Coronavirus in Frankfurt und Hessen: 1730 neue Infektionen!

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland.

Die Corona-Krise in Hessen nimmt deutlich an Fahrt zu (Symbolbild).
Die Corona-Krise in Hessen nimmt deutlich an Fahrt zu (Symbolbild).  © Yasin Akgul/dpa

Bis Freitag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 31.128 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 1730.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 7 an und liegt nun bei 607.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 21.500 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Erkrankung durch den Coronavirus wieder genesen.

Die Landesregierung von Hessen versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Das öffentliche Leben in Städten wie Frankfurt, Darmstadt, Gießen oder Kassel wurde infolge der Corona-Krise zunächst stark eingeschränkt und dann in mehreren Stufen wieder gelockert. 

Am 9. Oktober wurde für Gaststätten in Frankfurt eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr eingeführt. Zudem ist seitdem im öffentlichen Raum der Alkoholkonsum verboten. Private Feiern in öffentlichen und angemieteten Räumen sind auf maximal 25 Personen beschränkt. Für Feiern in privaten Räumen wird eine Begrenzung von bis zu zehn Leuten empfohlen.

Weiterhin gilt in ganz Hessen eine Maskenpflicht: Beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen müssen die Bürger Mund und Nase bedecken. In einigen hessischen Städten gilt zudem eine Maskenpflicht in Schulen. Auch in größeren Einkaufsstraßen wie der Zeil und im Innenstadtbereich in Frankfurt sowie am Mainufer in Sachsenhausen und im gesamten Anlagenring gilt Maskenpflicht.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Ältere Infos für Frankfurt und Hessen im +++ Corona-Ticker-Archiv bis 22. April sowie im Corona-Ticker-Archiv bis 30. Juni +++!

Update, 24. Oktober, 7.20 Uhr: Bangen um hessische Weihnachtsmärkte

Hessens Städte bangen um ihre Weihnachtsmärkte. Seit die Zahl der Corona-Infektionen steigt, wird vielerorts diskutiert, ob man weiter planen oder frühzeitig absagen soll. Klar ist: In diesem Jahr wird alles anders.

In Frankfurt würden Ende nächster Woche die ersten Vorarbeiten für den größten Weihnachtsmarkt Hessens beginnen, sagt der Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Congress GmbH, Thomas Feda. Eröffnet würde er am 23. November. "Ich hoffe auf eine politische Entscheidung in der nächsten Woche: Machen wir weiter oder nicht?"

Wiesbaden bleibt derzeit noch bei der Mitte Oktober vorgestellten Planung für den "Sternschnuppenmarkt". In Fulda dürfte das Konzept für den "Adventszauber", der statt des traditionellen Weihnachtsmarktes geplant ist, noch einmal auf den Prüfstand kommen.

Update, 23. Oktober, 16.47 Uhr: Schulen in Darmstadt sollen Maskenkritiker von Gelände verweisen

Nach Vorfällen mit Kritikern der Maskenpflicht empfiehlt Darmstadt seinen Schulen und Kindergärten solche Personen zu vertreiben. "Die Schul- und Kitaleitungen sind in diesen Fällen ermächtigt, das Hausrecht durchzusetzen und die Personen des Geländes zu verweisen", erklärte die Stadtverwaltung am Freitag. Notfalls solle die Polizei gerufen werden. 

Anlass seien Vorfällen am Mittwoch, als Demonstranten auf das Schulgelände der Georg-Büchner-Schule vorgedrungen seien. Deshalb hätten Krisenstab und Staatliches Schulamt diese Empfehlung ausgesprochen, damit Unterricht und Betreuung störungsfrei möglich seien.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) erklärte, dass das Demonstrationsrecht zwar ein hohes Gut sei. "Wenn aber, wie in dieser Woche geschehen, selbsternannte 'Querdenker' und sonstige 'Maskengegner' in Schulgebäude einzudringen versuchen und Schülerinnen und Schüler bedrängen und belästigen, müssen und werden wir entschlossen handeln." 

Ebenfalls nicht hinnehmbar seien Drohungen und Beleidigungen dieser Personengruppen an Schulamt, Schulen sowie die Polizei. "Diese werden wir in jedem Fall auf strafrechtliche Relevanz hin überprüfen!"

Update, 23. Oktober, 14.53 Uhr: Trotz Corona-Infektion zum Dienst - Altenpfleger angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen einen Altenpfleger erhoben, der trotz eines positiven Corona-Tests mehrfach zum Dienst in einem Pflegeheim gekommen ist. Er stehe im Verdacht, mit dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz eine Straftat begangen zu haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

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Update, 23. Oktober, 14.50 Uhr: Rechtsstreit um Sperrstunde für Gastronomie geht weiter

Der Rechtsstreit um die Verlängerung der Sperrstunde für Gastronomen im Kreis Marburg-Biedenkopf geht weiter. Der Kreis kündigte am Freitag in einer Mitteilung an, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen Beschwerde einzulegen. 

