Coronavirus im Norden: Probleme bei Lieferung von Schnelltests für Kitas

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 90.732 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 75.704 Fälle bekannt, in Bremen 32.263 in Mecklenburg-Vorpommern 48.365 und in Niedersachsen 297.465 Covid-19-Fälle (Stand 25. September, 17 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen. Teilweise gilt eine 2G-Regelung.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 25. September, 21.29 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Am Samstag betrug die Zahl der Neufälle je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,4 - nach einem minimal höheren Wert am Freitag. Innerhalb eines Tages wurden 77 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Samstagabend (Stand: 18.53 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 139 Fälle gewesen.

In den Krankenhäusern lagen 68 Covid-19-Patienten - und damit genauso viele wie am Freitag. Auch die Zahl der Viruskranken auf den Intensivstationen blieb unverändert bei 17. Es wurden dort wie schon zuvor 10 Patienten beatmet. Rund 72.000 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie blieb gleich - sie beläuft sich auf 1683.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist danach weiterhin Neumünster mit einem Wert von 71,3. Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 9,0.

Update, 25. September, 17.15 Uhr: Inzidenzwert in Mecklenburg-Vorpommern leicht gestiegen

Rostock - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, kamen 87 Neuinfektionen hinzu, 26 mehr als am Samstag vergangener Woche. Die landesweite Inzidenz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag um 1,9 auf 32,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns liegen nach Angaben des Lagus wie am Freitag 28 Covid-Patienten. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, wurde mit 0,5 Neueinlieferungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen angegeben (minus 0,1). 14 Erkrankte wurden auf einer Intensivstation behandelt (plus 1). Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 1199 (plus 1).

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag 65,4 Prozent der Einwohner des Landes. 62,3 Prozent besitzen demnach einen vollständigen Corona-Impfschutz.

Mecklenburg-Vorpommern rangiert damit im unteren Mittelfeld aller Bundesländer.

Update, 25. September, 14.55 Uhr: Armbänder für Geimpfte und Genesene an Leibniz-Uni ?

Hannover - Studenten und Mitarbeiter der Leibniz-Universität Hannover können einem Medienbericht zufolge künftig bunte Armbänder als Impf- und Genesenen-Nachweise nutzen. Dies sei freiwillig, Ziel sei, die Einlasskontrollen zu beschleunigen, teilte die Universität einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge mit.

Demnach wurden 50.000 Bändchen bestellt, dies habe etwa 15.000 Euro gekostet. Vom 4. Oktober an sollten die Bänder ausgegeben werden, ab dann werde auch kontrolliert. Die Universität war am Samstag für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen.

Im neuen Wintersemester sind wieder viele Präsenzveranstaltungen geplant, dabei gilt nach der niedersächsischen Corona-Verordnung die sogenannte 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Getestete. Nach Vorlage des entsprechenden Nachweises sollten die Bänder an geimpfte und genesene Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiter ausgegeben werden.

Die Hochschulleitung habe sich "nach intensivem Abwägen" für diese Lösung entschieden, sagte Sprecherin Mechthild von Münchhausen der Zeitung. Wer kein Bändchen tragen wolle, könne bei den Kontrollen auch Impf- oder Genesenen-Nachweise vorlegen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss beim Betreten eines Gebäudes ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Auch an der Hochschule Hannover sind die Bänder dem Bericht zufolge im Einsatz.

Update, 25. September, 12.48 Uhr: Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Patienten in Niedersachsen sinkt

Hannover - Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern sinkt leicht. Der sogenannte Hospitalisierungswert, der als Leitindikator zur Bewertung der Corona-Lage im Land herangezogen wird, lag am Samstag bei 3,1 - einen Tag zuvor hatte die Landesregierung den Wert mit 3,2 angegeben. Die Maßzahl gibt die landesweiten Klinikeinweisungen von Covid-19-Erkrankten je 100.000 Einwohner im Verlauf der jeweils zurückliegenden sieben Tage an.

Die registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus sanken hingegen weiter. Laut Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen am Samstag bei 47,5 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche zusätzlich mit dem Erreger an.

Am Vortag hatte der Wert noch bei 49,3 gelegen. Die landesweite Corona-Auslastung der Intensivstationen nahm den Angaben zufolge leicht ab: 5,0 (Freitag: 5,2) Prozent der Bettenkapazität auf Intensivstationen war zuletzt mit Covid-19-Patienten belegt.

Update, 25. September, 12.29 Uhr: Corona-Schnelltests für Kitas verzögert an Kommunen ausgeliefert

Bei den sogenannten Lolli-Tests gab es einen Engpass in Niedersachsen. (Symbolbild)
Bei den sogenannten Lolli-Tests gab es einen Engpass in Niedersachsen. (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Vechta - Erhebliche Verzögerungen hat es einem Zeitungsbericht zufolge wiederholt bei der Versorgung von Kommunen mit Corona-Schnelltests für Kita-Kinder gegeben.

"Die Verzögerungen bei der Belieferung betreffen nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover nach dem Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung und der Münsterländischen Tageszeitung.

Der Lieferant habe die vereinbarten Lieferzeitpunkte nicht eingehalten, die Lieferungen seien mehrfach kurzfristig verschoben worden und die Schnelltests "deutlich verspätet" im Zentrallager des Landes eingetroffen.

Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz sinkt weiter

Zusätzlich seien wegen veränderter Packmaße mehr Fahrzeuge zur Auslieferung nötig gewesen, sagte die Sprecherin. Die Auslieferungen erfolgten grundsätzlich mit Unterstützung von Fahrern der Hilfsorganisationen, die aber "im Auslieferungszeitraum nicht immer in ausreichender Zahl zur Verfügung standen".

