Coronavirus im Norden: Maskenpflicht auf Schulhöfen aufgehoben

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 77.065 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.513 Fälle bekannt, in Bremen 27.174 in Mecklenburg-Vorpommern 44.097 und in Niedersachsen 259.431 Covid-19-Fälle (Stand 18. Juni, 16.59 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

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Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 18. Juni, 18.22 Uhr: Niedersachsen lockert Corona-Verordnung weiter

Hannover - Das Land Niedersachsen lockert erneut seine Corona-Verordnung. So sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz seit fünf Tagen unter 35 liegt, bereits an diesem Wochenende Treffen von bis zu zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten möglich sein, teilte die Staatskanzlei am Freitagabend in Hannover mit.

Hinzu kommen können noch vollständig geimpfte und genesene Personen sowie dazugehörende Kinder unter 14 Jahren.

Nach dem am Dienstag vorgelegten Entwurf soll bei einer Inzidenz unter 10 die Zahl von 10 auf 25 Personen drinnen und 50 Personen draußen erhöht werden.

Treffen darüber hinaus sollen möglich sein, wenn alle Erwachsenen einen negativen Testnachweis haben. Damit wären Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Fußball- oder Grillfeiern, Einschulungsfeiern und Ähnliches möglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen sank am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 5,8, nach 6,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Vortag.

Update, 18. Juni, 16.59 Uhr: Fünf Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 2,8

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag fünf neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das waren acht weniger als am Freitag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land blieb unverändert bei 1146.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 0,4 auf nun 2,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 5,3.

Mit 9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. Im Landkreis Rostock lag dieser Wert bei 0, in den anderen Regionen zwischen 0,9 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 3,8 (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.097; als genesen gelten rund 42.760 Menschen. Derzeit werden 24 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, 3 weniger als am Vortag; 12 Patienten von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, diese Zahl hat sich seit Donnerstag nicht verändert.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 1.316.371 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 51,5 Prozent der Menschen im Nordosten erhielten demnach eine erste Impfung, 32 Prozent auch die notwendige zweite.

Update, 18. Juni, 14.20 Uhr: 28 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz weiter gesunken

Hamburg – Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Freitag um 28 Fälle gestiegen. Das sind sieben mehr als am Donnerstag und fünf weniger als vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 12,7 auf 12,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 17,1 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Inzidenz am Freitag für Hamburg mit 11,0 an.

Laut RKI stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um drei auf 1585. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 77.065 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.600 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Donnerstag 48 Covid-19-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen lagen 23 Corona-Kranke.

Update, 18. Juni, 10.45 Uhr: Maskenpflicht auf Schulhöfen in Niedersachsen aufgehoben

Mundschutzmasken hängen am Lenker eines Fahrrades auf einem Schulhof.
Mundschutzmasken hängen am Lenker eines Fahrrades auf einem Schulhof.  © Boris Roessler/dpa

Hannover – Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen müssen auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen. Die Maskenpflicht in den Außenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilte das Kultusministerium in Hannover am Freitag mit.

Auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten müssten jedoch weiter Masken getragen werden, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

"Mit Blick auf die inzwischen landesweit niedrigen Corona-Inzidenzwerte können wir die Schutzmaßnahmen auch in den Schulen ein wenig lockern und so wieder ein Stück Normalität in die Schulen holen", sagte der SPD-Politiker.

Zugleich appelliere er an die Schulen, nicht nachlässig zu werden. Der Schritt sei möglich, weil Maßnahmen wie die Pflicht zu regelmäßigen Corona-Selbsttests weiter gelten.

Update, 18. Juni, 10.18 Uhr: Günther verteidigt Öffnungskurs in Corona-Pandemie

Kiel/Köln - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) hat den Lockerungskurs bei den Corona-Regeln verteidigt.

"Wir sind jetzt schon umsichtig und haben jeden Öffnungsschritt sorgsam überlegt", sagte der Politiker am Freitag in der Sendung "Frühstart" bei RTL/ntv. "Wir sind bei den Öffnungen bisher nicht zu weit gegangen, sodass das absolut verantwortbar ist. Wir sind vorsichtig und vorbereitet und daher schützen wir uns vor einer Situation wie in Großbritannien."

Ministerpräsident Günther verwies mit Blick auf die Urlaubssaison darauf, dass nur Urlauber mit einem Negativ-Test in sein Bundesland einreisen dürften. "Dadurch habe ich keine Sorgen, dass sich die guten Zahlen verändern werden."

