Coronavirus in Bayern: Steigende Zahlen und Polizeieinsätze

München - Das Coronavirus breitet sich in Bayern rasch aus. Das neuartige Virus hat drastische Auswirkungen auf das Leben im Freistaat.

Alle aktuellen News zur Corona-Krise findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++ und speziell für den Freistaat auch im +++ Coronavirus-Bayern-Ticker +++

In München wurden am Samstag 235 neue Corona-Fälle bestätigt (Stand: 28. März, 13.30 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.080 Infektionen gemeldet.

In Bayern sind inzwischen 11.862 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand: 28. März 10 Uhr) auf seiner Homepage mit.

Den Angaben zufolge sind bislang 85 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Update 28. März, 17.07 Uhr: Verstöße gegen Corona-Maßnahmen und Ansteckungsdrohungen

Autos stehen an der Drive-in-Teststation auf der Theresienwiese für Menschen mit Covid-19-Verdacht an. 
Autos stehen an der Drive-in-Teststation auf der Theresienwiese für Menschen mit Covid-19-Verdacht an.   © Felix Hörhager/dpa

Acht Tage nach Inkrafttreten von Ausgangsbeschränkung und Kontaktverbot hält sich nicht jeder an die Maßnahmen gegen das Coronavirus. 

Eine 39-Jährige habe über eBay-Kleinanzeigen weiterhin Termine für Wimpernvolumenbehandlungen angeboten, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Behandlungen führte sie in ihrer Wohnung in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) durch. Gegenüber der Polizei gab sie am Freitagvormittag an, die Regelungen nicht verstanden zu haben.

Einen heimlichen Friseursalon betrieben hat ein 25-Jähriger in einem Schrebergarten in Unterfranken. Vier Kunden warteten laut Polizei am Freitagmittag bei dem provisorischen Salon in Würzburg auf eine neue Frisur.

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Darüber hinaus gab es in Aschaffenburg gleich zwei Fälle von Ansteckungsdrohungen. Ein 27-Jähriger habe einer 39-Jährigen im Streit gegen den Rücken gespuckt, teilte die Polizei mit. 

Bei einem anderen Streit hustete ein Unbekannter einer 67-Jährigen ins Gesicht. Die Frau sei beim Ausweichen gestürzt und habe sich dabei die Hand gebrochen, hieß es weiter.

Update 28. März, 17 Uhr: Münchner Polizei bittet: Haltet Mindestabstand ein

Polizisten laufen durch den Englischen Garten. Um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern sollen die Menschen Abstand voneinander halten.
Polizisten laufen durch den Englischen Garten. Um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern sollen die Menschen Abstand voneinander halten.  © Sven Hoppe/dpa

Die Münchner Polizei hat Spaziergänger am Samstag erneut darauf hingewiesen, den in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. 

Die Parks und Wiesen etwa an der Isar seien am Nachmittag gut besucht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Er appellierte eindringlich, sich nicht mit Freunden oder Bekannten zu treffen - dies sei derzeit nicht erlaubt. Die Polizei war vielerorts mit Einsatzkräften unterwegs, um Verstöße gegen die Auflagen zu ahnden.

Update 28. März, 16.25 Uhr: Corona-Polizeieinsatz im Krankenhaus: Abschied von kranker Ehefrau

Weil er sich von seiner schwer an Covid-19 erkrankten Frau verabschieden wollte, hat ein Mann in Unterfranken für einen Polizeieinsatz gesorgt. 

Der 62-Jährige sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und habe seine Frau in einem Krankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) besuchen wollen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Als ihn das Personal in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und drohte, das Personal mit dem Virus anzustecken. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen. 

Dabei entschuldigte er sich beim gesamten Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

Update 28. März, 15.24 Uhr: Zahl der Coronavirus-Fälle in München steigt

In München wurden am Samstag 235 neue Corona-Fälle bestätigt (Stand: 28. März, 13.30 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.080 Infektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Am Samstag vergangener Woche waren es 164 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 1.042).

Update 28. März, 15.01 Uhr: Landesamt: 11.862 Coronavirus-Fälle und 85 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 11.862 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Den Angaben zufolge sind bislang 85 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Update 28. März, 14.11 Uhr: Weitere Einschränkungen im Zugverkehr in Bayern

Nach der Deutschen Bahn streichen in der Corona-Krise jetzt auch mehrere Privatbahnen Verbindungen in Bayern. Züge würden deswegen ab Montag seltener fahren, teilte die Länderbahn am Samstag mit. Außerdem würden Haltestellen entfallen, hieß es weiter.

Weil immer weniger Menschen mit dem Zug fahren, werden einige Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit - also früh morgens, spät abends und teilweise am Wochenende - gestrichen. Laut der Länderbahn betrifft das den Zug alex Nord, die Oberpfalzbahnen 1 und 3, die Waldbahnen 1 bis 3 und die Berchtesgardener Landbahn. Auch die Takte, in denen die manche Züge tagsüber unter der Woche fahren, werden größer.

Außerdem werde streckenweise der Verkehr von Zügen eingestellt, die eine Grenze überfahren, teilte die Länderbahn mit. Das bedeute Haltausfälle bei dem Zug alex Süd und den Oberpfalzbahnen 2 und 3, hieß es weiter. Auch Passagiere der Oberpfalzbahnen 4 und 5 müssen sich wegen Haltausfällen umstellen. Für bestimmte Abschnitte wird aber ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Am Freitag hatte schon die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bekanntgegeben, dass Meridian- und BOB-Züge ab April vorerst nur noch im Stundentakt und in den Hauptverkehrszeiten fahren. Zugausfälle gebe es auch auf der Strecke der Bayerischen Regiobahn, hieß es weiter.

Update 28. März, 13.42 Uhr: Ministerin: Väter dürfen in Corona-Krise zur Geburt in den Kreißsaal

Betont die Ausnahmeregelung für werdende Väter: Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).
Betont die Ausnahmeregelung für werdende Väter: Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).  © Matthias Balk/dpa

Werdende Väter dürfen auch in der Corona-Krise bei der Geburt ihres Kindes im Krankenhaus dabei sein. 

Darauf hat am Samstag erneut Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hingewiesen. Auch engste Angehörige dürften nicht von Besuchen in den Kliniken nach Geburten ausgeschlossen werden. 

Zuvor hatten vereinzelt Kliniken wegen des Ansteckungsrisikos mit dem neuartigen Coronavirus Väter nicht mehr in die Kreißsäle gelassen. Ansonsten bleibt es laut Ministerium aber dabei: Besuche in Krankenhäusern sind derzeit verboten.

"Die Geburt eines Kindes ist ein außergewöhnliches Ereignis. Deshalb haben wir hierfür eine Ausnahme vorgesehen", sagte Huml. Die Hygiene-Abteilung eines Krankenhauses muss allerdings festzulegen, welche Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu treffen sind. 

"Dazu zählen insbesondere das Tragen von Schutzkleidung und zeitliche Vorgaben für den Besuch", hieß es in der Mitteilung. "Außerdem muss der Gesundheitszustand des Besuchers überprüft werden." Es dürfe kein Hinweis auf einen Infekt der Atemwege vorliegen.

Update 28. März, 13.36 Uhr: Aiwanger stellt sich hinter Söder: "Maßnahmen waren richtig"

In der Debatte über die massiven Beschränkungen in der Corona-Krise hat sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hinter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestellt. "Es waren die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben uns da immer eng abgestimmt, und wir würden aus jetziger Sicht alles so wieder machen", sagte Aiwanger.

Söder selbst warnte bereits vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der Auflagen. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen", sagte er.

Die komplette Meldung findest du >>> hier.

Update 28. März, 13.19 Uhr: Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

Polizisten reden im Englischen Garten mit einer Gruppe Jugendlicher. (Symbolbild) 
Polizisten reden im Englischen Garten mit einer Gruppe Jugendlicher. (Symbolbild)   © Matthias Balk/dpa

In den 24 Stunden von Freitag auf Samstag (jeweils ab 6 Uhr) kam es im Einsatzgebiet der Münchner Polizei zu mehreren Kontrollen und Einsätzen im Zusammenhang mit der aktuellen Allgemeinverfügung.

Mehr als 6000 Kontrollen wurden  in dieser Zeit durchgeführt. 251 Verstöße musste angezeigt werden, allein 228 davon betrafen die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkung.

Als Beispiel über die Tragweite der Verordnung sei ein Fall in Englschalking aufgeführt. Dort ergab die Überprüfung einer Wohnung, dass sich neben dem 31-jährigen Wohnungsinhaber noch dessen 27-jährige Freundin und ein 27- Jähriger aufhielten. Letzterer hatte jedoch kein berechtigtes Interesse für seine Anwesenheit. 

In diesem Fall ging es jedoch noch weiter, der 31-Jährige ging die beiden eingesetzten Beamten unvermittelt körperlich an, da er mit der Maßnahme nicht einverstanden war. Durch diesen Widerstand wurde ein Polizist derart an der Hand verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war. 

Den 31-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und den 27-Jährigen wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update 28. März, 12.17 Uhr: Betriebswirtschaftler rechnet wegen Corona mit Trend zum Regionalen

Lokale Unternehmen könnten von der globalen Krise profitieren. (Symbolbild)
Lokale Unternehmen könnten von der globalen Krise profitieren. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung eines Wissenschaftlers von der Technischen Universität München die Verbraucher stärker an regionale Händler binden. 

"Mittelfristig ist davon auszugehen, dass diese globale Krise ein stärkeres Rückbesinnen auf regionale Angebote bewirken wird", sagte Betriebswirtschaftler Alexander Hübner der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Davon werden vor allem die kleinen lokalen Betriebe profitieren."

In der Corona-Krise seien kleine Unternehmen besonders wichtig. "Zur Risikominimierung von flächendeckenden Produktions- und Versorgungsengpässen, etwa weil sich komplette Betriebe in Quarantäne befinden, ist es wichtig, die Versorgung auf viele Schultern zu verteilen." 

Nach Hübners Worten müssen sich Verbraucher um die Grundversorgung durch den Einzelhandel keine Sorgen machen, Hamsterkäufe seien unnötig. "Erstens gehören die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel zu den systemrelevanten Bereichen, die selbst bei weiteren Einschränkungen aufrechterhalten bleiben." 

Zudem hätten Händler auch in der Vergangenheit schon gezeigt, "wie sie komplette Lagerausfälle - etwa bei Streik - auffangen können".

Update 28. März, 11.47 Uhr: Kritik aus Bayern: EU-Kommissionschefin wehrt sich gegen Söder

Weißt die Söder-Kritik von sich: Ursula von der Leyen. (Archiv)
Weißt die Söder-Kritik von sich: Ursula von der Leyen. (Archiv)  © Giannis Papanikos/AP/dpa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wehrt sich gegen Kritik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder an ihrer Amtsführung in der Corona-Krise. 

Sie erhalte von den EU-Staats- und Regierungschefs viel Anerkennung, sowohl für ihr Grenzmanagement in Europa als auch für die rasche Ermöglichung milliardenschwerer Staatshilfen, sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

"Das kommt übrigens vielen Unternehmen in Bayern auch zugute", betonte die CDU-Politikerin. 

"Das Vertrauen der Mitgliedsstaaten ist da. Deswegen wurde die Kommission vom Rat mit der Exit-Strategie und dem Wiederaufbauplan betraut. Das spricht für sich."

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Update 28. März, 11.22 Uhr: Handelsverband wünscht sich in Corona-Krise Steuererlass

Obwohl die Umsätze der Einzelhändler in der Corona-Krise massiv eingebrochen sind, hat der Handelsverband Bayern für die drastischen Maßnahmen der Politik Verständnis. "Wir stehen als Einzelhandelsverband voll und ganz hinter den Entscheidungen", sagte Verbandspräsident Ernst Läuger. 

Allerdings: "Wenn der Staat das öffentliche und wirtschaftliche Leben einschränkt, ist er auch dafür verantwortlich, diese Schäden zu begrenzen."

Der vollständige Bericht hierzu ist >>> hier zu finden. 

Update 28. März, 9.09 Uhr: Schon 360.000 Hilfsanträge von Kleinunternehmern

Firmen in Deutschland, vor allem aus Bayern, beantragen in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise. Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die "Bild" unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden.

Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen. 

In Brandenburg wurden 2,5 Millionen Euro bewilligt, in Berlin gingen Anträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein. Niedersachsen habe am Freitag eine Millionen Euro ausgezahlt.

Update 28. März, 8.01 Uhr: Rechtsberatung bei Ausgangsbeschränkung nur in dringenden Fällen

Polizei und Ordnungsamt sollen einem die Entscheidung nicht abnehmen. (Symbolbild)
Polizei und Ordnungsamt sollen einem die Entscheidung nicht abnehmen. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Wer dringend einen Notar oder einen Anwalt braucht, kann trotz Ausgangsbeschränkungen das Haus verlassen. Dies gelte allerdings nur für Termine, die nicht verschoben werden können. 

"Nicht jeder Besuch einer Anwaltskanzlei oder eines Notars stellt einen triftigen Grund dar", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München.

Ulrich Schellenberg, ehemaliger Präsident des Deutschen Anwaltvereins, kritisiert die schwammige Formulierung in der bayerischen Rechtsverordnung. Er warnte davor, dass im Zweifel Polizei oder Ordnungsamt entscheiden, ob die Beratung bei einem Anwalt wirklich notwendig ist. 

Das sei mit dem Rechtsstaatsprinzip nicht vereinbar, betonte der Jurist. "Es darf nicht Aufgabe des Staates sein, selber entscheiden zu wollen, wann man zum Anwalt darf und wann nicht." 

Bayern habe dies als einziges Bundesland nicht eindeutig geregelt. "Das muss nachgebessert werden", forderte Schellenberg.

Den ausführlichen Bericht findest du >>> hier.

Update 28. März, 7.35 Uhr: Team-Plattformanbieter: Corona verändert Arbeitswelt nachhaltig

Der Boom des Homeoffices durch die Corona-Krise beschert den Anbietern von Teamarbeit-Lösungen deutlichen Rückenwind. Digitales Arbeiten zuhause werde dadurch dauerhaft einen großen Schub bekommen, sagt Slack-Deutschlandchef Oliver Blüher. "Die Menschen erleben jetzt Möglichkeiten, die sie später weiter haben wollen."

Auch Microsofts Deutschland-Chefin Sabine Bendiek spricht von einem kollektiven Lernprozess, der die Berufswelt verändere. "Ich gehe davon aus, dass diese Veränderungen anhalten werden. Flexibles Arbeiten von zuhause wird zunehmend so alltäglich wie die Nutzung von Smartphone und Laptop."

Viele Anbieter von Web-Videokonferenzen, Messengern und anderer Software für Kommunikation und Teamarbeit erfahren aktuell enorme Nachfrage - im Homeoffice und als Alternative zu Dienstreisen. 

In Team-Plattformen wie Slack oder Microsoft "Teams" können Nutzer zu zweit und in Gruppen chatten, in Themenkanälen zusammenarbeiten, Dateien teilen sowie sich anrufen und per Video konferieren.

Update 28. März, 7.28 Uhr: Coronavirus bringt Hopfenbauern Probleme

Der Einreisestopp für Saisonarbeiter wegen des Coronavirus bereitet den bayerischen Hopfenbauern Sorgen. Aktuell müssten auf den Feldern die Drähte gespannt werden, an denen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken können, sagt Lukas Raith, Geschäftsführer beim Hopfenring in Wolnzach in der Hallertau. 

Die Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen, von wo die Einreise zurzeit nicht möglich sei. 

Ab Ende April würden dann die Hopfenpflanzen an den Drähten befestigt. Dazu reichten die privaten Helfer dann nicht mehr aus. 

Innenminister Herrmann hat vielleicht eine Lösung. Alle Infos im Detail >>> hier.

Update 27. März, 21 Uhr: Rentner spuckt im Supermarkt um sich

Der Supermarkt wurde nach der Attacke evakuiert. 
Der Supermarkt wurde nach der Attacke evakuiert.   © NEWS5 / Knappmeyer

In Bodolz (Landkreis Lindau) spuckte ein 90-jähriger Mann am Freitagabend in einem Supermarkt um sich. 

Polizei, Rettungsdienst und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mussten anrücken, weil der Mann bei seinen Attacken Menschen und Lebensmittel traf.

Kunden des Supermarktes wurden wegen einer möglichen Corona-Ansteckungsgefahr gebeten, sich zügig zur Kasse zu begeben.

Angeblich soll der Rentner in Schals gewickelt gewesen sein und geröchelt haben. Nach seiner Identifikation stellte sich heraus, dass er bisher nicht positiv auf das Coronavirus gestestet wurde. 

Warum der Mann unter anderm in Regale spuckte, ist noch nicht bekannt.

Um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen, wurde der Supermarkt vorübergehen evakuiert. 

Update 27. März, 17.55 Uhr: Debatte über Ende der Corona-Auflagen - Mehring verteidigt Aiwanger

Der Landtagsabgeordnete Fabian Mehring hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (beide Freie Wähler) gegen Kritik wegen dessen Spekulationen über ein Ende der Corona-Auflagen in Schutz genommen. 

Die aktuellen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise seien richtig und wichtig, man arbeite aber selbstverständlich mit Hochdruck an einer Exit-Strategie, betonte Mehring am Freitag. "Wer diese Krise meistern will, braucht dringend einen Plan dafür, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Auflagen man den Menschen in Bayern auf geordnete Weise ihren Alltag zurückgibt." Darüber nachzudenken sei in diesen Tagen nicht nur kein Fehler, sondern eine ganz wesentliche Aufgabe verantwortungsvoller Politik.

Aiwanger hatte am Mittwoch gesagt, natürlich müsse man den Ausstieg "schon im Auge behalten". Schon beim Einstieg habe man gesagt, dass man die Situation nicht monatelang durchhalte. "Meine Einschätzung ist: Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben."

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte anschließend vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der wegen der Corona-Krise geltenden Beschränkungen und Auflagen gewarnt. 

"Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen", sagte Söder am Donnerstagabend.

Update 27. März, 17.53 Uhr: Bayerns Sport erwartet Hunderte Millionen Euro an Corona-Schäden

Der bayerische Sport erwartet wegen der Folgen der Corona-Krise Hunderte Millionen Euro Schaden. Über ein Online-Meldesystem können sich seit der vorigen Woche Vereine und Verbände mit den zu erwartenden Einbußen melden. 

Bis Freitag gingen dabei beim Bayerischen Landes-Sportverband rund 1000 Einträge ein, "Tendenz stark ansteigend", wie der BLSV bekanntgab. "Aufgrund der ersten Erkenntnisse geht der BLSV schon jetzt von einem geschätzten Schaden von insgesamt mehr als 200 Millionen Euro für den organisierten Sport in Bayern aus", hieß es in einer Mitteilung.

Als drängendste Probleme für den Sport wurden die Liga-, Sport- und Trainingsbetriebe, die Sportanlagen und die Kosten für Betreuer und Trainer identifiziert. 

BSLV-Präsident Jörg Ammon forderte Unterstützung von der Politik: "Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln, gerade in dieser schwierigen Zeit benötigen wir schnellstmöglich staatliche Unterstützung in Form eines finanziellen Hilfspaketes, um die Existenz unserer Sportvereine und Sportfachverbände zu sichern."

Update 27. März, 17.50 Uhr: Zwölfter Bewohner in Würzburger Heim stirbt nach Corona-Infektion

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem neuen Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. 

Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, starben damit bislang zwölf Bewohner an Covid-19. Viele davon waren über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Details zu dem neuerliches Todesfall wurden nicht bekanntgegeben. Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern. 

Inzwischen sind nach Angaben der Stadt alle zumeist hochbetagten Bewohner sowie alle Mitarbeiter der Einrichtung auf das Coronavirus getestet worden, davon 44 Bewohner und 32 Mitarbeiter positiv. Alle drei Tage sollen die Tests wiederholt werden.

In einem Zelt liegt vor einem Auto in einer Laborschale ein Abstrichröhrchen.
In einem Zelt liegt vor einem Auto in einer Laborschale ein Abstrichröhrchen.  © Stefan Puchner/dpa

Update 27. März, 17.40 Uhr: DLR rüstet 3D-Drucker für Herstellung von Schutzmasken um

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rüstet seine 3D-Drucker für die Corona-Krise: Wo normalerweise Modelle für die Luft- und Raumfahrtforschung hergestellt würden, könne nun medizinische Schutzausrüstung gefertigt werden, teilte das DLR am Freitag mit. 

Dafür sei erfolgreich die Umstellung von 3D-Druckern getestet worden. Es gehe um Schutzmasken und Ventile für Beatmungsgeräte. Anlass der Prüfung sei eine Anfrage der Europäischen Kommission zur Unterstützung bei der Herstellung dringend benötigter medizinischer Geräte gewesen.

"Obwohl konkrete Herstellungsdaten fehlten, waren wir in der Lage, die Teile selbst zu entwerfen und den Druck damit umzusetzen", sagte DLR-Sprecher Andreas Schütz. Momentan würden die 3D-Druckerkapazitäten im DLR an allen Standorten bundesweit erfasst. "Wir gehen aktuell von 50 Geräten aus, die wir im DLR zum Einsatz bringen können."

Die leistungsfähigsten Geräte könnten bis zu 10 Schutzmasken oder 15 Ventile für Beatmungsgeräte pro Tag herstellen. Durch eine Vernetzung der Institute und Einrichtungen sei es möglich, größere Mengen zu produzieren. "Wir tun alles, was wir können." 

Die Zertifizierung und Zulassung der vom DLR produzierten Produkte für den medizinischen Gebrauch sei nun in Arbeit. Sobald diese vorlägen, könne die Produktion starten.

Update 27. März, 17.35 Uhr: Ski-Verband verschiebt Kongress - WM-Vergabe und Garmisch betroffen

Der Ski-Weltverband Fis hat wegen der Corona-Krise seinen für Mai geplanten Kongress in Thailand und damit auch die Wahl des Ausrichterorts für die alpine WM 2025 verschoben. Für die Weltmeisterschaft in knapp fünf Jahren bewirbt sich Garmisch-Partenkirchen. 

Wann der Kongress, auf dem zudem ein neuer Fis-Präsident gewählt wird, nachgeholt wird, war offen. Als Ziel für einen neuen Termin wurde am Freitag der Herbst dieses Jahres genannt.

Der oberbayerische Ski-Traditionsort muss also noch länger warten, ob er den Zuschlag für die Titelkämpfe 2025 erhält. Neben Garmisch gehen noch das favorisierte Saalbach-Hinterglemm in Österreich und Crans-Montana in der Schweiz in das Rennen um die WM-Austragung.

