Coronavirus: Formel 1 testet vor Silverstone-Rennen 5127 Menschen auf Corona

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Update, 7. August, 21.22 Uhr: Verhandlungen um nächstes US-Konjunkturpaket festgefahren

Es geht um Billionen US-Dollar: In den zähen Verhandlungen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist eine Einigung nach Angaben der Demokraten weiter nicht in Sicht. Die Demokraten seien bereit, ein geringeres Paket in Höhe von rund zwei Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) zu akzeptieren.

Regierung und Republikaner blieben aber bei ihrem Vorschlag von rund einer Billion, sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Freitag. Das ursprüngliche von den Demokraten vorgeschlagene Konjunkturpaket sollte rund drei Billionen Dollar kosten.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) sei eine weitere Verhandlungsrunde geplant, die Position der Republikaner und der Regierung sei aber extrem festgefahren, warnte Pelosi. Die Demokraten könnten "eine Billion runtergehen, wenn sie um eine Billion hochgehen, damit wir uns annähern", sagte Pelosi im Kapitol vor Journalisten. Der US-Kongress hat seit Beginn der Pandemie bereits Konjunkturpakete in Höhe von rund drei Billionen Dollar verabschiedet - was mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA entspricht.

Die Demokraten fordern unter anderem die Verlängerung eines erhöhten Arbeitslosengeldes von 600 US-Dollar (rund 510 Euro) pro Woche bis zum Jahresende. Die im März verabschiedete befristete Erhöhung war Ende Juli ersatzlos ausgelaufen, weil sich Republikaner und Demokraten nicht auf eine Folgeregelung einigen konnten. Zudem fordern sie eine zeitweise Aussetzung bestimmter Zwangsräumungen und Hilfen für Mieter. "Wir dürfen es nicht erlauben, dass unsere Kinder hungrig bleiben, wir können es nicht erlauben, dass Kinder obdachlos werden oder Angst haben, zur Schule zu gehen", forderte Pelosi.

US-Präsident Donald Trump wiederum hat gedroht, Teile des Konjunkturpakets einfach über Verfügungen durchzusetzen, falls es im Kongress bis Freitagabend keine Einigung geben sollte. Er will unter anderem die Verlängerung des Arbeitslosengeldes, das Moratorium für Zwangsräumungen und eine Steuersenkung durchsetzen. Experten bezweifeln jedoch, dass er viel durchsetzen könnte, denn Maßnahmen, die neue Mittel erfordern, müssen vom Kongress beschlossen werden.

Washington: Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhauses, spricht während einer Pressekonferenz im Capitol Hill. Es geht um Billionen US-Dollar: In den zähen Verhandlungen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist eine Einigung nach Angaben der Demokraten weiter nicht in Sicht.
Washington: Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhauses, spricht während einer Pressekonferenz im Capitol Hill. Es geht um Billionen US-Dollar: In den zähen Verhandlungen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist eine Einigung nach Angaben der Demokraten weiter nicht in Sicht.  © Michael Brochstein/ZUMA Wire/dpa

Update, 7. August, 19.15 Uhr: Corona-Folgen - Bis zu 40 Millionen US-Mietern könnte Räumung drohen

Wegen der Corona-Krise droht Wissenschaftlern zufolge zwischen 30 und 40 Millionen Mietern in den USA in den kommenden Monaten eine Zwangsräumung. Damit könnten bis zu 43 Prozent aller Miethaushalte betroffen sein, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Es drohe die "womöglich schwerwiegendste Unterkunftskrise in der Geschichte" des Landes, warnten die Experten renommierter Einrichtungen wie dem Massachusetts Institute of Technology und der Universität Princeton.

Grundlage für die Analyse sind demnach vor allem Befragungen von Mietern und deren Angaben zu ihrer finanziellen Situation. Besonders stark gefährdet sind demnach Angehörige von Minderheiten, darunter Schwarze und Latinos.

Ein vorübergehendes Verbot von Zwangsräumungen auf Bundesebene für bestimmte Immobilien lief Ende Juli aus. Ähnliche Regelungen in mehreren Bundesstaaten sind ebenfalls ausgelaufen. Die Demokraten im Kongress haben daher ebenfalls gewarnt, dass Millionen Amerikanern, die wegen der Coronavirus-Pandemie ihren Job und damit ihr Einkommen verloren haben, die Zwangsräumung droht.

