Coronavirus im Norden: 81 Fälle in Schlachthof Sögel, Beschränkungen verschärft

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - im Norden steigen die Infektionszahlen wieder deutlich an. Experten warnen vor einer zweiten Welle. 

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.  © Bodo Marks/dpa

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen.

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 4. Oktober, 18.15 Uhr: 81 Corona-Fälle in Schlachthof festgestellt

Ein Schweinetransporter fährt auf das Gelände eines Schlachtbetriebes in Sögel. T
Ein Schweinetransporter fährt auf das Gelände eines Schlachtbetriebes in Sögel. T  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Sögel - Im emsländischen Sögel sind inzwischen 81 Beschäftigte des Schlachthofes Weidemark mit dem Coronavirus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, gibt es eine neue Allgemeinverfügung für die Samtgemeinde Sögel. 

Zusammenkünfte im öffentlichen und im privaten Raum sind ab sofort mit maximal 6 Personen erlaubt; diese Grenze gelte auch für Betriebe in Gaststätten pro Tisch, wie der Landkreis Emsland am Sonntag mitteilte.

Die Kontaktbeschränkung beziehe sich nicht auf enge Familienangehörige oder ein Treffen von maximal zwei Hausständen. Ausnahmen seien auch Anlässe wie Hochzeits- oder Erstkommunionfeiern, Taufen oder Beerdigungen. 

Die Allgemeinverfügung sei zunächst bis einschließlich 19. Oktober 2020 gültig.

Schüler und Lehrer der allgemeinbildenden Schulen des Sekundarbereichs I und II müssen bis zu den Herbstferien auch während des Unterrichts in den Klassenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Untersagt seien der Trainings- und Wettkampfbetrieb in Mannschafts- oder Kontaktsportarten sowie der Schulsport. 

Für Veranstaltungen in der Samtgemeinde Sögel gibt die Allgemeinverfügung eine maximale Teilnehmerzahl von 100 Personen vor. Es gilt dort ein Verbot des Ausschanks von Spirituosen ab 18 Uhr und von sonstigen alkoholischen Getränken ab 22 Uhr.

"Im gesamten Kreisgebiet beobachten wir ein dynamisches Infektionsgeschehen, so dass wir bei derzeit 137 Fällen die kritische Marke von 35 Corona-Neufällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben", sagte Landrat Marc-André Burgdorf.

Alle im Schlachthof beschäftigten Corona-Infizierten und ihre Kontaktpersonen, die zu einem Großteil in der Samtgemeinde Sögel wohnen, befinden sich in Quarantäne. Die ersten Fälle hatten sich bei Tests durch den Betriebsarzt bestätigt. 

Nach Angaben der Gemeinde Sögel werden die rund 2000 Mitarbeiter des Schlachthofes regelmäßig auf das Virus getestet.

Update, 4. Oktober, 13.31 Uhr: Kitas und Schulen in Lemwerder geschlossen

Lemwerder - Der Landkreis Wesermarsch hat wegen mehrerer Corona-Fälle alle Schulen, Kindergärten und Kitas in der Gemeinde Lemwerder geschlossen. 

Ziel sei es, die Ansteckungen in der Region "so weit wie möglich einzudämmen", sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Volker Blohm, am Sonntag.

Zuvor seien am Freitag eine Kita-Erzieherin und ein Sechstklässler positiv auf Corona getestet worden, tags darauf seien weitere Fälle hinzugekommen. 

Mittlerweile gebe es zehn bestätigte Infektionen, die in Zusammenhang mit dem Gymnasium und der Kita stünden, sagte Blohm. Die Schließung der Einrichtungen sei daher "alternativlos".

Update, 4. Oktober, 13.09 Uhr: 65 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Sonntag um 65 gestiegen. 

Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie 8240 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Etwa 6700 von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

15 der neu registrierten Fälle lassen sich auf einen Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Hamburg-Nord zurückführen, wie der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, erklärte.

Mit 29 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiterhin deutlich unter dem Grenzwert von 50. 

Update, 4. Oktober, 11.08 Uhr: Corona-Infektionen in Niedersachsen nehmen weiter zu

Hannover - In Niedersachsen stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Am Sonntag gab es 121 neue bestätigte Infektionen, die Gesamtzahl der Fälle erreichte damit 21.059, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. 

Die Zahl der Genesenen stieg schwächer um lediglich 84 auf 17.793. 

Landesweit sind seit Beginn der Pandemie 690 nachweislich mit dem Virus infizierte Menschen gestorben.

Update, 4. Oktober, 9.50 Uhr: 16 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 16 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Samstagabend auf 4914, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Am Freitag waren 50 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162.

In Krankenhäusern wurden Samstag weiter 14 Corona-Patienten behandelt.

Update, 4. Oktober, 8.47 Uhr: HSV-Spiel fällt nach positiven Corona-Tests aus

Blick in das leere Volksparkstadion.
Blick in das leere Volksparkstadion.

Hamburg/Aue - Nach zwei positiven Corona-Fällen beim Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue fällt das für Sonntag angesetzte Spiel beim Hamburger SV aus. 

"Der heute früh durchgeführte PCR-Test ergab zwei neue positive Testungen. Auf Anweisung des Gesundheitsamtes reist die Mannschaft des FC Erzgebirge Aue sofort zurück ins Erzgebirge und begibt sich vorsorglich in Quarantäne", teilte Aue am späten Samstagabend via Twitter mit.

Wenig später erklärte der HSV, dass die Begegnung definitiv ausfallen wird. 

Update, 3. Oktober, 13.41 Uhr: 112 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Samstag um 112 gestiegen. 

Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie bereits 8175 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Etwa 6700 von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

"Grund für die erneut erhöhten Fallzahlen an einem Samstag sind die Feiern vom vorangegangenen Wochenende", erklärte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Demnach würde sich vor allem die jüngere Altersgruppe bei Feiern in Gastronomie-Betrieben und Bars an den Wochenenden anstecken. 

Diese Neuinfektionen fänden sich erst knapp eine Woche später in den Zahlen wieder.

Update, 3. Oktober, 11.15 Uhr: Zahl der Infektionen in Vechta übersteigt kritischen Wert

Vechta - Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Vechta ist über den als kritisch betrachteten Wert von 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. 

Dies war nach einem Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim erwartet worden. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes liegt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 51,8. 

Gemeldet im Landkreis Vechta waren 727 Fälle, 46 mehr als am Vortag (Stand 3. Oktober, 9 Uhr).

Update, 3. Oktober, 10 Uhr: 50 neue Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 50 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Donnerstagabend auf 4898, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Donnerstag waren 27 Neuinfektionen gezählt worden. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162.

Update, 3. Oktober, 8.49 Uhr: Viele Bußgelder wegen Verstößen gegen Corona-Regeln

Lübeck - Die Behörden in Schleswig-Holstein haben seit März Bußgelder in Höhe von mehr als 226.000 Euro wegen Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen verhängt. 

Das ergab eine dpa-Umfrage bei den Kreisen und kreisfreien Städten im nördlichsten Bundesland. Am häufigsten wurden nach Angaben der Kreise Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen geahndet. Dafür werden gemäß dem Bußgeldkatalog des Landes für Verstöße gegen die Corona-Regelungen 150 Euro fällig.

Es würden jedoch auch verstärkt Verstöße gegen die Meldepflicht und die Quarantäneverpflichtung von Reiserückkehrern registriert, sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

Update, 2. Oktober, 16.17 Uhr: Behörde appelliert an Gastronomen: Maske statt Gesichtsvisier

Hamburg - Angesichts nachlassender Corona-Disziplin hat die Hamburger Behörde für Verbraucherschutz an die Gastronomen appelliert, Corona- und Arbeitsschutzmaßnahmen ernstzunehmen. Kontrolleure beobachteten immer häufiger, dass das Servicepersonal in Gastronomiebetrieben sogenannte Gesichtsvisiere trage, teilte die Behörde am Freitag mit. 

Ein Visier allein könne die Schutzfunktion einer eng anliegenden Mund-Nase-Bedeckung aber nicht ersetzen. "Es bietet keinen vergleichbaren Schutz und darf nach den Arbeitsschutzvorschriften deshalb in den Bars und Restaurants nicht verwendet werden", hieß es.

Jahreszeitbedingt würden viele Besucher wieder ins Innere von Bars und Restaurants drängen. Umso wichtiger sei die Einhaltung der Schutzvorschriften. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung sei oftmals erforderlich, "wie beispielsweise beim Servieren am Tisch oder wenn mehrere Beschäftigte hinter einem Tresen oder in der Küche arbeiten".

Bei Kontrollen Anfang der Woche in 148 Bars und Restaurants unter anderem in Eimsbüttel, Eppendorf und St. Georg hätten 42 Betriebe eine Anordnung erhalten, weil Mund-Nasen-Bedeckungen nicht oder nicht richtig getragen worden seien. "Darüber hinaus haben auch einige Betriebe Anordnungen erhalten, weil Visiere getragen wurden, die keinen gleichwertigen Schutz bieten."

Update, 2. Oktober, 16.14 Uhr: 215 Rumänen lassen sich in Wesselburen freiwillig auf Corona testen

Wesselburen - In der vom Coronavirus stark betroffenen Kleinstadt Wesselburen im Kreis Dithmarschen haben sich 215 rumänische Einwohner sowie 94 Schüler und Lehrer der örtlichen Grundschule freiwillig testen lassen. Mit den Laborergebnissen der Corona-Tests vom Donnerstag sei nicht vor Montag zu rechnen, teilte ein Sprecher des Kreises Dithmarschen am Freitag mit.

In Wesselburen leben 3400 Menschen, darunter etwa 500 Rumänen. Viele von ihnen sind in der Landwirtschaft tätig. Alle aktuellen 28 Corona-Fälle betreffen die rumänische Gemeinschaft.

Viele der Rumänen lebten als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen, sagte Bürgermeister Heinz-Werner Bruhs (CDU).

Die Tests für die rumänischen Mitbürger waren von der Kreisverwaltung auf dem Gelände einer Arztpraxis angeboten worden. Parallel wurden Schüler und Lehrer in der Grundschule getestet. Anlass war ein Corona-Fall einer Viertklässlerin gewesen.

"309 Testungen bieten uns eine große Chance zur Bewertung der aktuellen epidemiologischen Lage in Wesselburen", sagte der Dithmarscher Landrat Stefan Mohrdieck. "An den Ergebnissen werden wir unsere weitere Vorgehensweise für Wesselburen ausrichten."

Update, 2. Oktober, 16.04 Uhr: Gesundheitsminister Garg sieht keine Möglichkeit für weitere Corona-Lockerungen

Mit einer Schutzmaske steht Heiner Garg (54), FDP-Landesvorsitzender und Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, bei einer Demonstration am Grenzübergang Padborg.
Mit einer Schutzmaske steht Heiner Garg (54), FDP-Landesvorsitzender und Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, bei einer Demonstration am Grenzübergang Padborg.

Kiel - Gesundheitsminister Heiner Garg (54, FDP) sieht angesichts der Infektionszahlen in Schleswig-Holstein aktuell keine Chance für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen. 

"Dass wir auf das Infektionsgeschehen zurzeit noch mit lokalen Maßnahmen reagieren können, ist ein großer Vorteil, den wir nicht leichtfertig verspielen dürfen", sagte Garg am Freitag in Kiel. Am Donnerstagabend beschloss die Landesregierung Anpassungen der Landesverordnung, die am Montag in Kraft treten.

Unter anderem müssen sämtliche Einzelhandels-Betriebe Hygienekonzepte vorlegen. Am Dienstagabend hatten sich die Regierungschefs aus Bund und Ländern auf ein vorsichtiges Vorgehen verständigt. 

Ab 35 Corona-Fällen auf 100.000 Einwohner soll die Zahl der Teilnehmer bei Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen von 50 auf 25 gesenkt werden. 

Bei einem Inzidenzwert von mehr als 50 sollen nur maximal 10 Menschen privat zusammen feiern können. Dies ist in die neue Corona-Verordnung aber noch nicht aufgenommen worden.

Update, 2. Oktober, 15.02 Uhr: Behörden schließen sieben Bars und Clubs auf St. Pauli

Hamburg - Wegen wiederholten Verstößen gegen Corona-Auflagen haben die Behörden sieben Bars und Clubs auf St. Pauli geschlossen. Die Betreiber hätten auch nach mehrfachen Kontrollen und Gesprächen in den vergangenen Wochen Mängel nicht abgestellt, teilte das Bezirksamt Hamburg-Mitte am Freitag mit. 

Deshalb sei "für diese Betriebe jetzt eine vorübergehende Schließung mit sofortiger Wirkung bis Freitagmorgen, den 9. Oktober 2020, verfügt" worden. Voraussetzung für eine Wiederinbetriebnahme sie die Vorlage von tragfähigen Hygienekonzepten.

Die Betreiber müssten dem Gesundheitsamt darlegen, welche Maßnahmen veranlasst werden sollen, damit künftig die Einhaltung der Corona-Eindämmungsverordnung sichergestellt werden kann. Unter anderem gehe es um die zuverlässige Kontaktdatenerhebungen, die Sicherstellung der erforderlichen Abstände sowie die Umsetzung des Tanzverbotes.

"Es hat genügend Hinweise und Warnungen für die betreffenden Betriebe gegeben. Jetzt mussten wir einfach die Notbremse ziehen", sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (46, SPD). 

"Wer sich nachhaltig und wiederholt nicht an die geltenden Regeln hält, agiert nicht nur unsolidarisch, sondern muss dann auch mit den Konsequenzen einer Schließung leben."

Update, 2. Oktober, 13.37 Uhr: 50 Corona-Infektionen in Pflegeheim in Vechta

Vechta - In einem Alten- und Pflegeheim in Vechta haben sich Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 

Es gebe 50 bestätigte Fälle, sagte Landrat Herbert Winkel am Freitag. Betroffen seien 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter. 

Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region seien zurzeit aber nicht geplant, da sich der Corona-Ausbruch klar verorten lasse. 

Update, 2. Oktober, 13.34 Uhr: Alkohol-Ausschank Hamburger Weihnachtsmärkten nur an Sitzende

Hamburg - Der Ausschank von Alkohol soll auf Weihnachtsmärkten in Hamburg nur in abgetrennten Bereichen erlaubt werden, in denen man sitzt. 

Das sieht eine neue Verordnung vor, die am Freitag unterzeichnet wurde, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Geplant ist, wie bereits zuvor angekündigt, dass Weihnachtsmärkte unter Einhaltung von Hygieneauflagen im Freien stattfinden dürfen - wenn sich das Infektionsgeschehen nicht erheblich verschlechtere. 

Erteilte Genehmigungen könnten auch wieder zurückgenommen werden, betonte der Sprecher. 

Eine Beschränkung der Besucherzahlen werde gewiss Teil der Hygienekonzepte sein, die genehmigt werden müssen.

Update, 2. Oktober, 13.17 Uhr: 80 weitere Corona-Infektionen in Hamburg, neuer Todesfall

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Freitag um 80 gestiegen. 

Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie bereits 8063 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Etwa 6700 von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden. Am Vortag lag die Steigerung bei 88 Neuinfektionen.

Mit 27,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiterhin deutlich unter dem Grenzwert von 50.

In Hamburger Krankenhäusern wurden 42 Covid-19-Patienten behandelt, acht mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen stieg bis Freitag um zwei auf 15.

Unterdessen wurde ein weiteres Todesopfer gezählt. 

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben damit in Hamburg bisher 241 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 271 Tote.

Update, 2. Oktober, 8.15 Uhr: 27 neue Fälle in Schleswig-Holstein

Die Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone geöffnet.
Die Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone geöffnet.  © Oliver Berg/dpa

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 27 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Donnerstagabend auf 4848, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Mittwoch waren 49 Neuinfektionen gezählt worden. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162.

Update, 2. Oktober, 7 Uhr: 93 Schulen in Niedersachsen mit Einschränkungen

Hannover - Fünf Wochen nach dem Ende der Sommerferien sind in Niedersachsen 93 Schulen von coronabedingten Einschränkungen betroffen.

Komplett geschlossen sei allerdings nur die private Berufsfachschule für Logopädie in Oldenburg, teilte das Kultusministerium in Hannover mit. An 92 Schulen würden einzelne Klassen, Lerngruppen oder Jahrgänge über das Distanzlernen unterricht.

Verfügt werden die Einschränkungen von den zuständigen örtlichen Gesundheitsämtern. Wenn der Präsenzunterricht ausgesetzt wird, sei dies nicht immer mit häuslicher Quarantäne für Schüler und Lehrer verbunden, erklärte ein Ministeriumssprecher.

Der Fernunterricht könne auch vorbeugend angeordnet werden, etwa bei einem Verdacht.

Update, 1. Oktober, 20.45 Uhr: Hamburg Ballett soll wöchentlich auf Corona getestet werden

Hamburg - Die Compagnie von Hamburgs Ballett-Intendant John Neumeier soll ab Mitte Oktober wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden. Das sagte ein Sprecher des Hamburg Balletts am Donnerstag zu einem entsprechenden Bericht des Hamburger Abendblatts. Die Tournee nach Baden-Baden finde noch unter den bisherigen Hygieneschutzbestimmungen statt.

"Worum es mir insbesondere geht, ist, die Ungerechtigkeit zu beenden, dass Paare in der Compagnie während der Pandemie alles tanzen dürfen, während Tänzerinnen und Tänzer, die zwar auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, aber nicht mit jemandem innerhalb der Gruppe liiert sind, außen vor bleiben müssen", hatte Neumeier der Zeitung gesagt. 

Die Tänzer hätten einen Brief an den Betriebsrat geschickt, dass sie alle gern diesem Konzept folgen würden.

Update, 1. Oktober, 20.40 Uhr: Nach Corona-Zwangspause: Regensburger Domspatzen in Elbphilharmonie

Regensburg/Hamburg - Die Regensburger Domspatzen beenden ihre Corona-Zwangspause mit zwei Konzerten in der Elbphilharmonie. Die jungen Sänger werden am Sonntag kommender Woche (11. Oktober) um 10.30 Uhr und 13 Uhr zwei je einstündige Auftritte in dem Hamburger Konzertsaal haben, teilte der weltberühmte Knabenchor am Donnerstag mit.

Damit gastierten die Domspatzen nach 2018 zum zweiten Mal in der Elbphilharmonie. Die Auftritte seien zudem nach einem halben Jahr ohne Konzerte wegen der Pandemie die Rückkehr auf die Bühne. 

Die Besetzung des Chores müsse wegen der gebotenen Abstände allerdings wesentlich kleiner als sonst sein.

Update, 1. Oktober, 14 Uhr: 88 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Donnerstag um 88 gestiegen. Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie bereits 7983 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Etwa 6600 von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 29,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiterhin deutlich unter dem Grenzwert von 50 der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden 34 Covid-19-Patienten behandelt, drei weniger als am Vortag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sank bis Donnerstag um 2 auf 13.

Unterdessen wurde ein weiteres Todesopfer gezählt: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben damit in Hamburg bisher 240 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 271 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann alle Fälle, bei denen jemand einer Covid-19-Erkrankung erlegen ist. 

Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 1. Oktober, 12.32 Uhr: GEW: Maskenpflicht für Schüler nach Herbstferien sinnvoll

Kiel - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält die zweiwöchige Maskenpflicht nach den Herbstferien im Schulunterricht in Schleswig-Holstein für sinnvoll. 

"Es ist eine Maßnahme, die durchaus dazu beitragen kann, das Infektionsgeschehen im Rahmen zu halten", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Donnerstag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. 

Es sei aber zweifelhaft, ob die Maskenpflicht allein ausreiche. Notwendig sei auch eine bessere Ausstattung der Schulen fürs Lüften. Und es sollten kleinere Unterrichtsgruppen eingerichtet werden, sofern das Infektionsgeschehen zunehme.

"Masken sind natürliche eine Belästigung für alle, die sie tragen", sagte Schauer. "Aber momentan sehe ich keine Alternative". 

Es habe sich nach den Sommerfeiern gezeigt, dass mit den Urlaubsrückkehrern das Corona-Verbreitungspotenzial steige. "Daher ist die Maskenpflicht nach den Herbstferien richtig".

Nach den Herbstferien müssen Schüler in Schleswig-Holstein ab der fünften Klasse zwei Wochen lang auch im Unterricht Masken tragen. 

So will Bildungsministerin Karin Prien (CDU) das Risiko einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus an den Schulen durch Reiserückkehrer eindämmen. 

"Das ist ein vertretbarer Weg aus Fürsorge für die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler", hatte Prien am Mittwoch bei der Ankündigung der Maßnahme gesagt.

Update, 1. Oktober, 7.33 Uhr: 49 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 49 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Mittwochabend auf 4821, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Dienstag waren 48 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162.

In Krankenhäusern wurden am Mittwoch zehn Corona-Patienten behandelt, einer weniger als am Vortag. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4200 als genesen.

Update, 1. Oktober, 7.10 Uhr: Behörde rät Herbstferien-Urlaubern: Quarantäne einplanen

Hamburg - Hamburger, die in den am kommenden Montag beginnenden Schulferien verreisen, müssen sich auf eine geänderte Rechtslage für Reiserückkehrer aus Risikoländern einstellen. 

Er rate deshalb allen Reisewilligen, eine fünftägige Quarantäne im Anschluss an den Urlaub einzuplanen, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der dpa. 

Um erst gar nicht mit der Schulpflicht in Konflikt zu geraten, sollten Reisen mit schulpflichtigen Kindern besser nur in der ersten Ferienhälfte stattfinden.

Hintergrund ist die von Bund und Ländern bereits verabschiedete schärfere Quarantäneregelung für Reiserückkehrer, die ursprünglich am 1. Oktober in Kraft treten sollte. "Jetzt wird vom 15.10. gesprochen", sagte Helfrich.

Update, 1. Oktober, 6.43 Uhr: Airport rechnet wegen Corona mit deutlich weniger Passagieren

Hamburg - Der Flughafen Hamburg rechnet wegen der Corona-Pandemie in den am Samstag beginnenden Herbstferien nur mit rund einem Viertel des sonst üblichen Passagieraufkommens. 

Die Herbstferien seien normalerweise Hauptreisezeit und würden manchmal sogar noch stärker für Flugreisen genutzt als die Sommerferien, sagte eine Airport-Sprecherin. 

Üblicherweise betreue der Flughafen während der Herbstferien täglich bis zu 60.000 an- und abreisende Fluggäste. In diesem Jahr werde jedoch nur mit täglich 13.000 Fluggästen gerechnet.

Entsprechend niedrig sei auch die Zahl der Flüge, die die Sprecherin auf täglich rund 80 bezifferte. "Das ist nur ein Bruchteil dessen, was wir sonst haben". 

Normalerweise gebe es an guten Tagen bis zu 220 Flüge. Nach Angaben des Flughafens bieten die Airlines rund 70 Flugziele an, darunter auch Spanien, Italien, Griechenland, Zypern und die Schweiz. Besonders gefragt seien Flüge auf die griechischen Inseln, sagte die Sprecherin.

Sie appellierte an alle Passagiere, sich wegen der Corona-Pandemie umsichtig zu verhalten. Dazu zähle vor allem das Einhalten der Hygieneregeln. Am Flughafen gelte eine Maskenpflicht.

Update, 30. September, 17.30 Uhr: 500 Rumänen in Wesselburen zu Corona-Tests aufgerufen

Wesselburen - In der Dithmarscher Kleinstadt Wesselburen sind am Donnerstag rund 500 Rumänen zu freiwilligen Corona-Tests aufgerufen. In Wesselburen leben rund 3400 Menschen. 

Sämtliche aktuellen 28 Coronafälle betreffen nach Angaben des Bürgermeisters Heinz-Werner Bruhs (CDU) die rumänische Gemeinschaft. Viele rumänische Mitbürger lebten als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen, sagte Bruhs der Deutschen Presse-Agentur. 

Es sei notwendig, ein klares Bild zu gewinnen, wie viele tatsächlich mit Corona infiziert seien. Die Kreisverwaltung Dithmarschen hat zu den Tests auf dem Gelände einer Arztpraxis in Wesselburen aufgerufen. 

Landrat Stefan Mohrdieck lädt dort für Donnerstagmorgen zu einem Pressegespräch ein.

Update, 30. September, 17.16 Uhr: Maskenpflicht für Schleswig-Holsteins Schüler nach Herbstferien

Schüler in Schleswig-Holstein müssen nach den Herbstferien Masken im Unterricht tragen.
Schüler in Schleswig-Holstein müssen nach den Herbstferien Masken im Unterricht tragen.  © Marijan Murat/dpa

Kiel - Nach den Herbstferien müssen Schüler in Schleswig-Holstein ab der fünften Klasse zwei Wochen lang auch im Unterricht Masken tragen. 

So will Bildungsministerin Karin Prien (CDU) das Risiko einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus an den Schulen durch Reiserückkehrer eindämmen. "Das ist ein vertretbarer Weg aus Fürsorge für die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler", sagte Prien.

Bei Lehrern gilt wie bisher auch: Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach den Herbstferien geht die Schule im Norden am 19. Oktober wieder los.

"So können wir auch in Corona-Zeiten so viel Präsenzunterricht wie möglich für alle Schülerinnen und Schüler anbieten", sagte Prien. Das aktuelle Infektionsgeschehen beeinflusse nur an wenigen Schulen den Unterrichtsbetrieb. "Das ist gut so und zeigt, dass unsere Hygieneregelungen funktionieren und die Schulen bisher gut durch die Corona-Zeit gekommen sind."

Bereits seit dem 24. August müssen Schüler und Lehrer in Schleswig-Holstein in der Schule einen Mund-Nasen-Schutz tragen, den sie bislang im Unterricht aber ablegen können. Die Maskenpflicht betrifft alle Personen, die das Schulgelände betreten, zum Beispiel auch Eltern. Die Regelung gilt für alle Schularten und alle Jahrgänge für das gesamte Schulgelände, auch für den Schulhof.

Update, 30. September, 16.29 Uhr: 16 neue Corona-Infektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 16 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit März auf 1196, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Die Zahl der Neuinfektionen lag den dritten Tag in Folge im zweistelligen Bereich. Am Montag waren es 17, am Dienstag zwölf.

Bis auf Vorpommern-Greifswald und Schwerin sind am Mittwoch in allen Landkreisen und kreisfreien Städte Infektionen registriert worden. Demnach kamen in Ludwigslust-Parchim fünf Fälle hinzu, in Nordwestmecklenburg vier, an der Mecklenburgischen Seenplatte drei, in Vorpommern-Rügen zwei und im Landkreis Rostock und der Hansestadt Rostock jeweils eine.

In den letzten sieben Tagen sind in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge 3,7 Coronafälle je 100.000 Einwohner registriert worden. 

Das Bundesland liegt weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50, die zu Einschränkungen führen könnte.

Update, 30. September, 14.27 Uhr: Branche kritisiert geplantes Corona-Bußgeld in Schleswig-Holstein

Kiel - Schleswig-Holsteins Pläne für ein im Ländervergleich extrem hohes Bußgeld von 1000 Euro für vorsätzlich falsche Kontaktangaben beim Restaurantbesuch stößt auf scharfe Kritik der Branche. 

"Wir halten eine pure Erhöhung des Bußgeldes für nicht zielführend", sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga im Norden, Stefan Scholtis, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

"Wir reden hier von einer Gaststätte und nicht von einem hochsensiblen Bereich, in dem man den Ausweis vorzeigen muss".

Auf 50 Euro Mindestbußgeld hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für falsche Angaben auf Kontaktlisten verständigt. 

In Schleswig-Holstein sollen dafür jedoch 1000 Euro fällig werden und das pro Gast. "Das ist Vorsatz, wenn man Kontaktlisten nicht richtig ausfüllt", hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) das Vorgehen begründet. Solches Verhalten von Gästen sei kein Kavaliersdelikt.

Der Dehoga-Hauptgeschäftsführer verwies auf die Probleme, entsprechendes Bußgeld zu verhängen. Zwar seien die Mitarbeiter aufmerksam und dazu aufgerufen, die Plausibilität der Angaben in Kontaktlisten zu prüfen. 

Praktisch nicht möglich sei es aber, Namen und Anschriften der Gäste auf ihre Korrektheit zu prüfen. "Der Gast ist weg, wenn der Zettel falsch ausgefüllt wurde". 

Zudem habe es im Norden bislang nur in Einzelfällen Infektionsgeschehen in den Betrieben gegeben. Das Vorgehen Schleswig-Holsteins erfülle seinen Zweck nicht.

Update, 30. September, 14.12 Uhr: 61 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Mittwoch um 61 gestiegen. Trotzdem steigt die Gesamtzahl nur um 59 auf 7895 bestätigte Fälle, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Zwei Fälle vom 23. und 26. September wurden gestrichen. Am Dienstag waren 87 Fälle hinzugekommen. Etwa 6600 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Hamburg wird bei der Darstellung der Corona-Infektionszahlen ab sofort nur noch einen 7-Tage-Inzidenz-Wert nach eigenen Berechnungen veröffentlichen. 

Grund seien Abweichungen zu den bisher vom Robert Koch-Institut übernommenen Daten, die immer wieder für Verwirrung gesorgt hätten, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Mittwoch.

Danach liegt der Berechnung die aktuelle Einwohnerzahl von 1.899.160 Hamburgern zu Grunde. Somit wird bei 950 Neuinfektionen in sieben Tagen die kritische Grenze von 50 pro 100 000 Einwohner überschritten. 

Die Zahlen enthalten auch nachgemeldete Fälle und haben jeweils den Stand von 9 Uhr des aktuellen Tages. In vorherigen Berechnungen wurde von einer Einwohnerzahl von rund 1,8 Millionen Hamburger ausgegangen, wodurch der Grenzwert bei 900 Fällen lag.

Im Moment liegt der Grenzwert bei 27,75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. In Hamburger Krankenhäusern werden 37 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei 15.

Die Zahl der Toten blieb unverändert: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 239 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 269 Tote.

Update, 30. September, 9.47 Uhr: Gesundheitsminister Garg verteidigt schärfere Corona-Regeln

Mit einer Schutzmaske steht Heiner Garg (54), FDP-Landesvorsitzender und Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, bei einer Demonstration am Grenzübergang Padborg.
Mit einer Schutzmaske steht Heiner Garg (54), FDP-Landesvorsitzender und Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, bei einer Demonstration am Grenzübergang Padborg.  © dpa/Carsten Rehder

Kiel - Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (54, FDP) hat die Verschärfung der Corona-Regeln verteidigt und an die Bürger appelliert, sich weiter an die Regeln zu halten. "Wir bekommen das Infektionsgeschehen auch künftig nur unter Kontrolle, wenn
sich weiterhin alle rücksichtsvoll verhalten", sagte er am Mittwoch auf NDR Info. 

Zu den am Dienstag von Bund und Ländern beschlossenen Verschärfungen der Corona-Regeln sagte er, gerade die Möglichkeit, im Falle von falschen Angaben auf Restaurant-Besucherlisten Bußgelder zu verhängen, sei notwendig. 

"Die Kontaktverfolgung ist eines unserer wirksamsten Mittel in der Pandemie-Bekämpfung. Deswegen: Jeder, der glaubt, er könne mit falschen Daten operieren, der schädigt die Allgemeinheit, und zwar auf ziemlich üble Art und Weise."

Jetzt gehe es darum, dass in den gastronomischen
Betrieben mehr kontrolliert werde. Die Gastwirte sollten Kunden
aber auch selbst ansprechen, wenn sie den Eindruck haben, dass mit
den Daten etwas nicht stimme, sagte Garg dem Sender.

Am Dienstag hatten sich Bund und Länder unter anderem darauf verständigt, dass bei der Angabe falscher persönlicher Daten zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen soll. 

In Schleswig-Holstein droht Menschen, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften vorsätzlich falsche Angaben zu seiner Person machen, künftig ein Bußgeld von 1000 Euro.

Update, 30. September, 7.22 Uhr: 48 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 48 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Dienstagabend auf 4772, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Montag waren 38 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, erhöhte sich um einen auf 162.

In Krankenhäusern wurden am Dienstag wie am Tag zuvor elf Corona-Patienten behandelt. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4200 als genesen.

Update, 29. September, 19.32 Uhr: 1000 Euro Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants

Ein Zettel zur Besucherregistrierung liegt in einem Restaurant.
Ein Zettel zur Besucherregistrierung liegt in einem Restaurant.  © Marijan Murat/dpa

Kiel - Für vorsätzlich falsche Angabe von Kontaktdaten in Restaurants oder anderen Gastwirtschaften droht Gästen in Schleswig-Holstein künftig ein Bußgeld von 1000 Euro. 

Einen entsprechenden Beschluss habe das Kabinett gefasst, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Dies gelte pro Gast. 

Gastwirten und Betreibern, die falsche Angaben auf ihren Kontaktlisten duldeten, drohte bereits zuvor ein Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro.

Die Staatskanzlei präzisierte damit am Abend Angaben von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Videoschalte der Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Dabei hatten sich die Länder auf ein Mindestbußgeld von 50 Euro verständigt. 

Zunächst war davon die Rede, in Schleswig-Holstein seien künftig bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig.

Update, 29. September, 18.56 Uhr: Bremens Regierungschef zufrieden mit neuen Beschlüssen

Bremen - Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) hat sich zufrieden mit den Gesprächen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder zur Corona-Pandemie gezeigt. 

Der Föderalismus habe sich erneut als handlungsfähig erwiesen. Es sei intensiv und auch kontrovers diskutiert worden, sagte Bovenschulte am Dienstag in Bremen. "Es ist ein gutes Ergebnis, das von mir voll mitgetragen wird."

Merkel hatte sich mit den Länder-Regierungschefs in einer Videokonferenz vor dem Hintergrund anhaltend hoher Corona- Infektionszahlen über die Strategie für Herbst und Winter abgestimmt. 

Die Runde verständigte sich unter anderem darauf, Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer zu beschränken. 

Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten.

Update, 29. September, 18.54 Uhr: Zahl der Infektionen in Pflegeheim in Neu Wulmstorf steigt

Neu Wulmstorf - Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Neu Wulmstorf (Kreis Harburg) ist die Zahl der nachweislich Infizierten um sechs auf 46 gestiegen. 

Die Einrichtung stehe unverändert unter Quarantäne, teilte ein Sprecher des Landkreises am Dienstag mit. Nach Tests sämtlicher Mitarbeiter und Bewohner sei das Virus bei zehn Mitarbeitern sowie 36 Bewohnern nachgewiesen worden. 

In der Einrichtung leben nach Angaben eines Landkreissprechers etwa 120 Menschen. 

Update, 29. September, 16.11 Uhr: Zwölf neue Corona-Infektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag zwölf neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit März auf 1181, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Montag mitteilte.

Acht der neuen Fälle traten im Landkreis Nordwestmecklenburg auf. Dort wurden in den letzten sieben Tagen 13,4 Infektionen je 100.000 Einwohner gezählt. Das ist aktuell der Spitzenwert unter den Regionen im Nordosten. 

Die Corona-Warnampel steht für den Landkreis auf Gelb. Dies gilt ab zehn Fällen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Update, 29. September, 13.57 Uhr: Weiter keine Klassenreisen an Hamburger Schulen

Hamburg - Mit einem strengen Lüftungskonzept will die Hamburger Schulbehörde steigenden Corona-Infektionszahlen entgegenwirken. 

Nach den Herbstferien müsse an allen Schulen alle 20 Minuten für mindestens fünf Minuten gelüftet werden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) nach der Senatssitzung am Dienstag.

"Das bedeutet, dass die Unterrichtsstunde ein Mal unterbrochen werden muss", um "alles aufzureißen". Der Temperaturunterschied sorge für einen Luftaustausch. Filteranlagen oder CO2-Ampeln seien dann unnötig. 

Klassenreisen könne es aus Infektionsschutzgründen aber zumindest bis Jahresende nicht wieder geben. "Eintägige Schulausflüge sind durchaus denkbar, Klassenreisen nicht", sagte Rabe.

Insgesamt sei die Schule aber "im Großen und Ganzen" ein sicherer Ort. 

"Seit dem 4. August wurden aus 149 Schulen 355 mit Covid-19 infizierte Schülerinnen, Schüler und Schulbeschäftigte gemeldet. In den meisten Fällen verlief die Krankheit altersbedingt sehr milde, oft symptomfrei", sagte er. Größere gesundheitliche Probleme seien nicht bekannt.

In drei Fällen habe es offenbar Infektionen innerhalb einer Schule gegeben. Betroffen waren demnach die beiden Stadtteilschulen in Winterhude sowie die Julius-Leber-Schule in Schnelsen. 

In den anderen 146 Schulen sei das Virus von außen in die Schule eingetragen worden.

Update, 29. September, 13.29 Uhr: 87 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen nimmt weiter zu und ist in Hamburg am Dienstag um 87 gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7836 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Montag waren 60, am Sonntag 88 Fälle hinzugekommen. Etwa 6500 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit den neuen Zahlen überschreitet die Hansestadt nun auch die 30er-Marke bei Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Diese liegt nun bei 30,3. Am Montag waren es 28,9. 

Dennoch liegt Hamburg weiter unter dem wichtigen Grenzwert von 50. Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Montag 33 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei 13. Das ist jeweils ein Fall mehr als am Freitag.

Auch die Zahl der Toten blieb unverändert: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 239 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 269 Tote.

Update, 29. September, 12.07 Uhr: Corona-Ausbruch auf Frachtschiff der Lübecker Reederei Oldendorff

Ein Frachtschiff der Reederei Oldendorff. (Symbolfoto)
Ein Frachtschiff der Reederei Oldendorff. (Symbolfoto)  © Dietmar Hasenpusch dpa

Lübeck - Auf einem Frachtschiff der Lübecker Reederei Oldendorff sind 17 der 21 Crewmitglieder mit dem Coronavirus infiziert. 

Das teilte die Firma auf ihrer Internetseite mit. Die Seeleute befinden sich den Angaben zufolge in der australischen Hafenstadt Port Hedland in Quarantäne. Sie zeigten keine oder nur milde Symptome. 

Nach Angaben der Reederei war die Besatzung am 5. September auf den Philippinen an Bord gekommen und zuvor negativ auf das Virus getestet worden. 

Das Schiff wurde nach Angaben der Reederei auf Anordnung der australischen Behörden gründlich gereinigt. 

Wann es seine Reise fortsetzen kann, war zunächst unklar. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.

Update, 29. September, 8.38 Uhr: 38 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 38 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Montagabend auf 4724, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Sonntag und Samstag waren jeweils 15 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Montag elf Corona-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4200 als genesen.

Update, 29. September, 7.06 Uhr: Ministerin Reimann: Grippe-Impfung "noch nie so wichtig"

Hannover - Niedersachsen ruft inmitten der Corona-Pandemie zur Impfung gegen die Grippe auf. Vor dem Hintergrund der Epidemie sollten sich so viele Menschen wie möglich gegen die Grippe impfen lassen, vor allem die Risikogruppen, mahnte die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann.

"Die Grippeimpfung war noch nie so wichtig wie in diesem Jahr", betonte die SPD-Politikerin. Grippe und Covid-19 haben den Angaben zufolge viele ähnliche Symptome. Daher sei Grippeschutz während der Pandemie doppelt wichtig. Zur Grippe-Impfung riefen neben dem Ministerium auch Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Krankenkassen auf.

Ziel sei es, Patienten die Unsicherheit wegen möglicher Symptome zu nehmen und Arztpraxen zu entlasten - denn im Herbst träten Covid-19-Pandemie und Influenza parallel auf. Reimann betonte, auch für die Beschäftigten im Gesundheitssektor und in der Pflege sei eine Impfung "dringend angeraten". 

Ein möglichst umfassender Grippeschutz solle helfen, die Kapazitäten des Gesundheitssystems angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor Überlastung zu bewahren.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen stehen landesweit insgesamt 1,414 Millionen Impfdosen zuzüglich einer Reserve von 10 Prozent bereit - im Vergleich zum Vorjahr sei dies eine Steigerung um etwa 20 Prozent. Es handelt sich um einen Vierfachimpfstoff. 

Risikogruppen sollten möglichst vollständig geimpft werden - etwa Menschen über 60 oder mit Vorerkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen. Außerdem sollte etwa medizinisches Personal geimpft werden. Das Ministerium geht davon aus, dass die Menge an Impfstoffdosen ausreicht.

Geimpft werden könne bis Dezember, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Nach der Impfung dauere es bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. Die Grippesaison beginne erfahrungsgemäß erst im Januar richtig.

Nach Angaben von Jörg Niemann, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen in Niedersachsen, lassen sich nur etwa 35 Prozent der über 60-Jährigen impfen. 

Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen, sagte, in der Grippesaison 2019/2020 hätten sich rund 10.700 Menschen in Niedersachsen und etwa 400 in Bremen mit dem Virus infiziert.

Die Ärztekammer Niedersachsen kritisierte die Strategie, das Impfen auch Apothekern zu übertragen. "Die Apotheken können das Impfen im Gegensatz zu uns Ärztinnen und Ärzten nicht entsprechend begleiten", sagte Steffen Grüner, Vorsitzender der Bezirksstelle Osnabrück der Ärztekammer. 

Werde die Impfung gleichzeitig von Ärzten und Apotheken angeboten, könne es zu Engpässen kommen. Außerdem seien Impfreaktionen wie allergische Reaktionen zwar selten, aber möglich.

Update, 28. September, 21.50 Uhr: Corona nach Hochzeit in Polen - Gesundheitsamt sucht Kontaktpersonen

Ein Paar bei der Hochzeit. (Symbolbild)
Ein Paar bei der Hochzeit. (Symbolbild)  © 123RF/Jan Faukner

Husum - Nach einer Corona-Infektion von drei Personen aus dem Kreis Nordfriesland im Nachgang einer Hochzeit sucht das Gesundheitsamt nach Kontaktpersonen im Norden. 

Insgesamt hätten sieben Personen aus dem Kreis an der Hochzeitsfeier Mitte September in Polen teilgenommen, sagte Kreissprecher Hans-Martin Slopianka am Montag. Weil sich Symptome aber erst später zeigten, seien die Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erst später festgestellt worden. 

Laut dem Kreis hatten die Hochzeitsgäste in den vergangenen Tagen im Norden diverse Kontakte, die das Gesundheitsamt nun aufwendig zu rekonstruieren versucht. Die Suche dauere weiter an, sagte Slopianka. 

Betroffen sei beispielsweise auch eine Kita in Klanxbüll, die derzeit im Notbetrieb ist. Demnach hatte einer der Hochzeitsgäste Kontakt zu mehreren Erziehern der Einrichtung. Alle fünf wurden zwar negativ auf Covid-19 getestet, bei dreien sei der Kontakt aber eng gewesen. Sie müssten vorerst in Quarantäne bleiben, sagte der Kreissprecher.

Update, 28. September, 14.30 Uhr: Wirtschaftsauskunfteien: Corona-Pleitewelle im kommenden Jahr

Hamburg - Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel erwartet wegen der Corona-Krise für das zweite Halbjahr in Hamburg rund 430 Firmenpleiten - gut ein Drittel mehr als im ersten Halbjahr. Im kommenden Jahr werde die Zahl auf etwa 1000 Fälle zulegen. "Die Insolvenzwelle wird noch weit ins Jahr 2021 hineinreichen", sagte Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein dem Hamburger Abendblatt (Montag). 

Derzeit hätten mehr als 300.000 Unternehmen in Deutschland Probleme. "Die Hilfszahlungen verschleiern aber die wahre finanzielle Struktur einiger Unternehmen." Die größten Risiken gebe es in der Gastronomie, im Tourismus, im Entertainmentbereich und bei den Messebauern.

"Eine Insolvenzwelle wird kommen, weil das wirtschaftliche Umfeld viel rauer geworden ist", sagte zudem Nikolaus von der Decken, Geschäftsführer der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, dem Blatt. Allerdings rechne er mit einer "echten Welle" erst im nächsten Jahr. 

Im Vergleich zu 2019 werde es einen Anstieg "im unteren zweistelligen Prozentbereich" geben. Ähnlich äußerte sich der Chef des Kreditversicherers Euler Hermes Deutschland mit Sitz in Hamburg, Ron van het Hof: "Im vierten Quartal schlägt für viele die Stunde der Wahrheit." Doch den größten Anstieg werde man in Deutschland "erst zeitversetzt von 2021 an sehen".

Update, 28. September, 13.57 Uhr: Rendsburg-Eckernförde verschärft Corona-Regeln für private Feiern

Rendsburg - Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat angesichts steigender Corona-Zahlen im Land seine Regeln für private Feiern verschärft. 

So müssen von nun an Veranstaltungen mit 25 oder mehr Menschen spätestens drei Tage vor Beginn angemeldet werden, wie der Kreis am Montag mitteilte. 

Die Anzeigepflicht gelte für Veranstaltungen im öffentlichen Raum, bei denen keine festen Sitzplätze vorhanden sind oder diese nicht nur kurzzeitig verlassen werden sowie für Veranstaltungen im privaten Wohnraum und auf dem dazugehörigen Grundstück.

Ein Hygienekonzept ist vorzulegen. Bis spätestens drei Tage nach der Veranstaltung muss eine aktualisierte Liste mit den Menschen, die tatsächlich an der Veranstaltung teilnahmen, an den Kreis übergeben werden. 

Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen können ein Bußgeld bis zu 25 000 Euro nach sich ziehen.

