für Kindern ab dem Alter von zwölf Jahren zugelassen. Nach Angaben der dänischen Gesundheitsverwaltung wird davon ausgegangen, dass auch andere Impfstoffe eine EU-Zulassung für Minderjährige erhalten werden.
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte den Impfstoff von Biontech/Pfizer im Mai auch für Kindern ab dem Alter von zwölf Jahren zugelassen. Nach Angaben der dänischen Gesundheitsverwaltung wird davon ausgegangen, dass auch andere Impfstoffe eine EU-Zulassung für Minderjährige erhalten werden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 17. Juni, 15.27 Uhr: Indonesien: 300 Gesundheitsmitarbeiter trotz Impfung Corona-positiv

In Indonesien haben sich Hunderte Ärzte und Mitarbeiter des Gesundheitswesens trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus infiziert.

Die Betroffenen arbeiteten alle in der Region Kudus in Zentral-Java und seien mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac geimpft worden, sagte Siti Nadia Tarmizi, eine Sprecherin des indonesischen Impfprogramms, am Donnerstag. Alle zeigten jedoch nur milde Symptome. "Sinovac ist wirksam gegen die neuen Varianten", betonte Tarmizi.

Update, 17. Juni, 15.04 Uhr: Briten wollen Teilnehmern von Klimakonferenz Impfungen bereitstellen

Um eine persönliche Weltklimakonferenz im November in Glasgow zu ermöglichen, will Großbritannien als Gastgeber Teilnehmern im Zweifelsfall Corona-Impfungen ermöglichen.

"Das Vereinigte Königreich wird Impfungen für Delegationen zur Verfügung stellen, die andernfalls nicht in der Lage sein würden, dabei zu sein", kündigte der designierte Präsident der Konferenz COP26, Alok Sharma, am Donnerstag an. Wie genau dieser Prozess ablaufen und wo die Menschen geimpft werden sollten, soll in Kürze bekanntgegeben werden.

Die britische Regierung will als Gastgeberin die Konferenz im November unbedingt als Präsenzveranstaltung durchführen. Die Weltklimakonferenz COP26 soll im November im schottischen Glasgow stattfinden. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein, um Vereinbarungen über die konkrete weitere Umsetzung des Abkommens von Paris zu treffen.

Update, 17. Juni, 14.56 Uhr: Digitaler Impfpass: Nachweis für geimpfte Genesene kommt Ende Juni

Auch von Covid-19 Genesene sollen ihren Status ab Ende Juni in der Corona-Warn-App und der CovPass-App als neuem digitalem Impfnachweis hinterlegen können. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt, erklärte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Auch das Austellungssystem für die Zertifikate in Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können - wie bisher schon den Nachweis, dass man zwei Impfungen hat.

Aktuell können Genesene mit der für sie vorgesehenen einen Impfung noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Ministeriumsangaben zunächst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europäischen Lösung von Anfang an mitbedacht worden, erklärte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht geklärt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann.

Impfpass und digitaler Impfnachweis. Ein Teil der Apotheker hat mit dem Ausstellen des neuen digitalen Nachweises einer Corona-Impfung begonnen. Dabei wird für vollständig Geimpfte ein QR-Code erstellt, der in Apps mit dem Handy verwendet werden kann.
Impfpass und digitaler Impfnachweis. Ein Teil der Apotheker hat mit dem Ausstellen des neuen digitalen Nachweises einer Corona-Impfung begonnen. Dabei wird für vollständig Geimpfte ein QR-Code erstellt, der in Apps mit dem Handy verwendet werden kann.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 17. Juni, 14.52 Uhr: Japan lockert Corona-Notstand für Olympia-Stadt Tokio

Japan hebt einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio den Corona-Notstand für die Millionen-Hauptstadt Tokio auf.

Nach Ende des wochenlangen Notstands an diesem Sonntag werde man jedoch manche Restriktion aufrechterhalten, beschloss die Regierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga am Donnerstag. Der Quasi-Notstand soll vorläufig bis zum 11. Juli gelten. So darf zwar Alkohol wieder ausgeschenkt werden, aber nur bis 19 Uhr. Zudem sind Restaurants weiter aufgerufen, schon um 20 Uhr zu schließen.

Angesichts landesweit gesunkener Infektionszahlen will die Regierung eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Olympia-Wettkampfstätten zulassen. Die von der Regierung beschlossene Regel, bis zu 10.000 Zuschauer bei großen Sport- und Kulturveranstaltungen wie Konzerten zuzulassen, solange nicht 50 Prozent der Sitzkapazitäten überschritten werden, dürfte auch für die Olympischen Spiele angewendet werden, sagte Suga. Zuschauer bei Olympia müssten allerdings Masken tragen und dürften nicht jubeln.

Update, 17. Juni, 14.32 Uhr: Fast jeder zweite Bundesbürger mit erster Corona-Impfung

Die Corona-Impfungen nähern sich der Schwelle, dass jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen hat.

Inzwischen erhielten 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Gesamtbevölkerung nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag eine erste Dosis.

Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 23,9 Millionen Menschen, was 28,8 Prozent der Bevölkerung entspricht. Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass am Mittwoch knapp 1,3 Millionen Impfungen gemacht worden seien. Das sei der bisher dritthöchste Wert für einen Tag.

Bei den Erstimpfungen haben den Angaben zufolge inzwischen 7 der 16 Bundesländer die Schwelle von 50 Prozent der Bevölkerung erreicht oder liegen darüber: An der Spitze liegt Bremen mit 55,6 Prozent gefolgt von Schleswig-Holstein (53,1), dem Saarland (53,0), Nordrhein-Westfalen (52,1), Mecklenburg-Vorpommern (50,9), Niedersachsen (50,6) und Berlin (50,0).

Spahn sagte, bei einer wohl anzunehmenden Impfbereitschaft von etwa 75 Prozent der Erwachsenen seien bundesweit nun etwa vier von fünf Erwachsenen mindestens einmal geimpft.

Allein mit den zugesagten Impfstofflieferungen von Biontech/Pfizer und Moderna sei es Stand heute möglich, bis Ende Juli/Anfang August allen Erwachsenen, die wollen, ein Angebot für eine erste Impfungen zu machen.

Auch in den kommenden heißen Tagen werden viele Menschen gegen Corona geimpft.
Auch in den kommenden heißen Tagen werden viele Menschen gegen Corona geimpft.  © Gregor Fischer/dpa/dpa-tmn

Update, 17. Juni, 14.28 Uhr: Corona-Lockerungen: Italien will Maskenpflicht draußen beenden

Italiens Regierung steuert wegen der niedrigeren Corona-Zahlen auf eine Abschaffung der Maskenpflicht im Freien zu.

Wann genau die seit Herbst 2020 geltende Pflicht zum Tragen der Corona-Schutzmasken für den Außenbereich fällt, war am Donnerstag noch offen.

Außenminister Luigi Di Maio schrieb auf Facebook: "Die Maske draußen ab dem Sommer abnehmen zu können, ist das Ziel der Regierung, und es ist nahe."

Update, 17. Juni, 14.15 Uhr: Tag der offenen Tür der Bundesregierung fällt wegen Corona aus

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie lädt die Bundesregierung in diesem Sommer nicht zum Tag der offenen Tür.

Zwar seien die Infektionszahlen stark rückläufig und immer mehr Menschen geimpft, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag. "Dennoch ist die Pandemie noch nicht überwunden und wird es auch im August noch nicht sein."

Der Tag der offenen Tür lebe vom Austausch vieler Bürger mit Politikerinnen und Politikern und von der nahen Begegnung. "Eine solche Veranstaltung mit an die 100.000 Besucherinnen und Besuchern kommt daher für diesen Sommer zu früh", erklärte Seibert.

Baden-Württemberg, Tübingen: Vor der Zentrale des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac in Tübingen steht eine grüne Tonne. Die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten CVnCoV von Curevac fällt einer Zwischenanalyse zufolge deutlich geringer aus als bei anderen bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen.
Baden-Württemberg, Tübingen: Vor der Zentrale des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac in Tübingen steht eine grüne Tonne. Die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten CVnCoV von Curevac fällt einer Zwischenanalyse zufolge deutlich geringer aus als bei anderen bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 17. Juni, 14.10 Uhr: Experte: Vakzin von Curevac konnte nicht hoch genug dosiert werden

Die niedrige Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac ergibt sich laut dem Virenexperten Peter Kremsner daraus, dass das Vakzin nicht hoch genug dosiert werden konnte.

Das wiederum habe daran gelegen, dass die einzelnen Bestandteile nicht chemisch modifiziert worden seien, sagte der Leiter der Impfstoff-Studie des Tübinger Biotech-Unternehmens dem SWR am Donnerstag.

Eigentlich sei dies immer als Vorteil gepriesen worden, wahrscheinlich sei das jetzt der Hauptnachteil: "Das heißt, wir konnten nicht hoch genug dosieren wie das die anderen gemacht haben."

Die anderen Impfstoffhersteller hätten 30 und 100 Mikrogramm verabreicht. "Mit der Curevac-Impfung konnten wir nur 12 Mikrogramm geben. Dann wurde es zu unverträglich, wenn man weiter höher dosiert hat."

Update, 17. Juni, 14 Uhr: Bund hält an Curevac-Beteiligung fest

Der Bund hält auch nach dem Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an seiner Beteiligung an dem Unternehmen fest.

"Mit der Beteiligung an Curevac verfolgte und verfolgt die Bundesregierung gesundheits- und industriepolitische Ziele", erklärte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag.

Es gehe nicht nur darum, mehr Impfstoffproduktion in Deutschland und Europa anzusiedeln, sondern auch um Forschungsaktivitäten.

Für die mRNA-Technologie, die auch bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommt, gebe es vielfältige Anwendungsbereiche, etwa in der Krebsbekämpfung, betonte eine Sprecherin.

Update, 17. Juni, 12.45 Uhr: Justizminister für Strafverschärfung bei gefälschten Impfpässen

Angesichts der Fälle von gefälschten Impfpässen und Testzertifikaten dringen die Justizminister der Länder auf eine rasche Verschärfung des Strafrechts für solche Taten.

Die Fälschung von Gesundheitszeugnissen sollte nach Auffassung der Länderminister der Urkundenfälschung bei anderen Dokumenten gleichgestellt werden, für die härtere Strafen gelten, wie sie nach einem Online-Treffen am Donnerstag bekanntgaben.

Die Bundesjustizministerin wird in einem Beschluss gebeten, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten.

Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.
Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 17. Juni, 12.38 Uhr: EU-Behörden: Geimpfte von Test- und Quarantänepflichten ausnehmen

Reisende mit vollständigem Impfschutz gegen Covid-19 oder überstandener Corona-Infektion sollten nach Angaben führender EU-Behörden von Test- und Quarantänepflichten ausgenommen werden.

Eine Ausnahme von dieser Empfehlung gelte für Menschen aus Gebieten mit besonders hohem Corona-Risiko oder grassierenden Coronavirus-Varianten, teilten die EU-Luftsicherheitsbehörde EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Donnerstag in ihren aktualisierten Flugreiserichtlinien mit.

Für Reisen aus diesen Gebieten könne die Anforderung eines negativen Corona-Tests in Erwägung gezogen werden.

Mit den Richtlinien liefern die in Köln und Stockholm ansässigen Behörden risikobasierte Empfehlungen für den Flugverkehr in der EU.

Update, 17. Juni, 12.30 Uhr: Bund: Curevac-Rückschlag hat keine Auswirkungen auf Impfkampagne

Der Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs bringt die Impfkampagne in Deutschland laut Bundesregierung nicht durcheinander.

"Eine Auswirkung auf das Tempo unserer Impfkampagne hat diese Mitteilung nicht", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Donnerstag in Berlin.

Die Nachrichten über vorläufige Studienergebnisse könne das Ministerium nicht kommentieren.

Die Bundesregierung hatte den Curevac-Impfstoff ursprünglich in der Impfkampagne eingeplant. Nach den damaligen Lieferprognosen erwartete das Gesundheitsressort im März für das gesamte Jahr 323,7 Millionen Impfdosen. Davon sollten 24,5 Millionen von Curevac kommen.

Baden-Württemberg, Tübingen: Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan "the RNA people" steht an der Unternehmenszentrale in Tübingen.
Baden-Württemberg, Tübingen: Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan "the RNA people" steht an der Unternehmenszentrale in Tübingen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. Juni, 10.30 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in England steigt wieder stark

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an.

Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen.

Daten von 110.000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni hätten ergeben, dass die Zahl der Fälle sich alle elf Tage verdoppelt, hieß es weiter. Schwerpunkt ist Nordwestengland.

Experten setzen allerdings darauf, dass wegen der Impfkampagne die Ausbreitung des Virus wieder verlangsamt wird.

Update, 17. Juni, 10 Uhr: Ifo-Institut: Nur ein Bruchteil der Corona-Hilfen abgerufen

Unternehmen in Deutschland haben bisher viel weniger Corona-Hilfen abgerufen als von der Bundesregierung geplant.

"Nur ein Bruchteil der veranschlagten Hilfsmittel wurde an die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgezahlt", sagte Selina Schulze-Spüntrup, Forscherin am Ifo-Institut am Donnerstag.

"Das hat auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschließen."

Der Bund hatte den Angaben nach in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon seien bislang 24 Prozent abgerufen worden. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, laut Ifo wurde weniger als ein Drittel davon in Anspruch genommen.

Auch bei den anschließenden Überbrückungshilfen lagen die ausgezahlten Gelder deutlich unter den veranschlagten Summen.

Update, 17. Juni, 8.30 Uhr: Erstes Kreuzfahrtschiff in Mallorca seit 15 Monaten

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen.

Die "Mein Schiff 2" der deutschen Reederei Tui Cruises kam am frühen Donnerstagmorgen in Mallorca an.

Für die meisten der hauptsächlich deutschen Passagiere war die beliebte Urlauberinsel Endpunkt ihrer Kreuzfahrt. Die Fahrt führte über Málaga nach Palma.

Bis Ende August sollen mehr als 20 Kreuzfahrtschiffe den Hafen von Palma ansteuern. Wie Flugreisende müssen auch Kreuzfahrtpassagiere bei der Ankunft in Palma einen negativen Corona-Test, ein Impfzertifikat oder den Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung vorlegen.

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen.
Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen.  © Isaac Buj/Europa Press/dpa

Update, 17. Juni, 6.30 Uhr: Mehr Unruhen und weniger Frieden in Zeiten der Pandemie

Die Welt ist nach einem aktuellen Bericht in Zeiten der Pandemie konfliktreicher geworden. Das ist das zentrale Ergebnis des jährlichen Global Peace Index, den das Institute for Economics and Peace am Donnerstag in London für 2020 veröffentlichte.

Damit hat sich die Friedenssituation im Schnitt zum neunten Mal in zwölf Jahren verschlechtert.

Der Gründer des Instituts, Steve Killelea, macht die Corona-Pandemie für eine Verschärfung der Lage verantwortlich: "Obwohl das Niveau von Konflikten und Terrorismus im Jahr 2020 insgesamt gesunken ist, haben politische Instabilität und gewalttätige Demonstrationen zugenommen", so Killelea.

"Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie werden weitere Unsicherheiten schaffen, insbesondere für Länder, die bereits vor der Pandemie Probleme hatten."

Voraussichtlich werde die Erholung auch sehr unterschiedlich verlaufen. Das könnte das Risiko für eine weitere Vertiefung der Gräben bergen.

Insgesamt registrierte der Global Peace Index zwischen Januar 2020 und April diesen Jahres weltweit mehr als 5000 gewaltsame Ereignisse im Zusammenhang mit der Pandemie.

25 Länder verschlechterten sich in der Kategorie gewaltsame Demonstrationen, während sich nur acht Staaten verbesserten. Am verheerendsten war die Lage in Belarus, Myanmar und Russland, wo Demonstrierende bei Protesten gewaltsam bekämpft wurden.

Update, 17. Juni, 5 Uhr: RKI registriert 1330 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 11,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Tote gewesen.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.179 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.718.955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.594.700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,72).

Saarland, Saarbrücken: Auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken sitzen Menschen im Außenbereich von Gastronomiebetrieben.
Saarland, Saarbrücken: Auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken sitzen Menschen im Außenbereich von Gastronomiebetrieben.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 17. Juni, 4.55 Uhr: Mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage in dritter Corona-Welle

Zahlreiche Eltern haben sich in der dritten Corona-Welle wegen geschlossener Kitas und Schulen krankschreiben lassen.

Aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen zeigen, dass zwischen Januar und Mai dieses Jahres mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen wurden, weil die Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt in Betrieb waren.

Mehr als 600.000 Mal wurde pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in dieser Zeit beantragt, wie der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer und die DAK-Gesundheit auf dpa-Anfrage mitteilten.

Den Daten der Kassen zufolge nutzten Eltern das Angebot besonders stark im Februar. Die Zahlen sanken dann in den Folgemonaten mit zunehmender Öffnung des Schul- und Kitabetriebs immer weiter.

Laut Barmer nahmen Eltern im Schnitt zwei bis drei Kinderkrankentage im Monat.

Update, 17. Juni, 4.45 Uhr: Patientenschützer für weitere Bundesfinanzierung der Impfzentren

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund.

Voraussichtlich ab Herbst stünden Auffrischungsimpfungen für die 900.000 Pflegeheimbewohner an, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

Die aufsuchenden Impfungen in den 12.000 Pflegeeinrichtungen könnten aber nur mit den mobilen Teams der Impfzentren realisiert werden. "Das gilt auch für Impfaktionen in Corona-Hotspots. Zudem hat nicht jeder einen Hausarzt, um einen Impftermin zu vereinbaren."

Deshalb sei es richtig, jetzt ein Konzept für den Fortgang der Impfkampagne zu erarbeiten, sagte Brysch.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 17. Juni, 4.30 Uhr: Laschet: Corona-Politik kein Rezept für die Zukunft

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will die deutsche Corona-Politik nicht als Vorbild für künftiges Regierungshandeln nehmen.

"Die Methode Corona, bei der der Staat bis in den letzten Lebensbereich hinein alles regelt, ist kein Rezept für die Zukunft", sagte der CDU-Chef. "Und es ist auch kein Rezept für die Zukunft, dass der Staat mit immer noch mehr Milliarden jedes Problem zuschüttet."

Es müsse nun darum gehen, die Defizite der Pandemie aufzuarbeiten, erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. "Wir müssen überall da besser werden, wo wir sehen, dass etwas nicht funktioniert hat."

Laschet sprach sich dafür aus, die Maskenpflicht zu überprüfen. "Wenn wir in den Landkreisen Zahlen nahe null haben, stellt sich in der Tat die Frage, ob wir die Maske noch brauchen."

Die Maske sei kein Selbstzweck. "Wir sollten stufenweise beginnen: Erst draußen die Maskenpflicht zurückfahren, bei weiterem Erfolg auch drinnen."

Update, 17. Juni, 1.10 Uhr: Ab Montag: Verordnung hebt Maskenpflicht im Freien weitgehend auf

Die neue nordrhein-westfälische Coronaschutz-Verordnung hebt die Maskenpflicht im Freien ab Montag kommender Woche weitgehend auf.

In der am Mittwochabend veröffentlichten Verordnung heißt es, dass man in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz - unter 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner - im Freien nur noch bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen muss, zum Beispiel in Warteschlangen.

Die besagte Inzidenzstufe 1 gilt für die allermeisten Regionen in NRW. In der Verordnung wird betont, dass die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen von der neuen Regelung unberührt bleibt.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittwoch im Landtag bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht angekündigt.