Neben der alpinen WM muss auch die nordische WM im selben Jahr vergeben werden; Trondheim in Norwegen ist der einzige Bewerber. Darüber hinaus gilt es, einen Nachfolger für Gian Franco Kasper (76) aus der Schweiz zu finden, der nach 22 Jahren als Präsident nicht mehr für eine weitere Amtszeit antritt. Als Kandidaten gelten der Brite Johan Eliasch als Chef des Sportartikelherstellers Head, der Schweizer Verbandschef Urs Lehmann und Fis-Generalsekretärin Sarah Lewis. 

Weil die Anwärter ihre Kandidatur bis spätestens 30 Tage vor der Wahl anmelden müssen, ist die Frist dafür ebenfalls noch offen.

Update 27. März, 17.30 Uhr: Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf unbestimmte Zeit verlegt

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele des Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und des 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verlegt. 

Die Partien waren ursprünglich am 21. und 22. April geplant. Für die Vereine sei aufgrund der Coronavirus-Pandemie derzeit aber weder eine Planungssicherheit gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich, teilte der DFB am Freitag mit.

"Gemäß der aktuellen Verfügungslage ist der Spielbetrieb untersagt und ein Trainingsbetrieb nur sehr eingeschränkt möglich. Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen", begründete der DFB die Verschiebung.

Update 27. März, 16.50 Uhr: Bayerns Martinez hilft Rotem Kreuz bei Einkaufstour in Corona-Krise

In der Corona-Krise sollen alte oder gesundheitlich angeschlagene Menschen ihr Haus nicht verlassen, Einkäufe werden ihnen oft geliefert. In Grünwald bei München bekamen Helfer des Roten Kreuzes bei ihrer Tour am Donnerstag Unterstützung von Fußball-Star Javi Martinez vom FC Bayern. 

Bei Instagram zeigte die Rot-Kreuz-Bereitschaft Grünwald zwei Bilder, auf denen der spanische Welt- und Europameister im blauen Jogginganzug sowie mit Handschuhen und Mundschutz zu sehen ist, im Arm einen Einkaufskorb.

"Wir danken an dieser Stelle ganz besonders @javi8martinez für den Support gestern bei unserer Einkaufstour in Grünwald. Es hat uns echt megaviel Spaß mit dir zusammen gemacht", hieß es am Freitag. "Wir freuen uns schon, wenn wir dich wieder im Rahmen unseres regelmäßigen Sanitätsdienstes in der Allianz Arena in Action sehen können."

Der Rekordmeister Bayern München hat sein gemeinschaftliches Training aktuell ausgesetzt, die Spieler soll sich zuhause fit halten. 

Um in der Corona-Krise zu helfen, spendeten viele Bayern-Fußballer bereits große Summen und verzichteten auf Teile ihres Gehaltes.

Update 27. März, 16.33 Uhr: Zverev, Schröder und Neureuther unterstützen #WeKickCorona

Die Hilfsaktion #WeKickCorona der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich wächst weiter. Die Spendensumme ist laut Mitteilung vom Freitag auf mehr als 3,5 Millionen Euro angewachsen. 

Neu im Unterstützerkreis sind unter anderen Tennis-Star Alexander Zverev, Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder, Ski-Ass Felix Neureuther und als neuer Mann außerhalb des Sports DJ Felix Jaehn. Insgesamt gibt es 2000 Einzelspender.

Goretzka und Kimmich hatten wegen der Coronavirus-Krise die Initiative gestartet und selbst den Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Bereits nach einem Wochenende hatten sich viele Fußballprofis und weitere Privatspender den Bayern-Stars angeschlossen und insgesamt mehr als drei Millionen Euro an karitative Vereine und deren soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gespendet. 

"Auf dem Platz können wir jeden schlagen. Aber Corona schlagen wir nur gemeinsam!", betitelte Goretzka die Aktion.

Update 27. März, 16.30 Uhr: Präsident der Bayerischen Landesärztekammer mit Warnung

Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer warnt davor, die geltenden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr zu beachten. Es sei wichtig, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, sagte Gerald Quitterer dem Radiosender "B5 aktuell" im "Interview der Woche".

Auch in Deutschland könnte sich die Lage demnach weiter zuspitzen. Dann müssten Ärzte entscheiden, wer beispielsweise einen Beatmungsplatz im Krankenhaus bekomme. Gleichzeitig warnte der Ärztekammerpräsident im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor zu großer Angst. Die überwiegende Mehrheit der Infizierten habe nur schwache oder gar keine Symptome.

Update 27. März, 16.22 Uhr: TSV 1860 München von Corona-Krise hart getroffen

Nicht nur die Kickers aus Würzburg suchen nach Lösungen. Viele Fußballvereine trifft die durch das Coronavirus ausgelöste Krise in Deutschland hart, gerade abseits der höchsten Spielklasse. So auch den TSV 1860 München. 

Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel wird zum "Überlebenskampf" deutlich. Den ganzen Artikel gibt es >>> hier.

Passanten halten sich am Ufer der Isar auf, während eine Trambahn über die Reichenbachbrücke in München fährt.
Passanten halten sich am Ufer der Isar auf, während eine Trambahn über die Reichenbachbrücke in München fährt.  © Peter Kneffel/dpa

Update 27. März, 16.18 Uhr: Kompletter Kader der Würzburger Kickers in Kurzarbeit

Auch die Fußballer der Würzburger Kickers gehen in Kurzarbeit. Nach den Mitarbeitern bei den Nachwuchsteams und in der Geschäftsstelle stimmten auch die Drittliga-Profis den Maßnahmen geschlossen zu. "Dies ist ein ganz starkes Ausrufezeichen unserer Mannschaft sowie des gesamten Trainer- und Betreuerstabs, das hier gesetzt wurde", sagte Vereinschef Daniel Sauer am Freitag. In dieser Woche hatte er mit Beratern und Anwälten den Schritt diskutiert.

Mannschaftskapitän Sebastian Schuppan sagte, es war klar, "dass wir hier als Mannschaft geschlossen ein Zeichen setzen wollen. In solch einer Situation zeigt sich, ob den Worten auch Taten folgen. Wir als Mannschaft haben hier ein ganz klares Statement gesetzt".

Bei Kurzarbeit übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Bundesweit gibt es bereits einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise.

Update 27. März, 16.13 Uhr: Fränkische Dorfrocker singen für Helfer in der Corona-Krise

Eine Hymne für die Helfer in der Corona-Krise entwickelt sich zum viralen Hit. Das Musikvideo "Stille Helden" der fränkischen Band Dorfrocker hat auf Facebook und Youtube am Freitag insgesamt mehr als eine Million Aufrufe gehabt. "Wir haben das Lied für die Helfer des Alltags geschrieben, die so oft vergessen werden", erzählte Bassist Markus Thomann. "Dass das jetzt in kurzer Zeit so einschlägt, ist für uns der Wahnsinn."

Das Video beginnt mit der Aufnahme einer Frau mit Mundschutz, Handschuhen und OP-Kleidung. "Sie zählen nicht die Stunden, schauen nicht auf ihre Uhr", fängt die Schlagerband an zu singen. "Was sie täglich leisten, wissen sie alleine nur." Bilder aus dem eigenen Studio wechseln sich ab mit Aufnahmen von Helfern wie einem Verkäufer, der die Supermarktregale wieder auffüllt.

Den Song produzierten die drei Brüder Philipp, Tobias und Markus Thomann mit dem Duo SchoKKverliebt zuhause. Wenn sie wieder auftreten können, wollen sie unter allen Helfern ein Konzert verlosen. "Wenn die stillen Helden wieder in Vergessenheit geraten, werden wir für sie singen." Die Band war nach eigenen Angaben für den Musikpreis "Echo" nominiert, drei Alben schafften es in die Top 10 der deutschen Album-Charts.

Update 27. März, 16.10 Uhr: Spritztour von fünf Betrunkenen mit Folgen

Betrunken und in einem Auto zusammengepfercht - so hat die Polizei in Augsburg fünf Männer aus dem Verkehr gezogen, die trotz der in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen unterwegs waren. Die Männer im Alter zwischen 27 und 43 Jahren waren nach Polizeiangaben vom Freitag am Vorabend zu einer Spritztour aufgebrochen. 

Im Auto fanden die Beamten 15 leere Bierflaschen. Weil die Männer gegen die für Bayern festgelegten Auflagen verstießen, erwartet sie alle ein Ermittlungsverfahren. Der 38 Jahre alte Fahrer erhielt außerdem eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer und musste seinen Führerschein abgeben.

Update 27. März, 16.02 Uhr: Verstoß gegen Corona-Auflagen kann teuer werden

Bei einem Verstoß gegen die in Bayern wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht schon im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5000 Euro. 

Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat. 

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Wer sich im Freistaat Bayern nicht an die Regeln hält, der muss mitunter tief in die Tasche greifen. (Symbolbild)
Wer sich im Freistaat Bayern nicht an die Regeln hält, der muss mitunter tief in die Tasche greifen. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Update 27. März, 15.58 Uhr: Bayreuther Basketball-Funktionär kritisiert BBL

Der Bayreuther Basketball-Funktionär Carl Steiner hat die Liga-Führung für ihre Entscheidung, den Spielbetrieb bis zum 30. April auszusetzen und die Saison noch nicht abzubrechen, heftig kritisiert. 

"Ein ganzer Sack voller Clubs hat Spieler heimgeschickt, weil sie sich das nicht leisten konnten. Wenn da wirklich noch mal gespielt werden sollte, wäre das eine Farce", sagte der Alleingesellschafter der Spielbetriebsgesellschaft von medi Bayreuth in einem Interview des "Nordbayerischen Kuriers". "Da spielen Jugend- und Drittligaspieler mit Profis eine Meisterschaft aus, die irgendwann mal stattgefunden hat."

Steiner warf der BBL-Spitze um Geschäftsführer Stefan Holz mit Blick auf die zurück in die Heimat geschickten US-Profis "Augenwischerei" vor. "Da holt man also Spieler zurück, die erst mal 14 Tage in Quarantäne müssen und völlig außer Form sind." Eine Fortsetzung der Saison sei völlig unrealistisch.

Die Liga und die 17 Clubs hatten am Mittwoch entschieden, die seit 12. März andauernde Pause des Spielbetriebs noch einmal bis Ende April zu verlängern. Ziel ist es, die Saison doch noch irgendwie zu Ende zu spielen.

Steiner kritisierte, dass am Ende den Topclubs gefolgt worden sei. "Im Vorfeld der Tagung hatte sich eine Mehrheit dafür abgezeichnet, die Saison vorzeitig zu beenden. Das wurde jedoch umgedreht und die Teilnehmer eingeschworen auf die Linie der führenden Clubs, allen voran Bayern München", sagte Steiner, der bei der Abstimmung gegen eine Saisonfortsetzung votiert hatte.

Update 27. März, 15.49 Uhr: Fitnessstudio trotz Ausgangsbeschränkung geöffnet! Polizei rückt an

Der Betreiber eines Fitnessstudios in Regensburg hat sich eine Anzeige eingehandelt, weil dieses trotz der Ausgangsbeschränkung geöffnet hatte. Nach Polizeiangaben vom Freitag hatte er die Fenster abgedunkelt, so dass von außen der laufende Betrieb nicht erkennbar war. 

Jedoch sahen Zeugen am Donnerstagabend, wie Menschen in Sportkleidung das Studio betraten und verließen. Die Zeugen riefen die Polizei, die dem Betreiber und fünf Kunden Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit erteilten.

Update 27. März, 15.33 Uhr: Neue Fallzahlen für München

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden Stand 13.30 Uhr am Freitag insgesamt 158 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. 

Damit sind in München aktuell insgesamt 1.845 Infektionen gemeldet. In diesen Fallzahlen sind vier Personen eingeschlossen, die bereits geheilt sind, sowie darüber hinaus auch die drei bislang bestätigten Todesfälle.

In der bayerischen Landeshauptstadt wurden 158 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. (Symbolbild)
In der bayerischen Landeshauptstadt wurden 158 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 27. März, 15.15 Uhr: Reinstwasser für Desinfektionsmittel vom Forschungsreaktor Garching

Am Forschungsreaktor FRM II in Garching wird derzeit steriles Wasser für Desinfektionsmittel produziert. Für die Herstellung werde neben 97-prozentigem Alkohol zu einem Drittel sogenanntes Reinstwasser benötigt, sagte die Sprecherin für den FRM II, Anke Görg, am Freitag. Das fertige Mittel zur Flächendesinfektion habe dann einen Alkoholgehalt von 70 Prozent.

Zunächst seien 800 Liter Reinstwasser an eine Apotheke in Moosburg an der Isar geliefert worden, die mit der Desinfektion das Klinikum in Freising versorgte. Es könnten aber auch andere Hersteller von Desinfektionsmitteln beliefert werden. "Wir könnten mehr produzieren und mehr liefern", sagte Görg.

Das Reinstwasser stamme von einer Vollentsalzungsanlage des FRM II und werde normalerweise für verschiedene Anwendungen im Betrieb benötigt. Da der FRM II derzeit gewartet werde und deshalb nicht laufe, sei das Wasser verfügbar. Die routinemäßig alle 60 Tage nötige Wartung sei vorgezogen worden, da die Forschung an dem zur Technischen Universität München (TUM) gehörigen Reaktor wegen der Corona-Pandemie weitgehend stillstehe.

Zugleich gebe es nach dem Wiederanfahren des Reaktors Anfang Mai Sondernutzungsmöglichkeiten. "Ohne bürokratischen Aufwand bekommen Wissenschaftler einen raschen Zugang für Forschung mit Neutronenbezug über das Coronavirus." Mit verschiedenen Neutronenexperimenten könne das Virus näher erforscht werden.

Update 27. März, 15.12 Uhr: Flughafen München im Corona-Krisenmodus

Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den Verkehr auf dem Flughafen München völlig einbrechen lassen. In dieser Woche erreiche die Zahl der Starts und Landungen "nicht einmal mehr zehn Prozent des Vorjahresniveaus - das Passagieraufkommen liegt bei rund fünf Prozent", teilte der zweitgrößte Airport Deutschlands am Freitag mit. 

Dort parkten die Fluggesellschaften mehr als 100 Flugzeuge. Für Rückkehrer nach Deutschland und für wichtige Frachtgüter werde der Betrieb aufrechterhalten.

"Wir erleben eine in dieser Größenordnung nie da gewesene Krise des weltweiten Luftverkehrs, und ein Ende ist nicht absehbar", sagte Flughafenchef Jost Lammers. Um die bevorstehende längere Durststrecke zu überstehen, spare der Flughafen bei Personal- und Sachkosten. Ganze Bereiche seien geschlossen. Investitionen seien zurückgestellt.

"Die Auswirkungen der Corona-Krise sind massiver als die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 oder der weltweiten Finanzkrise von 2008", sagte Lammers. "Deshalb wird es diesmal möglicherweise deutlich länger dauern, bis die Nachfrage wieder auf dem früheren Niveau ist und auch strukturelle Veränderungen im Luftverkehr sind nicht auszuschließen." Langfristig sei er jedoch zuversichtlich für die Branche und für den Flughafen: "Dass der globale Mobilitätsbedarf auf mittlere Sicht steigen und der Luftverkehr deshalb wieder zunehmen wird, steht für mich aber außer Frage."

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Starts und Landungen auf 417.000 gestiegen, das Passagieraufkommen um vier Prozent auf 47,9 Millionen gewachsen. Der Konzernumsatz stieg auf 1,6 Milliarden, der Gewinn nach Steuern auf 175 Millionen Euro. Finanzchef Thomas Weyer sagte, dieses Rekordergebnis helfe, die Folgen der Pandemie zu überstehen: "Wir profitieren jetzt von der Substanz, die wir durch den erfolgreichen Betrieb unseres Flughafens geschaffen haben."

Update 27. März, 14.50 Uhr: Joachim Herrmann plädiert für Asylbewerber als Erntehelfer

Um den Landwirten in der Corona-Krise zu helfen, hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Ausländerbehörden aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen. 

Damit reagierte er auf Hilfsappelle aus der Landwirtschaft. Dort fehlen angesichts der Corona-Krise Hunderte osteuropäische Erntehelfer. Diese können wegen der geschlossenen Grenzen nicht einreisen. "Mit dieser Sorge dürfen wir unsere Landwirte nicht alleine lassen", sagte Herrmann laut Mitteilung vom Freitag. Die Gewinnung von Erntehelfern stehe im öffentlichen Interesse.

Würde es Asylbewerbern ermöglicht, in der Landwirtschaft zu arbeiten, profitierten beide Seiten: "Unsere Landwirte bekommen ihre Ernte von den Feldern. Das hilft, die Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Und Asylbewerber haben die Chance auf einen Job und ein Stück weit finanzielle Selbstständigkeit", sagte Herrmann. 

Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) ergänzte: "In der gegenwärtigen Krisensituation können Bayerns landwirtschaftliche Betriebe jede tatkräftige Unterstützung gebrauchen."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann plädiert für Asylbewerber als Erntehelfer. (Symbolbild)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann plädiert für Asylbewerber als Erntehelfer. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Update 27. März, 14.20 Uhr: Spieler haben laut VDV-Vizepräsident Ramelow Existenzängste

Die Coronavirus-Krise sorgt für Fußballer unterhalb der beiden Bundesligen für große Unsicherheit und Sorge. Das sagte Ex-Profi Carsten Ramelow als Vizepräsident der Spielergewerkschaft VDV der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Anders als hoch bezahlte Profis seien viele Dritt- und Viertligaakteure "finanziell nicht so gut aufgestellt. Manche von ihnen verdienen vielleicht 2000 oder 2500 Euro brutto im Monat. Diese Spieler haben Existenzängste und machen sich Gedanken, wie es weitergeht und was Kurzarbeit für sie bedeuten würde." Einige Vereine haben bereits Kurzarbeit angemeldet.

Der 46-jährige Ramelow berichtete, dass die Nachfragen von Spielern beim VDV wegen der Folgen der Pandemie und der Fußball-Zwangspause zugenommen haben. Die Stimmung sei "sehr angespannt, wie überall".

Um die Saison und hohe Zahlungen aus den TV-Verträgen noch zu retten, erwägen die deutschen Ligen Partien ohne Zuschauer, bei denen eine Infektionsgefahr kleiner ist als bei vollen Rängen. Diese Pläne befürwortet nach Einschätzung von Ramelow das Gros der Spieler. "Mein Eindruck ist, dass der Großteil die Saison zu Ende bringen will – auch mit Geisterspielen", sagte der frühere Leverkusener Bundesligaprofi, Nationalspieler und Vize-Weltmeister von 2002.

Der VDV hat nach eigenen Angaben mehr als 1400 Mitglieder.

Update 27. März, 14.10 Uhr: Abschlussprüfungen von über 30.000 Lehrlingen verschoben

Wegen der Corona-Krise können mehr als 30.000 Azubis in Bayern vorerst ihre Abschlussprüfungen nicht absolvieren. Die für dieses Frühjahr vorgesehenen Termine sind deutschlandweit abgesagt, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Freitag mitteilte. 

Allein in Oberbayern betrifft das 11.000 Azubis, die Nachholtermine sind nach Angaben der IHK München und Oberbayern für Mitte Juni geplant.

Im Frühjahr 2019 hatten 37.000 junge Leute ihre Ausbildung abgeschlossen, in diesem Jahr wird eine ähnliche Größenordnung erwartet. Die Industrie- und Handelskammern sind zuständig sowohl für kaufmännische Berufe als auch für mehr als 130 technische Berufe, darunter Industriemechaniker und Mechatroniker.

Die absehbare Folge ist, dass zumindest diejenigen, die von ihren Betrieben nicht übernommen werden oder den Arbeitgeber wechseln wollen, erst später mit Abschlusszeugnis auf Stellensuche gehen können.

Angesichts der gravierenden Auswirkungen der Pandemie auf die bayerische Wirtschaft ist ohnehin mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. In einer am Vortag veröffentlichten Umfrage des BIHK unter 1200 Unternehmen hatte mehr als ein Drittel der Firmen erklärt, dass sie heuer Personal abbauen müssten. 

Es gibt bislang aber keine verlässlichen Daten, inwieweit sich das auf die Arbeitsmarktchancen der Azubis auswirkt.

Update 27. März, 14.43 Uhr: Knödelteig in Corona-Krise für den guten Zweck verteilt

Wohin mit 60.000 Kilogramm Knödelteig? Die Firma Burgis aus Neumarkt in der Oberpfalz hat gegen Spenden Produkte verteilt, die wegen der Corona-Krise nicht an die Gastronomie geliefert werden können. Dafür richtete sie auf ihrem Werksgelände eine Drive-In-Station ein, an der Interessenten mit Auto stoppen konnten. Der Andrang sei enorm gewesen, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Es gab wahlweise Kloßteig und vorgeformte Knödel in verschieden großen Beuteln. Die Abholer waren um freiwillige Spenden gebeten. Manche gaben für einen Beutel 100 oder 200 Euro, sagte die Sprecherin. Das Geld steckten die Autofahrer vom Fenster aus direkt in eine Spendenbox. Burgis-Mitarbeiter packten die Beutel in den Kofferraum, so dass Kontakt vermieden und Abstand eingehalten wurde.

Die Spenden gehen an die Diakonie in Neumarkt in der Oberpfalz. Durch die vorübergehende Schließung der Restaurants und Gaststätten wegen des Coronavirus waren die Lagerräume des Herstellers noch voll mit Ware. Diese hätten sie nicht in die Biogasanlage geben wollen, so die Sprecherin. So sei die Idee mit der Spendenaktion entstanden. Wie viel Geld zusammenkam, war zunächst unklar.

Update 27. März, 14.41 Uhr: Söder wirft von der Leyens Kommission Untätigkeit in Corona-Krise vor

In der dramatischen Corona-Krise wirft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der EU-Kommission Untätigkeit vor und greift die Behörde unter Präsidentin Ursula von der Leyen scharf an. "Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel", sagte der CSU-Chef dem "Spiegel". "Wir erleben gerade eine Entsolidarisierung in Europa, die den Geist der europäischen Idee massiv gefährdet", sagte Söder. 

Einen ausführlichen Bericht zu dieser Söder-Kritik findest du >>> hier.

Keine gute Figur während der Corona-Krise soll die EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen bislang abgegeben haben.
Keine gute Figur während der Corona-Krise soll die EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen bislang abgegeben haben.  © Giannis Papanikos/AP/dpa

Update 27. März, 13.59 Uhr: Einzelne Oberfränkische Kliniken lassen Väter doch in den Kreißsaal

Werdende Väter dürfen in den Regiomed-Kliniken in Oberfranken und Thüringen nun doch bei der Entbindung dabei sein. Sie müssten jedoch Jacke, Schuhe und Handy abgeben. Stattdessen bekämen sie einen Schutzanzug, eine Maske mit Atemventil, eine Schutzbrille, Handschuhe und spezielle OP-Schuhe. Jedoch können weiterhin manche Väter ihr Kind erst nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in die Arme schließen.