Der Kreis begründete die Verschärfung damit, dass bundesweit ein Anstieg der Infektionszahlen häufig auf private Feierlichkeiten im geselligen Bereich zurückzuführen ist. 

Gerade größere Feste führten zu einer erheblich höheren Zahl an Infizierten, hieß es. Die Maßnahme sei zum Schutz der Allgemeinheit vor einer unkontrollierbaren Weiterverbreitung des Virus in der Bevölkerung notwendig. 

Die Allgemeinverfügung gilt ab dem 28. September bis einschließlich 11. Oktober 2020. Eine Verlängerung ist möglich.

Update, 28. September, 13.11 Uhr: Wegen Corona: Kein Rosenmontags-Umzug in Marne

Marne – In Schleswig-Holsteins Karnevals-Hochburg Marne werden Narren und Jecken im Corona-Jahr auf ihre traditionellen Feste "achtern Diek" verzichten. 

"Aufgrund der aktuellen Corona-bedingten Situation wird auch in Marne der Karneval in der Session 2020/2021 nicht so stattfinden wie wir es gewohnt sind", sagte der Präsident der Marner Karnevals-Gesellschaft (MKG), Heiko Claußen, am Montag. 

Unter anderem würden der Proklamationsball und die Prunksitzungen abgesagt. Das "Flensburger Tageblatt" hatte darüber berichtet.

Auch der Rosenmontagsumzug im kommenden Jahr sei gestrichen. An Stelle eines bunten und lauten Straßenkarnevals gebe es ein Karnevals-Video im Internet. 

Es zeigt alle Gruppen und Akteure bei ihren Auftritten auf der Bühne – aufgenommen ohne Publikum und mit Abstand der Akteure untereinander laut den geltenden Hygienemaßnahmen.

Mit ihrem Entschluss folgen die norddeutschen Karnevalisten der Vorgabe des Bundes deutscher Karnevalisten, sagte Claußen: "Unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Gäste sind am wichtigsten".

Update, 28. September, 12.12 Uhr: 60 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Montag um 60 gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7749 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Sonnabend waren 88, am Sonntag 52 Fälle hinzugekommen. Etwa 6500 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 28,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50 der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. 

Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am vergangenen Freitag 32 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei 12. Aktuellere Angaben lagen am Montag noch nicht vor.

Auch die Zahl der Toten blieb unverändert: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 239 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 269 Tote.

Update, 28. September, 11.53 Uhr: Angst vor Ansteckung - zugleich mehr Sorglosigkeit

Hamburg - Obwohl immer mehr Menschen sich angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen um die eigene Gesundheit sorgen, nimmt auch der sorglose Umgang mit Präventionsmaßnahmen zu. 

So sagen laut einer Befragung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg nur noch 45 Prozent der Menschen in Deutschland, dass sie Abstandsregeln beachten. 

Noch weniger, nämlich nur 39 Prozent, halten sich demnach an die empfohlene Handhygiene. Auch Umarmungen, Küsse und Händeschütteln zur Begrüßung seien wieder auf dem Vormarsch, teilte die Uni Hamburg am Montag mit. 

Nur noch 58 Prozent hätten angegeben, dies zu vermeiden. Im April seien es noch 77 Prozent gewesen.

Seit April untersucht das HCHE die Einstellungen, Sorgen und das Vertrauen der Menschen in Bezug auf die Corona-Pandemie. In der aktuell dritten Welle wurden zwischen dem 8. und dem 19. September mehr als 7000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien online befragt.

"Wir stellen fest, dass die steigenden Infektionszahlen die Bevölkerung zwar ängstigen, aber gleichzeitig auch, dass eine gewisse Müdigkeit bei der Einhaltung der Regeln zu erkennen ist", erklärte Professor Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Direktor des HCHE. 

Fast jeder Vierte in Deutschland glaube, ein hohes Ansteckungsrisiko zu haben. Dies sei ein Anstieg um drei Prozentpunkte zum Juni.

Auch die Zahl der Impfgegner steigt: Seien im April noch 70 Prozent der Befragten in Deutschland bereit gewesen, sich gegen Sars-CoV-2 impfen zu lassen, seien es aktuell nur noch etwas mehr als die Hälfte. 

Insbesondere würden diejenigen, die explizit gegen eine Impfung seien, mehr, während die Zahl Unschlüssiger unverändert bleibe. 

"Wir konnten feststellen, dass zu den Impfgegnern vor allem Personen gehören, die für sich kein gesundheitliches Risiko durch Corona sehen oder die kein Vertrauen in die Informationspolitik ihrer Regierung oder Organisationen wie der WHO haben", so Schreyögg.

Update, 28. September, 7.48 Uhr: 15 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 15 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Sonntagabend auf 4686, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Samstag waren ebenfalls 15 Neuinfektionen gezählt worden, am Freitag waren es 53. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag wie schon an den beiden Tagen zuvor 13 Corona-Patienten behandelt. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4100 als genesen.

Update, 28. September, 7.13 Uhr: 260 Stellen in Hamburg allein für Corona-Kontaktnachverfolgung

Hamburg - Im Kampf gegen das Coronavirus haben Hamburgs Gesundheitsämter personell stark aufgerüstet. 

Allein für die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten stehen aktuell 260 Vollzeitstellen zur Verfügung, die tatsächliche Zahl der Mitarbeiter sei höher, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

"Etwa die Hälfte von ihnen sind kurzfristig angeworbene oder zu diesem Zweck zeitweise versetzte Kräfte". Zusätzliche 50 Kräfte erledigten Aufgaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die neben der Kontaktnachverfolgung anfielen. 

Hinzu kommen weitere Kräfte vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen und der Bundeswehr.

Update, 27. September, 17.16 Uhr: Schule in Lohne schließt wegen Corona-Fällen für zwei Tage

Lohne - Wegen positiver Corona-Testergebnisse schließt die Stegemannschule in Lohne (Kreis Vechta) am Montag und Dienstag. Dies habe die Schulleitung in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt entschieden, teilte ein Sprecher des Landkreises Vechta mit. 

Am Sonntag wurde das positive Testergebnis einer Lehrerin gemeldet. Bereits am Freitag war das Virus bei einem Jungen und einem Mädchen aus der Schule nachgewiesen worden. Die neu Infizierte sei keine enge Kontaktperson der beiden Schüler gewesen. 

Deswegen sei es wichtig, sich einen Überblick über die Kontakte zu verschaffen und zu prüfen, ob die Fälle unabhängig voneinander aufgetreten seien oder es einen Zusammenhang gebe, teilte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Sandra Guhe, mit.

Update, 27. September, 16.54 Uhr: 52 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen um 52 gestiegen. Damit haben sich seit dem Beginn der Pandemie 7689 Menschen mit dem Virus infiziert, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Sonntagnachmittag sagte. 

Am Vortag waren 88 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6400 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit insgesamt 525 Fällen in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. Am Vortag wurden 488 gezählt. 

Für Hamburg beträgt die Grenze der Neuinfektionen 900 Fälle in sieben Tagen. Der Wert steigt seit Tagen allerdings an. Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden - Stand Freitag 14 Uhr - 32 Covid-19-Patienten behandelt, zwei mehr als zuvor. Die Zahl der Intensivpatienten erhöhte sich um zwei auf zwölf. Diese Zahlen werden am Wochenende nicht aktualisiert. 

Die Zahl der Toten ist unverändert: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 239 Menschen an Covid-19; das RKI nannte für Hamburg 269 Tote.

Update, 27. September, 16.10 Uhr: Mittlerweile knapp 20.000 Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Niedersachsen am Wochenende um 268 Fälle gestiegen. Insgesamt seien 19.838 Covid-19-Infektionen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag (Stand 9 Uhr) in Hannover mit. Samstag waren es 186, Sonntag 82 neue Fälle. 

Niedersachsen stehe derzeit um einiges besser da als der Bundesdurchschnitt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Samstag bei Hallo Niedersachsen im NDR. Dennoch müssten alle weiterhin sehr vorsichtig sein. "Am besten wir bleiben alle in den Herbstferien bei uns zu Hause in Niedersachsen", sagte der SPD-Politiker.

Am höchsten liegen die Fallzahlen im Landesvergleich weiter im Landkreis Cloppenburg. Allerdings sinken sie, am Sonntag waren es 34,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - am Freitagmorgen hatte der Wert noch bei 47,5 gelegen. Im Landkreis Cloppenburg bleiben sämtliche Sportanlagen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt, Schulen sollen aber nicht komplett geschlossen werden. Die Einschränkungen gelten nach Behördenangaben zunächst bis zum 11. Oktober.

Der Landkreis Friesland hat mit 29,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die landesweit zweithöchste Fallzahl. Zwölf neue Fälle gehen auf eine private Feier von Jugendlichen zurück, wie der Landkreis am Freitagabend mitteilte. Vorsorglich wurden Einschränkungen für private Treffen, Gastbetriebe und den Vereinssport verfügt. Die Schulen im Landkreis Friesland sollen spätestens ab Donnerstag bis zu den Herbstferien in ein Schichtmodell wechseln. Das bedeutet, dass nur kleine Gruppen zur Schule kommen dürfen werden und es wieder mehr Unterricht zu Hause gibt. Der letzte Schultag vor den Herbstferien ist der 9. Oktober.

Im Bundesland Bremen ist die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt ebenfalls deutlich gestiegen. Laut Gesundheitssenat wurden am Samstag in der Stadtgemeinde 44 neue Infektionen erfasst. Bereits am Freitag waren 40 Neuinfektionen registriert worden.

Update, 27. September, 13.19 Uhr: Corona-Massentest in Flensburg

Flensburg - In Flensburg sind am Sonntag mehrere Schulklassen auf einem Parkplatz auf Corona getestet worden. 

Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) wies am Sonntag auf Facebook auf eine starke Staubildung hin und bat alle Testpersonen, "erst zu der Ihnen zugeteilten Uhrzeit zu erscheinen". Hintergrund des Massentests mit mehr als 160 Menschen, für den die Kassenärztliche Vereinigung ihr mobiles Testzentrum zur Verfügung stellte, sind die gestiegenen Corona-Zahlen in Flensburg. Die Förde-Stadt hat zurzeit die größte Corona-Belastung in Schleswig-Holstein.

Laut Robert Koch-Institut lag Stand Sonntag 0 Uhr die 7-Tage-Inzidenz berechnet auf 100.000 Einwohner bei 29,0. Ein Sprecher der Stadt sagte, die Stadt habe 26 neue Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen registriert. 

Alle Fälle gingen auf eine große private Feier in Dänemark zurück, an der auch viele Gäste aus Flensburg teilgenommen hätten. Es seien auch Schulkinder betroffen, weshalb jetzt ganze Klassen getestet würden. 

Außer dem Massentest am Sonntag solle voraussichtlich noch eine weitere Testung am Dienstag erfolgen.

Update, 27. September, 11.07 Uhr: Verstoß gegen Corona-Auflagen in Hamburg

Polizisten stehen auf der Reeperbahn am Zugang zur Straße Große Freiheit.
Polizisten stehen auf der Reeperbahn am Zugang zur Straße Große Freiheit.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Bei Kontrollen auf dem Hamburger Kiez sind zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt worden. 

Wegen gravierender Verfehlungen seien in der Nacht zu Sonntag acht Lokale geschlossen worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Zudem musste ein Sexclub auf der Reeperbahnschließen. 

Die Polizei hatte das Bezirksamt Mitte bei den Kontrollen unterstützt.

Update, 27. September, 10.42 Uhr: Hamburger Team erneut von Spielabsage betroffen

Hamburg - Das für den heutigen Sonntag angesetzte Feldhockey-Bundesligaspiel der Damen zwischen dem Großflottbeker THGC Hamburg und den Zehlendorfer Wespen musste kurzfristig abgesagt werden. 

Grund: Eine Berliner Spielerin war am Samstag positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit war eine Austragung der Partie nicht möglich. 

Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, teite der GTHGC dazu am Sonntag weiter mit.

Update, 27. September, 9.12 Uhr: 15 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 15 Neuinfektionen bestätigt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Samstagabend auf 4671, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Freitag waren 53 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

Update, 26. September, 13.24 Uhr: 88 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphone zu sehen.
Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphone zu sehen.  © Oliver Berg/dpa

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen um 88 gestiegen. 

Damit haben sich seit dem Beginn der Pandemie 7637 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde am Samstagmittag auf ihren Internetseiten mitteilte. 

Am Vortag waren 119 neue Fälle gemeldet worden - so viele wie seit Mitte April nicht mehr. Etwa 6400 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 27,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50 der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. 

Update, 26. September, 9.28 Uhr: 53 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 53 Neuinfektionen bestätigt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Freitagabend auf 4656, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Donnerstag waren 63 Neuinfektionen gezählt worden. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

Update, 26. September, 9 Uhr: Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Bremen/Gelsenkirchen - Das Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden. 

Wie die Schalker am Samstagmorgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0 Uhr doch wieder über 35 lag.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11.000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. 

Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.

Update, 25. September, 22.25 Uhr: Landkreis Cloppenburg verlängert Corona-Maßnahmen

Cloppenburg - Angesichts der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg weitet die Verwaltung ihr Maßnahmenpaket aus. 

Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, wird die Sportausübung weiter eingeschränkt und sämtliche Sportanlagen sowie Sport- und Turnhallen für den Vereins- und Freizeitsport gesperrt. 

Auch die Ausübung von Einzel- und Mannschaftssportarten ist verboten. Außerdem ist die Teilnahme an Sportveranstaltungen außerhalb des Landkreises untersagt.

In sämtlichen Schulen im Landkreis gilt ab der 5. Jahrgangsstufe eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auf dem gesamten Schulgelände und auch auf dem Schulweg, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. 

Ausgenommen sind Grund- und Förderschulen. An eine flächendeckende Schließung von Schulen oder Kindergärten wird hingegen nach wie vor nicht gedacht. 

Hier sollen Quarantäne-Verordnungen weiterhin auf einzelne Klassen, Gruppen, Kohorten oder Jahrgänge bezogen werden. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 11. Oktober.

Update, 25. September, 22.17 Uhr: Schüler an Schweriner Grundschule positiv auf Coronavirus getestet

Schwerin - An der Schweriner Friedensschule ist ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Nach den Ermittlungen des Gesundheitsamtes der Landeshauptstadt gibt es keine Kontaktpersonen im schulischen Umfeld oder in der Klasse des Schülers, wie die Stadtverwaltung am Freitagabend mitteilte. 

Kontaktpersonen aus dem familiären Umfeld würden derzeit getestet. Für den Schulbetrieb der Grundschule ergäben sich keine Konsequenzen. 

Update, 25. September, 16.03 Uhr: Höchster Anstieg der Infektionen in Hamburg seit April

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen neuen Corona-Infektionen mit 119 auf den höchsten Stand seit April geklettert. 

Diese Zahl nannte die Gesundheitsbehörden am Freitag. Zuletzt lag sie am 17. April höher, als ein Anstieg um 131 gemeldet wurde. Noch am Donnerstag waren mit 62 Neuinfektionen knapp halb so viele gezählt worden.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7549 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilte. Etwa 6400 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe nicht ein einzelnes Ausbruchsgeschehen sondern vielfältige Ursachen. Dazu zähle ein laxer Umgang mit Regeln zum Beispiel in Bars und der Gastronomie, aber auch im beruflichen und privaten Umfeld.

Die Zahl der Infektionen in der Shishabar "Le Vou" im Schanzenviertel ist mittlerweile auf 24 geklettert, wie ein Sprecher des Gesundheitsamts Altona am Freitag sagte. Dort sei weiter unklar, von wem die Infektion ausging. 

Das "Le Vou" liegt unweit der Bar "Katze", die wegen eines Corona-Ausbruchs auch bundesweit bekanntgeworden war. 

Update, 25. September, 12.15 Uhr: Ärzte und Pfleger in Buchholz infiziert

Buchholz - Im Krankenhaus in Buchholz sind vier Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Es handelt sich um zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte, die sich deshalb seit Wochenanfang in Quarantäne befinden, wie der Landkreis Harburg am Freitag in Winsen (Luhe) mitteilte. Die Notfallversorgung sei dadurch nicht eingeschränkt, einige nicht unbedingt notwendige Operationen seien aber verschoben worden.

Die Infektionen waren nachgewiesen worden, nachdem ein Arzt Krankheitssymptome gezeigt hatte. Bei den anderen drei Infizierten handelt es sich um Kontaktpersonen des Mannes. 

Bei weiteren Kontaktpersonen fielen die Tests in der ersten Runde demnach negativ aus, es gibt aber einen weiteren Verdachtsfall.

Update, 25. September, 7.38 Uhr: 63 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 63 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Donnerstagabend auf 4603, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Mittwoch waren 42 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Donnerstag neun Corona-Patienten behandelt. Am Vortag war es einer weniger gewesen. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4100 als genesen.

Update, 25. September, 6.30 Uhr: CDU fordert Corona-Warn-App-Empfehlung für Hamburger Schulen

Die Corona-Warn-App soll nach Willen der CDU an Hamburger Schulen zur Nutzung empfohlen werden.
Die Corona-Warn-App soll nach Willen der CDU an Hamburger Schulen zur Nutzung empfohlen werden.  © Christoph Dernbach/dpa

Hamburg - Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert, dass die Nutzung der Corona-Warn-App an den weiterführenden Schulen empfohlen wird. 

Die App sei "ein Erfolgsmodell Made in Germany" und ein wirksames Instrument, um Kontaktketten nachzuvollziehen und zu unterbrechen, sagte die schulpolitische Sprecherin der Fraktion, Birgit Stöver, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Damit Schulen keine Infektionsherde werden, sollte die Warn-App gerade an Schulen von jedem genutzt werden", so Stöver. Deshalb fordere ihre Fraktion den Senat in einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche auf, eine Empfehlung zur Nutzung der Corona-Warn-App in allen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 in den Muster-Corona-Hygieneplan aufzunehmen. 

Es handele sich um "eine sinnvolle ergänzende und einfach umzusetzende Maßnahme, um die Ansteckungsrate mit Sars-CoV-2 zu reduzieren beziehungsweise auf möglichst niedrigem Niveau stabil zu halten", heißt es in dem Antrag. 

In Schleswig-Holstein gebe es eine entsprechende Empfehlung, sagte Stöver. "Hier hat Hamburg Nachholbedarf."

Update, 24. September, 18 Uhr: Acht neue Corona-Neuinfektion in MV registriert

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag acht neue Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten seit März auf 1145, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Die positiven Testnachweise vom Donnerstag betreffen demnach die Landkreise Nordwestmecklenburg (2), Vorpommern-Rügen (2), Ludwigslust-Parchim (1), Mecklenburgische Seenplatte (1) und die Stadt Schwerin (2).

Damit wurden landesweit 3,2 Coronafälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert. MV liegt somit weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50, die zu Einschränkungen führen könnte.

Von den landesweit Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1036 als genesen; das sind vier mehr als am Vortag. In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen; diese Zahl hat sich seit Monaten nicht verändert. 

142 infizierte Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - drei mehr als noch am Vortag.

Update, 24. September, 15.39 Uhr: Campingplätze in MV verzeichnen Übernachtungsrückgang

Rostock – Die Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns haben von Januar bis Juli dieses Jahres rund zehn Prozent weniger Übernachtungen gezählt als im Vorjahreszeitraum. Der Wert sank auf rund 2,8 Millionen Übernachtungen, wie der Campingverband am Donnerstag unter Berufung auf das Statistische Landesamt mitteilte.

Von Januar bis Juli zählten die Plätze demnach rund 570.000 Gäste, 18,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Hauptgrund für die gesunkenen Zahlen sei, dass wegen Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie nicht alle Stellplätze angeboten werden konnten. Mit der Auslastung der Plätze zeigte sich der Verband zufrieden. Genaue Zahlen konnte er zunächst nicht nennen.

Im Juli seien 1,58 Millionen Übernachtungen gezählt worden - ein Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Juni waren es den Angaben zufolge hingegen mit etwa 977.000 Übernachtungen noch 13,8 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Ein Besucher hat sich im Juli den Angaben zufolge durchschnittlich 5,5 Tage auf einem Campingplatz im Nordosten aufgehalten, etwas länger als im Juli 2019.

Der Verband rechnet damit, dass das Vorjahresergebnis von etwas mehr als fünf Millionen Übernachtungen angesichts einer hohen Nachfrage im August und September noch erreicht werden kann. Nach Verbandsschätzungen gibt es etwa 200 Campingplätze im Bundesland.

Update, 24. September, 14.17 Uhr: Rostocker Schule nimmt Regelbetrieb wieder auf

Außenansicht der Hundertwasser-Gesamtschule.
Außenansicht der Hundertwasser-Gesamtschule.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock – Die Rostocker Hundertwasser-Gesamtschule nimmt nach den Corona-Fällen vom kommenden Montag an wieder den Regelbetrieb auf. 

Das teilte die Schule am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Mit Ablauf des Freitags ende grundsätzlich die Quarantäne für Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter der Schule, teilte die Stadt mit. 

"Dieses gilt ausdrücklich nicht für Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden. Hier wurden durch das Gesundheitsamt individuelle Festlegungen getroffen", sagte Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke).

Aus der Quarantäne könne nach einem positiven Befund nur entlassen werden, wer wenigstens 48 Stunden ohne Symptome sei. Ob ein zweiter Test notwendig sei, entscheide das Gesundheitsamt individuell.

"Ein weiterer Massentest ist nicht erforderlich, da es keine weiteren Auffälligkeiten bei den unter Quarantäne gestellten Personen gab", erläuterte der Senator.

Nach Angaben eines Stadtsprechers wurden bislang 15 Schüler und drei Lehrer der Gesamtschule positiv auf das Coronavirus getestet. Zudem sei das Virus bei vier Kontaktpersonen nachgewiesen worden. Demnach mussten 780 Schüler, 70 Lehrer und 15 Referendare in häusliche Quarantäne.

Update, 24. September, 11.23 Uhr: Corona-Fall in Tagespflege in Boizenburg

Boizenburg - In einer Tagespflege-Einrichtung in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist ein Senior positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Vorsorglich seien deshalb 13 Tagesgäste und vier Mitarbeiter der Tagespflege in Quarantäne geschickt worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Die Kontaktpersonen sollen nun getestet werden. 

Am Mittwoch waren landesweit sieben neue Infektionen gezählt worden.

Update, 24. September, 11.20 Uhr: 62 neue Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Donnerstag um 62 gestiegen. 

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7430 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Am Mittwoch waren 78 Neuinfektionen gezählt worden. 

Etwa 6400 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 23,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50 der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. 

Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Dienstag betrug der Wert 22,6.

In Hamburger Krankenhäusern wurden 28 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als tags zuvor. 

Update, 24. September, 9.54 Uhr: Kaum Clubs in Mecklenburg-Vorpommern geöffnet

Schwerin - Clubs in Mecklenburg-Vorpommern haben trotz der Corona-Lockerung vor einigen Wochen kaum geöffnet. 

"Seitdem hat kein Club aufgemacht", sagte Rainer Lemmer, Verbandsvorsitzender des Kulturwerks Mecklenburg-Vorpommerns der Deutschen Presse-Agentur. Mit den Auflagen könnten je nach Club rund 20 Prozent der ursprünglichen Kapazitäten genutzt werden - nach Lemmers Worten zu wenig, damit sich dies rechnen würde. 

"Im Jahresmittel müssen die Clubs etwa zu 60 Prozent ausgelastet sein, damit sie sich rentieren." Nach eigenen Angaben hat der Verband rund 30 Mitglieder. Außerhalb davon gebe es weitere Clubs in MV.

Nach monatelangen Schließungen wegen der Corona-Pandemie dürfen Clubs und Diskotheken im Bundesland seit dem 4. September wieder öffnen. 

Update, 24. September, 8.10 Uhr: 42 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 42 Neuinfektionen bestätigt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Mittwochabend auf 4540, wie aus den vom Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Dienstag waren 38 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4100 als genesen.

Update, 23. September, 21.40 Uhr: HSV-Handballern verschieben Saisonauftakt

Hamburg – Der erste Spieltag der 2. Handball-Bundesliga wird ohne den HSV Hamburg stattfinden. Wie der Club am Mittwoch mitteilte, kann das Team von Trainer Torsten Jansen am 2. Oktober nicht beim TuS N-Lübbecke antreten, weil sich fünf Spieler mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. "Die betroffenen Spieler weisen keinerlei Symptome auf und fühlen sich gesund", teilte der HSV in einer Pressemitteilung mit. Dennoch habe sich die gesamte Mannschaft umgehend in freiwillige Quarantäne begeben.

Der Club teilte weiter mit, dass die infizierten Spieler bis zum 2. Oktober, die negativ getesteten Akteure wegen der Inkubationszeit sogar bis zum 6. Oktober in häuslicher Isolation bleiben müssen. Schon am 10. Oktober würde dann das erste Heimspiel der Hamburger gegen die HSG Konstanz auf dem Programm stehen.

"Wir stehen bezüglich des Konstanz-Spiels bereits im Austausch mit der Handball-Bundesliga, da es mit Blick auf die Verletzungsprophylaxe und auf die sportliche Fairness kaum zu verantworten ist, die Jungs nach zwei Wochen in Quarantäne mit nur drei möglichen Trainingstagen wieder in einen Wettkampf zu schicken", sagte HSV-Geschäftsführer Sebastian Frecke am Mittwoch. 

Das für den Abend vorgesehene Testspiel gegen den Ligarivalen VfL Lübeck-Schwartau war abgesagt worden.

Update, 23. September, 20.15 Uhr: Sieben Neuinfektion in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch sieben neue Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten seit März auf 1137, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Die positiven Testnachweise vom Mittwoch betreffen demnach die Landkreise Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Nordwestmecklenburg (jeweils 2) und die Stadt Rostock (1).

Die Ampel für die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen steht landesweit weiter auf Grün. Den Lagus-Angaben zufolge liegt der Wert bei 3,6; bei 10 geht die Ampel auf Gelb, bei 50 auf Rot. Der höchste Wert wurde demnach in Rostock mit 12,9 ermittelt. Dort hatten sich mehrere Schüler und Lehrer an der Hundertwasser-Gesamtschule mit dem Virus infiziert.

Von den landesweit Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1032 als genesen; das sind vier mehr als am Vortag. In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen; diese Zahl hat sich seit Monaten nicht verändert. 

139 infizierte Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - auch diese Zahl blieb dieselbe.

Update, 23. September, 19.45 Uhr: Hamburgs Bürgermeister sieht kaum Raum für Corona-Lockerungen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, sitzt im Amtszimmer im Rathaus.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, sitzt im Amtszimmer im Rathaus.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) rechnet bei den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder kaum mit weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen.

"Ich bin der Auffassung, dass die Regeln, die wir in Hamburg haben, sehr gut begründet sind, und dass es darauf ankommt, diese Regeln einzuhalten", sagte Tschentscher am Mittwoch in Hamburg. 

Andere Bundesländer hätten zwar Gesprächsbedarf etwa bei der Frage von Sportgroßveranstaltungen und bei den Reiserückkehrern angemeldet. "Da kann ich mir vorstellen, dass es auch nochmal neue Beschlüsse gibt. Aber im Grunde geht es jetzt darum, die Disziplin zu halten."

Tschentscher betonte: "Wir haben leider zunehmende Infektionszahlen, ein Stück weit auch dadurch begründet, dass die Regelungen, die wir getroffen haben, (...) nicht so eingehalten werden wie es erforderlich ist." Das sei ein Problem, "weil wir irgendwann auch wieder den Punkt erreichen, wo die Virusverbreitung die sensiblen Bevölkerungsgruppen, also vor allem die Älteren, erreicht". Das müsse verhindert werden, betonte Tschentscher.

Merkel und die Länderchefs hatten zuletzt Ende August über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten und wollen am kommenden Dienstag bei einer Videokonferenz erneut miteinander sprechen.

Update, 23. September, 15.48 Uhr: Regelstudienzeit an MV-Hochschulen soll verlängert werden

Schwerin – An den Universitäten und Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns soll die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden. Grund sind coronabedingte Verzögerungen im Studienablauf im Sommersemester 2020, wie Landeshochschulministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch im Landtag bei der Vorlage ihres Gesetzentwurfes sagte.

Helfen soll die Maßnahme vor allem den Bafög-Beziehern. Die Studienbeihilfe gibt es grundsätzlich nur in der Regelstudienzeit, die für jeden Studiengang festgelegt ist. Wer diese Zeit überschreiten will, muss das beantragen und ausführlich begründen. Mit der Verlängerung um ein Semester per Gesetz sollen deshalb auch die Studierendenwerke entlastet werden, die sonst die Anträge im Zusammenhang mit coronabedingten Studienverzögerungen prüfen müssten, wie Martin sagte.

Mecklenburg-Vorpommern habe auf eine bundeseinheitliche Regelung gehofft, die habe jedoch zuerst auf sich warten lassen und sei schließlich gar nicht gekommen. Deshalb schreite man jetzt zu einer Landeslösung, begründete Martin den Schritt. Die Zeit drängt, denn das Wintersemester steht unmittelbar bevor. Deshalb soll der Bildungsausschuss des Landtags noch am Mittwochabend über den Gesetzentwurf beraten und seine Empfehlung abgeben. Am Freitag könnte das Gesetz beschlossen werden.

Das Bildungsministerium soll außerdem ermächtigt werden, die Regelstudienzeit notfalls um ein weiteres Semester zu verlängern. Dies soll das Ministerium per Verordnung erledigen können, falls es auch im Wintersemester 2020/2021 zu coronabedingten Studienverzögerungen an den Universitäten und Hochschulen des Landes kommt.

Update, 23. September, 15.04 Uhr: Corona-Notkredit: Günther fordert von der SPD Finanzierungsvorschläge

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP, 2.v.l) und Daniel Günther (47, CDU, 3.v.l), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sind auf dem Weg zu einer Pressekonferenz.
Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP, 2.v.l) und Daniel Günther (47, CDU, 3.v.l), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sind auf dem Weg zu einer Pressekonferenz.  © dpa/Frank Molter

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) hat die Verhandlungsbereitschaft der SPD über einen Notkredit in Höhe von 4,5 Milliarden Euro zur Abfederung der Corona-Folgen begrüßt. 

Die von SPD-Fraktionschef Ralf Stegner (60) schriftlich eingereichten Vorschläge hätten jedoch "einen etwas anderen Fokus" als die öffentlichen Verlautbarungen der Fraktion, sagte Günther am Mittwoch.

"Allein aus den eigenen Berechnungen der SPD kommt am Ende eine Summe von 700 Millionen Euro am Ende dabei raus." Die Regierung habe die Berechnungen aber noch nicht geprüft. Stegner selbst hatte dagegen lediglich von zehn bis elf Prozent des Volumens gesprochen. Das wären rund 500 Millionen Euro.

"Es ist dort auch eine Reihe von Punkten aufgeführt, die nichts mit Corona und der Bewältigung dieser Krise zu tun haben", stellte Günther fest. Vielmehr seien es politische Forderungen. "Uns geht es im Moment aber nicht darum, Koalitionsverhandlungen zu führen." Nähere Angaben zu den SPD-Vorschlägen wollte der Regierungschef nicht machen.

Die von der SPD öffentlich genannten Schwerpunkte Wohnungsbau, Krankenhäuser und Schulbusse seien "wirklich relevante Themen", bemerkte er. Wenn der von der Landesregierung gesetzte Rahmen des Pakets davon aber unberührt bleiben solle, wie es die SPD angekündigt habe, müssten die 700 Millionen Euro aus anderen Bereichen genommen werden. 

Die Regierung sei zu Verhandlungen bereit. Die SPD müsse nun klare Vorschläge liefern, «wo entsprechend gestrichen werden soll».

Update, 23. September, 15 Uhr: Hamburger Sportbund fordert zeitnahe Lockerungen für Sportvereine

Hamburg - Der Hamburger Sportbund (HSB) fordert in einer Resolution zeitnahe Corona-Lockerungen für Sportvereine. Es sei nicht hinnehmbar, "dass bei Mannschaftssportarten eine 30er-Regel gilt, für andere Sportarten eine Begrenzung auf zehn Personen", heißt es in der Resolution, die am Dienstagabend verabschiedet wurde.

In der Resolution wird gefordert, die Regelung von 30 Personen auf alle Sportarten zu erweitern. Schließlich sei es nicht logisch zu erklären, dass in einer Halle lediglich mit zehn Kindern geturnt werden dürfe - am selben Ort später aber 30 Jugendliche Basketball ohne Abstand trainierten, hieß es in der HSB-Mitteilung.

Darüber hinaus bedrohe die aktuelle Regelung die Existenz der Hamburger Sportvereine. Hallen können demnach in den anstehenden Wintermonaten nicht ausreichend ausgelastet werden. Eine Welle an Vereinsaustritten sei zu befürchten.

Als zu spät und korrekturbedürftig kritisiert der HSB eine geplante Anpassung der Hamburger Eindämmungsverordnung Ende November. Wenn nicht zeitnah etwas geschehe, sehe es für ehrenamtlich geführte Vereinen schlecht aus.

Update, 23. September, 14.54 Uhr: Stichprobe: Gäste-Kontaktdaten größtenteils unbrauchbar

Hamburg - Eine erste Auswertung von Gäste-Kontaktlisten aus Bars und Lokalen auf St. Pauli hat ergeben, dass nur etwa ein Drittel der Daten brauchbar sind. 

Dies sei das Zwischenergebnis nach Durchsicht der Daten aus 9 von 18 Betrieben, aus denen der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmann (46, SPD), die Listen bei Kontrollen am vergangene Wochenende mitgenommen habe, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Von den 1439 mit dem Melderegister abgeglichenen Daten seien nur 478 leserlich, vollständig und korrekt gewesen. 

"Es enttäuscht mich sehr, dass so viele Gäste falsche Einträge machen. Damit hätte ich nicht gerechnet", sagt Droßmann der Zeitung. Er sehe auch die Gastronomen in der Pflicht: "Sie müssen dafür Sorge tragen, dass zumindest offensichtlich falsche Angaben nicht akzeptiert werden. Mit Betrieben, wo dies gehäuft vorgekommen ist, werden wir eindringlich reden."

Der Hamburger Hotel- und Gaststättenverband kritisierte die Verstöße. "Das ist eine Gefahr für die Gäste, das Personal und die weiteren Kontaktpersonen", sagte der Hamburger Dehoga-Präsident Franz J. Klein. "Und sie schaden unserem Image." 

Der Verband appelliere fortlaufend an seine Mitglieder, sich strikt an die Corona-Schutzmaßnahmen zu halten. Die weit überwiegende Zahl mache das auch. Die Gaststätten hätten aber keine Möglichkeit, Einträge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, da sie keine Ausweise kontrollieren dürften, sagte Klein.

Update, 23. September, 12.39 Uhr: 78 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Mittwoch um 78 gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7368 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Montag waren 61 Neuinfektionen gezählt worden. Etwa 6300 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 22,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 der sogenannten 7-Tages-Inzidenz. Wenn dieser Grenzwert überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Dienstag betrug der Wert 20,9.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 32 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Dienstag; die Zahl der Patienten auf Intensivstationen blieb mit 9 unverändert. Das trifft auch auf die Zahl der Toten zu: Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf sind bisher 239 Menschen an Covid-19 gestorben; das RKI nannte für Hamburg 269 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. 

Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 23. September, 12.14 Uhr: Polizeischüler in Eutin hat Corona

Eutin - Nach dem Corona-Fall eines Auszubildenden der Polizeischule in Eutin (Kreis Ostholstein) sind am Mittwoch 41 Menschen in Quarantäne gewesen oder vorsorglich vom Dienst freigestellt gewesen. Das teilte ein Sprecher des Landespolizeiamtes in Kiel auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Zuvor hatten andere Medien über den Corona-Fall in der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein berichtet. Laut "Kieler Nachrichten" sollen zeitweise 87 Menschen in Quarantäne oder vom Dienst freigestellt gewesen sein.

Am vergangenen Samstag hatte ein positiver Test auf Covid-19 bei dem Polizeischüler vorgelegen. "Er hatte sich vermutlich in seiner Freizeit infiziert, war zunächst präventiv nicht zum Dienst erschienen und hatte sich testen lassen", sagte der Polizeisprecher. 

Der Auszubildende sei in der Abschlussausbildung und schreibe im Moment in Eutin seine Abschlussklausuren. Für seine Ausbildungsgruppe sei am Samstag durch das zuständige Gesundheitsamt eine Quarantäne angeordnet worden.

Der Infizierte lebt mit seinem Bruder, der ebenfalls Polizeibeamter ist, in häuslicher Gemeinschaft. Der Bruder sei Angehöriger der Grundausbildung, die im August in Eutin begann. Deshalb habe die Ausbildungsgruppe des Bruders vorsorglich nicht an der Vereidigung am Sonntag teilgenommen, sagte der Polizeisprecher. Mögliche Kontaktpersonen seien zeitweise vom Dienst freigestellt worden oder in Quarantäne gewesen, bis ein negativer Test vorgelegen habe.

"Alle Fachlehrer, die Kontakt zu den beiden Ausbildungsgruppen hatten, wurden vorsorglich vorübergehend vom Dienst freigestellt. Alle Verdachtspersonen wurden beziehungsweise werden getestet, die Ergebnisse treffen tagesaktuell ein und werden entsprechend bewertet", sagte der Sprecher. 

Daher werde sich die Zahl derer, die in Quarantäne seien, weiter verändern, etwa wenn entsprechende Testergebnisse vorlägen.

Update, 23. September, 12 Uhr: Vertreter der Eventbranche bei Bürgermeister Tschentscher

Hamburg - Rund fünfeinhalb Monate nach Beginn des Corona-Soforthilfeprogramms hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (54) mit Vertretern der von der Pandemie besonders hart getroffenen Event- und Veranstaltungsbranche getroffen. 

Bei dem Gespräch im Rathaus sollte es auch um Maßnahmen des Bundes oder der Stadt gehen, die vielleicht verlängert werden sollten, "damit eben möglichst wenige Arbeitsplätze in Gefahr sind und Insolvenzen vermieden werden", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch zum Auftakt des Treffens. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Hamburg bereits viel für die Wirtschaft tue. So nehme die Stadt drei Milliarden Euro neuer Kredite auf, um zu helfen.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Handelskammer hat ein Drittel der befragten Betriebe der Veranstaltungswirtschaft in diesem Jahr noch kein Geld verdient. Weitere 42,5 Prozent gaben demnach an, in diesem Jahr höchstens ein Viertel ihrer Vorjahreserlöse erwirtschaftet zu haben. 

"Es geht für viele Unternehmen der Branche um das wirtschaftliche Überleben", erklärte Handelskammer-Präses Norbert Aust. Die Unternehmen benötigten jetzt eine Perspektive und Planungssicherheit.

Update, 23. September, 11.50 Uhr: AfD kritisiert geplanten Notkredit in Schleswig-Holstein scharf

Jörg Nobis (45), AfD-Fraktionsvorsitzender, spricht auf einer Landtagssitzung.
Jörg Nobis (45), AfD-Fraktionsvorsitzender, spricht auf einer Landtagssitzung.  © dpa/Carsten Rehder

Kiel - Die AfD hat den geplanten Corona-Notkredit in Höhe von 4,5 Milliarden Euro in Schleswig-Holstein scharf kritisiert. 

Die Koalition plane Ausgaben, "die mit der Corona-Krise rein gar nichts zu tun haben", sagte AfD-Fraktionschef Jörg Nobis (45) am Mittwoch im Landtag. Finanzministerin Monika Heinold (61, Grüne) warf er vor, keinerlei Einsparpotenziale aufzuzeigen. 

"Was Sie jetzt vorhaben, Frau Heinold, das ist finanzpolitisches Harakiri." Die Regierung umgehe die Regeln der Schuldenbremse. Zwar gebe es dramatische Steuerausfälle. Finanzierung auf Pump sei jedoch verantwortungslos.

Update, 23. September, 11.09 Uhr: Saisonauftakt bei den HSV-Handballern in Gefahr

Ob das Handball-Auftaktspiel des HSV Hamburg stattfinden kann, ist derzeit ungewiss.
Ob das Handball-Auftaktspiel des HSV Hamburg stattfinden kann, ist derzeit ungewiss.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Zweitliga-Handballer des HSV Hamburg sorgen sich um den Saisonauftakt am 2. Oktober. 

Wie der Club am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, haben sich fünf Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Am Abend zuvor war von mehreren Spielern die Rede gewesen.

Die Infektionen waren bei Routine-Tests festgestellt worden. "Die betroffenen Spieler weisen keinerlei Symptome auf und fühlen sich gesund", teilte der HSV in einer Pressemitteilung mit. Dennoch habe sich die gesamte Mannschaft umgehend in freiwillige Quarantäne begeben.

Ob das Auftaktspiel beim TuS N-Lübbecke am 2. Oktober wie geplant stattfinden kann, sei derzeit noch unklar und abhängig von nötigen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. 

Der für Mittwoch geplante Test gegen den Ligarivalen VfL Lübeck-Schwartau wurde abgesagt.

Update, 23. September, 9.25 Uhr: Stegner legt SPD-Vorschläge für Corona-Notkredit vor

Ralf Stegner will einem Corona-Notkredit nur unter Bedingungen zustimmen.
Ralf Stegner will einem Corona-Notkredit nur unter Bedingungen zustimmen.  © Christian Charisius/dpa

Kiel - Die SPD knüpft ihre Zustimmung zu einem milliardenschweren Corona-Notkredit in Schleswig-Holstein an eine Stärkung der Daseinsvorsorge. 

"Wir bleiben bei unseren Vorschlägen im Kostenrahmen, den die Landesregierung vorgeschlagen hat", sagte SPD-Fraktionschef Ralf Stegner am Mittwoch. 

Seine Fraktion schlage eine deutliche Erhöhung der sozialen Wohnraumförderung, eine Verbesserung der Schulbus-Situation und 150 Millionen Euro für die Sanierung der Krankenhäuser im Land vor. Es dürfe keine Schließungen von Geburts- oder Kinderstationen im Land geben.

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hatte zuvor Pläne der Jamaika-Koalition für einen neuen Notkredit über 4,5 Milliarden Euro vorgestellt. 

Am Donnerstag sind Verhandlungen mit SPD und SSW geplant. Die Regierung braucht die Opposition für die im Landtag notwendige Zweidrittel-Mehrheit.

Update, 23. September, 8.04 Uhr: 38 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein - 4498 Fälle insgesamt

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 38 Neuinfektionen bestätigt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit Stand Dienstagabend auf 4498, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Montag waren 40 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Dienstag sechs Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen. 

Update, 23. September, 7 Uhr: Keine Aufhebung der Besuchsbeschränkungen in Altenheimen in Sicht

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern wird dem hessischen Schritt zur Aufhebung der coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime nicht folgen. 

"In Mecklenburg-Vorpommern sind Besuche in stationären Pflegeeinrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen seit Juli erlaubt. So haben Pflegeeinrichtungen mindestens im Umfang von vier Stunden täglich Öffnungszeiten für Besuche einzurichten", sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. 

"Weitere Lockerungen sind derzeit nicht vorgesehen." Je nach Lage der Pandemie oder Möglichkeiten der Einrichtungen könne auch darüber hinausgegangen werden, ohne dass die Verordnung geändert werden muss.

Hessen hatte vergangenen Freitag bekanntgegeben, dass es von Ende September an keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben wird.

Update, 23. September, 6.30 Uhr: "Katze" in der Sternschanze öffnet wieder

Hamburg - Nach dem Corona-Ausbruch in der "Katze" im Hamburger Szeneviertel Sternschanze mit bislang 13 Infizierten, will die Bar ab Donnerstag wieder öffnen. 

Das geht aus einem Instagram-Post hervor. "Das gesamte Team ist gesund. Die Hygienemaßnahmen wurden verstärkt und optimiert", schreibt die "Katze". 

Grund für die Schließung seien übrigens nicht die Corona-Infektionen gewesen sondern Modernisierungen.

Update, 23. September, 6 Uhr: Großkonzerne und Eventbranche zu Corona-Folgen bei Tschentscher

Hamburg - Rund einen Monat nach dem Treffen von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) mit Vertretern von kleinen und mittleren Unternehmen zur Corona-Krise sind am Mittwoch (14 Uhr) nun die Großkonzerne dran. 

Bei dem Gespräch mit deren Vertretern im Rathaus soll es um die Auswirkungen der Pandemie, aber auch um Fragen nach den Hilfsmaßnahmen und weiteren Lösungen gehen. Bereits um 10 Uhr sind zum selben Thema unter anderem Vertreter aus den Bereichen Eventtechnik und Catering sowie Konzertveranstalter geladen.

Zum Treffen mit Vertretern kleiner und mittlerer Firmen waren am 20. August knapp 30 Unternehmer gekommen. Bei dem Treffen viereinhalb Monate nach Beginn des Corona-Soforthilfeprogramms habe es unter anderem Kritik am Verfahren für die Überbrückungshilfen gegeben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. 

So seien als Berechnungsgrundlage in Branchen wie der Gastronomie die traditionell schlechten Monate herangezogen worden, was die Hilfen nun geringer ausfallen lasse.

