Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: Knapp 1500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die Corona-Krise in Hessen nimmt deutlich an Fahrt zu (Symbolbild).
Die Corona-Krise in Hessen nimmt deutlich an Fahrt zu (Symbolbild).  © Yasin Akgul/dpa

Bis Dienstag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 34.200 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 1349.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 6 an und liegt nun bei 617.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 22.600 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Coronavirus wieder genesen.

Die Landesregierung von Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Stufen wieder gelockert. 

Am 9. Oktober wurde für Gaststätten in Frankfurt eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr eingeführt. Zudem ist seitdem im öffentlichen Raum der Alkoholkonsum verboten. Private Feiern in öffentlichen und angemieteten Räumen sind auf maximal 25 Personen beschränkt. Für Feiern in privaten Räumen wird eine Begrenzung von bis zu zehn Leuten empfohlen.

Weiterhin gilt in ganz Hessen eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. In einigen hessischen Städten gilt zudem eine Maskenpflicht in Schulen. Auch in größeren Einkaufsstraßen wie der Zeil und im Innenstadtbereich in Frankfurt sowie am Mainufer in Sachsenhausen und im gesamten Anlagenring gilt Maskenpflicht.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 27. Oktober, 18.20 Uhr: Priester scheitert mit Antrag gegen Maskenpflicht in Gottesdienst

Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Priesters gegen die Maskenpflicht bei Gottesdiensten abgewiesen.

Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung und das Verhindern einer Überlastung des Gesundheitssystems hätten Vorrang, hieß es in dem Beschluss vom Dienstag. Zudem habe die katholische Kirche selbst das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes angeordnet.

Der Priester hatte seinen Antrag auch damit begründet, es solle bei der Maskenpflicht nach den räumlichen Gegebenheiten und der Gestaltung der Gottesdienste differenziert werden. So hätten die Besucher von katholischen Gottesdiensten nur eine passive Rolle. Gegen den Beschluss kann Beschwerde eingelegt werden.

Update, 27. Oktober, 8.23 Uhr: Fresenius rüstet Kliniken gegen Corona-Pandemie auf

Deutschlands größter privater Krankenhausbetreiber Fresenius rüstet seine Kliniken für mehr Corona-Patienten. Man habe bei der Tochter Fresenius Helios hierzulande rund 1300 Intensivbetten in Betrieb und könne kurzfristig weitere 1000 bereitstellen, teilte der Dax-Konzern der dpa mit. Das seien 700 Intensivbetten mehr als im Frühjahr.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei hoch, was aber auch an umfangreicheren Tests als im Frühjahr liege, betonte Fresenius Helios. "Derzeit sind die positiv Getesteten in der Regel jünger als im Frühjahr und haben einen milderen Krankheitsverlauf." Viele Infizierte könnten in häuslicher Quarantäne bleiben und müssten nicht stationär versorgt werden. Die Neuinfektionen allein seien nicht aussagekräftig für die Lage in den Kliniken, sondern die Auslastung.

Ein generelles Aufschieben planbarer und nicht zwingend nötiger Operationen will Fresenius Helios in seinen 86 deutschen Krankenhäusern möglichst vermeiden. "Alle Patientinnen und Patienten, die einer Behandlung bedürfen, nehmen wir nach Dringlichkeit auf und behandeln sie zeitgerecht dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend", sagte Andreas Meier-Hellmann, Helios-Geschäftsführer Medizin. 

Rückblickend wisse man, dass das komplette Aufschieben sogenannter elektiver Eingriffe - wie im Frühjahr geschehen - nicht nötig gewesen wäre. Bei Bedarf sei das aber in wenigen Tagen möglich, um Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen. Die Corona-Krise hat Fresenius im Sommer vor allem im Klinikgeschäft getroffen. Im Frühjahr hatte Helios die Zahl der Intensivbetten kräftig aufgestockt und Operationen verschoben. Da die Pandemie aber glimpflich verlief, standen viele Intensivbetten leer, was die Geschäfte belastete. 

