Coronavirus im Norden: Zweite Infektions-Welle hat Pflegeheime erreicht

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, Deutschland befindet sich mitten in der zweiten Corona-Welle.

Ein Corona-Patient wird auf einer Isolierstation behandelt.
Ein Corona-Patient wird auf einer Isolierstation behandelt.  © Peter Kneffel/dpa

Am 23. März wurde erstmals ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen. Anschließend einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Seit Montag, 2. November, gelten nun neue Beschränkungen: Bis Ende des Monats sollen alle Restaurants und Kneipen geschlossen bleiben, auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-, Fitnessstudios und Kinos sind betroffen. Offen sind dagegen noch Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die bisherigen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 10. November, 8.15 Uhr: Zweite Corona-Welle hat die Pflegeheime erreicht

Pflegeheime sind immer öfter von Corona-Ausbrüchen betroffen. (Symbolbild)
Pflegeheime sind immer öfter von Corona-Ausbrüchen betroffen. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Neumünster – Die zweite Corona-Welle hat nach Einschätzung der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein inzwischen auch die Pflegeeinrichtungen erreicht. 

Solche Einrichtungen seien immer häufiger von Ausbrüchen betroffen, sagte Kammerpräsidentin Patricia Drube der Deutschen Presse-Agentur. Das Heim Steertpooghof in Norderstedt mit mindestens 33 coronainfizierten Heimbewohnern und zwölf Todesfällen nach Covid-19-Erkrankungen sei aber in dieser Dimension zum Glück ein Einzelfall. 

Die Einrichtungen sind laut Drube wesentlich besser auf das Coronavirus vorbereitet als im Frühjahr. Damals waren nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur etwa die Hälfte der Corona-Toten Heimbewohner.

Update, 9. November, 20.48 Uhr: 215 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist über den Wert von 10.000 gestiegen. 

Nach Angaben der Landesregierung von Montagabend wurden binnen eines Tages 215 Neuinfektionen gemeldet - am Vortag waren es 177. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 auf 205. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 10.212 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 126 Covid-19-Patienten. Am Sonntag waren es 120.

Update, 9. November, 17.32 Uhr: 46 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 46 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 

Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 3785. Am Sonntag wurden den Angaben zufolge noch 52 Neuinfektionen gemeldet.

Am meisten Neuinfektionen gab es am Montag demnach mit 20 im Landkreis Nordwestmecklenburg, gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 12. 

Update, 9. November, 17.30 Uhr: Heimbewohner in Norderstedt gestorben

Norderstedt/Bad Segeberg - Die Zahl der nach einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims "Steertpooghof" in Norderstedt ist auf zwölf gestiegen. 

Wie der Kreis Segeberg am Montag mitteilte, handelte es sich beim aktuellsten Todesfall um eine 82 Jahre alte Frau. Allein in dem Heim hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert.

Insgesamt erhöhte sich die Gesamtzahl der Gestorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg um 2 auf 23 Fälle. Im DRK-Seniorenzentrum in Kaltenkirchen starb ein 96 Jahre alter Bewohner. 

Es war der dritte Todesfall in diesem Zusammenhang in der Einrichtung.

Update, 9. November, 16.54 Uhr: Tui bietet Corona-Schnelltest für Kanaren

Hannover - Ab diesem Samstag müssen deutsche Urlauber auch im Nicht-Risikogebiet Kanarische Inseln einen negativen Corona-Test nachweisen - Tui bietet vorab Schnell-Analysen an.

Der Antigen-Test lässt sich selbst von zu Hause aus machen, dazu gehört auch eine kurze Online-Beratung durch medizinisches Personal, teilte das Unternehmen am Montag in Hannover mit. Die Bescheinigung sei für die anschließende Reise anerkannt, erklärte der Manager Hubert Kluske. 

Die Kanaren sind - anders als der gesamte Rest Spaniens - vom Robert Koch-Institut derzeit nicht als Region mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko für Sars-CoV-2 eingestuft. 

Update, 9. November, 13.45 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter

Hannover – Die Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen hat sich am Montag etwas verlangsamt. So stieg die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle im Vergleich zum Vortag um 677 auf 46 983, wie das Sozialministerium im Internet bekanntgab. 

Am Sonntag waren noch 1320 neue Fälle hinzugekommen. Gleichzeitig überschreiten immer mehr Landkreise und kreisfreie Städte die kritische Schwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Nur noch 6 von 45 Regionen im Land lagen unter diesem Wert, einen Tag zuvor waren es noch 10.

Landesweit erreicht derweil die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen festgestellten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner 102,0, einen Tag zuvor waren es 102,2. Ab einer Schwelle von 50 neuen Ansteckungen gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. 

Am höchsten fällt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 318,7 aus, am niedrigsten im Landkreis Holzminden mit 28,4.

Update, 9. November, 13 Uhr: 298 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen hat sich am Montag um 298 erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg von 163,4 am Vortag auf 165,9 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte (Stand: 12.01 Uhr). 

Am Sonntag waren 285 Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 17 437 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 10.200 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen.

Aktuelle Zahlen zur Krankenhausbelegung lagen am Montag nicht vor. Mit Stand Freitag wurden in Hamburger Kliniken 240 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, auf Intensivstationen lagen 58 Patienten. Die Zahl der Corona-Toten blieb unverändert. Demnach starben nach amtlichen Angaben seit Beginn der Pandemie in Hamburg 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte mit Stand Montag, 0 Uhr, für die Hansestadt unverändert 304 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 9. November, 11.43 Uhr: Ida-Ehre-Schule weiter geschlossen

Hamburg – Nach einem Corona-Reihentest bei allen Schülern und Schulbeschäftigten ist die Ida-Ehre-Schule in Hamburg-Eimsbüttel weiter geschlossen. 

Zunächst müssten die Testergebnisse abgewartet werden, sagte ein Sprecher der Schulbehörde der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Wir erwarten die Ergebnisse der Testungen heute und in den nächsten Tagen." Der Betrieb der Schule sei bereits am vergangenen Freitag auf Distanzunterricht umgestellt worden. Die Ida-Ehre-Schule ist den Angaben zufolge die erste Schule in Hamburg, die coronabedingt den Präsenzunterricht komplett einstellen musste.

Am Freitag hätten sich rund 1300 Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte freiwillig testen lassen. "Bis zum Vorliegen der Ergebnisse sind alle Beteiligten in Quarantäne», sagte Albrecht. Bis Freitag seien bereits 17 Infektionen bei Schülern und Schulpersonal nachgewiesen worden, «verteilt aber auf verschiedene Jahrgänge".

Update, 9. November, 10 Uhr: Lage in den Kliniken wird schwieriger

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, sorgt sich um die zunehmende Zahl von Corona-Patienten.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, sorgt sich um die zunehmende Zahl von Corona-Patienten.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist besorgt wegen der zunehmenden Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, die möglicherweise bald die Zahlen im Frühjahr übertreffen werden. Die Lage werde schwieriger, sagte er im Interview mit der "Hamburger Morgenpost". 

Schon im Frühjahr seien Intensivkapazitäten begrenzt gewesen, weshalb planbare Eingriffe verschoben wurden. "Das ist in den Kliniken letztlich auch eine Frage des Personals. Wir müssen an die Belastung und Gesundheit der Beschäftigten denken." Es gehe deshalb nun darum, mit dem Teil-Lockdown das Infektionsgeschehen stark abzubremsen.

Gleichzeitig nannte er die Berichte aus der Impfstoffentwicklung "ermutigend". So gebe es eine Reihe an Wirkstoffen, die bereits in der klinischen Prüfung seien. "Das ist mehr als man im Frühjahr erwarten konnte." Dennoch werde es noch dauern, bis tatsächlich ein Impfstoff da ist und eine ausreichende Zahl an Personen geimpft ist.

Hoffnung auf Weihnachten ohne Corona-Regeln machte Tschentscher nicht. "Wir werden wahrscheinlich auch Ende Dezember noch generelle Beschränkungen haben. Alles hängt davon ab, wie gut es uns jetzt gelingt, die Infektionsdynamik zu bremsen."

Am Wochenende war die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen um 877 auf 17 139 gestiegen. Am Freitag wurden 240 an Covid-19 erkrankte Menschen in Krankenhäusern behandelt, 58 von ihnen auf Intensivstationen. Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zufolge sind derzeit 572 von insgesamt 740 Intensivbetten in Hamburg belegt.

Update, 9. November, 7.48 Uhr: Im Sommer deutlich weniger Kurzarbeit im Norden

Wegen des von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdowns müssen Gaststätten im November geschlossen bleiben.
Wegen des von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdowns müssen Gaststätten im November geschlossen bleiben.  © Frank Molter/dpa

Kiel – Rund 30.500 Betriebe in Schleswig-Holstein haben von März bis Oktober für insgesamt 353.600 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. 

Die am stärksten betroffenen Branchen waren im Zuge der Corona-Pandemie der Einzelhandel ohne den Lebensmittelbereich, das Gaststättengewerbe, das Gesundheitswesen, der Großhandel und der Bau, wie aus Angaben der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit hervorgeht. 

Tatsächlich geleistet wurde Kurzarbeit nach den aktuellsten Zahlen im Juli von 64.700 Beschäftigten in 9100 Betrieben. Damit gab es in jedem neunten Betrieb im Land Kurzarbeit.

Zum Frühjahr bedeutete dies einen deutlichen Rückgang, denn im April arbeiteten noch 154 300 Beschäftigte in 20.900 Betrieben kurz. Die Gesamtausgaben für Kurzarbeit summierten sich bis zum 25. Oktober auf 410 Millionen Euro.

"In den vergangenen Monaten hatte sich die Situation für einige Branchen in Schleswig-Holstein wieder etwas entspannt", erläuterte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. "Sie konnten von den Corona-Lockerungen profitieren und haben daher ihre Kurzarbeit häufig reduziert oder sogar beendet. 

Infolge der aktuellen Pandemie-Entwicklung mit dem Teil-Lockdown seit dem 2. November könne es nun wieder notwendig werden, Kurzarbeit neu anzuzeigen. Dies sei erforderlich, wenn sie mindestens drei Monate lang unterbrochen wurde. Nachträgliche Anzeigen könnten nicht berücksichtigt werden, äußerte Haupt-Koopmann in Richtung Unternehmen.

Update, 9. November, 6.17 Uhr: 177 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Sonntagabend binnen eines Tages 177 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - am Vortag waren es 233. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1 auf 201. 

Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 9997 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 120 Covid-19-Patienten. Am Samstag waren es 124.

Update, 8. November, 17.22 Uhr: 52 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 52 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. 

Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Ansteckungen auf mindestens 3741. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie stieg um einen neuen Fall auf 30.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Erkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, erhöhte sich landesweit von 49,1 auf 49,7. Damit ist das Land weiter als bundesweit einziges nicht Risikogebiet. 

Mit jeweils 17 meldeten der Landkreis Vorpommern-Rügen und die Hansestadt Rostock die meisten neuen Fälle. 

Update, 8. November, 13.30 Uhr: Gesundheitsbehörde rät zur Führung eines Kontakttagebuchs

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) empfiehlt der Bevölkerung, auf Kontakte zu verzichten.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) empfiehlt der Bevölkerung, auf Kontakte zu verzichten.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg – Die Gesundheitsbehörde in Hamburg hat dazu aufgerufen, ein Kontakttagebuch zu führen, um im Falle einer unbemerkten Ansteckung mit Sars-Cov-2 dennoch alle Kontakte nachvollziehen zu können. 

Ein solches Tagebuch helfe dabei, im Ernstfall alle nötigen Kontakte schnell an das Gesundheitsamt weitergeben zu können, teilte die Behörde am Sonntag mit. 

Dabei gehe es nicht darum, alltägliche Kontakte mit der Familie, den direkten Kolleginnen und Kollegen im Büro oder den Mitschülern zu notieren. Im Vordergrund stünden Anlässe, Treffen oder Situationen, bei denen ein unvermeidlicher Kontakt mit anderen Menschen auf engem Raum entstehe. 

Nach Ansicht der Behörde ist der Aufwand dafür in der gegenwärtigen Situation, in der Kontakte möglichst ohnehin reduziert sein sollten, überschaubar.

Zudem sind den Angaben zufolge einige Anpassungen an der seit dem 2. November gültigen Corona-Eindämmungsverordnung vorgenommen worden. Unter anderem müssen nun auch Hafenrundfahrten, Stadtrundfahrten und vergleichbare Fahrten zu touristischen Zwecken unterbleiben. Seniorentreffpunkte und Seniorengruppen gehören nun auch zu den Einrichtungen, die nicht mehr für den Publikumsverkehr öffnen können. 

Konkretisiert wurde zudem, dass Angebote der Freizeitgestaltung und Hobbyausübung auch untersagt sind, wenn sie bei Bildungseinrichtungen angeboten werden. Im Lehrplan vorgesehene sportliche Betätigung als Teil schulischer, akademischer oder beruflicher Bildung sei aber weiter zulässig.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 8. November, 12.13 Uhr: 285 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Sonntag um 285 erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg leicht von 163,3 am Vortag auf 163,4 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntagvormittag im Internet mitteilte. Am Samstag waren 592 Neuinfektionen gemeldet worden. 

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 17.139 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 10.000 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Freitag - 240 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 5 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen weiterhin 58 Patienten. 

Seit Beginn der Pandemie starben in Hamburg nach amtlichen Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte am Sonntag, Stand 0 Uhr, für die Hansestadt 304 Tote, sechs mehr als am Vortag.

Update, 8. November, 9.26 Uhr: Ärztekammer mahnt Corona-Zweifler in eigenen Reihen

Rostock – Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommerns setzt sich nach Angaben des Vorstandes kritisch mit sogenannten Corona-Kritikern in den eigenen Reihen auseinander und mahnt zu Sachlichkeit in der Debatte. 

"Selbstverständlich gilt auch für Ärzte die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit. Die Kammer toleriert aber kein ärztliches Handeln, das gegen medizinische und ethische Grundlagen des Berufs verstößt", betonte Kammer-Vizepräsident Wilfried Schimanke. 

Wegen der besonderen Stellung der Ärzteschaft in der Gesellschaft, dem Gewicht des ärztlichen Wortes und angesichts immer noch unbefriedigender Kenntnisse zum Coronavirus seien Zurückhaltung und Bedachtsamkeit geboten. 

Schimanke reagierte damit auf zum Teil drastische Kritik aus der Ärzteschaft an Schutzvorkehrungen in der Corona-Pandemie.

Update, 7. November, 23.14 Uhr: 233 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 233 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - am Vortag waren es 274. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter 200. 

Wie die Regierung am Samstagabend weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 9820 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 

Im Krankenhaus behandelt wurden den Angaben zufolge 124 Covid-19-Patienten. Am Freitag waren es 118.

Update, 7. November, 18.03 Uhr: 111 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 111 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Ansteckungen auf mindestens 3689. 

Es wurden keine neuen Todesfälle gemeldet. Damit bleibt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie bei 29.

Die 7-Tages-Inzidenz erhöhte sich landesweit leicht von 47,8 auf 49,1. Damit zählt das Land weiterhin als bundesweit einziges nicht als Risikogebiet. 

Landesweit gelten laut Lagus 2160 aller Infizierten als genesen. 296 Patienten werden stationär behandelt, 40 von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 7. November, 12.20 Uhr: Tschentscher gegen Corona-Tests ohne Anlass

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich mit Blick auf die mehr als ausgelasteten Labore erneut gegen Corona-Tests ohne Anlass ausgesprochen. 

"Wir können nicht beliebig viel testen, sondern müssen gezielt vorgehen", sagte Tschentscher dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Wer keine Symptome hat, muss in der Regel nicht getestet werden." Es sei entscheidend, dass die Virusausbreitung eingedämmt werden könne.

Lockerungen der derzeitigen Corona-Regeln werden Tschentscher zufolge erst wieder möglich sein, wenn die Neuinfektionsrate auf einen Bereich von etwa 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zurückgegangen ist. "Weil es den Gesundheitsämtern dann wieder besser gelingt, Kontakte ausreichend nachzuverfolgen."

Wie die Lage im Sommer aussehen werde, konnte Tschentscher nicht sagen. Er selbst habe noch keinen Sommerurlaub gebucht, weil er nicht so weit in die Zukunft plane. "Die Lage wird sich im Frühjahr wohl verbessern, aber es ist nicht sicher, dass wir im Sommer schon wieder frei reisen können."

Update, 7. November, 12.18 Uhr: 592 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Samstag um 592 erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg von 153,0 auf 163,3 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12 Uhr) mitteilte. Am Donnerstag war mit 647 Neuinfektion ein Tageshöchstwert erreicht worden. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 16.854 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9900 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Freitag - 240 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 5 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen weiterhin 58 Patienten. Seit Beginn der Pandemie starben in Hamburg nach amtlichen Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte am Samstag für die Hansestadt unverändert 298 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 7. November, 11.27 Uhr: Erste Einrichtungen im Norden nutzen Corona-Schnelltests

Ein Mann hält einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus in einem Pflegeheim in den Händen.
Ein Mann hält einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus in einem Pflegeheim in den Händen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Kiel – In ersten Einrichtungen in Schleswig-Holstein kommen nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits Corona-Schnelltests zum Einsatz. 

"Insgesamt ist die Beschaffung der Tests derzeit im Aufbau", sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. In Krankenhäusern und Altenheimen soll es regelmäßige Tests des Personals und der Besucher geben.

Mitte Oktober war eine neue Corona-Testverordnung des Bundes in Kraft getreten. Bewohner von Pflegeheimen, ihre Besucher und Beschäftigte sowie Menschen im Gesundheitswesen sollen verstärkt auf Corona getestet werden. 

Zum Einsatz kommen sollen dabei vor allem sogenannte Antigen-Schnelltests. Ein Ergebnis liegt nach Angaben verschiedener Hersteller in 15 bis 30 Minuten vor.

Update, 7. November, 11.10 Uhr: Neue Corona-Schnelltests in Niedersachsen angelaufen

Hannover – Zum Schutz vor Infektionen ist auch in Niedersachsen der Einsatz neuer Corona-Antigen-Schnelltests in Pflegeheimen angelaufen. 

Begonnen wurde damit unter anderem in privaten Heimen, etwa im Seniorenpflegeheim Lindenriek in Burgwedel, wie der Betreiber mitteilte. Eine Übersicht, wie viele Heime bereits testen, hat das Land aber nicht, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

Nach einer seit Mitte Oktober geltenden Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) können die neuen Antigen-Schnelltests vor allem in Kliniken und Pflegeheimen auf breiter Front kommen. Sie sollen dazu beitragen, Bewohner, Personal und Besucher besser zu schützen. Die Einrichtungen müssen ein Test-Konzept erstellen, in Pflegeheimen sind bis zu 20 Tests pro Monat pro Bewohner möglich, wie das Bundesministerium erläuterte.

Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Die Tests liefern bereits nach rund einer halben Stunde ein Ergebnis, gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Vornehmen müssen sie medizinisch geschultes Personal. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Die Stadt Braunschweig teilte mit, dort habe man bei den Antigen-Schnelltests in erster Linie die Heime im Blick. "Die Bewohnerinnen, Besucher sowie die Beschäftigten sind in der Corona-Pandemie besonders gefährdet und betroffen, und zugleich leiden die Menschen unter den Besuchsverboten", erklärte Sozialdezernentin Christine Arbogast. Es sei aber nicht geplant oder machbar, solche Tests flächendeckend in Braunschweig einzuführen.

Update, 7. November, 7.33 Uhr: Kliniken auf Belastung durch Covid-19-Patienten vorbereitet

Rostock – Die großen Kliniken in MV haben sich auf ein mögliches hohes Aufkommen von Corona-Intensivpatienten vorbereitet. 

Die Zahl der Intensivbetten könne kurzfristig erhöht werden, teilten die Kliniken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Laut Robert-Koch-Institut gibt es im Land 733 Intensivbetten. Teilweise bereite jedoch die enge personelle Situation Sorgen.

Beatmete Covid-19-Patienten seien extrem pflege- und betreuungsintensiv und erforderten hochkompetentes Personal, sagte der ärztliche Vorstand der Unimedizin Rostock, Christian Schmidt. 

"Wir haben zusätzliches ärztliches und pflegerisches Personal intensivmedizinisch geschult." Angelernte Kräfte könnten das Fachpersonal entlasten, aber keine beatmeten Patienten eigenverantwortlich versorgen, sagte Schmidt.

Update, 7. November, 7.31 Uhr: Verstärkte Kontrollen am Wochenende in Niedersachsen

Oldenburg –  Angesichts steigender Krankenzahlen trotz des erneuten Teil-Lockdowns überprüft die Polizei in Niedersachsen am Wochenende verstärkt, ob die Corona-Regeln eingehalten werden.

Im Kreis Cloppenburg, der nach wie vor der am meisten belastete Landkreis in Niedersachsen ist, kündigte Landrat Johann Wimberg intensive Kontrollen von Polizei und Ordnungsbehörden an. Am Freitag lag der sogenannte Inzidenz-Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angibt, im Kreis Cloppenburg bei 306,4. Auch die Anzahl der Menschen, die mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus lag, stieg nach Angaben des Landkreises weiter deutlich an.

Landrat Wimberg rief die Menschen zu Solidarität und Verantwortungsbewusstsein auf. Cloppenburg hatte vor rund sieben Wochen als erster Landkreis in der zweiten Corona-Welle in Niedersachsen die 50er-Schwelle überschritten. Seitdem sanken die Zahlen nicht nennenswert.

Auch in Hannover will die Polizei verstärkt kontrollieren, unter anderem soll intensiv an den Haltestellen von Bussen und Bahnen überprüft werden, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. In Hannover und anderswo fielen nach Angaben der Polizei in den vergangenen Tagen immer wieder Fahrgäste auf, die keine Masken trugen. 

Seit Anfang September wurden bei Schwerpunktkontrollen der Polizeiinspektionen in der Region Hannover etwa 5000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt, überwiegend an Haltestellen.

Update, 7. November, 7.27 Uhr: Gesundheitsämter am Limit

Kiel – Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen sind auch Gesundheitsämter im Norden an ihre Belastungsgrenzen gekommen. 

Obwohl vielerorts seit dem Frühjahr neues Personal unter anderem zur Nachverfolgung von Kontakten eingestellt worden ist, reichen die personellen Kapazitäten nicht überall aus, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Gesundheitsämtern in Schleswig-Holstein ergab. 

Einige Kommunen haben Unterstützung durch die Bundeswehr angefordert oder bereits erhalten. Auch Landesbeamte helfen bei der Nachverfolgung des Infektionsgeschehens. Dennoch können nicht alle Kontakte ermittelt werden. 

Zudem werden zahlreiche Pflichtaufgaben der Gesundheitsämter nicht im üblichen Umfang angeboten, wie die Umfrage ergab.

Update, 6. November, 21.28 Uhr: 274 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - 6 weitere Tote

Kiel - In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 274 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 6 - auf 200. 

Wie die Regierung am Freitagabend weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 9587 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 220 gelegen, davor bei 262.

Update, 6. November, 17.26 Uhr: Landesamt: 139 Neuinfektionen und fünf Todesfälle in MV

Rostock - Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 139 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 3578. Zudem meldeten die Landkreise und kreisfreien Städte dem Lagus fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, wie eine Sprecherin mitteilte.

Darunter sind zwei Fälle in Schwerin, von denen die Landeshauptstadt bereits am Donnerstagabend berichtete. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte starben zwei Frauen im Alter von 85 und 71 Jahren, in Rostock ein 81 Jahre alter Mann. Alle hatten schwere Vorerkrankungen, hieß es. Damit stieg im Land die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie auf 29.

Die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Erkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, verringerte sich landesweit leicht von 50,0 auf 47,8. Damit zählt das Land weiterhin als bundesweit einziges nicht als Risikogebiet. Die meisten Neuinfektionen meldeten am Freitag der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Stadt Rostock mit jeweils 29 Fällen. Die höchsten Inzidenzwerte haben derzeit Vorpommern-Greifswald (83,6), Schwerin (73,2) und Vorpommern-Rügen (71,2), die wie Nordwestmecklenburg (52,8) als Risikogebiete zählen.

Landesweit gelten laut Lagus 2097 aller Infizierten als genesen. 289 Patienten werden stationär behandelt, 39 von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 6. November, 16.29 Uhr: Antrag gegen Schließung von Fitnessstudios abgewiesen

Hamburg - Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Eilanträge von Betreibern mehrerer Fitnessstudios und eines Tattoo-Studios abgelehnt, die sich nach dem neuen Teil-Lockdown gegen ihre Schließung wehrten. 

Wie die Kammer am Freitag mitteilte, verstößt die seit Montag geltende Regelung nicht gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. 

Zudem sei davon auszugehen, dass die Maßnahme einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus leiste. 

Gegen die Entscheidung können die Antragsteller jeweils Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben.

Update, 6. November, 15.34 Uhr: Niedersächsische Corona-Hotline länger erreichbar

Hannover - Die Corona-Hotline der niedersächsischen Landesregierung ist künftig länger erreichbar als bisher. 

Die Sprechzeiten wurden von montags bis freitags um eine Stunde sowie am Wochenende um zwei Stunden ausgeweitet, teilte am Freitag das Innenministerium in Hannover mit. An die Hotline können sich Menschen wenden, die zu den coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens Fragen haben. 

An Wochentagen ist die Hotline (0511/120-6000) künftig von 8 bis 19 Uhr erreichbar, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.

Update, 6. November, 13 Uhr: 485 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Freitag um 485 erhöht. 

Der Sieben-Tage-Wert stieg von 149,1 auf 153,0 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12.00 Uhr) mitteilte. Am Donnerstag war mit 647 Neuinfektion ein Tageshöchstwert erreicht worden. 

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 16.262 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9900 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Donnerstag - 235 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 8 mehr als am Vortag. 

Auf Intensivstationen liegen 58 Patienten, 6 mehr als am Mittwoch. Seit Beginn der Pandemie starben in Hamburg nach amtlich Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. 

Das RKI zählte am Freitag für die Hansestadt 298 Tote, das sind 2 mehr als am Vortag.

Update, 6. November, 9.30 Uhr: Länder bereiten sich auf Corona-Impfungen vor

Drei mögliche Corona-Impfstoffe soll es bald geben. (Symbolbild)
Drei mögliche Corona-Impfstoffe soll es bald geben. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bremen/Hannover – Mitten in der Pandemie treiben Bremen und Niedersachsen die Vorbereitungen für Corona-Impfungen voran. 

Der Bund habe die Länder aufgefordert, "zeitnah" eine Strategie für die Lagerung und Verteilung eines Corona-Impfstoffs zu erarbeiten, sagte ein Sprecher von Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) dem "Weser-Kurier" (Freitag). Bundesweit soll es demnach 60 Logistikstandorte geben, an die der Impfstoff geliefert wird. 

Auch sollten Impfzentren eingerichtet werden. Auch in Niedersachsen liefen die Vorbereitungen «auf Hochtouren", sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Die SPD-Politikerin erklärte: "Wir können Stand heute aber noch nicht sagen, wann die ersten Impfdosen bereitstehen werden und für welche Gruppen der Impfstoff empfohlen wird." 

Dem Bericht zufolge gibt es nach Angaben des Ministeriums für Niedersachsen drei mögliche Impfstoffe, die in einigen Wochen zur Verfügung stehen könnten. Die Vorbereitungen umfassen demnach unter anderem die Planung und den Aufbau der Impfzentren.

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Update, 6. November, 7 Uhr: Trotz Corona-Beschränkungen viele Recyclinghöfe weiter geöffnet

Lübeck – Trotz der Corona-Beschränkungen im November bleiben die Wertstoff- und Recyclinghöfe in den kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins geöffnet. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Abfallwirtschaftsbetrieben in Lübeck, Kiel, Neumünster und Flensburg.

Bislang sei die Situation in Neumünster entspannt, sagte Angelika Schiffer von der Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft Neumünster. Sollte der Kundenstrom stark zunehmen, dann werde die Zufahrt - wie schon im Frühjahr - begrenzt werden. "Unser Personal ist allerdings angewiesen, nicht mehr beim Entladen der angelieferten Abfälle mitzuhelfen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können."

Die drei Flensburger Recyclinghöfe sind nach Angaben des Technischen Betriebszentrums (TBZ) der Stadt weiterhin regulär geöffnet. "Selbstverständlich gilt auf allen Höfen eine Maskenpflicht für Mitarbeitende und Kunden", sagte TBZ-Sprecher Geoffrey Warlies. Erweiterte Öffnungszeiten seien nicht geplant, da es im Frühjahr nur sehr vereinzelt zu längeren Wartezeiten gekommen sei, sagte er.

In Lübeck und Kiel sind die Recyclinghöfe nach Angaben der Betreiber weiterhin geöffnet. Aus Platzgründen sei allerdings bei zwei der vier Lübecker Annahmestellen mit Wartezeiten zu rechnen, sagte eine Sprecherin der Entsorgungsbetriebe Lübeck. Es darf jedoch nur eine begrenzte Zahl von Autos auf den Hof fahren.

Update, 6. November, 7 Uhr: CDU fordert Corona-Lotsen für Hamburger Unternehmen

Hamburg – Für eine bessere Orientierung der Gewerbetreibenden in der Pandemie fordert die CDU Corona-Lotsen in allen Hamburger Bezirken. Sie sollen ansässigen Betrieben auf unbürokratische Weise mit Rat und Tat zur Seite stehen und darüber aufklären, "was nach aktueller Verordnung in welcher Form machbar ist", heißt es in einem Antrag der Fraktion für die nächste Bürgerschaftssitzung am kommenden Mittwoch.

"Die Corona-Pandemie und die wieder schnell steigenden Infektionszahlen stellen viele Gewerbetreibende vor große Herausforderungen, viele Unternehmen sind in ihrer Existenz bedroht», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Dennis Gladiator der Deutschen Presse-Agentur. «Daher ist es besonders wichtig, Hamburgs Wirtschaft bestmöglich unter die Arme zu greifen."

Die finanziellen Hilfen von Bund und Stadt seien ein erster wichtiger Schritt. "Genauso wichtig ist es aber, dass die Gewerbetreibenden immer einen zuverlässigen Ansprechpartner in der Verwaltung haben, um zu erfahren, was auf Grundlage der jeweils geltenden Eindämmungsverordnung erlaubt ist und was nicht."

Der rot-grüne Senat lasse in diesem Punkt aber Informationen und Unterstützung vermissen, obwohl die Vielzahl an Regelungen und Einschränkungen sowie die aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens häufigen Änderungen die Gewerbetreibenden oftmals vor große Herausforderungen stellten.

"In jedem der sieben Hamburger Bezirksämter sollte daher mindestens ein Corona-Lotse angesiedelt sein", forderte Gladiator. "Hamburgs Weg aus der Krise geht nur Hand in Hand mit den fleißigen Unternehmern und Gewerbetreibenden."

Update, 6. November, 6.17 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 

Wie die Regierung am Donnerstagabend mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 9313 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 262 gelegen, davor bei 236. 

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg erneut um 2 - auf 194. Im Krankenhaus behandelt wurden den Angaben zufolge 119 Covid-19-Patienten. Am Mittwoch waren es 114.

Update, 5. November, 19.29 Uhr: OVG lehnt Anträge gegen eingeschränkte Beherbergung im Norden ab

Derzeit dürfen keine Touristen auf Sylt Urlaub machen.
Derzeit dürfen keine Touristen auf Sylt Urlaub machen.  © Bodo Marks/dpa

Schleswig - Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat zwei Anträge gegen die neue Corona-Verordnung, die Beherbergungen in Schleswig-Holstein beschränkt, abgelehnt. Diese Eilentscheidungen teilte das Gericht am Donnerstagabend mit. 

Die Landesregierung hatte beschlossen, das öffentliche Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie in weiten Teilen wieder herunterzufahren. Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen wurden grundsätzlich für touristische Übernachtungen geschlossen.

Ein Ehepaar, das auf Sylt Urlaub machte und laut Verordnung bis zum Donnerstag abreisen musste, hatte den Antrag am Mittwoch gestellt. In Anbetracht der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit habe sich der Senat nicht in der Lage gesehen, die Rechtmäßigkeit der angegriffenen Regelung eingehend zu prüfen, hieß es. Man habe deshalb eine Abwägung getroffen.

Das Ehepaar hatte den Angaben zufolge geltend gemacht, sie könnten ihren Wohnsitz in Österreich derzeit nicht erreichen, weil dieser unter Neuschnee liege. Wegen des auch in Österreich geltenden Beherbergungsverbots drohe ihnen bei Rückkehr Obdachlosigkeit. Der Senat erklärte, das Ehepaar hätte schon bei der Anreise mit einer Verschärfung der Pandemie-Entwicklung rechnen müssen.

Der zweite Beschluss betraf eine Gesellschaft, die auf Sylt einen Ferienwohnungskomplex betreibt. Sie ging ebenfalls gegen die Beschränkung von Beherbergungen vor. Mit der Verordnung einhergehende Grundrechtsverletzungen seien nicht festzustellen, darüber hinaus sei die Regelung auch verhältnismäßig und geeignet, den Anstieg der Pandemie wieder beherrschbar zu machen, erklärte das Gericht. Touristische Reisen brächten zumindest abstrakt die Gefahr mit sich, das Infektionsgeschehen an einen anderen Ort zu tragen. Die Beschlüsse seien unanfechtbar.

Wegen der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mussten Touristen vom Festland und von den Ostseeinseln aus Schleswig-Holstein bereits am Montag abreisen. Für Urlauber auf den Nordseeinseln und Halligen gab es eine längere Frist bis zum 5. November. Gründe dafür waren die Kapazitäten im Fährverkehr und in den Autozügen. 

Erlaubt bleibt den Angaben zufolge weiterhin eine Beherbergung aus beruflichen oder sozial-ethisch Gründen (beispielsweise Bestattung oder Sterbebegleitung) sowie medizinisch veranlassten Zwecken.

Update, 5. November, 17.32 Uhr: 136 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 136 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 3443. Am Vortag wurde mit 181 weiteren Fällen noch ein neuer Höchstwert erreicht.

Am meisten Neuinfektionen wurden am Donnerstag demnach mit 39 im Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet, gefolgt von Vorpommern-Rügen mit 24. Diese beiden Landkreise und Schwerin haben einen Inzidenzwert von mehr als 50, also mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche, und gelten somit als Risikogebiet. MV insgesamt liegt den Angaben zufolge bei genau 50,0 und zählt somit noch nicht als Risikogebiet.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 24 Menschen an oder mit Covid-19 - dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vortag nicht erhöht. Landesweit gelten 1999 aller Infizierten als genesen. Nach Angaben der Internetseite www.intensivregister.de werden derzeit in MV 24 Menschen auf Intensivstationen behandelt, von ihnen werden demnach neun invasiv beatmet. Diese beiden Zahlen blieben im Vergleich zum Vortag ebenfalls unverändert.

Update, 5. November, 16.46 Uhr: Rund 130 Soldaten unterstützen Gesundheitsämter im Nordosten

Bad Doberan - Die Gesundheitsämter Mecklenburg-Vorpommerns setzen in der Corona-Pandemie verstärkt auf die Hilfe der Bundeswehr. Inzwischen seien dazu 130 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern in Bad Doberan (Landkreis Rostock-Land). 

Darunter seien 19 medizinisch geschulte Fachkräfte, die an verschiedenen Standorten direkt bei der Abstrichnahme hälfen. 111 weitere Angehörige der Bundeswehr seien zudem als "helfende Hände" damit beschäftigt, Kontakte nach bekannt gewordenen Corona-Infektionen nachzuverfolgen oder am Bürgertelefon Auskunft zu erteilen. 

Weitere Soldatinnen und Soldaten stünden zur Unterstützung bereit, wenn die Kreise und Kommunen weiteren Bedarf hätten.

Update, 5. November, 16.34 Uhr: OVG lehnt Eilanträge von Urlaubern gegen Corona-Landesverordnung ab

Greifswald - Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat am Donnerstag zwei Eilanträge von Urlaubern abgelehnt, die über den 5. November 2020 hinaus in ihren gemieteten Ferienobjekten in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wollten. 

Dem Gericht zufolge entstanden den Touristen nach den dargelegten Umständen in beiden Einzelfällen keine schweren Nachteile. Es gebe auch keine anderen wichtigen Gründe für die von ihnen angestrebte Außervollzugsetzung von Vorschriften der Corona-Landesverordnung. Die Beschlüsse sind einem Gerichtssprecher zufolge unanfechtbar.

Insgesamt lagen dem OVG gegen die Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Donnerstag bisher elf Eilanträge vor. Vier davon stammen von Touristen, drei von Fitnessstudios. Außerdem klagten die Betreiber einer Spielhalle, eines Nagel-, eines Tattoo- und eines Kosmetikstudios. Während sich die Touristen dem Sprecher zufolge gegen die Ausreisepflicht wehren, klagen die Studios gegen die verfügte Schließung.

Die Landesregierung hatte Ende Oktober zusammen mit der Bundesregierung den Teil-Lockdown bis Ende November verkündet.

Update, 5. November, 15.47 Uhr: Hamburg gleicht Corona-Verluste im Nahverkehr aus

Bahnen, Busse und Fähren sollen auch während des Teil-Lockdowns in Hamburg weiterfahren. (Archivbild)
Bahnen, Busse und Fähren sollen auch während des Teil-Lockdowns in Hamburg weiterfahren. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Die durch die Corona-Pandemie entstehenden Verluste für die Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg sollen ausgeglichen werden. 

Ein entsprechender Rettungsschirm sei vom Senat auf den Weg gebracht worden, teilten Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag mit. 

Zudem habe die Verkehrsbehörde beschlossen, dass das HVV-Angebot mit Bussen, Bahnen und Fähren in Hamburg auch während des Teil-Lockdowns nahezu uneingeschränkt weiterlaufen soll.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat in Hamburg für den Zeitraum von März bis Dezember coronabedingte Einnahmeausfälle von rund 191 Millionen Euro prognostiziert. 

Die Stadt stellt dafür rund 65 Millionen Euro aus Haushaltsmitteln zur Verfügung. Die restliche Summe soll mit sogenannten Regionalisierungsmitteln des Bundes abgedeckt werden.

Mit dem Rettungsschirm stärke man "sehr bewusst dem ÖPNV den Rücken", sagte Tjarks. Zugleich werde die Mobilität der Hamburger sichergestellt. "Für uns war und ist die Sicherheit und Verlässlichkeit der öffentlichen Nahverkehrsangebote gerade auch während der Pandemie sehr wichtig."

Auch Dressel betonte, dass ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr "mehr denn je von elementarer Bedeutung" ist. Zur Finanzierung der Verluste spielten die Regionalisierungsmittel des Bundes eine ganz wichtige Rolle. 

"Klar ist aber auch: Angesichts der enormen Infrastrukturprojekte in den Personennahverkehr in den kommenden Jahren – nicht nur hier in Hamburg – ist eine signifikante Erhöhung oder Verstetigung der Mittel zwingend erforderlich."

Update, 5. November, 15.36 Uhr: Personalmangel wegen Corona - Supermarkt im Kreis Celle schließt

Langlingen - Ein coronabedingter Personalmangel hat in Langlingen im Landkreis Celle zur Schließung eines Supermarktes geführt. 

Es handle sich um eine Entscheidung des Inhabers, sagte eine Sprecherin von Edeka am Donnerstag auf Anfrage. Sie bestätigte Personalnöte aufgrund des Coronavirus und entsprechender Quarantäne-Maßnahmen.

Zunächst hatte die Cellesche Zeitung online über die Schließung berichtet, die laut einem Aushang vor Ort bis zum 12. November gilt. Ein Sprecher des Landkreises sagte, dass die Entscheidung, den Markt zu schließen, nicht vom Gesundheitsamt angeordnet worden sei.

Update, 5. November, 12.34 Uhr: Neuer Höchstwert an Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat am Donnerstag mit 647 neuen Fällen einen neuen Tageshöchstwert erreicht. 

Der Sieben-Tage-Wert stieg im Vergleich zum Vortag von 135,5 auf 149,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12.00 Uhr) mitteilte. Am Mittwoch waren 388 neue Fälle gemeldet worden.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 15.777 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9700 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. 

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Mittwoch - 227 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen liegen 52 Patienten.

Update, 5. November, 12.22 Uhr: Weihnachtsbäume werden coronabedingt teurer

Fuhlendorf - Verbraucher müssen sich auf höhere Preise für Weihnachtsbäume einstellen. 

"Es ist zu erwarten, dass coronabedingt die Baumpreise um zwei bis drei Euro je Baum steigen werden", teilten der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein am Donnerstag mit. 

Erwartet werde eine um bis zu zehn Prozent auf 25 Millionen Weihnachtsbäume steigende Nachfrage. Grund sei, dass voraussichtlich weniger Familien über Weihnachten verreisten.

Grund für den Preisanstieg sind den Angaben zufolge erschwerte und verteuerte Produktionsbedingungen durch Covid-19. Die Hygienestandards in den Betrieben wurden deutlich erhöht. 

Update, 5. November, 7.37 Uhr: Über 80 Pflegeheime mit Infektionen in einer Woche gemeldet

Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor.
Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor.  © Christoph Schmidt/dpa

Hannover - Die Zahl der Coronavirus-Ausbrüche in niedersächsischen Alten- und Pflegeheimen hat weiter zugenommen. In der vergangenen Woche seien insgesamt 84 Einrichtungen mit aktivem Infektionsgeschehen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover der dpa mit. 

Aktuell gebe es 372 an Covid-19 erkrankte Bewohner und 214 erkrankte Mitarbeiter. Zwischen dem 28. Oktober und 3. November starben elf Bewohner in vier betroffenen Seniorenheimen.

Zuletzt waren die Stadt und der Landkreis Hildesheim besonders betroffen. In Sarstedt wurden über 30 Bewohner und mehr als ein Dutzend Beschäftigte eines Heimes positiv auf Sars-CoV-2 getestet. In einer Hildesheimer Einrichtung gab es weit über 50 erkrankte Bewohner und Mitarbeiter. 

Kostenlose Schnelltests sollen eigentlich in der zweiten Welle der Corona-Pandemie Ausbrüche in Heimen und Kliniken verhindern. Eine entsprechende neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat am 15. Oktober in Kraft.

Pflegebedürftige Senioren trifft das neuartige Virus besonders hart. Laut der Erhebung des Landes starben zwischen dem 4. April und dem 3. November dieses Jahres 343 Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert hatten. Das waren knapp 45 Prozent der Corona-Todesfälle in Niedersachsen. 

Update, 5. November, 6.09 Uhr: 262 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 262 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie die Regierung am Mittwochabend mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 9093 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 236 gelegen, davor bei 142.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Mittwoch um 2 auf 192. Es wurden 114 Covid-19-Patienten verzeichnet, die Stand Mittwoch im Krankenhaus behandelt wurden - am Dienstag waren es 110. 

Rund 5500 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Update, 4. November, 20 Uhr: Neuer Höchstwert an Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 181 weitere Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden - so viele wie noch nie zuvor. 

Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen am Mittwoch auf mindestens 3308. Der bisherige Höchstwert an einem Tag lag bei 173, dieser wurde in der vergangenen Woche gemeldet. Am Vortag wurden noch 154 neue Infektionen registriert.

Die meisten Neuinfektionen wurden demnach mit 54 im Landkreis Vorpommern-Rügen gemeldet, gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 49. Die als kritisch geltende Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen haben den Angaben zufolge die beiden Landkreise, Ludwigslust-Parchim sowie die Landeshauptstadt Schwerin überschritten. Landesweit liegt diese mit 49,7 noch knapp darunter.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 24 Menschen an oder mit Covid-19 - dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vortag nicht erhöht. Landesweit gelten 1916 aller Infizierten als genesen. Nach Angaben der Internetseite www.intensivregister.de werden derzeit in MV 24 Menschen auf Intensivstationen behandelt, fünf mehr als am Vortag. Von ihnen werden demnach neun invasiv beatmet, zwei mehr als am Dienstag.