Update, 22. September, 17.05 Uhr: Hamburg ändert Corona-Verordnung: 20-Prozent-Auslastung offiziell

2. Bundesliga, Hamburger SV - Fortuna Düsseldorf, 1. Spieltag im Volksparkstadion. Fans im Stadion.
2. Bundesliga, Hamburger SV - Fortuna Düsseldorf, 1. Spieltag im Volksparkstadion. Fans im Stadion.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Hamburg - Der Senat der Hansestadt Hamburg hat am Dienstag eine Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung beschlossen. 

Zu den Fußball-Spielen des Hamburger SV und des FC St. Pauli sowie zu anderen Sportgroßveranstaltungen sind von sofort an wieder mehr als 1000 Zuschauer zugelassen. 

Voraussetzung ist, dass die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort kleiner als 35 und das Infektionsgeschehen klar eingrenzbar ist. Die Platzkapazität kann zu 20 Prozent ausgelastet werden.

Wie die Innenbehörde mitteilte, ist in jedem Fall eine Genehmigung des zuständigen bezirklichen Gesundheitsamts erforderlich, das die Genehmigung mit erforderlichen Auflagen verknüpfen kann.

"Vereine und Veranstalter haben es jetzt in der Hand, mit tragfähigen und gründlich ausgearbeiteten Hygienekonzepten die entsprechenden Voraussetzungen für eine Genehmigung zu schaffen", sagte der Hamburger Sportsenator Andy Grote (52, SPD). 

"Allen muss jedoch klar sein, dass wir diese Schritte nur gehen können, wenn wir uns weiterhin an die erforderlichen Schutzmaßnahmen halten und damit einen Anstieg der Infektionszahlen wie andernorts verhindern."

Update, 22. September, 13.05 Uhr: Corona-Fälle im Hamburger Amateur-Fußball: HFV reagiert gelassen

Hamburg - Der Hamburger Fußballverband (HFV) geht sorgfältig, aber gelassen mit den aufgetretenen Corona-Fällen in den Amateurligen der Hansestadt um. "Wir sind davon ausgegangen, dass diese Geschichten passieren", sagte ein HFV-Sprecher am Dienstag auf Nachfrage. 

Zuletzt hatte sich ein Spieler des Oberligisten Niendorfer TSV beim Besuch der Bar "Le Vou" im Schanzenviertel mit dem Coronavirus angesteckt.

Der HFV plant, mögliche Spielausfälle aufzufangen. "Wir haben genügend Platz für Nachholspiele", sagte der Sprecher weiter. So sei unter anderem auf einige Pokalwettbewerbe verzichtet worden, um ausgefallene Partien neu ansetzen zu können. 

Der Verband plant, eine Statistik zu erstellen, um genau ermitteln zu können, welchen Einfluss das Coronavirus auf das Spielgeschehen hat. Eine Gefährdung des gesamten Spielbetriebs gebe es derzeit nicht.

Update, 22. September, 12.14 Uhr: 61 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist von Montag auf Dienstag um 61 gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7290 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Montag waren 65 Neuinfektionen gezählt worden. Etwa 6200 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 31 Covid-19-Patienten behandelt, davon 9 auf Intensivstationen. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239, genauso viele wie am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg wie schon am Vortag 269 Tote.

Update, 22. September, 8.15 Uhr: 40 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 40 Neuinfektionen bestätigt worden. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4460, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Sonntag waren 20 Neuinfektionen gezählt worden. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Montag sechs Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen

Update, 22. September, 6.30 Uhr: Weiterere Corona-Ausbruch in Schanzen-Bar

Im "Le Vou" haben sich 16 Gäste mit dem Coronavirus infiziert.
Im "Le Vou" haben sich 16 Gäste mit dem Coronavirus infiziert.  © City News TV

Hamburg – Die Hamburger Schanze wird zum Corona-Hotspot. 

Neben dem bekannten Vorfall in der Bar "Katze", bei dem sich mittlerweile 13 Menschen infizierten, wurde nun bekannt, dass sich auch 16 Gäste der Bar "Le Vou" mit dem Virus angesteckt haben. 

Die Gesundheitsbehörde ist dabei, weitere Besucher der Shisha-Bar zu ermitteln. Die sind oft schwer zu finden, weil die Kontaktdaten oft gar nicht vorhanden oder nicht lesbar sind, wie sich Mitte-Bezirksamtsleiter Falko Droßmann nach seinem Rundgang über den Kiez echauffiert. 

Die Gäste müssten mehr Verantwortung zeigen. Zudem müsste die Eindämmungsverordnung auch in leichterer Sprache verfasst werden, damit Gastronomen verstehen, was von ihnen gefordert wird.

Update, 21. September, 22.13 Uhr: Lage im Kreis Cloppenburg entspannt sich leicht

Cloppenburg - Die Corona-Lage in dem von Neuinfektionen stark betroffenen Landkreis Cloppenburg hat sich leicht entspannt. 

Cloppenburg war zwar am Montag weiterhin der einzige niedersächsische Kreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tage-Inzidenz, wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte. Auf 100.000 Einwohner gerechnet lag die bestätigte Fallzahl aber nur noch bei 58,6 nach 63,9 am Vortag.

Am Montagnachmittag meldete der Landkreis allerdings neun weitere nachgewiesene Infektionen sowie einen ersten Todesfall. Betroffen war ein vorerkrankter Mensch aus Löningen. 

Die Zahl der aktuellen Infektionen im Kreis stieg von 145 auf 165 - berücksichtigt werden bei diesem Wert die Infektionsfälle der vergangenen 14 Tage. 

Update, 21. September, 19.49 Uhr: Gesundheitsamt schließt Kita in Wedel

Ein Schild am Eingang einer Kita weist auf die Hygieneregeln hin.
Ein Schild am Eingang einer Kita weist auf die Hygieneregeln hin.  © Ulrich Perrey/dpa

Wedel - Wegen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Kindes ist eine komplette Kita in Wedel (Kreis Pinneberg) am Montag für zwei Wochen geschlossen worden.

"Da es sich nicht klar eingrenzen ließ, mit wem das betroffene Kind Kontakt hatte, hat das Gesundheitsamt entschieden, für alle 130 Kinder und 31 Mitarbeiter*innen eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen", teilte der Kreis Pinneberg mit. 

Eine Betreuung in der Kita sei in dieser Zeit nicht möglich. Insgesamt meldete der Kreis am Montag drei neue bestätigte Corona-Fälle. 

Die Gesamtzahl liege damit bei 812, wobei 720 (plus acht) als genesen angesehen werden könnten.

Update, 21. September, 17.56 Uhr: 19 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern, besonders in Rostock, setzt sich die Reihe von Tagen mit vergleichsweise hohen Zahlen von Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus fort. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag berichtete, wurden landesweit 19 neue Fälle registriert, davon allein 15 in Rostock. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte waren es zwei, im Kreis Ludwigslust-Parchim und in Vorpommern-Greifswald jeweils einer.

Wegen der hohen Zahl von Neuinfektionen stieg die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Rostock auf 14,8 und liegt damit nun im gelben Bereich. Kritisch und damit im roten Bereich ist ein Kreis oder eine Stadt, wenn der Wert von 50 erreicht ist.

Die Zahl der seit März nachweislich mit Coronavirus infizierten Menschen im Nordosten ist damit auf 1123 gewachsen. 

Update, 21. September, 16 Uhr: 13 Infizierte nach Corona-Ausbruch in der "Katze"

Hamburg - Nach dem Corona-Ausbruch in der Hamburger Bar "Katze" ist die Anzahl der hinzugekommenen Erkrankungen nach Angaben der Gesundheitsbehörde überschaubar. 

Insgesamt gehen nun 13 bestätigte Covid-19-Fälle auf den Ausbruch in der Bar zurück, darunter auch die bereits vermeldeten Servicekräfte der Bar, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. 

Etwa 600 Menschen werden von den Gesundheitsämtern zum Kreis der potenziell betroffenen Kontaktpersonen gezählt, rund 400 von ihnen stammen aus Hamburg. 

Die meisten Besucher konnten die Gesundheitsämter mittlerweile erreichen, rund hundert hatten falsche Kontaktdaten angegeben.

Update, 21. September, 15.25 Uhr: Land testet Fiebermessungen an Schulen

Schwerin - Aus Sorge vor vermehrten Corona-Infektionen in der bevorstehenden kalten Jahreszeit erwägt Mecklenburg-Vorpommern Fiebermessungen in Kitas und Schulen. 

"Wir werden erproben, ob es Sinn macht, die Kinder vor Beginn von Kita und Schule zu testen", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montag nach einer Kabinettsklausur in Schwerin. 

"Wir werden solche Geräte anschaffen, wissen aber nicht, ob sich Aufwand und Nutzen flächendeckend lohnen. Deshalb starten wir mit einer Pilotphase." Die Teilnahme sei freiwillig. 

Ziel ist laut Schwesig, dass pro Landkreis und kreisfreier Stadt eine Kita und eine Schule mitmachen.

Update, 21. September, 12.15 Uhr: Deutlich weniger Tourismus im Norden

Kiel - Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat auch im Juli im Vorjahresvergleich deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Insgesamt sank die Zahl der Übernachtungsgäste in dem Sommermonat infolge der Corona-Pandemie auf 1,068 Millionen, wie das Statistikamt Nord am Montag berichtete. 

Das waren 14,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der gebuchten Übernachtungen fiel im Vergleich zum Juli 2019 um 5,8 Prozent auf knapp 5,7 Millionen.

In den ersten sieben Monaten ging die Gästezahl um 36,2 Prozent auf gut 3,3 Millionen Urlauber zurück. Bei den Übernachtungen fiel das Minus mit 28,4 Prozent etwas geringer aus. Insgesamt wurden 14,7 Millionen Übernachtungen gebucht.

Das Vorjahresniveau erreichten aber touristische Hotspots an den Küsten. So gab es an der Nordsee in St. Peter-Ording im Juli ein geringes Plus von 0,9 Prozent bei den Übernachtungen, die Zahl der Gäste ging nur leicht um 0,2 Prozent zurück. In der Gemeinde Sylt sank zwar die Zahl der Gäste um 1,1 Prozent. Dafür buchten diese 1,6 Prozent mehr Übernachtungen.

An der Ostsee fiel der Rückgang bei den Gästeankünften im Juli (minus 12,7 Prozent) höher aus als an der Nordsee (minus 4,6 Prozent). Die Juli-Statistik erfasste 3573 Beherbergungsstätten mit 230.000 Gästebetten sowie 271 Campingplätze.

Update, 21. September, 11.15 Uhr: Großkontrolle in Hamburger Bars

Hamburg - Bei einer Großkontrolle auf dem Hamburger Kiez sind laut Medien-Berichten zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt worden. Von den knapp 30 überprüften Bars und Kneipen habe sich die Hälfte an alle Corona-Auflagen gehalten, die andere Hälfte nicht - beispielsweise seien einige Clubs völlig überfüllt gewesen, sagte der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmann, dem Radiosender NDR 90,3. Eine Bar sei geschlossen worden. 

Nach Polizeiangaben waren in der Spitze in der Nacht zum Sonntag bis zu 15.000 Menschen auf dem Kiez unterwegs. Deshalb sei der Zugang zur Großen Freiheit in der Nacht kurz vor 3 Uhr für fast eine Stunde beschränkt worden.

Unterdessen will das Bezirksamt Altona schärfere Corona-Regeln für einzelne Bars einführen. Amtsleiterin Stefanie von Berg (Grüne) lässt rechtlich prüfen, ob es in Einzelfällen eine generelle Maskenpflicht für die Beschäftigten geben könne - vor allem in kleineren Bars, in denen die Abstandsregeln kaum eingehalten werden können. 

Beim Bedienen hinterm Tresen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung derzeit nicht zwingend erforderlich, wenn ausreichend Abstand eingehalten wird.

Update, 21. September, 7 Uhr: 20 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 20 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4420, wie aus den am

Sonntagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Samstag waren 17 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag wie auch schon am Vortag fünf Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 21. September, 6.15 Uhr: Behörden erwarten nach Corona-Ausbruch in Hamburger Bar neue Zahlen

Hamburg – Nach dem Corona-Ausbruch in der Hamburger Bar "Katze" erwarten die Behörden für den Wochenbeginn neue Zahlen von den Gesundheitsämtern. 

Sowohl die Sozialbehörde als auch das Bezirksamt Altona hatten für Montag weitere Informationen rund um das Infektionsgeschehen in der Bar im Schanzenviertel angekündigt. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Barmitarbeiter der "Katze" positiv auf Corona getestet worden war. Bis Freitag wurden insgesamt acht Fälle registriert, vier davon waren "Katze"-Mitarbeiter.

Rund 600 Gäste kommen als Kontaktpersonen in Frage. 500 von ihnen konnten mit Hilfe der ausgefüllten Kontaktdaten-Listen über den Corona-Fall informiert werden. Sie alle sollten sich direkt in Quarantäne begeben. Bei weiteren etwa 100 Menschen war das zunächst nicht möglich, weil sie entweder Fantasienamen wie Darth Vader, Benjamin Blümchen oder Lucky Luke angegeben hatten oder unvollständige beziehungsweise unleserliche Angaben gemacht hatten. Nach einem öffentlichkeitswirksamen Aufruf hatten sich allerdings zahlreiche Menschen doch noch direkt bei der Behörde gemeldet.

Am Wochenende waren die Corona-Infektionszahlen um 92 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt mindestens 7164 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mit 18,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

Update, 20. September, 20.49 Uhr: Corona-Lage in Cloppenburg bleibt kritisch

Cloppenburg - Im Kreis Cloppenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gestiegen - die Region könnte auch angesichts nicht eingehaltener Schutzregeln zu einem Hotspot werden. 

Landrat Johann Wimberg (CDU) zeigte sich am Sonntag "besorgt über das fahrlässige Freizeitverhalten mancher Einwohner". Nach Kontrollen der inzwischen verschärften Maßnahmen gegen weitere Virus-Ansteckungen berichtete die Polizei von teilweise "erschreckenden Ergebnissen".

Cloppenburg war am Wochenende nach wie vor einziger niedersächsischer Landkreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tagesinzidenz. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, lag die bestätigte Fallzahl nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums in Hannover bei 63,9. 

Sie hatte sich bereits zuvor erhöht. Bis zum Sonntagmorgen wurden vom Ministerium weitere 12 bestätigte Neuinfektionen und eine Gesamtzahl von 458 Fällen für Cloppenburg gemeldet. 

Der Kreis selbst sprach am Nachmittag von 19 neuen positiven Testergebnissen und 452 Fällen. 

Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tagesinzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis Cloppenburg hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. 

Update, 20. September, 11.50 Uhr: 15 neue Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel.
Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Sonntag um weitere 15 Fälle gestiegen. 

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7164 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Am Vortag waren 75 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6200 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Mit 18,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Samstag lag der Wert bei 18,7.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 33 Covid-19-Patienten behandelt, davon 9 auf Intensivstationen (Stand: Freitag, 14 Uhr). Das sind jeweils drei mehr als am Tag zuvor. Diese Daten werden am Wochenende nicht aktualisiert. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239 - genauso viele wie am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg wie schon am Vortag 269 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 20. September, 11.48 Uhr: 17 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 17 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4400, wie aus den am

Samstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Freitag waren 34 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Samstag wie auch schon am Vortag fünf Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 19. September, 16.49 Uhr: Corona-Tests an Rostocker Gesamtschule gehen weiter

Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nasenschutz in ihrem Klassenraum. (Symbolbild)
Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nasenschutz in ihrem Klassenraum. (Symbolbild)  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - An der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen sind fünf weitere Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Zudem seien zwei mögliche weitere positive Befunde festgestellt worden, teilte die Stadt Rostock am Samstag mit. Diese beiden Fälle sollen am Montag erneut getestet werden. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Fälle an der Schule auf 17 - also 14 Schüler und 3 Lehrer. 

Weitere Lehrer sind nicht infiziert, wie Rostocks Gesundheits- und Schulsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Die positiven Fälle zögen sich durch fast alle Klassenstufen. Nur in der 12. Klasse gebe es bislang keine Fälle.

Update, 19. September, 12.24 Uhr: 77 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Samstag um 77 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7149 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

In der Statistik steigen die Fallzahlen dennoch nur um 75, weil zwei Fälle aus Mitte September der Behörde zufolge wieder gestrichen wurden. Am Vortag waren 65 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6100 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Mit 18,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Freitag lag der Wert bei 17,3.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 33 Covid-19-Patienten behandelt, davon 9 auf Intensivstationen (Stand: Freitag, 14 Uhr). Das sind jeweils drei mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239 - genauso viele wie am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg wie schon am Vortag 269 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 19. September, 12.23 Uhr: 34 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 34 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4383, wie aus den am Freitagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Donnerstag waren 38 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Freitag fünf Corona-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 19. September, 8.22 Uhr: Uni-Absolventen haben es wegen Corona schwieriger

Hamburg – Corona hat es jungen Uni-Absolventen in Hamburg schwieriger gemacht. Von der Uni in die Arbeitslosigkeit wechselten laut Zahlen der Hamburger Arbeitsagentur aber nur wenige. Die Pandemie habe Studierende in der Hansestadt allerdings vor besondere Herausforderungen gestellt, sagte Pressesprecher Knut Böhrnsen der Deutschen Presse-Agentur.

Praktikumsstellen brachen zum Beispiel kurzfristig weg, Nebenjobs wurden aufgelöst und monatelanges Warten sorgte bei Einigen für Unsicherheit - auch wenn kein eigenes Versäumnis vorlag, wie Böhrnsen betont.

Laut den Zahlen der Agentur für Arbeit, haben sich in Hamburg nur wenige Akademiker unter 25 Jahren in den Monaten März (33) und Juni (48) arbeitslos gemeldet. Lediglich im April dieses Jahres gab es mit nahezu 70 arbeitslosen Akademikern unter 25 Jahren eine kleine Spitze. "Im Vergleich zu den Monaten des vergangenen Jahres gibt es aber keinen großen Anstieg, der uns aufhorchen lässt", so Böhrnsen.

Eine quantifizierte Einschätzung der Betroffenheit junger Akademiker sei allerdings auch schwierig. Nach dem Studium besteht den Angaben zu folge selten Anspruch auf Arbeitslosengeld I, weswegen sich viele auch nicht bei der Arbeitsagentur melden. Außerdem nähmen Absolventen zunächst oft einen Job an, der zwar unterhalb ihrer eigentlich Qualifikation liege - aber Miete und Lebensunterhalt finanziere.

Besser in Zeiten von Corona haben es laut Arbeitsagentur Auszubildende. In der Hansestadt wurden sie demnach nahezu nahtlos übernommen. Allerdings bestimme hier auch die Branche die Chancen: Azubis im Einzelhandel, in Hotels und Restaurants, sowie in der Veranstaltungsbranche hätten Probleme beim Berufseinstieg gehabt.

Update, 19. September, 7.50 Uhr: Tourismus zieht gemischte Bilanz des "Corona-Sommers" 2020

Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht am Zugang zum Strand an der Ostsee.
Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht am Zugang zum Strand an der Ostsee.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Lübeck – Der "Corona-Sommer" 2020 hat in vielen Tourismusorten einen weniger großen Schaden angerichtet als zunächst befürchtet. 

Die Auslastungszahlen im Sommer seien vor allem in den touristischen Hochburgen ähnlich stark gewesen wie in den Jahren zuvor, sagte die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Bettina Bunge. 

Doch die Bilanz fällt nicht durchgängig positiv aus. Einige Orte, Regionen und Betriebe hätten zu kämpfen, vor allem im Städtetourismus sowie im Tagungs- und Kongressgeschäft fehle es noch an Umsätzen und Gästen, sagte sie.

Auch bei den Hotels und Restaurants ist die Einschätzung sehr unterschiedlich. Während Häuser in Strandlage seit der schrittweisen Lockerung der Corona-Auflagen wieder gute Umsätze machten, hätten Betriebe im Binnenland oft mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Schleswig-Holstein, Stefan Scholtis.

Update, 18. September, 17.43 Uhr: Tests an Gesamtschule in Lichtenhagen - Zwölf Neuinfektionen in MV

Rostock - Nach den zwölf positiven Corona-Tests in der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen ist an diesem Freitag die Testung von rund 200 Schülern der 5. Klasse sowie von einem Teil der Beschäftigten über die Bühne gegangen. 

Die anderen Schüler sollen sich noch bis Samstag zu festen Terminen bei der Unimedizin melden, sagte Rostocks Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mit Ergebnissen sei erst am kommenden Montag zu rechnen. Inzwischen ist auch ein Bürgertelefon (0381 381 1111) geschaltet, es wird auch am Montag und Dienstag bereitstehen.

Bis Donnerstag waren an der Schule neun Schüler und drei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für knapp 800 Schüler und mehr als 80 Beschäftigte der Schule wurde daraufhin eine umfassende Quarantäne ausgesprochen. Über den Weg des Sars-CoV-2-Virus in die Schule herrsche nach wie vor Unklarheit. Es werde allerdings davon ausgegangen, dass die Quelle in der Schülerschaft zu suchen sei.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden an diesem Freitag insgesamt zwölf Menschen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern auf 1105. Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1012 als genesen. Im Nordosten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Wie der Landkreis Rostock am Freitag berichtete, ist auch am Berufsschulzentrum in Güstrow ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden 20 Schüler und 8 Lehrer in die häusliche Quarantäne geschickt. Der Berufsschüler selbst stamme aus dem Nachbarlandkreis Ludwigslust-Parchim.

Update, 18. September, 16.11 Uhr: Cloppenburg verschärft Corona-Regeln - Treffen nur mit sechs Menschen

Cloppenburg - Der Landkreis Cloppenburg reagiert auf das Überschreiten des 7-Tages-Grenzwertes bei Corona-Neuinfektionen mit weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Betroffen von den Maßnahmen sind die Stadt Löningen sowie die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern, wie Landrat Johann Wimberg am Freitag in Cloppenburg sagte. 

Von einem lokalen Shutdown wollte der Landrat nicht sprechen, er fügte aber hinzu: "Wir gehen in so eine Richtung".

In den betroffenen Teilen des Landkreises dürfen sich bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten, Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schließen. 

Zuvor waren in den betroffenen Gemeinden bereits Schulen geschlossen worden. Zudem war landkreisweit Mannschaftssport untersagt worden.

Am Freitag wurden im Landkreis Cloppenburg 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Der Landrat sprach von "maßvollen und angemessenen" Maßnahmen. Er kündigte verstärkte Kontrollen der Einhaltung der Corona-Regeln für die kommenden Tage an. 

Bisher seien die Infektionszahlen im Landkreis stets sehr niedrig gewesen. Todesfälle habe es bisher keine gegeben. Daher seien manche Bürger zuletzt nachlässig bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen geworden.

Update, 18. September, 14.20 Uhr: Marine-Vizechef bedauert geringe Wertschätzung für Soldaten

Rostock - Der Vize-Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Rainer Brinkmann, hat die geringe Wertschätzung der Marinesoldaten in Zeiten der Corona-Pandemie bedauert. 

In vielen Teilen des öffentlichen Lebens seien ungewöhnliche Einsatzbereitschaft nötig: "Ohne das Engagement von Krankenschwestern, Pflegepersonal, Ärzten und Gesundheitsämtern ständen wir nicht da, wo wir stehen", schrieb Brinkmann in einem sogenannten Tagesbefehl, der am Freitag veröffentlicht wurde.

"Wenn es daneben aber weitere, bisher wenig beachtete Helden und Heroen in Zeiten von Corona gibt, dann sind es unsere Soldaten und Marineangehörigen", schrieb Brinkmann. 

Sie würden sich trotz der Belastungen und Entbehrungen der Seefahrt und des militärischen Dienstes den besonderen Herausforderungen klaglos stellen und ihrer Pflicht nachkommen, ohne davon großes Aufheben zu machen. 

So müssten sich die Soldaten vor den langen Einsätzen in Quarantäne begeben. Sie dürften monatelang nicht von Bord gehen, müssten Außenkontakte vermeiden und ihre Einsätze verlängerten sich bisweilen unplanmäßig. "Bedauerlich nur, dass diese Leistung im Schatten der Geschehnisse des Alltags keine größere Aufmerksamkeit und Würdigung in der Öffentlichkeit erfährt."

Gleichzeitig sei zu erleben, dass nach Monaten der vielerorts als bedrückend empfundenen Regelungen zum Schutz der Bevölkerung die Vorbehalte wachsen und vermeintlich verlorene Freiheitsrechte vehement eingefordert werden. "Anerkennung und Achtung fordert mittlerweile allein schon der ein, der sich nur an Auflagen hält", erklärte Brinkmann.

Update, 18. September, 12.15 Uhr: Großkonzerne bei Tschentscher - Gespräch über Corona-Folgen

Hamburg - Rund einen Monat nach dem Treffen von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (54, SPD) mit Vertretern von kleinen und mittleren Unternehmen zur Corona-Krise sind nun die Großkonzerne dran. 

Am kommenden Mittwoch (14 Uhr) wolle Tschentscher mit deren Vertretern im Rathaus über die Auswirkungen der Pandemie sprechen, teilte die Senatspressestelle am Freitag mit. Konkret solle es dabei auch um Fragen gehen wie: "Wie kommen die Hilfsmaßnahmen an? Welche weiteren Lösungen sind sinnvoll und machbar?" 

Bereits um 10 Uhr seien zum selben Thema unter anderem Vertreter aus den Bereichen Eventtechnik und Catering sowie Konzertveranstalter geladen.

Update, 18. September, 11.33 Uhr: 65 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - ein Todesfall

Ein Mann zeigte eine Mund-Nasen-Schutzmaske.
Ein Mann zeigte eine Mund-Nasen-Schutzmaske.  © dpa/Axel Heimken

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Freitag um 65 Fälle gestiegen. 

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7074 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Vortag waren 46 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6100 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Freitag 30 Covid-19-Patienten behandelt, davon 6 auf Intensivstationen. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239. Das ist ein Fall mehr als noch am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg 269 Tote, ebenfalls einen mehr als noch am Donnerstag.

Update, 18. September, 9.56 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen treten im Norden in Kraft

Kiel - In Schleswig-Holstein sind Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus von Samstag an im Freizeit-, Sport- und Veranstaltungsbereich teilweise weniger streng. 

So hat die Landesregierung größere Märkte und mehr Zuschauer bei Sportwettkämpfen erlaubt. Auch das paarweise Tanzen auf Familienfeiern ist wieder möglich. Dabei muss aber Abstand zum nächsten Paar gewahrt werden. An privaten Feiern dürfen in Gebäuden weiterhin höchstens 50 Personen teilnehmen.

Die maximale Besucherzahl für Märkte und Messen steigt von 750 auf 1500 außen und von 250 auf 750 innen. Zulässig ist dabei nur ein Teilnehmer je sieben Quadratmeter Fläche.

Bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum wie Vorträgen und Lesungen, im Kino, Theater oder bei Konzerten dürfen bis zu 50 Prozent der verfügbaren Plätze belegt werden. Übersteigt die Kapazität aber 750 Plätze innen und 1500 außen, sind nur 25 Prozent erlaubt.

Whirlpools und Saunen dürfen nicht mehr nur einzeln oder von Mitgliedern eines Haushaltes genutzt werden. Abstandsgebot und Kontaktverbot sind weiterhin einzuhalten. Bei Dampfbädern gilt unverändert die Beschränkung auf eine Person oder Mitglieder eines Haushalts.

Ab Samstag können die Sportvereine wieder deutlich mehr Zuschauer in ihre Stadien und Sporthallen lassen. Bis zu 25 Prozent aller Plätze dürfen belegt werden. Bisher waren es maximal 500 Zuschauer, und dies nur beim Fußball. Die Regelung gilt nicht nur für Profiklubs, sondern auch für Amateurvereine im allen Sportarten.

Update, 18. September, 9.34 Uhr: 38 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein - 7 Menschen in Kliniken

Kiel - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 38 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Epidemie im Norden erhöhte sich damit auf 4349, wie aus den am Donnerstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Mittwoch waren 23 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Donnerstag sieben Corona-Patienten behandelt, einer weniger als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 18. September, 6.40 Uhr: Wohngeld wegen Corona deutlich stärker gefragt

Schwerin - Aufgrund von Kurzarbeit und Erwerbslosigkeit infolge der Corona-Krise beziehen derzeit deutlich mehr Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern Wohngeld als vor einem Jahr. Im September erhielten 21.200 Haushalte diese soziale Unterstützung, wie das Bauministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 

Vor einem Jahr seien es rund 19.000 gewesen. Der Bedarf geht den Angaben zufolge aber wieder leicht zurück. Im Juni sei Wohngeld noch an mehr als 22.000 Haushalte ausgezahlt worden.

In den ersten neun Monaten wurden landesweit knapp 29 Millionen Euro Wohngeld überwiesen und damit fast so viel wie im gesamten Jahr 2019, wie Ministeriumssprecherin Renate Gundlach erklärte. 

"Das entspricht einem Anstieg von etwa 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum." Ursache für den Anstieg sei neben der Corona-Pandemie auch die Wohngeldreform zum 1. Januar 2020. Zum Jahreswechsel waren die Höhe der Leistungen angehoben und der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert worden.

Update, 17. September, 19.45 Uhr: 14 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 14 neue Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus festgestellt worden. 

Dabei handelt es sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) um zehn Fälle in der Rostocker Hundertwasser-Gesamtschule. In der Folge dieser Neu-Infektionen wurde für alle knapp 800 Schüler und mehr als 80 Beschäftigte der Schule eine Quarantäne ausgesprochen. Drei weitere Fälle traten im Landkreis Ludwigslust-Parchim und einer in Schwerin auf.

Die Zahl der seit März nachweislich mit Sars-CoV-2 infizierten Menschen im Nordosten ist damit auf 1095 gewachsen. Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1010 als genesen. 

Im Nordosten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Update, 17. September, 15.28 Uhr: Kieler Weihnachtsmärkte finden trotz Corona statt

Ohne Maske werden Besucher auf dem Weihnachtsmarkt vermutlich nicht unterwegs sein dürfen. (Archivbild)
Ohne Maske werden Besucher auf dem Weihnachtsmarkt vermutlich nicht unterwegs sein dürfen. (Archivbild)  © Frank Molter/dpa

Kiel - Trotz der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie sollen in Kiel in diesem Jahr Weihnachtsmärkte stattfinden. 

"Nach derzeitigem Stand ist mit Maskenpflicht beim Gang über den Weihnachtsmarkt zu rechnen", wie ein Sprecher der Stadt am Donnerstag sagte. "Ob Alkohol ausgeschenkt werden darf, steht noch nicht fest." 

Die Größe wird von den dann geltenden Corona-Vorgaben des Landes hinsichtlich maximaler Besucherzahl und der Freifläche je Besucher abhängen. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Die Stadt geht von einer geringeren Zahl der Stände als in den Vorjahren aus. Ebenso sei damit zu rechnen, dass die Weihnachtsmarktflächen umzäunt werden, damit sich dort nicht mehr Menschen aufhalten als erlaubt. 

Für genauere Angaben zur Gestaltung sei es noch zu früh. Einen neuen Weihnachtsmarkt am Bootshafen in der Nähe des Holstenfleets soll es in diesem Jahr nicht geben.

Die Stadt verwies auf wertvolle Erfahrungen durch die erst am 13. September zu Ende gegangene Kieler Woche mit Veranstaltungen im Freien unter Corona-Bedingungen. 

Anfang Oktober soll in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt erstmals seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus zudem wieder ein Jahrmarkt stattfinden.

Update, 17. September, 13.15 Uhr: Hamburger Baubranche verzeichnet trotz Corona mehr Aufträge

Der Baubranche in Hamburg geht es trotz Corona gut.
Der Baubranche in Hamburg geht es trotz Corona gut.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Hamburger Baubranche hat trotz Corona gut zu tun. Der Wert der Auftragseingänge ist in der Hansestadt im Vorjahresvergleich um 83 Prozent gestiegen. "Da müssen größere Projekte dahinter stecken", sagte der Fachliche Sprecher des Statistikamts Nord Gerhard Lenz der Deutschen Presse-Agentur. 

Die größeren Betriebe des Hamburger Bauhauptgewerbes haben demnach in der ersten Hälfte dieses Jahres Aufträge im Wert von mehr als 1,16 Milliarden Euro angenommen.

Mit knapp 600 Millionen Euro ist der Wirtschaftsbau laut Statistikamt für mehr als die Hälfte der Auftragseingänge verantwortlich. Dabei handelt es sich den Informationen zufolge - ausgenommen Wohnungsbau - um private Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. 

Mit einem Plus von knapp 16 Prozent seien auch im Wohnungsbau mehr Aufträge als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres eingegangen.

"Wir waren ja auch eine der wenigen Industrien, die weiterarbeiten durften", sagte die Sprecherin des Verbands der Hamburger Bauindustrie Janine Hammler auf dpa-Anfrage. Zusätzlich habe das Baugewerbe in der Hansestadt zu Beginn von Corona noch viele alte Aufträge abarbeiten können. 

Die Zahlen des Statistikamts sehe der Branchenverband trotzdem mit leichter Zurückhaltung. Noch sei unklar, ob die gesamtwirtschaftlichen Folgen von Corona die Branche irgendwann einhole, so Hammler.

Berücksichtigt wurden für die Auswertung des Statistikamts 147 Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern. Das waren demzufolge 24 Firmen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Update, 17. September, 12.43 Uhr: Acht Schüler und drei Lehrer an Rostocker Gesamtschule infiziert

Rostock - An der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen sind acht Schüler und drei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Knapp 800 Schüler und mehr als 80 Beschäftigte der Schule könnten von einer Quarantäne betroffen sein, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. 

Darüber werde am Nachmittag beraten. Zunächst war am Dienstag bei einer Lehrerin ein positiver Befund erstellt werden. Anschließend war die Schule am Mittwoch nach positiven Tests bei zwei weiteren Lehrern vorübergehend geschlossen worden. Der Unterricht war für diesen Donnerstag komplett abgesagt worden.

"Damit besteht nun Klarheit darüber, dass es sich um ein größeres Infektionsgeschehen handelt und die Schulschließung auch erforderlich war", sagte Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke).

Update, 17. September, 12.35 Uhr: Produktion von bis zu 2,5 Millionen Schutzmasken pro Monat in Laage startet

Laage - Beim Biotechnologie-Unternehmen BM Bioscience Technology GmbH in Laage ist am Donnerstag die Produktion von medizinischen Schutzmasken aufgenommen worden. Zunächst werden bis zu 800.000 Schutzmasken pro Monat produziert, bei Bedarf kann die Zahl auf bis zu 2,5 Millionen erhöht werden, wie Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph beim offiziellen Produktionsstart sagte. 

Die Corona-Pandemie zeige, dass der Bedarf danach vor allem in Gesundheitsberufen riesig sei. Die Herstellung medizinischer Mund-Nasen-Bedeckungen im eigenen Land sei ein Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von Lieferungen von außen und helfe beim Aufbau des Clusters "Textile Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern".

Die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie es zum Lockdown und den damit verbundenen Ausfuhrbegrenzungen zu weltweiten Engpässen bei persönlicher Schutzausrüstung und bei Medizinprodukten gekommen sei, betonte Rudolph. 

"Das hat uns gezeigt, wie sensibel die internationalen Wirtschaftsverflechtungen sind und wie wichtig es ist, bei der Sicherung unserer Grundversorgung von anderen unabhängiger zu werden."

Update, 17. September, 11.48 Uhr: 46 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Donnerstag um 46 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7009 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Etwa 6000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Der Corona-Ausbruch in der Bar "Katze" im Schanzenviertel, bei den in den vergangenen Tage bereits sechs Infektionen nachgewiesen worden seien, spiegele sich noch nicht in den Zahlen wider, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. 

Einen Überblick, wie viele der rund 600 infrage kommenden Gäste sich in der Bar tatsächlich infiziert haben, werde es wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben.

Mit 17,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Mittwoch hatte der Wert 18,8 betragen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Donnerstag 29 Covid-19-Patienten behandelt, davon 8 auf Intensivstationen. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert 238. Das RKI nannte für Hamburg 268 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. 

Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 17. September, 10.55 Uhr: Nach Corona-Delle wieder mehr Aufräge für Baugewerbe im Norden

Kiel - Nach einer Delle im Zuge der Corona-Pandemie haben die größeren Betriebe des Bauhauptgewerbes in Schleswig-Holstein im Mai und Juni wieder mehr Aufträge an Land erhalten. 

Im Mai (plus 7,5 Prozent) und Juni (13,9 Prozent) zog die Auftragslage wieder an, wie das Statistikamt Nord am Donnerstag berichtete. Der Wert der Auftragseingänge war in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Monaten März (minus 22,3 Prozent) und April (9,5 Prozent) im Vorjahresvergleich gesunken.

Im ersten Halbjahr steigerten die größeren Betriebe des Bauhauptgewerbes ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 1,29 Milliarden Euro. 

Mit einem Plus von 14 Prozent war der Anstieg im Wirtschaftsbau am höchsten. Dort wurden knapp 400 Millionen Euro umgesetzt. Auch im Straßenbau gab es eine Steigerung um zehn Prozent auf 135 Millionen Euro. Im Wohnungsbau sanken die Umsätze dagegen um sechs Prozent auf 500 Millionen Euro.

Update, 17. September, 10 Uhr: Wirtschaftsminister Althusmann: Längere Kurzarbeit wird Luftfahrt-Jobs retten

Bernd Althusmann (53, CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen.
Bernd Althusmann (53, CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Oldenburg - Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (53) setzt darauf, mit verlängerter Kurzarbeitsregelung Arbeitsplätze in der Luftfahrtindustrie zu retten. 

Er hoffe auf eine "möglichst hohe Zahl", sagte der CDU-Politiker der Oldenburger Nordwest-Zeitung. "Die Luftfahrtindustrie ist in unserem Land mit über 260 Unternehmen und 30.000 Beschäftigen eine Schlüsselbranche", betonte er. 

Die Verlängerung der Kurzarbeit werde "etliche Arbeitsplätze retten". Das Land Niedersachsen plane aber keine Bürgschaften, an dieser Stelle sei der Bund gefordert, weil Airbus ein deutsch-französisches Gemeinschaftsunternehmen sei.

Der von der Corona-Pandemie verursachte Einbruch werde nach Unternehmenseinschätzung wohl erst 2023/2024 überwunden sein, sagte Althusmann. 

"Persönlich setze ich große Hoffnung in die Verantwortung der Sozialpartner." Das Land habe Anfang September ein zusätzliches Luftfahrt-Förderprogramm mit einem Volumen von 20 Millionen Euro auf den Weg gebracht, das Paket ergänze ein 20-Millionen-Euro-Programm für die Luftfahrtindustrie in Niedersachsen. Dabei gehe es um neue, emissionsarme Antriebe oder um Leichtbau mit Carbonverbundstoffen.

"Wir hoffen, mit diesen Programmen zumindest einen Teil der Arbeitsplätze zu retten, die jetzt abgebaut werden sollen", sagte Althusmann. Bei Airbus im Norden sollen mehr als 3000 Stellen wegfallen. In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen es Airbus-Angaben zufolge 2325 Stellen sein, in Bremen geht es um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen.

Althusmann erklärte, es gebe eine norddeutsche Forschungsallianz. Bremen werde sich voraussichtlich um die Weiterbildung der Mitarbeiter aus der Luftfahrtbranche kümmern, Hamburg um Teile der Wasserstofftechnologie in der Luftfahrt. "Und in Niedersachsen spielen der Leichtbau und neue Werkstoffe eine herausragende Rolle. Das ist eine große Chance für die Standorte Nordenham und Varel."

Update, 17. September, 6.30 Uhr: Gesamtschule in Rostock geschlossen

Rostock - Wegen zwei weiterer Coronavirus-Infektionen wird eine Gesamtschule in Rostock vorübergehend geschlossen. Der Unterricht fällt für die insgesamt etwa 780 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 70 Lehrkräfte ab Donnerstag zunächst aus, wie der Sprecher der Stadt am Mittwoch mitteilte. 

Zwei weitere Lehrkräfte seien am Mittwoch positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 

Zuvor mussten nach der Infektion einer ersten Lehrerin der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen mehr als 90 Menschen in Quarantäne. 

Das Gesundheitsamt werde am Donnerstag die betroffenen Familien anrufen, weitere Informationen übermitteln und Beratungen ermöglichen.

Update, 16. September, 17.30 Uhr: Hunderte Kontaktpersonen nach Positivfällen in der "Katze"

Die Katze ist derzeit geschlossen.
Die Katze ist derzeit geschlossen.  © JOTO

Hamburg –  In der Bar "Katze" im Schanzenviertel sind mehrere Barmitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden, wie der Hamburger Senat mitteilte. 

Es muss angenommen werden, dass sich Gäste ohne ausreichenden Abstand angesteckt haben könnten. Das Gesundheitsamt hat bereits begonnen, alle betroffenen Besucher der Bar zu kontaktieren. Weil etliche Personen jedoch falsche Kontaktdetails angegeben haben, konnten noch nicht alle Kontaktpersonen ermittelt werden. Die Bar wurde geschlossen.

Der gesamte Gastronomiebetrieb wird als Infektionsquelle betrachtet, weil die Belüftung nur schwer erfolgt und die Abstände unter Umständen nicht einzuhalten sind. 

Es besteht das Risiko, dass Personen infiziert wurden, die bisher keine Symptome zeigen, aber dennoch angesteckt wurden. 

Die Behörden rufen daher auf: Wer die Bar "Katze" am 5., 8. oder 9. September jeweils ab 19 Uhr bzw. in den Nachtstunden auf den Folgetag besucht hat, und noch nicht kontaktiert wurde, möge sich unverzüglich telefonisch beim Gesundheitsamt unter 040/42811 1659 melden und sich bis zu weiteren Instruktionen durch den öffentlichen Gesundheitsdienst freiwillig in Quarantäne begeben.

Dieser Fall zeigt erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können.

Im Vordergrund steht nun, durch das Auffinden aller womöglich Infizierten die Verbreitung einzudämmen. Die Behörden prüfen nun, ob das Hygienekonzept in der "Katze" womöglich nicht eingehalten wurde.

Update, 16. September, 11.52 Uhr: 47 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Mehr Patienten in Kliniken

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Mittwoch um 47 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 6963 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Etwa 6000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Mit 18,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Dienstag hatte der Wert 18,2 betragen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Dienstag 31 Covid-19-Patienten behandelt, neun mehr als am Montag. Neun Erkrankte liegen auf Intensivstationen, zwei mehr als am Vortag. 

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert 238. Das RKI gab am Mittwoch 268 Tote an.

Update, 16. September, 7.20 Uhr: 33 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 33 auf 4288 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Dienstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. Am Montag waren 24 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden unverändert sechs Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch rund 4000 als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Update, 15. September, 22.10 Uhr: Corona-Fall an Schule - Quarantäne für vier Lehrer und 90 Schüler

Schwerin – Nach der Covid-19-Erkrankung einer Lehrerin in Rostock hat das Gesundheitsamt mehr als 90 Menschen unter Quarantäne gestellt. 

Dies gelte für die Erkrankte sowie drei Kontaktpersonen aus der Lehrerschaft, außerdem für 90 Kinder verschiedener Klassenstufen. "Für morgen wurden für alle Sars-CoV-2-Tests angeordnet", hieß es in einer Mitteilung der Stadt vom Dienstagabend. "Wenn alle diese Tests morgen negativ ausfallen, sind erneute Tests am Montag vorgesehen. Sollten auch diese Tests sämtlich negativ ausfallen, kann über eine Aufhebung der Quarantäne entschieden werden."

Auch alle übrigen Lehrkräfte der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen seien aufgefordert, sich testen zu lassen. Der Schulbetrieb werde zunächst fortgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler müssen den Angaben zufolge aber ab sofort auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Update, 15. September, 17.30 Uhr: Eine halbe Million Corona-Tests im Norden

Kiel – Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat es in Schleswig-Holstein bereits mehr als eine halbe Million Tests auf das neuartige Coronavirus gegeben. 

Im Laufe der vergangenen Woche sei Corona-Test Nummer 500 000 erfolgt, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Im Moment laufen im Land etwa 35 000 Tests pro Woche, die in den Laboren ausgewertet werden."

Nach Angaben der Landesregierung fielen im Norden bislang 4255 Tests positiv aus. In Schleswig-Holstein leben 2,9 Millionen Menschen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 im Norden gestorben sind, liegt bei 161. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update, 15. September, 16.39 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen an acht Hamburger Schulen

Hamburg – Weitere neun Schüler und ein Schulbeschäftigter haben sich in Hamburg mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 

Betroffen seien acht Schulen, darunter drei Berufsschulen und eine Pflegefachschule, teilte ein Sprecher der Schulbehörde am Dienstag mit. Die Gesundheitsämter hätten vorsorglich eine Klasse unter Quarantäne gestellt. Insgesamt gelten zurzeit 72 Hamburger Schüler und 10 Beschäftigte an 36 Schulen als infiziert. 15 Klassen und 45 weitere Mitarbeiter stehen unter Quarantäne.

Allein an der Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude wurde bei 33 Schülern und drei Mitarbeitern das Virus nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Hamburg-Nord hatte am Montag noch von 36 infizierten Schülern gesprochen, drei Fälle seien jedoch falsch zugeordnet worden, erklärte der Sprecher. Wie sich die Betroffenen ansteckten, werde noch untersucht.

Update, 15. September, 15 Uhr: Hamburg schließt zwei Corona-Testzentren

Hamburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg schließt in dieser Woche ihre Corona-Testzentren an den Notfallpraxen in Altona und Farmsen. 