Zuwendungen des Bundes konnten fehlende Einnahmen aus aufgeschobenen Operationen nur mildern. Und da weniger operiert wurde, kamen weniger Medikamente aus der Fresenius-Sparte Kabi zum Einsatz. Daher musste Konzernchef Stephan Sturm die Geschäftsziele für dieses Jahr senken. Wie sich die Pandemie nun weiter ausgewirkt hat, wird sich bei der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal an diesem Donnerstag zeigen.

Update, 27. Oktober, 7 Uhr: Ruf nach Hilfen für Markthändler nach Weihnachtsmarkt-Absagen

Nach Absagen und Einschränkungen der Weihnachtsmärkte in Hessen fordern die Marktbeschicker staatliche Hilfen. Die Lage vieler Unternehmen sei "wirtschaftlich äußerst prekär", teilte der Geschäftsführer des Landesverbandes für Markthandel und Schausteller Hessen, Roger Simak, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. 

Mindestens seit den Weihnachtsmärkten 2019 habe es keine Erträge mehr gegeben, viele Kosten liefen aber fast unvermindert weiter, vor allem die Lebenshaltungskosten, die durch praktisch keine Art staatlicher Hilfe ersetzt würden, so Simak. Hier bleibe im Zweifel nur Hartz IV, "was niemand möchte und was bei ansonsten privat Versicherten nicht ausreicht."

Erst am Wochenende war der traditionelle Weihnachtsmarkt in Frankfurt abgesagt worden. "Zu Volksfesten und Jahrmärkten gibt es nun mal keinen echten Ersatz", so Simak. Die Hilfen sollten angemessen und unbürokratisch zu beantragen sein. 

"Zudem ist eine zeitnahe Auszahlung wichtig, da die Reserven überwiegend aufgebraucht sind", mahnte der Landesverbandsgeschäftsführer. Die meisten Schaustellerunternehmen seien klassische und traditionelle Familienbetriebe, die ihren Lebensunterhalt aus den betrieblichen Erträgen bestritten.

Update, 26. Oktober, 21.27 Uhr: Frankfurt will Hilfe der Bundespolizei bei Corona-Kontrollen

Frankfurt will bei Corona-Kontrollen auf die Hilfe der Bundespolizei zugreifen. Die Stadt hat nach eigenen Angaben beim hessischen Innenministerium entsprechende Unterstützung angefordert.

"Unsere Stadtpolizisten leisten in der derzeitigen Situation hervorragende Arbeit. Aber sie brauchen Hilfe. Nur so können wir eine Kontrolldichte herstellen, die Maskenverweigerer abschreckt und verhindert, dass Sperrstunde und Alkoholverbote übergangen werden", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Montag.

Frankfurt ist die Stadt in Hessen mit der höchsten Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Kennziffer lag dort am Montag bei 199,6.

Deswegen gilt unter anderem eine Sperrstunde von 23.00 bis 6.00 Uhr für gastronomische Betriebe. Auf zahlreichen öffentlichen Plätzen, Parks und Grünanlagen gilt zudem ein ganztägiges Alkoholkonsumverbot. In der Innenstadt sowie auf zahlreichen Einkaufsstraßen ist eine Mund-Nase-Bedeckung Pflicht.

Update, 26. Oktober, 17.09 Uhr: Land verteilt weitere Schutzausrüstung an Krankenhäuser und Heime

Hessen verteilt seit dieser Woche zusätzliche Corona-Schutzausrüstung an Gesundheitseinrichtungen. Wie das Sozialministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte, sollen mehr als 17 Millionen Masken und rund fünf Millionen Schutzhandschuhe an Krankenhäuser, Altenpflegeheime, den Rettungsdienst sowie Einrichtungen der Jugend-, Drogen- und Wohnsitzlosenhilfe gehen.