Update, 4. November, 20 Uhr: Positiv auf Coronavirus getesteter Asylbewerber verlässt Einrichtung

Schwerin – Ein positiv auf das Coronavirus getesteter Asylbewerber hat eine Quarantäneeinrichtung in Schwerin unerlaubt verlassen. 

Vermutlich habe er am Mittwochvormittag das Zimmer in der Einrichtung in Stern-Buchholz unbemerkt verlassen und den Zaun überwunden, wie das Innenministerium mitteilte. Die örtlichen Polizeistellen und das Gesundheitsamt seien umgehend informiert worden. Die Suchmaßnahmen dauern demnach noch an.

Seit Beginn der Pandemie wurden laut Ministerium 57 Asylbewerber positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Derzeit seien zwei aufgrund einer Corona-Infektion in der Quarantäneeinrichtung in Parchim beziehungsweise in klinischer Behandlung.

In Stern-Buchholz gebe es ein von der eigentlichen Erstaufnahmeeinrichtung getrenntes Haus. Dort würden alle neu aufzunehmenden Asylbewerber sowie diejenigen, die länger als 72 Stunden abwesend waren, separat und isoliert untergebracht. 

Sie würden auf das Virus getestet und warten dort demnach auf das Ergebnis. Fällt das Ergebnis negativ aus, können die Menschen laut Ministerium in die eigentliche Erstaufnahmeeinrichtung. 

Bei einem positiven Ergebnis werden die Asylbewerber den Angaben zufolge je nach Symptomen entweder in eine Quarantäneunterkunft in Parchim gebracht oder in eine Klinik. Bis sie dort hin gebracht werden, müssen sie demnach in häuslicher Isolation bleiben.

Update, 4. November, 19.11 Uhr: Gesundheitsamt sucht Gäste eines Quickborner Lokals

Pinneberg – Wegen positiver Corona-Tests bei zwei Mitarbeitern des Quickborner Lokals "La Bella Vita" sucht das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg Gäste des Restaurants. 

Das Gesundheitsamt bitte alle Gäste, die in den letzten zwei Wochen seit dem 22. Oktober das Lokal besucht hatten, sich schnellstmöglich beim Gesundheitsamt zu melden, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Kreises.

Die Gästelisten des Restaurants seien angefragt, lägen aber aktuell noch nicht vor, so dass einzelne Personen, für die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestehe, eventuell erst verspätet erreicht werden könnten. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch, zu erfahren, wer möglicherweise bereits Symptome hat.

Betroffene Personen sollten sich in häusliche Quarantäne begeben, ihre Kontakte auf das direkte häusliche Umfeld reduzieren und sich unter der Telefonnummer 04121 4502-5000 beim Bürgertelefon des Kreises melden.

Update, 4. November, 19.09 Uhr: Zahlreiche Anträge gegen Corona-Einschränkungen

Schleswig – Die Corona-Einschränkungen bereiten Schleswig-Holsteins Verwaltungsgerichten weiter viel Arbeit. 

Am Oberverwaltungsgericht (OVG) seien im Zusammenhang mit der Pandemie 39 Normenkontrollanträge eingegangen, die sich gegen einzelne Regelungen der Verordnungen wenden, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Davon sind 11 erledigt und 28 noch anhängig. Außerdem muss das OVG mit Stand Dienstag noch über 19 Eilanträge entscheiden. Über 52 solcher Anträge haben die Richter bereits befunden.

Auch am Verwaltungsgericht in Schleswig sind noch 20 Klagen gegen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie offen. Von den dort gestellten 131 Eilanträgen haben die Richter 124 entschieden, 7 sind noch offen. 

Das OVG muss als Berufungs- und Beschwerdeinstanz für Entscheidungen des Verwaltungsgerichts aber noch über vier Beschwerden entscheiden. In 16 Fällen ist dies bereits geschehen.

Noch nicht entschieden hat das Oberverwaltungsgericht beispielsweise über den Antrag eines Betreibers von Ferienwohnungen auf Sylt. Dies sollte früheren Angaben des Gerichts zufolge möglichst noch im Laufe der Woche passieren.

Die Landesregierung hatte am Sonntag gemäß eines Bund-Länder-Übereinkommens beschlossen, das öffentliche Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie in weiten Teilen wieder herunterzufahren. Dies gilt vorerst bis Ende November. Unter anderem sind touristische Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen verboten.

Update, 4. November, 17.39 Uhr: Inzwischen sieben Heimbewohner in Norderstedt gestorben

Norderstedt/Bad Segeberg – Die Zahl der nach einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpogghof in Norderstedt ist auf sieben gestiegen. 

Wie der Kreis Segeberg am Mittwoch mitteilte, starb ein 86 Jahre alter Mann. Allein im Steertpogghof hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert. Die Gesamtzahl der Gestorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg erhöhte sich auf 14. 

Insgesamt 22 Menschen im Kreis werden zurzeit in einer Klinik wegen Covid-19 versorgt, das ist einer mehr als am Vortag. Eine Patient liegt auf der Intensivstation.

Update, 4. November, 16.38 Uhr: Kreuzfahrten von und nach Kiel untersagt

Kiel – Im Rahmen der Corona-Eindämmung hat Schleswig-Holstein Kreuzfahrten von und nach Kiel untersagt. 

Es wäre nicht vermittelbar, dass Touristen am Montag aus den Hotels in Schleswig-Holstein abreisen mussten und am Donnerstag Tausende nach Kiel kämen, um mit einem Kreuzfahrtschiff abzulegen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Mittwoch in Kiel. Die nach den Bund-Länder-Beschlüssen am 2. November in Kraft getretene Landesverordnung sehe vor, dass bis Ende November "touristische Themen nicht mehr stattzufinden haben".

Am Donnerstag hätte eine Kreuzfahrt mit "Mein Schiff 1" in Kiel ablegen sollen. Die Reederei Tui Cruises war davon ausgegangen, Kreuzfahrten fielen nicht unter die strengen Corona-Vorgaben der Landesverordnung, da die Reisen überwiegend in internationalen Gewässern erfolgten, wie eine Sprecherin den "Kieler Nachrichten" sagte. Tui Cruises habe deshalb noch versucht, die "Mein Schiff 1" in einen anderen Abfahrtshafen umzuleiten. Rostock oder Hamburg wären als Ausweichhäfen für Kiel denkbar gewesen.

"Unsere erste Abfrage hat ergeben, dass auch andere deutsche Häfen keinen Kreuzfahrtbetrieb ermöglichen", sagte die Sprecherin. "Vor diesem Hintergrund müssen wir schweren Herzens alle für dieses Jahr geplanten "Blauen Reisen" der "Mein Schiff 1" absagen."

Update, 4. November, 14.30 Uhr: Hotels und Pensionen bereiten sich auf Neustart vor

Rostock/Schwerin – Nach dem erneut verhängten Reiseverbot haben nach Angaben des Landestourismusverbandes Urlaubsgäste in Mecklenburg-Vorpommern ihre Unterkünfte im Land weitgehend verlassen. 

Ein Großteil der Hotels und Pensionen habe schon zu Wochenbeginn den Betrieb heruntergefahren, ein Teil aber auch die im Land gewährte Ausstiegsfrist genutzt, sagte am Mittwoch Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf.

Von Donnerstag an werde es wegen des von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Infektionen beschlossenen Teil-Lockdowns bis Ende November keine touristischen Übernachtungen mehr geben. "Wir müssen den Blick nach vorn richten und uns auf den Neustart unter sicherlich nicht einfachen Bedingungen vorbereiten. Wir haben im Mai gezeigt, dass es geht", sagte Woitendorf. 

Die Politik forderte er auf, die als Ausgleich für die Umsatzverluste versprochenen staatlichen Finanzhilfen rasch umzusetzen.

Update, 4. November, 14.38 Uhr: Keine Corona-Infektionen bei Häftlingen

Schwerin – Laut Justizministerium haben sich in Mecklenburg-Vorpommern bislang keine Häftlinge mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. 

Dagegen hätten sich schon zwei Bedienstete der Vollzugsverwaltung angesteckt, teilte das Justizministerium in Schwerin am Mittwoch auf Anfrage mit. 

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es laut Ministerium vier Gefängnisse; dort saßen zu Beginn des Jahres rund 1070 Menschen in Haft. Die größte ist demnach in Bützow (Landkreis Rostock).

Update, 4. November, 14.33 Uhr: Bremen will kostenlose FFP2-Masken an Risikogruppen verteilen

Die Aufkleber im Schaufenster einer Apotheke weisen auf den Verkauf von Schutzmasken gegen das Coronavirus hin.
Die Aufkleber im Schaufenster einer Apotheke weisen auf den Verkauf von Schutzmasken gegen das Coronavirus hin.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bremen – Zum besseren Schutz vor dem Coronavirus sollen Risikogruppen im Bundesland Bremen von Mitte November an kostenlose FFP2-Masken erhalten. 

"Gedacht sind die Masken für ältere Bürgerinnen und Bürger, also ab 65 Jahre aufwärts, und für Menschen mit Vorerkrankungen", sagte der Sprecher des Senats, Christian Dohle, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

"Wir wollen den bürokratischen Aufwand dabei so gering wie möglich halten. Erforderlich sind kein Attest und kein Rezept. Es reicht, den Anspruch glaubhaft vorzutragen."

FFP2-Masken schützen den Träger oder die Trägerin wirksamer vor einer Ansteckung mit dem Virus als eine einfache OP-Maske oder eine Alltagsmaske aus Stoff. Hochwertige Masken filtern auch kleinste Partikel und Aerosole aus der Luft. Über den Plan des Senats hatte zunächst die Zeitung "Weser Kurier" berichtet.

Der Senat stellt dafür zunächst zwei Millionen Euro bereit. Dem Sprecher zufolge reicht das für rund eine Million Masken. "Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck an den Vorbereitungen", sagte Dohle zu dem Vorhaben. 

Plan sei, die Masken vom 16. November an über die Apotheken auszugeben. "Der Senat wird die Masken auf dem freien Markt ankaufen", erläuterte der Sprecher. "Vorübergehend kann man die Masken allerdings auch aus den vorhandenen Vorräten entnehmen - wenn sichergestellt ist, dass der Bestand wieder kurzfristig aufgefüllt wird."

Update, 4. November, 13.03 Uhr: 388 neue Corona-Infektionen in Hamburg - Inzidenzwert sinkt

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Mittwoch um 388 Fälle erhöht. Der Sieben-Tage-Wert sank im Vergleich zum Vortag leicht von 136,4 auf 135,5 Infektionen pro 100 000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12.30 Uhr) mitteilte. 

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 15.130 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9300 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Dienstag - 222 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen liegen 51 Patienten.

Seit Beginn der Pandemie starben nach amtlich Angaben 256 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung; zuletzt waren 241 gemeldet worden. Das RKI zählt für die Hansestadt 294 Tote, das sind drei mehr als am Vortag.

Update, 4. November, 11.36 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen steigt weiter

Hannover - Die Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen steigt weiter deutlich. Am Mittwoch meldeten die Gesundheitsämter 1079 mehr bestätigte Infektionen als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Hannover auf seiner Internetseite (Stand: 9 Uhr) mitteilte. Der landesweite Inzidenzwert erreichte erstmals den Wert von 100 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Inzwischen hat die große Mehrheit diese Marke überschritten. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 305,8, gefolgt vom Kreis Vechta (267,5) und von der Stadt Delmenhorst (193,4).

Landesweit zählen die Behörden inzwischen 40.820 Corona-Fälle; 25 633 Menschen gelten als genesen; 790 Infizierte starben im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. 

In der vergangenen Woche wurden Infektionen vor allem bei Menschen im Alter von unter 60 Jahren gemeldet. Ein großer Teil war zwischen 20 und 29 Jahre alt, wie aus der Statistik des Gesundheitsamtes hervorgeht. In den Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren wurden ebenfalls viele Infektionen gemeldet.

Update, 4. November, 10 Uhr: Weitere Grundschulen in Niedersachsen vom Coronavirus betroffen

Lüneburg - In weiteren Grundschulen in Niedersachsen hat es Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Wie der Landkreis Lüneburg am Mittwoch mitteilte, werden die Grundschulen Barendorf und Wendisch Evern komplett unter Quarantäne gestellt. 

In Barendorf war bereits seit Freitag der erste Jahrgang betroffen. Schon am Montag waren in Niedersachsen vier Grundschulen sowie eine Grund- und Hauptschule wegen Infektionsfällen geschlossen worden.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont teilte am Dienstagabend mit, dass für die Grundschule Tündern ab diesem Mittwoch das Szenario B gelte. Bei diesem Wechselmodell werden die Klassen geteilt und abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet. 

Vorgesehen ist das Szenario B in Regionen ab 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wenn an der jeweiligen Schule außerdem von den Behörden eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne etwa für eine Klasse verordnet wurde.

Update, 3. November, 22.12 Uhr: 236 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - 7 weitere Tote

Kiel – In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 236 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 

Wie die Regierung am Dienstagabend mitteilte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8831 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 142 gelegen, davor bei 161.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Montag um 7 auf 190. Im Krankenhaus werden derzeit 110 Covid-19-Patienten behandelt - am Montag waren es noch 94. 

Rund 5500 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Update, 3. November, 21.46 Uhr: Kita und Jugendtreffs in Schwerin geschlossen

Schwerin – Nach der Corona-Infektion einer Mitarbeiterin ist die katholische Kita «St. Anna» in Schwerin am Dienstag für zwei Wochen geschlossen worden. 

Alle 68 Kinder und 16 Mitarbeiter müssten als Kontaktpersonen in Quarantäne, teilte die Stadtverwaltung mit. Außerdem untersagte die Landeshauptstadt vorsorglich die Indoor-Angebote aller Kinder- und Jugendtreffs für zwei Wochen. Am Vortag waren bereits städtische Kultureinrichtungen sowie alle Sporthallen und Schwimmbäder geschlossen worden.

"Wenn wir Schulen und Kitas mit strengen Hygienekonzepten und der Trennung von Klassenstufen und Kohorten offen halten wollen, dann macht es keinen Sinn, wenn sich Kinder verschiedener Schulen und Altersgruppen am Nachmittag im Jugendtreff begegnen", erklärte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD). 

Die Landesregierung hatte es den Kommunen freigestellt, ob sie Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche ermöglichen.

Update, 3. November, 17.30 Uhr: 154 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag 154 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der Inzidenzwert für das Land stieg auf 46,7, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Der Wert zeigt an, wie viele Infektionsfälle je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen festgestellt worden sind.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 44 Fällen. Davon entfallen allein 28 Infektionen auf die Ostseeklinik Prerow. Am vergangenen Freitag waren nach Auskunft der Reha-Klinik zunächst zwei Patienten nach dem Auftreten von Erkältungssymptomen getestet worden. 

Ihnen gehe es bei leichten Symptomen und mildem Verlauf gut. Anschließend seien alle rund 200 Patienten und 100 Mitarbeiter ebenfalls per Abstrichtest untersucht worden. Dabei seien 28 weitere positive Fälle identifiziert worden. Die Klinik wurde vorübergehend geschlossen.

In zwei Landkreisen in MV und in der Landeshauptstadt Schwerin ist aktuell der Inzidenzwert von 50 überschritten, ab dem eine Region als Corona-Risikogebiet gilt. Bei den Landkreisen handelt es sich um Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen. Ludwigslust-Parchim lag am Dienstag mit einem Wert von 48,2 wieder darunter. Die höchste Inzidenz innerhalb des Landes hat der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 68,5.

Seit Beginn der Pandemie im März sind in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge 24 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Landesweit wurden am Dienstag sieben Menschen wegen Corona in Kliniken eingeliefert, ebensoviele wie am Montag. 

Nach Angaben des Internetseite www.intensivregister.de werden derzeit in MV 19 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Von ihnen werden demnach sieben invasiv beatmet.

Update, 3. November, 16.57 Uhr: Inzwischen sechs Heimbewohner in Norderstedt gestorben

Norderstedt - Die Zahl der nach einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpogghof in Norderstedt ist um einen auf sechs gestiegen. Wie der Kreis Segeberg am Dienstag mitteilte, handelt es sich um eine 82 Jahre alte Frau. 

Allein im Steertpogghof hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert. Die Gesamtzahl der Verstorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg erhöhte sich auf 13. 

Insgesamt 21 Menschen im Kreis werden zurzeit in einer Klinik wegen Covid-19 versorgt, das sind vier mehr als am Vortag. Eine Person liegt auf der Intensivstation.

Update, 3. November, 16.52 Uhr: Zunehmend Corona-Einschränkungen an den Schulen

Kiel - Die Corona-Einschränkungen an Schulen in Schleswig-Holstein nehmen zu. Wie ein Sprecher des Bildungsministeriums mitteilte, erhielten Stand Montag 145 Schul-Kohorten wegen Corona-Fällen oder (möglichen) Corona-Kontakten keinen Präsenzunterricht. Vergangenen Freitag (30. Oktober) waren es nur 95 Kohorten gewesen. 

"Kohorte" ist ein Sammelbegriff. Darunter fallen Schülergruppen, Klassen oder auch ganze Jahrgangsstufen.

Die Zahl der betroffenen Kohorten steige zwar, allerdings erhielten - grob überschlagen - deutlich mehr als 90 Prozent der Schüler weiterhin Präsenzunterricht, betonte der Sprecher. Die Zahl der komplett geschlossenen Schulen verdoppelte sich von zwei auf vier. In Schleswig-Holstein gibt es insgesamt 951 Schulstandorte.

Zurzeit müssen die Schüler in Schleswig-Holstein von der ersten Klasse an auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Im Landtag hatte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) vergangene Woche trotz rasant steigender Infektionszahlen bekräftigt, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten.

Update, 3. November, 13.59 Uhr: Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in Hamburg ausgeweitet

Hamburg - Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist in Hamburg um zahlreiche Straßen und Plätze erweitert worden. 

Mit Wochenbeginn müsse nun unter anderem auch in der Ottenser Hauptstraße sowie rund um den Hauptbahnhof, der Mönckebergstraße, den ZOB in Wilhelmsburg und den Hauptbahnhof Altona ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag.

Insgesamt hat der rot-grüne Senat in der neuen seit Montag geltenden Rechtsverordnung 15 weitere Straßen und öffentliche Plätze genannt. Dort muss nun zu bestimmten Uhrzeiten eine Maske getragen werden. 

Eine Übersichtskarte hat die Stadt auf der Internetseite www.hamburg.de veröffentlicht. Die neu hinzugekommenen Flächen sind zudem in der Stadt zudem deutlich ausgewiesen und gekennzeichnet.

Eine pauschale Maskenpflicht in der Innenstadt sei indes nicht geplant, sagte Offen. Es sei sowohl der Polizei als auch den anderen Akteuren wichtig, dass die Maßnahmen wirksam und verhältnismäßig sind, begründete sie die Entscheidung.

Die Pflicht gelte deshalb nun vor allem an den Orten, an denen es schwierig sei, den Abstand von eineinhalb Metern zueinander einzuhalten.

Update, 3. November, 12.38 Uhr: 456 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Dienstag sprunghaft um 456 Fälle erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg auf 136,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet mitteilte. 

Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 128,2 gelegen. Am Montag waren 251 neue Fälle gemeldet worden. Der Anstieg vom Dienstag ist der bislang größte Zuwachs innerhalb eines Tages.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 14.742 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9300 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, etwa 200 mehr als am Vortag. 

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Montag - 204 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 41 mehr als am Freitag; auf Intensivstationen liegen 48 Patienten, acht mehr als am Freitag.

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für die Hansestadt 291 Tote, das sind drei mehr als am Vortag.

Update, 3. November, 11.07 Uhr: Intensivmediziner: Mehr junge Menschen schwer an Corona erkrankt

Hamburg - Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. 

Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. "Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen".

Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft. 

"In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend", so Kluge.

Update, 3. November, 7.41 Uhr: 142 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel - In Schleswig-Holstein sind binnen eines Tages 142 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 

Wie die Regierung am Montagabend mitteilte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8595 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 161 gelegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Montag um 6 auf 183. Im Krankenhaus werden derzeit 94 Covid-19-Patienten behandelt. 

Rund 6100 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Update, 2. November, 20.43 Uhr: 19 Corona-Infizierte an Elmshorner Schule

Elmshorn – Insgesamt 19 Corona-Fälle sind an der Elmshorner Leibniz Privatschule nachgewiesen worden. Die Schule werde bis zum 15. November weitgehend geschlossen, lediglich die gymnasiale Oberstufe dürfe unter verschärften Hygieneauflagen geöffnet bleiben, teilte die Kreisverwaltung Pinneberg am Montag mit.

In der vergangenen Woche war in der Leibnizschule bei einigen Personen das Corona-Virus nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin alle Mitarbeiter und einige Kinder der Schule testen lassen. Die Ergebnisse liegen laut Kreisverwaltung inzwischen fast alle vor.

Laut Kreisverwaltung waren in der vergangenen Woche "viele Schulen" im Kreisgebiet von Corona-Fällen betroffen. "Es wird allerdings nicht über jeden einzelnen Fall öffentlich berichtet." Das sei vor allen Dingen dann nicht der Fall, wenn der Schulbetrieb normal weiterlaufen könne und sich die Kontakte sehr gut eingrenzen ließen. 

Es würden dann lediglich die Kontaktpersonen informiert und die notwendigen Maßnahmen wie Quarantäne, Absonderungen oder verschärfte Hygiene-Auflagen wie das Tragen einer FFP-Maske besprochen und Testungen organisiert.

Update, 2. November, 20.17 Uhr: Besuchsverbot im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Hamburg – Wegen der bundesweiten Zunahme der Corona-Neuinfektionen hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Montag ein Besuchsverbot erlassen. 

"Dies dient dem Schutz unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden und soll eine weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus verhindern", teilte eine Klinik-Sprecherin mit. 

Zuvor hatten andere Medien berichtet. Ausnahmen gelten im Kinder-UKE sowie bei schwerkranken Patienten, die sich in einem kritischen Zustand befinden. Auch Schwangere, die zur Entbindung ins UKE kommen, dürfen ihren Partner mitbringen.

Update, 2. November, 18.30 Uhr: 54 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 54 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der Inzidenzwert für das Land stieg auf 46,5, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Der Wert zeigt an, wie viele Infektionsfälle je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen festgestellt worden sind.

Drei Landkreise in MV und die Landeshauptstadt Schwerin haben bisher den Wert von 50 überschritten, ab dem eine Region als Corona-Risikogebiet gilt. Bei den Landkreisen handelt es sich um Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Ludwigslust-Parchim. Die höchste Inzidenz innerhalb des Landes hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 68,3.

Seit Beginn der Pandemie im März sind in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge 24 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Zuletzt starb ein älterer Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der an Vorerkrankungen litt, wie ein Kreissprecher mitteilte. 

Landesweit wurden am Montag sieben Menschen wegen Corona in Kliniken eingeliefert. Wie viele Patienten aktuell mit Covid-19 im Krankenhaus liegen und wie viele von ihnen auf Intensivstationen, geht aus den Angaben des Landesamtes nicht hervor.

Update, 2. November, 18.20 Uhr: Fünf Heimbewohner in Norderstedt gestorben

Norderstedt – Drei an Covid-19 erkrankte Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpogghof in Norderstedt sind am Wochenende gestorben. Wie der Kreis Segeberg am Montag mitteilte, handelte es sich um zwei Frauen im Alter von 98 und 88 Jahren sowie einen 93-jährigen Mann. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem Pflegeheim auf fünf. Allein im "Steertpogghof" hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert. Die Gesamtzahl der Verstorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg erhöhte sich auf zwölf.

Corona-Tests im ebenfalls betroffenen Alten-Pflegeheim "Haus im Park" in Norderstedt ergaben, dass dort jetzt insgesamt vier Mitarbeiter sowie 16 Bewohner mit dem Virus infiziert sind. Beide Heime stehen weiterhin unter Quarantäne.

Insgesamt 17 Menschen im Kreis Segeberg werden zurzeit in einer Klinik versorgt, davon eine auf der Intensivstation. Kreisweit habe es seit Freitagnachmittag bis Montagnachmittag 115 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen gegeben. 

"Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens im Infektionsschutz ist es derzeit nicht mehr möglich, die jeweiligen Ansteckungsquellen zu nennen", hieß es.

Update, 2. November, 16.47 Uhr: Wintersemester an Uni Hamburg fast komplett digital

Hamburg – Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen wird auch das Wintersemester an der Universität Hamburg fast ausschließlich digital stattfinden. Wie schon zu Beginn der Pandemie gelte es, Kontakte zu reduzieren, teilte ihr Präsident Dieter Lenzen am Montag mit. "Es ist unsere Aufgabe als öffentliche Institution, dazu unseren soweit wie möglich gehenden Beitrag zu leisten."

Lediglich Labor- und Schulpraktika könnten unter besonderen Schutzmaßnahmen absolviert werden, ebenso bereits terminierte Klausuren. Vorlesungen und Seminare fänden hingegen digital statt, hieß es. 

Der Sportbetrieb werde eingestellt, Botanischer Garten, Museen, Sammlungen und Archive würden geschlossen. Nur die Bibliotheken sollen geöffnet bleiben und Studierenden in begrenztem Umfang Arbeitsplätze bieten.

Update, 2. November, 15.12 Uhr: Drei Klagen gegen neue Corona-Verordnung in Schleswig-Holstein

Schleswig - Gegen die neue Corona-Verordnung in Schleswig-Holstein sind bereits mehrere Anträge beim Oberverwaltungsgericht eingegangen. 

Einer von drei Anträgen komme von einer Gesellschaft, die auf der Insel Sylt eine Anlage mit 24 Ferienwohnungen betreibt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag in Schleswig sagte. Der zuständige Senat werde möglichst noch im Laufe der Woche darüber entscheiden.

Die Landesregierung hatte am Sonntag beschlossen, das öffentliche Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie in weiten Teilen wieder herunterzufahren. Sie gilt seit Montag. 

Update, 2. November, 14.18 Uhr: Urlauber verlassen Schleswig-Holsteins Inseln

Ein Besucher geht Sylt mit einem Rollkoffer durch eine Füßgängerzone.
Ein Besucher geht Sylt mit einem Rollkoffer durch eine Füßgängerzone.  © Bodo Marks/dpa

Wyk/Kiel - Wegen des Teil-Lockdowns verlassen gegenwärtig viele Urlauber mit der Fähre Schleswig-Holsteins Inseln. "Wir können alle Passagiere mitnehmen", sagte ein Sprecher der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R) am Montag. 

Nur einige Autofahrer hätten am Montag auf einen anderen Abfahrtstermin ausweichen müssen. Der Rückreiseverkehr von den Inseln Föhr und Amrum sei bereits am Wochenende stressfrei abgelaufen. Am Montag waren von beiden Inseln insgesamt elf Abfahrten in Richtung FestLand geplant.

Die Landesregierung von CDU, Grünen und FDP hatte am Sonntag eine Verordnung beschlossen, mit der sie die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen im Kampf gegen die Pandemie umsetzen will. Demzufolge ist im November kein Tourismus möglich. Hotels, Pensionen oder auch Ferienwohnungen werden grundsätzlich für touristische Übernachtungen geschlossen. Eine Abreise musste bis zum 2. November erfolgen, es gibt aber Ausnahmen: Für die Nordseeinseln und die Halligen etwa wurde der Stichtag bis zum 5. November verlängert, um Ansammlungen bei der Abreise zu vermeiden.

Wegen des Teil-Lockdowns verkehren die Schiffe der Wyker Dampfschiffs-Reederei auf der Föhr-Amrum-Linie und der Hallig-Linie vom 9. bis 29. November nach einem Sonderfahrplan. Statt aktuell elf sind dann nur sechs Abfahrten pro Tag geplant.

Update, 2. November, 14.11 Uhr: In Hamburg bleibt Sport nur im Freien erlaubt

Jogger laufen an der Alster an einem Corona-Hinweisschild vorbei.
Jogger laufen an der Alster an einem Corona-Hinweisschild vorbei.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg/Kiel - Der Teil-Lockdown hat auf den Sport in den Bundesländern unterschiedliche Auswirkungen. 

Während in Mecklenburg-Vorpommern Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in ihren Vereinen sowohl im Freien als auch in Hallen weiterhin trainieren dürfen, ist das in Hamburg und Schleswig-Holstein ausgeschlossen.

In Hamburg darf nur Individualsport allein oder zu zweit oder mit Mitgliedern des gemeinsamen Hausstandes getrieben werden, und das ausschließlich im Freien. 

Rehasport mit bis zu fünf Personen ist indes auch in Einrichtungen möglich. Da winken die meisten Vereine jedoch ab, weil ein so kleiner Kreis nicht kostendeckend sei.

In Schleswig-Holstein dürfen Freizeitsportler allein, zu zweit oder in Hausstandsgröße auch in Sporthallen, so sie denn geöffnet sind. 

Update, 2. November, 13.41 Uhr: Testpanne in Seniorenwohnanlage

Großhansdorf - In zwei Seniorenwohnanlagen in Großhandsdorf im Kreis Stormarn sind offenbar deutlich weniger Menschen mit dem Coronavirus infiziert, als zunächst angenommen. 

Bei einem PCR-Reihentest der Bewohner und Mitarbeiter sei das Virus bei nur 14 Personen nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher des Betreibers am Montag. 

Am Donnerstagabend waren nach Schnelltests zunächst 36 Infektionen gemeldet worden. Eine 94 Jahre alte Bewohnerin war im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Dass die Zahl der tatsächlich infizierten Bewohner und Mitarbeiter deutlich geringer sei, als zunächst befürchtet, sei natürlich eine gute Nachricht, sagte der Geschäftsführer der Anlage, André Aue. 

Die falschen Testergebnisse zeigen jedoch auch, dass Schnelltests mit Vorsicht zu genießen seien. Möglicherweise sei eine komplette Charge des angewendeten Produktes fehlerhaft gewesen.

Update, 2. November, 12.45 Uhr: 251 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Montag um 251 Fälle erhöht. Der Sieben-Tage-Wert sank leicht auf 128,2 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet mitteilte. Am Vortag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 132,8. 

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 14.286 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9200 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, etwa 200 mehr als am Vortag. In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Freitag - 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt; auf Intensivstationen liegen 40 Patienten.

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für die Hansestadt 288 Tote, das sind drei mehr als am Vortag.

Update, 2. November 11.30 Uhr: Kein verkaufsoffener Sonntag in Hamburger City

Hamburg - Der ursprünglich für das kommende Wochenende in der Hamburger City geplante verkaufsoffene Sonntag wird nun doch nicht stattfinden. 

Da parallel geplante Kulturveranstaltungen coronabedingt ebenfalls abgesagt werden mussten, entfalle die Grundlage für die Sonntagsöffnung der Läden, teilte die Geschäftsführerin des City Management Hamburg, Brigitte Engler, am Montag mit. "Dieses Event passt nicht zu einem Teil-Lockdown."

Zugleich betonte sie, dass der Einzelhandel in den vergangenen Monaten strenge Hygienerichtlinien umgesetzt habe. "Die Händler sind froh, dass dieses Engagement durch den Senat gewürdigt wird und die Geschäfte von Montag bis Samstag offen bleiben."

Der letzte verkaufsoffene Sonntag am 25. Oktober war laut City Management mit nicht einmal 200.000 Kunden nur auf verhaltenes Interesse gestoßen.

Update, 2. November 6.19 Uhr: Neue Einschränkungen treten in Kraft

Hamburg/Kiel - Restaurants und Fitnessstudios dicht, Hotels und Kinos geschlossen und weniger Kontakte zu anderen Menschen: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Hamburg und Schleswig-Holstein wie andere Bundesländer auch das öffentliche Leben am Montag für vier Wochen teilweise heruntergefahren. 

So müssen alle Restaurants und Kneipen geschlossen bleiben, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios und Kinos. Offen bleiben sollen dagegen Schulen, Kindergärten, beispielsweise der Einzelhandel und Friseurläden.

Für die Nordseeinseln und die Halligen wurde der Stichtag bis zum 5. November verlängert, um Ansammlungen bei der Abreise zu vermeiden. 

Update, 1. November, 22 Uhr: 161 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein sind am Sonntagabend 161 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. 

Wie die Regierung am Abend mitteilte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8453 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen bei 265 gelegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Sonntag um 2 auf 177. Im Krankenhaus werden weiter 79 Covid-19-Patienten behandelt. 

Rund 5500 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Update, 1. November, 18.39 Uhr: Schleswig-Holstein verlängert Maskenpflicht im Unterricht

Schülerinnen und Schüler sitzen mit einer Maske im Unterricht.
Schülerinnen und Schüler sitzen mit einer Maske im Unterricht.  © Gregor Fischer/dpa

Kiel – In Schleswig-Holstein müssen Schüler ab der fünften Klasse weiterhin auch im Unterricht eine Maske tragen. Die Schulen-Coronaverordnung sei entsprechend aktualisiert worden, teilte das Bildungsministerium am Wochenende in Kiel mit. Die Maßnahme ist zunächst befristet bis zum 30. November.

Zusätzlich gilt in Landkreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in sieben Tagen eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4. 

Die Maskenpflicht in Grundschulen im Unterricht gilt in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten solange, bis die 7-Tages-Inzidenz sechs Tage in Folge unterhalb von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner lag.

Die Maskenpflicht betrifft den Schulhof, die Mensa, schulische Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes sowie den Schulweg zwischen Bus- oder Bahnhaltestelle und Schule. 

"Unsere Schulen sind gut auf den Regelbetrieb unter Coronabedingungen und mit Alltagsmasken im Unterricht vorbereitet", sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Die Rückmeldungen an das Ministerium zeigten, dass gerade die jüngeren Kinder gut mit der Maskenpflicht zurecht kämen.

Zudem wurde die Hochschulen-Coronaverordnung verkündet. Demnach muss der Lehrbetrieb an den Hochschulen grundsätzlich in digitaler Form stattfinden. Prüfungen blieben aber unter Einhaltung des Mindestabstands in Präsenz zulässig. Ebenso in Präsenz können praktische Lehrveranstaltungen sowie Lehrveranstaltungen der künstlerischen Hochschulen stattfinden, die digital nicht möglich sind. 

Um den Studienanfängern einen guten Start zu ermöglichen, dürfen auch Lehrveranstaltungen für die ersten Fachsemester in Kohorten in Präsenz stattfinden. Auch an den Hochschulen gilt bis auf wenige Ausnahmen eine Maskenpflicht.

"Mir ist bewusst, dass dies uns allen sehr viel abverlangt", sagte Prien. Weder das Maskentragen noch Kontaktbeschränkungen seien angenehm, aber dies sei der Beitrag, den Schulen und Hochschulen in Zeiten der Pandemie leisten könnten, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Update, 1. November, 18.38 Uhr: St. Pauli sagt Mitgliederversammlung ab

Hamburg – Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat die für den 15. November geplante Mitgliederversammlung im Millerntor-Stadion abgesagt. 

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung auf den 17. Dezember verschoben und als Video-Versammlung abgehalten, teilte der Verein am Sonntag mit. "Alle zur ursprünglichen Mitgliederversammlung gestellten Anträge verlieren ihre Gültigkeit und müssen gegebenenfalls neu gestellt werden", heißt es. Zudem sei eine außerordentliche Mitgliederversammlung für Mai 2021 in Planung.

"In dieser pandemischen Krisensituation müssen wir alle flexibel denken und handeln. An erster Stelle steht immer der Gesundheitsschutz und dem müssen wir uns als Verein und auch als Gesellschaft unterordnen, auch wenn es in diesem Fall heißt, dass wir unser höchstes Gremium nicht in gewohnter Form einberufen können", sagte Präsident Oke Göttlich.

Update, 1. November, 14.02 Uhr: Weiter Alkoholverkaufsverbot in Bremen

Bremen - Der Außerhaus-Verkauf von alkoholischen Getränken bleibt auch ab der kommenden Woche in bestimmten Gebieten in der Bremer Innenstadt verboten. 

Dies gelte sowohl für die ohnehin für den Verzehr vor Ort geschlossenen Gastronomien, als auch für Kioske und Lebensmittelmärkte ab 22 Uhr, teilte der Senat der Stadt am Sonntag mit. Die Regelung gelte für den Bereich der Flaniermeile "Schlachte" und des Szenestadtteils "Viertel".

Auch die Maskenpflichtzonen in der Bremer Innenstadt sollen ab Montag weiter bestehen. Im Schnoorviertel und im Bereich der Böttcherstraße soll die auch an Sonntagen gelten.

Update, 1. November, 13.12 Uhr: Schleswig-Holstein beschließt Teil-Lockdown

Kiel - Schleswig-Holstein fährt das öffentliche Leben am Montag in weiten Teilen wieder herunter. Zur Eindämmung des Coronavirus werden Kontakte drastisch auf zehn Personen beschränkt, Gaststätten, Theater, Kinos, Tierparks und Fitnessstudios schließen, Touristen müssen das Land verlassen. 

Die Landesregierung von CDU, Grünen und FDP beschloss am Sonntag eine Verordnung, mit der sie die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen im Kampf gegen die Pandemie nach eigenen Angaben eins zu eins umsetzt.

Die Zustimmung Günthers zur Schließung der Gaststätten hatte die Koalition in Kiel belastet, weil die Bündnispartner diesen Schritt eigentlich verhindern wollten. Besonders die FDP reagierte verärgert. Günther begründete die Kehrtwende mit der Notwendigkeit einer bundeseinheitlichen Regelung und gestiegenen Infektionszahlen auch im Norden. 

Zudem habe der Bund fest zugesagt, betroffenen Betrieben und Einrichtungen einen Großteil der Umsatzausfälle zu erstatten.

Update, 1. November, 13.05 Uhr: 283 Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Sonntag um 283 Fälle erhöht. Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 132,8 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde mitteilte. Am Samstag wurden 396 neue Fälle gemeldet.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 14.035 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9000 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, etwa 100 mehr als am Vortag.

In Hamburger Kliniken werden 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, auf Intensivstationen liegen 40 Patienten.

Update, 1. November, 11.53 Uhr: Gesamtschule in Schwerin geschlossen

Schwerin - Wegen mehrerer Corona-Infektionen schließt die Landeshauptstadt Schwerin eine Gesamtschule für zwei Wochen. 

Es sei für rund 600 Schüler und 60 Lehrer Quarantäne angeordnet worden, wie die Stadt am Samstagabend mitteilte. Nach vorherigen Angaben waren bereits am Freitag mehr als 100 Schüler der Schule in Quarantäne, nun werde sie komplett geschlossen. 

Damit soll der Ausbruch eingedämmt werden, die Verfolgung der Infektionsketten sei kaum noch möglich, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD).

Update, 1. November, 10.49 Uhr: 972 neue Infektionen in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen erneut gestiegen. 

Die Gesundheitsämter meldeten am Sonntag einen Anstieg um 972 Fälle, damit wurden landesweit inzwischen 37.884 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 64,8 Prozent der Betroffenen gelten als genesen, 761 Menschen mit einer Corona-Infektion sind gestorben. 

Der landesweite Inzidenzwert liegt bei 90,2 - so viele Menschen je 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Update, 1. November, 7.24 Uhr: Mehr als 1000 Ermittlungsverfahren wegen Betrugs

Hannover - Die Justiz in Niedersachsen arbeitet weiter an der Aufklärung von Betrugsfällen bei Corona-Soforthilfen. Mit Stand Anfang Oktober stieg die Zahl der Ermittlungsverfahren bei den Staatsanwaltschaften auf 1052 Fälle, teilte ein Sprecher des Justizministeriums in Hannover mit. 

Im Vormonat waren es noch 916 Verfahren. Die bekannte Schadenssumme belaufe sich derzeit auf knapp 8,2 Millionen Euro - einen Monat zuvor waren es noch 7,4 Millionen Euro. Die Summe der vorläufig gesicherten Gelder wuchs von knapp 600.000 Euro auf rund 837.000 Euro.

In 64 Fällen wurde dabei bereits Anklagen erhoben oder ein Strafbefehl erlassen. 

Update, 31. Oktober, 16 Uhr: Rund 400 Euro für Schutz in jedem Klassenraum an staatlicher Schule

Hamburg - Für zusätzliche Schutzmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie stellt die Schulbehörde für jeden Klassenraum in einer staatlichen Schule in Hamburg rund 400 Euro zur Verfügung. 

Damit sollen etwa Plexiglasscheiben oder sogenannte CO2-Ampeln gekauft werden können, wie aus einem Brief von Schulsenator Ties Rabe (SPD) hervorgeht, den die Schulbehörde am Samstag auf Twitter veröffentlichte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Mit CO2-Ampeln sollen demnach Lüftungszeiträume besser abgeschätzt werden können. Dies könne das regelmäßige Lüften jedoch nicht ersetzen, dies würde weiterhin die größte Sicherheit darstellen.

Das Programm hat den Angaben zufolge ein Volumen von mehr als vier Millionen Euro. Details sollen in der kommenden Woche genannt werden.

Update, 31. Oktober, 12.56 Uhr: Bremen will Parlament bei Corona-Verordnungen künftig einbinden

Bremen - Neue Corona-Verordnungen sollen im Bundesland Bremen künftig im Parlament diskutiert und bestätigt werden. Das kündigte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) am Samstag in einer Regierungserklärung zum bevorstehenden Teil-Lockdown an. In den kommenden vier Wochen werde der Senat der Bürgerschaft einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Demnach müssen zukünftige Corona-Rechtsverordnungen, die der Senat erlässt, immer in der darauffolgenden Sitzung der Bremischen Bürgerschaft vorgelegt und von dieser bestätigt werden. "Damit ist die parlamentarische Beteiligung zukünftig rechtsverbindlich garantiert", betonte Bovenschulte. 

Bundesweit mehrt sich die Kritik, dass Corona-Maßnahmen überwiegend ohne Parlamentsbeteiligung verordnet werden. Parlamente wurden oft erst kurz vor Inkrafttreten neuer Regeln informiert.

Update, 31. Oktober, 12.36 Uhr: 396 Corona-Infektionen in Hamburg an einem Tag

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Samstag um 396 Fälle erhöht. Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 126,7 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet mitteilte. Am Freitag waren 410 neue Fälle gemeldet worden, was ein neuer Höchstwert war.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg demnach 13.752 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 8900 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, etwa 100 mehr als am Vortag.

In Hamburger Kliniken werden 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 13 mehr im Vergleich zum Vortag. Auf Intensivstationen liegen 40 Patienten, einer mehr als noch am Freitag.

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für Hamburg 283 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 31. Oktober, 12.11 Uhr: Bremens Regierungschef wirbt um Verständnis für Teil-Lockdown

Andreas Bovenschulte (55, SPD) gibt eine Regierungserklärung ab.
Andreas Bovenschulte (55, SPD) gibt eine Regierungserklärung ab.  © Sina Schuldt/dpa

Bremen - Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (55, SPD) hat in einer Regierungserklärung um Verständnis und Unterstützung für die anstehenden Einschränkungen des sozialen Lebens geworben. "In den kommenden Wochen und Monaten kommt es auf Gemeinsinn und Solidarität an - auf Sie, auf mich, auf jede und jeden Einzelnen", sagte er am Samstag in einer Sondersitzung vor der Bremischen Bürgerschaft. 

Die von Montag an geltenden drastischen Kontaktbeschränkungen seien nötig, um die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein niedriges Niveau zu bringen. Er habe die Hoffnung, dass die Pandemie so wieder unter Kontrolle gebracht werden könne.

Da sich das Virus inzwischen diffus in der Bevölkerung verbreite, müssten Kontakte grundsätzlich reduziert werden. "Es ist entscheidend, dass wir Anlässe reduzieren, zu denen sich Menschen treffen und bei denen sich Menschen infizieren können." 

Die Entscheidung, Schulen und Kitas geöffnet zu lassen, sei beim Bund-Länder-Treffen bewusst gefallen. Denn die Folgen der fehlenden Unterrichtszeit für die Zukunftschancen der Kinder seien nicht zu verantworten. Von Montag an dürfen bundesweit höchstens zehn Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. 

Gastronomiebetriebe sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben den gesamten November geschlossen. Hotels wird die Aufnahme von Touristen verboten.