Von Samstag an werde nur noch das Testzentrum am Hauptbahnhof zur Verfügung stehen, teilte die Ärzte-Vereinigung am Dienstag mit. Hintergrund sei die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, wonach Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen Corona-Test haben.

"Unsere Strategie im Kampf gegen die Pandemie war in Hamburg bislang die konsequente Trennung von symptomatischen und asymptomatischen Menschen. Diesen Weg setzen wir jetzt fort", erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztliche Vereinigung Hamburg, Caroline Roos.

Am Hauptbahnhof könnten sich Menschen ohne Symptome, aber mit einem Anspruch auf Testung untersuchen lassen. Dazu zählen Einreisende aus Risikogebieten, Personen mit behördlicher Anordnung zum Test oder Menschen, deren Corona-Warnapp ein erhöhtes Risiko anzeige, sowie Angestellte an Hamburger Schulen.

Wer schon mögliche Anzeichen einer Covid-19-Erkrankung spüre, müsse sich beim Arztruf 116117 melden oder eine der Notfallpraxen in Altona oder Farmsen aufsuchen. Patienten könnten sich auch an ihre bevorzugte Praxis wenden, am besten telefonisch.

Update, 15. September, 12 Uhr: 71 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Weiterer Todesfall

Eine Ärztin nimmt im neuen Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof einen Abstrich.
Eine Ärztin nimmt im neuen Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof einen Abstrich.  © dpa/Markus Scholz

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Dienstag auf 6916 gestiegen - 71 mehr als am Tag zuvor. Am Montag waren 21 Neuinfektionen gemeldet worden. 

Nach dem Wochenende kommt es häufig zu Verzögerungen bei der Auszählung, da nicht alle Gesundheitsämter Daten übertragen. Etwa 6000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts als genesen angesehen werden - 100 mehr als Montag.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Montag 22 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Freitag. Sieben liegen auf Intensivstationen. 

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf bei 238, einer mehr als am Montag. Das RKI gab am Dienstag 268 Tote an, genauso viele wie am Vortag.

Update, 15. September, 8.23 Uhr: 24 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 24 auf 4255 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Montagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Montag waren neun Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden unverändert sechs Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update, 15. September, 7.15 Uhr: Ärztekammer will gegen falsche Masken-Atteste vorgehen

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache stellen bei einer Fahrgastgruppe Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache stellen bei einer Fahrgastgruppe Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.  © dpa/Bodo Marks

Hamburg - Die Hamburger Ärztekammer will falschen Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht nachgehen. "Uns ist inzwischen (...) eine Reihe von Attesten zugesandt worden, die stereotype Begründungen für die Befreiung aufweisen", sagte der Präsident der Hamburger Ärztekammer, Pedram Emami, der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Verdacht liege nahe, dass es in Anbetracht der ähnlichen Befunde keine Untersuchung gegeben habe. Diese Atteste würden berufsrechtlich aufgearbeitet und gegebenenfalls sanktioniert, so die Kammer. 

Die Art der Sanktion hänge stark vom Einzelfall ab.

Update, 15. September, 6.05 Uhr: Prostitution im Norden wieder zulässig

Hamburg - Prostitution ist in Hamburg und Schleswig-Holstein ab Dienstag unter strengen Auflagen wieder zulässig - allerdings nur in angemeldeten Prostitutionsstätten. 

"Weiterhin verboten ist die Ausübung der Prostitution in jeglicher Art von Fahrzeugen und im Rahmen von Prostitutionsveranstaltungen", teilte die auch für Gesundheit zuständige Hamburger Sozialbehörde mit. 

Nach monatelangem Corona-Lockdown hatten sich beide Länder in der vergangenen Woche auf ein abgestimmtes Vorgehen bei der Wiederzulassung der Prostitution verständigt.

Um das Infektionsrisiko gering zu halten, muss laut Sozialbehörde ein Hygienekonzept vorliegen. Weitere Auflagen sind das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, vorherige Terminvereinbarungen, Aufnahme von Kundenkontaktdaten, ausreichende Belüftung und ein Alkoholverbot. "Außerdem ist das Gewerbe nur im Verhältnis 1 zu 1 zu betreiben", hieß es aus dem Kieler Innenministerium.

Update, 14. September, 18.18 Uhr: Schleswig-Holstein erlaubt 25 Prozent Zuschauer in Stadien und Hallen

Leck - Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat die Beschränkungen der Zuschauerzahlen in Stadien und Sporthallen aufgeweicht. 

Vom 19. September an dürfen im nördlichsten Bundesland bis zu 25 Prozent aller Zuschauerplätze in Sportstätten belegt werden. Die Hygienekonzepte sollen deshalb angepasst werden. Das teilte die Landesregierung am Montag bei einer Klausurtagung des Kabinetts in Leck mit. 

Bisher durften nur maximal 500 Zuschauer zum Fußball, im Handball gab es keine Erlaubnis, Fans in die Hallen zu lassen. Die Regelung gilt nicht nur für Profi-, sondern auch für Amateurvereine im allen Sportarten.

"Wir haben gewissenhaft zwischen dem notwendigen Gesundheitsschutz und der Verhältnismäßigkeit von Beschränkungen abgewogen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). 

Das Kabinett vereinbarte eine entsprechende Überarbeitung der Corona-Bekämpfungsverordnung. "Alle Beteiligten zeigen aber eine große Bereitschaft, verantwortungsvoll mit künftigen Lockerungen umzugehen", sagte Günther.

Erste Profivereine sind Fußball-Drittligist VfB Lübeck, der am Samstag auf den 1. FC Saarbrücken trifft, und Fußball-Zweitligist Holstein Kiel, der am Sonntag Bundesliga-Absteiger SC Paderborn erwartet. 

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat dagegen Pech. Der zweimalige deutsche Meister empfängt am Mittwoch in der Champions League Polens Meister KS Vive Kielce. Die Flensburger müssen dann noch ohne Zuschauer spielen.

Update, 14. September, 17.58 Uhr: Fast komplettes Fußballteam im Kreis Cloppenburg infiziert

Löningen - In einer Fußballmannschaft eines Vereins in Löningen im Landkreis Cloppenburg haben sich mehrere Spieler mit dem Coronavirus infiziert. 

"Der gesamte Trainings- und Spielbetrieb ruht im Seniorenbereich bis auf weiteres", teilte der Verein mit Verweis auf mehrere positiv getestete Spieler auf seiner Homepage mit. 

Nach einem Bericht von NDR 1 Niedersachsen vom Montag sind zehn Spieler und der Trainer positiv getestet worden. Nur der Torwart, ein Verteidiger und einige Einwechselspieler seien virusfrei, sagte Mannschaftsbetreuer Paul Schnieders dem Radiosender.

Der Landkreis Cloppenburg teilte mit, die Zahl der Infektionen sei bis Montagmittag um 31 gestiegen. Demnach gibt es allein in der Stadt Löningen 21 neue Fälle. 

Nachgewiesen wurde das Virus demnach in einem Sportverein, einem Handwerksbetrieb, an einem Gymnasium, einer Realschule und in einem Kindergarten. Weitere Infektionen im Landkreis wurden an einer Grundschule und in einem Altenpflegeheim registriert. 

"Das Gesundheitsamt arbeitet angesichts dieser großen Zahl von neuen Fällen auf Hochtouren, um die Kontaktermittlung im Umfeld dieser Gruppen abzuschließen", hieß es.

Die Sportvereine wurden gebeten, den Sport- und Trainingsbetrieb für 14 Tage einzustellen. Zudem müssten die Hygienekonzepte der Fachverbände strikt eingehalten werden, so der Landkreis. Jeder solle physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Mitgliedern des eigenen Hausstandes gehören, auf das Notwendige beschränken. 

Im Landkreis Cloppenburg sind aktuell 75 Menschen mit dem Virus infiziert, für 165 Menschen gilt derzeit eine Quarantäne.

Update, 14. September, 17 Uhr: Sieben Corona-Fälle an Fachhochschule in Güstrow

Güstrow – An der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sind sieben Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Sechs davon betreffen Auszubildende der Verwaltung, wie eine Sprecherin der Hochschule am Montag sagte. Der siebte Fall sei eine junge Polizistin aus Niedersachsen, die sich bei Feststellung der Infektion schon länger wieder an ihrem Heimatort in Niedersachsen aufgehalten habe. Deshalb habe dieser Fall keine Auswirkung auf den Lehrbetrieb in Güstrow.

Die Verwaltungs-Azubis waren den Angaben zufolge gemeinsam auf Studienfahrt gewesen. Ein Teilnehmer sei am vergangenen Dienstag positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Sprecher des Landkreises Rostock. Bei weiteren fünf Mitreisenden wurde das Virus demnach später nachgewiesen. Der komplette Ausbildungsjahrgang mit 42 Azubis sei bis Ende der Woche zu Hause, außerdem fünf Lehrkräfte und zwei externe Dozenten, sagte die Sprecherin der Hochschule. 

Ansonsten laufe der Lehrbetrieb in Güstrow normal weiter. Die 42 Auszubildenden entsprechen laut Hochschule knapp vier Prozent aller Studierenden und Lernenden dort.

Update, 14. September, 17 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind von Samstag bis Montag zehn neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Hälfte davon entfiel auf den Landkreis Vorpommern-Greifswald, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Montag berichtete. Die Zahl der seit März nachweislich mit Sars-CoV-2 infizierten Menschen im Nordosten stieg auf 1064.

Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 996 als genesen. Im Nordosten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Mit 66 registrierten Fällen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern von allen Bundesländern bislang am geringsten von Coronavirus-Infektionen betroffen. Bundesweit sind es 313 Fälle je 100.000 Einwohner.

Update, 14. September, 16.47 Uhr: Zwei Corona-Teststationen im Norden verlegt

Kiel - Das Corona-Testzentrum am Grenzübergang Ellund an der A7 wird auf das Campusgelände in Flensburg verlegt und die Station in Puttgarden nach Bredstedt (Kreis Nordfriesland) auf das Areal einer ehemaligen Bundesgrenzschutz-Kaserne. 

Das Sozialministerium in Kiel begründete dies am Montag damit, dass grenznahe Testzentren nicht mehr so stark genutzt würden. Zudem ändert sich bundesweit am Mittwoch die Kostenregelung: Wer aus Nicht-Risikogebieten zurückkommt, verliert den Anspruch, sich kostenlos testen zu lassen.

Die Änderung sei auch angesichts begrenzter Kapazitäten sinnvoll, um gezielter Rückkehrer aus Risikogebieten und Personen mit Symptomen testen zu können, gab das Ministerium an. 

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss unverzüglich in Quarantäne und sich beim Gesundheitsamt melden. Die 14-tägige Quarantäne kann nur verkürzt werden, wenn zwei negative Befunde vorliegen und dabei bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 

Testbusse stehen in Schleswig-Holstein außerdem in Elmshorn, Heide, Lübeck, Kiel, Lübeck-Travemünde, Neumünster und Schleswig.

Update, 14. September, 15.36 Uhr: Maskenpflicht im Nahverkehr wird nach Strafdrohung eingehalten

Hamburg - In den Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) wird die Maskenpflicht fast durchgängig eingehalten, nachdem eine Strafzahlung von zunächst 40 und nun 80 Euro bei Verstößen droht. 

98 Prozent der Fahrgäste tragen die vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung, teilte der Senat auf eine kleine Anfrage der Bürgerschaftsfraktion der Grünen mit. 

Zwischenzeitlich war die Tragequote auf 87 Prozent zurückgegangen. Daraufhin war Ende August zunächst eine Vertragsstrafe von 40 Euro und in der vergangenen Woche ein Bußgeld von 80 Euro eingeführt worden. Das soll aber nur in Ausnahmefällen eingetrieben werden.

Der HVV sei auch in der Corona-Krise für die Fahrgäste attraktiv geblieben, heißt es in der Mitteilung vom Montag. Gegenwärtig stehe der HVV bei rund 70 Prozent seiner Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Der Nahverkehr wurde kaum eingeschränkt, die Fahrpläne weitestgehend erfüllt. 

"Für die digitalen Vertriebskanäle bedeutet die Corona-Pandemie einen Sprung nach vorne", sagte der Grünen-Abgeordnete Gerrit Fuß. Ein Viertel der Tickets wurden digital verkauft. Dort sind die Tickets nun auch sieben statt drei Prozent günstiger.

Update, 14. September, 15.08 Uhr: 36 Schüler an Heinrich-Hertz-Schule mit Corona infiziert

Hamburg - An der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude haben sich mittlerweile 36 Schüler und drei Schulbeschäftigte mit dem Corona-Virus infiziert. 

Damit habe sich die Zahl der Corona-Fälle an der Stadtteilschule im Vergleich zur Vorwoche um zehn erhöht, sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am Montag.

Insgesamt seien rund 400 Schüler und 200 Schulbeschäftigte auf das Virus getestet worden. Vier Klassen hätten die Quarantäne inzwischen verlassen können, weitere zwölf befinden sich weiterhin in einer präventiven Quarantäne. 

Es handelt sich um den bislang größten Corona-Ausbruch an einer Hamburger Schule.

Laut Auskunft des zuständigen Gesundheitsamtes Hamburg-Nord ist es außerhalb des schulischen Kontextes zu einer Reihe von Infektionen gekommen. In einer Klasse deute aber vieles auf eine Infektionskette innerhalb der Schule hin, sagte Albrecht. 

Bis zum Vorliegen der Ergebnisse gelte an der Schule weiterhin eine Maskenpflicht - auch im Unterricht.

Insgesamt liegen aktuell 79 Infektionen an 34 Schulen in Hamburg vor, davon 69 Schüler sowie zehn Schulbeschäftigte. 17 Klassen (von rund 9500) sowie 41 Schulbeschäftigte befinden sich in Quarantäne.

Update, 14. September, 11.42 Uhr: 21 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Reiserückkehrer stehen vor dem Corona-Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof.
Reiserückkehrer stehen vor dem Corona-Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Montag im Vergleich zum Vortag um 21 auf 6845 gestiegen. 

Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei elf, am Samstag waren es noch 51. Am Sonntag und Montag kommt es aber häufig zu Verzögerungen bei der Auszählung, da nicht alle Gesundheitsämter Daten übertragen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde können 5900 Infizierte als genesen angesehen werden.

Mit 17,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Sonntag betrug der Wert 18,2, am Samstag 18,4.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Montag 24 Covid-19-Patienten behandelt, zwei mehr als am Vortag. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen und damit einer weniger.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 237. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montag 268 Tote an, genauso viele wie am Vortag.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 14. September, 10 Uhr: Neun neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um neun auf 4231 Fälle gestiegen. 

Das geht aus den am Sonntagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. Am Wochenende waren 15 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag sechs Corona-Patienten behandelt und damit einer weniger als am Tag zuvor. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update, 14. September, 6.50 Uhr: LKA-Chef: Kriminalität während Corona-Pandemie gesunken

Hannover - Während der Corona-Pandemie ist die Kriminalität in Niedersachsen nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) deutlich zurückgegangen. "Das geht durch alle Deliktsgruppen von Einbrüchen über Körperverletzungen bis zu Autodiebstählen", sagte LKA-Präsident Friedo de Vries der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Von Januar bis August gingen etwa 346.000 Strafanzeigen bei der niedersächsischen Polizei ein, das waren rund 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. "Das verwundert nicht", sagte de Vries. Wegen coronabedingter Einschränkungen wie der Schließung von Diskotheken oder dem Verbot von Großveranstaltungen habe es weniger Aktionsraum für Täter gegeben.

In bestimmten Bereichen verzeichnen die Ermittler allerdings einen deutlichen Anstieg. So gab es beim Betrug mit Fake-Shops in den ersten acht Monaten 2020 eine Zunahme von 354 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Viele Kriminelle hätten gerade zu Beginn der Pandemie Mund-Nasen-Schutz oder Hygieneartikel angeboten, berichtete de Vries. Darüber hinaus wurden ältere Menschen häufiger Opfer von Betrügern, beim sogenannten Enkeltrick gab es einen Anstieg von 89 Prozent, bei falschen Polizeibeamten um knapp 31 Prozent. Die soziale Isolation älterer Menschen aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus könne ein Grund dafür sein, sagte die Vries.

Update 13. September, 15.17 Uhr: Maskenstreit in S-Bahn endet in Schlägerei

Rethen - Ein Hinweis, den Mund-Nasenschutz richtig aufzusetzen, endete in einer S-Bahn in der Region Hannover in einer Schlägerei. 

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte ein 35 Jahre alter Mann zwei junge Männer drauf hingewiesen, ihre Masken in der Bahn aufzusetzen. 

Daraufhin kam es zwischen dem Mann, seiner 32-jährigen Begleiterin und den beiden jungen Männern zum Streit und schließlich zum Handgemenge, das zu Würgegriffen und Schlägen mit einem Handy auf den Kopf des 35-Jährigen eskalierte. 

Das Zugpersonal stoppte die S-Bahn und alarmierte die Bundespolizei. Die Polizei ermittelt gegen die drei Männer nun wegen Körperverletzung.

Update 13. September, 12.16 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 4 auf 4222 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Sonntag von der Landesregierung veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Vortag waren 11 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Samstag sieben Corona-Patienten behandelt und damit einer weniger als am Tag zuvor. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update 13. September, 12.11 Uhr: Elf registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Hamburg ist bis Sonntag um 11 auf 6824 gestiegen. Am Samstag lag die Zahl bei 51 Neuinfektionen, am Freitag sogar bei 65 neuen Fällen. 

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Sonntag können insgesamt 5900 Infizierte als genesen angesehen werden.

Mit 18,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag betrug der Wert 18,4.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Freitag 22 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. Sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen und damit einer weniger.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 237. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab 268 Tote an, einen mehr als am Vortag.

Update 13. September, 11.29 Uhr: Umweltsenator Kerstan für temporäre Nutzung von Heizpilzen

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan ist für die temporäre Nutzung von Heizpilzen in der Gastronomie. (Archivfoto)
Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan ist für die temporäre Nutzung von Heizpilzen in der Gastronomie. (Archivfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Hamburg - Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan hat sich in der Debatte um die Zulassung von Heizpilzen in der Gastronomie für eine temporäre Nutzung ausgesprochen. 

"Klimapolitisch wäre das nicht wünschenswert, aber man muss natürlich mit den realen Gegebenheiten umgehen", sagte der Grünen-Politiker am Samstagabend dem NDR "Hamburg Journal". 

Er könnte es akzeptieren, wenn Heizpilze für eine beschränkte Zeit wieder zugelassen würden. "Denn in der Tat haben wir alle ein Interesse daran, dass die Gastronomie in unserer Stadt auch erhalten bleibt". 

Heizpilze sind in Hamburg genehmigungspflichtig und werden bislang von den dafür zuständigen Bezirken wohl oft abgelehnt. 

Selbst der Gastgewerbeverband Dehoga konnte nach eigenen Angaben nicht klären, wo welche Regeln gelten.

Update, 12. September, 15.46 Uhr: Mehr als 1000 Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen in Hannover

"Inzwischen sind mehr Menschen an Corona verblödet als gestorben" ist auf einem Plakat der Demonstranten zu lesen.
"Inzwischen sind mehr Menschen an Corona verblödet als gestorben" ist auf einem Plakat der Demonstranten zu lesen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - In Hannover haben am Samstag nach Polizeiangaben mehr als 1000 Demonstranten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. 

Der Zug in der Innenstadt musste zwischendurch einen Stopp einlegen. Die Teilnehmer wurden vom Veranstalter aufgefordert, untereinander den Mindestabstand einzuhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies hatte die Polizei zur Auflage für alle Demonstrationen gemacht.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Sie erwartete bei dem Aufmarsch und einer anschließenden Versammlung bis 20 Uhr rund 2000 Menschen. Am Nachmittag gab sie etwa 1100 Teilnehmer an.

Eine Rednerin sprach von einer "Fake-Pandemie". "Sie nehmen uns unsere Menschenrechte ab", sagte sie mit Bezug auf die Bundesregierung. Zudem würden Steuergelder verprasst. Eine private Initiative hatte den "Walk to freedom" (Gang zur Freiheit) angemeldet.

In der Stadt gab es auch mehrere Gegendemonstrationen, etwa von der Linken Jugend und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Ihr Motto lautete: "Für Gesundheitsschutz und gegen Verschwörungstheorien".

Die Beamten informierten fortlaufend über Twitter und haben ein Bürgertelefon eingerichtet.

Update, 12. September, 12.59 Uhr: 51 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg 51 Neuinfektionen festgestellt worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg damit nach Angaben der Sozialbehörde mit Stand Sonnabend auf 6813. Am Freitag waren 65 neue Fälle registriert worden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 22 Covid-19-Patienten behandelt, 2 weniger als am Vortag. Sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen und damit einer weniger.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 237. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab wie schon am Vortag 267 Tote an.

Mit 18,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag betrug der Wert 17,5.

Von den 6813 bestätigten Fällen können laut Sozialbehörde rund 5000 als genesen angesehen werden.

Update, 12. September, 9.55 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 11 auf 4218 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Samstagmorgen von der Landesregierung veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Vortag waren 10 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Freitag acht Corona-Patienten behandelt und damit ebenso viele wie am Tag zuvor. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update, 11. September, 19.28 Uhr: Schleswig-Holstein will wieder mehr Zuschauer im Sport zulassen

Die Tribünen in Schleswig-Holstein sollen sich wieder etwas füllen. (Archivfoto)
Die Tribünen in Schleswig-Holstein sollen sich wieder etwas füllen. (Archivfoto)  © Franko Koitzsch/dpa

Kiel - Schleswig-Holstein will bei Sportveranstaltungen in den Stadien und Hallen wieder mehr Zuschauer zulassen. 

Die maximale Zuschauerauslastung könne - je nach konkreter Situation vor Ort und unter Einhaltung von Hygienekonzepten - bis zu 25 Prozent der jeweiligen Stadion- und Hallenkapazität für den Profi- und Amateursport betragen, kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag an. 

Unter anderem werde dann Fußball, Volleyball und Handball wieder vor Publikum möglich sein.

Endgültig entscheiden werde die Landesregierung kommende Woche. Dann soll auch über eine Anpassung des gesamten Veranstaltungskonzepts beraten werden, da die Lockerungen für den Sport und andere Veranstaltungsformen im Einklang stehen müssten. 

In Kraft treten soll die neue Corona-Bekämpfungsverordnung am Wochenende in einer Woche.

Update, 11. September, 17.06 Uhr: Steuereinnahmen in Niedersachsen brechen drastisch ein

Hannover - Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Krise weiter auf einen drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. Für dieses Jahr wird mit rund zehn Prozent weniger Einkünften gerechnet als vor Beginn der Pandemie geschätzt worden war. 

Insgesamt erwartet das Finanzministerium 2020 Einnahmen von 27,1 Milliarden Euro, wie am Freitag in Hannover mitgeteilt wurde. Kurz nach Beginn der Corona-Krise im Mai war noch mit wesentlichen größeren Rückgängen für das laufende Jahr gerechnet worden.

Dafür müssen die Erwartungen für die kommenden Jahre weiter nach unten korrigiert werden, vor allem für 2021. 

"Die Auswirkungen der Pandemie stellen weiterhin eine nie erlebte, historisch einmalige Belastung für das Land Niedersachsen und seine Bürgerinnen und Bürger dar", sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU).

Update, 11. September, 16.38 Uhr: Acht weitere Corona-Neuinfektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag acht weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 1054, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Jeweils zwei Fälle wurden demnach in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald registriert, jeweils einer in der Stadt Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

989 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge fünf mehr als noch am Vortag. 

134 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 22 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Update, 11. September, 13.40 Uhr: 65 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg 65 Neuinfektionen festgestellt worden. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle stieg am Freitag aber nur um 64 auf 6762, weil ein Fall aus der Vergangenheit korrigiert wurde, wie eine Sprecherin der Sozialbehörde erklärte. Am Donnerstag waren 73 neue Fälle registriert worden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden (Stand Donnerstag 14 Uhr) 24 Covid-19-Patienten behandelt, sieben mehr als am Mittwoch. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen, einer mehr als am Vortag.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 237. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Freitag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Von den 6762 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5800 als genesen angesehen werden.

Update, 11. September, 7.27 Uhr: Zehn neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 10 auf 4207 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Donnerstagabend von der Landesregierung veröffentlichten Zahlen hervor. Am Mittwoch waren 28 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Donnerstag acht Corona-Patienten behandelt - vier weniger als noch am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3900 als genesen.

Update, 11. September, 7.15 Uhr: Verhaltene Nachfrage nach Corona-Tests am Hamburger Hauptbahnhof

Ein Schriftzug weist zum Eingang des neuen Corona-Testzentrums der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof hin, in dem Reiserückkehrer sich testen lassen können.
Ein Schriftzug weist zum Eingang des neuen Corona-Testzentrums der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof hin, in dem Reiserückkehrer sich testen lassen können.  © dpa/Markus Scholz

Hamburg - Die Nachfrage nach Corona-Tests am neuen Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof hält sich bisher stark in Grenzen. 

In der Woche nach der Eröffnung ließen sich dort gerade einmal 999 Menschen auf das Virus testen, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) mitteilte. 

Die Einrichtung ist auf bis zu 2000 Tests pro Tag ausgelegt und soll vor allem Reiserückkehrern dienen. "Die Nachfrage ist bisher moderat. Dies war nach Ende der Sommerferien zu erwarten", sagte KVH-Sprecher Jochen Kriens der Deutschen Presse-Agentur.

Anspruch auf einen kostenlosen Test haben neben Reiserückkehrern auch Menschen, bei denen das Gesundheitsamt einen solchen angeordnet hat oder denen die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeigt, sowie Beschäftigte an Hamburger Schulen.

Ab dem 15. September sind die Tests aber nur noch für Reiserückkehrer kostenlos, die aus einem Risikogebiet kommen. 

Vom 1. Oktober an müssen auch sie dann zunächst verpflichtend in Quarantäne, die dann frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden kann. "Die angekündigten Änderungen werden dazu führen, dass ab Mitte September weniger Menschen einen Anspruch auf kostenlose Testung haben werden", sagte Kriens. Damit dürfte dann auch die Zahl der Tests weiter zurückgehen.

Update, 10. September, 14.40 Uhr: HTHC-Teams wollen am Wochenende nicht antreten

Hamburg - Der reibungslose Ablauf der nach zehnmonatiger Corona-Zwangspause gerade erst wieder begonnenen Rückrunde der Feldhockey-Bundesliga ist schon wieder gefährdet. 

Nachdem bei den Herren des HTHC Hamburg drei Corona-Fälle festgestellt worden sind, haben sich 13 weitere Teammitglieder in Quarantäne begeben. Wegen der Kontakte zum Damen-Team geht Clubmanager Volker Dressel davon aus, dass dies auch für bis zu fünf Spielerinnen der Fall sein wird.

Für die Herren stehen am Wochenende die Partien gegen Rot-Weiss Köln und den Nürnberger HTC an, die Damen müssen beim Club an der Alster und dem Großflottbeker THGC antreten. "Wir möchten mit beiden Teams am Wochenende nicht spielen. Wir werden uns aber an die Entscheidung des Deutschen Hockey-Bundes halten", betonte Dressel.

Der erste Corona-Fall war am Montag bekanntgeworden. Der betroffene Spieler war eine Woche zuvor aus Griechenland heimgekehrt. "Der erste Test direkt nach dessen Rückkehr ist allerdings negativ ausgefallen", sagte Dressel. Nach dem Auftreten von Symptomen bei dem Spieler in der Nacht vor den Auftaktspiel in Berlin am Samstag sei dieser aber nicht mitgereist. "Ein zweiter Test ist dann positiv ausgefallen", erklärte Dressel. Daraufhin habe man die gesamte Mannschaft getestet, das ergab zwei weitere positive Fälle. Namen wurden nicht genannt.

Die Herren vom Hamburger Polo Club, die am Sonntag gegen den HTHC gespielt hatten, unterzogen sich am Donnerstag ebenfalls einem Test. "Wir gehen davon aus und hoffen es auch, dass wir alle negativ sind", berichtete HPC-Trainer Matthias Witthaus.

Update, 10. September, 12 Uhr: 73 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der neu registrierten Corona-Infizierten in Hamburg hat sich innerhalb eines Tages um 73 deutlich erhöht. Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle stieg damit am Donnerstag auf 6698, wie die Gesundheitsbehörde auf ihrer Homepage mitteilte. Am Mittwoch waren 35 neue Fälle registriert worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf nun bei 237 und ist damit um einen Fall gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Mit 16,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag lag der Wert bei 15,4.

Von den 6698 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5800 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Mittwoch (14 Uhr) 17 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als am Dienstag. Fünf von ihnen liegen wie schon am Vortag auf Intensivstationen.

Update, 10. September, 8.17 Uhr: 28 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 28 auf 4197 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Mittwochabend von der Landesregierung veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Dienstag waren 19 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Mittwoch zwölf Corona-Patienten behandelt - zwei weniger als noch am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3800 als genesen.

Update, 10. September, 8.13 Uhr: Maskenverweigerern drohen 80 Euro Bußgeld

Hamburg - Für Maskenverweigerer wird es in Hamburg ab sofort teurer. Wer ab Donnerstag im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt wird, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen. 

Dies gilt sowohl für Masken-Totalverweigerer als auch für Menschen, die den Schutz nicht ordnungsgemäß angelegt haben, wie der Senat mitteilte. 

Bislang drohte allein in Bussen und Bahnen eine Vertragsstrafe von 40 Euro. Nun ist ein Verstoß gegen die Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum, also beispielsweise auch beim Einkaufen, bußgeldbewehrt, und überall werden 80 Euro fällig.

Hamburg setzt damit eine Vereinbarung der Länderregierungschefs mit der Bundesregierung um, in der deutschlandweit ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht empfohlen wurde.

Update, 10. September, 8 Uhr: Köhlbrandbrückenlauf findet statt - Teilnehmerfeld stark reduziert

Die Köhlbrandbrücke (vorn) ist im Hafen zu sehen.
Die Köhlbrandbrücke (vorn) ist im Hafen zu sehen.  © dpa/Marcus Brandt

Hamburg - Durch die Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen dürfen in Hamburg in den kommenden Wochen zwei Laufveranstaltungen stattfinden. 

Dazu zählt der Köhlbrandbrückenlauf über 12,3 Kilometer am 3. Oktober. Allerdings sieht das Hygienekonzept eine maximale Anzahl von 1600 statt der üblichen 6000 Teilnehmer vor. Von 8 Uhr an erfolgt im Stundentakt der Start in Blöcken von je 200 Läufern und Läuferinnen.

Bereits am 18. September darf in Harburg der Lichterlauf über sieben beziehungsweise zehn Kilometer stattfinden. Statt der sonst zugelassenen 1000 Teilnehmer ist das Starterfeld auf 400 Teilnehmer limitiert.

Update, 9. September, 14.20 Uhr: Schulsenator zieht trotz Corona-Ausbruchs positive Zwischenbilanz

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) spricht während der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus.
Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) spricht während der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Einen Monat nach Ende der Sommerferien hat Schulsenator Ties Rabe eine positive Zwischenbilanz zur Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Hamburger Schüler gezogen. 

Trotz wieder gestiegener Corona-Zahlen und eines Ausbruchs an einer Schule in Winterhude sei es die richtige Lösung, da Kinder und Jugendliche in der Schule besser als zu Hause lernen würden, erklärte der SPD-Politiker am Mittwoch. 

"Sie brauchen die Anleitung und Motivation durch Lehrkräfte, sie brauchen ihre Klassenkameraden und ihre Freunde, und sie brauchen die gut ausgestatteten Arbeitsplätze, Lernmöglichkeiten und Betreuungsangebote in den Schulen".

Bis auf eine Ausnahme hätten sich bisher in allen bekannten Corona-Fällen die Schüler oder Schulbeschäftigten nicht an den Schulen infiziert, sagte der Senator. 

"Abweichend davon gibt es jetzt allerdings in der Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude eine ungewöhnliche Häufung von Infektionen". Bei den dort bislang positiv getesteten 26 Schülern und 3 Schulbeschäftigten müsse davon ausgegangen werden, dass sich zumindest zwei von ihnen innerhalb der Schule angesteckt haben könnten. Einige Kinder hätten das Virus aber auch von außen eingetragen.

Aufgrund der vielen Infektionen gelte dort zunächst für eine Woche auch im Unterricht die Maskenpflicht. "Ich bin froh, dass die Gesundheitsämter hier wie in allen anderen Verdachtsfällen besonders konsequent und umsichtig vorgehen und aus Sicherheitsgründen in den betroffenen Klassen sehr häufig testen", sagte Rabe.

Die Heinrich-Hertz-Schule bilde angesichts der Gesamt-Corona-Zahlen aber eine Ausnahme: An allen anderen Schulen haben sich laut Behörde nur 27 der 256.000 Schülerinnen und Schüler (0,01 Prozent) und einer der rund 24.000 Schulbeschäftigten (0,004 Prozent) mit Corona infiziert.

Update, 9. September, 13.25 Uhr: Kassenärzte im Norden empfehlen Grippeschutzimpfung

Bad Segeberg - Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat dazu aufgerufen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. "Der Impfstoff wird in diesen Tagen von den Apotheken an die Praxen ausgeliefert, so dass ab Mitte September eine Impfung möglich ist", sagte die KVSH-Vorsitzende Monika Schliffke am Mittwoch in Bad Segeberg.

Angesichts der Covid-19-Pandemie sei die Grippeschutzimpfung vor allem für Risikogruppen dringend zu empfehlen. Dabei geht es darum, Superinfektionen mit anderen gefährlichen Erregern zu vermeiden, aber auch darum, die Zahl der Krankenhausaufenthalte wegen Grippe möglichst gering zu halten, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Zu den Risikogruppen, die bei einer Grippeinfektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, gehören unter anderem Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit einem Grundleiden oder mit einem geschwächten Immunsystem sowie Schwangere. 

Zudem sollten sich nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Menschen impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Personen haben und sich dadurch schneller anstecken können.

Die Bundesregierung hat den Angaben zufolge eine Erhöhung der Impfstoffproduktion veranlasst, damit die Impfquote des vergangenen Jahres gesteigert werden kann und auch Kinder vermehrt geimpft werden können.

In der Saison 2019/2020 gab es in Schleswig-Holstein den Angaben zufolge insgesamt 423 323 Grippeschutz-Impfungen. Die Impfquote bei den über 65-jährigen Personen lag bei knapp 60 Prozent.

Update, 9. September, 11.20 Uhr: 35 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der neu registrierten Corona-Infizierten in Hamburg hat sich innerhalb eines Tages um 35 erhöht. Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle stieg damit am Mittwoch auf 6625, wie die Gesundheitsbehörde auf ihrer Homepage mitteilte. Am Dienstag waren noch 66 neue Fälle registriert worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Mittwoch wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit gestorben sind.

Mit 15,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag lag der Wert bei 15,6.

Von den 6625 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5800 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Dienstag (14 Uhr) 21 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Montag. Fünf von ihnen liegen auf Intensivstationen, einer mehr als am Vortag.

Update, 9. September, 8.55 Uhr: 19 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 19 auf 4169 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Dienstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Montag waren 24 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Dienstag 14 Corona-Patienten behandelt - zwei mehr als noch am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3800 als genesen.

Update, 9. September, 8.34 Uhr: Hannovers Regionspräsident mahnt zu mehr Eigenverantwortung

Hannover - Hannovers Regionspräsident Hauke Jagau hat zu mehr Eigenverantwortung im Umgang mit dem Coronavirus aufgerufen. "Wir müssen davon wegkommen, dass der Staat für alles die Verantwortung übernimmt", sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". 

"Es geht nicht komplett ohne Einschränkungen, aber es geht mit mehr Eigenverantwortung: Ich mache mir selber Gedanken, welches Risiko ich für mich und meine Mitmenschen eingehen will".

Pauschale Verbote stießen zunehmend auf Akzeptanzprobleme und sollten nur zentrale Fragen betreffen. "Auf der anderen Seite bedeutet mehr Freiheit auch mehr Verantwortung für das eigene Verhalten".

Auch größere Veranstaltungen hält Jagau demnach unter Corona-Auflagen für möglich. "Wir haben inzwischen viel Erfahrung mit der Pandemie gesammelt und können da, wo Abstand gehalten wird oder wir Masken tragen, mutiger sein", sagte er. So wollten sich Jugendliche etwa in Clubs oder Discos treffen. "Es ist unsere Aufgabe, zu schauen, was dabei möglich ist".

Denkbar sei auch, Fußballspiele in Stadien unter Auflagen bald wieder vor Publikum stattfinden zu lassen. "Wir würden in ein Stadion mit 5000 Plätzen nicht 5000 Zuschauer lassen. Aber bei 50.000 Plätzen, ohne Stehplätze, nur mit Onlineanmeldung, so dass man weiß, wer mit wem zusammensitzt – das sollte man ausprobieren. Und jeder muss dann entscheiden, ob er oder sie das will".

Der Staat müsse Grenzen setzen, "aber jeder muss selbst entscheiden, wie weit er innerhalb dieser Grenzen gehen will".

Update, 8. September, 21 Uhr: Corona-Tests negativ: Torhüter Pavlenka zurück in Werder-Training

Torwart Jiri Pavlenka (28) pariert im Training einen Torschuss.
Torwart Jiri Pavlenka (28) pariert im Training einen Torschuss.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Bremen - Nach seiner vorzeitigen Rückkehr von der tschechischen Nationalmannschaft wird Torhüter Jiri Pavlenka (28) an diesem Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen einsteigen. 

Wie der Verein am Dienstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, waren bei dem 28-Jährigen beide Tests auf das Coronavirus negativ. 

Pavlenka war vorzeitig von der Nationalmannschaft nach Bremen zurückgekehrt, nachdem Tschechien wegen zwei positiven Corona-Fällen im Funktionsteam den gesamten Kader zwischen den Nations-League-Spielen in der Slowakei (3:1) und gegen Schottland (1:2) ausgetauscht hatte.

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann hatte zuletzt die aktuellen Länderspiel-Reisen von Profis während der Corona-Zeit kritisiert. "Die nationalen Ligen sollten immer Vorrang haben - ganz besonders während einer Pandemie. Der Spielbetrieb ist dort einfach deutlich leichter zu bewerkstelligen", sagte der frühere Nationalspieler. 

"Dass Spieler wegen Anti-Corona-Maßnahmen anschließend in ihren Vereinen fehlen, darf keine Auswirkung von Länderspiel-Abstellungen sein."

Update, 8. September, 18.10 Uhr: Gastgewerbe mit drastischem Umsatz-Einbruch im August

Berlin/Kiel - Seit Beginn der Corona-Krise hat das Gastgewerbe in Schleswig-Holstein drastische Umsatzeinbrüche erlitten. Seit März sei der Umsatz der einzelnen Betriebe im Vorjahresvergleich durchschnittlich um etwa die Hälfte zurückgegangen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Stefan Scholtis, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. 

Noch deutlicher seien die Einbrüche im August ausgefallen. Im Schnitt hätten die Umsätze weniger als ein Drittel (32 Prozent) des Vorjahresmonats betragen.

Wie der Verband auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts am Dienstag in Berlin mitteilte, verbuchte das Gastgewerbe bundesweit zwischen März und Juni dieses Jahres einen Umsatzverlust in Höhe von 17,6 Milliarden Euro. Fast 11 Milliarden Euro davon seien allein auf die Monate April und Mai entfallen.

"Nach zehn Wachstumsjahren verzeichnet die Branche seit Anfang März Umsatzverluste historischen Ausmaßes", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Unsere Betriebe waren die ersten, die unter den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung gelitten haben und werden in all ihren Betriebsformen die letzten sein, die wieder öffnen dürfen."

Update, 8. September, 18.05 Uhr: Im Corona-Lockdown deutlich weniger Kinderpflege-Krankengeld

Kiel - Während des Corona-Lockdowns haben deutlich weniger berufstätige Eltern in Schleswig-Holstein Kinderpflege-Krankengeld für die Betreuung ihrer kranken Kinder in Anspruch genommen. 

Im April und Mai seien die Fälle im Vergleich zu den beiden Monaten in 2019 um fast 80 Prozent von 1815 auf 382 gesunken, teilte die AOK Nordwest am Dienstag in Kiel mit. Die Krankenkasse verwies auf eine eigene Auswertung des ersten Halbjahres. 

Danach erhielten 5351 Mütter und Väter Kinderpflege-Krankengeld für die Betreuung ihres kranken Kindes. Im Vorjahreszeitraum waren es 7177 Elternteile gewesen.

Mit den einsetzenden Lockerungen und der sukzessiven Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie der Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten im Juni seien die Fallzahlen vor den Sommerferien jedoch dann wieder deutlich angestiegen, hieß es.

In einigen Fällen sei der gesetzliche Anspruch auf Kinderpflege-Krankengeldtage bereits voll ausgeschöpft. Als Grund nannte die AOK die inzwischen nicht mehr geltende Vorgabe, dass Kinder selbst bei leichtem Schnupfen zuhause bleiben mussten. 

"Deshalb ist die von der großen Koalition angedachte Ausweitung des Kinderpflege-Krankengeldes ein wichtiges Signal, damit Eltern und Alleinerziehende ohne finanzielle Nachteile ihre kranken Kinder betreuen können", sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Update, 8. September, 18 Uhr: Tennisturnier in Hamburg vor 2300 Zuschauern möglich

Hamburg - Das Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum kann vor bis zu 2300 Zuschauern gespielt werden. Das gab am Dienstag die Innenbehörde bekannt, nachdem die Hansestadt zuvor eine Anpassung der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen hatte. 

Auf der traditionsreichen Anlage finden vom 19. bis 27. September die Hamburg European Open der Männer statt.

"Das traditionsreiche Tennisturnier am Rothenbaum wird die erste Sportveranstaltung mit einer größeren Zuschauerzahl in Hamburg sein. Ich freue mich, dass wir in diesem Fall über die Grenze von 1000 Besuchern hinausgehen können", sagte der Hamburger Sportsenator Andy Grote (SPD).

Update, 8. September, 14.34 Uhr: Hamburger Winterdom kann wahrscheinlich stattfinden

Arbeiter klettern in den Verstrebungen des Großen Riesenrads beim Aufbau des Winterdoms auf dem Heiligengeistfeld.
Arbeiter klettern in den Verstrebungen des Großen Riesenrads beim Aufbau des Winterdoms auf dem Heiligengeistfeld.  © dpa/Christian Charisius

Hamburg - Der Hamburger Winterdom kann dieses Jahr wahrscheinlich unter Corona-Auflagen stattfinden. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Start Anfang November nicht gravierend verschlimmere, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung.

Die Zahl der Besucher wird dieses Jahr den Angaben zufolge auf 6000 begrenzt, um die Abstände auf dem Gelände einzuhalten und Schlangen vor den Fahrgeschäften zu vermeiden. Zur Durchführung des Winterdom in Zeiten von Corona werde das Veranstaltungsgelände zusätzlich mit Absperrungen begrenzt. Notausgänge würden mit Bewachungspersonal gegen einen unbefugten Zutritt gesichert.

Im Vergleich zu den Vorjahren wird der Winterdom nach Schätzungen des Senats rund 200.000 Euro mehr kosten. Die Stadt werde in diesem Jahr die gesamten Kosten übernehmen. Sollte sich das Infektionsgeschehen in der Hansestadt nicht verschlimmern, wird der Winterdom wie jedes Jahr zwischen dem 6. November und 6. Dezember stattfinden.

Update, 8. September, 14.30 Uhr: Hamburg lässt wieder mehr als 1000 Menschen in Stadien zu

Hamburg - In Hamburg sind künftig wieder Stadionveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen möglich. Voraussetzung sei, dass die Stadien über mehr als 10.000 Plätze verfügen, kein festes Dach haben und die Veranstaltung "von herausragender Bedeutung für Deutschland" sei, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung.

Für den Hamburger SV und den FC St. Pauli bedeutet diese Entscheidung deshalb auch noch nicht, dass sie ihre Heimspiele in der 2. Fußball-Bundesliga künftig automatisch wieder vor mehr als 1000 Zuschauern austragen dürfen. "Dies ist keine regelhafte Genehmigung von Bundesliga-Veranstaltungen", sagte Leonhard. Die neue Regelung gelte erst einmal nur für einmalige Ereignisse wie ein Pokalfinale und soll am Donnerstag in Kraft treten.

Update, 8. September, 14.07 Uhr: 80 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer in Hamburg

Hamburg - In Hamburg wird der Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Bereichen künftig mit 80 Euro Bußgeld geahndet. Die neue Regelung werde bereits am Donnerstag in Kraft treten, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung. Bislang werden Maskenverweigerer nur vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) mit einer Vertragsstrafe von 40 Euro belegt. Das Bußgeld soll nun in allen öffentlichen Bereichen erhoben werden, also auch im Einzelhandel.

Nach Ende der Sommerferien war die Bereitschaft, dauerhaft eine Mund-Nasen-Bedeckung an Bahnsteigen sowie in Bussen und Bahnen zu tragen, nach HVV-Angaben in der Hansestadt zurückgegangen. Demnach trugen bei Kontrollen in der Spitze bis zu 15 Prozent der Fahrgäste ihre Alltagsmaske nicht oder nicht richtig. Seit Einführung der Vertragsstrafe halten sich laut HVV wieder mehr Menschen an die Tragepflicht.

