Coronavirus: Gericht kippt Verbot für eine Demo gegen die Corona-Politik in Berlin

Deutschland - Deutschland befindet sich am Beginn der vierten Corona-Welle. Im Sommer 2021 ist auch dank Impfungen das Corona-Geschehen in der Bundesrepublik etwas abgeebbt, doch keiner weiß, was im Herbst bevorsteht. TAG24 berichtet im Liveticker. Zu den aktuellen Meldungen geht es >> hier.

Update, 27. August, 22.34 Uhr: Gericht kippt Verbot für eine Demo gegen die Corona-Politik in Berlin

Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot für eine der vielen Demonstrationen gegen die Corona-Politik am Wochenende gekippt.

In den insgesamt vier Eilverfahren seien drei andere Verbote hingegen bestätigt worden, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Im Fall einer für den 28. und 29. August angemeldeten Versammlung mit je 500 erwartenden Teilnehmern sei eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht erkennbar, deshalb sei dieses Verbot suspendiert worden.

In den anderen drei Fällen sei maßgeblich, dass die Versammlungsteilnehmer die zur Vermeidung von Infektionen auch im Freien einzuhaltenden Mindestabstände voraussichtlich nicht beachten würden.

Update, 27. August, 21.59 Uhr: Berliner Polizei bereitet sich trotz Demo-Verboten auf Großeinsatz vor

Die Berliner Polizei bereitet sich trotz des Verbots zahlreicher Demonstrationen gegen die Corona-Politik auf einen großen Einsatz an diesem Wochenende vor. Unterstützung aus anderen Bundesländern wurde angefordert.

"Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich doch eine Vielzahl von Menschen in die Stadt begeben und dem Verbot nicht folgen", sagte ein Polizeisprecher. "Die Polizei wird die Versammlungsverbote durchsetzen, entsprechend präsent sein und insbesondere das Regierungsviertel schützen." Insgesamt sollen mehr als 4200 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein.

Verboten wurden 13 Demonstrationen, darunter auch Kundgebungen der "Initiative Querdenken" auf der Straße des 17. Juni. Gegen die Verbote waren am Freitagnachmittag vier Eilanträge bei Gericht eingereicht worden.

Die Polizei ist auch deshalb besonders aufmerksam, weil vor einem Jahr, am 29. August 2020, Zehntausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert hatten. Dabei durchbrachen Demonstranten am Reichstagsgebäude eine Absperrung und besetzten kurz eine Treppe vor einem Eingang.
Die Polizei ist auch deshalb besonders aufmerksam, weil vor einem Jahr, am 29. August 2020, Zehntausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert hatten. Dabei durchbrachen Demonstranten am Reichstagsgebäude eine Absperrung und besetzten kurz eine Treppe vor einem Eingang.  © Annette Riedl/dpa

Update, 27. August, 21.56 Uhr: Rio führt Corona-Impfnachweis für Fitnessstudio und Museen ein

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wird für den Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Fitnessstudios, Kinos und Museen künftig einen Nachweis über die Impfung gegen das Coronavirus verlangen.

Dies geht aus einem Dekret hervor, das die Stadtverwaltung Rios am Freitag veröffentlichte. Die Maßnahme gilt ab dem 1. September. Mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Rio haben nach Angaben der Stadtverwaltung die erste Dosis bekommen. Zuvor hatte bereits São Paulo einen Impfpass angekündigt. Dieser sollte von Freitag an gelten, nun wurde die Einführung aber verschoben.

Update, 27. August, 21.48 Uhr: Hohe Corona-Zahlen: Nur noch Notbehandlung in Jamaikas Krankenhäusern

Wegen hoher Auslastung durch viele Corona-Fälle werden in allen öffentlichen Krankenhäusern Jamaikas nur noch Notfälle behandelt. Das gelte ab sofort, teilte das Gesundheitsministerium des Karibikstaates am Freitag mit. Die meisten Kliniken des Landes hätten das Kontingent an Betten für Covid-19-Patienten überschritten, hieß es. Auch würden die Sauerstoffvorräte angesichts hoher Nachfrage knapp.

Die Krankenhäuser würden nun nicht zwingend nötige Operationen aussetzen, teilte die Behörde weiter mit. Patienten, die zu Hause behandelt werden könnten, würden entlassen. Die Bevölkerung werde gebeten, eine Notaufnahme nur zu besuchen, wenn bei schweren Fällen medizinische Behandlung benötigt werde.

Update, 27. August, 21.45 Uhr: Mehrere Corona-Infektionen in Erlebnisbad Tropical Island

Nach fünf bestätigten Corona-Infektionen bei Besuchern, die sich im Freizeitresort Tropical Islands aufgehalten haben, ist dort das Hygienekonzept überprüft worden.

Das Gesundheitsamt sei am Donnerstag dort gewesen, teilte der Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) am Freitag mit. Das Hygienekonzept sei nach der Prüfung bestätigt worden, hieß es. Das Gesundheitsamt habe die Empfehlung ausgesprochen, die Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln im Blick zu behalten: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Corona-Alarm im Erlebnisbad Tropical Island: Gesundheitsamt rückt an".

Das Freizeitresort Tropical Islands wird auch von vielen Gästen aus anderen Bundesländern gern besucht.
Das Freizeitresort Tropical Islands wird auch von vielen Gästen aus anderen Bundesländern gern besucht.  © Bernd Settnik/dpa

Update, 27. August, 19 Uhr: Experten plädieren für neuen Corona-Kurs an Schulen

Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin sowie Epidemiologen und Virologen plädieren für einen neuen Corona-Kurs an den Schulen.

"Bisher orientierten sich alle Maßnahmen in den Schulen an der Maxime, möglichst jede Infektion im dortigen Kontext zu verhindern. Inzwischen haben sich die Grundbedingungen geändert, so dass dieses Prinzip auf den Prüfstand gestellt werden sollte", schreiben der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, der Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und weitere Wissenschaftler in einem Gastbeitrag für die Zeit.

Den Schutz vor schwerer Covid-19-Erkrankung hätten Erwachsene nun weitgehend selbst in der Hand, schreiben die Experten mit Blick auf die Impfungen.

Sie fordern gleichzeitig, eine ungebremste Ausbreitung des Virus in den Schulen zu verhindern, da sonst die absolute Zahl der Erkrankungen bei Kindern stark steigen würde - auch wenn der Anteil schwerer Erkrankungen nach einer Infektion "inklusive Long Covid" niedrig sei.

Update, 27. August, 18.55 Uhr: Italien beschließt strengere Corona-Maßnahmen für Sizilien

Nach einem rapiden Anstieg der Corona-Zahlen gelten in der italienischen Region Sizilien ab dem kommenden Montag strengere Schutzmaßnahmen.

Die Mittelmeerinsel im Süden des Landes wird als erste Region wieder als sogenannte gelbe Zone eingestuft, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag entschied.

Damit werden in der Urlaubsregion wieder strengere Maßnahmen etwa in der Gastronomie eingeführt, wo dann nur noch vier Personen aus verschiedenen Haushalten gemeinsam am Tisch sitzen dürfen.

Update, 27. August, 17.30 Uhr: Merkel: Produktion von Corona-Impfstoff in Afrika ankurbeln

Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hat mehr Engagement für eine eigenständige Produktion von Corona-Impfstoffen in Afrika gefordert.

Man müsse alles tun, "um die Versorgung Afrikas mit Impfstoffen zu ermöglichen und um auch eine möglichst schnelle Produktion von Medizingütern und Impfstoffen auf dem afrikanischen Kontinent möglich zu machen", sagte Merkel am Freitag zum Auftakt einer Konferenz mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder im Kanzleramt.

Bei dem Treffen der Initiative "G20 Compact with Africa", der zwölf afrikanische Länder angehören, sollte es auch um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel berät am Freitag mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder über eine weitere Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Bundeskanzlerin Angela Merkel berät am Freitag mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder über eine weitere Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.  © John Macdougall/AFP POOL/dpa

Update, 27. August, 17.23 Uhr: Spahn: Schwellenwerte bei Klinikbelegung nicht zentral vorzugeben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Pläne für regionale Entscheidungen verteidigt, ab welcher Klinikbelegung künftig strengere Corona-Beschränkungen greifen sollen.

"Aus meiner Sicht ist das nicht ein Wert, den man sozusagen einheitlich zentral vorgeben kann, weil das regional unterschiedlich ist", sagte der CDU-Politiker dem SWR-Hauptstadtstudio (Freitag).

In Städten wie Berlin oder München und Ballungsräumen gebe es natürlich ganz andere Behandlungskapazitäten als in ländlichen Flächenregionen.

Nach einem Entwurf des Gesundheitsministeriums soll die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in den regionalen Kliniken zur wichtigsten Messlatte werden - auch als Auslöser für neue Alltagsbeschränkungen.

Die Schwellen, ab denen Schutzvorkehrungen greifen, sollen jeweils die Länder festlegen.

Dies soll die Ausrichtung an der Inzidenz - also der Zahl der Neuansteckungen - ersetzen.

Update, 27. August, 17.07 Uhr: Scholz ruft zur Werbung fürs Impfen auf

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Menschen mit Corona-Impfung in Deutschland dazu aufgerufen, die Ungeimpften von der Impfung zu überzeugen.

"Überzeugt eure Liebsten, überzeugt die Freunde am Stammtisch, überzeugt den Sportverein, überzeugt die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb", sagte Scholz am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin.

"Wir alle waren gerne eure Versuchskaninchen – bei uns ist das mit der Impfung gut gegangen, jetzt bitte macht es auch."

Scholz sagte: "Einen neuen Lockdown, wieder eine Zeit ohne Präsenzunterricht in den Schulen, das kann es und das darf es unter diesen Umständen nicht geben."

Deshalb werde es weiter "noch ein paar Vorsichtsregeln" geben müssen - "also das mit den Masken, nicht nur hier, sondern auch in Bus und Bahn". Wer in ein Restaurant oder ein Club gehe, solle geimpft, genesen oder getestet sein.

Das sei beschwerlich, aber besser als die harten Lockdown-Maßnahmen der Vergangenheit.

Berlin: Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, spricht bei einer Wahlkampfkundgebung im Bezirk Mitte.
Berlin: Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, spricht bei einer Wahlkampfkundgebung im Bezirk Mitte.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. August, 16.30 Uhr: Dänemark: Tests von ungeimpften Reisenden aus Deutschland

Dänemark hat am Freitag seine Einreiseregeln für Deutsche geändert.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich nach der Einreise künftig auf Corona testen lassen.

Das teilte das Außenministerium am Freitag mit. Grund ist, dass Deutschland auf der Infektionskarte der Europäischen Gesundheitsagentur nun nicht mehr als grünes, sondern als gelbes Land eingestuft wird.

Die Grenzregion Schleswig-Holstein sei aber nicht von der Regelung betroffen, so das Ministerium. Das bedeutet, dass die Grenzbewohner weiterhin ohne Test über die dänische Grenze fahren können. Die Regelung gilt ab Samstag.

Update, 27. August, 14.26 Uhr: Kontaktverfolgung an Berliner Schulen und Kitas hört auf

In Berlin gibt es in der Pandemie einen Strategiewechsel an Kitas und Schulen: Die Gesundheitsämter wollen künftig nur noch Kinder und Jugendliche mit einem positiven PCR-Test in eine 14-tägige Quarantäne schicken.

Kontaktpersonen außerhalb der engsten Familie würden nicht mehr ermittelt, heißt es in einer Stellungnahme der Amtsärzte.

Die neue Regelung gelte für alle Bezirke. Eine Maskenpflicht an Schulen soll aber weiter gelten.

Update, 27. August, 14.13 Uhr: Tschechien setzt Deutschland auf Corona-Ampel auf Rot

Ein Schüler meldet sich in einer gemischten Klasse der Stufen 4-6 an der Fritz-Karsen-Schule im Berliner Ortsteil Britz.
Ein Schüler meldet sich in einer gemischten Klasse der Stufen 4-6 an der Fritz-Karsen-Schule im Berliner Ortsteil Britz.  © Christoph Soeder/dpa

Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel als rotes Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein.

Die Änderung gelte von Montag an, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag mit. Damit erschwert sich die Einreise für ungeimpfte Touristen aus der Bundesrepublik nach Tschechien erheblich.

Sie müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarantäne begeben. Diese kann frühestens am fünften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden.

Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, muss hingegen nur das obligatorische Online-Meldeformular ausfüllen.

Update, 27. August, 14 Uhr: Ifo: Homeoffice weniger stark genutzt

Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice sinkt weiter.

Nach einer Umfrage des ifo-Instituts fiel der Anteil der Beschäftigten, die zumindest teilweise zuhause arbeiteten, im August auf 23,8 Prozent - nach 25,5 Prozent im Juli und 31,7 Prozent im März.

"Die Impfzahlen steigen, immer mehr Angestellte gehen wieder ins Büro", sagte Professor Oliver Falck am Freitag.

Im August sei der Rückgang allerdings weniger stark als in den Vormonaten. Das deute auf eine Stabilisierung der Quote hin.

Besonders stark zurück ging der Anteil in der Pharmaherstellung, von 35,8 auf 15,7 Prozent. In der Industrie insgesamt sind derzeit 16 Prozent zumindest zeitweise im Homeoffice, bei den Dienstleistern 33 Prozent, im Einzelhandel und auf dem Bau dagegen nur 5 Prozent.

Immer weniger Beschäftigte arbeiten noch von zu Hause aus.
Immer weniger Beschäftigte arbeiten noch von zu Hause aus.  © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Update, 27. August, 13.55 Uhr: Weniger Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Die Corona-Infektionslage schwächt sich in Frankreich auch in den von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Urlaubsregionen ab.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im landesweiten Durchschnitt im Vergleich zur Vorwoche um 12 Prozent auf 216. Rückläufig war sie auch in den von Deutschland zum Hochrisikogebiet erklärten Regionen Okzitanien (318), Provence-Alpes-Côte d'Azur (531) sowie auf der Insel Korsika (343).

Update, 27. August, 13.53 Uhr: Regierung prüft 3G-Regeln für Züge und Inlandsflüge

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie prüft die Bundesregierung, ob künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen.

"Wir haben sehr stark steigende Fallzahlen und deswegen ist es richtig, zu prüfen, was helfen kann, diesen Anstieg der Fallzahlen zu dämpfen und möglichst zu stoppen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Zuvor hatte Bild über Pläne der Bundesregierung berichtet, den Zugang zu Zügen im Fernverkehr und Flügen im Inland künftig nur noch Geimpften, Genesenen oder getesteten Personen zu gewähren. Die Bahn wollte sich zu den Plänen nicht äußern.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie prüft die Bundesregierung, ob künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen.
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie prüft die Bundesregierung, ob künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 27. August, 13.51 Uhr: Biontech prüft Impfstoffproduktion in Ruanda und Senegal

Der Impfstoffhersteller Biontech will Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe in Afrika herstellen.

Man prüfe dazu den Aufbau nachhaltiger Produktionsmöglichkeiten in Ruanda und Senegal, teilte das Mainzer Unternehmen am Freitag in Berlin mit.

"Unser Ziel ist es, in Afrika Impfstoffe zu entwickeln und nachhaltige Produktionskapazitäten für Impfstoffe aufzubauen, um gemeinsam die medizinische Versorgung zu verbessern", sagte Vorstandschef Ugur Sahin.

Update, 27. August, 12.58 Uhr: Dänemark hebt Corona-Beschränkungen zum 10. September auf

Dänemark definiert Covid-19 künftig nicht mehr als eine Pandemie, die in einem hohen Grad die Gesundheit der Bevölkerung bedroht.

Gesundheitsminister Magnus Heunicke (46) erklärte am Freitag, die Pandemie sei unter Kontrolle.

"Wir haben rekordhohe Impfraten. Daher können wir zum 10. September einige der Sonderregeln, die wir im Kampf gegen Covid-19 einführen mussten, fallen lassen."

Update, 27. August, 12.56 Uhr: Ganz Spanien ab Sonntag kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit.

Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber.

Die Bundesregierung streicht am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete.
Die Bundesregierung streicht am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete.  © Clara Margais/dpa

Update, 27. August, 12.44 Uhr: Fast 60 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland ist die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern fast erreicht.

Die dafür meist nötige zweite Spritze haben inzwischen 59,9 Prozent der Bevölkerung bekommen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Freitag bekannt gab.

Dies sind knapp 49,9 Millionen Menschen.

Bundesweit mindestens eine Impfung haben nun 53,9 Millionen Menschen oder 64,8 Prozent der Bevölkerung.

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland ist die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern fast erreicht.
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland ist die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern fast erreicht.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 27. August, 11.58 Uhr: Bald Einreise ohne Quarantäne nach Singapur möglich

Flugreisende aus Deutschland können bald wieder nach Singapur einreisen, ohne sich dort automatisch in eine Quarantäne begeben zu müssen.

Voraussetzungen sind eine vollständige Corona-Impfung sowie die Nutzung bestimmter Direktflugverbindungen, die Lufthansa und Singapore Airlines ab dem 16. September gemeinsam anbieten.

Außerdem sind PCR-Tests vor dem Start und nach der Landung in dem asiatischen Stadtstaat vorgeschrieben, wie die Lufthansa am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Update, 27. August, 8 Uhr: Neuseeland verlängert Corona-Lockdown erneut

Neuseeland verlängert wegen Dutzender neuer Corona-Fälle den landesweiten Lockdown um weitere vier Tage.

Gleichzeitig kündigte die Regierung ab kommendem Mittwoch Lockerungen der strikten Regeln in weiten Landesteilen an.

Am Freitag verzeichneten die Behörden in dem Pazifikstaat 70 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, größtenteils in der Metropole Auckland auf der Nordinsel. Jedoch waren zuletzt auch in der Hauptstadt Wellington Fälle gemeldet worden.

Update, 27. August, 7.20 Uhr: Oberstes US-Gericht lässt Zwangsräumungen trotz Corona wieder zu

Der Oberste Gerichtshof der USA hat ein Moratorium blockiert, das säumige Mieter während der Corona-Pandemie vor Zwangsräumungen schützen sollte.

Für einen landesweiten Aufschub dieser Art hätte es der Zustimmung des Kongresses bedurft, teilten die Richter am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Experten zufolge könnten nun Hunderttausenden Mietern in den USA Räumungsklagen drohen.

Update, 27. August, 6.29 Uhr: Konzertveranstalter wünschen sich Hamburger 2G-Modell bundesweit

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln.

"Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn.

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln.
Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 27. August, 5.51 Uhr: Positiver Corona-Test bei Kiss-Frontmann Stanley - Konzert abgesagt

Die Hardrock-Band Kiss hat wegen eines positiven Corona-Tests bei Frontmann Paul Stanley (69) ein Konzert in den USA kurzfristig abgesagt.

Alle Bandmitglieder und die Crew seien vollständig geimpft gewesen und hätten Hygieneregeln befolgt, teilte die Band am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit.

Die Rocker hätten im Rahmen ihrer "End Of The Road"-Tour im US-Staat Pennsylvania auftreten sollen.

Paul Stanley (69), Gitarrist und Sänger der Hardrockband "Kiss".
Paul Stanley (69), Gitarrist und Sänger der Hardrockband "Kiss".  © Caroline Seidel/dpa

Update, 27. August, 5 Uhr: Ärztekammerpräsident fordert Fußballspiele ohne Zuschauer

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle, hat angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen gefordert, Freizeitangebote nur noch Geimpften und Genesenen zu ermöglichen.

Auch sollten Fußballspiele wieder ohne Zuschauer stattfinden, sagte Gehle der WAZ.

"Vor allem das Crowding, also enges Menschengedränge, muss verhindert werden", befand er. Das sehe man leider allzu oft wieder in Fußballstadien oder bei Konzerten.

"Da muss es ein Signal von der Politik geben."

Update, 27. August, 4.09 Uhr: RKI registriert 12 029 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 70,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 70,3 - am Vortag hatte der Wert 66,0 betragen, vor einer Woche 48,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.029 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 9280 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 14 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.913.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.718.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.096.

Update, 27. August, 2.50 Uhr: Ermittlungen gegen Argentiniens Präsidenten wegen Corona-Party

Wegen einer trotz strenger Corona-Ausgangsbeschränkungen ausgerichteten Party hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den argentinischen Staatschef Alberto Fernández (62) eingeleitet.

Zuletzt war ein Foto von der Geburtstagsfeier der Präsidentengattin Fabiola Yañez (40) vom Juni vergangenen Jahres aufgetaucht, auf dem rund ein Dutzend Gäste, Fernández und die First Lady in der Präsidentenresidenz Quinta de Olivos zu sehen sind.

Zu dieser Zeit galt in Argentinien eine strenge Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus. Feiern in geschlossenen Räumen waren per Dekret untersagt.

Alberto Fernandez (62), argentinischer Präsident.
Alberto Fernandez (62), argentinischer Präsident.  © C. De Luca./Pool/EUROPA PRESS/dpa

Update, 27. August, 2 Uhr: Kinderstudie: Mehr Kilos, weniger Fitness im ersten Pandemiejahr

Der Anteil der dicken Grundschulkinder ist bereits nach den ersten Corona-Maßnahmen laut einer österreichischen Studie um rund 20 Prozent gestiegen.

Einen deutlichen Negativtrend fand das Forschungsteam der Universität Graz auch bei der körperlichen Ausdauer.

Schulen sollten daher jetzt nicht nur Wissenslücken schließen sondern auch bei der Fitness der Kinder aufholen, schrieben sie in einem Artikel, der am Donnerstag im Journal Jama - Network Open erschien.

Der Anteil der dicken Grundschulkinder ist bereits nach den ersten Corona-Maßnahmen um rund 20 Prozent gestiegen.
Der Anteil der dicken Grundschulkinder ist bereits nach den ersten Corona-Maßnahmen um rund 20 Prozent gestiegen.  © picture alliance / dpa

Update, 26. August, 21.44 Uhr: RKI: Vierte Corona-Welle trifft die Jüngeren

Die vierte Welle in der Corona-Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem durch Ansteckungen unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf. Sie breite sich aber zunehmend auch in den mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend.

So lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei den registrierten Infektionen unter den 15- bis 34-Jährigen am Donnerstag mit 115 pro 100.000 Einwohnern fast doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung (66). Unter den 35- bis 50-Jährigen rangierte sie bei bis zu 75. Die Älteren und Hochbetagten mit dem höchsten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe sind dagegen meist schon geimpft. Die Inzidenzen steigen ab 60 Jahren nicht mehr über 17 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Der Anteil geimpfter Menschen stieg im Vergleich zur Vorwoche dagegen nur noch langsam. Mit Datenstand vom 25. August waren fast 65 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal und fast 60 Prozent vollständig geimpft. Eine Woche vorher lagen diese Quoten bei rund 64 Prozent bei den Erst- und 58 Prozent bei den Zweitimpfungen.
Der Anteil geimpfter Menschen stieg im Vergleich zur Vorwoche dagegen nur noch langsam. Mit Datenstand vom 25. August waren fast 65 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal und fast 60 Prozent vollständig geimpft. Eine Woche vorher lagen diese Quoten bei rund 64 Prozent bei den Erst- und 58 Prozent bei den Zweitimpfungen.  © David Young/dpa

Update, 26. August, 21.42 Uhr: Nach positivem Corona-Test: Pulisic für Länderspiele fraglich

Champions-League-Sieger Christian Pulisic droht nach einem positiven Corona-Test mindestens für das erste WM-Qualifikationsspiel der US-Nationalmannschaft auszufallen.

Der frühere Dortmunder Fußball-Profi befindet sich nach Angaben von Auswahltrainer Gregg Berhalter in England in Quarantäne. "Und wir müssen ihn in die Staaten bringen, sobald er die Quarantäne beendet hat und ihn beurteilen", sagte der Berhalter. Mittelfeldspieler Pulisic vom FC Chelsea gehört einem 26-köpfigen Auswahlkader an, der am Donnerstag nominiert wurde.

Es sei schwer zu sagen, ob der 22-jährige Mittelfeldspieler des FC Chelsea für die Partie am 2. September in El Salvador, am 5. September gegen Kanada oder am 8. September gegen Jamaika zur Verfügung steht. Der FC Chelsea hatte am 20. August mitgeteilt, dass Pulisic in den Tagen zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden war.

Update, 26. August, 19.30 Uhr: Russland lässt fünften Corona-Impfstoff zu

Inmitten neuer Negativrekorde bei den Corona-Toten hat Russland einen weiteren Impfstoff gegen das Virus zugelassen. Das Vakzin EpiVacCorona-N sei ins staatliche Arzneimittelregister aufgenommen worden, meldete die Agentur Interfax am Donnerstagabend. Damit verfügt Russland mit seinen rund 146 Millionen Einwohnern nun über fünf unterschiedliche Corona-Impfstoffe.

Das neue Mittel wurde im Forschungszentrum "Vektor" in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk entwickelt. Am Donnerstag meldeten die Behörden landesweit 820 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb eines Tages - ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

In Russland wurde ein fünfter Corona-Impfstoff zugelassen.
In Russland wurde ein fünfter Corona-Impfstoff zugelassen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. August, 19.24 Uhr: Warnung vor wachsender weltweiter Ungleichheit durch Corona

Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) und die Chefs internationaler Finanz- und Wirtschaftsorganisationen haben vor einer wachsenden Ungleichheit durch die Corona-Krise gewarnt.

Die wirtschaftliche Erholung laufe in zwei Geschwindigkeiten, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Dabei spiele auch die Verfügbarkeit von Impfstoff eine wichtige Rolle. "Ein Faktor der wirtschaftlichen Erholung ist, dass Menschen geschützt sind", betonte Merkel.

Während in Deutschland schon über Auffrischungsimpfungen gesprochen werde, gebe es in anderen Ländern noch immer keinen Impfstoff. Merkel bekräftigte das deutsche Engagement in internationalen Initiativen, um eine schnelle Verfügbarkeit von Impfstoffen zu erreichen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, erwartet für 2021 ein deutliches wirtschaftliches Wachstum - das allerdings ungleich verteilt sei. In Schwellenländern habe sich der Aufschwung zuletzt verlangsamt.

Update, 26. August, 18.53 Uhr: Südwesten plant bei dramatischen Werten Einschränkungen für Ungeimpfte

Baden-Württemberg plant für den Fall einer dramatischen Zunahme von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen Einschränkungen für Ungeimpfte.

Ein Sprecher des Sozialministeriums bestätigte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Die Landesregierung bereitet für den Eingriffs-Fall bereits jetzt eine entsprechende Corona-Verordnung vor, die unmittelbar in Kraft treten kann." Er erklärte weiter: "Diese wird insbesondere Restriktionen für Ungeimpfte beinhalten, da das Infektionsgeschehen und die damit verbundene Auslastung der Intensivstationen maßgeblich durch diese Gruppe bestimmt wird."

Update, 26. August, 17.44 Uhr: Betriebe sollen Impfungen während der Arbeitszeit ermöglichen müssen

Arbeitgeber in Deutschland sollen Corona-Impfungen künftig ausdrücklich während der Arbeitszeit ermöglichen müssen. "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen", heißt es im Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine neue Arbeitsschutzverordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zudem sollen Arbeitgeber die Betriebsärztinnen und -ärzte und ihre überbetrieblichen Dienste, die Schutzimpfungen im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen. Die Impfbereitschaft soll durch eine Ansprache der Beschäftigten und durch eine innerbetriebliche Informationskampagne gefördert werden.

Künftig sollen Arbeitgeber bei ihren Anti-Corona-Hygienekonzepten auch den Impf- oder Genesenen-Status der Beschäftigten berücksichtigen können, sofern dieser ihnen bekannt ist. Die entsprechend aktualisierte Arbeitsschutzverordnung wird derzeit innerhalb der Regierung abgestimmt.
Künftig sollen Arbeitgeber bei ihren Anti-Corona-Hygienekonzepten auch den Impf- oder Genesenen-Status der Beschäftigten berücksichtigen können, sofern dieser ihnen bekannt ist. Die entsprechend aktualisierte Arbeitsschutzverordnung wird derzeit innerhalb der Regierung abgestimmt.  © Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild

Update, 26. August, 17.27 Uhr: Hohe Infektionszahlen in Norwegen

Norwegen hat am Donnerstag die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. Bei 1294 Menschen wurde der Covid-19-Erreger festgestellt. In den vergangenen zwei Wochen gab es 152 gemeldete Fälle pro 100.000 Einwohner, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Vor allem in Städten wie Oslo, Bergen und Trondheim sind die Zahlen nach dem Ende der Sommerferien in die Höhe geschnellt. An einer Schule in Oslo wurden am Donnerstag 79 Infizierte verzeichnet. Vielerorts reichen die Kapazitäten nicht mehr aus, die Ansteckungsherde und die Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Die Gesundheitsbehörden hatten am Mittwoch erklärt, dass die Pandemie trotz der höheren Zahlen unter Kontrolle sei.

Update, 26. August, 16.12 Uhr: Das neue 50: Regionale Klinikbelegung als Corona-Messlatte geplant

Die Zahl der Corona-Patienten in den regionalen Kliniken soll zur wichtigsten Messlatte für den Kampf gegen die Pandemie werden - auch als Auslöser für neue Alltagsbeschränkungen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) legte dazu jetzt einen Entwurf vor, um die bisherige Ausrichtung an der Inzidenz zu ersetzen. Denn diese Zahl der Neuansteckungen schlägt angesichts von immer mehr Impfungen nicht mehr so stark und direkt auf die Belastung der Kliniken mit schweren Corona-Fällen durch. Die Schwellen, ab denen Schutzvorkehrungen greifen, sollen jeweils die Länder festlegen.

Spahn sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag): "Die Inzidenz hat ausgedient." Um die Pandemielage zu beurteilen, sei die Rate der Krankenhauseinweisungen (Hospitalisierung) sehr viel aussagekräftiger. Sie zeige, ob die Pandemie trotz hoher Impfquote noch gefährlich werde.

Update, 26. August, 15.58 Uhr: Impfstoff für Lateinamerika: Pfizer will in Brasilien produzieren

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen zusammen mit einer brasilianischen Pharmafirma in Brasilien Impfstoff gegen das Coronavirus für Lateinamerika produzieren. Dies geht aus einer Absichtserklärung hervor, die sowohl Pfizer und Biontech als auch Eurofarma am Donnerstag veröffentlichten.

Demnach sollen der Technologie-Transfer, die Entwicklung vor Ort und die Installation der Geräte sofort beginnen und in der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo mehr als 100 Millionen Impfstoffdosen jährlich hergestellt werden, die ausschließlich für den lateinamerikanischen Markt vorgesehen sind.

Brasilianer jagen ihrem bevorzugten Impfstoff - dem von Biontech/Pfizer - durch Metropolen wie Rio geradezu hinterher. Wegen fehlender Impfdosen muss die Impfkampagne immer wieder ausgesetzt werden.
Brasilianer jagen ihrem bevorzugten Impfstoff - dem von Biontech/Pfizer - durch Metropolen wie Rio geradezu hinterher. Wegen fehlender Impfdosen muss die Impfkampagne immer wieder ausgesetzt werden.  © Niyi Fote/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire/dpa

Update, 26. August, 15.15 Uhr: Frankreichs Küsten profitieren vom Trend zum Urlaub im eigenen Land

Frankreichs Hotelbranche hat im Sommer vom Trend zum Urlaub im eigenen Land profitiert, während die Buchungen in Paris und Straßburg coronabedingt eingebrochen sind.

Ein Plus an Touristen aus dem Inland und angrenzenden europäischen Ländern habe ausbleibende Buchungen aus den USA und Asien kompensiert, sodass Hoteliers in den Küstenregionen im Vergleich zu 2019 einen Geschäftszuwachs verbuchten, teilte die Branchenorganisation MKG am Donnerstag in Paris mit. Am meisten profitierte die Atlantikküste (+11,8 Prozent) und die Bretagne (+8,2 Prozent).

Trotz einer kräftigen Belebung des Tourismus im August lagen die Umsätze in Paris um 52,6 Prozent unter denen von 2019 und in Straßburg um 40,7 Prozent. Auch andere Großstädte mit einem großen Anteil von Geschäftsreisenden hatten weiter mit ausbleibenden Gästen zu kämpfen. Lediglich Cannes und Nizza verzeichneten nach den MKG-Daten ein stabiles Geschäft.

Die südfranzösische Hafenstadt Marseille. Das Herz der Stadt ist der alte Hafen Vieux-Port, wo Fischer ihren Fang direkt an der Anlegestelle verkaufen.
Die südfranzösische Hafenstadt Marseille. Das Herz der Stadt ist der alte Hafen Vieux-Port, wo Fischer ihren Fang direkt an der Anlegestelle verkaufen.  © 123rf.com/eonaya

Update, 26. August, 15.07 Uhr: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigen leicht

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt hat in der vergangene Woche eine Pause eingelegt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - ein Frühindikator für den Jobmarkt - stiegen im Wochenvergleich um 4000 auf 353.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 350.000 Anträgen gerechnet.

In den vergangenen Monaten hat sich die Lage am Arbeitsmarkt gleichwohl deutlich gebessert. Der schwere Einbruch während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 ist schon seit längerem überwunden. Allerdings liegt die Zahl der Arbeitslosen immer noch deutlich höher als vor der Krise.

Auch die wöchentlichen Hilfsanträge bewegen sich auf höherem Niveau als vor der Pandemie. Damals wurden pro Woche nur gut 200.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Allerdings befand sich der Jobmarkt vor der Krise auch in einem ungewöhnlich guten Zustand nahe der Vollbeschäftigung.

Update, 26. August, 14.30 Uhr: Corona-Fall im häuslichen Umfeld: Freiburg ohne Schmid zum VfB

Der SC Freiburg muss im Landesduell mit dem VfB Stuttgart auf Vizekapitän Jonathan Schmid (31) verzichten. Weil es in seinem häuslichen Umfeld einen Corona-Fall gibt, wird der 31-Jährige bei der Partie bei den Schwaben am Samstag (15.30 Uhr/Sky) fehlen, teilte der badische Fußball-Bundesligist am Donnerstag mit.

Der rechte Außenverteidiger sei zwar selbst negativ getestet worden, in Absprache mit dem Gesundheitsamt sei jedoch entschieden worden, dass er nicht spielen darf. "Das ist ärgerlich, weil Johnny gut drauf war", sagte Trainer Christian Streich. Ersetzt wird der Franzose höchstwahrscheinlich durch Lukas Kübler.

Update, 26. August, 13.50 Uhr: Ethikrat: 2G-Modell keine Impfpflicht durch die Hintertür

Der Deutsche Ethikrat hält das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht für eine Impfpflicht durch die Hintertür.

"Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann", sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Donnerstag dem Hörfunksender NDR Info. Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde "Druck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu schützen".

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

Buyx sagte, aus ethischer Sicht sei das 3G-Modell besser, weil es mehr Teilhabe biete. Wenn sich die Situation aber weiter verschlechtern würde, sei 2G ethisch vertretbar, wenn damit maßvoll umgegangen werde. "Man sollte vorher alles andere ausgeschöpft haben." Wichtig sei zudem, vorab zu überdenken, welche Bereiche betroffen seien. "Die Disco ist nicht der Sportverein und auch nicht der Behördenbesuch."

Update, 26. August, 13 Uhr: Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus Corona-Hilfsfonds der EU

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen.

Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro an die Bundesrepublik, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen - rund 25,6 Milliarden Euro - die Deutschland als Teil des Fonds bekommen soll.

Laut der Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für Investitionen in klimafreundliche Wasserstofftechnologie, digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden.

Das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU sieht nach angepassten Preisen Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Das Geld soll helfen, die durch die Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen. Finanziert wird es über Schulden, die bis zum Jahr 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. (Symbolbild)
Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. August, 12.10 Uhr: 59,7 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun fast 49,7 Millionen Menschen oder 59,7 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens eine erste Impfung bekommen haben 53,7 Millionen Menschen oder 64,6 Prozent aller Einwohner. Damit hätten 73 Prozent aller über 12-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten, schrieb Minister Jens Spahn (41, CDU) auf Twitter und ergänzte: "Danke an alle, die mithelfen!"

Unter den Bundesländern nähert sich Bremen als erstes der Marke von 70 Prozent voll geimpften Einwohnern - aktuell sind es 69,8 Prozent.

Update, 26. August, 11.10 Uhr: RKI: 500 000 Menschen haben Testergebnis mit Corona-Warn-App geteilt

Seit dem Start der Corona-Warn-App haben mehr als eine halbe Million Menschen ihr positives Testergebnis über die Smartphone-Anwendung geteilt.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf Twitter mit. "Damit haben sie andere gewarnt und dazu beigetragen, Infektionsketten zu beenden."

Experten gehen davon aus, dass dadurch in über 200.000 Fällen Infektionsketten unterbrochen wurden. Die Zahl der relevanten Warnungen könnte aber noch viel höher sein, wenn alle Anwenderinnen und Anwender der App, die positiv getestet worden seien, dies auch in die App eintragen würden. Anfangs trauten sich nach Regierungsangaben aber nicht einmal 40 Prozent der Betroffenen, diese Alarmkette auszulösen. Inzwischen ist der Anteil deutlich höher, exakte Zahlen liegen aber nicht vor.

Update, 26. August, 9.15 Uhr: Lehrerpräsident warnt vor Durchseuchung der Schulen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger (66), warnt vor einer Durchseuchung der Schulen.

"Auch wenn Kinder seltener schwer erkranken, dürfen wir eine Durchseuchung der Schulen nicht zulassen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Wir wollen es als Lehrerverband auch, dass Präsenzunterricht beim Schulstart möglichst vollständig stattfindet, aber nicht, indem man Gesundheitsschutzmaßnahmen herunterfährt und vor der Infektionsgefahr an Schulen kapituliert."

Neuere Studien hätten herausgefunden, dass zwischen 0,3 bis 1,7 Prozent der mit Corona infizierten Kinder im Krankenhaus behandelt werden müssen. "Bezogen auf Deutschland bei knapp elf Millionen Schülern hieße das, dass zwischen 30 000 und 180 000 in Krankenhäusern behandelt werden müssten, von eventuellen Long-Covid-Folgen mal völlig abgesehen. Das, glaube ich, darf kein Politiker verantworten."

Er sieht auch in der Vorbereitung auf dieses Schuljahr schwere Versäumnisse der Politik: Man komme "um die Feststellung nicht herum, dass auch bei der Vorbereitung dieses Schuljahres wieder vieles suboptimal gelaufen ist. Das fängt damit an, dass bis heute nicht klar ist, nach welchen Vorgaben, Kriterien und Regeln der Schulunterricht laufen soll. Es setzt sich fort bei dem Trauerspiel um die Anschaffung von Raumluftfilteranlagen (...). Und es endet damit, dass wir immer noch bei der digitalen Infrastruktur der Schulen große Defizite haben, fast die Hälfte hat nach wie vor kein schnelles Internet".

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer Durchseuchung der Schulen.
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer Durchseuchung der Schulen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 26. August, 8.40 Uhr: Inflation und Corona trüben Konsumklima - "Konsumenten spürbar verunsichert"

Das Konsumklima in Deutschland wird schlechter. Nach der jüngsten Verbraucherumfrage des Nürnberger GfK-Instituts sind die Einkommenserwartungen zwar leicht gestiegen.

Aber nachlassende Konjunkturerwartungen, steigende Preise und neue Corona-Sorgen bremsen die Lust auf größere Einkäufe. Der GfK-Konsumklimaindex sank von -0,4 Punkten im August auf -1,2 Punkte im September.