"Zusätzlich errichten wir eine Notfallreserve bei den örtlichen Gesundheitsämtern", erklärte das Ministerium. Die Ämter würden mit einem vollen Sortiment an Schutzanzügen, -brillen, -handschuhen und Masken ausgestattet, damit sie bei Notfällen schnell reagieren könnten.

Bereits am 19. Oktober seien die Krankenhäuser angewiesen worden, insgesamt 607 Intensivbetten und 1226 Normalbetten für die Versorgung von Covid-19-Patienten bereitzuhalten, wie das Ministerium erläuterte. Weitere Maßnahmen, wie etwa die Verfügbarmachung zusätzlicher Kapazitäten in den Krankenhäusern, würden derzeit vorbereitet.

"Auch wenn die Situation weiterhin sehr ernst ist, besteht in der jetzigen Situation kein Grund, sich um die stationäre Versorgung zu sorgen", teilte Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit.

Hessen sei noch besser aufgestellt als im Frühjahr. Inzwischen verfüge das Land unter anderem über eingespielte Strukturen der Zusammenarbeit bei den Krankenhäusern und eine leistungsfähige Logistik für die Versorgung mit Schutzausrüstung.

Update, 26. Oktober, 14.56 Uhr: Landesärztekammerpräsident sagt, alle müssen mitmachen

Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Edgar Pinkowski, hat erneut zu Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen aufgerufen: "Neben dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kommt es weiterhin darauf an, Abstand zu halten, zu lüften, die Hände regelmäßig zu waschen und Menschenansammlungen zu meiden", sagt Pinkowski am Montag.

"Nur wenn alle mitmachen und sich ihrer Verantwortung für sich und andere bewusst sind, können wir diese Pandemie bewältigen."

Das deutsche Gesundheitswesen sei nach wie vor gut aufgestellt. Man müsse allerdings beobachten, wie sich die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe bei Covid-19 entwickle.

Update, 26. Oktober, 9.44 Uhr: RKI meldet 625 neue Corona-Infektionen in Hessen

In Hessen haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) mindestens 625 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 32.852 Menschen in dem Bundesland positiv getestet, wie das RKI am Montag mitteilte (Stand 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um zwei auf 611 zu.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen am Montag in Hessen 130 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen (Stand 9 Uhr). 57 Patienten wurden demnach beatmet.

Da am Wochenende nicht alle Landkreise ihre Fallzahlen melden, liegen die vom RKI genannten Zahlen womöglich niedriger als die tatsächliche Zahl der Neuansteckungen.

Update, 25. Oktober, 17.49 Uhr: Offenbacher Schulbetrieb wird ab Dienstag eingeschränkt

Die steigenden Infektionszahlen bereiten auch den Schulen zunehmend Sorgen. Die Stadt Offenbach beschloss einen eingeschränkten Regelbetrieb ab Dienstag. Lerngruppen sollen stärker als bisher voneinander getrennt werden, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. 

So soll bei einem Infektionsfall in einem Jahrgang die Zahl der Schüler und Lehrer reduziert werden, die dann 14 Tage zuhause bleiben müssen. In Grundschulen wird möglichst nur noch im festen Klassenverband unterrichtet. Ab der 5. Klasse muss bis mindestens 8. November weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz im Unterricht getragen werden. 

Bislang war dies nur für die ersten zwei Wochen nach den Herbstferien vorgesehen.

Update, 25. Oktober, 13.11 Uhr: Frankfurter OB will Coronavirus "die rote Karte zeigen"

 Mit einem dringlichen Appell hat der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. "Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff", sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche. "Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können."

Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen in Frankfurt auf nunmehr 173,5 Fälle auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Stand RKI-Zahlen vom Sonntag) beschloss der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen. 

Das bislang auf bestimmte Plätze beschränkte Verbot des Alkoholverkaufs ab 23 Uhr wurde auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen muss im öffentlichen Raum ebenfalls Maske getragen werden, also auch in bevölkerungsreichen Stadtteilen wie Bornheim.

"Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten", sagte Feldmann. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen.

