Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Maskenpflicht bleibt bestehen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Montag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 10.955 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen in Hessen im Vergleich zum Vortag um 21.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, demnach unverändert bei 512.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 10.100 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Virus wieder genesen.

Die Landesregierung in Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Schritten wieder gelockert.

Zuletzt traten am Montag (6. Juli) mehrere Lockerungen bis dahin geltender Corona-Regeln in Hessen in Kraft. Diese Lockerungen betreffen Kitas, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen. Auch das Grillen und Picknicken in der Öffentlichkeit ist seitdem in Hessen wieder grundsätzlich erlaubt.

Weiterhin gilt eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 6. Juli, 14.54 Uhr: Maskenpflicht bleibt in Hessen bestehen

Hessens hält zur Eindämmung des Coronavirus an der Maskenpflicht fest. Das sagte eine Regierungssprecher am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die Einschätzung der Lage werde auch weiterhin vom Infektionsgeschehen abhängen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel in der Welt am Sonntag losgetreten.

In Hessen gelten seit Montag lockere Corona-Abstandsregeln unter anderem in Geschäften, bei Konzerten und im Kino sowie in Vereins- und Versammlungsräumen. Zudem öffnen die Kitas wieder für alle Kinder. Die Schutzmasken bleiben aber auch weiter ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens im Land.

Update, 6. Juli, 8.48 Uhr: Weniger Kriminalität in Hessen wegen Corona-Krise

Durch die Corona-Krise ist offenbar die Kriminalität in Hessen zumindest vorübergehend gesunken (Symbolbild).
Durch die Corona-Krise ist offenbar die Kriminalität in Hessen zumindest vorübergehend gesunken (Symbolbild).  © Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Frank Rumpenhorst

Die Corona-Einschränkungen haben die Kriminalität in Hessen mindestens bis in den Juni hinein sinken lassen.

"Insgesamt ist die Anzahl von Strafanzeigen, Verkehrsunfällen, Einbruchsdiebstählen und weiterer gemeldeter Straftaten seit Inkrafttreten der hessischen Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen", erklärte das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden auf Anfrage. Dies gelte insbesondere für den April. Aber auch im Mai und der ersten Junihälfte seien weniger Strafanzeigen als in den Vorjahresmonaten aufgenommen worden.

Betrüger, die mittels Enkeltrick Senioren bestehlen, schlugen allerdings vorübergehend häufiger zu: Im März und April waren die Zahlen höher als im Vorjahr, im Mai sanken sie gegenüber dem Vergleichsmonat wieder. Die Zahl der Wohnungseinbrüche dagegen sank – mutmaßlich, da die Bewohner bedingt durch die Einschränkungen vermehrt zuhause gewesen seien "und insofern die Tatgelegenheiten reduziert waren", teilte das LKA mit.

Ob häusliche Gewalt wie befürchtet zunahm, lasse sich aus der Statistik nicht ablesen. "Auf Grundlage der vorhandenen Erkenntnisse aus der Forschung und auch vor dem Hintergrund der praktischen täglichen Einsatzerfahrung der Polizei ist jedoch bei häuslicher Gewalt grundsätzlich von einem hohen Dunkelfeld auszugehen", erklärte das LKA.

Über neue kriminelle Maschen könne man sich unter anderem über die App hessenWARN auf dem Laufenden halten oder der Polizei in den sozialen Medien folgen. Koordinierungsstäbe in den Polizeipräsidien sollen es zudem ermöglichen, "schnell und zielgerichtet gegen neu aufkommende Phänomene vorzugehen und Straftaten zu verhindern bzw. konsequent zu ahnden".

Update, 6. Juli, 5.50 Uhr: Weitere Corona-Regeln in Hessen gelockert

Zahlreiche Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie werden von diesem Montag an in Hessen gelockert.

Die Kitas öffnen wieder im Normalbetrieb für alle Kinder. Außerdem sind Besuche von Messen sowie Konzerten, Theatern und Kinos wieder mit deutlich geringeren Abstandsregeln möglich. Ähnliches gilt für Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfe sowie Geschäfte. Auch Vereins- und Veranstaltungsräume können mit der allgemeinen Abstandsvorgaben von 1,5 Metern genutzt werden. Das Grillen und Picknicken ist grundsätzlich wieder erlaubt.

Für viele Bereiche gilt bei den Lockerungen der hessischen Landesregierung, dass dafür ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegen muss.