Angesichts der Niedrigzinsen "empfinden die privaten Haushalte die Inflationsraten als noch bedrohlicher für ihre Kaufkraft", auch wenn ein großer Teil ein Einmal-Effekt nach der befristeten Senkung der Mehrwertsteuer 2020 sei. Dazu kommen wieder zunehmende Corona-Infektionen und Diskussionen über den Umgang mit Ungeimpften. Das habe "die Konsumenten spürbar verunsichert", so GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl: "Sie befürchten, dass Beschränkungen sogar wieder verschärft werden könnten. Dies drückt derzeit offenbar auf die Konsumstimmung." Ein ungetrübtes Einkaufserlebnis sei mit Maskenpflicht und Abstandsregeln ohnehin nicht möglich.

Update, 26. August, 7.45 Uhr: Erziehungswissenschaftler: Corona verstärkt Skepsis bei Ausbildung

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht des Erziehungswissenschaftlers Andreas Walther die Zurückhaltung von Jugendlichen am Ausbildungsmarkt verstärkt.

"Sie wollen vermeiden, in Berufe gesteckt zu werden, aus denen sie nicht mehr problemlos herauskommen", sagte der Professor für Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag). "Corona hat die Skepsis der Jugendlichen, ob das, was die Gesellschaft ihnen als Karrierechancen, Jobs oder Ausbildung bietet, wirklich zu ihnen passt, noch verstärkt."

Da die Durchlässigkeit zwischen Berufsbildung und anderen Bildungsgängen in Deutschland vergleichsweise gering sei, hätten die Jugendlichen "Angst in einer Sackgasse stecken zu bleiben", sagte Walther. Es sei zwar wichtig, Jugendliche zu einer Ausbildung zu motivieren. Gleichzeitig müsse man aber anerkennen, dass die Zurückhaltung durchaus gerechtfertigt sei.

"Wir müssen an der Durchlässigkeit des Bildungs- und Ausbildungssystems arbeiten", sagte Walther. "Generell sollte es kein verlorenes Jahr sein, wenn man eine Ausbildung beginnt und abbricht."

Update, 26. August, 7.40 Uhr: Ex-Australian-Open-Siegerin Kenin verpasst US Open wegen Corona

Wegen einer Corona-Infektion kann die letztjährige Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin (22) nicht bei den am Montag beginnenden US Open antreten.

Das gab die 22 Jahre alte Amerikanerin am Donnerstag bei Twitter bekannt. Die Weltranglisten-Fünfte hatte wegen einer Fußverletzung seit dem Aus in Wimbledon vor zwei Monaten nicht mehr spielen können, für das Grand-Slam-Turnier in New York aber eine Rückkehr angestrebt. Kenin erklärte, sie sei glücklicherweise geimpft und zeige daher nur milde Symptome. Dennoch sei sie positiv getestet worden und sehr enttäuscht über die dadurch notwendige Absage.

Update, 26. August, 7 Uhr: Australische Qantas plant internationale Flüge ab Dezember

Die australische Fluggesellschaft Qantas und ihre Tochter Jetstar wollen voraussichtlich ab Ende des Jahres erstmals wieder regelmäßig internationale Ziele anfliegen.

Voraussetzung sei, dass der Plan der Behörden umgesetzt werde, bis Dezember 80 Prozent der etwa 25 Millionen Einwohner Australiens vollständig zu impfen, teilte Qantas am Donnerstag mit. Die Fluglinie will dann zunächst Länder mit hohen Impfraten anfliegen.

Flüge zu Orten mit niedrigen Impfraten und hohen Infektionszahlen sollen hingegen erst im April 2022 wiederaufgenommen werden. "Die Aussicht auf Flüge nach Übersee mag derzeit weit entfernt erscheinen, insbesondere während die Bundesstaaten New South Wales und Victoria im Lockdown sind. Aber das aktuelle Tempo der Impfkampagne deutet darauf hin, dass wir in einigen Monaten viel mehr Freiheit haben sollten", sagte Qantas-Chef Alan Joyce.

In der vergangenen Woche hatte Qantas eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter angekündigt. Ausnahmen soll es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Update, 26. August, 5 Uhr: Intensivmediziner gegen Fokus allein auf Krankenhausbelegung

Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen.

"Wir befinden uns wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionen und auch der schweren Erkrankungen. Immer mehr junge Menschen landen im Krankenhaus, weil sie sich nicht impfen lassen haben oder es bislang nicht ernst genug genommen haben", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

"Das Signal, das vom Streichen des Inzidenzwerts 50 ausgeht, ist kritisch. Natürlich hat sich die Bedeutung verändert, wir sollten den Inzidenzwert aber keinesfalls aufgeben. Ein Dreiklang aus Inzidenzen, Krankenhausfällen und Intensivbettenbelegung ist wichtig."

"So wie wir seit Wochen sagen, dass die Inzidenz nicht alleiniger Indikator sein kann, so gilt das jetzt auch für die Hospitalisierung", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Notwendig sei, verschiedene Indikatoren nebeneinander qualitativ zu betrachten, um sich ein wirkliches Bild von der Infektions- und Gefahrenlage im Gesundheitswesen zu machen.

So müssten neben der Inzidenz und der Hospitalisierung zum Beispiel auch die Impfquote und die Dynamik der jeweiligen Parameter berücksichtigt werden. "Es gibt nicht die Glücksformel, bei der die eine Zahl herauskommt, die die Pandemie umfassend erklärt."

Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen. (Symbolbild)
Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. August, 2 Uhr: BioNTech/Pfizer reichen weitere Daten zu Auffrischungsimpfung ein

Das deutsche Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen weitere Daten für die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einreichen.

Eine Phase-3-Studie ergab nach Angaben der Hersteller, dass eine Auffrischungsimpfung mit ihrem Vakzin "signifikante neutralisierende Antikörpertiter" gegen das Coronavirus aufweise. Ein entsprechender Antrag mit diesen Daten soll demnach bis Ende der Woche eingereicht werden.

Eine Phase-3-Studie ist für die Zulassung eines Medikaments entscheidend. Sie prüft die Wirksamkeit eines Präparats und beinhaltet gewöhnlich deutlich mehr Teilnehmer als vorangegangene Studien.

Die Impfreaktion nach der dritten Spritze sei "leicht bis moderat" gewesen, hieß es weiter. Am häufigsten seien Schmerzen an der Injektionsstelle, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Schüttelfrost aufgetreten. Grundsätzlich seien die Impfreaktionen mit jenen nach der zweiten Impfung "vergleichbar oder geringfügiger" gewesen.

Update, 25. August, 20.30 Uhr: "Epidemische Lage" um drei weitere Monate verlängert

Der Bundestag hat wegen der Corona-Krise weiterhin eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Bundestag verlängert "epidemische Lage" um drei weitere Monate!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und die Mehrheit des Bundestages sind sich einig: Die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wird verlängert.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und die Mehrheit des Bundestages sind sich einig: Die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wird verlängert.  © Bildmontage: -/NIAID-RML/AP/dpa & Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. August, 19.35 Uhr: Spahn: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) hat erneut zu Corona-Impfungen aufgerufen und die vorgesehene Verlängerung der "pidemischen Lage von nationaler Tragweite" verteidigt.

"Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag.

Es gehe darum, dass die Länder und Behörden vor Ort eine Rechtsgrundlage für Maßnahmen wie Maskentragen in Bussen und Bahnen bräuchten, so lange es noch eine so hohe Zahl Ungeimpfter gebe.

Ziel bleibe auch angesichts der ansteckenderen Virusvariante, eine Überlastung des Gesundheitswesens im Herbst zu vermeiden.

Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. August, 19.33 Uhr: Laschet kurz ohne Maske im Laden - Video kursiert auf Twitter

Ein Videoausschnitt, in dem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) zunächst ohne Maske einen Laden in Aachen betritt, hat für Debatten auf Twitter gesorgt.

Zu sehen ist, wie der Kanzlerkandidat der Union in seiner Heimatstadt in den Imbiss ohne Mundschutz eintritt, vor der Theke stehen bleibt, zwei Männer coronakonform mit der Faust begrüßt und sich erst dann erst die Maske aufsetzt.

Die kurze Sequenz stammt aus einer ARD-Dokumentation, die bereits am vergangenen Sonntag zur Bundestagswahl ausgestrahlt worden war.

Update, 25. August, 17.56 Uhr: Corona-Fälle in Schottland auf höchstem Stand seit Beginn der Pandemie

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Infektionen in Schottland ist auf den bislang höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen.

Am Mittwoch zählte die Gesundheitsbehörde 5021 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht. Das entspricht dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie.

Im vergangenen Winter, als die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen gerieten, lag die Zahl der Corona-Fälle im Schnitt bei rund 2500 Fällen pro Tag.

Update, 25. August, 17.54 Uhr: Altmaier: Corona-Krise wird Aufschwung nicht mehr gefährden

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63) geht davon aus, dass die Corona-Krise den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland nicht mehr gefährden wird.

"Wir werden das Vorkrisenniveau der Wirtschaft spätestens Anfang 2022 erreichen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Er sei sich "ganz sicher, dass auch die Entwicklung der Corona-Lage daran nichts Grundlegendes ändern wird".

Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft nach Zahlen des Statistischen Bundesamts stärker gewachsen als erwartet.

Peter Altmaier (63, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Peter Altmaier (63, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 25. August, 16.50 Uhr: Baden-Württemberg plant Verzicht auf massenhafte Kontaktverfolgung

Nach Nordrhein-Westfalen plant auch Baden-Württemberg künftig auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten.

Demnach sollen die Gesundheitsämter nicht mehr bei jedem Corona-Fall die Kontakte - etwa in Kinos oder Gaststätten - nachverfolgen müssen.

Das Gesundheitsministerium in Stuttgart bestätigte am Mittwoch einen Bericht der Süddeutschen Zeitung, wonach das Land hier einen Strategiewechsel vorbereite.

Update, 25. August, 16.40 Uhr: Testpflicht auch für Geimpfte zu Schulbeginn in Österreich

Das neue Schuljahr in Österreich wird mit einer "Sicherheitsphase" und engmaschigen Corona-Tests beginnen.

In den ersten drei Wochen nach den Sommerferien müssen sich Kinder, Jugendliche und Lehrende drei Mal wöchentlich testen lassen, egal ob sie schon gegen Covid-19 geimpft sind oder nicht.

Danach werden Corona-Maßnahmen abhängig von der regionalen Inzidenz gesetzt, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (66) am Mittwoch ankündigte.

Update, 25. August, 16.30 Uhr: Frankreich plant große Impfkampagne für Schüler

Frankreich plant nach Ende der Sommerferien eine große Impfaktion für Schüler.

Bildungsminister Jean-Michel Blanquer (56) sowie Gesundheitsminister Olivier Véran (41) legten am Mittwoch einen Plan vor, um in den Gymnasien und Gesamtschulen so viele Schüler so schnell wie möglich zu impfen.

Alle Kinder ab zwölf Jahren sollten spätestens zu Unterrichtsbeginn Anfang September ein Impfangebot erhalten, der Wettlauf gegen das Virus solle vor allem in Vierteln mit einer niedrigen Impfquote vorangetrieben werden.

Dabei gehe es auch um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit angesichts der Pandemie, hieß es. Schon jetzt sind in Frankreich viel mehr Kinder und Jugendliche gegen Corona geimpft als in Deutschland

Frankreich plant nach Ende der Sommerferien eine große Impfaktion für Schüler.
Frankreich plant nach Ende der Sommerferien eine große Impfaktion für Schüler.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 25. August, 15.41 Uhr: Covid-Impfstoff: Schutz vor Ansteckung lässt nach Monaten etwas nach

Der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus lässt einer Studie zufolge bereits einige Monate nach der vollständigen Impfung etwas nach.

Als Referenzpunkt nahmen die britischen Forscher die in ihrer Studie ermittelte Schutzwirkung einen Monat nach der zweiten Impfdosis, die ihnen zufolge bei Biontech bei 88 Prozent lag und bei AstraZeneca bei 77 Prozent.

Bei Biontech nahm die Schutzwirkung vor einer Infektion innerhalb der nächsten vier Monate um 14 Prozentpunkte auf 74 Prozent ab, wie aus der großangelegten Studie hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Bei AstraZeneca waren es 10 Prozentpunkte innerhalb von drei Monaten. Der Schutz vor einer Ansteckung lag dann bei 67 Prozent.

Update, 25. August, 15.14 Uhr: NRW übernimmt keine Transferkosten von Schulen zum Impfzentrum

Um möglichst viele Schülerinnen und Schüler gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hat Duisburg seit vergangenem Montag einen Shuttle-Busverkehr für Impfwillige von den Schulen zum Impfzentrum organisiert.

Dass das Land Nordrhein-Westfalen die Kosten von rund 27.000 Euro für die Transfers der Schülerinnen und Schüler nicht übernimmt, sorgt beim Duisburger Stadtdirektor und Krisenstabsleiter Martin Murrack für Unmut.

"Dass das Land NRW keine finanziellen Gründe anführt, sondern die Freiwilligkeit der Impfung in Frage stellt, ist ehrlich gesagt ein Beleg dafür, dass man sich dort weit von der Realität vor Ort entfernt hat", kritisierte Murrack am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Zuerst hatte die WAZ berichtet.

Update, 25. August, 15.11 Uhr: Corona: Lukas Podolskis Auftritt in "Supertalent"-Jury völlig offen

Fußballer Lukas Podolski (36) ist an Corona erkrankt - damit steht auch sein Auftritt in der Jury der RTL-Show "Das Supertalent" in den Sternen.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Chaos beim "Supertalent"! Lukas Podolski hat Corona, Jury vor dem Aus.

RTL-Geschäftsführer Henning Tewes (49) und Fußball-Weltmeister Lukas Podolski (36, r.).
RTL-Geschäftsführer Henning Tewes (49) und Fußball-Weltmeister Lukas Podolski (36, r.).  © TVNOW / Stefan Gregorowius

Update, 25. August, 13.10 Uhr: Mindestens 12 Afghanistan-Rückkehrern nach Indien haben Corona

Mindestens 12 Personen einer Gruppe von 78 Menschen, die aus Kabul in Afghanistan evakuiert und nach Indien gebracht wurden, sind mit dem Coronavirus infiziert.

Sie zeigten keine Symptome, sagte ein Mitarbeiter der Organisation India World Forum, die dem indischen Außenministerium bei ihrer Evakuierungsmission hilft, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die Gruppe sei am Dienstag in Indien angekommen und die Positiv-Getesteten befänden sich in Quarantäne.

Indien hat seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan mehr als 600 Menschen ausgeflogen - darunter mehr als 200 indische Bürgerinnen und Bürger.

Update, 25. August, 13 Uhr: WHO sieht Stabilisierung bei Corona-Zahlen

Die Zahl der weltweit gemeldeten Corona-Infektionen stabilisiert sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offenbar.

In der Woche vom 16. bis 22. August wurden aus aller Welt 4,5 Millionen Ansteckungen gemeldet, wenig mehr als in der Vorwoche, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen WHO-Corona-Bericht hervorgeht.

Die Zahl der im gleichen Zeitraum gemeldeten Todesfälle blieb etwa gleich mit gut 68.000. In der Region Europa, zu der 53 Länder bis nach Aserbaidschan gehören, stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle um elf Prozent, auf dem amerikanischen Kontinent um zehn Prozent, während sie andernorts zurückging.

Die WHO hat seit Beginn der Pandemie gut 211 Millionen Infektionen und gut 4,4 Millionen Todesfälle dokumentiert.

Update, 25. August, 12.44 Uhr: Lufthansa will Impfungen über Betriebsvereinbarungen erreichen

Die Lufthansa will ihr fliegendes Personal vollständig gegen Corona impfen lassen, kann dafür aber nicht auf eine Impfpflicht wie bei der Schweizer Tochter Swiss setzen.

Man arbeite mit den Personalvertretungen an entsprechenden Vereinbarungen, erklärte am Mittwoch eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt.

Zum Stand der Verhandlungen könne sie aber derzeit nichts sagen. Für eine Impfpflicht fehle es in Deutschland schlicht an einer gesetzlichen Grundlage. Es gebe bei Lufthansa aber bereits eine vergleichbare Vereinbarung zur Gelbfieberimpfung.

Grundsätzlich sei ein internationaler Flugbetrieb ohne verpflichtende Corona-Impfung für Flugzeugbesatzungen künftig nicht darstellbar, erklärte die Sprecherin.

Viele Staaten würden künftig für die Crews vollständige Impfnachweise bei der Einreise verlangen. Lufthansa plane aber keine Impfpflicht für Passagiere oder nicht fliegendes Personal. Man habe auch keine Informationen über den Impfstatus einzelner Mitarbeiter.

Eine Mitarbeiterin der Lufthansa sitzt mit ihrer Mund- und Nasenschutzmaske am Check-in im Flughafen Münster-Osnabrück. Die Lufthansa will ihr fliegendes Personal vollständig gegen Corona impfen lassen.
Eine Mitarbeiterin der Lufthansa sitzt mit ihrer Mund- und Nasenschutzmaske am Check-in im Flughafen Münster-Osnabrück. Die Lufthansa will ihr fliegendes Personal vollständig gegen Corona impfen lassen.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 25. August, 12.36 Uhr: Azubi-Umfrage: Urlaub und Vergütung während Corona gekürzt

Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage unter Auszubildenden auch in der Berufsausbildung deutliche Spuren hinterlassen und sogar zu Kürzungen bei Urlaub und Ausbildungsvergütung geführt.

Fast 60 Prozent absolvierten zumindest Teile ihrer Ausbildung im Homeoffice, wie die am Mittwoch vorgelegte "Corona-Ausbildungsstudie" der Nachwuchsorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Jugend) zeigt.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab dem Homeschooling, von dem fast alle betroffen waren (95 Prozent), keine guten Noten: 34 Prozent nannten den Unterricht "befriedigend", knapp 12 Prozent "ausreichend" und 7 Prozent "mangelhaft".

Fast ein Drittel der Befragten, die ihre Ausbildung vor Corona begonnen hatten, gab an, die fachliche Qualität des Berufsschulunterrichts habe sich seit Beginn der Pandemie verschlechtert.

Und mehr als ein Drittel der Befragten befürchtet, die Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können, weil Ausbildungsinhalte nicht vermittelt wurden.

Etwa einem Viertel (24,3 Prozent) der Befragten wurde der Studie zufolge die Ausbildungsvergütung gekürzt. Fast jeder fünfte Auszubildende (18,7 Prozent) habe angegeben, dass ihr oder ihm seit Beginn der Corona-Pandemie mindestens einmal der Urlaub gekürzt worden sei, obwohl das nicht erlaubt sei, hieß es vom DGB.

Update, 25. August, 11.40 Uhr: Inzwischen 100 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt

Acht Monate nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland sind mehr als 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Mittwoch bei Twitter, dies sei "eine der größten logistischen Leistungen in der Geschichte unseres Landes". Genau sind es nach Ministeriumsangaben nunmehr 100,2 Millionen verabreichte Dosen.

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach inzwischen 49,4 Millionen Menschen oder 59,4 Prozent der Bevölkerung.

Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 53,5 Millionen Menschen oder 64,4 Prozent aller Einwohner. Spahn dankte allen, die beim Impfen mithelfen.

In 6 der 16 Bundesländer sind inzwischen mehr als 60 Prozent der Einwohner vollständig geimpft: an der Spitze weiter Bremen mit 69,5 Prozent.

Es folgen das Saarland mit 64,6 Prozent vollständig geimpften Einwohnern, Schleswig-Holstein mit 63,2 Prozent, Nordrhein-Westfalen 62,2 Prozent, Hamburg mit 61,3 Prozent und Niedersachsen mit 60,6 Prozent.

Update, 25. August, 9 Uhr: Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin

Die Gegner der Corona-Gesetze und die sogenannten Querdenker-Initiativen wollen an diesem Wochenende erneut in Berlin demonstrieren.

Eine ganze Reihe von Kundgebungen sind für den Samstag und Sonntag rund um das Regierungsviertel angemeldet. Ebenso wie die letzte große Demonstration am 1. August wurden auch diese Proteste schon lange angekündigt.

Bei der Versammlungsbehörde der Polizei wird überlegt, ob die Demonstrationen wegen der zu erwartenden Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen erneut verboten werden können.

Update, 25. August, 5 Uhr: FDP-Politiker fordert kostenlose Antikörper-Tests vor dritter Impfung

Die Bundesregierung sollte allen Bürgern nach Ansicht des FDP-Abgeordneten Gerald Ullrich vor einer dritten Corona-Impfung einen Antikörpertest bezahlen.

Derzeit werde erwartet, dass sich Menschen zur Auffrischung impfen ließen, ohne zu wissen, ob dies überhaupt nötig sei, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

"Wer noch genug Antikörper gegen das Coronavirus hat, sollte sich nicht pauschal impfen lassen müssen, um den Impfstatus zu behalten."

Durch einen kostenlosen Antikörpertest dagegen könne das Vertrauen in die Impfung weiter gestärkt werden.

Das Gesundheitsministerium hatte Ullrich auf eine schriftliche Frage geantwortet, derzeit gebe es keine Pläne für kostenlose Antikörpertests. "Aus Sicht der Bundesregierung ist davon auszugehen, dass die Bereitschaft für eine Auffrischimpfung hoch sein dürfte", hieß es.

Ullrich betonte: "Wenn wir wollen, dass sich so viele Menschen wie möglich gegen Covid-19 impfen lassen, sollte die Bundesregierung nicht nach dem Gießkannenprinzip „viel hilft viel“ vorgehen, sondern differenzieren." S

kepsis gegenüber der Auffrischungs-Impfung sei "ein fataler Rückschritt in der Impfkampagne, den wir uns nicht erlauben können".

Update, 25. August, 4 Uhr: RKI registriert 11.561 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 61,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 61,3 - am Vortag hatte der Wert 58,0 betragen, vor einer Woche 40,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.561 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.00 Uhr wiedergeben.

Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8324 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 39 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.889.173 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.710.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.061.

Sachsen, Dresden: Eine Mitarbeiterin in einem Friseurstudio wertet einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus aus.
Sachsen, Dresden: Eine Mitarbeiterin in einem Friseurstudio wertet einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus aus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. August, 2 Uhr: Trotz Pandemie kein Einbruch bei Straf- und Zivilverfahren

Die deutschen Straf- und Zivilgerichte haben im vergangenen Jahr nahezu so viele Fälle erledigt wie im Vorkrisenjahr.

Das sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch).

"Die Sorgen mancher, dass infolge der Pandemie massenhaft Verfahren in den Gerichten liegen bleiben könnten, haben sich nicht bestätigt", so Rebehn. Er bezog sich damit auf die neue Rechtspflegestatistik für das Jahr 2020.

Demnach haben die deutschen Amtsgerichte im Jahr 2020 fast 615.000 Strafverfahren erledigt, was 93 Prozent des 2019 bewältigten Pensums entspricht.

Die Landgerichte haben 2020 bei den erstinstanzlichen Strafsachen mit knapp 14.000 Verfahren sogar das Niveau des Vorjahres erreicht.

Update, 24. August, 21.22 Uhr: Corona-Lage in USA weiter ernst - Behörden: Fortschritte beim Impfen

Die steigenden Corona-Zahlen bereiten den Behörden in den USA weiter Sorgen. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA gut 137.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Anstieg von fast zwölf Prozent entspricht, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Dienstag sagte.

Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, sei etwa auf dem Stand der Vorwoche, die Zahl der Todesfälle hingegen um 23 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig gebe es aber Fortschritte bei der Impfkampagne, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients.

Update, 24. August, 20.48 Uhr: Borussia Mönchengladbach bestätigt: Ginter mit Coronavirus infiziert

Abwehrchef Matthias Ginter (27) vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Ja, deswegen hat er heute auch nicht am Training teilgenommen", sagte Pressesprecher Markus Aretz am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit mehrere Medienberichte vom gleichen Tag. "Er war geimpft und muss sich da offenbar irgendwo angesteckt haben", sagte Aretz.

Ginter ist derzeit in häuslicher Quarantäne. Der Ausfall des 27 Jahre alten Innenverteidigers ist für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter der nächste Rückschlag. Rechtsverteidiger Stefan Lainer hatte sich beim 0:4-Debakel am vergangenen Samstag in Leverkusen den Knöchel gebrochen; dazu kamen die Knieverletzungen von Marcus Thuram und Alassane Plea. Im Spiel bei Bayer Leverkusen musste Ginter in der 63. Minute angeschlagen vom Platz.

Matthias Ginter (27) von Borussia Mönchengladbach hat sich, trotz Impfung, mit dem Coronavirus infiziert.
Matthias Ginter (27) von Borussia Mönchengladbach hat sich, trotz Impfung, mit dem Coronavirus infiziert.  © Marius Becker/dpa

Update, 24. August, 20.28 Uhr: Rote Corona-Liste: Premier-League-Clubs verweigern Spieler-Abstellung

Die Clubs der Premier League werden keine Spieler für WM-Qualifikationsspiele in jene Länder abstellen, die wegen der Corona-Pandemie auf der so genannten Roten Liste der britischen Regierung stehen. "Widerstrebend, aber einstimmig" hätten die Vereine dies am Dienstag beschlossen, teilte der Ligaverband mit.

Die Entscheidung betrifft den Angaben zufolge fast 60 Spieler aus 19 Premier-League-Clubs, die im September in 26 Länder der Roten Liste reisen sollten. Auf der Roten Liste stehen überwiegend Länder in Südamerika und Afrika. Einreisende aus diesen Ländern müssen sich für zehn Tage in Hotelquarantäne begeben. Die nächsten Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft in Katar finden vom 2. bis 10. September statt.

Im Vorfeld der Entscheidung seien umfangreiche Gespräche sowohl mit dem nationalen Fußball-Verband (FA) als auch mit der Regierung mit dem Ziel von Ausnahmegenehmigungen geführt worden. "Aber aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit in Bezug auf ankommende Reisende aus Ländern der Roten Liste wurde keine Ausnahme gewährt", teilte die Premier League mit.

Update, 24. August, 18.40 Uhr: Lufthansa-Tochter Swiss führt Corona-Impfpflicht für Crews ein

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss führt eine Corona-Impfpflicht für ihr fliegendes Personal ein. Das "Covid-19-Impfobligatorium" gelte ab dem 15. November, teilte die Lufthansa-Tochter am Dienstag in Basel mit.

Grund seien die weltweiten länderspezifischen Einreisebestimmungen, die zunehmend eine Impfpflicht auch für Crews verlangten. So fordere etwa Hong Kong ab sofort von Besatzungen aus einigen Staaten einen Impfnachweis, so auch für Flüge ab der Schweiz.

"Die unterschiedliche Handhabung geimpfter und ungeimpfter Besatzungsmitglieder und die damit verbundene hohe Komplexität der Einsatzplanung hätten zur Folge, dass auf lange Sicht kein geordneter Flugbetrieb mehr sichergestellt werden könnte", erklärte Swiss. Einzelne Destinationen und Regionen könnten nicht mehr bedient werden.

Zudem führe eine unterschiedliche Handhabung zu Ungleichbehandlungen bei der Einsetzbarkeit der Besatzungsmitglieder. Auch wolle Swiss ihre Fürsorgepflicht gegenüber ihren Beschäftigten in Cockpit und Kabine wahrnehmen.

Die Fluggesellschaft "Swiss" stütze sich bei der Impfpflicht auf Klauseln in den Gesamtarbeitsverträgen des Cockpit- und Kabinenpersonals, die eine solche Maßnahme unter diesen Umständen vorsähen, hieß es.
Die Fluggesellschaft "Swiss" stütze sich bei der Impfpflicht auf Klauseln in den Gesamtarbeitsverträgen des Cockpit- und Kabinenpersonals, die eine solche Maßnahme unter diesen Umständen vorsähen, hieß es.  © Alexandra Wey/KEYSTONE/dpa

Update, 24. August, 16.26 Uhr: Roberto Blanco: Auch in Corona-Zeiten muss ein bisschen Spaß sein

Sänger Roberto Blanco (84) sehnt sich nach Zuschauern. "Ich bin gewohnt, auf der Bühne zu stehen vor Publikum. Mir fehlt das Publikum ehrlich gesagt. Aber natürlich muss man positiv denken", sagte Blanco am Dienstag über sein Erleben der Corona-Krise, die für ihn und viele andere Künstler eine Zwangspause bedeutete. "Man muss weiter leben und leben lassen. Ein bisschen Spaß muss sein."

Blanco äußerte sich bei der Jahrespressekonferenz des Schlosspark Theaters von Dieter Hallervorden (85). Dort steht er ab Mai 2022 in dem Stück "Monsieur Claude 2" auf der Bühne. Hallervorden über das Engagement Blancos: "Er hat auf Anhieb Ja gesagt." Blanco erwiderte: "Das ist, als ob Robert de Niro mich fragen würde." Der 84-Jährige hat Bühnenerfahrung als Schauspieler und wirkte auch in Kinofilmen wie "Die blutigen Geier von Alaska" und "Neues vom Wixxer" mit.

Sänger Roberto Blanco (84,l), und Komiker Dieter Hallervorden arbeiten in der neuen Spielzeit im Schlosspark Theater Berlin zusammen.
Sänger Roberto Blanco (84,l), und Komiker Dieter Hallervorden arbeiten in der neuen Spielzeit im Schlosspark Theater Berlin zusammen.  © Jens Kalaene/dpa

Update, 24. August, 15.56 Uhr: Athen beschließt Maßnahmen für Ungeimpfte - Inseln Hochrisikogebiete

Für Ungeimpfte steigt in Griechenland der Druck. Vom 13. September an müssen die Menschen dort ihre Corona-Tests selbst zahlen. Nicht betroffen sind nur Schüler sowie Genesene, Geimpfte und Menschen, die Symptome zeigen, kündigte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Dienstag in Athen an.

Ein Schnelltest kostet in Griechenland rund zehn Euro. Derweil reagiert auch Deutschland auf steigende Zahlen in Griechenland: Mehrere griechische Urlaubsinseln gelten nun als Hochrisikogebiete.

"Weit über 90 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft", begründete Kikilias die neuen Maßnahmen im Land, die mindestens bis zum 31. März 2022 gelten sollen. Auch Maßnahmen für reisende Bürger innerhalb des Landes kündigte Kikilias an: Ungeimpfte müssen dafür einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Update, 24. August, 15.51 Uhr: Söder: Ende der 3G-Regelung abhängig von Lage in Krankenhäusern

Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) abhängig von der Lage in den Krankenhäusern.

"Erst dann wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig", sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen.

Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Update, 24. August, 15.47 Uhr: Israel: Auch 30-Jährige erhalten dritte Impfung

Israel vergibt nun auch an Menschen ab 30 Jahren eine dritte Impfdosis, um eine Zunahme von Corona-Neuinfektionen zu stoppen.

Mehrere Expertenteams hätten eine Empfehlung zur Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Bisher haben demnach knapp 17 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis eine Auffrischungsimpfung erhalten. Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus. Entscheidend ist dabei, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Hintergrund sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Gleichzeitig verbreitete sich die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Update, 24. August, 15.42 Uhr: Spahn macht Hoffnung auf vollere Fußball-Stadien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat den deutschen Fußball-Clubs Hoffnung auf wieder vollere Stadien gemacht.

Man könne die Teilnehmerzahlen für Geimpfte und Genesene anders rechnen als Getestete, sagte der CDU-Politiker am Montag dem TV-Sender Bild. "Es können ohne Zweifel deutlich mehr Geimpfte und Genesene in einem Stadion - zumal unter freiem Himmel - dann auch als Zuschauer dabei sein, als es sonst möglich ist", erklärte der Minister.

Dies würde eine Abkehr von den Beschlüssen von Bund und Ländern bedeuten. Diese hatten am 10. August festgelegt, dass die Stadien bis zu 50 Prozent, aber nur maximal mit 25.000 Zuschauern gefüllt werden dürfen. In die Arenen dürfen nur Geimpfte, Genesene und Getestete (3-G-Regel).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 24. August, 15.38 Uhr: Laschet führt hohe Inzidenz auf Ferienende und viele Tests zurück

Die aktuelle Spitzenposition Nordrhein-Westfalens bei den Corona-Neuinfektionen führt die nordrhein-westfälische Landesregierung nicht auf unterschiedliche Maßnahmen in Deutschland, sondern auf Ferieneffekte, Ballungsräume und intensives Testen zurück.

"Wir sind sicher der verdichtetste Großraum in Europa", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) am Dienstag nach einer auswärtigen Kabinettssitzung in Berlin auf Fragen nach den Gründen. NRW habe lange Zeit auf Platz sechs oder sieben der Bundesländer gelegen. Jetzt liege NRW einige Tage an der Spitze. "Die Regeln sind überall in Deutschland die gleichen. Sie können es nicht darauf zurückführen, dass es an den Regeln liegt, die gelten."

Laschet sprach von einer Mischung von Faktoren nach dem Ferienende in NRW. Reiserückkehrer, Einreise aus Hochrisikogebieten, Menschen, die in besonders verdichteten Räumen leben, zählte er als Gründe für die aktuelle NRW-Inzidenz von über 100 auf.

Update, 24. August, 15.32 Uhr: Weil: Kaum Einschränkungen für Geimpfte und Genesene mehr

Für Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, soll es von Mittwoch an in Niedersachsen einen leichteren Corona-Alltag geben.

"Geimpfte und Genesene sind in der Corona-Pandemie künftig im Wesentlichen nicht mehr von Einschränkungen betroffen», sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) bei der Vorstellung der neuen Corona-Verordnung am Dienstag in Hannover. Sie tritt am Mittwoch in Kraft.

Für die Ungeimpften werde das Leben hingegen aufwendiger werden, sagte Weil. Die bisher kostenlosen Corona-Bürgertests werde es ab Oktober nicht mehr geben. Für Ungeimpfte und Nicht-Genesen erhöhe sich perspektivisch der finanzielle und logistische Aufwand.

Stephan Weil (62, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.
Stephan Weil (62, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 24. August, 15.12 Uhr: Option für Clubs und Kneipen in Hamburg: Kein Zutritt für Ungeimpfte

Gastronomie, Clubs, Kneipen und Kultureinrichtungen in Hamburg können ihre Kapazitäten von Samstag an nahezu wieder vollständig nutzen, sofern Ungeimpfte keinen Zutritt haben.

Der rot-grüne Senat beschloss am Dienstag das sogenannte Zwei-G-Optionsmodell, wonach Veranstalter entscheiden können, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiterhin das Drei-G-Modell nutzen wollen. Dieses Modell bezieht Getestete und damit Ungeimpfte mit ein.

Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) begründete die Entscheidung des Senats damit, dass Geimpfte und Genesene keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen hätten.

Update, 24. August, 15.09 Uhr: Kliniken begrüßen Abkehr von 50er Inzidenz

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält die geplante Abkehr von der 50er Inzidenz als Richtschnur für Corona-Maßnahmen für richtig.

Man begrüße die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Schon seit geraumer Zeit fordern wir, dass neben der Inzidenz andere Indikatoren wie die Hospitalisierung, aber auch die Impfquote berücksichtigt werden."

Durch die Impfungen sei ein Großteil der Bevölkerung geschützt. Die Inzidenzerkenntnisse aus der Vergangenheit beschrieben die aktuelle und zukünftige Lage nicht mehr ausreichend, sagte Gaß.

Update, 24. August, 15.03 Uhr: Mehr als 700 Corona-Tote im Iran an einem Tag

Im Iran wurden erstmals mehr als 700 Corona-Tote innerhalb eines Tages registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden in den vergangenen 24 Stunden 709 Tote und über 40.000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in Iran auf mehr als 103.000.

Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Auch der sechstägige Lockdown Mitte August konnte die andauernde Todeswelle nicht stoppen. Wegen der Wirtschaftskrise und US-Sanktionen gibt es im Land nicht genügend Vakzine. Daher läuft auch die Impfkampagne nur schleppend voran. Bislang konnten nur sieben Prozent der mehr als 83 Millionen Iraner doppelt geimpft werden.

COVID-19-Patienten werden im Shohadaye Tajrish Hospital in Tehran behandelt. Nachdem die iranischen Behörden im vergangenen Jahr für die Verharmlosung des Virus kritisiert wurden, haben sie Teil-Lockdowns und andere Maßnahmen eingeführt, um die Corona-Pandemie zu bremsen.
COVID-19-Patienten werden im Shohadaye Tajrish Hospital in Tehran behandelt. Nachdem die iranischen Behörden im vergangenen Jahr für die Verharmlosung des Virus kritisiert wurden, haben sie Teil-Lockdowns und andere Maßnahmen eingeführt, um die Corona-Pandemie zu bremsen.  © Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Update, 24. August, 13.34 Uhr: Corona-Todesfälle in England und Wales auf höchstem Stand seit März

Die Zahl der wöchentlichen Corona-Todesfälle ist in England und Wales kürzlich auf den höchsten Stand seit März gestiegen.

In der Woche bis zum 13. August starben 571 Menschen an oder mit Covid-19, wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht.

Das entspricht dem höchsten Stand seit Mitte März, als innerhalb einer Woche 719 Corona-Tote gezählt wurden. Damals nahmen die Fallzahlen steil ab, nachdem die zweite Welle ihren Höhepunkt im Januar erreicht hatte.

Update, 24. August, 12.47 Uhr: Ungeimpfte müssen Corona-Tests in Griechenland selbst zahlen

In Griechenland müssen ungeimpfte Bürger ihre Corona-Tests vom 13. September an selbst zahlen.

Ausgenommen sind nur Schüler sowie Genesene, Geimpfte und Menschen, die Symptome zeigen, kündigte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Dienstag in Athen an.

Zudem können Arbeitgeber Auskunft von den Beschäftigten darüber erhalten, ob sie geimpft sind oder nicht, und andernfalls zwei Tests pro Woche verlangen. Ein Schnelltest kostet in Griechenland zehn Euro.

Update, 24. August, 12.30 Uhr: Spahn: Leiten neue Corona-Kennzahlen aus letzten Wellen ab

Bund und Länder beraten nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über neue Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland.

"Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten", sagte Spahn am Dienstag im Interview bei Welt.

Gemeinsam mit den Ländern schaue man sich jetzt an, was die richtigen Kennziffern für weiteres Handeln seien. "Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen."

Spahn hatte angekündigt, dass der bisherige Inzidenzwert von 50, der noch im Infektionsschutzgesetz als Richtwert für schärfere Maßnahmen verankert ist, ausgedient habe.

Das Gesetz wird demnach nun geändert. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 entscheidend sein.

Der Gesundheitsminister rief erneut zum Impfen auf. Noch sei die Zahl der Ungeimpften so groß, dass es im Falle einer sehr schnellen Ansteckung immer noch eine Belastung des Gesundheitswesens geben könne.

"Im Moment sehen wir eine Pandemie der Ungeimpften." Mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 seien nicht geimpft.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 24. August, 12 Uhr: Apotheken stellen ab sofort Genesenen-Zertifikate aus

Corona-Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen.

Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Dienstag mit.

Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, müssen dafür ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen.

Bislang habe es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene gegeben, aber nicht für Menschen, die erst kürzlich infiziert gewesen seien und sich noch nicht impfen lassen könnten, teilte der Verband mit.

Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Angebot kostenlos. Die Apotheken erhalten den Angaben zufolge vom Bundesamt für Soziale Sicherung 5,04 Euro plus Mehrwertsteuer.

Update, 24. August, 11.45 Uhr: 49,2 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. 49,2 Millionen Menschen oder 59,2 Prozent der Bevölkerung sind nun vollständig geimpft, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag per Twitter mitteilte.

Mindestens eine erste Impfung haben 53,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise 64,2 Prozent der Bevölkerung erhalten.

Spahn warnte davor, dass sich die vierte Corona-Welle aufbaue. "Wie hoch und gefährlich sie wird, haben wir noch in der Hand: Jede zusätzliche Impfung hilft, die Welle abzuflachen", twitterte er.