Update, 31. Oktober, 11.17 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen wächst weiter

Hannover - Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich. Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter 1467 Fälle mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 

Inzwischen wurden 36.912 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt; 65,5 Prozent der Betroffenen gelten als genesen; 747 Menschen mit einer Corona-Infektion sind gestorben. Der landesweite Inzidenzwert liegt derzeit bei 88,6 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gilt ein Landkreis als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit aller Kreise und kreisfreien Städte haben die Marke inzwischen überschritten. 

Den höchsten Wert verzeichnete am Samstag (Stand 9 Uhr) der Landkreis Cloppenburg mit einer Inzidenz von 274,2, gefolgt vom Kreis Vechta mit 247,2 und der Stadt Delmenhorst mit 205.

Update, 31. Oktober, 10.15 Uhr: Schleswig-Holstein überschreitet Inzidenzwert von 50

In Timmendorfer Strand gilt eine Maskenpflicht auf besonders belebten Straßen und Plätzen.
In Timmendorfer Strand gilt eine Maskenpflicht auf besonders belebten Straßen und Plätzen.  © Thomas Müller/dpa

Kiel - Schleswig-Holstein hat die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab für das Bundesland einen Wert von 50,14 (Stand Samstag 0 Uhr) an. 

Am Vortag hatte dieser Wert demnach noch bei etwa 46 gelegen. Am Freitagabend hatte die Landesregierung mit 313 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen neuen Höchststand vermeldet. 

Den Angaben zufolge haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8027 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 

Der bisherige Höchstwert lag bei 280 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Dieser wurde am Mittwoch gemeldet.

Update, 31. Oktober, 1.44 Uhr: Touristen müssen Mecklenburg-Vorpommern bis 5. November verlassen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) verkündet den neuen Kabinettsbeschluss.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) verkündet den neuen Kabinettsbeschluss.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Touristen müssen spätestens bis zum 5. November aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen

Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Freitagabend in Schwerin nach einer Kabinettssitzung an. 

Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden.

Update, 30. Oktober, 23.20 Uhr: Kreis Nordfriesland appelliert an Urlauber zu Hause zu bleiben

Husum - Der Kreis Nordfriesland hat kurz vor dem Teil-Lockdown an Urlauber appelliert, dieses Wochenende nicht mehr nach Schleswig-Holstein zu kommen. "Wer also überlegt, noch an diesem Wochenende anzureisen, sollte lieber gleich zuhause bleiben. So ein Appell an unsere Urlaubsgäste tut uns Nordfriesen in der Seele weh, aber auch bei uns steigen die Infiziertenzahlen rasant an", sagte Landrat Florian Lorenzen (CDU) am Freitag in einer Mitteilung.

Touristen müssen aus Schleswig-Holstein spätestens bis zum 2. November abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie in den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit. Damit soll der Abreiseverkehr entzerrt werden. Die Regierung verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown, der am 2. November beginnt und bis Ende November dauern soll.

Jeder Urlauber werde vermutlich versuchen, erst am 5. November abzureisen, doch das könne nicht funktionieren, sagte Lorenzen. Wer bereits vor der Anreise wusste, dass die Abreiseregelung kommen würde, müsse sich früher auf den Rückweg machen als Urlauber, die schon angereist waren, bevor die Regelung bekannt wurde.

Im Kreis Nordfriesland liegen zahlreiche beliebte Urlaubsregionen wie die Inseln Sylt, Amrum und Föhr.

Update, 30. Oktober, 22.43 Uhr: Höchstwert: 313 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel - In Schleswig-Holstein sind am Freitagabend 313 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden - so viele wie noch nie zuvor. Wie die Regierung am Abend veröffentlichte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8027 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Freitag um einen auf 175. Im Krankenhaus werden derzeit 79 Covid-19-Patienten behandelt. Das sind zwei weniger als am Vortag. 

Rund 5500 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Freitag 0 Uhr) bei 46,15.

Update, 30. Oktober, 21.32 Uhr: Ministerpräsident Günther fordert konsequente Umsetzung der Corona-Beschlüsse

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Länder aufgerufen, die Vereinbarungen mit dem Bund im Kampf gegen das Coronavirus überall konsequent umzusetzen. "Ich betrachte mit Sorge, dass einzelne Länder dies offenbar nicht konsequent genug tun wollen", sagte Günther der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir haben uns in Schleswig-Holstein dazu entschieden, die vereinbarten Maßnahmen eins zu eins umzusetzen und unser Regelwerk im Sinne der Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zu verschärfen", sagte Günther. Das Land tue dies aus gesamtstaatlicher Verantwortung. Dies erwarte er auch von Ländern, in denen das Ausbruchsgeschehen deutlich höher liege, als dies in Schleswig-Holstein der Fall sei.

Die bundesweit geltenden Verschärfungen zum konsequenten Handeln im Kampf gegen das Virus seien seiner Koalition aus CDU, Grünen und FDP nicht leichtgefallen, sagte Günther. Das Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein sei geringer als im Bundesdurchschnitt.

"Wir wissen um die Härte, die das etwa für die Betreiber von Hotels, Gaststätten, für Kulturschaffende oder Schausteller bedeutet", sagte der Kieler Regierungschef. 

Schwierig werde es, solche notwendigen Entscheidungen zu erklären, wenn Länder mit einem deutlich höheren Infektionsgeschehen meinten, der am Mittwoch vereinbarten Linie nicht vollständig folgen zu müssen.

Update, 30. Oktober, 17.56 Uhr: 173 Corona-Neuinfektionen in MV - weiterer Landkreis Risikogebiet

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 173 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen am Freitag auf mindestens 2791. 

Mit Vorpommern-Rügen hat laut Landesamt ein weiterer Landkreis die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersprungen. Das Lagus gab einen Wert von 52,5 an. Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim hatten die Marke von 50 bereits in dieser Woche überschritten. Der landesweite sogenannte Inzidenzwert liegt laut Lagus bei 43,4.

In Vorpommern-Rügen wurden am Freitag mehr als 50 Mitarbeiter eines fleischverarbeitenden Betriebs positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet.

Update, 30. Oktober, 17.30 Uhr: Hamburger Polizei sieht Teil-Lockdown mit Gelassenheit

Hamburg - Die Hamburger Polizei geht nicht davon aus, dass durch die Verschärfung der Corona-Regeln mehr Arbeit auf sie zukommt. "Für uns ist das kein großer Unterschied im Vergleich zu den letzten Wochen", sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach wird die Arbeit für die Polizei von Montag an sogar ein stückweit leichter. Zeitaufwendige Kontrollen fielen dadurch weg, dass Restaurants, Bars und Clubs ohnehin geschlossen seien. Zum Beispiel müssten Beamten künftig nicht mehr kontrollieren, ob Kontaktlisten korrekt geführt seien.

Der überwiegende Teil der Hamburger habe die Corona-Regeln bisher befolgt, so die Sprecherin. Nur Wenige würden sich rebellisch verhalten. In den Fällen benötige es dann aber Fingerspitzengefühl, sagt Levgrün.

Update, 30. Oktober, 16.47 Uhr: Niedersachsen verbietet Weihnachtsmärkte bis Ende November

Hannover - Niedersachsen hat Weihnachtsmärkte bis Ende November verboten. Das geht aus der am Freitag vorgelegten neuen Corona-Verordnung des Landes hervor. 

Dort heißt es unter dem Punkt Betriebsverbote, dass Weihnachtsmärkte, Jahrmärkte und Spezialmärkte und ähnliche Veranstaltungen untersagt sind. Eine Ausnahme gibt es für Wochenmärkte. 

Etliche Städte in Niedersachsen hatten ihre Weihnachtsmärkte ungeachtet neuer Corona-Regeln ohnehin schon abgesagt. Noch offen ist, ob das Verbot im Monat Dezember beibehalten wird.

Update, 30. Oktober, 16.20 Uhr: Touristen in Niedersachsen müssen Urlaub nicht abbrechen

Hannover - Touristen müssen ihren Urlaub in Niedersachsen anders als in Schleswig-Holstein nicht abbrechen, wenn sie vor Beginn des neuen Teil-Lockdowns anreisen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Verordnung des Landes hervor. 

Aufenthalte mit Übernachtung, die bereits vor dem 2. November angetreten worden seien, müssten nicht abgebrochen werden, heißt es in der Regelung des Landes.

Update, 30. Oktober, 15.27 Uhr: Fegebank verteidigt Corona-Regeln - "Sind mitten in zweiter Welle"

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hat die neuen Corona-Regeln verteidigt.
Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hat die neuen Corona-Regeln verteidigt.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank (Grüne), hat den von Montag an auch in Hamburg geltenden Teil-Lockdown verteidigt. 

"Wir haben uns sehr eng an die Vorgaben des Ministerpräsidenten-Beschlusses gehalten, damit es uns auch wirklich gelingt, die Welle zu brechen und die Kontakte eines jedes Einzelnen auf ein Minimum zu reduzieren", sagte Fegebank am Freitag bei der Landespressekonferenz in Hamburg. "Wir sind mitten in der zweiten Welle".

Dabei sollten nicht die täglichen Fallzahlen beunruhigen, sondern die Dynamik des Geschehens und "dass wir auf dem besten Weg sind, dass unser Gesundheitssystem wieder in eine Überlastungssituation kommt und dass wir möglicherweise eine Überforderung unserer Intensivstationen haben". Das gelte es nun abzuwenden und deswegen brauche es die harten Maßnahmen, unterstrich Fegebank.

Dass die Einschränkungen bitter und für viele "eine echte Zumutung" seien, könne sie nachvollziehen. "Gemeinsamer Halloween-Umzug mit den Kindern oder das Laterne-Laufen mit anderen Erwachsenen oder anderen Kindern - das wird jetzt alles wegfallen müssen, weil wir in einer echt kritischen Lage sind". 

Hintergrund sei, dass mittlerweile nicht mehr nachvollzogen werden könne, wo einzelne Fälle auftreten, "weil sich das Virus teilweise lautlos und unbemerkt, also symptomlos, verbreitet".

Sie hoffe deshalb, dass sich in den nächsten Wochen alle an die neuen Corona-Regeln halten, sagte die Grünen-Politikerin. "Das ist jetzt wirklich eine Aufgabe, wo wir es alle in der Hand haben, ob wir den Wellenbrecher hinkriegen oder eben nicht".

Update, 30. Oktober, 14.56 Uhr: Sportbetrieb findet nicht mehr statt - Nothilfefonds geplant

Hamburg - Hamburger Sportvereine und Sportler müssen von Montag an wegen der Corona-Pandemie wieder deutliche Einschränkungen hinnehmen. 

"Der Sportbetrieb findet nicht mehr statt - mit einigen Ausnahmen", sagte Sport- und Innensenator Andy Grote (SPD) am Freitag bei der Landespressekonferenz in Hamburg. 

"Man kann alleine, zu zweit oder mit Angehörigen desselben Haushaltes weiter Sport treiben und dafür auch die Sportanlagen im Freien nutzen". Auch ärztlich verordneter Rehasport und Kader- und Profisport ohne Zuschauer seien möglich.

Um finanzielle Schwierigkeiten bei den Vereinen, Sportveranstaltern und Rehasport-Anbietern ausgleichen zu können, soll in der kommenden Woche ein zweiter, millionenschwerer Nothilfefonds auf den Weg gebracht werden. 

"Hamburg wird auf jeden Fall in einer Größenordnung von etwa vier Millionen Euro weitere Hilfen für den Sport bereit stellen", sagte Grote dazu. Der Fonds müsse nächste Woche noch mit den Bundeshilfen abgeglichen werden. Es handele sich dabei um nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 40.000 Euro pro Verein.

Update, 30. Oktober, 14.26 Uhr: Tschentscher zu Weihnachtsmärkten in Corona-Zeiten

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich am Freitag in der Hansestadt wenig optimistisch über die Möglichkeit von Weihnachtsmärkten geäußert. 

"Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen normalen Weihnachtsmarkt erleben werden, ist sehr, sehr gering."

Der Winterdom wurde bereits abgesagt. Eine offizielle Entscheidung zu den Weihnachtsmärkten gibt es noch nicht.

Update, 30. Oktober, 14.15 Uhr: Touristen müssen Schleswig-Holstein verlassen

Auch Touristen auf den Nordsee-Inseln müssen ihren Urlaub abbrechen.
Auch Touristen auf den Nordsee-Inseln müssen ihren Urlaub abbrechen.  © Christian Charisius/dpa

Kiel - Touristen müssen aus Schleswig-Holstein spätestens bis zum 2. November abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie in den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit.

Die Ministerpräsidentenkonferenz habe am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass "Übernachtungsangebote im Inland nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt" werden. 

Für Schleswig-Holstein gelte deshalb, dass mit wenigen Ausnahmen für die kommenden vier Wochen keine Beherbergungsleistungen mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden.

Erlaubt bleibe weiterhin eine Beherbergung aus beruflichen oder sozial-ethisch Gründen (beispielsweise Bestattung oder Sterbebegleitung) sowie medizinisch veranlassten Zwecken wie beispielsweise zur Begleitung von Kindern bei einem Krankenhausaufenthalt, erläuterte ein Regierungssprecher. 

Einzelheiten zu den Eindämmungsmaßnahmen werde eine Landesverordnung regeln. Sie soll bis Sonntag erarbeitet und dann veröffentlicht werden. "In Kraft treten wird die neue Verordnung am Montag", hieß es.

Update, 30. Oktober, 13.58 Uhr: Senat weitet Maskenpflicht an Schulen aus

Hamburg - Hamburgs rot-grüner Senat weitet wegen der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an den Schulen aus. 

Von Montag an müssen alle Schüler ab der 5. Klasse auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, teilte der Senat am Freitag mit.

Update, 30. Oktober, 13.49 Uhr: 36 Marineangehörige positiv getestet

Rostock - Bei der Deutschen Marine sind bislang 36 Soldaten positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. 

Wie ein Sprecher des Marinekommandos in Rostock am Freitag sagte, gebe es aktuell 18 aktive Infektionsfälle. Ein Soldat müsse stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

Wie der Inspekteur der Deutschen Marine, Andreas Krause, in seinem 18. Infobrief Corona schrieb, wirke sich das Krankheitsgeschehen direkt auf die Einsatzfähigkeit aus. 

Einzelne Erprobungs- und Übungsvorhaben hätten bereits abgesagt werden müssen. "Zukünftig werden solche Fälle immer wieder kurzfristige Planänderungen bedingen und Vorhaben ausfallen lassen."

Update, 30. Oktober, 13.18 Uhr: Senat beschließt Teil-Lockdown in Hamburg

Auf der Straße "Große Freiheit" im Hamburger Szenestadtteil Sankt Pauli herrscht gähnende Leere. (Archivbild)
Auf der Straße "Große Freiheit" im Hamburger Szenestadtteil Sankt Pauli herrscht gähnende Leere. (Archivbild)  © Jonas Klüter/dpa

Hamburg – Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Hamburg am Montag für vier Wochen teilweise heruntergefahren. 

Der rot-grüne Senat beschloss am Freitag weitreichende Beschränkungen für die Bürger, für Gastronomie, Kultur und Sport. 

Er setzt damit einen von Bund und Ländern vereinbarten Teil-Lockdown um.

Update, 30. Oktober, 12.27 Uhr: Neuer Höchststand in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Freitag um 410 Fälle erhöht. 

Das ist der stärkste Zuwachs innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt. Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 121,8 pro 100.000 Einwohner, wie die Behörde im Internet mitteilte. 

Am Donnerstag waren 390 neue Fälle gemeldet worden, der Sieben-Tage-Wert hatte bei 119,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gelegen.

Update, 30. Oktober, 11.25 Uhr: 1550 Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Freitag in Niedersachsen auf den Rekordwert von 1550 Fällen gestiegen. Am Vortag waren es 1364 bestätigte Fälle. 

Insgesamt wurden damit 35.445 Fälle registriert. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag bekanntgab, gelten inzwischen 29 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Hotspots mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 

Am Vortag waren es noch 24. Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert auf 79,5, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 244,9.

Update, 30. Oktober, 8.53 Uhr: Corona auf UKE-Transplantationsstation

Hamburg - Auf der Transplantationsstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind drei positive Corona-Fälle aus den Reihen der Mitarbeiter hinzu gekommen. 

Nachdem zuletzt drei von derzeit 23 Patienten der Station positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden waren, wurde die Viruslast auch bei den Mitarbeitern der Station und Kontaktpersonen der Patienten aus anderen UKE-Bereichen geprüft. 

"Bisher wurden zwei Stationsmitarbeitende aus der Pflege und eine Kontaktperson zu einem der Patienten aus einem Funktionsbereich positiv auf SARS-CoV-2 getestet", teilte das UKE mit. 

Die drei betroffenen Patienten zeigten bislang nach wie vor keine Symptome, sagte eine UKE-Sprecherin am Freitag in Hamburg.

Update, 30. Oktober, 8.37 Uhr: Kreis Pinneberg schließt Privatschule in Elmshorn

Elmshorn - Im Kreis Pinneberg ist nach mehreren positiven Corona-Tests eine Privatschule vorerst geschlossen worden. 

Es gebe ein diffuses Infektionsgeschehen, teilte der Kreis Pinneberg am Freitagmorgen mit. So seien unabhängig voneinander an der Leibniz-Privatschule Elmshorn fünf Menschen positiv getestet worden. 

Das Infektionsgeschehen sei derzeit nicht auf einzelne Klassen einzuschränken. Die rund 150 Lehrer der Einrichtung sollen am Samstag auf das Coronavirus getestet werden. 

Bis das Testergebnis - vermutlich am Montagnachmittag - vorliegt, bleibt die Schule den Angaben zufolge geschlossen.

Update, 30. Oktober, 6.25 Uhr: Senat berät über neue Corona-Beschränkungen

Hamburg - Hamburgs rot-grüner Senat berät am Freitag in einer Sondersitzung über die konkrete Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten harten Corona-Auflagen. 

So sollen von Montag an bis Ende des Monats alle Restaurants und Kneipen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios und Kinos. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten. 

Offen bleiben sollen dagegen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.   

Im Anschluss an die Sondersitzung wollen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die zuständigen Senatoren nach Angaben der Pressestelle voraussichtlich gegen 13 Uhr die Öffentlichkeit informieren.

Update, 30. Oktober, 6.09 Uhr: 215 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind am Donnerstagabend 215 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden.

Wie die Regierung am Abend veröffentlichte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 7714 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden mit 280 einen Rekordwert erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Donnerstag um 4 auf 174. 

Im Krankenhaus werden derzeit 81 Covid-19-Patienten behandelt. Das sind fünf mehr als am Vortag. 

Update, 29. Oktober, 22.18 Uhr: Erneut viele Corona-Neuinfektionen in MV

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt im Landtag.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt im Landtag.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 132 weitere Corona-Neuinfektionen am Donnerstag registriert worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 2618.

Mit Ludwigslust-Parchim hat ein weiterer Landkreis die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersprungen. 

Das Lagus gab einen Wert von 50,3 an, der Landkreis selbst berichtete am Donnerstagnachmittag zuvor von einem Wert von 54. Vorpommern-Greifswald hatte diese Marke bereits am Vortag überschritten. Landesweit liegt der Inzidenzwert laut Lagus bei 37,9.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 236 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, am Donnerstag kamen sechs weitere hinzu. 1608 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, liegt bei 23, einer mehr als am Vortag.

Update, 29. Oktober, 19.53 Uhr: Sperrstunde in Hamburg gilt weiter

Hochgestellte Bänke stehen auf Tischen im Schanzenviertel.
Hochgestellte Bänke stehen auf Tischen im Schanzenviertel.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Die Sperrstunde in der Hamburger Gastronomie hat nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) der Hansestadt vorerst weiter Bestand. 

Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Zuvor hatte das Hamburgische Verwaltungsgericht dem Eilantrag einer Betreiberin von drei Gaststätten stattgegeben, mit dem sie sich gegen die Sperrstundenregelung gewandt hatte (Az. 14 E 4379/20). Dagegen hatte die Stadt Hamburg Beschwerde vorm OVG eingelegt.

Das Oberverwaltungsgericht entschied jetzt auf Antrag der Stadt mit einer Zwischenverfügung, dass es bis zu einer Entscheidung über die Beschwerde bei der Sperrstundenregelung bleibt und die Gaststättenbetreiberin das Öffnungsverbot zu beachten habe.

Am Montag hatte das Verwaltungsgericht zu Gunsten der Klägerin entschieden. Nach Auffassung der zuständigen Kammer greift die Sperrstundenregelung in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung voraussichtlich unverhältnismäßig in die Berufsfreiheit der Klägerin ein. Die Sperrstundenregelung sei zwar geeignet dazu beizutragen, die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen. 

Sie sei jedoch im Hinblick auf den zu erwartenden Nutzen und die gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf eine Vielzahl von sich regelkonform verhaltenden Betreibern von Gaststätten weder erforderlich noch angemessen, hatte das Gericht seine am Mittwoch veröffentlichte Entscheidung begründet.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 29. Oktober, 18.57 Uhr: Nordfriesland überschreitet Corona-Grenzwert

Passanten gehen gehen durch den Schlossgang in Husums Altstadt.
Passanten gehen gehen durch den Schlossgang in Husums Altstadt.  © Markus Scholz/dpa

Husum – Der Kreis Nordfriesland hat die Marke von 50 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Das teilte der Kreis am Donnerstag mit. Im Husumer Stadtgebiet verzeichnete der Kreis insgesamt 61 mit dem Coronavirus infizierte Personen, davon seien 19 seit Montag hinzugekommen.

"Damit liegen wir im Kreisgebiet bei mehr als 50 neu Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche und sind verpflichtet, zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung der Pandemie zu ergreifen", sagte Landrat Florian Lorenzen. "Sie gelten jedoch nur für das Stadtgebiet Husum samt Rödemis und Schobüll, aber nicht für den Rest des Kreisgebietes", betonte der Verwaltungschef.

Die Pflicht, in der Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, bleibe bestehen, hieß es in der Mitteilung. Zusätzlich gelte die Maskenpflicht ab dem 30. Oktober auch in den allgemeinbildenden Schulen, Förderzentren, berufsbildenden Schulen, Ergänzungs- und Ersatzschulen sowie in Schulen und Einrichtungen der dänischen Minderheit.

Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als zehn Personen sind demnach untersagt, bisher lag die Grenze bei 15 Teilnehmern. Veranstaltungen im privaten Wohnraum und Garten dürfen nur noch mit höchstens zehn statt 15 Personen einschließlich der Gastgeber stattfinden.

Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen ist ebenfalls nur noch mit höchstens zehn Teilnehmern oder Wahrung des Mindestabstandes möglich. Höchstens 100 Zuschauer sind erlaubt.

Bei Sportarten, bei denen es gar nicht zu einer Unterschreitung der Abstände kommt (zum Beispiel beim Schwimmen oder beim Individualtraining im Fitness-Studio), bleibt alles beim Alten, es sei denn, die Gegebenheiten vor Ort lassen Abstände und Trennung nicht zu.

Update, 29. Oktober, 17.15 Uhr: Dänemark beschränkt Einreise aus Schleswig-Holstein

Kopenhagen – Dänemark weitet seine Reisebeschränkungen nun auch auf Schleswig-Holstein aus. Das ging am Donnerstagnachmittag aus dem wöchentlich aktualisierten Reisemaßgaben des dänischen Außenministeriums hervor. 

Die Maßnahme bedeutet, dass den Dänen ab Samstag auch von nicht notwendigen Reisen nach Schleswig-Holstein abgeraten wird. Einwohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark einreisen, müssen dafür aber einen triftigen Einreisegrund oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Da die Arbeit als Einreisegrund gilt, werden Grenzpendler weiter ins Land gelassen.

Grund für den Schritt ist, dass Schleswig-Holsteins Zahl der Corona-Neuinfektionen den dänischen Grenzwert von 30 wöchentlichen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen überschritten hat. Dieser Wert liegt laut dänischen Angaben bei 31,1. Damit gilt nun ganz Deutschland als sogenanntes Quarantäneland.

Die dänische Regierung hatte die Einreisebeschränkungen im Laufe der vergangenen Monate für ein Land nach dem anderen erhoben, zuletzt auch für Deutschland mit der Ausnahme des an Dänemark grenzenden Schleswig-Holsteins. Insgesamt rät Kopenhagen damit von nicht notwendigen Reisen in alle Welt mit der Ausnahme von zwei schwedischen Regionen ab.

Update, 29. Oktober, 14.26 Uhr: Flensburger Weihnachtsmarkt abgesagt

Flensburg – Angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen und der verschärften Rahmenbedingungen wird es in Flensburg keinen Weihnachtsmarkt geben. 

Nach den jüngsten Beschlüssen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten werde deutlich, dass es nicht möglich sei, den Weihnachtsmarktes zu veranstalten, teilten die Stadt Flensburg und die Tourismus Agentur Flensburger Förde (TAFF) am Donnerstag mit.

Die Länderregierungschefs und die Bundeskanzlerin hatten am Mittwoch beschlossen, Kontakte drastisch zu beschränken und zahlreiche Einrichtungen im November zu schließen. Sie reagierten damit auf die sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen. Die Maßnahmen sollen auch im Norden ab kommenden Montag bis Ende November gelten.

"Wir hätten gerne unsere Flensburger Innenstadt mit der Durchführung unseres traditionellen Weihnachtsmarktes unterstützt, aber die Rahmenbedingungen haben dies einfach nicht zugelassen", sagte Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD). 

Auch TAFF-Geschäftsführer Gorm Casper bedauert die Absage, kündigte aber an, dass die Weihnachtszeit auch dieses Jahr in Flensburg zu spüren sein wird: "Wir werden dafür sorgen, dass die weihnachtliche Stimmung trotz der für alle Beteiligten schwierigen Umstände Einzug in die Innenstadt halten kann."

Update, 29. Oktober, 14.25 Uhr: Tourismusverband sieht in Teil-Lockdown eine Katastrophe

Hamburg – Der Hamburger Tourismusverband hat die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie als Katastrophe bezeichnet. 

"Der Lockdown Light ist für die Tourismuswirtschaft definitiv kein Lockdown Light sondern mehr eine Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Hamburg, Wolfgang Raike, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Angesichts der vielen Hygienemaßnahmen, die in den vergangenen Monaten von der Branche ergriffen wurden, sei dies jetzt ein "finanzieller Totalschaden". Er betonte zugleich, die versprochene Hilfe höre sich gut an.

In einer Erklärung des Verbands betonte Raike, die Maßnahmen seien aus gesundheitlichen Gründen unabwendbar aber für den Tourismus hart. Es werde jetzt darauf angekommen, dass die zugesagten finanziellen Hilfen der Bundesregierung sehr schnell und unbürokratisch ausgezahlt würden. 

"Davon ist das Überleben vieler Betriebe im Tourismus abhängig. Viele sind auch jetzt schon am wirtschaftlichen Limit und werden sonst die nächsten Wochen nicht überstehen."

Update, 29. Oktober, 13.47 Uhr: Inselbürgermeisterin klagt über Unsicherheit

Langeoog - Die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Beschränkungen im Tourismus sorgen auf der Nordseeinsel Langeoog für Unsicherheit. "Es kommt nicht so unerwartet wie damals im März. Gleichwohl ist es das dritte Mal, dass etwas angekündigt wird, das noch in eine Form gegossen werden muss", sagte Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos). 

Dem Beschluss aus der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder zufolge sollen ab Montag Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. 

"Es sind noch Fragen offen, wie zum Beispiel: Was ist mit den Gästen, die angereist sind? Müssen die wie beim letzten Mal abreisen oder nicht?", erklärte Horn.

Im Frühjahr hatte es wegen Corona ein Touristenverbot auf den Ostfriesischen Inseln gegeben. Gäste mussten zum Teil den Urlaub frühzeitig abbrechen. Um das Verbot durchzusetzen, reisten mitunter sogar Polizisten vom Festland an.

Update, 29. Oktober, 13.07 Uhr: Bußgeld von 150 Euro für falsche Angaben

Schwerin - Falsche Angaben von Besuchern in Corona-Gästelisten kosten in Mecklenburg-Vorpommern künftig 150 Euro Bußgeld. 

Das gehe aus einem überarbeiteten Bußgeldkatalog hervor, teilte das Innenministerium am Donnerstag in Schwerin auf Anfrage mit. Zuvor wurde ein solches Bußgeld noch nicht aufgelistet. 

Bund und Länder hatten sich bereits Ende September auf ein solches Mindestbußgeld von 50 Euro verständigt.

Update, 29. Oktober, 12.52 Uhr: Miniatur Wunderland unterstützt Corona-Maßnahmen

Hamburg - Die Betreiber des Miniatur Wunderlands in Hamburg unterstützen nach eigener Aussage die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu 100 Prozent. 

Sie hätten in ihren Kalkulationen ohnehin immer damit gerechnet, dass es weitere Maßnahmen oder einen Lockdown gebe, sagte Geschäftsführer Frederik Braun am Donnerstag. 

Das Miniatur Wunderland beträfen die Maßnahmen massiv, da es am Montag für vier Wochen schließen müsse. Aber die Politik habe "zu 100 Prozent richtig entschieden". Er sei ein absoluter Befürworter der Maßnahmen im Kampf gegen Corona. 

"Finanziell ist es doof, aber wir finden es großartig, dass die Regierung hilft."

Update, 29. Oktober, 12.49 Uhr: Zwangspause laut Thalia-Theater-Intendant Lux "sehr bitter"

Joachim Lux, der Intendant vom Thalia-Theater in Hamburg.
Joachim Lux, der Intendant vom Thalia-Theater in Hamburg.  © picture alliance / dpa

Hamburg - Der Intendant des Hamburger Thalia-Theaters hat die im November anstehende Zwangspause für Theater, Opern und Konzertsäle als "sehr bitter" bezeichnet. 

Dass bei einer unkontrollierbaren Pandemie alle betroffen sind, leuchte zwar ein, sagte Joachim Lux in einer schriftlichen Mitteilung an die Deutschen Presse-Agentur. "Dennoch ist die Lage kompliziert. Denn es ist nicht einmal andeutungsweise zu erkennen, dass Kulturveranstaltungen zur Verbreitung des Virus beitragen."

Wenn zudem andere Bereiche wie der Profi-Fußball dank ihrer starken Lobbys anders behandelt werden, sei das nicht nachvollziehbar. 

Für Unmut sorge auch, dass in Bus, Bahn und im Flugzeug die Abstandsregeln mit Verweis auf die Maskenpflicht nicht immer eingehalten werden.

"Solche und andere Widersprüche versteht kein Mensch. Sie untergraben die gesellschaftliche Solidarität, an die gerade appelliert wird, und führen zu Verbitterung und Zorn. Das ist schade und müsste nicht sein."

Update, 29. Oktober, 12.41 Uhr: 390 neue Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Donnerstag um 390 Fälle erhöht - nach 404 Fällen am Vortag. 

Der Sieben-Tage-Wert kletterte am Donnerstag nach Angaben der Behörde auf 119,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch hatte der Wert bei 113,2 gelegen.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 12.946 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 8700 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. In Hamburger Kliniken wurden Stand Mittwoch 148 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, einer weniger als am Vortag. 

Auf Intensivstationen lagen 36 Patienten, zwei mehr als am Vortag. Von diesen kommen 31 aus Hamburg.

Update, 29. Oktober, 11.21 Uhr: Rostocker Weihnachtsmarkt wird zunächst nicht eröffnet

Rostock - Nach den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung zur Eingrenzung der Corona-Pandemie wird der Rostocker Weihnachtsmarkt nicht wie geplant am 23. November öffnen können. 

"In den folgenden Tagen besprechen wir das weitere Vorgehen mit allen zuständigen Ämtern der Rostocker Stadtverwaltung", sagte die Chefin des Großmarkts Rostock, Inga Knospe. Sie sagte, dass die Entscheidungen der Bundesregierung selbstverständlich mitgetragen werden. 

Vergangene Woche hatte die Stadt noch bekanntgegeben, dass es trotz der Pandemie den Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr geben und dieser bis zum 22. Dezember dauern solle. 

Update, 29. Oktober, 11.17 Uhr: Schwesig wirbt um Verständnis für Teil-Lockdown

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat in einer Regierungserklärung um Verständnis für den Teil-Lockdown ab Montag in ganz Deutschland geworben. 

In den vergangenen sieben Tagen hätten sich allein in Mecklenburg-Vorpommern 579 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt, sagte Schwesig am Donnerstag im Schweriner Landtag. Zehn Betroffene würden im Krankenhaus behandelt, sechs müssten beatmet werden. 

"Noch immer sind diese Zahlen geringer als in allen anderen Bundesländern", sagte die Regierungschefin. Aber sie seien höher als je zuvor im Nordosten. 

Außerdem müsse MV seinen Beitrag für einen Rückgang der Infektionen in ganz Deutschland leisten. 

Update, 29. Oktober, 10.49 Uhr: Drei Fälle auf Transplantationsstation

Hamburg - Auf der Transplantationsstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind drei von 23 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. 

Sie seien umgehend auf eine Covid-19-Station verlegt worden, teilte das UKE am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Die drei Patienten zeigen den Angaben zufolge keinerlei Symptome. Die Tests wurden gemacht, nachdem eine vor einer Woche entlassene Patienten positiv getestet worden war. 

Die Station sei nun bis auf Weiteres für Neuaufnahmen gesperrt und alle Patienten sollen engmaschig überwacht werden. Die Testergebnisse der Mitarbeiter der Stationen stehen noch aus. 

Update, 29. Oktober, 6.27 Uhr: Experten warnen im Norden vor Gastronomie-Pleitewelle

Hamburg/Kiel - Angesichts der Corona-Krise warnt die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel vor einer Pleitewelle in der Gastronomie im Norden. 

Stand Ende Oktober seien allein in Hamburg mehr als 15 Prozent der Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés insolvenzgefährdet, heißt es in einer Analyse von Donnerstag. Das sei im Vergleich zu der Zeit vor Corona eine Zunahme um etwa 71,1 Prozent.

Knapp 14 Prozent der untersuchten Gastronomiebetriebe sind der Analyse zufolge Ende Oktober in Schleswig-Holstein von einer Insolvenz bedroht. Das ist demnach ein Anstieg von 47,5 Prozent im Vergleich zum Februar - bevor Gastronomen das erste Mal wegen des Virus schließen mussten.

Crif Bürgel untersuchte nach eigenen Angaben die finanzielle Lage von insgesamt 57.300 Gastronomiebetrieben in ganz Deutschland. Die Situation vieler Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés dürfte sich deutschlandweit noch deutlich verschlimmern, schätzt Crif Bürgel. 

"Im 1. Quartal 2021 könnte jedes fünfte Unternehmen aus der Gastronomie insolvenzgefährdet sein", sagte Geschäftsführer Frank Schlein.

Update, 28. Oktober, 20.49 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verschärft vorübergehend Corona-Regeln

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern dürfen sich vom kommenden Montag (2.11.) an nur noch Menschen aus maximal zwei Haushalten öffentlich treffen. 

Außerdem müssen unter anderem Restaurants und Kulturstätten schließen. Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen für fast den kompletten November werden in MV umgesetzt, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwoch in Schwerin ankündigte.

"Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger bitten, mitzumachen, so wie schon im Frühjahr. Wenn wir jetzt im November zu Hause bleiben und Kontakte reduzieren, wird es ein guter Dezember werden. Wenn wir das nicht tun, wird die Welle weiter zunehmen", sagte Schwesig.

Am Mittwochnachmittag berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videokonferenz über weitere massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Demnach soll es vom kommenden Montag an bis zum Monatsende einen neuen Lockdown für einige Bereiche geben: Theater, Opern, Konzerthäuser und Sportstätten sollen geschlossen bleiben. Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten werden. Bund und Länder wollen damit die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen.

Mit den Einschränkungen werden wichtige Branchen des Bundeslandes hart getroffen. Herbergen dürfen keine touristischen Übernachtungsgäste mehr aufnehmen. Zudem dürfen Gastronomiebetriebe nur noch Essen außer Haus verkaufen oder dieses ausliefern.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hatte am Mittwoch als erster Kreis in Mecklenburg-Vorpommern die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersprungen. 

Update, 28. Oktober, 20.45 Uhr: 180 Kinder müssen im Landkreis Rostock in Quarantäne

Güstrow/Bernitt – Wegen Corona-Fällen in einer Kita und einer Schule müssen im Landkreis Rostock rund 180 Kinder in häusliche Quarantäne. 

In Bernitt sei der Grundschulteil der Regionalen Schule bis zum 9. November geschlossen worden, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Dort habe es zwei Covid-19-Fälle unter den Schülern gegeben, 110 Kinder, zwölf Lehrer und weitere Beschäftigte seien in Quarantäne. Die betroffenen Kinder und Mitarbeiter würden getestet, sofern sie Symptome entwickeln.

Eine Mitarbeiterin einer Kita in Güstrow sei zudem positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin sei für 69 Kinder und zehn Mitarbeiter eine Quarantäne angeordnet worden, die bis zum 5. November gelten soll. 

Die betroffenen Kinder und Mitarbeiter würden ebenfalls nur dann getestet, wenn sie Symptome entwickeln. Von Montag an sollen außerdem 22 Soldaten das Gesundheitsamt des Landkreises bei der Pandemiebekämpfung unterstützen.

Update, 28. Oktober, 18.47 Uhr: Hamburg trägt alle Verschärfungen der Corona-Einschränkungen mit

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, spricht bei einem Statement im Rathaus nach einer Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, spricht bei einem Statement im Rathaus nach einer Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Hamburg trägt alle von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen der Corona-Regelungen mit. 

"Es gibt keine abweichenden Voten. Wir haben alle gemeinsam diese Beschlüsse gefasst", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch im Anschluss an die Videoschalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Damit müssen unter anderem vom 2. November an bis zum Ende des Monats alle Gastronomiebetriebe schließen. 

Das gilt auch für Theater, Opern oder Konzerthäuser und für den Freizeit- und Amateursportbetrieb, nicht aber für den Individualsport.

Update, 28. Oktober, 14.03 Uhr: Tschentscher spricht von weiteren Einschränkungen

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Bevölkerung wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen auf weitere harte Einschränkungen eingeschworen. 

"Es wird darum gehen, die aktuell viel zu hohe Infektionsdynamik durch einen zeitlich begrenzten, aber harten Einschnitt abzubremsen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in einer Regierungserklärung mit Blick auf die parallel laufende Videoschalte der Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Tschentscher betonte, die vorgeschlagenen Maßnahmen bezögen sich auf konsequente Kontaktbeschränkungen unter anderem in der Freizeitgestaltung, im privaten Bereich und der Gastronomie. 

Update, 28. Oktober, 13.24 Uhr: Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn" warnt vor Schließungen

Hamburg - Die Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn hat vor einer erneuten Schließung der Hamburger Bordelle wegen Corona gewarnt. 

Die meisten Prostituierten würden dann in die Illegalität gehen. "Das wird dieses Mal genauso sein wie beim letzten Mal, davon kann man ausgehen", sagte eine Sprecherin der Initiative am Mittwoch. 

Es sei sinnvoller, das Gewerbe offenzuhalten. Seit der Wiederaufnahme des Betriebs auf St. Pauli Mitte September habe es keinen einzigen Fall einer Corona-Infektion in den Bordellen gegeben. Für die Etablissements gelten strenge Hygieneregeln.

Für den Fall eines erneuten Lockdowns fordert Sexy Aufstand Reeperbahn staatliche Unterstützung für solo-selbstständige Prostituierte. 

Bei der folgenden Aufhebung des Lockdowns dürfe das Prostitutionsgewerbe nicht wieder vergessen werden. Beim letzten Mal hätten die Bordelle erst drei Monate nach den körpernahen Dienstleistungen wieder öffnen dürfen. 

Im Sexy Aufstand Reeperbahn sind Prostituierte und Bordellbetreiber vertreten.

Update, 28. Oktober, 13 Uhr: Tagesrekord: 404 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Mittwoch um 404 Fälle erhöht. 

Das sind so viele Fälle wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt. Der bisherige Rekordtag war der vergangene Freitag mit 360 gewesen. 

Der Sieben-Tage-Wert kletterte am Mittwoch auf 113,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Dienstag waren 303 Fälle hinzugekommen, der Sieben-Tage-Wert hatte bei 102,5 gelegen.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 12.556 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 8600 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Vortag. 

In Hamburger Kliniken wurden am Dienstag 149 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 9 mehr als am Montag. Auf Intensivstationen lagen wie schon zuvor 34 Menschen, 4 mehr als am Vortag. Von diesen kommen 28 aus Hamburg.

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Sonntag 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. 

Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für Hamburg seit Donnerstag vergangener Woche 283 Tote.

Update, 28. Oktober, 11.30 Uhr: Rekord von 1059 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen auf einen Rekordwert von 1059 Fällen gestiegen. 

Wie der Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Hannover mitteilte, gelten zwei weitere Städte und ein Landkreis nun als Hotspot mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Es geht um Braunschweig, Emden und den Landkreis Hameln-Pyrmont. 

Von den 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen gelten damit 19 als Hotspot.

Update, 28. Oktober, 9.34 Uhr: Rekordstand: 278 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind innerhalb eines Tages 278 Corona-Neuninfektionen registriert worden - so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr. 

In ganz Deutschland haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist ebenfalls eine Höchstzahl.

Am Vormittag wollte sich Ministerpräsident Daniel Günther mit den anderen Länderchefs absprechen über das weitere bundesweite Vorgehen in der Corona-Krise. Am Mittag (13 Uhr) beginnt dann die Videoschalte der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bereits am Dienstag hatte Günther drastische Kontaktbeschränkungen für Schleswig-Holstein angekündigt - unabhängig von den Ergebnissen des Gipfels. Sie sollen am Wochenende in Kraft treten. 

Dann dürfen sich im ganzen Land nur noch maximal zehn Personen zusammen aufhalten. Gaststätten müssen ebenfalls für drei Wochen von 23 Uhr bis 6 Uhr geschlossen bleiben. Auch andernorts darf in dieser Zeit kein Alkohol verkauft werden.

Zudem soll die Maskenpflicht im Schulunterricht ab der 5. Klasse um drei Wochen verlängert werden. In Gebieten mit hohen Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht auf die Klassen 1 bis 4 ausgeweitet werden. 

Veranstaltungen dürfen drei Wochen lang mit maximal 100 Personen stattfinden und dies auch nur dann, wenn strikte Hygienevorgaben eingehalten werden.

Update, 27. Oktober, 19.38 Uhr: 93 Schüler und 11 Lehrer in Wismar in Quarantäne

Wismar - Nach dem positiven Covid-19-Befund bei einem Schulkind der 6. Klasse hat der Landkreis Nordwestmecklenburg für 93 Kinder und 11 Lehrkräfte einer Schule in Wismar Quarantäne angeordnet. 

Entsprechend dem vom Land vorgegebenen Plan sind davon alle Kinder der Klassenstufen 5 und 6 betroffen, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Für die restlichen Klassenstufen könne der Unterricht weitergehen.

Wie üblich sollen zwei Runden Abstrichtests bei den Betroffenen mit einem Abstand von einigen Tagen erfolgen, deren Ergebnisse über das weitere Vorgehen entscheiden. 

Die ersten Abstriche sollen am Freitag in der Schule erfolgen.

Update, 27. Oktober, 18.31 Uhr: Erneut hohe Zahl von Neuinfektionen in MV

Rostock - Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus ist in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb eines Tages um mindestens 118 auf nunmehr 2328 gestiegen. Schon am Freitag vergangener Woche war ein Tageswert von 118 erreicht worden. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, liegt nun landesweit bei 31,2, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte.

Die meisten Neuinfektionen gab es laut Lagus am Dienstag im Kreis Ludwigslust-Parchim mit 41. Im Landkreis Rostock liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 43,2 und im Landkreis Vorpommern-Greifswald bei 44,8. 

Diese beiden Kreise liegen damit auf der sogenannten Corona-Ampel im orangen Bereich. Dann gibt es beispielsweise Beschränkungen für private Feiern.