Dem Bericht zufolge spitzte sich die Lage zuletzt im Landkreis Vechta zu, der Bestand an Lolli-Tests sei in einigen Betreuungseinrichtungen so knapp geworden, dass die Tests "zeitlich gestreckt wurden und die Vorgabe des Landes nicht eingehalten werden konnte", sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung. Mit einer neuen Lieferung, die am Freitag eingetroffen sei, könne wieder dreimal wöchentlich getestet werden.

Update, 25. September, 12.19 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt leicht auf 59,4

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Samstag leicht gestiegen. Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erhöhte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 59,0 auf 61,2. Vor einer Woche hatte der Wert aber noch 67,4 betragen.

Am Samstag kamen 191 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 34 mehr als am Freitag. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.732 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 84.700 von ihnen gelten als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 110 Covid-19-Patienten behandelt, 3 weniger als am Donnerstag. 46 von ihnen lagen auf Intensivstationen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich den Angaben zufolge um 2 auf 1717.

Bis einschließlich Donnerstag wurden 1.316.241 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,1 Prozent der Bevölkerung. 1.248.355 Menschen oder 67,4 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Bundesweit sind 67,6 Prozent der Bevölkerung wenigstens einmal und 63,7 Prozent vollständig geimpft.

Update, 24. September, 21.52 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter rückläufig

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut gesunken.

Am Freitag betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,6 - nach 31,3 am Donnerstag. Innerhalb eines Tages wurden 139 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Donnerstagabend (Stand: 19.07 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 146.

In den Krankenhäusern lagen 68 Covid-19-Patienten, davon 17 auf der Intensivstation. Es wurden dort wie schon zuvor 10 Patienten beatmet. Rund 71.900 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie stieg erneut um einen auf jetzt 1683.

Negativer Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin in Neumünster mit einem Wert von 65,1 (Donnerstag: 68,8). Den niedrigsten Wert verzeichnete Nordfriesland mit 11,4.

Update, 24. September, 18.14 Uhr: 2G in Hamburg jetzt ohne Maskenpflicht

In Lokalitäten, wo das 2G-Modell genutzt wird, kann wieder uneingeschränkt gefeiert werden.
In Lokalitäten, wo das 2G-Modell genutzt wird, kann wieder uneingeschränkt gefeiert werden.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – In vielen Hamburger Clubs, Bars, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen fällt am Samstag (0 Uhr) die Maskenpflicht.

Für Teilnehmer am sogenannten 2G-Modell gibt es auch keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der Besucher oder Teilnehmer einer Veranstaltung.

Wo also nur Geimpfte und Genesene hinein dürfen, kann abstandslos und ohne Maske bis auf den letzten Platz gefeiert, getanzt, Filme und Theater geschaut oder bei sportlichen Wettkämpfen mitgefiebert werden.

Eine entsprechende Eindämmungsverordnung des Senats war am Freitag erlassen worden.

Auf Wochenmärkten entfällt zudem die Maskenpflicht für Verkäufer. Für Kunden gilt sie aber wie in Supermärkten weiter.

Außerdem können negative Corona-Test-Bescheinigungen vom Arbeitgeber von Ungeimpften nur noch für berufliche Zwecke verwendet werden, also beispielsweise nicht mehr für einen Besuch im Kino.

Hamburg hatte das 2G-Optionsmodell als erstes Bundesland Ende August eingeführt. Die neue Verordnung soll bis zum 23. Oktober gelten.

Für Betriebe oder Veranstaltungen, an denen nach dem 3G-Modell neben Geimpften und Genesenen weiterhin auch ungeimpfte negativ Getestete teilnehmen dürfen, bleibt bis auf Weiteres alles beim Alten.

Update, 24. September, 13.17 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz sinkt leicht auf 59,4

Hamburg - Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am Freitag leicht gesunken. Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verringerte sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 59,4 auf 59,0. Vor einer Woche hatte der Wert noch 68,9 betragen.

Am Freitag kamen 157 neu nachgewiesene Corona-Fälle hinzu. Das sind 60 weniger als am Donnerstag und 8 weniger als vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 90.541 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 84.400 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Donnerstag 113 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als am Mittwoch. 46 von ihnen lagen auf Intensivstationen, drei mehr als am Vortag. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich laut RKI um 2 auf 1715.

Bis einschließlich Donnerstag wurden 1.316.241 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 71,1 Prozent der Bevölkerung. 1.248.355 Menschen oder 67,4 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Bundesweit sind 67,6 Prozent der Bevölkerung wenigstens einmal und 63,7 Prozent vollständig geimpft.

Update, 23. September, 21.27 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist weiter zurückgegangen. Am Donnerstag betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 31,3 - nach 32,8 am Mittwoch.

Innerhalb eines Tages wurden 146 neue Corona-Fälle registriert, wie aus den Daten vom Donnerstagabend (Stand: 19.13 Uhr) hervorgeht. Tags zuvor waren es 182.

In den Krankenhäusern wurden 61 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 16 auf der Intensivstation lagen. Es wurden dort 10 Patienten beatmet (Mittwoch: 11). Rund 71.700 Menschen gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit dem Beginn der Pandemie stieg um einen auf 1682.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster mit 68,8 (Mittwoch: 77,6). Den niedrigsten Wert verzeichnete weiterhin Schleswig-Flensburg mit unverändert 11,3.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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