Update, 24. August, 11.37 Uhr: Luca-App: 126 000 Menschen erfuhren von möglichem Infektionsrisiko

Die Macher der umstrittenen Luca-App haben eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Allein in den vergangenen zehn Wochen zwischen dem 1. Juni und dem 23. August hätten 126.000 Menschen durch die Luca-App von einem möglichen Infektionsrisiko erfahren, erklärte die Culture4Life GmbH.

Zuvor habe jeweils eine Gesundheitsbehörde in dem Luca-System den Aufenthalt einer später positiv getesteten Person als Risiko eingestuft.

In diesem Zeitraum hätten die Gesundheitsämter 1750-mal von Betrieben gesammelte Kontaktdaten der betreffenden Besucher angefordert.

"Die Betroffenen hatten damit die Gelegenheit, noch vor einer Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt ihr eigenes Verhalten anzupassen", sagte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH.

"Das entspricht 126.000 möglichen Infektionsketten, die potenziell unterbrochen wurden."

Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen. Die App dient der Datenbereitstellung für eine mögliche Kontaktpersonennachverfolgung.
Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen. Die App dient der Datenbereitstellung für eine mögliche Kontaktpersonennachverfolgung.

Update, 24. August, 11.33 Uhr: Israel registriert fast 10.000 neue Corona-Fälle an einem Tag

Israel hat erstmals seit Januar wieder fast 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert.

Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 9831 neue Fälle, die alle am Montag erfasst wurden.

Dies ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zur vergangenen Woche - allerdings hat auch die Zahl der Tests etwas zugenommen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 678.

Zwölf weitere Menschen mit einer Corona-Infektion starben.

Update, 24. August, 8.29 Uhr: Griechische Urlaubsinseln sind nun Corona-Hochrisikogebiete

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln nun als Hochrisikogebiet ein.

Die Regelung gilt seit diesem Dienstag. Nach jüngsten Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind derzeit etwa 150.000 Pauschalurlauber aus Deutschland in Griechenland unterwegs.

Neben Kreta ist nun auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Die Inseln gelten auch wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Corona-Ausbreitung in Griechenland.

Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

Die griechische Fahne weht auf der Insel Mykonos.
Die griechische Fahne weht auf der Insel Mykonos.  © Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa

Update, 24. August, 5 Uhr: Studie: Einkaufsgewohnheiten haben sich in der Pandemie verändert

Die Einkaufsgewohnheiten der Menschen in Deutschland haben sich in der Pandemie spürbar verändert.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ gehen Verbraucher auch eineinhalb Jahr nach dem Beginn der Pandemie weiterhin seltener als früher in Supermärkte und zu Discountern. Dafür fallen aber die Einkäufe meist größer aus.

"Die Menschen haben das Bedürfnis, ihre Einkäufe zu reduzieren, das galt im ersten und im zweiten Lockdown und es gilt noch immer", beobachtet NielsenIQ-Experte Thomas Montiel Castro.

Der Trend gehe dahin, seltener einzukaufen und dann möglichst alles auf einen Schlag zu erledigen. Gewinner sind dabei nach Angaben der Marktforscher aber nicht die großen SB-Warenhäuser oder die Discounter, wo die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher in der Vergangenheit meist ihre Großeinkäufe erledigten, sondern die klassischen mittelgroßen Supermärkte wie Rewe oder Edeka.

Der Marktforscher ist überzeugt, dass dieser Trend auch nach dem Ende der Pandemie anhalten wird.

Update, 24. August, 4.45 Uhr: Das Netz an Corona-Testzentren wird ausgedünnt

Vor dem Hintergrund einer steigenden Impfquote und einem damit verbundenen Nachfragerückgang haben zahlreiche Corona-Teststellen in Deutschland ihren Betrieb eingestellt.

Bundesweite Zahlen liegen nicht vor, Zahlen aus den Bundesländern verdeutlichen aber diesen Trend: So sank die Zahl der Teststellen in Nordrhein-Westfalen binnen vier Wochen um 640 auf 8127, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte.

In anderen Bundesländern war es ähnlich. In Niedersachsen sind laut dortigem Ministerium derzeit 2093 Testzentren aktiv, gut 600 sind in einem Meldeportal mit "außer Betrieb" aufgeführt.

Unlängst gab es in NRW zwar ein Plus an vorgenommenen Testungen, weil Urlauber wieder in den Job zurückkehrten oder weil Ungeimpfte etwa für einen Restaurantbesuch im Innenbereich ein negatives Testergebnis benötigten.

In Niedersachsen, wo die Sommerferien noch laufen, sank die Zahl der gemeldeten Testungen zuletzt aber deutlich. Auf lange Sicht dürfte die Nachfrage noch stärker sinken, auch weil die Tests ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis sind.

Sachsen, Dresden: Louise Walewski, Mitarbeiterin hectas Sicherheitsdienste GmbH, geht vor einem Corona-Testcenter entlang.
Sachsen, Dresden: Louise Walewski, Mitarbeiterin hectas Sicherheitsdienste GmbH, geht vor einem Corona-Testcenter entlang.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. August, 4.40 Uhr: RKI registriert 5747 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 58,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 58,0 - am Vortag hatte der Wert 56,4 betragen, vor einer Woche 37,4.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5747 Corona-Neuinfektionen.

Daneben stieg auch die Zahl der Toten im Vergleich zur Vorwoche. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.877.612 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.706.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.022.

Update, 24. August, 3.04 Uhr: Corona-Krise hatte Tod Hunderttausender Babys zur Folge

Der Wirtschaftsabschwung im Zuge der Corona-Krise könnte allein im vergangenen Jahr den Tod von mehr als 260.000 Babys vor allem in ärmeren Ländern der Welt zur Folge gehabt haben.

Zu diesem Schluss kommen Experten der Weltbank in einer im Fachmagazin BMJ Open vorgestellten Modellierungsstudie. Zugrunde liegen demnach mehrere Mechanismen: eine schlechtere Pflege und Ernährung in verarmenden Haushalten, der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitsdiensten sowie beeinträchtigte Angebote und schwindende Qualität angebotener Gesundheitsdienste im Zuge der Wirtschaftskrise.

Rund 267.000 bis zu 12 Monate alte Kinder starben der Modellierungsstudie nach infolge des coronabedingten Wirtschaftsabschwungs - und damit insgesamt rund 7 Prozent mehr als im Mittel der Vorjahre.

Mit mehr als einem Drittel - rund 100.000 - der zusätzlichen Todesfälle entfielen die weitaus meisten auf Indien. Indien habe zum einen die höchste Zahl jährlicher Geburten weltweit und ein besonders großes prognostiziertes Wirtschaftsdefizit für 2020 (etwa minus 17 Prozent), erläutern die Experten der Weltbank.

Update, 24. August, 3 Uhr: Impfstatus der Erwachsenen beeinflusst Situation an Schulen

Für die Offenhaltung der Schulen im zweiten Pandemie-Herbst spielen Experten zufolge Erwachsene eine entscheidende Rolle.

Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung."

Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält es generell für wichtig, dass sich so viele Erwachsene wie möglich impfen lassen. "Das ist wichtig für den Eigenschutz, aber eben auch, um diejenigen zu schützen, die sich nicht beziehungsweise noch nicht impfen lassen können. Dazu zählen insbesondere auch Kinder."

Einen wesentlichen Einfluss auf die Situation an den Schulen wird auch die Akzeptanz der Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche haben, die seit Mitte August von der Ständigen Impfkommission für die Altersgruppe ab 12 Jahren empfohlen wird.

Ein Schild weißt auf das Impfzentrum von Bremen hin.
Ein Schild weißt auf das Impfzentrum von Bremen hin.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 24. August, 2.32 Uhr: Hausärzte befürworten geplante Abkehr von Inzidenz

Der Hausärzteverband befürwortet die Pläne der Bundesregierung, die Beschränkungen im öffentlichen Leben nicht mehr allein an die Corona-Inzidenz zu knüpfen.

"Die Bewertung des Infektionsgeschehens müsste längst mehr Aspekte als nur die Inzidenz einbeziehen", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der Rheinischen Post.

"Die geplante Berücksichtigung der Hospitalisierungsrate ist deshalb ein richtiger erster Schritt, und dafür wurde es auch höchste Zeit." Es gehe darum, die Belastung des Gesundheitswesens abzubilden. "Diese ist im Moment moderat, und sie wird vor allem durch Personen verursacht, die nicht geimpft sind."

Update, 23. August, 23 Uhr: Spahn verteidigt Pläne zur Abkehr von der 50er-Inzidenz

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplante Abkehr von der Corona-Inzidenz als maßgeblichen Gradmesser für Einschränkungen in Deutschland verteidigt.

Er sagte am Montag in den ARD-Tagesthemen, niemand habe gesagt, dass die Inzidenz gar kein Maßstab mehr sein solle. "Was klar ist: Die 50er Inzidenz, wie sie aktuell im Gesetz steht, hat ausgedient."

Nach den Impffortschritten könne man jetzt stärker auf die Krankenhausbelastung abheben. "Aber auch diese Frage hängt ja mit der Inzidenz zusammen. Umso mehr sich infizieren, desto mehr werden natürlich auch weiterhin in den Kliniken behandelt werden müssen", sagte Spahn.

Update, 23. August, 19.53 Uhr: Lauterbach zu Abkehr von 50er-Inzidenz: "Falsches Signal"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat sich gegen eine Abkehr von der Inzidenz als wichtigen Corona-Wert ausgesprochen.

Die geplante Neuordnung sende "ein falsches Signal", als wenn die Inzidenz nun überhaupt nicht mehr wichtig wäre und man nur noch auf die Zahl der Krankenhauseinweisungen schauen müsste, sagte Lauterbach am Montag dem TV-Sender Phoenix.

"Das halte ich für falsch, weil auch viele derjenigen, die erkranken und nicht ins Krankenhaus müssen, schwer erkranken und langfristige Schäden davontragen."

Karl Lauterbach (58), SPD-Gesundheitsexperte.
Karl Lauterbach (58), SPD-Gesundheitsexperte.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 23. August, 18.58 Uhr: US-Zulassung für Biontech/Pfizer - Impfpflicht für Soldaten

Nach der vollständigen US-Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer soll eine Impfung mit dem Mittel für alle Mitglieder des US-Militärs Pflicht werden.

Aktuell werde an einem Zeitplan gearbeitet, der in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden solle, kündigte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Montag an.

Dabei beschränke man sich zunächst auf das Mittel von Biontech und Pfizer, sagte Kirby. Das Pentagon setzt mit der Impfpflicht bereits angekündigte Pläne um.

Update, 23. August, 18.56 Uhr: New York verpflichtet Schulpersonal zu Corona-Impfung

Nach der vollständigen Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer in den USA hat die Stadt New York die verpflichtende Injektion des Vakzins für alle Schulangestellten angekündigt.

Unter anderem Lehrer sowie alle anderen Beamten und Menschen mit Kontakt zu Schülern müssten bis zum 27. September mindestens eine Dosis erhalten haben, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag in New York.

Es blieb dabei zunächst offen, was mit jenen passieren wird, die die Impfung trotzdem verweigern.

Nach der vollständigen Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer in den USA hat die Stadt New York die verpflichtende Injektion des Vakzins für alle Schulangestellten angekündigt.
Nach der vollständigen Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer in den USA hat die Stadt New York die verpflichtende Injektion des Vakzins für alle Schulangestellten angekündigt.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 23. August, 17.19 Uhr: Dänischer Minister rechnet mit dritter Corona-Impfdosis für alle

Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke (46) geht davon aus, dass allen Menschen in Dänemark irgendwann eine dritte Corona-Impfung angeboten wird.

Die Gesundheitsbehörden prüften derzeit, wann ein dritter Piks relevant werden könnte, sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (43) sagte, sie erwarte für die Zukunft keine umfangreichen Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie mehr - "weil wir die Superwaffe haben: die Impfstoffe", so Frederiksen.

Update, 23. August, 17.19 Uhr: Vollständige US-Zulassung für Impfstoff von Biontech/Pfizer

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Mittel des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer als erstem Corona-Impfstoff in den USA die vollständige Zulassung erteilt.

Sie gelte für Menschen ab 16 Jahren, teilte die FDA am Montag mit und nannte die Entscheidung einen "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie. Die Notfallzulassung für Personen ab zwölf Jahren bleibe weiterhin bestehen.

Update, 23. August, 15.36 Uhr: Nur Geimpfte und Genesene für Festival des deutschen Films zugelassen

Für das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen werden nur gegen das Coronavirus geimpfte oder von einer Covid-19-Erkrankung genesene Besucher zugelassen.

Wer lediglich getestet ist, erhält bei der 17. Ausgabe des Festivals vom 1. bis 19. September keinen Zutritt zum Festivalgelände, wie die Veranstalter am Montag mitteilten.

Dies sei eine Auflage und Teil der Sondergenehmigung, die derzeit für größere Veranstaltungen nötig ist.

Update, 23. August, 14.30 Uhr: Griechische Regierung: Keine "Geiselhaft" durch Corona-Impfgegner

Die griechische Regierung hat erneut deutlich gemacht, dass im Herbst beim Corona-Krisenmanagement keine Rücksicht auf Ungeimpfte genommen werden soll. Leider lehnten manche Mitbürger die Corona-Impfung ab, sagte der griechische Regierungssprecher Giannis Oikonomou am Montag in Athen.

Die Gründe dafür seien bekannt, würden aber weder von der wissenschaftlichen Gemeinschaft noch von der Mehrheit der Bürger oder von der Regierung selbst akzeptiert. "Die Gesellschaft kann nicht warten und vor allem nicht von solchen Auffassungen in Geiselhaft genommen werden", sagte Oikonomou.

Am Dienstag will die griechische Regierung neue Corona-Maßnahmen für den Herbst bekanntgeben. Angesichts steigender Infektionszahlen ist Athen im Zugzwang; die Regierung hatte aber immer wieder betont, keinen neuen Lockdown veranlassen zu wollen. Stattdessen soll Ungeimpften der Zugang zu geschlossenen Räumen im Freizeitbereich verwehrt werden. Clubs, Diskotheken, Kinos, Theater und die Gastronomie könnten also ohne Impfnachweis kaum besucht werden.

Update, 23. August, 14 Uhr: Bund gibt Ländern 200 Millionen für Luftreiniger in Schulen und Kitas

Die Bundesregierung unterstützt die Länder mit 200 Millionen Euro bei der Beschaffung von mobilen Luftreinigern für Schulen und Kitas. Wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, sollen davon Einrichtungen mit Kindern unter zwölf Jahren profitieren, für die es derzeit keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Bei Kinderbetreuung und Unterricht solle der bestmögliche Infektionsschutz erreicht werden.

"Unser Ziel ist es, in diesem Herbst und Winter den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten", erklärte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Brandenburgs Bildungsministerin und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), betonte: "Es ist gut, dass die finanzielle Unterstützung des Bundes kommt."

Mobile Luftreiniger könnten Schulen und Kitas helfen, auch Räume zu nutzen, die sich nicht gut lüften ließen. Die 200 Millionen Euro sollen nach dem Königsteiner Schlüssel zwischen den Ländern aufgeteilt werden, die Länder müssen ebenfalls einen Teil zuschießen.

In einem Klassenraum im Berliner Schadow-Gymnasium steht ein Luftreiniger, der die Corona-Infektionsgefahr während des Unterrichts senken soll.
In einem Klassenraum im Berliner Schadow-Gymnasium steht ein Luftreiniger, der die Corona-Infektionsgefahr während des Unterrichts senken soll.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 23. August, 13 Uhr: Massive Corona-Welle in Französisch-Polynesien - Triage auf Tahiti

Das Coronavirus hat jetzt auch einen der entlegensten Winkel der Erde erreicht: Französisch-Polynesien im Südpazifik wird seit einigen Wochen von einer massiven Infektionswelle überrollt. Auf der größten Insel Tahiti seien die Intensivstationen völlig überlastet, berichtete die französische Zeitung "Le Monde" am Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem französischen Überseegebiet liege mittlerweile bei 2800.

Bis Ende Juli hatte die Inselgruppe täglich nur eine Handvoll Fälle verzeichnet. Dann stieg die Zahl plötzlich aus ungeklärter Ursache sprunghaft an.

Mittlerweile seien in Krankenstationen auf Tahiti Schreibtische in Betten umgewandelt worden. Auch komme es schon zu einer Triage, hieß es. Das bedeutet, dass das Gesundheitspersonal entscheiden muss, welche Patienten behandelt werden. "Dieses Aussortieren ist schrecklich, weil wir uns in Polynesien alle kennen", sagte eine Krankenschwester, die anonym bleiben wollte.

Die Behörden hatten am Freitag einen strengen Lockdown mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verhängt, der zunächst für zwei Wochen gelten soll. Alle Schulen wurden geschlossen. Französisch-Polynesien mit seinen 118 Inseln und Atollen hat rund 280.000 Einwohner.

Emmanuel Macron trägt bei seiner Ankunft auf dem Manihi-Atoll, 500 km nordöstlich von Tahiti, Französisch-Polynesien im Pazifischen Ozean einen Blumenkranz und Muschelketten.
Emmanuel Macron trägt bei seiner Ankunft auf dem Manihi-Atoll, 500 km nordöstlich von Tahiti, Französisch-Polynesien im Pazifischen Ozean einen Blumenkranz und Muschelketten.  © Esther Cuneo/AP/dpa

Update, 23. August, 11.31 Uhr: Erstmals wieder keine lokale Übertragung von Covid-19 in China

Rund einen Monat nach Beginn des schlimmsten Ausbruchs des Coronavirus in China seit einem Jahr ist erstmals keine lokale Übertragung mehr berichtet worden. Wie die Gesundheitsbehörden in Peking am Montag mitteilten, gab es am Sonntag nur 21 aus dem Ausland eingeschleppte Fälle.

Bei dem Ausbruch mit der besonders ansteckenden Delta-Variante hatten sich mehr als tausend Menschen in fast 50 Städten angesteckt. Auslöser war nach Behördenangaben ein russisches Flugzeug in der ostchinesischen Neun-Millionen-Metropole Nanjing, in dem sich Flughafenmitarbeiter infiziert hatten.

Die Delta-Variante bedeutet für Chinas strikte Null-Covid-Politik eine Herausforderung. Mit drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Kontaktverfolgung, Massentests unter Millionen, Quarantäne und der Unterbrechung von Transportverbindungen konnten die Behörden die Ausbreitung allerdings wieder stoppen.

In der Volksrepublik waren Ende 2019 die ersten Corona-Infektionen weltweit entdeckt worden. Seit einem Jahr ist das Virus dort aber weitgehend unter Kontrolle.

Update, 23. August, 9.10 Uhr: Corona-Inzidenz in NRW bei über 100: Höchster bundesweiter Wert

Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland in Deutschland.

Mehr dazu hier: Corona-Werte in NRW eskalieren: Inzidenz über 100, deutscher Höchstwert der Bundesländer

Update, 23. August, 6 Uhr: RKI registriert 3668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 56,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 56,4 - am Vortag hatte der Wert 54,5 betragen, vor einer Woche 36,2.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3668 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2126 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Eine Ärztin hält im Universitätsklinikum Dresden ein Stethoskop in der Hand.
Eine Ärztin hält im Universitätsklinikum Dresden ein Stethoskop in der Hand.  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. August, 19 Uhr: Baerbock kann sich Impfpflicht für bestimmte Gruppen vorstellen

Für den Fall einer drastischen Verschlimmerung der Corona-Lage in Deutschland schließt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht aus.

"Braucht es eine Impfpflicht für spezielle Berufsgruppen wie Krankenhaus oder Pflegepersonal oder Erzieher?", wurde Baerbock nach der Aufzeichnung des ARD-Sommerinterviews gefragt, als sie im Online-Programm Tagesschau24 noch Zuschauerfragen beantwortete.

"Eine Impfpflicht ist in unserem Land gesetzlich, rechtlich, juristisch nicht ganz einfach", sagte Baerbock am Sonntag. Es gebe aber Berufszweige etwa bei der Bundeswehr, wo so etwas möglich sei. Es könne dazu kommen, dass man "über die Frage weiterer Impfpflichten in einzelnen Berufsgruppen" sprechen müsse.

Die Grünen-Chefin verwies insbesondere auf die Lage in den Schulen und auf Kinder, die wegen ihres jungen Alters noch nicht geimpft werden könnten.

"Man muss ja sich vorstellen, was sind die Alternativen. Und wenn die Alternative ist, harter Lockdown, Kitas und Schulen wieder komplett zu - was echt ein Desaster für viele Familien war - dann müssen alle anderen Alternativen mit auf den Tisch", sagte Baerbock. Wie heftig es noch werde, könne sie aber nicht vorhersehen. Noch seien nicht alle anderen Möglichkeiten ausgereizt.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) am Sonntag beim ARD-Sommerinterview.
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) am Sonntag beim ARD-Sommerinterview.  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Update, 22. August, 17.20 Uhr: Montag kommt 3G - Was heißt das für Ungeimpfte?

Corona breitet sich in Deutschland wieder stark aus und bedroht vor allem ungeimpfte Menschen. Gleichzeitig gilt ab Montag weitgehend "3G": Zutritt zu öffentlichen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genese oder negativ Getestete.

Mehr Infos unter: "Montag wird es ernst für Ungeimpfte: Für all das muss man sich ab 23. August testen lassen!"

Für komplett Geimpfte dürften die kommenden Monate deutlich entspannter werden als für Impf-Muffel. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will Geimpfte und Genese im Falle eines Lockdowns verschonen. (Bildmontage)
Für komplett Geimpfte dürften die kommenden Monate deutlich entspannter werden als für Impf-Muffel. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will Geimpfte und Genese im Falle eines Lockdowns verschonen. (Bildmontage)  © Bildmontage: Daniel Karmann/dpa/Wolfgang Kumm/dpa

Update, 22. August, 11.52 Uhr: Negative Spitze: Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen fast bei 100

Die Corona-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen auf einen Wert von beinahe 100 gestiegen. Damit liegt das bevölkerungsreichste Bundesland nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag deutschlandweit mit seinem hohen Infektionsgeschehen an der Spitze des Negativ-Rankings.

Die Zahl der gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen erreichte 99,2, wie aus den RKI-Zahlen hervorging. Vor einer Woche hatte der Wert in dem Land bei 54,4 gelegen. Der Bundesschnitt betrug am Sonntag 54,5.

Der Stadtstaat Berlin war laut RKI mit 67,3 das Land mit dem zweithöchsten Wert. Andere große Flächenländer wie Baden-Württemberg (46,6) und Bayern (41,1) liegen unter dem Bundesschnitt.

Innerhalb eines Tages kamen am Sonntag 3124 Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen hinzu. In ganz Deutschland wurden dem RKI binnen eines Tages 7050 Corona-Neuinfektionen (Stand von 05.20 Uhr) gemeldet.

Update, 22. August, 7.09 Uhr: RKI registriert 7050 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 54,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 54,5 - am Vortag hatte der Wert 51,6 betragen, vor einer Woche 35,0.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7050 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 4728 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls drei Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.868.197 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.698.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.976.

Update, 22. August, 0.15 Uhr: Fünf spanische Regionen keine Hochrisikogebiete mehr

Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen.

Fünf der 17 spanischen Regionen stehen aufgrund ihrer stark verbesserten Corona-Lage seit Mitternacht nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete der Bundesregierung.

Es sind die Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava, die Kanaren, Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien.

Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen.
Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen.  © Clara Margais/dpa

Update, 21. August, 12.44 Uhr: Bayerns FDP-Chef begrüßt Söders Abrücken vom Inzidenzwert

Der bayerische FDP-Chef Daniel Föst hat die angekündigte Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab der Corona-Politik im Freistaat begrüßt.

"Söder bewegt sich endlich", sagte Föst am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Nun sei die Frage, wie lange Corona-Einschränkungen noch aufrecht erhalten werden müssten.

"Für uns Freie Demokraten ist der Zeitpunkt gekommen, zur Normalität zurück zu kehren", meinte der Bundestagsabgeordnete.

Update, 21. August, 6.20 Uhr: Paralympics-Organisatoren erwägen striktere Corona-Maßnahmen

Angesichts der alarmierenden Infektionslage in Japan erwägen die Organisatoren der Paralympics eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

Im Vergleich zur Zeit der Olympischen Spiele habe sich die Situation deutlich verschlechtert, sagte Hidemasa Nakamura, Leiter der zuständigen Abteilung des Organisationskomitees, am Samstag.

Dadurch steige das Risiko durch Paralympics-Mitarbeiter, die in Japan lebten. Daher erwäge man unter anderem mehr Corona-Tests bei Mitarbeitern, die engen Kontakt mit den Parathleten haben.

Die Paralympischen Spiele in Tokio werden am 24. August mit einer Zeremonie im Nationalstadion von Tokio eröffnet.
Die Paralympischen Spiele in Tokio werden am 24. August mit einer Zeremonie im Nationalstadion von Tokio eröffnet.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 21. August, 4.30 Uhr: RKI registriert 8092 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 51,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen bei 51,6 - und damit erstmals seit Mai wieder über 50.

Am Vortag hatte die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner noch bei 48,8 gelegen, vor einer Woche bei 32,7.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 8092 Corona-Neuinfektionen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 11 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.861.147 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.696.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.973.

Update, 21. August, 4.10 Uhr: Spürhunde erkennen Corona-Infektion an Urin, Speichel und Schweiß

Spezielle Spürhunde können einer deutschen Untersuchung zufolge eine Corona-Infektion mit hoher Genauigkeit erschnüffeln.

Der Erfolg der Hunde ist dabei unabhängig davon, ob ihnen eine Urin-, Speichel- oder Schweißprobe vorgelegt wird, wie es in einer Mitteilung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) heißt.

Die Forscher um Paula Jendrny, Friederike Twele und Sebastian Meller von der TiHo veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt BMC Infectious Diseases.

Für die Studie hatte das Forschungsteam zehn spezialisierte Spürhunde der Bundeswehr eingesetzt.

Sie seien nach einem Training in der Lage gewesen, 92 Prozent der über 5000 vorgelegten Proben korrekt zu identifizieren. "Für medizinische Spürhunde scheinen alle getesteten Körperflüssigkeiten in ähnlicher Weise geeignet zu sein, um SARS-CoV-2-Infizierte zuverlässig zu erkennen", heißt es in der Mitteilung.

Update, 21. August, 4 Uhr: Arbeitsminister will Recht auf Corona-Impfung während Arbeitszeit

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil regeln, dass sich Beschäftigte auch während der Arbeitszeit impfen lassen können.

"Wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird. Deshalb passen wir die Corona-Arbeitsschutzverordnung an", sagte der SPD-Politiker der Augsburger Allgemeinen (Samstag).

"Es wird bei den Hygieneregeln und der Testangebotspflicht bleiben. Aber wir werden die Arbeitgeber anhalten, dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen."

Bislang haben Arbeitnehmer keinen allgemeinen Anspruch darauf, sich während der Arbeitszeit bei einem Arzt oder im Impfzentrum eine Spritze gegen den Erreger geben zu lassen.

Für den Fall, dass die Pandemie wieder schwer um sich greift, denkt Heil über eine neuerliche Homeoffice-Pflicht nach. "Aber für mich ist klar, dass wir eher wieder verpflichtendes Homeoffice einführen, als Schulen und Kitas zu schließen", erklärte er.

Die Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams zieht im Alten- und Pflegeheim Bürgerheim den Impfstoff von Biontech/Pfizer in eine Spritze auf.
Die Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams zieht im Alten- und Pflegeheim Bürgerheim den Impfstoff von Biontech/Pfizer in eine Spritze auf.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 21. August, 3.50 Uhr: Kuba lässt weitere selbst entwickelte Corona-Impfstoffe zu

Kuba hat einen zweiten und dritten selbst entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen.

Die Kombination von zwei Dosen des Vakzins Soberana 02 und einer Dosis Soberana Plus hatte nach Regierungsangaben in der Testphase III mit einer Effektivität von 91,2 Prozent symptomatische Erkrankungen verhindert.

Das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) teilte am Freitag mit, es habe eine Notfallzulassung erteilt. S

oberana 02 war gemeinsam von Einrichtungen in Kuba und im Iran entwickelt worden. Im Iran hat das Mittel unter dem Namen Pasteurcovac bereits die Notfallzulassung erhalten.

Update, 21. August, 2 Uhr: Kassenärzte fordern Vorgaben für Auffrischimpfungen

Die Kassenärzte haben von der Bundesregierung genaue Vorgaben für die anstehenden Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus gefordert.

"Selbstverständlich können die Booster-Impfungen in den Praxen vorgenommen werden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

Doch die Praxen bräuchten Klarheit, wann und für wen Impfungen vorgenommen werden könnten.

"Hierzu wäre es wichtig, eine möglichst klare wissenschaftlich begründete Definition zu haben, für wen eine Booster-Impfung sinnvoll wäre."

Die Hausärzte stellen sich zum Start der Auffrischimpfungen auf Konflikte mit Patienten ein.

"Jetzt, da die dritte Impfung angeboten wird, kommen viele Menschen auf uns zu, die eine Auffrischung haben möchten, aber noch keinen Anspruch darauf haben", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt.

"Das führt zu Diskussionen, die aber in den Beratungsgesprächen in unseren Praxen geklärt werden."

Im Moment liegt die Altersgrenze für die dritte Impfung bei 80 Jahren. "Ob die Hausärztinnen und Hausärzte auch jüngeren Patienten diese Auffrischungsimpfung anbieten, ist dann jeweils abhängig von der persönlichen Konstitution und dem Vorliegen schwerer Krankheiten", erklärte er.

Gesunde Personen unter 80 Jahren würden in der Regel derzeit kein Angebot bekommen.

Eine Ärztin hält eine Ampulle des Covid-19-Impfstoffs von Janssen (Johnson & Johnson) in der Hand.
Eine Ärztin hält eine Ampulle des Covid-19-Impfstoffs von Janssen (Johnson & Johnson) in der Hand.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 20. August, 22 Uhr: Söder setzt auf Krankenhaus-Ampel statt auf Inzidenz

Die bayerische Staatsregierung will künftig von der Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab in der Corona-Politik abrücken.

"Aufgrund der hohen Impfquote ist die Methodik der ersten drei Wellen, also sich nur auf die Inzidenz zu konzentrieren, nicht mehr passend", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Söder kündigte an, dass sich Bayern an das baden-württembergische Modell anlehnen werde. "Das heißt: 3G - getestet, geimpft und genesen - gilt künftig unabhängig von der Inzidenz."

Für mögliche Einschränkungen will Bayern nach Söders Angaben eine Krankenhaus-Ampel einführen, mit der die Lage auf den Intensivstationen ersichtlich werden soll.

"Da wir uns bei der Ministerpräsidentenkonferenz nicht einigen konnten, entwickeln wir das in Bayern selbst", sagte Söder weiter.

Einen weiteren Lockdown soll es nicht geben: Das könne man vor Geimpften und Genesenen nicht rechtfertigen.

"Ich hoffe sehr, dass wir wegen des Impffortschritts überhaupt nicht in die Situation kommen".

Auf die Frage, ob es im Extremfall Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene geben werde, sagte Söder: "Der Freistaat plant das nicht. Sie werden aber erleben, dass einzelne Veranstalter, Vereine und private Anbieter auf 2G gehen."

Update, 20. August, 21.15 Uhr: Belgien lockert Maßnahmen

In Belgien stehen weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen bevor. Vom 1. September an sollen Hygieneregeln für die Gastronomie und im privaten Bereich weitgehend aufgehoben werden.

Kommunen können jedoch weiterhin an strengeren Regeln festhalten, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitagabend nach einer Sitzung des nationalen Corona-Ausschusses berichtete. Zwar bleibe eine Maskenpflicht etwa auf Reisen und bei Gottesdiensten und Beerdigungen bestehen, aber Beschränkungen für Gästezahlen an Tischen oder Öffnungszeiten in der Gastronomie sollen fallen.

In der Region Brüssel sollen Lockerungen dem Bericht zufolge angesichts einer niedrigen Impfquote aber zunächst nicht umgesetzt werden.

Update, 20. August, 21.15 Uhr: USA verlängern Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln erneut

Die wegen der Coronavirus-Pandemie in den USA verhängte Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wird bis zum 18. Januar verlängert.

Das teilte die Transportsicherheitsbehörde TSA am Freitag mit. Ausnahmen von der Pflicht gelten demnach für Reisende unter zwei Jahren und für Reisende mit bestimmten Einschränkungen. Im Frühjahr hatte die TSA die Maskenpflicht bis zum 18. September verlängert.

Die Mund-Nasen-Bedeckung bleibt in den USA noch monatelang in öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten.
Die Mund-Nasen-Bedeckung bleibt in den USA noch monatelang in öffentlichen Verkehrsmitteln erhalten.  © Seth Wenig/AP/dpa

Update, 20. August, 19.35 Uhr: Tschechien stellt Deutschland auf Corona-Ampel auf Orange

Tschechien stuft Deutschland aufgrund steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel künftig als "orange" mit mittlerem Risiko ein.

Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag bekannt. Die Änderung gilt von Montag an, hat aber praktisch keine Auswirkungen. Wer einreisen will, muss wie bisher bei grüner Ampel einen negativen Corona-Test vorweisen oder mindestens 14 Tage vollständig geimpft sein.

Zudem ist ein Online-Meldeformular auszufüllen. Für den kleinen Grenzverkehr zum Beispiel zum Einkaufen gilt eine Ausnahme.

Update, 20. August, 19.27 Uhr: Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finalrunde in London

Bei der Finalrunde der Fußball-EM in London mit Zehntausenden Zuschauern und etlichen Fans rund um das Wembley-Stadion haben sich mehr als 3000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr Infos unter: "Tausende Corona-Infektionen bei EM-Finale: So verheerend ist die Bilanz der Gesundheitsbehörde"

Dass sich beim EM-Finale Tausende in Wembley infizierten, dürfte keinen Experten überraschen.
Dass sich beim EM-Finale Tausende in Wembley infizierten, dürfte keinen Experten überraschen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 20. August, 17.04 Uhr: Großbritannien erteilt Freigabe für Antikörper-Medikament, das Trump womöglich das Leben rettete!

Die britische Zulassungsbehörde hat grünes Licht für ein Antikörper-Medikament gegeben, mit dem Ex-US-Präsident Donald Trump (75) im vergangenen Jahr behandelt wurde.

Mehr Infos unter: "Großbritannien erteilt Freigabe für Antikörper-Medikament, das Trump womöglich das Leben rettete!"

Der damalige US-Präsident Trump (75) wollte nach seiner Coronainfekton stark aussehen und wirkte dabei ziemlich schwach.
Der damalige US-Präsident Trump (75) wollte nach seiner Coronainfekton stark aussehen und wirkte dabei ziemlich schwach.  © Alex Brandon/AP/dpa

Update, 20. August, 16.20 Uhr: Spanien erklärt ganz Deutschland ab Montag zum Risikogebiet!

Für alle Besucher aus Deutschland wird die Einreise nach Spanien ab Montag erschwert. Ab dem 23. August werde ganz Deutschland aufgrund der steigenden Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mit.

Diese Neueinstufung gilt zunächst für sieben Tage. Das bedeutet, dass alle Einreisenden aus Deutschland ab zwölf Jahren bis Mitternacht des 29. August einen Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorlegen müssen. Zuletzt galten lediglich fünf Bundesländer - Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein - als Risikogebiete.

Im Falle eines Antigentests darf dieser bei der Ankunft nicht älter als 48 Stunden sein, bei PCR-Tests dürfen es maximal 72 Stunden sein. Besucher aus Ländern, die geringe Infektionszahlen aufweisen und nicht auf der spanischen Liste der Risikogebiete stehen, dürfen ohne Auflagen ins Land.

Allerdings müssen alle Besucher weiterhin ein Onlineformular ausfüllen. Sie erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Oft kontrollieren die Airlines schon vor dem Abflug, dass die Passagiere alle Auflagen erfüllen.

Wenn Reisende aus Deutschland in Spanien Gebiete besuchen, die auf der deutschen Liste der Hochrisikogebiete stehen, wie etwa Madrid oder die Balearen mit Mallorca, müssen sie bei der Rückkehr in die Heimat zehn Tage in Quarantäne. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden.

Ab Montag wird die Heimkehr für Urlauber aus Spanien nach Deutschland unangenehmer - sofern nicht genesen oder geimpft. (Symbolbild)
Ab Montag wird die Heimkehr für Urlauber aus Spanien nach Deutschland unangenehmer - sofern nicht genesen oder geimpft. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 20. August, 16.05 Uhr: Diese Griechischen Urlaubsinseln werden ab Dienstag Corona-Hochrisikogebiete!

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln ab Dienstag als Hochrisikogebiet ein.

Alle Infos unter: "Bitter für Urlauber: Diese Griechischen Urlaubsinseln werden Dienstag Corona-Hochrisikogebiete!"

So schön es auf Griechenland ist: Das Coronavirus kennt auch dort keine Gnade!
So schön es auf Griechenland ist: Das Coronavirus kennt auch dort keine Gnade!  © Unsplash/Evangelos Mpikakis

Update, 20. August, 15.43 Uhr: Wirksames Medikament: AstraZeneca meldet sich mit Mega-Nachricht!

Ein Antikörper-Medikament des Pharmakonzerns AstraZeneca schützt klinischen Tests zufolge wirksam vor einer Corona-Erkrankung.

Alle Infos unter: "Wirksames Medikament gegen das Coronavirus: AstraZeneca meldet sich mit Mega-Nachricht!"

Nach dem Impfstoff jetzt das Medikament: AstraZeneca macht mit dieser Nachricht Hoffnung.
Nach dem Impfstoff jetzt das Medikament: AstraZeneca macht mit dieser Nachricht Hoffnung.  © Georg Wendt/dpa

Update, 20. August, 13.50 Uhr: Sri Lanka verhängt Corona-Lockdown

Angesichts rasch steigender Corona-Zahlen hat Sri Lanka einen Lockdown verkündet.

Die Maßnahme solle von Freitagabend bis mindestens 30. August gelten, sagte Armeekommandant General Shavendra Silva am Freitag.

Nicht von den Schließungen betroffen seien Betriebe und Geschäfte zur Lebensmittelversorgung sowie Krankenhäuser. Auch der Flughafen und Fabriken, die für den Export produzieren, sollen weiterarbeiten dürfen.

Update, 20. August, 13.43 Uhr: Norwegen schickt Nichtgeimpfte aus Deutschland in Quarantäne

Ungeimpfte aus Deutschland müssen bei der Einreise nach Norwegen künftig in Quarantäne.

Außerdem wird von Montag an vor und nach der Einreise ein Corona-Test verlangt, wie die norwegische Regierung am Freitag mitteilte. Wer eine Infektion überstanden hat oder geimpft ist, muss nicht in Quarantäne.

Hintergrund ist, dass die EU-Gesundheitsbehörde ECDC die Bundesrepublik seit kurzem nicht mehr als grünes, sondern als orangefarbenes Gebiet einstuft.

Update, 20. August, 12.50 Uhr: Philippinen lockert trotz Rekord bei Neuinfektionen

Trotz eines Rekords täglicher Neuinfektionen lockern die Philippinen in der Region um die Hauptstadt Manila die Corona-Beschränkungen.

Zugleich teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit, dass es 17 231 neue Infektionsfälle in dem Land mit etwa 108 Millionen Einwohnern gebe. Das sei der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Die Menschen in Manila hatten seit Anfang August 14 Tage mit scharfen Corona-Regeln gelebt. Vom 21. bis 31. August sollen die Einschränkungen nun in der Region mit mehr als 13 Millionen Menschen gelockert werden.

In den Unternehmen sind dann zwar wieder mehr Arbeitnehmer und Angestellte zugelassen.