Die Vertragsstrafe werde weiter beibehalten, sagte Leonhard. Allerdings siehe sie in Zukunft ein 40 Euro Bußgeld nach sich, so dass auch dann insgesamt 80 Euro fällig würden.

Update, 8. September, 14 Uhr: Hamburger Filmfestival ohne Jurys und Party - dafür mit Streaming

Hamburg - Das Hamburger Filmfestival wird in diesem Jahr coronabedingt auf vieles verzichten und gleichzeitig einen großen Schritt in Richtung Online-Streaming-Angebot gehen. "Verzichtet haben wir in diesem Jahr aufs Feiern, auf Jurys und auf fast alle Preise", sagte Festivalleiter Albert Wiederspiel am Dienstag in Hamburg. 

Zudem ist das Festival deutlich kompakter als in den Vorjahren. So werden statt der üblichen rund 150 Werke zwischen dem 24. September und dem 3. Oktober noch 76 Filme aus 49 Produktionsländern gezeigt, darunter 21 Debütfilme und mehr als ein Dutzend Welt- und Europapremieren. Das Filmfest Hamburg ist das erste größere Filmfestival seit Beginn der Corona-Pandemie.

In den Kinos wird das Sitzplatzangebot aufgrund der Pandemie eingeschränkt sein. Für 49 Filme sollen zudem je so viele virtuelle Tickets verkauft werden, bis die Säle rein rechnerisch voll sind. Der Vorverkauf für alle Tickets startet am Donnerstag. Der Etat des Filmfestes liegt bei 1,1 Millionen Euro, davon kommen gut 850.000 Euro von der Stadt Hamburg.

Zu den internationalen und Europa-Premieren gehören neben dem Eröffnungsfilm "Enfant Terrible" von Oskar Roehler auch Moritz Bleibtreus Regiedebüt "Cortex" sowie "Gagarine" von Jérémy Trouilh und Fanny Liatard, "Rascal" von Peter Dourountzis und "Bis wir tot sind oder frei" von Oliver Rihs. Auf dem Filmfest werden zahlreiche bekannte Filmemacher und Schauspieler erwartet.

Update, 8. September, 13.31 Uhr: Prostitution im Norden ab 15. September wieder erlaubt

Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kundschaft.
Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kundschaft.  © Andreas Arnold/dpa

Hamburg - In den Nordländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen ist Prostitution vom 15. September an unter strengen Auflagen wieder erlaubt. 

Dies teilte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag mit. Das Vorgehen sei mit den anderen drei Bundesländern abgesprochen, sagte die Hamburger Senatorin.

Um mögliche Infektionen nachverfolgen zu können, seien die Prostituierten verpflichtet, Kontaktlisten zu führen und nach Terminabsprache zu arbeiten. "Nicht zulässig sind weiterhin Prostitutionsveranstaltungen und Prostitution in Fahrzeugen", sagte Leonhard.

Ausschlaggebend für die Wiederzulassung sei gewesen, dass sie im Einklang mit den benachbarten Bundesländern erfolge, um Abwanderungen zu vermeiden. Außerdem sei die Entscheidung im Lichte von Gerichtsentscheidungen gefallen, so die Senatorin weiter.

In der vergangenen Woche hatte das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt entschieden, dass Prostitutionsstätten wieder öffnen dürfen. 

Ende August hatte auch das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen die von der Landesregierung angeordnete Schließung von Bordellen und ähnlichen Einrichtungen außer Vollzug gesetzt. In Bremen stehe ebenfalls eine Entscheidung an, sagte Leonhard.

Auch in Hamburg hatten Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber aus der Herbertstraße nach eigenen Angaben einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Sie gehe davon aus, dass mit der Entscheidung, die Prostitution ab dem 15. September wieder zuzulassen, der Klagegrund entfallen sei, sagte Leonhard.

Update, 8. September, 11.21 Uhr: Deutlicher Anstieg der Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der neu registrierten Corona-Infizierten in Hamburg hat sich innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. So seien bis Dienstag 66 neue Fälle registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde auf ihrer Homepage mit. Am Montag waren es noch 26 neue Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle stieg damit auf 6590.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab Dienstag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit Corona gestorben sind.

Mit 15,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag lag der Wert bei 14,8.

Von den 6590 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5800 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Montag 23 Covid-19-Patienten behandelt, vier mehr als am Freitag. Vier von ihnen liegen auf Intensivstationen, einer weniger als Ende vergangener Woche.

Eigentlich läge die Gesamtzahl der Covid-19-Infizierten sogar bei 6592. Doch da zwei Fälle vom 2. und 3. September gestrichen worden seien, bleibe es bei 6590.

Update, 8. September, 9.42 Uhr: Bremer Landesregierung berät über Freimarkt

Bremen - Die Bremer Landesregierung berät an diesem Dienstag erneut, ob und wie der traditionelle Freimarkt trotz Corona-Krise stattfinden kann. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Der alljährliche Markt im Herbst ist eins der wenigen großen Volksfeste, das noch nicht abgesagt worden ist. 

Der "Weser-Kurier" berichtete unter Berufung auf Senatskreise, die Regierung werde den Freimarkt wahrscheinlich unter Auflagen erlauben. Eine Möglichkeit sei, ihn abgezäunt mit Zugangskontrolle als temporären Freizeitpark auf der Bürgerweide einzurichten. 

Der 985. Freimarkt ist vom 16. Oktober bis 1. November geplant. Im vergangenen Jahr hatte das Volksfest eine Rekordzahl von 4,4 Millionen Besuchern angelockt.

Update, 8. September, 9.22 Uhr: 24 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist um 24 auf 4150 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Montagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Sonntag waren noch sechs Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Montag zwölf Corona-Patienten behandelt - einer mehr als noch am Vortag. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3800 als genesen.

Update, 8. September, 7.49 Uhr: Rund 3000 Corona-Tests bei Kindern seit Schuljahresbeginn in MV

Rostock - Seit dem Schulstart Anfang August sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Mecklenburg-Vorpommern etwa 13.000 Kinder und Jugendliche mit akuten Erkältungssymptomen ärztlich behandelt worden.

Bei knapp einem Viertel davon sahen sich die Mediziner veranlasst, Corona-Tests vorzunehmen. Keiner davon fiel positiv aus. Das geht aus der aktuellen Statistik des Landesamtes in Rostock hervor. Lediglich zum Ende der Sommerferien waren bei zwei erkälteten Kindern Infektionen festgestellt worden.

Den Angaben zufolge war die Zahl der registrierten Erkältungsfälle in der zweiten Schulwoche auf 3800 nach oben geschnellt, fiel dann aber wieder. 

In der ersten Septemberwoche registrierten die an der Erhebung beteiligten 72 Kinderarztpraxen im Land noch 1730 Fälle. Die Corona-Tests sanken im gleichen Zeitraum von 1242 je Woche auf 260.

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen Kinder mit Schnupfen, leichtem Husten und geringfügig erhöhter Temperatur die Schule und auch die Kita weiter besuchen. 

Bei Fieber und schwerer ausgeprägten Erkältungssymptomen sollen sie nach den von der Landesregierung herausgegebenen Handlungsempfehlungen aber zu Hause bleiben und einem Arzt vorgestellt werden.

Am Montag war an der Landesförderschule für hörgeschädigte Kinder in Güstrow ein Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden. Allerdings hatte das Kind zuvor keine Krankheitssymptome gezeigt. Der Test war nach der Infektion zweier Familienmitglieder veranlasst worden. 

Mit insgesamt 63 Infizierten je 100.000 Einwohner verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern weiterhin die geringste Ansteckungsquote bundesweit. In Bayern ist sie sieben Mal so hoch.

Update, 8. September, 6.49 Uhr: Mehr Zuschauer zu Sport-Veranstaltungen in MV - Regierung entscheidet

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sollen sich die Tore von Stadien und Sporthallen wieder für mehr Zuschauer öffnen. Auf der Kabinettssitzung am Dienstag (10 Uhr) will die Landesregierung dafür die bisher geltenden Beschränkungen lockern. 

In Gesprächen mit Vertretern der Profi-Vereine im Land waren zuvor die Möglichkeiten für eine Aufstockung der zulässigen Besucherzahlen erörtert worden.

Nach Einschätzung von Sportministerin Stefanie Drese (SPD) haben die Vereine schlüssige Hygienekonzepte vorgelegt. Somit könnten sich mit Beginn der neuen Spielzeit bei weiterhin niedrigen Corona-Neuinfektionen im Land die Ränge wieder langsam füllen. 

Die vorige Saison im Profisport hatte wegen der Corona-Pandemie weitgehend ohne Publikum zu Ende gebracht oder abgebrochen werden müssen.

Die Corona-Verordnung Mecklenburg-Vorpommerns lässt bislang in Hallen maximal 400 und unter freiem Himmel höchstens 1000 Besucher zu. 

Die erste Veranstaltung mit deutlich mehr Fans könnte die Erstrunden-Partie von Hansa Rostock im DFB-Pokal am 13. September gegen den VfB Stuttgart im Ostsee-Stadion sein. Beobachter rechnen damit, dass dazu 5000 bis 8000 Zuschauer zugelassen werden.

Update, 8. September, 6.31 Uhr: Lüneburg will Weihnachtsmarkt und fordert Gipfel wegen Corona

Lüneburg - Die Stadt Lüneburg will den traditionellen Weihnachtsmarkt in der historischen Innenstadt auch in diesem Jahr veranstalten, wartet aber auf ein Zeichen vom Land Niedersachsen. 

"Ich gehe davon aus, dass wir das machen können. Der Weihnachtsmarkt ist eine Attraktion, aber wir wollen auch keine Hotspots", sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. 

"Was ist mit der Hygiene, muss jeder für ein Glas Glühwein den Anwesenheitszettel unterschreiben?" Es müsse für die Corona-Prävention einen A-, B- und C-Veranstaltungsplan für die Hansestadt geben.

Bei einem runden Tisch holte Mädge am vergangenen Freitag auch die Schausteller, private Marktbetreiber und das Stadtmarketing zusammen. Lüneburg profitiert in der Adventszeit von vielen Tagestouristen, die per Bus angereist kommen, shoppen gehen und über den Weihnachtsmarkt schlendern. 

"Ohne Weihnachtsmarkt geht die Welt nicht unter, aber ein Stück Tradition verloren", sagte Mädge, der als Präsident des Städtetags Niedersachsen einen Weihnachtsgipfel für das Land fordert.

42 Stände gehören normalerweise zum Lüneburger Weihnachtsmarkt vor dem historischen Rathaus, in diesem Jahr soll es coronabedingt höchstens die Hälfte sein, verteilt über die 78.000-Einwohner-Stadt. Standgebühren für öffentliche Flächen soll es bis Jahresende nicht geben.

Der nur an einem Dezember-Wochenende stattfindende ALA-Weihnachtsmarkt wurde bereits von den privaten Betreibern abgesagt. Die Enge in der Altstadt lasse wegen der Ansteckungsgefahr das Aufstellen der Buden nicht zu.

Mindestens bis Ende Oktober sind Veranstaltungen in Niedersachsen mit mehr als 1000 Personen verboten. 

Nach Angaben der Stadt Lüneburg gibt es "Signale von der Landesspitze, dass unter bestimmten Voraussetzungen weihnachtliche Märkte erlaubt werden können, wenn sie nicht länger als vier Wochen dauern und es Zugangskontrollen gibt, um im Corona-Fall zurückverfolgen zu können, wer sich dort zusammen aufgehalten hat".

Update, 7. September, 22.25 Uhr: Bußgelder von 2500 Euro für Maskenverweigerer binnen zehn Tagen

Bremen - Das Bremer Ordnungsamt hat in den ersten zehn Tagen seit Inkrafttreten einer neuen Bußgeldregelung für Maskenverweigerer in Bus und Bahnen Verwarngelder von insgesamt 2500 Euro kassiert. 

Zwar habe der überwiegende Teil der Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen. "Dennoch gab es immer noch uneinsichtige Personen, die sich einer Maske komplett verweigerten", teilte die Innenbehörde am Montag mit. Die Bußgeldregelung trat am 27. August in Bremen in Kraft.

Rund 50 Personen mussten den Angaben zufolge ein Bußgeld von 50 Euro zahlen und das Fahrzeug an der nächsten Haltestelle verlassen. 

30 weitere Personen erhielten eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit. In 39 Fällen hätten die Fahrgäste ein Attest vorzeigen können. 

"Im Großen und Ganzen können wir bislang zufrieden sein. Die meisten Menschen verhalten sich kooperativ und rücksichtsvoll", sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Update, 7. September, 22.20 Uhr: Weitere Corona-Infektionen in fleischverarbeitendem Betrieb

Hatten - In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Hatten (Kreis Oldenburg) haben Corona-Tests weitere zehn Infektionen bei Beschäftigten ergeben. Damit wurden insgesamt 24 Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Landkreis am Montag mitteilte. 

16 von ihnen lebten im Landkreis Oldenburg, acht in der Stadt Oldenburg. Die gesamte Belegschaft von rund 140 Beschäftigten sei in einer 14-tägigen Quarantäne.

Nach Ablauf der Zeit stehe ein erneuter Test an. Erst mit einem negativen Test dürfe die Arbeit wieder aufgenommen werden. Einen eindeutigen Hinweis auf die Ursache der Infektion gebe es bisher nicht. 

"Mögliche Infektionswege werden weiter nachverfolgt. Hier gilt Sorgfalt vor Eile, da die gesamte Belegschaft aktuell in Quarantäne ist", hieß es in einer Mitteilung des Landkreises.

Update, 7. September, 19.15 Uhr: 13 neue Corona-Fälle an elf Hamburger Schulen

Hamburg - An Hamburgs Schulen sind bis Montagmorgen 13 neue Corona-Infektionen registriert worden. Sie verteilen sich auf elf Schulen, wie die Schulbehörde auf Nachfrage mitteilte. 

Insgesamt gibt es damit den Angeben zufolge 30 Infektionen an 25 Schulen, davon 28 Schülerinnen und Schüler und zwei Schulbeschäftigte. Derzeit befänden sich 23 von rund 9500 Klassen in Quarantäne.

Die meisten Corona-Fälle wurden laut Behörde mit sieben an der Heinrich-Hertz-Schule registriert, darunter sechs Schüler und ein Schulbeschäftigter. Das Gesundheitsamt habe vorsorglich 15 Klassen dieser Schule in Quarantäne geschickt. Die Schüler erhielten jetzt Fernunterricht.

Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts. (Archivbild)
Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts. (Archivbild)  © dpa/Frank Molter

Update, 7. September, 14 Uhr: Holstentherme kritisiert Landesregierung wegen Corona-Regeln

Kaltenkirchen/Kiel - Die Holstentherme in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) hat massive Kritik an der Landesregierung wegen der unverändert strengen Corona-Auflagen für Saunen geübt. Die Landesregierung halte strikt an ihren Beschränkungen fest - ohne wissenschaftliche Begründung, kritisierte die Geschäftsführung des Spaßbads am Montag in einer Pressemitteilung.

Nicht nur das Schwimmangebot für Schulen und Vereine sei gefährdet, sondern es seien auch Arbeitsplätze gefährdet, weil dringend benötigte Einnahmen für den subventionierten Thermenbetrieb fehlten. Allein in der Holstentherme seien 160 Mitarbeiter davon betroffen.

Bislang habe die Landesregierung die vom Deutschen Sauna-Bund vorgelegten Handlungsempfehlungen ignoriert. Ebenso sei «ein Brandbrief» der Holstentherme an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) bislang unbeantwortet geblieben.

In Schleswig-Holstein darf unabhängig von der Größe einer Saunalandschaft das Angebot nur ein Gast oder Haushalt gleichzeitig nutzen.

Update, 7. September, 13.20 Uhr: 26 weitere Corona-Infektionen in Hamburg registriert

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 26 gestiegen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 6526 bestätigte Fälle, wie die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mitteilte. Am Vortag waren 15 neue Fälle gemeldet worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit Corona gestorben sind.

Mit 14,8 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Vortag lag der Wert bei 14,0.

Von den 6500 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5700 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Freitag unverändert 19 Covid-19-Patienten behandelt - fünf von ihnen lagen weiterhin auf Intensivstationen.

Update, 7. September, 7.43 Uhr: Sechs neue Corona-Fälle im Norden

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um sechs auf 4126 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Sonntagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Tag zuvor waren noch fünf Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag elf Corona-Patienten behandelt - einer mehr als noch am Vortag. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3800 als genesen.

Update, 6. September, 15.04 Uhr: Wieder Corona-Infektionen in fleischverarbeitendem Betrieb

Hatten - Der Landkreis Oldenburg hat die Beschäftigten eines fleischverarbeitenden Betriebes in Hatten nach einem Corona-Ausbruch in Quarantäne geschickt. Bei insgesamt 113 Tests seien 14 Infektionen mit dem Virus festgestellt worden, teilte der Landkreis am Sonntag mit. 

Sieben Betroffene lebten im Landkreis Oldenburg, sieben weitere in der Stadt Oldenburg. "Die Anzahl der Infektionen ist gemessen an der gesamten Belegschaft von rund 140 Personen hoch", betonte Landrat Carsten Harings. 

Weil die Trennung der Mitarbeiter wegen überlappender Arbeitszeiten und der räumlichen Bedingungen nicht möglich sei, habe man für alle Beschäftigten eine 14-tägige Quarantäne verhängt.

Harings erklärte, dies bedeute, dass der Betrieb für diese Zeit ruhe. Nur die noch im Produktionsverlauf vorrätigen Fleischwaren dürften bis Montag in nur einer Schicht verarbeitet werden. Weitere Ware dürfe nicht angeliefert werden. 

Für diese eine noch zu erledigende Schicht erhalte ein kleiner Teil der Belegschaft eine sogenannte Arbeitsquarantäne - das bedeutet, die Betroffenen dürfen die häusliche Quarantäne nur für die festgelegte Arbeit und den dafür nötigen Zeitraum verlassen.

Die genauen Infektionswege konnten den Angaben zufolge noch nicht abschließend ermittelt werden. Es gebe Hinweise auf Reiserückkehrer, dies werde derzeit geprüft. 

Für alle Beschäftigten in Quarantäne stehe nach Ablauf der Zeit ein erneuter Test an. Erst mit einem negativen Testergebnis dürfe die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Update, 6. September, 15 Uhr: Verstöße gegen Hygienevorschriften - drei Shisha-Bars geschlossen

Hannover - Die Polizei hat am Wochenende in Shisha-Bars in Hannover mehrere Verstöße gegen die Anti-Corona-Maßnahmen festgestellt. Drei Shisha-Bars wurden geschlossen, weil sie gegen die Hygienevorschriften verstießen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. 

Bei weiteren Bars wurden Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tabaksteuergesetz eingeleitet, weil in zwei Betrieben unversteuerter Tabak gelagert wurde. Die Polizei beschlagnahmte insgesamt 35 Kilogramm Tabak. 

Update, 6. September, 13.30 Uhr: 15 weitere Corona-Infektionen in Hamburg registriert

Besucher der Plaza der Elbphilharmonie betrachten den Sonnenuntergang im Westen Hamburgs.
Besucher der Plaza der Elbphilharmonie betrachten den Sonnenuntergang im Westen Hamburgs.  © dpa/Markus Scholz

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 15 gestiegen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 6500 bestätigte Fälle, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mitteilte. Am Vortag waren 35 neue Fälle gemeldet worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Sonntag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

Von den 6500 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5700 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden 19 Covid-19-Patienten behandelt - fünf von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich den Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag nicht.

Update, 6. September, 9 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle im Norden

Schleswig-Holstein - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um fünf auf 4120 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Samstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Tag zuvor waren noch acht Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Samstag zehn Corona-Patienten behandelt - zwei mehr als noch am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3800 als genesen.

Update, 5. September, 13.08 Uhr: 35 weitere Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 35 gestiegen. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 6485 bestätigte Fälle, teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mit. Am Freitag waren 55 neue Fälle gemeldet worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Samstag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

Mit 14,4 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

Von den 6485 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5700 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden 19 Covid-19-Patienten behandelt - das sind vier mehr als im Vergleich zum früheren Datenstand von Donnerstagnachmittag. Fünf von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, einer mehr als am Vortag.

Update, 5. September, 10.38 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um acht auf 4115 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Freitagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. Am Tag zuvor waren noch 17 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Freitag weiterhin acht Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3700 als genesen.

Update, 4. September, 22.16 Uhr: Hamburger Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber ziehen vor Gericht

Hamburg - Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber aus der Herbertstraße wollen die Wiederzulassung der Prostitution auch in Hamburg gerichtlich erzwingen. Stellvertretend für die ganze Branche habe sie für drei Prostituierte und zwei Bordellbetreiberinnen einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt, teilte die Anwältin der Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn, Kerstin Gröhn, am Freitagabend mit. 

Schon vor der Corona-Krise seien die hohen Hygienestandards in der Branche eingehalten worden. Zudem hätten Antragstellerinnen ein coronaspezifisches Hygienekonzept erarbeitet.

"Aus infektionslogischer Sicht bestehen bei dessen Einhaltung zu den bereits wieder zugelassenen sogenannten körpernahen Dienstleistungen (Friseursalons, insbesondere aber auch Piercing-, Tattoo- oder Waxingstudios) keine Unterschiede", argumentierte Gröhn. 

"Die Aufrechterhaltung des vollständigen Berufsverbots, dem die Branche seit Mitte März unterliegt, ist daher weder erforderlich, noch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Umstände, in die die Antragstellerin getrieben werden, angemessen".

Am Donnerstag hatte das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt entschieden, dass Prostitutionsstätten wieder öffnen dürfen. Ende August hatte auch das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen die von der Landesregierung angeordnete Schließung von Bordellen und ähnlichen Einrichtungen außer Vollzug gesetzt.

In Hamburg hatte die auch für Gesundheit zuständige Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) eine Entscheidung zur Prostitution noch für diesen Monat angekündigt und sich zuversichtlich gezeigt, dass dies die Öffnung der Bordelle mit sich bringen werde. 

"Wenn Sie das jetzt schon wissen, dann heben Sie die Berufsverbote auch jetzt auf", forderte eine Vertreterin der Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn.

Update, 4. September, 16.27 Uhr: Vier weitere Corona-Neuinfektion in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag vier neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten mit Stand Freitag, 15 Uhr, seit März auf 1023, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 

Am Vortag wurden ebenfalls vier weitere Infektionen bestätigt, in den vergangenen sieben Tagen kamen nach Lagus-Angaben landesweit 19 Corona-Fälle hinzu.

Die positiven Testnachweise vom Freitag betreffen die Stadt Rostock (zwei) und die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg (je ein). Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 968 als genesen. Das sind sechs mehr als am Vortag. 

In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert. 132 infizierte Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - auch diese Zahl blieb unverändert.

Update, 4. September, 13.30 Uhr: Color Line streicht 300 Stellen

Die Norwegen-Fähre "Color Magic" der Reederei Color Line Cruises fährt in Kiel rückwärts zum Anleger am Color Line Terminal.
Die Norwegen-Fähre "Color Magic" der Reederei Color Line Cruises fährt in Kiel rückwärts zum Anleger am Color Line Terminal.  © dpa/Christian Charisius/picture alliance

Oslo/Kiel - Die norwegische Reederei Color Line hat die Streichung von rund 300 Stellen angekündigt. Betroffen seien Mitarbeiter an Bord und an Land in Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen. 

Color Line sei genötigt, Kosten einzusparen und effizienter zu werden, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Hintergrund seien die Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Nachdem Norwegen im März seine Grenzen für Touristen dicht gemacht hatte, hatte die Reederei ihre Passagier-Verbindungen einstellen müssen. Nur der Gütertransport lief weiter. Später fuhren die Color Magic und Color Fantasy, die eine Kapazität von mehr als 2000 Passagieren haben, nur noch als Kreuzfahrtschiffe. Die Passagiere durften in Kiel nicht an Land gehen.

Mitte Juli hob Norwegen die Reisebeschränkungen auf, führte sie aber Ende August wieder ein. Wer von Deutschland aus nach Norwegen reist, muss nun für zehn Tage in Quarantäne.

Die Reederei geht davon aus, dass die Wiederöffnung der Gesellschaft nach Covid-19 einige Zeit dauern wird. "Unsere Pläne werden Arbeitsplätze und zukünftige Rentabilität sichern", so Color Line-Chef Trond Kleivdal.

Update, 4. September, 12.25 Uhr: 22 Schulen in Niedersachsen von Corona-Einschränkungen betroffen

Hannover - Gut eine Woche nach dem Beginn des neuen Schuljahres sind 22 Schulen in Niedersachsen bereits von Corona-Einschränkungen betroffen. 

Wegen festgestellter Infektionen seien 43 Klassen und 3 Jahrgänge in den Heimunterricht geschickt worden, teilte das Kultusministerium in Hannover am Freitag mit. Oft müssten aber nicht alle betroffenen Schüler in Quarantäne. 

Insgesamt sei der Neustart des Unterrichts aus Sicht des Kultusministeriums dennoch gut verlaufen. "Unserer Einschätzung nach war es eine richtige Entscheidung, den Regelbetrieb wieder eingeschränkt zu starten", sagte Ministeriumssprecher Sebastian Schumacher.

Während bis zu den Sommerferien jeweils nur die Hälfte der Klassen abwechselnd im Präsenzunterricht unterrichtet wurden, läuft der Unterricht seit Mitte vergangener Woche wieder mit den kompletten Klassen. Bestimmte schulische Angebote bleiben aber eingeschränkt.

Update, 4. September, 11.52 Uhr: 55 neue Corona-Infektionen in Hamburg registriert

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 55 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag im Internet mit. 

Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 6450 bestätigte Fälle. Am Donnerstag waren 45 neue Fälle gemeldet worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Freitag wie schon am Vortag 267 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

Mit 14,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Donnerstag hatte der Wert 12,8 betragen.

Von den 6450 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5700 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Donnerstag (14 Uhr) 15 Covid-19-Patienten behandelt - das sind vier weniger als am Vortag. Vier von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, genau so viele wie am Vortag.

Update, 4. September, 8.10 Uhr: Bremer Dehoga-Chef kritisiert Ungerechtigkeiten bei Corona-Hilfen

Ein Schild mit der Aufschrift "Zu Ihrem Schutz ist dieser Tisch gesperrt - Wir bitten Sie um Ihr Verständnis" steht in einer Gaststätte auf einem Tisch.
Ein Schild mit der Aufschrift "Zu Ihrem Schutz ist dieser Tisch gesperrt - Wir bitten Sie um Ihr Verständnis" steht in einer Gaststätte auf einem Tisch.  © dpa/Marijan Murat

Bremen - Der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Bremen hat sich enttäuscht über die Umsetzung der Corona-Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft geäußert. 

"Vieles dauert zu lange, Vieles ist unausgegoren oder ungerecht, viele Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen", sagte Detlef Pauls dem Weser-Kurier. Kritik übte er unter anderem an den Vorgaben für die Soforthilfe, den Regelungen für das Kurzarbeitergeld und das späte Einführen eines Bußgeldes für Maskenverweigerer.

Auch beim Überbrückungsgeld wimmele es von Ungerechtigkeiten. Um die Hilfen zu bekommen, dürfe man nur die Ausgaben einrechnen, die quasi im Corona-Zeitraum angefallen seien. "Wir bezahlen aber beispielsweise am Anfang des Jahres unsere Versicherungen. Anstatt diese Summe zu zwölfteln, was nur fair wäre, wird sie gar nicht anerkannt." 

Lob fand Pauls für Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (55) von der Linkspartei: "Frau Vogt denkt in erster Linie an die Sache, nicht an die Partei. Sie sieht das große Ganze. Von solchen Politikern brauchen wir mehr."

Update, 4. September, 8.03 Uhr: 17 neue Corona-Fälle im Norden - insgesamt 4107 registriert

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um 17 auf 4107 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Donnerstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. Am Tag zuvor waren 27 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Mittwoch acht Corona-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3700 als genesen.

Update, 4. September, 7.16 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für Tagestouristen

Schwerin - Seit Mitte März durften keine Tagestouristen nach Mecklenburg-Vorpommern. Doch nun fällt diese Beschränkung. 

Ab diesem Freitag ist Tagestourismus im Nordosten wieder erlaubt.

Update, 4. September, 6.30 Uhr: Ein Fünftel weniger Besucher wegen Corona in Hamburgs Freibädern

Die Hamburger Freibäder wie hier das Freibad Marienhöhe haben 2020 weniger Besucher gehabt als im Vorjahr.
Die Hamburger Freibäder wie hier das Freibad Marienhöhe haben 2020 weniger Besucher gehabt als im Vorjahr.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Mit nur rund 130.000 Besuchern haben die Hamburger Freibäder in diesem Jahr einen Einbruch zu verkraften. 

"Das ist circa ein Fünftel weniger als im Vorjahr", sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel der Deutschen Presse-Agentur. Der begrenzende Faktor sei dieses Jahr aber nicht schlechtes Wetter, sondern die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewesen.

Ursprünglich habe die Bäderland GmbH für 2020 mit bis zu 200.000 Gästen gerechnet. Doch dann kam Corona. Bei der Öffnung der Freibäder Anfang Juni blieben Rutschen und Sprungtürme gesperrt, auch die Umkleiden und Duschen mussten geschlossen bleiben.

Im Kaifu-Bad wären laut Dietel zum Beispiel an einem heißen Sommertag normalerweise zwischen 6000 und 9000 Besucher gekommen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen sei die Zahl der erlaubten Gäste in dieser Saison aber auf 1700 reduziert worden.

"Das war ja Sinn und Zweck der Limits: die Gäste sollten Abstand halten können", sagte Dietel. Wirtschaftlich sei das ein herber Schlag gewesen. "Das ist aber nebensächlich in diesem kuriosen Jahr." Auch kurios: Einzelne Bäder hätten sogar durch Corona profitiert. Statt in ein bereits ausverkauftes Bad zu gehen, hätten sich die Hamburger benachbarte Alternativen ausgesucht.

Durch Corona habe der Bäderbetreiber schnell improvisieren müssen. In kürzester Zeit habe man neben einem Hygienekonzept auch einen Onlineshop für den Ticketverkauf auf die Beine gestellt. "Wir haben jetzt einen Onlineshop und den werden wir nicht einstellen", sagte Dietel.

Update, 3. September, 21.13 Uhr: Dänemark fährt Kontrollen an der Grenze zu Deutschland zurück

Kopenhagen - Dänemark will alle seine Grenzübergänge zu Deutschland so schnell wie möglich wieder öffnen. Das teilte die Reichspolizei am Donnerstagabend mit. Außerdem sollen die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Schweden ab sofort nur noch stichprobenartig, zeitlich begrenzt und an das Aufkommen angepasst erfolgen.

Dänemark hatte im Zuge des Ausbruchs der Corona-Pandemie Mitte März seine Landgrenzen für Touristen und andere Ausländer, die keinen wichtigen Einreisegrund hatten, geschlossen. In den letzten Monaten wurden die Beschränkungen mehr und mehr zurückgenommen. 

Deutsche können seit Mitte Juni wieder in Dänemark Urlaub machen. Trotzdem sind bislang nur drei der 13 Grenzübergänge geöffnet, was zu Staus an den Kontrollstationen führt. 

Die Polizei sagte, sie rechne damit, dass die Maßnahmen die Wartezeiten für Reisende, die nach Dänemark einreisen, verkürzen werden.

Update, 3. September, 19.16 Uhr: Drei UKE-Mitarbeiter mit Corona infiziert - kein Kontakt zu Patienten

Hamburg - Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben sich drei Mitarbeiter aus der Verwaltung mit dem Coronavirus infiziert. 

Bei allen habe kein Kontakt zu stationären oder ambulanten Patienten bestanden, teilte das UKE am Donnerstag mit. Sie seien, wie auch die Kontaktpersonen, in häuslicher Quarantäne. Um wie viele Kontaktpersonen es sich handelt, war zunächst unklar.

Das UKE zählt zu den größten Krankenhäusern in Hamburg. Nach eigenen Angaben hat es mehr als 1700 Betten und behandelt jährlich etwa 500.000 Patienten.

Update, 3. September, 16.22 Uhr: Vier neue Corona-Neuinfektion in MV registriert

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag vier neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten seit März auf 1019, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 

Am Vortag wurden noch sechs weitere Infektionen bestätigt, in den vergangenen sieben Tagen kamen nach Lagus-Angaben landesweit 18 Corona-Fälle hinzu.

Die positiven Testnachweise vom Donnerstag betreffen die Landkreise Nordwestmecklenburg (2), Vorpommern-Rügen und die Landeshauptstadt Schwerin (je 1). Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 962 als genesen. Das sind zwei mehr als am Vortag. 

In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert. 132 infizierte Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - auch diese Zahl blieb unverändert.

Update, 3. September, 16.05 Uhr: Maskenpflicht in Bus und Bahn kontrolliert: Über 10.000 Verstöße

Boris Pistorius (60, SPD), Innenminister Niedersachsen, spricht bei der Kabinetts-Pressekonferenz im Gästehaus der Landesregierung.
Boris Pistorius (60, SPD), Innenminister Niedersachsen, spricht bei der Kabinetts-Pressekonferenz im Gästehaus der Landesregierung.  © dpa/Julian Stratenschulte

Hannover - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Polizei und Verkehrsbetriebe in Niedersachsen landesweit die Einhaltung der Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie an Haltestellen und Bahnhöfen kontrolliert. Die Kontrollen am Mittwoch ergaben 10.124 Verstöße und führten zu Ordnungswidrigkeitsverfahren, wie das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag mitteilte. 

"Es gibt keine Alternative zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung an bestimmten Orten, die allermeisten Menschen wissen und verstehen das", betonte Innenminister Boris Pistorius (60). "Corona ist noch nicht vorbei." An den Kontrollen waren über 900 Polizeibeamte beteiligt.

Ziel der Kontrollen war den Angaben zufolge vor allem, die Fahrgäste zu sensibilisieren.

Verstöße gegen die Tragepflicht der Mund-Nasen-Bedeckung habe es vor allem an Haltestellen und in Bahnhöfen gegeben. In Gesprächen mit den Fahrgästen hätten viele Menschen gesagt, die Masken-Tragepflicht an Haltestellen und in Bahnhöfen sei ihnen bisher nicht bekannt gewesen. 

Die meisten Fahrgäste hätten Verständnis für die Kontrollen geäußert, nur in zwei Fällen wurden Masken-Verweigerer nach Platzverweisen in Gewahrsam genommen. Ein Verweigerer leistete Widerstand.

Pistorius erklärte, der Schutz vor einer Infektion stehe im Mittelpunkt der Regelungen und Verordnungen: "Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im ÖPNV zwingend notwendig, um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten. Das gilt nicht nur in Zügen, Bussen und auf Fähren, sondern auch an Haltestellen und auf den Bahnsteigen." 

Es sei positiv, dass die meisten Menschen kooperativ mit den Schwerpunktkontrollen umgegangen seien. "Wer sich aber auch nach Aufforderung weigert, eine Maske zu tragen, muss mit den entsprechenden Folgen rechnen."

Update, 3. September, 13.50 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof eröffnet

Eine Ärztin nimmt im neuen Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof einen Abstrich.
Eine Ärztin nimmt im neuen Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung am Hauptbahnhof einen Abstrich.  © dpa/Markus Scholz

Hamburg - Seit Donnerstag können sich Reiserückkehrer auch am Hamburger Hauptbahnhof auf das Coronavirus testen lassen. Das neue Zentrum auf dem Parkplatz des Museums für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz soll bis zu 2000 Testungen pro Tag ermöglichen, wie Walter Plassmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) bei der Eröffnung sagte. 

Zwischen dem Hauptbahnhof und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gelegen, sollen sich in der Container-Einrichtung vor allem Bus- und Bahnreisende kostenlos testen lassen können.

Wichtig sei, dass es sich um symptomlose Reiserückkehrer handelt, sagte Plassmann. Menschen, die bereits Fieber, Husten oder ähnliche Symptome zeigten, sollten sich zwecks Testung telefonisch an den ärztlichen Notruf oder eine der Infektpraxen wenden.

Update, 3. September, 11.40 Uhr: 45 neue Corona-Infektionen in Hamburg registriert

Mit Regenschirmen schützen sich eine Frau und ein Mann bei einem Spaziergang im Hamburger Hafen vor dem nassen Wetter.
Mit Regenschirmen schützen sich eine Frau und ein Mann bei einem Spaziergang im Hamburger Hafen vor dem nassen Wetter.  © DPA/Ulrich Perrey

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 45 Fälle gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag im Internet mit. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 6395 bestätigte Fälle. Am Mittwoch waren 39 neue Fälle gemeldet worden.

Mit 12,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Mittwoch hatte der Wert 12,1 betragen.

Von den 6395 bestätigten Fällen können nach RKI-Schätzungen rund 5600 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Mittwoch (14 Uhr) 19 Covid-19-Patienten behandelt - das sind zwei mehr als am Vortag. Vier von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, einer weniger als am Vortag.

Update, 3. September, 10.10 Uhr: Corona-Pandemie verursacht Umsatzeinbruch bei Industrie im Norden

Kiel - Die Umsätze der größeren Industriebetriebe in Schleswig-Holstein sind im ersten Halbjahr infolge der Corona-Krise um 5,6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro gesunken. Dies war nach Angaben des Statistikamtes Nord vom Donnerstag der niedrigste Wert in einer ersten Jahreshälfte seit 2016 (14,9 Milliarden Euro). 

Im besonders von der Corona-Pandemie betroffenen zweiten Quartal brach der Umsatz im Vorjahresvergleich um mehr als neun Prozent ein.

Das kräftige Minus im ersten Halbjahr geht vor allem auf das schwache Auslandsgeschäft zurück, das um 7,7 Prozent nachgab. Mit Kunden außerhalb der Eurozone sanken die Umsätze sogar um 8,5 Prozent. Die Geschäfte mit inländischen Handelspartnern sanken um 4,2 Prozent.

Den stärksten Umsatzverlust unter den führenden Branchen verzeichnete die Mineralölverarbeitung mit einem Minus von 37 Prozent. Die Elektrotechnik büßte 24 Prozent ein. Die Statistik erfasste 552 Betriebe mit jeweils mindestens 50 Mitarbeitern.

Update, 3. September, 8.15 Uhr: 27 neue Corona-Fälle im Norden - insgesamt 4090 registriert

Mundschutze hängen zum Trocknen über einer Leine. (Symbolbild)
Mundschutze hängen zum Trocknen über einer Leine. (Symbolbild)  © dpa /SOPA Images via ZUMA Wire/Jdidi Wassim

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um 27 auf 4090 Fälle gestiegen. Das geht aus den am Mittwochabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervor. 

Am Tag zuvor waren 19 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, stieg um einen Fall auf 161.

In Krankenhäusern wurden am Mittwoch sieben Corona-Patienten behandelt, genauso viele wie am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3700 als genesen.

Update, 2. September, 18.04 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof öffnet

Hamburg - Am Hamburger Hauptbahnhof öffnet am Donnerstag (10.30 Uhr) ein weiteres Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH). Nach Angaben der Betreiberin sollen sich dort Bus- und Bahnreisende, die am Hauptbahnhof oder am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) aus dem Ausland in Hamburg ankommen, kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. 

In der Container-Einrichtung auf dem Parkplatz des Museums für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz sollen pro Tag bis zu 2000 Tests möglich sein. Die KVH betreibt in Hamburg bereits zwei Testzentren in Altona und Farmsen-Berne.

Update, 2. September, 17.50 Uhr: Bürgerschaft will Corona-Notfalldarlehen für Studierende erneuern

Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg.
Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg.  © DPA/Ulrich Perrey

Hamburg - Die Hamburgische Bürgerschaft will das Corona-Notfalldarlehen für Studierende wieder auflegen und bis Ende des Jahres verlängern. Das Parlament forderte am Mittwoch den rot-grünen Senat mehrheitlich auf, die Erneuerung des Programms zu prüfen, sofern die finanziellen Hilfen des Bundes nicht verlängert oder wieder aufgelegt werden. 

Gleichzeitig solle der Senat überlegen, die bislang zugrunde gelegte Kontoguthabengrenze für ein Notfalldarlehen auf 500 Euro anzuheben und die monatliche Auszahlung des Darlehens auf 650 Euro zu erhöhen. Bislang konnten bedürftige Studierende von April bis Juni monatlich ein zinsloses Darlehen in Höhe von 400 Euro beantragen.

Darüber hinaus beschloss das Parlament mehrheitlich, dass die Regelstudienzeit an den Hochschulen wegen der Corona-Pandemie noch einmal verlängert werden kann. 

Update, 2. September, 17.45 Uhr: Wegen Mindestabstand: Gerichtssäle in Containern

Oldenburg - Das Landgericht und das Oberlandesgericht Oldenburg sprechen künftig coronabedingt und provisorisch auch in drei Containern Recht. Die 54 Quadratmeter großen, als Sitzungssäle eingerichtete Container wurden auf dem Gelände der alten JVA im Gerichtsviertel aufgestellt. 

Sie sollen helfen, die Platzsituation im Landgerichtsgebäude zu entspannen, wo einige zu kleine Säle wegen der Corona-Abstandsregelung gesperrt werden mussten. 

In den Containern könne ein ausreichender Abstand zwischen den Prozessbeteiligten eingehalten werden, teilten die Gerichte am Mittwoch mit. Ein weiterer Container diene als Warteraum für Zeugen und Sachverständige. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (62, CDU) wird die neuen Container-Verhandlungssäle am Montag in Betrieb nehmen.

Update, 2. September, 16.51 Uhr: Sechs Corona-Neuinfektion in MV registriert

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch sechs neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der nachweislich Infizierten seit März auf 1015, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Am Dienstag hatte es eine Neuinfektion gegeben, am Montag gar keine.

Die positiven Testnachweise vom Mittwoch betreffen die Landkreise Rostock (2), Nordwestmecklenburg (2), Mecklenburgische Seenplatte(1) und Vorpommern-Rügen (1). 

Von den 1015 seit März Infizierten gelten den Angaben zufolge 960 als genesen. In MV starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Update, 2. September, 13.53 Uhr: 317 Millionen Euro Corona-Bundesmittel gezahlt

Hamburg/Berlin - Kleine Unternehmen und Selbstständige haben bis Ende Juli in Hamburg rund 317 Millionen Euro allein aus Bundesmitteln erhalten. 

Das geht aus einem der dpa vorliegenden Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, der dem Haushaltsausschuss des Bundestages übermittelt wurde. Demnach wurden insgesamt Corona-Soforthilfen des Bundes in Höhe von 13,4 Milliarden Euro über die Länder an rund 1,75 Millionen Empfänger ausgezahlt.

Der größte Anteil, rund 3,77 Milliarden Euro, ging an kleine Firmen und Soloselbstständige in Nordrhein-Westfalen. Noch nicht ausgezahlt waren zum Stand 31. Juli knapp 1,2 Milliarden Euro der vom Bund an die Länder zugewiesenen Hilfen. 

Auf Hamburg entfallen davon gut 25 Millionen Euro. Die Hansestadt hat die Bundesmittel mit eigenen Corona-Hilfprogrammen ergänzt.

Update, 2. September, 11.12 Uhr: Pflegeheimmitarbeiterin nach Corona-Demo gekündigt

Itzstedt - Ein Senioren- und Pflegeheim in Itzstedt im Kreis Segeberg hat einer Mitarbeiterin fristlos gekündigt, weil sie nach der Teilnahme an der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin einen Coronatest verweigert hatte. 

Der Pflegedienstleiter der privaten Einrichtung bestätigte die Kündigung am Mittwoch. In einem Pflegeheim seien besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, an die sich alle Mitarbeiter halten müssten, sagte er zur Begründung. 

Dazu gehöre unter anderem ein Corona-Test bei entsprechenden Krankheitssymptomen.

Update, 2. September, 11.09 Uhr: 39 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages um 39 Fälle gestiegen. 

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch im Internet mit. Am Dienstag waren 51 neue Fälle gemeldet worden. Trotzdem steige die Gesamtzahl der Infizierten nur um 38 auf 6350 bestätigte Fälle. Ein Fall vom 29. August sei gestrichen worden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen in Hamburg liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Mittwoch 267 Tote an, einen mehr als am Vortag.

Update, 2. September, 11.03 Uhr: Jahrmarkt in Flensburg findet statt

Flensburg - Trotz der Corona-Krise wird es auch in diesem Jahr den traditionellen Herbst-Jahrmarkt in Flensburg geben. 

Nach Angaben der Stadt ist es der erste größere Jahrmarkt in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Zum Herbstmarkt vom 11. bis zum 27. September werden 70 Schausteller erwartet, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. 

"Wir haben lange und intensiv gerungen und vorbereitet, um den Markt auch unter Corona-Bedingungen stattfinden zu lassen", sagte Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD). 

"Damit es sich lohnt, haben wir die Marktzeit verlängert." Der Flensburger Jahrmarkt ist nach Angaben der Stadt der größte Jahrmarkt Schleswig-Holsteins und seit 1924 auf der Flensburger Exe beheimatet.

Update, 2. September, 9.24 Uhr: Land verschiebt Lockerungen auf 1. Oktober

Hannover - Niedersachsen hat vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen die Lockerungen der Corona-Regeln um weitere zwei Wochen auf den 1. Oktober verschoben. Das sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei am Mittwoch. 