Berlin: Am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor weist ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hin.
Berlin: Am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor weist ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hin.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 17. Juni, 0.34 Uhr: UN: Deutsches Bremsen bei Impf-Patenten behindert Pandemie-Bekämpfung

Nach Einschätzung der UN-Entwicklungsorganisation UNDP bremsen Deutschland und andere Länder die Bekämpfung der Corona-Pandemie, indem sie eine Freigabe von Patenten für Impfstoffe blockieren.

"Rechte an geistigem Eigentum sind ein Hindernis für eine beschleunigte Verbreitung und Produktion von Impfstoffen", sagte UNDP-Chef Achim Steiner der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe bei Vorstößen wie jenem zur Patent-Freigabe zwar immer Bedenken, doch "Risiko ist kein Grund, jetzt nicht zu handeln".

Die Freigabe von Patenten müsse als eine von mehreren Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der eklatanten Ungleichheit beim Verteilen der Vakzine zu begegnen.

Update, 17. Juni, 0.20 Uhr: Rechnungshof kritisiert Beschaffung von Corona-Schutzmasken

Der Bundesrechnungshof hat die zentrale Beschaffung damals knapper Corona-Schutzmasken in der Frühphase der Pandemie durch das Bundesgesundheitsministerium kritisiert.

Anzuerkennen sei, unter welch hohem Einsatz es im Frühjahr 2020 half, eine Notlage bei der Versorgung im Gesundheitswesen abzuwenden, heißt es in einem Prüfbericht an den Bundestag. Gerügt wird darin aber das "Fehlen einer systematischen Mengensteuerung".

Die aus einer "massiven Überbeschaffung resultierenden Lagerbestände" und die aufgewendeten Haushaltsmittel und Personalkapazitäten seien "nicht wirtschaftlich für eine wirksame Pandemiebekämpfung eingesetzt" worden.

Die kontrahierte Gesamtmenge aus allen Beschaffungswegen übersteige
mit 5,8 Milliarden Schutzmasken selbst einen vom Ministerium "auf der Grundlage sachfremder Annahmen" berechneten Jahresbedarf von 4,7 Milliarden Masken noch um 23 Prozent, heißt es in dem Bericht.

Die zu den Beschaffungsausgaben von 6,3 Milliarden Euro hinzukommenden Kosten von bislang 320 Millionen Euro etwa für Transport, Lagerung, Qualitätsprüfungen und externe Beratung könnten durch Rechtsstreitigkeiten und Entsorgungskosten weiter ansteigen.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, verabschiedet sich mit Maske nach der regelmäßigen Pressekonferenz zur Corona-Lage.
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, verabschiedet sich mit Maske nach der regelmäßigen Pressekonferenz zur Corona-Lage.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 16. Juni, 23.40 Uhr: Corona-Impfstoff von Curevac verfehlt Wirksamkeitsziele

Im Bemühen um die Markteinführung eines hochwirksamen Corona-Impfstoffs hat das Tübinger Pharma-Unternehmen Curevac einen Rückschlag erlitten.

Der Curevac-Impfstoffkandidat CVnCoV habe einer Zwischenanalyse zufolge nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt und damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien erreicht, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in einer Pflichtmitteilung mit.

Update, 16. Juni, 22.22 Uhr: Alles muss raus: Landkreis verabreicht spontan 600 Impfdosen

Wegen einer Panne in der Kühlkette sind in Niedersachsen im Landkreis Friesland kurzfristig 600 Impfdosen zusätzlich verabreicht worden.

Der Kreis hatte am Mittwochnachmittag Friesländerinnen und Friesländer ohne Impftermin aufgerufen, sich schnellstmöglich bis zum frühen Abend auf den Weg ins Impfzentrum nach Schortens zu machen.

"Es gab einen großen Andrang", sagte eine Kreissprecherin. Rund 1000 Menschen kamen nach dem Aufruf. Wegen der Hitze versorgten Hilfskräfte die Wartenden mit Wasserflaschen. Da nicht für alle ausreichend Impfdosen verfügbar waren, habe vielen wieder abgesagt werden müssen, sagte die Sprecherin. Diese hätten aber verständnisvoll reagiert.

Beim Eintreffen der Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer am Impfzentrum sei festgestellt worden, dass die Kühltemperatur nicht durchgehend eingehalten worden sei, sagte die Sprecherin. Warum es dazu kam, war zunächst unklar.

Nach Rücksprache mit dem Landesgesundheitsamt musste der Stoff daher komplett und sofort verabreicht werden. Von den insgesamt 1200 Dosen war die Hälfte ohnehin für Impfungen am Mittwoch verplant. Wegen der zusätzlichen Impfungen am Mittwoch sollen an den folgenden Tagen keine bereits vergebenen Impftermine ausfallen.

Am Ende waren alle Fläschchen leer (Symbolbild).
Am Ende waren alle Fläschchen leer (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 18.49 Uhr: Virusvariante Delta nimmt in Deutschland deutlich zu!

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta hat ihren Anteil an den Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert.

Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend. In der Woche zuvor (KW 21) hatte der Anteil der Delta-Variante an den untersuchten Proben demnach noch bei 3,7 Prozent gelegen.

Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben löste die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Hoffentlich sorgt die Delta-Mutante nicht auch in Deutschland bald wieder für volle Kliniken (Symbolbild).
Hoffentlich sorgt die Delta-Mutante nicht auch in Deutschland bald wieder für volle Kliniken (Symbolbild).  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 18.35 Uhr: Höchster Wert an Corona-Neuinfektionen in Großbritannien - seit Februar!

Die Delta-Variante des Coronavirus treibt die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien weiter deutlich in die Höhe. Am Mittwoch meldeten die Behörden 9055 neue Fälle - das waren etwa 1380 mehr als am Vortag und der höchste Tageswert seit Februar.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die noch Anfang Mai unter 20 lag, stieg mittlerweile wieder auf deutlich mehr als 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Wie schnell sich das Virus derzeit ausbreitet, zeigt die Gesamtzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage: 55.216 Fälle zwischen dem 10. und 16. Juni bedeuten ein Plus von fast einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche.

Experten gehen zudem von einer Dunkelziffer in etwa gleicher Höhe aus. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm im Wochenvergleich sogar um 40 Prozent zu.

Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, sieht sich mit neuen Horror-Corona-Zahlen konfrontiert.
Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, sieht sich mit neuen Horror-Corona-Zahlen konfrontiert.  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Update, 16. Juni, 17.31 Uhr: Spahn befürwortet Masken im Unterricht vorerst bis zu den Sommerferien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) befürwortet es, wenn im Schulunterricht vorerst noch eine Corona-Maskenpflicht beibehalten wird. Er habe "großes Verständnis" für die Bundesländer, die zumindest bis in die Sommerferien hinein dieses Maß an Sicherheit geben wollten, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in München nach Beratungen mit seinen Länderkollegen.

Über das Vorgehen nach den Sommerferien würden die Kultusminister im Lichte der Entwicklung und der Impfungen beraten. In Schulen seien naturgemäß viele Menschen in einem geschlossenen Raum, auch wenn man Fenster öffnen könne.

Masken seien nervig, aber im Vergleich zu allem anderen eine einfach und erträglich umzusetzende Maßnahme, sagte Spahn. Wenn alle in einem Raum sie trügen, gebe dies viel Schutz und Sicherheit. Der Minister verwies auch darauf, dass es Impfungen für Kinder unter 12 Jahre nicht gebe. Ab 12 Jahre seien sie gerade erst möglich geworden und außerdem eine Abwägungsfrage.

Maske im Unterricht: So geht es wohl noch eine Weile weiter (Symbolbild).
Maske im Unterricht: So geht es wohl noch eine Weile weiter (Symbolbild).  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 16. Juni, 17.05 Uhr: Impfzentren doch nicht vor dem Ende - jetzt gibt es einen neuen Plan

In Deutschland sollen über den Sommer hinaus Impfzentren in Bereitschaft gehalten werden. Bund und Länder vereinbarten, dass die Länder ein entsprechendes Konzept entwickeln, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) nach turnusmäßigen Beratungen mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen in München mitteilte.

Gewährleistet werden soll demnach ein Mindestbetrieb der Zentren. Bei Bedarf sollten sie auch schnell wieder hochgefahren werden. Der Bund sei weiter bereit, die Zentren mit zu finanzieren. Die Finanzierung der regionalen Impfzentren der Länder durch den Bund ist bisher nur bis Ende September vereinbart.

Notfalls bleiben die Impfzentren erstmal leer stehen. Abgebaut werden soll zunächst nichts (Symbolbild).
Notfalls bleiben die Impfzentren erstmal leer stehen. Abgebaut werden soll zunächst nichts (Symbolbild).  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Juni, 16.33 Uhr: Kinobetreiber klagen über Flickenteppich an Auflagen

Kinobetreiber hoffen bundesweit auf einen Neustart und appellieren an die Politik, möglichst bald "faire" Vorgaben zu schaffen. Aktuell seien Kinos "mit einem föderalen Flickenteppich von Auflagen" konfrontiert, kritisierte die AG Kino - Gilde am Mittwoch.

Der Verband vertritt Programmkinos in Deutschland. "Die Stimmung ist ziemlich genervt", sagte Verbandschef Christian Bräuer aus Berlin.

Einige Kinos haben bereits geöffnet - etliche Betreiber peilen einen Neustart zum 1. Juli an. Mehrere Kinoverbände hatten sich dazu mit Filmverleihern abgesprochen, damit neue Filme in möglichst vielen Häusern anlaufen können. Die Vorgaben, zu denen Kinos wieder öffnen können, sind laut Verband aber unterschiedlich.

Der Verband kritisiert, es fehlten in mehreren Bundesländern noch "verbindliche Planungsparameter". Zudem gebe es unterschiedliche Ideen bei Abständen, Test- und Maskenpflicht, Lüftungsanlagen sowie Besucherobergrenzen. "Unser Appell geht daher an die Politik, jetzt Auflagen für die Kinos zum 1. Juli zu benennen, die verhältnismäßig, sinnvoll und bundesweit vergleichbar sind."

Bei Kinobetreibern macht sich Ratlosigkeit breit.
Bei Kinobetreibern macht sich Ratlosigkeit breit.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 16.27 Uhr: Keine Experimente! Gesundheits-Minister halten bis mindestens Herbst an breit angelegten Corona-Tests fest

Die Gesundheitsminister und -ministerinnen von Bund und Ländern setzen trotz sinkender Corona-Zahlen weiter auf eine Absicherung über breit angelegte Tests - auch mit Blick auf die Sommerreisezeit.

Mehr Infos unter: "Keine Experimente! Gesundheits-Minister halten bis mindestens Herbst an breit angelegten Corona-Tests fest".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 16. Juni, 15.34 Uhr: Verkehrsminister plädieren für Verlängerung der Maskenpflicht im ÖPNV

Die Verkehrsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, trotz der stark gesunkenen Corona-Inzidenzwerte die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beizubehalten.

In einer Videokonferenz sprach sich die Ministerrunde am Mittwoch für eine bundeseinheitliche Regelung aus. "Das verbindliche Tragen einer medizinischen Maske ist ein wesentlicher Grund dafür, den ÖPNV bei Beachtung der Corona-Regeln nutzen zu können", sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).

Die Länder seien übereinstimmend der Auffassung gewesen, dass für das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste und deren Vertrauen in den ÖPNV sowie zum Schutz vor Infektionen weiterhin die Notwendigkeit zum Tragen medizinischer Masken bestehe.

Die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).
Die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 15.11 Uhr: Homeoffice-Pflicht läuft aus, aber wann genau?

Arbeitgeber müssen ab Juli aller Voraussicht nach kein Homeoffice mehr anbieten. Die entsprechende Pflicht läuft zum Monatsende aus, und Absichten sie zu verlängern gibt es nach Angaben aus der Bundesregierung nicht.

"Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) der Wirtschaftswoche.

Dass eine Verlängerung der sogenannten Bundesnotbremse, die konkrete bundesweite Corona-Regeln vorschreibt, nicht geplant ist, hatte die Regierung schon Ende Mai angekündigt. Arbeitgeber mussten der Vorgabe zufolge Homeoffice anbieten, "wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen".

Für manche Segen, für manche Fluch: Homeoffice (Symbolbild).
Für manche Segen, für manche Fluch: Homeoffice (Symbolbild).  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 16. Juni, 15.06 Uhr: Frankreich macht mit Ausgangssperre und Maskenpflicht im Freien Schluss

Frankreich lockert in dieser Woche weitere Corona-Maßnahmen. Das Tragen von Masken im Freien ist ab Donnerstag nur noch bei Menschenansammlungen verpflichtend, wie Premierminister Jean Castex (55) am Mittwoch verkündete.

Die nächtliche Ausgangssperre ab 23.00 Uhr entfällt demnach ab Sonntag. Eigentlich sollte die Regelung noch bis Ende des Monats gelten. Castex sagte, die Situation habe sich schneller als erwartet verbessert. In keinem Département auf dem Festland gebe es eine besorgniserregende Entwicklung. Auch in den Überseegebieten verbessere sich die Lage.

Der französische Premierminister Jean Castex (55).
Der französische Premierminister Jean Castex (55).  © Gonzalo Fuentes/REUTERS POOL/AP/dpa

Update, 16. Juni, 15.03 Uhr: Staatssekretär Mayer fordert nach Corona-Krise Neustart im Sport

Einen Neustart im deutschen Sport hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium für die Zeit nach der Corona-Pandemie gefordert.

Dafür brauche es allerdings "einen Kraftakt, bei dem sowohl der organisierte Sport als auch alle staatlichen Ebenen mitmachen müssen", sagte der CSU-Politiker Stephan Mayer am Mittwoch im Podcast des Informationsdienstleisters Sponsors.

Seit März 2020 lag der Breitensport meistens still, was zu einem weiter voranschreitenden Mitgliederschwund in den Sportvereinen geführt hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte angegeben, bis Ende 2020 über eine Million Mitglieder verloren zu haben.

Mit einem solchen Neustart-Programm soll laut Mayer vor allem das Ziel verfolgt werden, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und das Interesse am gemeinnützigen Arbeiten wieder zu erwecken. Das sei nach der Pandemie dringend erforderlich als "Revitalisierungsprogramm für unsere Sportvereine", sagte er.

Stephan Mayer (47, CSU).
Stephan Mayer (47, CSU).  © Fabian Strauch/dpa

Update, 16. Juni, 15 Uhr: Lieferengpässe bei Biontech gibt es nicht wirklich!

Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland nach einer Übererfüllung im Juni im kommenden Monat wieder auf das vereinbarte Maß bringen.

"Biontech hat im zweiten Quartal mehr als 50 Millionen Dosen an Deutschland ausgeliefert und damit den Vertrag übererfüllt", sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

"Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als ursprünglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterstützen und zu beschleunigen." Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Dosenanzahl wie vertraglich vereinbart geliefert.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte: "Biontech hat durch eine vorgezogene Lieferung aus den Folgequartalen ermöglicht, dass im zweiten Quartal und insbesondere im Juni deutlich mehr Impfdosen geliefert werden können."

Es sei aber immer klar gewesen, dass die Gesamtmenge, die Biontech liefere, im dritten Quartal sinken und insgesamt bei 40,2 Millionen liegen werde im Vergleich zu über 50 Millionen im zweiten Quartal. Das Bundesministerium geht für das dritte Quartal von durchschnittlich rund 3,3 Millionen Biontech-Impfdosen pro Woche aus.

Biontech liefert auch im dritten Quartal Millionen Impfdosen an Deutschland (Symbolbild).
Biontech liefert auch im dritten Quartal Millionen Impfdosen an Deutschland (Symbolbild).  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Juni, 13.56 Uhr: Moskau führt Corona-Pflichtimpfungen in Unternehmen ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verpflichtet Russlands Hauptstadt Moskau eine Reihe von Unternehmen, mindestens 60 Prozent ihrer Mitarbeiter impfen zu lassen.

Unter anderem im Handel, in der Gastronomie sowie im Bildungs-, Kultur- und Sportbereich soll diese Impfquote bis Mitte August erfüllt sein, wie aus einer Anordnung der obersten Amtsärztin Moskaus, Jelena Andrejewa, hervorgeht. Die neue Regelung gilt auch für staatliche und kommunale Einrichtungen.

Auch rund ein halbes Jahr nach dem Start der Massenimpfungen zögern viele Menschen weiterhin, sich mit einem der russischen Präparate immunisieren zu lassen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind bislang erst 1,8 Millionen Menschen in seiner Stadt gegen Corona geimpft - das entspricht etwa 15 Prozent der Bevölkerung in der Metropole mit zwölf Millionen Einwohnern.

Update, 16. Juni, 12.20 Uhr: 1,7 Milliarden Euro für Bürgertests

Seit dem Start der kostenlosen Bürgertests gegen Corona in Deutschland hat der Bund dafür rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Gesundheitsministeriums hervor.

Damit bewegen sich die Ausgaben in der zuvor angenommenen Größenordnung. Erwartet hatte die Regierung im Februar auf vier Monate gerechnet zwischen 1,7 und 2,6 Milliarden Euro. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden laut den neuen Angaben 1,2 Milliarden Euro für Corona-Tests ausgegeben, darin sind etwa PCR-Tests für Kontaktpersonen enthalten.

Eine Hand hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht wird.
Eine Hand hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht wird.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 16. Juni, 12.06 Uhr: Indien öffnet Taj Mahal wieder

Indiens berühmteste Sehenswürdigkeit, das Taj Mahal, ist nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Angesichts sinkender Infektionszahlen dürften ab Mittwoch täglich 650 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände des Marmormonuments und Unesco-Weltkulturerbes, wo an gut besuchten Tagen vor der Corona-Krise um die 25.000 gewesen seien, sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gäste müssten dabei immer Masken tragen, Abstand halten, ihre Temperatur messen sowie ihre Hände desinfizieren lassen und sie dürften keine Oberflächen berühren. Tickets müssen online erworben werden.

Agra: Touristen stehen am Wasserbecken vor dem Mausoleum Taj Mahal, das im Hintergrund zu erkennen ist.
Agra: Touristen stehen am Wasserbecken vor dem Mausoleum Taj Mahal, das im Hintergrund zu erkennen ist.  © Pawan Sharma/AP/dpa

Update, 16. Juni, 11.39 Uhr: Corona-Variante Lambda sorgt für Bedenken

Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Corona-Variante Lambda sorgt für Bedenken: Ausbreitung in Lateinamerika

Update, 16. Juni, 10.35 Uhr: Studie: Junge Menschen sind in der Pandemie müde, aber zuversichtlich

Trotz aller Belastungen in der Pandemie und der verbreiteten Corona-Müdigkeit blicken fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa optimistisch in die Zukunft. Die aktuelle Gefühlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ - nämlich mit "müde", "unsicher", "genervt" oder "gestresst", wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der TUI-Stiftung ergab.

52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger - in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent.

Update, 16. Juni, 10.18 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA geht weiter zurück

In den USA sinkt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter. Mit 10.334 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 2680 weniger als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MESZ) hervorging. Fast 44 Prozent der Bevölkerung sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bisher vollständig geimpft.

