Corona-Immun im Mutterleib? Baby kommt mit Covid-19-Antikörpern auf die Welt!

Shanghai - Bilden Babys im Leib der Mutter etwa Corona-Antikörper? Sieht man den Fall um Celine Ng-Chan (31) aus Singapur, verdichten sich die Anzeichen, dass dies tatsächlich so sein könnte!

Tragen Neugeborene etwa bereits Corona-Antikörper in sich, wenn sich ihre Mutter während der Schwangerschaft infiziert hat? (Symbolfoto)
Tragen Neugeborene etwa bereits Corona-Antikörper in sich, wenn sich ihre Mutter während der Schwangerschaft infiziert hat? (Symbolfoto)  © Donal Husni/ZUMA Wire/dpa

Celine Ng-Chan reiste im März mit ihrer Familie nach Europa. Gemeinsam mit ihrer Mutter sowie ihrem Mann und ihrer zweijährigen Tochter verbrachte sie einige Urlaubswochen hier - und steckte sich mit Covid-19 an.

Die gesamte Familie wies Symptome auf. Ihr Mann hatte einen recht schweren Krankheitsverlauf, von dem er sich aber wieder erholte, ihre Mutter musste gar 29 Tage künstlich beatmet werden.

Celine sowie ihre kleine Tochter Aldrina (2) steckten sich ebenfalls an, konnten nach einem milden Krankheitsverlauf das Krankenhaus allerdings nach wenigen Tagen wieder verlassen.

Einen Grund zur Sorge hatte die Mutter allerdings dennoch: Celine war in der zehnten Schwangerschaftswoche.

Welche Auswirkungen die Infektion auf ihr Ungeborenes haben würde, war nicht abzusehen.

Was sich allerdings im Falle der 31-Jährigen abzeichnet: Ihr zweites Kind kam nun vor wenigen Wochen auf die Welt, kerngesund - und ohne, dass es bereits mit dem Coronavirus infiziert war. Was die Ärzte laut der Straits Times mit Bluttests allerdings feststellten: Der neugeborene Aldrin hatte bereits Corona-Antikörper!

Für Doktoren und Forscher eine durchaus interessante Beobachtung.

Celine Ng-Chan machte sich wegen des Übertragungsrisikos zunächst weniger Sorgen

Celine selber machte sich während der Schwangerschaft trotz ihrer Erkrankung zunächst keine größeren Sorgen um das Wohl ihres Ungeborenen. Sie habe kaum Angst gehabt, "dass Aldrin Covid-19 bekommen würde, als ich gelesen hatte, dass das Übertragungsrisiko sehr gering wäre", so Celine.

Weitere Tests ergaben: Während im Blut des Babys Antikörper gefunden wurden, habe man im Blut der Mutter keine mehr finden können. Für die behandelnden Ärzte scheint es also einen direkten Zusammenhang zu geben, der besagt, "dass ich meine Covid-19-Antikörper während meiner Schwangerschaft auf ihn (Aldrin, Anm. d. Red.) übertragen habe", so Celine weiter.

Welche langfristigen Folgen Covid-19-Ansteckungen schließlich auf Schwangere und deren Babys haben, ist jedoch noch nicht abzusehen.

Vereinzelte Stichproben ergeben allerdings schon jetzt, dass auch wenn die Mütter mit schweren Krankheitsverläufen zu kämpfen haben, die Kinder im Mutterleib sich zwar anstecken, jedoch wohl nicht erkranken.

Und wie im Fall des kleinen Aldrin sogar mit Antikörpern auf die Welt kommen.

Titelfoto: Donal Husni/ZUMA Wire/dpa

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