Die rot-schwarze Landesregierung wolle zunächst die Auswirkungen von Schulbeginn und Urlaubsrückkehrern abwarten, berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung. 

Zunächst war der 1. September für weitere Lockerungen angepeilt worden, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte aber bereits vor zwei Wochen eine Verschiebung des Termins angekündigt.

Update, 2. September, 8 Uhr: "Weihnachtsmärkte vorstellbar"

Ein Lebkuchenherz hängt an einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt.
Ein Lebkuchenherz hängt an einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt.  © David Schwarz/dpa

Hannover - Der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes sieht trotz der Corona-Pandemie Chancen für Weihnachtsmärkte. 

"Nach derzeitiger Lage könnte ich mir schon vorstellen, dass es unter gewissen Auflagen Weihnachtsmärkte gibt", sagte Marco Trips der Neuen Osnabrücker Zeitung am Mittwoch. Man müsse über Zugangsbeschränkungen reden und Gedränge verhindern. Sollten die Infektionszahlen im November aufgrund der Witterung drastisch steigen, werde es aber schwierig mit Weihnachtsmärkten.

Aktuell sei das Gesundheitssystem weit von einer Überlastung entfernt. "Insofern meine ich, dass man die ganze Diskussion insgesamt etwas gelassener führen könnte", sagte Trips. 

Er halte es nach aktuellem Stand für verantwortbar, Weihnachtsmärkte und andere Märkte wieder zuzulassen.

Update, 2. September, 7.56 Uhr: 19 neue Corona-Fälle im Norden

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um 19 auf 4063 Fälle gestiegen. 

Am Tag zuvor waren 16 Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung am Mittwoch im Internet mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb (Stand Dienstagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Dienstag sieben Corona-Patienten behandelt, genauso viele wie am Vortag.

Update, 1. September, 19.38 Uhr: Erzieherin infiziert - 43 Kinder und 10 Kolleginnen in Quarantäne

Lohne - Nach der Corona-Infektion einer Erzieherin in Lohne sind 43 Kinder sowie neun weitere Erzieherinnen und eine Reinigungskraft in Quarantäne geschickt worden. 

Wie der Landkreis Vechta am Dienstag mitteilte, bleibe die Kindertagesstätte geöffnet, da die Kontakte der Erzieherin eingegrenzt werden konnten. Die Eltern der betroffenen Kinder wurden über das weitere Vorgehen vom Gesundheitsamt des Landkreises informiert.

Update, 1. September, 17.30 Uhr: Geschäftsbericht bescheinigt Hamburg gute Vor-Corona-Zahlen

Andreas Dressel (45, SPD), Finanzsenator von Hamburg, nimmt an der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus teil.
Andreas Dressel (45, SPD), Finanzsenator von Hamburg, nimmt an der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus teil.  © dpa/Daniel Reinhardt

Hamburg hat im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge einen Überschuss erwirtschaftet. Allerdings fiel dieser mit einem bereinigten Gesamtergebnis von 23 Millionen Euro in der Kernverwaltung und 76 Millionen Euro im Konzern - also bei den städtischen Unternehmen - deutlich geringer aus als in den Vorjahren.

Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Anstieg der Steuereinnahmen zu einem Ende gekommen und Personalaufwendungen gestiegen seien, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (45, SPD) am Dienstag nach Verabschiedung der Haushaltsrechnung im Senat. Insgesamt mache der letzte Vor-Corona-Geschäftsbericht aber deutlich, dass Hamburg auf einem soliden finanziellen Fundament stehe.

Update, 1. September, 17.06 Uhr: Bremen entscheidet nächste Woche über "abgespeckten Freimarkt"

Bremen - Es ist weiter offen, ob der Bremer Freimarkt Mitte Oktober starten kann oder nicht. Am Dienstag legte der Senat zunächst die Rechtsgrundlage dafür, dass Messen und Großveranstaltungen ausnahmsweise und unter Auflagen stattfinden können. 

Konkret entschieden wird über den bislang vom 16. Oktober bis 1. November geplanten 985. Freimarkt erst am nächsten Dienstag (8. September).

Sollte es einen Freimarkt geben, dann nur in sehr abgespeckter Form, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) nach der Senatssitzung. Dies werde dann eher den Charakter eines Freizeitparks haben. Der Freimarkt gilt als eines der größten und ältesten Volksfeste Norddeutschlands und zieht unter normalen Umständen jährlich etwa vier Millionen Menschen an. Vor allem die durch die Corona-Krise arg gebeutelten Schausteller sind auf Einnahmen angewiesen.

Der Senat stellte am Dienstag auch die Weichen, dass einzelne Messen ausgerichtet werden könnten. Dabei müssten stets Abstandsregeln, Hygienestandards und die Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden. Auch unter Coronabedingungen könnten Messen durchgeführt werden. 

"Das hängt ganz stark vom Charakter der Veranstaltung ab", so Vogt. Grünes Licht gab der Senat am Dienstag für die Wiedereröffnung von Saunen, die den Betrieb von Donnerstag wieder aufnehmen dürfen.

Update, 1. September, 15.55 Uhr: Leonhard stellt Öffnung von Bordellen und Fischmarkt in Aussicht

Hamburg - Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat eine baldige Wiederzulassung der Prostitution in Bordellen und die Wiederöffnung des Fischmarkts in Aussicht gestellt. Es werde auch daran gearbeitet, dass Weihnachtsmärkte und der Winterdom stattfinden können, sagte sie am Dienstag nach einer Senatssitzung. Coronabedingt könnten solche Märkte und Veranstaltungen in diesem Jahr aber nicht so stattfinden, wie es die Bürger gewohnt seien.

Hinsichtlich der Bordelle sei sie "guter Dinge, dass wir in diesem Monat etwas mitteilen können. Und ich bin auch guter Dinge, dass es eine Öffnung sein wird, die wir dann mitteilen". Da es sich bei der Prostitution aber um "eine sehr, sehr, sehr körpernahe Dienstleistung" handele, werde diese möglicherweise zunächst nur in genehmigten Prostitutionsstätten zugelassen. "Dafür spricht vieles, weil wir kennen die Akteure". Wichtig sei auch, dies in einem Zug mit den Nachbarländern zu machen, "damit es keine Verdrängungseffekte gibt".

Auch hinsichtlich des Fischmarkts liefen intensive Gespräche, wie dieser mit nötigem Abstand und unter Einhaltung des Infektionsschutzes wieder stattfinden könne, ebenso für die Weihnachtsmärkte, sagte die Senatorin. "Wir wollen sinnvoll das ermöglichen, was geht".

In Corona-Zeiten seien dies dann aber andere Veranstaltungen als bisher gekannt. "Dicht gedrängt mit dem Glühweinbecher in der Hand in großen Menschenmengen auf einem Platz" sei in diesem Jahr sicher nicht möglich. "Es werden aber vielleicht andere vorweihnachtliche Märkte sein können", sagte Leonhard.

Update, 1. September, 15.19 Uhr: Corona-Regeln im Norden geändert

Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (47, CDU).
Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (47, CDU).  © dpa/Christian Charisius

Bei Terminen in Behörden müssen die Schleswig-Holsteiner künftig Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn kein Abstand eingehalten werden kann oder keine physischen Barrieren vorhanden sind. Dies gehört zu den Änderungen einer neuen Corona-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag in Kiel beschlossen hat. 

Demnach dürfen Chöre und Blasorchester künftig wieder in geschlossenen Räumen proben. Dabei muss jedoch 2,50 Meter Mindestabstand eingehalten werden - oder andere "physische Barrieren" müssen die Übertragung von Tröpfchen verringern.

"Die Infektionszahlen verdeutlichen, dass wir weiterhin nur maßvoll bestehende Regeln anpassen können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU). "Es liegt in der Verantwortung von Politik, aber auch jedes Einzelnen, sich und andere verantwortungsvoll zu schützen, auch wenn dafür weiterhin deutliche Einschränkungen notwendig sind." Das Tragen einer Maske habe sich bewährt, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (54, FDP). Deshalb werde die Pflicht zum Tragen erweitert.

Entschärft wird sie aber in Reisebussen. Dort muss man keine Maske mehr tragen, wenn man auf einem Sitzplatz sitzt oder einen Mindestabstand von 1,50 Metern zum nächsten Fahrgast einhält.

Update, 1. September, 11.53 Uhr: 51 neue Corona-Infektionen in Hamburg registriert

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten ist in Hamburg innerhalb eines Tages sprunghaft um 51 Fälle gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag im Internet mit. Am Montag waren zwölf neue Fälle gemeldet worden. Die Fallzahlen an Sonn- und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Hamburger liegt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert bei 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Dienstag unverändert 266 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

Mit 11,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Montag hatte der Wert 10,1 betragen.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hamburg 6312 Menschen nachweislich infiziert. Von ihnen können nach RKI-Schätzungen rund 5600 als genesen angesehen werden. 

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Montag (14 Uhr) 18 Covid-19-Patienten behandelt, genauso viele wie am Vortag. Sechs von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, einer weniger als am Vortag.

Update, 1. September, 10.10 Uhr: Unfallzahlen gehen in Hamburg im ersten Halbjahr zurück

Hamburg - Wegen der Corona-Krise sind die Unfallzahlen in Hamburg im ersten Halbjahr 2020 deutlich zurückgegangen. "Das lag vor allem daran, dass es auf den Straßen weniger Verkehr gab", sagte Evi Theodoridou, Sprecherin der Polizei Hamburg, am Dienstag. 

Insgesamt wurden nach Angaben der Polizei von Januar bis Juni dieses Jahres 27 778 Unfälle registriert - fast 17 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Jahres 2019. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden sank von 3482 auf 2917, was einem Rückgang von gut 16 Prozent entspricht. Zuerst hatte das Hamburger Abendblatt berichtet.

Die Zahl der Verkehrstoten sank im ersten Halbjahr auf acht - im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 14 gewesen, Kinder waren nicht unter den Opfern. Die Zahl der schwer verletzten Kinder lag zwischen Januar und Juni 2020 bei 32 - ein minimaler Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als die Polizei 33 bei Unfällen schwer verletzte Kinder registrierte.

"Viele Menschen sind vor allem während des Lockdowns aufs Fahrrad umgestiegen", sagte Theodoridou. Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr seien dagegen stark zurückgegangen. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern ging daher nur um sieben Prozent auf 1549 zurück. 

Die Zahl der schwer verletzten Radfahrer stieg sogar um acht Prozent von 96 auf 104, darunter seien viele ältere Radfahrer gewesen. Zwei Radfahrer wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres getötet - ebenso wie im Vorjahreszeitraum.

Update, 1. September, 7.51 Uhr: 16 neue Corona-Fälle im Norden

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zum Vortag um 16 auf 4044 Fälle gestiegen. 

Am Tag zuvor waren noch sieben Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb (Stand Montagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Montag sieben Corona-Patienten behandelt, genauso viele wie am Vortag. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3700 als genesen.

Update, 1. September, 7 Uhr: Amateurfußballer dürfen in Hamburg wieder in Teamstärke kicken

In Hamburg dürfen Amateure wieder richtig Fußball spielen. (Symbolbild)
In Hamburg dürfen Amateure wieder richtig Fußball spielen. (Symbolbild)  © david clarke/Unsplash

Hamburg - 120.000 Amateurfußballer in Hamburg können aufatmen. Sie dürfen von Dienstag an wieder in Mannschaftsstärke trainieren und gegeneinander spielen. 

Möglich machen das die Corona-Lockerungen des Hamburger Senats. "Das ist eine große Erleichterung. Die Fußballer wollen wieder auf das Feld", sagte Carsten Byernetzki vom Hamburger Fußball-Verband (HFV) der Deutschen Presse-Agentur.

30 Spieler dürfen vom 1. September an laut der Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung ohne Sicherheitsabstand gemeinsam aufs Spielfeld. 

Nicht mitgezählt werden Trainer und andere Unterstützer, die sich an die Abstände halten müssten. Draußen sind das 1,5 Meter, in der Halle 2,5 Meter.

Der Ligabetrieb für Amateurfußballer in den 150 Hamburger Vereinen soll laut Byernetzki frühestens am 19. September starten. Grundlage dafür sei jedoch, dass dem Verband ein Hygienekonzept vorlegt werde, ohne das ein Verein keine Spielerlaubnis bekäme.

Update, 31. August, 17.03 Uhr: Verband fordert freiwillige Corona-Tests an Schulen

Kiel - Schleswig-Holsteins Philologenverband fordert angesichts der Corona-Pandemie weitere Schutzvorkehrungen an den Schulen. Für Lehrer und Schüler müssten freiwillige Corona-Tests angeboten werden. Bildungsanspruch und Gesundheitsschutz müssten im Einklang stehen, sagte der Landesvorsitzende Jens Finger am Montag.

Für unerlässlich hält der Philologenverband Luftreinigungs-Konzepte für die Schulen. Präsenzunterricht müsse Vorrang vor Fernunterricht genießen. Bei Infektionslagen sollte in bestimmten Fächern Fernunterricht möglich sein, erklärte er. Der Verband forderte zudem eine Reduzierung der Klassengröße und der Lerngruppen in Kursen.

Notwendig ist nach Ansicht des Verbandes "eine spürbare Einstellung von Vertretungslehrkräften". Schulpraktika angehender Lehrer dürften den Corona-Beschränkungen aber nicht zum Opfer fallen. Im Interesse aller Beteiligten müsse das im August gestartete Schuljahr "ein Erfolg werden".

Update, 31. August, 12.03 Uhr: Schnellere Corona-Tests in Dithmarschen möglich

Heide - Die Westküstenkliniken im Kreis Dithmarschen können ab sofort nach eigenen Angaben Corona-Tests in nur zwei Stunden auswerten. Der rund 100.000 Euro teure Analyseautomat sei vor wenigen Tagen in Betrieb genommen worden und könne vor Ort bis zu 24 Tests gleichzeitig bearbeiten, teilte das Unternehmen am Montag mit. 

Bislang hätten die Westküstenkliniken mit den Standorten Heide und Brunsbüttel nur in dringenden Einzelfällen selber getestet.

"Der Großteil der Proben ging an das Kooperationslabor Synlab nach Hamburg. Schon wegen der Logistik konnte es abhängig vom Probenaufkommen zwölf, manchmal sogar 24 Stunden dauern, bis die Resultate übermittelt wurden", sagte Klinik-Sprecher Sebastian Kimstädt. 

Das sei im nationalen Vergleich "zwar zügig, aber absolut betrachtet doch viel Zeit, wenn es um die Testung von Kontaktpersonen oder Verdachtsfällen geht." Das Testgerät ist den Angaben zufolge das einzige an der Westküste. 

Die Finanzierung sei zu gleichen Teilen durch das Land Schleswig-Holstein und den Rotary Club Heide erfolgt.

Update, 31. August, 11.44 Uhr: Zwölf neue Corona-Infektionen in Hamburg - Ein Toter

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten hat sich in Hamburg innerhalb eines Tages um zwölf erhöht. 

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Montag im Internet mit. Am Sonntag waren 23 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Hamburger stieg nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf um einen auf 236. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Montag unverändert 266 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

Mit 10,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Sonntag hatte der Wert 11,0 betragen.

Seit Beginn der Epidemie haben sich in Hamburg 6261 Menschen infiziert. Von ihnen können nach RKI-Schätzungen unverändert rund 5500 als genesen angesehen werden. 

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Freitag (14 Uhr) 18 Covid-19-Patienten behandelt, einer weniger als am Tag zuvor. Sieben von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, einer weniger als am Vortag.

Update, 31. August, 11.03 Uhr: Bereits mehr als 18.000 online gebuchte Corona-Tests

Hannover - Innerhalb von gut zwei Wochen haben mehr als 18.000 Reiserückkehrer in Niedersachsen online einen Corona-Test gebucht. Das Angebot der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) werde rege genutzt, teilte der Technologieanbieter Doctolib am Montag mit. 

Seit dem 14. August können Urlauber online einen Termin für einen Corona-Test in einem von zehn Testzentren im Land buchen. Das Angebot richte sich vor allem an Urlauber, die nicht mit dem Flugzeug reisen und spontan am Flughafen einen Test machen könnten. 

"Diese Art der Terminvergabe erleichtert den Prozess sowohl für Patienten als auch für unsere Test-Zentren", sagte die Geschäftsführerin der KVN-Bezirksstelle Hannover, Nicole Löhr.

Update, 31. August, 9.22 Uhr: Berufsverband fordert Öffnung der Bordelle in Hamburg

Hamburg - Der Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen hat Hamburgs rot-grünen Senat aufgefordert, die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Bordelle wieder zu öffnen. 

"Wir fordern Sie auf, das ursprüngliche Hamburger Konzept der stufenweisen Öffnung für Sexarbeit ab 1.9. umzusetzen - natürlich mit Hygienekonzept", erklärte der Verband in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Gerade bei steigenden Infektionszahlen sei es besser, dass Sexarbeit legal und kontrolliert stattfinde, als illegal und unkontrolliert.

Der Verband forderte eine Gleichbehandlung der Sexarbeit mit anderen körpernahen Tätigkeiten wie Wellnessmassagen, die in Hamburg bereits wieder erlaubt seien. "Sexarbeitende haben pro Tag im Schnitt 2-3 Kunden - wir feiern keine Sexparties." 

Der Berufsverband und auch die Verantwortlichen der Herbertstraße hätten ein Hygienekonzept entwickelt. "Ihre Sorge, Herr Tschentschner, es könnte zu Sextourismus aus den Nachbarbundesländern kommen, ist unbegründet, denn in Niedersachsen darf unsere Branche laut Gerichtsbeschluss wieder arbeiten, und Schleswig-Holstein ist einer Öffnung positiv gegenüber eingestellt", hieß es.

Hamburgs rot-grüner Senat hatte vergangene Woche eine Wiedereröffnung der Bordelle zum 1. September abgelehnt und entschieden, die bereits seit Mitte März geschlossenen Läden noch bis Ende November nicht wieder öffnen zu lassen. 

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) stellte zwar in Aussicht, dass eine Wiedereröffnung auch früher erfolgen könnte, verwies aber auf den Bund und zu treffende Absprachen mit den Nachbarbundesländern.

Update, 31. August, 8.28 Uhr: Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 7 auf 4028 gestiegen

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist am Sonntag um sieben auf 4028 Fälle gestiegen. 

Am Tag zuvor waren ebenfalls sieben Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 im Norden gestorben sind, blieb (Stand Sonntagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag sieben Corona-Patienten behandelt, am Samstag waren es noch sechs. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach unveränderter Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 3600 als genesen.

Update, 31. August, 6 Uhr: Corona-Pandemie trifft Volkshochschule Hamburg hart

Die Hamburger Volkshochschule macht wegen der Corona-Pandemie einen hohen Verlust.
Die Hamburger Volkshochschule macht wegen der Corona-Pandemie einen hohen Verlust.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Die Corona-Pandemie hat die Hamburger Volkshochschule hart getroffen. Allein im ersten Halbjahr gebe es einen Gesamtverlust von 1,6 Millionen Euro, sagte Geschäftsführerin Marlene Schnoor der Deutschen Presse-Agentur. 

Sie rechnet für das ganze Jahr 2020 mit einem Minus von drei bis vier Millionen Euro. Doch sie sei optimistisch, dass die schwierige Situation gemeistert werde. "Wir haben Hilfszusagen von der Schulbehörde bekommen." Mit der Krise erfuhren digitale Lern-Angebote an den Volkshochschule einen Schub.

Inzwischen können auch wieder Präsenzkurse stattfinden, allerdings mit deutlich weniger Teilnehmern und unter Beachtung der Corona-Maßnahmen. Schnoor hat ein Ziel: "Wir wollen, dass Volkshochschule stattfindet, dass Bildung für alle möglich ist - auch in diesen Zeiten."

Mitte März hatte die Volkshochschule den Präsenzbetrieb schließen müssen, gut zwei Monate Lockdown folgten. 3800 Kurse waren betroffen. "Wir haben von Stund an keine Einnahmen mehr erzielen können", berichtete die 63-Jährige.

Die Volkshochschule gehört zur Schulbehörde. Wirtschaftlich sei man relativ selbstständig, zwei Drittel der Einnahmen müssten selbst erzielt werden, erklärte Schnoor. "Wir haben sehr schnell versucht, Auffangmöglichkeiten für unsere 1200 freiberuflichen Kursleitenden zu bekommen."

Im April starteten dann die ersten zusätzlichen Online-Kurse. "Wir hatten auch vor dem Lockdown schon eine Reihe von digitalen Angeboten, aber wir haben das dann sehr forciert." Sprachen lernen, im Chor singen, einen Tanzkurs absolvieren oder Entspannungsmethoden kennenlernen - das war nun per Video möglich. "Es gab eine hohe Kreativität", erinnerte sich Schnoor. "Neue Formate wurden aus dem Boden gestampft."

Ab 25. Mai wurden dann wieder Schritt für Schritt Präsenz-Veranstaltungen ausprobiert, aber mit deutlich weniger Teilnehmern. Im Herbst starten mehr als 2000 Kurse - und es sollen laufend neue hinzukommen. Das ist laut Geschäftsführung Vorjahresniveau. "Wir sind in allen Regionen und in fast allen Fachgebieten wieder am Start", betonte Schnoor. Bis zu 25 Prozent sind Online-Angebote. 2019 gab es rund 9000 Kurse, pro Jahr nahmen sonst rund 112.000 Menschen das Angebot wahr. Auf diese Zahlen könne man aber dieses Jahr nicht mehr kommen, sagte Schnoor.

Die Hamburger Volkshochschule ist die größte Weiterbildungseinrichtung der Hansestadt. 2019 feierte sie ihr 100-jähriges Jubiläum.

Update, 30. August, 15.53 Uhr: Eine weitere Infektion in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag eine neue Ansteckung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 1008, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 und hat sich damit seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

949 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 

Update, 30. August, 11.04 Uhr: 23 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Eine Mitarbeiterin führt am Flughafen Hamburg einen Corona-Test durch.
Eine Mitarbeiterin führt am Flughafen Hamburg einen Corona-Test durch.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind innerhalb eines Tages 23 neue Fälle in Hamburg bestätigt worden. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag im Internet mit. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten seit Beginn der Epidemie stieg damit auf 6249. Am Samstag waren 35 neue Fälle gemeldet worden. Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert rund 5500 als genesen angesehen werden.

Ebenfalls unverändert ist mit 235 die Zahl der Menschen, die bislang an Covid-19 in Hamburg gestorben sind. Das RKI gibt für Hamburg 266 Tote an. 

Update, 30. August, 8.55 Uhr: Sieben neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist am Samstag um 7 auf 4021 gestiegen. 

Am Tag zuvor waren 15 Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, blieb (Stand Samstagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Samstag unverändert sechs Corona-Patienten behandelt. 

Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach unveränderter Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3600 als genesen.

Update, 30. August, 8.07 Uhr: Positiver Test in Veszprem, Kiel sagt Testspiel ab

Kiel - Handballmeister THW Kiel hat am Samstagabend sein Testspiel beim ungarischen Champions-League-Teilnehmer Telekom Veszprem abgesagt. 

Die Partie sollte am Sonntag um 17 Uhr vor 4000 Zuschauern stattfinden. "Bei einem obligatorischen Covid-19-Test vor der Partie gab es im engeren Umfeld des ungarischen Rekordmeisters einen positiven Befund", teilte der THW mit. Der positiv Getestete sei umgehend in Quarantäne geschickt worden. Kontakt zur Mannschaft soll er nicht gehabt haben. 

THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi bezeichnete die Absage als alternativlos.

Update, 29. August, 16.30 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag im Vergleich zum Vortag drei neue Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 1007, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Am Freitag waren ebenfalls drei Neuinfektion gemeldet worden, in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 15. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

946 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen.

Update, 29. August, 15.39 Uhr: Mehr als 1000 Zuschauer beim Tennis möglich

Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD), spricht bei einer Pressekonferenz.
Der Innensenator von Hamburg, Andy Grote (SPD), spricht bei einer Pressekonferenz.  © Regina Wank/dpa

Hamburg - Der Hamburger Sport- und Innensenator Andy Grote glaubt an mehr als 1000 Zuschauer beim Tennis-Herrenturnier vom 19. bis zum 27. September in der Hansestadt. 

"Für Einzelveranstaltungen wie das ATP-Tennisturnier am Rothenbaum lässt der Beschluss bei höherer Zuschauerzahl etwas Spielraum, wenn die Kontaktnachverfolgung und die Einhaltung der Hygieneregeln gesichert sind", sagte Grote dem Hamburger Abendblatt am Samstag. 

"Wir haben jetzt bei der Triathlon-WM und beim Tennis am Rothenbaum die große Chance zu beweisen, dass wir das Infektionsrisiko im Griff haben. Das wäre ein Signal, das auch international wahrgenommen würde: Hamburg, das sind die, die es in der Krise gut hinbekommen haben."

Der SPD-Politiker plant, dass Sporttreibende in der Corona-Zeit mehr Raum erhalten. 

"Schulsporthallen sollen zum Beispiel abends länger genutzt werden dürfen und dem Vereinssport auch an Wochenenden und in den Hamburger Schulferien offen stehen", sagte er.

Update, 29. August, 12 Uhr: 35 Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind innerhalb eines Tages 35 neue Fälle in Hamburg bestätigt worden. 

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag im Internet mit. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten seit Beginn der Epidemie stieg jedoch nur um 34 auf 6226, weil ein Fall aus dem März korrigiert worden sei. Am Freitag waren 26 neue Fälle hinzugekommen. 

Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert rund 5500 als genesen angesehen werden.

Ebenfalls unverändert ist mit 235 die Zahl der Menschen, die bislang an Covid-19 in Hamburg gestorben sind. Das RKI gibt für Hamburg 266 Tote an.

Update, 29. August, 10.27 Uhr: 15 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen am Freitag um 15 auf 4014 gestiegen. Am Tag zuvor waren 19 Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, blieb (Stand Freitagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Freitag sechs Corona-Patienten behandelt, einer weniger als am Vortag. 

Update, 29. August, 8.23 Uhr: Quarantäne-Brecher in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein haben die Kreise und kreisfreien Städt bisher mindestens zwei Dutzend Fälle von Verletzungen der Corona-Quarantäne festgestellt. 

Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den elf Kreisen und vier kreisfreien Städten im nördlichsten Bundesland. 

Die Zahl der erfassten Quarantänebrecher ist im Vergleich zu den bisher rund 4000 Corona-Infizierten sowie weiteren Kontaktpersonen, die ebenfalls in häusliche Quarantäne müssen, in Schleswig-Holstein sehr gering.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiel gab es landesweit bisher mindestens 37 Fälle, in denen aufgrund einer Verletzung der Quarantänepflicht oder aufgrund der fehlenden Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt nach der Einreise ein Bußgeld verhängt wurde.

Update, 28. August, 18.26 Uhr: OVG bestätigt Maskenpflicht in Schulen

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat sich mit der Maskenpflicht an Schulen befasst. (Archivbild)
Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat sich mit der Maskenpflicht an Schulen befasst. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

Schleswig - Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat die Maskenpflicht an den Schulen außerhalb der Klassenräume bestätigt. 

Diese Pflicht verletze nicht das Erziehungsrecht der Eltern, das auch den Schutz des Kindeswohls umfasst, entschieden die Richter am Freitag unter Verweis auf das Grundgesetz (Az. 3 MR 37/20). 

"Durch das Tragen einer Maske ist keine Kindeswohlgefährdung zu befürchten; denn in das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes ... wird dadurch nicht eingegriffen."

Der 3. Senat wies einen Eilantrag von Eltern eines Schülers der zweiten Klasse ab. Die Antragsteller hatten beantragt, die Maskenpflicht vorläufig außer Kraft zu setzen. 

"Der Senat bezweifelt, ob das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit durch die Maskenpflicht an den Schulen überhaupt berührt werde", heißt es in der Mitteilung. Es gebe derzeit keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse dafür, dass das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule geeignet wäre, maßgebliche allgemeine Gesundheitsgefahren für Schüler hervorzurufen.

Angesichts des Wiederanfahrens des öffentlichen Lebens und der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sei eine auch für den Schulbetrieb geltende Maskenpflicht nicht unverhältnismäßig. Sie sei vielmehr geboten und erforderlich, um einem weiteren raschen Wiederanstieg der Infektionszahlen und einem damit möglicherweise einhergehenden (erneuten) Herunterfahren gesellschaftsrelevanter Bereiche entgegenzuwirken. 

Mildere Mittel wie eine Maskenpflicht nur für Rückkehrer aus Risikogebieten seien wegen der Übertragbarkeit des Coronavirus vor Symptombeginn nicht gleich wirksam. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

"Unser Weg einer Maske dort, wo kein Abstand eingehalten werden kann, ist richtig", sagte Bildungsministerin Karin Prien zu der Entscheidung. "An den Schulen haben wir nach unseren Erkenntnissen nur noch rund 350 Kinder an rund 100 Schulen, die sich weigern eine Maske zu tragen", berichtete die CDU-Politikerin. 

"Dies ist aus Sicht der medizinischen Experten epidemiologisch kein relevantes Problem." Das zeige, dass das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung als gemeinsame Anstrengung zur Eindämmung der Coronapandemie breit akzeptiert werde.

Update, 28. August, 17.29 Uhr: Bremen stellt Corona-Tests am Flughafen ab Montag ein

Bremen - Die Gesundheitsbehörden schließen am kommenden Montag die Corona-Teststelle am Bremer Flughafen. 

An Wochenende hätten alle Ankommenden noch die Möglichkeit, sich am Airport auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen, teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) am Freitag mit. "Ab Montag, 31. August, werden Tests für Reiserückkehrende nur noch an der Corona-Ambulanz in der Messe oder in der Corona-Zielpraxis in Bremerhaven möglich sein."

Bernhard begründete den Schritt mit der bundesweiten Anpassung der Corona-Teststrategie und damit, dass vorhandene Laborkapazitäten effizient genutzt und eine dauerhafte Überlastung der Labore verhindert werden müssten. 

"In den vergangenen Wochen wurden die Kapazitäten der Labore nicht nur in Bremen vollkommen ausgereizt. Der Grund dafür lag in der sehr umfangreichen Testung von Reiserückkehrenden", so Bernhard.

Update, 28. August, 16.21 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektion in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag im Vergleich zum Vortag drei neue Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 1004, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

938 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge zwei mehr als noch am Vortag. 

132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden - auch diese Zahl blieb unverändert.

Update, 28. August, 15.37 Uhr: Gericht kippt Prostitutionsverbot in Niedersachsen

Eine Prostituierte liegt in ihrem sogenannten Lovemobil. (Archivbild)
Eine Prostituierte liegt in ihrem sogenannten Lovemobil. (Archivbild)  © picture alliance / Ole Spata/dpa

Lüneburg - Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die von der Landesregierung wegen der Corona-Pandemie angeordnete Schließung von Bordellen und ähnlichen Einrichtungen außer Vollzug gesetzt. Das teilte eine Sprecherin am Freitag mit. 

Das gelte auch für die Straßenprostitution. Ein vollständiges Verbot sei unverhältnismäßig, weil mildere Maßnahmen für den Infektionsschutz bereit stünden, erklärte sie zu einem der Beschlüsse vom 28. August.

In einem der beiden Verfahren hatte ein Vermieter von sogenannten Lovemobilen gegen die Schließung geklagt. Die am Straßenrand stehenden Fahrzeuge fielen begrifflich nicht unter den betreffenden Passus der Corona-Verordnung, entschied der 13. Senat (Az.: 13 MN 299/20). 

Im zweiten Verfahren ging der Betreiber eines Bordells gegen die Verordnung vor. Er verwies dabei auch auf die seit längerem unter Auflagen zugelassenen körpernahen Dienstleistungen etwa von Friseuren. Der Senat setzte die entsprechende Regelung der Verordnung vorläufig und mit allgemeinverbindlicher Wirkung außer Vollzug (Az.: 13 MN 307/20). 

Bis zu einer möglichen Neuauslegung gelten damit die allgemeinen Regelungen für körpernahe Dienstleistungen auch im Bereich der Prostitution. Dazu gehören etwa ein Hygienekonzept und die Dokumentation der Kontaktdaten. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

Update, 28. August, 15.05 Uhr: Urlaubsrückkehrer für meiste Corona-Neuinfektionen verantwortlich

Rostock - Urlaubsrückkehrer sind in Mecklenburg-Vorpommern für die meisten Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus verantwortlich. 

Von 66 Infektionsfällen im Juli konnten 51 Rückkehrern zugerechnet werden, im August waren es 86 von bislang 132, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Freitag mitteilte. 

Entgegen früheren Befürchtungen spielten Urlauber aus anderen Bundesländern nur eine geringe Rolle im Infektionsgeschehen. Das Lagus rechnete dieser Gruppe bislang zwölf Neuinfektionen zu.

Update, 28. August, 14.51 Uhr: Bisher fast 3000 Bußgeldfälle wegen Corona im Norden

Polizisten belehren eine Frau nach einem Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. (Symbolbild)
Polizisten belehren eine Frau nach einem Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Kiel - Wegen Verstößen gegen Corona-Schutzbestimmungen haben die Behörden in Schleswig-Holstein bisher in gut 2950 Fällen Bußgelder verhängt. 

Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Die Summe betrug demnach bisher 347.000 Euro. Schwerpunkte seien unerlaubte Ansammlungen und Verstöße gegen Veranstaltungsregelungen.

Das Ministerium machte darauf aufmerksam, dass die von Bund und Ländern am Donnerstag vereinbarte Quarantänepflicht für alle Rückkehrer aus Risikogebieten im Norden bereits seit längerem gilt: Solche Reisenden können ihre Quarantänezeit von eigentlich 14 Tagen nur dann verkürzen, wenn ein frühestens am fünften Tag nach der Rückkehr vorgenommener Test negativ ausgefallen ist.

Überprüft werde die Einhaltung der Quarantänepflicht in der Regel von den Gesundheitsämtern, sagte ein Sprecher. Gegebenenfalls helfen die Ordnungsbehörden. Bei Verstößen gegen die Quarantäne-Verordnung droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Um die Gesundheitsämter für ihre Corona-Aufgaben insgesamt personell zu stärken - Schwerpunkt ist die Kontaktverfolgung - hat das Land vor einiger Zeit fünf Millionen Euro bereitgestellt. 

Rund 80 neue Mitarbeiter seien bisher eingestellt oder entsprechende Stellen bewilligt worden, teilte das Ministerium mit. Die Maskenpflicht kontrollierten die Ordnungsbehörden; die Polizei unterstütze sie im Rahmen ihrer Präsenzarbeit auf der Straße.

Obwohl die kostenlosen Tests für normale Reisende auslaufen, will das Land die für Rückkehrer aufgebauten Teststationen vorerst weiter geöffnet lassen. Dem Sprecher zufolge wird aber geprüft, ob später Standorte oder deren Zahl geändert werden sollen. Außer bei den Hausärzten soll es weiterhin zentrale Testmöglichkeiten geben.

Im Hinblick auf die aktuellen Vereinbarungen zu Höchstzahlen für private Feiern verwies der Ministeriumssprecher auf ein Anfang Juni erarbeitetes Stufenkonzept, das unterschiedliche Veranstaltungsformate je nach Infektionsrisiko in Risikoklassen einordnet. 

Je nach aktueller Lage könnten einzelne Stufen geöffnet oder auch geschlossen werden. An privaten Feiern dürfen im Norden nach wie vor maximal 50 Menschen in Räumen teilnehmen und 150 im Freien.

Update, 28. August, 13.18 Uhr: Rostock denkt über Feuerwerksverbot an Silvester nach

Rostock - In Rostock gibt es Überlegungen, zu Silvester wegen der Corona-Pandemie an zentralen Feierorten ein Böller- und Feuerwerksverbot zu verhängen. Vielmehr solle es auf den beiden größten Partymeilen, dem Strand von Warnemünde und dem Stadthafen, von der Stadt bezahlte und organisierte Feuerwerke geben, sagte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) am Freitag. Zunächst hatte die «Ostsee-Zeitung» (Freitag) berichtet. 

Hintergrund sei, dass sich an Silvester an diesen Hotspots Zehntausende Menschen drängen. Solche Massenaufläufe sollten wegen der Infektionsgefahren vermieden werden. Eine der Möglichkeiten sei, dass auf abgesperrtem Gebiet ein Programm mit Feuerwerk angeboten wird. Die Menschen sollten dort Masken tragen und der Sicherheitsabstand einhalten können, sagte Madsen. 

Er betonte, dass es sich noch nicht um Beschlussvorlagen handele. Es habe bereits zu Silvester 2019/20 ähnliche Überlegungen gegeben - damals allerdings aus Gründen des Umweltschutzes. Mit dem Silvesterfeuerwerk werden stets große Mengen an schädlichem Feinstaub in die Umwelt abgegeben.

Update, 28. August, 12.37 Uhr: Aida Cruises verschiebt Saisonbeginn auf November

Die "Aidablu" der Reederei Aida Cruises liegt am Ostseebad Warnemünde.
Die "Aidablu" der Reederei Aida Cruises liegt am Ostseebad Warnemünde.  © Sven Hoppe/dpa

Rostock - Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat den Beginn der Saison 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben

Wie das Unternehmen am Freitag berichtete, soll das Programm nun am 1. November mit einer siebentägigen Reise der "Aidamar" rund um die Kanarischen Inseln aufgenommen werden. Sechs Tage später folge die "Aidaperla" ebenfalls auf den Kanaren. 

Für Mitte Dezember sei dann der Neustart im westlichen Mittelmeer mit der "Aidastella" geplant. Gleichzeitig solle die "Aidaprima" ihre Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten starten.

Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn zeigte sich zuversichtlich, ab Anfang 2021 wieder erste Reisen nach Nordeuropa anbieten zu können. 

Derzeit seien solche Reisen insbesondere zu Ländern Nordeuropas wie Norwegen, Dänemark oder dem Baltikum nicht möglich.

Zuletzt hatte Aida Cruises die seit Mitte März dauernde Corona-bedingte Unterbrechung der Kreuzfahrtsaison bis zum 30. September 2020 verlängert. Auch zunächst geplante Kurzreisen ohne Landgang in der Ostsee mussten abgesagt werden.

Update, 28. August, 12.23 Uhr: 26 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten ist in Hamburg im Vergleich zum Vortag um 26 auf 6192 Fälle gestiegen. Am Donnerstag waren nach Angaben der Gesundheitsbehörde 31 neue Fälle hinzugekommen. Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen rund 5500 als genesen angesehen werden, 100 mehr als nach Angaben vom Vortag.

Unverändert 235 Menschen sind bislang an Covid-19 in Hamburg gestorben. Das haben Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf bestätigt. Am Vortag hatte die Behörde zwei neue Todesfälle mitgeteilt. Das RKI kommt sogar auf 266 Tote, wobei es nicht nur Menschen zählt, für die Covid-19 tatsächlich todesursächlich gewesen ist, sondern auch Infizierte, die an etwas anderem gestorben sind.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Donnerstag (14 Uhr) 19 Covid-19-Patienten behandelt, vier mehr als am Tag zuvor. Unverändert acht von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. Mit 9,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Donnerstag betrug der Wert 9,9.

Update, 28. August, 12.17 Uhr: Junge Leute in Niedersachsen hauptbetroffen

Hamburg - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen steigt weiter - hauptbetroffen sind derzeit junge Menschen. In den vergangenen sieben Tagen kamen landesweit 552 Fälle neu hinzu - etwa ein Viertel davon sind im Alter zwischen 20 und 29 Jahren. "An den Krankenhauszahlen können wir deutlich ablesen, dass im Moment die Generation der über 60-Jährigen von diesen steigenden Zahlen nicht so betroffen ist", sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabes der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag. 

Die Kliniken im Land seien derzeit kaum durch die Corona-Pandemie belastet, 22 Menschen würden aktuell auf einer Intensivstation behandelt.

Update, 28. August, 12.14 Uhr: Hamburger Industrie schwer unter Druck - Entlassungswelle droht

Die Sonne geht hinter den hochgeklappten Containerbrückenkränen, die normalerweise Schiffe entladen, im Hamburger Hafen unter. (Symbolfoto)
Die Sonne geht hinter den hochgeklappten Containerbrückenkränen, die normalerweise Schiffe entladen, im Hamburger Hafen unter. (Symbolfoto)  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Die Lage in der Hamburger Industrie ist durch die Corona-Pandemie sehr angespannt. Ein knappes Drittel der Betriebe (31,4 Prozent) will seine Belegschaft reduzieren, ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Handelskammer Hamburg. Fast vier von zehn Hamburger Industrieunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht.

"Die Unternehmen leiden unter der schlechten Auftragslage", sagte Wilfried Baur, Vizepräsident der Handelskammer. Die niedrige Nachfrage aus dem In- und Ausland sei aktuell das größte Geschäftsrisiko.

"Die eingebrochenen Umsätze führen zu Personalabbau und schränken den Spielraum der Betriebe für Investitionen erheblich ein", sagte Baur. "Diese werden in der Branche jedoch dringend benötigt". Etwa die Hälfte der Unternehmen plane geringere Investitionsausgaben. Wegen Corona seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit schlecht und globale Lieferketten teilweise eingeschränkt.

Knapp 43 Prozent der exportierenden Unternehmen erwarten einen Rückgang ihrer Exporte, nur 22 Prozent eine Steigerung. "Der Wiederaufbau der Wirtschaft, besonders im industriellen Bereich, sollte konsequent genutzt werden, um Zukunftstechnologien zu fördern", sagte Baur.

Update, 28. August, 8.37 Uhr: 19 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen am Donnerstag um 19 auf 3999 gestiegen. Am Tag zuvor waren 20 Neuinfektionen gezählt worden, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, blieb (Stand Donnerstagabend) bei 160.

In Krankenhäusern wurden am Donnerstag sieben Corona-Patienten behandelt, genauso viele wie am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach unveränderter Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 3600 als genesen.

Update, 28. August, 7.11 Uhr: DAK-Report: Krankenstand steigt trotz Corona-Pandemie nur leicht

Hamburg - Trotz Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Hamburg im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen. Das teilte die DAK-Gesundheit am Freitag mit. Mit 3,7 Prozent liegt der Krankenstand damit laut aktuellem Report jedoch unter dem Bundesdurchschnitt (4,2 Prozent). 

An jedem Tag des ersten Halbjahres waren von 1000 Arbeitnehmern 37 krankgeschrieben. Allerdings gab es nach Angaben der Krankenkasse einen starken Anstieg der Fehltage aufgrund von psychischen Problemen und zwar um 21 Prozent auf 153 Tage je 100 Beschäftigte.

Zudem gibt es in der Hansestadt eine Erhöhung der Fehltage im ersten Halbjahr 2020 bei Muskel-Skelett-Erkrankungen und Atemwegskrankheiten. Doch die Fehlzeiten wegen Erkältungen und Grippe liegen laut DAK-Gesundheit immer noch unterhalb des schweren Grippejahres 2018.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kletterte die Zahl der Fehltage von 6,4 auf 6,7. Vergleicht man die Monate, so war der Krankenstand vor allem im Lockdown-Monat März mit 4,8 Prozent erhöht, auch im Vergleich zum Vorjahr (4,5 Prozent), hieß es.

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 76.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Hamburg aus.

Update, 27. August, 19 Uhr: Weil fordert Verzicht auf Reisen in Risikogebiete

Hannover - Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Bürger in Niedersachsen dazu aufgefordert, auf Reisen in Risikogebiete zu verzichten. 

"Wer trotz aller Warnungen in den nächsten Monaten ohne zwingenden Grund in ein Risikogebiet fährt, muss Nachteile in Kauf nehmen", sagte Weil laut Mitteilung am Donnerstag nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Weil betonte, im Vergleich zu anderen Bundesländern sei Niedersachsen eher vorsichtig und zurückhaltend bei weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. "Damit sind wir bislang gut gefahren."

Wichtig sei es jetzt, genügend Testkapazitäten für Beschäftigte in Pflegeheimen und Krankenhäusern sowie für Lehrkräfte und Erzieher zu haben. Zwischen den Ländern solle nun schnell ein Konzept für die gezielten Tests in Schulen und Betreuungseinrichtungen abgestimmt werden. 

"Die Reiserückkehrer-Welle wird voraussichtlich Ende September vorüber sein. Vor diesem Hintergrund halte ich eine neue Teststrategie für aus Risikogebieten zurückkehrende Menschen für richtig."

Update, 27. August, 18.53 Uhr: Familienfeste bleiben in MV mit bis zu 75 Personen möglich

Schwerin - Bei privaten Feiern können in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin 50 Menschen zusammen kommen. 

Bei besonderen Anlässen, wie Hochzeiten, können es auch bis zu 75 sein, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag sagte. Bund und Länder einigten sich dabei nach intensiver Diskussion nicht auf bundesweit geltende Obergrenzen.

Es habe den Vorschlag gegeben, Familienfeiern wieder einzuschränken, für private Feiern zu Hause auf 25 und in der Gastronomie auf 50 Personen, sagte Schwesig. "Da ist die gute Nachricht: Das wird so nicht kommen." 

Mecklenburg-Vorpommern könne bei seiner bisherigen Regelung bleiben, egal, wo gefeiert werde - ob zu Hause oder in der Gaststätte.

Update, 27. August, 18.34 Uhr: Mindestbußgeld für Maskenverweigerer steigt von 25 auf 50 Euro

Schwerin - Das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer in Nahverkehr und Einzelhandel steigt in Mecklenburg-Vorpommern künftig von 25 auf 50 Euro. 