Auch das Tragen von Alltagsmasken als Schutzmaßnahme wird gerade bei Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos vorgegeben.

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Update, 4. Juli, 14.37 Uhr: Landtag gibt grünes Licht für umstrittenes Corona-Finanzpaket

Angesichts der Corona-Krise hat der hessische Landtag ein Finanzpaket von historischem Ausmaß verabschiedet.

Das Parlament gab am Samstag grünes Licht für ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen ausgeglichen werden.

Da der Corona-Fonds mit einer Kredit-Ermächtigung verknüpft ist, wurde zunächst mit den Stimmen von Schwarz-Grün eine Lockerung der Schulden-Bremse ermöglicht.

Update, 4. Juli, 10.44 Uhr: Rund 2000 Menschen auf Opernplatz in Frankfurt

In Frankfurt haben sich bei schönem Wetter am Freitagabend in der Corona-Krise wieder zahlreiche Menschen auf dem Opernplatz versammelt.

Ein Sprecher der Polizei sprach am Samstag von etwa 2000 Menschen, die sich auf dem Platz in der Innenstadt getroffen hätten. Die Stadtpolizei sei im Einsatz gewesen. Ein Sprecher des Ordnungsamts hatte zuvor Kontrollen angekündigt - etwa darauf, ob Abstands- und Abfallregeln eingehalten würden. Besondere Vorkommnisse meldete die Polizei nicht.

Die Stadt hatte wegen eines deutlich erhöhten Müllaufkommens Alarm geschlagen. Bars und Clubs sind zu, immer mehr Leute versammeln sich auf öffentlichen Plätzen wie dem Opernplatz.

Der Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) zufolge ist das Müll-Aufkommen in Frankfurt seit der Corona-Krise um 30 bis 35 Prozent gestiegen. Der Verpackungsmüll habe sich zwischenzeitlich verdoppelt. Auch andere hessische Kommunen wie Kassel oder Darmstadt beklagten das gestiegene Müllaufkommen auf öffentlichen Plätzen und in Parks.

Update, 4. Juli, 7.48 Uhr: Corona erschwert Vorbereitungen für Buchmesse

In 100 Tagen beginnt die Frankfurter Buchmesse - so die Corona-Pandemie nicht kurzfristig einen Strich durch die Rechnung macht.

Viele Fragen sind drei Monate vor dem Termin (14. bis 18. Oktober) noch offen - etwa was aus dem Ehrengast Kanada wird. Man sei "in Gesprächen", hieß es dazu bei der Buchmesse.

Unklar ist, wie viele Verlage in den Messehallen ausstellen. Buchmesse-Direktor Juergen Boos rechnete Ende Mai mit rund einem Drittel der Teilnehmer. Aktuelle Zahlen gibt es nicht: Erst Mitte August will die Buchmesse eine erste Bilanz der Anmeldungen ziehen. Vieles wird nur digital stattfinden, etwa die Events unter der Dachmarke "Bookfest". An den Besuchertagen hält die Buchmesse aber fest.

Flankiert wird die Buchmesse wie üblich vom Deutschen Buchpreis am 12. Oktober und vom Friedenspreis am 20. Oktober. Beide Termine stehen nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nicht in Frage. Beim Friedenspreis in der Paulskirche sind 100 Besucher zugelassen. Der Buchpreis wird ohne Publikum übergeben.

Update, 4. Juli, 3.15 Uhr: Über 6600 Corona-Verstöße in Hessen

Die Polizei hat bislang rund 6650 Verstöße gegen die Corona-Regeln in Hessen registriert.

Den größte Teil mit etwa 6100 Fällen machten dabei Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen aus, wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Wiesbaden mitteilte.

Die Ordnungshüter seien bei ihren Kontrollen zudem gegen Bürger vorgegangen, die der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht nachkamen, wenn das Einhalten von Hygienevorschriften missachtet wurde sowie bei Verstößen gegen angeordnete Schließungen.

Bußgelder wurden laut Ministerium erst dann verhängt, wenn bei Kontrollen im Einzelfall ein bewusster oder wiederholter, willentlicher Verstoß gegen die Pflichten festgestellt worden sei. Die Höhe der verhängte Bußgelder werde jedoch nicht zentral erfasst, da diese Zuständigkeit dezentral bei den Gesundheits- und Ordnungsämtern liege.

Mittlerweile sei die Zahl der Ordnungswidrigkeiten gegen die Corona-Beschränkungen in Hessen auch wegen der Lockerungen der Abstandsregeln aber stark rückläufig.