Essen im Innen- und Außenbereich von Restaurants, religiöse Versammlungen und Körperpflegedienste sind aber nach weiter untersagt.

Philippinen, Marikina: Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt an einer Corona-Teststelle eine Abstrichprobe einer Frau für einen Covid-19-Nukleinsäuretest.
Philippinen, Marikina: Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt an einer Corona-Teststelle eine Abstrichprobe einer Frau für einen Covid-19-Nukleinsäuretest.  © Basilio Sepe/AP/dpa

Update, 20. August, 12.33 Uhr: Neuseeland verlängert Corona-Lockdown

Neuseeland verlängert wegen neuer Corona-Fälle seinen Lockdown bis mindestens Dienstag.

Am Freitag waren nach Behördenangaben elf lokale Neuansteckungen registriert worden. Damit zählt das Land derzeit 31 Corona-Fälle im Zusammenhang mit dem neusten Ausbruch.

Bisher waren alle Ansteckungen in Auckland aufgetreten, mittlerweile gibt es den Angaben zufolge aber auch welche in der Hauptstadt Wellington.

"Wir kennen noch nicht das ganze Ausmaß dieses Delta-Ausbruchs. Alles in allem zeigt uns das, dass wir vorsichtig sein müssen", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern.

Update, 20. August, 11.50 Uhr: Inzwischen 99 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt

In Deutschland sind inzwischen rund 99 Millionen Impfdosen gegen das Corona-Virus verabreicht worden.

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Dosis geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag nun knapp 48,7 Millionen Menschen oder 58,5 Prozent der gesamten Bevölkerung.

Mindestens eine erste Impfung haben fast 53,1 Millionen Menschen oder 63,8 Prozent aller Einwohner erhalten. Minister Jens Spahn (CDU) bekräftigte bei Twitter: "Unser Motto: Impfen, impfen, impfen!"

Spahn erläuterte, unter den 12- bis 17-Jährigen hätten inzwischen 26,2 Prozent eine Erstimpfung erhalten.

Bei den 18- bis 59-Jährigen seien es 64,7 Prozent und bei Über-60-Jährigen bereits 86 Prozent. Vollständig geimpft sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) nun 17 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, 61,7 Prozent zwischen 18 und 59 Jahren sowie 82,9 Prozent aller Menschen über 60 Jahre.

Update, 20. August, 10 Uhr: Israel gibt dritte Impfung auch an Menschen ab 40 Jahren

Angesichts zahlreicher Corona-Neuinfektionen impft Israel ab sofort auch Menschen ab 40 Jahren mit einer dritten Dosis.

Mehrere Expertenteams hätten die Empfehlung für die Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am späten Donnerstagabend mit.

Dabei sei unter anderem auch empfohlen worden, Schwangere, Lehrer, Arbeitskräfte im Gesundheitswesen sowie Menschen mit Behinderungen und Pflegekräfte ein drittes Mal zu impfen.

Ministerpräsident Naftali Bennett (49) soll nach Angaben seines Büros am Freitag ebenfalls ein drittes Mal geimpft werden.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus. Entscheidend ist dabei, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt.

Update, 20. August, 4.23 Uhr: RKI registriert 9280 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 48,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 48,8 - am Vortag hatte der Wert 44,2 betragen, vor einer Woche 30,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9280 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 5578 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 19 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.853.055 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.693.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.956.

Update, 20. August, 1 Uhr: Spahn erwägt Angebot für Auffrischimpfung an alle

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwägt, allen Bürgern eine Corona-Auffrischimpfung anzubieten.

Die Länder starteten jetzt schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Zudem könnten sich diejenigen noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe bekommen hätten. "In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten", sagte der Minister.

"Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz", erklärte er.

Auch Impfstoff sei ausreichend vorhanden. Für die Auffrischimpfungen setzt Spahn nach eigenen Worten vor allem auf die Arztpraxen.

Ende September gingen viele Impfzentren in den Standby-Modus, sagte er. "Aber die Arztpraxen sind ja noch da. Allein die schafften bis zu fünf Millionen Impfungen in der Woche."

Update, 19. August, 21.30 Uhr: Robert Koch-Institut sieht Beginn der vierten Pandemie-Welle

Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) hat in Deutschland die vierte Welle in der Corona-Pandemie begonnen.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: RKI warnt: "Vierte Welle hat begonnen!" Diese Gruppen sind besonders gefährdet.

Update, 19. August, 17.42 Uhr: Stiko-Begründung für Kinderimpfungen zielt auch auf soziale Teilhabe

Die Ständige Impfkommission hat bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Pandemie auch deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit im Blick.

Neben der Verhinderung von Erkrankungen und Klinikeinweisungen gehe es auch darum, Einschränkungen der sozialen und kulturellen
Teilhabe von Kindern und Jugendlichen abzumildern, heißt es in der wissenschaftlichen Begründung der Kommission, die am Donnerstag.

Auch die psychosozialen Folgen der Pandemie, insbesondere von Isolationsmaßnahmen, seien in dieser Altersgruppe unabhängig von individuellen Infektionen erheblich.

Die Impfempfehlung ist bereits seit Montag bekannt, die ausführliche Begründung fehlte aber noch.

Die Ständige Impfkommission hat bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Pandemie auch deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit im Blick.
Die Ständige Impfkommission hat bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Pandemie auch deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit im Blick.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 19. August, 14.57 Uhr: Pangea-Festival 2021 unter Corona-Bedingungen gestartet

Unter Corona-Bedingungen hat am Donnerstag das Pangea Festival 2021 auf dem ehemaligen Flugplatz in Pütnitz (Mecklenburg-Vorpommern) begonnen.

Bis Sonntag erwarten die Besucher neben Musik auch zahlreiche Sportbereiche und Workshops.

Wie in den Jahren vor der Pandemie dürfen bis zu 15.000 Besucher kommen, allerdings mit Auflagen.

Update, 19. August, 14.56 Uhr: Motorrad-WM: Grand Prix von Malaysia fällt wegen Corona aus

Die Motorrad-Weltmeisterschaft gastiert auch in diesem Jahr nicht in Malaysia.

Der Weltverband FIM und MotoGP-Rechteinhaber Dorna teilten am Donnerstag mit, dass das für den 24. Oktober geplante Traditionsrennen in Sepang coronabedingt nicht stattfinden kann.

Verantwortlich für die Absage sind die Reisebeschränkungen in Asien, die eine Durchführung nicht möglich machen.

Die Motorrad-Weltmeisterschaft gastiert auch in diesem Jahr nicht in Malaysia.
Die Motorrad-Weltmeisterschaft gastiert auch in diesem Jahr nicht in Malaysia.  © Alberto Saiz/AP/dpa

Update, 19. August, 13.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten im Iran auf über 100.000 gestiegen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 liegt im Iran offiziell bei 100.255. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar vergangenen Jahres haben sich insgesamt fast 4,6 Millionen Iraner mit dem Virus infiziert.

Wegen der grassierenden Delta-Variante gab es in den vergangenen Wochen immer wieder neue Höchstwerte mit bis zu 600 Toten und 50.000 Neuinfektionen an einem Tag. Wegen der Wirtschaftskrise und US-Sanktionen hat das Land nicht genügend Impfstoff - die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Einwohner des Landes kommt daher nur schleppend voran.

Update, 19. August, 12.50 Uhr: Russische Forscher: Sputnik-Impfstoff für Delta-Variante modifiziert

Russische Forscher haben nach eigenen Angaben den seit gut einem Jahr eingesetzten Corona-Impfstoff Sputnik V für den Einsatz gegen die ansteckendere Delta-Variante des Virus modifiziert.

"Im Kühlschrank steht schon das gebaute Vakzin", sagte der Chef des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. Es sei noch zu früh, über den Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs zu sprechen. Auch andere Hersteller weltweit arbeiten bereits an Delta-Modifizierungen ihrer Impfstoffe.

Zugleich warb Ginzburg dafür, bei mit dem Präparat von BioNTech/Pfizer zweifach Geimpften einen Impfstoff namens Sputnik light als Auffrischungsimpfung einzusetzen.

Russische Forscher haben nach eigenen Angaben den seit gut einem Jahr eingesetzten Corona-Impfstoff Sputnik V für den Einsatz gegen die ansteckendere Delta-Variante des Virus modifiziert.
Russische Forscher haben nach eigenen Angaben den seit gut einem Jahr eingesetzten Corona-Impfstoff Sputnik V für den Einsatz gegen die ansteckendere Delta-Variante des Virus modifiziert.  © Jesus Vargas/dpa

Update, 19. August, 11.20 Uhr: Umfrage: In Österreich steigt Zustimmung für Corona-Impfpflicht

In Österreich schrumpft laut einer Umfrage die Zahl der Corona-Impfgegner. Während zu Jahresbeginn noch 30 Prozent der Bürger eine Injektion ablehnten, seien es nun noch etwa 20 Prozent, teilte das Meinungsforschungsinstitut Gallup am Donnerstag mit.

Zugleich sei die Zustimmung zu einer generellen Impfpflicht von Juli auf August von 24 auf nun 29 Prozent gestiegen. Eine deutliche Mehrheit sei inzwischen dafür, dass Tests kostenpflichtig werden sollten, hieß es.

"Die geimpfte Mehrheit will keine Einschränkungen mittragen müssen, sie möchte die Vorteile ihres Impfstatus nutzen, das heißt zu einer Normalität zurückzufinden", sagte Andrea Fronaschütz, Leiterin von Gallup Österreich. Die Umfrage vom 11. bis 13. August unter 1000 Personen ist laut Institut repräsentativ für die webaktive österreichische Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren.

Update, 19. August, 11.05 Uhr: 48,4 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun 48,4 Millionen Menschen oder 58,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach inzwischen 52,9 Millionen Menschen oder 63,7 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn (41, CDU) hob den generellen Impffortschritt hervor. Mehr als 71 Prozent der Personen in Deutschland, für die ein Impfstoff zugelassen und von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen sei, hätten damit bereits mindestens eine Impfung erhalten, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Update, 19. August, 10.20 Uhr: Neuseeland: Nach Corona-Ausbruch nun Impfungen auch für Jüngere

Neuseeland hat nach einem lokalen Corona-Ausbruch Impfungen für 12- bis 15-Jährige mit dem Mittel von Pfizer/BioNTech zugelassen.

Impfungen seien ab dem 1. September möglich, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Donnerstag. Kinder und Jugendliche der Altersgruppe könnten sich auch schon ab sofort impfen lassen, wenn ihre Eltern sie zu den Terminen begleiteten.

Einem Bericht der Zeitung "New Zealand Herald" zufolge wurden einige Kinder und Jugendliche schon kurz nach Arderns Statement geimpft. Bisher waren Corona-Impfungen in dem Land für Menschen ab 16 Jahren erlaubt.

Update, 19. August, 8 Uhr: Proteste gegen schärfere Corona-Regeln in Lettland

In Lettland haben Tausende Menschen gegen verschärfte Corona-Regeln protestiert. Bei einer Kundgebung am Mittwochabend in der Hauptstadt Riga versammelten sich nach Polizeiangaben rund 3500 Menschen in der Innenstadt.

Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen verpflichtende Impfungen, Corona-Einschränkungen in Bildungseinrichtungen sowie die auf mehrere Bereiche des öffentlichen Lebens ausgeweiteten Nachweispflichten.

Die Proteste vor dem von der Polizei abgeriegelten Regierungsgebäude und dem Rigaer Schloss - dem Amtssitz des Staatspräsidenten - verliefen weitgehend friedlich. Einige der Teilnehmer trugen Flaggen und Plakate, viele dafür aber keine Masken. Auch Abstände wurden nicht eingehalten.

Lettlands Regierung hat angesichts der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und einer Verlangsamung des Impffortschritts zuletzt mehrere neue Einschränkungen beschlossen. Regierungschef Krisjanis Karins deutete in dieser Woche zudem eine weitere Verschärfung der Corona-Regeln für Nicht-Geimpfte an.

Update, 19. August, 6.30 Uhr: Erster Corona-Fall vor Paralympics im Athletendorf

Wenige Tage vor Eröffnung der Paralympics in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Das gab das Organisationskomitee am Donnerstag bekannt. Bei der positiv auf das Virus getesteten Person handele es sich nicht um einen Athleten oder eine Athletin.

Die Paralympics sollen am kommenden Dienstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnen, während sich die Hauptstadt angesichts alarmierender Infektionszahlen im Notstand befindet. Die Paralympics werden daher wie zuvor die Olympischen Spiele ohne Zuschauer ausgetragen.

Update, 19. August, 5 Uhr: Impfung gegen Covid-19: Andrang bei Kinder- und Jugendärzten

Nach dem Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Impfung gegen Covid-19 bei allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ist die Nachfrage bundesweit sprunghaft angestiegen.

"Das ging sofort am Montag los", sagte Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Der Andrang sei groß, es sei aber generell genug Impfstoff da. Engpässe seien nicht zu erwarten. Wegen der Nachbestellungen in den Praxen könnten Impftermine im Moment aber manchmal bis zu zwei Wochen dauern.

Nun legten die Eltern bei Terminbuchungen für ihre Kinder verstärkt los. Auf die medizinische Empfehlung der Impfkommission hätten viele gewartet, sagte Verbandssprecher Maske. Das politische Drängen zuvor habe manchmal eher Skepsis und Verunsicherung erzeugt.

Neben den Kinder- und Jugendärzten böten unter anderem auch viele Hausärzte Impftermine für Kinder und Teenager an, sagte Maske. In mehreren Bundesländern sind auch spezielle Impfaktionen für die Jüngsten geplant.

Nach dem Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Impfung gegen Covid-19 bei allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ist die Nachfrage bundesweit sprunghaft angestiegen.
Nach dem Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Impfung gegen Covid-19 bei allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ist die Nachfrage bundesweit sprunghaft angestiegen.  © David Young/dpa

Update, 19. August, 3 Uhr: Drosten: Für Großteil ist im Herbst keine Auffrischungsimpfung nötig

Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten (49) zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein.

"Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet Drosten nicht.

Bei alten Menschen sowie bestimmten Risikopatienten hält Drosten eine Auffrischungsimpfung in diesem Herbst für sinnvoll. "Nach einem halben Jahr geht das über die Impfung erworbene Antikörper-Level vor allem bei sehr alten Menschen deutlich runter." In Sondersituationen wie Seniorenheimen sei eine Auffrischung daher denkbar. "In diesem Herbst kommt es aber darauf an, überhaupt erst einmal die Impflücken bei den über 60-Jährigen zu schließen."

Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten (49) zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein.
Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten (49) zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 19. August, 2 Uhr: Mediziner: Die meisten Covid-Patienten in Kliniken sind ungeimpft

Die meisten Covid-Kranken in deutschen Kliniken haben nach Angaben eines Intensivmediziners keine Corona-Impfung.

Der Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Donnerstag, Print Freitag), es gebe aber auch Fälle von geimpften Corona-Patienten in stationärer Behandlung. "Aktuell haben wir in Nordrhein-Westfalen 12 bis 13 Prozent der Covid-Patienten in den Kliniken mit Impfschutz. Diese Quote dürfte auch der bundesweiten Quote entsprechen", sagte Karagiannidis. Die Mehrzahl werde auf den Normalstationen behandelt, einzelne Fälle gebe es aber auch auf den Intensivstationen.

Bei den stationär behandelten Menschen mit Impfdurchbrüchen handele es sich nach seiner Erfahrung etwa um Patienten mit eingeschränkter Immunantwort, etwa als Folge einer medikamentösen Dämpfung des Immunsystems. Wichtig sei, dass jetzt insbesondere den Patienten, die ein gedämpftes Immunsystem hätten, eine dritte Impfung als Booster angeboten werde. Karagiannidis sagte, dass das Divi-Intensivregister künftig auch Angaben über den Impfstatus der Covid-Patienten auf den Intensivstationen erheben und veröffentlichen werde.

Update, 19. August, 1 Uhr: US-Präsident Biden verteidigt Auffrischungsimpfungen gegen Kritik

US-Präsident Joe Biden (78) hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus trotz weltweiter Impfstoffknappheit verteidigt.

"Ich weiß, dass es einige führende Politiker in der Welt gibt, die sagen, dass Amerika keine dritte Impfung bekommen sollte, bis andere Länder ihre erste Impfung bekommen haben. Ich bin da anderer Meinung", sagte Biden am Mittwochnachmittag (Ortszeit). "Wir können uns um Amerika kümmern und gleichzeitig der Welt helfen", betonte der Präsident.

Im Juni und August hätten die USA 50 Millionen Impfdosen in den USA verimpft und gleichzeitig 100 Millionen an andere Länder gespendet. Biden kündigte weitere Spenden im Herbst an. "Wir werden das Impfstoff-Arsenal sein, um diese Pandemie zu besiegen, so wie wir das Arsenal der Demokratie waren, um den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen", sagte Biden. Die Gefahr der Delta-Variante bleibe real - aber die USA seien vorbereitet.

Update, 19. August, 0.05 Uhr: Kinder- und Jugendärzte sehen Impfungen an Schulen kritisch

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat die Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, Kinder und Jugendliche an und im Umfeld von Schulen gegen das Coronavirus zu impfen.

"Die Jugendlichen stehen in den Schulen sehr stark unter Gruppenzwang, so dass eine freie und unabhängige Entscheidung schwierig wird", sagte der Bundessprecher des Verbandes, der Kinderarzt Jakob Maske, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

Maske riet stattdessen zur Impfung in den Praxen: "Das Impfen beim eigenen Kinder- und Jugendarzt hat den Vorteil, dass der Arzt die Familie und das Umfeld gut kennt und die Eltern besser beraten kann, ob die Impfung für die Familie sinnvoll ist oder nicht."

Update, 18. August, 16.11: Israel will 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen

Israel will vor Beginn des neuen Schuljahres am 1. September landesweit 1,6 Millionen Schüler auf Corona-Antikörper testen.

Ziel ist nach Angaben des Erziehungsministeriums, mehr Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Ausgenommen seien bei den Tests nur die 15- bis 18-Jährigen, da in dieser Altersgruppe die Impfquote bei rund 70 Prozent liege, teilte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch mit.

Das Land hatte bereits vergangene Woche mit einem Pilotprojekt für Antikörper-Tests an religiösen Schulen begonnen.

Genesene oder geimpfte Kinder mit Antikörpern gegen das Virus müssen demnach nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn ein Krankheitsfall in der Klasse auftritt.

48 Stunden vor Beginn des Schuljahres sollen außerdem rund zwei Millionen Schüler zuhause einen Corona-Schnelltest machen.

Während des Schuljahres gelte: Wer keine Antikörper aufweise, werde bei einem Krankheitsfall in der Klasse eine Woche lang täglich auf das Virus getestet.

Israel, Tel Aviv: Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens entnimmt einem Kind eine Abstrichprobe, um es in einem Testzentrum auf COVID-19 zu testen.
Israel, Tel Aviv: Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens entnimmt einem Kind eine Abstrichprobe, um es in einem Testzentrum auf COVID-19 zu testen.  © Oded Balilty/AP/dpa

Update, 18. August, 15.20: Weitere Corona-Fälle in Neuseeland - Nach Lockdown auch Maskenpflicht

Nach der Entdeckung weiterer Corona-Fälle hat Neuseeland die Pandemie-Maßnahmen verschärft.

Für Menschen ab zwölf Jahren gelte eine Maskenpflicht, teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Mittwoch mit.

Medienberichten zufolge sollte die Regelung von Donnerstag an unter anderem in geschlossenen Räumen wie Supermärkten, Tankstellen, medizinischen Einrichtungen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln gelten.

Update, 18. August, 13.50: Aktivere Immunantwort: Warum Corona für Kinder meist harmlos ist

Das kindliche Immunsystem scheint auf die Attacken des Coronavirus besser vorbereitet zu sein als das von Erwachsenen.

Die Zellen der oberen Atemwege befinden sich einer aktuellen Untersuchung zufolge bereits in erhöhter Alarmbereitschaft und können das Virus im Falle einer Infektion schnell bekämpfen, bevor es sich massiv vermehrt. Das erklärt vermutlich auch, warum Kinder sehr viel seltener als Erwachsene schwer an Covid-19 erkranken, wie Forschende aus Berlin und Heidelberg im Fachmagazin "Nature Biotechnology" berichten.

"Wir wollten verstehen, warum die Virusabwehr bei Kindern offenbar so viel besser funktioniert als bei Erwachsenen", erklärte Irina Lehmann, Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Epidemiologie am Berlin Institute of Health (BIH) an der Berliner Charité.

"Wir haben aus dieser Studie gelernt, dass es offensichtlich nicht nur Risikofaktoren für schwere Covid-19-Verläufe gibt, sondern auch schützende Faktoren", erläuterte Lehmann. Man könne nun darüber nachdenken, ob sich schützende Antworten bereits vor einer Infektion anregen ließen, um so möglicherweise Risikopatienten vor einer schweren Erkrankung zu schützen.

Zwei Schüler der Klasse 6a am Goethe-Gymnasium in Hamburg-Lurup machen einen Corona-Schnelltest im Klassenzimmer am ersten Schultag nach den Ferien. Das kindliche Immunsystem scheint jedoch auf die Attacken des Coronavirus besser vorbereitet zu sein als das von Erwachsenen.
Zwei Schüler der Klasse 6a am Goethe-Gymnasium in Hamburg-Lurup machen einen Corona-Schnelltest im Klassenzimmer am ersten Schultag nach den Ferien. Das kindliche Immunsystem scheint jedoch auf die Attacken des Coronavirus besser vorbereitet zu sein als das von Erwachsenen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 18. August, 12.30 Uhr: Corona-Krise hat keinen Einfluss auf Entwicklung der Arbeitskosten

In der Corona-Krise hat Deutschlands Privatwirtschaft bisher keine deutlich höheren Arbeitskosten schultern müssen.

Wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht, stiegen diese Kosten im vergangenen Jahr in der Wirtschaft um 2,3 Prozent auf 36,70 Euro pro Arbeitsstunde. Damit blieb der Zuwachs etwa gleich hoch wie im Vorkrisenjahr 2019, als es 2,4 Prozent gewesen waren.

Update, 18 August, 12.15 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verzichtet einstweilen auf Impfstoff Sputnik V

Mecklenburg-Vorpommern hat seine Pläne zum Ankauf des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik nach langem Zögern nun doch auf Eis gelegt.

Statt des Kabinetts befasste sich die Runde der Staatssekretäre mit dem Thema. In einer Sondersitzung am Montag kamen diese überein, den Vorgang "ruhend" zu stellen, damit keine weiteren Kosten entstehen. Das geht aus dem Protokoll der Beratung hervor, aus dem am Mittwoch zunächst der NDR zitierte.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums flossen zur Anbahnung des Geschäfts bislang 21.500 Euro an eine Anwaltskanzlei, die im Auftrag des Landes tätig war.

Update, 18. August, 11.35 Uhr: In allen 16 Ländern mindestens jeder Zweite vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen ist jetzt in allen 16 Bundesländern mindestens jeder zweite Einwohner vollständig geimpft.

Als letztes Land schaffte Sachsen die Marke von 50 Prozent mit nun 50,1 Prozent, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Mittwoch hervorgeht. Vier Länder sind bereits über der Marke von 60 Prozent: Bremen mit 68,3 Prozent voll geimpften Einwohnern, das Saarland mit 62,5 Prozent, Schleswig-Holstein mit 61,4 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 60,3 Prozent. Bundesweit sind 57,8 Prozent der Bevölkerung - 48,1 Millionen Menschen - vollständig geimpft.

Mindestens eine erste Impfung bekommen haben nunmehr 52,8 Millionen Menschen oder 63,5 Prozent der Bevölkerung. Dabei nimmt die Zahl der Erstimpfungen wieder etwas zu, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Demnach bekamen am Dienstag gut 92.000 Menschen eine Erstimpfung, an den Dienstagen der beiden Vorwochen waren es jeweils rund 75.000.

Update, 18. August, 11.30 Uhr: Corona-K.O. in der Formel 1: Rennen im Oktober abgesagt!

Die Formel 1 fährt wegen der Folgen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht in Japan.

Nach längeren Verhandlungen mit dem Veranstalter und den Behörden werde das eigentlich für den 10. Oktober geplante Rennen in Suzuka abgesagt, teilte die Rennserie am Mittwoch mit.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Corona-K.O. in der Formel 1: Rennen im Oktober abgesagt!"

Update, 18. August, 11 Uhr: Australiens New South Wales mit Rekord bei Corona-Neuinfektionen

In Australiens bevölkerungsreichstem Bundesstaat New South Wales ist ein Höchststand der täglichen Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden.

Binnen 24 Stunden wurden 633 neue lokal übertragene Fälle registriert, wie die Regionalregierungschefin Gladys Berejiklian am Mittwoch mitteilte. Die meisten der Infektionen seien bei jüngeren Menschen im Großraum Sydney nachgewiesen worden. "Die Daten der vergangenen Tage zeigen uns, dass wir das Schlimmste noch nicht erreicht haben", sagte Berejiklian.

Sydney und große Teile des Staats befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown. Die Millionenstadt hatte wegen steigender Corona-Zahlen zuletzt ihre Lockdown-Regeln verschärft.

Update, 18. August, 10.30 Uhr: Mini-Lockdown auf Kreta nach erhöhter Zahl von Corona-Infektionen

Nachdem eine erhöhte Zahl von Corona-Infektionen auf Kreta registriert wurde, hat die Regierung in Athen auf der Urlaubsinsel für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot für die Region Rethymno verhängt.

Zudem wurde eine entsprechende Verordnung, die bereits seit einer Woche für die Region Chania und Iraklio gilt, um sieben Tage verlängert. Die teilte die Regierung in der Nacht zum Mittwoch mit.

Die Einschränkungen gelten damit im größten Teil der Mittelmeerinsel. Nur die östlichste Region Kretas von Lasithi mit den Urlaubsgebieten um Agios Nikolaos, Elounda, Sitia und Ierapetra ist nicht von dem Lockdown betroffen.

Zwischen 1 Uhr und 6 Uhr darf in den Lockdown-Gebieten niemand ohne wichtigen Grund mehr auf die Straßen. Ausnahme gibt es nur für Notfälle und für Arbeitende in der Nacht. Zudem darf Musik in Lokalen nicht mehr gespielt werden.

Nachdem eine erhöhte Zahl von Corona-Infektionen auf Kreta registriert wurde, hat die Regierung in Athen auf der Urlaubsinsel für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot für die Region Rethymno verhängt.
Nachdem eine erhöhte Zahl von Corona-Infektionen auf Kreta registriert wurde, hat die Regierung in Athen auf der Urlaubsinsel für sieben Tage ein nächtliches Ausgehverbot für die Region Rethymno verhängt.  © Philipp Laage/dpa

Update, 18. August, 8.55 Uhr: Israel mit "Grünem Pass" für fast alle Lebensbereiche

In Israel gilt seit Mittwoch wegen massiv steigender Corona-Infektionszahlen der sogenannte Grüne Pass für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens.

Alle Personen ab drei Jahren müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wenn sie etwa Sport- oder Kulturveranstaltungen, Fitnessstudios, Museen, Restaurants, Universitäten und Konferenzen besuchen wollen. In Gebetshäusern gilt eine Ausnahme für bis zu 50 Personen. Kinder bis zwölf Jahre können kostenlos getestet werden. Ab zwölf Jahre müssen die Kosten selbst übernommen werden.

Israels Regierung versucht mit den Maßnahmen einen möglichen Lockdown zu den jüdischen Feiertagen im September zu verhindern.

Es besteht laut Gesundheitsministerium zudem eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen, außer in den eigenen vier Wänden. Zusätzlich müssen Masken draußen getragen werden, wenn mehr als 100 Personen zusammenkommen.

Update, 18. August, 8 Uhr: Qantas führt Impfpflicht für Beschäftigte ein

Alle Mitarbeiter der australischen Fluggesellschaft Qantas müssen sich gegen Corona impfen lassen.

Für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal gilt eine Frist bis zum 15. November, die restlichen Mitarbeiter bekommen bis Ende März 2022 Zeit, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ausnahmen werde es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

"Ein Besatzungsmitglied kann an einem einzigen Tag mehrere Städte anfliegen und mit Tausenden Menschen in Kontakt kommen", sagte Qantas-Geschäftsführer Alan Joyce. Es sei daher "sehr wichtig", dass die Mitarbeiter geimpft seien. "Ich denke, dass dies die Art von Führung und Sicherheit ist, die die Menschen von uns erwarten." Die Vorgaben gelten auch für die Tochtergesellschaft Jetstar, hieß es.

Impfungen seien der einzige Weg, dem "Kreislauf von Lockdowns und Grenzschließungen" zu entkommen.

Update, 18. August, 6.45 Uhr: VDV zu Fußballer-Impfungen: "Unterschiedliche Meinungen respektieren"

Die Spielergewerkschaft VDV appelliert an die Fußball-Klubs, die Entscheidungen ihrer Spieler im Hinblick auf mögliche Corona-Impfungen zu akzeptieren.

"Die Impfdiskussion betrifft nicht nur den Fußball, sondern die gesamte Gesellschaft. Es gilt, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und weiterhin gute medizinische Aufklärung im Sinne des Gesundheitsschutzes zu betreiben", sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowksy auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In den vergangenen Tagen hatte die Diskussion um Impfungen von Fußball-Profis zugenommen. "Ich kann mir Stand heute sehr schwer vorstellen, dass Mainz 05 noch mal einen Spieler verpflichtet, der nicht geimpft ist", hatte unter anderem der Sportvorstand des FSV Mainz 05, Christian Heidel, gesagt. Hintergrund ist, dass der FSV am Wochenende zum Spiel gegen RB Leipzig antreten musste, obwohl elf Spieler in angeordneter Quarantäne waren. Drei von ihnen hatten sich mit dem Coronavirus infiziert.

Union Berlins Torhüter Andreas Luthe hielt dem via Twitter entgegen, dass jeder Spieler, solange es keine gesetzliche Impfpflicht gebe, die Möglichkeit zur Berufsausübung mithilfe eines negativen Corona-Tests haben müsse. Luthe wird von der VDV auch im Spielerrat der Gewerkschaft geführt. Baranowsky äußerte sich ähnlich.

Update, 18. August, 6 Uhr: Coronabedingte Lernrückstände bei Schülern: Lehrer geteilter Meinung

Die Corona-Folgen für Schüler werden von Lehrkräften einer Umfrage zufolge unterschiedlich dramatisch bewertet.

47 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind demnach der Ansicht, dass es "bei mehr als der Hälfte" (30 Prozent) oder sogar "bei fast allen" (17 Prozent) Schülerinnen und Schülern "gravierende Lernrückstände" gibt, wie eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die wirtschaftsnahe Stiftung Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zwischen Juni und August ergab.

Auf der anderen Seite gaben 44 Prozent an, dass es bei "bei weniger als der Hälfte" (25 Prozent) oder "bei sehr wenigen" (19 Prozent) Schülern solche Rückstände gibt. Die Zahlen lagen der Deutschen Presse-Agentur vor. Die heterogenen Ergebnisse zeigten, wie wichtig eine genaue und möglichst individuelle Überprüfung der Lernstände sei, hieß es bei der Stiftung. Statt pauschaler Maßnahmen müsse es zielgerichtete Angebote geben.

Update, 18. August, 5.30 Uhr: Corona-Folge: Immer mehr Krankschreibungen wegen Rückenleiden

Das coronabedingt häufigere Arbeiten zu Hause sorgt nach Beobachtung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verstärkt für Rückenbeschwerden.

Wie die Krankenkasse in Hannover mitteilte, sind im ersten Halbjahr 2021 bundesweit 20,4 Prozent - also rund ein Fünftel - der eingereichten Atteste bei der Arbeit auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen. Im Vorjahr habe der Anteil solcher Krankschreibungen noch bei 17,3 Prozent gelegen.

Als Gründe vermutet die Kasse die Arbeitsbedingungen im Homeoffice. Auch psychische Belastungen könnten Verspannungen und Schmerzen verursachen, erläuterten die KKH-Experten.

Update, 18. August, 5 Uhr: Drosten: Delta unterstreicht Impf-Notwendigkeit für jeden Einzelnen

Ungeimpften Erwachsenen steht nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten (49) ein schwieriger Herbst und Winter bevor.

"Allen, vor allem allen ab 45 Jahren, ist dringend zu raten, sich sehr ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob sie sich wirklich nicht impfen lassen wollen", sagte der Charité-Forscher der Deutschen Presse-Agentur.

Der Plan einiger Menschen, durch eine vermeintliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von rund zwei Dritteln der Bevölkerung indirekt geschützt zu werden, gehe wegen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr auf. "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren, und das vielleicht schon in diesem Winter."

Zu bedenken sei, dass das Infektionsrisiko für Ungeimpfte in diesem Herbst und Winter auch deswegen steige, weil aufgrund der hohen Impfquote dann täglich mehr Neuansteckungen zugelassen würden als noch im vorherigen Winter. Hinzu komme, dass Geimpfte einige Zeit nach der Impfung das Virus sehr wahrscheinlich weitergeben könnten, auch ohne dabei selbst zu erkranken.

Ungeimpften Erwachsenen steht nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten (49) ein schwieriger Herbst und Winter bevor.
Ungeimpften Erwachsenen steht nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten (49) ein schwieriger Herbst und Winter bevor.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 18. August, 2 Uhr: Verbraucherzentralen warnen vor falschen Impfangeboten

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrug mit falschen Corona-Wunderheilmitteln und Impfangeboten.

"Zur bitteren Erfahrung gehört, dass es immer schwarze Schafe gibt, die mit und an der Krise verdienen wollen", sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). "Manche Menschen klingeln gerade in den sozialen Brennpunkten an Haustüren, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende ist das Geld weg, eine Impfung gibt es nicht."

Um solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben, fordert Müller ein Verbot von Haustürgeschäften. "Unerwünschte Haustürgeschäfte gehören verboten", sagte er. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes würden 98 Prozent der Verbraucher unangekündigte Haustürgeschäfte ohnehin als nicht geeignet für einen Vertragsabschluss ansehen. "Wer unangefordert bei mir klingelt, stört meine Privatsphäre. Das geht nicht", sagte Müller.

Vor allem Seniorinnen und Senioren seien häufig von der Masche betroffen. "Die Zielgruppe der Abzocker sind oft ältere Menschen, die zu höflich sind, um die Tür zuzuknallen - was in solchen Fällen der beste Rat wäre", sagte der vzbv-Vorstand.

Update, 18. August, 1 Uhr: Gouverneur von Texas positiv auf Coronavirus getestet

Der gegen strengere Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie eintretende Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Der Gouverneur wird sich im Amtssitz des Gouverneurs isolieren und weiterhin täglich Tests durchführen", teilte das Büro des Republikaners am Dienstag mit. Abbott sei vollständig gegen das Coronavirus geimpft, bei guter Gesundheit und zeige derzeit keine Symptome. Seine Frau Cecilia sei negativ getestet worden.

Abbott hatte sich zuletzt immer wieder gegen strengere Corona-Regeln in Texas gestemmt. Auflagen wie eine Maskenpflicht in dem Staat hatte er per Verfügung für illegal erklärt. In Texas ist die Corona-Situation aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante besonders angespannt. So wurden etwa Krankenhäuser in der vergangenen Woche gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben.

Update, 17. August, 17 Uhr: New Yorker Restaurants verlangen Impfnachweis

In der Millionenmetropole New York müssen Besucher von Innenräumen nahezu aller Freizeitangebote seit Dienstag nachweisen, mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten zu haben.

Die Vorschrift gilt für Restaurants, Bars und Cafés genauso wie für Museen, Theater und Kinos oder Fitnessstudios und Schwimmbäder. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen eine Impfung vorlegen.

Als Nachweis dienen mehrere Apps oder in den USA übliche weiße Impfkarten. Kinder unter zwölf Jahren, die noch keine Impfung erhalten können, müssen von Geimpften begleitet werden.

Nach einer Einführungsphase der neuen Regeln drohen Betreibern ab dem 13. September bei Nichtbeachtung Strafen, kündigte die Stadt an.

Update, 17. August, 16.36 Uhr: Ärzte warnen vor Verfall von Millionen Corona-Impfstoffdosen

In Deutschlands Arztpraxen droht nach Einschätzung von Deutschlands Kassenärzten millionenfach Corona-Impfstoff zu verfallen.

So lagerten nach Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in den Praxen derzeit 1,1 Millionen Dosen von Astrazeneca und 0,4 Millionen von Johnson & Johnson.

Diese Dosen drohten als Sondermüll entsorgt werden zu müssen, sagte ein Institutssprecher. Zudem sind nach dem Bericht 1,7 Millionen Dosen von Biontech in den Praxen auf Lager. Hier sei eher zu erwarten, dass sie noch gebraucht würden.

Der Vorsitzende des Instituts, Dominik von Stillfried, forderte eine Rücknahme ungenutzter Impfstoffe aus den Praxen. Dies sei heute rechtlich und organisatorisch nicht möglich.

"Das Bundesgesundheitsministerium wird voraussichtlich zwischen 2 und 2,5 Millionen Impfdosen aus den Impfzentren einsammeln", sagte von Stillfried der dpa.

Er forderte besondere Regelungen, um die mindestens 1,5 Millionen verfallsgefährdeten Impfdosen aus den Praxen zurückzunehmen. Dann könnten sie an Länder mit Impfstoffmangel gespendet werden.

Hauptgründe für den drohenden Verfall sind nach Einschätzung des Zentralinstituts die geringe Impfbereitschaft noch nicht Geimpfter sowie das schlechte Image vor allem des Astrazeneca-Vakzins.

Update, 17. August, 16.12 Uhr: Neuseeland geht wegen eines Corona-Falls in landesweiten Lockdown

Neuseeland hat nach der Entdeckung eines Corona-Falls in der Stadt Auckland einen landesweiten Lockdown verhängt.

Das teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Dienstag mit. "Wir haben die schrecklichen Folgen gesehen, wenn man zu lange zum Handeln braucht", sagte Ardern zu den strengen Maßnahmen.

Seit 23.59 Uhr (Ortszeit) dürfen Bürger für mindestens drei Tage nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa zur medizinischen Versorgung oder um im Supermarkt einzukaufen.

Schulen und viele Geschäfte bleiben in der Zeit geschlossen.

Behördenangaben zufolge handelte es sich um den ersten bekannten lokalen Corona-Fall seit Ende Februar.

Update, 17. August, 15.30 Uhr: US-Regierung will Corona-Auffrischungsimpfung ab September

Die US-Regierung will die meisten Menschen in Amerika Medienberichten zufolge schon ab Mitte September zu einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus aufrufen.

Rund acht Monate nach Abschluss der ersten beiden Impfungen solle es eine dritte Dosis der Präparate von Moderna oder Pfizer/Biontech geben, berichteten unter anderem die New York Times und die Washington Post.

Damit solle die Immunabwehr angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gestärkt werden, hieß es.

Die Ankündigung der Regierung soll demnach im Lauf der Woche kommen.

Die relativ wenigen Amerikaner, die mit dem Präparat von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollen den Berichten zufolge später auch eine weitere Impfung erhalten, dafür gebe es aber mangels zuverlässiger Daten noch keine Entscheidung.

Wer zunächst entweder mit Moderna oder Pfizer/Biontech geimpft worden war, soll den Berichten zufolge eine dritte Spritze des gleichen mRNA-Impfstoffs bekommen.

Es war nicht unmittelbar klar, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse die Grundlage für die Entscheidung zur baldigen Drittimpfung waren.