Dies ist ein Ergebnis der Videokonferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag, wie Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) im Anschluss sagte. Man habe sich auf bundesweit einheitliche Mindestbußgelder verständigt. Lediglich Sachsen-Anhalt schert aus.

Die Bußgelder für Maskenverweigerer reichten in MV bisher von 25 bis maximal 150 Euro. Die Anhebung der Mindestgrenze soll an diesem Dienstag im Kabinett beschlossen werden, wie Schwesig sagte.

Update, 27. August, 18.23 Uhr: Tschentscher verteidigt höheres Corona-Mindestbußgeld in Hamburg

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist mit dem höheren Bußgeld für Corona-Regelbrecher einverstanden.
Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist mit dem höheren Bußgeld für Corona-Regelbrecher einverstanden.  © Michele Tantussi/REUTERS/POOL/dpa

Hamburg - Nur drei Tage nach der Einführung eines Bußgeldes von 40 Euro für Maskenverweigerer im Hamburger Nahverkehr haben die Ministerpräsidenten eine Erhöhung beschlossen. Bundesweit soll das Bußgeld mindestens 50 Euro betragen, und zwar nicht nur bei Verstößen im Nahverkehr, sondern auch in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte am Donnerstag nach der Konferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin: "Wir sind uns alle sehr einig, dass wir zwar noch in einer stabilen Lage in Deutschland sind, aber sehr schwierige Monate vor uns haben, auf die wir uns möglichst gut und einheitlich vorbereiten müssen." 

Ein einheitliches Mindestbußgeld und einheitliche Maßstäbe für das Vorgehen in Schulen seien deswegen notwendig. "Wir wissen, dass wir auch im öffentlichen Personen-Nah- und Fernverkehr möglichst einheitlich in Deutschland auf die Einhaltung der Maskenpflicht achten werden", sagte Tschentscher weiter.

Nach Angaben der Hamburger Verkehrsbehörde wird seit Montag in Bussen, Bahnen und Fähren des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) eine Vertragsstrafe von 40 Euro erhoben, wenn Fahrgäste gegen die Maskenpflicht verstoßen. 

Ab wann die neue Bußgeldandrohung in Kraft tritt, ist noch unklar. Ein Senatssprecher erklärte, es könne bis zur zweiten Septemberwoche dauern. Aus der Verkehrsbehörde hieß es, das Thema müsse mit den Partnern im HVV, zu dem auch Verkehrsunternehmen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gehören, besprochen werden. 

Rechtlich ist die Frage kompliziert, weil die bisherige Vertragsstrafe kein Bußgeld ist.

Update, 27. August, 18.15 Uhr: Corona-Regeln für private Feiern in Schleswig-Holstein unverändert

Kiel - In Schleswig-Holstein bleiben die Corona-Regeln für private Feiern unverändert. Das teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach der Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit. 

In Schleswig-Holstein dürfen Privatfeiern in Gebäuden mit bis zu 50 Menschen stattfinden, im Freien mit bis zu 150 Menschen. Zudem kündigte Günther an, dass für Chöre und Blasmusiker im Amateurbereich die Möglichkeit zum Proben in geschlossenen Räumen in Schleswig-Holstein geschaffen werde. Der Abstand von Sängern oder Bläsern werde 2,50 Meter betragen. 

Das Kabinett werde über Corona-Anpassungen am kommenden Dienstag entscheiden. Bis dahin werde die gültige Landesverordnung um einige Tage verlängert.

Update, 27. August, 16.49 Uhr: Tausendste Corona-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern auf 1001 gestiegen. Damit ist der Nordosten das letzte Bundesland, das die Schwelle von 1000 gemeldeten Infektionen überschritten hat. 

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock wurden am Donnerstag zwei neue Infektionsfälle im Landkreis Ludwigslust-Parchim festgestellt. Die Zahl der von Covid-19 genesenen Menschen liege bei 936.

Mit der Zahl von mehr als 1000 nachgewiesenen Infektionen liegt Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich mit weitem Abstand vor Sachsen-Anhalt (2221) an letzter Stelle. Das gilt auch für die sogenannte Inzidenz, die Zahl der Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner. 

Diese liegt laut Robert Koch-Institut im Nordosten bei 62. In Bayern als dem am stärksten betroffenen Bundesland beträgt die Inzidenz 429 - und ist damit knapp sieben Mal höher. Der Wert für ganz Deutschland liege 286.

"Unsere Konzepte der letzten Monate haben gegriffen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so wenig Fälle habe", sagte der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger zum 1000. Infektionsfall in Mecklenburg-Vorpommern. Das gelte auch für die Zahl der stationären Behandlungen. "Und wir haben nur 20 Todesfälle, wobei jeder Todesfall natürlich sehr bedauerlich ist."

Mit der künftigen Zulassung von Tagestouristen erwartet Reisinger keine starke Zunahme der Infektionszahlen. Dies habe sich auch bei den vergangenen Öffnungen im Tourismus gezeigt. 

"Der kleine Schub, den wir in Mecklenburg-Vorpommern hatten, kam von den Touristen, die außerhalb Deutschlands Urlaub gemacht haben", sagte Reisinger.

Update, 27. August, 15.16 Uhr: Alkohol-Verkaufseinschränkungen auch am kommenden Wochenende

Hamburg - Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln bleibt auch am kommenden Wochenende bestehen. Die Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel haben entsprechende Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängert, wie die Bezirke und die für die Bezirke zuständige Wissenschaftsbehörde am Donnerstag mitteilten.

Der Außer-Haus-Verkauf alkoholischer Getränke unter anderem durch Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststätten sei am Freitag und Samstag jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Hiervon ausgenommen sei der Alkoholausschank in der Außengastronomie.

Mit dem Verbot sollen Verstöße gegen die Corona-Regeln an den Party-Hotspots der Stadt eingedämmt werden. Betroffen sind St. Pauli, das Schanzenviertel sowie Teile Ottensens und Eimsbüttels. Es ist das inzwischen fünfte Wochenende in Folge, an dem der Alkoholverkauf eingeschränkt wird.

Am vergangenen Freitag und Samstag waren den Angaben zufolge allein auf dem Kiez auf St. Pauli jeweils mehr als 15.000 Besucher unterwegs. Insgesamt sei die Besucherzahl in den betroffenen Vergnügungsvierteln im Vergleich zu den vorangegangenen Wochenenden leicht gesunken. 

Gegen das Verkaufsverbot wurden laut den Behörden nur wenige Verstöße festgestellt, allerdings sei die Eindämmungsverordnung mehrfach missachtet worden.

Update, 27. August, 12.47 Uhr: Eggenschwiler fordert Erhalt der Corona-Testzentren an Flughäfen

Hamburg - Der Leiter der Geschäftsführung am Hamburger Flughafen, Michael Eggenschwiler, plädiert für den Erhalt der Corona-Testzentren an den Flughäfen. "Am Flughafen Hamburg haben wir zwei Testzentren. Die Menschen nehmen diese sehr gut an", sagte er am Donnerstag laut einer über Twitter verbreiteten Mitteilung. "Das sieht man immer dann besonders gut, wenn Maschinen aus Risikogebieten kommen".

Sollten die Testzentren an den Flughäfen wieder abgeschafft werden, wäre das nach Eggenschwilers Auffassung fatal für die Luftfahrt. "Der Flugverkehr könnte so einbrechen wie im März/April. 80 Prozent der Gebiete, die geflogen werden, sind dann nicht mehr erreichbar oder die Passagiere müssten in Quarantäne. Das darf nicht sein".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vorgeschlagen, die kostenlosen Corona-Tests nach der Sommerreisesaison abzuschaffen und stattdessen auf eine vorübergehende verpflichtende Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten zu setzen.

Update, 27. August, 11.45 Uhr: 31 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Zwei Tote

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um 31 auf nun 6166 Fälle gestiegen. Am Mittwoch lag die Zunahme noch bei 27 Fällen, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mitteilte. Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen rund 5400 als genesen angesehen werden.

Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen wuchs seit dem Vortag um zwei. Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf sind damit in Hamburg bisher 235 Menschen Covid-19 erlegen. Am Tag zuvor war ein weiterer Toter zu beklagen gewesen. Das RKI kommt sogar auf 266 Tote, wobei es nicht nur Menschen zählt, für die Covid-19 tatsächlich todesursächlich gewesen ist, sondern auch Infizierte, die an etwas anderem gestorben sind.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Mittwoch (14 Uhr) 15 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Tag zuvor. Unverändert acht von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. Mit 9,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Mittwoch betrug der Wert 10,2.

Eigentlich läge die Gesamtzahl der registrierten Infizierten nach Angaben der Gesundheitsbehörde bereits bei 6167. Doch da ein Fall vom 21. August wieder aus der Statistik genommen worden sei, bleibe es bei 6166.

Update, 27. August, 11.20 Uhr: NDR-Podcast "Coronavirus-Update" kommt zurück

Virusforscher Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin.
Virusforscher Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Hamburg - Der preisgekrönte NDR-Podcast "Coronavirus-Update" mit Christian Drosten kommt am Dienstag aus der Sommerpause zurück. "Neu ist: Neben dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, wird auch die Virologin Sandra Ciesek ein regelmäßiger Gesprächsgast des Podcasts sein", teilte der Norddeutsche Rundfunk am Donnerstag mit.

Drosten und Ciesek wechselten sich künftig im Gespräch mit NDR-Info-Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig wochenweise ab.

Die Virologin und Internistin Ciesek arbeitet an Medikamenten gegen Covid-19: "Da ich mehrere Jahre als Internistin gearbeitet habe, kenne ich auch die praktischen Fragen der klinischen Patientenversorgung. Ich freue mich darauf, eine Brücke zwischen diesen beiden Fachgebieten zu schlagen und so für die Hörer einen Beitrag zum besseren Verständnis rund um Sars-CoV-2 zu leisten".

Am 8. September wird die Professorin für Medizinische Virologie der Goethe-Universität erstmals im Podcast von NDR Info zu hören sein.

Das "Coronavirus-Update", das es seit Ende Februar gibt, war im Juni in die Sommerpause gegangen. Der erfolgreiche Podcast wurde mit dem Grimme Online Award und dem Preis der Bundespressekonferenz ausgezeichnet.

"Mehr als 60 Millionen Abrufe des "Coronavirus-Update" zeigen, dass die Hörerinnen und Hörer die differenzierten und ausführlichen Informationen im Podcast sehr schätzen. Wir freuen uns, dass wir dieses besondere Format nach der Sommerpause fortsetzen und weiterentwickeln können", sagte laut Mitteilung Norbert Grundei, der Leiter des Audio-Labs Think Radio, das den Podcast entwickelt hat.

Update, 27. August, 11.13 Uhr: Kita- und Schulbesuch bei einfachem Schnupfen nun doch möglich

Kiel - Schleswig-Holstein hat die bisher strikten Corona-Vorgaben für Kita-und Schulkinder, schon bei den geringsten Symptomen von Schnupfen oder Husten zu Hause zu bleiben, etwas gelockert. 

Nach einer neuen gemeinsamen Empfehlung des Bildungs- und des Gesundheitsministeriums können Kindern "mit einfachem Schnupfen, einer laufenden Nase, Halskratzen, leichtem gelegentlichen Husten, Räuspern (leichte Ausprägung)" in die Kita oder Schule kommen, heißt es in der aktualisierten Empfehlung der beiden Ministerien vom 26. August. Solche Symptome seien "kein Ausschlussgrund!".

Dagegen solle bei Fieber ab 38,0 Grad, Muskel - und Gliederschmerzen, trockenem Hustem und/oder Halsschmerzen oder bei Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns - nicht in Kombination mit Schnupfen - entweder das Kind zunächst einen Tag zur Beobachtung zuhause bleiben oder telefonisch Kontakt zum Haus- oder Kinderarzt aufgenommen werden.

Werde ein Arzt informiert, entscheide dieser ob ein Corona-Test angeordnet wird. Bis dessen negatives Ergebnis vorliegt, dürfen Kinder nicht in die Kita oder Schule. Ist der Corona-Test positiv muss das Kind zuhause bleiben und die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamtes befolgen

Update, 27. August, 7.51 Uhr: Corona-Fall an Wilhelmshavener Schule - Unterricht entfällt

Wilhelmshaven - Wegen eines Corona-Falls an einer Gesamtschule in Wilhelmshaven fällt der Unterricht teilweise aus. Betroffen sei die Oberstufe, teilte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag mit. Dem Gesundheitsamt sei am späten Mittwochabend die Covid-19-Erkrankung eines Schülers gemeldet worden. 

Dieser sei von einer Reise zurückgekehrt und habe bevor sein Testergebnis vorlag Kontakt zu anderen Schülern gehabt. Der Unterricht in der Mittelstufe findet nach Angaben der Sprecherin statt. Am Donnerstag beginnt für mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen der Unterricht.

Update, 27. August, 7.47 Uhr: 20 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 20 auf 3980 gestiegen. Am Tag zuvor waren es noch 33 Fälle gewesen, wie die Landesregierung mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, blieb (Stand Mittwochabend) bei 160.

In Krankenhäusern würden derzeit sieben Corona-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 3600 als genesen.

Update, 27. August, 7 Uhr: Musiker Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer

Hamburg - Rockmusiker Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen. "Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!", sagte Lindenberg der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hamburg. "Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen", kritisierte er etwa Maskenverweigerer. 

"Nur wenn wir alle cool bleiben und uns an die Regeln halten, können wir das Ding unter Kontrolle kriegen". Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, "sondern bedroht auch die möglichst schnelle Rückkehr unserer geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland". 

Update, 27. August, 6.36 Uhr: Flughafen-Chef: Aus für Corona-Tests wäre "Tod der Reisebranche"

Hannover - Hannovers Flughafen-Chef Raoul Hille appelliert an die Politik, die Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten aufrecht zu erhalten und keine schärfere Quarantäne als Ersatzlösung einzuführen. Sonst könnte die Verunsicherung von Urlaubern mit Blick auf die Herbstferien so groß werden, dass ein faktisches Reiseverbot drohe und damit der "Tod der Reisebranche" riskiert werde, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Man dürfe nicht die Gefahr in Kauf nehmen, "dass die Mobilität der Bürger grundsätzlich eingeschränkt wird und so ganze Industrie- und Wirtschaftsbereiche geschädigt oder vernichtet werden", heißt es zudem in einem Positionspapier des Airports. Hille bezog die Warnung auch auf die geplanten Beratungen zur weiteren Teststrategie zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten in Berlin.

"Man muss zu anderen Lösungen kommen als zu einem faktischen Reiseverbot. Dieses wäre die Folge von Quarantänevorschriften statt fortgeführter Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten an den Flughäfen", meinte der Flughafen-Chef. "Wir müssen die Tests weiterführen - sonst wäre es ein zweiter Lockdown für die Luftverkehrsbranche". Der Airport forderte in seinem begleitenden Papier eine verbindliche Strategie, mit der Sektor wieder aufgebaut werden kann. Auch die Wirtschaft vieler Urlaubsländer sei gefährdet.

Entscheidend sei es nun, Planbarkeit statt weiterer Unsicherheit zu schaffen. "Wenn ich grundsätzlich statt Tests Quarantänevorschriften habe, kann das den Tod der Reisebranche bedeuten", so Hille. "Die Lösung kann nicht heißen: Alle in Quarantäne! Sie kann nur heißen: Tests beschränken auf die, die aus Risikogebieten kommen oder Symptome zeigen! Ich wünsche mir, dass klare und verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden"

Update, 26. August, 16.53 Uhr: Eine weitere Infektion in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist am Mittwoch im Vergleich zum Vortag nur eine neue Ansteckung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 999, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Update, 26. August, 16.33 Uhr: Color Line unterbricht Fahrten von Kiel nach Oslo

Kiel/Oslo - Die norwegische Reederei Color Line unterbricht in der Corona-Pandemie von Freitag an erneut den regelmäßigen Fährbetrieb zwischen Kiel und Oslo. 

Ausschlaggebend sei die Empfehlung des norwegischen Gesundheitsamtes (FHI), eine Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland einzuführen, wie die Reederei am Mittwoch mitteilte. Es werde erwartet, dass die norwegische Regierung dieser Empfehlung kurzfristig folgt. "Wir bitten um Verständnis. Infektionssicherheit hat für uns höchste Priorität", sagte Color-Line-Chef Trond Kleivdal. 

Wie lange die Unterbrechung dauert, noch nicht fest. Die Reederei sei in einem engen Austausch mit den norwegischen und deutschen Behörden.

Update, 26. August, 13.53 Uhr: 27 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - ein Toter

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag erneut um 27 auf nun 6136 Fälle gestiegen. Außerdem sei wieder ein Mensch an Covid-19 gestorben, so dass die Gesamtzahl der vom Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf ermittelten Corona-Toten nun bei 233 liege, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit.

Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten 6136 Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen rund 5400 als genesen angesehen werden. In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Dienstag (14 Uhr) unverändert 17 Covid-19-Patienten behandelt. Acht von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. Das sei einer weniger als am Vortag.

Mit 10,2 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Dienstag lag der Wert bei 10,3.

Update, 26. August, 13.15 Uhr: "Sexy Aufstand Reeperbahn" empört über Senatsbeschluss zu Bordellen

Hamburg - Die Gruppierung "Sexy Aufstand Reeperbahn" hat empört auf die Entscheidung des Hamburger Senats reagiert, die Bordelle der Hansestadt wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen zu halten. "Herr (Bürgermeister Peter) Tschentscher, wir sind fassungslos", heißt es auf der Homepage der Gruppe. 

"Wir sind und waren solidarisch mit seinen Hamburger Mitbürgern, haben weder illegal gearbeitet noch lautstark protestiert!" Doch die Entscheidung des Senats habe einmal mehr aufgezeigt, "dass wir Menschen am Rande der Gesellschaft sind und wohl immer bleiben werden - ganz egal ob wir uns anständig vernünftig und coronakonform verhalten - oder eben auch nicht".

Der rot-grüne Senat war am Dienstag dem Wunsch vieler Prostituierter auf eine Wiedereröffnung der Bordelle zum 1. September nicht gefolgt, hatte stattdessen entschieden, die bereits seit Mitte März geschlossenen Bordelle noch bis Ende November nicht wieder öffnen zu lassen. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) stellte zwar in Aussicht, dass eine Wiedereröffnung auch früher erfolgen könnte. 

"Man muss aber sagen, dass wir auch angesichts der Diskussionen, die auf Bundesebene laufen die gegenwärtige Infektionslage gerne noch eine Weile beobachten wollen, bevor wir hier zu einer Öffnung kommen", sagte Leonhard. Außerdem müsse erst mit den Nachbarbundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen eine einheitliche Regelung gefunden werden.

"Sexy Aufstand Reeperbahn" - nach eigenen Angaben eine Bewegung von Frauen für Frauen, für Solidarität für St. Pauli, für Gleichberechtigung und gegen Stigmatisierung - kritisierte, dass die Corona-Pandemie als Werkzeug dafür benutzt werde, "die Prostitution still, leise und über einen langen Zeitraum wieder zu verbieten".

Die Entscheidung des Senats sei auf jeden Fall keine im Sinne der Pandemiebekämpfung. «Die Fallzahlen in Hamburg sind niedrig. Die Folgen dieser Entscheidung sind absehbar und wir empfinden diese als fahrlässig und realitätsfremd".

Update, 26. August, 12.17 Uhr: Schleswig-Holstein wird Corona-Verordnungen verlängern

Kiel  - In der Corona-Krise wird es in Schleswig-Holstein vorerst voraussichtlich keine größeren Lockerungen geben. Die beiden derzeit gültigen und bis einschließlich zum 30. August befristeten Verordnungen zur Bekämpfung der Pandemie würden verlängert, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Die Verlängerung der Corona-Bekämpfungsverordnung und der Quarantäneverordnung soll formal an diesem Freitag erfolgen.

Die Landesregierung will mögliche Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag berücksichtigen. Inhaltliche Anpassungen könnten dann bis Mitte kommender Woche bei einer Überarbeitung der Verordnungen erfolgen, hieß es. Größere Anpassungen seien allerdings angesichts der derzeitigen Infektionszahlen nicht zu erwarten, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Er erinnerte daran, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach Schleswig-Holstein bereits nach der gültigen Regelung mindestens fünf Tage in Quarantäne müssen, bis das Ergebnis eines zweiten negativen Tests vorliegt. Damit folge Schleswig-Holstein den Empfehlungen der Mediziner und berücksichtige die Inkubationszeit. 

Zudem müssen sich Reiserückkehrer umgehend bei ihrem Gesundheitsamt melden. Wer sich nicht daran hält, dem drohen dem Sprecher zufolge hohe Bußgelder.

Update, 26. August, 12.14 Uhr: Große Einbußen im Niedersachsen-Tourismus

Hannover - Die Tourismusbranche in Niedersachsen hat die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 deutlich zu spüren bekommen: Mit rund 3,4 Millionen Gästen kamen nur knapp halb so viele (minus 51,9 Prozent) wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. 

Im Juni waren es etwa 860.000 Gäste und damit knapp 48,8 Prozent weniger als im Juni 2019, wie aus vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik vom Mittwoch hervorgeht. Die Zahl der Übernachtungen ging um fast 37,9 Prozent auf gut 3,1 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

Die gefragtesten Quartiere waren im Juni 2020 Campingplätze. Dort wurden gut 100.000 Übernachtungen mehr gebucht als in Hotels. Mit 783.000 gebuchten Übernachtungen fiel der Einbruch bei den Campingplätzen demnach verhältnismäßig gering aus: Minus 5,7 Prozent gegenüber dem Juni 2019. Die 674.000 Übernachtungen in Hotels bedeuteten ein Minus von 49,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Insgesamt verzeichneten die niedersächsischen Beherbergungsbetriebe im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang bei der Zahl der gebuchten Übernachtungen von 47,5 Prozent auf knapp 10,8 Millionen. Darin enthalten waren mehr als 710.000 Übernachtungen von ausländischen Gästen (minus 58,3 Prozent).

Update, 26. August, 8.35 Uhr: 33 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 33 gestiegen. Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Dienstagabend) 3960 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. 

Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Im Krankenhaus werden sechs Corona-Patienten behandelt. Rund 3500 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 26. August, 6.50 Uhr: Vorerst keine Lockerungen mehr in Niedersachsen

Hannover - Ein halbes Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie bleibt offen, wann und ob es weitere Lockerungen geben wird. Vor Mitte September dürfte es keine Veränderungen geben, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. 

Frühestens zehn Tage nach Schulbeginn am Donnerstag dürfte erkennbar sein, ob die Zahl der Infektionen wegen des Regelbetriebs in den Schulen weiter steigen wird. In einigen Bundesländern gab es seit Beginn des Schuljahres Meldungen über kurzfristige Schließungen wegen Corona-Fällen.

Niedersachsen will geplante Lockerungen um mindestens zwei Wochen verschieben - also bis Mitte September. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte kürzlich, je nach Lage werde es möglicherweise auch länger dauern. Bei den ursprünglich vorgesehenen Lockerungen ging es beispielsweise um die erlaubte Zahl von Menschen bei Feiern. 

Der landesweit erste Covid-19-Fall wurde am 29. Februar bestätigt, es ging um einen 68 Jahre alten Mann aus Uetze bei Hannover, der mit seiner Frau nach Südtirol verreist war. Derzeit steigen die Infektionszahlen wieder schneller.

Update, 25. August, 16.23 Uhr: Tagestouristen dürfen ab 4. September wieder nach MV

Schwerin - Tagestouristen dürfen vom 4. September an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern fahren. Das twitterte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einem Treffen der Landesregierung mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verbänden. 

"MV hat nach wie vor die niedrigsten Infektionszahlen, als Tourismusland Nr. 1 haben wir eine sichere Hochsaison gemeistert, Kitas & Schulen sind seit über drei Wochen im sicheren Regelbetrieb", heißt es in Schwesigs Tweet. Ab dem 4. September könnten deshalb weitere Reisen nach MV ermöglicht werden. 

Bislang durften nur Touristen mit mindestens einer Übernachtung im Land und Bus-Gruppenreisende in den Nordosten kommen. Zunächst war vom 3. September die Rede gewesen.

Update, 25. August, 16.09 Uhr: 150 Anfragen von Reiserückkehrern an einem Tag

Schwerin - Nach zahlreichen Anrufen von Reiserückkehrern hat die Schweriner Stadtverwaltung am Dienstag eine Corona-Hotline eingerichtet. 

Allein am Montag habe es 150 Anfragen gegeben, berichtete eine Stadtsprecherin. Die Fragen reichten von Tests bis zu Quarantäneregeln. Die Hotline sei mit geschulten Mitarbeitern besetzt und montags bis freitags von 9 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0385 545-3330 erreichbar.

Für Reiserückkehrer sind in Deutschland Änderungen geplant, aber noch nicht beschlossen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben am Montag vorgeschlagen, dass es nach Ende der Sommerreisesaison keine kostenlosen Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland mehr geben soll. 

Außerdem solle die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden, stattdessen soll wieder ausschließlich die Quarantäneregelung gelten. Die 14-tägige Quarantäne soll man nur dann vorzeitig verlassen dürfen, wenn ein frühestens fünf Tage nach der Einreise gemachter Test negativ ausfällt. 

Begründet werden die angestrebten Änderungen damit, dass Labore personell und mit Blick auf nötiges Material an ihre Grenzen stoßen.

Update, 25. August, 15.48 Uhr: Bremen beschließt Bußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer

Bremen - Maskenverweigerer müssen künftig auch in Bremen mit einem Bußgeld rechnen. Der Bremer Senat beschloss am Dienstag eine Regelung, wonach entsprechende Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen als Ordnungswidrigkeit mit einer Strafe von 50 Euro geahndet werden können. Das Tragen einer Maske ist Teil der Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Corona-Pandemie.

Die allermeisten Menschen hielten sich an die Maskenpflicht, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung. "Aber es bröckelt an manchen Stellen die Bereitschaft, Maske zu tragen. Manche zeigen sich sehr uneinsichtig".

Es müsse alles getan werden, was möglich und mit Blick auf die Grundrechte verhältnismäßig sei, um das Pandemiegeschehen unter Kontrolle zu halten. Die Bußgeldregelung gilt von Donnerstag an.

Update, 25. August, 15.45 Uhr: Eine weitere Corona-Neuinfektion in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag im Vergleich zum Vortag nur eine neue Ansteckung im mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 998, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

925 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge acht mehr als noch am Vortag. 132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 25. August, 14.50 Uhr: Prostitution bleibt in Hamburg wegen Corona-Pandemie verboten

Sexarbeiterinnen demonstrierten Ende Juli auf dem Hamburger Kiez für eine Öffnung der Bordelle.
Sexarbeiterinnen demonstrierten Ende Juli auf dem Hamburger Kiez für eine Öffnung der Bordelle.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Prostitution bleibt in Hamburg wegen der Corona-Pandemie weiterhin verboten. "Bei weiterhin stabiler Lage im gesamten norddeutschen Raum kommen wir vor dem neuen Änderungszeitraum (bis Ende November) mit Sicherheit zu einer Regel, aber im Moment eben noch nicht", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung neuer Corona-Regeln. 

Vor allem die Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn" hatte zuvor unter dem Motto "lieber legal und kontrolliert, als illegal und unkontrolliert" eine Öffnung der Bordelle zum 1. September gefordert. Die Bordelle der Stadt sind seit Mitte März geschlossen. 

Der Senat habe sich sehr intensiv mit dem Thema befasst, sagte Leonhard. In den Blick genommen worden seien vor allem die gemeldeten und gestatteten Prostitutionsstätten. "Man muss aber sagen, dass wir auch angesichts der Diskussionen, die auf Bundesebene laufen die gegenwärtige Infektionslage gerne noch eine Weile beobachten wollen, bevor wir hier zu einer Öffnung kommen", sagte die Senatorin. 

Außerdem wolle Hamburg erst mit den Nachbarbundesländern zu einer einheitlichen Regelung zu kommen, "damit wir keine Ausweichbewegungen nach Schleswig-Holstein oder Niedersachsen bekommen"."Sexy Aufstand Reeperbahn" ist nach eigenen Angaben eine Bewegung von Frauen für Frauen, für Solidarität für St. Pauli, für Gleichberechtigung und gegen Stigmatisierung. 

"Ganz St. Pauli steht hinter uns und möchte, dass die Prostitution wieder erlaubt wird." In St. Pauli hänge alles eng zusammen, "die Lokale und Clubs leben genauso von der Prostitution, wie die Prostitution von den Clubs und Bars". 

Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen hatte zuvor beklagt, dass andere körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massage-Salons bereits wieder öffnen dürfen, nicht aber die Bordelle. 

Und hinzukomme, dass sexuelle und erotische Dienste in Nachbarländern wie den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Österreich und Tschechien bereits wieder erlaubt seien.

Update, 25. August, 14.05 Uhr: Hamburg öffnet Regeln für Mannschaftssport

Hamburg - Der Hamburger Senat hat den Weg frei gemacht für den Spielbetrieb von Mannschaftssportarten. 

Nach der neuen Allgemeinverfügung dürfen bis zu 30 aktive Sportlerinnen oder Sportler an einem Mannschaftsspiel teilnehmen, teilte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg mit. 

Trainer, Betreuer und Begleiter könnten zusätzlich unter Einhaltung der Abstandsregeln am Spielfeldrand dabei sein.

Bislang lag die Höchstzahl bei zehn Personen. Betroffen ist damit auch der große Bereich des Amateurfußballs. 

Update, 25. August, 13.47 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern öffnet wieder für Tagestouristen

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern lässt auch Tagestouristen wieder ins Land. 

Das wegen der Corona-Pandemie im März verhängte Einreiseverbot für Kurzbesucher aus anderen Bundesländern soll Mitte kommender Woche aufgehoben werden. 

Das verlautete am Dienstag aus Teilnehmerkreisen der erweiterten Kabinettssitzung in Schwerin. 

Update, 25. August, 12.57 Uhr: 27 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um 27 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mit. Am Montag waren es 29 Fälle. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 6109 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5400 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben bisher 232 Menschen an Covid-19. In Hamburger Krankenhäusern werden Stand Montag (14 Uhr) 17 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am vergangenen Freitag. Unverändert liegen 9 dieser Patienten auf Intensivstationen.

Mit 10,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Montag lag der Wert bei 10,2.

Update, 25. August, 11.38 Uhr: Hamburg auf möglichen Anstieg der Infektionen vorbereitet

Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am UKE, spricht auf einer Pressekonferenz.
Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am UKE, spricht auf einer Pressekonferenz.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg - Den erwarteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen im Herbst wird Hamburg nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, gut bewältigen können. "Wir sind vorbereitet, wir haben Notfallpläne", sagte er. Im Moment lägen in den Krankenhäusern extrem wenige Covid-19-Patienten.

Es gebe aber die große Sorge, dass die Zahl der Infektionen deutlich zunehme, wenn sich die Menschen wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhielten. "Ich glaube, wir müssen auf Sicht fahren", sagte der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde.

Allerdings müsse unbedingt vermieden werden, andere Patienten mit Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall schlechter zu behandeln. In den ersten sechs Monaten der Corona-Pandemie sei Hamburg wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergleichsweise glimpflich davongekommen.

Update, 25. August, 7.46 Uhr: 23 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 23 gestiegen.

Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Montagabend) 3927 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. 

Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. 

Update, 24. August, 16.48 Uhr: Studierendenwerk rät dazu, verlängerte Corona-Überbrückungshilfe zu beantragen

Hamburg - Das Studierendenwerk Hamburg hat wegen der Corona-Pandemie in Not geratene Studentinnen und Studenten aufgefordert, von der um einen Monat verlängerten Überbrückungshilfe des Bundes Gebrauch zu machen. 

Sie sollten jetzt einen neuen Antrag stellen, riet das Studierendenwerk am Montag in Hamburg. Die Überbrückungshilfe von bis zu 500 Euro im Monat müsse nicht zurückgezahlt werden. Von den mehr als 110.000 Studierenden in Hamburg haben nach Angaben des Studierendenwerks bislang 3740 Frauen und Männer die Überbrückungshilfe in Anspruch genommen.

"Viele Studierende befinden sich nach wie vor in einer akuten finanziellen Notlage aufgrund von Nebenjob-Verlusten oder finanziellen Einbußen durch Kurzarbeitergeld oder gar Jobverlust der Eltern", erklärte Studierendenwerk-Geschäftsführer Jürgen Allemeyer. Ein Ende der Pandemie sei noch nicht absehbar, insbesondere auch in den Wirtschaftsbereichen wie zum Beispiel Gastronomie, die Jobs für Studierende geboten hätten. "So muss sichergestellt werden, dass jede/r Studierende in Not Unterstützung erhält."

Allemeyer forderte den Bund auf, die Überbrückungshilfe gegebenenfalls schnell und unbürokratisch um weitere Monate zu verlängern. Außerdem sollte das BAföG auch für bislang nicht antragsberechtigte Studenten geöffnet werden. 

"Eine solche Regelung sollte mindestens für zwei Jahre Bestand haben, da sich die finanziellen Auswirkungen für Studierende und Studieninteressierte noch über Jahre ziehen werden", betonte Allemeyer.

Update, 24. August, 16.37 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag drei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 997, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Infektion gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

917 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge zwei mehr als noch am Vortag. 132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 24. August, 15.58 Uhr: Mehr als 700 Betrugsverfahren bei Corona-Hilfen

Hannover - Im Zusammenhang mit der Auszahlung von Corona-Hilfen sind inzwischen niedersachsenweit mehr als 720 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts eröffnet worden. 

Wie das Justizministerium am Montag in Hannover mitteilte, wird die Schadenssumme mit Stand Anfang August auf mehr als 6,5 Millionen Euro geschätzt. Den Staatsanwaltschaften sei es bislang gelungen, etwa 560 000 Euro zu sichern.

Ein Schwerpunkt der Ermittlungsverfahren liegt demzufolge bei der Staatsanwaltschaft Hannover, die allein 289 Verfahren mit einer vorläufigen Schadenssumme von rund 1,8 Millionen Euro führt. 

In Hildesheim sind laut Ministerium 95 Verfahren mit einem Schaden von 940.000 Euro anhängig, von der Staatsanwaltschaft Oldenburg werden 69 Verfahren mit einer Schadenssumme von 650.000 Euro geführt.

Die Ermittlungsverfahren werden aufgrund von Verdachtsmeldungen der NBank aufgenommen, die die Corona-Förderungen ausgezahlt hat. Die NBank meldet, wenn sie Hinweise auf vorsätzliche Falschangaben hat. Entsprechende Prüfmechanismen waren auf Wunsch des Wirtschaftsministeriums in das Antragsverfahren eingearbeitet worden.

Die Politik habe viel Geld in die Hand genommen, um die Corona-Krise schnell und unbürokratisch zu bewältigen, sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU): "Diese Angebote zu missbrauchen, ist schäbig - und strafbar."

Update, 24. August, 15.57 Uhr: Minister Glawe für Öffnung des Tagestourismus zum 1. September

Schwerin - Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat sich für eine Öffnung des Tagestourismus in Mecklenburg-Vorpommern zum 1. September ausgesprochen. "Das Ziel von mir als Wirtschaftsminister ist es, dass wir am 1. September die Öffnung hinkriegen, dass Tagestouristen dann auch nach Mecklenburg-Vorpommern kommen", sagte Glawe am Montag in Schwerin.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte sich zuletzt ebenfalls für eine Öffnung des Tagestourismus ausgesprochen. Wenn von September an mit dem Ende der Ferienzeit weniger Übernachtungsgäste da seien, könne sich das Land auch wieder für den Tagestourismus öffnen, sofern die Corona-Infektionszahlen weiterhin gering bleiben.

Am Dienstag berät die Landesregierung in Schwerin unter anderem mit Gewerkschaften und kommunalen Vertretern über mögliche Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen.

Der individuelle Tagestourismus ist in MV bislang weiterhin untersagt. Touristen aus allen Bundesländern dürfen etwa nicht für einen Tag mit dem Auto oder der Bahn in den Nordosten kommen. Es muss mindestens eine Übernachtung in einer Beherbergung gebucht werden. 

Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von bis zu 2000 Euro. Der Tagestourismus mit Reisebussen ist hingegen bereits wieder erlaubt. 

Nach Schätzungen aus der Branche halten sich in der Hochsaison normalerweise pro Tag 100.000 bis 150.000 Tagesgäste aus anderen Bundesländern im Land auf.

Update, 24. August, 13.14 Uhr: Mehr Kontrollen auf Bahnhöfen geplant

Ein Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht.
Ein Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Wegen zahlreicher Verstöße gegen die Maskenpflicht auf Innenstadt-Bahnhöfen etwa in Hamburg will die Deutsche Bahn vor allem am Abend ihre Kontrollen verstärken. 

"Maske tragen ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Es ist deshalb für uns nicht hinnehmbar, wenn sich Einzelne nicht an die Regeln halten", teilte der Bahn-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. 

"Wir erhöhen daher gezielt unsere Präsenz von Sicherheitskräften." 

Bei der Auswertung von Videoaufnahmen auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen hatte die Bahn zahlreiche Verstöße festgestellt. 

Update, 24. August, 11.32 Uhr: 29 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um 29 gestiegen. 

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mit. Am Sonntag waren es noch acht Fälle. Am Wochenende kommt es aber häufig zu Verzögerungen bei der Auszählung.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 6082 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5300 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben bisher 232 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. 

Update, 24. August, 11.19 Uhr: Tschentscher für einheitliche Grenze bei Privatfeiern

Hamburg/Berlin - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie die erlaubte Personenzahl bei privaten Feiern bundesweit zu vereinheitlichen. 

"Einheitlichkeit ist deshalb gut, weil es für die Bürgerinnen und Bürger schwierig genug ist, diese verschiedenen Regeln zu verstehen", sagte Tschentscher am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". 

Einheitlichkeit mache die Sache verständlicher, dadurch werde die Einhaltung verbessert, und die Maßnahmen wirkten besser. 

Update, 24. August, 7.26 Uhr: Zwei neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um zwei gestiegen. 

Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Sonntagabend) 3904 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Im Krankenhaus werden sieben Corona-Patienten behandelt. 

Rund 3500 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 23. August, 20.52 Uhr: Erstes Konzert in Elbphilharmonie seit fünf Monaten

Hamburg - Fünf Monate nach der coronabedingten Schließung sind am Sonntagabend in der Hamburger Elbphilharmonie erstmals wieder Musiker aufgetreten. 

Im Rahmen des 60. Bühnenjubliäums der Beatles musizierten Jazzpianistin Julia Hülsmann, Vibraphonist Christopher Dell und Posaunist Nils Wogram im Großen Saal. Der Abend mit der Hommage "Come together" galt als Testlauf für den Betrieb der Elbphilharmonie unter Corona-Bedingungen.

Um die Hygienemaßnahmen umzusetzen, wurde lediglich 628 Menschen statt wie sonst 2100 Gästen der Eintritt gewährt. Dabei blieb jede zweite Sitzreihe frei, zwischen den einzelnen Zuschauern waren zudem jeweils zwei Sitze gesperrt. Vom Einlass bis zu ihrem Sitzplatz mussten Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen und auf einen ausreichenden Abstand zu den anderen Anwesenden achten. 

Bei dem ersten Live-Publikum seit Mitte März handelte es sich um geladene Gäste des Vereins Freundeskreis Elbphilharmonie und Laeiszhalle, der unter anderem den Elbphilharmonie Hilfsfonds für freiberufliche Bühnenkünstler in den vergangenen Monaten unterstützte.

Ursprünglich sollte das Testkonzert bereits am 17. August stattfinden. Aufgrund eines technischen Defekts im Großen Saal wurde es jedoch verschoben. Offiziell soll die neue Konzertsaison in dem Hamburger Wahrzeichen am 1. September mit einem Auftritt des NDR Elbphilharmonie Orchesters beginnen.

Update, 23. August, 15.39 Uhr: Zwei weitere Corona-Neuinfektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag zwei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 994, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

915 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge zwei mehr als noch am Vortag. 132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 23. August, 15.24 Uhr: 26-Jähriger will keinen Mundschutz tragen und wird aggressiv

Hamburg - Weil er keine Maske tragen wollte, ist ein 26-Jähriger am Hamburger Hauptbahnhof auf Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Bahn losgegangen. 

Nach ersten Erkenntnissen hielt sich der Mann in der Nacht zu Samstag ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasenschutz am Bahnhof auf. Als er darauf hingewiesen wurde oder sonst den Bahnhof verlassen sollte, versuchte er nach Angaben der Polizei vom Sonntag, mit einer Gehhilfe auf die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einzuschlagen.

Nachdem diese ihn zu Boden gebracht hatten, soll er sie bedroht und versucht haben sie zu beißen. Der 26-Jährige wurde gefesselt und aufs Revier gebracht. Wenig später konnte er wieder gehen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Update, 23. August, 14.09 Uhr: Bildungsministerium prüft flächendeckende Fiebermessung in Schulen

Bei einer Frau wird Fieber gemessen. Das könnte flächendeckend an allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt werden. (Symbolbild)
Bei einer Frau wird Fieber gemessen. Das könnte flächendeckend an allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt werden. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Schwerin - Im Schweriner Bildungsministerium gibt es Überlegungen, in der bevorstehenden Erkältungszeit flächendeckend Schüler Fiebertests vorzunehmen. 

"Wir führen gerade Gespräche mit den Gesundheitsexperten und prüfen das ernsthaft", sagte ein Ministeriumssprecher. Ziel sei es, den täglichen Regelbetrieb in Schulen in den kommenden Herbst- und Wintermonaten aufrechterhalten zu können und flächendeckende Schulschließungen zu vermeiden. 

"Fiebermessungen können in der Erkältungszeit im Schutzkonzept ein guter Baustein sein", sagte der Sprecher. Sie gäben Eltern und Lehrkräften mehr Sicherheit, wenn mit dem Herbst mehr Kinder Schnupfen hätten.

"Schüler mit Fieber gehören nicht die Schule", sagte der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Wenn Kinder mit Fieber nicht in die Schule gehen, können sie kein Corona-Virus und keine anderen Atemwegserkrankungen übertragen." Die Fiebermessung könne ein Baustein im Kampf gegen die Pandemie sein, denn Fieber, Husten und Halsschmerzen seien die Leitsymptome der Covid-19-Erkrankung.

Definitionsgemäß werde ab einer Körpertemperatur von 38 Grad von Fieber gesprochen, zwischen 37,5 und 37,9 von erhöhter Temperatur. Ab wann ein Schüler nicht mehr in die Schule dürfe, gehöre zu den Dingen, die geklärt werden müssten. 

Aus heutiger Sicht sei es wahrscheinlich, dass ein Corona-Abstrichtest die zwangsläufige Folge einer Temperaturerhöhung ist, sagte Reisinger.

Update, 23. August, 11.49 Uhr: Acht Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um acht gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Am Samstag waren es noch 27 Fälle. Am Wochenende kommt es aber häufig zu Verzögerungen bei der Auszählung. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 6053 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5300 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben bisher 232 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. In Hamburger Krankenhäusern werden 19 Covid-19-Patienten behandelt, 9 von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Mit 9,4 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

Update, 23. August, 11.42 Uhr: 41 neue gemeldete Corona-Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der neu registrierten Corona-Fälle in Niedersachsen ist am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 41 auf 16.079 gestiegen. Allein 14 neue Fälle wurden aus dem Kreis Cloppenburg gemeldet, wie aus den Angaben des Landes im Internet hervorgeht. Acht Neuerkrankungen wurden in der Region Hannover gemeldet, sieben aus dem Kreis Vechta.

Bisher sind in Niedersachsen seit der ersten bestätigten Corona-Infektion vor knapp einem halben Jahr 660 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Fast 88 Prozent aller Erkranken gelten wieder als gesund.

Die Zahl der Neuerkrankungen in Niedersachsen geht seit Beginn der Sommerferien Mitte Juli tendenziell wieder nach oben - am vergangenen Dienstag etwa wurden 154 neue Fälle vermeldet, das war ungefähr das Niveau von Mitte April.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage lag am Sonntag in Niedersachsen landesweit bei 7,7. Ab dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen muss über Einschränkungen im öffentlichen Leben für einen Kreis nachgedacht werden.

Im Vergleich aller Landkreise und kreisfreien Städte hatte Rotenburg/Wümme am Sonntag bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage mit 22,6 den höchsten Wert - gefolgt von der Stadt Salzgitter (21,1), dem dünn besiedelten Kreis Lüchow-Dannenberg (20,7) und dem Kreis Vechta (19,6).

Update, 23. August, 11.08 Uhr: 12 neue registrierte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 12 gestiegen. Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Samstagabend) 3902 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Diese Zahl hat sich seit dem Vortag nicht erhöht. Im Krankenhaus werden sieben Corona-Patienten behandelt, vier weniger als am Vortag. 

Rund 3500 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 22. August, 17.09 Uhr: Schüler müssen ab Montag Masken tragen

Kiel - Schüler und Lehrer in Schleswig-Holstein müssen von Montag an Masken in der Schule tragen - aber nicht im Unterricht. Dazu hat das Kabinett in Kiel wie angekündigt eine Ergänzung der Corona-Bekämpfungs-Verordnung verabschiedet. 