Auch die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion sank laut JHU im Wochenvergleich von 407 auf 335. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4475 Toten verzeichnet.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 33,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 600.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Ein Paar fotografiert sich vor dem Schriftzug Universal Studios Hollywood auf einer Weltkugel-Skulptur. Am Dienstag hob Kalifornien die meisten seiner Covid-19-Beschränkungen auf.
Ein Paar fotografiert sich vor dem Schriftzug Universal Studios Hollywood auf einer Weltkugel-Skulptur. Am Dienstag hob Kalifornien die meisten seiner Covid-19-Beschränkungen auf.  © Ringo H.W. Chiu/FR170512 AP/dpa

Update, 16. Juni, 9.21 Uhr: Gräfin Sophie: Pandemie verlängert Trauerprozess um Prinz Philip

Die Corona-Pandemie wirkt sich nach Ansicht von Gräfin Sophie auch auf die Trauer der britischen Königsfamilie um den im April gestorbenen Prinz Philip aus.

"Immer wenn man normale Dinge macht, die man sonst mit ihnen gemacht hätte, realisiert man plötzlich, dass sie nicht mehr da sind, und man hat einen "Oh mein Gott"-Moment", sagte die Gräfin von Wessex (56) in einem am Mittwoch veröffentlichten BBC-Interview mit Blick auf jene Menschen, die gestorben sind. Der Herzog von Edinburgh, wie Prinz Philip mit offiziellem Titel hieß, war im April im Alter von 99 Jahren gestorben.

Update, 16. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 1455 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 13,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.11 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3254 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 107 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.074 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8).

Berlin: Ein Infusionsbeutel hängt auf der Viszeralchirurgie-Station des Krankenhauses Havelhöhe über einem Patientenbett.
Berlin: Ein Infusionsbeutel hängt auf der Viszeralchirurgie-Station des Krankenhauses Havelhöhe über einem Patientenbett.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 16. Juni, 2.54 Uhr: Schon 52 Corona-Fälle bei der Copa América

Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa América gibt es bei dem südamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende Corona-Fälle.

52 Fußballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung "Lance" am Dienstag unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert.

Update, 15. Juni, 22.28 Uhr: Gesundheitsminister beraten am Mittwoch Corona-Themen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über verschiedene Corona-Themen.

Im Zentrum der Videoschalte sollen unter anderem Probleme von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie stehen. Nähere Festlegungen werden zur Zukunft der Impfzentren erwartet. Beraten werde auch über Long Covid, also Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung, wie der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und bayerische Ressortchef Klaus Holetschek (56, CSU) angekündigte.

Holetschek forderte, der Bund müsse Impfzentren bis Ende des Jahres finanzieren. Konzeptionelle Änderungen etwa hin zu mehr mobilen Teams seien denkbar.

Update, 15. Juni, 21.40 Uhr: Weitere Lockerungen auf Mallorca - Sperrstunde auf zwei Uhr morgens verschoben

Die Party-Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt.

Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, am Dienstagabend vor Journalisten in Palma.

Zudem werden ab Samstag andere Einschränkungen gelockert: In den Außenbereichen von Restaurants, Bars und Cafés dürfen statt wie bisher zehn künftig zwölf Personen an einem Tisch Platz nehmen. Für die Innenbereiche gilt weiterhin die Regelung, dass maximal 50 Prozent der Plätze besetzt werden und maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen dürfen.

Wirte dürfen ihre Gäste aber wieder auch am Tresen bedienen. Dort sind allerdings neben anderen Auflagen vorerst nur Gruppen von höchstens zwei Personen gestattet.

Diskotheken bleiben auf den Balearen noch mindestens bis Mitte Juli geschlossen.

Die aktuelle Situation auf Mallorca Anfang Juni: Touristen genießen die Sonne an einem Strand auf der spanischen Insel Mallorca.
Die aktuelle Situation auf Mallorca Anfang Juni: Touristen genießen die Sonne an einem Strand auf der spanischen Insel Mallorca.  © Francisco Ubilla/AP/dpa

Udpate, 15. Juni, 20.46 Uhr: Südafrika verschärft Corona-Regeln erneut

Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Corona-Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen.

Präsident Cyril Ramaphosa (68) kündigte am Dienstagabend in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschränkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor.

Am schwersten betroffen sei die Region um das Wirtschaftszentrum des Landes in Johannesburg und Pretoria, die rund zwei Drittel aller landesweiten täglichen Neuinfektionen registriert. Dort befindet sich laut Ramaphosa die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze.

Update, 15. Juni, 19.18 Uhr: Lektionen gelernt: EU-Vorbereitung auf nächste Pandemie

Europa will auf künftige Pandemien deutlich besser vorbereitet sein - entsprechende Vorschläge wie das gehen soll, hat die EU-Kommission am Dienstagabend vorgestellt. Als eine der Lehren aus der Corona-Pandemie soll es ab Ende des Jahres einen europäischen Chef-Epidemiologen geben.

Damit soll unter anderem die Kommunikation in einer Pandemie verbessert werden. Zudem ist geplant, noch in diesem Jahr ein neues und verbessertes Informationssystem einzuführen.

Update, 15. Juni, 19.18 Uhr: Mehr als 600.000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Dienstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in der US-Stadt Baltimore hervor.

In keinem anderen Land der Welt sind so viele Tote im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst worden. In den USA leben rund 330 Millionen Einwohner. Die Vereinigten Staaten sind in absoluten Zahlen auch mit Blick auf die nachgewiesenen Infektionen - mittlerweile knapp 33,5 Millionen - das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land.

Ende Februar hatte die Zahl der Toten in den USA die Marke von einer halben Million überschritten. Aufgrund des Impffortschritts waren die täglich registrierten Todeszahlen in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.

Pro Tag sterben jedoch noch immer mehrere Hundert Menschen in den USA infolge einer Corona-Infektion. Sorge bereitet zunehmend zudem die hochansteckende Delta-Variante.

Beatmungsschläuche an einem COVID-19-Patienten in Los Angeles.
Beatmungsschläuche an einem COVID-19-Patienten in Los Angeles.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 15. Juni, 18.40 Uhr: Corona-Hilfen: EU-Kommission nimmt die ersten 20 Milliarden Euro auf

Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Dienstagabend mitteilte. "Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet."

Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen. Die EU hatte im vergangenen Jahr ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro beschlossen - 800 Milliarden in an die Inflation angepassten Preisen, wie von der Leyen erklärte. Das Geld soll helfen, die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen.

Update, 15. Juni, 18.31 Uhr: Lettland lockert Einreisebeschränkungen

Lettland hat die coronabedingten Einreisebeschränkungen für nachweislich Geimpfte und Genese gelockert.

Wer bei Einreise in das baltische EU-Land ein digitales Covid-19-Zertifikat vorlegt, muss sich von Mittwoch an nicht mehr testen lassen und nicht mehr für 10 Tage in Quarantäne. Auch darf jeder künftig wieder ohne triftigen Grund in den Ostseestaat im Nordosten Europas einreisen.

Update, 15. Juni, 18.30 Uhr: Zahlreiche Bundesländer lockern

Angesichts weiter sinkender Ansteckungszahlen nehmen die Bundesländer immer mehr Corona-Einschränkungen zurück. Am Dienstag kündigten mehrere Länder weitreichende Lockerungen an.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Weniger Maskenpflicht, mehr Kontakte und Partys: So lockern die Bundesländer!

Update, 15. Juni, 18.10 Uhr: Schottland und England verschieben Lockerungen

Wie in England müssen sich auch die Menschen in Schottland wohl noch länger gedulden, bis weitere Corona-Maßnahmen gelockert werden.

Regierungschefin Nicola Sturgeon (50) sagte am Dienstag in Edinburgh, es sei sehr unwahrscheinlich, dass am 28. Juni weiter gelockert werden könne. Ursprünglich sollte an diesem Datum das gesamte Land wieder weitgehend zur Normalität zurückkehren. Eine endgültige Entscheidung soll kommende Woche getroffen werden.

Premierminister Boris Johnson (56) hatte am Montag für England eine Verlängerung der noch geltenden Corona-Maßnahmen bis voraussichtlich zum 19. Juli angekündigt.

Hat Englands Premier Boris Johnson (56) die Delta-Variante unterschätzt?
Hat Englands Premier Boris Johnson (56) die Delta-Variante unterschätzt?  © Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa

Update, 15. Juni, 17.20 Uhr: 6,6 Millionen digitale Impfnachweise - System zeitweise überlastet

Großer Andrang auf den neuen digitalen Corona-Impfnachweis hat am Dienstag zwischenzeitlich zu einzelnen technischen Verzögerungen geführt.

Das System sei wegen des Ansturms zeitweise überlastet gewesen, teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mit. Insgesamt seien aber bis zum Nachmittag inzwischen 6,6 Millionen Zertifikate von Impfzentren, mobilen Diensten, Arztpraxen und Apotheken ausgegeben worden.

Update, 15. Juni, 16.31 Uhr: Bayerns Schüler dürfen bei Pausen im Freien Masken ablegen

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen.

In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München. Er betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung dafür nicht geändert werde, vielmehr werde sie nur präzisiert.

In vielen Bundesländern gibt es Lockerungen bei der Maskenpflicht im Unterricht.
In vielen Bundesländern gibt es Lockerungen bei der Maskenpflicht im Unterricht.  © Matthias Balk/dpa

Update, 15. Juni, 16.30 Uhr: Kleineres Wacken-Festival Mitte September

Nach der erneuten Absage des Heavy-Metal-Festival ist im schleswig-holsteinischen Wacken vom 16. bis 18. September unter dem Titel "Bullhead City" eine kleinere Ausgabe geplant.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Wacken findet statt! Aber nicht, wie Ihr es kennt.

Update, 15. Juni, 16.27 Uhr: Keine Maskenpflicht im Unterricht im Saarland

Im Saarland müssen Schüler ab diesem Donnerstag im Unterricht keine Maske mehr tragen.

Das habe der Ministerrat am Dienstag angesichts gesunkener Corona-Zahlen entschieden, teilte das Bildungsministerium in Saarbrücken mit. Im Schulgebäude und auf dem Schulweg bei der Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bleibt es aber weiterhin bei der Pflicht zum Tragen einer Maske.

Update, 15. Juni, 16.24 Uhr: Hamburg lockert Maskenpflicht

Nach dem deutlichen Abflauen der Corona-Pandemie lockert der Hamburger Senat die Maskenpflicht.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Hamburg hebt Maskenpflicht im Freien auf.

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt an den Landungsbrücken in Hamburg.
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt an den Landungsbrücken in Hamburg.  © Markus Scholz/dpa

Update, 15. Juni, 15.34 Uhr: Namibia verschiebt wegen Corona Debatte über Abkommen mit Deutschland

In Namibia verschiebt sich die parlamentarische Debatte über das unterschriftsreife Abkommen zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit.

Wegen der Corona-Pandemie würden alle Sitzungen in dieser Woche ausgesetzt, gab die Parlamentsverwaltung am Dienstag in der Haupstadt Windhuk bekannt. "Die Aussetzung ist begründet in der zunehmenden Zahl von Mitarbeitern und Abgeordneten, die positiv auf Covid 19 getestet wurden." Das Parlamentsgebäude müsse umfangreich desinfiziert werden.

Update, 15. Juni, 14.41 Uhr: Umfrage: Krise setzt Verbraucher finanziell unter Druck

Die Folgen der Corona-Pandemie bringen viele Verbraucher finanziell in Bedrängnis. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergab, beklagen 39 Prozent coronabedingte Einkommenseinbußen.

Hochgerechnet auf die Bevölkerung hatten der repräsentativen Erhebung zufolge 16,4 Millionen Haushalte weniger Geld zur Verfügung als zuvor. Das waren 1,7 Millionen Haushalte mehr als in der Herbst-Befragung (35 Prozent).

Kurzarbeiter, Minijobber und Solo-Selbstständige sind besonders betroffen. 29 Prozent der Befragten gehen davon aus, in den kommenden zwölf Monaten gewisse Kosten nicht mehr tragen zu können, ob Stromrechnung oder Miete.

Update, 15. Juni, 14.14 Uhr: Rheinland-Pfalz schafft Maskenpflicht im Unterricht ab

An allen Schulen in Rheinland-Pfalz wird ab kommendem Montag die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben.

Das teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auf dem Weg zum Platz im Klassenzimmer solle die Schutzmaske weiter getragen werden, sagte Hubig. Die Regelung gelte solange, wie die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen unter einem Wert von 35 bleibe. Am Montag waren es landesweit 16,0.

Masken müssen in Rheinland-Pfalz künftig nicht mehr während des Unterrichts getragen werden.
Masken müssen in Rheinland-Pfalz künftig nicht mehr während des Unterrichts getragen werden.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 15. Juni, 13.53 Uhr: Sachsen-Anhalt lockert Corona-Regeln noch diese Woche

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will die Corona-Regelungen noch vor dem Wochenende lockern.

Die Regierung habe "in vielen Bereichen zentrale Lockerungen" beschlossen, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg. So sollen die bislang geltenden Kontaktbeschränkungen in Kontaktempfehlungen umgewandelt werden. Bislang darf jeder bis zu zehn andere Menschen treffen, egal aus welchem Haushalt.

Außerdem muss im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften künftig nur noch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske fällt dort damit künftig weg. Das sei angesichts des warmen Wetters eine Erleichterung, so Grimm-Benne weiter. Auch für den Gastronomiebereich und die Schulen wurden Lockerungen beschlossen.

Update, 15. Juni, 13.42 Uhr: Intensivmediziner: Corona-Pandemie geht in "chronische Phase" über

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, fordert ein Ende des "pandemischen Denkens" in Bezug auf das Coronavirus.

Man werde in den kommenden Wochen und Monaten aus der pandemischen Phase herauskommen, künftig werde Covid eine Erkrankung des Klinikalltags werden und den Schrecken einer in Wellen verlaufenden Pandemie verlieren, sagte Karagiannidis bei einer digitalen Pressekonferenz des Verbands am Dienstag.

"Wir werden in den kommenden Tagen die magische Grenze von 1000 Patienten unterschreiten." Nun sei die Zeit gekommen, "in eine chronische Phase" überzugehen, sagte Karagiannidis. Corona werde den Klinikalltag in den nächsten Jahren "wie die jährliche Grippewelle" begleiten. Bis zum Herbst sei dann nicht nur mit Corona-Infektionen zu rechnen, sondern auch mit vielen anderen Krankheiten sowie verschobenen Operationen.

Update, 15. Juni, 12.49 Uhr: Hochzeit, aber ohne Tanzen - Englische Paare enttäuscht

Die Verlängerung der geltenden Corona-Maßnahmen in England stellt viele heiratswillige Paare vor Herausforderungen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Corona-Wahnsinn! Mehr als 30 Gäste bei Hochzeit erlaubt, tanzen verboten.

Update, 15. Juni, 12.25 Uhr: Berlin lockert Maskenpflicht

Berlin hebt die Maskenpflicht nicht auf, aber es gibt zumindest Lockerungen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Berlin lockert Corona-Maskenpflicht: Was jetzt wieder erlaubt ist und was weiter nicht.

Update, 15. Juni, 11.05 Uhr: Schon fünf Millionen digitale Impfnachweise in Deutschland

Nach dem Andrang auf das digitale Corona-Impfzertifikat wird nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn bereits an diesem Dienstag die Marke von fünf Millionen Exemplaren geknackt.

Diese Zahl nannte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg, bei dem das europäische Zertifikat Thema sein sollte.

"Gerade jetzt auch zu Beginn des Sommers, der Reisezeit, (ist es) für viele Bürgerinnen und Bürger sehr, sehr wichtig, dass wir eine Einheitlichkeit haben, dass ein digitaler Impfpass, der in Deutschland oder Spanien oder Finnland ausgestellt wird, eben auch dann in allen europäischen Ländern genutzt werden kann und gültig ist", sagte Spahn.

Der digitale Impfnachweis ist am Montag gestartet.
Der digitale Impfnachweis ist am Montag gestartet.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 15. Juni, 11.02 Uhr: Ab Mittwoch in Griechenland Impfung für alle ab 18

Von Mittwoch an können sich in Griechenland alle Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren impfen lassen. Die Impfpriorisierung nach Altersgruppen wird damit aufgehoben, wie das griechische Impfkomitee am Montagabend mitteilte.

Zudem wurde der Einsatz des Impfstoffs Astrazeneca erneut eingeschränkt - er soll künftig nur noch Menschen über 60 verabreicht werden. Begründet wird die Entscheidung mit den niedrigen Fallzahlen in Griechenland. Den Impfexperten zufolge ist es für jüngere Menschen derzeit unwahrscheinlicher, sich mit Corona zu infizieren, als durch Astrazeneca ein lebensgefährliches Blutgerinnsel zu entwickeln.

Update, 15. Juni, 10.52 Uhr: 22,3 Millionen Menschen mit vollem Impfschutz

Immer mehr Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

22,3 Millionen Menschen haben den vollständigen Impfschutz, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind 26,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 40,5 Millionen Menschen (48,7 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Am Montag wurden 590.529 Millionen Impfdosen verabreicht. 407.728 davon führten zur vollständigen Impfung.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 54,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft, Mecklenburg-Vorpommern steht kurz davor. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,5 Prozent. Das Saarland zählt mit 31,9 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 24,5 Prozent am Ende der Rangliste.

Update, 15. Juni, 8.27 Uhr: Israel hebt Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf

Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf.

Ab Dienstag müssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Hintergrund ist das erhöhte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit.

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel führt sein Land aus der Corona-Krise.
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel führt sein Land aus der Corona-Krise.  © Marc Israel Sellem/JINI/XinHua/dpa

Update, 15. Juni, 7.47 Uhr: Infektiologe: Keine Maskenpflicht draußen und für kleinere Kinder

Die Maskenpflicht kann nach Ansicht des Bonner Infektiologen Peter Walger im Freien überall entfallen.

Dagegen müsse es für Innenräume eine differenzierte Diskussion geben, etwa die Abhängigkeit von der Personenzahl, sagte der Experte von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Maske sei eine der effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen.

Mit Blick auf die Schulen hält Walger eine sofortige Beendigung der Maskenpflicht bei allen Kindern unter zehn Jahren für machbar. Bei älteren Kindern müsse man differenzierter schauen. Daten belegten, dass die Dominanz der Übertragung des Coronavirus auf Kinder eindeutig von Erwachsenen ausgehe.

"Die Schule ist insgesamt ein relativ sicherer Ort für Kinder, sicherer als das private Milieu. Und dem sollten wir endlich Rechnung tragen", sagte der Infektiologe.

Update, 15. Juni, 7.18 Uhr: Japan verdoppelt Impfdosen für Olympia-Mitarbeiter

Japan hat sich weitere 20.000 Impfdosen für Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert.

Wie Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa am Dienstag bekanntgab, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Pfizer getroffen. Damit erhält Japan für Olympia-Mitarbeiter nun insgesamt 40.000 Impfdosen, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuvor mit Pfizer bereits eine Vereinbarung über die Bereitstellung von 20.000 Dosen getroffen hatte.

So sollen nun auch Freiwillige, die im Olympischen Dorf eingesetzt werden, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie einheimische Journalisten das Angebot einer Corona-Impfung erhalten.

Update, 15. Juni, 5.04 Uhr: RKI registriert 652 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 15,5

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 140 Tote gewesen.

Die Inzidenz sinkt bundesweit. Das freut vor allem auch die Gastronomie, die seit Wochen wieder geöffnet hat.
Die Inzidenz sinkt bundesweit. Das freut vor allem auch die Gastronomie, die seit Wochen wieder geöffnet hat.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15 Juni, 4.55 Uhr: 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden.

Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden.

Update, 15. Juni, 4 Uhr: Prognose: Mäßiges Infektionsgeschehen im Sommer erwartet

Für die kommenden Monate ist eine entspanntere Corona-Lage zu erwarten.