USA, Orlando: Menschen kommen melden sich an einer mobilen Corona-Impfstelle an.
USA, Orlando: Menschen kommen melden sich an einer mobilen Corona-Impfstelle an.  © Paul Hennessy/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Update, 17. August, 13.10 Uhr: Tschechien testet alle Schüler auf Corona und lockert weiter

Nach den Sommerferien müssen sich alle Schülerinnen und Schüler in Tschechien auf Corona-Tests einstellen. Geplant sind drei Tests im Abstand von wenigen Tagen, wie Gesundheits- und Schulministerium am Dienstag bekanntgaben.

Wer den Test verweigert, darf demnach weder in der Schule singen noch am Sportunterricht teilnehmen. Zudem müssen Testverweigerer auch im Unterricht eine Maske tragen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Jugendliche, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.

Die Regierung in Prag beschloss zudem weitere Lockerungen, die am 1. September in Kraft treten. Für Schwimmbäder, Sportstadien, Konzertsäle, Theater, Museen und Zoologische Gärten entfallen die bisherigen Kapazitätsgrenzen. Voraussetzung ist, dass alle Besucher geimpft, getestet oder genesen sind. In Restaurants dürfen dann sechs statt wie bisher vier Leute an einem Tisch sitzt.

Update, 17. August, 12 Uhr: Spahn wirbt erneut für Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat erneut dazu aufgerufen, Angebote für Corona-Impfungen wahrzunehmen. Es gehe für jeden um die Entscheidung, "ob man eine Infektion riskiert ohne Schutz mit allen möglichen Folgen einer Erkrankung - oder ob man sich mit einer Impfung schützt", sagte der CDU-Politiker am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Angesichts steigender Fallzahlen und der ansteckenderen Delta-Virusvariante werde jeder Nicht-Geimpfte "ziemlich sicher infiziert werden in den nächsten Wochen und Monaten". Spahn betonte, Impfstoff für jede Altersgruppe ab 12 Jahren sei da, es gebe auch immer mehr einfache Impfangebote vor Ort.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat erneut dazu aufgerufen, Angebote für Corona-Impfungen wahrzunehmen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat erneut dazu aufgerufen, Angebote für Corona-Impfungen wahrzunehmen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 17. August, 10 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt sprunghaft

Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Israel sprunghaft auf mehr als 8500 gestiegen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete am Dienstag 8646 neue Fälle für den Vortag - den höchsten Wert seit Ende Januar. In den vergangenen Tagen hatten die Zahlen jeweils unter 6000 gelegen.

Die Zahl der Schwerkranken stieg auf 559. Dies ist der höchste Wert seit Mitte März.

Israel versucht seit rund zwei Wochen, den massiven Anstieg der Infiziertenzahlen mit einer dritten Corona-Impfung zu bekämpfen. Nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett haben sich bereits mehr als eine Million Israelis ein drittes Mal impfen lassen. Mittlerweile erhalten Menschen ab dem Alter von 50 Jahren eine Auffrischungsimpfung. Ihre zweite Impfung muss lediglich mindestens fünf Monate zurückliegen.

Update, 17. August, 6 Uhr: Hausärzteverband: Praxen stehen für impfwillige Jugendliche bereit

Nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren sehen sich die Arztpraxen für eine mögliche stärkere Nachfrage gewappnet.

Der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag): "Für impfwillige Jugendliche stehen auch bei steigender Nachfrage die Kinder- und Hausarztpraxen bereit."

Weigeldt kritisierte, die Politik habe Druck auf die Stiko ausgeübt. "Wir haben immer betont, dass die Wissenschaft entscheidet, wann ausreichende Erkenntnisse vorliegen, um Jugendlichen ein Impfangebot zu machen. Dazu hätte es keines Drängens von Politikseite aus bedurft." Beim Thema Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren sei die Politik vorgeprescht und habe damit eine Diskussion ausgelöst.

Der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt. Er kritisiert den Umgang der Politik beim Thema Impfungen für Jugendliche.
Der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt. Er kritisiert den Umgang der Politik beim Thema Impfungen für Jugendliche.  © Marius Becker/dpa

Update, 17. August, 4.30 Uhr: Masse der Corona-Eilanträge in Karlsruhe erledigt - Kaum Erfolge

Rund eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie hat das Bundesverfassungsgericht über die große Masse der eingereichten Eilanträge entschieden und sieht sich die zentralen, besonders heiklen Fragen nun im Detail an.

Das geht aus den aktuellen Eingangs- und Erledigungszahlen hervor, die das Gericht der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe auf Anfrage mitteilte.

Demnach waren bis Ende Juli (Stand: 28. Juli/18 Uhr) insgesamt 124 reine Eilanträge eingegangen. Davon wurden alle außer einem bereits beschieden. 121 dieser Eilanträge wurden abgelehnt oder erledigten sich anderweitig. Nur in zwei Fällen hatten die Kläger Erfolg.

Update, 17. August, 3.40 Uhr: Atlanta Falcons erstes NFL-Team mit ausschließlich geimpften Spielern

Die Atlanta Falcons sind das erste NFL-Team mit einer Impfquote bei den Football-Spielern von 100 Prozent. Das teilte das Franchise aus dem US-Bundesstaat Georgia am Montag mit.

Die NFL bestätigte die Angaben. Die Spieler der Falcons können auf dem Trainingsgelände nun vollständig auf Masken verzichten, zusammen essen und auch in geschlossenen Räumen trainieren. Mit Stand von vor einer Woche haben nach offiziellen Angaben 91,7 Prozent aller Profis in der National Football League mindestens die erste Impfdosis zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen. Die Saison beginnt in der Nacht zum 10. September.

Update, 17. August, 1.30 Uhr: Türkei nun Corona-Hochrisikogebiet - mitten in der Urlaubssaison

Wegen gestiegener Corona-Infektionen gilt die Türkei aus deutscher Sicht nun als Hochrisikogebiet.

Mitten in der Urlaubssaison gelten damit für Menschen, die aus dem bei Touristen beliebten Land einreisen, seit Mitternacht andere Regeln, wie aus einer Mitteilung des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Einreisende, die weder genesen noch geimpft sind, müssen sich nach ihrer Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne begeben - ab dem fünften Tag kann diese durch einen negativen Corona-Test beendet werden.

Für Kinder unter zwölf Jahren endet die Quarantänepflicht automatisch nach fünf Tagen, wie es auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums heißt.

Die Corona-Fallzahlen in der Türkei sind Ende Juli rasant angestiegen, täglich werden derzeit teilweise mehr als 20.000 neue Fälle offiziell registriert. Im Juli waren es pro Tag noch etwa 7000.

Update, 16. August, 21.04 Uhr: Keine nächtlichen Partys auf Mallorca bis Mitte September

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln sollen die geltenden nächtlichen Versammlungsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mindestens bis zum 15. September verlängert werden.

Der am Montag veröffentlichte Beschluss der Regierung der spanischen Region muss jedoch erneut vom balearischen Oberlandesgericht gebilligt werden.

Bereits seit dem 22. Juli darf man auf den Mittelmeer-Inseln zwischen 1.00 und 6.00 Uhr nur mit Menschen des eigenen Haushalts zusammen sein.

Das gilt sowohl drinnen als auch draußen, in privaten und in öffentlichen Räumen.

Update, 16. August, 20 Uhr: WHO vermisst Tempo beim Kampf gegen Corona

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie verläuft nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch zu schleppend.

"Die Testraten in weiten Teilen der Welt sind zu niedrig, insbesondere in Ländern mit geringem Einkommen, so dass ein Großteil der Welt blind für die Entwicklung der Krankheit und anfällig für neue Varianten ist", erklärte die WHO am Montag.

Die nun in vielen Ländern wegen der ansteckenderen Delta-Variante wieder belasteten Gesundheitssysteme bräuchten schnelle Hilfe wie zum Beispiel Sauerstoffgeräte zur Behandlung Schwerkranker.

Allein in den nächsten Monaten seien mehrere Milliarden Dollar für die Anti-Corona-Strategie nötig.

Angesichts von mehr Covid-19-Fällen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 als im gesamten Jahr 2020 befinde sich die Welt immer noch in der akuten Phase der Pandemie – trotz hoher Impfraten in einigen Ländern, die die Bevölkerung vor schweren Krankheiten und Todesfällen schützten, so die WHO.

Sachsen, Leipzig: In einem PCR-Labor vom MVZ Labor bereitet die Leiterin der infektiologischen PCR-Abteilung an der Sicherheitswerkbank Abstrichtupfer von Patienten für die SARS-CoV-2-Diagnostik an einem Analysegerät vor.
Sachsen, Leipzig: In einem PCR-Labor vom MVZ Labor bereitet die Leiterin der infektiologischen PCR-Abteilung an der Sicherheitswerkbank Abstrichtupfer von Patienten für die SARS-CoV-2-Diagnostik an einem Analysegerät vor.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. August, 18 Uhr: Türkei wird Hochrisikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt die Türkei ab Dienstag wieder als Hochrisikogebiet.

Menschen, die aus dem Land nach Deutschland einreisen und nicht geimpft oder genesen sind, müssen für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Die Bundesregierung traf diese Entscheidung in der vergangenen Woche.

Die Coronafallzahlen in der Türkei sind Ende Juli rasant angestiegen, täglich werden derzeit teilweise mehr als 20.000 neue Fälle offiziell registriert.

Anfang Juli hatte die Türkei Coronamaßnahmen stark gelockert. So wurden etwa nächtliche Ausgangsverbote unter der Woche und am Wochenende aufgehoben, die Gastronomie öffnete wieder, Hochzeiten und ähnliche Feste sind wieder erlaubt.

Update, 16. August, 16.13 Uhr: Interpol warnt vor Betrug mit vorgetäuschten Impfstoffangeboten

Die internationale Polizeiorganisation Interpol warnt vor weltweiten Betrugsversuchen mit vorgetäuschten Verkaufsangeboten von Corona-Impfstoffen.

In über 60 Fällen in 40 Ländern hätten Vertreter von Gesundheitsministerien und Krankenhäusern Angebote zum Kauf von in dem jeweiligen Land zugelassenen Impfstoffen erhalten, teilte Interpol am Montag in Lyon mit.

Demnach geben die Täter üblicherweise vor, einen Impfstoffhersteller oder eine für die Verteilung von Impfstoffen zuständige Regierungsorganisation zu vertreten.

Dabei versuchten sie sowohl über die dienstlichen als auch die privaten Mailadressen der Betroffenen sowie per Telefon Kontakt aufzubauen.

Dabei kämen auch gefälschte Internetseiten und Profile in den Sozialen Medien zum Einsatz.

"Selbst wenn ein Betrugsversuch fehlschlägt, ist es wichtig, dass die Polizei informiert wird, um mögliche Zusammenhänge zu untersuchen und wie mit dieser Interpol-Warnung, die Polizeibehörden über diese Bedrohungen zu informieren", sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock.

Laut Interpol versuchen Betrüger via Telefon und Internet Geschäfte mit Corona-Impfstoffen zu machen.
Laut Interpol versuchen Betrüger via Telefon und Internet Geschäfte mit Corona-Impfstoffen zu machen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 16. August, 16 Uhr: Corona fordert immer mehr Tote im Iran

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag.

Im selben Zeitraum wurden über 41.000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf mehr als 98.000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

Als Reaktion auf die vielen Toten in Verbindung mit Corona hat die iranische Regierung ab Montag erneut einen landesweiten Lockdown verhängt.

Update, 16. August, 15.08 Uhr: Serbien beginnt mit Corona-Auffrischungsimpfungen

Serbien beginnt an diesem Dienstag mit Auffrischungsimfungen gegen das Coronavirus für bestimmte, besonders gefährdete Personengruppen.

Jene Bürger, denen eine dritte Impfung empfohlen wird, würden von der Gesundheitsverwaltung einen entsprechenden Aufruf erhalten, teilte die serbische Regierung am Montag in Belgrad mit.

Die Drittimpfung könne ab dem 180. Tag nach dem Erhalt der zweiten Dosis verabreicht werden.

Empfohlen werde sie allen Menschen über 70, weiterhin Menschen über 60, die in Altenheimen leben, Patienten, die - etwa infolge einer Organtransplantation - das Immunsystem schwächende Medikamente einnehmen müssen, Mitarbeitern des Gesundheitswesen sowie Bürgern, die viel im Ausland unterwegs sind.

Update, 16. August, 15.06 Uhr: Bundesfamilienministerin: Impfung für Kinder bleibt freiwillig

Nach der Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige durch die Ständige Impfkommission (Stiko) hat die Bundesregierung betont, dass damit für diese Altersgruppe kein Zwang zur Impfung verbunden ist.

"Die Impfung bleibt freiwillig und darf nicht zur Voraussetzung für den Schulbesuch gemacht werden", teilte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) am Montag mit.

Lambrecht nannte die Impfempfehlung einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Es gebe nun eine klare, auf wissenschaftlicher Erkenntnis beruhende Orientierung für Eltern und Kinder. "Die Empfehlung erleichtert Eltern und ihren Kindern die Entscheidung."

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 16. August, 15 Uhr: BVB-Trainer Rose wirbt für mehr Toleranz beim Impfthema

Trainer Marco Rose hat in der Debatte um die Impfung von Fußball-Profis für mehr Toleranz geworben.

"Beim Thema Impfen muss jeder für sich entscheiden. Das ist eine ganz persönliche Entscheidung, die bei mir nie dazu führen wird, dass ich irgendeinen Spieler danach beurteile oder unter Druck setze", sagte der neue Trainer von Borussia Dortmund am Montag.

Nichtgeimpfte sollten seiner Meinung nach bei der Kaderplanung nicht benachteiligt werden: "Ich schaue auf die fußballerischen Qualitäten der Jungs."

"Wenn sich Spieler nicht impfen lassen, müssen wir Lösungen finden, die nicht dazu führen, dass eine Mannschaft in Nachteil gerät. Es geht darum, einen sportlich fairen Wettkampf zu haben. Und nicht: Geimpft gut, nicht geimpft geht nicht. Das müssen wir irgendwo zusammenführen und nach und nach mit dem Virus leben", befand Rose.

Update, 16. August, 14.55 Uhr: Grüne für rasche "Schulhof-Angebote" zu Corona-Impfungen

Die Grünen fordern nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren rasche konkrete Impfgelegenheiten.

"Jetzt braucht es Tempo, um einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die dann auch gleich ihren Eltern offen stehen", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die Aufklärung und die Informationskampagne müssten nun Schritt halten. "Deswegen braucht es gut verständliche Erklärangebote auch für ältere Jugendliche selbst."

Die Grünen sprechen sich für einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Kinder ab Zwölf aus.
Die Grünen sprechen sich für einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Kinder ab Zwölf aus.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 16. August, 13 Uhr: Corona-Notstand in Tokio vor erneuter Verlängerung

Wegen der zugespitzten Corona-Infektionslage will Japan den in der Paralympics-Stadt Tokio und fünf anderen Regionen geltenden Notstand abermals verlängern und auf sieben weitere Präfekturen ausweiten.

Die japanische Regierung wolle den Notstand bis zum 12. September und damit bis nach Ende der Paralympics ansetzen, wie japanische Medien am Montag berichteten. Dies werde die Regierung offiziell am Dienstag entscheiden. Vor diesem Hintergrund sollen die am 24. August beginnenden Paralympics weitgehend ohne Zuschauer stattfinden, hieß es.

Update, 16. August, 12.30 Uhr: Malaysias Regierungschef tritt nach Kritik an Corona-Politik zurück

Nach Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Corona-Pandemie sind der malaysische Ministerpräsident Muhyiddin Yassin und sein Kabinett zurückgetreten. In einer Fernsehansprache warf der Regierungschef am Montag politischen Rivalen vor, die Pandemie für politische Zwecke missbraucht zu haben.

Er habe nicht weiterregieren können, da andere Parteien versucht hätten, die Macht zu übernehmen, statt dem Leben der Menschen Vorrang zu geben, sagte er.

Update, 16. August, 12 Uhr: Spahn begrüßt Votum der Impfkommission zu Kinder-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat es als "gute Nachricht" bezeichnet, dass sich die Ständige Impfkommission (Stiko) nun für Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausspricht.

"Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden", sagte der CDU-Politiker am Montag. "Die Fakten sprechen für die Impfung, ausreichend Impfstoff für alle Altersgruppen ist da." Wenn gewünscht, könnte eine Impfung noch in dieser Woche stattfinden.

Die Stiko empfahl Impfungen bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren bisher nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes - Impfungen sind laut Stiko aber schon jetzt mit ärztlicher Aufklärung und als individuelle Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.

Update, 16. August, 11.20 Uhr: Impfkommission spricht sich für Corona-Impfung für alle ab 12 aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus.

Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, "dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen", teilte das Gremium am Montag mit und berief sich auf einen Beschlussentwurf. Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind möglich.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. (Symbolbild)
Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. (Symbolbild)  © David Young/dpa

Update, 16. August, 11.10 Uhr: Corona-Impfungen gehen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran. Am Sonntag wurden knapp 90.600 Dosen gespritzt, davon führten 67.700 zu einer vollständigen Impfung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte.

Insgesamt sind nun 47,6 Millionen Menschen oder 57,2 Prozent der Bevölkerung voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 52,6 Millionen Menschen oder 63,2 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn (41, CDU) dankte allen, die vor Ort kreative und niedrigschwellige Impfangebote machen. "Jede Impfung zählt!", schrieb er bei Twitter.

Unter den 16 Bundesländern hat nur Sachsen immer noch nicht die Marke von 50 Prozent bei den vollständig geimpften Einwohnern erreicht - die dafür nötige Spritze haben dort nun 49,8 Prozent bekommen. Beim Spitzenreiter Bremen sind es inzwischen 67,7 Prozent der Einwohner.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) schrieb via Twitter: "Jede Impfung zählt!"
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) schrieb via Twitter: "Jede Impfung zählt!"  © Henning Kaiser/dpa

Update, 16. August, 10 Uhr: Pflichtquarantäne nach Kontakt zu Corona-Infizierten endet in England

Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen in England und Nordirland künftig nicht mehr verpflichtend in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft sind.

Stattdessen sollen Betroffene einen PCR-Test machen, wie aus den neuen Richtlinien der britischen Regierung hervorgeht, die seit Montag gelten. Der Test ist jedoch nicht verpflichtend. Ähnliche Regeln gelten bereits in Schottland und Wales. Auch für Minderjährige werden die Quarantäneregeln gelockert, was deutlichen Einfluss auf den Schulbetrieb nach den Sommerferien haben dürfte.

Der Gesundheitsforscher Stephen Reicher erklärte, die Regierung müsse die Bevölkerung weiterhin dazu aufrufen, nach Kontakten zu Infizierten PCR-Tests zu machen. "Man ist nicht unverletzlich, wenn man doppelt geimpft ist, es gibt immer noch eine gewisses Risiko, dass man sich infiziert und andere ansteckt", sagte er dem Sender BBC.

Update, 16. August, 5 Uhr: RKI registriert 2126 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 36,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 36,2 - am Vortag hatte der Wert 35,0 betragen, vor einer Woche 23,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2126 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden vier Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zwei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.823.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.682.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.871.

Update, 22.28 Uhr: Ausschreitungen bei Impfgegner-Demo in den USA

Bei einer Demonstration von Impfgegnern in Los Angeles und einem Gegenprotest ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Nach Mitteilung der Polizei wurde bei dem Event am Samstag vor dem Rathaus der Millionenstadt ein Mann mit einem Messer verletzt. Zu Festnahmen kam es zunächst nicht. Die Untersuchung dauere noch an, hieß es.

Mehrere Hundert Impfgegner forderten in Sprechchören «medizinische Freiheit», viele schwenkten US-Fahnen und trugen Pro-Donald-Trump-Schilder. Nach Medienberichten waren Anhänger der rechtsradikalen Gruppe «Proud Boys» beteiligt. Ein Reporter teilte der Polizei und auf Twitter mit, er sei tätlich angegriffen worden.

Der Protest der Impfgegner richtete sich unter anderem gegen verschärfte Corona-Auflagen, wie Maskenpflicht und Impfnachweise.

Impfgegner und Gegenprotest gerieten in Los Angeles aneinander.
Impfgegner und Gegenprotest gerieten in Los Angeles aneinander.  © Damian Dovarganes/AP/dpa

Update, 17.30 Uhr: Mainzer Sportvorstand nicht einverstanden mit DFL-Regularien

Sportvorstand Christian Heidel vom Bundesligisten FSV Mainz 05 hat die Deutsche Fußball Liga mit Blick auf die aktuell angespannte Corona-Situation zum Umdenken aufgefordert.

"Sicherlich ist es kein sportlich fairer Wettbewerb - Wettbewerbsverzerrung hört sich ja fast kriminell an, das würde ich so überhaupt nicht in den Mund nehmen. Aber ich glaube, das hat jetzt nichts mit fairem Sport zu tun", sagte Heidel am Sonntag in der Halbzeit des Heimspiels gegen RB Leipzig in einem DAZN-Interview.

Ein Bundesliga-Spiel könne nur ausfallen oder abgesetzt werden, wenn keine neun Profis mehr zur Verfügung stehen. "Ob diese Regel so ganz zeitgemäß ist - wir sind ja jetzt eben nicht mehr vor einem Jahr, sondern leben jetzt im Momentum, das stelle ich schon ein bisschen in Frage. Ich glaube, da muss man sich bei der DFL noch mal drum kümmern", forderte Heidel.

Mainz-Trainer Bo Svensson musste nach der Isolation von gleich zehn Spielern in dieser Woche gegen RB Leipzig auf einige Profis verzichten.

Neben Karim Onisiwo, der vor einer Woche zunächst positiv auf das Virus getestet worden war, fehlten gegen Leipzig beispielsweise auch Jeremiah St. Juste, Dominik Kohr und Anderson Lucoqui. Unter der Woche hatten sich 14 Personen aus dem Team isolieren müssen, nachdem drei Profis - darunter Onisiwo - und ein Co-Trainer positiv getestet wurden.

Christian Heidel (58) findet die Corona-Regeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) überdenkenswert.
Christian Heidel (58) findet die Corona-Regeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) überdenkenswert.  © Werner Schmitt/dpa

Update, 15. August, 15 Uhr: Erstmals mehr als 600 Corona-Tote im Iran an einem Tag

Im Iran wurden erstmals mehr als 600 Corona-Tote an nur einem Tag registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag gab es in den vergangenen 24 Stunden 620 Tote und fast 37.000 Neuinfektionen.

Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf fast 98.000, die der Infektionen auf mehr als 4,4 Millionen. Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Um die Todeswelle zu stoppen, hat die iranische Regierung erneut einen landesweiten Lockdown verhängt.

Update, 15. August, 12.30 Uhr: Wieder Massenimpfung in Tunesien gegen das Corona-Virus

In Tunesien hat am Sonntag eine weitere große Impfaktion gegen das Corona-Virus begonnen. Fast eine Million Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren waren in dem von der Pandemie schwer getroffenen nordafrikanischen Land aufgerufen, eine erste Impfdosis zu erhalten.

Bereits vor einer Woche waren rund eine Million Menschen ab 40 zu einer Massenimpfung eingeladen. Am Ende wurden nach offiziellen Angaben 550.000 Menschen immunisiert.

Für die Aktion wurden erneut Hunderte Einrichtungen zu Impfzentren umfunktioniert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden die Präparate von Moderna sowie Johnson & Johnson gespritzt.

Update, 15. August, 11.50 Uhr: Carrie Johnson fordert Schwangere zur Impfung gegen Coronavirus auf

Die Frau des britischen Premierministers, Carrie Johnson, hat Schwangere dazu ermutigt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Auf ihrem privaten Instagram-Account berichtete sie am Samstag von ihrer zweiten Impfung. Sie fühle sich "großartig", so die Frau von Boris Johnson, die selbst ein Kind erwartet.

Sie sei zunächst "definitiv besorgt" gewesen aus Angst vor einer Fehlgeburt, schrieb Carrie, wie auf einem Screenshot auf der Webseite des Nachrichtensenders Sky News zu sehen war. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu seien aber "unglaublich beruhigend", so die 33-Jährige. Wissenschaftlichen Daten zufolge gebe es dafür kein erhöhtes Risiko. "Geimpft zu werden ist wirklich der beste Weg um sich selbst und sein Baby zu schützen", fuhr Carrie fort.

Update, 15. August, 10.20 Uhr: Lindner: Geimpfte und Genesene von Maskenpflicht befreien

FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen.

"Bei Geimpften und Genesenen halte ich die Maskenpflicht für überflüssig", sagte Lindner dem "Tagesspiegel" (Sonntag). Von diesen Gruppen gehe keine Gefahr mehr aus. "Also sollte der Staat nicht zum Maskentragen verpflichten."

Ausnahmen solle es nur noch bei "ganz wenige Gelegenheiten im öffentlichen Verkehr" geben, wo es aus praktischen Gesichtspunkten nicht möglich sei, sich von jedem einen Impfnachweis zeigen zu lassen. Lindner griff die Union scharf an.

"Die Union findet nicht aus dem Ausnahmezustand heraus. Das Pandemiegeschehen hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich verändert, die Pandemiepolitik indessen nicht." Die vulnerablen Gruppen seien durch Impfungen geschützt, zudem steige die Impfquote. "Für Geimpfte und Genesene darf es deshalb keine Freiheitsbeschränkungen mehr geben", forderte der FDP-Vorsitzende.

FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen.
FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert, Geimpfte und Genesene von der Pflicht zu befreien, in Geschäften eine Corona-Schutzmaske zu tragen.  © Stefan Sauer/dpa

Update, 15. August, 6 Uhr: Über eine Million Corona-Fälle seit Pandemiebeginn in New York City

New York City hat Behörden zufolge die Marke von einer Million Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Die Gesundheitsbehörde der Millionenmetropole an der US-Ostküste veröffentlichte am Samstag dementsprechende Zahlen.

Die meisten Fälle waren durch PCR-Tests nachgewiesen worden, die Statistik enthält aber auch "wahrscheinliche" Infektionen, die etwa durch Antigen-Tests oder anhand von Krankheitssymptomen erfasst worden waren.

Update, 15. August, 4.20 Uhr: Kinder-Impfungen: Kinderärzte verweisen auf psychosoziale Aspekte

Die deutschen Kinderärzte haben an die Ständige Impfkommission (Stiko) appelliert, in der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfempfehlung für Zwölf- bis 17-Jährige auch die psychosozialen Probleme dieser Altergruppe in den Blick zu nehmen.

"Die Stiko orientiert sich allein am individuellen Nutzen einer Impfung im Verhältnis zur Gefährlichkeit einer Erkrankung", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Thomas Fischbach, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Da sind Kollateralschäden bei der psychosozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nicht berücksichtigt."

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Impfstoffe von BioNTech und Moderna bereits ab 12 Jahren zugelassen. In Deutschland empfiehlt die Stiko Impfungen von Kindern und Jugendlichen aber bisher trotz politischen Drucks nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe. Eine Impfung ist mit ärztlicher Beratung dennoch möglich. Laut Fischbach ist in Deutschland bislang rund eine Million der 4,5 Millionen Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren geimpft.

Fischbach kritisierte, die psychosozialen Probleme von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise sei bislang nie Gegenstand der Stiko-Empfehlungen gewesen. "Ich persönlich finde, dass die Stiko an diesen Maßgaben etwas ändern könnte", sagte er. Es gehe auch darum, Kinder vor weiteren Schäden im Falle neuer Corona-Maßnahmen oder eines weiteren Lockdowns im Bildungsbereich zu bewahren. "Diesen Gesichtspunkt hat die Ständige Impfkommission leider bisher nicht im Blick", kritisierte Fischbach.

Update, 15. August, 4 Uhr: Corona-Krise: Zahl der Selbstständigen in Hartz IV versechsfacht

Die Zahl der Selbstständigen, die für ihren Lebensunterhalt finanzielle Unterstützung aus der staatlichen Grundsicherung beziehen, hat sich laut Bundesagentur für Arbeit (BA) im Verlauf der Corona-Pandemie versechsfacht.

"Wir sehen einen deutlichen Corona-Effekt zwischen April 2020 und Juli 2021", sagte BA-Chef Detlef Scheele den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Rund 134.000 Selbstständige hätten in der Zeit Bedarf auf Grundsicherung angemeldet. "Üblicherweise wären es in diesem Zeitraum etwa 22.000 gewesen", so Scheele. Dies entspricht in etwa einer Versechsfachung.

Bei den abhängig Beschäftigten sind seinen Angaben zufolge 328.000 neu in die Grundsicherung gekommen. "Diese Zahl liegt in normalen Zeiten bei 190.000", sagte Scheele. "Der Corona-Effekt zeigt sich hier deutlich." Aufs Ganze gerechnet seien dies aber keine allzu hohen Werte.

Abhängig Beschäftigte, die ergänzendes Hartz IV beantragen, sind laut BA unter anderem Menschen, deren Kurzarbeitergeld sehr niedrig ausfällt, oder sogenannte Aufstocker, die einen geringen Lohn beziehen und daher auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Update, 15. August, 3 Uhr: Ministerpräsidentin Schwesig schließt erneuten Corona-Lockdown aus - kein Druck für Ungeimpfte

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) schließt einen erneuten Lockdown in der Corona-Pandemie aus.

"Alles, was offen ist, muss offen bleiben", sagte sie der "Bild am Sonntag". Sie sei zuversichtlich, "dass wir mit Impfungen und Tests gut durch den Herbst und Winter kommen können". Damit Deutschland eine vierte Welle gut überstehe, brauche das Land aber mehr Impfungen. Schwesig plant deshalb eine neue Impfkampagne in Mecklenburg-Vorpommern und fordert ein größeres Engagement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).

"Es gibt noch eine große Gruppe, die zögert und abwartet", sagte Schwesig. Rund 40 Prozent der 18- bis 59-Jährigen seien noch nicht geimpft. "Die Landesregierung wird daher alle Personen dieser Altersgruppe anschreiben und noch mal auf die Impfempfehlung hinweisen." Die Ministerpräsidentin warnte aber davor, Ungeimpfte unter Druck zu setzen: "Wir sollten den Menschen nicht drohen, sondern sie mit Argumenten überzeugen."

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) schließt einen erneuten Lockdown in der Corona-Pandemie aus.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (47, SPD) schließt einen erneuten Lockdown in der Corona-Pandemie aus.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. August, 1 Uhr: USA nun Corona-Hochrisikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten die USA nun in Deutschland als Hochrisikogebiet. Einreisende aus den Vereinigten Staaten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen seit diesem Sonntag für fünf bis zehn Tage in Quarantäne.

Dieselbe Regelung gilt jetzt auch für Israel, Kenia, Montenegro, Vietnam sowie für zwei französische Überseegebiete. Portugal wird dagegen mit Ausnahme der bei Touristen besonders beliebten Küstenregion Algarve und der Hauptstadt Lissabon von der Risikoliste gestrichen.

Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind inzwischen aber nicht mehr nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage. Von Dienstag an wird auch die Türkei als Hochrisikogebiet eingestuft.

Update, 14. August, 17.45 Uhr: Kostümierte Star-Wars-Darsteller beim Impftermin

Der Impftermin wurde in Duisburg am Sonnabend zu einer Art Kostümfest. Kinder und Jugendliche erhielten im Impzentrum den Corona-Impfstoff von Biontech und konnten sich mit kostümierten "Star Wars"-Darstellern fotografieren lassen. Mehr dazu lest Ihr im Artikel: Sternenkrieger beim Impftermin: Kinder posieren mit "Star Wars"-Figuren.

In Duisburg konnten sich Kinder mit Star-Wars-Figuren fotografieren lassen.
In Duisburg konnten sich Kinder mit Star-Wars-Figuren fotografieren lassen.  © Lino Mirgeler/dpa

Update, 14. August, 15.27 Uhr: Erneute Demonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich

Der Unmut über verschärfte Corona-Regeln hat in Frankreich am fünften Wochenende in Folge wieder viele Menschen auf die Straßen getrieben.

Die Behörden rechneten am Samstag mit einer Gesamtzahl von rund 250.000 Demonstranten im ganzen Land und damit mehr als doppelt so vielen wie zu Beginn der Proteste Mitte Juli. Die Wut der Teilnehmer richtet sich gegen die Impfpflicht für Gesundheitspersonal und jüngst auf fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens ausgeweitete Nachweispflichten.

Franzosen müssen etwa für Restaurant- oder Kinobesuche, Fernzugreisen und mancherorts bald auch fürs Shoppen in großen Einkaufszentren einen sogenannten Gesundheitspass vorlegen. Dieser liefert den Beleg entweder über eine Corona-Impfung, eine überstandene Erkrankung oder einen aktuellen negativen Test. Da Corona-Tests ähnlich wie in Deutschland ab Mitte Oktober kostenpflichtig werden, prangern Kritiker eine Impfpflicht durch die Hintertür an.

Update, 14. August, 14.31 Uhr: Nach Kritik: Großbritannien reduziert Preis für Corona-Tests

Nach Kritik an überzogenen Preisen für verpflichtende Corona-Tests hat die britische Regierung die Kosten für die Angebote des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS reduziert. Ein einzelner Test für Reiserückkehrer soll demnach statt 88 Pfund (etwa 103 Euro) künftig 68 Pfund (rund 80 Euro) kosten, wie das Gesundheitsministerium in der Nacht zum Samstag mitteilte.

Ähnlich niedriger fallen die Kosten für Tests im Doppelpack für ungeimpfte Rückkehrer aus. Die Tests müssen vor der Einreise je nach Status des Ausgangspunkts und der Reisenden gebucht werden. Auswählen kann man neben dem Angebot des NHS auch von einer Liste zertifizierter privater Anbieter.

Update, 14. August, 12.20 Uhr: 57 Prozent der Menschen vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland sind nach offiziellen Angaben 57 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 10.25 Uhr) knapp 47,4 Millionen Menschen.

Demnach haben rund 52,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten - das sind 63,1 Prozent der Bevölkerung. Am Freitag wurden bundesweit 367.560 Impfdosen gespritzt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief die Menschen am Samstag via Twitter noch einmal dazu auf, sich impfen zu lassen. "Impfen ist der Weg zurück zu Freiheit und Normalität. Wir haben dafür alle Mittel zur Verfügung, wir müssen sie nur nutzen."

Update, 14. August, 11.50 Uhr: Weiterer Negativrekord: 819 Corona-Tote in Russland

Den dritten Tag infolge hat es in Russland einen Höchststand bei den Corona-Todesfällen gegeben. Am Samstag meldeten die Behörden 819 Tote innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Über Wochen hinweg lag dieser Wert knapp unter 800, obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen gesunken war. Am Samstag wurden in der Statistik 22.144 neue Fälle erfasst. Auch in Russland mit seinen rund 146 Millionen Einwohnern breitet sich die Delta-Variante rasch aus, die als besonders ansteckend gilt.

Update, 14. August, 10.26 Uhr: Chinas Corona-Zahlen sinken den vierten Tag in Folge

China hat am Freitag nur noch 30 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert, wie die Gesundheitskommission am Samstag bekanntgab. Damit sind die täglichen Corona-Zahlen den vierten Tag in Folge gesunken, was auf eine Eindämmung des bisher größten Infektionsstrangs seit über einem Jahr hindeutet.

Seit dem 20. Juli registrierten die Behörden gut 1300 Fälle in 18 Provinzen und Regionen. Der Ausbruch der hochinfektiösen Delta-Variante hatte die strikte Null-Covid-Strategie des Landes auf die Probe gestellt. Die Behörden reagierten mit strikten Ausgangssperren, der Unterbrechung von Transportverbindungen, Reisebeschränkungen, Massentests und Quarantäne.

Nach der Infektion eines Arbeiters im Hafen von Ningbo in der Provinz Zhejiang wurde ein ganzes Terminal geschlossen, was die Befürchtung weiterer Verzögerungen im weltweiten Containerverkehr auslöste.

Update, 14. August, 7.38 Uhr: Urlaub in Corona-Zeiten: Jeder Fünfte laut Studie nicht gut erholt

Urlaub in Zeiten der Corona-Pandemie: Jeder fünfte Deutsche hat sich in diesem Sommer nicht gut oder überhaupt nicht erholt. Das ist das Ergebnis des Urlaubsreports 2021 der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Damit bleibe der Anteil der Urlauberinnen und Urlauber, die sich in den Ferien nicht entspannen konnten, im Vergleich zum Vorjahr konstant hoch.

Vor allem Frauen hätten sich schlecht entspannen können, teilte die DAK-Gesundheit in Hamburg mit. Acht Prozent der weiblichen Befragten klagten darüber, im Urlaub gar keine Erholung gefunden zu haben. Bei den Männern waren es drei Prozent.

Laut DAK konnten sich 19 Prozent der Deutschen in diesem Jahr in den Ferien nicht gut erholen - 2020 war der Anteil ähnlich hoch gewesen. 2019 waren es lediglich 13 Prozent gewesen.

Update, 14. August, 7 Uhr: RKI registriert 5644 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 32,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 32,7 - am Vortag hatte der Wert 30,1 betragen, vor einer Woche 21,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 5644 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.27 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3206 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Ein Pfleger auf der Intensivstation in einem Krankenhaus zieht sich Handschuhe an.
Ein Pfleger auf der Intensivstation in einem Krankenhaus zieht sich Handschuhe an.  © Stephanie Pilick/dpa

Update, 14. August, 5.10 Uhr: Lehrerverband für längerfristige Maskenpflicht an Schulen

Der Deutsche Lehrerverband fordert, dass in Schulen noch für längere Zeit Masken zum Schutz vor Corona getragen werden sollen. In den ersten Monaten des neuen Schuljahres müsse es eine umfassende Maskenpflicht und weiterhin regelmäßige Tests von Schülerinnen und Schülern geben, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Er begründete das damit, dass jüngere Kinder bisher nicht geimpft sind und von den größeren nur ein Teil.

"Eine Begrenzung von Maskenpflicht und Testungen auf die ersten beiden Schulwochen, wie in einigen Bundesländern vorgesehen, greift unserer Ansicht nach zu kurz", kritisierte Meidinger. Es gehe nicht nur um die Kontrolle der Infektionseinschleppung durch Reiserückkehrer, sondern auch generell um die Eindämmung der vierten Welle, die erst im Herbst ihren Höhepunkt erreichen dürfte.

Update, 13. August, 20.05 Uhr: Israels Regierungschef: Impfen rund um die Uhr - auch am Schabbat

Der israelische Regierungschef Naftali Bennett setzt im Kampf gegen steigende Zahlen der Corona-Infektionen auf Impftermine rund um die Uhr.

Auch am Schabbat solle die Impfkampagne fortgesetzt werden, betonte er am Freitag bei einem Treffen mit den Chefs von Gesundheitsdiensten und Krankenkassen. Da es um das Retten von Menschenleben gehe, müssten die Impfungen Tag und Nacht, an allen sieben Tagen der Woche angeboten werden, sagte Bennett einer Mitteilung zufolge.

Update, 13. August, 19.38 Uhr: Niederlande öffnen Hochschulen - Nachtclubs bleiben zu

Angesichts noch anhaltend vieler Neuinfektionen lockern die Niederlande ihre Corona-Maßnahmen vorerst nur geringfügig.

Clubs, Bars und Diskotheken blieben weiterhin geschlossen, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mit. Allerdings dürfen die Universitäten und Fachhochschulen nach den Sommerferien wieder ihre Türen öffnen und Studenten nach eineinhalb Jahren wieder Präsenzunterricht bekommen.

Premier Rutte betonte, dass die Regierung das Risiko einer erneuten Infektionswelle wie Anfang Juli nicht eingehen wolle. "Wir müssen vorsichtig bleiben." Die Regierung wird daher die Regeln vor allem für die Nachtgastronomie und Groß-Veranstaltungen nicht lockern.