Einen ausführlichen Bericht findest du >>> hier.

Update 27. März, 13.27 Uhr: Auch Landtagsausschüsse tagen in Schrumpf-Besetzung oder per Video

Auch die Landtagsausschüsse werden wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres nur in Schrumpf-Besetzung tagen: Die Zahl der Teilnehmer wird wie schon bei den vergangenen beiden Plenarsitzungen auf ein Fünftel reduziert - wobei die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse von allen Fraktionen wechselseitig anerkannt werden.

Zudem können sich Abgeordnete per Video zuschalten lassen. Darauf habe man sich am Freitag im Einvernehmen mit allen Fraktionen verständigt, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Sie betonte: "Demokratie steht niemals still - das gilt natürlich auch für die Ausschüsse."

Was Sitzungen per Video betrifft, so verständigten sich die Fraktionen nach Angaben Aigners darauf, dass jedenfalls die Ausschussvorsitzenden im Landtag vor Ort sein sollen. Wer sich von dem Fünftel der Abgeordneten, die überhaupt noch teilnehmen sollen, lieber per Video zuschalten will, der soll dies tun.

Die dafür nötige Änderung der Geschäftsordnung des Landtags soll kommende Woche im Rechtsausschuss beraten werden. Sie soll unmittelbar nach den Osterferien gelten - noch vor der nötigen formalen Beschlussfassung im Plenum.

Update 27. März, 13.18 Uhr: Grenzsperrungen: Osteuropäer reisen im Konvoi in die Heimat

Transitlösung für Osteuropäer: Die Schließung der Grenzen innerhalb Europas wegen der Corona-Krise führte in den vergangenen Tagen zu Staus bei der Ein- und Ausreise an den deutschen Grenzen. Vor allem rumänische und bulgarische Staatsangehörige seien betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in München. Diese könnten von Freitag an zu bestimmten Uhrzeiten im Konvoi in ihre Heimat reisen. Zuletzt hätten sich teilweise mehrere hundert Fahrzeuge gestaut.

Die Einreise nach Deutschland aus dem Westen sei an den Grenzen von Frankreich nach Deutschland von 9 bis 15 Uhr in Iffezheim an der B 500 (Baden-Württemberg) und von 10 bis 16 Uhr in Saarbrücken an der A6 (Saarland) möglich.

Im Konvoi geht es weiter gen Osten an die bayerisch-österreichische Grenze. Dort sammeln sich laut Polizei die Fahrzeuge an den Rastanlagen Donautal-West und Rottal-West an der A3 südlich von Passau. Zwischen 17 und 1 Uhr nachts dürfen sie ausreisen und in Konvois durch Österreich und Ungarn in die Heimat fahren.

Update 27. März, 13.09 Uhr: Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es in München mehrere Kontrollen und Einsätze, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügungen bzw. Verordnung zu überprüfen. "Knapp 5.000 Überprüfungen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 137 Verstöße angezeigt, wobei 135 davon die Ausgangsbeschränkung betrafen", heißt es in der Polizeimitteilung.

Update 27. März, 12.59 Uhr: Außenhandel: Autogeschäft ruht, Hoffnung auf chinesische Nachfrage

Das Geschäft mit dem fahrbaren Untersatz ist vorerst lahm gelegt. (Symbolbild)
Das Geschäft mit dem fahrbaren Untersatz ist vorerst lahm gelegt. (Symbolbild)  © Stephan Jansen/dpa/dpa-tmn

Aus dem bayerischen Groß- und Außenhandel kommt in der Corona-Pandemie ein gemischtes Bild: Neben dramatischen Einbrüchen in manchen Bereichen gibt es auch Hoffnungszeichen. Besonders hart getroffen ist der Handel für die Autoindustrie.

"Der Bereich Automotive ist praktisch zum Erliegen gekommen", sagte auf Anfrage der Vorsitzende des Landesverbands Groß- und Außenhandel (LGAD), Christoph Leicher.

Die Branche hat einen guten Überblick über die Lieferketten sowohl für die Industrie als auch über die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Konsumgütern. 

In dieser Hinsicht ist das Bild erfreulicher: Bei der Versorgung des Lebensmitteleinzelhandels gibt es laut LGAD im Wesentlichen keine Probleme. Auch die Baubranche leidet demnach bisher nicht. Ein Hoffnungsschimmer sind erste Anzeichen wieder steigender Nachfrage aus China.

Nach Einschätzung des Verbands wird aber die Aufrechterhaltung des Handels nicht ohne staatliche Hilfe möglich sein.

"Die Unternehmen im bayerischen Groß- und Außenhandel haben im Schnitt zehn Mitarbeiter", sagte Leicher. "Infolgedessen ist zumeist weder die Personalstärke noch die Finanzdecke auf größere Krisen ausgelegt."

Update 27. März, 12.53 Uhr: Genossenschaftsverband fordert jetzt Plan für Zeit nach Corona-Krise

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) fordert eine Strategie für die Zeit nach den aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Krise. "Wir haben erlebt, wie schnell es gegangen ist, eine laufende Wirtschaft nahezu zum Erliegen zu bringen. Jetzt erwarten wir von den politisch Verantwortlichen, ein Szenario vorzulegen, wie und vor allem wann die Wirtschaft wieder ins Laufen gebracht werden soll", sagte der GVB-Vorstandsvorsitzende Jürgen Gros am Freitag in München. "Wer den Motor ausmacht, muss auch wissen, wie man die Maschine wieder in Gang bringt."

Eine Situation wie derzeit, in der Fabriken geschlossen hätten, Gaststätten, Hotels und kleine Handwerksbetriebe nicht wüssten, wie es weitergehe und Lieferketten dauerhaft zu reißen drohten, könne eine Volkswirtschaft nicht beliebig lange durchhalten, warnt Gros. "Der volkswirtschaftliche Schaden ist bereits jetzt immens."

Nun sei die Politik gefordert. "Die Unternehmen benötigen dringend eine Perspektive, um liquiditätsmäßig und geschäftspolitisch planen zu können." Man brauche sofort einen Plan, "nicht erst in einigen Wochen".

Update 27. März, 12.42 Uhr: LKA warnt: Betrüger nutzen Corona-Krise für neue Tricks

Betrüger nutzen die Corona-Krise für neue Maschen aus. Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) warnte am Freitag in München davor, dass sich Kriminelle beispielsweise als vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben. Ihr Vorwand: Sie wollten einen Coronavirus-Test machen und Räume desinfizieren. So würden sie sich Zugang zu Wohnungen verschaffen, um an Geld und Wertgegenstände zu gelangen.

Auch im Internet haben sich durch die Corona-Pandemie neue Betrugsmaschen entwickelt: So bieten gefälschte Online-Plattformen laut LKA zum Beispiel gegen Vorkasse Atemschutzmasken an. "Sie bezahlen, erhalten aber niemals eine Gegenleistung für Ihr Geld", warnte das LKA.

In abgeänderter Form werde außerdem weiterhin der Enkeltrick genutzt. Dabei geben sich Betrüger als Angehörige aus, die sich mit dem Coronavirus infiziert hätten und um Geld für die Behandlung bitten. Das LKA appellierte an die Menschen, besonders vorsichtig zu sein: "Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit."

Update 27. März, 12.31 Uhr: Jugendherbergen schlagen Alarm - ohne Schutzschirm vor dem Aus

Die Jugendherbergen in Bayern warnen mangels finanzieller Hilfen vor einer Schließung aller 58 Häuser im Freistaat. Die Jugendherbergen seien in der Corona-Krise bisher durch keinen Schutzschirm oder andere Unterstützungsleistungen erfasst.

"Das System 'Jugendherbergen in Bayern' droht, in der bisher gekannten Form zu zerfallen", schreibt der entsprechende Verband in dem Brief.

Der entsprechende Artikel ist >>> hier zu finden.

Die Jugendherbergen im Freistaat drehen in dieser Form vor dem Aus. (Symbolbild)
Die Jugendherbergen im Freistaat drehen in dieser Form vor dem Aus. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Update 27. März, 12.27 Uhr: Würzburger Seniorenheim wird trotz elf Todesfällen nicht evakuiert

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

Den Angaben vom Freitag zufolge wohnen in der Einrichtung zusammen mit einer Nachbareinrichtung derzeit 161 meist hochbetagte und demenzkranke Menschen.

Update 27. März, 12.20 Uhr: Inzwischen mehr als 10.000 Coronavirus-Infektionen in Bayern

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag die Marke von 10.000 überschritten. Inzwischen, Stand Freitagvormittag 10 Uhr, sind im Freistaat 10.180 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Das verlautete aus Regierungskreisen unter Berufung auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demnach sind bislang 59 infizierte Patienten in Bayern gestorben.

Update 27. März, 11 Uhr: Verfassungsgerichtshof: Ausgangsbeschränkungen bleiben in Kraft

In Sachen SARS-CoV-2 hat der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, eine klare Meinung.
In Sachen SARS-CoV-2 hat der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, eine klare Meinung.  ©  Matthias Balk/dpa

Die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise bleiben weiter in Kraft: Der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs lehnte es ab, diese durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

Ein Kläger hatte argumentiert, die Verordnung zu den Ausgangsbeschränkungen greife in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger ein. Er hatte deshalb Popularklage erhoben. 

Der Kläger will erreichen, dass die Verordnung für verfassungswidrig und nichtig erklärt wird. Er forderte zudem deren sofortige Außervollzugsetzung per einstweiliger Anordnung.

Der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, der in besonderen Eilfällen selbst entscheidet, lehnte Letzteres aber nun ab. Bei einer überschlägigen Prüfung könne nicht von offensichtlichen Erfolgsaussichten, aber auch nicht von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden, hieß es in der Mitteilung des Gerichts.

Die Entscheidung über den Erlass einer einstweiligen Anordnung müsse deshalb anhand einer Folgenabwägung getroffen werden. Und danach stellte Küspert fest: "Angesichts der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung."

Update 27. März, 11 Uhr: Infineon liefert Millionen Chips für Beatmungsgeräte

Der Chiphersteller Infineon hat einen Großauftrag zur Lieferung von Teilen für Beatmungsgeräte erhalten. Dabei geht es um 38 Millionen Leistungshalbleiter zur Steuerung von Elektromotoren, die in den nächsten drei bis sechs Monaten geliefert werden sollen. 

Genauere Details hierzu gibt es >>> hier zu finden.

Update 27. März, 10.13 Uhr: DB reduziert Fahrplan in Bayern auf Grundversorgung

Die Deutsche Bahn wird wegen der Corona-Krise den regionalen Zugverkehr in Bayern weiter reduzieren. Die Fahrgastzahlen sind stark zurückgegangen.

Gestrichen werden von Montag an vor allem der Ausflugsverkehr, von Schülern genutzte Züge sowie die Taktverstärker im Pendlerverkehr. In der Regel fahren die DB-Regionalzüge dann noch im Stundentakt. "Wir gewährleisten überall die Grundversorgung", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag in München.

Derzeit verzeichnet die Bahn nach Angaben ihres bayerischen Regionalchefs Klaus-Dieter Josel keinen erhöhten Krankenstand. Die DB will aber gerüstet sein, um einen stabilen Fahrplan aufrecht erhalten zu können.

Update 27. März, 9.14 Uhr: Online-Lachtraining als Stütze in der Corona-Krise

Wem Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen. 

Der Lachclub am Münchner Westpark treffe sich nun jeden Sonntag um 11 Uhr im Videochat, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. "Ich weiß von ganz vielen Leuten, denen die Decke auf den Kopf fällt", sagte sie. 

25 bis 35 Teilnehmer gibt es den Angaben zufolge aktuell pro Sitzung, täglich werden es mehr. Doch mit "Hihihi" und "Hohoho" hat das sogenannte Lachyoga nichts zu tun. 

"Das ist der große Irrtum, den viele beim Lachtraining haben", sagte die Sprecherin. Stattdessen gehe es um Atemübungen und darum, zu lächeln - das natürliche Lachen käme dann von allein.

Update 27. März, 9.07 Uhr: Innenminister Herrmann: Auf Ausflüge in die Berge verzichten

Warnt vor dem Kurztrip in die Berge: Innenminister Joachim Herrmann. (Archiv)
Warnt vor dem Kurztrip in die Berge: Innenminister Joachim Herrmann. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger in der Coronavirus-Krise dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. 

"Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab", sagte Herrmann am Freitag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 "radioWelt am Morgen").

Auch wenn am Samstag schönes Wetter sei, solle das nicht als Anlass für solche Ausflüge genutzt werden, mahnte der Minister. 

Für Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, unter anderem für die Bergwacht. 

"Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt", befand Herrmann.

Der Minister zog nach der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen in Bayern eine positive Bilanz. "Man spürt, dass die allermeisten Menschen in unserem Land das nicht nur für richtig halten, sondern auch die Vorschriften beachten", sagte er.

Update 27. März, 8.31 Uhr: Adidas will für geschlossene Läden keine Miete mehr zahlen

Der Sportartikelhersteller Adidas will keine Miete mehr für seine wegen der Corona-Krise geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte zahlen. "Es ist richtig, dass Adidas, wie viele andere Unternehmen auch, vorsorglich Mietzahlungen temporär aussetzt, wo unsere Läden geschlossen sind. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch", erklärte eine Firmensprecherin am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild".

Adidas hatte seine selbst geführten Einzelhandelsläden in Europa und Nordamerika wegen der Krise geschlossen. In Asien und Lateinamerika waren die Läden zunächst weitergelaufen. 

Der Sportarktikelhersteller Adidas steht mit seinen Vermietern in Verhandlungen. (Archiv)
Der Sportarktikelhersteller Adidas steht mit seinen Vermietern in Verhandlungen. (Archiv)  © Nicolas Armer/dpa

Update 27. März, 6.59 Uhr: Grüne und FDP wollen wegen Corona mehr Onlinesitzungen im Landtag

Grüne und FDP im Landtag fordern wegen der Corona-Krise für die Zeit nach Ostern mehr Möglichkeiten für parlamentarische Beratungen per Livestream. "Für die Tagung und die Beschlussfähigkeit der Ausschüsse sollten wir unseres Erachtens über eine Weiterentwicklung der reinen Präsenzsitzungen nachdenken. Die technischen Voraussetzungen für einen zeitweisen Umstieg von Präsenz- auf Onlinesitzungen sind vorhanden", schreibt der Parlamentarische Geschäftsführer (PGF) der Grünen, Jürgen Mistol, in einem Brief an Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Andere Parlamente, wie das Europäische Parlament oder der Landtag in Baden-Württemberg, hätten dies bereits vorgemacht - und auch der Bundestag habe schon entsprechende Geschäftsordnungsänderungen auf den Weg gebracht. 

"Sitzungen sind auch als Video-Konferenz und Abstimmungsverfahren sind online möglich. Die in Bayern vorgesehene Sitzungsöffentlichkeit kann über ein Livestreaming der Sitzungen sichergestellt werden", heißt es weiter in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.

Update 27. März, 6.47 Uhr: Corona-Krise: Viel Unterstützung für Senioren und Kranke

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) rief zur Hilfe für Ältere auf. (Archiv)
Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) rief zur Hilfe für Ältere auf. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

In der Corona-Krise haben sich in Bayern vielerorts Helfergruppen zusammengetan, um für Senioren und kranke Mitbürger einkaufen zu gehen. Das Sozialministerium startete zudem die Aktion "Unser soziales Bayern: Wir helfen zusammen!". 

Die Nachfrage sei groß, teilte eine Sprecherin mit. Beinahe täglich kämen neue Unterstützungsangebote hinzu. "Das große Engagement zeigt, dass in der jetzigen Situation niemand allein gelassen wird."

Auf der Internetseite www.unser.soziales.bayern.de gibt es Informationen rund um das Coronavirus wie auch zu Hilfsleistungen. Innerhalb der vergangenen 14 Tage hätten sich die Besuchszahlen auf der Ministeriumsseite um fast 700 Prozent erhöht.

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) hatte vergangene Woche an die Menschen im Freistaat appelliert, Älteren in der Nachbarschaft Unterstützung anzubieten. 

Gerade diese gelten als Risikogruppe für schwere Covid-19-Erkrankungen. Hilfsbedürftige forderte Trautner auf, sich gegebenenfalls an ihre Gemeinde oder Pfarrgemeinde zu wenden.

Update 27. März, 6.39 Uhr: Positiver Covid-19-Test in Grubauers NHL-Team

Im NHL-Team von Nationaltorwart Philipp Grubauer hat es einen Coronavirus-Fall geben. Wie der Eishockey-Club am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, sei der betroffene Spieler seit Beginn der Symptome isoliert gewesen und habe sich bereits wieder erholt. 

Um wen es sich handelt, teilten die Colorado Avalanche aus Denver nicht mit. Der Rosenheimer Grubauer hatte die letzten Spiele seiner Mannschaft vor der Saison-Unterbrechung durch die Pandemie verletzt verpasst.

Update 27. März, 6.23 Uhr: Umfrage sieht Söder im Allzeithoch

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat laut einer neuen Umfrage in der bundesweiten Wählergunst bislang unbekannte Höhen erreicht. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, kommt der CSU-Chef nach Angaben des Instituts Insa auf eine Zustimmung von 156 von 300 möglichen Punkten. 

Die Übersicht, welcher Politiker wie abschnitt, findest du >>> hier.

Update 26. März, 20.59 Uhr: Thomas Müller spendiert Schnitzel für lokale Helfer in Corona-Krise

Fußball-Profi Thomas Müller spendiert den Helfern in der Corona-Krise in seinem Heimatort Pähl am Ammersee ein warmes Mittagessen. Wegen der großen Nachfrage kann die Aktion des Fußball-Profis des FC Bayern München am Freitag allerdings auf Anordnung der Behörden nur als Lieferservice stattfinden. Das zunächst angedachte Abholen der Speisen in zwei Restaurants wurde wegen der erwartet großen Nachfrage untersagt.

Am Freitag könnten nun zwischen 10 und 18 Uhr in der "Alten Post" Schweinebraten mit Kartoffelknödel und in der "Neuen Post" alternativ Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Käsespätzle bestellt werden, heißt es auf Müllers Homepage.

Dies solle ein kleines Dankeschön an die Menschen im Landkreis Weilheim sein, "die derzeit in den verschiedensten Bereichen den Erhalt der Grundversorgung bewerkstelligen. An die Ärzte, Krankenschwestern, Apotheker, das Pflegepersonal, die Mitarbeiter von Lebensmittelgeschäften und der Müllabfuhr, das Personal der Gesundheitsämter, Postämter und alle anderen, die uns gerade jetzt täglich zeigen, wie wichtig sie für uns sind", heißt es in dem Online-Text.

Update 26. März, 19.51 Uhr: Söder: Nicht vorzeitig über Ende der Corona-Auflagen spekulieren

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der wegen der Corona-Krise geltenden Beschränkungen und Auflagen gewarnt. 

"Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen", sagte Söder in einer am Donnerstagabend verbreiteten Videobotschaft. "Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen."

Söder reagierte damit möglicherweise auch auf eine Äußerung seines Stellvertreters Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der bayerische Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef hatte am Mittwochabend im BR Fernsehen gesagt, natürlich müsse man den Ausstieg "schon im Auge behalten". Schon beim Einstieg habe man gesagt, dass man die Situation nicht monatelang durchhalte. "Meine Einschätzung ist: Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben."

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten in ganz Bayern seit Samstag unter anderem umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. 

Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber ausdrücklich auch "Sport und Bewegung an der frischen Luft" - das aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt.

Update 26. März, 19.23: Wann ist Autowaschen in Corona-Zeiten erlaubt?

Die Tücken der Ausgangsbeschränkung in Bayern während der Corona-Krise liegen manchmal im Detail: Beim Thema Autowaschen beispielsweise ist es entscheidend, ob man dies aus Privatvergnügen macht oder es eine berufliche Notwendigkeit ist. 

"Waschstraßen dürfen weiterhin als Dienstleistungsbetrieb geöffnet haben", erläuterte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in München. Allerdings stelle es im Privatbereich keinen triftigen Grund dar, seine Wohnung zu verlassen. Wer also nur seine freie Zeit nutzt, um das eigene Auto zu säubern, verstößt gegen die seit dem Wochenende und bis 3. April gültige Ausgangsbeschränkung.

Anders sieht es aus, wenn man für den Job mit einem sauberen Auto unterwegs sein will oder muss: "Eine Inanspruchnahme solcher Dienstleistungsbetriebe ist im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erlaubt", erklärte der Ministeriumssprecher weiter. "Insoweit ist im jeweiligen Einzelfall zu differenzieren."

Am Dienstag hatte die Polizei in Amberg berichtet, dass ein Mann wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt werde, der sein Auto in einer Selbstbedienungswaschanlage gereinigt hatte. Dies hatte in der Öffentlichkeit Fragen aufgeworfen, ob Waschstraßen schließen müssen.

Update 26. März, 19.12 Uhr: Livestreams werden auf Münchner Clubs ausgeweitet

Mucke aus München: Der tägliche Livestream mit DJ-Sets aus den wegen der Corona-Krise geschlossenen Berliner Clubs soll angesichts des Erfolges über die Hauptstadt hinaus ausgeweitet werden. Von der kommenden Woche an wollen sich auch Clubs etwa aus München, Hamburg, Leipzig, Wien oder Amsterdam an #UnitedWeStream beteiligen, wie der Sprecher der Clubcommission, Lutz Leichsenring, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte.

Nach der ersten Woche der Streams sprach Leichsenring von mehr als drei Millionen Unique Usern auf der Seite. Das Feedback sei sehr groß gewesen, es gebe Nachrichten aus der ganzen Welt. An der Geldsammlung beteiligten sich bisher knapp zehntausend Menschen, die bisher mehr als eine viertel Million Euro für die Clubs spendeten. Ein Teil davon ist auch als Flüchtlingshilfe vorgesehen.

Unterstützt wird die Aktion von mehreren Medien, darunter Arte Concert, RBB, radioeins, FluxFm oder Alex TV. Die Übertragungen stießen laut Arte Concert auf sehr großes Interesse. In der Mediathek und auf Drittplattformen seien in der ersten Woche bereits mehr als 1,7 Millionen Videoaufrufe erfolgt, hieß es. Die Streams sollen auf der Plattform des Senders weiter abrufbar bleiben.