"Für den aktuellen Sommer rechnen wir nach den aktuellen Daten ähnlich wie im letzten Jahr mit einem mäßigen Infektionsgeschehen", erklärte Jan Fuhrmann vom Forschungszentrum Jülich, der mögliche Pandemieverläufe berechnet.

"Einerseits sind die mittlerweile vorherrschenden Virusvarianten ansteckender als im vergangenen Sommer, andererseits ist ein zunehmender Anteil potenziell infizierbarer Personen durch Impfung geschützt."

Der rasche Rückgang der Inzidenzwerte der vergangenen Wochen werde sich aber notgedrungen verlangsamen, selbst wenn es noch eine Weile bei exponentiell fallenden Zahlen bleibt. Ein exponentieller Abfall beginne rasant und werde immer langsamer.

Update, 15. Juni, 3.30 Uhr: Kassenärzte fordern mehr Impfstoff

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten.

Er erwarte entsprechende "klare Signale" von der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Mittwoch, sagte Gassen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Es müssen mehr Impfstoffe in die Praxen", sagte Gassen. "Solange Impfstoffe leider immer noch knapp sind, appelliere ich an die Patientinnen und Patienten, Geduld zu haben." Jeder werde geimpft werden, der geimpft werden möchte - aber nicht sofort und gleich alle auf einmal.

"Trotzdem ist schon jetzt klar: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte machen aus dem Impffortschritt erst einen Impfturbo". sagte Gassen. In diesem Zusammenhang sei auch zu klären, wie lange es Sinn mache, die teuren Impfzentren noch aufrecht zu erhalten. "Die nächsten Wochen sollten wir zwar noch an allen Fronten impfen, aber es ist klar, dass wir die Impfzentren dauerhaft nicht brauchen werden."

Update, 14. Juni, 22 Uhr: Großbritannien erlaubt trotz gefährlicher Delta-Mutante 40.000 Zuschauer bei EM-Finale

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer.

So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden.

Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will.

Der britische Premierminister Boris Johnson (56) bei einer Pressekonferenz am Montag.
Der britische Premierminister Boris Johnson (56) bei einer Pressekonferenz am Montag.  © Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa

Update, 14. Juni, 20.12 Uhr: Johnson hat sich verzockt - Delta-Variante zerstört Hoffnung der Briten

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden.

Der britische Premierminister Boris Johnson (56) verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Mehr dazu im TAG24-Artikel.

Der Blick spricht Bände: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist alles andere erfreut über die schlechten Nachrichten zur Delta-Variante.
Der Blick spricht Bände: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist alles andere erfreut über die schlechten Nachrichten zur Delta-Variante.  © Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa

Update, 14. Juni, 19.04 Uhr: Globale Corona-Fallzahl sinkt laut WHO seit sieben Wochen

Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen - der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie.

Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor.

Beim G7-Gipfel gaben führende Industrienationen am Wochenende Zusagen über 870 Millionen Impfdosen bekannt, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen.

Tedros forderte am Montag erneut noch raschere Hilfe in noch höheren Mengen. "Die Ausbreitung des Virus ist derzeit schneller als die globale Auslieferung von Impfstoffen", sagte er. Laut Tedros sterben täglich mehr als 10.000 Menschen an Covid-19.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Tedros Adhanom Ghebreyesus.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 14. Juni, 18.37 Uhr: EU-Staaten erzielen Einigung: Das sind die neuen Corona-Reisebedingungen

Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern.

Genauere Infos hier: "EU-Staaten erzielen Einigung: Das sind die neuen Corona-Reisebedingungen"

Update, 14. Juni, 17.22 Uhr: Delta-Mutante: In Indien entdeckte Variante ruft andere Symptome hervor

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen.

Mehr Infos unter: "Delta-Mutante: In Indien entdeckte Variante ruft andere Symptome hervor".

Jammu: Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Angehörige tragen den Leichnam einer Person, die an Covid-19 gestorben ist, zur Einäscherung.
Jammu: Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Angehörige tragen den Leichnam einer Person, die an Covid-19 gestorben ist, zur Einäscherung.  © Channi Anand/AP/dpa

Update, 14. Juni, 16.39 Uhr: "Impftourismus" aus Italien: Bundesregierung laut Hotel nicht beteiligt

Im Fall der Corona-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert.

Mehr Infos unter: "'Impftourismus' aus Italien: Hotel mit Klartext zu Beteiligung der Bundesregierung".

Update, 14. Juni, 15.27 Uhr: Corona-Impfstoff von Novavax schützt laut Studie vor Covid-19

Ein Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Impfstoffs NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent, teilte Novavax am Montag mit.

Alle Infos unter: "Neuer Impfstoff von Novavax mit hoher Wirksamkeit: Was kann das Vakzin, was ist das Besondere daran?"

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während der Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während der Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.  © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 14. Juni, 14.06 Uhr: Söder will Aufklärung über Impfung von Hotel-Mitarbeitern aus Italien

Nach der Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegen einen «Impftourismus» ausgesprochen und Aufklärung verlangt.

"Ich habe da große Bauschmerzen, wenn so was stattfindet", sagte Söder am Montag in München. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland."

Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe dann wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

Söder sagte, solche Fälle dürften sich nicht häufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. "Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert", sagte der Ministerpräsident.

Update, 14. Juni, 13.08 Uhr: Corona-Lockerungen in Island - Maske nur noch bei Sitzveranstaltungen

Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel Island können sich auf weitere gelockerte Corona-Maßnahmen und eine weniger strikte Maskenpflicht einstellen.

Ab Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Reykjavik wieder Zusammenkünfte mit bis zu 300 Menschen erlaubt, Restaurants und Kneipen dürfen bis Mitternacht offen bleiben.

Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Isländerinnen und Isländer dann nur noch bei Veranstaltungen tragen, bei denen sie sitzen, also zum Beispiel im Theater, bei Gottesdiensten und Sportveranstaltungen. Die Abstandsregel wird von zwei auf einen Meter verringert.

Update, 14. Juni, 12.41 Uhr: Lauterbach über eigenen Urlaub: Wenn Familie vollständig geimpft ist

Für SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kommt ein eigener Urlaub mit der Familie erst dann in Frage, wenn alle Beteiligten doppelt geimpft sind.

"Bei uns wird es so sein, dass zu dem Zeitpunkt, wo wir fahren, die gesamte Familie vollständig geimpft ist", sagte Lauterbach dem Nachrichtensender Welt.

"Wenn man vollständig geimpft in eine Region fährt, wo darüber hinaus die Inzidenz niedrig ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich selbst infiziert und dann die Infektion mit zurückbringt, sehr niedrig." Das sei vertretbar und das empfehle er auch anderen.

Update, 14. Juni, 12.13 Uhr: Bundesregierung mahnt zu Vorsicht beim Lockern der Maskenpflicht

n der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht angesichts sinkender Corona-Zahlen mahnt die Bundesregierung zur Vorsicht.

Man sollte sie nicht zu schnell lockern, vor allem in Innenräumen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin. "Wir haben alle mehr davon, wenn wir uns noch ein wenig disziplinieren und vorsichtig sind." Es gelte im Blick zu behalten, dass es neue Virusvarianten gebe, die gefährlich werden könnten. Generell sei es zu begrüßen, dass die Neuinfektionen zurückgingen. Natürlich müssten "peu à peu" dann auch Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, machte Fietz deutlich.

Update, 14. Juni, 11.34 Uhr: Spahn: Hälfte der über 60-Jährigen hat vollen Impfschutz

Etwa die Hälfte der Menschen über 60 Jahre hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus erhalten. Über 80 Prozent dieser Gruppe hat mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, wie Spahn am Montag via Twitter mitteilte.

Der Anteil der Erstgeimpften an der Gesamtbevölkerung nähert sich der 50-Prozent-Marke. 48,4 Prozent (40,2 Millionen Menschen) haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.20 Uhr) hervorgeht.

Den vollständigen Impfschutz haben nun 26,2 Prozent (21,8 Millionen Menschen). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,7 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht.

Update, 14. Juni, 11.08 Uhr: Impfnachweis: Online-Portal für Apothekensuche überlastet

Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfnachweis ausstellen, war am Montagvormittag phasenweise nicht erreichbar. Das liege am großen Andrang auf "mein-apothekenmanager.de", sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Grundsätzlich sei das System erfolgreich gestartet. "Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt", so der Sprecher.

Seit Montag können sich alle Menschen mit vollständigem Impfschutz ihren digitalen Impfnachweis in Apotheken abholen. Laut ABDA sind bereits mehr als 13.000 der insgesamt knapp 19.000 Apotheken in Deutschland dafür gelistet.

Seit heute können sich zweifach gegen Corona geimpfte Bürger einen digitalen Impfnachweis in einzelnen Apotheken ausstellen lassen.
Seit heute können sich zweifach gegen Corona geimpfte Bürger einen digitalen Impfnachweis in einzelnen Apotheken ausstellen lassen.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 14. Juni, 9.45 Uhr: Weil mahnt zur Vorsicht in Lockerungsdebatte um Maskenpflicht

In der Debatte um ein mögliches Ende der Maskenpflicht hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zur Vorsicht gemahnt.

"Wir sollten nicht den Eindruck vermitteln, die Pandemie sei vorbei", sagte der SPD-Politiker der Hannoverschen Allgemeine Zeitung. Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht am Sonntag die Länder aufgefordert, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen.

"Gleichzeitig müssen wir vorsichtig bleiben, das Virus ist weiterhin auch in Deutschland präsent und wir wissen nicht, was in den nächsten Wochen noch für Herausforderungen auf uns zukommen", sagte der Regierungschef dem Blatt.

Skeptischer sieht Weil Lockerungen in geschlossenen Räumen und vor allem im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). "Dort dürfte eine Aufhebung der Maskenpflicht als letztes in Betracht kommen", betonte Weil NDR Niedersachsen.

Update, 14. Juni, 9.29 Uhr: Lehrerverband gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen.

Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere während des Unterrichts zu "größtmöglicher Vorsicht". "Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden." Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben.

Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen.

Update, 14. Juni, 9.11 Uhr: Berichte: London will Corona-Maßnahmen wegen Variante verlängern

Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern.

Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien spricht während einer Pressekonferenz.
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien spricht während einer Pressekonferenz.  © Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

Update, 14. Juni, 8 Uhr: Ausbreitung des Coronavirus: St. Petersburg beschränkt Massenevents

Die örtlichen Behörden in St. Petersburg haben aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie Massenevents mit über 3000 Menschen verboten.

Dies teilte die Stadtverwaltung am Montag nach dem ersten Wochenende der Fußball-EM mit. In der nördlichsten Millionenstadt der Welt war am Wochenende an der Blutskirche das große Public Viewing gestartet, wo tausende Menschen das Russland-Spiel gegen Belgien (0:3) verfolgten. Zu große Ansammlungen sollen nun zunächst ausbleiben.

Update, 14. Juni, 6 Uhr: Maskenpflicht in Dänemark quasi beendet - Debatte auch in Deutschland

Die Däninnen und Dänen müssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen.

Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist zum Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden. Einen solchen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden.

Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie forderte am Wochenende auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht hierzulande zu überprüfen.

Die Länder müssten klären, "ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken", sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag. "Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen."

Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) forderte gar ein komplettes Ende der Maskenpflicht. "Bei einer klaren Inzidenz unter 35 darf der Staat gar keine Grundrechte pauschal für alle Bürger einschränken. Die allgemeine Maskenpflicht müsste daher bei strenger Auslegung des Infektionsschutzgesetzes aufgehoben werden, erst recht draußen", sagte Kubicki dem Blatt.

Update, 14. Juni, 5.21 Uhr: RKI registriert 549 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,6

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.

So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet.

Update, 14. Juni, 5 Uhr: Ein Jahr Corona-Warn-App: Vertrauen der Bevölkerung steigt

Ein Jahr nach der Vorstellung der offiziellen Corona-Warn-App können sich immer mehr Menschen in Deutschland vorstellen, der Anwendung auch ein positives Testergebnis anzuvertrauen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

72 Prozent derjenigen, die die App installiert haben oder dies planen, würden ein positives Ergebnis in der App teilen. Im Januar 2021 waren es nur 62 Prozent. 33 Prozent hatten zum Jahresbeginn eingeräumt, andere App-Anwender im Falle einer eigenen Infektion trotz der durch die App gesicherten Anonymität nicht warnen zu wollen. Dieser Anteil sank nun auf nur noch 22 Prozent.

Eine Mehrheit derjenigen, die ein positives Ergebnis nicht teilen würden, sorgt sich, dass die eigenen Daten nicht anonym sind (79 Prozent). 35 Prozent aus dieser Gruppe wollen grundsätzlich keine Gesundheitsdaten teilen. Fünf Prozent sehen sich technisch außerstande.

Update, 14. Juni, 4.11 Uhr: Berater: Corona für Nachwuchs und deutschen Fußball "große Gefahr"

Der Spielerberater Dirk Hebel hat vor gravierenden Folgen der Corona-Pandemie für kommende Fußballer-Generationen gewarnt.

"Dieses Problem ist in Deutschland größer als in anderen europäischen Ländern, in denen der Nachwuchs weniger eingeschränkt wurde, während bei uns die Junioren-Bundesliga seit der Pandemie quasi ruht und auch der Trainingsbetrieb eingestellt wurde", sagte der 48-Jährige dem "Kicker" (Montag). "Die Kinder und Jugendlichen sind die ganz großen Verlierer der Pandemie", sagte er.

Update, 14. Juni, 1 Uhr: Spahn: Maskenpflicht draußen kann grundsätzlich entfallen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält angesichts der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar - rät aber im Zweifel, weiter Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Mehr dazu im Artikel: "Spahn macht Hoffnung: 'Maskenpflicht draußen kann grundsätzlich entfallen"

Jens Spahn (41, CDU) hält ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar.
Jens Spahn (41, CDU) hält ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 13. Juni, 22.11 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle bei der Copa América

Nach Venezuela und Bolivien sind bei Kolumbien als drittem Teilnehmer der Copa América in Brasilien zwei Delegationsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bei den positiv Getesteten handelt es sich um einen Assistenten und einen Physiotherapeuten, wie aus einer Mitteilung des Kolumbianischen Fußballverbandes FCF am Sonntag hervorging. Demnach haben beide keine Symptome. Sie müssten jedoch in Quarantäne bleiben. Die Copa América ist das südamerikanische Äquivalent zur Europameisterschaft.

Update, 13. Juni, 20.05 Uhr: Alexander Dobrindt ist gegen Ende der Maskenpflicht in Innenräumen

In der aufflammenden Diskussion über ein Ende der Maskenpflicht hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) zur Vorsicht gemahnt.

Richtig sei, dass die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen immer wieder überprüft werden müsse, sagte Dobrindt am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Hier müsse man auch zwischen drinnen und draußen unterscheiden. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Maskenpflicht da, wo sie überhaupt noch besteht draußen, entfallen lassen", betonte Dobrindt. Diese Entscheidung werde von den Ländern getroffen. Für Innenräume rate er aber zur Vorsicht, auch mit Blick auf ansteckendere Virusmutationen. Deshalb sollte man hier nicht unvorsichtig werden.

Update, 13. Juni, 18.30 Uhr: Scharfe Kritik an Impf-Beschlüssen der G7: "Kolossale Enttäuschung"

Entwicklungsorganisationen haben die Ergebnisse des Gipfels der reichen Industrienationen (G7) scharf kritisiert.

Nach dem Abschluss des dreitägigen Treffens am Sonntag im englischen Carbis Bay wurde bemängelt, dass nicht genug für die Impfkampagne im Kampf gegen die Corona-Pandemie in armen Ländern getan worden sei. Auch im Klimaschutz drückten sich die sieben Wirtschaftsmächte weiter um ihre Verantwortung. "Eine kolossale Enttäuschung", sagte Jörn Kalinski von Oxfam International.

"Angesichts des größten Gesundheitsnotstands seit einem Jahrhundert und einer Klimakatastrophe, die unseren Planeten zerstört, ist die G7 den Herausforderungen in keiner Weise gerecht geworden", sagte Kalinski. "Noch nie in der Geschichte der G7 war die Kluft zwischen dem, was die Welt braucht, und dem, was beschlossen wurde, so groß." Der Schutz der Patente von Pharmaunternehmen sei ihnen wichtiger als der Schutz der Menschen. Es müsse Know-how transferiert und eine Produktion in ärmeren Ländern aufgebaut werden.

Nach dem Abschluss des G7-Gipfels im englischen Cornwall sind nicht alle mit den Ergebnissen zufrieden.
Nach dem Abschluss des G7-Gipfels im englischen Cornwall sind nicht alle mit den Ergebnissen zufrieden.  © Patrick Semansky/AP Pool/dpa

Update, 13. Juni, 18.10 Uhr: Impfallianz Gavi begrüßt G7-Versprechen, WHO-Chef fordert mehr

Die Impfallianz Gavi in Genf hat das Versprechen der reichen G7-Industriestaaten begrüßt, ärmeren Ländern viel mehr Impfdosen zu verschaffen - aber zugleich Nachbesserungen angemahnt.

"Wir brauchen mehr, und wir brauchen es schneller", sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus (56), am Sonntag. Die G7 hat versprochen, mindestens 870 Millionen Impfdosen zu spenden, die Hälfte davon bis Ende dieses Jahres. Gavi hofft, dass sie so schnell wie möglich verteilt werden können.

Update, 13. Juni, 18.01 Uhr: Südafrika fordert Einhaltung von G7-Impfstoffzusagen

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (68) hat die G7-Staaten aufgefordert, ihr Versprechen einzuhalten, ärmeren Ländern verstärkt bei der Finanzierung von Corona-Impfstoffen zu helfen.

"Wir müssen die beträchtliche Finanzierungslücke für Tests, Behandlungen, kritische Versorgung wie Sauerstoff und die Gesundheitssysteme schließen", sagte Ramaphosa, der auch der Afrikanischen Union vorsitzt, während des Spitzentreffens in Carbis Bay im englischen Cornwall. Die Finanzierungslücke von 16,8 Milliarden US-Dollar (13,87 Milliarden Euro) des Programms ACT Accelerator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Corona-Impfstoffe, Diagnostika und Tests fördert, müsse schnellstens geschlossen werden, teilte die südafrikanische Regierung in einer Mitteilung am Sonntag mit.

Update, 13. Juni, 17.23 Uhr: Frankreich verdoppelt seine Impfstoff-Zusagen für ärmere Länder

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen als ursprünglich vorgesehen.

"Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erhöht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall.

"Aber wir müssen auch in der Lage sein, jetzt in allen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mehr zu produzieren, um die Selbstversorgung aufzubauen", sagte Macron weiter. Ziel sei es daher nun auch eine Einigung in der Frage der Patente und des geistigen Eigentums zu erzielen. Dies dürfe kein Hindernis für den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen sein. Impfstoffe müssten ein "globales öffentliches Gut" sein.

Update, 13. Juni, 17.12 Uhr: Boris Johnson lehnt Patentaufhebung bei Corona-Impfstoffen ab

Der britische Premierminister Boris Johnson (56) lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab.

Zentral sei, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Auch Know-how müsse geteilt werden. Aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut.

Der britische Premier Boris Johnson (56) empfängt zurzeit die wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt beim G7-Gipfel im englischen Cornwall.
Der britische Premier Boris Johnson (56) empfängt zurzeit die wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt beim G7-Gipfel im englischen Cornwall.  © Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

Update, 13. Juni, 16.28 Uhr: Nur eine einzige Neuinfektion in Mecklenburg-Vorpommern - Inzidenz sinkt auf 4,8

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag um lediglich einen Fall gestiegen.