Update 18. Juni, 9.02 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung Hamburg für Ende von Corona-Testpflicht

Hamburg - Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg hat sich für ein Ende der Corona-Testpflicht ausgesprochen. Die Inzidenz gehe zurück, die Impfquote steige und es gebe keine Superspreader-Events, sagte Vorstandschef Walter Plassmann dem Hamburger Abendblatt.

Im Mai seien 27.000 Euro ausgegeben worden, um einen einzigen Infizierten zu finden. "Mit sinkender Inzidenz werden diese Kosten immer größer. Das ist nicht mehr zu verantworten." Außerdem böten die Schnelltests keine Sicherheit, kritisierte Plassmann.

Forscher gingen ihm zufolge davon aus, dass die Zahl der falsch-negativen Ergebnis ebenso groß sei wie die der falsch-positiven Ergebnisse.

Update 18. Juni, 8.46 Uhr: Inzidenzwert in Niedersachsen sinkt immer deutlicher

Hannover – Die Entspannung in der Corona-Pandemie wird immer deutlicher: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Freitag auf 5,8 gesunken - nach 6,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Vortag.

Das ging aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Außerdem meldete das Institut 83 Neuinfektionen, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 3 auf 5724.

In den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Friesland lag die Inzidenz den Angaben zufolge bei Null. Auf den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert kam weiterhin die Stadt Delmenhorst mit 18,1, gefolgt vom Landkreis Holzminden mit 17,0.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 8,4 ebenfalls deutlich unter 10. Dort wurden sieben Neuinfektionen registriert, die Zahl der Todesfälle stieg um einen Fall auf 482.

Update, 18. Juni, 6 Uhr: Hansapark öffnet nach langer Corona-Pause wieder für Besucher

Sierksdorf - Am Freitag (10 Uhr) öffnet der Hansapark in Sierksdorf wieder seine Tore. Auch ohne Corona-Test dürfen dann Besucher nach Angaben des Hansaparks mit mehr als zweieinhalb Monaten Verspätung die Fahrattraktionen und Außenanlagen des Parks wieder nutzen.

In allen Wartebereichen müssen den Angaben zufolge jedoch medizinische Masken getragen werden. Um die Zahl der Besucher zu begrenzen, sei der Eintritt nur mit vorab online gekauften Eintrittskarten möglich, sagte eine Sprecherin des Parks.

Das gelte auch für Gäste mit Saisonkarten.

Update, 17. Juni, 22 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in MV sinkt weiter - Inzidenz bei 3,2

Rostock - Nachdem am Donnerstag landesweit nur vier weitere Corona-Infektionen registriert wurden, ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken.

Wie das Lagus berichtete, liegt sie nunmehr bei 3,2. Das sind 0,8 Punkte weniger als am Mittwoch. Mecklenburg-Vorpommern ist damit weiter Schlusslicht in der Tabelle der Bundesländer.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten stieg damit auf 44.097. Als genesen gelten 42.745 Menschen. Mit Stand Mittwoch wurden noch 27 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, 12 Patienten davon waren auf Intensivstationen. Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gemeldet.

Mit Ausnahme des Kreises Ludwigslust-Parchim, der eine Sieben-Tage-Inzidenz von 10,9 aufweist, liegen nun alle Kreise und kreisfreien Städte unter 4. Die Spanne reicht vom Landkreis Rostock mit 0,0 bis zum Landkreis Vorpommern-Greifswald 3,8.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in MV mit Stand Mittwoch 30,9 Prozent der Menschen vollständig geimpft. Insgesamt wurden bisher 1,29 Millionen Corona-Impfungen im Nordosten gegeben.

Update, 17. Juni, 20 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 5,5

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein auf 5,5 gefallen. Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel von Donnerstag (17. Juni, 18.35 Uhr) hervor.

Am Vortag hatte der Wert noch bei 6,0 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Donnerstag 11,6.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 24 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 32. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden bislang 1618 Todesfälle registriert. Seit Dienstag wurde kein weiterer Todesfall gemeldet.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge weiter bei 38. Auf Intensivstationen wurden wie am Vortag 22 Corona-Patienten behandelt; 19 von ihnen wurden beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind weiterhin die Kreise Pinneberg (11,7) und Stormarn (9,0). In Dithmarschen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz weiterhin bei null - in Flensburg weiter bei 1,1.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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