Update, 27. Oktober, 18.29 Uhr: Erneut Corona-Infektionsfälle in Schlachthof

Steinfeld - Erneut sind bei Reihentestungen in einem Schlachthof Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. 

Wie der Landkreis Vechta am Dienstag mitteilte, wurden in einem Geflügelschlachthof in Steinfeld unter 150 Beschäftigten bei 14 Menschen Infektionen festgestellt. Das Gesundheitsamt des Landkreises sei in dem Betrieb gewesen und ermittele alle engen Kontaktpersonen der Infizierten. Weitere Maßnahmen würden geprüft.

Zuletzt waren in Schweine-Schlachthöfen in den Kreisen Cloppenburg und Emsland zahlreiche Beschäftigte positiv auf Covid-19 getestet worden.

Update, 27. Oktober, 18.11 Uhr: Corona-Fälle in zwei Pflegeheimen in Norderstedt

Norderstedt - In zwei Alten- und Pflegeheimen in Norderstedt (Kreis Segeberg) sind seit dem Wochenende insgesamt 48 Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Allein im Heim "Steertpogghoff" hätten sich 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert, teilte der Kreis Segeberg am Dienstag mit. Im "Haus am Park" seien bisher vier Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv getestet worden.

Es muss in beiden Einrichtungen mit weiteren Corona-Fällen gerechnet werden. Denn die Ergebnisse der 150 Tests von Personen aus dem "Steertpogghoff" liegen noch nicht komplett vor. 

Und im "Haus am Park" sollen am Donnerstag 140 Mitarbeiter und Bewohner noch getestet werden. Beide Einrichtungen stehen unter Quarantäne.

Update, 27. Oktober, 16.48 Uhr: Corona-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

Hamburg - In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Rahlstedt sind bei einem Corona-Ausbruch bislang 70 Bewohner positiv getestet worden. 

Insgesamt seien 277 Bewohner des Ankunftszentrums untersucht worden, teilte die Innenbehörde am Dienstag mit. Die Tests waren den Angaben zufolge veranlasst worden, nachdem mehrere Personen erkrankt waren.

Da die Flüchtlinge alle bei ihrer Ankunft getestet worden seien, sei davon auszugehen, dass sie sich während ihrer Zeit in Hamburg angesteckt haben müssen, hieß es weiter. Zum Schutz sei präventiv eine Quarantäne angeordnet worden.

Bewohner, bei denen eine Infektion festgestellt wurde, wurden laut Behörde umgehend isoliert und zum bereits im Frühjahr eingerichteten Quarantäne-Standort Neuer Höltigbaum verlegt. 

Update, 27. Oktober, 14.22 Uhr: Absage der Hamburger Weihnachtsmärkte möglich

Hamburg - Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Pandemie hält Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) eine Absage der Weihnachtsmärkte in der Hansestadt für möglich. 

"Ehrlicherweise muss man im Moment sagen, bei dem Infektionsverlauf, den wir haben, werden wir vielleicht auch darum nicht umhinkommen", sagte Westhagemann am Dienstag.

Der Senat schaue sich die Entwicklung der Infektionen an, beachte aber auch das Vorgehen anderer Städte. Am Freitag werde der Senat wieder zu einer Sondersitzung zusammenkommen. 

Dabei werde es um die Beschlüsse der für Mittwoch geplanten Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gehen, aber auch um die Weihnachtsmärkte.

Update, 27. Oktober, 12.25 Uhr: 300 neue Corona-Fälle in Hamburg

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Dienstag um 300 Fälle erhöht. Damit übersprang der Sieben-Tage-Wert die 100er-Marke und kletterte auf 102,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg rund 12.125 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 8500 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Montag.

In Hamburger Kliniken wurden am Montag 140 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 35 mehr als vor dem Wochenende. Auf Intensivstationen lagen wie schon zuvor 30 Menschen. Von diesen kommen 24 aus Hamburg. 

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Sonntag 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für Hamburg seit vergangenem Donnerstag 283 Tote.

Update, 27. Oktober, 10.52 Uhr: Lübeck mit Corona-Inzidenzwert von 50,8

Kiel - In Lübeck ist der Corona-Inzidenzwert auf 50,8 geklettert, so dass verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus notwendig sind. Den Wert weist das Robert-Koch-Institut auf seiner Übersicht mit Stand Dienstag 0 Uhr aus. 

Der Inzidenzwert ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. 

Lübeck ist mit knapp 217.000 Einwohnern nach Kiel die zweitgrößte Stadt in Schleswig-Holstein.

Update, 27. Oktober, 6.11 Uhr: 164 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind am Montag 164 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 6941 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am Abend im Internet veröffentlichte. Am Vortag waren 115 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb bei 167. Im Krankenhaus werden derzeit 58 Covid-19-Patienten behandelt. Das sind sieben mehr als am Vortag. Rund 5300 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. 

Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Montag 0 Uhr) bei 36,3.

Update, 26. Oktober, 20.14 Uhr: Lübecker Weihnachtsmarkt abgesagt

Lübeck - Wegen steigender Coronazahlen hat die Hansestadt Lübeck den kompletten Weihnachtsmarkt abgesagt. Zudem finden die Nordischen Filmtage in diesem Jahr nur digital statt, wie die Stadt am Montag mitteilte. 

Von Dienstag an gelte zudem in der gesamten Lübecker Altstadt eine Maskenpflicht. Dadurch solle versucht werden, den sprunghaften Anstieg der Infektionen in der Stadt einzudämmen, sagte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD).

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus war über des Wochenende nach Angaben der Stadt um 32 auf 102 aktiv Erkrankte gestiegen. 

Update, 26. Oktober, 18.07 Uhr: Kreißsaal in Emden geschlossen

Emden - Weil sich eine Assistenzärztin mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat, ist der Kreißsaal im Krankenhaus Emden in Ostfriesland geschlossen worden. 

19 Mitarbeiter wurden daraufhin bis zum Vorliegen ihrer Testergebnisse unter Quarantäne gestellt, wie das Klinikum Emden am Montag mitteilte. Die Ärztin habe sich im privaten Umfeld angesteckt. Zudem seien zwei weitere ärztliche Mitarbeiter positiv, jedoch alle Patienten, die Kontakt zur infizierten Ärztin hatten, negativ getestet worden.

Für Schwangere stehe der Kreißsaal in der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich zur Verfügung. "Es ist nicht die ganze Frauenklinik geschlossen", sagte die Pressesprecherin des Klinikums Emden, Andrea Janssen. Schwangere Patientinnen könnten vor der Geburt von Emden nach Aurich verlegt werden.

Der positive Test war am Samstag bekanntgeworden - noch am selben Abend wurde der Kreißsaal dichtgemacht. 

Update, 26. Oktober, 18.02 Uhr: 39 weitere Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag um mindestens 39 gestiegen. 

Damit wuchs die Zahl der seit März registrierten Ansteckungen auf mindestens 2211, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Die wichtige Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, liegt den Angaben zufolge nun bei 29,5. 

Landesweit ist diese Zahl mit 43,1 am höchsten im Landkreis Vorpommern-Greifswald, gefolgt vom Landkreis Rostock mit 40,9. Am niedrigsten ist der Wert demnach in der Landeshauptstadt Schwerin mit 14,6.

Update, 26. Oktober, 16.20 Uhr: Kreis Stormarn mit Corona-Inzidenzwert 53,6

Bad Oldesloe - Der Kreis Stormarn hat den Grenzwert für das Ergreifen härterer Corona-Maßnahmen als bisher überschritten. 

Der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenzwert sei auf 53,6 gestiegen und liege damit über der entscheidenden Schwelle von 50, teilte ein Kreissprecher am Montag in Bad Oldesloe mit. Der Wert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen berechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an.

Bei einem Inzidenzwert von 35 werden strengere Corona-Auflagen eingeführt und bei einem Wert von 50 noch einmal verschärfte Maßnahmen ergriffen. 

Update, 26. Oktober, 13.11 Uhr: Dänemark bleibt vorerst für Schleswig-Holsteiner offen

Kopenhagen/Kiel – Schleswig-Holsteiner dürfen vorerst weiterhin nach Dänemark einreisen, obwohl die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in dem Bundesland seit dem Wochenende über 30 liegt. 

Für Montag - Stand Mitternacht - weist das Robert Koch-Institut zwar einen Inzidenzwert von 36,33 aus. Dänemark zählt allerdings etwas anders, um ein Land als sogenanntes Quarantäneland mit entsprechenden Einreisebeschränkungen einzustufen. Ein Quarantäneland wird ein Land, wenn dort 14 Tage lang im Schnitt die Zahl der Fälle bei mehr als 30 pro 100.000 Einwohner pro Woche liegt.

Vergangenen Donnerstag hatten die Dänen Deutschland als ein solches Quarantäneland eingestuft - mit der Ausnahme Schleswig-Holsteins. Auf der Webseite des dänischen Gesundheitsinstituts SSI hieß es am Montag, die wöchentliche Zahl der Corona-Neuinfektionen liege für das Land Schleswig-Holstein bei 16,2 pro 100.000 Einwohner.

Falls die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein aber nicht drastisch sinken sollte, dürfte die Grenzen demnächst auch für Schleswig-Holsteiner geschlossen werden. Sie bräuchten dann ebenfalls einen triftigen Grund für die Einreise oder müssten einen negativen, maximal 72 Stunden alten Corona-Test vorlegen, um ins Land zu dürfen. Das geht aus den Angaben hervor. 

Dänemark entscheidet immer am Donnerstagnachmittag über Änderungen bei den Regelungen zur Einreise. Diese werden dann am jeweils nächsten Samstag ab 0.01 Uhr gültig.

Update, 26. Oktober, 12.10 Uhr: 339 neue Corona-Fälle in Hamburg - Sieben-Tage-Wert nahe 100

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Montag um 339 Fälle erhöht. Damit kletterte der Sieben-Tage-Wert auf 97,5 Infektionen je 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Am Sonntag waren 168 Fälle hinzugekommen, der Sieben-Tage-Wert hatte bei 84,5 gelegen. Der Anstieg vom Montag ist der zweithöchste in Hamburg seit Beginn der Corona-Pandemie.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg rund 11.852 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 8400 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Sonntag.

In Hamburger Kliniken wurden am Freitag 105 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 13 mehr als am Donnerstag. Auf Intensivstationen lagen 30 Menschen. Von diesen kommen 21 aus Hamburg. 

Seit Beginn der Pandemie starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Sonntag 241 Menschen in Hamburg an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert. Das RKI zählt für Hamburg seit vergangenem Donnerstag 283 Tote.

Update, 26. Oktober, 9 Uhr: Lockdown hängt von Corona-Zahlen der nächsten Wochen ab

Peter Tschentscher (SPD) trägt im Rathaus während einer Pressekonferenz seine Mund-Nasen-Bedeckung.
Peter Tschentscher (SPD) trägt im Rathaus während einer Pressekonferenz seine Mund-Nasen-Bedeckung.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist ein erneuter Lockdown zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen. 

"Das hängt jetzt ab von den Zahlen in den nächsten Wochen", sagte Tschentscher am Montag im ARD-"Morgenmagzin". Es habe leider in den vergangenen Wochen eine "sehr starke Dynamik" gegeben "und das muss schon zum Stillstand kommen".

Die nun ergriffenen Maßnahmen wie die Sperrstunde in der Gastronomie seien gut. Nun müssten sich im öffentlichen und privaten Raum alle an die beschlossenen Corona-Regeln halten. "Denn dann kommen wir durch. Wir müssen in eine stabile, in eine Plateauphase kommen mit der Infektion."

Allerdings gebe es leider ein paar Menschen, die noch nicht verstanden hätten, dass es wirklich auf das Verhalten aller ankomme, sagte Tschentscher zudem im "Bild"-Polit-Talk "Die richtigen Fragen". "Bestimmte Menschen - das sind ja eigentlich gar nicht so viele - denen ist es egal, woher die Regeln kommen. Sie lehnen sie ab."

Es müsse sich nun mit Kontrollen und - wenn nötig auch mit Bußgeldern - verstärkt um die Zielgruppe gekümmert werden, die die derzeitige Corona-Situation auf die leichte Schulter nimmt, sagte Tschentscher der "Welt". 

Sollte die Verbreitung des Virus nicht eingedämmt werden können, stünde für alle viel auf dem Spiel: "Der Verlust vieler Arbeitsplätze und ein Einbruch der Wirtschaft, der noch weiter über das hinausgeht, was wir schon jetzt haben. Auf dem Spiel steht auch, den normalen Schulunterricht, den Sport und die Kultur nicht mehr aufrechterhalten zu können."

Hamburg hat mit Wochenbeginn an die Schutzmaßnahmen wieder verschärft. Nun dürfen sich im privaten Bereich und in der Gastronomie nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen. Ausnahmen gibt es nur für Patchworkfamilien und für Kinder unter zwölf Jahren. Der Sieben-Tage-Wert war am Sonntag auf 84,5 Infektionen je 100.000 Einwohner geklettert.

Update, 26. Oktober, 6.27 Uhr: 115 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel – In Schleswig-Holstein sind am Sonntag 115 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 6777 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am Abend im Internet veröffentlichte. Am Vortag waren 142 Neuinfektionen gemeldet worden, am Freitag 236.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um drei auf 167. Im Krankenhaus werden derzeit 51 Covid-19-Patienten behandelt. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vortag unverändert. 

Rund 5200 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Sonntag 0 Uhr) bei 33,5.

Update, 26. Oktober, 6.25 Uhr: Schule in Niedersachsen startet wieder ohne generelle Maskenpflicht

Hannover – In Niedersachsen und Bremen beginnt am Montag für mehr als eine Million Schüler wieder der Unterricht. 

Anders als im Nachbarland Nordrhein-Westfalen gibt es aber bisher keine Verpflichtung, dass Schüler jetzt auch im Unterricht zwingend eine Maske tragen müssen. Das Kultusministerium empfiehlt allerdings Mädchen und Jungen ab der fünften Klasse, das zu tun, wenn ihre Schule in einem Corona-Hotspot liegt.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) schrieb in einem Brief an die Schüler, der am Wochenende verteilt wurde, er habe die Lehrer gebeten, derzeit nicht zuviel Druck zu machen. "Ich habe von einigen von euch gehört, dass momentan besonders viele Klassenarbeiten und Tests in den Schulen geschrieben werden. Das sollte nicht so sein", schrieb der Minister. 

Auch wenn einzelne Klassen, Jahrgänge oder auch ganze Schulen wieder für eine bestimmte Zeit nicht mehr in der Schule seien, könnten Leistungen bewertet werden, betonte Tonne.

Update, 26. Oktober, 6.15 Uhr: Treffen in Hamburg werden eingeschränkt

Polizisten kontrollieren die Einheilung der Corona-Maßnahmen auf der Reeperbahn.
Polizisten kontrollieren die Einheilung der Corona-Maßnahmen auf der Reeperbahn.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg – Angesichts steigender Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg verschärft der rot-grüne Senat von Montag an die Schutzmaßnahmen wieder. 

Nun dürfen sich laut Beschluss vom Freitag im privaten Bereich und in der Gastronomie nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen.

In der ersten Phase der Pandemie habe sich eine solche Einschränkung bereits zur Unterbrechung von Infektionsketten bewährt, hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bei der Vorstellung der Maßnahmen erklärt. Ausnahmen gebe es nur für Patchworkfamilien und für Kinder unter zwölf Jahren. Der Sieben-Tage-Wert war am Sonntag auf 84,5 Infektionen je 100.000 Einwohner geklettert.

Die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) sagte: "Wir müssen die Kurve abflachen." Das sei erneut ein tiefer Eingriff in die Freiheit. "Wir tun das schweren Herzens mit dem Wissen um die Konsequenzen für viele, die das sehr hart trifft. Aber wir können und wollen die Dinge nicht einfach laufen lassen."

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte am Freitag Kontrollen und auch Bußgelder im Falle von Verstößen angekündigt, sagte aber nichts zu deren Höhe. Zudem wird das Alkoholausschankverbot für den frühen Morgen ausgeweitet. Nach der bis 5 Uhr gehenden Sperrstunde darf bis 10 Uhr kein Alkohol verkauft werden.

Am Montag vergangener Woche hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 9. April die kritische Marke von 50 knapp überschritten, ab der ein Gebiet als Corona-Risikogebiet gilt. Der Winterdom wurde abgesagt. Eine Entscheidung zu den Weihnachtsmärkten gibt es noch nicht.

Update, 25. Oktober, 22.19 Uhr: Hamburgs Fußball-Amateure unterbrechen die Saison

Hamburg - Die Hamburger Amateur-Fußballer unterbrechen ihre Saison wegen der Corona-Pandemie. 

Wie der Hamburger Fußballverband (HFV) am Sonntagabend mitteilte, ist vom kommenden Freitag an erst einmal Schluss.

Update, 25. Oktober, 17.15 Uhr: 33 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock/Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen am Sonntag um 33 gestiegen. Am Samstag hatte sie um 78 zugenommen. Der Sieben-Tag-Wert je 100.000 Einwohner liegt nun bei 28,1, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte.

Den stärksten Zuwachs an Neuinfektionen gab es demnach am Sonntag im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 9, gefolgt vom Landkreis Rostock mit 8 neuen nachgewiesenen Fällen und der Stadt Rostock mit 7.

Den Spitzenwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz weist innerhalb des Landes der Landkreis Rostock mit 40 auf. Auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat mit 37,6 den Warnwert von 35 überschritten.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Mecklenburg-Vorpommern laut Lagus nachweislich 2176 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 21 Menschen sind bislang daran gestorben. 218 mussten oder müssen im Krankenhaus behandelt werden. 

Am Wochenende wurden sechs Corona-Patienten in Kliniken eingeliefert. Genesen sind nach Schätzungen der Behörden 1463 Menschen.

Update, 25. Oktober, 16.54 Uhr: Strengere Regeln für Einreise von Touristen nach Helgoland

Die High-Speed Fähre "Halunder Jet" fährt von den Hamburger Landungsbrücken nach Helgoland.
Die High-Speed Fähre "Halunder Jet" fährt von den Hamburger Landungsbrücken nach Helgoland.  © Christian Charisius/dpa

Helgoland/Pinneberg - In der Corona-Krise wird die Einreise für Touristen nach Helgoland erschwert. Ab Montag dürfen nur noch Urlauber kommen, die einen negativen Corona-Test besitzen, der bei Betreten des Schiffes nicht älter als 48 Stunden ist, teilte der Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein, zu dem die Insel gehört, am Sonntag mit. 

Besucher aus ausländischen Risikogebieten müssten sich zudem sofort für fünf Tage in Quarantäne begeben und dann noch einmal einen Test machen. Ausgenommen vom Betretungsverbot seien Menschen, die aus beruflichen Gründen oder zu Familienbesuchen einreisen oder über einen Wohnsitz auf Helgoland verfügen.

Die Saison sei im Prinzip beendet, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. Ab Montagmorgen werde nur noch die "MS Helgoland" von Cuxhaven (Niedersachsen) aus zu der Hochseeinsel fahren.

Anlass für die neue Allgemeinverfügung sei, dass am Freitag Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht das sogenannte Beherbergungsverbot von Touristen aus inländischen Corona-Hotspots gekippt habe, sagte eine Sprecherin des Kreises. Man gehe über die bisherige Regelung hinaus, um Helgoland mit seiner besonderen Lage besser schützen zu können.

Das OVG hatte am Freitag mitgeteilt, dass das Beherbergungsverbot bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt ist. Das Gericht in Schleswig gab damit Eilanträgen von zwei Hotelbetreibern aus Rostock statt, die auch mehrere Häuser in Schleswig-Holstein führen.

Nach der bisherigen Beherbergungsregel der Landesregierung in Kiel durften Touristen aus Gebieten mit hohen Corona-Zahlen in Deutschland - ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - nur dann im Norden in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Test vorlegen.

Update, 25. Oktober, 16.46 Uhr: Fünf Intensivstation-Mitarbeiter positiv auf Coronavirus getestet

Cloppenburg - Fünf Mitarbeiter einer Intensivstation eines Krankenhauses in Cloppenburg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie sich die Mitarbeiter des St. Josefs-Hospitals ansteckten, war unklar, wie der Landkreis Cloppenburg am Sonntag mitteilte.

Die Mitarbeiter waren in einem nicht für Covid-19-Patienten bestimmten Bereich eingesetzt. Sie waren wegen auftretender Symptome einem Test unterzogen worden. Die Patienten auf der Intensivstation waren nach den positiven Testergebnissen der Mitarbeiter ebenfalls abgestrichen worden. 

Ein Patient dieses Bereichs wurde ebenfalls positiv getestet und wurde verlegt. Alle Mitarbeiter der Intensivstation sollen nun auf das Coronavirus getestet werden. Eine erhöhte Infektionsgefahr für die Patienten wird von der Klinik derzeit ausgeschlossen.

Der Landkreis Oldenburg zählte am Sonntag (Stand 13.30 Uhr) insgesamt 1673 Infektionen mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie, 102 mehr als am Vortag. Der Landkreis verzeichnet demnach nun 788 aktuelle Coronafälle. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat am Sonntag (9 Uhr) eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 205,6 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. 

Update, 25. Oktober, 14.11 Uhr: Niedersachsen überschreitet Corona-Grenzwert

Hannover – In Niedersachsen ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auch auf Landesebene überschritten worden. 

Das Landesgesundheitsamt meldete am Sonntagvormittag einen Wert von 54,6. Nach Angaben einer Sprecherin der Landesregierung hat das Überschreiten der 50er-Marke in Niedersachsen allerdings keine weiteren Konsequenzen. 

Entscheidend für eine Verschärfung der Corona-Regeln sei nicht der Landeswert, sondern die Werte in den 45 Kreisen und kreisfreien Städten, erläuterte die Sprecherin. Die Corona-Verordnung des Landes sei erst kürzlich verschärft worden und mache den Kommunen Vorgaben dazu, was bei Überschreiten der Grenzwerte zu tun sei.

Am Sonntag überschritten 14 Kreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen die 50er-Marke: In der Stadt Delmenhorst lag der Wert nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 314,6, es folgten die Kreise Cloppenburg, Vechta, Grafschaft Bentheim, Verden, Oldenburg, Diepholz, Emsland, Hildesheim, Osterholz, Schaumburg, Stadt und Kreis Osnabrück sowie Region Hannover.

Update, 25. Oktober, 13.28 Uhr: 168 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Der Fischmarkt ist am Sonntagmorgen menschenleer.
Der Fischmarkt ist am Sonntagmorgen menschenleer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Sonntag um 168 gestiegen. Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie bereits 11.513 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Am Vortag waren es 303 Fälle, am Freitag 360 - was der höchste Wert an einem Tag seit Beginn der Corona-Pandemie in dem Stadtstaat war.

Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 84,5 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Samstag hatte er noch bei 84,2 gelegen. Am Montag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 9. April die kritische Marke von 50 knapp überschritten, ab der ein Gebiet als Corona-Risikogebiet gilt.

In Hamburger Kliniken wurden am Freitag 105 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 13 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen 30 Menschen. Von diesen kommen 21 aus Hamburg. An Wochenenden werden diese Zahlen nicht aktualisiert. Rund 8300 Hamburger gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. 

Seit Beginn der Pandemie starben den Angaben zufolge in Hamburg 241 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit 2. Oktober unverändert.

Update, 25. Oktober, 7.18 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln in Delmenhorst und Oldenburg geahndet

Delmenhorst –  Bei Kontrollen in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg haben das Ordnungsamt und die Polizei mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. 

Alleine in 31 Fällen wurde in der Innenstadt, dem Bahnhofsbereich und auf Parkplätzen von Supermärkten in Delmenhorst die Maskenpflicht nicht eingehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. 

Ein Friseurgeschäft sei am Samstag geschlossen worden, weil die Angestellten ebenfalls keine Masken getragen hätten und dort keine Kontaktlisten geführt wurden. Außerdem wurden zwei Gastronomien geschlossen, weil sich dort nach der Sperrstunde noch Gäste aufhielten.

Im Landkreis Oldenburg wurden demnach zwei private Feiern aufgelöst, weil sich dort zu viele Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufhielten. Polizei und Ordnungsdienst hatten aufgrund der steigenden Infektionsraten verstärkte Kontrollen angekündigt.

Update, 24. Oktober, 17.40 Uhr: Erster Kreis in Schleswig-Holstein erreicht Infektionswert von 50

Kiel - Der Kreis Pinneberg hat als erster in Schleswig-Holstein die Marke von 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Für den Kreis wurden am Samstag 73 Neuinfektionen gemeldet. 

In den letzten sieben Tagen waren es 50 je 100.000 Einwohner, wie aus Informationen des Robert Koch-Instituts in Berlin hervorgeht. Landesweit liegt dieser Wert demnach bei 30,37. 

Im Kreis Pinneberg gelten seit Samstag schärfere Corona-Maßnahmen.

Update, 24. Oktober, 12.32 Uhr: 303 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hamburg ist weiter gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstag 303 neue Fälle nach 360 am Freitag, was der höchste Wert an einem Tag seit Beginn der Corona-Pandemie in der Hansestadt war.

Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 84,2 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Freitag hatte er noch bei 75,1 gelegen.

In Hamburger Kliniken wurden am Freitag 105 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 13 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen 30 Menschen. 

Von diesen kommen 21 aus Hamburg. Seit Beginn der Pandemie starben den Angaben zufolge in Hamburg 241 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 11.345 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Rund 8200 gelten nach Schätzung des RKI als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Update, 24. Oktober, 7.38 Uhr: Zahl der Verwaltungsgerichtsverfahren zu Corona-Maßnahmen steigt

Die Zahl der Verfahren zu Corona-Schutzmaßnahmen steigt im Vergleich zum Spätsommer wieder.
Die Zahl der Verfahren zu Corona-Schutzmaßnahmen steigt im Vergleich zum Spätsommer wieder.  © picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hamburg – Ob Maskenpflicht oder Quarantäne-Anordnung: Die Zahl der Verfahren vor dem Hamburger Verwaltungsgericht hat im Vergleich zum Spätsommer wieder deutlich zugenommen. 

Das sagte Gerichtssprecher Max Plog der Deutschen Presse-Agentur. Die kurzfristige Befassung mit den vielfältigen und komplexen Fragestellungen sei sehr arbeitsintensiv und wirke sich auf die Erledigung anderer Aufgaben aus.

"Zu beobachten ist, dass seit Beginn des Monats Oktober die Frequenz der Neueingänge auf Corona-Maßnahmen bezogener Anträge und damit der Anzahl an Gerichtsverfahren, insbesondere Eilverfahren, deutlich schneller steigt als in den Sommermonaten", sagte Plog. 

In diesem Monat mit Stand 23. Oktober seien bereits zwölf Eilanträge beim Verwaltungsgericht eingegangen. Im gesamten Monat Juli seien dagegen drei auf Corona-Maßnahmen bezogene Eilanträge eingegangen, im Monat August lediglich fünf.

Der rot-grüne Senat hatte angesichts steigender Corona-Zahlen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus noch einmal verschärft. Die Stadt Hamburg gilt seit Freitag offiziell als Corona-Risikogebiet.

Beim Verwaltungsgericht Hamburg sind den Angaben zufolge in der Corona-Krise bisher 120 Eilverfahren und 33 Hauptsacheverfahren zu Maßnahmen oder Verboten eingegangen. Diese seien ganz überwiegend auch bereits erledigt, sagte der Gerichtssprecher. 

In 20 Fällen sei ein Beschwerdeverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht durchgeführt worden. "Erstinstanzlich sind vor dem Oberverwaltungsgericht zudem acht Eilverfahren und vier Hauptsacheverfahren anhängig gemacht worden", sagte Plog.

Update, 24. Oktober, 7.35 Uhr: In Schleswig-Holstein tritt verschärfte Maskenpflicht in Kraft

Kiel – Wegen der schnell steigenden Corona-Zahlen gilt in Schleswig-Holstein seit Samstag eine ausgeweitete Maskenpflicht. Es gibt schärfere Regeln in Restaurants, im Handel und auf Märkten. 

In Neumünster wurde der verkaufsoffene Sonntag abgesagt. Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel in Timmendorfer Strand mit 37 coronainfizierten Mitarbeitern erließ der Kreis Ostholstein am Freitag eine Maskenpflicht und andere Beschränkungen für das Ostseebad. Auf besonders frequentierten Straßen und Plätzen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die vier Kreise Ostholstein, Dithmarschen, Stormarn und Pinneberg sowie die Stadt Neumünster haben schärfere Corona-Maßnahmen ergreifen müssen, weil der entscheidende Wert von 35 Infektionen berechnet auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten wurde. In Pinneberg tritt die neue Allgemeinverordnung am Samstag in Kraft. In den drei anderen Kreisen und in Neumünster gelten bereits die verschärften Maßnahmen.

Dänemark hat deutschen Urlaubern weitgehend die Einreise untersagt. Diese Regelung tritt in der Nacht zum Samstag um Mitternacht in Kraft. Schleswig-Holstein ist allerdings ausgenommen solange im nördlichsten Bundesland der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten 7 Tagen unter 30 liegt. 

Stand Freitag 8.10 Uhr betrug nach Angaben des Robert Koch-Instituts der Inzidenzwert in Schleswig-Holstein 25,6 und in ganz Deutschland im Durchschnitt 60,3. Innerhalb eines Monats hat sich der Inzidenzwert in Schleswig-Holstein fast vervierfacht.

Update, 24. Oktober, 7.30 Uhr: Einreise nach Dänemark nur noch mit triftigem Grund erlaubt

Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden.
Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden.  © Carsten Rehder/dpa

Kopenhagen – Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Samstag, 0 Uhr, nur noch eingeschränkt möglich. 

Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hat das Nachbarland im Norden Deutschland zum Risikoland erklärt.

 Das bedeutet, dass nur noch Einreisen kann, wer einen triftigen Grund nachweisen kann. Das kann zum Beispiel ein Verwandtenbesuch, ein Vorstellungsgespräch oder eine Beerdigung sein.

Auch Berufspendler und Studenten dürfen weiter einreisen. Ausnahmen gelten außerdem für die Bewohner Schleswig-Holsteins und für Besitzer eines Ferienhauses. Den triftigen Grund muss man an der Grenze angeben.

Update, 24. Oktober, 7.27 Uhr: 236 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel – Innerhalb eines Tages wurden in Schleswig-Holstein 236 neue Corona-Fälle gemeldet. 

Insgesamt haben sich somit 6520 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand vom Freitagabend mitteilte. 

Am Vortag waren noch 136 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb unverändert bei 164. 51 Covid-19-Patienten werden den Angaben zufolge momentan in Krankenhäusern behandelt. 

Das sind acht mehr als noch am Vortag. Rund 5100 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts als genesen.

Update, 23. Oktober, 18.33 Uhr: Strengere Corona-Regeln für ganz Dithmarschen

Heide - Wegen weiter schnell steigender Corona-Zahlen weitet der Kreis Dithmarschen von diesem Samstag an seine bisher nur für die Stadt Heide geltenden verschärften Maßnahmen auf das gesamte Kreisgebiet aus. 

Mit 16 Neuinfektionen am Freitag überschreite der Kreis den vierten Tag in Folge den sogenannten Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen, teilte der Kreis mit. Am Freitag betrug den Angaben zufolge der Inzidenzwert 47,30.

Unter anderem muss ab Samstag kreisweit in bestimmten öffentlichen Bereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. 

Zudem gilt eine Sperrstunde für Gastronomiebetriebe von 23 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag sowie eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen im öffentlichen und privaten Raum sowie für die Sportausübung innerhalb und außerhalb von Sportanlagen.

Update, 23. Oktober, 17.44 Uhr: Hamburger Gericht hält Beherbergungsverbot aufrecht

Hamburg - Das Hamburgische Verwaltungsgericht hat am Freitag eine Beschwerde gegen das Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Risikogebieten ohne Negativtest zurückgewiesen. 

Eine Hostelkette mit vier Standorten in Hamburg hatte sich mit einem Eilantrag gegen die sogenannte Touristenregelung gewandt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Das Verwaltungsgericht habe zwar gewisse Bedenken, ob die Beschränkung in der Corona-Eindämmungsverordnung ausreichend durch das Infektionsschutzgesetz gerechtfertigt und angemessen sei. 

Im Hinblick auf die gegenwärtig erhöhte Gefahrenlage und nach einer Abwägung der Folgen habe das Gericht die Beschwerde aber abgelehnt.

Update, 23. Oktober, 17.42 Uhr: Oberverwaltungsgericht kippt Beherbergungsverbot im Norden

Schleswig - Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. 

Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung am Freitag als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren auf Antrag von zwei Hotelbetrieben aus Rostock für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist. 

Dieser Beschluss sei allgemeinverbindlich, so dass sich jede Person darauf berufen könne und künftig auch von Gerichten und Behörden zu beachten sei. Er sei unanfechtbar. 

Die Schleswiger Richter folgten damit Gerichtsentscheidungen in anderen Bundesländern.

Angesichts der neuesten Erkenntnisse des Robert Koch-Instituts nehme die Ausbreitung des Coronavirus gerade in privaten Haushalten und bei privaten Begegnungen zu. Ansteckungen in Hotels seien eher selten. 

Unter diesen Umständen erweise sich das allein für die Anreise von Beherbergungsgästen zu touristischen Zwecken geltende Verbot als eine nicht gerechtfertigte Benachteiligung gegenüber solchen Personen, die zu anderen als touristischen, aber ebenfalls privaten Zwecken anreisten.

Update, 23. Oktober, 17.08 Uhr: Hamburgs Innensenator schließt Corona-Kontrollen im Privaten nicht aus

Hamburg - Nach der Beschränkung privater Zusammenkünfte und Feiern auf zehn Personen in Hamburg schließt Innensenator Andy Grote (SPD) Kontrollen von Wohnungen nicht aus. 

"Die Polizei wird jetzt nicht flächendeckend bei den Hamburgern und Hamburgerinnen klopfen, um herauszufinden, ob man sich in der Wohnung mit mehr als zehn Personen aufhält", sagte Grote am Freitag nach einer Beratung des Senats über eine Verschärfung der Corona-Verordnung. 

Er fügte hinzu: "Aber dort, wo wir Hinweise haben oder wo ein Geschehen in einer Wohnung die Aufmerksamkeit der Polizei erregt, werden wir dem natürlich nachgehen". 

Der Senator kündigte an, dass Verstöße gegen die ab Montag geltende Regel auch als Ordnungswidrigkeit geahndet würden. Zur Höhe des Bußgelds äußerte er sich nicht.

Update, 23. Oktober, 15.55 Uhr: Ab sofort Maskenpflicht und Sperrstunde in Timmendorfer Strand

Eutin - Nach einem Corona-Ausbruch in einem Hotel in Timmendorfer Strand hat der Kreis Ostholstein eine Maskenpflicht und andere Beschränkungen für das Ostseebad erlassen.

Von diesem Freitag an muss nun in Timmendorfer Strand auf besonders frequentierten Straßen und Plätzen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. 

Das gilt unter anderem für die Promenade, die Großparkplätze und die Seebrücken. Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen. Die Zahl der Gäste, die bei Feiern in der Öffentlichkeit und in Privathaushalten zusammenkommen dürfen, wird auf 25 beziehungsweise 15 beschränkt. 

Die Allgemeinverfügung gilt nach Angaben des Kreises zunächst bis zum 29. Oktober.

Update, 23. Oktober, 15.46 Uhr: Neue Maßnahmen in Hamburg gelten ab Montag

Hamburg - Der Hamburger Senat hat am Freitag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. 

So dürfen sich ab Montag nur noch zehn Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum treffen. Die Begrenzung auf zwei Haushalte gilt nicht für familiäre Beziehungen.

Darüber hinaus verkündete Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), dass der Hamburger Winterdom in diesem Jahr nicht stattfinden werde.

Es sei in den vergangenen Tagen ja schon durchgeklungen, "dass die Wahrscheinlichkeit, eine solche große Veranstaltung (...) durchzuführen, bei dieser starken Infektionsdynamik nicht vertretbar wäre", so Tschentscher.

Außerdem sollen Beschäftigte und Besucher von Senioreneinrichtungen und Pflegeheimen per Schnelltest getestet werden, um weiter Besuche für die Bewohner ermöglichen zu können. Man wolle eine soziale Isolation verhindern.

Die neuen Beschlüsse gelten erst einmal bis Ende November. Dann werde die Lage erneut beurteilt. Auch das Stattfinden von Weihnachtsmärkten werde an der Entwicklung in den nächsten Tagen bewertet.

Update, 23. Oktober, 13.13 Uhr: Rekordzahl! 360 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hamburg ist erneut stark gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Freitag 360 neue Fälle. Bereits am Donnerstag war mit 276 Neuinfektionen ein Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Hamburg erreicht worden.

Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 75,1 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Donnerstag hatte dieser Wert bei 64,6 gelegen. Am Montag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 9. April die kritische Marke von 50 knapp überschritten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab diesen in rechtlicher Hinsicht maßgeblichen Wert am Freitag für Hamburg mit 52,8 an. Laut Gesundheitsbehörde liegt die Abweichung vor allem in einer verzögerten Erfassung der Daten begründet.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 11.042 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Rund 8100 gelten nach Schätzung des RKI als genesen, 100 mehr als am Vortag.

In Hamburger Kliniken wurden am Donnerstag 92 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 13 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen insgesamt 30 Menschen, drei mehr als am Mittwoch. Von den Patienten auf Intensivstationen kommen 22 aus Hamburg.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 283 Tote, einen mehr als am Donnerstag.

Update, 23. Oktober, 11.57 Uhr: Mehr als 50 Corona-Infizierte in Hildesheimer Pflegeheim

Hildesheim – In einem Alten- und Pflegeheim in Hildesheim gibt es einen Corona-Ausbruch. Mit Stand Donnerstagabend waren 41 Bewohner sowie 14 Beschäftigte des Heims positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie eine Sprecherin des Landkreises Hildesheim mitteilte. 

Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Ermittlung der Kontaktpersonen sei noch nicht abgeschlossen. In dem Heim herrsche nun ein strenges Betretungsverbot, sagte eine Sprecherin des Arbeiterwohlfahrts (AWO)-Bezirks Hannover. Über den Ausbruch hatte zuerst die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" berichtet.

Wie das Coronavirus eindringen konnte, sei nicht bekannt, sagte die AWO-Sprecherin. Eine Bewohnerin mit leichten Erkältungssymptomen habe am Montag von ihrem positiven Test erfahren. Vorsorglich seien dann alle 88 Heimbewohner sowie alle Beschäftigten bis zum Pförtner getestet worden. Derzeit seien zwei Personen im Krankenhaus. Sie hätten aber keine schweren Symptome.

In diesem Herbst hat es bereits Corona-Ausbrüche in mehreren niedersächsischen Heimen gegeben, etwa in Neu-Wulmstorf (Landkreis Harburg), Vechta und Bad Essen (Landkreis Osnabrück). Dabei starben auch Menschen.

In Hildesheim waren die Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Einrichtung vor dem Ausbruch nicht regelmäßig getestet worden. Eine neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat am Donnerstag (21. Oktober) in Kraft. Sie ermöglicht Pflegeeinrichtungen und Kliniken, ihr Personal sowie Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise Patienten regelmäßig auf Covid-19 zu testen. Die Pflegekammer Niedersachsen begrüßte die neue Verordnung.

Update, 23. Oktober, 11.55 Uhr: Fast 1.000 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

Bunte Stoffmasken hängen in einem Schaufenster in der Innenstadt.
Bunte Stoffmasken hängen in einem Schaufenster in der Innenstadt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover – Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen ist abermals deutlich gestiegen. Dem Landesgesundheitsamt zufolge kamen bis Freitagmorgen 987 bestätigte Fälle hinzu. 

Mit 45,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche näherte sich Niedersachsen auch auf Landesebene dem als kritisch erachteten Wert von 50. Seit Ausbruch der Pandemie sind 727 Menschen im Land an oder mit dem Virus gestorben.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen mittlerweile 14 Regionen über dem 50er-Wert. Betroffen sind die Landkreise Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Grafschaft Bentheim, Hildesheim, Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Schaumburg, Vechta und Verden sowie die Städte Osnabrück und Delmenhorst. Die Region Hannover (48,5) liegt knapp darunter.

Update, 23. Oktober, 9.37 Uhr: Hamburg jetzt offiziell Risikogebiet

Hamburg – Die Stadt Hamburg gilt jetzt offiziell als Corona-Risikogebiet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (Inzidenz) am Freitag bei 52,8 und kletterte damit über den kritischen Wert von 50. 

Die Hamburger Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag 276 neue Fälle gemeldet - so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Der von der Stadt berechnete Sieben-Tage-Wert kletterte auf 64,6 Infektionen je 100.000 Einwohner.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte diesen in rechtlicher Hinsicht maßgeblichen Wert am Donnerstag für Hamburg mit 46,5 angegeben. Laut Gesundheitsbehörde liegt die Abweichung vor allem in einer verzögerten Erfassung der Daten begründet.

Hamburgs rot-grüner Senat kommt an diesem Freitag zu einer Sondersitzung zusammen, um über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten. Es dürfte dabei unter anderem um eine Beschränkung der Zahl von Personen gehen, die bei privaten Feiern im eigenen Wohnraum zusammenkommen dürfen.

Update, 23. Oktober, 7.20 Uhr: Start-ups im Norden auch in der Corona-Krise erfolgreich

Kiel – Junge innovative Unternehmen in Schleswig-Holstein kommen nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz in der Corona-Pandemie überdurchschnittlich gut zurecht. 

"Sowohl der jüngste Deutsche Startup-Monitor als auch die Zahlen der Bankengruppe KfW belegen, dass Gründerinnen und Gründer zwar von den aktuellen wirtschaftlichen Einschränkungen hart getroffen werden, aber weitaus optimistischer sind als die etablierte Wirtschaft", sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. 

"Corona wirkt offenbar wie ein Katalysator, eine bestehende Gründungsidee auch tatsächlich anzugehen."

Update, 23. Oktober, 7 Uhr: Listen der Corona-Kontaktpersonen werden länger

Hamburg – Ein Besuch im Fitnessstudio, ein Treffen mit Freunden oder die eine oder andere Party - das macht den Hamburger Gesundheitsämtern wegen der Corona-Epidemie zurzeit viel Arbeit. 

"Wir haben tatsächlich ellenlange Kontaktpersonenlisten", sagte die Leiterin des Fachamts Gesundheit Hamburg-Eimsbüttel, Gudrun Rieger-Ndakorerwa, der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Personen, die länger als fünf Minuten mit einem Corona-Infizierten in einer Entfernung unter 1,5 Metern in Kontakt waren und dann selbst positiv auf das Virus getestet wurden, steige dieser Tage merklich.

Am Donnerstag hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg einen Rekordwert erreicht. 276 neue Fälle meldete die Gesundheitsbehörde knapp sieben Monate nach dem bisherigen Höchstwert. Der Sieben-Tage-Wert für die Hansestadt kletterte demnach auf 64,6 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch hatte dieser Wert bei 58,9 gelegen.

Der Leiter des Bezirksamts in Eimsbüttel Kay Gätgens hat wegen der zunehmend bedrohlichen Entwicklung bereits Vorkehrungen getroffen: Weil seine Mitarbeiter sogar am Wochenende arbeiten mussten, stellte er einen Antrag auf Amtshilfe, wie er berichtet. Seit etwa einem Monat sind demnach 10 Pioniere und zwei Ärzte von der Bundeswehr in Eimsbüttel tätig.

Kein Einzelfall, denn die Bundeswehr hilft nach eigenen Angaben in Hamburg mit insgesamt 66 Soldatinnen und Soldaten in allen sieben Gesundheitsämtern der Hansestadt aus. Die Kameraden kontaktieren dort vor allem Personen, die mit Corona-Infizierten in Kontakt standen, wie der Koordinator der Bundeswehr für Amtshilfe in Hamburg, Michael Giss, erklärte.

Angesichts der steigenden Zahl von Neuinfektionen betonte die Hamburger Gesundheitsbehörde: "Es ist sinnvoll, in diesem Stadium der Pandemie nicht nötige Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Lange Aufenthalte in schlecht zu lüftenden Innenräumen sollten gemieden werden."