Das seien neun weniger als am Samstag und zehn weniger als vor einer Woche, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Sonntag um 0,1 auf 4,8. Vor einer Woche hatte sie noch bei 8,6 gelegen.

Update, 13. Juni, 15.33 Uhr: Johnson: G7 unterstützt ärmere Länder mit einer Milliarde Impfdosen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung.

Dies geschehe sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson (56) am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens in Carbis Bay.

Wie sich die Zahl genau zusammensetzt, sagte Johnson zunächst nicht.

Update, 13. Juni, 14.10 Uhr: Ministerium erwartet von Johnson & Johnson Nachlieferungen im Juli

Das Bundesgesundheitsministerium fordert vom Impfstoffhersteller Johnson & Johnson eine Nachlieferung fehlender Corona-Impfdosen im Juli.

Johnson & Johnson werde nach neuestem Stand im zweiten Quartal - also bis Ende Juni - etwa 6,5 Millionen Dosen weniger liefern als geplant, hieß es von einer Ministeriumssprecherin.

"Das ist bedauerlich, denn jede Impfdose zählt. Daher erwarten wir von Johnson & Johnson, dass diese Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert wird."

Das Bundesgesundheitsministerium fordert vom Impfstoffhersteller Johnson & Johnson eine Nachlieferung fehlender Corona-Impfdosen im Juli.
Das Bundesgesundheitsministerium fordert vom Impfstoffhersteller Johnson & Johnson eine Nachlieferung fehlender Corona-Impfdosen im Juli.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 13. Juni, 14.08 Uhr: Merkel: "Erheblicher Beitrag" zur Impfstoffverteilung aus Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) hat einen "erheblichen Beitrag" aus Deutschland bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen zugesichert.

"Deutschland zeichnet verantwortlich für 350 Millionen Dosen", sagte Merkel am Sonntag zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Dazu gehörten 30 Millionen Dosen, die Deutschland bestellt habe und weitergeben werde.

"Das werden vermutlich im Laufe der Zeit noch mehr", sagte Merkel. Sie verwies auf Lieferprobleme der Impfstoffhersteller.

Der größte Teil des deutschen Beitrags laufe über das Impfprogramm Covax. Dort sei Deutschland der zweitgrößte Geber. Covax finanziert mit dem Geld etwa die Herstellung von Impfstoffen und den Aufbau von Produktionsstätten.

Update, 13. Juni, 14.06 Uhr: Rund 20 Millionen Masken in Baden-Württemberg nicht nutzbar

Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht nutzbar, weil sie nicht ganz den Normen entsprechen.

"Insgesamt sind 15,2 Millionen Masken aus Landesbeschaffungen aus den Jahren 2020 und 2021 im Lager gesperrt", teilte das Sozialministerium den Stuttgarter Nachrichten (Montag) mit.

Hinzu kämen rund 4,6 Millionen vom Bund gelieferte mangelhafte Masken.

"Trotz sorgfältiger Auswahl der Lieferanten und der Vorgabe einer Herstellung in Deutschland waren zum Teil Masken nicht normentsprechend", hieß es.

Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind derzeit nicht nutzbar.
Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind derzeit nicht nutzbar.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 13. Juni, 12.27 Uhr: Entwicklungsorganisationen fordern Klarheit über Impfspenden der G7

Entwicklungsorganisationen haben "mehr Klarheit" über die versprochenen Impfstoffspenden der G7 für ärmere Länder gefordert.

Auf dem Gipfel der großen Industrienationen (G7) im englischen Carbis Bay sprach Romilly Greenhill von der Organisation One am Sonntag von einem "geheimnisvollen Nebel", der die genannten Zahlen umhülle.

"Die Welt muss einen klaren Fahrplan sehen."

Fraglich sei, wo die Impfstoffe herkommen sollen. Auch sei unklar, was wirklich neu oder von früheren Zusagen erneuert worden sei.

Greenhill fragte auch, wie die G7 die Versorgungskrise durch den Exportstopp Indiens auffangen wolle, das als Hauptlieferant für die Impfplattform Covax dienen sollte.

Update, 13. Juni, 12.26 Uhr: Tausende neue Corona-Fälle in Moskau - Mehr Anreize für eine Impfung

Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen in der russischen Hauptstadt Moskau wollen die Behörden mehr Anreize für eine Impfung schaffen.

Bis Mitte Juli werden unter Leuten, die sich erstmals impfen lassen, jede Woche fünf Autos verlost, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag in seinem Blog schrieb.

"Der Hauptgewinn für diejenigen, die sich impfen lassen, ist natürlich nicht mit einem Auto gleichzusetzen - es ist Ihre eigene Gesundheit."

Für ältere Menschen in Moskau gibt es bereits Geschenkgutscheine nach einer Immunisierung.

Am Sonntag meldeten die Behörden rund 7700 Neuinfektionen in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole - so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr.

Update, 13. Juni, 11.44 Uhr: Ex-Premier Brown: G7 hat bei Impfstoffverteilung moralisch versagt

Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown (70) hat die Ankündigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden.

"Dieser Gipfel wird als unverzeihliches moralisches Versagen in die Geschichte eingehen", sagte Brown am Sonntag dem Sender Sky News.

"Als wir elf Milliarden Impfdosen brauchten, haben wir einen Plan für eine Milliarde angeboten bekommen." Dabei hätten die reichsten Länder die Macht, etwas zu verändern.

Es fehle zudem ein verständlicher Plan, wie die Impfmittel verteilt werden - kurzum, der Gipfel sei eine verpasste Gelegenheit, sagte Brown.

Update, 13. Juni, 11.05 Uhr: Vor Portugals EM-Debüt: João Cancelo positiv auf Corona getestet

Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27) ist kurz vor dem EM-Debüt der Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Dem 27-Jährigen, der bei Manchester City unter Vertrag steht, gehe es soweit gut und er habe sich in Budapest in Isolation begeben, teilte der portugiesische Fußballverband FPF am Sonntag mit.

Für Cancelo rücke U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) vom AC Mailand nach.

Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27, r.) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Der portugiesische Verteidiger João Cancelo (27, r.) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.  © Armando Franca/AP/dpa

Update, 13. Juni, 11.04 Uhr: Zwei positive Corona-Tests im brasilianischen Kanuslalom-Team

Im brasilianischen Kanuslalom-Team hat es beim Weltcup in Prag zwei positive Corona-Tests gegeben.

Das Team befinde sich derzeit in Isolation im Hotel.

Update, 13. Juni, 6.14 Uhr: Neue Impfpläne der G7-Staaten als "Ablenkungsmanöver" kritisiert

Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als "Ablenkungsmanöver" und unzureichend kritisiert worden.

Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem "Verwirrspiel mit Zahlen".

Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

Update, 13. Juni, 5.04 Uhr: RKI registriert 1489 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 17,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.58 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 18 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 74 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.714.969 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.576.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.834 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,85 (Vortag: 0,83).

Update, 13. Juni, 4.55 Uhr: Abwasser zeigt Corona-Entwicklung - Expertin drängt auf Umsetzung

Im Abwasser lässt sich nach Einschätzung des europaweit tätigen Referenzlabors zuverlässig die Entwicklung der Corona-Pandemie verfolgen.

Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt, kann nicht verstehen, warum diese Möglichkeit nicht flächendeckend genutzt wird.

"Die Technik ist ausgereift, die Methoden stehen - das System könnte jederzeit etabliert werden. Es fehlt eigentlich nur am politischen Willen", sagte Lackner der Deutschen Presse-Agentur.

Weltweit hätten Forscher bewiesen, dass es möglich ist, Kläranlagen als Frühwarnsystem zu nutzen, sagte Lackner. "Grundsätzlich sieht man im Abwasser die Entwicklung früher als im medizinischen Bereich. Der Vorsprung beträgt je nach Technik zwischen vier und zehn Tagen."

Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt und Leiterin des Projekts "Abwa-SARS".
Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt und Leiterin des Projekts "Abwa-SARS".  © Arne Dedert/dpa

Update, 13. Juni, 4.31 Uhr: Mehr Amputationen bei Raucherbein-Patienten durch Pandemie befürchtet

Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.

Menschen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) - umgangssprachlich als Raucherbein bezeichnet - wurden während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 seltener als zuvor in Krankenhäusern vorstellig, wie der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Thomas Schmitz-Rixen, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Dies geht auch aus einer Studie auf Grundlage von Daten des Krankenversicherers Barmer hervor. Schmitz-Rixen schlussfolgert, dass die Zahl der Extremitäten-Amputationen bei pAVK-Patienten deshalb zugenommen hat.

Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.
Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einschätzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein geführt.  © picture alliance / Andreas Arnold/dpa

Update, 13. Juni, 4.02 Uhr: Nach positiven Corona-Tests: Venezuela holt 15 neue Spieler für Copa

Nach positiven Corona-Tests von rund einem Dutzend seiner Delegationsmitglieder für die Copa América in Brasilien hat Venezuela 15 neue Spieler berufen.

Dies geht aus einer Mitteilung des Venezolanischen Fußballverbandes FVF am Samstagabend (Ortszeit) hervor.

Unter den positiv getesteten seien acht Spieler, die sofort isoliert worden seien. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol hatte zuvor das Limit von Spielern aufgehoben, die wegen Covid-19 ersetzt werden können.

Update, 13. Juni, 0.05 Uhr: Justizministerin: Maskenpflicht auf Verhältnismäßigkeit überprüfen

Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55) die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen.

Die Länder müssten klären, "ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken", sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag".

"Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen."

Christine Lambrecht (SPD), Bundesfamilienministerin.
Christine Lambrecht (SPD), Bundesfamilienministerin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 12. Juni, 23.04 Uhr: Ohne Maske auf dem Motorrad: Wieder Geldstrafe für Brasiliens Präsidenten

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (66) ist wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung ohne Maske erneut von der Landesregierung eines politischen Widersachers mit einer Geldbuße bestraft worden.

Auch gegen Eduardo Bolsonaro (36), Abgeordneter und Sohn des Präsidenten, sowie Infrastrukturminister Tarcísio Gomes (45), seien Geldstrafen von jeweils 552,71 Reais, umgerechnet 90 Euro, verhängt worden, wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" am Samstag berichtete.

Demnach trugen die drei bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo keine Maske und verstießen damit gegen die Gesundheitsvorschriften des Bundesstaates.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (66, r) trägt keine Mund-Nasenbedeckung bei einer Motorradrallye mit tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (66, r) trägt keine Mund-Nasenbedeckung bei einer Motorradrallye mit tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo.  © Andre Lucas/dpa

Update, 12. Juni, 21.40 Uhr: Laschet und Merz werben gemeinsam für Innovationen nach Corona-Krise

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz haben gemeinsam für eine stärkere Innovations- und Gründerkultur als Konsequenz aus der Corona-Pandemie geworben.

Man werde nach der Pandemie sehen, welche Schäden durch die notwendigen Maßnahmen angerichtet worden seien, sagte Laschet am Samstag beim Abschluss der Beteiligungskampagne für das CDU-Wahlprogramm.

Man wisse noch nicht, wie sich die Wirtschaft danach entwickele. Ziel der CDU sei es, die 20er Jahre des Jahrhunderts zum "Modernisierungsjahrzehnt" zu machen - "auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland", betonte er.

Update, 12. Juni, 20.30 Uhr: WHO-Chef: Bis nächstes Jahr 70 Prozent der Weltbevölkerung impfen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen.

Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag.

Dazu seien jedoch weit größere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

Update, 12. Juni, 18.18 Uhr: Merkel: G7 will Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen ermöglichen

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis 2022 die Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer ermöglichen.

Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay.

Ein finaler Beschluss des Gipfels lag aber zunächst noch nicht vor.

Update, 12. Juni, 18.10 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada.

In Kroatien sind ab Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste, alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind "risikofrei".

In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis - dazu zählen unter anderen Lesbos und Samos - von der Risikoliste gestrichen.

Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Österreich, Velden: Das Falkensteiner Schlosshotel Velden (alias "Schlosshotel am Wörthersee") aufgenommen vom See aus.
Österreich, Velden: Das Falkensteiner Schlosshotel Velden (alias "Schlosshotel am Wörthersee") aufgenommen vom See aus.  © picture alliance / dpa

Update, 12. Juni, 17.50 Uhr: EM-Fanmeile in Moskau bleibt trotz vieler Corona-Fälle offen

Wegen deutlich steigender Corona-Zahlen gelten in der russischen Hauptstadt Moskau mindestens eine Woche lang Einschränkungen - die Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft ist davon aber nicht betroffen.

Auf ihr werde wie geplant weitergearbeitet, teilten die Behörden der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge am Samstag mit.

Dort sei ohnehin die Anzahl der Menschen auf 5000 begrenzt. Reingelassen werde nur, wer sich vorher online angemeldet hat.

Die Zuschauer müssten zudem Masken tragen und Abstand halten. Außerdem werde am Eingang die Temperatur gemessen.

Update, 12. Juni, 16.30 Uhr: Putin zeichnet Entwickler von Corona-Impfstoff aus

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ausgezeichnet.

Im Kreml wurde am Samstag unter anderem der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, geehrt, wie das Präsidialbüro mitteilte.

Der Impfstoff wurde vor zehn Monaten als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben.

Putin zufolge haben 18 Millionen Russen mindestens eine Impfung erhalten. In Russland stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder.

Wladimir Putin, Präsident von Russland.
Wladimir Putin, Präsident von Russland.  © Yuri Kochetkov/POOL EPA/AP/dpa

Update, 12. Juni, 16.20 Uhr: Johnson zweifelt an kompletter Lockerung zum 21. Juni

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen.

Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: "Ja, das ist sicherlich angemessen."

Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen.

Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht.

Update, 12. Juni, 15.26 Uhr: Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli zulassen

Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder öffnen dürfen.

Dies berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma.

Die Wiedereröffnung der Vergnügungslokale solle nach den Plänen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endgültige Entscheidung solle aber erst nach einem siebentägigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen.

Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen auf Mallorca gegen Mitte Juli wieder öffnen dürfen.
Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen auf Mallorca gegen Mitte Juli wieder öffnen dürfen.  © Jens Kalaene/ZB/dpa

Update, 12. Juni, 14.55 Uhr: Wieder deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Moskau

Die russische Hauptstadt Moskau verhängt aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen neue Beschränkungen.

Am Samstag meldeten die Behörden 6700 Neuinfektionen - der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin (62) erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli.

Auf eine solche Situation müsse in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole reagiert werden, sagte er. Die kommende Woche solle deshalb für arbeitsfrei erklärt werden.

Zudem müssten Bars, Restaurants und Diskotheken um 23.00 Uhr schließen. In Parks würden etwa Spiel- und Sportplätze geschlossen.

Update, 12. Juni, 14.11 Uhr: Niedersachsen schickt 17 Millionen Masken an den Bund zurück

Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben.

Dabei handelt es sich um 12 Millionen OP-Masken und fünf Millionen FFP2-Masken, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Samstag.

Am Freitag war in einem NDR-Bericht zunächst von vier Millionen Masken die Rede gewesen.

Update, 12. Juni, 12.52 Uhr: Kubicki kündigt Corona-Untersuchungsausschuss nach Wahl an

Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki (69), hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt.

"Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl", sagte Kubicki am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt.

"Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses", erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.

Wolfgang Kubicki (69), stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.
Wolfgang Kubicki (69), stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Juni, 12.51 Uhr: Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen.

In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, sodass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen.

Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

Update, 12. Juni, 12.48 Uhr: Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft

Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Das entspricht 48,1 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.10 Uhr) hervorgeht.

Den vollständigen Impfschutz hat nun demnach mehr als jeder Vierte (21,35 Millionen Menschen oder 25,7 Prozent).

Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,1 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht, 965.478 davon am Freitag.

Update, 12. Juni, 12.46 Uhr: DFB-Arzt Meyer zu Corona-Fällen bei EM: Müssen wachsam bleiben

Deutschlands Teamarzt Tim Meyer (53) hat nach den Corona-Fällen bei der Fußball-Europameisterschaft zur erhöhten Wachsamkeit im Umgang mit dem Virus aufgerufen.

"Diese Fälle sind eine Erinnerung daran, dass das Coronavirus trotz der bei uns in Deutschland zum Glück günstigen Entwicklung nicht verschwunden ist. Sie sind eine Mahnung, sich weiter an alle immer noch nötigen Maßnahmen zu halten", sagte Meyer in einem am Samstag auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes veröffentlichten Interview.

Vor dem EM-Auftakt hatte es in den Teams von Spanien, Schweden und Russland positive Corona-Fälle gegeben. Konkrete Auswirkungen auf die DFB-Auswahl sieht Meyer dadurch nicht.

"Wir müssen nach diesen Fällen nun nicht umsteuern und unsere Maßnahmen verschärfen, denn wir haben sie vor Monaten unter der Prämisse der Infektvermeidung abgestimmt und setzen sie wie geplant um", sagte der 53-Jährige.

Zugleich betonte Meyer: "Wir müssen aber wachsam bleiben."

Tim Meyer (53), DFB-Chefmediziner.
Tim Meyer (53), DFB-Chefmediziner.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 12. Juni, 12.45 Uhr: Mehrere Fälle der Virusvariante Delta an Kunsthochschule in Straßburg

An einer Kunsthochschule in Straßburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden.

Die regionale Gesundheitsbehörde erließ am Samstag eine Reihe von Notfallmaßnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.

Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt.

Update, 12. Juni, 12 Uhr: Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Indien sinkt

In Indien ist die Zahl der offiziell registrierten Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten zurückgegangen.

In dem von der Pandemie stark betroffenen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steckten sich innerhalb von 24 Stunden mindestens 84.332 Menschen mit dem Virus an, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte.

Die Zahl der Toten lag den Angaben zufolge mit 4002 vergleichsweise hoch.

Update, 12. Juni, 11.18 Uhr: Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an - Lange Schlangen

Mit einem "offenen Impftag" für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst.

Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur.

Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.

Nach den Worten Stadlers hatte der Hausarzt etwa eine Woche zuvor bekanntgegeben, dass er 1000 Impfdosen bestellt habe und diese am Samstag ohne vorherige Registrierung vergeben werde.

Update, 12. Juni, 10.31 Uhr: Spahn zieht Corona-Lehre: Abhängigkeit von China verringern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie, eine zu große Abhängigkeit von China zu verringern.

Die Europäische Union müsse zudem souveräner werden und dürfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker am Samstag beim "Tag des deutschen Familienunternehmens" in Berlin.

"Und das gilt noch viel mehr mit Blick auf China. Also wenn wir eines wirklich schmerzhaft erlebt haben in dieser Pandemie (...), dann die viel zu große Abhängigkeit von China", sagte Spahn.

"Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente", sagte er. "Aber wir sind auch zu abhängig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte fast noch. Wenn in China keine Autos gekauft werden, stehen in Wolfsburg die Bänder still."

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 12. Juni, 6 Uhr: Hohe Impfquote mindert Corona-Risiko für junge Ungeimpfte

Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal "Nature Medicine" vorgestellt werden.

Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet - im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bevölkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter.

Die Daten stützen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor größeren Ansteckungswellen geschützt sein könnten, wenn bis dahin ein Großteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat.

Ein Mann erhält im Rahmen einer landesweiten Impfkampagne eine Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer in einem Impfzentrum.
Ein Mann erhält im Rahmen einer landesweiten Impfkampagne eine Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer in einem Impfzentrum.  © Ilia Yefimovich/dpa

Update, 12. Juni, 5.48 Uhr: Covid-19-Symptome: Venezuela ohne Ex-Bundesliga-Profi Rincón zur Copa

Der ehemalige Bundesliga-Profi Tomás Rincón (33) vom FC Turin reist nicht mit der venezolanischen Nationalmannschaft nach Brasilien, wo am Sonntag die Copa América beginnt.

