Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Kontaktbeschränkungen werden gelockert

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen schon über 189.000 Corona-Infektionen registriert.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen schon über 189.000 Corona-Infektionen registriert.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Donnerstag (0 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 190.675 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 932.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 17 an und liegt nun bei 5894.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzen sieben Tage, liegt bei 68,0.

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 175.500 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen: 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).

Der Lockdown wurde zuletzt bis 28. März verlängert. Als Kontaktregel gilt, dass nur Treffen mit maximal einer weiteren Person erlaubt sind, die nicht zum eigenen Hausstand gehört.

Seit dem 23. Januar müssen in Frankfurt und ganz Hessen beim Einkaufen, beim Fahren mit dem Öffentlichen Personennahverkehr und im Gottesdienst medizinische Masken getragen werden. Neben FFP2-Masken zählen dazu auch OP-Masken.

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 4. März, 15.57 Uhr: Hessen lockert Corona-Beschränkungen für den Handel

In Hessen werden die Corona-Beschränkungen für den Handel gelockert. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigte am Donnerstag in Wiesbaden an, dass das Einkaufen mit einer vorherigen Terminvereinbarung unter strengen Hygieneregeln wieder möglich gemacht wird.

Als Termin für diese Öffnung nannte der Regierungschef den kommenden Montag (8. März).

Update, 4. März, 15.57 Uhr: Corona-Kontaktbeschränkungen werden gelockert

Von kommender Woche an sollen in Hessen die Corona-Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Ab dem 8. März sollen sich wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Dazugehörige Kinder bis 14 zählen nicht mit. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts an. Bislang galt: ein Haushalt plus eine weitere Person, dazugehörige Kinder bis 14 zählten ebenfalls nicht mit.

Update, 4. März, 15.52 Uhr: Gastgewerbe ist tief enttäuscht über Corona-Beschlüsse

Ähnlich wie andere Wirtschaftszweige hat auch das hessische Gastgewerbe mit heftiger Kritik auf die Corona-Beschlüsse reagiert. "Die einzige greifbare Perspektive ist, dass unsere Betriebe am 28. März 2021 insgesamt sieben Monate lang geschlossen haben", erklärte Gerald Kink, Präsident des Branchenverbandes Dehoga, am Donnerstag in Wiesbaden. Der Ministerpräsidentenkonferenz warf der Verband "Konzeptlosigkeit" vor und forderte einen konkreten Öffnungsplan.

Angesichts einer schleppenden Auszahlung von Wirtschaftshilfen und dem "gravierenden Mangel, dass im Rahmen dieser Hilfen in keinem Fall ein Unternehmerlohn kompensiert wird", seien nicht nur die Durchhaltemoral, sondern vor allem die finanziellen Mittel weitestgehend aufgebraucht, so Klink. "Niemand hat eine Hauruck-Öffnung über Nacht erwartet", aber die Branche erwarte das Aufzeigen gangbarer Wege, etwa durch den passgenauen Einsatz von anerkannten Schnell- oder Selbsttests, die Anerkennung von Schutzkonzepten sowie eine deutlich effektivere Umsetzung der nationalen Impfstrategie.

Es sei nicht verständlich, "dass die Regierung einerseits mehr private Kontakte ermöglicht, während gleichzeitig unsere Betriebe mit strengen Hygienekonzepten weiterhin geschlossen bleiben", so Klink. Man erwarte eine raschere Öffnung der Außengastronomie, und auch dies könne nur ein erster kleiner Schritt sein.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.

Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel sollen nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Schalte dann etwa Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung öffnen dürfen.

Update, 4. März, 15.51 Uhr: Gericht erlaubt Öffnung von Gartenmärkten

Nach Gerichtsentscheidungen dürfen zwei Gartenmärkte in Wetzlar für Privatkunden geöffnet bleiben. Zuvor hatte der Lahn-Dill-Kreis angeordnet, die Geschäfte zu schließen, wie das Verwaltungsgericht Gießen am Donnerstag mitteilte. Daraufhin zogen die Gartenmärkte im Lockdown vor Gericht. Dem Gericht zufolge sind die Anordnungen des Landkreises rechtswidrig, da Gartenfachmärkte und Gärtnereien vom Verkaufsverbot während des Lockdowns ausgeschlossen sind. Zudem überwiege in den zwei Geschäften das Sortiment an Schnitt- und Topfblumen, das verkauft werden dürfe.

Einen Antrag auf Öffnung von einem dritten Gartenmarkt in Wetzlar lehnte das Verwaltungsgericht ab. Ihrer Ansicht nach lag der Schwerpunkt des Geschäfts nicht auf dem Gartensortiment. Laut den neuen Corona-Beschlüssen dürfen ab kommenden Montag bundesweit alle Blumenläden und Gartenmärkte ohnehin wieder öffnen.

Update, 4. März, 14.28 Uhr: Linken-Chefin Janine Wissler nennt Corona-Lockerungen "verantwortungslos"

Die neu gewählte Co-Vorsitzende der Partei "Die Linke", Janine Wissler (39), übt scharfe Kritik an den geplanten Corona-Lockerungen, die am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen wurden. Zu den Beschlüssen des Corona-Gipfels sagte Wissler wörtlich: "Was gestern beschlossen wurde, das ist verantwortungslos, und das gefährdet die Gesundheit und das Leben von Menschen."

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Janine Wissler (39) wurde Ende Februar auf einem digitalen Parteitag der Partei "Die Linke" zur Vorsitzenden gewählt.
Janine Wissler (39) wurde Ende Februar auf einem digitalen Parteitag der Partei "Die Linke" zur Vorsitzenden gewählt.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 4. März, 9.21 Uhr: Hessen zahlt mehr als 8,5 Millionen Euro für stornierte Klassenfahrten

Die hessische Landesregierung hat für die Kostenerstattung von stornierten Schulfahrten in der Corona-Pandemie bislang mehr als 8,5 Millionen Euro ausgezahlt.

Knapp 2900 Anträge von Eltern und mehr als 4000 Anträge von Unternehmen seien bis zum Jahresende bearbeitet worden, teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden mit. 832 Fälle seien bis zu diesem Stichtag noch nicht final behandelt worden.

Für Klassenfahrten bis einschließlich Januar diesen Jahres, die auf Anordnung des Kultusministeriums gestrichen wurden, werden vom Land die berechtigten Stornokosten übernommen. Eine Summe von zehn Millionen Euro wurde vom Land dafür veranschlagt.

Bei den Staatlichen Schulämtern waren nach Angaben des Kultusministeriums Anträge zu insgesamt 6171 Schulfahrten eingegangen.

Update, 4. März, 6.18 Uhr: Ministerpräsident Bouffier informiert über Corona-Regeln für Hessen

Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (69, CDU) will am Donnerstagnachmittag über die neuen Corona-Regeln informieren.
Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (69, CDU) will am Donnerstagnachmittag über die neuen Corona-Regeln informieren.  © Arne Dedert/dpa

Nach der Videokonferenz der Regierungschefs von Bund und Ländern zu den Corona-Regeln am Mittwoch will Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Donnerstag über die für Hessen beschlossenen Maßnahmen informieren.

Nach Angaben der Staatskanzlei vom Mittwochabend wird die Pressekonferenz voraussichtlich um 14.30 Uhr in Wiesbaden stattfinden – nach einer Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts.

Die Länderchefs hatten sich mit der Kanzlerin darauf geeinigt, dass der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland grundsätzlich bis zum 28. März verlängert wird.

Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Bouffier hatte die geplante Lockdown-Verlängerung begrüßt. "Worauf wir uns von Seiten der Länder mit dem Bund verständigt haben, ist ein Kompromiss", sagte er am Mittwochabend nach den Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Man müsse weiter vorsichtig sein, um das Erreichte nicht zu gefährden. "Für uns ist von Bedeutung, dass sich wichtige Teile des hessischen Perspektivplans in dem Beschluss wiederfinden."

Update, 3. März, 7 Uhr: Kommunalwahlkampf in Hessen verlagert sich wegen Corona ins Netz

Mit der Corona-Krise verlagert sich der Wahlkampf der hessischen Parteien zu den Kommunalwahlen am 14. März vielfach ins Internet.

Neben altbekannten Plakatwänden und Flyern im Briefkasten gibt es unter anderem digitale Neujahrsempfänge, Online-Dorfgespräche oder auch Kochduelle per Videoschalte, bei denen außer über Wildrezepte auch über Politik geplaudert wird.