Der Kreis hatte Anfang der Woche wegen steigender Corona-Infektionen angeordnet, dass Restaurants und Kneipen bereits ab 23 Uhr schließen müssen, dagegen hatte sich eine Betreiberin eines Marburger Lokals per Eilantrag erfolgreich zur Wehr gesetzt.

Konkret befand das Verwaltungsgericht Gießen die Allgemeinverfügung des Kreises für rechtswidrig (Beschluss vom 22.10.2020, Az.: 8 L 3610/20.GI). Der Kreis bemängelte nun, das Gericht habe sich bei seiner Entscheidung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts von Anfang August bezogen. Seitdem habe sich das Infektionsgeschehen aber dramatisch verändert. 

Den Vorgaben des Landes zufolge sei eine Sperrstunde schon bei einer weitaus niedrigeren Inzidenz vorgesehen. Die Verlängerung der Sperrstunde sei nicht als Zeichen des Misstrauens gegenüber der Gastronomie zu sehen, betonte der Kreis. Es gehe um ein "weiteres Werkzeug zum präventiven Schutz der Menschen."

Update, 23. Oktober, 13.17 Uhr: "Entscheidender Engpass" auf Intensivstationen

Zu wenige Pflegekräfte sind der Engpass bei der Betreuung schwer betroffener Covid-19-Patienten - Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat deswegen nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um Hilfe gebeten. 

Konkret geht es um eine Bundesregelung namens Pflegepersonaluntergrenzenverordnung. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Freitag) darüber berichtet.

Die Verordnung legt fest, wie viel Personal in bestimmten Klinikbereichen mindestens vorgehalten werden muss. Können die Vorgaben nicht eingehalten werden, darf das Krankenhaus keine neuen Patienten aufnehmen. In der ersten Phase der Corona-Pandemie wurde die Verordnung ausgesetzt. Als sich die Lage im Sommer entspannte, wurde die Verordnung wieder in Kraft gesetzt.

Dieser Schritt müsse "aufgrund der in den letzten Tagen zu beobachtenden erheblichen Dynamik des Infektionsgeschehens nach meiner Überzeugung dringend überdacht werden", schrieb Klose an Spahn: "Die erfolgreiche Ausweitung der Intensivkapazität hängt inzwischen allein von der Verfügbarkeit des Personals ab."

Anders als im Frühjahr seien Schutzausrüstung oder Beatmungsgeräte "nicht mehr die limitierenden Faktoren", schrieb Klose. "Die Personalsituation ist tatsächlich der entscheidende Engpass in der Ausweitung der Intensivkapazität."

Update, 23. Oktober, 10 Uhr: Frankfurter Gesundheitsamt kann nicht mehr jeden Fall nachvollziehen

Einige Gesundheitsämter können angesichts der Vielzahl der Fälle nicht mehr jede Infektionskette nachvollziehen. "Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr", sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". 

In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. "Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar."

Das Frankfurter Gesundheitsamt wird von der Bundeswehr unterstützt. 60 Soldaten helfen bei der Nachverfolgung. Dafür sei man dankbar, sagte Gottschalk, es reiche aber nicht aus. 

Die Mitarbeiter müssten inzwischen die Fälle priorisieren. "Man muss sich jetzt gezielt die Fälle raussuchen, wo es besondere Dinge gibt, die es zu beachten gibt, wo es sich lohnt, genau nachzufragen", sagte Gottschalk. 

Das könnte zum Beispiel ein Infizierter sein, der enge Kontakte mit Risikogruppen habe - anders als ein Ausbruch in einer jungen Familie.

Update, 23. Oktober, 8 Uhr: Frankfurter Weihnachtsmarkt steht vor dem Aus

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt soll laut Informationen der Frankfurter Rundschau vor der Absage stehen.Grund sind die steigenden Fallzahlen in der Mainmetropole. Die Fraktionen der Römer-Koalition, bestehend aus CDU, SPD und Grünen, halten unter dieser Voraussetzung das Veranstalten des Weihnachtsmarkts immer mehr für nicht verantwortbar.

Update, 22. Oktober, 17 Uhr: Besuchsverbote in vielen hessischen Kliniken wegen zunehmenden Corona-Infektionen

Die zunehmende Zahl der Corona-Infektionen in Hessen führt dazu, dass viele Kliniken Besuchsverbote erlassen (Symbolbild).
Die zunehmende Zahl der Corona-Infektionen in Hessen führt dazu, dass viele Kliniken Besuchsverbote erlassen (Symbolbild).  © Dmytro Zinkevych/123RF

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen gilt in einigen hessischen Kliniken wieder ein Besuchsverbot. "Das neue Besuchsverbot ist vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und im Interesse der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten leider unvermeidlich. Dafür bitten wir um Verständnis", erklärte am Donnerstag eine Sprecherin des Klinikums Fulda, in dem ab diesem Freitag ein komplettes Besuchsverbot gilt.