Das Harry Klein in München bietet schon länger eigenständige Livestreams an. Nähere Infos dazu findet Ihr >>> hier.

Update 26. März, 19.07 Uhr: Elfter Bewohner in Würzburger Seniorenheim gestorben

Ein ältere Frau mit Rollator geht vor dem Eingang des Seniorenheims in Würzburg.
Ein ältere Frau mit Rollator geht vor dem Eingang des Seniorenheims in Würzburg.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, seien damit bislang elf Bewohner zu Tode gekommen. 

Zwischenzeitlich seien alle Bewohner des Heims sowie das gesamte Pflegepersonal getestet worden. Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.

Mit Experten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollten die Ergebnisse im Laufe des Abends "interpretiert und auf dieser Basis die notwendige Strategie festgelegt" werden, teilte das Heim mit. Entscheidungen sollten am Freitag bekanntgegeben werden.

 Im Gebäudeteil Ehehaltenhaus haben die Tests dem Heim zufolge keinen neuen Fall ergeben. Dort sei auch aktuell kein positiv getesteter Bewohner untergebracht. 

Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern.

Update 26. März, 18.15 Uhr: Lufthansa parkt immer mehr Jets an Flughäfen

Wegen der Corona-Krise muss die Lufthansa immer mehr Jets vorübergehend abstellen. Allein an den Drehkreuzen München (77) und Frankfurt (54) waren am Donnerstag mehr als 130 Maschinen geparkt, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte. 

Der Luftverkehrskonzern fährt das Angebot seiner Fluggesellschaften wegen der geringen Nachfrage immer weiter herunter. Im Moment werden einige Jets auch noch für die Touristen-Rückholaktion der Bundesregierung benötigt, so dass in den kommenden Tagen die Zahl der abgestellten Flugzeuge noch steigen wird.

Lufthansa hat angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen ihrer Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren. Dazu werden auch andere Flughäfen beispielsweise in Zürich, Wien, Hannover, Stuttgart, Köln und Berlin genutzt.

Update 26. März, 17.14 Uhr: Einige Kliniken lassen Väter nicht mehr in den Kreißsaal

Die Väter sehen ihr Neugeborenes erst, nachdem die Mutter aus der Klinik entlassen wurde. (Symbolbild)
Die Väter sehen ihr Neugeborenes erst, nachdem die Mutter aus der Klinik entlassen wurde. (Symbolbild)  © Mascha Brichta/dpa-tmn

Wegen des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus verbieten einige Kliniken Vätern, bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein. "Manche wollen das Risiko lieber nicht eingehen", sagte Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft am Donnerstag in München. "Es wäre einfach eine Katastrophe, wenn das Virus dadurch eingeschleppt würde." In wie vielen Kliniken in Bayern werdende Väter draußen bleiben müssen, sei aber unklar.

Eigentlich gilt bayernweit die Entscheidung des Gesundheitsministeriums: Besuche in Krankenhäusern sind verboten - eine Ausnahme ist die Geburt des eigenen Kindes.

Doch dem Klinikum Fichtelgebirge geht das nicht weit genug. "Die Väter können die Kinder leider erst nach der Entlassung in den Arm nehmen", teilte eine Sprecherin mit. Auch die Regiomed-Kliniken in Oberfranken und Thüringen wollen um jeden Preis verhindern, dass nach dem Besuch eines infizierten Vaters ein Kreißsaal geschlossen werden muss.

"Diese Entscheidung haben wir nicht leichtfertig getroffen", sagte Professor Klaus-Dieter Zastrow, Leiter des Hygieneinstituts der Regiomed-Kliniken. Es werde überprüft, ob das Verbot gelockert werden könne. Regiomed will Eltern zumindest ermöglichen, während der Geburt per Video miteinander zu kommunizieren. Außerdem dürften Vater nach der Geburt die ersten Stunden im Familienzimmer verbringen. Zuerst hatten Medien darüber berichtet.

Genau anders herum ist es am Klinikum Nürnberg, Ingolstadt und Passau, am Universitätsklinikum München, Augsburg und Würzburg sowie im Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg: Dort dürfen Väter nach Angaben der Häuser bei der Geburt dabei sein, müssen das Krankenhaus danach aber gleich wieder verlassen.

Am Krankenhaus Tirschenreuth ist die Station für Gynäkologie und Geburtshilfe am vergangenen Wochenende geschlossen worden, um Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen. Die ambulante Versorgung sei aber weiterhin gewährleistet, hieß es.

Update 26. März, 17.02 Uhr: Automobilzulieferer Brose stellt Arbeit weitgehend ein

Der Automobilzulieferer Brose stellt die Arbeit an den meisten europäischen Standorten im Zuge der Corona-Krise weitgehend ein. Die Regelung gelte mindestens bis zum 19. April, teilte das Unternehmen mit Sitz in Coburg am Donnerstag mit. 

"Die Situation ist ernst", betonte Ulrich Schrickel, Vorsitzender der Geschäftsführung. "Wir ergreifen notwendige Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze und zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Krise."

Es habe einen "erheblichen Auftragseinbruch" gegeben, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Mit Vertretern der Arbeitnehmer sei vereinbart, dass es ab Freitag Kurzarbeit und Betriebsurlaub gebe. Nach eigenen Angaben beschäftigt der Familienbetrieb rund 26.000 Mitarbeiter in 24 Ländern.

Update 26. März, 17 Uhr: Über 1000 Lehrer melden sich für Corona-Hilfen in Gesundheitsämtern

Ein Blatt Papier mit einem Regenbogen und der Aufschrift "Alles wird Gut - Wir bleiben Zuhause" hängt in einem Fenster zur Strassenseite in München.
Ein Blatt Papier mit einem Regenbogen und der Aufschrift "Alles wird Gut - Wir bleiben Zuhause" hängt in einem Fenster zur Strassenseite in München.  © Sven Hoppe/dpa

Mehr als 1000 Lehrer haben sich freiwillig zur Unterstützung der Gesundheitsämter in der Corona-Krise gemeldet. 

"Die überwältigende Resonanz zeigt die große Hilfsbereitschaft und Solidarität unserer Lehrkräfte. Sie unterstützen unser Gesundheitswesen in dieser schwierigen Zeit. Das verdient höchsten Respekt", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

Das Kabinett hatte beschlossen die Gesundheitsämter kurzfristig mit zusätzlichen Mitarbeitern zu verstärken und alle Ministerien gebeten, Beamte zur Verfügung zu stellen. 

"Die vom Kultusministerium abgeordneten Lehrkräfte werden an den Gesundheitsämtern verschiedene Verwaltungsaufgaben übernehmen. Sie werden dort beispielsweise bei der Ermittlung von Kontaktpersonen helfen, Bürgeranfragen beantworten oder bei Organisationsaufgaben unterstützen", hieß es weiter.

Update 26. März, 16.46 Uhr: Freie Wähler starten Suche nach Bayerns "Exitstrategie Coronavirus"

Trotz nicht absehbarer Folgen der Corona-Krise arbeiten die Freien Wähler im bayerischen Landtag bereits an Plänen für die Zeit nach der Krankheitswelle. Eine am Donnerstag gegründete Arbeitsgemeinschaft "Exitstrategie Coronavirus" befasse sich ab sofort mit dem, "was nach dem Ende der Pandemie kommt - also Maßnahmen, die greifen sollen, sobald wir in ein normales Leben zurückkehren können", teilte die Fraktion mit. 

Bis Anfang April gilt in Bayern eine massive Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten sind bis mindestens nach den Osterferien geschlossen.

"Wir fordern daher einen breit verfügbaren Antikörpertest, mit dem die Grundimmunisierung der Bevölkerung bestimmt werden kann. Personengruppen, die einen schweren Covid-19-Verlauf zu erwarten haben, müssen besser isoliert und geschützt werden", sagte Fraktionschef Florian Streibl.

Außerdem sei eine regelmäßigere und bessere Evaluierung der bereits von der Staatsregierung verhängten Maßnahmen notwendig, hieß es weiter. "Etwa ab dem ersten April-Wochenende werden wir beurteilen können, ob diese Maßnahmen greifen, ob wir nachsteuern müssen oder lockern können", betonte Streibl. 

Richtschnur für eventuelle Lockerungen der jetzigen Ausgangsbeschränkungen sei, "dass wir unser Gesundheitssystem und die dort mit vollem Einsatz arbeitenden Menschen nicht überfordern. (...) Ziel ist es, einen goldenen Mittelweg zwischen dem Schutz der Menschen, der gesellschaftlichen Freiheit und wirtschaftlicher Produktivität zu beschreiten."

Update 26. März, 16.25 Uhr: Bayern-Basketballer spenden an Münchner Tafel

Die Basketballer des FC Bayern haben der "Münchner Tafel" 10.000 Euro gespendet. Wie der Bundesligist mitteilte, überreichte Vereinspräsident Herbert Hainer Vertretern der gemeinnützigen Organisation am Donnerstag einen entsprechenden Scheck. 

Unter anderen halfen auch die Nationalspieler Danilo Barthel und Paul Zipser sowie Geschäftsführer Marko Pesic bei der Lebensmittelausgabe auf dem Gelände der Großmarkthalle mit.

"Der FC Bayern hat sich schon immer sozial engagiert. Und als ich gehört habe, dass unsere Basketballer zur Münchner Tafel gehen, habe ich spontan zugesagt, um mitzuhelfen", erklärte Hainer. "Denn dass sie gerade jetzt in der Corona-Krise ein Zeichen setzen, um durch unsere privilegierte Stellung Menschen zu helfen, ist toll und sehr wichtig."

Update 26. März, 16.10 Uhr: Flughafen Nürnberg wegen Corona in schwieriger Lage

Der Flughafen Nürnberg steht wegen der Corona-Krise vor einem der wirtschaftlich schwierigsten Jahre seiner jüngeren Geschichte. Der Kampf gegen das Virus habe "gravierende Folgen für den Flugverkehr", sagte Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe am Donnerstag. "Der wirtschaftliche Schaden für die Flughafen Nürnberg GmbH und ihre Töchter ist enorm und in Gänze bislang nicht abzusehen."

Die Geschäftsführung des zweitgrößten bayerischen Airports habe sich entschlossen, für fast alle der rund 1000 Beschäftigten für die nächsten drei Monate Kurzarbeit anzumelden. Nicht notwendige Investitionen würden verschoben. "Es kommt alles auf den Prüfstand, was für 2020 geplant war", sagte ein Sprecher. Der touristische und Geschäftsflugbetrieb steht derzeit in Nürnberg fast still.

Im vergangenen Jahr hatte der Flughafen 4,11 Millionen Passagiere gezählt. Das waren acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch ohne die Corona-Krise war der Flughafen Nürnberg bereits davon ausgegangen, dass die Vier-Millionen-Grenze in diesem Jahr nicht erreicht werden könne. Unter anderem hatte die Fluggesellschaft Ryanair angekündigt, einen großen Teil ihrer Flüge von und nach Nürnberg zu streichen.

Durch die Corona-Krise drohen dem Flughafen erneut mehrere Hunderttausend Fluggäste verlorenzugehen. Im vergangenen Jahr hatte der Airport eigenen Angaben zufolge bei einem Umsatz von 103,3 (Vorjahr: 109,6) Millionen Euro unter dem Strich einen Gewinn von 3 Millionen Euro gemacht. Das Unternehmen habe durch die Gewinne der vergangenen Jahr ein Polster, sagte der Sprecher.

Der Flughafen Nürnberg steht wegen der Corona-Krise vor einem der wirtschaftlich schwierigsten Jahre seiner jüngeren Geschichte. (Archivbild) 
Der Flughafen Nürnberg steht wegen der Corona-Krise vor einem der wirtschaftlich schwierigsten Jahre seiner jüngeren Geschichte. (Archivbild)   © Daniel Karmann/dpa

Update 26. März, 15.54 Uhr: Sudetendeutscher Tag auf November verschoben

Der Sudetendeutsche Tag findet wegen der Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr nicht wie gewohnt an Pfingsten statt, sondern wird auf November verschoben. Das teilte die Sudetendeutsche Landsmannschaft in München am Donnerstag mit. 

Die Veranstaltung soll dann in etwas kleinerem Rahmen und nicht in Regensburg, sondern in München stattfinden. Der nächste reguläre Sudetendeutsche Tag an Pfingsten 2021 werde dann in der oberpfälzischen Bezirkshauptstadt über die Bühne gehen.

Drei Millionen Sudetendeutsche waren nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei vertrieben worden. 

Der Vorsitzende der Landsmannschaft, Bernd Posselt, sagte, gerade in schweren Zeiten wie in der Corona-Krise gelte es, "die Einheit und den Zusammenhalt der sudetendeutschen Gemeinschaft mit ihren vielen Erscheinungsformen zu pflegen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der erfolgreiche Verständigungsprozess mit dem tschechischen Volk trotz vorübergehender Grenzschließungen fortgesetzt werden kann".

Update 26. März, 15.51 Uhr: Jede dritte Firma will Personal abbauen

Die Corona-Krise könnte einen rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern zur Folge haben. Mehr als jedes dritte bayerische Unternehmen sieht sich zum Personalabbau gezwungen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags unter 1200 Betrieben ergeben hat. 

"Die Corona-Krise schlägt in einer Geschwindigkeit und einem Ausmaß auf die Wirtschaft durch, wie wir es noch nie gesehen haben", sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl in München. "Die Aussichten auf einen bescheidenen Aufschwung vom Jahresbeginn haben sich komplett zerschlagen."

Gut vier Fünftel der Betriebe - 82 Prozent - rechnen demnach mit Umsatzrückgängen in diesem Jahr, mehr als die Hälfte davon fürchtet drastische Einbußen von mehr als einem Viertel. Die Industrie- und Handelskammern fürchten eine große Welle von Firmenpleiten, wenn die versprochenen staatlichen Hilfen nicht schnell bei den Unternehmen ankommen.

"Sonst droht bei ausbleibenden Umsätzen ein Insolvenz-Tsunami", sagte Gößl dazu. Politik, Gesundheitsexperten und Wirtschaft müssten gemeinsam planen, öffentliches und wirtschaftliches Leben nach Ostern "so schnell wie möglich, aber auch so verantwortungsvoll wie nötig" wieder hochzufahren. 

Update 26. März, 15.48 Uhr: Blutspenden in Bayern

Nachdem die Zahl der Blutspenden in Bayern in den vergangenen Wochen massiv gesunken war, hat sich die Situation wieder etwas stabilisiert. Viele Menschen seien dem Aufruf zu spenden gefolgt, sagte ein Sprecher des Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Donnerstag.

Täglich würden in Bayern 2000 Blutspenden benötigt, doch angesichts der Corona-Krise seien zunächst weniger Menschen spenden gegangen. Seit Beginn dieser Woche habe sich die Lage etwas entspannt. Auch viele Erstspender meldeten sich an. «Wir hoffen, dass die Welle der Solidarität weiter anhält», sagte der Sprecher. Kontinuität sei wichtig, weil Blut nur 42 Tage haltbar sei. Viele chronisch Kranke oder Krebspatienten seien auf Spenden angewiesen.

Um das Ansteckungsrisiko gering zu halten, habe das Rote Kreuz Schutzmaßnahmen getroffen. So wird bei jedem Spender die Temperatur gemessen. Grundsätzlich kann jeder, der gesund und fit ist spenden. Wer Krankheitssymptome hat oder in einem Risikogebiet war, wird zurückgewiesen. 

Update 26. März, 15.30 Uhr: 111 neue Coronavirus-Fälle in München, weiterer Todesfall

Auch für München gibt es neue Zahlen. So wurden am heutigen Donnerstag, den 26. März (Stand 13.30 Uhr), 111 neue Coronavirus-Fälle in der bayerischen Landeshauptstadt bestätigt.

Insgesamt sind nunmehr 1687 Fälle gemeldet. In diesen Zahlen sind vier Personen enhalten, die geheilt werden konnten. Darüber hinaus allerdings auch ein weiterer Todesfall. Es ist der dritte in München. 

So ist in der Klinik München Süd ein 88 Jahre alter Münchner mit Vorerkrankungen an Covid-19 gestorben.

Insgesamt sind in München nunmehr 1687 Fälle gemeldet. (Symbolbild)
Insgesamt sind in München nunmehr 1687 Fälle gemeldet. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 26. März, 15.10 Uhr: Jungheinrich schließt vorübergehend Werk in Bayern

Der Maschinenbaukonzern Jungheinrich wird ab Freitag die Produktion in seinem Werk im bayerischen Moosburg herunterfahren. Grund seien Lieferengpässe in der Materialversorgung durch Zulieferer, bedingt durch die Corona-Krise, teilte Jungheinrich am Donnerstag in Hamburg mit. 

Ziel sei es, die Produktion nach Ostern wiederaufzunehmen. Bis dahin sollen die Lagerbestände wieder aufgefüllt sein.

Die rund 1000 Mitarbeiter sind in dieser Zeit in Kurzarbeit. Alle anderen Jungheinrich-Werke sowie der After-Sales sein von der Produktionsunterbrechung in Moosburg nicht betroffen. Das Jungheinrich-Werk in Moosburg produziert sogenannte Gegengewichtsstapler.

Update 26. März, 15.01 Uhr: Neue Zahlen für den Freistaat Bayern

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat die neuesten Zahlen für Bayern bekannt gegeben.

So sind im Freistaat inzwischen 8842 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. In ganz Bayern sind laut den Angaben bislang 52 infizierte Patienten gestorben. Meldungen bis 10 Uhr am Vormittag wurden hierzu berücksichtigt.

Wichtig ist, dass es sich bei den Zahlen ausschließlich um Fälle handelt, "die dem LGL über den elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden". Aufgrund der Dynamik der Situation könne es "zu Abweichungen zwischen regionalen Zahlen und der LGL-Tabelle kommen". Das LGL meldet die bayerischen Fälle an das Robert Koch-Institut.

Eine Übersicht über die Landkreise und die Verteilung nach Geschlecht sowie Alter findet Ihr >>> hier.

München in Zeiten der Corona-Krise

Der Marienplatz mit dem Rathaus in der Münchner Innenstadt: Wo sonst Menschenmassen wuseln, sind derzeit nur vereinzelt Passanten zu sehen.
Der Marienplatz mit dem Rathaus in der Münchner Innenstadt: Wo sonst Menschenmassen wuseln, sind derzeit nur vereinzelt Passanten zu sehen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 26. März, 14.11 Uhr: Kult-Langstrecken-Triathlon in Roth abgesagt: Keine andere Wahl

Der Langstrecken-Triathlon in Roth, für den sich auch die beiden Ironman-Weltmeister Jan Frodeno und Anne Haug, angemeldet hatten, fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Kultveranstaltung über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen hätte am 5. Juli stattfinden sollen. 

Auch im Triathlon sind derzeit alle Wettkämpfe abgesagt von der Kurz- bis zur Langstrecke. Die Challenge-Rennen sind eine Konkurrenzserie der Marke Ironman.

Den kompletten Artikel mit offiziellen Aussagen und Hintergründen findest Du >>> hier.

Die Ironman-Challenge in Roth fällt der Corona-Krise zum Opfer. (Archiv)
Die Ironman-Challenge in Roth fällt der Corona-Krise zum Opfer. (Archiv)  © Bruce Omori/EPA/dpa

Update 26. März, 13.58 Uhr: Unverzichtbar in der Corona-Krise: Regierung unterstützt Lkw-Fahrer

Mit vergünstigten Essen an Raststätten und sauberen Sanitäranlagen für Lastwagenfahrer unterstützt die Staatsregierung Lastwagenfahrer bei ihrer wichtigen Arbeit in der Corona-Krise. 

"Momentan merken wir besonders, wie sehr wir auf die hervorragende Arbeit in der Logistik-Branche angewiesen sind", betonte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Sie sicherte der Transportbranche auch weiterhin jede Unterstützung der Staatsregierung zu. "In der aktuellen Situation ist Flexibilität besonders wichtig, um die Lieferketten aufrecht zu erhalten." 

Deshalb sei das Sonntagsfahrverbot ausgesetzt, bei den Lenk- und Ruhezeiten gebe es vereinfachte Regeln, und Supermärkte könnten auch außerhalb der üblichen Zeiten beliefert werden. 

Sollte es an den Grenzen wegen der dortigen Kontrollen zu Staus kommen, in denen wichtige Lieferungen steckten, werde "innerhalb von wenigen Minuten" eine spezielle Fahrspur für den Warenverkehr freigeben.

Update 26. März, 13.56 Uhr: 50 Tonnen Schutzausrüstung für bayerische Hilfsorganisationen

50 Tonnen nagelneue Schutzausrüstung sind vom Bayerischen Roten Kreuz auch für andere Hilfsorganisationen gekauft und gesammelt worden. 

In einem von der Polizei geschützten Zentrallager des BRK seien die Schutzmasken, Handschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel über Wochen gesammelt worden, teilte das BRK am Donnerstag mit. 

Jetzt würden sie an die Kreisverbände von BRK, Malteser Hilfsdienst, ASB, DLRG und andere Organisationen in ganz Bayern verteilt. "Das Material reicht für vierzehn Tage", sagte BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. "Die Kraftanstrengungen gehen weiter."

Update 26. März, 13.48 Uhr: Osram mixt Desinfektionsmittel für sich und andere

Osram mischt zum Selbstkostenpreis Desinfektionsmittel für Kliniken (Archiv)
Osram mischt zum Selbstkostenpreis Desinfektionsmittel für Kliniken (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Der Lichtkonzern Osram mischt in der Corona-Krise sein eigenes Desinfektionsmittel und will auch Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen versorgen. 

Hergestellt werden die Flächen- und Händedesinfektionsmittel im Werk Schwabmünchen, das auch über eine chemische Produktion verfügt, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. 

Daher gebe es dort entsprechende Anlagen, das nötige Wissen, und auch die Ausgangsstoffe seien auf Lager. "Wir haben mit einer kleinen Produktion für den Eigenbedarf angefangen", erzählte die Sprecherin. Nachdem man die Qualität durch eine externe Analyse bestätigt bekommen habe, sei die Produktion jetzt hochgefahren worden. 

Neben der Versorgung der eigenen Werke in Garching, München, Berlin und Eichstätt will Osram das Desinfektionsmittel auch zum Selbstkostenpreis an Einrichtungen rund um Schwabmünchen abgeben. Unter anderem sei man mit dem örtlichen Krankenhaus in Gesprächen, hieß es.