Update, 23. Oktober, 6.30 Uhr: Sondersitzung des Hamburger Senats zu Corona-Maßnahmen

Hamburg – Hamburgs rot-grüner Senat kommt am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen, um über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten. 

Es dürfte dabei unter anderem um eine Beschränkung der Zahl von Personen gehen, die bei privaten Feiern im eigenen Wohnraum zusammenkommen dürfen. 

Am Donnerstag hatte die Gesundheitsbehörde 276 neue Corona-Fälle gemeldet - so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie.

Update, 22. Oktober, 22.27 Uhr: 136 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 136 erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 6284 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Donnerstagabend mitteilte. 

Am Vortag waren 160 Neuinfektionen gemeldet worden. Als Genesen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 5100 Menschen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus in Schleswig-Holstein gestorben sind, stieg auf 164, einer mehr als am Vortag. 

In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 43 Covid-19-Patienten behandelt, sieben mehr als am Vortag.

Update, 22. Oktober, 18.47 Uhr: Hohe Corona-Zahlen im Kreis Pinneberg - Maßnahmen angekündigt

Pinneberg - Der Kreis Pinneberg hat wegen hoher Corona-Zahlen verschärfte Maßnahmen angekündigt, die am Samstag in Kraft treten werden. 

Der Inzidenzwert sei über die entscheidende Marke von 35 gestiegen, teilte eine Sprecherin des Kreises am Donnerstag mit. Es habe zudem 35 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gegeben. Wie hoch der Inzidenzwert genau ist, teilte der Kreis nicht mit.

Dazu zählt, dass eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum überall dort gelten soll, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen. Gemeint sind zum Beispiel Märkte, belebte Plätze und Einkaufsstraßen.

In Regionen mit 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten nach den Bund-Länder-Beschlüssen folgende Teilnehmergrenzen: 25 Menschen im öffentlichen und 15 im privaten Raum. 

In Regionen mit 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern greifen noch schärfere Regeln. Dazu gehört neben einer Maskenpflicht, dass sich im öffentlichen Raum nur noch 10 Personen treffen dürfen. 

Die Gastronomie soll ab 23 Uhr schließen und keinen Alkohol mehr ausgeben dürfen. Bei Feiern dürfen in der Öffentlichkeit 10 Menschen zusammenkommen, im privaten Raum maximal 10 Leute aus höchstens zwei Haushalten.

Update, 22. Oktober, 16.19 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag von "Swingerclub" gegen Sperrstunde ab

Hamburg - Das Hamburger Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag des Betreibers eines sogenannten Swingerclubs gegen die Sperrstunde in der Hansestadt abgelehnt. 

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts erweise sich die Regelung nach der Prüfung als rechtmäßig, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Es sei auch nicht davon auszugehen, dass die Sperrstundenregelung gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verstoße. 

Nach Ansicht des Gerichts ist anzunehmen, dass es im Zusammenhang mit gastronomischen Betrieben insbesondere zur Nachtzeit "aufgrund von fortschreitenden sozialen Interaktionen und auch in Verbindung mit dem Konsum alkoholischer Getränke zu einer erheblichen Anzahl von Neuinfektionen" komme.

Zwar greife die Maßnahme in ganz erheblicher Weise in die Berufsausübungsfreiheit des Antragstellers ein und sei für diesen mit gravierenden Einbußen verbunden. 

Gleichwohl überwögen im Ergebnis die zu schützenden öffentlichen Interessen, namentlich diejenigen des Infektionsschutzes und des Schutzes von Leib und Leben der Bevölkerung. Maßgeblich sei auch das zuletzt insgesamt zunehmende Infektionsgeschehen.

Update, 22. Oktober, 15.50 Uhr: Schleswig-Holstein weitet Maskenpflicht aus

Kiel - Schleswig-Holsteins Landesregierung hat am Donnerstag die angekündigte Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. 

Demnach müssen Gäste und Beschäftigte in Gaststätten von diesem Samstag an durchweg eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ausgenommen ist nur der Aufenthalt der Gäste am Tisch. Dies gilt für drinnen und draußen. 

Für Beschäftigte im Handel wird die Maskenpflicht ebenso festgeschrieben wie für Marktbeschicker und Kunden auf Wochenmärkten.

Die Landesregierung entschied auch, dass das Tragen eines Kunststoffvisiers (sogenannte Face Shields) nicht mehr ausreicht, um die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung zu erfüllen. Die Änderung folge einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts. 

Als Ausnahme dürfen Lehrer, bei denen die Erkennbarkeit der Mimik oder die unbeeinträchtigte sprachliche Verständlichkeit erforderlich sind, weiterhin Face Shields nutzen. 

Wer grundsätzlich von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit ist, darf ebenfalls freiwillig Visiere verwenden.

Update, 22. Oktober, 15.35 Uhr: Hamburger Senat berät am Freitag erneut über Corona-Maßnahmen

Hamburg - Wegen der weiter steigenden Corona-Fallzahlen in Hamburg wird der rot-grüne Senat am Freitag zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu beraten. Dies teilte ein Senatssprecher am Donnerstag mit. 

Dabei soll es unter anderem um die Beschränkung der Zahl von Personen gehen, die bei privaten Feiern im eigenen Wohnraum zusammenkommen dürfen.

Zuvor waren in der Hansestadt so viele Corona-Neuinfektionen registriert worden wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstag 276 neue Fälle.

Die Behörde betonte: "Es ist sinnvoll, in diesem Stadium der Pandemie nicht nötige Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Lange Aufenthalte in schlecht zu lüftenden Innenräumen sollten gemieden werden". Die Situation Hamburgs sei aber weiter "vergleichsweise beherrschbar".

Update, 22. Oktober, 14.44 Uhr: Hamburger Tourismus leidet weiter unter Corona

Hamburg - Auch im August dieses Jahres kämpft die Hamburger Tourismusbranche mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Zahl der Übernachtungen sank um etwa 36 Prozent auf 999.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Nord am Donnerstag mitteilte. Im Juli hatte der Rückgang im Jahresvergleich noch 44 Prozent betragen.

Auch die Zahl der Gäste sank den Informationen zufolge im Vergleich zu 2019. Insgesamt 438.000 Gäste sind demnach im August 2020 in die Hansestadt gekommen - das ist ein Rückgang um mehr als 41 Prozent.

Grundlage für die Erhebung des Statistikamt Nord war nach eigenen Informationen 416 geöffnete Beherbergungsstätten mit 69-740 angebotenen Betten. Die durchschnittliche Bettenbelegung betrug demnach etwa 45 Prozent.

Update, 22. Oktober, 13.33 Uhr: Verzicht auf Corona-Tests bei Touristen erhöht Unsicherheit

Schwerin – Die gerichtliche Aufhebung der Testpflicht für Touristen aus deutschen Corona-Risikogebieten erschwert nach Ansicht von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Kontrolle über die Virus-Ausbreitung im Nordosten. 

Die Reisen Tausender Touristen aus Regionen mit teilweise sehr hohen Infektionszahlen nach Mecklenburg-Vorpommern würden unsicherer, weil keine Tests mehr verlangt werden können. "Das macht es in Zeiten, wo die Zahlen massiv ansteigen, wo wir den eigenen Bürgern hier vor Ort wieder Einschnitte zumuten müssen, nicht einfacher", sagte Schwesig am Donnerstag in Schwerin.

Am Dienstag hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald die umstrittenen Einreisevorschriften des Landes gekippt. Damit dürfen auch Urlaubsgäste aus Risikogebieten ohne vorherigen Corona-Test anreisen und müssen auch nicht mehr in die zuvor geforderte mehrtägige Quarantäne. 

Gegen diese, im Ländervergleich schärfsten Maßgaben hatten Hotelbetreiber geklagt und Recht bekommen.

Update, 22. Oktober, 13.30 Uhr: Hamburger SPD verschiebt Parteitag auf unbestimmte Zeit

Hamburg – Die Hamburger SPD hat ihren für Dezember geplanten Parteitag wegen der Corona-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben.

"Ursprünglich hatten wir mit 350 Delegierten geplant», sagte ein Sprecher des Landesverbandes am Donnerstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der steigenden Infektionszahlen in Hamburg sei das so nicht machbar. 

Damit bleibt der Vorstand bis auf Weiteres im Amt. Darunter auch Sozialsenatorin Melanie Leonhard als Vorsitzende. Zuvor hatte der Newsletter "Elbvertiefung" der Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet.

Der Parteitag der Hamburger SPD war laut dem Sprecher eigentlich bereits im Juni vorgesehen. Schon da habe man die Veranstaltung wegen der Coronakrise verschieben müssen. Digitale Abstimmungen seien per Wahlrecht nicht möglich.

Update, 22. Oktober, 11.52 Uhr: Rekordzahl von 276 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – In Hamburg sind so viele Corona-Neuinfektionen registriert worden wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstag 276 neue Fälle. Der bisherige Rekordwert war am 24. März mit 248 Corona-Infektionen gemeldet worden.

Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 64,6 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch hatte dieser Wert bei 58,9 gelegen. Am Montag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 9. April die kritische Marke von 50 knapp überschritten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab diesen in rechtlicher Hinsicht maßgeblichen Wert am Donnerstag für Hamburg mit 46,5 an. Laut Gesundheitsbehörde liegt die Abweichung vor allem in einer verzögerten Erfassung der Daten begründet.

Auch bundesweit wurde am Donnerstag ein Rekordwert registriert. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritt erstmals den Wert von 10.000 Fällen. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 10.682 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Rund 8000 gelten nach Schätzung des RKI als genesen, 100 mehr als am Vortag. In Hamburger Kliniken wurden am Donnerstag 79 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, sieben mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen insgesamt 27 Menschen, zwei mehr als am Montag. Von den Patienten auf Intensivstationen kommen 20 aus Hamburg.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 282 Tote.

Update, 22. Oktober, 9.18 Uhr: Gastronomen in Bremen wollen gegen Sperrstunde klagen

Bremen – Gastronomen in Bremen wollen einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Corona-Sperrstunde für Restaurants und Kneipen klagen. 

Sieben Mitgliedsbetriebe der Bremer-Gastro-Gemeinschaft (BGG) haben demnach angekündigt, einen Eilantrag gegen die Maßnahme des Senats am Verwaltungsgericht einzureichen. Das berichtete der "Weser-Kurier" am Donnerstag. Die Bremer Wirte folgen damit dem Vorbild von Berliner Kollegen. Diese haben vor Gericht erreicht, dass sie wieder öffnen dürfen.

Für die Stadt Bremen hat der Senat wegen der hohen Infektionszahlen verfügt, dass gastronomische Betriebe zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen bleiben müssen. Die Sperrstunde soll gelten, bis die Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche dauerhaft wieder unter 50 liegt. 

Am Mittwoch stieg diese Inzidenz in Bremen aber auf 99,99. Es gab 142 bestätigte neue Infektionen. Die Gesamtzahl stieg auf 3866 Fälle seit Ausbruch der Pandemie.

Update, 22. Oktober, 9.17 Uhr: Strengere Corona-Regeln für Heide

Kiel – Seit Donnerstag gelten in der Stadt Heide (Kreis Dithmarschen) strengere Corona-Regeln. Eine entsprechende Allgemeinverfügung gilt zunächst bis kommenden Mittwoch (28. Oktober). Der Kreis Dithmarschen hatte am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge den Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen überschritten. 

Der Wert betrug am Mittwoch 39,79. Da die Überschreitung des Schwellenwertes nach Angaben des Kreises aber vor allem auf ein regional eingrenzbares Ausbruchsgeschehen auf dem Gebiet der Stadt Heide zurückzuführen ist, wurde die Allgemeinverfügung auf das Gebiet der Stadt Heide beschränkt.

Unter anderem muss in bestimmten Bereichen der Heider Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Zudem gilt eine Sperrstunde für Gastronomiebetriebe von 23 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag sowie eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen im öffentlichen und privaten Raum sowie für die Sportausübung innerhalb und außerhalb von Sportanlagen.

Der Kreis Dithmarschen hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben 316 Corona-Infektionen registriert und damit zehn mehr als am Vortag. 240 Personen gelten als genesen. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorbenen Menschen erhöhte sich auf 6 (+1 zum Vortag).

In den am späten Mittwochabend von der Landesregierung mitgeteilten Zahlen, sind für Dithmarschen hingegen nur sieben Neuinfektionen ausgewiesen. Auch der zusätzliche Todesfall im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion taucht in den Zahlen noch nicht auf.

Der Landesregierung zufolge hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten in Schleswig-Holstein um 160 erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 6148 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Mittwochabend mitteilte.

Update, 22. Oktober, 7.48 Uhr: 160 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 160 erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 6148 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Mittwochabend mitteilte. 

Am Vortag waren 111 Neuinfektionen gemeldet worden. Als Genesen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 5000 Menschen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 36 Covid-19-Patienten behandelt, fünf mehr als am Vortag.

Update, 22. Oktober, 6.45 Uhr: Corona-Schnelltests könnten Mitte November kommen

Ein Mitglied des medizinischen Personals prüft einen IgG-/IgM-Schnelltest zum COVID-19-Antikörper-Nachweis.
Ein Mitglied des medizinischen Personals prüft einen IgG-/IgM-Schnelltest zum COVID-19-Antikörper-Nachweis.  © Michael Kappeler/dpa

Hamburg – Infektionen mit dem Coronavirus könnten in Hamburg ab Mitte November sehr viel schneller erkannt werden. 

Die Stadt habe in dieser Woche einen Auftrag zur Beschaffung von Antigen-Schnelltests vergeben, teilte die Sozialbehörde mit. "Ich rechne damit, dass 50.000 solcher Tests frühestens ab der zweiten Novemberwoche zur Verfügung stehen werden", sagte Behördensprecher Martin Helfrich. 

Zunächst sollen die Gesundheitsämter mit den Schnelltests versorgt werden. Sinnvoll könne der Einsatz dort sein, wo ganze Einrichtungen oder Gruppen nur vorsichtshalber getestet werden sollen. Derzeit gibt es größere Corona-Ausbrüche in drei Hamburger Pflegeheimen.

Die Antigen-Tests sind nicht ganz so zuverlässig wie die bislang verwendeten PCR-Tests. Sie bieten nach Angaben des Sprechers aber zusätzliche Erkenntnismöglichkeiten und Sicherheit für zu testende Personen. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hatte am Dienstag die neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums begrüßt. 

Nach ihren Angaben könnten die Ergebnisse von Schnelltests innerhalb von 20 bis 30 Minuten vorliegen. Beim PCR-Verfahren (Polymerase-Kettenreaktion) wird das Erbgut des Virus vervielfacht und analysiert. Bei Antigen-Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Ein Labor ist dafür nicht notwendig.

In Hamburg gibt es bereits ein kommerzielles Pilotprojekt, das den Einsatz von Schnelltests vorsieht. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin unterstützt nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" eine Initiative des Unternehmers Axel Strehlitz, der unter anderem das Udo-Lindenberg-Museum Panik-City auf St. Pauli betreibt. 

Mit einer Kombination aus Antigen- und PCR-Tests sollen sich Menschen für die Teilnahme an einer Veranstaltung freitesten können. "Wir können gerade den jungen Leuten nicht sagen: Ihr verzichtet jetzt bitte über viele Monate auf jede Party. Das wird nicht funktionieren", sagte Schmidt-Chanasit zur Begründung seines Engagements.

Update, 21. Oktober, 16.15 Uhr: Im Kreis Dithmarschen Inzidenzwert von knapp 40

Kiel - Im Kreis Dithmarschen ist der sogenannte Corona-Inzidenzwert auf 39,79 weiter gestiegen und damit der aktuell höchste in Schleswig-Holstein. 

Es habe zehn neue nachgewiesene Infektionen gegeben, sagte eine Kreissprecherin am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Noch im Laufe des Tages sollte eine Allgemeinverfügung des Kreises mit verschärften Corona-Schutzmaßnahmen bekannt gegeben werden.

Update, 21. Oktober, 12.07 Uhr: 201 Neuinfektionen - Hamburgs Sieben-Tage-Wert steigt auf 58,9

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg erneut stark gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch 201 neue Fälle. Am Dienstag waren 204 Neuinfektionen hinzugekommen. 

Der Sieben-Tage-Wert kletterte auf 58,9 Infektionen je 100.000 Einwohner. Am Dienstag hatte dieser Wert bei 55,4 gelegen. Am Montag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 9. April die kritische Marke von 50 knapp überschritten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab diesen in rechtlicher Hinsicht maßgeblichen Wert am Mittwoch für Hamburg mit 46,1 an. Laut Gesundheitsbehörde liegt die Abweichung vor allem in einer verzögerten Erfassung der Daten begründet.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 10 406 Menschen mit Sars-CoV-2. Rund 7900 gelten nach Schätzung des RKI als genesen, 100 mehr als am Vortag. 

In Hamburger Kliniken wurden am Dienstag 72 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen insgesamt 25 Menschen, fünf mehr als am Montag. Von den Patienten auf Normalstationen kommen 40 aus Hamburg, von den Intensivpatienten sind es 18.

Update, 21. Oktober, 11.54 Uhr: Tourismusbranche in MV fürchtet zweiten Lockdown

Rostock - In der Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns geht die Angst vor einer weiteren Verschärfung der Corona-Pandemie um. 

In einer Umfrage des Landestourismusverbands gaben 75 Prozent von rund 450 befragten Unternehmen an, angesichts steigender Infektionszahlen einen zweiten Lockdown zu fürchten. 

"Schon jetzt sind die Umsatzrückgänge durch die Corona-Krise in diesem Jahr nicht mehr zu kompensieren", sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf am Mittwoch in Rostock. Sollten die Betriebe erneut schließen müssen, entfiele laut Umfrage für jeden Fünften die Geschäftsgrundlage. "Das wäre fatal".

Auch wenn die Unternehmen im Sommer und frühen Herbst dank einer starken Nachfrage einiges der Verluste hätten ausgleichen können, schlage von April bis August ein durchschnittliches Umsatzminus von rund 25 Prozent zu Buche. 

Das Herbstferiengeschäft sei durch das Beherbergungsverbot negativ beeinflusst worden, sagte Woitendorf. "Für die kommenden Monate werden noch höhere Einbußen erwartet". Die Unternehmen gingen für November von einem Minus von 33 Prozent und für Dezember ein Minus von 40 Prozent aus.

Update, 21. Oktober, 9.51 Uhr: Eltern fordern Umdenken in Corona-Schulpolitik

Hannover - Regelmäßiges Lüften in den Klassenräumen und warme Kleidung für die Schüler - das allein kann nicht die Antwort auf den neuen Anstieg der Corona-Zahlen sein, fordert der Landeselternrat Niedersachsen. 

"Unsere Schulen und das gesamte Schulsystem brauchen nun endlich und umgehend angemessene Investitionen durch Bund und Länder", teilte der Verband am Dienstagabend mit. 

Nicht jede Schule sei baulich geeignet, das Lüften umzusetzen. Außerdem leide der Unterricht darunter. 

Stattdessen müsse auch digitaler Unterricht ermöglicht werden, ebenso wie die Betreuung der Schüler. Die Eltern dürften nicht wieder mit Homeschooling allein gelassen werden. 

Schüler aus Familien mit Risikopersonen sollten zudem nicht als Schulschwänzer behandelt werden.

Update, 21. Oktober, 8.10 Uhr: 111 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 111 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 5988 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Dienstagabend mitteilte. 

Am Vortag waren 163 Neuinfektionen gemeldet worden. Als Genesen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 5000 Menschen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge wie am Vortag 31 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 20. Oktober, 20.50 Uhr: Verschärfte Corona-Schutzvorkehrungen in MV

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will mit spürbaren Kontaktbeschränkungen die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. 

Dazu beschloss die Landesregierung am Dienstag in Schwerin unter anderem verringerte Teilnehmerzahlen bei Familienfeiern und öffentlichen Veranstaltungen, eine Sperrstunde für Gaststätten und eine erweiterte Maskenpflicht.

Die Maßnahmen sollen regional greifen, sobald in einem Landkreis oder einer der beiden kreisfreien Städte mehr als 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen registriert werden.

Update, 20. Oktober, 19.38 Uhr: Dutzende Schüler nach Coronafall in Ludwigslust in Quarantäne

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Ludwigslust – Nach der Corona-Infektion einer Lehrerin sind 65 Schülerinnen und Schüler einer Grundschule in Ludwigslust in Quarantäne geschickt worden. 

Die Musiklehrerin habe am Montag drei Lerngruppen unterrichtet, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Zudem seien zwei Mitarbeiter der Schule in Quarantäne. 

Das Gesundheitsamt habe Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen. Der erste Corona-Test wurde demnach veranlasst.

Update, 20. Oktober, 19.37 Uhr: Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist innerhalb eines Tages so stark gestiegen wie noch nie zuvor in der Pandemie. 

Am Dienstag wurden 72 weitere Fälle bestätigt, womit die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf 1798 anstieg, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte. Dies sind noch einmal mehr als zehn Fälle mehr als der bisherige Höchstwert aus der Vorwoche.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, liege nun insgesamt bei 19,9. Am Vortag hatte dieser wichtige Wert noch bei 18,9 gelegen. Landesweit ist diese Zahl mit 38,2 am höchsten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, gefolgt vom Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 28,2. Am niedrigsten ist der Wert demnach in der Landeshauptstadt Schwerin mit 9,4.

In allen sechs Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten wurden am Dienstag laut Lagus weitere Corona-Neuinfektionen gezählt. Am wenigsten in Schwerin (2), gefolgt von der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Rostock (jeweils 3), Vorpommern-Rügen (8), Nordwestmecklenburg (9), Vorpommern-Greifswald (12), Ludwigslust-Parchim (15) und Mecklenburgische Seenplatte (20).

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 182 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, am Dienstag kamen keine weiteren hinzu. 1326 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, liegt bei 21, dieser Wert veränderte sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls nicht.

Update, 20. Oktober, 19 Uhr: Erneute Corona-Fälle beim HSV Hamburg

Hamburg – Handball-Zweitligist HSV Hamburg muss erneut eine coronabedingte Zwangspause einlegen. 

Wie die Hanseaten am Dienstag mitteilten, wird das für diesen Mittwoch geplante Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen verlegt, weil mehrere Hamburger Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt begibt sich das gesamte Team vorerst in Quarantäne.

"Ob und wie lange jeder einzelne Spieler in häuslicher Isolation bleiben muss und ob das auch für diejenigen gilt, die zuvor bereits infiziert waren, ist derzeit noch unklar" hieß es in der Mitteilung. Die endgültige Entscheidung über jeden Einzelfall liege beim zuständigen Gesundheitsamt. Wann das Spiel gegen Dormagen nachgeholt wird, ist noch nicht entschieden.

Der Handball Sport Verein Hamburg hatte bereits den ersten Spieltag verpasst, da für die gesamte Mannschaft schon einmal Quarantäne angeordnet worden war. Auch Spieler von mehreren Ligarivalen befinden sich derzeit wegen positiver Corona-Befunde in Quarantäne.

Update, 20. Oktober, 16.50 Uhr: Bereits mehr als 300.000 Corona-Tests in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind bereits mehr als 300.000 Corona-Tests genommen worden. Das geht aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervor. Demnach wurden bis vergangenen Sonntag landesweit

316 537 Tests genommen, wovon 1985 positiv waren. Das entspricht einer Quote von 0,63 Prozent. Die positiven Testergebnisse seien nicht mit der Zahl der infizierten Menschen gleichzusetzen, da Mehrfachtestungen möglich seien.

Bis Sonntag waren im Oktober demnach 647 oder 1,58 Prozent aller Corona-Tests positiv. Dies sei die höchste Quote seit April, als der Wert laut Lagus bei 1,91 Prozent lag. Im Mai lag diese Quote bei 0,27 Prozent, im Juni bei 0,08, im Juli bei 0,17, im August bei 0,36 und im September bei 0,38 Prozent.

Der Höchstwert der monatlichen Testungen wurde den Angaben nach im Juni mit rund 61 500 erreicht, danach folgt der September mit rund 58.000 Tests.

Update, 20. Oktober, 16.48 Uhr: FDP fordert Aus für Beherbergungsverbot auch im Norden

Kiel – Die FDP im Kieler Landtag fordert eine Aufhebung des sogenannten Beherbergungsverbots für Touristen aus Corona-Hotspots auch in Schleswig-Holstein. 

Die Regelung müsse auch hier schnellstmöglich aufgehoben werden, sagte Fraktionschef Christopher Vogt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Eine bundesweite Regelung gebe es schon lange nicht mehr und auch eine norddeutsche Absprache könne es jetzt nicht mehr geben. Damit bezog sich Vogt auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald vom Dienstag und auf frühere Gerichtsentscheidungen in Niedersachsen und in Baden-Württemberg.

Das OVG in Greifswald kippte am Dienstag für Mecklenburg-Vorpommern Beherbergungsbeschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler.

Die Gerichtsentscheidungen müssten auch Folgen für Schleswig-Holstein haben, sagte der Kieler FDP-Fraktionschef Vogt. «Unser Beherbergungsverbot ist zwar eher ein Testgebot für Touristen aus Risikogebieten, aber es ist dennoch allein schon mit Blick auf das aktuelle bundesweite Infektionsgeschehen und die unterschiedlich verfügbaren Testkapazitäten problematisch.» Es müsse bundesweit zielgenaue und wirksame Maßnahmen geben. «Ein Unterschied zwischen Tages- und Übernachtungstouristen ist nicht mehr zu begründen.»

Die Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP hatte noch am Donnerstag voriger Woche ihr Festhalten an dem umstrittenen Beherbergungsverbot bekundet. 

Die Regelung besagt, dass Bürger aus Gebieten mit hohen Infektionszahlen nur dann in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Sie gilt für Touristen aus Gebieten ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update, 20. Oktober, 16.47 Uhr: Neue Corona-Infektionen im Kreis Ostholstein

Timmendorfer Strand – Im Kreis Ostholstein sind weitere vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Die Fälle stünden jedoch nicht im Zusammenhang mit den Infektionen in einem Fünf-Sterne-Hotel im Ostseebad Timmendorfer Strand, sagte eine Sprecherin des Kreises am Dienstag. In dem seit dem Wochenende auf Anordnung der Behörden geschlossenen Hotel sind nach Angaben des Kreises bislang 35 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Acht Testergebnisse stehen den Angaben zufolge noch aus.

Die rund 200 Gäste des Hotels, die am Samstag wegen der Infektionsfälle abreisen mussten, hatten nach Angaben der Kreissprecherin nur flüchtigen Kontakt mit den infizierten Mitarbeitern. Sie gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 2 und sind nicht verpflichtet, sich testen zu lassen.

Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat unterdessen das Eissport- und Tenniscenter (ETC) und Meerwasserschwimmbad im Ortsteil Niendorf vorsichtshalber bis zum Wochenende geschlossen. Außerdem appellierte die Gemeinde am Dienstag an Einwohner und Gäste, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden könnten. Gastronomen sollten ihre Betriebe freiwillig um 23 Uhr schließen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Für den gesamten Kreis Ostholstein wurden am Dienstag insgesamt 222 positive Corona-Fälle gemeldet, 145 Infizierte sind wieder genesen. Der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag bei 31,4. Am Montag hatte der Wert noch bei 9,5 gelegen.

Update, 20. Oktober, 14.06 Uhr: Senat will wegen Corona über Beschränkung für private Feiern beraten

Hamburg - Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Hamburg will der Senat möglicherweise weitere Kontaktbeschränkungen beschließen. 

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kündigte am Dienstag an, der Senat werde darüber beraten, sollte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen weiter über 50 liegen. 

Laut Beschluss von Bund und Ländern dürften sich dann nur noch zehn Personen zu privaten Feiern im öffentlichen und privaten Raum treffen. Derzeit dürfen in Hamburg noch 25 Menschen im Freien und 15 im privaten Bereich gemeinsam feiern.

Der Sieben-Tage-Wert lag in Hamburg am Dienstag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 55,4, nach 50,6 am Montag.

Update, 20. Oktober, 13.22 Uhr: 204 Neuinfektionen - Inzidenz-Wert klettert in Hamburg auf 55,4

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Dienstag sprunghaft um 204 Fälle gestiegen. Am Montag hatte der Wert noch bei 93 gelegen. 

Damit kletterte der kritische Sieben-Tage-Wert von 50,6 auf 55,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. Bund und Länder hatten am 15. Oktober beschlossen, dass schärfere Regeln in den Regionen greifen müssen, wo dieser Wert über 50 liegt.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 10.205 Menschen mit dem Sars-CoV-2. Rund 7800 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. In Hamburger Kliniken werden zur Zeit 71 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen liegen insgesamt 20 Menschen.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 281 Tote. Der Sieben-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI-Angaben nur bei 40,2.

Update, 20. Oktober, 12.10 Uhr: Infektionszahlen in Niedersachsen nehmen weiter zu

Hannover - Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus haben in Niedersachsen am Dienstag weiter zugenommen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes von 9 Uhr stieg die Zahl der Fälle gegenüber dem Vortag um 381 auf 26.512 Fälle. 

Spitzenreiter war nach wie vor die Stadt Delmenhorst mit einem Wert von 211,5 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 

Auch in den Landkreisen Cloppenburg und Northeim waren die Zahlen mit Werten von 145,3 Fällen beziehungsweise 105,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner immer noch sehr hoch. Aber auch der Landkreis Verden näherte sich mit 43,8 Fällen der 50-er Marke an.

Update, 20. Oktober, 10.49 Uhr: Gewerkschaft der Polizei: Corona-Kontrollen stoßen auf Aggressionen

Polizisten kontrollieren während der Sperrstunde auf der Reeperbahn in der Großen Freiheit.
Polizisten kontrollieren während der Sperrstunde auf der Reeperbahn in der Großen Freiheit.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Durchsetzung der Corona-Regeln bereitet der Hamburger Polizei nach Gewerkschaftsangaben große Mühe. Nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine schwieriger werdende Lage. 

"Anordnungen der Polizei zur Durchsetzung von Corona-Regeln werden mit hohem Aggressionspotenzial beantwortet", erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, Lars Osburg, am Dienstag. Er beklagte ein bundesweites Regelchaos.

Die Hamburger Polizei hatte am vergangenen Wochenende die Einhaltung der neu eingeführten Sperrstunde ab 23 Uhr kontrolliert und nach eigenen Angaben fast 150 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Über 300 Örtlichkeiten wurden überprüft, vier Betriebe mussten geschlossen werden. 

Den größten Verstoß stellten Beamte an der Reeperbahn fest, wo eine Party mit rund 90 Menschen im Kellerbereich eines Clubs gefeiert wurde. "Die Akzeptanz der Sperrstunde war im Großen und Ganzen aber sehr hoch", hatte eine Polizeisprecherin am Sonntag gesagt.

Update, 20. Oktober, 7.38 Uhr: 163 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 163 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 5877 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Montagabend mitteilte. 

Am Vortag waren 88 Neuinfektionen gemeldet worden. Als Genesen gelten wie am Vortag nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4900 Menschen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 31 Covid-19-Patienten behandelt - sieben mehr als am Tag zuvor.

Update, 19. Oktober, 20.15 Uhr: 16 neue Corona-Fälle - 7-Tage-Wert im Nordosten nun unter 20

Rostock – Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist innerhalb eines Tages um 16 auf 1726 gestiegen. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, liege nun bei 18,9, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag mit. Am Sonntag hatte dieser wichtige Wert noch bei 21 gelegen. Ab einem Wert von 10 springt die Ampel auf gelb, dies ist in allen Landkreisen außer Nordwestmecklenburg sowie in Schwerin der Fall.

Die meisten Neuinfektionen gab es am Montag in Rostock mit vier, je drei wurden in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald registriert.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 182 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 1309 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, liegt bei 21, am Wochenende war ein Patient im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Update, 19. Oktober, 18.35 Uhr: 35 Mitarbeiter in Timmendorfer Hotel infiziert

Besucher gehen über eine Brücke am Timmendorfer Strand.
Besucher gehen über eine Brücke am Timmendorfer Strand.  © Bodo Marks/dpa

Timmendorfer Strand – In einem wegen Corona-Infektionen in der Belegschaft vorerst geschlossenen Hotel in Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein sind 35 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. 

Acht Testergebnisse stünden noch aus, sagte eine Sprecherin des Kreises am Montag. Das Hotel war bereits am Samstag auf Anordnung der Behörden geschlossen worden, nachdem bei drei der insgesamt 101 Mitarbeiter des Fünf-Sterne-Hauses das Virus nachgewiesen worden war.

Wie viele Gäste des Hotels das Angebot des Kreises auf einen Corona-Test angenommen haben, war zunächst nicht bekannt. Die rund 200 Gäste, die sich am Samstag dort befanden, gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 2.

Für den gesamten Kreis Ostholstein wurden am Montag insgesamt 218 positive Corona-Fälle gemeldet, 135 sind wieder genesen. Der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 9,5.

Update, 19. Oktober, 14.48 Uhr: Auch letzte Corona-Tests nach Sylter Party negativ

Westerland – Nach einer Party auf Sylt mit mindestens einem infizierten Gast sind auch die letzten vier ausstehenden Corona-Tests von Teilnehmern negativ ausgefallen. 

Dies teilte am Montag der Kreis Nordfriesland mit. Demnach gab es nur bei einem von 108 Tests ein positives Ergebnis. 

Der Infizierte hatte Behördenangaben zufolge in der Nacht zum 4. Oktober ein Bistro in Westerland besucht, bevor erste Symptome auftraten und er getestet wurde.

Update, 19. Oktober, 14.04 Uhr: Corona-Ausbruch in Hamburger Pflegeheim: Mindestens 27 Infektionen

Hamburg - In einem Pflegeheim in Hamburg-Harburg haben sich mindestens 27 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. 

Möglicherweise seien auch Mitarbeiter betroffen, sagte am Montag ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. In einer anderen Pflegeeinrichtung in Hamburg-Nord gebe es weiterhin 23 Fälle, in einem Heim in Wandsbek 31. Acht weitere Ansteckungen wurden aus fünf Hamburger Heimen gemeldet, wie der Sprecher weiter sagte.

Die 27 Harburger Fälle seien in den 93 Neuinfektionen enthalten, die am Montag für ganz Hamburg berichtet wurden. Der Sieben-Tage-Wert für die Hansestadt stieg damit über den Warnwert von 50. Das heißt, dass sich statistisch in den vergangenen sieben Tagen 50,6 Menschen je 100.000 Einwohner infiziert haben. 

Bund und Länder hatten am 15. Oktober beschlossen, dass schärfere Regeln in den Regionen greifen müssen, wo dieser Wert über 50 liegt.

Update, 19. Oktober, 12.18 Uhr: 93 Neuinfektion - Hamburg überschreitet kritischen Corona-Wert

Für Berufsschüler und die Schüler an den Oberstufen der Allgemeinbildenden Schulen gelten in Hamburg verschärfte Corona-Bedingungen. Sie müssen nun im Unterricht Masken tragen.
Für Berufsschüler und die Schüler an den Oberstufen der Allgemeinbildenden Schulen gelten in Hamburg verschärfte Corona-Bedingungen. Sie müssen nun im Unterricht Masken tragen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg 93 Fälle bestätigt worden. Damit stieg der kritische Sieben-Tage-Wert über von 49,8 auf 50,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Gesundheitsbehörde am Montag im Internet mitteilte. 

Bund und Länder hatten am 15. Oktober beschlossen, dass schärfere Regeln in den Regionen greifen müssen, wo dieser Wert über 50 liegt.

Der am Montag gemeldete Anstieg ist der geringste der vergangenen sieben Tage. Am Sonntag waren 162 Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 10.001 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7700 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 280 Tote, so viele wie am Vortag.

In Hamburger Kliniken wurden Stand Freitag 59 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen unverändert 17 Menschen. Diese Zahl wurde noch nicht von der Behörde aktualisiert.

Update, 19. Oktober, 11.04 Uhr: Delmenhorst erlässt Sperrstunde und sagt Veranstaltungen ab

Delmenhorst - Die Stadt Delmenhorst verschärft angesichts eines großflächigen Corona-Ausbruchs die Schutzmaßnahmen. So werde eine Sperrstunde für die Gastronomie von 23 bis 6 Uhr erlassen, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) am Montag. 

Alle öffentlichen Veranstaltungen und Gottesdienste werden demnach bis auf Weiteres abgesagt. Private Treffen werden auf zehn Personen begrenzt. Außerdem wird die Maskenpflicht in der Stadt ausgeweitet. Schulen und Kitas sollen allerdings nach den Herbstferien wieder öffnen, solange die Hygienekonzepte es zulassen.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts lag der Sieben-Tage-Wert der Stadt am Montag bei 223,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. 

Der Leiter des Gesundheitsamts der Stadt sagte, die Zahl der nachgewiesenen Fälle habe sich binnen zehn Tagen mehr als verdoppelt.

Update, 19. Oktober, 10.52 Uhr: Corona-Ausbruch in Delmenhorst ohne klaren Schwerpunkt

Da ist der Mund-Nase-Schutz meist falsch: Ein Mann trägt ihn in Delmenhorst in der Hand durch die Fußgängerzone.
Da ist der Mund-Nase-Schutz meist falsch: Ein Mann trägt ihn in Delmenhorst in der Hand durch die Fußgängerzone.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Delmenhorst - Der Corona-Ausbruch im niedersächsischen Delmenhorst hat nach Einschätzung der Behörden keinen eindeutigen Ursprung. 

Es gebe "keinen sogenannten Schwerpunkt", sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) am Montag. 

"Wir bewegen uns in kleineren Zellen." Die Nachverfolgung der Kontakte sei daher sehr aufwendig und benötige viel Zeit. 

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts lag der Sieben-Tage-Wert der Stadt am Montag bei 223,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. "

"Ich weiß, dass wir damit Spitzenreiter in der Bundesrepublik sind. Das ist traurig, furchtbar, aber wir werden uns dieser Aufgabe stellen", sagte Jahnz.

Update, 19. Oktober, 10.37 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Corona-Infektionen in Delmenhorst

Delmenhorst - Die Zahl der Corona-Infektionen im niedersächsischen Delmenhorst ist wieder deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt gab den Sieben-Tage-Wert der Stadt am Montagmorgen mit 223,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an (Vortag: 138,0). 

Demnach gab es 76 neue nachgewiesene Ansteckungen im Vergleich zum Sonntag. Die Stadtverwaltung will am Montagvormittag über die Entwicklung informieren. Bereits vor einer Woche hatte die Stadt angekündigt, weitere Maßnahmen zur Viruseindämmung zu prüfen. 

"Dabei wird darauf geachtet, dass punktgenau Maßnahmen ergriffen werden und weniger Rundumschläge verteilt werden", hatte der Corona-Krisenstabsleiter der Stadt, Rudolf Mattern, damals gesagt.

Update, 19. Oktober, 7.32 Uhr: 88 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 88 Fälle erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 5714 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Sonntagabend mitteilte. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4900 von ihnen als genesen, 100 mehr als am Vortag. Am Samstag waren 26 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 24 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 19. Oktober, 6.16 Uhr: Für Hamburgs Schüler beginnt wieder der Unterricht

Manche Schüler müssen nun Maske im Unterricht tragen.
Manche Schüler müssen nun Maske im Unterricht tragen.  © Gregor Fischer/dpa

Hamburg - Nach zwei Wochen Herbstferien beginnt an Hamburgs Schulen am Montag wieder der Unterricht. Für Berufsschüler und die Schüler an den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen gelten verschärfte Corona-Bedingungen. 

Anders als ihre Mitschüler müssen sie und ihre Lehrer nun auch im Unterricht einen Mund-Nase-Schutz tragen. In allen Klassenräumen soll nun zudem alle 20 Minuten für mindestens fünf Minuten gelüftet werden - auch bei niedrigen Temperaturen.

Die Zahl der Corona-Fälle an den Schulen ist bislang gering. Zwei Tage vor Ferienbeginn vor zwei Wochen seien 180 Menschen in Quarantäne gewesen, davon 160 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte und andere Beschäftigte an Schulen - bei insgesamt rund 255.000 Schülerinnen und Schülern sowie gut 25.000 Schulmitarbeitern.

Sollten die Corona-Zahlen insgesamt dramatisch steigen, schließt Schulsenator Ties Rabe (SPD) weitere Verschärfungen der Corona-Regeln nicht aus. "Sollte sich das Infektionsgeschehen dramatisch verschlimmern, werden wir die Maskenpflicht an Schulen Schritt für Schritt und behutsam ausweiten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Voraussetzung sei jedoch, dass die Infektionszahlen massiv über 50 Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche steigen.

Update, 19. Oktober, 6.06 Uhr: Schulbeginn nach den Herbstferien mit schärferen Corona-Auflagen

Kiel - Nach den Herbstferien beginnt am Montag in Schleswig-Holstein wieder die Schule. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen sind die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft worden. 

In den ersten 14 Tagen nach den Ferien müssen die Schüler ab der 5. Klasse auch während des Unterrichts Masken tragen. Zudem hat das Bildungsministerium in Kiel angeordnet, dass während des Unterrichts alle 20 Minuten drei bis fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden muss. Zudem muss durchgängig in allen Pausen gelüftet werden. 

Damit sollen die Aerosole in der Luft und damit das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringert werden. Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter unterstützen die Maßnahmen.

Update, 18. Oktober, 17.16 Uhr: 26 neue Corona-Fälle - 7-Tage-Wert im Nordosten nun bei 21

Rostock - Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist innerhalb eines Tages um 26 auf 1712 gestiegen. 

Damit setzte sich der seit Donnerstag anhaltende Trend rückläufiger Neuinfektionen fort, wie aus dem am Sonntag veröffentlichten Lagebericht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock hervorgeht. Am Mittwoch war mit 60 Fällen die bislang höchste Zahl innerhalb eines Tages für den Nordosten registriert worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, erhöhte sich nach Angaben des Landesamts auf 21,0. Der Nordosten liegt mit diesem Wert nach wie vor deutlich unter der als kritisch geltenden 50er-Marke. 

Bei Überschreiten werden betroffene Regionen als Risikogebiete eingestuft und müssen die Schutzmaßnahmen deutlich verschärfen. Erste Zusatzbeschränkungen werden bereits bei einem Wert von 35 wirksam, wie etwa auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der mit 11 Neuinfektionen erneut den höchsten Zuwachs verzeichnete.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 180 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 4 mehr als am Samstag. Knapp 1300 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen, 22 mehr als am Vortag. 

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, stieg am Wochenende um 1 auf 21.

Update, 18. Oktober, 15.18 Uhr: Niedersachsen nähert sich Corona-Wert von 35

Hannover - Die Ansteckungen mit dem Coronavirus nehmen in Niedersachsen auch abseits der Hotspots immer mehr zu. Auf das gesamte Land bezogen gab das Landesgesundheitsamt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 34,2 an. 

"Der generelle Anstieg der Infektionszahlen ist wirklich besorgniserregend", sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Einen Mechanismus für landesweite Einschränkungen des öffentlichen Lebens sieht die Corona-Verordnung bei den sogenannten Inzidenzwerten von 35 und 50 zwar nicht vor - anders als für die Landkreise. Allerdings sollen die Regeln entsprechend den Bund-Länder-Beschlüssen in Kürze verschärft werden, hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Ab einer regionalen Inzidenz von 35 sollen demnach künftig nur noch 15 statt 25 Menschen im privaten Raum zusammenkommen dürfen. Daneben werde es "regional gezielte Ausweitungen der Maskenpflicht im öffentlichen Raum, Sperrstunden in der Gastronomie und Verringerungen der bei Veranstaltungen zulässigen Personenzahl" geben.

Den Corona-Grenzwert von 50 überschritten dem Landesgesundheitsamt zufolge nach wie vor sieben Regionen: die Landkreise Cloppenburg (158,2), Emsland (70,0), Grafschaft Bentheim (75,8), Northeim (105,8), Osnabrück (55,9) und Vechta (91,7) sowie die Stadt Delmenhorst (138,0). Nur knapp darunter lagen demnach die Kreise Celle (46,9) und Oldenburg (45,8). 

