Coronavirus im Norden: Maskenpflicht auf Schulhöfen aufgehoben

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 77.098 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.556 Fälle bekannt, in Bremen 27.174 in Mecklenburg-Vorpommern 44.099 und in Niedersachsen 259.431 Covid-19-Fälle (Stand 19. Juni, 20.44 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt auf 12,7, kein Kreis mehr über 35
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt auf 12,7, kein Kreis mehr über 35

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 19. Juni, 20.44 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 4,5

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein auf 4,5 gefallen. Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel von Samstag hervor.

Am Vortag hatte der Wert noch bei 5,0 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Samstag 9,3.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 19 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 33. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden bislang 1619 Todesfälle registriert, womit die Zahl unverändert blieb.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge weiter bei 37. Auf Intensivstationen wurden weiterhin 23 Corona-Patienten behandelt; 20 von ihnen wurden beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land bleiben die Kreise Pinneberg (12,3) und Herzogtum Lauenburg (7,6). In Dithmarschen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz weiterhin bei null, in Schleswig-Flensburg bei 1,0.

Update, 19. Juni, 17.15 Uhr: Zwei Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 2,2

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das waren acht weniger als am vergangenen Samstag, wie aus den Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervorging (Stand: 15.17 Uhr). Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle seit Begeinn der Pandemie wurde mit 1148 angegeben. Das sind zwei mehr als am Freitag.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 0,6 auf nun 2,2 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 4,9. Mit 6,6 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. Im Landkreis Rostock lag dieser Wert bei Null, in den anderen Regionen zwischen 0,9 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 2,9 (Rostock).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.099. Als genesen gelten rund 42.785 Menschen. Derzeit werden wie am Freitag 24 Corona-Patienten in Kliniken behandelt. 12 von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, diese Zahl hat sich seit Freitag nicht verändert.

Update, 19. Juni, 12.53 Uhr: 33 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz weiter gesunken

Hamburg - Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Samstag um 33 gestiegen. Das sind 5 mehr als am Freitag, aber 16 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank laut Gesundheitsbehörde von 12,4 auf 11,6 (Stand: 19.6., 11.56 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert noch 15,8 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Inzidenz am Samstag für Hamburg mit 11,4 an.

Laut RKI wuchs die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um einen auf 1586. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 77.098 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.600 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 46 Covid-19-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen lagen 24 Corona-Kranke.

Update, 19. Juni, 9.45 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen wollen in Hannover demonstrieren

Hannover – Unterstützer der sogenannten "Querdenken"-Bewegung wollen an diesem Samstag erneut ihren Unmut über die Corona-Politik auf die Straße tragen.

Auf dem Waterlooplatz in Hannover ist ab 14 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Von dort soll ein Protestzug durch die Stadt führen. Die Polizei rechnet mit einer Teilnehmerzahl im unteren vierstelligen Bereich.

Sie will die Versammlung mit starken Einsatzkräften begleiten, zumal in der Innenstadt am Samstag weitere Versammlungen angekündigt sind. Als Redner bei "Querdenken 511" hat sich unter anderem der Gründer der Bewegung, Michael Ballweg, angekündigt.

Teile der "Querdenken"-Bewegung wurden im Mai vom niedersächsischen Verfassungsschutz zunächst für zwei Jahre zum Verdachtsobjekt bestimmt.

Aufgrund ihrer Merkmale sei sie für rechtsextremistische Organisationen anschlussfähig und weise teilweise Züge verfassungsfeindlichen Denkens auf, heißt es im jüngsten Verfassungsschutzbericht. Immer wieder kam es bei den Demonstrationen zu Übergriffen auf Journalisten.

Die Polizei Hannover hat deshalb eine Schutzzone für Medienvertreter eingerichtet.

Update, 18. Juni, 21.16 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 5,0

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein auf 5,0 gefallen.

Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel von Freitag hervor. Am Vortag hatte der Wert noch bei 5,5 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Freitag 10,3.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 24 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 53. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden bislang 1619 Todesfälle registriert. Damit ist ein Todesfall hinzugekommen.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge bei 37. Auf Intensivstationen wurden 23 Corona-Patienten behandelt; 20 von ihnen wurden beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Pinneberg (11,1) und Herzogtum Lauenburg (9,6). In Dithmarschen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz weiterhin bei null.