Update 26. März, 13.44 Uhr: Lebensmittelversorgung nicht bedroht

Baywa sieht die Ernährungssicherheit wegen der Coronakrise nicht bedroht. (Archiv)
Baywa sieht die Ernährungssicherheit wegen der Coronakrise nicht bedroht. (Archiv)  © Andreas Gebert/dpa

Deutschlands größter Agrarhändler Baywa sieht die Ernährungssicherheit in Deutschland durch die Coronavirus-Krise nicht bedroht. "Die Logistik funktioniert im Großen und Ganzen", sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz am Donnerstag. "Die Lebensmittelversorgung sehe ich als gut an." 

Auch international laufen die Warenströme nach Angaben des Managers, wenn auch etwas verlangsamt. "Momentan sehen wir keine Unterbrechung der Lieferketten." Das Münchner Unternehmen ist international ein großer Händler für Getreide und Obst, in Deutschland beliefert Baywa vor allem im Süden viele Bauern mit Saatgut, Dünger und Landtechnik. 

"Wir sind lieferfähig ohne Einschränkung", betonte Lutz. Sehr schwierig werden könnte nach Angaben des Baywa-Chefs aber die diesjährige Obst- und Gemüsesaison in Deutschland, da Erntehelfer nicht mehr einreisen dürfen. Ohne Saisonarbeiter bleibe die Ernte hängen beziehungsweise liegen, sagte Lutz.

Das vergangene Jahr lief gut für die Baywa, der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 17 Milliarden Euro, der Nettogewinn legte um gut 11 Prozent auf 61,1 Millionen Euro zu. 

Ein wichtiges Geschäft neben dem Agrarhandel ist der Bau von Ökostrom-Kraftwerken. Lutz rechnet mit weiter steigender Nachfrage nach Wind- und Solaranlagen.

Update 26. März, 13.16 Uhr: Ärztegewerkschaft lobt bayerisches Infektionsschutzgesetz

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund in Bayern lobt das bayerische Infektionsschutzgesetz, das der Landtag am Mittwoch beschlossen hat. 

Nun könne man wichtige Kapazitäten erweitern und sich auf den Anstieg der Infektionszahlen besser vorbereiten, sagte der Landesvorsitzende Andreas Botzlar am Donnerstag: "Ministerpräsident, Gesundheitsministerin und die Landesregierung haben sich hier als handlungsstark und besonnen erwiesen."

Mit dem Infektionsschutzgesetz kann die Staatsregierung einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen. Was das für den Einzelnen bedeutet, lest ihr >>> hier

Update 26. März, 13.10 Uhr: Steuerberater bekommen Fristverlängerung für Steuererklärung

Steuerberater können die Abgabe von Steuererklärungen für das Jahr 2018 auf Antrag bis Ende Mai verschieben. Für die Fristverlängerung würden keine Verspätungszuschläge erhoben, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in München mit. 

Der Antrag könne mit der Corona-Pandemie begründet werden. "Wirtschaftliche Schäden und hohes Arbeitsaufkommen in den Kanzleien stellen für viele Steuerpflichtige und ihre Steuerberater momentan eine große Herausforderung dar", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU).

Update 26. März, 12.50 Uhr: Grüne fordern Hilfen für gemeinnützige Organisationen

Der 40 Milliarden Euro umfassende bayerische Corona-Schutzschirm für die Wirtschaft muss nach Ansicht der Grünen im Landtag auch gemeinnützigen Organisationen helfen. 

"Genauso wie Betriebe in der freien Wirtschaft stehen viele Einrichtungen gemeinnütziger Organisationen in der Corona-Krise vor erheblichen Problemen oder gar vor dem Aus", sagte der Abgeordnete Tim Pargent am Donnerstag in München. 

Als Beispiele nannte er Jugendherbergen mit denselben Problemen wie Hotels oder Weltläden mit denselben Sorgen wie der stationäre Einzelhandel.

In einem Brief an die Staatsregierung fordern die Landtags-Grünen deshalb, den staatlichen Rettungsschirm auch über die gemeinnützigen Organisationen in Bayern zu spannen. "Andernfalls laufen wir Gefahr, einen großen Teil unserer sozialen Infrastruktur zu verlieren", sagte Pargent. 

Das sozialstaatliche und fürsorgliche Angebot sei für Bayern ebenso wichtig wie das wirtschaftliche Leben.

Update 26. März, 12.45 Uhr: Ärztegewerkschaft lobt bayerisches Infektionsschutzgesetz

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund in Bayern lobt das bayerische Infektionsschutzgesetz, das der Landtag am Mittwoch beschlossen hat. 

Nun könne man wichtige Kapazitäten erweitern und sich auf den Anstieg der Infektionszahlen besser vorbereiten, sagte der Landesvorsitzende Andreas Botzlar am Donnerstag: "Ministerpräsident, Gesundheitsministerin und die Landesregierung haben sich hier als handlungsstark und besonnen erwiesen."

Mit dem Infektionsschutzgesetz kann die Staatsregierung einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen, medizinisches Material beschlagnahmen und direkt auf medizinisches und pflegerisches Personal zugreifen. 

Der Marburger Bund vertritt die angestellten und beamteten Ärzte in Deutschland und gilt als die größte Ärzteorganisation in Europa. Dem bayerischen Landesverband gehören gut 20.000 Mitglieder an.

Update 26. März, 12.40 Uhr: Steuerberater bekommen Fristverlängerung für Steuererklärung

Steuerberater können die Abgabe von Steuererklärungen für das Jahr 2018 auf Antrag bis Ende Mai verschieben. 

Für die Fristverlängerung würden keine Verspätungszuschläge erhoben, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in München mit. Der Antrag könne mit der Corona-Pandemie begründet werden. 

"Wirtschaftliche Schäden und hohes Arbeitsaufkommen in den Kanzleien stellen für viele Steuerpflichtige und ihre Steuerberater momentan eine große Herausforderung dar", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU).

Update 26. März, 12.35 Uhr: Hypovereinsbank schließt vorübergehend Mehrheit der Filialen

Die Hypovereinsbank schließt vorübergehend über 70 Prozent ihrer Filialen.
Die Hypovereinsbank schließt vorübergehend über 70 Prozent ihrer Filialen.  © Sven Hoppe/dpa

Die Hypovereinsbank schließt wegen der Corona-Krise vorübergehend über 70 Prozent ihrer 337 Filialen für den Kundenverkehr. 

Dreißig Prozent - das wären etwa 100 Filialen - sollen täglich oder im wöchentlichen Wechsel geöffnet bleiben, wie die Münchner Tochter der italienischen Großbank Unicredit am Donnerstag mitteilte.

Der Bankbetrieb soll in vollem Umfang weiterlaufen, unter anderem, um die hohe Nachfrage nach staatlich geförderten KfW-Krediten im Rahmen des Corona-Hilfsprogramms für die Wirtschaft zu bedienen. 

"Kurzarbeit ist für uns kein Thema", hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Alle Mitarbeiter seien in vollem Einsatz für die Kunden.

In Betrieb bleiben auch die Selbstbedienungszonen mit den Geldautomaten. 

Die Bank wolle die flächendeckende Betreuung ihrer Kunden gewährleisten und gleichzeitig die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern durch reduzierte physische Kontakte zu schützen. Mehr dazu >>>hier

Update 26. März, 12.30 Uhr: Erneut mehrere Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in München

Von Mittwoch auf Donnerstag brachte die Polizei in München 108 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Anzeige. 

Unter anderem musste die Polizei am späten Mittwochabend eine private Party in Obergiesing auflösen. Zwei 49-Jährige feierten in einem Mehrfamilienhaus in der Tegernseer Landstraße bei lauter Musik zusammen. 

Dem Gast wurde ein Platzverweis ausgestellt, er und der Bewohner wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update 26. März, 12.21 Uhr: Neue Internetplattform bietet Verkehrsbranche Hilfen in Corona-Krise

Zur besseren Abstimmung in der Corona-Krise kann sich Bayerns Verkehrsbranche ab sofort in einem geschützten Forum im Internet austauschen und gegenseitig helfen. Auf der nur für die Branche zugänglichen "Verkehrsplattform Corona" stelle die Staatsregierung seit Donnerstag aktuelle Informationen bereit, beantworte Fragen und biete eine Austausch-Plattform, teilte das Verkehrsministerium in München mit. 

Denkbar seien etwa Anfragen zu verfügbaren Fahrern, Schutzmaßnahmen für Fahrer sowie Informationen zu finanziellen Hilfen in der Krise.

"Ich spüre in der Branche eine große Verunsicherung", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Daher sei es wichtig, Informationen aus dem Ministerium zu bündeln und allen Betroffenen zugänglich zu machen. 

"Ich freue mich, dass die verschiedenen Akteure in Bayern branchenübergreifend zusammenarbeiten und sich den aktuellen Herausforderungen stellen. Das hat bundesweiten Vorbildcharakter", betonte sie.

Update 26. März, 12.18 Uhr: Kaniber: Ausweitung von Soforthilfen für Bauern

Bauernhöfe können nun auch für Urlauberwohnungen und andere nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe finanzielle Soforthilfe beantragen. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag in München mit. 

"Damit wird das Hilfspaket der Staatsregierung rund", sagte Ministerin Michaela Kaniber (CSU). "Denn diese Nebenbetriebe können im Einzelfall genauso betroffen sein wie Hotels und Gaststätten." 

Auch Urlaubsbauernhöfe oder Betriebe, die eine Gemeinschaftsverpflegung anbieten, dürfen keine Touristen und Gäste mehr empfangen.

Die Soforthilfen reichen nach Angaben des Ministeriums von 5000 Euro bei fünf Beschäftigten bis zu 7500 Euro bei zehn Beschäftigten. Die Anträge seien bei der Bezirksregierung zu stellen.

Update 26. März, 12.12 Uhr: Kuka gibt wegen Coronavirus-Krise keinen Ausblick auf 2020

Der Roboterhersteller Kuka wagt angesichts der Coronavirus-Krise keinen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Die Produktion am Stammsitz Augsburg laufe noch, die Krise werde aber "deutliche Einbußen" hinterlassen.

Kuka will insbesondere in den Bereichen Services, Logistik, Automatisierung mit Robotern und Healthcare in den kommenden drei Jahren rund 500 Millionen Euro investieren. 

Alle weiteren Details zu der aktuellen Kuka-Meldung findest du >>> hier.

Der Roboterhersteller Kuka rechnet mit deutlichen Einbußen. (Archiv)
Der Roboterhersteller Kuka rechnet mit deutlichen Einbußen. (Archiv)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update 26. März, 11.12 Uhr: Vorerst kein Mannschaftstraining beim 1. FC Nürnberg

Trotz der beendigten häuslichen Quarantäne der Fußball-Profis beim 1. FC Nürnberg verzichtet der fränkische Traditionsverein erstmal weiter auf ein Mannschaftstraining.

Nach dem positiven Coronavirus-Befund bei Fabian Nürnberger (20) wurden Mannschaft und Trainerstab des Fußball-Zweitligisten für 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt. Diese Frist endet an diesem Freitag. 

Update 26. März, 10.34 Uhr: Betrüger nutzen Corona-Krise in Bayern

In Bayern haben mehrere Betrüger die Corona-Krise ausgenutzt. Die Polizei in Bayern berichtet am Donnerstag von versuchtem Überweisungsbetrug und dubiosen Angeboten eines Putzdienstes gegen Viren. 

In Cham erhielt eine 69-jährige Frau einen Anruf, dass ihre Hausbank aufgrund der Corona-Krise geschlossen werden müsse. 

Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter der Bank aus und erkundigte sich nach ihren Bankdaten. 

Die Hintergründe hierzu findest du >>> hier.

Update 26. März, 08.57 Uhr: Umfrage: Zufriedenheit der Bayern mit Söder in Corona-Krise gewachsen

Selbst Anhänger anderer Parteien sind mit Markus Söders Handeln derzeit zufrieden. (Archiv)
Selbst Anhänger anderer Parteien sind mit Markus Söders Handeln derzeit zufrieden. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

In der Corona-Krise ist die Zufriedenheit der Bürger in Bayern mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutlich gestiegen. 

Das gilt nach einer Umfrage im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" für Anhänger aller Parteien.

Insgesamt bescheinigten demnach 61 Prozent der Befragten dem Regierungschef und CSU-Vorsitzenden, dass sie mit seiner Arbeit "eher zufrieden" oder "sehr zufrieden" seien. 

Die genauen Infos findest du >>> hier.

Update 26. März, 08.42 Uhr: Bayern-Ehrenpräsident Hoeneß: Es wird "eine neue Fußballwelt geben"

Nach Ansicht von Uli Hoeneß wird die Welt des Fußballs nach dem ungewissen Ende der weltweiten Coronavirus-Pandemie eine völlig andere sein. 

"Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können", sagte der langjährige Präsident es FC Bayern München in einem Gespräch mit dem Fachmagazin "Kicker" am Donnerstag. 

Die vollständige Meldung zu Hoeneß' Aussagen findest du >>> hier.

Update 26. März, 08.19 Uhr: Aiwanger: Mitte April muss völliger Stillstand überwunden sein

Mitte April will er die "Kurve gekratzt haben": Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. (Archiv)
Mitte April will er die "Kurve gekratzt haben": Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat ein mögliches Datum für eine Lockerung der massiven Beschränkungen in der Corona-Krise angedeutet. 

Besonders mit Blick auf die Wirtschaft sagte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks: "Wir halten das natürlich nicht monatelang durch, sondern meine Einschätzung ist, irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben."

Derzeit seien vor allem Gastronomie und Hotellerie, aber auch global agierende Unternehmen aus Maschinenbau und Autoindustrie betroffen, sagte der Politiker der Freien Wähler am Mittwochabend im "BR-extra"-Interview. 

"Der Stillstand wäre nicht auf Dauer durchzuhalten, weil das die Wirtschaft so abwürgt, dass wir am Ende mehr Tote hätten, weil die Grundversorgung nicht mehr funktioniert."

Update 26. März, 07.19 Uhr: Gottesdienst-Übertragungen boomen

Online und im TV steigen die Zuschauerzahlen. (Archiv)
Online und im TV steigen die Zuschauerzahlen. (Archiv)  © Markus Scholz/dpa

In Zeiten verbotener Kirchenmessen, wurden die irdischen Diener Gottes erfinderisch. 

"Die Zahlen bei Gottesdiensten und dem 'Wort zum Sonntag' haben sich im Durchschnitt um 70 Prozent erhöht", sagte der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, der Deutschen Presse-Agentur in München.

"Bei einigen kirchlichen Formaten hat sich der Zuspruch sogar nahezu verdoppelt." 

Auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat den Eindruck, "dass es enormen Zulauf gibt".

Die Marktanteile stiegen in den zweistelligen Bereich. Ausführliche Informationen zum Gottesdienst auf dem Screen findest du >>> hier.

Update 26. März, 06.39 Uhr: Corona lässt Milchpreise sinken - Bauern und Molkereien nervös

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. 

Doch die Gastronomie kauft deutschlandweit quasi nichts mehr, und der Verkauf ins Ausland ist derzeit ebenfalls sehr schwierig.

Einen umfassenderen Beitrag zu diesem Thema findest du >>> hier.

Update 26. März, 06.20 Uhr: Schwierige Spargelernte in Zeiten von Corona

Die Spargelsaison in Bayern hat begonnen. In diesem Jahr sind die Landwirte nicht in erster Linie vom Wetter abhängig, sondern haben vor allem mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. 

Es fehlt an Erntehelfern, zudem sind die Bestellungen aus der Gastronomie weggebrochen, wie Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbandes Südbayern, in Schrobenhausen sagt. Die Situation sei sehr schwierig. "Wir können die Spargelsaison ja nicht verschieben wie die Bundesliga ihre Spiele."

Einen umfangreichen Bericht findest du >>> hier.

Update 25. März, 19.52 Uhr: Tschechien lässt Gesundheitsmitarbeiter nach Deutschland pendeln

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag mit.

Diesen Berufen komme eine Schlüsselaufgabe bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu, hieß es zur Begründung. Für alle anderen tschechischen Berufspendler gilt, dass sie ab Donnerstag in den jeweiligen Nachbarländern für einen längeren - empfohlen wird ein dreiwöchiger - Zeitraum arbeiten müssen. Nach ihrer Rückkehr nach Tschechien kommen sie in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne.

Tschechien hatte Mitte März den Notstand ausgerufen und einen weitgehenden Ein- und Ausreisestopp verhängt. Nach dem Schengener Grenzkodex können Kontrollen an den Binnengrenzen unter außergewöhnlichen Umständen für höchstens 30 Tage eingeführt werden. Dies kann jedoch immer wieder um 30 Tage verlängert werden. In Tschechien gab es bis Mittwochabend 1654 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Es waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums sechs Todesopfer zu beklagen.

Update 25. März, 17.54 Uhr: 195 neue Coronavirus-Infektionen in München bestätigt

In München wurden am Mittwoch 25. März 195 neue Fälle bestätigt (Stand 13.30 Uhr), wie die Stadt mitteilte. 

Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.576 Infektionen gemeldet.

Zum Vergleich: vergangener Woche waren es noch 150 bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 509).

Update 25. März, 17.35 Uhr: Bayerns Unis planen trotz Corona mit Sommersemesterstart am 20. April

Trotz der nicht ansatzweise kalkulierbaren Entwicklung in der Corona-Krise planen Bayerns Universitäten und Hochschulen mit einem Vorlesungsbeginn am 20. April. 

"Ein Ausfall des gesamten Sommersemesters ist für uns keine Option", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Das Coronavirus stelle jeden vor bislang unbekannte, große Herausforderungen. "Dennoch müssen wir in dieser Extremsituation einen möglichst kühlen Kopf bewahren und klug und verantwortungsvoll handeln. Unter den Hochschulen herrscht Konsens, dass das Sommersemester 2020 stattfinden soll."

Der Freistaat und seine Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen setzen daher alles daran, den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 am 20. April 2020 starten zu können - wenn auch voraussichtlich unter veränderten Rahmenbedingungen. So würden die Online-Angebote täglich erweitert und alternative Lehrkonzepte entwickelt.

"Wir werden unsere Hochschulen nach Kräften dabei unterstützen, ihren Studentinnen und Studenten unter diesen außergewöhnlichen Umständen ein adäquates Studienangebot machen zu können. Oberste Priorität hat dabei selbstverständlich die Gesundheit", betonte Sibler.

Update 25. März, 17.29 Uhr: Kaum Helfer und kaum Lebensmittel - Tafeln leiden unter Corona-Krise

Den Tafeln in Bayern fehlen wegen der Corona-Krise immer mehr Helfer und Lebensmittel. "Es ist wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München.

In der aktuellen Krisenlage fehlten vielerorts Helfer und wegen der hohen Nachfrage in den Supermärkten auch Lebensmittel, die an Bedürftige weitergegeben werden könnten. Viele der sonstigen ehrenamtlichen Helfer könnten derzeit nicht eingesetzt werden, da sie selbst zu den Coronavirus-Risikogruppen gehörten, beispielsweise wegen ihres Alters oder chronischen Erkrankungen.

Der Besuch von Tafeln ist ausdrücklich auch zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern erlaubt. Damit die bedürftigen Menschen weiterhin versorgt werden könnten, brauche es noch mehr Unterstützung von freiwilligen jungen Helferinnen und Helfern, hieß es weiter. Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, hätten manche Tafeln bereits auf einen Bringdienst umgestellt.

Update 25. März, 17.27 Uhr: BN - Bei Vergabe von Corona-Geldern auf Nachhaltigkeit achten

Der Bund Naturschutz (BN) fordert, bei den Finanzhilfen für Unternehmen in der Corona-Krise auf Nachhaltigkeit zu achten. 

"Alle Gelder, insbesondere die Gelder an große Unternehmen, müssen darauf geprüft werden, ob sie neben ihrer kurzfristigen Wirkung auch langfristigen gesellschaftlichen Nachhaltigkeitszielen wie Klima- und Artenschutz dienen", sagt der Vorsitzende Richard Mergner in einer gut siebeneinhalb Minuten langen Videobotschaft. "Das heißt auch wieder mehr Läden innerorts statt Supermärkte auf der grünen Wiese, mehr Ökolandwirte in der Region und erneuerbare Energie vor der Haustür. Dezentral ist krisensichererer."

Ferner fordert Mergner in dem Video ein "weitsichtiges Konjunkturprogramm" und einen "Green Deal" für Deutschland, der Menschen sozial absichere, neue Arbeitsplätze schaffe und den Weg in eine klimafreundliche Zukunft mit starken regionalen Kreisläufen weise. "Wir müssen die Fehler früherer Krisen vermeiden."

Die Corona-Krise betrifft den Verband auch direkt, wie es in der am Mittwoch verbreiteten Mitteilung heißt: So arbeiten viele Mitarbeiter nun von zu Hause aus, seien per Telefon und Mail aber erreichbar. Und die für Mai geplante Delegiertenversammlung werde abgesagt.

Update 25. März, 17.24 Uhr: Ostern ohne öffentliche Gottesdienste

Wegen der Corona-Pandemie werden auch die Kar- und Ostergottesdienste im Freistaat ausfallen. "Wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten", heißt es in einem Schreiben des Erzbischofs und Kardinals Reinhard Marx an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums vom Mittwoch. 

Marx will die Gottesdienste nun ohne Öffentlichkeit im Münchner Liebfrauendom feiern und im Internet streamen. Entsprechend dem allgemein gültigen Verbot von Veranstaltungen dürfen die Gläubigen bis zum 19. April nicht mehr in Kirchen zusammenkommen. Gebete Einzelner sind aber erlaubt.

"Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat", schreibt Marx. Aber: "Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben." Gleichzeitig könne aber auch jeder zuversichtlich sein: "Wenn wir wieder zurückkehren in unsere Kirchen, wollen wir ein wirkliches Fest des Glaubens feiern, ein Fest der Auferstehung; das wäre schön!".

Auch andere Bistümer planen Online-Übertragungen von Gottesdiensten. Die Kirchen selbst stehen laut Marx tagsüber den Menschen einzeln zum Gebet offen. Allerdings würden keine Heiligen Gräber aufgebaut. Zudem soll es für die Feiertage Vorlagen für Hausgottesdienste geben. Als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität läuten im Einklang mit anderen deutschen Bistümern und Landeskirchen täglich um 19.30 Uhr Glocken, außer an Karfreitag und Karsamstag.

Update 25. März, 16.50 Uhr: Coronavirus stoppt Froschhelfer nicht

Frösche und Kröten können sich trotz der bayernweiten Ausgangsbeschränkungen darauf verlassen, dass ihnen die Helfer vom BUND Naturschutz bei ihren Wanderungen zur Seite stehen. 