Ein Mitarbeiter der Wachpolizei überprüft am Nachmittag die Einhaltung der Kontaktsperre an der Weseler Werft am Mainufer.
Ein Mitarbeiter der Wachpolizei überprüft am Nachmittag die Einhaltung der Kontaktsperre an der Weseler Werft am Mainufer.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 3. Juli, 12.18 Uhr: Lockerungen für Krankenhäuser, Kinos, Sport-Veranstaltungen

Hessen lockert weitere Corona-Beschränkungen. "Die Infektions-Raten sind weiterhin niedrig", begründete Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden den Schritt.

Dies sei ein entscheidendes Kriterium, um weitere Öffnungs-Schritte für Sport-Veranstaltungen, Messen, Kinos, Konzerte und Theater sowie Geschäfte ab der kommenden Woche vorzunehmen.

Auch in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Behinderten-Werkstätten sollen die Besuche wieder mit deutliche weniger Einschränkungen möglich sein. Diese Regelungen greifen nach Angaben der Staatskanzlei ab dem 15. Juli.

"Trotzdem müssen wir besonnen bleiben und weiter Abstands- und Hygiene-Regeln einhalten", betonte der Regierungschef. "Wir haben die Pandemie nicht überwunden und wollen nicht Gefahr laufen, Erleichterungen wieder zurücknehmen zu müssen."

Alle neuen Regelungen in Hessen gelten bis zum 16. August diesen Jahres.

Auch in Kinos sollen ab der kommenden Woche die Corona-Beschränkungen gelockert werden (Archivbild).
Auch in Kinos sollen ab der kommenden Woche die Corona-Beschränkungen gelockert werden (Archivbild).  © dpa/Christiane Bosch

Update, 3. Juli, 6.22 Uhr: Hotels und Gaststätten setzen in Hessen auf kurzentschlossene Gäste

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hofft nach den Corona-Lockerungen für den Tourismus auf viele kurzentschlossene Reisende in Hessen.

Viele Menschen seien noch verunsichert, ob und wohin sie ihr Sommerurlaub führen soll, sagte Hauptgeschäftsführer Julius Wagner der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Wiesbaden. Die Situation in den Tourismus-Regionen im Land sei deshalb sehr unterschiedlich.

In den bekannten und etablierten Regionen wie Willingen, dem Edersee, im Rheingau oder auch Teilen des Odenwalds sei die Buchungs-Lage für den Sommer gut.

"An manchen Hotspots ist es schon jetzt schwierig, überhaupt noch Zimmer zu bekommen", erklärte der Dehoga- Geschäftsführer. "Weite Teile des Landes verspüren den großen Run auf Hessen allerdings noch nicht."

Wagner rief deshalb dazu auf, das Tourismus-Marketing gerade für die Beherbergungs-Branche zu verbessern und den Wirtschaftsfaktor Tourismus für Hessen nicht zu unterschätzen.

Allein das Gastgewerbe stehe mit über 18.000 Betrieben und insgesamt 200.000 Beschäftigten für über vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Hessen und sei in vielen ländlichen Regionen die Branche Nummer eins.

"Das hessische Tourismus-Marketing muss endlich erwachsen werden", mahnte Wagner. "Das würde ihren Hauptleistungsträgern aus Hotellerie und Gastronomie gerecht werden."

Update, 2. Juli, 18.48 Uhr: Fast 2500 Verstöße gegen angeordnete Corona-Regeln in Frankfurt

Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen drei Monaten 2434 Verstöße gegen die von der Landesregierung angeordneten Corona-Regeln registriert und entsprechende Verfahren eingeleitet. In gut 2100 der Fälle wurde gegen das geltende Kontaktverbot verstoßen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt gab es in Hessens größter Stadt den Angaben zufolge zwischen Anfang April und Ende Juni knapp 50.000 Kontrollen. "Mich freut es, dass sich dieser Einsatz gelohnt und dazu beigetragen hat, dass wir in Frankfurt von einer größeren Corona-Welle verschont blieben", sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU).

Laut Stadt wurden von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes 28.700 Gewerbe- und 11.900 Gaststättenkontrollen durchgeführt. Außerdem wurden die Grünanlagen und Spielplätze 8300 Mal kontrolliert. In den Shisha-Bars der Stadt gab es fast 1000 Kontrollen.

In die Gesamtzahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren fallen den Angaben zufolge auch Anzeigen der Landespolizei.