Abgesagt wurde der Weihnachtsmarkt. Ihm sei bewusst, dass dies keine gute Nachricht für Schausteller sei, sagte Feldmann. Aber "es ist das falsche Signal, jetzt den Weihnachtsmarkt durchzuführen."

Update, 24. Oktober, 22.02 Uhr: Frankfurter Weihnachtsmarkt wegen zu hoher Corona-Zahlen abgesagt

Die Stadt Frankfurt verschärft wegen des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen und hat auch den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung am Samstag beschlossen, wie die Pressestelle am Abend mitteilte. Damit reagiert Frankfurt auf den hohen Inzidenzwert von gut 176. Das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zu den weiteren Maßnahmen gehört eine Ausweitung der Maskenpflicht.

"Unser Ziel ist und bleibt es, einen neuen Lockdown zu verhindern. Deshalb: Frankfurt trägt Maske. Alle Frankfurterinnen und Frankfurter sind aufgerufen, mitzuhelfen, die Infektionszahlen wieder abzusenken. Seien sie diszipliniert, tragen Sie Masken, halten sie Abstand und waschen Sie ihre Hände", appellierten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

"Der Virus ist ein unsichtbarer Feind. Er nervt uns alle. Nur wenn wir zusammenhalten, schaffen wir es, ein Stück Normalität zu sichern, die wir uns alle wünschen", erklärte Feldmann. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen gelten zunächst bis 31. Oktober. Eine Verlängerung sei angesichts der Infektionslage allerdings zu erwarten, hieß es.

Dazu gehören: Kontakte im öffentlichen Raum sind nur noch alleine oder in Gruppen von höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen gibt es eine Maskenpflicht. Innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen muss ebenfalls Maske getragen werden. Für den Rest der Stadt wird sie empfohlen. Eine Pflicht für die ganze Stadt werde geprüft, sollten die Infektionszahlen weiter zulegen. 

Auch in Autos werden Masken empfohlen, wenn Mitglieder von mehr als zwei Hausständen mitfahren. Das bisherige Alkoholverbot an bestimmten Orten bleibt weitgehend unverändert. Innerhalb der Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr gilt das Verbot im öffentlichen Raum im gesamten Stadtgebiet.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde wegen zu hoher Corona-Zahlen abgesagt.
Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde wegen zu hoher Corona-Zahlen abgesagt.  © dpa/Boris Rössler

Update, 24. Oktober, 13.17 Uhr: Klose spricht von "ernster Situation"

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Samstag 1730 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 31.128 Menschen in dem Bundesland positiv getestet, wie das RKI mitteilte (Stand 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um 7 auf 607 zu. Am Freitag hatte des RKI im Vergleich zum Vortag mindestens 958 neue Fälle registrierte

In der Stadt Frankfurt lag der Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Samstag damit bei 176,1 Neuinfektionen. Am Vortag lag dieser Wert bei 134,9.

"Bitte reduzieren Sie Ihre Kontakte – unabhängig von dem, was erlaubt ist – auf das Nötigste. Tragen Sie so dazu bei, dass sich das Virus nicht noch weiterverbreiten kann", wird Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Die Situation sei sehr ernst. Das gelte für ganz Hessen, insbesondere für die Ballungsräume und die Stadt Frankfurt.

Wegen einer technischen Störung am Robert Koch-Instituts (RKI) war es am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. So sind die Stadt Wiesbaden und der Landkreis Gießen am Freitag mit keiner Veränderung bei der Zahl der Neuinfektionen aufgelistet. Nach Angaben des RKI könnte es daher sein, dass die Zahl von 1730 neu bestätigten Infizierten auch Fälle beinhaltet, die am Freitag nachübermittelt wurden. Dadurch könnte die am Samstag gemeldete Steigerung überschätzt sein.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen am Samstag in Hessen 114 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen (Stand 12 Uhr). 47 Patienten wurden beatmet.

Titelfoto: Yasin Akgul/dpa

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