Jedes Jahr kehren im Frühjahr 500.000 bis 700.000 Amphibien im Freistaat zu ihren Laichgewässern zurück. Die Naturschützer helfen den Tieren dabei, mithilfe von Schutzzäunen und Eimern so sicher wie möglich über Straßen zu gelangen.

"Am Freitag gab es wegen der Ausgangsbeschränkungen durchaus Verunsicherung innerhalb der Teams. Wir konnten aber schnell herausfinden, dass das Kontrollieren der Zäune als Spazierengehen zählt", sagt der Artenschutzexperte der Umweltschutzorganisation, Uwe Friedel. Eine kleine Einschränkung sei die Anweisung, die Kontrollen nur noch alleine durchzuführen, aber auch das erschwere die Arbeit nicht sonderlich. Freiwillige, die trotz der erschwerten Bedingungen den Fröschen und Kröten helfen, gebe es aktuell noch genug.

Friedel zufolge wird nur der Abbau der Zäune, der im Normalfall am Ende der Wanderungen Mitte/Ende April stattfindet, erschwert sein. Aber auch dafür gebe es schon eine Lösung: Einige der Zäune würden einfach nur geöffnet. So können sich die "Hüpferlinge", also die Jungtiere, frei bewegen. Im Gegensatz zu den älteren Tieren im Frühjahr wandert der Nachwuchs nicht in einem festen Zeitraum, sondern über längere Zeit verteilt. Deshalb werden dann auch keine Zäune aufgebaut, damit die Tiere nicht an den Barrieren verenden.

Update 25. März, 16.39 Uhr: Coronavirus-Krise ruft Kriminelle auf den Plan

Kriminelle wollen die Unsicherheiten der Menschen in der Coronavirus-Krise ausnutzen. In Augsburg haben sich zwei Männer als angebliche Gesundheitsamt-Mitarbeiter ausgegeben, um in die Wohnung einer Frau zu gelangen. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, gaben die mit grüner Schutzkleidung ausgestatteten Gauner an, bei der Bewohnerin einen Abstrich machen zu müssen.

Die 23-Jährige öffnete den Männern am Dienstag aber nicht die Tür. Als sie die Dienstausweise der angeblichen Behördenmitarbeiter verlangte, behaupteten die Männer, diese im Auto vergessen zu haben. Dann suchten sie das Weite. Die Polizei lobte, dass sich die Frau "vorbildlich verhalten und die mutmaßliche Betrugshandlung erkannt" habe. Das Gesundheitsamt komme nicht ohne Anmeldung zu den Bürgern. Im Zweifel sollten Betroffene sofort den Polizei-Notruf 110 wählen.

Im Augsburger Vorort Neusäß kontrollierten die Beamten unterdessen zwei Männer, die möglicherweise ebenfalls durch die Coronakrise in Wohnhäuser gelangen wollten. Die 33 und 60 Jahre alten Männer hatten Angebotsschreiben für eine "Corona Hausreinigung" und entsprechendes Material dabei und liefen auffällig durch die Straße, wo sie in jedes Grundstück sahen. Die Polizei sucht nun nach möglichen Betrugsopfern.

Update 25. März, 16.26 Uhr: Verwaltungsgerichtshof muss Ausgangsbeschränkungen überprüfen

Die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise müssen vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof überprüft werden. 

Es seien zwei Normenkontrollanträge eingegangen, über die zudem im Eilverfahren entschieden werden soll, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in München. Die Antragsteller wehren sich gegen die Verordnung der Staatsregierung, die unter anderem das Verlassen der Wohnung nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. 

Zunächst bekommt nun die Staatsregierung Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit einer Entscheidung des zuständigen Senats sei deshalb voraussichtlich nicht mehr in dieser Woche zu rechnen, sagte die Gerichtssprecherin.

Update 25. März, 16.18 Uhr: Manuel Neuer spricht über Gehaltsverzicht beim FC Bayern München

Manuel Neuer hat als Mannschaftskapitän des FC Bayern den Gehaltsverzicht der Münchner Profis in der Corona-Krise thematisiert.

Was genau der Schlussmann zu sagen hat, lest Ihr >>> hier.

Manuel Neuer hat den Gehaltsverzicht der Münchner Fußballprofis erklärt.
Manuel Neuer hat den Gehaltsverzicht der Münchner Fußballprofis erklärt.  © Sven Hoppe/dpa

Update 25. März, 16.16 Uhr: Überblick über die Fallzahlen in Bayern

In Bayern sind inzwischen 7289 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle, sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Mittwoch. Eck ist wegen der Coronakrise für drei Monate vorübergehend vom Innen- ins Gesundheitsministerium gewechselt.

Neben den Zahlen der Infizierten und Toten veröffentlicht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) täglich (Stand 10 Uhr) auf seiner Internetseite auch die "Fälle nach Meldedatum". Nachdem diese von 1026 am Samstag in den darauf folgenden Tagen deutlich auf 569 beziehungsweise 536 zurückgegangen waren, verzeichnete das LGL für Dienstag wieder einen Anstieg auf 783 gemeldete Fälle.

Hintergrund dieser Daten ist, dass die Angaben dem Datum entsprechen, an dem das Gesundheitsamt vor Ort Kenntnis von einem positiven Laborbefund erhalten hat. Die Behörden melden die Zahlen aber nicht immer sofort an das LGL weiter, so dass die Angaben auf der Homepage sich auch in den Folgetagen noch erhöhen können. 

"Von einem nachhaltigen Rückgang der Fallzahlen können wir noch nicht sprechen", erklärte so auch eine LGL-Sprecherin. "Zunächst muss die weitere Entwicklung beobachtet werden. Denn es kann durchaus noch zu Nachmeldungen kommen."

Update 25. März, 16.05 Uhr: Cathy Hummels will im Zuge der Corona-Krise helfen

Cathy Hummels versucht, auch in Zeiten der Corona-Krise lebensfroh zu bleiben. Deswegen hat sich die Influencerin mit Modedesignerin Irene Luft zusammengetan - und will Menschen helfen.

Wie genau die Hilfe aussieht, erfahrt Ihr >>> hier.

Cathy Hummels will im Zuge der Corona-Krise helfen.
Cathy Hummels will im Zuge der Corona-Krise helfen.  © Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

Update 25. März, 15.41 Uhr: Basketball-Bundesliga pausiert weiter

Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb noch einmal weiter bis Ende April aus. Darauf verständigten sich die Liga und die 17 Clubs am Mittwoch in einer Videoschalte. Nach rund dreistündigen Beratungen entschieden sich die Verantwortlichen noch einmal gegen einen Abbruch der Saison, wie ihn die Deutsche Eishockey Liga vor kurzem beschlossen hatte.

Der Beschluss sei "die einzig logische Entscheidung", sagte Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic. "Somit besteht auch weiterhin Zeit, zu diversen Problemstellungen und Szenarien Lösungen zu erarbeiten. Zudem erhält sich die BBL die Option auf eine Fortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt, sofern dies denn gesundheitlich und rechtlich möglich sein sollte."

Priorität habe weiterhin die Gesundheit aller Menschen, äußerte der 43 Jahre alte Pesic.

Es bleibt das erklärte Ziel der Bundesliga, die Saison 2019/20 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen, "gegebenenfalls mit einem gekürzten respektive verdichteten Modus", hieß es in einer Liga-Mitteilung. Die Entscheidung sei mit "deutlicher Mehrheit" getroffen worden. Damit wird frühestens im Mai weitergespielt.

Update 25. März, 15.38 Uhr: Graffiti-Sprayer kritisieren Regierungshandeln in Corona-Krise

Mit Graffitis an Hauswänden haben ein oder mehrere unbekannte Sprayer in München die Regierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Schriftzüge hätten in den vergangenen Tagen bereits Schäden von mehreren Tausend Euro verursacht, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen und dem Erlass von Allgemeinverfügungen seien mehrere "regierungsfeindliche Propagandasprüche im Zusammenhang mit Corona" an Hauswände und Oberflächen gesprüht worden, erläuterte ein Sprecher. So sei an einem Haus ein ungefähr sechs Meter langer Schriftzug in schwarzer Farbe angebracht worden. 

Die Beamten gehen von einem linkspolitischen Hintergrund aus und ermitteln, ob es sich jeweils um den beziehungsweise die gleichen Täter handelt.

Update 25. März, 15.37 Uhr: Hamburgs Bürgermeister über bayerische Corona-Maßnahmen verärgert

Die bayerischen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben bei Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für Ärger gesorgt. "Es gibt diejenigen, die darauf achten, dass es koordiniert zugeht. Und es gibt eine bayerische Staatsregierung, in der der Kultusminister in der Kultusministerkonferenz Schulschließungen ablehnt, während sein Ministerpräsident zeitgleich mit Schulschließungen vorangeht", sagte der SPD-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit". "So etwas stiftet Verwirrung."

Die Bereitschaft der Bundesländer zur Koordination sei unterschiedlich ausgeprägt. "Aber wir müssen erkennen, dass wir das Coronavirus nur gemeinsam aufhalten. Die Viren machen nicht Halt an Landesgrenzen", sagte Tschentscher. "Letztlich ist das hier kein Wettbewerb um politische Popularität."

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher ist mit dem Vorgehen nicht einverstanden. 
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher ist mit dem Vorgehen nicht einverstanden.   © Daniel Reinhardt/dpa

Update 25. März, 15.35 Uhr: Tiere verlassen nach Passionsabsage Oberammergau

Nach der Absage der Oberammergauer Passionsspiele sind die tierischen Mitspieler vorerst aus ihren Rollen entlassen worden. Am Mittwoch verließen der Esel Sancho und zwei Kamele den Passionsspielort. Der katalanische Riesenesel hätte Jesus beim Einzug nach Jerusalem tragen sollen. Besitzerin Elke Kerler holte ihn nun jedoch ab, zusammen mit den Kamelen Nalani und Amira, die bei einer Szene mit Herodesdienern an der Reihe gewesen wären. In der vergangenen Woche war die für den 16. Mai geplante Premiere wegen der Corona-Epidemie auf 2022 verschoben worden.

Sancho ist mit 250 Kilogramm Gewicht und 1,40 Metern Schulterhöhe deutlich größer und stärker als der Esel von 2010 - der hatte nur 1,15 Meter Schulterhöhe. Gerade deshalb war Sancho ausgewählt worden. Denn im Herbst gab es Debatten um das Tierwohl. Die Organisation Peta hatte den Ritt eines erwachsenen Christus-Darstellers auf einem Esel als tierschutzwidrig kritisiert - und einen zeitgemäßen Einzug von Jesus nach Jerusalem verlangt, etwa auf einem E-Roller.

Die Behörden prüften - gaben dann aber doch erneut grünes Licht für den Esel. Das betreffende Tier müsse freilich für die Aktion geeignet und stark genug sei, den Jesus die nötige Strecke - ungefähr 30 Meter - zu tragen.

Update 25. März, 15.25 Uhr: Hilfsangebote von Spontanhelfern

Wie die Feuerwehr München mitteilte, erreichen die Retter über "verschiedene Wege" diverse Hilfsangebote aus der bayerischen Landeshauptstadt. So würden Firmen, Privatpersonen und auch Vereine Hilfe jeder Art anbieten. Seien es beispielsweise Fahrdienste für ältere Menschen oder Materiallieferungen von Hilfsmitteln. 

Diese Art der Hilfsbereitschaft mache die Helfer stolz. München halte in der Krise zusammen. Es gebe jedoch in diesem Zusammenhang etwas zu beachten.

"Die Behörden sind aber bereits mit der Koordinierung und Verteilungen der staatlich gelieferten Hilfsmittel wie Masken, Schutzanzügen und weiteren Materialien stark ausgelastet, denn der gesamte medizinische Bereich kann und darf auch keine Hilfsmittel verwenden, die nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen", heißt es.

Um die Hilfsangebote annehmen zu können, sei es deshalb wichtig, diese zu bündeln und in der Folge an die richtigen Kontakte zu vermitteln. Daher wird gebeten, derzeit von privaten Hilfsangebote an die Behörden abzusehen. "Wenden Sie sich mit Ihren privaten Hilfsangeboten an die verschiedenen Spontanhelferplattformen, wie zum Beispiel "WIRHELFEN" (https://wirhelfen.eu/). Dort finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Hilfsangebote anzubieten."

Update 25. März, 15 Uhr: Dealer fliegt wegen Coronavirus-Vorschriften auf

Die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronakrise haben im Allgäu einen Drogenhändler auffliegen lassen. In der Nacht zum Mittwoch kontrollierten Polizisten in Sonthofen eine sechsköpfige Gruppe, weil sich diese ohne triftigen Grund auf der Straße unterhielt. Dabei fiel den Beamten auf, dass neben den Kontrollierten zwei Tütchen mit Drogen lagen. 

Gegen einen Mann wird nach Angaben der Polizei nun wegen Verdachts auf Rauschgifthandel ermittelt, zwei weitere aus der Gruppe erhielten ebenfalls Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Ein Dealer konnte von der Polizei wegen der Coronavirus-Vorschriften gefasst werden. (Symbolbild)
Ein Dealer konnte von der Polizei wegen der Coronavirus-Vorschriften gefasst werden. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Update 25. März, 13.50 Uhr: Corona-Krise könnte Lindau in finanzielle Schwierigkeiten bringen

Die durch das Coronavirus verursache Krise bringt nicht nur Unternehmen in Schwierigkeiten, sie könnte auch die Kassen der Gemeinden in den Urlaubsregionen stark belasten. Das Lindauer Landratsamt sorgt sich nun besonders um die finanziellen Spielräume der Stadt Lindau. Denn die Bodenseestadt ist weit überdurchschnittlich verschuldet.

Wie die Kreisbehörde am Mittwoch berichtete, wurde der Haushaltsplan der Stadt erneut nur mit gewissen Auflagen genehmigt. Die Kommunalaufsicht befürchtet, dass es wegen der Coronavirus-Pandemie aufgrund geringerer Steuereinnahmen zu wesentlichen Änderungen im Haushalt kommen muss. 

Lindau ist mit mehr als einer Million Übernachtungen pro Jahr und zahllosen Tagesgästen stark auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen.

Nach Angaben des Landratsamtes plant die Stadt bislang, in diesem Jahr die Verschuldung von knapp 32 auf mehr als 42 Millionen Euro zu erhöhen. Wenn man die kommunalen Betriebe noch dazurechne, habe Lindau zum Jahresende geplante Schulden von fast 104 Millionen Euro. Dies seien 4048 Euro pro Einwohner im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 916 Euro.

Update 25. März, 13.30 Uhr: Corona-Krise bremst Zuzug

Wegen der Corona-Krise könnte die Einwohnerzahl der Region München in diesem Jahr erstmals seit Jahren stagnieren. Der Geschäftsführer des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München, Christian Breu, sagte am Mittwoch. "Für 2020 rechne ich mit Stagnation oder sogar einem Rückgang."

Der Grund: Das Wachstum der Bevölkerung wird seit Jahren hauptsächlich von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen neuen Arbeitsplätzen getrieben. Doch wenn die Wirtschaft zeitweise weitgehend stillsteht, entstehen auch weniger Arbeitsplätze.

Den ausführlichen Bericht findest du >>> hier.

Update 25. März, 13.15 Uhr: Wegen Corona-Krise neue Düngeverordnung erst ab 2021

Wegen der Corona-Krise fordert Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber eine spätere Umsetzung der neuen Düngeverordnung. "Die Landwirte sollten die Vorgaben der neuen Düngeverordnung erst ab 2021 anwenden müssen. Damit bekämen sie in diesen Krisenzeiten ausreichend Zeit für die notwendigen betrieblichen Anpassungen", sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Kaniber schließt sich damit einer Forderung der deutschen Landwirte an. Sie betonte, dass sie bei der Bundesratssitzung am Freitag einen Antrag stellen werde und "eine breite Unterstützung des Antrags durch andere Bundesländer" erwarte.

In einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) fordern die Agrarminister aus Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine "größtmögliche Flexibilität" der EU-Kommission auf diese Ausnahmesituation. 

"Die landwirtschaftliche Produktion ist ein systemrelevanter Bereich der europäischen Infrastruktur und viele Betriebe sind durch die Pandemie stark betroffen", heißt es in dem Schreiben, welches der DPA vorliegt. 

Update 25. März, 13 Uhr: 290 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in München

Seit Dienstag war die Polizei erneut mehrfach in München unterwegs um die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus zu kontrollieren.

Bei über 6400 Überprüfungen wurden laut Bericht bis Mittwochmorgen 290 Verstöße festgestellt. In 137 Fällen mussten Personen angezeigt werden, weil sie sich nicht an die Regeln hielte. 

Mehr dazu liest Du >>> hier.  

Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff. (Symbolbild)
Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Update 25. März, 12.37 Uhr: Landtag billigt neues Infektionsschutzgesetz - Alle Fraktionen dafür

Die bayerische Staatsregierung bekommt im Kampf gegen das Coronavirus noch weitreichendere Befugnisse. Sie kann nun einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen und damit leichter medizinisches Material beschlagnahmen sowie direkt auf medizinisches und pflegerisches Personal zugreifen.

Das regelt ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz, das der Landtag am Mittwoch in seltener Einmütigkeit billigte.

Details dazu findest du im Artikel-Update >>> hier.

Update 25. März, 11.50 Uhr: 1000 weitere Pflegekräfte melden sich freiwillig zur Hilfe

Innerhalb nur eines Tages haben sich 1000 weitere Pflegekräfte in Bayern freiwillig zur Hilfe gemeldet. Das Gesundheitsministerium habe einen Aufruf gestartet, dass sich alle Pflegekräfte, die gerade nicht im Pflegeberuf tätig seien, sondern anderweitig, freiwillig melden können, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in der Plenarsitzung des Landtags in München.

In kürzester Zeit meldeten sich viele freiwillig. "Ich finde das großartig", so Huml. "Es kommt darauf an, dass wir jetzt Solidarität zeigen, aber auch Entschlossenheit", sagte Huml. "Es geht darum, unser Gesundheitssystem nicht zu kollabieren lassen."

Update 25. März, 11.18 Uhr: Parlamentarische Kontrolle in Zeiten von Corona essenziell

Das Infektionsschutzgesetz sieht umfassende Befugnisse der Staatsregierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor - gerade daher betonen die Landtags-Grünen die wichtige Rolle der parlamentarischen Kontrolle. "Gerade in Krisenzeiten wie dieser, ist es unsere oberste Pflicht als Parlamentarier und Parlamentarierinnen, unsere Demokratie auch zu schützen", sagte der Grünen-Abgeordnete Andreas Krahl am Mittwoch in der Plenarsitzung des Landtags in München.

"Bei aller gebotenen Eile in Zeiten dieser Pandemie" seien die Grünen "zutiefst davon überzeugt, dass es richtig und wichtig war, das Parlament einzubinden und unsere demokratischen Regeln auch zu respektieren". So seien keine Alleingänge des Ministerpräsidenten oder der zuständigen Ministerin möglich.

Das Gesetz greife in die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger ein. Deswegen sei es wichtig, die Haltbarkeit des Gesetzes auf dieses Jahr zu begrenzen. "Wenn wir diese Krise - hoffentlich bald - bewältigt haben, dann werden wir dieses Gesetz eben nicht irgendwo in einer Schublade die nächsten Jahrzehnte mit uns rumschleppen."

Nach Corona sei dann die Zeit der kritischen Überprüfung und Nachbesserung. "Nach Corona wird auch die Zeit sein, darauf zu achten, den Bürgerinnen und Bürgern allen ihnen zustehenden Freiheiten zu garantieren", sagte Krahl.

Update 25. März, 11.10 Uhr: Landtag will Infektionsschutzgesetz absegnen

Der Landtag steht im Kampf gegen das Coronavirus an der Seite der Staatsregierung und will deshalb in seltener Einigkeit ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz auf den Weg bringen. "Wir ziehen am gleichen Strang in die gleiche Richtung", sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Bernhard Seidenath (CSU), am Mittwoch in einer Plenarsitzung im Landtag in München.

Alle Fraktionen unterstützen das Gesetz, mit dem die Staatsregierung deutlich umfassendere Befugnisse im Kampf gegen die Corona-Krise bekommen soll.

Sie kann dann einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen. Beschlagnahmungen von medizinischem Material und der Zugriff auf medizinisches und pflegerisches Personal werden dann erleichtert.

"Es geht darum, Leben zu retten", sagte Seidenath. Man habe es mit einer "Katastrophensituation" zu tun mit einer Ursache, die man nicht sehen könne. In dieser Situation müsse die Exekutive zupackend handeln und überlebensnotwendige Entscheidungen treffen können.

Man wolle bestmöglich auf den Anstieg der Fallzahlen vorbereitet sein, sagte Seidenath und betonte: "Wir haben den Höhepunkt der Pandemie noch längst nicht erreicht."

Das Gesetz soll bis Ende des Jahres befristet sein. "Es ist letztlich eine Notstandsgesetzgebung, eine Gesundheitsnotstandsgesetzgebung", betonte Seidenath.

Update 25. März, 11.03 Uhr: Unterbrechung im Regensburger Korruptionsprozess

Das Coronavirus macht den Beteiligten im Regensburger Korruptionsprozess einen Strich durch die Rechnung. Wegen der Infektionsgefahr unterbrach Vorsitzender Richter Georg Kimmerl den Prozess vorübergehend. 

Der nächste Verhandlungstag sei in Absprache mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung nun für den 21. April geplant. Die weitere Prozessplanung werde dann angepasst.

Angeklagt ist Regensburgs suspendierter Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich im Kommunalwahlkampf 2014 von Bauunternehmern bestechen lassen zu haben.

Laut Strafprozessordnung (StPO) darf eine Hauptverhandlung in der Regel für höchstens vier Wochen unterbrochen werden. Das Bundesjustizministerium arbeitet derzeit an einer entsprechenden gesetzlichen Regelung, die eine längere Pause erlaubt. 

So soll verhindert werden, dass viele Verhandlungen nicht durchgeführt werden können und neu begonnen werden müssen.

Update 25. März, 10.01 Uhr: Todesfälle in Pflegeheim

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatte sogar bei der Bundeswehr um Hilfe gebeten. (Archivbild)
Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatte sogar bei der Bundeswehr um Hilfe gebeten. (Archivbild)  © Daniel Peter/www.danielpeter.net/dpa

Am Montagvormittag gab es eine Pressekonferenz zu den neun Corona-bedingten Todesfällen in einem Seniorenheim in Würzburg. Inzwischen ist die Anzahl dieser Fälle aus dem Heim auf zehn gestiegen. Allesamt hatten Vorerkrankungen und waren über 80 Jahre alt.