Update, 13. August, 17.21 Uhr: Italien: Corona-Inzidenz gestiegen - Impfappell an über 50-Jährige

Italiens Gesundheitsexperten mahnen mit Blick auf die Corona-Lage, weiter vorsichtig zu sein.

Der landesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert stieg für den Zeitraum bis Donnerstag auf 73 Fälle je 100.000 Einwohner, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mitteilte. In der Vorwoche lag der Wert bei 68. In Italien breiteten sich außerdem Virus-Mutationen wie die Delta-Variante weiter aus. Angesichts dessen, dass es im Sommer häufiger zu Versammlungen komme, sei es gut, sich vorsichtig zu verhalten und sich impfen zu lassen.

Die Regierung wirbt bei Älteren weiter für die Impfungen gegen Covid-19. "Vor allem bei den über 50-Jährigen gibt es mehr als vier Millionen Menschen, die noch nicht mal die erste Dosis erhalten haben", sagte Gesundheitsexperte Franco Locatelli im Interview der Zeitung La Stampa (Freitag).

Update, 13. August, 17.10 Uhr: Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Hochrisikogebiet ein

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei als Hochrisikogebiet ein.

Ab Dienstag müssen Einreisende aus dem beliebten Urlaubsland, die nicht geimpft oder genesen sind, für fünf bis zehn Tage in Quarantäne, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Die Coronafallzahlen in der Türkei sind Ende Juli rasant angestiegen, täglich werden derzeit teilweise weit über 20.000 neue Fälle offiziell registriert. Im Juli waren es pro Tag noch etwa 7000.

Touristen besuchen den Strand von Antalya. Die Bundesregierung stuft die Türkei als Corona-Hochrisikogebiet ein.
Touristen besuchen den Strand von Antalya. Die Bundesregierung stuft die Türkei als Corona-Hochrisikogebiet ein.  © Emrah Gurel/AP/dpa

Update, 13. August, 14.47 Uhr: Comiczeichner Ralph Ruthe verschenkt Originale an Geimpfte

Bekannt ist Ralph Ruthe für seine Comics mit Hase, Fischen oder einem Biber nebst Baum aus zahlreichen Büchern, Magazinen und Zeitungen.

Seit Beginn der Pandemie macht sich der 49-Jährige stark für Impfungen gegen das Coronavirus. Am Freitag hat der Zeichner beides miteinander verbunden: Frisch Geimpften im Impfzentrum an der Messe Berlin schenkte Ruthe jeweils eine Originalzeichnung.

Interessenten konnten sich das Motiv wünschen, Ruthe zeichnete Fische oder Katzen. Bei großem Andrang könne er eine Zeichnung auch in 30 Sekunden schaffen, sagte Ruthe.

"Wir haben die Situation, dass viele Menschen noch nicht geimpft sind. Dadurch werden wir niemals zu einer sogenannten Herdenimmunität kommen und es wird weitere Varianten geben. Also möchte ich gern, dass möglichst viele sich impfen lassen. Das ist mein Versuch, das hinzukriegen", sagte Ruthe vor Beginn der Aktion im RBB-Sender radioeins.

Update, 13. August, 14.15 Uhr: Strengere Regeln lassen Impfquote in Frankreich steigen

Strengere Corona-Regeln mit dem angekündigten Ende kostenloser Tests haben in Frankreich die Impfquote weiter steigen lassen. 67,4 Prozent der Bevölkerung hätten inzwischen mindestens eine Impfung und 56,4 Prozent auch die zweite Impfung erhalten, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit.

Beim Blick auf alle Einwohner ab 12 Jahren ergab sich ein Anteil der Erstgeimpften von 78,4 Prozent und der bereits vollständig Geimpften von 65,7 Prozent.

Trotz der bevorstehenden Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen sei die Impfquote mit 70,1 Prozent vollständig Geimpfter dort zu gering, beklagen die Behörden. Spätestens bis zum 15. September sollen Beschäftigte im französischen Gesundheitsbereich eigentlich über einen Impfschutz verfügen.

Update, 13. August, 12.54 Uhr: WHO will Entpolitisierung der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, die Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht zu politischen Zwecken zu missbrauchen. Es komme auf rasche internationale Kooperation an, um künftig bei Krankheitserregern mit pandemischem Potenzial besser reagieren zu können, teilte die WHO am Donnerstagabend mit.

Die Suche nach den Ursprüngen des Erregers sollte keine Übung in Schuldzuweisungen oder Fingerzeigen sein. Die WHO macht dabei Druck auf China, für weitere Forschungen Zugang zu den wichtigen Daten der ersten Corona-Fälle von 2019 zu gewähren.

In diesem Zusammenhang gehe Italien als eines der ersten und am schwersten betroffenen Länder vorbildlich vor, so die WHO. "Der Austausch von Rohdaten und die Erlaubnis zur erneuten Untersuchung von Proben in Labors außerhalb Italiens spiegeln beste wissenschaftliche Solidarität wider und unterscheidet sich nicht von dem, was wir alle Länder, einschließlich China, ermutigen, zu unterstützen, damit wir die Studien zu den Ursprüngen schnell vorantreiben können und effektiv."

Sicherheitspersonen stehen vor dem Eingang des Wuhan Instituts für Virologie (WIV).
Sicherheitspersonen stehen vor dem Eingang des Wuhan Instituts für Virologie (WIV).  © Ng Han Guan/AP/dpa

Update, 13. August, 11.37 Uhr: Trotz vieler Corona-Neuinfektionen: Moskau lockert weiter

Trotz Tausender Corona-Neuinfektionen täglich hebt die russische Hauptstadt Moskau weitere Beschränkungen auf. Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb am Freitag in seinem Blog, dass Unternehmen nicht mehr mindestens 30 Prozent ihrer Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen müssten.

Zudem könnten Zoos ohne Einschränkungen besucht werden. Das Verbot von Massenveranstaltungen bleibt Sobjanin zufolge aber bestehen. Auch Theater, Kinos und Konzertsäle dürften weiterhin nicht voll ausgelastet werden.

Am Freitag meldeten die Behörden in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern 2500 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Landesweit waren es 22.700. Erneut wurde ein Höchststand bei den Todesfällen registriert: Demnach starben 815 Menschen innerhalb eines Tages mit dem Virus.

Update, 13. August, 10.46 Uhr: Umfrage: Mehrheit findet Corona-Maßnahmen richtig

Ein Großteil der Menschen in Deutschland befürwortet laut ZDF-Politbarometer die aktuellen Corona-Maßnahmen. 75 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, die Corona-Schnelltests künftig selber zahlen müssen - darunter jeweils mehr als 80 Prozent bei den Anhängern von Union, SPD und Grünen.

22 Prozent lehnen das ab, darunter knapp zwei Drittel der AfD-Anhänger. Dass es für vollständig Geimpfte und Genesene in Zukunft weniger Einschränkungen geben soll als für Nicht-Geimpfte, halten 67 Prozent der Befragten für den richtigen Schritt. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Umfrage vor zwei Wochen. 29 Prozent finden das demnach falsch.

Update, 13. August, 10 Uhr: Experten in Japan schlagen Corona-Alarm - Paralympics ohne Zuschauer

In Japan schlagen Experten und Politiker kurz vor den Paralympics wegen der sich zuspitzenden Corona-Situation Alarm. Die Zahl der Corona-Patienten mit schweren Symptomen stieg landesweit auf den Höchststand von 1478 Fällen, wie das Gesundheitsministerium am Freitag bekanntgab.

Vor diesem Hintergrund wollen die Organisatoren Zuschauer bei den am 24. August beginnenden Paralympics so wie schon zuvor bei den Olympischen Spielen weitgehend ausschließen. Eine Entscheidung soll laut japanischen Medien am kommenden Montag bei einem Treffen mit dem Internationalen Paralympischen Komitee und der Regierung in Tokio getroffen werden.

Seit Beginn der Sommerspiele hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokio wegen der explosionsartigen Ausbreitung der Delta-Variante mehr als verdoppelt.

Update, 13. August, 8.50 Uhr: Dritte Corona-Impfung für immungeschwächte Menschen in den USA

In den USA sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Dies gab die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA am Donnerstag bekannt.

Es gehe besonders um Empfänger eines Spenderorgans und Menschen, bei denen ein vergleichbarer Grad an Immunschwäche diagnostiziert wurde. Sie sollen dann eine Auffrischungsimpfung mit den Impfstoffen von Moderna oder Pfizer/Biontech erhalten können.

Der zuständige Ausschuss der Gesundheitsbehörde CDC solle am Freitag über weitere klinische Empfehlungen für immungeschwächte Menschen beraten, schrieb die FDA.

Update, 13. August, 7.18 Uhr: Sydney seit sieben Wochen im Lockdown, Zahlen steigen dennoch

Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney steigen die Corona-Zahlen trotz eines seit fast sieben Wochen andauernden Lockdowns weiter.

Innerhalb von 24 Stunden seien 390 Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Zwei Menschen seien in Verbindung mit Covid-19 gestorben, sagte Regionalregierungschefin Gladys Berejiklian.

Die Millionenmetropole Sydney und große Teile von New South Wales befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown. Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Die Maßnahmen sollen bis mindestens Ende August gelten.

Auch in Melbourne und der Hauptstadt Canberra gelten derzeit Beschränkungen für die Bevölkerung. Allerdings ist kein anderer Landesteil so schwer betroffen wie New South Wales.

Australien, Sydney: Eine Frau geht an der Bahnstation Strathfield vorbei.
Australien, Sydney: Eine Frau geht an der Bahnstation Strathfield vorbei.  © Dan Himbrechts/AAP/dpa

Update, 13. August, 7.09 Uhr: Automesse IAA mit Maskenpflicht und "3G-Prinzip"

In knapp vier Wochen will Bundeskanzlerin Angela Merkel die erste internationale Großveranstaltung in Deutschland nach den Lockdown-Beschränkungen eröffnen, die neue Automesse IAA Mobility in München.

Die Messe sei von Anfang an unter Pandemie-Bedingungen geplant worden, und zwar "unabhängig von Inzidenzwerten", betonten die Messegesellschaft und der Verband der Automobilindustrie (VDA). Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf aufs Messegelände.

Neben Abstandsregeln und der Maskenpflicht für Aussteller und Besucher gelte als Voraussetzung für den Einlass "ein tagesaktueller negativer Corona-Test, ein Genesungsdokument oder eine vollständige Impfbescheinigung".

Auch für Besucher-Testfahrten mit Elektro-, Wasserstoff- und automatisierten Autos zwischen Messe und Innenstadt gelten Maskenpflicht und "das 3G-Prinzip", sagte die IAA-Direktorin der Messegesellschaft, Christine von Breitenbuch.

Die Zahl der Besucher an den Messeständen und bei den Diskussionsforen wird wegen der Abstandsregeln begrenzt.

Update, 13. August, 6.30 Uhr: RKI registriert 5578 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 30,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 30,1 - am Vortag betrug der Wert 27,6, vor einer Woche lag er bei 20,4.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 5578 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.59 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3448 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet.

Elke Koch (l.), stellvertretende Stationsleiterin einer Intensivstation des Uniklinikums Freiburg, hilft einer Kollegin beim Aufrichten eines Patienten.
Elke Koch (l.), stellvertretende Stationsleiterin einer Intensivstation des Uniklinikums Freiburg, hilft einer Kollegin beim Aufrichten eines Patienten.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 12. August, 21.10 Uhr: 100 Dollar zur Corona-Impfung in New York: So viele Menschen nehmen an

Nachdem die Millionenmetropole New York Ende Juli einen Impfanreiz von 100 Dollar (etwa 85 Euro) eingeführt hat, haben schon rund 50.000 Menschen dieses Angebot angenommen.

Das gab Bürgermeister Bill de Blasio (60) am Donnerstag bekannt und feierte das Angebot städtischer Impfstellen als großen Erfolg. US-Präsident Joe Biden (78) hatte Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen landesweit aufgefordert, eine solche Belohnung auszuloben.

Insgesamt sind in der Metropole New York mit rund 8,5 Millionen Einwohnern, die im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden war, bereits rund 73 Prozent aller Erwachsenen voll geimpft.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio (60).
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio (60).  © Kevin Hagen/AP/dpa

Update, 12. August, 20.10 Uhr: US-Regierung wirbt für Impfpflicht durch Arbeitgeber

Die US-Regierung hat Arbeitgeber ausdrücklich ermuntert, ihre Mitarbeiter zur Impfung gegen das Coronavirus zu verpflichten.

Es liege in der Macht der Arbeitgeber "dabei zu helfen, die Pandemie zu beenden", sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, am Donnerstag. Die bisher angekündigten Regelungen durch Unternehmen, Bundesstaaten, Kommunen, Universitäten und Krankenhäuser verpflichteten bereits Dutzende Millionen Amerikaner zur Impfung.

"Es ist klar, die Impfpflicht ist im ganzen Land auf dem Vormarsch", sagte Zients. Die Impfungen würden die Menschen schützen und "helfen, die Verbreitung des Virus zu stoppen".

Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses: Jeffrey Zients.
Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses: Jeffrey Zients.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 12. August, 20.05 Uhr: USA bereiten dritte Corona-Impfung für immungeschwächte Menschen vor

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen in den USA schon bald eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können.

Es gehe dabei um einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung, erklärte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Donnerstag.

Studien zeigten, dass die zweite Impfdosis bei immungeschwächten Menschen oft noch keine ausreichende Immunreaktion auslöse. Eine dritte Dosis könnte den Schutz für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe erhöhen, betonte Walensky.

Die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA werde die Zulassung für die Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech wohl in Kürze erweitern, um die dritte Impfung zu erlauben, sagte Walensky.

Update, 12. August, 19.05 Uhr: PCR-Tests bei leicht erkrankten Kindern und Geimpften laut RKI wichtig

Die Zahl der erfassten Labortests auf das Coronavirus in Deutschland ist rückläufig, der Anteil positiver Befunde jedoch steigt.

Um eine stärkere Virusausbreitung einzudämmen, sei ein solcher PCR-Test auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig, twitterte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend. In Arztpraxen sei die Testzahl in den vergangenen Wochen stark gesunken.

Laut dem neuen Covid-19-Wochenbericht des Instituts wurde für vergangene Woche ein Tiefststand für dieses Jahr verzeichnet, mit 588.404 PCR-Tests, übermittelt von 200 Laboren. Seit dem Frühjahr liegen die Werte pro Woche unter einer Million. Vergangene Woche fielen knapp 4 von 100 Tests positiv aus, so viele wie seit längerer Zeit nicht.

Update, 12. August, 18 Uhr: Wartelisten von englischen Krankenhäusern so lang wie noch nie

Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen haben in England so viele Menschen auf eine Behandlung im Krankenhaus gewartet wie in diesem Jahr.

Ende Juni warteten 5,45 Millionen auf eine Routinebehandlung im Krankenhaus, wie aus aktuellen Zahlen des Gesundheitsdienstes NHS England hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlichten wurden. Seit Beginn der Aufzeichnungen 2007 lag diese Zahl noch nie auf so hohem Niveau. England hat rund 56 Millionen Einwohner.

"Der NHS hat sich in dieser furchtbaren Pandemie richtigerweise auf Covid-19 konzentriert, und das hat bedeutet, dass die Wartelisten länger geworden sind", sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51). Er geht davon aus, dass die Listen sogar noch länger werden, da nun wieder mehr Menschen zum Arzt gehen und aufgeschobene Behandlungen in Angriff nehmen.

Im Winter - auf dem Höhepunkt der zweiten Welle der Pandemie - hatten Krankenhäuser in vielen Teilen Englands kurz vor ihrer Belastungsgrenze gestanden. Auch in den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Covid-19-Patienten wieder. Sie liegt allerdings dank der Impfungen deutlich niedriger als im Winter.

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51).
Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51).  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Update, 12. August, 17 Uhr: Griechischer MP: Geimpfte werden nicht für wenige Ungeimpfte bezahlen

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (53) hat klargestellt, dass es keinen neuen Lockdown wegen Corona in dem Land geben wird.

"Die Geimpften werden nicht für wenige Ungeimpfte bezahlen", sagte Mitsotakis am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Athen. Er antwortete auf die Frage, was geschehen werde, wenn die Infektionszahlen im Herbst weiter steigen: "Die Wirtschaft wird arbeiten, die Gesellschaft wird offen bleiben."

Die Antwort auf die Delta-Variante sei nicht der Lockdown, sondern die Impfung als grundsätzliche Schutzmaßnahme sowie der gesunde Menschenverstand.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (53).
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (53).  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Update, 12. August, 16.57 Uhr: Bayer Leverkusen lässt bis auf Kinder nur noch Geimpfte und Genesene rein

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen setzt bei der Rückkehr der Zuschauer indirekt auf die 2G- statt auf die 3G-Regel und will ungeimpft und nicht genesen nur Kinder und Jugendliche mit negativem Test ins Stadion lassen.

Bayer dürfe "entsprechend der aktuellen NRW-Coronaschutzverordnung 1000 Personen zulassen, die nicht geimpft oder genesen sind", teilte Bayer am Donnerstag mit. Man habe sich entschieden, diese Plätze ausschließlich Kindern zwischen 4 und 19 Jahren mit Dauerkarten zur Verfügung zu stellen.

Diese müssen einen negativen Test vorlegen. Insgesamt werden beim ersten Heimspiel am 2. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach 15.105 Zuschauer zugelassen sein.

"Für den Fußball gilt wie für unsere Gesellschaft im Allgemeinen, dass es erst dann wieder eine gewisse Form von Normalität geben kann, wenn man möglichst viele Menschen von einer Impfung überzeugt", erklärte Sportchef Rudi Völler (61): "Wer zu dieser Form der gesellschaftlichen Solidarität nicht bereit ist, der muss auch mit möglichen Konsequenzen klarkommen."

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler (61).
Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler (61).  © Marius Becker/dpa

Update, 12. August, 16.42 Uhr: Münchner soll Hunderte gefälschte Impfpässe verkauft haben

Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfpässe und Impfnachweise über das Internet verkauft haben. Entsprechende Beweise seien in der Wohnung des Mannes in München gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Die Beamten stellten demnach mehrere hundert Blankoimpfpässe und bereits für den Versand vorbereitete beschriftete Briefkuverts mit Impfpässen sowie Datenträger sicher.

Laut den Ermittlungen soll die 40 Jahre alte Lebensgefährtin des Mannes an den Taten beteiligt gewesen sein. Die beiden blieben zunächst auf freiem Fuß. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. Wie viel das Paar mit den gefälschten Dokumenten verdiente, habe noch nicht festgestellt werden können. Der Verkauf sei aber wohl über einen Messenger-Dienst erfolgt.

Ob die Besteller der falschen Impfausweise nun ebenfalls mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sagte, dies sei letztlich Sache der örtlichen Staatsanwaltschaften nach Abschluss der Ermittlungen. Zunächst müssten sehr viele Adressen ausgewertet werden.

Update, 12. August, 16.38 Uhr: Friesland: Doch Spritzen mit Impfstoff gespritzt?

Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland hat der Anwalt der beschuldigten Krankenschwester früheren Angaben der Polizei und des Kreises widersprochen.

Unzutreffend sei, dass seine Mandantin bei dem Vorfall im April sechs Spritzen allein mit einer Kochsalzlösung aufgezogen habe. Vielmehr habe die Frau bereits bei einer ersten Aussage nach der Tat angegeben, Impfstoffreste aus übrigen Ampullen genutzt zu haben, sagte ihr Wilhelmshavener Anwalt Christoph Klatt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auf diese Weise habe sie den Verlust des Impfstoffes aus einem zuvor zerbrochenen Fläschchen zumindest teilweise auffangen wollen. Zuvor hatten die Ostfriesen-Zeitung und weitere Medien berichtet.

Update, 12. August, 15.34 Uhr: Russland meldet Tagesrekord an Corona-Toten

In Russland hat es mit täglich mehr als 800 Corona-Todesfällen einen Höchststand seit Beginn der Pandemie gegeben.

808 Menschen seien innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Seit Wochen melden sie an vielen Tagen hohe Todeszahlen - trotz gesunkener Zahl an Neuinfektionen. Am Donnerstag wurden landesweit fast 22.000 neue Fälle gemeldet. Im Juli waren es zeitweise fast 7000 Neuinfektionen mehr.

In Russland mit seinen rund 146 Millionen Einwohnern breitet sich vor allem die Delta-Variante rasch aus, die als besonders ansteckend gilt. Jüngsten offiziellen Angaben zufolge haben sich bislang knapp 27 Prozent der Russen mindestens eine Impfspritze verabreichen lassen.

Russland verfügt über mehrere Vakzine. Sputnik V ist bereits seit einem Jahr auf dem russischen Markt. Dennoch herrscht in dem Riesenreich eine weit verbreitete Impfskepsis.

Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, kämpft auch in seinem Land mit vielen Impfunwilligen.
Wladimir Putin (68), Präsident von Russland, kämpft auch in seinem Land mit vielen Impfunwilligen.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 12. August, 14.41 Uhr: Weitere Umfragen sollen Erfassung des Impffortschritts laut RKI ergänzen

Um den Fortgang der Impfkampagne in Deutschland besser beurteilen zu können, sind beim Robert Koch-Institut weitere Umfragen geplant. Unter anderem sollen im frühen Herbst etwa 3000 Menschen zu Impfbereitschaft und Akzeptanz befragt werden, teilte das Institut auf Anfrage mit.

Die Ergebnisse der vorerst letzten vergleichbaren Umfrage mit rund 1000 Teilnehmern, deren Ergebnisse am Dienstag vorgestellt wurden, hatten darauf hingewiesen, dass womöglich schon mehr Menschen eine erste Impfung erhalten haben als im offiziellen Meldesystem, dem Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM), verzeichnet sind.

Wichtig sei, dass die Untererfassung im Digitalen Impfquoten-Monitoring für die Erstimpfungen angenommen wird und nicht für die vollständigen Impfungen, so das RKI. Untererfassungen seien in Meldesystemen generell nicht unüblich. Das RKI gehe davon aus, dass die Impfquoten das Geschehen sehr zuverlässig abbilden.

Wer will sich in Deutschland noch impfen lassen? Diese Frage ist derzeit von großem Interesse. (Symbolbild)
Wer will sich in Deutschland noch impfen lassen? Diese Frage ist derzeit von großem Interesse. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Update, 12. August, 13.45 Uhr: Corona-Impfungen kommen vor allem mit Zweitimpfungen voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter vor allem mit Zweitimpfungen voran.

Am Mittwoch wurden 511.000 Dosen gespritzt, davon führten 414.000 zu einer vollständigen Impfung. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun knapp 46,7 Millionen Menschen oder 56,1 Prozent der Bevölkerung voll geimpft.

Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach nun 52,2 Millionen Menschen oder 62,8 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn (CDU) warb auf Twitter erneut für Impfungen: "Das Impfen bringt uns allen die Freiheit zurück."

Unter den 16 Bundesländern hat nur Sachsen die Marke von 50 Prozent vollständig geimpfter Einwohner noch nicht erreicht - die dafür nötige Spritze haben dort bisher 49,3 Prozent bekommen.

Spitzenreiter Bremen steuert mit nun 65,5 Prozent vollständig geimpften Einwohnern bereits auf die Zwei-Drittel-Marke zu.

Eine medizinische Mitarbeiterin hält ein Corona-Impfstoff-Fläschchen von Biontech/Pfizer in der Hand.
Eine medizinische Mitarbeiterin hält ein Corona-Impfstoff-Fläschchen von Biontech/Pfizer in der Hand.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 12. August, 13.32 Uhr: Keine Gästezuschauer bei Fußball-WM-Qualifikation

Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft können das Team momentan nicht bei Auswärtsspielen unterstützen.

Damit wird auch das Debüt des neuen Bundestrainers Hansi Flick ohne deutsche Anhänger stattfinden.

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag in Frankfurt/Main mitteilte, lässt der Fußball-Weltverband FIFA aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen in Europa keine Gästefans zu den WM-Qualifikationsspielen im September zu.

Update, 12. August, 10.33 Uhr: 41 Prozent rechnen mit neuem Lockdown im Herbst für alle

41 Prozent der Bundesbürger erwarten einer Umfrage zufolge, dass es wegen der Corona-Pandemie im Herbst einen neuen Lockdown mit Kontakt- und Zugangsbeschränkungen für alle geben wird.

50 Prozent gehen hingegen nicht davon aus, wie am Donnerstag aus einem neuen Trendbarometer im Auftrag von RTL und ntv hervorgeht. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa am Vortag 1002 Menschen.

Drei von vier Befragten (76 Prozent) finden es demnach richtig, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, ab dem 11. Oktober selbst für Corona-Tests zahlen müssen.

Nicht richtig findet das jeder Fünfte (21 Prozent). Insbesondere AfD-Anhänger (55 Prozent) sowie Ungeimpfte (82 Prozent) lehnen diese Pläne ab .

Nordrhein-Westfalen, Köln: Stühle sind hinter dem geschlossenen Gitter eines Restaurants gestapelt.
Nordrhein-Westfalen, Köln: Stühle sind hinter dem geschlossenen Gitter eines Restaurants gestapelt.  © Marius Becker/dpa

Update, 12. August, 10.12 Uhr: England hebt Quarantänepflicht für geimpfte Kontaktpersonen auf

Angesichts stagnierender Corona-Infektionszahlen will die britische Regierung von kommender Woche an die Pflicht zur Selbstisolation für Geimpfte bei Kontakt mit Infizierten aufheben.

Wie das Gesundheitsministerium in London mitteilte, werden zweifach geimpfte Erwachsene und Minderjährige künftig lediglich dazu aufgefordert, einen Corona-Test zu machen, sollten sie als Kontaktpersonen identifiziert werden.

Bislang mussten sie eine zehntägige Quarantäne einhalten, was teilweise zu Personalengpässen in einigen Branchen geführt hatte.

Update, 12. August, 10 Uhr: Corona-Lage in Paralympics-Stadt Tokio spitzt sich zu

Die Corona-Situation in der Paralympics-Stadt Tokio wird immer ernster.

Ein Expertenteam der Regierung verglich die Infektionslage in der Hauptstadt am Donnerstag mit der einer Katastrophe, die "außer Kontrolle" sei, wie japanische Medien berichteten.

Die Fachleute warnten davor, dass die medizinische Versorgung einschließlich normaler Patienten zu kollabieren drohe.

Am Donnerstag registrierte Tokio, das sich vorerst noch bis zum 31. August im Notstand befindet, 4989 Neuinfektionen. Das ist der bisher zweithöchste Stand an Neuinfektionen. Die Zahl der Patienten mit schweren Symptomen stieg dabei auf den Höchstwert von 218 Fällen.

Nach den am Sonntag zu Ende gegangenen Sommerspielen will Tokio am 24. August die Paralympics eröffnen, die bis zum 5. September dauern sollen.

Die auf einem Floß schwimmenden Olympischen Ringe im Hafengebiet von Odaiba in Tokio.
Die auf einem Floß schwimmenden Olympischen Ringe im Hafengebiet von Odaiba in Tokio.  © -/kyodo/dpa

Update, 12. August, 9.02 Uhr: Gewaltsame Proteste gegen Corona-Politik in Thailand

In Thailands Hauptstadt Bangkok mehren sich die Proteste gegen die Corona-Politik der Regierung.

Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch gab es trotz eines Verbots öffentlicher Versammlungen teils gewalttätige Demonstrationen mit Hunderten Teilnehmern.

Insgesamt seien an beiden Tagen mehr als 60 Teilnehmer festgenommen worden, darunter auch rund ein Dutzend Minderjährige, teilte die Polizei mit.

Die Demonstrierenden, die den Rücktritt von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha fordern, setzten unter anderem ein Polizeifahrzeug in Brand und warfen Feuerwerkskörper und Brandsätze auf die Polizisten.

Die Einsatzkräfte reagierten mit Gummigeschossen und Tränengas. Mindestens elf Beamte seien bei Zusammenstößen verletzt worden, sagte Polizeisprecher Krisana Pattanacharoen.

Die Aktionen richten sich vor allem gegen die finanziellen Folgen des strengen Corona-Lockdowns in vielen Landesteilen und die schleppende Impfkampagne.

Update, 12. August, 9 Uhr: Hilfsorganisationen fordern Not-Abgabe für Milliardäre

Oxfam und andere Hilfsorganisationen fordern die Regierungen weltweit auf, Superreiche zur Bewältigung der Corona-Krise stärker zur Kasse zu bitten.

Mit einer einmaligen Vermögensabgabe von 99 Prozent auf Gewinne, die Milliardärinnen und Milliardäre während der Pandemie gemacht haben, ließen sich Corona-Impfungen für alle Menschen finanzieren - und überdies jedem Arbeitslosen weltweit ein Zuschuss von 20.000 US-Dollar (rund 17.000 Euro) gewähren, hieß es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

Die einmalige Steuer würde 5,4 Billionen US-Dollar in die öffentlichen Kassen spülen, habe eine Analyse ergeben.

Die derzeit 2690 Milliardärinnen und Milliardäre wären zusammen dann immer noch 55 Milliarden US-Dollar reicher als vor dem Virusausbruch.

Sie verfügten demnach Ende Juli zusammen über ein Nettovermögen von 13,5 Billionen US-Dollar - acht Billionen mehr als zu Beginn der Pandemie.

Auch in Deutschland müsse mehr getan werden, damit Reiche ihren fairen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisteten, forderte Hauschild. "Die nächste Bundesregierung muss daher die Wiedereinführung der Vermögenssteuer für sehr Reiche vereinbaren und eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen prüfen."

Milliardäre haben in der Pandemie gut 8 Billionen Dollar dazugewonnen.
Milliardäre haben in der Pandemie gut 8 Billionen Dollar dazugewonnen.  © 123rf/ krailathyothayath

Update, 12. August, 8.46 Uhr: Mutige Gründer: Mehr neue Betriebe als vor der Corona-Krise

Im ersten Halbjahr sind in Deutschland 13,1 Prozent mehr wirtschaftlich bedeutsame Betriebe gegründet worden als in der coronageprägten ersten Jahreshälfte 2020.

Die 65.600 neuen Firmen bedeuteten auch eine Steigerung von 2,5 Prozent zum Vorkrisenniveau im ersten Halbjahr 2019, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete.

Eine höhere wirtschaftliche Bedeutung nehmen die Statistiker unter anderem an, wenn die Betriebe von juristischen Personen oder Handwerkern gegründet werden oder auch Angestellte haben.

Davon abgegrenzt sind Kleinunternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind und von Nicht-Kaufleuten geführt werden.

Einen Boom erlebten hingegen die Nebenerwerbsbetriebe, von denen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 176 500 neu gegründet wurden.

Update, 12. August, 8.41 Uhr: Ifo: Steigender Fachkräftemangel auch in Lockdown-Branchen

Der Fachkräftemangel in Deutschland trifft mittlerweile auch die seit Beginn der Corona-Krise von Zwangsschließungen getroffenen Branchen.

Im Juli klagte mehr als ein Drittel der deutschen Firmen über Fachkräftemangel, insgesamt 34,6 Prozent, wie aus der vierteljährlichen Unternehmensumfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht.

Das sei der höchste Wert seit dem Frühjahr 2018. "Da die Konjunktur nach den Corona-Öffnungen angezogen hat, haben Firmen inzwischen Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern", sagte Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe am Donnerstag.

Zugenommen hat der Fachkräftemangel demnach auch in Branchen, die von den Corona-Lockdowns besonders hart getroffen wurden, darunter Einzelhandel, Hotels und Personalvermittler.

Update, 12. August, 8.34 Uhr: Tui rechnet mit weniger Sommergeschäft als bislang

Der weltgrößte Reisekonzern Tui rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang.

Das Reiseangebot in den wichtigsten Urlaubsmonaten soll nun nur noch 60 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreichen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Im Mai hatte Tui-Chef Fritz Joussen noch 75 Prozent angepeilt. Allerdings berichtete Tui von einem starken Buchungsanstieg in den vergangenen Wochen. Insgesamt zählt der Konzern bisher rund 4,2 Millionen Buchungen für den Sommer. Die Preise lägen dabei im Schnitt neun Prozent höher als im Sommer 2019.

Eine Urlauberin genießt das sommerliche Wetter am Ostseeufer in Timmendorfer Strand. Der weltgrößte Reisekonzern Tui rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang.
Eine Urlauberin genießt das sommerliche Wetter am Ostseeufer in Timmendorfer Strand. Der weltgrößte Reisekonzern Tui rechnet nach einem weiteren Verlustquartal mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang.  © Ulrich Perrey/dpa

Update, 12. August, 8.20 Uhr: Studie: Corona-Krise dürfte Grundsteuererhöhungen auslösen

Die Corona-Krise dürfte weitere Erhöhungen der Grundsteuer in deutschen Kommunen auslösen. Diese Erwartung äußerte die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) in einer am Donnerstag verbreiteten Studie.

"Allzu viele Möglichkeiten, ihre Einnahmesituation zu verbessern, haben die Kommunen nicht", erklärte Mattias Schneider, Leiter des Bereichs Government & Public Services bei EY.

"Die Grund- und die Gewerbesteuer sind die wichtigsten eigenen Einnahmequellen der Kommunen." Wer nicht wolle, dass wichtige Gewerbesteuer-Zahler abwanderten, werde zunächst die Grundsteuer heraufsetzen, meinte der Experte.

Update, 12. August, 8 Uhr: Frankfurter Flughafen mit stärkstem Monat seit Corona-Beginn

Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen ist im Ferienmonat Juli weiter aus seinem Corona-Tief herausgekommen.

Mit knapp 2,85 Millionen erreichte das Fluggastaufkommen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie, wie der im MDax gelistete Betreiber Fraport am Donnerstag mitteilte. Das war mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, aber immer noch 59 Prozent weniger als vor Beginn der Krise im Juli 2019.

Für das laufende Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte in Frankfurt mit "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggästen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen Passagiere eingebrochen.

Update, 12. August, 6 Uhr: Erstmals seit einem Jahr Corona-Fall in Canberra

Nach Melbourne und Sydney müssen auch die Bewohner der australischen Hauptstadt Canberra mindestens sieben Tage lang in einen Lockdown.

Zuvor sei in der Stadt erstmals seit einem Jahr ein Corona-Fall bestätigt worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Es ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass in Canberra und der Region Australian Capital Territory (ACT) wieder strenge Maßnahmen verhängt werden.

Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen.

"Dies ist bei weitem das schwerwiegendste Risiko für die öffentliche Gesundheit, dem das ACT in den letzten zwölf Monaten ausgesetzt war", hieß es in einer Mitteilung des örtlichen Gesundheitsministeriums.

Update, 12. August, 5.33 Uhr: Neuseeland will seine Grenzen Anfang 2022 wieder öffnen

Neuseeland wird seine Grenzen für ausländische Reisende voraussichtlich Anfang 2022 erstmals wieder öffnen.

Dies sei möglich, weil es schon ab September für alle Neuseeländer ein Impfangebot geben soll - drei Monate früher, als geplant, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Donnerstag ankündigte.

Der Inselstaat im Südpazifik hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet.

Nur noch neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Land durften einreisen. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle in Down Under wieder geschlossen wurde.

Für Reisende sollen dabei je nach Herkunftsland und Impfstatus verschiedene Regeln gelten.

Vollständig Geimpfte aus Staaten mit niedriger Inzidenz dürfen den Plänen zufolge wieder quarantänefrei nach Neuseeland. Ungeimpfte und Menschen aus Hochrisikogebieten müssen hingegen weiter 14 Tage in Isolation.

Neuseeland, Wellington: Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, hält eine Rede. Ardern kündigte Pläne an, die neuseeländischen Grenzen für internationale Reisende ab Anfang nächsten Jahres vorsichtig wieder zu öffnen.
Neuseeland, Wellington: Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, hält eine Rede. Ardern kündigte Pläne an, die neuseeländischen Grenzen für internationale Reisende ab Anfang nächsten Jahres vorsichtig wieder zu öffnen.  © Nick Perry/AP/dpa

Update, 12. August, 4.15 Uhr: RKI registriert 5638 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 27,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 27,6 - am Vortag hatte der Wert 25,1 betragen, vor einer Woche lag er bei 19,4.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5638 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3539 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.805.063 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.673.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.834.

Update, 12. August, 4 Uhr: Impfstoff-Vernichtung hält sich in Grenzen

Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten.

Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 7 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte.

"Zu keinem Zeitpunkt musste Impfstoff vernichtet werden, weil er wegen ablaufender Haltbarkeit nicht genutzt werden konnte", versicherte etwa die Hamburger Gesundheitsbehörde.

Im Gegensatz dazu haben die Impfzentren in Bayern bereits rund 53.000 ungenutzte Impfdosen entsorgt - deutlich mehr als die anderen Bundesländer.

So meldet Brandenburg lediglich rund 5500 verfallene Impfdosen, Baden-Württemberg hat bislang 4000 Dosen Astrazeneca entsorgt. In anderen Ländern war allenfalls von einigen hundert Fällen die Rede.

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums nimmt eine Impfdose vom Impfstoff Astrazeneca vom Tisch.
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums nimmt eine Impfdose vom Impfstoff Astrazeneca vom Tisch.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 12. August, 2.15 Uhr: Bundesbildungsministerin: Nächstes Semester als Präsenzsemester

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek drängt nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie auf Präsenz an den Hochschulen.

"Das nächste Semester muss ein Präsenzsemester werden", sagte die CDU-Politikerin der Rheinischen Post. Darüber sei sie sich mit den Wissenschaftsministerien der Länder einig.

"Die Ministerpräsidentenkonferenz hat das nicht im Beschluss aufgegriffen, weil es dafür viele unterschiedliche Konzepte braucht. Die Richtung ist aber klar: Im Wintersemester sollen die Studierenden wieder an ihre Uni-Orte zurückkehren und möglichst viele Veranstaltungen an den Hochschulen besuchen können."

An den Schulen müssten die Schutzmaßnahmen in den Klassenräumen und auf Pausenhöfen weiter Bestand haben. "Die Hygienemaßnahmen an den Schulen werden wir erst dann flächendeckend aufheben können, wenn die Impfquote unter jungen Menschen steigt beziehungsweise das Infektionsgeschehen es zulässt", sagte Karliczek.

Update, 12. August, 1.20 Uhr: Intensivmediziner fordern Umfrage zum Stand des Impfens

Intensivmediziner haben eine unabhängige, repräsentative Bevölkerungsumfrage zum Stand des Impfens in Deutschland gefordert.

"Das Impfen ist der entscheidende Erfolgsfaktor der Pandemie. Wir müssen alles dafür tun, das Vertrauen in die Impfkampagne zu stärken", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Es sei deswegen wichtig, die vom Robert Koch-Institut (RKI) berichtete Differenz zwischen offiziellen Meldezahlen und Umfrageangaben bei der Impfquote der unter 60-Jährigen schnell durch eine unabhängige, repräsentative Umfrage zu prüfen.

"Verlässliche Zahlen sind die Basis für die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen", so Marx. "Sollte die Impfquote in der Gruppe der 18- bis 59-jährigen tatsächlich viel höher liegen als gemeldet, hätten wir gerade mit Blick auf den Herbst eine viel entspanntere Lage."

Berlin: Jennifer Ingendorf lässt sich in dem neu eröffneten Impfzentrum im Einkaufscenter Alexa impfen. Sie arbeitet gegenüber, in einer Filiale einer Bekleidungskette.
Berlin: Jennifer Ingendorf lässt sich in dem neu eröffneten Impfzentrum im Einkaufscenter Alexa impfen. Sie arbeitet gegenüber, in einer Filiale einer Bekleidungskette.  © Annette Riedl/dpa

Update, 11. August, 23 Uhr: Israel verschärft Beschränkungen

Angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen dehnt Israel die Anwendung des sogenannten Grünen Passes auf fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aus.