Über dem Wert von 35 lagen auch die Region Hannover (38,7), der Kreis Verden (38,6) sowie nach eigenen Angaben vom Sonntag die Stadt Osnabrück (39,5).

Update, 18. Oktober, 13.45 Uhr: Weil kündigt härtere Corona-Regeln an

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat erneut bekräftigt, dass das Land seine Corona-Regeln weiter verschärfen wird. 

"Wir werden die Sperrstunde, wie alle anderen Ergebnisse der Berliner Konferenz, in Niedersachsen Punkt für Punkt umsetzen und im Zweifel auch in die nötigen Gerichtsverfahren gehen", sagte der SPD-Politiker im Interview der Welt. 

Eine Sperrstunde für die Gastronomie sei ein milderes Mittel als die Schließung von Restaurants und Lokalen. Auch die Teilnehmergrenze für private Feiern werde gesenkt, sagte Weil, ohne konkret zu werden. Insgesamt versuche die Regierung, den Schutz vor Ansteckungen mit möglichst milden Mitteln zu gewährleisten. 

Bereits am Donnerstag hatte Weil gesagt, Problemregionen im Land seien angewiesen worden, schneller zu Beschränkungen zu greifen, wenn sich die Infektionslage verschlechtere. 

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes gilt allerdings noch bis 15. November.

Update, 18. Oktober, 12.47 Uhr: Kritischer 7-Tage-Wert in Hamburg fast erreicht

Hamburg - Hamburg hat den kritischen 7-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner fast erreicht. 

Nach 162 am Sonntag gemeldeten Neuinfektionen stieg der Wert von 44 auf 49,8, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Bei 50 Fällen je 100.000 Einwohner und Woche sind weitere Verschärfungen der Corona-Regeln vorgesehen. Am Samstag waren 131 Neuinfektionen gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9908 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7700 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 280 Tote, 2 mehr als am Vortag.

In Hamburger Kliniken wurden Stand Freitag 59 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen unverändert 17 Menschen.

Update, 18. Oktober, 11.29 Uhr: Verstoß gegen Einhaltung der Sperrstunde in Hamburg

Polizisten kontrollieren die Sperrstunde auf der Reeperbahn.
Polizisten kontrollieren die Sperrstunde auf der Reeperbahn.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Bei einer Kontrolle der angeordneten Sperrstunde ab 23 Uhr ist die Hamburger Polizei auf der Reeperbahn auf eine Party mit rund 90 Menschen gestoßen. 

Der Polizei zufolge waren Beamten in der Nacht zu Sonntag gegen 1.20 Uhr etwa 30 Menschen vor dem "Club 25" aufgefallen. Kurz darauf trafen sie auf die Feiernden im Kellerbereich des Gebäudes.

Warum die vielen Menschen trotz der Sperrstunde so spät in diesem Rahmen feierten, war zunächst unklar. 

Die Polizeibeamten stellten nach Angaben des Sprechers aufgrund der Ordnungswidrigkeiten sämtliche Personalien fest. Die Feiernden müssen mit Bußgeldern rechnen.

Update, 18. Oktober, 11.18 Uhr: Luxushotel in Timmendorfer Strand geschlossen

Timmendorfer Strand - Wegen dreier Corona-Fälle in der Belegschaft eines Hotels in Timmendorfer Strand hat das Gesundheitsamt des Kreises Ostholstein die Luxusherberge vorerst geschlossen. 

Alle 101 Mitarbeiter des Grand Hotels Seeschlösschen seien inzwischen auf das Coronavirus getestet worden. Mit Ergebnissen rechne der Fachdienst Gesundheit in dieser Woche, teilte der Kreis mit.

Den rund 200 Gästen des 5-Sterne superior Hotels - sie hatten den Angaben zufolge keinen direkten Kontakt mit den Infizierten - seien freiwillige Tests angeboten worden. 

Update, 18. Oktober, 11.10 Uhr: Gesundheitsamt verordnet Quarantäne für Altona-Spieler

Hamburg - Der Corona-Fall beim Fußball-Regionalligisten Altona 93 weitet sich aus. 

Nach der am Freitag erfolgten Absage des Punktspiels gegen den Heider SV wegen zweier positiver Tests im 93-Team hat das Hamburger Gesundheitsamt neben den beiden mit dem Virus infizierten Spielern auch für weitere Kicker häusliche Quarantäne angeordnet, teilte der Club am Samstagabend via Twitter mit.

Um wie viele Spieler es sich dabei handelt und ob dies Auswirkungen auf das für den kommenden Samstag angesetzte Auswärtsspiel der Altonaer bei Weiche Flensburg hat, ist offen. 

Wann das für den (heutigen) Sonntag vorgesehene Heimspiel gegen den Heider SV nachgeholt werden soll, steht ebenfalls noch nicht fest.

Update, 18. Oktober, 9.33 Uhr: 26 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein registriert

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 26 Fälle erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 5626 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Samstagabend mitteilte. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten unverändert rund 4800 von ihnen als genesen. Am Freitag waren 90 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 24 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 18. Oktober, 8.10 Uhr: Flickenteppich bei Sperrstunden in Niedersachsen

Ein Wirt mit Maske zapft in einer Kneipe Bier.
Ein Wirt mit Maske zapft in einer Kneipe Bier.  © Christoph Soeder/dpa

Hannover - Trotz hoher Infektionszahlen gibt es derzeit nur drei Landkreise in Niedersachsen, die auf eine Sperrstunde setzen. 

Neben den beiden Kreisen des Oldenburger Münsterlandes, Vechta und Cloppenburg, hat auch die Grafschaft Bentheim diese Maßnahme genutzt, um die Zahlen einzudämmen. Andere Landkreise und die Stadt Delmenhorst - allesamt Regionen mit Werten von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen - haben bislang keine solche Maßnahme beschlossen.

Am längsten gibt es die Sperrstunde bereits im Landkreis Cloppenburg, wo sie schon in der vergangenen Woche verfügt wurde. Dort müssen die Gaststätten und Kneipen ab 23.30 Uhr schließen - möglicherweise werde das noch auf 23 Uhr verlegt, sagte ein Sprecher. Beim Corona-Gipfel im Berliner Kanzleramt hatten sich die Teilnehmer auf die bundesweite Regel verständigt, in Hotspots ab 23 Uhr eine Sperrstunde zu verhängen.

Im Nachbarlandkreis Vechta wurde ab Samstag eine Sperrstunde eingeführt. In der Grafschaft Bentheim gilt die Sperrstunde seit Donnerstag. Kneipen, Restaurants und Cafés müssen von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags geschlossen sein.

Der Grund ist das diffuse Ausbruchsgeschehen in den betroffenen Landkreisen. Corona-Neuinfektionen lassen sich nicht mehr überwiegend einer bestimmten Einrichtung oder Betrieb zuordnen, sondern es gibt viele Ausbruchsherde. 

Update, 17. Oktober, 14.10 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht auf

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. 

Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. 

Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.

Update, 17. Oktober, 12.12 Uhr: 131 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist innerhalb eines Tages um 131 Fälle gestiegen. 

Wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 42,2 auf 44,0 Neuinfektionen. Der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, liegt inzwischen seit mehr als einer Woche über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Freitag waren 160 Neuinfektionen gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9746 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7600 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Update, 17. Oktober, 9.34 Uhr: 90 neue registrierte Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 90 Fälle deutlich erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5600 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Freitagabend mitteilte. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten unverändert rund 4800 von ihnen als genesen. Am Donnerstag waren 55 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 24 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als am Vortag.

Update, 16. Oktober, 21.06 Uhr: Eilantrag gegen Beherbergungsverbot in Hamburg endgültig gescheitert

Hamburg - Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat am Freitag einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in zweiter Instanz abgelehnt. 

Zuvor hatte den Antrag auch das Verwaltungsgericht in der Hansestadt bereits zurückgewiesen. Gestellt hatte ihn nach Angaben des Gerichts ein Ehepaar aus Köln (Nordrhein-Westfalen), das am Freitag anreisen wollte. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Der Schutz des Lebens und der Gesundheit der Menschen in Hamburg seien bedeutsamer als das private Interesse der Antragsteller an einem Erholungsurlaub in Hamburg, begründete das Gericht die Entscheidung.

In der Hansestadt müssen Touristen laut einer Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in einem Landkreis aufgehalten haben, in dem der Warnwert von 50 pro 100.000 Einwohner überschritten wurde. 

Ansonsten müssen die Urlauber ein ärztliches Zeugnis vorliegen, dass es keine Anzeichen für eine Corona-Erkrankung gibt.

Zu berücksichtigen sei auch, dass die Situation in einem Stadtstaat wie Hamburg - mit einer Vielzahl von Menschen auf engem Raum - anders zu bewerten sei als in Flächenstaaten, hatte das Verwaltungsgericht zu bedenken gegeben.

Update, 16. Oktober, 17 Uhr: Maskenpflicht für bestimmte Stadtgebiete in Bremen

Bremen - Die Hansestadt Bremen weitet angesichts der stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen die Maskenpflicht auf Stadtgebiete mit besonders hoher Besucherfrequenz aus. 

Betroffen sind von Samstag an die Flaniermeile "Schlachte", der Innenstadtbereich, der Bahnhofsvorplatz, das historische Viertel Schnoor, Teile des Szenestadtteils "Viertel" sowie die Fußgängerzone in Bremen-Vegesack und dort auch der Bahnhofsplatz, wie die Bremer Innenbehörde am Freitag mitteilte. 

Die Maskenpflicht gilt teils rund um die Uhr, tagsüber oder von 9 bis 24 Uhr.

Ziel sei es, die rasante Pandemie-Entwicklung zu stoppen und so schnell wie möglich wieder unter den kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu gelangen. 

Wer sich in diesen Bereichen weigere, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, müsse mit einer Geldstrafe von 50 Euro rechnen. In der Stadtgemeinde Bremen lag der 7-Tage-Wert am Donnerstag bei 84,75.

Update, 16. Oktober, 15.40 Uhr: Auch Landkreis Oldenburg gilt als Corona-Risikogebiet

Oldenburg - Auch der Landkreis Oldenburg gilt seit Freitag als Corona-Risikogebiet. Der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei überschritten worden, teilte der Kreissprecher am Freitag mit. 

"Die tagesaktuelle 7-Tage-Inzidenz im Landkreis beträgt 52,71", hieß es. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, gelten für die Bürgerinnen und Bürger von diesem Samstag an strengere Regeln. 

Landrat Carsten Harings (parteilos) appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Alle sollten die Regeln einhalten und nach Möglichkeit auf nicht wirklich notwendige soziale Kontakte verzichten. 

Ein Teil der Infektionen lässt sich dem Kreis zufolge der Fleisch- und Schlachtbranche zuordnen, andere Fälle seien diffus in der Bevölkerung gestreut.

Update, 16. Oktober, 14.34 Uhr: Hamburg verschärft Corona-Maßnahmen

Hamburg - Angesichts in Hamburg weiter steigender Infektionszahlen verschärft der Senat die geltenden Corona-Vorgaben. 

Der Betrieb von Gaststätten ist ab Sonnabend für den Publikumsverkehr von 23 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt, wie der Senat am Freitag mitteilte. In diesem Zeitraum gilt zugleich ein Verbot, Alkohol zu verkaufen.

Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung sind nur noch mit bis zu 25 Menschen zulässig. In der eigenen Wohnung dürfen noch höchstens 15 Feiernde sein. 

Zusätzlich werde empfohlen, körperliche Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und geeignete Hygienemaßnahmen einzuhalten, hieß es weiter.

Darüber hinaus wird nach den Herbstferien in den Berufsbildenden Schulen sowie in den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch auf den Unterricht ausgeweitet.

Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze sind im Freien nur noch mit bis zu 100 Teilnehmern zulässig. In geschlossenen Räumen dürfen es höchstens 50 Teilnehmer sein. 

Wenn während der Veranstaltung Alkohol ausgeschenkt werde, reduziere sich die Anzahl der zulässigen Teilnehmer jeweils um die Hälfte.

Update, 16. Oktober, 14 Uhr: Regelmäßiges Lüften in den Schulen wird Pflicht

Kiel – Als vorbeugende Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus muss in Schleswig-Holsteins Schulen künftig alle 20 Minuten im Unterricht gelüftet werden sowie in den gesamten Pausen. 

Ein Info-Blatt "Richtiges Lüften" sei am Donnerstag an die Schulen versandt worden, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag in Kiel. Das Lüften während des Unterrichts solle mit weit geöffneten Fenstern drei bis fünf Minuten dauern. 

Nach derzeitigen Erkenntnissen sei das die wirksamste Waffe gegen eine Anreicherung von Aerosolen in den Klassenräumen. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, die Schulen seien per Erlass verpflichtet, die neuen Regelungen umzusetzen.

Am Montag beginnt nach den Herbstferien in Schleswig-Holstein wieder die Schule. Dann gilt ab der 5. Klasse eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Dies Maßnahme ist zunächst auf 14 Tage beschränkt.

Update, 16. Oktober, 13.25 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Altona 93, Heimspiel abgesagt

Hamburg - Das für Sonntag vorgesehene Fußball-Spiel in der Regionalliga Nord zwischen Altona 93 und dem Heider SV fällt aus. 

Grund für die am Freitag erfolgte Absage: Zwei Spieler des Vereins aus Hamburg-Altona haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. "Beim letzten Test sind zwei Spieler von uns positiv getestet worden. 

Da uns die Gesundheit aller am wichtigsten ist, bleibt uns keine andere Alternative. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Alternativ können diese natürlich auch zurückgegeben werden", teilte Altona 93 mit. 

Wann das Punktspiel nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest.

Update, 16. Oktober, 12.30 Uhr: 160 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist innerhalb eines Tages um 160 Fälle gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 41,4 auf 42,2 Neuinfektionen. 

Der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, liegt nun seit gut einer Woche über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Donnerstag waren 168 neue Fälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9615 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7500 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 278 Tote, so viele wie am Vortag.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Donnerstag unverändert 58 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 17 Menschen, zwei mehr als am Vortag.

Update, 16. Oktober, 11.20 Uhr: Erste Probanden haben am UKE Covid-19-Impfstoff erhalten

Erste Probanden haben den Impfstoff erhalten. (Symbolbild)
Erste Probanden haben den Impfstoff erhalten. (Symbolbild)  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben erste Probanden bei einer klinischen Phase-I-Studie einen Impfstoff gegen Covid-19 erhalten. 

Bereits am vergangenen Freitag sei einer Frau der Impfstoff MVA-SARS-2-S injiziert worden, teilte das UKE am Freitag mit. Danach sei fünf weiteren Probandinnen und Probanden der sogenannte Vektor-Impfstoff verabreicht worden. Insgesamt nähmen 30 Menschen im Alter von 18 bis 55 Jahren an der Studie teil. 

Der Impfstoff wurde den Angaben zufolge vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelt und wird nun am UKE auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

"Bisher verlief alles erwartungsgemäß und nach Plan", erklärte die Leiterin der UKE-Infektiologie und verantwortliche Prüfärztin, Marylyn Addo. Die Probandinnen und Probanden erhalten demnach zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen und werden danach jeweils einige Stunden ärztlich überwacht. 

Im Anschluss müssen sie sich über sechs Monate immer wieder untersuchen lassen, um mögliche Nebenwirkungen sowie die Immunantwort anhand von Blutuntersuchungen und Befragungen festzustellen. Parallel dazu werde die Bildung von Antikörpern und T-Zellen im Körper gemessen und mit der Immunreaktion von genesenen Covid-19-Patienten verglichen.

Update, 16. Oktober, 9.33 Uhr: Niedersachsen erlaubt Schlachthofbetrieb an Sonn- und Feiertagen

Hannover - Angesichts der coronabedingt beschränkten Schlachtkapazitäten dürfen Schlachthöfe in Niedersachsen ab sofort auch an Sonn- und Feiertagen schlachten. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung brachte das Landwirtschaftsministerium in Hannover auf den Weg.

Ziel sei es nach Angaben des Ministeriums, den "Schweine-Stau" in den Schlachthöfen aufzulösen, berichtete die Nordwest-Zeitung am Freitag. 

Wegen der Infektion von Mitarbeitern mit dem Corona-Virus war es zu vorübergehenden Schließungen von Schlachthöfen gekommen. 

In den niedersächsischen Mastbetrieben hat sich ein Überhang von 30.000 bis 40.000 Schweinen pro Woche aufgebaut.

Update, 16. Oktober, 7.16 Uhr: 55 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 55 Fälle erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5510 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mit Stand Donnerstagabend mitteilte. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4800 von ihnen als genesen. Am Mittwoch waren 65 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge wie schon am Vortag 21 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 15. Oktober, 19.28 Uhr: Neumünster verschärft Maßnahmen wegen zahlreicher Corona-Fälle

Neumünster - Nach dem Überschreiten eines Warnwertes verschärft die Stadt Neumünster ab Freitag die Corona-Auflagen. In der Innenstadt vom Hauptbahnhof bis zum Rathaus sei dann ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. 

Das gelte auch beim Herbstmarkt der Schausteller auf dem Jugendspielplatz und für den Tungendorfer Wochenmarkt. Restaurants und Gaststätten müssten ab 23 Uhr schließen. 

Neumünster erreichte am Donnerstag den Warnwert 35,8 pro 100.000 Einwohner. Die Maßnahmen seien zunächst für 14 Tage geplant, erklärte ein Sprecher der Stadt.

Update, 15. Oktober, 18.05 Uhr: Verbot des Außerhausverkaufs von Alkohol bis Ende November

Hamburg - Die Bezirksämter Hamburg-Mitte, Altona und Eimsbüttel haben das an den Wochenenden geltende Verbot des Außerhausverkaufs alkoholischer Getränke in Ausgehvierteln bis Ende November verlängert. 

Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beginnen am Freitag und Samstag jeweils um 22 Uhr und gelten bis 6 Uhr am Folgetag, wie die Bezirksämter am Donnerstag mitteilten. 

Betroffen seien Kioske, Supermärkte, Tankstellen und der sogenannte Gassenverkauf von Alkohol durch Bars oder Lokale auf St. Pauli, in der Schanze und im Bereich Alma-Wartenberg- und Spritzenplatz in Ottensen.

Update, 15. Oktober, 17.32 Uhr: Gericht setzt Niedersachsens Beherbergungsverbot aus

Lüneburg - Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. 

Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Die Beherbergungsbetriebe, beispielsweise Hotels und Pensionen, müssen sich "mit sofortiger Wirkung" nicht mehr an die entsprechende Verordnung halten, wie das Lüneburger Gericht mitteilte. 

Bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Sache könne es noch Monate dauern, sagte eine Sprecherin des Gerichts.

Zwar sah die Regelung eine Reihe von Ausnahmen vor, etwa nach Vorlage eines negativen Corona-Tests, dennoch stellte es sich laut Gericht "nicht als notwendige infektionsschutzrechtliche Schutzmaßnahme dar". Es sei zweifelhaft, ob das Verbot geeignet und erforderlich sei, hieß es.

Niedersachsens Landesregierung hatte sich den Beherbergungsverboten anderer Bundesländer zunächst nicht angeschlossen, nach wenigen Tagen aber doch nachgezogen. 

Update, 15. Oktober, 15.36 Uhr: Niedersachsen setzt schärfere Corona-Regeln unverzüglich um

Hannover - Niedersachsen will die beim Bund-Länder-Treffen abgesteckten schärferen Corona-Regeln unverzüglich in die Praxis umsetzen. Die Kommunen sollten angewiesen werden, von Freitag an ihre Verwaltungspraxis zu ändern, wenn sich die Infektionslage verschlechtert, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag in Hannover. 

Die beim Bund-Länder-Treffen vereinbarten Regeln sind größtenteils bereits in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vorgesehen. Die Kommunen, in deren Verantwortung und Zuständigkeit die Bewertung der örtlichen Lage und erforderliche Maßnahmen stehen, sollen nun zu einer restriktiveren Handhabe angewiesen werden.

Dabei geht es darum, in Regionen mit 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern je nach Lage Zusammenkünfte im privaten und öffentlichen Raum zu reglementieren und auch im Freien eine Maskenpflicht anzuordnen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. In Hotspots mit 50 und mehr Neuinfektionen sollen weitergehende Einschränkungen und eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr greifen.

Bereits ab Freitag könnten Kommunen in Niedersachsen im eigenen Ermessen eine Sperrstunde für die Gastronomie erlassen, wenn die Grenze von 50 Neuinfektionen erreicht ist, erklärte ein Regierungssprecher. "Wir halten das Einführen einer Sperrstunde für geboten", sagte Ministerpräsident Weil.

Update, 15. Oktober, 13 Uhr: 168 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert über 41

Hamburg – Nach Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg innerhalb eines Tages 168 neue Fälle bestätigt worden. Wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 39,2 auf 41,4 Neuinfektionen. 

Der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, liegt nun seit einer Woche über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Mittwoch waren 135 neue Fälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9455 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7400 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 278 Tote, so viele wie am Vortag.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Mittwoch 58 Covid-19-Patienten behandelt, vier weniger als am Dienstag. Auf Intensivstationen lagen 15 Menschen, einer mehr als Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten aus Hamburg blieb mit 11 unverändert.

Update, 15. Oktober, 12.57 Uhr: Günther für Ausreisebeschränkungen aus Risikogebieten

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holstein, will die Corona-Maßnahmen verschärfen.
Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holstein, will die Corona-Maßnahmen verschärfen.  © Gregor Fischer/dpa

Kiel – Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat bei dem Corona-Gipfel in Berlin Ausreisebeschränkungen für Menschen aus inländischen Risikogebieten vorgeschlagen. 

Er sei mit dem Vorschlag aber nicht durchgedrungen, sagte Günther am Donnerstag in Kiel. Er halte es für die Verantwortlichkeit solcher Regionen, selber solche Maßnahmen zu ergreifen und dies nicht Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen zu überlassen, sagte Günther. 

Im Raum habe die Zahl von Regionen gestanden mit 100 Neuinfektionen berechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Auch der Leiter der Abteilung System Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, Michael Meyer-Hermann, hatte Bund und Länder ein Ausreiseverbot für Menschen aus Risikogebieten empfohlen. 

Allerdings sei der Vorschlag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern skeptisch gesehen worden.

Update, 15. Oktober, 12.45 Uhr: Schleswig-Holstein hält an Beherbergungsregeln fest

Kiel – Schleswig-Holstein hält an den strengen Corona-Auflagen für Touristen aus inländischen Risikogebieten fest. 

Es gehe darum, die stark gestiegene Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag in Kiel. Die Corona-Lage in Deutschland sei dramatisch. Man stehe am Anfang eines exponentiellen Wachstums.

In Schleswig-Holstein dürfen Menschen aus Risikogebieten, in denen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt werden, nur mit einem negativen Corona-Test in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten. Der negative Corona-Test darf maximal 48 Stunden vor der Einreise vorliegen. 

Günter sprach deshalb auch nicht von einem Beherbergungsverbot, sondern von eingeschränkten Beherbergungsmöglichkeiten. Für Berufsreisende und Zweitwohnungsbesitzer gelte die Regelung nicht.

Update, 15. Oktober, 12.43 Uhr: Zehn winterfeste Corona-Testzentren in Schleswig-Holstein geplant

Ein Mitglied des medizinischen Personals steckt ein Wattestäbchen nach einem PCR-Abstrich zum Test auf Covid-19 in ein Röhrchen.
Ein Mitglied des medizinischen Personals steckt ein Wattestäbchen nach einem PCR-Abstrich zum Test auf Covid-19 in ein Röhrchen.  © Michael Kappeler/dpa

Bad Segeberg – Für die Winterzeit will die Kassenärztliche Vereinigung (KVSH) zehn Corona-Testzentren in Schleswig-Holstein einrichten. 

Alle Standorte müssen winterfest sein und sollen bis Ende März kommenden Jahres besetzt sein", sagte KVSH-Sprecher Nikolaus Schmidt am Donnerstag. Sie sollen spätestens zum 1. November den Betrieb aufnehmen. Das erste ist in Neumünster geplant. Weitere Testzentren sollen in Flensburg, Heide, Lübeck, Bredstedt, Rendsburg, Elmshorn und Ahrensburg sowie zwei in Kiel entstehen. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Die neuen Testzentren sollen "die niedergelassenen Ärzte entlasten, damit die Regelversorgung erkrankten Patienten gewährleistet ist und Kapazitäten in der ambulanten Versorgung effizient eingesetzt werden können", sagte Schmidt. 

Durch die Einrichtungen sei gewährleistet, dass in der bevorstehenden Grippesaison ausreichend Testmöglichkeiten vorhanden seien. "Angelegt sind sie als Drive-Through-Anlagen, damit sie mit dem Auto angefahren werden können."

Update, 15. Oktober, 11.30 Uhr: Niedersachsen meldet Tageshöchstwert bei Corona-Infektionen

Hannover – Das Land Niedersachsen hat so viele neue Corona-Ansteckungen binnen eines Tages bestätigt wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. 

Im Vergleich zum Vortag gab es am Donnerstag 479 neue Fälle, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts in Hannover hervorgeht. Der bisherige Höchstwert lag bei 449 bestätigten Fällen binnen eines Tages am 27. März. Weil das Land die Zahlen mit zeitlicher Verzögerung aus den Landkreisen erhält, müssen die neuen Fälle allerdings nicht alle am Vortag aufgetreten sein.

Niedersachsenweit wurden mittlerweile 24.367 Infektionen bestätigt. Mehr als 19.000 der Infizierten gelten als genesen. 709 Menschen, die das Virus in sich trugen, sind gestorben.

Die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten am Donnerstag nach Angaben des Landes die Landkreise Cloppenburg (96,7), Emsland (64,8), Grafschaft Bentheim (87,5), Osnabrück (52,8) und Vechta (76,3) sowie die Stadt Delmenhorst (163,7). 

Der Kreis Wesermarsch, der die Marke in den vergangenen Tagen überschritten hatte, lag demnach nun bei 37,3.

Update, 15. Oktober, 9.40 Uhr: 65 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten am Mittwoch um weitere 65 Fälle erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5455 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung mitteilte. Nach unveränderter Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4700 von ihnen als genesen. Am Dienstag waren ebenfalls 65 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge derzeit 21 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als am Vortag.

Update, 15. Oktober, 6.50 Uhr: Nach Party auf Sylt bislang ein positiver Corona-Test

Westerland - Nach einer Party auf Sylt mit mindestens einem infizierten Gast ist bislang ein weiterer Teilnehmer positiv auf Corona getestet worden. 

Acht Testergebnisse standen am Mittwochabend noch aus, wie eine Sprecherin des Kreises Nordfriesland mitteilte. Insgesamt hatte es nach Bekanntwerden des Falls 108 Tests gegeben. 99 Tests fielen negativ aus. Die restlichen Ergebnisse werden am Donnerstag erwartet.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Husum hatte der Infizierte ein Bistro in Westerland besucht, bevor erste Symptome auftraten und er getestet wurde. 

Nach seiner Erinnerung seien dort in der Nacht zum 4. Oktober 70 bis 100 Menschen anwesend gewesen. Die Bar hat der Wirt freiwillig geschlossen.

Update, 15. Oktober, 6.20 Uhr: Schwesig erwägt Lockerung in MV

Schwerin - Die umstrittenen Reisebeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern für Menschen aus Corona-Risikogebieten könnten teilweise fallen. 

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will prüfen, ob auf die mindestens fünftägige Quarantäne und die Pflicht zu einem Test danach künftig verzichtet wird. "Das hängt aber davon ab, wie die Infektionszahlen in unserem eigenen Bundesland sich weiter entwickeln und ob dieses bundesweite Ampelsystem konsequent in Deutschland umgesetzt wird", sagte Schwesig nach dem Treffen der Länder-Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend. 

Reisende aus Corona-Risikogebieten müssten aber weiterhin einen negativen Test mitbringen, betonte sie.

Update, 14. Oktober, 13.37 Uhr: Bundeswehr unterstützt Kreis Stormarn bei Suche nach Kontaktpersonen

Bad Oldesloe – Der Kreis Stormarn bekommt Unterstützung von der Bundeswehr bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Fünf Zivilangestellte der Wehrtechnischen Dienststelle 77 aus Eckernförde hätten am Mittwoch ihre Arbeit aufgenommen, sagte Kreissprecher Michael Drenckhahn. Sie sollen zunächst bis Ende Oktober die Mitarbeiter des Kreises bei der Ermittlung von Personen unterstützen, die Kontakt zu Infizierten hatten.

Im an Hamburg angrenzenden Kreis Stormarn ist die Zahl der klinisch bestätigten Covid-19-Fälle seit Anfang September stark gestiegen. Nach Angaben des Kreises gibt es dort aktuell 714 klinisch bestätigte Fälle (Stand: 13. Oktober). 

In den vergangenen sieben Tagen wurden den Angaben zufolge im Kreisgebiet 35 Neuinfektionen registriert. Das entspreche einem Inzidenzwert von 14,3 Infektionen pro 100.00 Einwohner, heißt es auf der Internetseite des Kreises. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.

Update, 14. Oktober, 12.50 Uhr: Zwei weitere Corona-Hotspots in Niedersachsen

Osnabrück – Mit den Landkreisen Osnabrück und Oldenburg haben zwei weitere Regionen in Niedersachsen den Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Damit gelten nach der Landesverordnung neue Einschränkungen für deren Bewohner, Reisen in einige Bundesländer werden zudem erschwert.

Der Landkreis Osnabrück gab seinen Sieben-Tage-Wert am Mittwoch mit 52,2 an. Das Gesundheitsministerium in Hannover wies zwar lediglich einen Wert von 46,1 aus. Das liege aber daran, dass das Ministerium die Daten verzögert erhalte, erklärte ein Sprecher des Kreises. Für den Kreis Oldenburg wies das Land den Wert 50,4 aus.

Für private Treffen gelten damit strengere Regeln: Zu Hause sind nur noch bis zu zehn Teilnehmer erlaubt, in öffentlichen Räumen wie Restaurants bis zu 25 Personen. Im Landkreis Osnabrück treten diese Vorgaben am Donnerstag in Kraft. Weitere Einschränkungen seien dort nicht geplant, weil die Infektionsherde klar nachzuverfolgen seien, hieß es. Insbesondere in einem Altenheim in Bad Essen war es zu einem größeren Ausbruch gekommen.

Im Landkreis Oldenburg haben sich zu einem Großteil Beschäftigte aus der Fleischindustrie angesteckt. Allerdings tragen auch schwer kontrollierbare Einzelfälle erheblich zur Ausbreitung des Virus bei, wie der Kreis am Dienstag mitgeteilt hatte.

Nach Angaben des Landes liegen weiterhin auch die Landkreise Cloppenburg (114,8), Emsland (63,9), Grafschaft Bentheim (84,6), Vechta (67,9) und Wesermarsch (50,8) sowie die Stadt Delmenhorst (103,1) über der als kritisch erachteten 50er-Marke.

Update, 14. Oktober, 12.48 Uhr: 135 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert über 39

Hamburg – Nach Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg innerhalb eines Tages 135 neue Fälle festgestellt worden. Wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 37,0 auf 39,2 Neuinfektionen. 

Der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, liegt somit weiterhin über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Dienstag waren 114 neue Fälle innerhalb eines Tages gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9287 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7300 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen, 100 mehr als am Dienstag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit dem 2. Oktober unverändert. Das RKI zählte für Hamburg insgesamt 278 Tote, einen mehr als am Dienstag.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Dienstag unverändert 62 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag wie am Vortag bei 14.

Update, 14. Oktober, 12.47 Uhr: Nach positivem Corona-Test: Holstein Kiel trainiert wieder

Kiel – Die Zweitliga-Fußballer von Holstein Kiel haben am Mittwochvormittag wieder das Training aufgenommen, nachdem es am Vortag einen positiven Corona-Test gab. 

"Wir hatten die für heute geplanten Tests auf Dienstag vorgezogen», sagte ein Vereinssprecher auf Nachfrage: «Die Ergebnisse, die wir am Morgen bekommen haben, waren alle negativ." Holstein-Coach Ole Werner versammelte seine Schützlinge daraufhin pünktlich um 10 Uhr zum Training.

Die am Dienstag positiv getestete Person befindet sich weiterhin in Quarantäne. Der Club teilte nicht mit, ob es sich um einen Spieler oder um ein Mitglied des Funktionsteams handelt. 

Die Partie am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) bei den Würzburger Kickers kann aus Sicht der Kieler ohne Probleme stattfinden.

Update, 14. Oktober, 9 Uhr: 65 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten am Dienstag um weitere 65 Fälle erhöht. 

Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5390 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. 

Nach unveränderter Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4700 von ihnen als genesen. Am Montag waren ebenfalls 65 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, stieg um einen Fall auf 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 18 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 14. Oktober, 8.25 Uhr: Vogt fordert einheitliche Corona-Regeln für den Tourismus

Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Christopher Vogt spricht im Landeshaus.
Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Christopher Vogt spricht im Landeshaus.  © Markus Scholz/dpa

Kiel – Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Christopher Vogt hat ein gemeinsames Vorgehen der Länder beim innerdeutschen Tourismus gefordert. 

"Die Beschränkung von Reisen im Inland kann allein schon wegen der rapide steigenden Zahl von Risikogebieten natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, schon gar nicht als Flickenteppich", sagte Vogt der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch wollte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über die gestiegene Zahl der Corona-Infektionen beraten.

"Ich warne davor, dass die ganz große Mehrheit, die sich an die Regeln hält, mit pauschalen Verschärfungen quasi bestraft wird, während diejenigen, die sich eh an nichts halten, davon gar nichts merken", sagte Vogt. 

Infektionsherde müssten noch zielgenauer identifiziert und unterbunden werden. "Es ist unverständlich, dass in einigen Bundesländern noch immer größere Feiern möglich sind und es ist dringend notwendig, dass die Gesundheitsämter bundesweit überall handlungsfähig sind." Das scheine vor allem in Berlin nicht mehr überall der Fall zu sein.

Merkel und die Regierungschefs kommen erstmals seit Mitte Juni wieder im Kanzleramt zusammen und tagen nicht in einer Videokonferenz. Mitte vergangener Woche hatten die meisten Bundesländer beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. 

Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update, 14. Oktober, 8.20 Uhr: Sorge vor Corona-Ausbruch auf Sylt - Testergebnisse erwartet

Ein Banner hängt vor einer Fußgängerzone in Westerland auf Sylt.
Ein Banner hängt vor einer Fußgängerzone in Westerland auf Sylt.  © Bodo Marks/dpa

Westerland – Im Fall einer Party auf Sylt mit mindestens einem coronapositiven Gast rechnet der Kreis Nordfriesland mit ersten Ergebnissen der Corona-Tests anderer Gäste. 

Am Montagnachmittag hatten sich mehr als 80 Teilnehmer von zwei Test-Teams testen lassen. Nach Angaben des Kreises waren nur drei Partygäste nicht auf der Nordsee-Insel bei einem der beiden Test-Teams des nordfriesischen Gesundheitsamts und der Kassenärztlichen Vereinigung erschienen.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Husum hatte der Infizierte ein Bistro in Westerland besucht, bevor erste Symptome auftraten und er getestet wurde. Nach seiner Erinnerung seien dort in der Nacht zum 4. Oktober 70 bis 100 Menschen anwesend gewesen. Die Bar selbst ist derzeit freiwillig geschlossen.

Das Gros der mehr als 100 Personen, die sich an dem Abend in dem Bistro aufgehalten haben, stammt von der Nordseeinsel. Für die Partygäste, die nicht von Sylt kommen, sind deren örtliche Gesundheitsämter zuständig.

Update, 13. Oktober, 18.39 Uhr: Corona-Fall bei Holstein Kiel

Kiel - Beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel hat es am Dienstag einen Corona-Fall gegeben. Wie der Club am Abend mitteilte, wurden nach dem positiven Testergebnis die beiden angesetzten Trainingseinheiten vorsorglich abgesagt. 

"Bei einer kurzfristig veranlassten Nachtestung wurden die betroffene Person sowie zwei potentielle Kontaktpersonen aus dem Mannschafts- und Funktionskreis jeweils negativ getestet", hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Ob es sich um einen Spieler oder ein Mitglied des Funktionsteams handelt, ist derzeit nicht bekannt. Die Person befinde sich aber auf Anordnung des Gesundheitsamts aktuell in Quarantäne.

Update, 13. Oktober, 16.43 Uhr: Höchststand der Neuinfektionen in MV

Rostock - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat einen Höchststand erreicht. 

Am Dienstag wurden 56 neue Fälle gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte (Stand 15.12 Uhr). 

Das waren mehr als jemals zuvor. Die höchsten Infektionszahlen zuvor waren Ende März und am 5. Oktober mit 48 Neuinfektionen registriert worden. Damit sprang die Corona-Ampel für die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Greifswald sowie für das ganze Land auf Gelb.

In den vergangenen zehn Tagen infizierten sich im MV-Durchschnitt je 100.000 Einwohner 10,7 Personen mit dem Corona-Virus.

Update, 13. Oktober, 14.56 Uhr: Lübeck will Besucherzahlen auf Weihnachtsmarkt begrenzen

Lübeck - Lübeck will die Zahl der Besucher der Weihnachtsmärkte in der Stadt begrenzen. 

Das gelte in erster Linie für den Markt, den sogenannten Sternenwald auf dem Schrangen und den Maritimen Weihnachtsmarkt auf dem Koberg, sagte die Sprecherin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), Doris Schütz, am Dienstag. Der gesamte Weihnachtsmarkt steht allerdings unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen. 

Er schließe nicht aus, dass der Weihnachtsmarkt kurzfristig abgesagt werde, sagte Bürgermeister Jan Lindenau.

Update, 13. Oktober, 13.55 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin ruft zur Grippeimpfung auf

Ein Arzt impft einen Patienten.
Ein Arzt impft einen Patienten.  © Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg - Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard zur Grippeschutzimpfung aufgerufen. 

Der Schutz vor einer Mehrfachinfektion sei besonders für Senioren wichtig, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag. Auch Menschen mit Vorerkrankungen und Beschäftigte in sozialen Berufen sollten sich impfen lassen. 

Es müsse verhindert werden, dass es wegen vermehrt auftretender Infektionskrankheiten zu Überlastungen im Gesundheitswesen komme.

Gerade für Senioren sei der Grippeimpfschutz wichtig, "da die Immunabwehr mit steigendem Alter nachlässt und die Ansteckungsgefahr steigt", sagte Leonhard. 

Eine Influenzainfektion könne ernstzunehmende Folgen haben, sagte auch Ärztekammerpräsident Pedram Emami. "Nehmen sie die Grippe nicht auf die leichte Schulter - vor allem nicht in Corona-Zeiten", warnte er.

Leonhard zufolge liegt bei Ärzten und Apotheken in Hamburg ausreichend Impfstoff vor. Impfen lassen könne man sich bei Haus- und Betriebsärzten, im Impfzentrum Hamburg und - soweit das Corona-Infektionsgeschehen es zulasse - auch bei den Gesundheitsämtern.

Update, 13. Oktober, 13.49 Uhr: 114 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert bei 37

Hamburg - Nach Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg innerhalb eines Tages 114 neue Fälle gemeldet worden. 

Wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte, lag der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner damit konstant bei 37,0 Neuinfektionen. Er liegt somit weiterhin über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Montag waren 77 neue Fälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9152 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7200 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als geheilt.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Die Zahl blieb auch am Dienstag unverändert. Das RKI zählte für Hamburg ebenfalls unverändert 277 Tote.

Update, 13. Oktober, 11.51 Uhr: Hamburger Wirtschaft zeigt leichte Anzeichen der Erholung

Durch dunkle Regenwolken scheint etwas Sonne über den Hafenanlagen in Hamburg. (Symbolfoto)
Durch dunkle Regenwolken scheint etwas Sonne über den Hafenanlagen in Hamburg. (Symbolfoto)  © picture alliance / Axel Heimken/dpa

Hamburg - Die Hamburger Wirtschaft zeigt nach einer Umfrage der Handelskammer leichte Anzeichen einer Erholung, wird aber insgesamt noch von der Corona-Pandemie beherrscht. 

"Zwei von drei Unternehmen gehen derzeit davon aus, dass ihr Gesamtumsatz geringer ausfallen wird als 2019. 

Mehr als jeder zweite Betrieb erwartet eine Rückkehr auf Vor-Corona-Niveau erst im nächsten Jahr - oder sogar noch später", sagte Handelskammer-Vizepräses Astrid Nissen-Schmidt am Dienstag in der Hansestadt. 

"Die Ergebnisse unserer Konjunkturbefragung machen deutlich, welche Wucht Corona entfaltet".

Update, 13. Oktober, 8.22 Uhr: 65 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Corona-Infizierten um 65 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5325 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am späten Montagabend im Internet mitteilte. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4700 von ihnen als genesen, 100 mehr als am Vortag. Am Sonntag waren 25 Neuinfektionen gezählt worden.

Im Kreis Nordfriesland wurden bis Montagabend drei neue Fälle bekannt. Dort hatte sich das Gesundheitsamt in Husum am Samstag besorgt über einen Vorfall auf Sylt geäußert. Ein Mann hatte in der Nacht zum 4. Oktober ein belebtes Lokal in Westerland besucht, ohne von seiner Infektion zu wissen. 

102 andere Gäste hatten sich bis Montag beim Gesundheitsamt gemeldet. Ihre Testergebnisse werden allerdings erst am Mittwoch erwartet.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, liegt nach wie vor bei 162. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 18 Covid-19-Patienten behandelt, fünf mehr als am Sonntag.

Update, 12. Oktober, 22.08 Uhr: Bremen will Beherbergungsverbot nachverhandeln

Bremen - Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte will mit den Ländern und dem Bund noch einmal über die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten verhandeln. 

"Ich werde das Beherbergungsverbot bei der Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch noch einmal zum Thema machen", sagte Bovenschulte am Montag dem Nachrichtenportal t-online. Private Urlaubsreisen seien nicht das Problem der Corona-Pandemie.

Der SPD-Politiker kritisierte die Regelung als "Ausdruck von Kleinstaaterei". In eine Großstadt wie Bremen pendeln jeden Tag 100.000 Menschen zur Arbeit ein – und mehrere zehntausend aus, führte er an. "Das ist die wirkliche Herausforderung, in den dicht besiedelten Ballungsräumen das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Stattdessen werden wertvolle Testkapazitäten verbraucht, um Urlauber vor den Ferien freizutesten."

Seit vergangener Woche dürfen in einigen Bundesländern Touristen aus innerdeutschen Hotspots nur noch dann beherbergt werden, wenn sie negativ auf das Virus getestet wurden.

Update, 12. Oktober, 20.01 Uhr: Pflicht von Mund-Nasen-Schutz in Teilen Helgolands

Fahrgäste stehen vor der High-Speed Fähre Halunder Jet an den Landungsbrücken.
Fahrgäste stehen vor der High-Speed Fähre Halunder Jet an den Landungsbrücken.  © Christian Charisius/dpa

Helgoland - Auf Teilen der Nordseeinsel Helgoland gilt tagsüber eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum. 

Die gebotenen Abstände könnten nicht überall gewährleistet werden, teilte der Kreis Pinneberg am Montag mit. Tagsüber von 10 Uhr bis 17 Uhr müssen Touristen ab Verlassen des Schiffes entlang der Wege von den Schiffen bis zur Hafenstraße sowie in den Straßen Hafenstraße, Am Südstrand, Nordseeplatz, Lung Wai und im Bereich am Fahrstuhl im Unter- und Oberland eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

Dies gilt auch in allen Restaurants und Gaststätten in diesen Bereichen beim Betreten und Verlassen der Läden sowie beim Verlassen des Sitzplatzes.

Update, 12. Oktober, 15.02 Uhr: Sechs Corona-Hotspots in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen liegen weiterhin sechs Regionen über dem als kritisch angesehenen Richtwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

Betroffen sind die Landkreise Cloppenburg (107,8), Emsland (55,1), Grafschaft Bentheim (66,3), Vechta (53,2) und Wesermarsch (50,8) sowie die Stadt Delmenhorst (100,6). 

