Coronavirus im Norden: Impfzentren werden abgebaut

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 90.973 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 75.742 Fälle bekannt, in Bremen 32.263 in Mecklenburg-Vorpommern 48.442und in Niedersachsen 297.465 Covid-19-Fälle (Stand 27. September, 17.24 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

Coronavirus in NRW: Inzidenz in NRW weiter unter Bundeswert, weniger Patienten in Kliniken
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz in NRW weiter unter Bundeswert, weniger Patienten in Kliniken

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 27. September, 17.23 Uhr: Corona-Inzidenz in MV leicht gestiegen - 31 neue Fälle

Rostock – Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist zum Wochenauftakt wieder leicht gestiegen.

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag berichtete, legte die Inzidenz um 0,6 auf nunmehr 34,6 zu. Am Montag vergangener Woche lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, bei 31,5. Aus dem ganzen Land wurden 31 neue Infektionsfälle gemeldet, nach 19 am vergangenen Montag.

31 Menschen mussten am Montag in den Krankenhäusern behandelt werden, 16 davon auf Intensivstationen. In Vorpommern-Greifwald lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 59,0 am höchsten, im Kreis Mecklenburgische Seenplatte mit 16,3 am niedrigsten.

Die Stufenkarte der 7-Tage-Inzidenz für Hospitalisierungen ist einheitlich grün gefärbt. Der landesweite Wert, ein maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, liegt bei 0,4. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus blieb bei 1199. Insgesamt 48.442 Menschen sind den Angaben zufolge bislang mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert worden.

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 65,4 Prozent der Einwohner des Landes. 62,4 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Impfschutz.

Update, 27. September, 12.39 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt leicht auf 61,4

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Montag leicht gestiegen. Die Zahl der Fälle pro 100000 Einwohner binnen einer Woche erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 60,4 auf 61,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 64,7 betragen.

Am Montag kamen 112 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 17 weniger als am Sonntag und 20 mehr als am Montag vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.973 Menschen in Hamburg mit dem Coronavirus infiziert, 85.000 von ihnen gelten als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Montagvormittag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 40 Covid-19-Patienten behandelt (Stand 10.19 Uhr). Die Gesamtzahl der Corona-Kranken in den Kliniken hatte die Gesundheitsbehörde zuletzt am Freitag mit 110 angegeben, die der Intensivpatienten mit 46. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um zwei auf 1721.

Bis einschließlich Sonntag wurden 1.319.308 Hamburgerinnen und
Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,2 Prozent der Bevölkerung. 1.253.157 Menschen (67,6 Prozent) sind vollständig geimpft.

1138 Impfungen wurden am Sonntag in Hamburg verabreicht. Das ist die drittniedrigste Tageszahl seit Januar.

Update, 27. September, 12.21 Uhr: Ende für Impfzentren - nun beginnt der Rückbau

Das Impfzentrum Osnabrück wird bereits zurückgebaut.
Das Impfzentrum Osnabrück wird bereits zurückgebaut.  © Friso Gentsch/dpa

Osnabrück/Hannover - Die 50 Impfzentren in den niedersächsischen Städten und Landkreisen stehen vor dem Rückbau.

In Osnabrück begannen am Montag städtische Mitarbeiter, das in einer Sporthalle in der Innenstadt eingerichtete Impfzentrum abzubauen.

In der kommenden Woche soll ein Messebauer dann die mobilen Stellwände entfernen, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Nach den Herbstferien werde die Sporthalle wieder den Schulen zur Verfügung stehen.

Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter

Die Städte und Kreise mussten im vergangenen Dezember nach Vorgaben des Landes Impfzentren errichten.

Nun sollen von Oktober an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte für das Impfen verantwortlich sein, außerdem bis zu 134 mobile Impfteams im ganzen Land.

Update, 27. September, 10.51 Uhr: Weniger Covid-19-Patienten kommen ins Krankenhaus

Hannover - Die niedersächsischen Kliniken haben in den vergangenen Tagen etwas weniger Covid-19-Patientinnen und -Patienten aufgenommen. Der sogenannte Hospitalisierungswert lag am Montag bei 2,9 nach 3,0 am Sonntag und 3,1 am Samstag. So viele Menschen auf 100.000 Einwohner wurden in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Zahl gilt als neuer Leitindikator, also wichtigster Faktor, zur Bewertung der Corona-Lage im Land.

Auch das Corona-Infektionsgeschehen schwächt sich im Trend weiter ab. Für Montag gab das Robert-Koch-Institut (RKI) aber dieselbe Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen von 46,8 an wie für Sonntag. Am Samstag waren es 47,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche gewesen. Auf den Intensivstationen waren am Montag 4,7 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt (Sonntag: 5,0 Prozent).

Im Land Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag nach Daten des Robert Koch-Instituts auf 109,4. Am Sonntag hatte der Wert noch bei 114,4 gelegen. Das Bundesland Bremen hat seit Tagen die höchste Inzidenz aller Bundesländer, was vor allem auf die Stadt Bremerhaven mit Werten von mehr als 200 zurückgeht. Am Freitag (1. Oktober) tritt in Bremen eine neue Corona-Verordnung in Kraft, bei der die Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-19-Patienten maßgeblich wird.