Alle Personen ab drei Jahren müssen eine Bescheinigung vorzeigen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wie das Corona-Kabinett am Mittwochabend entschied.

Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants und Konferenzen. Die Regelung gelte ab kommenden Mittwoch.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne Sitzplätze dürfen nur von bis zu 1000 Menschen besucht werden, im Freien von bis zu 5000 Menschen.

Private Veranstaltungen werden in geschlossenen Räumen auf 50 und im Freien auf 100 Besucher begrenzt. In Läden mit mehr als 100 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich ab Montag zudem nur ein Kunde pro 7 Quadratmeter aufhalten.

Update, 11. August, 22.42 Uhr: Irans Corona-Beauftragter befürchtet "Fiasko": 42.500 Fälle am Tag

Der Corona-Beauftragte der iranischen Regierung hat vor einer deutlichen Verschlimmerung der Pandemie-Lage in Land gewarnt.

"Wir haben keine andere Wahl als einen sofortigen Lockdown, sonst rutscht das Land in ein Fiasko mit noch bitteren Nachrichten über Opferzahlen als bislang", sagte Aliresa Sali am Mittwoch.

Die rasante Ausbreitung der Delta-Variante im Land könne nur so gestoppt werden, sagte der Spezialist für Neurochirurgie laut Nachrichtenagentur Isna. Irans Regierung hatte am Tag zuvor einen Eilantrag des Gesundheitsministers für einen zweiwöchigen Lockdown abgelehnt, laut Beobachtern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen.

Die Corona-Zahlen stiegen am Mittwoch mit 42.541 Neuinfektionen seit dem Vortag auf einen weiteren Höchststand. Mindestens 536 Iraner starben seit dem Vortag am Coronavirus. Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Toten im Iran liegt nun bei über 95.000, die der Infektionen bei fast 4,3 Millionen.

In vielen Städten sind Ärzte und Pflegepersonal total überfordert. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Iraner kommt wegen der Wirtschaftskrise nur schleppend voran. Bislang wurden lediglich 3,4 Millionen Iraner doppelt geimpft.

Ebrahim Raisi (3.v.r.), Präsident des Iran, nimmt an einem Treffen mit der Nationalen Task Force zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Teheran teil.
Ebrahim Raisi (3.v.r.), Präsident des Iran, nimmt an einem Treffen mit der Nationalen Task Force zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Teheran teil.  © Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa

Update, 11. August, 20.26 Uhr: US-Gesundheitsbehörde CDC rät Schwangeren zur Corona-Impfung

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt allen schwangeren und stillenden Frauen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das gelte auch für Frauen, die demnächst schwanger werden wollen, teilte die Behörde mit.

Neue Daten einer Studie mit knapp 2500 Schwangeren zeigten, dass Impfungen mit den Präparaten der Hersteller Moderna oder Pfizer/Biontech vor der Schwangerschaft oder in den ersten 20 Wochen nicht zu einem höheren Risiko einer Fehlgeburt führten, hieß es weiter.

Die Impfungen seien "sicher und wirksam" und angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus dringlich angeraten, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky am Mittwoch. Die Zahl schwangerer Covid-Patientinnen sei zuletzt angestiegen, darunter auch die Zahl schwerer Krankheitsverläufe.

Auch bisherige Daten hätten im Zusammenhang mit der Impfung keine Sicherheitsbedenken für Schwangere und deren Babys ergeben, erklärte die Behörde.

Update, 11. August, 17.54 Uhr: Deutschland verzichtet auf Moderna-Lieferungen

Angesichts der sinkenden Impfbereitschaft verzichtet Deutschland auf die Lieferung von rund 2,65 Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Moderna.

Das geht aus einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über die zuerst der Spiegel berichtet hatte. Zwei Chargen mit jeweils gut 1,3 Millionen Dosen, die für die ersten beiden August-Wochen zugesagt waren, werden demnach anderen EU-Staaten überlassen.

In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass die Bundesrepublik im August zugunsten anderer Länder auf Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson verzichtet, die Deutschland nach EU-Verträgen eigentlich zustehen würden. Zudem werden derzeit alle Lieferungen des Herstellers Astrazeneca an die internationale Hilfsinitiative Covax gespendet.

Deutschland verzichtet auf die Lieferung von rund 2,65 Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Moderna.
Deutschland verzichtet auf die Lieferung von rund 2,65 Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Moderna.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 11. August, 17 Uhr: Auch Schweiz will Corona-Gratistests weitgehend beenden

Wie Deutschland will auch die Schweiz Coronatests für Impfunwillige ab Oktober nicht mehr gratis anbieten. Das schlug die Regierung am Mittwoch vor. Der Schritt muss noch mit Vertretern der Kantone abgesprochen werden.

"Wir haben uns gefragt, wieso die ganze Gesellschaft für Personen Tests zahlen muss, welche sich pro Monat mehrmals testen lassen", sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Die Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen sei nicht mehr vertretbar.

Bei Menschen mit Krankheitssymptomen würden die Tests weiter von den Krankenkassen bezahlt. Etwa die Hälfte der Schweizer ist vollständig geimpft. Bei den 50- bis 60-Jährigen liege die Quote bei etwa 70 Prozent. Da gebe es noch viel Potenzial für zusätzliche Impfungen, sagte Berset.

Update, 11. August, 16.38 Uhr: Chorgesang der Bayreuther Festspiele kommt von Corona-Ausweichort

Auch für den Chor der Bayreuther Festspiele ist bei Aufführungen unter Corona-Bedingungen vieles anders: Der Gesang wird aus dem rund 300 Meter entfernten Chorsaal ins Festspielhaus übertragen. Es sei eine Menge an technischem und logistischem Aufwand nötig, um das Ganze zum Funktionieren zu bringen, erzählte Chordirektor Eberhard Friedrich dem "Nordbayerischen Kurier".

Jeder Chorsänger habe einen kleinen Kopfhörer, auf dem das Orchester zu hören sei. "Um sauber singen zu können, brauchen wir ja die Grundintonation und die Verbindung zum Orchester", sagte Friedrich. Er selbst sehe auf einem Fernseher den Dirigenten im Orchestergraben. Jedes Stück in den Wagner-Opern habe seine eigenen Schwierigkeiten. Im "Tannhäuser" sei etwa der Einzug der Gäste schwer, weil dieses Stück immer komplett mit dem Orchester im Rhythmus sei.

Der Chorsaal wurde Corona-gerecht hergerichtet. 70 Einzelkabinen, die Aerosol-Austausch verhindern sollen, gibt es für die Sängerinnen und Sänger. "Das sind Holzstellagen, die mit einer durchsichtigen Kunststofffolie bezogen sind und nach vorne offen sind", sagte Friedrich. Es herrsche andere Akustik als sonst. "Ich selber höre deutlich weniger Konsonanten als sonst. Wir mussten unsere Ohren auf die neuen Konstellationen erst einstellen", sagte er.

Update, 11. August, 14 Uhr: Niedersachsen verabschiedet sich von Corona-Stufenplan

Niedersachsen verabschiedet sich nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Corona-Pandemie von seinem Stufenplan.

Die Landesregierung will die Corona-Verordnung bis zum 25. August "neu schreiben", wie der Chef der Staatskanzlei Jörg Mielke (SPD) am Mittwoch in Hannover ankündigte.

In ihr soll ein neuer Bewertungsmaßstab aufgenommen werden, der die Häufigkeit der gemeldeten Infektionen (Inzidenz) auch mit anderen Parametern - etwa der Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern - in Relation setzt. Über eine geeignete Formel werde noch beraten.

Niedersachsen geht in dieser Frage einen eigenen Weg. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hatte es keine gemeinsame Verständigung auf neue Parameter zur Lagebewertung gegeben.

Niedersachsen hätte dies für geboten gehalten und das in einer Protokollnotiz zum Bund-Länder-Beschluss zum klar Ausdruck gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nach den Beratungen.

Staatskanzlei-Chef Mielke wies am Mittwoch darauf hin, dass sich die Abkehr vom Stufenplan aus dem Bund-Länder-Beschluss ergebe, den Niedersachsen nun umsetze.

Der Beschluss stelle im Gegensatz zu früheren Beschlüssen grundsätzlich nicht mehr auf Inzidenzen oder andere Parameter ab, sondern gehe "von einer ganz anderen Philosophie aus."

Niedersachsen, Hannover: Stephan Weil (SPD), Niedersachsens Ministerpräsident, verfolgt im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung die Bund-Länder-Konferenz.
Niedersachsen, Hannover: Stephan Weil (SPD), Niedersachsens Ministerpräsident, verfolgt im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung die Bund-Länder-Konferenz.  © Ole Spata/dpa

Update, 11. August, 13.46 Uhr: Südkorea meldet erstmals über 2000 Corona-Neuinfektionen

Trotz strengerer Kontaktbeschränkungen hat Südkorea zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag erfasst.

Am Dienstag seien 2223 Fälle hinzugekommen, um 683 mehr als am Tag davor, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 216.206.

Die Behörden führten den Anstieg unter anderem auf die Urlaubssaison zurück, da mehr Menschen im Land verreisen. Zudem kommt es nach wie vor zu lokalen Ausbrüchen, etwa in Betrieben, Indoor-Sportanlagen oder Pflegeeinrichtungen.

Bisher wurden 42 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft.

Update, 11. August, 13.33 Uhr: Friesland: Mehr als 2000 zu Nachimpfungen angemeldet

Nach möglichen Impfungen mit Kochsalz-Lösungen im Kreis Friesland haben sich nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums bereits mehr als 2000 Menschen zu Nachimpfungen angemeldet.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Tausende Menschen - und damit weit mehr als zunächst angenommen - keinen Impfschutz gegen Covid-19 haben könnten, weil eine Krankenschwester Spritzen mit einer Kochsalzlösung statt mit Impfstoff aufgezogen haben soll.

Möglicherweise betroffen sind nach Angaben des Kreises 8557 Menschen, die im Zeitraum zwischen dem 5. März und dem 20. April geimpft wurden. Sie sollten nun schnellstmöglich eine weitere Impfung erhalten.

"Die Bürgerinnen und Bürger reagieren sehr besonnen", sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch in Hannover. Es lägen keine Erkenntnisse darüber vor, ob es infolge von Kochsalz-Injektionen zu schweren Erkrankungen mit Covid-19 gekommen sei.

Update, 11. August, 13.27 Uhr: Inzidenz spielt im Südwesten im Alltag ab Montag keine Rolle mehr

Ab kommenden Montag dürfen alle Menschen in Baden-Württemberg unabhängig von der Inzidenz wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - vorausgesetzt, sie sind geimpft, genesen oder getestet.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz werde in der neuen Corona-Verordnung, die am 16. August in Kraft treten soll, nicht mehr als ordnungspolitisches Instrument auftauchen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Die Regierung sieht etwa vor, dass es bei kulturellen Veranstaltungen im Innenbereich sowie in Clubs und Diskotheken keine Personenobergrenze mehr geben soll, die Einrichtungen könnten unter Vollauslastung öffnen - sofern Besucher geimpft oder genesen seien oder in diesem Fall einen PCR-Test vorweisen könnten.

Bei der Innen-Gastro, bei Friseuren und körpernahen Dienstleistern soll ein Antigenschnelltest ausreichen.

Baden-Württemberg, Stuttgart: "Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.
Baden-Württemberg, Stuttgart: "Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 11. August, 13.20 Uhr: Flensburg und Kiel mit bundesweit höchsten Corona-Inzidenzen

Drei Städte aus Schleswig-Holstein verzeichnen aktuell die höchsten Corona-Inzidenzen unter den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten.

Flensburg führte nach den Zahlen vom Dienstagabend mit 90,9 die Negativliste an, vor Kiel mit 85,9 und Neumünster mit 79,8. Zudem stand das Land mit 46,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf Platz zwei nach Hamburg.

"Vor einem Jahr wäre das höchste Alarmstufe gewesen", sagte der Infektionsmediziner Helmut Fickenscher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Mittlerweile gebe es aber eine beachtliche Impfquote, die Zahl der schweren Erkrankungen sei gering und es gebe kaum weitere Todesfälle.

Als Gründe für die stark gestiegenen Zahlen nannte Fickenscher die Rückkehr vieler Menschen aus dem Urlaub und den mit zahlreichen Tests verbundenen frühen Beginn des neuen Schuljahres.

Update, 11. August, 13.15 Uhr: Laschet für mehr Anstrengung in Impfkampagne

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich für eine verstärkte Impfkampagne ausgesprochen.

Alle Anstrengungen müssten darauf gerichtet sein, das Impfen voranzubringen, sagte Laschet am Mittwoch beim Besuch eines Boxclubs für Jugendliche in Frankfurt am Main.

"Einen Lockdown darf es nicht mehr geben", sagte Laschet. Aktivitäten wie die in dem integrativen Boxclub, den er in Frankfurt besuchte, hätten in der Corona-Pandemie gelitten.

Es dürfe nicht nur auf die Inzidenz geschaut werden, sondern es müsse auch an die Konsequenzen für Kinder und Jugendlichen gedacht werden: "Nur digital über den Bildschirm kann man nicht gemeinsam sozial lernen", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Hessen, Frankfurt/Main: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat trägt nach seinem Termin im Boxcamp Gallus, in dem Kinder und Jugendliche trainieren, einen Mund-Nasenschut mit der Aufschrift "Nordrhein-Westfalen".
Hessen, Frankfurt/Main: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat trägt nach seinem Termin im Boxcamp Gallus, in dem Kinder und Jugendliche trainieren, einen Mund-Nasenschut mit der Aufschrift "Nordrhein-Westfalen".  © Armando Babani/AFP-Pool/dpa

Update, 11. August, 13.12 Uhr: Bund vorerst weiter für Zugang in Innenräume mit negativem Test

Die Bundesregierung setzt beim weiteren Corona-Kurs vorerst auf Zugangsmöglichkeiten zu bestimmten Innenräumen auch für Ungeimpfte mit negativem Test - nicht nur für Geimpfte und Genesene.

Die Einführung dieser Testpflicht sei gemeinsam mit den Ländern am Dienstag beschlossen worden, machte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin deutlich.

Dabei gehe es darum, frühzeitig mit relativ niedrigschwelligen Maßnahmen zu verhindern, "dass die Situation eskaliert und man überhaupt über andere Maßnahmen nachdenken muss". Die Situation sei aber weiter zu beobachten.

Seibert erläuterte, dabei stünden das Infektionsgeschehen, die Entwicklung der Impfquote und Auswirkungen auf das Gesundheitswesen im Blick. Dann sei gegebenenfalls zu schauen, ob weitere Maßnahmen notwendig seien.

Wenn sich alle an das beschlossene Vorgehen hielten und dies wirksam sei, bestünden gute Chancen, damit die Pandemie wieder ein Stück in den Griff zu bekommen.

Update, 11. August, 13 Uhr: Indien: In Mumbai dürfen nur geimpfte Menschen in Lokalzüge

Lokalzüge in der indischen Finanzmetropole Mumbai dürfen ab Ende dieser Woche nur Menschen transportieren, die seit mindestens 14 Tagen vollständig gegen Corona geimpft sind.

Ab Mittwoch können Menschen von der Bahn gegen Vorlage einer Impfbescheinigung einen dazu nötigen Bahnpass erhalten.

Das teilten die Behörden in Mumbai mit. Mitarbeiter der Regierung und Gesundheitspersonal dürften auch ungeimpft Zug fahren.

In dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land Indien sind mehr als acht Prozent der Bevölkerung ganz und weitere 20 Prozent halb gegen Corona geimpft.

Update, 11. August, 12.47 Uhr: Präsident Macron: Gesundheitslage in Frankreich mehr als schwierig

Angesichts immer weiter steigender Infektionszahlen hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu Wachsamkeit aufgerufen.

"Unter dem Einfluss der sogenannten Deltavariante ist die Gesundheitssituation mehr als schwierig", sagte er am Mittwoch in der präsidialen Sommerresidenz in Brégançon zum Auftakt eines Beratungstreffens. Die Gesundheitskrise sei noch nicht überstanden.

Besonders besorgt zeigte sich der Präsident ob der Lage in den Überseegebieten Guadeloupe und Martinique. Die dramatische Lage dort erfordere die uneingeschränkte Solidarität der gesamten Nation.

Mehr als 300 Einsatzkräfte aus dem Pflegebereich und der Feuerwehr erreichten die beiden karibischen Inseln diese Woche vom französischen Festland aus.

Frankreich, Papeete: Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, verlässt das Schiff Ulysse II im Hafen von Papeete.
Frankreich, Papeete: Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, verlässt das Schiff Ulysse II im Hafen von Papeete.  © Ludovic Marin/AFP/dpa

Update, 11. August, 12.46 Uhr: AfD wirft Merkel und Söder Spaltung vor

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Markus Söder eine Spaltung der Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte vorgeworfen.

"Der Lockdown für nicht geimpfte, gesunde Bürger ist in Planung. Die verfassungswidrige und freiheitsfeindliche Zwei-Klassen-Gesellschaft soll nach der Bundestagswahl kommen", sagte die Fraktionschefin am Mittwoch laut einer Mitteilung und bezog sich dabei auf die Beratungen Merkels mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise am Dienstag.

Update, 11. August, 12.34 Uhr: FDP-Vorsitzende Lindner sieht Beschlüsse als "verpasste Chance" an

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom Dienstag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie als "verpasste Chance" kritisiert.

"Mit den aktuellen Beschlüssen verharrt unser Land in einem Ausnahmezustand", sagte Lindner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Er warf speziell der CDU und dem von ihr geführten Kanzleramt eine offenbar geringe Bereitschaft vor, angesichts des Impffortschritts und des beherrschbaren Pandemiegeschehens die Normalisierung des Lebens einzuleiten.

"Es besteht längst die Möglichkeit, Freiheitseinschränkungen aufzuheben und dem Deutschen Bundestag alle Befugnisse zurückzugeben. Die Pandemie ist nicht überwunden, aber ihr veränderter Charakter ist keine Rechtfertigung mehr für diese Politik", sagte Lindner.

Die Inzidenz allein sei für die Bewertung der Pandemie nicht mehr aussagekräftig. Nötig sei ein Corona-Index, der die Zahl schwerer Krankheitsfälle und die Hospitalisierungsrate einbezieht.

"Ein solcher Corona-Index würde anzeigen, dass längst die Zeit gekommen ist, pauschale Maßnahmen für das Land durch die individuelle Verantwortung für die eigene Gesundheit zu ersetzen."

Lindner forderte zudem die Bundesregierung auf, aktiv für das Impfen zu werben statt repressive Maßnahmen einzuleiten.

Bayern, Garmisch-Partenkirchen: FDP-Parteichef und Spitzenkandidat der FDP zur Bundestagswahl 2021, Christian Lindner, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung der FDP auf dem Rathausplatz.
Bayern, Garmisch-Partenkirchen: FDP-Parteichef und Spitzenkandidat der FDP zur Bundestagswahl 2021, Christian Lindner, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung der FDP auf dem Rathausplatz.  © Angelika Warmuth/dpa

Update, 11. August, 12.11 Uhr: Industrie kritisiert Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hält die Beschlüsse von Bund und Ländern für nicht ausreichend, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

"Angesichts der nahenden vierten Corona-Welle ist das Treffen einen konkreten, einheitlichen und praxistauglichen Maßnahmenfahrplan schuldig geblieben", kritisierte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Mittwoch in Berlin. Impfen sei die einzige Antwort auf die wieder steigende Virus-Ausbreitung.

"Echte Impulse zum Zünden des Impfturbos fehlen. Oberste Prämisse der Politik muss es sein, einen weiteren Lockdown mit hohen ökonomischen und sozialen Kosten unbedingt zu verhindern."

Die Politik lasse die Unternehmen mit Blick auf die Fortführung der Testangebotspflicht für Ungeimpfte im Dunkeln stehen, kritisierte Lang weiter. Die Befreiung Geimpfter und Getesteter von staatlichen Testauflagen und bestimmten Quarantänepflichten sei zu begrüßen.

"Richtig ist es, zur Bewertung der Krisenlage einen neuen Indikatoren-Dreiklang aus Inzidenz, Hospitalisierung und Impfquote einzuführen. Bund und Länder haben nicht beantwortet, wie diese neuen Indikatoren zu einer Veränderung der Corona-Schutzmaßnahmen führen. Das ist zu wenig."

Update, 11. August, 12 Uhr: Facebook: Russische Fake-News-Kampagne gestoppt

Facebook hat nach eigenen Angaben eine globale Kampagne zur Verbreitung von Falschinformationen über Corona-Impfungen unterbunden.

Der US-Konzern löschte demnach im Juli 65 Facebook-Konten und 243 Instagram-Konten aus Russland, mit denen versucht worden war, Corona-Impfstoffe in Verruf zu bringen.

Facebook habe die Konten mit Fazze in Verbindung bringen können, einer Tochtergesellschaft einer im Vereinigten Königreich registrierten Marketingfirma, deren Aktivitäten hauptsächlich von Russland aus betrieben worden seien.

"Diese (Fazze-)Kampagne funktionierte wie eine Desinformationswaschanlage", heißt es in dem Transparenzbericht von Facebook. "Sie erstellte irreführende Artikel und Petitionen in verschiedenen Foren wie Reddit, Medium, Change.org und Medapply."

Die Inhalte seien dann über gefälschte Konten in den sozialen Medien - einschließlich Facebook und Instagram - geteilt worden, um sie zu verbreiten und zu verstärken.

Dabei seien auch "grobe Spamming-Taktiken" angewandt worden, hieß es weiter. "Der Kernpunkt der Kampagne schien jedoch darin zu bestehen, Influencer mit bereits vorhandenem Publikum auf Instagram, YouTube und TikTok dazu zu bringen, Inhalte zu posten und bestimmte Hashtags zu verwenden, ohne die Herkunft der Beiträge offenzulegen."

Zu den Influencern in Deutschland, die eine Teilnahme an der Kampagne abgelehnt haben, gehört auch der einflussreiche YouTuber Mirko Drotschmann ("MrWissen2Go"). Er hatte den Anwerbeversuch im Mai über Twitter öffentlich gemacht.

Auf dem Bildschirm eines iPhones wird die App von Facebook angezeigt.
Auf dem Bildschirm eines iPhones wird die App von Facebook angezeigt.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 11. August, 11.14 Uhr: Ethikrat-Vorsitzende hält kostenpflichtige Corona-Tests für richtig

Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, hat sich für kostenpflichtige Corona-Schnelltests ausgesprochen.

Dies sei folgerichtig und nachvollziehbar, denn wer sich trotz aller niedrigschwelligen Impfangebote jetzt gegen die Impfung entscheide, der sorge letztlich dafür, dass die Pandemie weitergehe, sagte Buyx am Mittwoch dem Fernsehsender Phoenix.

"Und dann ist es sehr schwer zu begründen und zu sagen: 'Bitte zahlt mir als Solidargemeinschaft, die ihr euch alle impft, weiter die Tests, damit ich ins Kino oder ins Konzert kann'."

Die Ethikrat-Vorsitzende sprach sich zudem dafür aus, neben der Inzidenz zusätzliche Faktoren zur Beurteilung des Pandemiegeschehens heranzuziehen. "Da brauchen wir tatsächlich etwas, mit dem man differenzierter die veränderte Situation wahrnehmen kann. Nur die Inzidenz ist sicher nicht das, was man jetzt noch nutzen kann."

Update, 11. August, 10.50 Uhr: Hertha und Union bleiben bei 3G-Regel

Hertha BSC und der 1. FC Union planen derzeit weiter mit einem Zutritt von geimpften, genesenen oder getesteten Personen in ihre Stadien bei Spielen der Fußball-Bundesliga.

Das bestätigten die Berliner Clubs am Mittwoch auf Anfrage. Vor dem Saisonstart an diesem Wochenende ist in der Bundesliga eine Diskussion über die Zulassungsbedingungen für Fans in der Corona-Pandemie entbrannt.

"Derzeit gibt es keine Überlegungen in Richtung 2G. Sollte es medizinisch und politisch für sinnvoll erachtet werden, dann sollte es auch Bestandteil der Verordnungen werden", hieß es vom 1. FC Union. "Wie planen derzeit eine Zulassung nach dem 3G-Modell", teilte die Hertha mit.

Update, 11. August, 10.30 Uhr: Corona-Impfungen kommen weiter leicht voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vom Mittwoch nun knapp 46,2 Millionen Menschen oder 55,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 52,1 Millionen Menschen oder 62,7 Prozent aller Einwohner.

Am Dienstag wurden bundesweit insgesamt mehr als 404.000 Impfungen gemacht - davon führten mehr als 334.800 Dosen zu einer vollständigen Impfung.

Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 71,7 Prozent mindestens einmal und 65,2 Prozent vollständig geimpften Einwohnern. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 53,0 Prozent mindestens einmal und 49,1 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

Insgesamt wurden in Deutschland seit Start der Kampagne, die laut Impfdashboard nun seit 229 Tagen läuft, 95,8 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht.

Sachsen-Anhalt, Quedlinburg: Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird im Impfzentrum des Landkreises Harz aufgezogen.
Sachsen-Anhalt, Quedlinburg: Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird im Impfzentrum des Landkreises Harz aufgezogen.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. August, 10.23 Uhr: Zahl der Scheidungen leicht rückläufig - Noch kein Corona-Effekt

Die Zahl der Scheidungen in Deutschland ist wieder leicht gesunken. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 143.800 Ehepaare richterlich getrennt.

Damit sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5200 oder 3,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit Ausnahme einer leichten Zunahme 2019 waren die Ehescheidungen seit 2012 stetig zurückgegangen.

Konkrete Angaben über einen Corona-Effekt können die Statistiker noch nicht machen: "Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Zahl der Scheidungen hat, wird sich vermutlich erst in den nächsten Jahren zeigen, da einer Scheidung in der Regel eine Trennungszeit von mindestens einem Jahr vorausgeht", hieß es.

Zudem könnten coronabedingte Verzögerungen oder Verschiebungen bei den Familiengerichten nicht ausgeschlossen werden.

Update, 11. August, 10.11 Uhr: Israel weitet Quarantäne-Auflagen für Reiserückkehrer aus

Wegen massiv steigender Corona-Neuinfektionen müssen in Israel unter anderem auch Reiserückkehrer aus Deutschland ab Mittwoch sieben Tage in Quarantäne.

Dies gelte auch für Geimpfte und Genesene, hatte die Regierung vergangene Woche mitgeteilt. Deutsche und andere ausländische Individualtouristen dürfen unterdessen weiterhin nicht nach Israel einreisen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 400 - das erste Mal seit Ende März. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

Israel, Tel Aviv: Ein Mann erhält eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer von einem medizinischen Mitarbeiter in einem Impfzentrum.
Israel, Tel Aviv: Ein Mann erhält eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer von einem medizinischen Mitarbeiter in einem Impfzentrum.  © Oded Balilty/AP/dpa

Update, 11. August, 9.44 Uhr: Intensivmediziner Marx ruft eindringlich zu Impfungen auf

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat an die Deutschen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

"Wir sind noch nicht über den Berg. Wir haben es selber in der Hand, ob eine vierte Welle steil wird oder ob sie flach bleibt", sagte Marx am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk.

"Ich verstehe gar nicht, warum man sich nicht impfen lässt - außer man hat vielleicht medizinische Konstellationen, die das verhindern. Wenn man das viele Leid der Verstorbenen und der Angehörigen und derer, die die Infektion überlebt haben, sieht, kann ich es persönlich nicht nachvollziehen, warum man dieses tolle Errungenschaft der Impfung nicht nutzt."

Nach den Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Strategie für den Herbst und Winter sagte Marx mit Blick auf Indikatoren für strengere Maßnahmen, er sei froh, "dass jetzt nicht im Schnellschussverfahren festgelegt worden ist, dass das und das jetzt noch dazugerechnet werden muss. Das ist relativ komplex".

Er gehe aber davon aus, "dass die Neuaufnahmen von Corona-Patienten in die Krankenhäuser und die Belegungsquote der Intensivbetten durch Covid-Fälle dazugehören".

Update, 11. August, 9.36 Uhr: Historischer Einbruch bei Ausbildungsverträgen in Corona-Krise

Die Corona-Krise hat zu einem historischen Rückgang der Ausbildungszahlen in Deutschland geführt.

Im vergangenen Jahr wurden 465.700 Verträge für eine Lehre in der dualen Berufsausbildung geschlossen, das waren 47.600 oder 9,3 Prozent weniger als 2019, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Es handle sich um den größten prozentualen Rückgang seit dem Beginn der Zeitreihe 1977.

"Die Zahl der Neuverträge befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Noch nie seit Beginn der Statistik vor über 40 Jahren hat es in einem Jahr weniger als 500.000 neue Azubis gegeben", erklärte Rotraud Kellers aus dem für die Berufsbildungsstatistik zuständigen Referat im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.

"Besonders deutlich gingen die Neuabschlüsse im Gast- und Verkehrsgewerbe zurück, also in sehr stark von den Corona-Maßnahmen betroffenen Branchen."

"AZUBI" steht auf dem Button eines Auszubildenden im Hotelfach im Restaurant des Abacus Tierpark Hotels.
"AZUBI" steht auf dem Button eines Auszubildenden im Hotelfach im Restaurant des Abacus Tierpark Hotels.  © Annette Riedl/dpa

Update, 11. August, 9.30 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister für Nachbesserung bei Corona Indikatoren

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Strategie noch Nachbesserungsbedarf bei den Indikatoren.

"Bei dem Thema Inzidenz und weitere Faktoren hätte ich mir schon gewünscht, dass man vielleicht klarere Parameter gefunden hätte. Da ist der Bund auch nochmal gefordert, was vorzulegen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Holetschek, aktueller Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sprach nach den Beratungen insgesamt von einer Standortbestimmung vor dem Herbst, die wichtig gewesen sei. Er verwies insbesondere auf den Appell, sich impfen zu lassen.

Update, 11. August, 9 Uhr: AfD-Chef Chrupalla: Abschaffung kostenloser Tests "unverantwortlich"

AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla ist gegen die Abschaffung kostenfreier Corona-Tests.

Im ZDF-Morgenmagazin sagte Chrupalla am Mittwoch: "Dass die Bürger für eine Verpflichtung, die der Staat gestellt hat, selber zahlen müssen, ist unverantwortlich."

Der AfD-Politiker betonte die Freiwilligkeit der Impfungen und sagte: "Hier kann es keine Impfpflicht durch die Hintertür geben."

Update, 11. August, 6.30 Uhr: Medizinethikerin: Abschaffung kostenloser Bürgertests gerechtfertigt

Die Göttinger Medizinethikerin Claudia Wiesemann sieht das Ende der kostenlosen Schnelltests für Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, als gerechtfertigt an.

"Die Impfung gegen das Sars-Cov2-Virus stellt für alle Erwachsenen die einfachste und wirksamste Vorbeugungsmaßnahme dar. Da sie verträglich, verfügbar und kostenlos ist, ist der staatlichen Aufgabe, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, Genüge getan", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Der Staat müsse nicht für alle "Folgekosten einer alternativen Entscheidung oder eines individuell riskanten Lebenswandels aufkommen", sagte Wiesemann.

Nach Ansicht der Medizinethikerin darf der Staat zwar nur in Ausnahmefällen Eingriffe unmittelbar in die körperliche Integrität der Bürgerinnen und Bürger vornehmen.

Er könne ihnen aber Kosten aufbürden, die als Folge einer Verweigerung der Impfung entstehen, also etwa die eines Schnelltests. Eine "Impflicht durch die Hintertür" sei dies nicht.

"Kostenlose Bürgertests" steht auf einem Plakat während Personen vorüber gehen.
"Kostenlose Bürgertests" steht auf einem Plakat während Personen vorüber gehen.  © Annette Riedl/dpa

Update, 11. August, 5.30 Uhr: Gladbach unentschlossen bei Frage nach Ungeimpften im Stadion

Borussia Mönchengladbach hat sich noch nicht entschieden, ob es künftig nur noch geimpfte und genesene Personen ins Stadion lassen möchte.

"Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen", sagte Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten auf die konkrete Frage eines Mitglieds.

"Eins ist klar: Wir wollen möglichst zügig wieder vor vollen Rängen spielen", sagte Schippers.

Update, 11. August, 4.44 Uhr: Millionenmetropole Melbourne eine weitere Woche im Lockdown

Die australische Millionenmetropole Melbourne bleibt eine weitere Woche im Lockdown.

Die Regionalregierung habe diese Entscheidung getroffen, nachdem innerhalb von 24 Stunden weitere 20 Neuinfektionen bestätigt worden seien, teilte der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch mit.

"Es gibt zu viele Fälle, deren Ursprung uns nicht klar ist, zu viele unbeantwortete Fragen, zu viele Mysterien, als dass wir jetzt sicher aus dem Lockdown herauskommen könnten", betonte er.

"Wenn wir jetzt aufmachen, dann werde die Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit stark ansteigen", so Andrews. In anderen Teilen Victorias waren die Beschränkungen hingegen am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.

Die Maßnahmen in Melbourne waren vor einer Woche verhängt worden. Es ist bereits der sechste Lockdown in der Stadt an der Ostküste seit Beginn der Pandemie.

Update, 11. August, 4.35 Uhr: SPD-Fraktion bereit zur Verlängerung epidemischer Lage

Die SPD im Bundestag ist nach den Worten ihres Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers Carsten Schneider dafür, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite, wie von Bund und Ländern erbeten, zu verlängern.

"Die Infektionszahlen steigen, obwohl in den meisten Bundesländern noch Ferien sind. Damit die notwendigen Gegenmaßnahmen nach bundesweit einheitlichen Maßstäben angewendet werden können, sind wir bereit, die pandemische Lage nach dem Sommer zu verlängern", sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur.

Die epidemische Lage kann nur vom Bundestag festgestellt werden. Entscheiden könnte das Parlament darüber nach Angaben von Schneider bei seiner voraussichtlich letzten Sitzung vor der Bundestagswahl in knapp vier Wochen.

"Die geplante Sitzung des Bundestages am 7.9. ist dafür der richtige Zeitpunkt."

Carsten Schneider (SPD), Bundestagsabgeordneter und Spitzenkandidat der Thüringer SPD für die Bundestagswahl.
Carsten Schneider (SPD), Bundestagsabgeordneter und Spitzenkandidat der Thüringer SPD für die Bundestagswahl.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. August, 4.20 Uhr: RKI registriert 4996 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 25,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 25,1 - am Vortag hatte der Wert 23,5 betragen, vor einer Woche lag er bei 18,5.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4996 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.09 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3571 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 14 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.799.425 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.671.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.817.

Update, 11. August, 4.10 Uhr: RKI: Gewisse Unsicherheit bei Impfquoten-Interpretation

Bei der Interpretation von Impfquoten-Daten gibt es laut Robert Koch-Institut (RKI) eine "gewisse Untersicherheit".

Mehrere Überlegungen legten nahe, dass die Meldungen im sogenannten Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) die Impfquoten vermutlich unterschätzen, geht aus einem RKI-Report vom Dienstag hervor.

Vor allem unter jungen Erwachsenen und Erwachsenen im mittleren Alter könnten demnach schon mehr Menschen eine erste Impfung erhalten haben als offiziell verzeichnet.

Das DIM speist sich aus Meldungen von Impfzentren, Krankenhäusern, mobilen Impfteams und mittlerweile auch Betriebsmedizinern, laut RKI fließen zudem Daten der niedergelassenen Ärzte und Privatärzte ein.

Zusammen sind sie Grundlage für das sogenannte Impfdashboard. Daneben gibt es noch eine weitere RKI-Erhebung namens Covimo, für die Impfquoten anhand von Befragungen hochgerechnet werden.

In der jüngsten Covimo-Erhebung von Ende Juni bis Mitte Juli unter rund 1000 Erwachsenen hat sich laut Report eine Diskrepanz zum DIM ergeben.

Die Quote der mindestens einmal Geimpften fiel dabei "um einiges höher" aus, besonders in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen: Während in der Befragung 79 Prozent angaben, geimpft zu sein, waren es laut Meldesystem 59 Prozent.

Die Autoren des Reports schreiben, die tatsächliche Impfquote liege voraussichtlich zwischen den Werten beider Quellen.

"In Bezug auf die Impfquoten zu vollständig Geimpften lag hingegen kein wesentlicher Unterschied vor", heißt es im Report. Eine gewisse Untererfassung in solchen Überwachungssystemen gilt für Fachleute auch als erwartbar.

Leere Ampullen, aus denen der Impfstoff von Biontech-Pfizer verimpft wurde, stehen in einem Kästchen.
Leere Ampullen, aus denen der Impfstoff von Biontech-Pfizer verimpft wurde, stehen in einem Kästchen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. August, 1 Uhr: 3-G-Regelung: Kinos verzeichnen Umsatzminus

Nur getestet, geimpft oder genesen ins Kino: Die sogenannte 3-G-Regelung macht den Filmtheatern zu schaffen.

"Die Kinos in den Bundesländern, in denen die 3-G-Regelung gilt, verzeichnen aktuell ein Besucherminus von bis zu 50 Prozent", sagte Anke Römer vom Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Dem Ende der kostenfreien Corona-Schnelltests steht der HDF laut dem Bericht kritisch gegenüber. Sobald die Tests selbst bezahlt werden müssen, "befürchten wir weitere Einbrüche der Besucherzahlen".

Laut Römer gab es bisher keine gravierenden Infektionsausbrüche in Zusammenhang mit einem Kinobesuch. "Kinos sind mit ihren hervorragenden Hygienestandards und der nahezu lückenlosen Kontaktverfolgung nachweislich kein Verbreitungsort."

Update, 10. August, 23.40 Uhr: Steinmeier ruft zum Impfen auf - "Pandemie in Schach halten"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat alle Bürger, die sich noch nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, dazu aufgerufen, dies nachzuholen.

"Wir müssen die Pandemie in Schach halten", sagte er am Dienstagabend vor Beginn eines Jazzkonzerts im Park von Schloss Bellevue.

Dies geschehe "nicht, indem jeder macht, was er will, wie manche empfehlen, sondern indem sich möglichst viele Menschen impfen lassen".

Steinmeier erinnerte an die vielen Künstler, die in der Pandemie ihre Werke nicht mehr zeigen konnten, an die Sängerinnen und Sänger, "die verstummen mussten" und an Bühnenbauer und Tontechniker, "die keine Bühne mehr bauten und keinen Sound mehr mischten, weil die Bühnen leer und die Lautsprecher stumm blieben".

Er hoffe, dass man nie wieder so lange auf sie verzichten müsse.

"Wir müssen Kunst und Kultur nicht nur einen Neustart schenken. Wir müssen sie dauerhaft unterstützen und schützen", verlangte der Bundespräsident.

"Das schulden wir all denen, die von ihrer Kunst leben. Und das schulden wir uns, die wir ohne Kunst und Kultur nicht leben können."

Steinmeier ist ein großer Jazzfreund. Er lädt traditionell zum Ende der politischen Sommerpause zu einem Konzert in den Park seines Berliner Amtssitzes ein.

Berlin: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.r) spricht zu Beginn eines Jazzkonzerts mit "Thomas Quasthoff & Friends“ im Garten im Schloss Bellevue.
Berlin: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.r) spricht zu Beginn eines Jazzkonzerts mit "Thomas Quasthoff & Friends“ im Garten im Schloss Bellevue.  © Carsten Koall/dpa

Update, 10. August, 23.30 Uhr: Söder nicht zufrieden mit Beschlüssen der Bund-Länder-Runde

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich "nicht ganz" zufrieden mit den Ergebnissen der Bund-Länder-Runde zu Corona gezeigt.