Der Kapitän habe sich unwohl gefühlt und Symptome einer Viruserkrankung gezeigt, hieß es in einer Mitteilung der Nationalmannschaft auf Twitter am Freitag (Ortszeit).

Die medizinische Abteilung und der Trainerstab seien übereingekommen, den Spieler vorbeugend in Isolierung in Caracas zu behalten und seine Entwicklung abzuwarten.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Tomás Rincón (33) vom FC Turin reist nicht mit nach Brasilien.
Der ehemalige Bundesliga-Profi Tomás Rincón (33) vom FC Turin reist nicht mit nach Brasilien.  © picture alliance / dpa

Update, 12. Juni, 5.16 Uhr: RKI registriert 1911 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2294 Corona-Neuinfektionen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 18,3 an (Vortag: 18,6; Vorwoche: 26,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 129 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 122 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.713.480 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.573.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.816 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,83 (Vortag: 0,79).

Update, 12. Juni, 5 Uhr: Städtetag betont Rolle der Impfzentren - Hausärzte: sind zu teuer

Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen Städtetags längerfristig weiter betrieben werden.

"Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy (63) der "Passauer Neuen Presse" (Samstag) mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen.

Der Chef des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt argumentierte hingegen mit zu hohen Kosten.

Es sei "mehr als fraglich, Strukturen aufrechtzuerhalten, von denen man immer wieder hört, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so teuer sind wie in den Praxen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

"Anstatt die Impfzentren künstlich am Leben zu erhalten, sollte die Politik ihre Energie lieber in eine sinnvolle Planung der Impfstoffbereitstellung für die Auffrischungsimpfungen stecken."

Update, 12. Juni, 3.45 Uhr: Meuthen gegen Covid-19 geimpft: Niemand soll Druck ausüben

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (59) hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Eine Empfehlung an Parteifreunde, dies ebenso zu tun, will der 59-Jährige aber nicht aussprechen.

Er habe sich "nach reiflicher Abwägung" entschlossen, sich mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen zu lassen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seine erste Impfung liege noch nicht lange zurück.

Meuthen sagte: "Ich lege sehr großen Wert darauf, dass weder ein Druck in die eine noch in die andere Richtung ausgeübt wird. Das müssen die Menschen frei selbst entscheiden können."

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (59) hat sich gegen Covid-19 impfen lassen.
Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (59) hat sich gegen Covid-19 impfen lassen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. Juni, 22.23 Uhr: Öffnungsplan offenbar gescheitert - Boris Johnson rudert laut Sun zurück

Der magische 19. Juni sollte der Tag werden, an dem in Großbritannien alle Corona-Regeln eingestellt werden. Nun scheint dieser Plan aufgrund der Delta-Mutante gescheitert zu sein.

Diese sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen.

Die Sun berichtet am Freitag exklusiv, dass die Regierung unter Führung von Premierminister Boris Johnson (56) eine Verschiebung des "Freedom Days" um einen Monat plane. Demnach soll erst am 19. Juli das "normale Leben" wieder zurückkehren.

Eine bittere Niederlage für Johnson, eine enttäuschende Nachricht für die Briten insgesamt.

Update, 11. Juni, 20.48 Uhr: Alle deutschen Spieler laut Bierhoff nur einfach geimpft

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53) hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start geäußert.

Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff am Freitagabend bei Magenta TV sagte. Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53).
DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53).  © Federico Gambarini/dpa

Update, 11. Juni, 20.03 Uhr: Heil wirft Teilen der Union im Maskenstreit Ablenkungsmanöver vor

Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsmanöver vorgeworfen.

"Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erklären, um nicht über die Sache sprechen zu müssen", sagte Heil dem Spiegel.

"Und es gibt den Versuch, über technische Fragen die Öffentlichkeit so zu verwirren, dass die Leute nicht mehr verstehen, worum es wirklich geht."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 11. Juni, 18 Uhr: Delta-Mutante wohl 60 Prozent ansteckender als Alpha-Typ

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit.

Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.

Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gefährden.

Am Freitag meldeten die Behörden mit 8125 Fällen - fast 1000 mehr als am Vortag - die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Ende Februar. Die Bundesregierung hat Großbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit extrem strengen Einreise- und Quarantäneregeln eingestuft.

Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2).
Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2).  © Fabian Sommer/dpa

Update, 11. Juni, 16.52 Uhr: Ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Maske in Holland

Die Niederlande wollen ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Schutzmasken zulassen. Voraussetzung ist allerdings, dass Teilnehmer einen Impfbeweis oder ein negatives Testergebnis vorweisen.

Das teilte die Regierung am Freitag in Den Haag mit. Besucher müssten dann auch nicht mehr 1,5 Meter Abstand halten. Damit wären ab Ende Juni auch wieder volle Stadien für Konzerte oder Fußballspiele möglich.

Update, 11. Juni, 16.33 Uhr: Biden begrüßt G7-Pläne für Impfspende als historisch

US-Präsident Joe Biden (78) hat die Pläne der G7-Gruppe zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen für ärmere Länder nach Angaben des Weißen Hauses als historisch begrüßt.

Diese Verpflichtung bilde die Grundlage für ein umfassendes Paket von G7-Maßnahmen zur Beendigung der Pandemie im nächsten Jahr, teilte das Weiße Haus am Freitag zum Auftakt des Gipfels sieben führender Industriestaaten im südwestenglischen Cornwall mit.

Die britische Regierung als Gipfel-Gastgeber hatte davor mitgeteilt, dass die G7 ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen wolle. Die bis nächstes Jahr geplante Unterstützung solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden.

Das Weiße Haus teilte mit, der Aktionsplan, der bei dem dreitägigen Treffen beschlossen werde, umfasse die Impfung der weltweit am stärksten gefährdeten Menschen, die Bereitstellung von Notvorräten und die Unterstützung des weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs.

Bestandteil seien auch Maßnahmen, damit sich die internationale Gemeinschaft auf künftige Pandemien vorbereiten und diese verhindern, erkennen sowie darauf reagieren könne. Die USA - die eine Spende von einer halben Milliarde Impfdosen angekündigt haben - würden die G7-Staaten in einer globalen Impfkampagne anführen.

St. Ives: Joe Biden, Präsident der USA, und First Lady Jill Biden kommen zum G7-Gipfel am Carbis Hotel an.
St. Ives: Joe Biden, Präsident der USA, und First Lady Jill Biden kommen zum G7-Gipfel am Carbis Hotel an.  © Phil Noble/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 11. Juni, 16.15 Uhr: Johnson fordert bei G7-Auftakt Lehren aus der Corona-Pandemie

Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson (56) die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen.

"Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden", sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespräche im südwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere.

Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens finanzstarker Demokratien, da Großbritannien den Vorsitz inne hat. Es ist die erste Zusammenkunft in diesem Format seit Beginn der Pandemie. "Es ist wirklich wunderbar, alle persönlich zu sehen", sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen.

St. Ives: Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, begrüßt Emmanuel Macron (43), Präsident von Frankreich, bei seiner Ankunft zum G7-Gipfel am Carbis Hotel.
St. Ives: Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, begrüßt Emmanuel Macron (43), Präsident von Frankreich, bei seiner Ankunft zum G7-Gipfel am Carbis Hotel.  © Phil Noble/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 11. Juni, 16.11 Uhr: Internationale Handelskammer: G7-Impstoffpläne reichen nicht aus

Die Internationale Handelskammer (ICC) hat die bisherigen Impstoffspendenpläne der G7-Länder als unzureichend kritisiert und vor Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt.

Wenn die G7 bei den Impfstoffspenden nicht deutlich zulegten, setzten sie ihre eigenen Bürger Gefahren aus, etwa, weil sich neue, gefährlichere Virusvarianten entwickeln und neue Corona-Ausbrüche die Lieferketten unterbrechen könnten, teilte der Verband mit Sitz in Paris am Freitag mit. Er vertritt 45 Millionen Unternehmen weltweit.

Update, 11. Juni, 16 Uhr: Zahl der Intensivbetten laut DKG nicht manipuliert

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei während der Corona-Pandemie falsch angegeben worden.

"Krankenhäuser haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht äußert auch der Bundesrechnungshof nicht. Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht möglich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen geknüpft sind, die die Krankenhäuser nicht beeinflussen können", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, der Rheinischen Post (Samstag).

Laut einer Mitteilung der DKG vom Freitag zählen zu den Bedingungen, dass das Krankenhaus bestimmten Notfallversorgungsstufen angehört, die Inzidenz im gesamten Landkreis bei mindestens 50 Fällen liegt und dass im gesamten Landkreis weniger als 25 Prozent der Intensivbehandlungsplätze frei sind.

"Es geht eben ausdrücklich nicht um die Quote freier Betten in einzelnen Krankenhäusern, die dann daraus theoretisch ein Vorteil erzielen könnten. Zudem haben wir mit dem Intensivregister eine transparente Datenbank, die uns aktuell und verlässlich die Zahl der Intensivbetten meldet", sagte Gaß der Zeitung.

Intensivkräfte hatten in der Pandemie teilweise Höchstleistungen zu erbringen (Symbolbild).
Intensivkräfte hatten in der Pandemie teilweise Höchstleistungen zu erbringen (Symbolbild).  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Juni, 15.53 Uhr: Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

Der Bundestag hat die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten.

Näheres, siehe Update von 15.07 Uhr.

Update, 11. Juni, 15.09 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde mahnt zum EM-Start: Wir müssen wachsam bleiben

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat zum Start der Fußball-Europameisterschaft wegen der andauernden Corona-Pandemie zur Vorsicht aufgerufen. Man müsse mit Blick auf die Infektionszahlen wachsam bleiben, sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon laut einer Mitteilung vom Freitag.

"Da sich sicher viele in Europa auf die EURO 2020 freuen und ihre Nationalmannschaften in den Stadien auf dem ganzen Kontinent beobachten, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist." Das ECDC wolle während der gesamten EM-Zeit umfassende Daten sammeln und die epidemiologische Lage genau beobachten.

Update, 11. Juni, 15.07 Uhr: Koalition wirbt für Verlängerung der Pandemie-Notlage

Abgeordnete der Koalition haben für eine Verlängerung der Pandemie-Notlage nationaler Tragweite in Deutschland geworben. Abgeordneten von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich am Freitag im Bundestag gegen eine Verlängerung. Die Grünen wollten trotz Kritik zustimmen. Die Abgeordneten stimmten am Nachmittag namentlich ab.

Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde die epidemische Notlage nationaler Tragweite Ende Juni auslaufen. Nun soll sie maximal für drei Monate verlängert werden.

Im September soll es vor der Bundestagswahl noch eine Bundestagssitzung geben. Beraten werden soll über das erwartete Ende der Pandemie-Notlage, wie es in Fraktionskreisen hieß.

Ganz klar: Für Kanzlerin Merkel (66, CDU) ist die Pandemie noch nicht vorbei.
Ganz klar: Für Kanzlerin Merkel (66, CDU) ist die Pandemie noch nicht vorbei.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 11. Juni, 14.40 Uhr: Spanische EM-Profis nach Busquets-Infektion gegen Corona geimpft

Spieler der spanischen Fußball-Nationalmannschaft sind drei Tage vor ihrem ersten EM-Spiel am Montagabend gegen Schweden gegen das Coronavirus geimpft worden.

Die nach zwei positiven Befunden kurzfristig beschlossene Aktion fand am Freitag im Trainingszentrum der "La Roja" in Las Rozas bei Madrid statt, wie der Verband mitteilte. Es wurde den Profis freigestellt, welchen Impfstoff sie nehmen. "Wir hatten das Privileg und das Glück, dass die Regierung entschieden hat, dass wir geimpft werden sollen", sagte der frühere Bayern-Profi Thiago.

Ob alle Profis, die bisher noch gar kein Vakzin bekommen hatten oder auch keine Corona-Infektionen hatten, tatsächlich geimpft wurden, wurde nicht mitgeteilt. Vor allem die vor einer Woche gemeldete Ansteckung von Kapitän Sergio Busquets (32) hatte für Aufregung bei den Spaniern gesorgt. Anschließend wurde auch Diego Llorente positiv getestet. Ob beide Profis im endgültigen Kader bleiben werden, stand vorerst nicht fest.

Kapitän Sergio Busquets (32) kämpft derzeit mit einer Corona-Infektion.
Kapitän Sergio Busquets (32) kämpft derzeit mit einer Corona-Infektion.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Update, 11. Juni, 14.04 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf

Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf.

"Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (54) am Freitag zu diesem Schritt.

Update, 11. Juni, 14.03 Uhr: Länder schickten Millionen Masken wegen Mängeln zurück

Mehrere Bundesländer haben Medienberichten zufolge Millionen Corona-Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte.

Der NDR berichtete am Freitag nach einer eigenen Umfrage unter den Ländern, dass etwa Schleswig-Holstein vier Millionen Schutzmasken zurückgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe.

Sie hätten die FFP2-Norm nicht erfüllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt.

Niedersachsen will dem Bericht zufolge jetzt ebenfalls vier Millionen Masken an den Bund zurückgeben. In Rheinland-Pfalz lagerten laut dem zuständigen Landesamt "mehr als eine Million nicht verkehrsfähige FFP2 und FFP2-analoge Masken des Bundes", wie der NDR berichtete.

Das Magazin "Der Spiegel" berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den Ländern ebenfalls von Millionen zurückgeschickter Masken. So habe nach Tests Baden-Württemberg 4,6 Millionen aus dem Verkehr gezogen und Bayern 72.000 gesperrt.

FFP2-Masken mit aufgedruckten Kennzeichnungsetiketten.
FFP2-Masken mit aufgedruckten Kennzeichnungsetiketten.  © Tobias Steinmaurer/ZUMA Wire/dp

Update, 11. Juni, 14.02 Uhr: Digitaler Impfnachweis künftig auch in der Luca-App

Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App am Freitag in Berlin mit.

Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können.

Update, 11. Juni, 14 Uhr: Nach Corona-Test: Russlands Mostowoi fällt für EM aus

Für den russischen Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi ist die Fußball-Europameisterschaft noch vor Beginn des Turniers vorbei.

Der 23-Jährige von Zenit St. Petersburg wurde am Freitag im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Kader der russischen Nationalmannschaft gestrichen.

Das Team sprach im Kurznachrichtendienst Twitter von einem "ungünstigen Ergebnis von PCR-Tests", ohne Einzelheiten zu nennen.

Update, 11. Juni, 13.59 Uhr: EU-Staaten lockern Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen

Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt.

Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann.

Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.

Update, 11. Juni, 12.30 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete.

Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Das Falkensteiner Schlosshotel Velden (alias "Schlosshotel am Wörthersee") aufgenommen vom See aus. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich von der Liste der Risikogebiete.
Das Falkensteiner Schlosshotel Velden (alias "Schlosshotel am Wörthersee") aufgenommen vom See aus. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich von der Liste der Risikogebiete.  © picture alliance / dpa

Update, 11. Juni, 12 Uhr: Impfstoff für ärmere Länder: Covax hofft auf konkrete Zusagen der G7

Die Co-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem ärmeren Ländern Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gesprächen beim G7-Gipfel in Cornwall geäußert.

Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte für den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen.

Jane Halton (61) begrüßte die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson (56), bis zum kommenden Jahr 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden.

US-Präsident Joe Biden (78) hatte gar 500 Millionen Dosen für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus versprochen.

Sie sei "erfreut und aufgeregt" sagte Halton dem britischen Radiosender "Times Radio" am Freitag und fügte hinzu: "Lassen Sie uns annehmen, wir kommen auf eine Milliarde bis zum Schluss, das wäre außerordentlich willkommen."

Update, 11. Juni, 11.56 Uhr: Corona-Impfung für rund zehn Prozent der Jugendlichen empfohlen

Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen.

Die Liste umfasst zwölf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen.

Update, 11. Juni, 11.16 Uhr: Fast jeder Vierte vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland ist nahezu jeder vierte Mensch vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.10 Uhr) sind 24,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (20,6 Millionen Menschen) bereits vollständig geimpft, 47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten.

Insgesamt wurden laut RKI bislang 59 Millionen Impfdosen verabreicht.

Update, 11. Juni, 11.04 Uhr: Umfrage: 38 Prozent der Start-ups bekamen Corona-Hilfen

In der Corona-Pandemie haben einer Umfrage zufolge 38 Prozent der Technologie-Start-ups in Deutschland Hilfen erhalten.

Weitere 4 Prozent warten noch auf beantragte finanzielle Unterstützung, bei noch einmal 4 Prozent wurden die Anträge abgelehnt, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag berichtete.

Dabei habe gut jedes fünfte Start-up keine Hilfen benötigt. Knapp jedes Dritte hatte den Angaben nach keine beantragt, da es die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt hätten.

Zugleich sind der Umfrage zufolge nur 5 Prozent der Start-ups zufrieden mit den staatlichen Hilfsangeboten. Neun von zehn Gründern kritisierten, dass sich die Maßnahmen zu sehr an den Bedürfnissen der Konzerne und Mittelständler orientierten.

Update, 11. Juni, 10.22 Uhr: Biontech/Pfizer-Impfstoff schützt laut Studie auch vor Varianten

Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2).

Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal "Nature".

Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten.

Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch "robust", hieß es.

Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.

Spritzen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer liegen bereit.
Spritzen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer liegen bereit.  © David Young/dpa

Update, 11. Juni, 8.46 Uhr: Nach Corona-Ausbruch beim G7-Gipfel ist ein deutscher Sicherheitsmann in Quarantäne

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) vorsorglich in Quarantäne begeben.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Nach Corona-Ausbruch bei G7-Gipfel: Deutscher Sicherheitsmann in Quarantäne.

Update, 11. Juni, 7.53 Uhr: Woidke: Tests sollen nicht verschwinden

Trotz der deutlich sinkenden Inzidenzen in Brandenburg bleiben Schnelltests aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) weiterhin ein wichtiges Instrument gegen die Pandemie.

"Es wäre jetzt fatal, die Tests flächendeckend mehr oder weniger abzuschaffen", sagte Woidke am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. "Wir haben mit den Tests ein deutlich besseres Handwerkszeug als noch vor einem Jahr."

"Ich weiß, das ist unbequem", sagte Woidke. "Aber auf der anderen Seite sind wir gut beraten, vorsichtig zu sein, gerade wenn wir jetzt den Blick aus Deutschland raus nach Großbritannien schweifen lassen."

Dort kämpft das Land aktuell mit der Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante des Coronavirus, obwohl dort die Impfquote deutlich höher liegt als in Deutschland.

Dietmar Woidke (59, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.
Dietmar Woidke (59, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.  © Bernd Settnik/dpa

Update, 11. Juni, 6.25 Uhr: Kritik an G7: Eine Milliarde Impfdosen nicht genug - Patente aufheben

Entwicklungsorganisationen haben die Pläne der großen Industrienationen (G7), bedürftigen Ländern mit einer Milliarde Impfdosen helfen zu wollen, als unzureichend kritisiert.

Zum Beginn des G7-Gipfels an diesem Freitag im englischen Carbis Bay forderten sie darüber hinaus eine Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoffe, die Weitergabe von Technologie zur Impfstoffproduktion und Investitionen in regionale Produktion weltweit.