Großveranstaltungen sind wegen der Pandemie tabu, Hausbesuche und Infostände nur unter strengen Hygieneregeln möglich. Daher unterscheidet sich der Kommunalwahlkampf in Corona-Zeiten enorm von dem in früheren Jahren.

Parteien und Kandidaten müssen Kreativität beweisen, um ihre Wähler zu erreichen. Dabei spielt das Digitale eine besonders große Rolle, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Parteien ergab.

Update, 3. März, 6.05 Uhr: Hessen rechnet mit Anziehen der Astrazeneca-Impfungen

In einem Impfzentrum bereitet ein Mitarbeiter den Corona-Impfstoff von AstraZeneca für eine Impfung vor.
In einem Impfzentrum bereitet ein Mitarbeiter den Corona-Impfstoff von AstraZeneca für eine Impfung vor.  © Sven Hoppe/dpa

An die 28 hessischen Impfzentren wurden mittlerweile 112.800 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert.

Eine weitere Lieferung von 50.400 Dosen dieses Impfstoffs werde im Laufe der Woche ebenso an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Mit Stand vom 1. März seien in Hessen bislang 24.451 Dosen von Astrazeneca zum Schutz vor einer Corona-Infektion zum Einsatz gekommen.

Rund 12.000 Ärzte sowie medizinisches Personal haben nach Angaben des Ministeriums zuletzt das Vakzin von Astrazeneca in den Impfzentren bekommen. Weitere "Praxistage" folgten am kommenden Wochenende.

Zudem werde das Personal in den Grund- und Förderschulen, in der Kindertagesbetreuung sowie der Polizei bei weiteren Sammelterminen Impfungen mit Astrazeneca erhalten. Nach Vorgabe der aktuellen Coronaimpfverordnung sollen Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren möglichst mit Astrazeneca geimpft werden.

In Hessen sei bereits die Öffnung der zweiten Priorisierungsgruppe mit dem Start des Registrierungsverfahrens eingeleitet worden. Rund 1,5 Millionen Menschen gehören zu dieser Gruppe. Sowohl innerhalb der Priorisierungsgruppe 2 als auch in der Priorisierungsgruppe 3 befänden sich in Hessen viele Hunderttausend Bürger, die für eine Impfung mit Astrazeneca in Frage kommen, erklärte das Ministerium.

Die Vorbereitung der Impflogistik für die flächendeckende Impfung von Astrazeneca in den 28 Impfzentren des Landes sei mittlerweile abgeschlossen, so dass sehr zeitnah die Zahl an Impfungen mit diesem Vakzin stark ansteigen werde.

Update, 3. März, 5.55 Uhr: Mehrere Millionen Corona-Hilfen für gemeinnützige Einrichtungen

In der Corona-Krise greift das Land Hessen gemeinnützigen Organisationen mit verschiedenen Programmen finanziell unter die Arme. Diese würden auf "vielfältige Weise" bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie unterstützt, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums in Wiesbaden auf eine Landtagsanfrage der AfD.

Organisationen und Vereine haben demnach zum Beispiel aus dem "Corona-Soforthilfeprogramm" anteilig Bundes- und Landesmittel von insgesamt fast 4,5 Millionen Euro erhalten. Aus diesem Topf bekamen Vereine insgesamt 3,48 Millionen Euro. Knapp 1,1 Millionen Euro davon kamen vom Land. Die restlichen Landes- und Bundesgelder entfielen auf gemeinnützige Unternehmen.

Über das "Corona-Soforthilfeprogramm" hinaus gebe es weitere Maßnahmen, die bewilligt oder vorgesehen seien, teilte das Ministerium weiter mit. Dazu gehörten etwa die Förderprogramme "Ehrenamt digitalisiert", "Corona-Verbandshilfe" oder "Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit".

Die Existenz zahlreicher gemeinnütziger Organisationen sei durch die Corona-Pandemie bedroht, schreibt der Fragesteller, AfD-Landtagsabgeordneter Rainer Rahn. Diesen fehlten dadurch Einnahmen, während die Kosten für Personal und Räumlichkeiten weiter anfielen.

Aus Sicht der Landesregierung sind die gewährten und geplanten finanziellen Corona-Hilfe für die Organisationen bislang ausreichend: "Falls erforderlich werden zu gegebener Zeit weitere Unterstützungsmöglichkeiten geprüft", so das Ministerium.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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