Darin ist nun eine Regelung enthalten, die eine Mund-Nase-Bedeckungspflicht auf dem Gelände aller Schulen im Anwendungsbereich des Schulgesetzes vorsieht, teilte ein Regierungssprecher am Samstag mit.

"Damit schaffen wir eine einheitliche und verbindliche Regelung für die Maskenpflicht an allen Schulen in Schleswig-Holstein", sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Die Maskenpflicht betreffe alle Personen, die das Schulgelände betreten, zum Beispiel auch Eltern. 

Das gelte für alle Schularten und alle Jahrgänge für das gesamte Schulgelände, auch für den Schulhof. Insbesondere auf den Laufwegen, in den Gemeinschaftsräumen und in Pausenräumen und überall dort, wo der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, müsse eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Im Unterricht bestehe dagegen keine Pflicht, eine entsprechende Bedeckung zu tragen. "Nach Lage des derzeitigen Infektionsgeschehen ist eine Maskenpflicht im Unterricht nicht erforderlich. Ich hoffe, dass es so bleibt", sagte Prien. 

Bisher gab es im Norden nur eine dringende Empfehlung, an den Schulen eine Maske zu tragen.

Update, 22. August, 16.35 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag drei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 992, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

913 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge sieben mehr als noch am Vortag. 

132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 22. August, 16.32 Uhr: Fast 100 Straftäter dank Corona auf freiem Fuß

Hannover - Fast 100 Straftäter warten in Niedersachsen auf ihre Unterbringungen im Maßregelvollzug. Nach jüngsten Zahlen von Ende Juli sind 95 Verurteilte zur Aufnahme angemeldet, die sich aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung noch auf freiem Fuß befinden, wie das Sozialministerium am Samstag auf Anfrage mitteilte. 

Aufgrund der Corona-Pandemie sei es auch bei den Entlassungen zu Verzögerungen gekommen, die zu einem Rückstau bei Aufnahmen geführt hätten, sagte eine Ministeriumssprecherin. 

Dem Ministerium zufolge sind keine Straftäter frei, von denen bekannt und belegbar ist, dass sie eine besondere Gefahr für die Gesellschaft sind. In diesen Fällen sei eine lückenlose Unterbringung gewährleistet. Bei den Wartenden handele es sich vor allem um straffällige Drogenabhängige sowie um psychisch Kranke und seelisch behinderte Menschen.

Aufgrund der Entwicklung werde daran gearbeitet, die Zahl der Plätze im Maßregelvollzug zu erhöhen, hieß es aus dem Ministerium. "Im nächsten Jahr werden mindestens 32 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen", sagte die Sprecherin. Der Bedarf an Plätzen im Maßregelvollzug sei zudem kein statischer Wert, sondern unterliege laufenden Schwankungen. 

In einem ersten Schritt ist laut Ministerium dafür gesorgt worden, dass seit diesem Jahr 25 zusätzliche Pflegekräfte im Maßregelvollzug beschäftigt werden.

Update, 22. August, 16 Uhr: Schullandheime im Norden fürchten um ihre Existenz

Mehrerer Schüler teilen sich normalerweise ein Zimmer in den Schullandheimen. (Archivbild)
Mehrerer Schüler teilen sich normalerweise ein Zimmer in den Schullandheimen. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Hamburg/Kiel - Viele Schullandheime im Norden fürchten durch die Absage von Klassenfahrten um ihre Existenz. 

Die Hälfte der 31 Hamburger Schullandheime, nämlich jene, die direkt mit Schulen verbunden sind, hätten zwar von der Schulbehörde ein umfassendes Rettungspaket erhalten, teilte der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schullandheime am Samstag in Hamburg mit. 

Die anderen Einrichtungen, darunter sehr große und bekannte wie zum Beispiel die Ferienanlage Schönhagen oder das Schullandheim Sprötze, ständen jedoch weiter vor dem Aus, denn die bundesweite Überbrückungshilfe stelle für diese keine hinreichenden Mittel zur Verfügung.

"Hinzu kommt, dass für die Zeit nach dem Belegungsverbot aus Hamburg noch immer keine Stornorechnungen beglichen werden", sagte Vorstand Benjamin Krohn. 

Auch das Kultusministerium in Kiel weigere sich bisher Stornokostenrechnungen zu zahlen, obwohl dies auch aus rechtlicher Sicht problematisch sei. Um Insolvenzen zu vermeiden müssten jetzt erste Schullandheime Schulen verklagen, was den Heimen trotz guter Erfolgsaussichten schwerfalle.

Die aktuellen Regelungen der Schulbehörde machten auch die Buchung von Klassenfahrten in 2021 bislang nicht möglich und bedrohten die Existenz der Häuser zusätzlich. 

Dabei seien Klassenfahrten gerade jetzt wichtig: "Wir brauchen auch aus pädagogischen Gründen so schnell wie möglich wieder Klassenfahrten. Kinder brauchen gerade nach der langen Zeit zu Hause diese gemeinsamen Erlebnisse", sagte der Vorsitzende Jörg Schmidt-Indorf.

Update, 22. August, 14.39 Uhr: 27 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um 27 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonnabend auf ihrer Homepage mit. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 6045 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5300 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben bisher 232 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. In Hamburger Krankenhäusern werden 19 Covid-19-Patienten behandelt, neun von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Mit 9,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

Update, 22. August, 11.38 Uhr: Hamburgs Gesundheitsbehörde bereitet sich auf Corona-Impfungen vor

Ein Arzt impft einen Menschen. (Symbolfoto)
Ein Arzt impft einen Menschen. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg - Die Hamburger Gesundheitsbehörde bereitet sich auf die Organisation von Impfungen gegen das Coronavirus vor. "Der Bundesgesundheitsminister und die Gesundheitsminister der Länder befinden sich dazu in einem ersten Austausch", sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, dem "Hamburger Abendblatt". 

Zu klären sei unter anderem die Frage, wer diese Impfungen vornehmen werde – die Ärzteschaft oder der öffentliche Gesundheitsdienst. Auch Fragen der Lagerung und Verteilung des Impfstoffs seien offen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI) hatte zuvor in einem Bulletin mitgeteilt, dass "nach aktuellem Kenntnisstand bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt werden könnten".

Bei der Impfung werde in mehrerer Hinsicht Neuland betreten, was die Vorbereitungen erschweren dürfte. Zum einen ist noch unbekannt, welcher Impfstoff eingesetzt wird. Laut Stiko befinden sich weltweit mehr als 170 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung.

Zudem ist damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird, um die gesamte Bevölkerung zu impfen. Daher müsse geklärt werden, wer vorrangig geimpft werde. Neben Risikopatienten könnten Menschen im Gesundheitssystem, bei Polizei, Feuerwehr und in der öffentlichen Verwaltung zuerst geimpft werden.

Update, 22. August, 9.56 Uhr: 18 neue registrierte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 18 gestiegen. Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Freitagabend) 3890 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Diese Zahl hat sich seit dem Vortag nicht erhöht. 

Im Krankenhaus werden 11 Corona-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. Rund 3400 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 22. August, 7.55 Uhr: Minister: Gefängnisse haben Corona-Krise gut bewältigt

Kiel - Die Haftanstalten in Schleswig-Holstein sind nach Einschätzung von Justizminister Claus Christian Claussen bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. "Wir waren auf alles vorbereitet", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. So seien Quarantänestationen und eine Krankenstation eingerichtet worden. Es habe aber keine Erkrankungen gegeben. 

Besuche seien vorübergehend gestoppt, Möglichkeiten zum Telefonieren inklusive Skype ausgebaut worden. "Das ist alles relativ harmonisch und ruhig gelaufen". Dies hätten ihm auch Interessenvertreter der Gefangenen bestätigt.

Die Haftanstalten bräuchten aber grundsätzlich mehr Personal, betonte Claussen. In den nächsten Jahren würden 85 Stellen benötigt. Sein Haus arbeitet an einem Gesetz zur Modernisierung des Justizvollzugs. Der Minister hob den hohen Rang der Resozialisierung hervor. 

Der Ansatz, Straftäter mit Berufsausbildung und Therapien auf ein Leben in Freiheit ohne Straftaten vorzubereiten, sei völlig richtig. Dies habe auch dazu beigetragen, dass die Inhaftierungsquote in Schleswig-Holstein relativ niedrig sei.

Update, 21. August, 17.31 Uhr: Regelstudienzeit soll um ein Semester verlängert werden

Schwerin - Die Regelstudienzeit soll in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie an den Hochschulen und Universitäten um ein Semester verlängert werden. 

Ein entsprechender Entwurf befände sich in der Ressortabstimmung, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Freitag. Dies solle Studenten etwa helfen, damit sie ein Semester länger Bafög erhalten können.

"Wenn Studierende aufgrund der Einschränkungen im Sommersemester 2020 ihr Studium um ein Semester verlängern müssen, sollen sie finanziell keine Nachteile erleiden", erläuterte Martin. Für viele lasse sich eine Verlängerung der Studienzeit nicht vermeiden.

Bislang bekämen Studenten nur weiterhin Bafög, wenn festgestellt werden konnte, dass sie ihr Studium nicht planmäßig beenden konnte. 

Update, 21. August, 16.16 Uhr: Fünf weitere Infektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag fünf weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 989, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Je zwei Fälle wurde den Angaben zufolge im Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Hansestadt Rostock registriert, einer im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

906 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge acht mehr als noch am Vortag.

 132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 22 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Update, 21. August, 12.13 Uhr: 30 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist im Vergleich zum Vortag um 30 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag auf ihrer Homepage mit. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 6018 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5300 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben bisher 232 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. In Hamburger Krankenhäusern werden 18 Covid-19-Patienten behandelt, neun von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Mit 9,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

Update, 21. August, 10.43 Uhr: Maskenverweigerern drohen höhere Bußgelder

Hannover - Maskenverweigerern in Niedersachsen könnten bald Strafzahlungen bis zu 150 Euro drohen. Das geht aus dem Entwurf für einen neuen Bußgeldkatalog hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Noch sei das Papier in der Abstimmung, hieß es am Freitag aus dem Gesundheitsministerium in Hannover. 

Bislang sah der Bußgeldkatalog für Maskenverweigerer in Niedersachsen 20 Euro Strafe vor, die konkrete Höhe liegt aber im Ermessen der örtlichen Behörden. Das Ministerium hatte eine Neuerung mit höheren Sanktionen angekündigt. Wann die Neufassung im Zusammenhang mit Niedersachsens Corona-Verordnung kommt, blieb zunächst unklar.

Die Kommunen bewerten den Entwurf positiv. Es habe sich leider gezeigt, dass es einige wenige Menschen gebe, die die Gefahren des Coronavirus nicht erkennen, sagte Thorsten Bullerdiek, Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. 

Es sei gut, diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, mit höheren Bußgeldern auch zur Kasse zu bitten.

Update, 21. August, 10.22 Uhr: Bremen plant Bußgeld für Maskenverweigerer

Wer im öffentlichen Nahverkehr keine Maske trägt, soll in Bremen ein Bußgeld zahlen. (Symbolbild)
Wer im öffentlichen Nahverkehr keine Maske trägt, soll in Bremen ein Bußgeld zahlen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Bremen - Der Bremer Senat entscheidet an diesem Dienstag über die Einführung eines Bußgeldes für Verstöße gegen die Maskenpflicht. Geplant ist, derartige Verstöße in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften künftig als Ordnungswidrigkeit einzustufen, wie der Weser-Kurier am Freitag berichtete. 

Ein "vorsätzlich begangener Erstverstoß" soll mit einem Bußgeld zwischen 50 und 150 Euro geahndet werden, zitierte die Zeitung aus einer Beschlussvorlage der Innenbehörde.

Regierungssprecher Christian Dohle bestätigte, dass sich der Senat am Dienstag mit der Vorlage befasst. Inhaltlich finde Bürgermeister Andreas Bovenschulte den Vorschlag des Innensenators Ulrich Mäurer (beide SPD) richtig, dass Maskenverweigerer im ÖPNV und im Einzelhandel mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger halte sich zwar vorbildlich an die Vorgabe, in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften eine Mund- Nasen-Bedeckung zu tragen. "Es ist aber zu beobachten, dass die Disziplin nachlässt."

Angesichts des deutschlandweit steigenden Infektionsgeschehens reiche es nicht mehr aus, dass die große Mehrheit sich an die Regeln halte. "Wir müssen vielmehr sicherstellen, dass diese durchgehend beachtet werden."

Update, 21. August, 8.50 Uhr: Mehr Soldaten helfen bei Corona-Tests am Bremer Flughafen

Bremen - Am Bremer Flughafen helfen seit Freitag zusätzliche Soldaten, die Kapazitäten bei Corona-Tests zu erhöhen und Wartezeiten zu reduzieren. 

Erforderlich wurde die Maßnahme durch die Erweiterung der Corona-Risikogebiete, wie das Landeskommando Bremen mitteilte. Es gebe einen erheblichen Anstieg bei den erforderlichen Testungen von Reiserückkehren. Die 32 neuen Helfer kommen demnach von den Standorten der umliegenden Region. 

Nach Angaben der Bundeswehr leisten damit 48 Soldaten Dienst am Bremer Airport im Kampf gegen die Corona-Krise.

Update, 21. August, 7.45 Uhr: 21 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 21 gestiegen. Wie die Landesregierung mitteilte, wurden bisher (Stand Donnerstagabend) 3872 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. 

Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Diese Zahl hat sich seit dem Vortag nicht erhöht. Im Krankenhaus werden zehn Corona-Patienten behandelt, das sind vier weniger als am Vortag. 

Rund 3400 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 21. August, 6.30 Uhr: Scientology nutzt Corona laut Verfassungsschutz für eigene Kampagne

Scientology wird in Hamburg vom Verfassungsschutz beobachtet. (Archivbild)
Scientology wird in Hamburg vom Verfassungsschutz beobachtet. (Archivbild)  © Marcus Brandt dpa/lno

Hamburg - Die Scientology-Organisation (SO) versucht nach Einschätzung des Hamburger Verfassungsschutzes, die Corona-Pandemie für eine eigene angebliche Gesundheitskampagne zu nutzen.

"Bei der Kampagne könnte zunächst auf ein sinnvolles Engagement geschlossen werden", sagte Verfassungsschutzsprecher Marco Haase auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Doch dahinter stehe die verfassungsfeindliche Scientology-Organisation und "sie versucht über das aktuell breit diskutierte Thema Corona und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen mit Menschen in Kontakt zu kommen".

So seien in Hamburg zuletzt an Restaurants und Geschäfte Heftchen unter dem Titel "Wie Sie die Ausbreitung von Krankheiten durch Isolation verhindern" verteilt worden. Die Broschüre sei eingebettet in eine größere Kampagne samt Internetauftritt unter dem Titel "Stay Well" ("Bleib gesund"). 

Wer solche Heftchen, Broschüren oder Flyer bekomme oder weitere Hinweise zur Scientology-Organisation geben wolle, könne sich per E-Mail (SO@Verfassungsschutz.hamburg.de) an den Verfassungsschutz wenden. Jeder Hinweis werde vertraulich behandelt.

"Seit jeher versucht die SO, gesellschaftlich breit diskutierte oder akzeptierte Themen zu instrumentalisieren, zum Beispiel das Engagement gegen den Missbrauch von Drogen", sagte Haase. 

So stecke hinter dem Verein "Sag Nein zu Drogen - sag Ja zum Leben" ebenfalls Scientology. Zudem werbe die seit 1997 bundesweit von den Verfassungsschutzbehörden beobachtete Organisation mit Flyern für ihren TV-Sender "Scientology TV" und einen "Persönlichkeitstest".

Scientology werde beobachtet, weil in einer von der Organisation angestrebten Gesellschaftsordnung zentrale Grundwerte wie die Menschenwürde sowie das Recht auf Gleichbehandlung eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt würden. 

Die Zahl der Anhänger in Deutschland stagniert laut Verfassungsschutz bei 3500. Der Hamburger Scientology-Organisation wurden Ende 2019 etwa 300 Anhänger zugerechnet - nach 650 im Jahr 2010.

Update, 20. August, 17.45 Uhr: Drei weitere Infektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag wie an den drei Vortagen drei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 984, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Je ein Fall wurde den Angaben zufolge in den Landkreisen Rostock, Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Rostock registriert. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Update, 20. August, 17.43 Uhr: Jugendherbergen bangen ums Überleben

Hamburg - Die Jugendherbergen im Norden rechnen trotz des Wiederanlaufens der Schulen im Regelbetrieb in diesem Jahr mit einem Millionenverlust. 

Trotz Sparmaßnahmen und Kurzarbeit werde wohl ein Minus im mittleren einstelligen Millionenbereich auflaufen, teilte der DJH-Landesverband Nordmark am Donnerstag in Hamburg mit. "Wir sind weiterhin dringend auf Soforthilfen ohne Rückzahlungsverpflichtung angewiesen, um das Überleben der Jugendherbergen im Norden zu sichern", erklärte Landesverbands-Geschäftsführer Stefan Wehrheim.

Die 45 Jugendherbergen in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen hatten demnach in diesem Jahr mit rund 1,1 Millionen Übernachtungen gerechnet. 

Tatsächlich würden es wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich nur 300.000. 

Update, 20. August, 14 Uhr: 35 Neuinfektionen und ein neuer Todesfall in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Donnerstag um 35 gestiegen. Am Vortag waren es 29 neue Fälle binnen eines Tages, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 5988 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5300 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Erstmals seit Wochen gab es wieder einen Todesfall. Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf sind damit in Hamburg bisher 232 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gestorben.

In Hamburger Krankenhäusern werden 21 Covid-19-Patienten behandelt, zwei mehr als am Vortag. Unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen.

Hamburg liegt nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Donnerstag betrug der Wert 9,4 und war damit leicht niedriger als am Vortag mit 10,1.

Update, 20. August, 6.21 Uhr: Tschentscher trifft Unternehmer

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, will sich ein Bild von der Lage der Firmen machen.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, will sich ein Bild von der Lage der Firmen machen.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Gut viereinhalb Monate nach Beginn des Corona-Soforthilfeprogramms für kleine und mittlere Unternehmen will sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Donnerstag ein aktuelles Bild von der Lage der Firmen machen. 

Der SPD-Politiker trifft dazu im Rathaus (10 Uhr) mehrere Unternehmensvertreter. Im Kern gehe es um Fragen nach Auswirkungen von Corona auf die Firmen, nach der Wirkung der Hilfsmaßnahmen und weiteren Lösungen.

Hamburg hat bereits mehr als 500 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel als Corona-Soforthilfe ausbezahlt. Noch bis Ende August können kleine und mittlere Unternehmen mit massiven Umsatzeinbrüchen Unterstützung aus der zweiten Corona-Überbrückungshilfe des Bundes beantragen. 

Dafür stehen bundesweit 25 Milliarden Euro zur Verfügung.

Update, 20. August, 6.19 Uhr: 26 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 26 gestiegen. 

Wie die Landesregierung im Internet mitteilte, wurden bisher (Stand Mittwochabend) 3851 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen. Diese Zahl hat sich seit dem Vortag nicht erhöht. Im Krankenhaus werden 14 Corona-Patienten behandelt. 

Rund 3400 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 19. August, 19.18 Uhr: Karnevalsverband gegen pauschale Absagen

Schwerin (dpa/mv) - Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegen eine pauschale Absage von Faschingsveranstaltungen während der Corona-Pandemie ausgesprochen. 

Die anstehende Session zum jetzigen Zeitpunkt abzusagen, sei viel zu früh, sagte der Verbandspräsident Lutz Scherling dem Radiosender "Ostseewelle" am Mittwoch.

Karneval könne nicht einfach abgesagt werden. "Das wäre genauso als würde man sagen, Weihnachten und Ostern findet dieses Jahr nicht statt", sagte der Karnevalist. Ihm sei jedoch klar, dass es in Corona-Zeiten keinen gewöhnlichen Karneval geben könne. Vereine seien aufgefordert, kreative Lösungen zu finden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich wegen der Corona-Pandemie skeptisch geäußert, ob im kommenden Winter der Karneval stattfinden kann. 

"Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen", wurde Spahn von der Rheinischen Post zitiert.

Update, 19. August, 16.47 Uhr: Jetzt auch Maskenpflicht an Schleswig-Holsteins Schulen

Kiel - Kurskorrektur an der Förde: Jetzt führt auch Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht an den Schulen ein. Dies verkündete Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch in Kiel, nachdem es bisher nur eine dringende Empfehlung gab. 

Die Maskenpflicht gilt ab Montag auf dem Schulgelände, aber nicht im Unterricht. Die "dringende Empfehlung" im Norden galt bisher ab der 7. Klasse. Jetzt gilt die Maskenpflicht für alle Jahrgänge.

Noch am vergangenen Freitag, nach der ersten Schulwoche, hatte Prien eine Maskenpflicht als nicht geboten eingestuft. Die Erfahrungen der ersten Woche hätten gezeigt, dass der dringenden Empfehlung des Ministeriums in den Schulen weitestgehend gefolgt werde. Prien hatte aber auch erklärt, angesichts des weiteren Infektionsgeschehens eine mögliche Pflicht zu prüfen.

Von den nahezu 800 Schulen in Schleswig-Holstein sind seit Schuljahresbeginn am 10. August zuletzt in etwa 15 Schulen einzelne Schülergruppen (Kohorten) wegen Corona-Fällen oder Verdachtsfällen vorsorglich nicht im Präsenzunterricht unterrichtet werden.

Zuvor hatte das Verwaltungsgericht in Schleswig entschieden, dass ein Kieler Schüler, der gegen das Tragen einer Maske im Unterricht Widerspruch eingelegt hatte, die Mund-Nasen-Bedeckung vorerst nicht aufziehen muss. 

Der Widerspruch habe aufschiebende Wirkung, weswegen die Verpflichtung ihm gegenüber vorläufig nicht durchgesetzt werden könne, stellte das Verwaltungsgericht am Mittwoch fest. Für andere Schülerinnen und Schüler hat die Entscheidung den Angaben zufolge keine unmittelbaren Auswirkungen.

Prien hatte direkt danach erklärt, der Beschluss des Verwaltungsgerichts werde ausgewertet. Bei ihrem Statement am Nachmittag in Kiel erklärte sie den Kurswechsel bei der Maskenpflicht nun mit dem Beschluss.

Update, 20. August, 16.15 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch wie an den beiden Vortagen drei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionen auf 981, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Zwei Fälle wurden demnach in der Hansestadt Rostock registriert und einer im Landkreis Nordwestmecklenburg. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20 - diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

889 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge fünf mehr als noch am Vortag. 

132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 22 davon auf Intensivstationen. 

Update, 19. August, 14.29 Uhr: Neues Testzentrum am Hamburger Hbf soll im September starten

Hamburg - Das neue Corona-Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof soll im September starten. Das bestätigte die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH), die das Zentrum betreiben wird, am Mittwoch. An der Station sollen sich Bus- und Bahnreisende, die am Hauptbahnhof oder am Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB) aus dem Ausland in Hamburg ankommen, kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können.

Das neue Testzentrum soll auf dem Parkplatz des Museums für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz entstehen und bis zu 2000 Tests pro Tag ermöglichen. Zuvor hatten das "Hamburger Abendblatt" und der NDR berichtet.

Die KVH werde jetzt ihre Pläne dafür beim zuständigen Bezirksamt Mitte einreichen und die Sondernutzung des Geländes beantragen, sagte ihr Vorstand Walter Plassmann dem "Abendblatt". 

"Wir wollen acht Counter in sechs kombinierten Containern mit einem Wartebereich in einem Zelt aufbauen. Die Personalien sollen elektronisch aufgenommen werden - und nicht auf Papier, wie es in Bayern zunächst gemacht wurde. Ich gehe davon aus, dass wir in etwa zwei Wochen starten können. Wir beantragen die Nutzung zunächst bis Ende Oktober".

Das neue Testzentrum war bereits vor mehr als zwei Wochen angekündigt worden, die Suche nach einem geeigneten Standort dauerte dann aber doch länger als gedacht. Die KVH betreibt in Hamburg bereits zwei Testzentren in den Stadtteilen Altona und Farmsen-Berne.

Update, 19. August, 13.30 Uhr: Neues kommerzielles Testzentrum am Flughafen eröffnet

Das Angebot des kommerziellen Unternehmens Centogene richtet sich an Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten.
Das Angebot des kommerziellen Unternehmens Centogene richtet sich an Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Am Hamburger Flughafen ist am Mittwoch ein kommerzielles Covid-19-Testzentrum eröffnet worden. 

Das Angebot richtet sich an Reiserückkehrer aus Ländern, die vom Robert Koch-Institut als Nicht-Risikogebiet eingestuft sind und an Passagiere, die ihre Reise von Hamburg aus antreten und ein Zertifikat in ihrem Zielland benötigen. 

Das teilte das Unternehmen Centogene mit, das das Testzentrum in Kooperation mit der Lufthansa betreibt. Auch Bürger aus Hamburg und Umgebung, die sich testen lassen wollen, können dies hier tun.

Alle Reisenden können sich täglich von 6.00 bis 20 Uhr im zentral am Terminal 1 gelegenen Abstrichzentrum testen lassen. Alle Getesteten erhalten nach einem Rachenabstrich den Angaben zufolge in der Regel innerhalb von 24 Stunden ihr Testergebnis über eine sichere, webbasierte Lösung. 

Für Reiserückkehrer sind die Tests den Angaben zufolge kostenlos, Abfliegende zahlen 59 Euro. Von Ende des Monats an sollen auch Schnelltests angeboten werden, die innerhalb von sechs Stunden ein Ergebnis anzeigen; diese kosten 139 Euro.

Am Flughafen gibt es bereits ein im "Terminal Tango" außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes gelegenes Testzentrum, das vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Dort hatten sich lange Schlangen gebildet, wenn viele Maschinen aus Risikoländern landeten.

Update, 19. August, 13.29 Uhr: Deutlich höhere Nachfrage nach Fischkonserven

Eine Gabel steckt in einer Dose mit Heringsfilets.
Eine Gabel steckt in einer Dose mit Heringsfilets.  © Daniel Reinhardt/dp

Hamburg – In der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Fischkonserven deutlich gestiegen. 

Im ersten Halbjahr 2020 habe es eine Vielzahl von "Extremkäufen" gegeben, berichtete der Vorsitzende des Fischinformationszentrums, René Stahlhofen, am Mittwoch in Hamburg. Das zeige sich beispielsweise bei den Einkäufen von Fischkonserven, die in den Monaten Februar und März einen

Nachfrageschub von bis zu 46 Prozent verzeichnet hätten. Auch in den Wochen danach sei die Nachfrage nach lang haltbaren Fischprodukten weiter hoch gewesen.

Die zeitweise Schließung von Restaurants, Kantinen oder Imbissbuden in der Pandemie wirkte sich auch auf die Absatzkanäle der Fischwirtschaft aus. Der Außer-Haus-Verkauf werde in diesem Jahr nach aktueller Schätzung einen Rückgang um 110.500 Tonnen auf 165.750 Tonnen (Fanggewicht) zu verkraften haben, teilte das FIZ mit. Gleichzeitig werde eine Zunahme der Einkäufe über den Lebensmitteleinzelhandel um 124.312 Tonnen auf 953.062 Tonnen erwartet. 

Insgesamt rechnet das FIZ mit einem
kleinen Zuwachs im Pro-Kopf-Fischkonsum von 1,5 Prozent auf 13,5 Kilogramm.

Update, 19. August, 13.27 Uhr: Hamburg mit 29 Corona-Neuinfektionen

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Mittwoch um 29 gestiegen. Am Vortag waren es 26 neue Fälle, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 5953 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5200 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden 19 Covid-19-Patienten behandelt (Stand: Dienstag 14.00 Uhr), vier mehr als am Vortag. Unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig beträgt der Wert unverändert zum Vortag 10,1. Eigentlich wäre die Gesamtzahl aller positiv getesteten Hamburger auf 5955 gestiegen. 

Da jedoch zwei Fälle mit Meldedaten 11. und 12. August den Angaben zufolge aus der Statistik gelöscht wurden, bleibt es bei 5953 Fällen.

Update, 19. August, 11.55 Uhr: Ohne Maske in Bus und Bahn kostet ab Montag 40 Euro

Hamburg – Wer ab dem kommenden Montag (24. August) ohne korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz in Hamburg Bus oder Bahn fährt und erwischt wird, muss 40 Euro zahlen. 

Dann tritt die angekündigte Änderung der HVV-Beförderungsbedingungen in Kraft, teilte der Verkehrsverbund am Mittwoch mit. Die behördlichen Genehmigungen seien jetzt erteilt worden. Auch an Haltestellen und auf Bahnsteigen müsse eine Maske getragen werden.

Mit der angedrohten Strafe von 40 Euro wollten die Behörden noch einmal verdeutlichen, dass das Tragen einer Alltagsmaske keine Empfehlung, sondern nach wie vor eine Pflicht sei. 

"Wir setzen weiter auf die Solidarität der Fahrgäste im HVV und werden über das richtige Tragen sowie der Bedeutung der Alltagsmaske aufklären und informieren", hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) angekündigt.

Update, 19. August, 9.52 Uhr: Corona-Ausbruch in Kinderkurheim in Nordfriesland

Ein Junge steht mit einem Mundschutz auf einer Veranda. (Symbolbild)
Ein Junge steht mit einem Mundschutz auf einer Veranda. (Symbolbild)  © Brynn Anderson/AP/dpa

Husum – Bei vier Kindern aus Hamburg ist während eines Aufenthaltes in einem Kinderkurheim in Nordfriesland das Coronavirus nachgewiesen worden. 

Das bestätigte die Kreisverwaltung am Mittwoch. Die meisten der 50 Mädchen und Jungen - alle sollen aus Hamburg sein - seien noch in dem Kinderkurheim, sollen in den kommenden Tagen zurückreisen. 

Den genauen Ort der Einrichtung gab die Kreisverwaltung nicht bekannt. "Um einen Auflauf von Gaffern zu verhindern, bitten wir um Verständnis, dass wir uns entschieden haben, noch nicht bekanntzugeben, wo die Einrichtung liegt", sagte der Sprecher. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord berichtet.

Ein Verwandter eines Kindes war am Wochenende in Hamburg positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin ließ das Gesundheitsamt sämtliche Kinder der Gruppe testen. Tatsächlich sind Kinder aus der betroffenen Familie infiziert - und auch weitere. Drei von ihnen reisten sofort ab. Auch die anderen Kinder sollen nun nach Hamburg zurückgebracht werden. 

Ebenso wurden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen getestet, bisher bzw. soweit die Testergebnisse schon vorliegen, alle mit negativem Ergebnis. Nach der Abreise der Kinder sollen alle Mitarbeiter in häusliche Quarantäne gehen. Das Heim soll anschließend für zwei Wochen geschlossen werden.

Update, 19. August, 8.23 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern orderte Millionen Schutzmasken

Schwerin – Zum Schutz vor dem Coronavirus hat Mecklenburg-Vorpommern bislang etwa 6,6 Millionen Schutzmasken im Bundesland verteilt. Diese seien an Landkreise, kreisfreie Städte, die Kassenärztliche Vereinigung, die Kassenzahnärztliche Vereinigung und an die Behörden der Landesverwaltung ausgehändigt worden, teilte das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage mit.

Etwa 4,5 Millionen der Masken waren den Angaben zufolge sogenannte OP-Masken, die grundsätzlich nur einmal verwendet würden. Diese dienen vor allem dem Schutz anderer Menschen. 1,4 Millionen FFP2 und FFP3-Masken wurden demnach bislang vom Land verteilt, diese schützen auch den Träger selbst. Laut Ministerium wurden bislang etwa 700 000 Mund-Nasen-Bedeckungen ausgehändigt, diese könnten auch mehrfach getragen und gewaschen werden.

Das Ministerium bezifferte die Kosten für die Anschaffungen auf mehr als 33 Millionen Euro. Insgesamt knapp elf Millionen Masken befinden sich noch im sogenannten Katastrophenschutzlager. Mehrere Millionen Masken wurden demnach vom Bund an MV geliefert.

Update, 19. August, 8.20 Uhr: 18 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages um 18 gestiegen. 

Wie die Landesregierung auf ihren Internetseiten mitteilte, wurden bisher (Stand Dienstagabend) 3825 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 160 Menschen, diese Zahl hat sich innerhalb eines Tages um zwei erhöht.

Im Krankenhaus werden 14 Corona-Patienten behandelt. Rund 3400 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 19. August, 6.29 Uhr: Corona-Pandemie erneut im Zentrum der Bürgerschaft

Hamburg – Im Zentrum der ersten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause steht am Mittwoch (13.30 Uhr) einmal mehr die Corona-Pandemie. 

In einer Aktuellen Stunde beschäftigen sich die Abgeordneten etwa mit den Vorsichtsmaßnahmen an Hamburgs Schulen. Die CDU-Opposition hat ihren Antrag zur Debatte mit "Spitzenreiter bei Corona-Neuinfektionen: Risikopatient Schule - was hat der Schulsenator (Ties Rabe/SPD) die letzten fünf Monate gemacht?" überschrieben. 

Über das gleiche Thema, allerdings aus einem anderen Blickwinkel, will die SPD-Regierungsfraktion sprechen. Sie hat ihrem Antrag den Titel gegeben "Gesundheit schützen, Eltern entlasten, Bildungsgerechtigkeit sichern: Hamburg bewältigt die Corona-Pandemie und macht Regelunterricht möglich".

Update, 18. August, 16.34 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektion in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag wie am Tag zuvor drei weitere Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 978, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte.

Zwei neue Fälle gab es im Landkreis Rostock, einen in Vorpommern-Rügen. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 

884 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge zwei mehr als noch am Vortag.

Update, 18. August, 15.39 Uhr: Home-Office könnte Druck auf Wohnungsmarkt senken

Hamburg - Die Corona-Krise könnte aus Sicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wegen der hohen Zahl von Beschäftigten im Home-Office mittel- und langfristig zu einer Entspannung auf dem Gewerbeflächen- und Wohnungsmarkt führen. 

Denn wenn die Beschäftigten nach der Krise weiterhin von Zuhause aus arbeiten oder nur wenige Tage pro Woche ins Büro kommen müssen, gebe es einen geringeren Büroflächenbedarf, sagte er am Dienstag bei einer Videokonferenz des Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen.

Beim Wohnungsmarkt wiederum könnte der Druck auf innerstädtische Lagen nachlassen. Durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens könnten sich mehr Menschen entscheiden, auch außerhalb zu wohnen, wenn sie beispielsweise nur zwei oder dreimal pro Woche ins Büro fahren müssen. 

Und auch auf den Verkehr in der Stadt könnten die neuen Arbeitsmethoden Auswirkungen haben. Denn wenn nicht mehr jeder morgens pünktlich um halb neun an seinem Arbeitsplatz sein müsse, könnte sich auch der Verkehr entzerren, sagte Tschentscher.

Update, 18. August, 14.29 Uhr: MV fordert Zweittest nach Rückkehr aus Corona-Risikogebiet

Manuela Schwesig (SPD) nimmt bei einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung zur aktuellen Corona-Lage ihren Mund-Nasen-Schutz ab.
Manuela Schwesig (SPD) nimmt bei einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung zur aktuellen Corona-Lage ihren Mund-Nasen-Schutz ab.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf die in Mecklenburg-Vorpommern geltenden verschärften Schutzvorkehrungen hingewiesen. 

Ein negativer Virentest reiche im Nordosten nicht aus, um die vorgeschriebene zweiwöchige Quarantäne vorzeitig verlassen zu können, betonte Schwesig am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin.

Dazu sei - anders als es der Bund vorschreibt - im Nordosten ein zweiter Test ohne Befund nötig, der fünf bis acht Tage nach der Rückkehr vorgenommen werden müsse. So lange dürfe die Wohnung nicht verlassen werden. 

"Das ist schwer. Das ist belastend. Aber dazu gibt es keine Alternative. Es dient dem eigenen Schutz und es dient dem Schutz aller anderen", sagte Schwesig. Sie wolle sich weiter dafür einsetzen, dass die Regelung mit dem zweiten Pflichttest auch bundesweit Anwendung findet.

Schwesig kündigte an, dass für Reisende, die mit dem Auto über die polnische Grenze nach Deutschland zurückkehren, in Pasewalk (Vorpommern-Greifswald) ein Testzentrum eingerichtet werde. 

Bei Bedarf könne auch am Flughafen Rostock-Laage ein mobiles Testteam eingesetzt werden. Wegen der coronabedingten Einschränkungen im Flugverkehr ist aber auch dort das Flugaufkommen nur gering.

Update, 18. August, 13.49 Uhr: Schwesig sieht Schulstart in MV unter Pandemiebedingungen geglückt

Schwerin - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Corona-Schutzvorkehrungen an Schulen und in Kitas gegen Kritik verteidigt. Die Debatte über den Schulunterricht könne gegenwärtig nicht geführt werden, als gebe es die Corona-Pandemie nicht. 

Schule müsse als tägliche Großveranstaltung betrachtet werden, die besondere Schutzmaßnahmen erfordere, sagte Schwesig am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin, bei der eine erste Bilanz zum Schulstart gezogen worden sei. Diskussionen hatte es vor allem um die Maskenpflicht an Schulen gegeben.

Die Rückkehr zum Regelbetrieb in Kitas und Schulen habe in Mecklenburg-Vorpommern bislang gut funktioniert, betonte Schwesig. Dazu gehöre das sofortige Handeln bei lokalen Infektionsherden. Damit sei es gelungen, für die überwiegende Mehrheit der Schüler den täglichen Schulbesuch zu sichern. 

Nach Infektionsfällen an 6 der 563 Schulen seien etwa 500 Schüler vorübergehend in Quarantäne geschickt worden. Das seien etwa 0,3 Prozent aller 152.000 Schüler im Land gewesen.

Update, 18. August, 12.33 Uhr: 26 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Dienstag um 26 gestiegen. 

Am Vortag waren es nach einer vorläufigen Erhebung wegen einer Softwareanpassung nur 14, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Seit Beginn der Pandemie Ende Februar wurden damit in Hamburg 5900 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5200 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden nach Angaben von Montag unverändert 15 Menschen behandelt, acht von ihnen liegen auf Intensivstationen. Das ist einer weniger als am Tag zuvor. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 10,1, nach 11,8 am Vortag.

Update, 18. August, 11.10 Uhr: Bremer Virologe für Maskenpflicht im Unterricht

Bremen - Der Bremer Virologe Andreas Dotzauer hat dringend zum Tragen einer Maske im Schulunterricht geraten. Es sei nicht sicher, wie voll die Klassenzimmer werden und Abstandsregeln funktionierten dann nicht mehr, sagte Dotzauer der Nordseezeitung. 

Die Maske sollte nur dort abgenommen werden, wo der Abstand von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden könne. Selbst dieser Abstand ist aus Sicht des Mediziners der Universität Bremen noch knapp bemessen.

Auch müssten Klassenzimmer gut durchgelüftet werden. "Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, eine Unterrichtsstunde von 45 auf 30 Minuten zu verkürzen und dann den Raum gut zu durchlüften", sagte der Mediziner. Die Schulen müssten dafür sorgen, dass sich die Fenster auch öffnen ließen. Sonst würde die Ausbreitung des Virus begünstigt. 

"Scheinmaßnahmen wie zum Beispiel Maskentragen auf dem Schulgang bringen nicht viel, wenn man an entscheidenden Stellen massiv und unvorsichtig lockert", stellte Dotzauer fest.

Update, 18. August, 10.55 Uhr: Mehr als 200 Ermittlungsverfahren in MV

Schwerin – Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben bislang 219 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen eingeleitet.

 Innerhalb eines Monats seien 60 weitere Verfahren hinzugekommen, teilte das Justizministerium in Schwerin auf Anfrage mit. Demnach entfielen 34 davon auf den Bereich der Staatsanwaltschaft Schwerin, 14 auf Rostock, elf auf Stralsund und eine auf Neubrandenburg. Bis auf wenige Ausnahmen dauerten die Ermittlungen weiterhin an.

"Die Staatsanwaltschaften arbeiten gewissenhaft die Verdachtsfälle auf, denn Betrug ist auch in Ausnahmesituationen wie der Corona-Zeit kein Kavaliersdelikt. Der Rechtsstaat bleibt wachsam", sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Zu der möglichen Schadenssumme machte das Ministerium zunächst keine Angaben.

Bund und Land hatten Ende März als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Soforthilfeprogramme in Milliardenhöhe beschlossen. Demnach erhalten Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer und Mittelständler finanzielle Hilfen vom Staat. Je nach Größe des Unternehmens betragen die Zuschüsse zwischen 9000 und 60 000 Euro. 

Für Kleinunternehmen gewährt der Bund die Mittel, das Land schießt aber vor. Bis Ende Mai konnten die Anträge eingereicht werden - im Nordosten waren es mehr als 43.000.

Update, 18. August, 10.49 Uhr: Behörde richtet vorsorglich Corona-Quarantänestationen ein

Hamburg – Hamburgs Sozialbehörde hat vorsorglich zwei Corona-Quarantänestationen mit 180 Plätzen eingerichtet. 

Die Einrichtungen in Langenhorn und Schnelsen sind für Menschen gedacht, die aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in Quarantäne müssen, dies aber nicht in eigenem Wohnraum tun können, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Dies betreffe vor allem Obdachlose und Bewohner von öffentlichen Unterkünften, etwa Flüchtlinge.

Bei Infektions- oder Verdachtsfällen würden die Betroffenen in diesen Einrichtungen versorgt. Der Standort in Langenhorn sei bereits in Betrieb, der Standort in Schnelsen werde gegenwärtig nur als Reserve vorgehalten. An beiden Standorten könnten Infizierte und Verdachtsfälle getrennt voneinander untergebracht werden. 

Medizinisches Personal und ein Wachdienst seien vorhanden.

Update, 18. August, 10.47 Uhr: Neues kommerzielles Covid-19-Testzentrum öffnet am Flughafen

Ein Reisender (r) lässt am Flughafen von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Corona-Test machen.
Ein Reisender (r) lässt am Flughafen von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Corona-Test machen.  © Coronavirus im Norden: Jetzt mehr als 5000 Infektionen in Schleswig-Holstein

Hamburg – Am Hamburger Flughafen öffnet am Mittwoch ein kommerzielles Covid-19-Testzentrum. Das Angebot richtet sich an Reiserückkehrer aus Ländern, die vom Robert Koch-Institut als Nicht-Risikogebiet eingestuft sind und vor allem auch Passagiere, die ihre Reise von Hamburg aus antreten und ein Zertifikat in ihrem Zielland benötigen, teilte das Unternehmen Centogene mit, das das Testzentrum in Kooperation mit der Lufthansa betreibt. 

Auch Bürger aus Hamburg und Umgebung, die sich testen lassen wollen, können dies hier tun. Alle Getesteten erhalten nach einem Rachenabstrich den Angaben zufolge in der Regel innerhalb von 24 Stunden ihr Testergebnis über eine sichere, webbasierte Lösung.

Für Reiserückkehrer sind die Tests den Angaben zufolge kostenlos. Abfliegende zahlen 59 Euro. Von Ende des Monats an sollen auch Schnelltests angeboten werden, die innerhalb von sechs Stunden ein Ergebnis anzeigen. Diese kosten 139 Euro.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wies in der ARD-Sendung "Hart aber fair" am Montagabend darauf hin, dass er die Regelung bei den Reiserückkehrern für schlecht halte und diese in den kommenden Woche "scharf angeguckt" werden müsse. Die Kritik richtete sich unter anderem daran, dass Tests von Rückkehrern aus Risikogebieten höchstens 48 Stunden alt sein müssen. 

Denn man könne auch mit einem negativen Testergebnis infektiös sein, wenn der Test nicht zum richtigen Zeitpunkt gemacht worden sei, sagte Tschentscher. Dieser Umstand müsse berücksichtigt werden. "Es dauert ein paar Tage nach einer Infektion, bis Sie diese nachweisen können."

Update, 18. August, 10.46 Uhr: 17 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 17 gestiegen. 

Wie die Landesregierung auf ihren Internetseiten mitteilte, wurden bisher (Stand Montagabend) 3807 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. Im Krankenhaus werden 17 Corona-Patienten behandelt. 

Rund 3400 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 18. August, 7.29 Uhr: Mehr als 200 Ermittlungsverfahren zur Corona-Soforthilfe in MV

Schwerin - Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben bislang 219 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen eingeleitet. 

Innerhalb eines Monats seien 60 weitere Verfahren hinzugekommen, teilte das Justizministerium in Schwerin auf Anfrage mit. 

Demnach entfielen 34 davon auf den Bereich der Staatsanwaltschaft Schwerin, 14 auf Rostock, elf auf Stralsund und eine auf Neubrandenburg. Bis auf wenige Ausnahmen dauerten die Ermittlungen weiterhin an.

"Die Staatsanwaltschaften arbeiten gewissenhaft die Verdachtsfälle auf, denn Betrug ist auch in Ausnahmesituationen wie der Corona-Zeit kein Kavaliersdelikt. Der Rechtsstaat bleibt wachsam", sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Zu der möglichen Schadenssumme machte das Ministerium zunächst keine Angaben.

Bund und Land hatten Ende März als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Soforthilfeprogramme in Milliardenhöhe beschlossen. 

Was bisher geschah, findet Ihr >>>hier

Titelfoto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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