"Eine sofortige Weitergabe von Impfdosen ist momentan dringend erforderlich und die Milliarde Impfdosen sind daher willkommen", sagte Jörn Kalinski von Oxfam. Aber wenn das alles sei, "muss dies als Fehlschlag gewertet werden".

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) halte 11 Milliarden Impfdosen für nötig - oder zumindest acht Milliarden, um für eine Herdenimmunität 80 Prozent der Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen zu impfen.

Update, 11. Juni, 5.44 Uhr: Experte über Impf-Aktion kurz vor EM: Nicht sinnvoll

Experte Hans-Georg Predel (62) sieht Impfungen kurz vor der Fußball-Europameisterschaft als nicht zielführend an.

"Es kann zu Impfreaktionen kommen, die die Leistung einschränken", sagte der Universitätsprofessor der Deutschen Sporthochschule Köln der Deutschen Presse-Agentur.

"Eine Impfung auf den letzten Drücker halte ich nicht für sinnvoll, weil das Nutzenverhältnis wirklich nicht günstig ist", sagte er mit Blick auf mögliche Impfungen mit Vakzinen, die zweimal verabreicht werden müssen.

Dabei komme hinzu, dass die zweite Dosis während des laufenden paneuropäischen Turniers gespritzt werden müsste. In solchen Fällen gebe es die positiven Effekte erst nach der EM.

Update, 11. Juni, 5.05 Uhr: RKI registriert 2440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.711.569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.569.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, beträgt nun 89.687.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74).

Update, 11. Juni, 4.01 Uhr: Entwicklungsminister Müller will von G7 Milliarden für Impflogistik

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die G7-Staaten dazu aufgefordert, 16 Milliarden Euro für die Impflogistik in ärmeren Ländern bereitzustellen.

Die sieben Industriestaaten wollen bei ihrem Gipfel im englischen Cornwall ab Freitag eine Spende von mindestens einer Milliarde Impfdosen zusagen, wie die britische Regierung ankündigte.

"Die Impfdosen müssen aber auch zu den Menschen kommen", sagte Müller der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). "Dafür fehlen weiterhin 16 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr - etwa für Kühlketten, Tests und Medikamente zur Behandlung der Folgen einer Infektion."

Die G7 solle diese Finanzlücke schnell schließen, forderte Müller. Deutschland sei vorangegangen und habe 2,2 Milliarden Euro bereitgestellt.

Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 11. Juni, 2 Uhr: Kommunen fordern rasch Konzept für Großveranstaltungen

Kommunen haben enttäuscht darauf reagiert, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz nicht auf einheitliche Corona-Regeln für Großveranstaltungen verständigen konnte.

Sollten sich Infektionsgeschehen und Impfkampagne weiter so positiv entwickeln, müssten auch bei den Veranstaltungen möglichst rasch klare Öffnungsperspektiven aufgezeigt werden, unter Beachtung klarer Hygienekonzepte, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg (69), der "Rheinischen Post" (Freitag).

Hier müssten die Bundesländer bald zu einer möglichst einheitlichen Linie kommen.

Schlagersänger Roland Kaiser steht beim Auftaktkonzert der "Kaiser Mania 2019" bei den Filmnächten am Elbufer auf der Bühne und singt. Kommunen fordern ein rasches Konzept für Großveranstaltungen.
Schlagersänger Roland Kaiser steht beim Auftaktkonzert der "Kaiser Mania 2019" bei den Filmnächten am Elbufer auf der Bühne und singt. Kommunen fordern ein rasches Konzept für Großveranstaltungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Juni, 0.01 Uhr: PEI hat kein klares Bild bei Myokarditis und Corona-Impfung

Bei einem möglichen Zusammenhang zwischen sehr seltenen Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und einer Corona-Impfung insbesondere bei jungen Männern ab 16 Jahren hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang kein klares Bild.

Zwar habe man in den vergangenen Wochen "zunehmend Meldungen über den Verdacht einer Myokarditis oder Perimyokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Covid-19-mRNA-Impfstoffen erhalten", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Sicherheitsbericht des PEI.

Andererseits weise es bezogen auf alle Altersgruppen nicht auf ein Risikosignal hin, wenn man die gemeldeten Fälle zu der Myokarditis-Quote ins Verhältnis setze, die auch ohne Impfung zu erwarten wäre.

Dennoch falle bei den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer auf, "dass vorwiegend jüngere Menschen betroffen sind, die jedoch vermutlich aufgrund der Impfpriorisierung nicht die prozentual größte Impfgruppe ausmachen."

Bislang gehe es um 92 Fälle.

Update, 10. Juni, 23.30 Uhr: G7 will eine Milliarde Corona-Impfdosen zur Verfügung stellen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten mindestens eine Milliarde Impfdosen für andere Länder zur Verfügung stellen.

Dazu sollen sowohl bereits hergestellte Impfdosen verteilt als auch die Herstellung weiterer finanziert werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit.

Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten mindestens eine Milliarde Impfdosen für andere Länder zur Verfügung stellen.
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten mindestens eine Milliarde Impfdosen für andere Länder zur Verfügung stellen.  © Zoltan Balogh/MTI/AP/dpa

Update, 10. Juni, 22.55 Uhr: Auch Empire State Building wird Impfzentrum

In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum.

Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag könnten sich Menschen in dem berühmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag mit.

Die ersten 100 Geimpften dürfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen.

In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum.
In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum.  © Christina Horsten/dpa

Update, 10. Juni, 22.29 Uhr: Behörden erlauben Impfung von Spaniens EM-Team

Spaniens EM-Team wird kurz vor dem Start des Turniers noch gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfungen sollen am Freitag ab 10 Uhr im Teamquartier von Las Rozas durch das Militär vorgenommen werden, teilte der spanische Fußballverband mit.

Zuvor hatte es wegen der positiven Coronatests bei Kapitän Sergio Busquets und Diego Llorente eine heftige Debatte um Impfungen für die Mannschaft gegeben. Nationaltrainer Luis Enrique drängte auf eine schnelle Lösung, am Donnerstagnachmittag gab es schließlich Grünes Licht von den Behörden.

Mit dem Schritt solle die Sicherheit für das spanische Team bei der Europameisterschaft erhöht werden, zumal andere Mannschaften bereits geimpft seien, hieß es. Der Verband dankte der Regierung für die Zustimmung. Unklar blieb, wie viele Spieler geimpft werden.

Spaniens Pablo Sarabia (l.) und Sergio Busquets (r.).
Spaniens Pablo Sarabia (l.) und Sergio Busquets (r.).  © Manu Fernandez/AP/dpa

Update, 10. Juni, 21.36 Uhr: Corona-Ausbruch beim G7-Gipfel

Der G7-Gipfel hat noch nicht einmal angefangen, da gibt es bereits die erste Panne.

Mehr dazu hier: Corona-Ausbruch beim G7-Gipfel: Muss Merkel schon wieder abreisen?

Update, 10. Juni, 19.23 Uhr: Seltene Proteste in Bahrain nach Corona-Todesfall in Gefängnis

Im kleinen Königreich Bahrain ist es nach einem Corona-Todesfall in einem Gefängnis zu seltenen Protesten gekommen. Der 48 Jahre alte Hussain Barakat, der eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismusdelikten absaß, hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und wurde vor zwei Wochen in ein Krankenhaus verlegt.

Nachdem das Innenministerium am Mittwoch seinen Tod bekanntgab, kam es am Abend in mehreren Dörfern zu Protesten. Videos zeigten Hunderte Demonstranten. Für Donnerstag waren weitere Proteste geplant.

Die Lage der Menschenrechte in Bahrain hat sich Beobachtern zufolge in vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Laut Amnesty International werden Kritiker der Regierung - darunter Aktivisten, Anwälte, Journalisten, schiitische Geistliche und Demonstranten - zunehmend unterdrückt.

Sie würden eingeschüchtert, festgenommen, verhört und mit Reiseverboten und Gefängnisstrafen belegt. Barakat wurde 2018 in einem Massenverfahren zu lebenslanger Haft verurteilt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Update, 10. Juni, 17.11 Uhr: Polen lockert weitere Corona-Beschränkungen - mehr Gäste in Hotels

Polen hat für die Urlaubszeit die Lockerung weiterer Corona-Beschränkungen angekündigt. Ab dem 26. Juni sollen Hotels bis zu einer maximalen Auslastung von 75 Prozent Gäste beherbergen dürfen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau.

Kinder würden dabei nicht mitgezählt. Bislang lag das Limit bei 50 Prozent. Auch in Restaurants dürfen künftig bis zu 75 Prozent der Plätze besetzt werden. Bei Konzerten und Sportveranstaltungen gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Auch Tanz in Diskotheken soll es wieder geben - bis zu 150 Gäste sind erlaubt.

Update, 10. Juni, 15.14 Uhr: Süßwarenhersteller blicken pessimistisch in die Zukunft

Die Stimmung in der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie ist trotz der aktuell sinkenden Inzidenzzahlen eher düster.

Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Branchenumfrage des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) erwarten fast zwei Drittel (65 Prozent) der Hersteller von Süßwaren und Knabberartikeln, dass die Auswirkungen der Krise die Branche noch bis ins Jahr 2022 belasten werden. Weitere 20 Prozent glauben sogar, dass die Folgen erst frühestens 2023 überwunden sein werden.

Update, 10. Juni, 13.52 Uhr: Mieter zahlen trotz Corona-Krise

Mieterhaushalte in Deutschland zahlen nach Angaben von Eigentümerverbänden trotz der Corona-Krise weiter verlässlich ihre Miete. Es gebe keine vermehrten Kündigungen oder gar Zwangsräumungen, sagte Haus-und-Grund-Präsident Kai Warnecke am Donnerstag. "Die Sicherungssysteme in unserem Land, sie funktionieren."

Mehrere Millionen Deutsche haben im Verlauf der Krise Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Ihr Einkommen war dann geringer, aber die Hilfe bewahrte sie möglicherweise vor Arbeitslosigkeit.

Auch regionale Vermieterverbände und der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) registrierten keinen Anstieg der Kündigungen wegen Mietrückständen. Bei seinen Bestandshaltern machten diese wie vor der Krise zwischen null und zwei Prozent der Kündigungen aus, hieß es beim ZIA.

Mieter hätten im vergangenen Sommer nicht verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Miete zu stunden. Einen Grund könnte sein, dass die Haushalte an anderer Stelle weniger Geld ausgaben, etwa beim Urlaub, beim Ausgehen und anderen Freizeitangeboten.
Mieter hätten im vergangenen Sommer nicht verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Miete zu stunden. Einen Grund könnte sein, dass die Haushalte an anderer Stelle weniger Geld ausgaben, etwa beim Urlaub, beim Ausgehen und anderen Freizeitangeboten.  © picture alliance / dpa

Update, 10. Juni, 13 Uhr: 100 Euro "Kinderfreizeitbonus" im August

Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Im Bundestag soll an diesem Freitag die Auszahlung eines entsprechenden "Freizeitbonus" beschlossen werden.

Die Leistung ist Teil des sogenannten Corona- Aufholprogramms, mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der Corona-Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen. Das Aufholprogramm umfasst zwei Milliarden Euro. Gefördert werden darüber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Update, 10. Juni, 12.29 Uhr: Sport-Petition an Politik übergeben

Die gemeinsame Petition des Deutschen Fußball-Bundes und des Deutschen Olympischen Sportbundes für eine Wiederzulassung des Freiluftsports hat knapp 100.000 Unterstützer gefunden. Begleitet von dringlichen Appellen wurden die Forderungen am Mittwoch in Berlin der Politik übergeben, teilte der DFB am Donnerstag mit.

"Sport war und ist kein Pandemietreiber, der Sport ist mit seinen 90.000 Vereinen dringend erforderlich für Gesundheit in unserem Land", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. "Man kann die Bedeutung des organisierten Sports gar nicht hoch genug einschätzen. Ich wünsche mir, dass man das stärker sieht."

Update, 10. Juni, 11.30 Uhr: Rechnungshof: Spahn-Ressort erstattete überhöhten Betrag für Masken

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach einem neuen Bericht des Bundesrechnungshofs in der Corona-Krise für Schutzmasken zeitweise deutlich mehr an Apotheken gezahlt als nötig.

So habe es bei der Erstattung von Masken für Menschen mit Vorerkrankungen "eine deutliche Überkompensation" zugunsten der Apotheken gegeben, heißt es in dem Bericht der Rechnungsprüfer an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Zuvor hatten die "Welt" sowie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR darüber berichtet. Mehr zu diesem Thema lest Ihr bei TAG24 unter "Zulasten der Steuerzahler! So verschwenderisch ist Spahn in der Corona-Krise".

Insgesamt kostete die Abgabe der Masken bis Anfang April 2,1 Milliarden Euro. "Nicht aufklären" ließ sich laut dem Bericht dabei, wie Spahns (41, CDU) Ministerium zum bezahlten Erstattungspreis von 6 Euro pro Maske kam.
Insgesamt kostete die Abgabe der Masken bis Anfang April 2,1 Milliarden Euro. "Nicht aufklären" ließ sich laut dem Bericht dabei, wie Spahns (41, CDU) Ministerium zum bezahlten Erstattungspreis von 6 Euro pro Maske kam.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 10. Juni, 11 Uhr: Dänemark verabschiedet sich großteils von Mund-Nasen-Schutz

In Dänemark wird man ab nächster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben.

Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endgültig am 1. September fallen. Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt.

In Dänemark darf bald vielerorts auf die Mund-Nase-Maske verzichtet werden.
In Dänemark darf bald vielerorts auf die Mund-Nase-Maske verzichtet werden.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 10. Juni, 10.40 Uhr: Entwicklungsorganisation begrüßt Impfspende der USA

Die Entwicklungsorganisation One hat die Ankündigung von US-Präsident Joe Biden (78) begrüßt, 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden zu wollen.

Vor dem Gipfel der großen Industrienationen (G7) im britischen Badeort Carbis Bay forderte Karoline Lerche von One am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs auf, bereits jetzt damit zu beginnen, Impfstoffe an Entwicklungsländer abzugeben. "Wir müssen jetzt schnell sein." Auch müssten die anderen G7-Staaten jetzt nachziehen.

US-Präsident Joe Biden (78) kündigte an, 200 Millionen Dosen des Herstellers Pfizer/BioNTech zwischen August und Jahresende an ärmere Länder liefern zu lassen, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.
US-Präsident Joe Biden (78) kündigte an, 200 Millionen Dosen des Herstellers Pfizer/BioNTech zwischen August und Jahresende an ärmere Länder liefern zu lassen, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.  © Phil Noble/PA Wire/dpa

Update, 10. Juni, 10.18 Uhr: Versicherung bietet französischen Gastronomen Corona-Entschädigungen an

Der Versicherungskonzern Axa hat im Streit um Corona-Entschädigungen in Frankreich Zahlungen für Gastronomen angeboten.

Insgesamt 300 Millionen Euro könnten etwa 15 000 Menschen zugute kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Angebot will Axa wohl den laufenden Rechtsstreit mit zahlreichen Restaurantbetreibern über Entschädigungszahlungen für coronabedingte Schließungen mit einem Vergleich beenden.

In Frankreich laufen derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten um Versicherungszahlungen wegen Schließungen. Versicherer hatten teils die Abgrenzung zwischen einer Epidemie und einer Pandemie nicht eindeutig in ihren Policen definiert. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete allein für Axa von etwa 1500 Verfahren. Die Urteile fielen demnach unterschiedlich aus, Axa habe auch häufig verloren.

Update, 10. Juni, 10.05 Uhr: Landtag lehnt AfD-Antrag zum Ende der Pandemie-Notlage ab

Der Brandenburger Landtag hat am Donnerstag den Antrag der AfD-Fraktion zum Ende der Pandemie-Notlage abgelehnt. In der von der AfD beantragten Sondersitzung stimmte die Mehrheit der Parlamentarier ohne Enthaltungen dagegen. Das Landesparlament sollte nach dem Willen der AfD an den Bundestag appellieren, der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite über Ende Juni hinaus nicht zuzustimmen.

"Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", warnte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (63, Grüne). Die Brandenburger Landesregierung begrüße die Absicht des Bundestages, die pandemische Lage zu verlängern. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Hans Christoph Berndt hatte den Antrag damit begründet, dass angesichts der zurückgegangenen Infektionszahlen in diesem Sommer keine epidemische Lage zu erkennen sei. Das rechtfertige keinen Notstand, sagte er.

Für die Debatte sei nicht der Landtag, sondern der Bundestag zuständig, sagte Björn Lüttmann (45), gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Aus Sicht des parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Fraktion, Steeven Bretz (45), wird das Parlament missbraucht, wenn über eine noch nicht gefallene Entscheidung des Bundestages debattiert wird. "Leider sind sie nur im Wechselunterricht angetreten, die Hälfte der Fraktion hat es nicht mal zur Sondersitzung geschafft", kritisierte Sebastian Walter (31), Linke-Fraktionsvorsitzender, die Anwesenheit in der AfD-Fraktion.

Update, 10. Juni, 10 Uhr: Testanbieter bekommen ab Juli weniger Geld für Corona-Tests

Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen können. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden. Das sieht eine geänderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Betreiber von Teststellen sollen für die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen können. Bisher waren es 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können.

Wie es dazu kommt und welche Neuerungen Spahn und seine Kollegen noch planen, steht im TAG24-Artikel dazu.

Schnelltestzentren sollen nun weniger Geld bekommen (Symbolbild).
Schnelltestzentren sollen nun weniger Geld bekommen (Symbolbild).  © dpa/Hendrik Schmidt

Update, 10. Juni, 9.35 Uhr: Dänemark erlaubt mehr Stadionzuschauer bei EM-Spielen

Bei den EM-Spielen in Kopenhagen werden mehr Fans live im Stadion dabei sein können als ursprünglich vereinbart. Die dänische Regierung einigte sich in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien darauf, dass pro Spiel nun 25.000 Zuschauer ins Stadion Parken gelassen werden dürfen.

Für die ersten EM-Begegnungen auf dänischem Boden überhaupt waren bislang 15.900 Stadionzuschauer vorgesehen gewesen. In den Parken finden in beschränkungsfreien Zeiten rund 38.000 Fußballzuschauer Platz. Der Fußballverband DBU schränkte aber schon am Donnerstag ein, dass es angesichts der kurzen Vorlaufzeit nicht realistisch sei, bereits beim Finnland-Spiel am Samstag 25.000 Zuschauer in den Parken lassen zu können. Man hoffe, das für die nächsten beiden Dänemark-Spiele zu erreichen, sagte DBU-Chef Jakob Jensen dem Sender TV2 und der Nachrichtenagentur Ritzau.

In Kopenhagen werden vier EM-Partien ausgetragen: die drei Vorrundenspiele der dänischen Nationalmannschaft gegen Finnland, Belgien und Russland sowie ein Achtelfinale.

Update, 10. Juni, 9.25 Uhr: Zahl der Firmenpleiten im ersten Quartal gesunken

Corona-Ausnahmeregeln haben auch in den ersten drei Monaten 2021 die Zahl der Firmenpleiten vergleichsweise niedrig gehalten. Die Amtsgerichte erfassten im ersten Quartal 3762 Fälle und damit 19,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegele sich noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider, erläuterte die Wiesbadener Behörde. Pleiten gab es vor allem im Baugewerbe und Handel sowie in dem stark von den Corona-Einschränkungen betroffenen Gastgewerbe.

Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt eines Insolvenzgrundes wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Zahlungsunfähige Unternehmen müssen seit Oktober 2020 wieder Insolvenz beantragen. Für überschuldete Firmen war diese Pflicht bis Ende Dezember ausgesetzt. Bei Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen warteten, gilt im Falle einer Schieflage die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens zum 1. Mai 2021 wieder vollumfänglich.