Derzeit laufen Verhandlungen über ein weiteres Konjunkturpaket, das auch Mieter erneut schützen soll. Bislang konnten sich Regierung, Republikaner und Demokraten aber nicht einigen. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Mieter bestimmter Immobilien, auf die der Bund Einfluss hat, notfalls über eine Verordnung zu schützen. Die Demokraten monieren aber, dass insolventen Mietern mit Finanzmitteln geholfen werden müsse, da eine Räumung sonst nur aufgeschoben wäre.

Die Corona-Pandemie hat in den USA zu Massenarbeitslosigkeit und einem schweren wirtschaftlichen Einbruch geführt.

Update, 7. August, 19.13 Uhr: Neuinfektionen im Frühsommer zuletzt am 9. Mai über 1000er-Schwelle

Vor dem aktuellen Anstieg lag die Zahl der an das Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen zuletzt am 9. Mai über der Schwelle von 1000 Fällen. Die Deutsche Presse-Agentur hatte am Donnerstag fälschlicherweise berichtet, dass das zuletzt am 7. Mai der Fall gewesen sei.

Tatsächlich wurden am 7. Mai letztmalig den Gesundheitsämtern mehr als 1000 Fälle gemeldet. Zwischen der Registrierung eines Corona-Falls bei einem Gesundheitsamt und der Weitergabe an das RKI können aber unter Umständen einige Tage vergehen.

Deshalb unterscheidet sich die Zahl der Meldungen an das RKI binnen eines Tages von der Zahl der Meldungen an die Gesundheitsämter binnen eines Tages.

Update, 7. August, 19.07 Uhr: Formel 1 testet vor Silverstone-Rennen 5127 Menschen auf Corona

Die Corona-Testreihe in der Formel 1 vor dem zweiten Grand Prix in Großbritannien ist bis auf den Fall Sergio Perez ohne positiven Befund geblieben. Vor dem nächsten Rennen in Silverstone an diesem Wochenende wurden insgesamt 5127 Fahrer, Teammitglieder und weitere Mitarbeiter auf Infektionen mit dem Coronavirus getestet. Wie die Motorsport-Königsklasse am Freitag mitteilte, gab es nur einen bereits bekannten positiven Befund.

Bereits im Vorfeld war mitgeteilt geworden, dass es sich um den Mexikaner Perez handelt, der an diesem Wochenende auch nicht für Racing Point starten wird. Die Testreihe erstreckte sich auf den Zeitraum zwischen dem 31. Juli und 6. August. In der Testreihe für den England-Auftakt waren zwischen dem 24. und 30. Juli 3909 Personen geprüft worden, ein positiver Befund lag bei Perez vor.

Die Formel 1 gibt wöchentlich die Ergebnisse der Corona-Tests bei allen Beteiligten bekannt. Für ihren Neustart hat sich die Serie ein strenges Hygienekonzept verordnet. Dies beinhaltet neben einer Maskenpflicht auch die strikte Unterteilung der Mitwirkenden in Gruppen, die untereinander keinen Kontakt haben dürfen.

Alle Menschen mit Zugang zur Rennstrecke müssen sich mindestens alle fünf Tage einem Corona-Test unterziehen. Zuschauer sind bei den Rennen nicht zugelassen.

Silverstone: Motorsport, Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix.
Silverstone: Motorsport, Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix.  © Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

Update, 7. August, 19.05 Uhr: Norwegen verschiebt Entscheidung über Veranstaltungen in Corona-Krise

Norwegen drückt bei der Lockerung von Corona-Maßnahmen auf die Bremse. Eine Entscheidung darüber, ob sich ab dem 1. September bei öffentlichen Veranstaltungen nun 500 statt bisher 200 Menschen versammeln dürften, werde zunächst verschoben, teilte die Regierung am Freitag mit.

Zudem werde der Alkoholausschank in Bars und Restaurants landesweit vorübergehend eingeschränkt. Nach der Regelung, die ab Samstag gelte, müssten sie den Alkoholverkauf ab Mitternacht einstellen.