Ausnahmen könnten im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden, teilte das Klinikum mit. In der Zentralen Notaufnahme hätten Begleitpersonen ebenfalls keinen Zutritt. Auf das neuerliche Besuchsverbot habe man sich in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern verständigt, hieß es.

Auch im Uniklinikum Gießen und Marburg betrachtet man die steigenden Fallzahlen mit Sorge. Am Standort Marburg gilt seit dem heutigen Donnerstag wieder ein Besuchsverbot. "Mit diesem Schritt schützen wir bestmöglich unsere Patientinnen und Patienten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor möglichen Infektionen und Kontakt mit dem Corona-Virus", teilte Harald Renz, Ärztlicher Geschäftsführer des Uniklinikums Marburg, mit.

Ausnahmen gibt es auch hier unter anderem für werdende Väter, Blutspender oder Angehörige von Palliativpatienten. Im Klinikum in Gießen hingegen sind Besuche noch erlaubt – allerdings an bestimmte Regeln geknüpft. So müssen sich die Gäste an die Abstandsregeln halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, pro Besuch darf nur eine Person kommen. Aber auch hier werde ein Besuchsverbot bereits diskutiert, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit.

Im Klinikum Kassel gilt seit Montag ein allgemeines Besuchsverbot. Als koordinierendes Krankenhaus für die Region Nordhessen ergreife man damit vorsorglich Maßnahmen für den maximalen Schutz der Patienten und Mitarbeiter, hieß es auf der Homepage des Klinikums. Auch am Klinikum Darmstadt müssen Besucher seit Samstag draußen bleiben.

Laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Hessen können Patienten innerhalb der ersten sechs Tage ihres Aufenthalts bis zu zwei Besuche und ab dem siebten Tag des Aufenthalts täglich Besuche von jeweils bis zu zwei Personen empfangen.

Update, 22. Oktober, 13.35 Uhr: Schüler in Frankfurt sollen Nahverkehr auch mal früher oder später nutzen

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq hat Schüler dazu aufgerufen, das gesamte Angebot des öffentlichen Nahverkehrs zu nutzen und damit Menschenansammlungen zu vermeiden.

"Oft bietet eine Fahrt früher oder später als gewohnt schon spürbar mehr Platz", teilte Tom Reinhold, Geschäftsführer von Traffiq, am Donnerstag mit. Man appelliere deshalb an die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Am vergangenen Montag hatte nach den Herbstferien wieder die Schule begonnen.

Durch das ungemütlichere Wetter im Herbst stiegen nach den Ferien viele Schüler vom Fahrrad wieder auf Bus und Bahn um. 

"Und weil natürlich jeder möglichst spät zur Schule und möglichst früh wieder heimfahren will, sind es im dichten Frankfurter Nahverkehrsangebot zumeist nur einzelne Bahnen oder Busse, die stärker besetzt sind, als es in Corona-Zeiten gut ist", hieß es weiter.

Zudem rief die Verkehrsgesellschaft dazu auf, sich weiterhin an Abstands- und Maskenregeln zu halten.

Update, 22. Oktober, 11.10 Uhr: "Ball des Sports" 2021 in Wiesbaden wegen Corona-Krise abgesagt

Die Deutsche Sporthilfe hat den "Ball des Sports" 2021 wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Geplant war die Benefizgala zugunsten der deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler am 6. Februar in Wiesbaden. Es ist die zweite Absage in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung. 

1991 fiel der Ball aufgrund des Golfkrieges aus. Um die Erlöse aus dem "Ball des Sports" von rund 750.000 Euro aufzufangen, arbeitet die Sporthilfe laut einer Mitteilung der Stiftung vom Donnerstag bereits an Alternativkonzepten.

"Wir bedauern die Absage des Ball des Sports 2021 sehr", sagte der Sporthilfe-Vorstandsvorsitzende Thomas Berlemann. Die Gala sei das wichtigste Event des Jahres, "um auf die Relevanz der Förderung unserer deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler aufmerksam zu machen".

In den vergangenen Monaten sei ein umfangreiches Hygienekonzept und ein angepasstes Veranstaltungskonzept erarbeitet worden. Die aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen und die Ungewissheit bezüglich möglicher kurzfristig notwendiger behördlicher Einschränkungen hätten das Risiko zu groß werden lassen. 

"Wir haben eine große Verantwortung und Vorbildfunktion gegenüber unseren Gästen, allen Sportlern, Partnern und Sponsoren sowie den Bürgern von Wiesbaden. Ihre Gesundheit steht für uns an erster Stelle", sagte Berlemann.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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