Das neue Stufenmodell soll überprüft werden, wenn Bremen eine Impfrate von 80 Prozent erreiche. Bei den Impfungen liegt Bremen bundesweit vorne.

Update, 27. September, 8.26 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Am Sonntag betrug die Zahl der Neufälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,3 - nach einem minimal höheren Wert am Samstag.

Innerhalb eines Tages wurden 38 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Sonntagabend (Stand: 18.47 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 77 Fälle gewesen.

In den Krankenhäusern lagen 68 Covid-19-Patienten - und damit genauso viele wie am Freitag. Auch die Zahl der Covid-Kranken auf den Intensivstationen blieb unverändert bei 17. Es wurden dort wie schon zuvor 10 Patienten beatmet.

Rund 72.100 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie stieg dem Robert Koch-Institut zufolge um einen Fall - sie beläuft sich auf 1684.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist demnach weiterhin Neumünster mit einem Wert von 68,8. Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 9,0.

Update, 26. September, 17.39 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Mecklenburg-Vorpommern leicht gestiegen

Rostock – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, kamen 47 Neuinfektionen hinzu.

Die landesweite Inzidenz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag um 1,6 auf 34 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns liegen nach Angaben des Lagus wie am Freitag 28 Covid-Patienten. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, wurde mit 0,3 Neueinlieferungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen angegeben (minus 0,2).

14 Erkrankte wurden auf einer Intensivstation behandelt (unverändert). Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 1200 (plus 1).

Update, 26. September, 14.27 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz fällt leicht auf 60,4

Hamburg – Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Sonntag leicht gesunken. Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verringerte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 61,2 auf 60,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 68,0 betragen.

Am Sonntag kamen 129 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 62 mehr als am Samstag. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.861 Menschen in Hamburg mit dem Coronavirus infiziert, 84.800 von ihnen gelten als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 110 Covid-19-Patienten behandelt, 3 weniger als am Donnerstag. 46 von ihnen lagen auf Intensivstationen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich den Angaben zufolge - Stand Samstag - um 2 auf 1719.

Bis einschließlich Donnerstag wurden 1.316.241 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,1 Prozent der Bevölkerung. 1.248.355 Menschen oder 67,4 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft.

Update, 25. September, 21.29 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Am Samstag betrug die Zahl der Neufälle je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,4 - nach einem minimal höheren Wert am Freitag. Innerhalb eines Tages wurden 77 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Samstagabend (Stand: 18.53 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 139 Fälle gewesen.

In den Krankenhäusern lagen 68 Covid-19-Patienten - und damit genauso viele wie am Freitag. Auch die Zahl der Viruskranken auf den Intensivstationen blieb unverändert bei 17. Es wurden dort wie schon zuvor 10 Patienten beatmet. Rund 72.000 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie blieb gleich - sie beläuft sich auf 1683.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist danach weiterhin Neumünster mit einem Wert von 71,3. Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 9,0.

Update, 25. September, 17.15 Uhr: Inzidenzwert in Mecklenburg-Vorpommern leicht gestiegen

Rostock - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, kamen 87 Neuinfektionen hinzu, 26 mehr als am Samstag vergangener Woche. Die landesweite Inzidenz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag um 1,9 auf 32,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns liegen nach Angaben des Lagus wie am Freitag 28 Covid-Patienten. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, wurde mit 0,5 Neueinlieferungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen angegeben (minus 0,1). 14 Erkrankte wurden auf einer Intensivstation behandelt (plus 1). Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 1199 (plus 1).

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag 65,4 Prozent der Einwohner des Landes. 62,3 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Corona-Impfschutz.

Mecklenburg-Vorpommern rangiert damit im unteren Mittelfeld aller Bundesländer.

Update, 25. September, 14.55 Uhr: Armbänder für Geimpfte und Genesene an Leibniz-Uni ?

Hannover - Studenten und Mitarbeiter der Leibniz-Universität Hannover können einem Medienbericht zufolge künftig bunte Armbänder als Impf- und Genesenen-Nachweise nutzen. Dies sei freiwillig, Ziel sei, die Einlasskontrollen zu beschleunigen, teilte die Universität einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge mit.

Demnach wurden 50.000 Bändchen bestellt, dies habe etwa 15.000 Euro gekostet. Vom 4. Oktober an sollten die Bänder ausgegeben werden, ab dann werde auch kontrolliert. Die Universität war am Samstag für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen.

Im neuen Wintersemester sind wieder viele Präsenzveranstaltungen geplant, dabei gilt nach der niedersächsischen Corona-Verordnung die sogenannte 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Getestete. Nach Vorlage des entsprechenden Nachweises sollten die Bänder an geimpfte und genesene Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiter ausgegeben werden.

Die Hochschulleitung habe sich "nach intensivem Abwägen" für diese Lösung entschieden, sagte Sprecherin Mechthild von Münchhausen der Zeitung. Wer kein Bändchen tragen wolle, könne bei den Kontrollen auch Impf- oder Genesenen-Nachweise vorlegen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss beim Betreten eines Gebäudes ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Auch an der Hochschule Hannover sind die Bänder dem Bericht zufolge im Einsatz.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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