Das geht aus einer Auswertung des Gesundheitsministeriums vom Montag hervor. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen stieg um 263 auf 23.184 Fälle. Rund 81 Prozent der Menschen gelten bereits als genesen.

Das Beherbergungsverbot für Touristen aus deutschen Corona-Hotspots wurde in Niedersachsen von 12 auf 28 Regionen ausgeweitet. 

Darunter sind die Großstädte Bremen, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. Wer von dort kommt und trotzdem in Niedersachsen Urlaub machen will, benötigt einen negativen Corona-Test, der höchstens zwei Tage alt ist.

Update, 12. Oktober, 13.31 Uhr: Sorgen vor Corona-Ausbruch: Tests von mehr als 100 Sylter Partygästen

Westerland - Nach einer Party in einer Sylter Bar, auf der auch ein Corona-infizierter Mann war, haben sich 102 Gäste beim Gesundheitsamt gemeldet. 

"Davon ist der Großteil Sylter", sagte eine Sprecherin des Kreises Nordfriesland am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 83 der 102 Personen stammen von der Insel. Sie sollten voraussichtlich noch am Montag getestet werden.

Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet. Für die übrigen Gäste sind deren örtliche Gesundheitsämter zuständig.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Husum hatte der Infizierte vor dem Auftreten erster Symptome und einem Test das "American Bistro" in Westerland besucht. 

Nach seiner Erinnerung seien dort in der Nacht zum 4. Oktober 70 bis 100 Menschen anwesend gewesen. Das Amt bat daraufhin alle Personen, die sich in jener Nacht ab 23.30 Uhr in dem Lokal aufgehalten haben, sich über die Hotline 0800 200 66 22 oder per E-Mail zu melden.

Die Bar selbst ist derzeit freiwillig geschlossen, wie die Sprecherin sagte. Die Gäste hatten dort die Möglichkeit, sich per QR-Code einzutragen. Rückmeldungen mehrerer Gäste zufolge gab es dabei aber Probleme.

Update, 12. Oktober, 13 Uhr: 77 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert weiter über 35

Hamburg - Nach Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg innerhalb eines Tages 77 neue Fälle gemeldet worden. Wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, lag der Sieben-Tage-Wert je 100-000 Einwohner bei 37,0 Neuinfektionen. 

Damit ist die sogenannte Inzidenz zwar den dritten Tag in Folge gefallen, liegt aber weiterhin über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Sonntag waren 52 neue Fälle gemeldet worden, der Sieben-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner hatte 38,1 betragen.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 9040 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7200 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als geheilt. Das sind 100 mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) 241 Menschen an Covid-19. Die Zahl blieb auch am Montag unverändert. Das RKI zählte für Hamburg unverändert 277 Tote.

Update, 12. Oktober, 9 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin verteidigt verschärfte Maskenpflicht

Melanie Leonhard (SPD), Gesundheitssenatorin von Hamburg hält die ausgeweitete Maskenpflicht für sinnvoll.
Melanie Leonhard (SPD), Gesundheitssenatorin von Hamburg hält die ausgeweitete Maskenpflicht für sinnvoll.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg – Maske auf an öffentlichen Plätzen wie den Hamburger Landungsbrücken: Seit Montagmorgen muss dort auch im Freien ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. 

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) verteidigte die ausgeweitete Maskenpflicht für die Hansestadt am Montag. Sie sei wichtig, um unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche zu bleiben, sagte die Politikerin dem Radiosender NDR Info.

"Wir sehen auch Chancen, dass man jetzt noch zu einer Situation kommt, wo sich die Neuinfektionszahlen einpendeln." Gleichzeitig verwies die Senatorin auf die zunehmende Dynamik, je höher die Zahlen einmal seien. 

"Man ist schneller bei 50, als man (...) sich (...) wieder zurückentwickelt. (...) Insofern sind wir schon an einem Punkt, an dem man höchste Aufmerksamkeit braucht.» Sollten die Fallzahlen weiter steigen, schließt Leonhard zudem weitere Einschränkungen nicht aus. Denkbar seien eine nächtliche Sperrstunde und weniger erlaubte Gäste bei privaten Feiern.

Die verschärfte und generelle Maskenpflicht gilt nun in öffentlichen Gebäuden, Restaurants und auf bestimmten Hamburger Straßen. Die Landungsbrücken waren am Montag, 6 Uhr, der erste Ort, an dem die neue Hamburger Regelung in Kraft getreten ist. 

Die Polizei war am frühen Montagmorgen zunächst noch nicht auf gezielten Kontrollgängen unterwegs, wie ein Sprecher sagte. Das Tragen von Masken werde zudem stets im Rahmen der Streife kontrolliert. "Bislang gab es keine Auffälligkeiten."

Update, 12. Oktober, 7.45 Uhr: 25 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Corona-Infizierten um 25 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5260 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am späten Sonntagabend im Internet mitteilte. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4600 von ihnen als genesen. Am Samstag waren 26 Neuinfektionen gezählt worden.

Im Kreis Nordfriesland wurden auch bis Sonntagabend keine neuen Fälle bekannt. Dort hatte sich das Gesundheitsamt in Husum am Samstag besorgt über einen Vorfall auf Sylt geäußert. Ein Mann hatte in der Nacht zum 4. Oktober ein belebtes Lokal in Westerland besucht, ohne von seiner Infektion zu wissen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, liegt nach wie vor bei 162. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 13 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 12. Oktober, 6.34 Uhr: Museen rechnen mit 30 Prozent weniger Gästen

Schwerin – Wegen der Corona-Pandemie mussten im Frühjahr auch die Museen in Mecklenburg-Vorpommern schließen. Schrittweise durften sie von Mai an wieder öffnen, Einlassbeschränkungen gelten vielfach bis heute fort. 

"Die coronabedingten Zwangsschließungen und die Einschränkungen nach Wiederöffnung haben Spuren hinterlassen", sagt Kathrin Möller, Vorsitzende des Landesmuseumsverbandes.

Es fehlten nicht nur Einnahmen aus dem Ticketverkauf. Mit Gruppenführungen und der Bildungsarbeit mit Schulklassen seien wichtige Elemente der Museumsarbeit zum Großteil weggebrochen. 

Im Schnitt rechnen die Museen im Land für dieses Jahr mit einem Gästerückgang zum Vorjahr um etwa 30 Prozent, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Update, 11. Oktober, 22.03 Uhr: Günther und Tschentscher: "Handeln jedes Einzelnen zählt"

Kiel - Angesichts der steigenden Corona-Infektionen haben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an die Bürger appelliert, die Corona-Regel strikt einzuhalten. 

"Es kommt auf verantwortungsvolles Handeln eines jeden Einzelnen an, um im Kampf gegen das Virus erfolgreich zu bleiben", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Politiker. 

Dazu gehöre das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, das Einhalten der Hygieneregeln und des Abstands. Wichtig sei zudem, dass Kontakte nachverfolgt werden könnten.

In Hamburg hatte die Gesundheitsbehörde am Sonntag den vierten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 gemeldet. Demnach gab es in der vergangenen Woche 38,1 Ansteckungen je 100.000 Einwohner. 

Die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein erhöhte sich am Samstag um 26 Fälle. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5235 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung im Internet mitteilte. ´

Update, 11. Oktober, 19.58 Uhr: Sechs Gebiete in Niedersachsen über kritischem Corona-Wert

Hannover - Die Zahl der Regionen in Niedersachsen, die den kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten, ist am Sonntag auf sechs gestiegen. 

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lagen der Kreis Cloppenburg (103,7) und die kreisfreie Stadt Delmenhorst (90,3) deutlich darüber. Aktuellen Angaben der Stadt zufolge betrug der Wert in Delmenhort am Sonntag sogar 135,4. 

Auch die Kreise Grafschaft Bentheim (70,0), Emsland (52,6), Vechta (50,4) und Wesermarsch (51,9) rissen bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz den Wert für Risikogebiete. 

Steigt in Niedersachsen in einem der 37 Kreise und kreisfreien Städte inklusive der Region Hannover der Wert über 50, müssen die Behörden vor Ort schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergreifen.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in ganz Niedersachsen stieg am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 265 auf insgesamt 22 921 (Stand: 9.00 Uhr) Fälle. Der 7-Tages-Inzidenzwert lag den Angaben zufolge landesweit bei 21,0.

In der Stadt Bremen stieg die Inzidenz am Sonntag leicht weiter von 78,2 auf 78,6 (Stand: 14 Uhr). Um den Wert zu senken, hatte die Stadt am Freitag unter anderem eine allgemeine Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr beschlossen.

Update, 11. Oktober, 17.37 Uhr: Verschärfte Maskenpflicht tritt in Hamburg in Kraft

Hamburg - In öffentlichen Gebäuden, Restaurants und auf bestimmten Hamburger Straßen gilt von Montag an eine verschärfte Maskenpflicht. 

Der Senat veröffentlichte eine Karte im Internet, auf der die betroffenen Straßen und Plätze markiert sind. Dazu zählen zu bestimmten Tageszeiten die Reeperbahn mit mehreren Seitenstraßen, die St.-Pauli-Landungsbrücken und das Schulterblatt im Schanzenviertel. 

Auch am Ballindamm an der Binnenalster, am Steindamm und am Steintorplatz am Hauptbahnhof sowie in der Straße Mühlenkamp im Bezirk Nord gibt es Bereiche mit Maskenpflicht.

In öffentlichen Gebäuden und in Gastronomiebetrieben sowie auf Demonstrationen und Großveranstaltungen muss nun grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. 

Gesichtsvisiere werden nicht mehr ausreichend anerkannt, weil sie die Verbreitung des Virus über Aerosole nicht verhindern. 

Das bei Verstößen drohende Bußgeld soll von 80 auf 150 Euro angehoben werden, was aber nach Angaben der Sozialbehörde noch offiziell verkündet werden

Update, 11. Oktober, 13.15 Uhr: 52 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Sieben-Tage-Wert weiter über 35

Hamburg – Nach Tests auf das Coronavirus haben sich in Hamburg 52 neue Fälle ergeben. Wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte, lag der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner bei 38,1. 

Damit ist die sogenante Inzidenz zwar den zweiten Tag in Folge gefallen, liegt aber weiterhin über dem als kritisch geltenden Wert von 35. Am Samstag waren 98 neue Fälle gemeldet worden, der Sieben-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner hatte 38,8 betragen.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in Hamburg 8963 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2. Rund 7100 gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts als geheilt. Das sind 100 mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen an Covid-19. Die Zahl blieb auch am Sonntag unverändert. Das RKI zählte für Hamburg unverändert 277 Tote.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben vom Freitag 60 Covid-19-Patienten behandelt, davon 48 aus Hamburg. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei zwölf. Diese Daten werden am Wochenende nicht aktualisiert.

Update, 11. Oktober, 9 Uhr: 26 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Corona-Infizierten um 26 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich bislang 5235 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am Samstagabend im Internet mitteilte. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4600 von ihnen als genesen. Am Freitag waren 54 Neuinfektionen gezählt worden.

Im Kreis Nordfriesland wurden keine neuen Fälle bekannt. Dort hatte sich das Gesundheitsamt in Husum am Samstag besorgt über einen Vorfall auf Sylt geäußert. Ein Mann hatte in der Nacht zum 4. Oktober ein belebtes Lokal in Westerland besucht, ohne von seiner Infektion zu wissen.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, liegt nach wie vor bei 162. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 13 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 11. Oktober, 7.27 Uhr: Hamburgs Polizei kontrolliert erneut Lokale und Bars

Hamburg – Die Hamburger Polizei hat am Samstagabend erneut zahlreiche Lokale und Bars auf die Einhaltung der Corona-Regeln überprüft. 

Ein Schwerpunkt der Aktion war das Vergnügungsviertel rund um die Reeperbahn. Hintergrund der Kontrollen sind besonders viele Infektionen in der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen. Die von Menschen dieser Altersgruppe gern besuchten Bars und Clubs gelten als mögliche Ansteckungsherde.

Bereits am Freitagabend waren mehr als 250 Beamte bei einer ähnlichen Großkontrolle im Einsatz gewesen. Polizei, Zoll und Bezirksämter überprüften 355 Betriebe. 314 Betriebe seien ohne Beanstandungen gewesen, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. 

In den übrigen 41 Bars und Kneipen hätten die Beamten 109 Mängel festgestellt. Gästelisten seien nicht ordentlich geführt und Mindestabstände nicht eingehalten worden. Einige Kioske hätten trotz Verbots Alkohol verkauft.

Update, 10. Oktober, 16.21 Uhr: Corona-Ausbruch in Altenheim in Bad Essen

Bad Essen - In einem Alten- und Pflegeheim in Bad Essen ist es nach Angaben des Landkreises Osnabrück zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Eine 85 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus gestorben. Weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter im Vitalis-Wohnpark seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Kreis am Samstag mit.

Für Sonntag (11. Oktober) sei ab 15 Uhr in der Oberschule in Bad Essen für Besucher mit Kontakt zu infizierten Personen sowie einige wenige noch nicht getestete Mitarbeiter des Heims eine Testmöglichkeit organisiert worden.

Eine besondere Herausforderung für den Gesundheitsdienst sei es, die hohe Zahl von rund 200 Besuchern, die im Wohnpark waren und deshalb als Kontaktpersonen in Frage kämen, über die Testmöglicheit zu informieren. Die Tests würden von den Johannitern durchgeführt und seien für die Getesteten kostenlos.

Der Landkreis Osnabrück lag am Samstag mit 28,8 insgesamt noch deutlich unter dem kritischen Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

Update, 10. Oktober, 15.15 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt

Hannover – Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt auch in Niedersachsen weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium in Hannover am Samstag mitteilte, kletterte die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle um 303 auf insgesamt 22 656 (Stand: 10.10.2020 9 Uhr). 

Der sogenannte 7-Tages-Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, lag den Angaben zufolge landesweit bei 20,4.

Allerdings gab es von den insgesamt 37 Landkreisen inklusive der Region Hannover mehrere Landkreise, die den kritischen Schwellenwert von 50 teils deutlich überschritten. Dazu zählten am Samstag die Kreise Cloppenburg mit einem Wert von 90,8, Grafschaft Bentheim (53,2) und Wesermarsch (62,1) sowie die kreisfreie Stadt Delmenhorst (67,0).

Auch die Stadt Bremen lag weiter über dem Schwellenwert von 50. Dort hatte der Senat am Freitag als Gegenmaßnahme unter anderem eine Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 angeordnet. Am Freitagabend hatte die Behörden in Bremen den Inzidenzwert für die Hansestadt mit 66,4 angegeben.

Update, 10. Oktober, 14.15 Uhr: Hamburg verschärft Maskenpflicht

Hamburg – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft Hamburg ab Montag die Maskenpflicht. 

In öffentlichen Gebäuden und in Gastronomiebetrieben müsse grundsätzlich ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Samstag. Auf öffentlichen Plätzen mit starkem Menschenandrang und auf Demonstrationen werde ebenfalls eine Maskenpflicht gelten. Senatssprecher Marcel Schweitzer kündigte an, im Internet werde eine Karte mit den jeweils betroffenen Straßen und Plätzen zu sehen sein.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte, der Senat wolle schärfere Maßnahmen wie Sperrstunden nach Möglichkeit vermeiden. Die Gastronomie sei aber ein Bereich, in dem sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus ansteckten. 

Am Samstag hatte die Gesundheitsbehörde den dritten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 gemeldet. Demnach gab es in der vergangenen Woche 38,8 Ansteckungen je hunderttausend Einwohner in Hamburg.

Update, 10. Oktober, 13.49 Uhr: Hamburger Corona-Inzidenzwert sinkt leicht - 98 Neuinfektionen

Hamburg – Der sogenannte Corona-Inzidenzwert in Hamburg ist am Samstag nach Angaben der Gesundheitsbehörde leicht gesunken, und zwar von 39,5 auf 38,8. 

Die Anzahl neuer Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt damit dennoch den dritten Tag in Folge über 35. Der Senat hatte für diesen Fall ab Montag eine verschärfte Maskenpflicht in Restaurants, Läden und auf gut besuchten öffentlichen Plätzen beschlossen.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Infektionen erhöhte sich auf 8911, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag weiter mitteilte. Am Freitag waren 145 Corona-Ansteckungen hinzugekommen. Etwa 7000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden, so viele wie am Vortag.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben vom Freitag 60 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei zwölf. Diese Daten werden am Wochenende nicht aktualisiert.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen an Covid-19. Die Zahl blieb auch am Samstag unverändert. Das RKI zählte für Hamburg 277 Tote, einer mehr als am Vortag.

Update, 10. Oktober, 10.35 Uhr: Bremer Polizei ahndet Verstöße gegen Corona-Regeln in Shisha-Bars

Bremen – Die Polizei in Bremen hat gemeinsam mit Beamten von Zoll und Ordnungsamt bei Kontrollen von Shisha-Bars mehrere Verstöße gegen geltende Corona-Regeln festgestellt. 

Einige Betreiber hätten nur unvollständige Anwesenheitslisten und keine schlüssigen Hygienekonzepte vorweisen können, teilte die Polizei am Samstag mit. 

Es ergingen zudem Anzeigen wegen steuerrechtlicher Verstöße, weil mehrere Kilogramm Tabak nicht deklariert worden seien.

Update, 10. Oktober, 10.15 Uhr: 54 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Corona-Tests in Schleswig-Holstein sind 54 neue Infektionen nachgewiesen worden. 

Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Freitagabend auf 5209, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4600 von ihnen als genesen. Am Donnerstag waren 79 Neuinfektionen gezählt worden.

Allein 25 der 54 neuen Fälle vom Freitag wurden im Kreis Segeberg festgestellt. Darunter seien 14 Saisonarbeiter eines landwirtschaftlichen Betriebs bei Bad Bramstedt, teilte die Kreisverwaltung mit. Die anderen Fälle beträfen zwei Reiserückkehrer aus Polen und Kontaktpersonen von bereits infizierten Menschen. In den übrigen Kreisen blieben die Neuinfektionen am Freitag im einstelligen Bereich oder ganz aus.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, liegt nach wie vor bei 162. In Krankenhäusern wurden am Freitag 13 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag.

Update, 10. Oktober, 7.45 Uhr: Kaum Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer in Hamburg

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht in einer U-Bahn.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht in einer U-Bahn.  © Bodo Marks/dpa

Hamburg – Vier Wochen nach Einführung der 80 Euro Geldbuße für Verstöße gegen die Maskenpflicht in Hamburg sind bislang kaum Maskenverweigerer zur Kasse gebeten worden. 

Insgesamt seien bis vergangenen Montag (5. Oktober) in zwölf Fällen lediglich sieben Bußgeldbescheide ergangen, teilte die Bußgeldstelle auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Ob die geringe Zahl der Bußgelder auf eine hohe Akzeptanz der Maskenpflicht hindeute, sei noch nicht zu sagen. "Eine Aussage zur Tragedisziplin kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht werden", sagte eine Sprecherin.

Die mit sechs Fällen am meisten geahndeten Verstößen wurden demnach von Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel begangen, die in Bussen und Bahnen oder in Bahnhöfen und an Haltestellen keine Mund-Nase-Bedeckung getragen hatten. Fünf Fälle habe es in Läden gegeben, ein Mal sei ein Verstoß in einem Einkaufszentrum mit 80 Euro geahndet worden.

Wer in Hamburg im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt wird, dem droht seit dem 10. September ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. "Natürlich schauen die Kollegen, ob vielleicht erst einmal ein Gespräch hilft, bevor gleich eine Anzeige geschrieben wird", sagte ein Polizeisprecher. Das würden die Beamten im Einzelfall entscheiden. "Aber tätig wird die Polizei auf jeden Fall, wenn Verstöße festgestellt werden."

In Bussen und Bahnen wird für Maskenverweigerer bereits seit Ende August eine Vertragsstrafe des HVV in Höhe von 40 Euro fällig. Verstöße können beispielsweise im Wiederholungsfall auch zusätzlich noch bei der Bußgeldstelle angezeigt werden. Wie oft das bisher geschehen ist, konnte ein Sprecher nicht sagen

Eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hatte Mitte der Woche ergeben, dass seit März wegen Verstößen gegen Corona-Regeln in Hamburg insgesamt weit mehr als 10.000 Bußgeldbescheide über knapp eine Million Euro ergangen sind.

Update, 10. Oktober, 7.30 Uhr: Hamburger St. Michaelis-Kirche sagt Laternenumzug coronabedingt ab

In Hamburg können Laternenumzüge trotz Corona weitgehend stattfinden, wenn die aktuellen Regeln eingehalten werden.
In Hamburg können Laternenumzüge trotz Corona weitgehend stattfinden, wenn die aktuellen Regeln eingehalten werden.  © picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg – Der Laternenumzug der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis fällt in diesem Jahr coronabedingt aus. "Der diesjährige öffentliche Martinsumzug mit üblicherweise mehreren Hundert Teilnehmenden, an dem die Hauptkirche St. Michaelis beteiligt ist, wird aufgrund der sich in diesen Tagen ja verschärfenden Pandemie-Situation nicht stattfinden können", sagte ein Michel-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. 

"Wir bedauern dies sehr und überlegen nach den Herbstferien, wie in unseren Einrichtungen und Gruppen dieser für uns wichtige Tag wahrgenommen werden kann." Auch andere größere Züge in den Stadtteilen fallen dem Stadtportal hamburg.de zufolge aus.

Generell müssen Kinder und Eltern in Hamburg wegen des Coronavirus allerdings nicht auf die beliebten Laternenumzüge verzichten. Denn Laternenumzüge sind formal Veranstaltungen unter freiem Himmel. Sie seien laut Eindämmungsverordnung im Freien mit bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. 

Wie üblich gelten auch dabei die Corona-Abstands- und Hygieneregeln. Gerade bei diesen Umzügen dürfte das kein Problem sein, so der Behördensprecher weiter.

Update, 9. Oktober 21.25 Uhr: 30 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 30 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie landesweit auf 1374, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald seien die Angaben des Vortages korrigiert worden, daher betrage die Zahl derzeit 1374 und nicht 1375, sagte Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. Am Donnerstag hatte die Gesamtzahl der Infizierten noch bei 1345 gelegen.

Die Hälfte der am Freitag registrierten Neuinfektionen wurden demnach im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gezählt; in Vorpommern-Greifswald waren es fünf, in Vorpommern-Rügen und Nordwestmecklenburg jeweils drei und in Ludwigslust-Parchim und der Hansestadt Rostock jeweils zwei.

Ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer gelten 1139 Menschen als genesen, sieben mehr als am Vortag. 154 Patienten mussten seit Beginn der Pandemie in Kliniken behandelt werden - das sind drei mehr als am Donnerstag. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben sind, liegt seit Monaten bei 20.

Mit 14,3 beziehungsweise 13,9 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, weisen die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald die höchsten Inzidenzwerte auf. Landesweit liegt dieser bei 7,9. 

MV insgesamt rangiert hier weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50 Infektionen, die zu Einschränkungen führen könnte.

Update, 9. Oktober, 21.17 Uhr: Bremen verschärft Kampf gegen Corona-Pandemie - Sperrstunde

Das Baby einer Mutter bekommt an einer Corona-Teststation einen Covid-19 Abstrich.
Das Baby einer Mutter bekommt an einer Corona-Teststation einen Covid-19 Abstrich.  © dpa/Peter Steffen

Bremen - Die Hansestadt Bremen hat angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen schärfere Regeln zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Dazu gehört die Verhängung einer allgemeinen Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr. 

Im Rahmen der Kontaktbeschränkungen wurde zudem die Zahl der Personen, die sich in der Öffentlichkeit treffen dürfen, von zehn auf fünf verringert, wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitagabend bei einer Pressekonferenz mitteilte.

Der Senat beschloss weiterhin, die Obergrenze für Feiern und Veranstaltungen mit Alkoholausschank erneut auf maximal zehn Teilnehmer zu senken. "Wir dürfen die aktuelle Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Deswegen müssen wir jetzt konsequent handeln", sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke).

Die schärferen Regeln gelten ab Beginn der nächsten Woche. Alle Bremerinnen und Bremer seien aber dringend gebeten, die neuen Regeln bereits vor Eintritt der Rechtspflicht umgehend zu beachten, hieß es.

Update, 9. Oktober, 17.32 Uhr: Lübecker Weihnachtsmarkt soll trotz Corona stattfinden

Lübeck - Der Lübecker Weihnachtsmarkt soll trotz der wieder steigenden Corona-Fallzahlen stattfinden. Er werde aber konzeptionell an die geltenden Hygiene-Regeln angepasst, sagte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) am Freitag. Es werde mehr Abstand und mehr Platz geben, kündigte er an. Details nannte er noch nicht. 

Die gemeinsam mit der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) erarbeiteten Hygienemaßnahmen müssten noch mit dem Gesundheitsministerium des Landes abgestimmt werden, sagte der Bürgermeister.

Neun der elf Weihnachtswelten in der Lübecker Altstadt sollen nach gegenwärtigen Planungen am 23. November eröffnet werden. Die Kunsthandwerkermärkte im Heiligen-Geist-Hospital und im Schuppen 6 an der Untertrave sind bereits vor einiger Zeit abgesagt worden.

Der Geschäftsführer der LTM, Christian Lukas, sagte, die Altstadt sei nun einmal das Herz der "Weihnachtsstadt des Nordens" und man werde alles dafür tun, dass das auch in diesem Jahr so bleibe. 

Ziel sei es, dass die Menschen trotz Corona gemeinsam und sicher eine schöne, friedliche und stimmungsvolle Vorweihnachtszeit erleben könnten, sagte er.

Update, 9. Oktober, 17.30 Uhr: Große Städte sollen bei Corona-Anstieg zusätzlich gegensteuern

Hamburg - Im Kampf gegen das Coronavirus sollen in den größten deutschen Städten zusätzliche Eindämmungsmaßnahmen greifen. Kommt der Anstieg der Infektionszahlen damit nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, seien auch weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren, heißt es in einem Ergebnispapier nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der elf größten Städte am Freitag.

Merkel nannte als Beispiele Größenbeschränkungen für bestimmte Gruppen oder den Ausschluss von Zuschauern bei Fußballspielen. Es sei zu sehen, "dass die Zahl der Kontakte unmittelbar mit der Zahl der Infizierten zusammenhängt, wenn man eine bestimmte Schwelle von Infektionen erreicht hat". Dann müsse man überlegen, in welchen Bereichen die Verringerung von Kontakten am leichtesten falle.

Update, 9. Oktober, 17.20 Uhr: Hamburgs Bürgermeister: Zweiten Lockdown verhindern

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen dazu aufgerufen, einen erneuten Lockdown zu verhindern. 

Es dürfe nicht das passieren, was europäische Nachbarländer derzeit erlebten, in denen es drastischere Einschnitte gebe, die einem Lockdown oder einem Teil-Lockdown nahe kämen, sagte Tschentscher am Freitag in Berlin nach einer Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern mehrerer deutscher Großstädte.

Der SPD-Politiker begrüßte den Beschluss zu weiteren Beschränkungen. In der Videoschalte besprachen die Teilnehmer, dass weitere "gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich" seien, wenn der Anstieg der Infektionszahlen trotz weiterer vereinbarter Maßnahmen nicht binnen zehn Tagen zum Stillstand kämen.

Tschentscher befürwortete außerdem die Beschränkung für ausländische Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Diese Quarantäne-Regelung mit einem Test nach fünf Tagen gebe Sicherheit, dass keine Reiserückkehr-Infektionen aufträten, erklärte er.

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen beriet Merkel mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage in einer Videokonferenz.

Update, 9. Oktober, 15.40 Uhr: Sieben Bars und Clubs auf St. Pauli bleiben geschlossen

Passanten gehen am Ende einer Protestaktion von Kiez-Gastronomen, Club- und Kneipenbesitzer durch die Straße "Große Freiheit" auf der Reeperbahn.
Passanten gehen am Ende einer Protestaktion von Kiez-Gastronomen, Club- und Kneipenbesitzer durch die Straße "Große Freiheit" auf der Reeperbahn.  © dpa/Christian Charisius

Hamburg - Die sieben bereits in den vergangenen Wochen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln vorübergehend geschlossenen Bars und Clubs auf St. Pauli bleiben auch die nächsten Wochen dicht. 

Ihre Schließung sei bis zum 30. November verfügt worden, teilte das Bezirksamt Hamburg-Mitte am Freitag mit. Den Betreibern sei es nicht gelungen, "überzeugend nachzuweisen, dass sie einen mit der Eindämmungsverordnung konformen Betrieb zukünftig gewährleisten können". Bei Zuwiderhandlung drohen Zwangsgelder in Höhe von 15.000 Euro.

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) verwies auf die steigenden Infektionszahlen und mögliche neue Einschränkungen insbesondere auch für die Gastronomie. 

"Gerade in der jetzigen Situation müssen wir uns darauf verlassen können, dass die Gastronomiebranche sich zuverlässig an die bestehenden Vorgaben hält", sagte er. 

"Es kann deshalb einfach nicht sein, dass einzelne uneinsichtige Betreiber und Betreiberinnen die Bemühungen der großen Mehrheit der Clubs und Bars auf St. Pauli konterkarieren."

Update, 9. Oktober, 12.39 Uhr: Hamburger Inzidenzwert steigt auf 39,5 - 145 Neuinfektionen

Eine Barkeeperin steht mit Mund-Nasen-Schutz hinter dem Tresen einer Bar im Schanzenviertel.
Eine Barkeeperin steht mit Mund-Nasen-Schutz hinter dem Tresen einer Bar im Schanzenviertel.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg - Mit 145 neuen Corona-Infektionen ist auch der sogenannte Inzidenzwert am Freitag in Hamburg weiter angestiegen. Die Anzahl neuer Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern liege damit nun bei 39,5 Fällen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. 

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Infektionen erhöhte sich auf 8813. Am Donnerstag waren 125 Corona-Ansteckungen hinzugekommen. Etwa 7000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden, 100 mehr als am Vortag.

Mit der Entwicklung werden strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wahrscheinlicher. 

Diese sollen nach einer neuen Regel schon ergriffen werden, wenn der Inzidenzwert drei Tage lang über der 35er-Marke liegt. Erst wenn er dann für drei Tage die Zahl 35 unterschreitet, könnte es Lockerungen geben.

Update, 9. Oktober, 8.42 Uhr: Urlauber aus Risikogebieten müssen ab Samstag Niedersachsen fernbleiben

Hannover - Urlauber aus Corona-Risikogebieten müssen ab Samstag Niedersachsen fernbleiben - oder einen aktuellen negativen Corona-Test mitbringen. 

Das sieht eine entsprechende neue Landesverordnung vor, wie Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag sagte. Der Entwurf liege jetzt vor. 

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte Sorge, dass Niedersachsen im Herbst das Ziel vieler Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten werden könnte.

Daher habe das Land doch auch ein Beherbergungsverbot für Menschen aus diesen Regionen beschlossen, erläuterte er am Donnerstag im Landtag. 

"Niedersachsen wäre das Flächenland mit herausragenden Reisezielen zwischen Harz und Küste gewesen und hätte dann gewiss viele Menschen aus coronabelasteten Gebieten angezogen. Aber einen solchen Pull-Effekt, eine besondere Anziehung in schwierigen Zeiten, können wir nun nicht riskieren", sagte Weil im Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Update, 9. Oktober, 7.36 Uhr: 79 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 79 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Donnerstagabend auf 5155, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4600 von ihnen als genesen. Am Mittwoch waren 45 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162. In Krankenhäusern wurden am Donnerstag 15 Covid-19-Patienten behandelt, einer mehr als am Vortag.

Update, 9. Oktober, 6.15 Uhr: Virologe Schmidt-Chanasit: Corona-Regeln in Hamburg ausreichend

Hamburg - Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält schärfere Corona-Maßnahmen mit flächendeckenden Sperrstunden für Bars und Restaurants wie in Berlin in der Hansestadt für nicht zielführend. 

“Die bestehenden Regeln reichen absolut aus und haben funktioniert“, sagte der Professor vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin der Deutschen Presse-Agentur. Er hoffe, dass man in Hamburg “stärker zielgerichtet einschreitet, da wo wirklich die Probleme sind“. 

Schon die Hochzeitsfeier einer Großfamilie könne dazu führen, dass die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten wird. “Und wenn das der Fall ist, sollte das nicht Anlass sein, massenhaft Restaurants und Bars um 23 Uhr zu schließen“.

Hintergrund ist die Ankündigung des Senats, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen, sollte der Inzidenzwert drei Tage in Folge über 35 liegen und weiter in Richtung 50er-Marke steigen. 

Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen  an und lag am Donnerstag mit 36,1 erstmals seit Mitte April wieder über der 35er-Marke. 

In Berlin liegt er seit Donnerstag über dem kritischen Wert von 50.

Update, 8. Oktober, 20.19 Uhr: Berlin Corona-Hotspot - Krisensitzung der Landesregierung in Schwerin

Schwerin – Die Einstufung von Berlin als Corona-Risikogebiet beschäftigt auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Für Donnerstagabend sei kurzfristig eine außerordentliche Kabinettssitzung anberaumt worden, um über das weitere Vorgehen zu beraten, sagte ein Regierungssprecher. Mit Beginn der Herbstferien in der Bundeshauptstadt werden zum Wochenende Tausende Urlauber von dort im Nordosten erwartet.

Mecklenburg-Vorpommern hat für Besucher aus Corona-Hotspots mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hohe Hürden für die Einreise gesetzt. Berlin hat diese Zahl am Donnerstag überschritten; zuvor hatte der Wert schon in einigen Bezirken der Hauptstadt über der kritischen Schwelle gelegen.

Neben einem aktuellen negativen Virus-Test schreibt die Corona-Landesverordnung eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Die Wartezeit kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn ein zweiter, selbst zu bezahlender Test nach 5 bis 7 Tagen ebenfalls negativ ausfällt. Die Tourismuswirtschaft im Nordosten befürchtet angesichts dieser Maßgaben drastische Folgen für die Geschäfte der kommenden Wochen.

Update, 8. Oktober, 20.15 Uhr: Zwölf neue Corona-Infektionen in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag zwölf Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie landesweit auf 1345, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Sechs Neuinfektionen wurden demnach im Landkreis Vorpommern-Greifswald registriert, zwei im Landkreis Rostock und jeweils eine in Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Schwerin und der Hansestadt Rostock.

Ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer gelten 1132 Personen als genesen; neun mehr als noch am Vortag. 151 Patienten mussten seit Beginn der Pandemie in Kliniken behandelt werden; diese Zahl blieb unverändert. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben sind, liegt seit Monaten bei 20.

Mit 15,4 beziehungsweise 15,2 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, weisen die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald die höchsten Inzidenzwerte auf. 

Landesweit liegt dieser bei 8,8. MV insgesamt liegt weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50 Infektionen, die zu Einschränkungen führen könnte.

Update, 8. Oktober, 17.30 Uhr: Senat beschließt Maßnahmen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz

An allen öffentlichen Plätzen muss dann ein Mundschutz getragen werden.
An allen öffentlichen Plätzen muss dann ein Mundschutz getragen werden.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – In Hamburg treten weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft, sobald der sogenannte Inzidenzwert die 35er-Marke für drei Tage in Folge überschreitet. 

Schon ab Montag solle dann Maskenpflicht für alle Personen überall in gastronomischen Einrichtungen und im Einzelhandel, also auch für das Personal gelten, teilte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Donnerstag nach Beratungen seines rot-grünen Senats mit. "Darüber hinaus werden wir die Einhaltung der Regeln, insbesondere in der Gastronomie, noch stärker kontrollieren", sagte er.

Sollte die Zahl der Infektionen sich weiter auf aktuellem Niveau bewegen, müssen laut Beschluss ab Montag auch Mund-Nase-Bedeckungen bei allen sonstigen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und in Gebäuden mit Publikumsverkehr sowie an besonderen öffentlichen Plätzen getragen werden, an denen es zu größeren Ansammlungen und Enge kommt. 

Gesichtsvisiere würden grundsätzlich nicht mehr als ausreichende Alltagsmaske anerkannt und seien nur noch ausnahmsweise zulässig, etwa bei Menschen mit Behinderungen, hieß es.

"Die Hamburger Corona-Regelungen sind gut begründet und wirksam gegen die Virusausbreitung", sagte Tschentscher. "Mit ihrer konsequenten Einhaltung können wir eine erneute umfassende Einschränkung des öffentlichen Lebens wie im Frühjahr verhindern."

Der sogenannte Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, war am Donnerstag in Hamburg das erste Mal seit Mitte April mit 36,1 wieder über die 35er-Marke gestiegen. Damit trat unabhängig von der Drei-Tage-Regelung bereits eine Beschränkung der Zuschauerzahlen beim Fußball in Kraft. Die Spiele in den Stadien dürfen damit nur noch vor maximal 1000 Zuschauern stattfinden.

Die Einschränkungen beim Sport fallen weg, sobald der Inzidenzwert wieder unter 35 fällt. Alle anderen Lockerungen werden erst wieder möglich, wenn der Wert mindestens drei Tage unter der Marke bleibt.

Update, 8. Oktober, 15 Uhr: Mehrere Städte und Kreise auf Schleswig-Holsteins Corona-Risikoliste

Kiel – Bürger aus mehreren deutschen Städten und Kreisen müssen nach derzeitigem Stand einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie von Freitag an als Touristen in Schleswig-Holstein übernachten wollen. 

Betroffen waren mit Stand Donnerstagmittag Bremen, die nordrhein-westfälischen Städte Hamm, Remscheid und Hagen, Offenbach in Hessen sowie die Landkreise Emsland (Niedersachsen) und Esslingen (Baden-Württemberg), wie aus der Homepage der Landesregierung hervorgeht.

Entscheidend ist der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die genannten Städte hätten die Zahl erreicht oder lägen nahe daran, schreibt die Landesregierung.

Wer von diesem Freitag an als Tourist aus solchen Gebieten in den Norden kommen will, muss bei Ankunft in einem Hotel oder einer Ferienwohnung einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorlegen. 

Ausgenommen davon sind Familienbesuche und Pendelverkehre zu beruflichen Zwecken. Diese Entscheidung hatte die Landesregierung am Mittwoch verkündet. Die bisherige generelle 14-tägige Quarantänepflicht entfällt.

Update, 8. Oktober, 12.30 Uhr: Hamburg überschreitet 35er-Inzidenz

Hamburg - In Hamburg haben die Corona-Infektionen erstmals seit Mitte April wieder den sogenannten Inzidenzwert von 35 überschritten. Mit 125 neuen Ansteckungen am Donnerstag kletterte der von der Gesundheitsbehörde errechnete Wert auf 36,1, wie sie mitteilte. 

Er gibt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner an. Am Mittwoch hatte er noch bei 34,1 gelegen.

Damit werden strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wahrscheinlicher. Diese sollen nach einer neuen Regel schon ergriffen werden, wenn der Inzidenzwert drei Tage lang über der 35er-Marke liegt, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. 

Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie bestätigten Infektionen erhöhte sich auf 8668. Etwa 6900 Infizierte können nach RKI-Schätzung inzwischen als genesen angesehen werden. 

Bislang starben in Hamburg nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen an Covid-19. Die Zahl blieb auch am Donnerstag unverändert. Das RKI nannte für die Hansestadt 276 Tote, zwei mehr als am Vortag.

Update, 8. Oktober, 12.13 Uhr: Hamburger Industrie warnt vor "zweitem Lockdown"

Hamburg - Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wächst auch in der Hamburger Industrie die Sorge vor einem "zweiten Lockdown". 

Der Vorsitzende des Hamburger Industrieverbands (IVH), Matthias Boxberger, appellierte daher am Donnerstag an Bevölkerung und Behörden, alles zu unternehmen, um ein erneutes Corona-bedingtes Herunterfahren wichtiger Wirtschafts- und Lebensbereiche zu verhindern. 

"Ein zweiter Lockdown hätte für die sich langsam wieder erholende deutsche Wirtschaft fatale Auswirkungen". Bisher sei es unter "enormen Anstrengungen" gelungen, Produktion und Lieferketten aufrechtzuerhalten und damit letztlich auch Arbeitsplätze zu sichern.

Entsprechend dringlich sei es jetzt, dass die Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. 

"Masken tragen, Abstand halten und die Auflagen einhalten: Das kann und muss jeder Hamburger zur Bewältigung der aktuellen Situation beitragen", forderte Boxberger.

Update, 8. Oktober, 11.47 Uhr: Emsland und Wesermarsch überschreiten kritische Corona-Marke

Meppen/Brake - Mit den Landkreisen Emsland und Wesermarsch haben am Donnerstag zwei weitere Regionen in Niedersachsen die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. 

Im Emsland lag dieser Inzidenzwert bei 55,4 Fällen pro 100.000 Einwohner, in der Wesermarsch bei 56,4 Fällen pro 100.000 Einwohner, wie die Landesregierung mitteilte. 

Spitzenreiter ist der Landkreis Vechta, wo das Landesgesundheitsamt aktuell 68,8 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete.

Auch der Landkreis Oldenburg nähert sich mit einem Wert von 43,5 der kritischen Marke. Die Infektionszahlen im Landkreis Cloppenburg sanken hingegen am Donnerstag weiter - dort wurden 24 Fälle pro
100.000 Einwohner festgestellt. 

Landesweit nahmen die Ansteckungen mit Covid-19 am Donnerstag um 320 Fälle zu. Damit gibt es in Niedersachsen derzeit insgesamt 21.941 laborbestätigte Corona-Infektionen.

Update, 8. Oktober, 10.30 Uhr: Niedersachsen will doch Beherbergungsverbot für Risiko-Urlauber

Hannover - Niedersachsen will nun doch ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Eine entsprechende Landesverordnung werde auf den Weg gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag im Landtag in Hannover. 

Man habe sich darüber innerhalb der Landesregierung abgestimmt. Viele andere Bundesländer wollen auch keine Touristen aus Corona-Risikogebieten mehr in ihren Hotels und Ferienwohnungen übernachten lassen. 

Maßgeblich sei das Datum der Einreise nach Niedersachsen, sagte Weil. Es solle vermieden werden, dass kurzfristig Aufenthalte abgebrochen werden müssen. 

Zudem könnten Touristen mit einem negativen Corona-Test doch in Niedersachsen Urlaub machen.

Update, 8. Oktober, 9.40 Uhr: Kreuzfahrtverband beschließt generelle Covid-19-Testpflicht

Das Kreufahrtschiff "Mein Schiff 2" läuft am Abend aus dem Hafen aus. (Symbolfoto)
Das Kreufahrtschiff "Mein Schiff 2" läuft am Abend aus dem Hafen aus. (Symbolfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Kreuzfahrtindustrie hat eine Covid-19-Testpflicht für alle Gäste und Crewmitglieder an Bord der Schiffe beschlossen. 

"Nur mit einem negativen Testergebnis wird der Zugang zum Schiff gewährt", teilte die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Hamburg mit. 

Die Branche sei damit "der erste und bislang einzige Sektor innerhalb der Tourismusbranche, der konsequent verpflichtende Tests auf das Coronavirus für alle Reisenden und Angestellten einführt". 

Die Pflicht gelte für Schiffe ab 250 Passagieren. Wann und wie Mitarbeiter und Gäste auf das neuartige Coronavirus getestet werden, dürften die Reedereien selbst entscheiden.

Die Testpflicht sei ein wichtiger Baustein, um den Kreuzfahrtbetrieb wieder sicher hochfahren zu können, sagt Clia-Deutschland-Direktor Helge Grammerstorf laut Mitteilung. 

Update, 8. Oktober, 7.24 Uhr: 45 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 45 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Mittwochabend auf 5076, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4500 von ihnen als genesen. Am Montag waren 54 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162. 

In Krankenhäusern wurden am Mittwoch wie schon am Vortag 14 Covid-19-Patienten behandelt.

Update, 8. Oktober, 7.03 Uhr: Hamburg legt Mechanismus für schärfere Corona-Maßnahmen fest

Hamburg - Hamburg will bereits schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergreifen, wenn der sogenannte Inzidenzwert drei Tage lang die 35er-Marke übersteigt. 