Von 149 Bewohnern wurden 29 positiv getestet, bei den 42 Fachkräften und 44 Hilfskräften wurden 33 positiv getestet. Um einen Betrieb aufrecht zu erhalten, will man freigestelltes Personal aus anderen Häusern gewinnen. 

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr konnte hier nicht unterstützen, so Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Sowohl Universitätsklinik als auch Gesundheitsamt unterstützen das Pflegeheim, um bestmögliche Bedingungen zu schaffen und die Lage zu verbessern. Die Patienten sollen nun in andere "Gesundheitseinrichtungen" evakuiert werden. Details wollte der Oberbürgermeister nicht nennen.

Anschließend sprach der Leiter des Würzburger Gesundheitsamts, Dr. Johann Löw: Man verschwende 200 Testmöglichkeiten, die wo anders ebenfalls benötigt werden. Aber man müsse nun vor Ort alles dokumentieren können. Viele Aspekte sprechen für eine Evakuierung, einige auch dagegen. Man stehe nun vor einer großen Herausforderung.

Professor Georg Ertl, ärztlicher Direktor des Würzburger Universitätsklinikums, gibt außerdem bekannt, dass bis zu 160 Intensivbetten und 500 freie Patientenbetten in der Klinik geschaffen werden können. Jedoch rechne man mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen und befürchte gar eine regelrechte Welle.

Update 25. März, 9.12 Uhr: Aiwanger: Schnelle Corona-Hilfen - Prüfung folgt danach

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Kleinfirmen schnelle unbürokratische Corona-Hilfen versprochen. Zugleich warnt er aber vor Betrügereien bei den Anträgen.

Zunächst werde es keine Prüfung geben, ob die Corona-Krise wirklich Ursache der Finanznot sei, sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt am Morgen"). "Mein Ziel ist, dass alles, was jetzt beantragt ist, in den nächsten acht bis zehn Tagen bezahlt ist."

Später werde es allerdings eine Prüfung geben, kündigte der Politiker der Freien Wähler an. "Wenn wir dann wieder Luft zum Atmen haben in einigen Monaten, werden wir natürlich genauer drüberschauen, ob nicht Glücksritter darunter waren, die uns jetzt hinters Licht führen. Die müssen dann eben zurückzahlen."

Update 25. März, 8.40 Uhr: Sixt verkleinert vorerst seine Flotte

Autovermieter Sixt stemmt sich mit Kostensenkungen, herausgezögerten Investitionen und einer verkleinerten Flotte gegen die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie. Diese und weitere Maßnahmen sollen Einsparungen bis zu 100 Millionen Euro erreichen.

Man rechne für das Jahr 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. Dann werde eine deutliche Steigerung des Umsatzes und ein leichtes Plus beim Gewinn vor Steuern erwartet - und zwar nicht im Vergleich zu 2020, sondern zu 2019.

Einen umfangreicheren Beitrag findest du >>> hier.

Update 25. März, 7.58 Uhr: Augsburg kassiert für Coronavirus-Verstöße

Während noch an einem landesweiten Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gearbeitet wird, hat die Stadt Augsburg bereits ein einheitliches Bußgeld festgelegt. 

Wer nach einer ersten Belehrung durch den Ordnungsdienst nicht Folge leiste, bekomme eine Anzeige, erklärte ein Sprecherin der Stadt. Im Sofortvollzug würden dann pro Person 55 Euro kassiert.

Den kompletten Bericht dazu findest du >>> hier.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Dienstag angekündigt, dass ein Katalog mit Bußgeldhöhen erstellt werden soll, an denen sich die Kommunen orientieren können, wenn sie Verstöße gegen die Coronavirus-Vorschriften ahnden.

Grundsätzlich können nach Angaben des Ministeriums Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Update 25. März, 6.20 Uhr: Ulmer Bundeswehrkrankenhaus bereit sich auf Corona-Patienten vor

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bereitet 500 zusätzliche Betten vor.
Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bereitet 500 zusätzliche Betten vor.  © Felix Kästle/dpa

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bereitet sich auf einen möglichen deutlichen Anstieg von Covid-19-Patienten vor. 

Derzeit könnten in der Intensivmedizin rund 30 Patienten aufgenommen werden, sagte der Leiter der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Oberstarzt Matthias Helm. 

Weitere zehn Betten würden in der nächsten Zeit bereitgestellt. Je nach Entwicklung und Verlauf der Corona-Krise könnten auch noch andere Stationen für infizierte Patienten freigeräumt werden. Insgesamt hat die Klinik in Ulm knapp 500 Betten.

Die Vorbereitungen würden in Absprache mit anderen Krankenhäusern in der Region sowie mit dem eigenen Landkreis und den benachbarten bayrischen Behörden getroffen, sagte Helm. 

"Wir helfen uns gegenseitig aus." Noch könne niemand sagen, wie sich die Lage in der nahen Zukunft entwickle. "Wir haben alle Szenarien durchgespielt." 

Allerdings arbeite er mit einem hochmotivierten Team, das beispielsweise durch Auslandseinsätze bereits Erfahrungen in Extremsituationen gesammelt habe. "Deswegen ist bei uns auch eine gewisse Ruhe und Professionalität vorhanden."

Update 24. März, 21.50 Uhr: Landtag will neues Infektionsschutzgesetz beschließen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll an diesem Mittwoch (ab 10.00 Uhr) ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz im Landtag beschlossen werden. 

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Staatsregierung deutlich umfassendere Befugnisse im Kampf gegen die Corona-Krise bekommen soll: Sie kann dann einen "Gesundheitsnotstan" ausrufen. 

Beschlagnahmungen von medizinischem Material und der Zugriff auf medizinisches und pflegerisches Personal werden dann erleichtert.

Update 24. März, 19 Uhr: Regierung gegen schärfere Ausgangsbeschränkung

Ausgangsbeschränkungen, aber trotzdem raus an die Luft - Sport und Bewegung halten schließlich gerade in schwierigen Zeiten auch Leib und Seele gesund. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will deshalb derzeit keine schärferen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise. 

"Das wäre jetzt das falsche Signal", sagte er am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Erlaubt seien Aufenthalte an der frischen Luft, und das gelte "natürlich auch für einen Ausflug, wenn man den machen sollte."

Söder appellierte aber an alle, das in "vernünftiger Form" zu machen. Zuvor hatten die Bürgermeister im Tegernseer Tal verlangt, Ausflüge in ihre Region behördlich zu untersagen.

Update 24. März, 18.45 Uhr: Expertin kritisiert Söders "Bavaria-first"-Politik in Corona-Krise

Im Kampf gegen die Corona-Krise hat die Chefin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Ursula Münch, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine "Bavaria-first"-Politik vorgeworfen. 

Zwar finde sie seine Entscheidungen sachlich richtig, aber was die Abstimmung mit Kollegen aus den Bundesländern angehe, "ist dann doch ein bisschen der Gaul mit ihm durchgegangen", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen".

Der alte Markus Söder sei hier durchgeschimmert: "Ich weiß es halt besser und dann mache ich’s auch." Genau dieses "Bavaria-first" hätten ihm die anderen Ministerpräsidenten auch vorgehalten, sagte Münch. "Besser wäre es gewesen, er hätte Überzeugungsarbeit geleistet und dargelegt, dass es bei uns schneller gehen muss, weil Bayern näher an den Krisenherden liegt", sagte die Politikwissenschaftlerin.

Bayern hatte Ende vergangener Woche weitreichende Ausgangsbeschränkungen verkündet und damit schneller reagiert als andere Bundesländer oder der Bund. 

Update 24. März, 18.10 Uhr: Verantwortliche äußern sich zu neun Toten im Würzburger Heim

Nach neun Todesfällen bei Heimbewohnern aus einer Würzburger Senioreneinrichtung, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, gehen die Verantwortlichen am Mittwoch (9.30 Uhr) an die Öffentlichkeit. 

Neben dem ärztlichen Direktor des Würzburger Universitätsklinikums, Professor Georg Ertl, werden unter anderem auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und Landrat Eberhard Nuß (CSU) Stellung beziehen.

In den vergangenen Wochen waren neun Menschen aus der Senioreneinrichtung nach Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-19 gestorben. Am Montag lagen noch fünf positiv auf das Virus getestete Heimbewohner auf einer Infektionsstation des Universitätsklinikums Würzburg. 

Insgesamt wurden dort am Montag elf Patienten mit Covid-19 betreut, fünf davon auf der Intensivstation.

Die sonst belebte U-Bahn Station am Marienplatz ist menschenleer. 
Die sonst belebte U-Bahn Station am Marienplatz ist menschenleer.   © Sven Hoppe/dpa

Update 24. März, 17. 15 Uhr: Wahl der bayerischen Bierkönigin abgesagt

Bayern bekommt dieses Jahr keine neue Bierkönigin - der bayerischer Brauerbund hat die Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Krise abgesagt. 

"Derzeit müssen wir leider davon ausgehen, dass das Finale nicht wie geplant am 14. Mai 2020 im Löwenbräukeller stattfinden kann", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Lothar Ebbertz, in einer Mitteilung vom Dienstag.

Da zahlreiche Feste und Veranstaltungen, auf denen die Bierkönigin auftreten sollte, abgesagt wurden, wird demnach auch nicht auf anderem Weg abgestimmt - etwa online oder per Jury-Entscheidung. Die bereits ausgewählten sieben Finalistinnen sollen nun im kommenden Jahr gegeneinander antreten. 

Die amtierende Bierkönigin Vroni Ettstaller wird laut Brauerbund bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben. 

Die Wahl der Bayerischen Bierkönigin wird seit 2011 jährlich vom Bayerischen Brauerbund organisiert.  

Update 24. März, 17.05 Uhr: Bayerische Metall- und Elektroindustrie übernimmt Not-Tarifabschluss

Angesichts der Corona-Krise übernimmt die bayerische Metall- und Elektroindustrie den in Nordrhein-Westfalen ausgehandelten Not-Tarifvertrag. Er läuft bis Jahresende und verzichtet auf Lohnerhöhungen, dafür wird unter anderem ein Solidartopf eingerichtet, in den pro Mitarbeiter 350 Euro eingezahlt werden, wie IG Metall und der Arbeitgeberverband vbm am Dienstag mitteilten. 

Das Geld kann der Gewerkschaft zufolge für soziale Härtefälle, Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld oder für Eltern in Kinderbetreuung eingesetzt werden.

"Mit diesem Tarifabschluss geben wir den Beschäftigten in der Corona-Krise wenigstens ein Stück Sicherheit für ihre Arbeitsplätze und ihr Entgelt", sagte der IG Metall-Bezirksleiter Johann Horn. "Die Sozialpartner in Bayern haben Verantwortung übernommen und leisten ihren Beitrag, die Corona-Krise gemeinsam zu meistern."

Die Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, Angelique Renkhoff-Mücke, sagte: "Unsere Unternehmen haben bis Jahresende Planungssicherheit – das ist in diesen ungewissen Zeiten wichtig." Die Wirtschaft stehe vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. 

Die Situation sei existenzbedrohend für Unternehmen und Beschäftigte. Insgesamt habe man eine "angemessene und krisengerechte Tarifeinigung erzielt".

Update 24. März, 17 Uhr: 40 Milliarden gegen die Krise, Bayern pumpt Corona-Hilfen auf

Weder die gesundheitlichen noch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind in Bayern absehbar. Da der Wirtschaft der Kollaps droht, packt der Freistaat nie da gewesene Hilfspakete auf den Tisch.

Zum Schutz der heimischen Wirtschaft gegen die unkalkulierbaren Folgen der Corona-Krise spannt der Freistaat Bayern den größten Schutzschirm in seiner Geschichte auf. In Summe werde die Staatsregierung ein 40 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg bringen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. 

Mehr zum Hilfspaket liest Du >>>hier.

Update 24. März, 16.45 Uhr: Polizei ruft bei Twitter zu Nachbarschaftshilfe in Corona-Krise auf

Die Münchner Polizei hat mit einem Twitter-Aufruf verstärkte Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise gefordert. 

Damit leiste sie ihren Beitrag zu der derzeit auf Twitter viral gehenden "Nachbarschaftschallenge", sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Dienstag. Bei der Aktion teilen bereits seit Tagen tausende Twitternutzer unter dem gleichnamigen Hashtag Fotos von Aushängen in ihren Häusern, mit denen sie älteren oder kranken Nachbarn ihre Hilfe anbieten.

Die Münchner Polizei ergänzte ihren Tweet mit einer Dokumentvorlage, die jeder Hilfsbereite in seinem Wohnhaus aufhängen kann. 

"Grundgedanke dahinter ist, dass wir aufpassen müssen, dass der gesellschaftliche Kitt in so einer Zeit nicht verloren geht", sagte da Gloria Martins.

Update 24. März, 16.15 Uhr: Bayern stellt Geld für die Unterstützung von Seniorenhilfen bereit

Ältere Menschen ohne Familie oder Nachbarn, die sich in Corona-Zeiten um sie kümmern können, sollen sich über zentrale Anlaufstellen Hilfe holen können. 

Viele Gemeinden bieten schon eine telefonische Beratung für Senioren und auch Einkäufe an - organisiert von haupt- und ehrenamtlich Engagierten. Für die Koordination der Projekte und Hilfsangebote stelle der Freistaat Bayern jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt einen Pauschalbetrag von 60.000 Euro zur Verfügung, teilte die Staatsregierung am Dienstag in München mit.

Unter dem Motto "Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!" sollen außerdem online zentrale Anlaufstellen und Telefonnummern gesammelt werden. 

Nicht nur Senioren, sondern auch potenzielle Helfer sollen sich so besser informieren können.

Update 24. März, 16.10 Uhr: Meisterschaft im Staplerfahren wegen Corona verschoben

Wegen der Corona-Krise wird die für September in Aschaffenburg geplante deutsche Meisterschaft im Staplerfahren auf das nächste Jahr verschoben. 

Da wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus viele der regionalen Vorausscheide nicht durchgeführt werden können, habe man sich entschlossen, die Endausscheidung des "StaplerCups" erst wieder im September 2021 in Aschaffenburg stattfinden zu lassen, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

In den bundesweiten Regionalmeisterschaften messen sich demnach normalerweise jährlich von März bis Juli über 2000 Staplerfahrer. Die Sieger treffen sich Mitte September zum Finale in Aschaffenburg.

Im vergangenen Jahr hatte der Wettbewerb laut Veranstalter über 10.000 Besucher angezogen. Anliegen des "StaplerCups" sei die Verbesserung der Sicherheit in Lagern und Logistikbetrieben.

Update 24. März, 16 Uhr: Nürnberger Coronavirus-Fall geht es weiter gut

Nach seinem positiven Coronavirus-Befund geht es Fabian Nürnberger vom 1. FC Nürnberg weiter gut. "Mir geht es gesundheitlich gut", zitierten regionale Medien den 20 Jahre alten Defensivspieler am Dienstag. 

Wo er sich angesteckt hat, könne er sich noch immer nicht erklären. Symptome hat Nürnberger zudem keine gezeigt. Am 13. März wurde er für 14 Tage wie auch seine Teamkollegen in häusliche Quarantäne geschickt. Diese Frist endet an diesem Freitag. 

Zum Abschluss der Quarantäne ist nochmal ein weiterer Test geplant. Der "Club" hat abgesehen von Nürnberger keine weiteren Ansteckungen festgestellt.

Update 24. März, 15.40 Uhr: Krankenhaus erhält 1700 Schutzmasken als Spende

Der Krankenhausbetreiber in Weilheim-Schongau hat von drei Unternehmen insgesamt mehr als 1700 Schutzmasken als Spende erhalten. Wie das Krankenhaus am Dienstagnachmittag mitteilte, haben die Firmen unter anderem Mund- und Nasenschutzmasken sowie Atemschutzmasken der Typen FFP2 und FFP3 gespendet.

Die FFP2- und FFP3-Masken spielen bei der Eindämmung des Coronavirus eine wichtige Rolle, weil sie eine Übertragung von Bakterien und Viren verhindern können. 

Die FFP3-Masken werden zudem für besondere medizinische Maßnahmen benötigt.

Update 24. März, 15.30 Uhr: Münchner OB fordert eigene Einkaufszeiten für Risikogruppen

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Supermärkte in der Landeshauptstadt gebeten, für Risikogruppen spezielle Einkaufszeit zu reservieren. 

Laut einer Mitteilung des Münchner Rathauses vom Dienstag, sieht Reiter dafür zwei Möglichkeiten: Die Läden sollten entweder alle anderen Kunden bitten, außerhalb eines bestimmen Zeitfensters einzukaufen, oder in einem weiteren Schritt eine Einkaufszeit ausschließlich für Risikogruppen einrichten. 

"Supermärkte und Discounter in anderen Ländern Europas haben bereits ähnliche Empfehlungen ausgesprochen oder sogar Vorgaben erlassen", sagte Reiter einer Mitteilung zufolge.

Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister der Stadt München, hofft auf eine spezielle Einkaufsregelung. 
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister der Stadt München, hofft auf eine spezielle Einkaufsregelung.   © Sven Hoppe/dpa

Update 24. März, 15.20 Uhr: Tschechische Grenzschließungen treffen bayerische Unternehmen hart

Die Schließung der tschechischen Grenzen für Berufspendler zum Schutz vor dem Coronavirus stellt bayerische Betriebe vor Personalschwierigkeiten. "Die jetzt noch einmal deutlich verschärften Regelungen zum Grenzübertritt treffen die Unternehmen sehr hart", teilte Alexander Schreiner, Chef der Industrie- und Handelskammer Niederbayern (IHK), am Dienstag mit. 

Knapp 5000 tschechische Pendler seien allein in Niederbayern von der neuen Regelung betroffen. Er rief die Verantwortlichen in dem Nachbarland auf, "die de facto-Grenzschließung nur solange aufrecht zu erhalten, wie es für den Schutz der Gesundheit unbedingt erforderlich ist."

Tschechien hatte am Montag seine Grenzen auch für tägliche Berufspendler geschlossen, die in die Nachbarstaaten zur Arbeit fahren. Der Regierung zufolge sollten die Betroffenen entweder daheimbleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, "welche tschechischen Arbeitnehmer überhaupt noch bereit sind, ihren Arbeitsplatz bei uns aufzusuchen", sagte IHK-Chef Schreiner.

Die tschechischen Verantwortlichen bat er deshalb darum, die Grenzschließung für Pendler nur solange aufrecht zu erhalten wie unbedingt erforderlich. Nach Schätzungen sind insgesamt mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie.

Update 24. März, 14.40 Uhr: Bayern erarbeitet Bußgeldkatalog für Coronavirus-Verstöße

Bayern erstellt für die Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronaviruskrise einen eigenen Bußgeldkatalog. Dies kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts an. Konkrete Summen nannte er allerdings noch nicht.

Die zahlreichen Vorschriften würden bislang "ganz überwiegend stark eingehalten", sagte Herrmann. Bei Verstößen gebe es Hinweise und Ermahnungen durch die Polizisten, aber es gebe auch "einige krasse Fälle und auch einige wenige renitente Verstöße", betonte der Minister. "Und dort werden dann entsprechend auch Bußgeldverfahren oder Strafverfahren eingeleitet."

In Abstimmung mit der Polizei und dem Gesundheitsministerium werde gerade ein Bußgeldkatalog erarbeitet, erklärte Herrmann. Damit hätten dann die Kreisverwaltungsbehörden, die die Bußgeldbescheide erlassen werden, eine Richtschnur.

Nach Angaben des Ministeriums können grundsätzlich Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Wenn jemand einen anderen vorsätzlich infiziere, sei sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren möglich.

Nur wenige Passanten laufen über den Marienplatz in der Innenstadt.
Nur wenige Passanten laufen über den Marienplatz in der Innenstadt.  © Sven Hoppe/dpa

Update 24. März, 14.28 Uhr: Adidas unterstützt Entscheidung der Olympia-Verschiebung

Der Sportartikelhersteller Adidas unterstützt die Entscheidung, die für Sommer geplanten Olympischen Spiele wegen der Corona-Krise zu verschieben. 

"Gleichzeitig fühlen wir mit allen Athleten, die sich vier Jahre lang auf die Olympischen Spiele vorbereitet haben", sagte Adidas-Unternehmenssprecherin Claudia Lange. Die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten habe aber in einer solchen Ausnahmesituation absoluten Vorrang. Die Athletinnen und Athleten würden von Adidas für Olympia 2021 in gleicher Weise unterstützt.

Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted hatte vor Kurzem erklärt, eine Absage oder Verschiebung von Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele habe wirtschaftlich für den Sportartikelhersteller keine signifikante Auswirkung.

Update 24. März, 14.25 Uhr: Grundlage für Übertrittszeugnis sind Noten vor den Schulschließungen

Das Übertrittszeugnis für Viertklässler wird wegen der Corona-Krise heuer auf Grundlage derjenigen Noten erstellt, die die Kinder vor den Schulschließungen vergangenen Montag erzielt haben. 

Dies hat der Ministerrat am Dienstag in München beschlossen. Falls die Schulen am 20. April wieder wie bislang geplant öffnen sollten, können die Schüler noch bis zum 11. Mai drei freiwillige Proben schreiben. Verpflichtende Proben werden bis zum Übertrittszeugnis nicht mehr gefordert.

"Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern", erläuterte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). 

Die Ausgabe der Übertrittszeugnisse wird vom 4. Mai auf den 11. Mai verlegt.

Update 24. März, 14.10 Uhr: In Kürze laut Aiwanger bis zu 1,8 Millionen Kurzarbeiter in Bayern

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, und Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landentwicklung und Energie, bei einer Pressekonferenz. 
Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, und Hubert Aiwanger (Freie Wähler), stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landentwicklung und Energie, bei einer Pressekonferenz.   © Kneffel/dpa

Die Staatsregierung hält wegen der Corona-Krise einen rasanten Anstieg der Kurzarbeit in Bayern auf bis zu 1,8 Millionen davon betroffene Arbeitnehmer für möglich. 

Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Der Freie Wähler-Chef begrüßte die Berliner Entscheidung, Kurzarbeitern Jobs zur Aufbesserung ihres Einkommens zu erlauben. "Wir halten es für sinnvoll, weil eben ein Wirtschaftseinbruch im zweistelligen Prozentbereich im Raum steht, weil wir zeitnah 1,8 Millionen Kurzarbeiter in Bayern befürchten".

In Bayern waren laut Statistischem Landesamt Ende 2019 gut 7,7 Millionen Menschen erwerbstätig. Eine Zahl von 1,8 Millionen Kurzarbeitern würde somit bedeuten, dass ein knappes Viertel der arbeitenden Bevölkerung zumindest vorübergehend nicht mehr regulär arbeiten kann - eine in den vergangenen Jahrzehnten nie dagewesene Zahl.