Es sei ein Ergebnis auf Sicht, sagte der CSU-Politiker am Dienstagabend in den ARD-Tagesthemen: "Wohl auch ein bisschen geschuldet, dass der eine oder andere in Sorge ist, dass man vor der Bundestagswahl nichts Abschließendes entscheiden will." Daher sei er mit den Beschlüssen "nicht ganz" zufrieden.

Söder betonte erneut, dass eine Debatte über Zugänge nur für Geimpfte und Genesene ("2G") wohl bald folgen wird.

Derzeit gilt die 3G-Regel, also Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene.

"2G wird so oder so ab einem bestimmten Zeitpunkt kommen und mir wäre es lieber, wir würden jetzt ehrlich drüber reden als es zu vertagen bis nach der Bundestagswahl", so Söder.

Einige Fußballvereine oder Gastronomen würden bereits jetzt nur für vollständig Geimpfte öffnen. Das sei die Realität. Mit Tests alleine könne man die vierte Welle nicht brechen, sagte Söder.

Update, 10. August, 22.19 Uhr: Für Geimpfte wird es laut Spahn keinen erneuten Lockdown geben

Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) allen Geimpften Hoffnung auf einen entspannteren Herbst und Winter gemacht.

"Für diese drei von vier Erwachsenen, die sich haben impfen lassen, wird es keinen erneuten Lockdown geben", sagte der CDU-Politiker in einem ARD-Extra am Dienstagabend.

Das sei aktuelle Rechtslage und bundesgesetzlich geregelt. Die Geimpften könnten sich sicher sein, dass es für sie keine neuen Beschränkungen gebe.

Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 10. August, 20.31 Uhr: Niedersachsen pocht auf neuen Corona-Bewertungsmaßstab

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) beharrt auch nach den Beratungen von Bund und Ländern darauf, dass künftig neben der Inzidenz weitere Kriterien zur Bewertung der Corona-Pandemie herangezogen werden müssen.

In einer Protokollerklärung zu dem Beschluss, den die Regierungschefs von Bund und Ländern am Dienstag verabschiedeten, heißt es, Niedersachsen halte einen neuen Maßstab zur Einschätzung des Pandemiegeschehens für die Zukunft geboten.

Der Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern sieht dies nicht vor.

Update, 10. August, 19.19 Uhr: Laschet: "3G-Regel" gilt nicht für Gottesdienste

Die von Bund und Ländern vereinbarte Corona-Testpflicht für den Besuch bestimmter Einrichtungen soll laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) nicht für Gottesdienste gelten.

Ein Gottesdienst sei etwas anderes als ein Diskobesuch, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Es gehe um das Grundrecht der Religionsausübung.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat, Armin Laschet (60, CDU).
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat, Armin Laschet (60, CDU).  © David Young/dpa

Update, 10. August, 19.15 Uhr: Für Geimpfte werden Einschränkungen laut Merkel deutlich anders aussehen

Wer gegen Corona geimpft ist, muss künftig wahrscheinlich keine Lockdown-ähnlichen Beschränkungen mehr befürchten.

"Solange der Impfstoff wirkt, können wir nicht einfach sagen, ein Geimpfter darf nicht [...] seine Rechte als Bürger ausüben", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) am Dienstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder auf die Frage, ob sie einen weiteren Lockdown wie im vergangenen Winter ausschließe.

Damit sei jede beschränkende Maßnahme deutlich anders strukturiert als das bisher gewesen sei.

Update, 10. August, 19.13 Uhr: Söder: Debatte um Bevorzugung von Geimpften und Genesenen notwendig

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hält in der Corona-Politik eine Bevorzugung von Geimpften und Genesenen gegenüber negativ Getesteten weiterhin für sinnvoll.

"Wir werden uns einer Debatte über 2G auf Dauer nicht verstellen können", sagte Söder am Dienstag nach einer Ministerpräsidentenkonferenz der 16 Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) in Berlin.

Die nun gefundene "3G-Lösung", die negativ auf Corona Getestete mit Geimpften praktisch gleichstellt, werde vermutlich nicht das Ende der Diskussion sein, sagte Söder.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Christian Mang/Reuters/Pool/dpa

Update, 10. August, 18 Uhr: Corona-Wirtschaftshilfen sollen verlängert werden

Die Corona-Wirtschaftshilfen sollen bis zum Jahresende verlängert werden.

Das teilte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern mit.

Die laufende Überbrückungshilfe III Plus ist bisher bis Ende September befristet.

Update, 10. August, 17.57 Uhr: US-Immunologe: Corona-Impfung im Kampf gegen Varianten wichtig

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci (80) hat angesichts der Gefahr durch Varianten des Coronavirus erneut zum Impfen aufgerufen.

Wenn man zulasse, dass das Virus weiter frei - besonders unter den Ungeimpften - zirkuliere, gebe man ihm die Möglichkeit, weiter zu mutieren, sagte Fauci am Dienstag dem Sender MSNBC.

"Daran besteht kein Zweifel."

Update, 10. August, 17.37 Uhr: Müller: "Impfen, Impfen, Impfen ist das Gebot der Stunde"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hat die Impfquote in Deutschland als noch zu niedrig bezeichnet.

Die Situation sei zwar eine andere als vor einem Jahr vor allem wegen der Testkapazitäten und der Impffortschritte.

"Doch man muss ganz klar sagen: Es ist noch was zu tun", sagte Müller nach Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) am Dienstagnachmittag.

"Die Gruppe der Ungeimpften ist zu groß. Da gibt es nichts drumrum zu reden." Es sei bitter, dass so viele Menschen die Impfangebote nicht wahrnähmen.

"Impfen, Impfen, Impfen ist das Gebot der Stunde", sagte Müller, der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.
Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.  © Christian Mang/Reuters/Pool/dpa

Update, 10. August, 17.08 Uhr: USA versprechen Mexiko bis zu 8,5 Millionen weitere Impfdosen

Mexiko soll bis zu 8,5 Millionen weitere Dosen Coronavirus-Impfstoff aus den USA bekommen.

3,5 Millionen Dosen des Vakzins von Moderna und bis zu 5 Millionen Dosen des Mittels von AstraZeneca würden in den kommenden Wochen erwartet, teilte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard (61) am Dienstag in einer Pressekonferenz mit.

Update, 10. August, 16.49 Uhr: Regierung einigt sich auf längere Corona-Wirtschaftshilfen

Die Bundesregierung hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf die Verlängerung von Corona-Wirtschaftshilfen geeinigt.

Die bisher bis Ende September laufende Überbrückungshilfe III Plus sowie die Erleichterungen zum Zugang für das Kurzarbeitergeld sollen bis Jahresende verlängert werden, wie es am Dienstag in Regierungskreisen am Rande der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hieß.

Update, 10. August, 16.47 Uhr: Corona-Gipfel vorbei

Nach über dreieinhalb Stunden wurde der Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt am Dienstagnachmittag gegen 16.40 Uhr beendet.

Update, 10. August, 16.43 Uhr: Corona-Gipfel: Notlage soll verlängert werden

Wie die BILD bekannt gab, seien sich Kanzlerin Angela Merkel (67) und die Länderchefs einig: Die Corona-Notlage soll über den 11. September hinaus verlängert werden – um drei Monate.

Diese gibt dem Bund das Recht, direkte Verordnungen zu erlassen, zum Beispiel zu Corona-Tests und Impfungen.

Der Bundestag muss dem in seiner Sitzung am 7. September zustimmen.

Update, 10. August, 16.35 Uhr: Drei Viertel der erwachsenen Briten vollständig geimpft

In Großbritannien sind mittlerweile drei Viertel der Erwachsenen vollständig gegen Corona geimpft.

Premierminister Boris Johnson (57) bezeichnete den Meilenstein am Dienstag auf Twitter als "riesigen nationalen Erfolg", auf den man stolz sein solle.

Knapp 90 Prozent der erwachsenen Briten haben eine erste Impfdosis erhalten.

Update, 10. August, 16.26 Uhr: Linken-Chefin Wissler gegen Abschaffung kostenloser Corona-Tests

Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler (40) kritisiert das Vorhaben, kostenfreie Corona-Test ab Herbst abzuschaffen.

Sie sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Ab Oktober auf kostenlose Tests zu verzichten bedeutet, dass sich weniger Menschen testen lassen werden."

Damit ließen sich Infektionsketten sowie die Entwicklung des Infektionsgeschehens schwerer nachvollziehen. "Damit ist niemandem geholfen. Das ist am Ende teurer als die Tests."

Update, 10. August, 16.04 Uhr: Experte: Impfstoff-resistente Corona-Varianten sind unausweichlich

Ein britischer Experte hält die Entstehung von Corona-Varianten, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entziehen, nur für eine Frage der Zeit.

"Es ist unausweichlich, dass wir Escape-Varianten bekommen werden", sagte der Mikrobiologe und Gesundheitsexperte Paul Hunter von der Universität East Anglia am Dienstag in einer parteiübergreifenden Expertenanhörung in London.

Hunter geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren saisonale Corona-Wellen geben wird - auch durch Mutationen, die sich in gewissem Maße der Wirkung der Impfstoffe entziehen. Jeder Brite werde sich im Schnitt alle vier bis fünf Jahre infizieren, schätzt er.

Update, 10. August, 15.50 Uhr: Corona-Gipfel: Kostenlose Tests am Arbeitsplatz bleiben!

Die Haltungen zum Thema kostenlose Corona-Tests am Arbeitsplatz waren während des Gipfels zunächst unterschiedlich.

Berichten der BILD zufolge, sprachen sich Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU), Vize-Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) und CSU-Chef Markus Söder (54) für kostenlose Tests am Arbeitsplatz aus.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) und Schleswig Holsteins Landeschef Daniel Günther (48, CDU) äußerten dagegen Bedenken. Der Impfanreiz solle nicht unterdrückt werden.

Laschet soll zum Ende hin eingelenkt haben. Die Testpflicht am Arbeitsplatz bleibt also.

Update, 10. August, 15.28 Uhr: Corona-Gipfel: Kostenpflichtige Tests ab dem 11. Oktober sowie eine Testpflicht für Innenräume ab 35er-Inzidenz

Während des Corona-Gipfels fielen nun die ersten Entscheidungen.

Die Teilnehmer aus Bund und Ländern einigten sich auf eine Testpflicht für Innenräume ab einer Inzidenz von 35. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene.

Die Testpflicht wird dann unter anderem in Fitnessstudios, Restaurants und Kinos wirksam werden.

Dies berichtete die BILD am Dienstagnachmittag.

Zudem werden Tests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig!

Der Bund übernimmt seit Anfang März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger.

Da mittlerweile allen ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Steuerzahler nicht angezeigt, hieß es in einem Beschlussentwurf.

Weiterhin kostenlose Schnelltests soll es demnach aber für Menschen geben, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt - also insbesondere Schwangere und Unter-18-Jährige.

Die Teilnehmer des Corona-Gipfels einigten sich auf eine Testpflicht für Innenräume ab einer Inzidenz von 35. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene.
Die Teilnehmer des Corona-Gipfels einigten sich auf eine Testpflicht für Innenräume ab einer Inzidenz von 35. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 10. August, 15.28 Uhr: Ärztepräsident fordert neue langfristige Corona-Strategie

Ärztepräsident Klaus Reinhardt (61) fordert angesichts steigender Impfquoten eine Neuausrichtung der Corona-Politik.

"Notwendig ist eine Langfrist-Strategie, wie wir auf Dauer mit dem Virus koexistieren können", sagte der Chef der Bundesärztekammer am Dienstag anlässlich der Bund-Länder-Beratungen zum Kurs im Herbst.

"Wir können unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben nicht immer wieder aufs Neue stilllegen." Statt "Simpler Lockdown-Politik mit dem Holzhammer im Sinne bloßer Kontaktreduzierung" brauche es zielgenauere und wissenschaftlich basierte Anti-Corona-Maßnahmen.

Update, 10. August, 14.30 Uhr: Markus Söder verteidigt kostenpflichtige Corona-Tests ab Oktober

Pünktlich zum Start der Ministerpräsidentenkonferenz wandte sich Bayerns-Landeschef Markus Söder (54, CSU) an Twitter.

"Wir müssen die Impfbereitschaft erhöhen. Wer ein Impfangebot hatte und es bewusst ausschlägt, soll ab Oktober nicht mehr kostenlos testen können."

Update, 10. August, 11.10 Uhr: Laschet für Verlängerung der epidemischen Lage in Deutschland

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den im September auslaufenden Status einer epidemischen Notlage in Deutschland zu verlängern.

Damit das Land seine Instrumente im Kampf gegen Corona weiter nutzen könne, brauche es diese Erklärung durch den Bundestag am 7. September, sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag.

Die FDP, Koalitionspartner der CDU in Düsseldorf, widersprach dem Regierungschef. Eine epidemische Lage von nationaler Tragweite basiere auf einer Notlage und führe zur Einschränkung von Bürgerrechten, sagte FDP-Fraktionschef Christof Rasche.

Update, 10. August, 10.56 Uhr: Spahn: Mehr als eine Million Kinder ab 12 Jahren geimpft

Die Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen gehen weiter voran. Bei den 12- bis 17-Jährigen haben mittlerweile mehr als eine Million eine erste Impfung erhalten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag auf Twitter mitteilte.

Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 22,5 Prozent dieser Altersgruppe. Spahn betonte erneut: "Wir haben genug Impfstoff für alle Altersgruppen."

Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun 45,8 Millionen Menschen oder 55,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft.

Mindestens eine erste Impfung haben 52 Millionen Menschen oder 62,5 Prozent der Bevölkerung.

Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 71,7 Prozent mindestens einmal und 64,8 Prozent voll geimpften Einwohnern.

Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,9 Prozent mindestens einmal und 48,9 Prozent voll geimpften Einwohnern.

Update, 10. August, 10.24 Uhr: Mehr als 6000 Coronainfektionen an einem Tag in Israel registriert

Erstmals seit einem halben Jahr sind in Israel wieder mehr als 6000 Coronainfektionen an einem Tag nachgewiesen worden.

Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag berichtete, wurden am Montag 6275 Fälle erfasst. Gleichzeitig nähert sich die Zahl der schwerkranken Patienten der Marke von 400.

Am Dienstag wurden in den israelischen Krankenhäusern 394 schwerkranke Covid-Patienten behandelt. Der Zustand von 87 von ihnen wurde als kritisch eingestuft.

Gut 58 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Vor kurzem hatte das Gesundheitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat.

Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante.

Update, 10. August, 10.10 Uhr: Düsseldorfer Karnevalisten lassen nur Geimpfte und Genesene zu

Die Düsseldorfer Karnevalisten wollen in der nächsten Saison nur Geimpfte und Genesene zu Feiern zulassen.

"Wir (...) werden zu unseren Veranstaltungen keinen Eintritt gewähren, wenn lediglich ein negativer Corona-Test vorliegt", sagte der Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Hans-Jürgen Tüllmann. "Das reicht uns nicht, um uns vor dem Virus zu schützen. Damit wollen wir auch dazu aufrufen, sich impfen zu lassen."

Das Festkomitee Kölner Karneval ist noch nicht soweit. "Wir diskutieren das noch", sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Die Düsseldorfer Regelung sei gewiss nicht abwegig und auch für Köln eine Option. Es sei aber noch ein wenig Zeit bis zum Beginn der neuen Karnevalssaison am 11.11. und deshalb könne man noch etwas abwarten, wie sich die Dinge entwickelten.

In der kommenden Karnevalssaison dürfen in Düsseldorf nur nur Geimpfte und Genesene mitfeiern.
In der kommenden Karnevalssaison dürfen in Düsseldorf nur nur Geimpfte und Genesene mitfeiern.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 10. August, 9.56 Uhr: Laschet für kostenpflichtige Corona-Tests ab Anfang Oktober

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests ab Anfang Oktober kostenpflichtig zu machen.

"Ab heute geht das Signal aus, in acht Wochen, ab Anfang Oktober, wird dann für jeden Test bezahlt werden müssen", sagte Laschet am Dienstag im nordrhein-westfälischen Landtag.

Für Menschen, die nicht geimpft werden könnten, müsse es aber weiter kostenlose Tests geben.

Um eine vierte Corona-Welle zu brechen, müssten die Tests ausgeweitet werden, sagte der Kanzlerkandidat der Union. Wer geimpft ist, werde von der Testpflicht ausgenommen.

"Geimpfte dürfen keine Nachteile haben nur weil andere vielleicht zu bequem sind, sich impfen zu lassen", sagte Laschet.

An den Schulen sollen möglichst nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, wenn sich ein einzelnes Kind oder ein einzelner Jugendlicher mit Corona infiziert hat.

Die Gesundheitsminister berieten derzeit darüber, welche Quarantänemaßnahmen notwendig seien, sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag.

Update, 10. August, 9.45 Uhr: Länder geben rund 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück.

Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

Der Bund will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden.

In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück - nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund.

Aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen demnach allein 922.000 Dosen des Mittels von Astrazeneca zurückgehen, aus Bayern 685.000 Dosen.

Bundesländer sollen bis zum 20. August Rückmeldungen zu nicht benötigten Impfdosen geben.
Bundesländer sollen bis zum 20. August Rückmeldungen zu nicht benötigten Impfdosen geben.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 10. August, 9 Uhr: Söder warnt vor "Pandemie der Ungeimpften"

In der Corona-Krise will der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit finanziellem Negativanreiz den Druck auf Ungeimpfte erhöhen, sich gegen das Virus impfen zu lassen.

"Wer sich nicht impfen lässt, trägt auch die Verantwortung", sagte Söder am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Und die heißt dann auch, dass die Steuerzahler dafür nicht alle Kosten übernehmen können. Und das muss man dann selbst zahlen", sagte er mit Blick auf bislang kostenlose Corona-Tests.

Anders als der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sich Söder dafür aus, Geimpfte von Corona-Beschränkungen auszunehmen: "Wer geimpft ist, stellt keine Gefahr dar, deshalb muss man ihm verfassungsrechtlich zwingend die Grundrechte zurückgeben."

Söder warnte vor einer "Pandemie der Ungeimpften". "Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich und andere", sagte der CSU-Chef. Oberstes Ziel sei die Verhinderung eines weiteren Lockdowns.

Update, 10. August, 6.44 Uhr: Australien: Arbeitgeber dürfen Impfstatus abfragen

Arbeitgeber in Australien können ihre Beschäftigten ab sofort nach ihrem Corona-Impfstatus fragen.

Premierminister Scott Morrison gab die neuen Leitlinien für Unternehmen am Dienstag bekannt - trotz einer Debatte darüber, ob das Datenschutzrecht dies erlaubt.

Arbeitgeber hätten durch die neuen Regeln die Möglichkeit, "Angestellte von ihren Aufgaben fernzuhalten, wenn diese mit Kunden zu tun haben oder mit anderen interagieren, und so das Risiko zu verringern, dass diejenigen, die nicht geimpft sind, Covid-19 am Arbeitsplatz verbreiten", so die Zeitung Sydney Morning Herald.

Eine Impfpflicht soll es aber weiter nicht geben, so Morrison. "Das Impfprogramm in Australien ist kostenlos und nicht obligatorisch. Das ist ein sehr wichtiger Grundsatz", betonte der Premier.

In Deutschland dürfen Arbeitgeber den Impfstatus nur für einige Berufsgruppen aus dem medizinischen Bereich abfragen und verarbeiten. Ob die Leitlinie auch großzügiger ausgelegt werden kann, ist noch strittig.

Update, 10. August, 5.30 Uhr: Rekordzahlen in New South Wales trotz Lockdowns

Der australische Bundesstaat New South Wales mit der Millionenmetropole Sydney bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz strenger Regeln nicht in den Griff.

Innerhalb von 24 Stunden seien in der Region 356 Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Vier ältere Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Alle waren nicht gegen das Virus geimpft.

"Wir wissen, dass New South Wales schwierige Zeiten durchmacht, aber wir wissen auch, dass Impfungen ein wichtiges Instrument sind, um die Ausbreitung zu reduzieren und Krankenhausaufenthalte zu verhindern", sagte Regionalpremierministerin Gladys Berejiklian. "Es ist so traurig, wenn man von Todesfällen vor allem von älteren Menschen hört, die aus welchen Gründen auch immer nicht geimpft wurden."

Große Teile der Region, darunter auch Sydney, befinden sich bereits seit Ende Juni in einem strikten Lockdown. Die Maßnahmen sollen bis mindestens Ende August gelten.

Australien, Sydney: Tausende von Oberstufen-Schülern der Jahrgangsstufe 12 erhalten ihre Pfizer-Impfungen gegen das Coronavirus im Massenimpfzentrum in der Qudos Arena in Sydney.
Australien, Sydney: Tausende von Oberstufen-Schülern der Jahrgangsstufe 12 erhalten ihre Pfizer-Impfungen gegen das Coronavirus im Massenimpfzentrum in der Qudos Arena in Sydney.  © Dean Lewins/AAP Pool/dpa

Update, 10. August, 4.40 Uhr: Betroffene wünschen Long-Covid-Ambulanzen in ganz Deutschland

Betroffene und Mediziner setzen sich für eine bessere Versorgung von Menschen mit dem neuen Krankheitsbild Long Covid ein.

So fordert die Betroffenen-Initiative Long Covid Deutschland in einer Online-Petition die Bundesregierung dazu auf, in allen Regionen die Einrichtung fächerübergreifender Ambulanzen zu fördern. I

n Großbritannien und den USA seien auf Regierungsebene bereits derartige Initiativen zu Long Covid gestartet worden. Die Petition unterschrieben bereits mehr als 50.000 Menschen.

Von Long Covid spricht man, wenn nach einer überstandenen Infektion neue Symptome hinzukommen oder diese länger als vier Wochen bestehen.

Nach ersten Studien sind mindestens zehn Prozent der Corona-Infizierten von Langzeitfolgen betroffen - das wären allein in Deutschland mehr als 300 000 Menschen seit Beginn der Pandemie.

Update, 10. August, 4.35 Uhr: Baerbock: Offene Schulen und Kitas müssen Priorität haben

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Fokus auch auf Kitas und Schulen gefordert.

"Wichtig ist, dass neben der Debatte um Schnelltests und Impfbereitschaft die Kitas und Schulen im Fokus stehen. Es braucht einen Pakt für unsere Kinder und Jugendlichen. Ein verbindliches Versprechen der Politik, dass das Offenhalten der Schulen und Kitas Priorität hat."

Mehr dazu im Artikel "Vor Corona-Gipfel: Baerbock stellt klar, worauf es ankommt".

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 10. August, 4.30 Uhr: Brandenburgs MP erwartet Unbequemlichkeiten für Ungeimpfte

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) geht davon aus, dass Menschen ohne Corona-Impfung künftig vor mehr Hürden stehen werden als Menschen mit Impfung.

"Das Leben für Nichtgeimpfte ist heute schon unbequem", sagte Woidke auf Anfrage. "Diese Unbequemlichkeiten werden künftig für Nichtgeimpfte zunehmen." Damit spielt er zum Beispiel auf die Notwendigkeit von Corona-Tests an.

Update, 10. August, 4.12 Uhr: RKI registriert 2480 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 23,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag sie bei 23,5 - am Vortag hatte der Wert 23,1 betragen, vor einer Woche lag er bei 17,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2480 Corona-Neuinfektionen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 19 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.794.429 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.669.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.803.

Update, 10. August, 3.20 Uhr: CDU-Wirtschaftspolitiker Merz: "Darf keinen Lockdown geben"

In der Debatte um die künftige Corona-Strategie fordert der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz den Verzicht auf einen weiteren Lockdown auch bei steigenden Infektionszahlen im Herbst.

"Es darf keinen weiteren Lockdown geben", sagte Merz. Es gebe "keinen Grund für erneute Schließungen von Schulen und Geschäften, denn der Inzidenzwert hat wegen den Fortschritten beim Impfen keine Aussagekraft mehr".

Auch eine Überlastung der Intensivstationen sei dank der Impfungen sehr unwahrscheinlich geworden. "Für Geimpfte, Genesene und Getestete muss deshalb auch im Herbst bei höheren Inzidenzen ein normales Leben möglich sein."

Merz appellierte zugleich an die Bundesbürger, sich impfen zu lassen, und begrüßte Pläne, das Angebot kostenloser Corona-Tests im Herbst auslaufen zu lassen. Der Corona-Kurs für den Herbst ist am Dienstag ein Thema von Beratungen von Bund und Ländern.

Friedrich Merz (CDU).
Friedrich Merz (CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 10. August, 3.20 Uhr: FDP: Tempo bei Corona-Krisenbewältigung muss deutlich anziehen

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat die FDP Weichenstellungen vor allem für die Schulen angemahnt.

"Das Tempo bei der Krisenbekämpfung muss deutlich anziehen, damit das Krisenjahr 2021 nicht wieder ein verlorenes Jahr für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern wird", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing.

"Während die ersten Bundesländer schon wieder in den Unterricht gestartet sind, scheint die Bundesregierung immer noch in den Sommerferien zu sein", kritisierte er.

Man müsse endlich die Frage von Luftfiltern in den Schulen klären, Weichen für eine Unterrichtsgarantie stellen und alle Möglichkeiten zur Bewerbung und zur Beschleunigung des Impfens ausschöpfen.

Update, 10. August, 2.15 Uhr: Texas bittet Krankenhäuser um Aufschub von Eingriffen

Angesichts der jüngsten Corona-Welle hat der US-Bundesstaat Texas alle Krankenhäuser gebeten, nicht absolut notwendige medizinische Eingriffe zu verschieben.

Damit solle sichergestellt werden, dass alle Covid-Patienten adäquat versorgt werden könnten, erklärte Gouverneur Greg Abbott am Montag in einem Schreiben an den Krankenhausverband.

Das Gesundheitsministerium werde sich zudem bemühen, für die Versorgung der Corona-Patienten medizinisches Personal aus anderen Bundesstaaten zu gewinnen, hieß es. Auch soll der Katastrophenschutz wieder Infusionszentren eröffnen, in denen Patienten Blutplasma-Behandlungen bekommen können.

Die Lage in Texas hat sich aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus deutlich zugespitzt. In dem Bundesstaat mit 29 Millionen Einwohnern wurden zuletzt im Schnitt pro Tag rund 12.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie Daten der Behörden zeigen.

Ein Covid-Patient wird in der Anfangsphase der Pandemie 2020 in ein Krankenhaus in Houston gebracht.
Ein Covid-Patient wird in der Anfangsphase der Pandemie 2020 in ein Krankenhaus in Houston gebracht.  © David J. Phillip/AP/dpa

Update, 9. August, 22.27 Uhr: Erste Infos zum Corona-Gipfel - Was kommt da Dienstag auf uns zu?

Vor dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag sickern erste Informationen durch. So liegt der Bild eine Beschlussvorlage exklusiv vor.

Demnach ist Folgendes geplant:

  • 2G soll angeblich vom Tisch sein. Ungeimpfte sollen mit Tests auch in Zukunft überall hereinkommen (Kino, Restaurant etc.) - 3G (genesen, geimpft, getestet) erhalten bleiben.
  • Die Bundesregierung will die kostenlosen Bürgertests allerdings abschaffen und irgendwann im Oktober gegen Geld anbieten.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz soll (endlich) an Bedeutung verlieren. "Impfquote, die Zahl der schweren Krankheitsverläufe sowie die resultierende Belastung des Gesundheitswesens", sollen laut Beschluss auch berücksichtigt werden.

Was am Ende wirklich kommt, muss natürlich stundenlang verhandelt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 9. August, 20.50 Uhr: Großer Andrang bei der ersten "Langen Nacht des Impfens"

Bei der ersten "Langen Nacht des Impfens" in einem Berliner Impfzentrum hat es bereits kurz vor Einlass eine lange Schlange gegeben. Zu entspannter Techno-Musik wollten sich am Montagabend viele junge Menschen in der Arena Berlin im Ortsteil Treptow gegen das Coronavirus impfen lassen.

Bis Mitternacht sollte dort ohne Anmeldung eine Impfung mit den Impfstoffen von Biontech sowie von Johnson&Johnson möglich sein. Ins Leben gerufen wurde die Aktion vom Senat, der Clubcommission und dem Deutschen Roten Kreuz.

Die Arena in Treptow ist ein ehemaliges Bus-Depot. Vor der Pandemie wurde die Multifunktionshalle nahe der Spree unter anderem für Konzerte genutzt. Im Moment ist sie eines der fünf Berliner Impfzentren.

Obwohl drei Mitarbeiter des Impfzentrums in der Arena positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, konnte die Impfaktion durchgeführt werden.

43 Menschen dürfen aus Vorsicht zurzeit nicht mehr dort arbeiten, wie Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (56, SPD) mitteilte. Das Impfzentrum sei aber nicht der Ansteckungsort gewesen, sondern ein Gastronomiebetrieb.

Update, 9. August, 20.04 Uhr: US-Militär führt Impfpflicht für Soldaten ein

Für die Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte soll spätestens ab 15. September eine Impfpflicht gegen das Coronavirus gelten.

Das ging am Montag aus einem Schreiben von Verteidigungsminister Lloyd Austin hervor. Falls die Impfungen schon vorher eine reguläre Zulassung der zuständigen US-Behörde FDA bekämen, könnte die Impfpflicht schon früher eingeführt werden, erklärte Austin.

In den US-Streitkräften dienen mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten, von denen rund 1,05 Millionen bereits vollständig geimpft sind, wie Daten des Pentagons zeigen.

Präsident Joe Biden (78) muss der Anordnung noch zustimmen - das gilt aber als reine Formsache. Biden erklärte in einer Stellungnahme umgehend, dass er Austins Vorgehen voll unterstütze.

"Diese Impfungen werden Leben retten. Punkt. Sie sind sicher. Sie sind wirksam", so Biden. Alle Menschen in den USA sollten so schnell wie möglich geimpft werden, vor allem angesichts der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus, fügte er hinzu.

US-Präsident Joe Biden (78).
US-Präsident Joe Biden (78).  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 9. August, 18.19 Uhr: Länder-Gesundheitsminister für längere "epidemische Lage"

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert.

Hintergrund sei, dass eine Fortführung von Infektionsschutzmaßnahmen auch danach absehbar sei, heißt es in einem einstimmigen Beschluss der Ressortchefs von Montag. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Bundestag hatte zuletzt am 11. Juni festgestellt, dass die Sonderlage wegen der Corona-Pandemie fortbesteht - ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments würde sie nach drei Monaten auslaufen.

Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise.

Zudem beziehen sich konkrete Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen, die die Länder festlegen können, laut Infektionsschutzgesetz auf die Feststellung dieser "epidemischen Lage".

Update, 9. August, 17.20 Uhr: CDU-Gesundheitspolitiker: "Masken gehören auch in fünf Jahren noch zum Leben"

Auch in fünf Jahren werden in Deutschland noch Masken zum Schutz vor Corona getragen - so sieht es zumindest der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel (65).

"Die Maske wird, glaube ich, auch in fünf Jahren unser Leben noch mitgestalten", sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag am Montag im Deutschlandfunk. Er hoffe dabei aber mehr auf die Vernunft der Einzelnen als auf verbindliche Vorgaben.

Insgesamt sprach sich Rüddel dafür aus, angesichts der recht hohen Impfquote das gesellschaftliche Leben hierzulande mehr zu öffnen und den Mut zu haben, "dass wir im Herbst wieder zu deutlich mehr Normalität kommen".

Der Abgeordnete mit dem Wahlkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz sagte: "Wir sind jetzt fast zwei Jahre im Ausnahmezustand und müssen wieder lernen, normal zu werden." Zum Leben gehöre auch ein gewisses Risiko, sagte er mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Rüddel sagte, er habe kein Problem damit, wenn ab Oktober Coronatests selbst bezahlt werden müssten. Das sei gerecht, "weil jeder seine Impfchance bekommen hat".

Update, 9. August, 14.05 Uhr: Laschet präsentiert Fünf-Punkte-Plan zu Corona - "Impf-Offensive"

CDU-Chef Armin Laschet (60) hat am Montag im CDU-Präsidium einen Tag vor dem Bund-Länder-Treffen einen Fünf-Punkte-Plan zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise präsentiert.

So will er eine "Impf-Offensive", außerdem solle der Bundestag die epidemische Lage von nationaler Tragweite verlängern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Über den Plan hatte zuerst der Spiegel berichtet.

Laschet sprach sich nach Teilnehmerkreisen für eine Ausweitung der Testpflichten aus, für klare Anreize für eine Impfung, eine Verlängerung der Pandemischen Lage sowie für kostenpflichtige Tests aus.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (60, CDU).
Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (60, CDU).  © Fabian Strauch/dpa

Update, 9. August, 14.04 Uhr: Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

Im Iran verschärft sich die Corona-Krise wegen einer rasanten Ausbreitung der Delta-Variante.

Das Gesundheitsministerium registrierte am Montag mit 588 Toten und fast 41.000 Neuinfektionen an nur einem Tag einen Höchstwert.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran liegt nun bei 94.603, die der Infektionen bei fast 4,2 Millionen.

Update, 9. August, 12.34 Uhr: Deutschland gibt erste Impfdosen an fünf Länder ab

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers AstraZeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab.

Wie die Bundesregierung am Montag mitteilte, sollen in einer ersten Tranche 213.600 Dosen nach Afghanistan gehen, 271.200 nach Äthiopien, 357.600 in den Sudan, 100.800 nach Tadschikistan und 355.200 nach Usbekistan.

Die Impfstoffe sollen über die internationale Hilfsinitiative Covax verteilt werden.

Update, 9. August, 11.22 Uhr: Corona-Impfungen kommen voran - vor allem mit Zweitimpfungen

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran - vor allem mit Zweitimpfungen.

Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Montag nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner.

Minister Jens Spahn (41) dankte allen, "die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen" und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. "Jede Impfung zählt!", schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Update, 9. August, 11.20 Uhr: Israelische Studie: Nach dritter Corona-Impfung ähnliche Reaktion

Nach einer dritten Corona-Impfung hat eine Mehrheit von Befragten in Israel über ähnliche Impfreaktionen wie nach der zweiten Spritze berichtet.

88 Prozent fühlten sich in der Woche nach der Auffrischungsimpfung ähnlich oder besser, wie eine Umfrage der Krankenkasse Clalit ergab. Dies bestätigte eine Sprecherin der Kasse am Montag.

Zehn Prozent hätten sich schlechter gefühlt als nach der zweiten Impfung. Insgesamt berichteten demnach 31 Prozent der Befragten über mindestens eine Impfreaktion, die meisten über Schmerzen an der Einstichstelle.

Update, 9. August, 11 Uhr: China bestraft mehr als 30 Funktionäre wegen Corona-Ausbruch

In China sind mehr als 30 Funktionäre wegen der jüngsten Corona-Welle bestraft worden. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" berichtete, wurden Beamte in vier betroffenen Provinzen wegen "schleppender Reaktion und unzureichendem Management" zur Verantwortung gezogen.

Um welche Strafen es sich handelt, wurde nicht bekannt. Betroffen seien Vizebürgermeister, Bezirksvorstände, Leiter von lokalen Gesundheitskommissionen, Krankenhausmanager und Beamte aus der Flughafen- und Tourismusbranche.

Update, 9. August, 5.30 Uhr: Schmidt-Chanasit: Corona-Entwicklung in Großbritannien macht Hoffnung

Für den Hamburger Virologen Jonas Schmidt-Chanasit (42) macht die Entwicklung in Großbritannien nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen trotz hoher Inzidenz Hoffnung.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Trotz hoher Inzidenz: Virologe macht Corona-Entwicklung in Großbritannien Hoffnung.

Der Hamburger Virologen Jonas Schmidt-Chanasit (42).
Der Hamburger Virologen Jonas Schmidt-Chanasit (42).  © Christian Charisius/dpa

Update, 9. August, 5 Uhr: Teile des Mittelstands befürchten Nachfrageflaute nach Corona

Das in der Corona-Krise veränderte Konsumverhalten wird nach Einschätzung der KfW den Wandel in der mittelständischen Wirtschaft in der Deutschland beschleunigen.

Nach einer Umfrage der staatlichen Förderbank befürchten rund 650.000 kleinere und mittlere Firmen (17 Prozent), dass die Nachfrage nach ihren Produkten oder Dienstleistungen dauerhaft unter dem Vorkrisenniveau bleibt.

Vor allem Handelsunternehmen (20 Prozent) machen sich Sorgen, aber auch fast jedes fünfte mittelständische Industrieunternehmen (19 Prozent).

Firmen, die besonders stark von den Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie betroffen sind, blicken den Angaben zufolge eher pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet einen dauerhaften Nachfragerückgang.

Update, 9. August, 4.17 Uhr: RKI registriert 1183 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 23,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 23,1 - am Vortag hatte der Wert 22,6 betragen, vor einer Woche lag er bei 17,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 847 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zwei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche war es ein Todesfall gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.791.949 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.667.400 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.784.

Update, 9. August, 3.30 Uhr: Patientenschützer kritisieren Fronten in Impfdebatte

Patientenschützer sehen die Debatte über mögliche Nachteile für Ungeimpfte in der nächsten Corona-Welle mit Sorge.

"Die Debatte um Impfungen polarisiert. Mittlerweile geht ein Riss durch die Gesellschaft", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

Die "Frontstellung" sei mittlerweile am Arbeitsplatz angekommen, selbst Freunde und Familien seien von den Konflikten betroffen.

"Deshalb muss Schluss damit sein, eine Impfpflicht oder die Benachteiligung von Ungeimpften öffentlich herbeizureden", forderte Brysch. "Gegen vergiftende Polemik haben Bund und Länder auf Fakten und Information zu setzen", fügte er hinzu.

Update, 9. August, 2.50 Uhr: Massenimpfung in Tunesien - 550.000 Menschen immunisiert

In Tunesien sind bei einer landesweiten Impfaktion gut 550.000 Menschen gegen das Coronavirus immunisiert worden.

Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit. Alle Bürger über 40 Jahre waren zu einer Impfung aufgerufen.

Das Gesundheitsministerium hoffte, mit der Aktion bis zu einer Million Menschen in dem schwer von der Pandemie getroffenen Land erreichen zu können.

Einwohner warten vor der Assad-Iben-El-Fourat-Schule, um sich während einer Impfaktion mit dem Corona-Impfstoff Vaxzevria impfen zu lassen. Um die katastrophale Corona-Lage in Tunesien in den Griff zu bekommen, hat eine Impfaktion für bis zu eine Million Bürger im Land begonnen.
Einwohner warten vor der Assad-Iben-El-Fourat-Schule, um sich während einer Impfaktion mit dem Corona-Impfstoff Vaxzevria impfen zu lassen. Um die katastrophale Corona-Lage in Tunesien in den Griff zu bekommen, hat eine Impfaktion für bis zu eine Million Bürger im Land begonnen.  © Hassene Dridi/AP/dpa

Update, 9. August, 0.05 Uhr: Weil und Kretschmann für kostenpflichtige Corona-Tests

Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Stephan Weil (62, SPD) und Winfried Kretschmann (73, Grüne), haben sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests künftig in der Regel nicht mehr gratis anzubieten.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Ministerpräsidenten Weil und Kretschmann: Corona-Tests sollen nicht mehr gratis sein.

Bald Geschichte? Ein Schild mit der Aufschrift "Kostenloser Corona-Schnelltest" steht vor einem Testzentrum.
Bald Geschichte? Ein Schild mit der Aufschrift "Kostenloser Corona-Schnelltest" steht vor einem Testzentrum.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 9. August, 0.01 Uhr: Restaurants und Cafés in Frankreich nur noch mit Gesundheitspass

In Frankreich sind ab diesem Montag Restaurantbesuche und Zugreisen nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Der Protestwelle zum Trotz: Gesundheitspass in zahlreichen Bereichen in Frankreich nun Pflicht.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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