Update, 18. Juni, 18.22 Uhr: Niedersachsen lockert Corona-Verordnung weiter

Hannover - Das Land Niedersachsen lockert erneut seine Corona-Verordnung. So sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz seit fünf Tagen unter 35 liegt, bereits an diesem Wochenende Treffen von bis zu zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten möglich sein, teilte die Staatskanzlei am Freitagabend in Hannover mit.

Hinzu kommen können noch vollständig geimpfte und genesene Personen sowie dazugehörende Kinder unter 14 Jahren.

Nach dem am Dienstag vorgelegten Entwurf soll bei einer Inzidenz unter 10 die Zahl von 10 auf 25 Personen drinnen und 50 Personen draußen erhöht werden.

Treffen darüber hinaus sollen möglich sein, wenn alle Erwachsenen einen negativen Testnachweis haben. Damit wären Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Fußball- oder Grillfeiern, Einschulungsfeiern und Ähnliches möglich.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen sank am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 5,8, nach 6,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Vortag.

Update, 18. Juni, 16.59 Uhr: Fünf Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 2,8

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag fünf neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das waren acht weniger als am Freitag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land blieb unverändert bei 1146.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 0,4 auf nun 2,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 5,3.

Mit 9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. Im Landkreis Rostock lag dieser Wert bei 0, in den anderen Regionen zwischen 0,9 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 3,8 (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.097; als genesen gelten rund 42.760 Menschen. Derzeit werden 24 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, 3 weniger als am Vortag; 12 Patienten von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, diese Zahl hat sich seit Donnerstag nicht verändert.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 1.316.371 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 51,5 Prozent der Menschen im Nordosten erhielten demnach eine erste Impfung, 32 Prozent auch die notwendige zweite.

Update, 18. Juni, 14.20 Uhr: 28 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz weiter gesunken

Hamburg – Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Freitag um 28 Fälle gestiegen. Das sind sieben mehr als am Donnerstag und fünf weniger als vor einer Woche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 12,7 auf 12,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch 17,1 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Inzidenz am Freitag für Hamburg mit 11,0 an.

Laut RKI stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um drei auf 1585. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 77.065 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.600 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Donnerstag 48 Covid-19-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen lagen 23 Corona-Kranke.

Update, 18. Juni, 10.45 Uhr: Maskenpflicht auf Schulhöfen in Niedersachsen aufgehoben

Mundschutzmasken hängen am Lenker eines Fahrrades auf einem Schulhof.
Mundschutzmasken hängen am Lenker eines Fahrrades auf einem Schulhof.  © Boris Roessler/dpa

Hannover – Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen müssen auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen. Die Maskenpflicht in den Außenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilte das Kultusministerium in Hannover am Freitag mit.

Auf Fluren, in Treppenhäusern oder auf Toiletten müssten jedoch weiter Masken getragen werden, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

"Mit Blick auf die inzwischen landesweit niedrigen Corona-Inzidenzwerte können wir die Schutzmaßnahmen auch in den Schulen ein wenig lockern und so wieder ein Stück Normalität in die Schulen holen", sagte der SPD-Politiker.

Zugleich appelliere er an die Schulen, nicht nachlässig zu werden. Der Schritt sei möglich, weil Maßnahmen wie die Pflicht zu regelmäßigen Corona-Selbsttests weiter gelten.

Update, 18. Juni, 10.18 Uhr: Günther verteidigt Öffnungskurs in Corona-Pandemie

Kiel/Köln - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) hat den Lockerungskurs bei den Corona-Regeln verteidigt.

"Wir sind jetzt schon umsichtig und haben jeden Öffnungsschritt sorgsam überlegt", sagte der Politiker am Freitag in der Sendung "Frühstart" bei RTL/ntv. "Wir sind bei den Öffnungen bisher nicht zu weit gegangen, sodass das absolut verantwortbar ist. Wir sind vorsichtig und vorbereitet und daher schützen wir uns vor einer Situation wie in Großbritannien."

Ministerpräsident Günther verwies mit Blick auf die Urlaubssaison darauf, dass nur Urlauber mit einem Negativ-Test in sein Bundesland einreisen dürften. "Dadurch habe ich keine Sorgen, dass sich die guten Zahlen verändern werden."

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: