Coronavirus: Großstadt Halle schließt alle Kitas und Schulen

Halle (Saale) - Harter Beschluss mit weitreichenden Folgen!

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos).
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos).  © Jan Woitas/ZB/dpa

Um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, schließt Halle (Saale) als erste deutsche Großstadt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte der Oberbürgermeister der 240.000-Einwohner-Stadt, Bernd Wiegand (parteilos), am Donnerstag. 

Zudem seien alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Auch die Gebäude der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle würden geschlossen.

"In der Stadt Halle haben wir aktuell sieben Infektionsfälle. Da die Ermittlung der Kontaktwege nicht mehr sicher und vollumfänglich gewährleistet werden kann, sieht der Stab folgende Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes für verhältnismäßig an", erklärte Wiegand.

Der Lehrbetrieb der Universität, der teils auch in den Semesterferien stattfindet, werde ebenfalls von Freitag an eingestellt. Möglicherweise würden die Maßnahmen verlängert - das werde auf der Grundlage der aktuellen Lage entschieden. 

Die Maßnahmen sind laut der Stadt Halle mit Sachsen-Anhalts Bildungsministerium und der Universitätsleitung abgestimmt. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sei unterrichtet worden. Die Maßnahmen seien weitreichend, dienten aber der Prävention, hieß es.

Sachsen-Anhalt war lange das einzige Bundesland ohne nachgewiesene Sars-CoV-2-Infektion gewesen. Die ersten Fälle waren am Dienstag bekannt geworden. Laut den jüngsten Zahlen des Ministeriums liegt die Zahl der Infektionen im Land bei 14, die Landkreise hatten aber von sich aus schon mehr Fälle mitgeteilt.

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