Auf diesen neuen Mechanismus habe sich der Senat verständigt, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Senat bereite je nach epidemiologischer Analyse geeignete Maßnahmen vor. Erst wenn der Wert dann für drei Tage wieder unter 35 liege, könnten diese zurückgenommen werden. 

Der Inzidenzwert bildet die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ab. Der von der Gesundheitsbehörde errechnete Wert für Hamburg lag am Mittwoch bei 34,1. 

Bislang galt ein Inzidenzwert von 50 als Grenze, ab dem spätestens schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Update, 7. Oktober, 21.50 Uhr: MV behält Regeln für Touristen aus Corona-Risikogebieten bei

Schwerin/Berlin – Mecklenburg-Vorpommern behält seine Regeln für die Einreise von Touristen bei. Mit den am Mittwoch zwischen den Bundesländern vereinbarten Beherbergungsvorgaben für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen seien die im Nordosten geltenden Bestimmungen im Prinzip bestätigt worden, sagte ein Sprecher der Regierung in Schwerin. 

In einer Schaltkonferenz hatten sich die Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zuvor auf bundesweit geltende Grundsätze verständigt. Schleswig-Holstein kündigte daraufhin an, seine strengen Quarantäne-Auflagen für Einreisende lockern zu wollen.

Ein Streitpunkt war der Umgang mit Touristen aus Berlin, wo in einzelnen Stadtbezirken die kritische Schwelle von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde. Anders als Schleswig-Holstein, das Bewohnern dieser Stadtteile zunächst die Einreise verboten hatte, betrachtet Mecklenburg-Vorpommern Berlin bei der Risikobewertung als Ganzes.

Einreisebeschränkungen oder Quarantäne für Rückkehrer werden demzufolge erst dann wirksam, wenn Berlin als Stadtstaat insgesamt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen aufweist. Nach jüngsten Berechnungen liegt der Durchschnittswert für Berlin nur noch knapp darunter.

Die Stadt Bremen überschritt am Mittwoch erstmals die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Damit dürfen von dort gemäß Corona-Landesverordnung nur dann Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, "wenn ein ärztliches Zeugnis vorhanden ist, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegen". Dieses Attest darf aber nicht älter als 48 Stunden sein. Dennoch besteht die Verpflichtung, sich unverzüglich für 14 Tage häuslich abzusondern.

Die Quarantäne kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn eine zweiter Test nach 5 bis 7 Tagen ebenfalls negativ ausfällt. Neben Bremen gelten weiterhin auch die Städte Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen sowie der Landkreis Vechta in Niedersachsen als deutsche Risikogebiete.

Update, 7. Oktober, 21.47 Uhr: Bremer SPD verschiebt Parteitag

Bremen – Die Bremer SPD hat wegen der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen in der Hansestadt ihren für Samstag geplanten Landesparteitag abgesagt und auf das kommende Jahr verschoben. 

Das teilte sie am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung mit. Auf dem Programm des Parteitages standen Vorstandswahlen. Die amtierende Parteichefin Sascha Karolin Aulepp war die einzige Kandidatin. Einen konkreten Termin für den Parteitag 2021 gab es noch nicht. 

Die Gesundheitsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, dass die Zahl der auf 100.000 Einwohner gerechneten Neuinfektionen auf über 50 innerhalb von sieben Tagen gestiegen sei. Damit gelten in Bremen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Update, 7. Oktober, 17.39 Uhr: Erneut ein Corona-Fall bei HSV-Handballern

Hamburg – Die Handballer des Zweitligisten HSV Hamburg haben nach ihrer Corona-Zwangspause den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, beklagen jedoch einen erneuten Corona-Fall. 

Ein Spieler ist am vergangenen Montag positiv getestet worden, teilte der Verein am Mittwoch mit. Der Betroffene befinde sich ebenso in Quarantäne wie zwei weitere Teammitglieder, die mit ihm in Hamburg eine Wohngemeinschaft bilden. Die beiden Mitbewohner werden am Donnerstag nochmals getestet. Danach steht fest, ob sie am Sonntag das Heimspiel gegen die HSG Konstanz bestreiten können.

Da zuvor alle Spieler des HSV in einer 14-tägigen Quarantäne und damit isoliert waren, besteht keine Infektionsgefahr für die komplette Mannschaft. Für die Hamburger ist der erneute positive Test ein Wiederholungsfall in kurzer Zeit. Das Saisoneröffnungsspiel am 2. Oktober beim TuS N-Lübbecke war wegen fünf positiver Corona-Fälle im Team ausgefallen.

Update, 7. Oktober, 17.35 Uhr: 28 neue Corona-Infektionen in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 28 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie landesweit auf 1333, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 

13 Neuinfektionen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald registriert. Nach Angaben von Lagus-Sprecherin Anja Neutzling bezieht sich diese Zahl auf Dienstag und Mittwoch, da es in dem Landkreis eine Softwareumstellung gegeben habe. Dadurch seien die Zahlen am Vortag nicht übermittelt worden.

An der Mecklenburgischen Seenplatte wurden sieben weitere Fälle gezählt, in der Hansestadt Rostock fünf und in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Rügen jeweils einer. Ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer gelten 1123 Personen als genesen; sieben mehr als noch am Vortag.

151 Patienten mussten seit Beginn der Pandemie in Kliniken behandelt werden; diese Zahl blieb unverändert. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben sind, liegt seit Monaten bei 20.

Mit 15,4 beziehungsweise 13,9 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, weisen die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald die höchsten Inzidenzwerte auf. Landesweit liegt dieser bei 8,6. MV insgesamt liegt weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50 Infektionen, die zu Einschränkungen führen könnte.

Wie die Stadt Rostock am Mittwoch mitteilte, wurde bereits vergangenen Freitag eine Schülerin der Krusensternschule positiv auf das Coronavirus getestet. Mitschüler und Lehrer seien nicht in Quarantäne. Derzeit sind Schulferien im Nordosten. Am Donnerstag sollen sich in Frage kommende Mitschüler und Lehrer testen lassen. Um wie viele es sich dabei handelt, war zunächst unklar.

Update, 7. Oktober, 16.50 Uhr: Im Norden kaum Maskenverweigerer in Zügen der Deutschen Bahn

Lübeck - In den Regionalzügen der Deutschen Bahn (DB) in Schleswig-Holstein hält sich die große Mehrzahl der Fahrgäste an die Maskenpflicht. 

Im Durchschnitt respektierten gewöhnlich 96 Prozent der Fahrgäste im Regionalverkehr die Anordnung, im Zug eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sagte die Bahnsprecherin für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen, Franziska Hentschke, am Mittwoch nach einer Testfahrt von Kiel nach Hamburg. Bei dieser Fahrt hätten von rund 350 Fahrgästen nur drei keine Maske getragen.

Diese Einschätzung teilt auch die Bundespolizei. Die wird vom Bahnmitarbeitern zur Hilfe gerufen, wenn sich Fahrgäste trotz mehrfacher Aufforderung weigern, eine Maske aufzusetzen. 

Bislang hätten die Beamten nur eine knappe Handvoll Maskenverweigerer ermahnen müssen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Flensburg. Nur einer von ihnen habe den Zug verlassen müsse, weil er sich uneinsichtig gezeigt habe. Dennoch will die Deutsche Bahn die Kontrollen durch eigenes Sicherheitspersonal abends und am Wochenende verstärken. 

Nach den bisherigen Erfahrungen sei die Disziplin zu diesen Zeiten geringer, sagte die Bahnsprecherin. Bundesweit sind nach Angaben Hentschkes 4000 Sicherheitskräfte der DB in Zügen und auf Bahnhöfen im Einsatz, Zahlen für einzelne Bundesländer nannte sie nicht.

Update, 7. Oktober, 16.34 Uhr: Schleswig-Holstein lockert Einreise-Regeln

Kiel - Schleswig-Holstein wird seine strengen Quarantäne-Auflagen für Einreisende aus inländischen Corona-Risikogebieten lockern. 

Das kündigte die Landesregierung am Mittwoch in Kiel nach einer Schalte der Staatskanzleichefs der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun an.

Update, 7. Oktober, 15.55 Uhr: Bremen überschreitet Corona-Inzidenzwert von 50

Bremen - Die Stadt Bremen hat erstmals die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. 

Das teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Der Wert liege bei 57,6. 

Ab sofort greifen damit in Bremen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Update, 7. Oktober, 15.26 Uhr: Nach Party in Gnarrenburg bisher 20 bestätigte Corona-Infektionen

Gnarrenburg – Nach einer privaten Feier in Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg sind bisher 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

"Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen noch mehr dazukommen", sagte eine Sprecherin des Landkreises am Mittwoch. Bei den positiv Getesteten handele es sich sowohl um Gäste der Feier als auch um deren Kontaktpersonen.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte am Donnerstag noch vor den Risiken solcher privaten Feiern gewarnt: "Es gibt nicht wenige Beispiele dafür, dass bei solchen Zusammenkünften und auch in größerer Zahl kein Abstand, keine Maske, keine Hygieneregeln beachtet werden." 

Von Freitag an gilt in Niedersachsen eine überarbeitete Coronaregelung. Darin werde vor allem darauf eingegangen, dass private Partys zu einem großen Infektionsrisiko geworden sind. 

Update, 7. Oktober, 15.24 Uhr: Mehr als 10.000 Bußgeldbescheide wegen Corona-Verstößen

Hamburg – Wegen Verstößen gegen Corona-Regeln sind in Hamburg bisher 10.362 Bußgeldbescheide ergangen. Insgesamt wurden damit Bußgelder in Höhe von 965.365,19 Euro erhoben, wie eine Kleine Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft an den Senat ergab. 

Rund 800.000 Euro seien dabei allein auf die Nichteinhaltung von Mindestabständen oder die Teilnahme an nicht genehmigten Versammlungen und somit auf Einzelpersonen entfallen, erklärten die Abgeordneten David Stoop und Stephanie Rose am Mittwoch. Unternehmen habe es hingegen nur selten getroffen.

Finanzexperte Stoop bemängelte, "dass die Verantwortung für den Infektionsschutz letztlich bei Privatpersonen abgeladen wird". Restaurants und Geschäfte würden viel seltener kontrolliert. "Vor allem aber gerät der gesamte Bereich der Industrie nahezu komplett aus dem Blick. Hier müsste viel stärker kontrolliert werden", forderte Stoop.

Zudem stellten Bußgelder in Höhe von 150 Euro etwa für das Betreten eines Spielplatzes oder die Nicht-Einhaltung des Abstandsgebots eine enorme Belastung für einkommensschwache Haushalte dar. "Die Bußgelder sind in dieser Form sozial ungerecht", betonte auch die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Rose.

Update, 7. Oktober: Westhagemann warnt vor Sperrstunden und Alkoholverbot

Gäste sitzen in einer Außengastronomie im Schanzenviertel.
Gäste sitzen in einer Außengastronomie im Schanzenviertel.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat angesichts steigender Corona-Zahlen vor weitreichenden Konsequenzen für die Gastronomie gewarnt. 

Er appellierte dringend an Betreiber und Gäste, die geltenden Corona-Regeln einzuhalten. "Vor allem können wir damit verschärfte Regeln vermeiden - wie eine mögliche Sperrstunde, ein Alkoholverbot oder eine deutliche Reduzierung der gleichzeitig anwesenden Gäste", sagte Westhagemenn am Mittwoch.

Der Präsident des Hamburger Hotel- und Gaststättenverbandes, Franz J. Klein, schloss sich dem Appell an, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die große Mehrheit der Betriebe sich schon jetzt "unter großen Mühen" an die geltenden Regeln halte. "Ein erneuter Lockdown wäre eine Katastrophe für die Branche und würde das Aus für viele Betriebe bedeuten", warnte er.

Er sehe den Anstieg des sogenannten Inzidenzwertes, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, mit großer Sorge, sagte Westhagemann. Aktuell liegt er bei 34,1 in Hamburg. "Bei 35 muss man genau hinschauen, da geht die Ampel auf Gelb. Und ab 50 steht sie auf Rot."

Schon ab Überschreiten des ersten Grenzwertes werde der Senat handeln, damit nach Möglichkeit nicht die 50er-Marke übersprungen wird. "Dann kommt es natürlich zu den Maßnahmen, die wir alle nicht wollen", sagte Westhagemann. "Dann wird es keine Weihnachtsmärkte geben und auch der Dom wird ausgesetzt, es wird also keine Großveranstaltungen geben."

Klein warnte davor, den Eindruck entstehen zu lassen, "als wäre die Gastronomie der Hauptverursacher dieses Anstiegs." Oberstes Ziel seines Verbandes sei es, "einen weiteren Lockdown zu vermeiden." Es gehe "um das Image der Branche aber auch um das Überleben der Branche."

Update, 7. Oktober, 11.58 Uhr: 93 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Mittwoch um 93 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigen Infektionen erhöhte sich auf 8543, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Am Dienstag waren 112 Fälle hinzugekommen. Etwa 6900 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden, 100 mehr als am Vortag.

Mit 34,1 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50. Wenn dieser überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Dienstag war der Wert mit 32,3 angegeben worden. 

In Hamburger Krankenhäusern wurden 57 Covid-19-Patienten behandelt, sechs mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen erhöhte sich auf zwölf, zwei mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen in Hamburg an Covid-19. Die Zahl blieb am Mittwoch unverändert. Das RKI nannte für Hamburg 274 Tote, einen mehr als am Vortag.

Update, 7. Oktober, 11.55 Uhr: Hamburger Senat erwägt weitere Einschränkung der Gastronomie

Hamburg - Angesichts steigender Corona-Zahlen denkt der Hamburger Senat über weitere Einschränkungen bei der Gastronomie nach. Ähnlich wie in Berlin könnten Bars und Restaurants demnächst auch in Hamburg abends früher schließen müssen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Senatskreisen. 

Außerdem könnte das Verkaufsverbot für Alkohol an Wochenenden, das bislang auf St. Pauli, im Schanzenviertel und in Ottensen nur für den Außerhausverkauf gilt, auch auf den Ausschank in den Gastronomiebetrieben ausgeweitet werden.

Am Mittwoch stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Hamburg um 93. Der sogenannte Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, lag damit bei 34,1, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, sagte. 

Ab einer Grenze von 35 können Fußballspiele nur noch vor maximal 1000 Zuschauern stattfinden. Ab einem Inzidenzwert von 50 treten automatisch weitere Verschärfungen in Kraft: So dürfen Feiern im privaten Rahmen nur noch mit höchstens 10 und in angemieteten Räumen mit höchstens 25 Teilnehmern stattfinden.

Mit eine Verschärfung der Regeln in der Gastronomie müsse aber bereits vor Erreichen der 50er-Inzidenz gerechnet werden, sollte absehbar sein, "dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Marke geknackt wird", erklärte Helfrich. 

"Besonders problematisch wird es immer, wenn drei Faktoren zusammenkommen: Alkoholisierte Menschen, die in Innenräumen dicht zusammenstehen und sich bewegen. Die scheinen insbesondere eine Quelle von Infektionen zu sein". 

Update, 7. Oktober, 9.42 Uhr: Private Feiern und Scheunenpartys sind Corona-Risikofaktoren

Hannover - Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Bürger in Niedersachsen davor gewarnt, auf ein schnelles Ende der Coronakrise hoffen. 

Bei den ab Freitag geltenden überarbeiteten Coronaregeln werde Niedersachsen vor allem darauf eingehen, dass private Feiern zu einem großen Infektionsrisiko geworden seien - etwa Scheunenpartys in einigen Regionen. 

Das sagte Weil am Mittwoch im Landtag in Hannover in einer Regierungserklärung zur Coronakrise. Er betonte: "Es gibt nicht wenige Beispiele dafür, dass bei solchen Zusammenkünften und auch in größerer Zahl kein Abstand, keine Maske, keine Hygieneregeln beachtet werden". 

Bei der neuen Corona-Verordnung handele es sich dabei weder um eine Verschärfung noch um eine Lockerung der Regeln, sagte Weil.

Der Regierungschef sagte: "Es ist kein Ende der Pandemie in Sicht und wir haben in den nächsten Monaten eine weitere Herausforderung zu bestehen". 

In Nachbarländern wie den Niederlanden etwa stiegen die Infektionszahlen rasant an. In Niedersachsen sei die Lage zwar fast immer um einiges besser als im Bundesdurchschnitt. 

Trotzdem sagte Weil: "Die nächsten Monaten werden anstrengend".

Update, 7. Oktober, 9.11 Uhr: 54 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 54 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Dienstagabend auf 5031, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4400 von ihnen als genesen. Am Montag waren 39 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162. 

In Krankenhäusern wurden am Dienstag 14 Covid-19-Patienten behandelt, einer weniger als am Vortag.

Update, 7. Oktober, 7.55 Uhr: Casinos sind wegen Corona deutlich leerer

Wegen der Corona-Pandemie verzeichnen staatliche Casinos in Hamburg einen Besucherrückgang. (Symbolfoto)
Wegen der Corona-Pandemie verzeichnen staatliche Casinos in Hamburg einen Besucherrückgang. (Symbolfoto)  © picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa

Hamburg - Wegen der Corona-Pandemie sind staatliche Casinos in Hamburg leerer. Um 58 Prozent ist die Zahl der Besucher im Vorjahresvergleich zwischen März und Ende September eingebrochen. 

Mangelnde Nachfrage sei allerdings nicht das Problem, sagte Spielbank-Sprecher Maik Janßen weiter. Grund dafür seien die eigenen Hygienemaßnahmen, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur.

Das sei nicht nur finanziell eine große Herausforderung. Aufgabe des staatlichen Spielangebots sei es eben auch, das Abrutschen potenzieller Kunden in das illegale Glücksspiel zu verhindern. Dieser Aufgabe könne man dieser Tage nicht nachkommen, so Janßen.

Obwohl die Coronaverordnung mittlerweile mehr Besucher erlaube, wolle man nur so viele reinlassen, wie auch Spielplätze vorhanden sind. "Nur so können wir die Einhaltung unseres Hygienekonzeptes sicherstellen", sagte Janßen. Die Nachfrage hingegen übersteige vor allem am Wochenende an allen Standorten die Kapazitäten.

In Hamburg gibt es nach Spielbank-Informationen vier staatliche Spielbanken: die Casinos Esplanade, Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm. Zwischen Mitte März und Ende Mai dieses Jahres waren sie alle wegen Corona geschlossen.

Seit der Wiederöffnung unter Auflagen gebe es ein spezielles Checkout-System, mit dem die Auslastung einzelner Häuser überprüft werden könne. 

Besucher können demnach schon zu Hause herausfinden, wie gut das Casino ihrer Wahl besucht ist.

Update, 7. Oktober, 7.43 Uhr: Tourismusagentur rechnet mit Stornierung von Herbsturlauben im Norden

Kiel - Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) rechnet angesichts der Corona-Pandemie mit der Stornierung von Herbsturlauben. 

"Die Ausweisung kleinteiliger Risikogebiete wie jetzt in Berlin ist für die Tourismusbranche organisatorisch und kommunikativ eine Herausforderung", sagte Geschäftsführerin Bettina Bunge der Deutschen Presse-Agentur. "Zudem wird die Kurzfristigkeit von Buchungen weiter zunehmen und so den Trend verstärken".

Für Beherbergungsbetriebe wie Gäste werde der Kommunikationsaufwand gleichermaßen steigen, sagte Bunge. "Jeder muss sich tagesaktuell über die Lage erkundigen, Betreiber von Unterkünften haben vermehrt Erklärungs- und Beratungsaufwand".

Wegen der Ausweisung inländischer Risikogebiete mit Quarantäneauflagen für Einreisende - aktuell zum Beispiel für Urlauber aus vier Berliner Bezirken mit hohen Corona-Zahlen und aus den Städten Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen - ist Schleswig-Holstein in die Kritik geraten. 

Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat die Einstufung als Risikogebiet zur Folge, dass sie sich im Norden sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests vorweisen müssen.

Nach Angaben der Tourismusagentur ist für Schleswig-Holsteins Tourismusbranche Nordrhein-Westfalen der wichtigste inländische Markt. "Laut Reiseanalyse 2018 kommen 21 Prozent der Schleswig-Holstein-Urlauber aus NRW", sagte Bunge. In diesem Ranking belege Berlin Platz 6 zusammen mit Bayern und Baden-Württemberg.

Möglicherweise können Berliner aus Bezirken mit hohen Corona-Zahlen doch noch Schleswig-Holstein als Reiseziel für ihren Herbsturlaub wählen. 

Das Land ist grundsätzlich bereit, seine bisherige Einstufung von inländischen Corona-Risikogebieten zu ändern. "Wir haben im Kabinett heute intensiv beraten und es besteht eine grundsätzliche Absicht, unsere Regelungen anzupassen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag. 

Das Land wolle eine bundeseinheitliche Regelung. Am Mittwoch ist zu diesem Thema eine Schalte der Chefs der Staatskanzleien der Länder geplant.

Update, 7. Oktober, 6.44 Uhr: Bahn und Bundespolizei kontrollieren verstärkt Maskenpflicht

Berlin - Die Sicherheitsdienste der Deutschen Bahn und die Bundespolizei kontrollieren derzeit schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen. 

"Den ersten Schwerpunkt bildet Norddeutschland", teilte die Bahn mit. Am Mittwoch soll demnach verstärkt im Regional- und Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kontrolliert werden, ob alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. 

Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancherorts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochenenden sowie während der Herbstferien will der Konzern in den Fernzügen zudem doppelt so viele Sicherheits-Mitarbeiter einsetzen wie bislang.

Auf die Schwerpunktkontrollen einigten sich Mitte September Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Bundespolizei, Gewerkschaften und Verkehrsunternehmen. Zuvor hatten vor allem die Arbeitnehmervertreter kritisiert, Zugbegleiter seien mit der Durchsetzung der Maskenpflicht überlastet. 

Die Erklärung, die bei dem Treffen zustande kam, sieht eine klarere Aufgabenverteilung vor. Kontrollieren sollen zwar weiterhin auch die Zugbegleiter. Aber: "Das Erheben von Bußgeldern bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bleibt Aufgabe der zuständigen Behörden".

Die Länder hatten sich im August darauf verständigt, ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer festzulegen. Allein Sachsen-Anhalt zog nicht mit. Dort gibt es kein Bußgeld. 

Die Schwerpunktkontrollen will die Bahn bis zum Dezember fortsetzen.

Update, 6. Oktober, 19.19 Uhr: Caffier für einheitliche Quarantäne-Regeln aller Bundesländer

Lorenz Caffier, Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, gibt ein Pressestatement ab.
Lorenz Caffier, Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, gibt ein Pressestatement ab.  © Bodo Marks/dpa

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich für möglichst einheitliche Quarantäne-Regeln aller Bundesländer für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots ausgesprochen. 

"Ich sehe mit Sorge, wie sich Regelungen der Bundesländer auseinanderentwickeln und ein Flickenteppich entsteht", sagte Caffier am Dienstag in seiner Funktion als stellvertretender Ministerpräsident nach einer Sitzung des Kabinetts. Die Regeln müssten für die Bürger nachvollziehbar und für die Behörden kontrollierbar bleiben. 

Dies gelte insbesondere dann, wenn künftig immer mehr sogenannte Corona-Hotspots dazukommen. "Bei der Pandemiebekämpfung können wir weiter nur Erfolg haben, wenn die Menschen die Regelungen akzeptieren", betonte Caffier.

Update, 6. Oktober, 17.30 Uhr: Zehn neue Corona-Infektionen in MV

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Serie mit vergleichsweise hohen Infektionszahlen mit dem Sars-CoV-2-Virus am Dienstag nicht fortgesetzt. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, wurden seit Montagnachmittag zehn neue Infektionen registriert. Je drei Neuinfektionen gab es in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Rostock, je zwei in Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Rostock.

Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie landesweit auf 1305. Ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer gelten 1113 Personen als genesen. 151 Patienten mussten seit Beginn der Pandemie in Kliniken behandelt werden, einer mehr als am Montag. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben sind, liegt seit Monaten bei 20.

Mit 13,9 beziehungsweise 10,2 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner weisen die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Nordwestmecklenburg die höchsten Werte auf und liegen damit im gelben Bereich. Bis zu 10 Fällen zeigt die Ampel grün, ab 50 rot. Der Landesschnitt liegt bei 7,8 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Update, 6. Oktober, 17.26 Uhr: Landtag will Regelstudienzeit in Corona-Pandemie verlängern

Hannover – Der niedersächsische Landtag will erreichen, dass wegen des "Corona-Sommersemesters" an den Universitäten die Regelstudienzeit verlängert wird. 

Dabei geht es bis zu einer Rückkehr in den Regelbetrieb um eine einmalige Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit um ein Semester, wie aus dem Änderungsvorschlag der großen Koalition zu einem im April vorgelegten Antrag der Grünen-Fraktion hervorgeht. "Das hat ganz schön lange gedauert", sagte Eva Viehoff, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, am Dienstag im Landtag. Auch seien andere Bundesländer "viel früher dran" gewesen.

Viehoff kritisierte: "Anstatt die Regelstudienzeit unbürokratisch um ein Semester zu verlängern, haben CDU und SPD beschlossen, dass Studierende erst nach Ende der Pandemie auf Antrag ein beliebiges Semester gutgeschrieben bekommen können." Sie mahnte, die Nebenverdienstmöglichkeiten der Studenten seien in der Corona-Krise weggefallen.

Laut Landtags-Entschließung soll gemeinsam mit dem Bund geprüft werden, welche zusätzlichen befristeten Erleichterungen im Sinne der Studenten sinnvoll seien, etwa beim Bafög. Zudem sollten die Hochschulen stärker dabei unterstützt werden, eine leistungsstarke digitale Infrastruktur aufzubauen. Im Wintersemester 2020/2021 sollten je nach Infektionsgeschehen Präsenzveranstaltungen in gewissem Umfang wieder möglich sein.

Studentinnen und Studenten hatten zuvor dafür demonstriert, dass das diesjährige Sommersemester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird und es mehr finanzielle Unterstützung gibt.

Update, 6. Oktober, 14.30 Uhr: Bremen lehnt Reiseeinschränkungen für innerdeutsche Risikogebiete ab

Bremen – Das Bundesland Bremen hält Reiseeinschränkungen für innerdeutsche Corona-Risikogebiete weder für praktikabel noch für umsetzbar. 

Wenn dies konsequent zu Ende gedacht werde, würde es nicht nur zu Einschränkungen zwischen Bundesländern kommen, sondern letztlich auch zwischen Landkreisen oder gar Gemeinden, warnte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) am Dienstag. Dies sei ein falscher Weg und würde ein sehr enges Regime bedeuten. "Ich glaube nicht, dass ein Segen auf Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands liegt."

Er halte auch nichts davon, dass Berliner nicht nach Bremen oder Bremer nicht nach "XY" kommen sollten. Es werde aber wohl auch weiter Diskussionen darüber geben. Als Grundlage für die Einstufung als Risikogebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, die das Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht. 

Dieser Wert darf nicht höher als 50 sein. In Bremen rechnen die Gesundheitsbehörden damit, dass der Wert vermutlich in den nächsten Tagen überschritten wird.

Update, 6. Oktober, 14.30 Uhr: Schleswig-Holstein will bundesweite Regelung zu Risikogebieten

Kiel – Schleswig-Holstein ist grundsätzlich bereit, seine bisherige Einstufung von Corona-Risikogebieten in Deutschland zu ändern. 

"Wir haben im Kabinett heute intensiv beraten und es besteht eine grundsätzliche Absicht, unsere Regelungen anzupassen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Kiel. Schleswig-Holstein wolle eine bundeseinheitliche Regelung. 

Wegen der Ausweisung inländischer Risikogebiete mit Quarantäneauflagen für Einreisende - zum Beispiel Urlauber aus vier Berliner Bezirken und aus den Städten Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen - ist Schleswig-Holstein in die Kritik geraten.

Update, 6. Oktober, 13 Uhr: Stage Entertainment: Erst 2021 wieder Musicals in Deutschland

Uschi Neuss, Geschäftsführerin Stage Entertainment Deutschland, spricht bei einem Interview mit der dpa in der Zentrale des Musical Veranstalters.
Uschi Neuss, Geschäftsführerin Stage Entertainment Deutschland, spricht bei einem Interview mit der dpa in der Zentrale des Musical Veranstalters.

Hamburg - Das Musical-Unternehmen Stage Entertainment sieht erst im neuen Jahr Chancen für die Wiederaufnahme der ersten Shows und Musicals in Deutschland. 

"Voraussetzung für den Start des Spielbetriebs ist die Wirtschaftlichkeit der Produktionen", sagte Geschäftsführerin Uschi Neuss am Dienstag in Hamburg. Mit derzeit überall deutlich unter 1000 erlaubten Plätzen wären Aufführungen klar defizitär. 

Behördlich genehmigte Erhöhungen seien angesichts der aktuellen Corona-Situation für 2020 mehr als unrealistisch.

"Wir sind bestens vorbereitet, wieder loszulegen, sobald wir dazu in die Lage versetzt werden", sagte Neuss. Eine der größten Hürden für den Neustart seit der Corona-bedingten Schließung aller Theater sei bereits aus dem Weg geschafft: Die Künstler dürfen auf der Bühne in den Original-Inszenierungen agieren - nur Küssen und Beißen ist nicht erlaubt. 

Gespräche mit allen verantwortlichen Gremien über Lösungswege für die Branche, die für jährlich 3,5 Millionen Besucher relevant ist, würden weiterhin intensiv geführt.

Trotzdem müsse Stage den deutschlandweiten Spielplan nun anpassen und setzt auf eine sukzessive Öffnung ihrer Häuser ab Anfang 2021. So soll an jedem Standort zunächst je ein Theater wiedereröffnen. 

Die jeweils erste Show wäre in Hamburg "Pretty Woman" im Stage Theater an der Elbe, in Stuttgart "Tanz der Vampire" im Stage Palladium Theater sowie in Berlin die "Blue Man Group" im Stage Bluemax Theater. Das Unternehmen wolle sich nun zeitnah mit allen von den Verschiebungen betroffenen Ticketinhabern in Verbindung setzen.

Die Premiere von "Mamma Mia!" im Hamburger Stage Theater Neue Flora verschiebt sich auf Mai 2022, die Deutschlandpremiere des Disney-Musicals "Die Eiskönigin" auf August 2021. 

Update, 6. Oktober, 12.55 Uhr: 112 neue Corona-Infektionen in Hamburg: Sieben-Tage-Wert steigt

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Dienstag um 112 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigen Infektionen erhöhte sich auf 8450, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Am Montag waren 98 Fälle hinzugekommen. Etwa 6800 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 32,3 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50. Wenn dieser überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Montag war der Wert mit 31 angegeben worden.

In Hamburger Krankenhäusern werden im Moment 51 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei zehn.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen in Hamburg an Covid-19. Die Zahl blieb am Dienstag unverändert. Das RKI nannte für Hamburg 273 Tote.

Update, 6. Oktober, 8 Uhr: 39 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 39 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Montagabend auf 4977, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gelten rund 4400 von ihnen als genesen. Am Sonntag waren 24 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162. 

Update, 6. Oktober, 7.41 Uhr: Hamburgs Corona-Infizierte haben im Schnitt 15 Kontaktpersonen

Hamburg - Die Corona-Pandemie beschert den Hamburger Gesundheitsämtern zurzeit wieder viel Arbeit. 

Je bestätigtem Neuinfizierten werden nach Angaben der Sozial- und Gesundheitsbehörde im Schnitt 15 enge Kontaktpersonen ermittelt. "Damit lässt sich auch das Ausmaß ermessen, welches rund 100 Neuinfektionen an einem einzigen Tag für den öffentlichen Gesundheitsdienst haben", erklärte Behördensprecher Martin Helfrich.

Das Robert Koch-Institut unterscheidet verschiedene Kategorien von Kontaktpersonen. Demnach liegt ein höheres Infektionsrisiko etwa vor, wenn ein Mensch mindestens 15 Minuten persönlichen Kontakt zu einem Infizierten hatte. Dazu zählen beispielsweise Menschen aus demselben Haushalt.

Enge Kontaktpersonen der Kategorie 1 müssen sich nach Angaben des Senats für zwei Wochen in Quarantäne begeben. In den vergangenen sieben Tagen waren bis Montag 589 neue Fälle in Hamburg gemeldet worden. 

Update, 5. Oktober, 20.17 Uhr: 48 neue Corona-Infektionen in MV

Rostock/Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Freitagnachmittag 48 neue Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf 1295, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 15 Fälle wurden aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gemeldet, jeweils zehn aus der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald. In den übrigen Landkreisen und der Landeshauptstadt Schwerin kamen zwischen einem und fünf Fällen hinzu.

In MV werden am Wochenende keine Corona-Zahlen veröffentlicht, daher ist dieser Wert am Montag verhältnismäßig hoch. 

Bei den letzten Corona-Zahlen am Freitag wurden innerhalb eines Tages 43 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 5. Oktober, 19.56 Uhr: Inzwischen 50 Corona-Infizierte im Kreis Dithmarschen

Heide/Wesselburen – Die Zahl der akuten Corona-Fälle im Kreis Dithmarschen ist auf 50 gestiegen. Am Montag seien sieben hinzugekommen, davon beträfen sechs Fälle in Wesselburen getestete Rumänen, teilte ein Kreissprecher mit. Damit seien inzwischen 14 der insgesamt 215 Tests, die am vergangenen Donnerstag freiwillig von rumänischen Mitbürgern gemacht wurden, positiv ausgefallen. Es lägen aber noch nicht von allen Tests die Laborergebnisse vor. Konkrete Zahlen, wie viele Testergebnisse noch fehlen, nannte der Sprecher nicht.

In der vom Coronavirus stark betroffenen Kleinstadt Wesselburen im Kreis Dithmarschen hatten sich außer den 215 rumänischen Einwohnern auch 94 Schüler und Lehrer der örtlichen Grundschule freiwillig testen lassen. Es habe kein einziges positives Ergebnis gegeben, sagte der Kreissprecher.

In der Kleinstadt Wesselburen leben 3400 Menschen, darunter etwa 500 Rumänen. Viele von ihnen sind in der Landwirtschaft tätig. Es hatte bereits 28 Corona-Fälle in der rumänische Gemeinschaft vor der Massentestung gegeben. Addiert man die 14 neuen Fälle hinzu, gab es bisher 42 Fälle unter den rumänischen Mitbürgern, von denen viele nach Angaben von Bürgermeister Heinz-Werner Bruhs (CDU) als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen leben.

Die Tests für die rumänischen Mitbürger waren von der Kreisverwaltung auf dem Gelände einer Arztpraxis angeboten worden. Parallel wurden Schüler und Lehrer in der Grundschule getestet. Anlass war die Corona-Infektion einer Viertklässlerin gewesen.

Der Inzidenz-Wert auf 100.000 Bewohner gerechnet in den vergangenen sieben Tagen betrug im Kreis Dithmarschen laut Robert Koch-Institut 10,5 Fälle. Er lag damit deutlich unter dem Grenzwert 50, bei dem eine Region als Risikogebiet eingestuft wird.

Update, 5. Oktober, 15.54 Uhr: Vier Berliner Bezirke gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Kiel – Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg jetzt den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. 

Das geht aus einer am Montag im Internet veröffentlichten Mitteilung der Landesregierung in Kiel hervor. Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet. Zudem sind im Norden die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete ausgewiesen.

Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests vorweisen müssen. Einer der beiden Tests darf frühestens fünf Tage nach der Einreise in Schleswig-Holstein gemacht werden. 

Erst wenn die negativen Ergebnisse für beide Tests vorliegen, darf die Quarantäne verlassen werden. Als Grundlage für die Einstufung als ein Risikogebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Dieser Wert darf nicht höher als 50 sein.

Update, 5. Oktober, 15.27 Uhr: Obergrenzen für private Treffen in Niedersachsen

Hannover - Zum ersten Mal im Laufe der Corona-Pandemie will Niedersachsens Landesregierung auch private Treffen in den eigenen vier Wänden beschränken. 

Je nach Infektionsgeschehen können die Obergrenzen dabei regional unterschiedlich ausfallen. Folgende Richtwerte zur sogenannten Corona-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) sieht der derzeit in der Abstimmung befindliche Entwurf vor:

0 bis 35 Neuinfektionen: Drinnen dürfen sich in privaten Räumlichkeiten bis zu 25 Menschen treffen, draußen auf privatem Gelände bis zu 50. 35 bis 50 Neuinfektionen: Egal, ob drinnen oder draußen, dürfen sich nur noch bis zu 25 Menschen auf privatem Grund treffen. Mehr als 50 Neuinfektionen: Egal, ob drinnen oder draußen, dürfen sich nur noch bis zu zehn Menschen auf privatem Grund treffen.

Anders sieht es in öffentlichen Räumen aus, etwa in der Gastronomie. Dort sollen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt werden. Diese Obergrenze könnte den Richtwerten für die Neuinfektionen entsprechend zunächst auf 50 und dann auf 25 Gäste gesenkt werden. 

In allen Szenarien gelten zudem die Vorgaben zum Abstandhalten und Masketragen.

Update, 5. Oktober, 15.20 Uhr: Hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen: Mediziner mahnt zur Vorsicht

Der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger ruft die Menschen zur Vorsicht auf. (Archivfoto)
Der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger ruft die Menschen zur Vorsicht auf. (Archivfoto)

Rostock/Schwerin - Angesichts der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in der vergangenen Woche in Mecklenburg-Vorpommern hat der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger die Menschen zur Vorsicht aufgerufen.

"Familienfeiern sollten auf den engsten Familienkreis begrenzt bleiben", sagte Reisinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Partys sollten möglichst umgangen und auf Reisen in Pandemiegebiete verzichtet werden. 

"Wann immer es möglich ist, sollten Masken getragen werden". Der Mediziner betonte, dass das auch für Aufenthalte im Freien gelte, wenn in Ansammlungen der nötige Abstand nicht gewährleistet ist.

Am vergangenen Freitag waren 43 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Dies war seit März der mit Abstand höchste Wert. Hauptquelle für die Infektionen sind den Erkenntnissen zufolge Familienfeiern. 

"Da wird in der Regel keine Maske getragen und kein Abstand gehalten. Da fühlt sich das Virus wohl und wird übertragen", sagte Reisinger. 

Gleichzeitig kämen auch Menschen als Verbreiter in Betracht, die aus Gebieten im In- und Ausland zurückkommen, in denen das Virus weit verbreitet ist.

Es werde auch gleichzeitig von Fällen berichtet, in denen die Quarantänebedingungen nicht genügend ernstgenommen werden. 

Noch seien in den meisten Fälle die Übertragungswege des Sars-CoV-2-Virus nachzuvollziehen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung, um seine Verbreitung einzudämmen, betonte Reisinger.

Update, 5. Oktober, 12.39 Uhr: 98 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg am Montag um 98 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigen Infektionen erhöhte sich auf 8338, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

Am Sonntag waren 65 Fälle hinzugekommen. Etwa 6800 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Mit 31 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50. Wenn dieser überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Sonntag war der Wert mit 29 angegeben worden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am vergangenen Freitag 40 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen lag bei elf. Am Wochenende werden diese Daten nicht erhoben.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen in Hamburg an Covid-19. Die Zahl blieb am Montag unverändert. Das RKI nannte für Hamburg 273 Tote, einen mehr als am Sonntag.

Update, 5. Oktober, 11.19 Uhr: Corona-Infektionen in Westniedersachsen auf hohem Stand

Hannover - Die Zahl der Coronafälle in Niedersachsen ist auch am Montag gestiegen. Wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte (Stand: 9 Uhr), kletterte die Zahl der laborbestätigten Covid-19-Fälle um 175 auf insgesamt 21234 Infektionen. 

Die meisten Corona-Neuinfektionen hat demzufolge nach wie vor der Landkreis Vechta mit 54,6 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Dort hatten sich Bewohner und Mitarbeiter eines Pflegeheimes angesteckt.

Im Nachbarlandkreis Cloppenburg lag dieser Wert am Montag bei 48,6 Fällen je 100.000 Einwohner; im Nachbarlandkreis Emsland stieg der Wert nach einem Ausbruch in einem Schlachtbetrieb in Sögel auf einen Wert von 42,2 Fälle je 100.000 Einwohner. 

Ob der Kreis Emsland ebenfalls die kritische Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern erreichen werde, sei Spekulation, sagte eine Sprecherin.

Update, 5. Oktober, 11.01 Uhr: Vier Berliner Bezirke gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiet

Kiel - Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen hat Schleswig-Holstein mit Tempelhof-Schöneberg jetzt den vierten Berliner Bezirk als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Das geht aus einer am Montag im Internet veröffentlichten Mitteilung der Landesregierung in Kiel hervor. 

Die Berliner Bezirke Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelten auch weiter als Risikogebiet. Zudem sind im Norden die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - als Risikogebiete ausgewiesen.

Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssen. 

Als Grundlage für die Einstufung als ein solches Gebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Update, 5. Oktober, 8.20 Uhr: Luftfahrt-Zulieferbranche wegen Corona tief in der Krise

Ein Airbus-Techniker arbeitet in einem Rumpfsegment in der Strukturmontage der Airbus A320 Familie in Hangar 245 im Airbus Werk in Finkenwerder.
Ein Airbus-Techniker arbeitet in einem Rumpfsegment in der Strukturmontage der Airbus A320 Familie in Hangar 245 im Airbus Werk in Finkenwerder.

Hamburg - Die coronabedingte Krise der Luftfahrt hat inzwischen voll auf die Zulieferkette durchgeschlagen und wird dort aus Expertensicht noch Opfer fordern. 

In diesem Jahr "rechnen wir im Schnitt mit einem Umsatzrückgang von gut 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr - und dieses unter der Berücksichtigung, dass das erste Quartal noch sehr gut lief", sagte der Geschäftsführer des Branchenverbands Hanse-Aerospace, Sebastian Corth, der Deutschen Presse-Agentur. 

Besonders hart habe es die Personal- und Ingenieursdienstleister getroffen, deren Geschäft teils fast vollständig eingebrochen sei. "Alle Unternehmen werden diese Durststrecke natürlich nicht durchhalten können", sagte Corth.

Update, 5. Oktober, 7.50 Uhr: Mehr als 350 Einspruchsverfahren wegen Corona-Bußgeldern eingeleitet

Hamburg - Beim Amtsgericht Hamburg sind bisher mehr als 350 Einspruchsverfahren wegen so genannter Corona-Bußgelder eingeleitet worden. Davon sind in 296 Verfahren Erwachsene betroffen, gegen Jugendliche und Heranwachsende sind etwa 60 Bußgeldverfahren eingegangen (Stand Ende September), wie ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am häufigsten wurde demnach ein nicht-eingehaltener Mindestabstand moniert.

Wird Einspruch gegen ein Bußgeld eingelegt, prüft die Bußgeldstelle laut Gerichtssprecher erneut den Bescheid. Sollte dieser nicht aufgehoben werden, übernimmt demzufolge die Staatsanwaltschaft. Bei einem zulässigen Einspruch wird in der Regel laut Gerichtssprecher ein Termin zur Hauptverhandlung anberaumt.

Die genaue Zahl der bereits erledigten Verfahren konnte auf dpa-Anfrage nicht genannt werden. In vielen Fällen seien aber Einsprüche zurückgenommen worden, hieß es.

Seit März sind in Hamburg laut zuständigem Einwohnerzentralamt Bußgelder in einer Gesamthöhe von knapp einer Millionen Euro für Verstöße gegen die Corona-Eindämmungsverordnung verhängt worden. 

Die Summe von 985.725 Euro stamme aus 10.298 Bußgeldbescheiden mit Stand Mitte September, sagte Sprecher Matthias Krumm der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 5. Oktober, 7.38 Uhr: 24 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein nachgewiesen

Kiel - In Schleswig-Holstein sind 24 neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit bis Sonntagabend auf 4938, wie aus den von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Am Samstag waren 16 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 162.

In Krankenhäusern wurden am Sonntag weiter 14 Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4300 als genesen.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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