Das Schaufenster eines geschlossenen Geschäfts in der Innenstadt Oldenburgs.
Das Schaufenster eines geschlossenen Geschäfts in der Innenstadt Oldenburgs.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 10. Juni, 9.20 Uhr: Deutsche Elektroindustrie nach Zuwächsen optimistischer für 2021

Bei der deutschen Elektroindustrie wächst nach zuletzt zweistelligen Zuwächsen die Zuversicht für das Gesamtjahr 2021. "Diese positive Entwicklung nehmen wir zum Anlass, unsere bisherige Produktionsprognose für die deutsche Elektroindustrie von plus fünf auf plus acht Prozent heraufzusetzen", teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Branchenverbandes ZVEI, Wolfgang Weber, am Donnerstag in Frankfurt mit.

"Wir gehen damit davon aus, dass wir die Produktionseinbußen des vergangenen Jahres von minus sechs Prozent bereits im laufenden Jahr wieder einholen können." Zuvor hatte das Handelsblatt über die Prognose berichtet.

Im April übertrafen die Auftragseingänge nach Angaben des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) den Vorjahreswert um 57 Prozent, Produktion (rund 27 Prozent Plus) und Umsatz (rund 29 Prozent Plus) legten ebenfalls zweistellig zu. Der Vorjahresmonat war allerdings auch besonders von der Corona-Krise betroffen. Doch auch wenn man die ersten vier Monate des laufenden Jahres mit dem Vorjahreszeitraum vergleicht, liegt die Branche in allen Kategorien deutlich im Plus.

Update, 10. Juni, 8.55 Uhr: Zahl der britischen Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt wieder

Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte.

Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird.

Trotz der steigenden Zahlen wird in England weiter über die für den 21. Juni angepeilte Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gestritten. Lobby-Verbände und Vertreter der Kulturbranche machen Druck auf die Regierung, auf den Schutz der Impfkampagne zu vertrauen und weiter zu lockern. Premier Boris Johnson (56) äußerte sich zuletzt zurückhaltend. Eine Entscheidung soll am 14. Juni verkündet werden.

Eine medizinische Mitarbeiterin behandelt einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.
Eine medizinische Mitarbeiterin behandelt einen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.  © dpa/AP/Jefferson Bernardes

Update, 10. Juni, 8.35 Uhr: Inlandstourismus weiter stark belastet

Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber April 2019 wurde aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen gezählt (minus 79,0 Prozent).

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen für 0,9 Millionen Übernachtungen (plus 69,1 Prozent).

Die Corona-Krise hatte Deutschland im Frühjahr 2020 erfasst. Ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste ließ die Übernachtungszahlen abstürzen. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe durften nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Touristische Übernachtungen waren auch im April 2021 verboten. Das Verbot wurde allerdings abhängig von der Pandemiesituation vor Ort regional teilweise gelockert.

Update, 10. Juni, 8.25 Uhr: RKI meldet Inzidenz von Null für Tirschenreuth

Tirschenreuth wird als erster bayerischer Landkreis seit Monaten vom Robert Koch-Institut mit einer Corona-Inzidenz von Null geführt. Am Donnerstagmorgen wies er laut dem Dashboard des RKI keine gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf. Zuletzt waren demnach am 2. Juni zwei Neuinfektionen gemeldet worden.

Tirschenreuth war lange Zeit Corona-Hotspot und wies zeitweise die höchsten Inzidenzzahlen in Deutschland auf. Seit einigen Monaten hat sich das Bild aber gewandelt und der Landkreis wies regelmäßig besonders niedrige Werte aus.

Neben Tirschenreuth weist das RKI derzeit in Deutschland nur noch die Stadt Schwerin mit einer Inzidenz von Null aus. In den vergangenen Tagen galt dies kurzfristig auch für die Landkreise Friesland und Goslar.

Tirschenreuth ist Corona-frei.
Tirschenreuth ist Corona-frei.  © dpa/picture alliance/Armin Weigel

Update, 10. Juni, 8.10 Uhr: USA spenden halbe Milliarde Impfdosen an ärmere Länder

Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt verteilen. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden.

200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022. US-Präsident Joe Biden (78) werde den "historischen" Schritt an diesem Donnerstag verkünden und andere Demokratien der Welt aufrufen, die globale Versorgung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu unterstützen, erklärte das Weißen Haus.

Biden ist derzeit im englischen Cornwall, wo am Donnerstag ein Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson (56) geplant ist. Von Freitag bis Sonntag nimmt er dort am Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen teil.

Update, 10. Juni, 8.05 Uhr: Weil spricht sich für einheitliche Regeln für Großveranstaltungen aus

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) hat sich den Forderungen nach bundesweit einheitlichen Regeln für Großveranstaltungen angeschlossen. Einheitliche Maßstäbe seien sinnvoll, weil Großveranstaltungen wie Spiele der Fußballbundesliga oder Konzerttourneen oft das gleiche Format hätten, sagte Weil am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. "Grundsätzlich tasten wir uns ja derzeit heran. Man sieht das ja ganz deutlich zum Beispiel bei der Fußball-Europameisterschaft."

Entscheidend seien die Kapazitätsbegrenzung im Verhältnis zur Größe der Veranstaltungen, klare Hygienekonzepte mit ausreichendem Abstand und weiterhin das Impfen und Testen. Dann seien größere Formate langsam, aber sicher wieder realisierbar.

Am Donnerstag beraten die Regierungschefs der Länder laut ihrem derzeitigen Vorsitzenden Michael Müller (56, SPD) unter anderem über Corona-Regelungen für Großveranstaltungen. Weil sagte, er würde sich über eine Entscheidung zum Thema freuen, "aber es muss auch nicht sein". Es sei auch möglich, dass man sich auf "einige Leitplanken" verständige.

Damit Großveranstaltungen, wie etwa Konzerte mit Rapper Kool Savas, wieder möglich sind, bedarf es einiger Regeln oder "Leitplanken".
Damit Großveranstaltungen, wie etwa Konzerte mit Rapper Kool Savas, wieder möglich sind, bedarf es einiger Regeln oder "Leitplanken".  © Max Patzig

Update, 10. Juni, 8 Uhr: Weniger Umsatz für Handwerksbetriebe in NRW

Die NRW-Handwerksbetriebe mussten angesichts des Corona-Lockdowns im ersten Quartal 2021 einen deutlichen Umsatzrückgang um 5,8 Prozent hinnehmen.

Die Beschäftigtenzahl sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um ein Prozent, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Donnerstag mitteilte. Besonders betroffen waren Handwerke für den privaten Bedarf (minus 22,6 Prozent), das Bauhauptgewerbe (minus 12,9 Prozent) und das Lebensmittelgewerbe (minus 10,2 Prozent). Leicht höhere Umsätze gab es nur im Gesundheitsgewerbe mit einem Zuwachs um 2,5 Prozent.

Update, 10. Juni, 7.25 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf Reise-Saison vor

"Endlich geht es los": Der Chef des Grand Hotels Heiligendamm, Thies Bruhn, schaut bei strahlendem Sonnenschein über die weitläufige Anlage des Luxushotels am Ostseestrand.

In den vergangenen Wochen haben seine rund 260 Mitarbeiter und er alle Vorbereitungen, Renovierungen und Ausbesserungen vorgenommen, um den Gästen, die von Donnerstag an ankommen, das Leben so schön wie es eben geht zu machen.

Allerdings wird das Hotel mit seinen 200 Zimmern und Suiten nur zu 70 Prozent belegt sein. Worauf sich Touristiker und Reisende sonst noch einstellen müssen, steht im TAG24-Artikel "Fast alle Hotels auf, Tagesgäste kommen: Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf Hochsaison vor".

Das Grand Hotel Heiligendamm bereitet sich auf die Eröffnung vor
Das Grand Hotel Heiligendamm bereitet sich auf die Eröffnung vor  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Juni, 7 Uhr: Kiel plant nächtliche Einschränkungen im Schrevenpark

Die Stadt Kiel will die Lage im Schrevenpark durch konkrete Regelungen beruhigen. "Wir wollen den jungen Menschen nicht nach all diesen Entbehrungen das Feiern verbieten", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (48, SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Diese sollen sich in den Parks, Grünanlagen und am Strand weiter eingeladen fühlen, aber mehr Rücksicht nehmen. "Wie es da müllmäßig aussah, ist einfach unter aller Kanone." Am vergangenen Wochenende räumte die Kieler Polizei zweimal den Schrevenpark nachdem sich Anwohner über den Lärm beschwert hatten. "Ab 22 Uhr haben die Anwohner ein Recht auf Nachtruhe und dafür müssen wir sorgen", sagte Kämpfer.

Die Stadt will nun eine rechtssichere Übergangsregelung auf den Weg bringen. Laut Kämpfer müsse diese möglicherweise nur bis Ende Juni befristet werden. Er begründete dies mit der derzeit aufgrund sinkender Infektionszahlen herrschenden Feierstimmung der Menschen. "Da werden wir angemessene Regeln aufstellen, aber die wollen wir dann auch konsequent durchsetzen. Es geht aber nicht um die Vergrämung der jungen Leute, sondern um ein besseres Miteinander in dieser Übergangsphase."

Menschen sitzen im Kieler Schrevenpark und genießen mit Abstand zueinander die Abendsonne.
Menschen sitzen im Kieler Schrevenpark und genießen mit Abstand zueinander die Abendsonne.  © dpa/Frank Molter

Update, 10. Juni, 6.30 Uhr: Niedersachsens Tourismusregionen fordern weitere Lockerungen

Aus niedersächsischen Tourismusregionen wird der Ruf nach weiteren Lockerungen für Kommunen mit einer Inzidenz unter 10 lauter. "Die Anregung an das Land finde ich richtig. Wenn sich die Lage im einstelligen Bereich stabilisiert, müssen die jetzigen Regelungen überdacht werden", sagte der Lüneburger Landrat Jens Böther (55, CDU).

Aus Friesland und Goslar hatte es Forderung für weitere Lockerungen gegeben, nachdem die Inzidenz in beiden Landkreisen auf null gesunken war. Der Landrat des Kreises Friesland, Sven Ambrosy (50, SPD), forderte die Landesregierung auf, die anstehenden Novelle der Corona-Landesverordnung für weitere Lockerungen in Niedriginzidenzkommunen zu nutzen.

"Man muss jetzt auch mal von Seiten des Verordnungsgebers ein positives Signal setzen, um auch ein bisschen Aufbruchsstimmung zu erzeugen", sagte der Landrat des Kreises Goslar, Thomas Brych (SPD), dem Radiosender Antenne Niedersachsen. Das hätten sich die Menschen jetzt einfach verdient.

Update, 10. Juni, 6.28 Uhr: Start für freiwilligen Corona-Impfpass fürs Smartphone

Eine vollständige Corona-Impfung soll man künftig auch per Smartphone nachweisen können - mit einem digitalen Impfpass, der am heutigen Donnerstag an den Start gehen soll.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will Einzelheiten dazu in Berlin vorstellen. Die Anwendung namens "CovPass" soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Dabei geht es um eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier.

Vorgesehen ist auch, dass sich mehrere Millionen bereits geimpfte Menschen den digitalen Nachweis etwa bei Ärzten und Apotheken nachträglich besorgen können. Erste Einzelheiten zur neuen Handy-App hat TAG24 bereits hier vorgestellt.

So wird der digitale Corona-Impfpass aussehen.
So wird der digitale Corona-Impfpass aussehen.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild-Pool/dpa

Update, 10. Juni, 6.25 Uhr: Apothekerverband fordert höhere Vergütung für Impfstofflieferungen

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat höhere Vergütungen für Impfstofflieferungen an Privat-, Betriebs-, und Kassenärzte gefordert.

"Der Aufwand, der in den Apotheken betrieben werden muss, um eine in einer derartigen Mangelsituation im Wesentlichen reibungslose Lieferung zu gewährleisten, ist enorm", sagte der DAV-Vorsitzende, Thomas Dittrich, am Donnerstag in Berlin. "Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht, die schwierige Versorgungssituation wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben."

Derzeit erhielten Apotheker pro abgegebenem Impfstoff-Fläschchen 6,58 Euro. Das sei "weit entfernt von den tatsächlich in den Apotheken anfallenden Kosten". Die Politik sei aufgefordert, "Anpassungen der Vergütung vorzunehmen, um den Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine kostendeckende Lieferung der Corona-Impfstoffe an die Ärzte zu ermöglichen", sagte Dittrich.

Update, 10. Juni, 6.23 Uhr: Viele Azubis während der Pandemie im Homeoffice

Für eine ganze Generation von Auszubildenden hat die Corona-Pandemie zu außergewöhnlichen Ausbildungsbedingungen geführt. In einer Umfrage gab deutlich mehr als die Hälfte der Auszubildenden (58 Prozent) an, im Jahr 2020 im Homeoffice gearbeitet zu haben. Das geht aus einer Azubi-Studie im Auftrag des Recruiting- und Testanbieters "u-form Testsysteme" hervor, für die unter anderem mehr als 5600 Schüler, Schülerinnen und Auszubildende befragt wurden.

Die Meinungen zum Homeoffice gingen unter den Azubis auseinander. 28 Prozent sagten, die Möglichkeit dort zu arbeiten, habe die Qualität ihrer Ausbildung negativ beeinflusst. Nahezu ein Drittel (31 Prozent) sah dagegen positive Effekte. Für vier von zehn Azubis machte die Homeoffice-Option keinen Unterschied.

Viele würden die Homeoffice-Möglichkeit auch künftig gerne behalten und finden, dass Gesetze dafür geändert werden sollten. Nur ein Fünftel (20 Prozent) sprach sich ausdrücklich dagegen aus. Die Antworten der Befragten stammen aus den Monaten Januar bis März 2021.

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.
Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.  © dpa/Fabian Strauch

Update, 10. Juni, 6.20 Uhr: Buchreihe sammelt Schul-Erfahrungen in der Pandemie

Wie erging es Schülern, Lehrerinnen und Eltern in Hessen während der Corona-Pandemie? Ein Verein sammelt ihre Erfahrungen, um diese Zeit in Buchform für die Nachwelt zu dokumentieren. Der erste Band mit den sehr persönlichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen ist bereits fertig, nun sammeln die Initiatoren die Stimmen von Erwachsenen.

Initiiert hat das Projekt die Aktion "Hessen hilft" aus Ortenberg (Wetteraukreis). Der erste Band, "Schule im Corona-Modus – Eindrücke und Erlebnisse von Schülerinnen und Schülern", ist gerade fertig geworden. "Mit über 400 Schülerbeiträgen aus 44 hessischen Schulen wurde es zu einem authentischen Spiegelbild der Gefühlswelt der Kinder und Jugendlichen, das in geballter Weise zeigt, wie sehr die Corona-Krise auf unseren Kindern lastet", sagt der Vorsitzende von "Hessen hilft", Tobias Greilich.

"Das Buch ist wichtig, damit man die Pandemie im Kopf behält und sich erinnert, wie schlimm es war", schrieb eine Frankfurter Schülerin. "Es sollten nicht immer nur 'wichtige' Menschen sprechen", findet ein Neuntklässler. Eine 15-Jährige hatte eine besonders düstere Botschaft: "Schule in Zeiten von Corona ist wie ein Schlachthof, nur dass Träume statt Tiere geschlachtet werden."

Der erste Band beleuchte nur die Schüler-Sicht "und damit nur eine Seite der Medaille", sagt Greilich. Daher soll die Reihe nun mit Eindrücken und Erlebnissen von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern fortgesetzt werden. Wer sich beteiligen will, hat noch Gelegenheit bis zum Ende der Sommerferien.

Update, 10. Juni, 6.18 Uhr: Ramelow will komplette Lockerung im Herbst wagen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) spricht sich nach einem Zeitungsbericht dafür aus, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. "Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen", sagte Ramelow der Rheinischen Post (Donnerstag).

Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. "Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten", sagte Ramelow.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel "Bodo Ramelow: Komplette Öffnung im Herbst wagen".

Bodo Ramelow (65, Linke), Thüringens Ministerpräsident, hat seine Impfung gegen Covid-19 bereits erhalten.
Bodo Ramelow (65, Linke), Thüringens Ministerpräsident, hat seine Impfung gegen Covid-19 bereits erhalten.  © dpa/Staatskanzlei Thüringen/M. Reichel

Update, 10. Juni, 6.15 Uhr: Schwesig fordert einheitliche Regeln für Corona-Risikogebiete

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) hat bundeseinheitliche Regeln für Corona-Risikogebiete gefordert.

Es könne immer passieren, dass in einzelnen Regionen die Infektionszahlen wieder steigen, und dann müsse konsequent gehandelt werden, sagte Schwesig der Rheinischen Post vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Donnerstag. Dafür seien einheitliche Regeln notwendig.

Auch bei Großveranstaltungen und Volksfesten sprach sich Schwesig für einheitliche Regeln aus.

Update, 10. Juni, 6.13 Uhr: Trotz Corona-Impfung fehlt einigen Menschen Immunschutz

Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag): "Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen." Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus.

Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert.

Im Moment könne man noch nicht abschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut hätten. "Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind."

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von BioNTech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.
Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von BioNTech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.  © dpa/Sven Hoppe

Update, 10. Juni, 6.10 Uhr: Privatvermögen im Corona-Jahr auf Rekordhoch

Die Menschen rund um den Globus haben einer Studie zufolge im Corona-Krisenjahr 2020 in der Summe so viel Reichtum angehäuft wie nie. Das private Finanzvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 8 Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar (rund 205 Billionen Euro), wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht.

Dazu trugen steigende Börsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Erstmals berücksichtigte BCG auch Sachwerte wie Grundbesitz oder Gold. Das Gesamtvermögen abzüglich Schulden belief sich so auf 431 Billionen Dollar. Das Vermögen ist jedoch ungleich verteilt. Vor allem der Club der Reichen und Superreichen wuchs kräftig.

In Deutschland stieg das private Finanzvermögen unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen den Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund 9 Billionen Dollar (knapp 7,4 Billionen Euro). Das Sachvermögen erhöhte sich um fünf Prozent auf 13 Billionen Dollar (etwa 10,7 Billionen Euro).

Update, 10. Juni, 6.05 Uhr: Illegales Corona-Impfzentrum in Panama aufgeflogen

In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum entdeckt worden. In einem Büro- und Wohngebäude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und BioNTech sowie von AstraZeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, am Mittwoch im TV-Sender Telemetro sagte. Es werde noch untersucht, ob die Vakzine echt waren.

Es wurden demnach auch Büros eines Privatlabors untersucht. Festnahmen gab es zunächst keine. Nach einem Bericht der Zeitung "La Prensa" ließen sich an dem Ort im gehobenen Stadtviertel Coco del Mar allein an einem Tag mindestens 17 Menschen impfen. In Panama darf nur der Staat Corona-Impfstoff ankaufen und verabreichen.

Erst rund neun Prozent der gut vier Millionen Einwohner Panamas sind bisher vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden. Seit Beginn der globalen Pandemie wurden dort knapp 384.000 Corona-Infektionen und mehr als 6400 Todesfälle offiziell registriert.

Spritzen mit Corona-Impfstoff werden vorbereitet (Symbolbild).
Spritzen mit Corona-Impfstoff werden vorbereitet (Symbolbild).  © dpa/Daniel Karmann

Update, 10. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 3187 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.709.129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.563.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.585 angegeben.

Titelfoto: Pavel Golovkin/AP/dpa

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