"Niedrige Infektionszahlen haben uns möglicherweise vergessen lassen, wie ernst es ist", sagte der norwegische Gesundheitsminister Bent Høie und verwies auf lokale Corona-Ausbrüche in mehreren norwegischen Städten, darunter Oslo, sowie auf einem Passagierschiff der Hurtigruten-Reederei.

Bisher registrierte Norwegen rund 9400 Corona-Fälle. 256 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus.

Update, 7. August, 19.02 Uhr: Litauens Präsident geht vorsorglich in Selbstisolation

Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat sich vorsorglich in Selbstisolation begeben, nachdem ein Mitarbeiter der Präsidialkanzlei möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte.

Das Staatsoberhaupt des baltischen EU-Landes und der Mitarbeiterstab würden vorerst in Quarantäne bleiben, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien, sagte Nausedas Sprecher am Freitag in Vilnius der Nachrichtenagentur BNS.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 2194 bestätigte Infektionen und 81 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Update, 7. August, 18.58 Uhr: Bouillon für Nutzung der Corona-Gästelisten durch Polizei

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat sich für die Verwendung von Corona-Gästelisten durch die Polizei ausgesprochen. Diese Nutzung sei zur Aufklärung von Straftaten rechtmäßig und die Strafverfolgungsbehörden seien sich ihrer Verantwortung im Umgang mit den Daten bewusst, sagte er am Freitag in Saarbrücken.

Er verwies dabei auf die Strafprozessordnung als bundesgesetzliche Regelung. Allerdings müsse die Nutzung verhältnismäßig sein, daher scheide der Griff auf die Gästelisten bei Bagatelldelikten wie einer einfache Beleidigung aus. Werde die Herausgabe der Gästeliste verweigert, bedürfe es eines richterlichen Beschlusses.

Update, 7. August, 18 Uhr: Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Für Urlauber aus internationalen Risikogebieten greift am Samstag eine Testpflicht auf das Coronavirus bei der Heimkehr nach Deutschland. Wer nicht schon ein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Einreise testen lassen.

Dies ist bis zu drei Tage nach der Ankunft kostenlos möglich, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein, aber auch in Testzentren oder Arztpraxen in Städten. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Einreisenden kostenlos testen lassen.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA.

Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

Sachsen, Leipzig: Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Halle wartet in einer Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Leipzig/Halle. Die Station wurde zuvor im Ankunftsbereich des Flughafens eröffnet.
Sachsen, Leipzig: Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Halle wartet in einer Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Leipzig/Halle. Die Station wurde zuvor im Ankunftsbereich des Flughafens eröffnet.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. August, 17.34 Uhr: Japan verzeichnet Höchstwert an neuen Corona-Infektionen

Japan hat erneut so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Am Freitag registrierten die Behörden 1597 Neuansteckungen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News unter Berufung auf die Präfekturen des Landes meldete.

Der bisherige Rekordwert wurde demnach am 31. Juli erfasst und lag bei 1578 Neuinfektionen. In Japan haben sich Kyodo News zufolge bislang 46.540 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 1056 Menschen starben demnach in Verbindung mit dem Virus. Japan hat rund 127 Millionen Einwohner.

Die Präfekturen Osaka und Okinawa verzeichneten am Freitag mit 255 und 100 Fällen ihre jeweils höchsten Tageszahlen. Die Zahl der registrierten Neuinfizierten in Tokio war nach der Aufhebung des landesweiten Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen.

Am Freitag waren es 462, der höchste Anstieg binnen sechs Tagen. Japan hatte aufgrund der geringen Zahlen gemeldeter Neuinfektionen den Notstand aufgehoben.

Update, 7. August, 17.11 Uhr: Niedersachsen plant Maskenkontrollen in Bus und Bahn

Niedersachsen plant angesichts der Corona-Pandemie Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, wie Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag in Hannover ankündigte. "Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird."

Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellte Althusmann fest.

Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen wie schon Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld für Maskenverweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln in Höhe von 150 Euro.

Ein höheres Bußgeld allein helfe aber wenig, sagte der Minister. Das Verkehrsministerium unterstütze deshalb mit den anderen Bundesländern die gerade gestartete bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Verkehrsunternehmen "#BesserWeiter" und setze parallel auf stärker wahrnehmbare gemeinsame Kontrollaktivitäten.

Titelfoto: Ben Stansall/Pool AFP/AP/dpa

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