Mittlerweile sind nach Angaben der Staatskanzlei 140 000 Anträge auf finanzielle Soforthilfe von kleinen und mittleren Unternehmen bei den Behörden eingegangen. Aiwanger bezifferte die Gesamtsumme auf über eine Milliarde Euro.

Der überwiegende Teil soll innerhalb einer Woche abgearbeitet sein. "Mein Ziel ist, dass wir in acht Tagen die Leute, die bis jetzt einen Antrag gestellt haben, überwiegend bedient haben", sagte Aiwanger dazu. 

"Darum geht es uns, dass wir die Betriebe retten und nicht an Liquiditätsengpässen verhungern lassen." Der Wirtschaftsminister fügte hinzu: "Daran werden wir gemessen, ob wir in vier Wochen die Strukturen noch überlebensfähig haben oder eben nicht."

Update 24. März, 14 Uhr: Innenminister gegen Ausgangssperren

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will trotz Tagesausflüglern in der Corona-Krise keine formellen Ausflugsperren. Er rief die Menschen aber zur Vernunft auf. 

"Es ist sicherlich nicht der Sinn der Sache, dass ich jetzt 50 Kilometer mit dem Auto fahre, um dann zehn Minuten spazieren zu gehen", sagte dem Radiosender Antenne Bayern unter Verweis auf die geltenden Ausgangsbeschränkungen.

"Dass man am Tegernsee oder am Walchensee dann plötzlich wieder auf einem Haufen mit 50 anderen ist, sollte vermieden werden und darüber sollte wirklich jeder nachdenken", sagte Herrmann. Es gebe viele andere Orte, an denen man sich wunderbar bewegen könne. "Wenn zu viele an einem Ort sind, wird die Polizei versuchen, das aufzulösen."

Die Bürgermeister im Tegernseer Tal hatten verlangt, Ausflüge in ihre Region behördlich zu untersagen. In einem Brief an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die im Landkreis Miesbach ihren Stimmkreis hat, schrieb der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn im Namen seiner Kollegen, die Allgemeinverfügung solle dahingehend erweitert werden, "dass sich die Leute nur in ihren Landkreisen aufhalten dürfen. Insbesondere was Spazieren gehen und Sport betrifft".

Das erwarteten die Bürger im Tegernseer Tal. Es habe zwar seit Erlass der Ausgangsbeschränkungen keinen Ansturm gegeben, dem wolle man aber vorbeugen, sagte Hagn.

Update 24. März, 13.26 Uhr: 87 Beatmungsgeräte in Bayern angekommen

Bayern hat 87 dringend benötigte Beatmungsgeräte erhalten. Diese sollten nun an die Kliniken im Freistaat verteilt werden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München nach einer Sitzung des Kabinetts. 

Bestellt worden seien insgesamt 1200 Beatmungsgeräte. Diese sind wichtig, weil das neuartige Coronavirus die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen kann.

Update 24. März, 13.23 Uhr: Bayern nimmt schwerkranke Corona-Patienten aus Italien auf

Bayern will angesichts der Corona-Krise schwerkranke Italiener zur Behandlung in bayerische Krankenhäuser aufnehmen. 

Bayern wolle im Rahmen der Möglichkeiten mit "medizinischem Gerät" helfen aber auch einige Patienten aus Italien aufnehmen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen."

Die konkrete Umsetzung müsse noch diskutiert werden. Söder kündigte außerdem an, die Bereitschaft der anderen Bundesländer, ebenfalls Italiener aufzunehmen, im Ministerrat abzufragen.

Bayern folgt damit dem Beispiel des Saarlands und Baden-Württembergs, die ebenfalls akute Beatmungspatienten aus ihrem Nachbarland Frankreich aufnehmen. Mit rund 64.000 registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind außerdem völlig überlastet. Es fehlen Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal.

Update 24. März, 13.20 Uhr: Bayern stockt Corona-Hilfspaket auf insgesamt 20 Milliarden Euro auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise noch einmal massiv auf. Im Haushalt sollen nun 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an.

Update 24. März, 12.54 Uhr: 6362 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 6362 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mittlerweile gebe es zudem 31 Tote im Freistaat. 

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag auf Grundlage des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Dienstag, 10.00 Uhr). Angesichts der weiter steigenden Zahlen sagte der Regierungschef: "Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung."

Update 24. März, 12.43 Uhr: Bundesweit erste Studie zu möglichem Covid-19-Medikament gestartet

Im Kampf gegen das Coronavirus ist am Dienstag die bundesweit erste Studie mit einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 angelaufen. 

Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte US-Präparat namens "Remdesivir" werde in einer international angelegten Studie an rund 1000 Patienten in rund 50 Kliniken rund um die Welt erprobt, teilte Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing mit. Das Medikament solle dabei an 600 Patienten mit moderaten Symptomen und an 400 mit schwerer Symptomatik erprobt werden.

Wendtner verfügt in Deutschland über die bisher längste Erfahrung mit Covid-19. Er hatte in Schwabing Ende Januar die bundesweit ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten behandelt. Die Klinik in Schwabing gehört neben dem Hamburger Uniklinikum Eppendorf und dem Uniklinikum Düsseldorf zu den Zentren, an denen die Wirkung des Ebola-Präparates in Deutschland untersucht wird.

Problematisch sei, dass das Medikament nirgends zugelassen sei. Die Haftung bei Anwendung der Substanz außerhalb dieser Studie im Sinne eines individuellen Heilversuchs läge ansonsten voll beim Arzt, sagte Wendtner. Sollte die Studie Erfolge bringen, könnte das Mittel bis frühestens Ende 2020 auf den Markt kommen können, hofft Wendtner.

Update 24. März, 11.58 Uhr: Selbstgenähte Schutzmasken sollen andere vor Ansteckung schützen

Eine Kinderklinik und ein Kinderhaus in München haben über die sozialen Medien Menschen gebeten, in der Corona-Krise Schutzmasken für sie zu nähen. 

Der Aufruf hat sich innerhalb weniger Tage weit verbreitet. Inzwischen nähen Freiwillige in vielen Orten nach einer Anleitung Masken aus Baumwollstoff. Die Masken schützen nicht vor dem Virus, können aber eine Übertragung auf andere verhindern.

Die ersten dieser Masken sollten am Dienstag im Kinderhaus Atemreich eintreffen, wo 18 schwerkranke Kinder betreut werden. Geschäftsführerin Felicitas Hanne sagte, sie sei überwältigt von den vielen Rückmeldungen. Auch die Kinderklinik Dritter Orden will nach eigenen Angaben solche Masken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in patientenfernen Bereichen einsetzen, um eine Ansteckung anderer über Tröpfcheninfektion zu verhindern.

Update 24. März, 11.34 Uhr: Zusteller DPD: Zahl der Pakete sinkt trotz mehr Onlineshopping

Trotz der zunehmenden Bedeutung des Onlinehandels in der Corona-Krise verzeichnet der Zustellservice DPD eine sinkende Anzahl an Paketen. 

"Die Paketmengen an Firmen und Geschäfte geben stark nach, während Privatpersonen verstärkt den Onlinehandel nutzen", sagte DPD-Chef Eric Malitzke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die durch Onlineshopping zunehmenden Sendungen an Privatkunden könnten die Verluste im gewerblichen Bereich bislang nicht vollständig kompensieren. "Die weitere Entwicklung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös vorhersagen", so Malitzke. Durch die weitgehende Einschränkung des öffentlichen Lebens arbeiten etliche Betriebe nur noch reduziert und versenden daher auch weniger Pakete.

Update 24. März, 11.17 Uhr: Bayern-Stars und Chefs verzichten auf 20 Prozent ihrer Gehälter

Die Stars und Verantwortlichen des FC Bayern München verzichten in der Corona-Krise auf 20 Prozent ihrer Gehälter. 

Nach dpa-Informationen ist das ein Ergebnis nach Gesprächen zwischen der Führung und dem Mannschaftsrat. Damit soll in der schwierigen Zeit ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Außerdem sollen drohende Nachteile für die Mitarbeiter des deutschen Fußball-Rekordmeisters vermieden werden. Zuerst hatte die "Bild" (Dienstag) darüber berichtet.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandskollege Oliver Kahn und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten mit dem Mannschaftsrat über verschiedene Szenarien gesprochen. Diesem Spieler-Gremium gehören Kapitän Manuel Neuer, seine Vertreter Thomas Müller und Robert Lewandowski sowie David Alaba, Joshua Kimmich und Thiago an. Alle Spieler, der gesamte Vorstand und der komplette Aufsichtsrat verzichten auf ein Fünftel der Bezüge.

Weitere Informationen zum FC Bayern in der Corona-Krise findet Ihr >>> hier.

Update 24. März, 10.49 Uhr: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

In Bayern hat es in der Nacht zu Dienstag mehrere Verstöße gegen die wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen gegeben.

Alle Einzelheiten dazu findet Ihr >>> hier.

Update 24. März, 10.46 Uhr: Eric Clapton verschiebt Tournee - Konzert in München erst 2021

Eric Clapton verschiebt wegen der Corona-Krise seine Europa-Tournee und damit auch seine drei Konzerte in Deutschland. Ursprünglich sollte er am 31. Mai in München auftreten und danach in Stuttgart und Düsseldorf. Jetzt sollen seine Auftritte ein Jahr später stattfinden.

"Aufgrund der Anweisungen der Regierungen und Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen haben wir leider keine andere Möglichkeit", hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. "Die Gesundheit der Band, Crew, Hallenmitarbeiter und Fans ist unsere Top-Priorität."

Claptons Auftritt in München soll nun auf den 21. Mai 2021 verschoben werden, in Stuttgart wird er am 6. Juni und in Düsseldorf am 8. Juni 2021 auf der Bühne stehen. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

München in Zeiten der Corona-Krise

Der Marienplatz ist nahezu menschenleer.
Der Marienplatz ist nahezu menschenleer.  © Felix Hörhager/dpa

Update 24. März, 9.25 Uhr: Polizei: Notruf durch Baustellen-Hinweise unnötig belastet

Die zahlreichen Hinweise von Bürgern zu möglichen Verstößen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen stellen auch den Polizeinotruf vor Herausforderungen. So berichtet die Münchner Polizei von vielen Anrufen zu Baustellen auf den Straßen, bei denen sich Bürger beschwerten, dass dort weiter gearbeitet werde.

Solche gewerblichen Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich seien aber ausdrücklich weiterhin erlaubt, betonte Polizeisprecher Werner Kraus am Dienstag. Es sei wichtig, dass der Notruf in diesen Zeiten nicht zusätzlich belastet werde, bat er um Mithilfe der Bürger.

Update 24. März, 8.18 Uhr: Wirtschaftliche Folgen durch Corona für Rhön-Klinikum noch unklar

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hält trotz der aktuell auch in Deutschland zunehmenden Corona-Fallzahlen an seinen Zielen für das Gesamtjahr vorerst fest. 

"Während wir die medizinischen Aufgaben sehr gut vorbereiten können, bleibt im Moment unklar, welche wirtschaftlich negativen wie auch positiven Folgen die Corona-Krise für das Unternehmen haben könnte", sagte Vorstandschef Stephan Holzinger am Dienstag zur Vorlage der endgültigen Jahreszahlen für 2019 in Bad Neustadt.

Die Corona-Krise verdeutliche zugleich das Potenzial der Telemedizin, betonte Holzinger. Die Rhön-Klinikum AG war im vergangenen Jahr beim Schweizer Telemedizinanbieter Medgate eingestiegen und will im zweiten Halbjahr in Deutschland ein eigenes Angebot an den Start bringen. Im vergangenen Jahr hatte das SDax-Unternehmen mit seinen fünf Krankenhausstandorten in Bayern, Thüringen, Brandenburg und Hessen bei steigenden Umsätzen unter dem Strich 44,5 Millionen Euro verdient - nach 51,2 Millionen Euro im Vorjahr. Unter anderem lagen die Finanzierungskosten höher.

Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 0,25 Euro je Papier erhalten, im Vorjahr waren es 0,29 Euro. Zum laufenden Übernahmegebot durch den Klinikbetreiber Asklepios und Rhön-Gründer Eugen Münch erklärte der Konzern, sobald die Offerte eingehe, werde diese geprüft.

Update 24. März, 7.27 Uhr: Virtueller Infotag an Hochschule Augsburg

Fast alle Veranstaltungen in den kommenden Wochen sind wegen der Coronavirus-Krise abgesagt. Doch die Hochschule Augsburg sucht unter dem Motto "Virtuell statt abgesagt" einen neuen Weg für ihren Studienorientierungstag. 

Schüler, die sich für eine Ausbildung an der Augsburger Einrichtung interessieren, können sich an diesem Freitag (27. März) von 13 bis 17 Uhr an einem "virtuellen Infostand" über das Studienangebot informieren.

"Schülerinnen und Schüler können ihre Fragen rund ums Studium in einem extra hierfür eingerichteten Chat stellen", teilte die Hochschule mit. Interessierte müssen sich aber vorab registrieren. Die Teilnehmer bekämen dann im Vorfeld des Studienorientierungstags noch detaillierte Informationen zum Ablauf zugeschickt.

Die Augsburger Hochschule hat mehr als 6000 Studierende. Es werden dort beispielsweise verschiedene Baustudiengänge, Maschinenbau, Informatik oder Betriebswirtschaft angeboten.

Update 24. März, 6.38 Uhr: Bayerische Krankenhäuser warten angespannt auf Corona-Welle

Bayerns Krankenhäuser sehen dem erwarteten weiteren Anstieg von Coronavirus-Infektionen mit "großer Anspannung" entgegen. Das sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein. 

Er betonte aber, es gebe "ein außerordentlich großes Engagement in den Häusern, um gut vorbereitet zu sein". Die Zahl der Patienten, die wegen Infektionen mit Sars-CoV-2 stationär behandelt werden müssen, steige zwar - es gebe aber "noch keine akute Krisensituation", sagte Hasenbein.

Viele Kliniken versuchten, Ärzte und Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückzuholen, berichtete der BKG-Geschäftsführer. Es gebe auch unkonventionelle Maßnahmen: So würden in einigen Krankenhäusern Beschäftigte aus der Verwaltung darin geschult, wie sie Atemschutzmasken nähen können.

Die Ausstattung mit Schutzmaterial werde in einer ganzen Reihe von Krankenhäusern bereits knapp, sagte Hasenbein. Deswegen begrüße es der Klinik-Dachverband ausdrücklich, dass die bayerische Staatsregierung insgesamt mehr als 800.000 Schutzmasken an die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in Bayern verteilen lassen will.

Kritik übte Hasenbein an den Regelungen, um die finanziellen Probleme abzufedern, die viele Kliniken wegen der Corona-Krise erwarten. Das Bundgesundheitsministerium habe zwar in den vergangenen Tagen zweimal nachgesteuert. Doch die Abläufe seien zu bürokratisch, sagte der BKG-Geschäftsführer. Außdem müsse schneller eine Zwischenbilanz zur Finanzlage der Kliniken gezogen werden als vorgesehen. Nach den Planungen soll ein Beirat bis zum 30. Juni überprüfen, welche finanziellen Folgen die Corona-Krise für die Kliniken hat.

Der Freistaat will ab dem 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. "Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird", sagte Ministerpräsident Söder dazu.

Weiter kündigte er an, im Rahmen der Möglichkeiten solle Bayern mit "medizinischem Gerät" Italien helfen aber auch einige Patienten vor dort aufnehmen. "Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen." Wie viele Menschen aufgenommen werden sollen, blieb unklar. Bayern folgt damit dem Beispiel anderer Bundesländer. Mit Zehntausenden registrierten Infizierten und mehr als 6000 Toten ist Italien besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Neue Teststation am Tropeninstitut München

Medizinisches Personal arbeitet in einer neuen Teststation vor dem Tropeninstitut für Menschen mit Covid-19 Verdacht. An der neuen Teststation sollen ausschließlich medizinisches Personal und spezifische Berufsgruppen wie z. B. Polizei oder Feuerwehr getestet werden. 
Medizinisches Personal arbeitet in einer neuen Teststation vor dem Tropeninstitut für Menschen mit Covid-19 Verdacht. An der neuen Teststation sollen ausschließlich medizinisches Personal und spezifische Berufsgruppen wie z. B. Polizei oder Feuerwehr getestet werden.   © Sven Hoppe/dpa

Update 24. März, 6.24 Uhr: Jugendamt-Arbeit während der Coronavirus-Krise

Die bayerischen Jugendämter kämpfen mit den Auswirkungen des Coronavirus. Sowohl in München, als auch in Augsburg und Regensburg finden Hausbesuche seit vergangener Woche nur noch bei akuter Notlage statt. Routinebesuche werden grundsätzlich auf spätere Termine verschoben oder abgesagt.

In Regensburg wurden nach Angaben einer Sprecherin Schutzanzüge bestellt, falls eine Familie, bei der ein Corona-Verdacht oder -Fall vorliege, besucht werden muss. "Die Mitarbeiter sind dabei mit Desinfektionsmittel ausgestattet und beachten die üblichen Hygienemaßnahmen", sagte sie.

Einer Sprecherin des Jugendamtes München zufolge gibt es aktuell keine langfristigen Vermittlungen. "In den Fällen, in denen eine Inobhutnahme wegen einer Kindeswohlgefährdung nötig ist, werden die Kinder in die Bereitschaftspflege professioneller Pädagogen aufgenommen." Extra Tests gebe es in solchen Fällen nur bei begründeten Verdachtsfällen.

Seit vergangener Woche sei es außerdem vermehrt vorgekommen, dass Familien die Gefahr einer Ansteckung als Vorwand nutzen würden, um den Besuch der Mitarbeiter des Jugendamtes zu verhindern. In solchen Fällen werde nur bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung eingegriffen.

Zudem sei eine Zunahme der häuslichen Gewalt zu beobachten. Das Jugendamt München rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Frauen- und Kindernotrufe in den kommenden beiden Wochen.

Um den Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe und des Frauenunterstützungssystems zu helfen, hat der Katastrophenstab der Bayerischen Staatsregierung am Wochenende beschlossen, dass sie eine Notbetreuung der Kinder in Anspruch nehmen können, wenn nur ein Elternteil in diesen Bereichen tätig ist.

Update 24. März, 6.19 Uhr: Uvex-Atemschutzmasken komplett ausverkauft

Eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP3 des Herstellers Uvex. 
Eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP3 des Herstellers Uvex.   © -/Uvex/dpa

Der fränkische Lieferant von Atemschutzmasken, Uvex, ist komplett ausverkauft. Die letzten mehreren Zehntausend Masken, die noch auf Lager gewesen seien, seien komplett an medizinische Einrichtungen gegangen, sagte ein Uvex-Sprecher am Montag in Fürth.

Die Atemschutzmasken nach dem Standard FFP-2 würden in China gefertigt. Die Lieferketten seien gegenwärtig unterbrochen. "Aktuell haben wir die Information erhalten, dass der Export von Masken aus China offiziell wieder erlaubt ist, in bestimmten Provinzen schränken aber Lokalregierungen weiterhin den Export ein", sagte der Sprecher. "Weiterhin beansprucht die Regierung bei manchen Herstellern bis zu 100 Prozent der Produktionskapazität." Neue Ware in begrenzter Stückzahl werde daher in frühestens zwei Wochen bei Uvex eintreffen.

Deutlich positiver sei die Situation beispielsweise bei der Vollsichtschutzbrille. Diese werde bei Uvex in Fürth und in Lederdorn (Kreis Cham) gefertigt - an beiden Standorten seien die Kapazitäten deutlich ausgeweitet worden. "In Fürth wird momentan rund um die Uhr produziert, sogar sonntags", betonte der Unternehmenssprecher.

Update 23. März, 21.40 Uhr: Erstes Todesopfer in München

Wie die Stadt mitteilte, ist bereits am Wochenende ein 56 Jahre alter Münchner, der mit dem Coronavirus infiziert war, im Klinikum Großhadern an der Covid-19-Erkrankung gestorben. Der Mann habe laut Mitteilung Vorerkrankungen aufgewiesen.

Insgesamt sind in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell 1.316 Infektionen gemeldet.

Im Klinikum Großhadern ist ein 56 Jahre alter Mann gestorben. (Archivbild)
Im Klinikum Großhadern ist ein 56 Jahre alter Mann gestorben. (Archivbild)  © Tobias Hase dpa/lby

Update 23. März, 21.34 Uhr: Bayern sucht weitere Wege aus der Krise

Die besorgniserregende Ausbreitung des Coronavirus bestimmt am Dienstag (10 Uhr) einmal mehr die Sitzung des Kabinetts. 

Schwerpunkt sind nach Angaben der Staatskanzlei Aussprachen zum aktuellen Sachstand der Pandemie im Freistaat sowie Hilfen für die heimische Wirtschaft. 

Update 23. März, 20.08 Uhr: Melanie Huml ruft Ex-Pflegekräfte zur Unterstützung auf

Im Kampf gegen die Corona-Krise will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, teilte sie am Montagabend in München mit. 

"Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung."

Freiwillige könnten sich auf einer Online-Plattform melden, die zusammen mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern eingerichtet worden sei. "Im Bedarfsfall erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme und Zuweisung zu einem regionalen Einsatzort", erklärte Huml. 

Dabei bleibe für den Fall eines Einsatzes der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. "Wer unterstützt, wird unter Lohnersatz beziehungsweise Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit freigestellt."

Der Kampf gegen das Coronavirus wird an vielen Fronten erbittert geführt. (Symbolbild)
Der Kampf gegen das Coronavirus wird an vielen Fronten erbittert geführt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update 23. März, 19.30 Uhr: #WeKickCorona ein voller Erfolg

Die Hilfsaktion der Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich im Kampf gegen das Coronavirus läuft sehr gut, die gespendete Summe steigt immer weiter an. "Wir haben uns extrem darüber gefreut, gerechnet haben wir damit nicht", sagte Goretzka nun im Gespräch mit dem TV-Sender "Sky". 

Zahlreiche weitere prominente Profis haben inzwischen ebenfalls Hilfszusagen für die Aktion gegeben, mit der karitative Einrichtungen unterstützt werden. Zum vollständigen Artikel geht es >>> hier.

Update 23. März, 18.32 Uhr: Bayern begrüßt die Bereitstellung von Alkohol für Desinfektionsmittel

Die bayerische Staatsregierung befürwortet einen Vorstoß der Bundesregierung, wonach Chemie-Unternehmen und Apotheken Desinfektionsmittel aus Ethanol und reinem Alkohol herstellen sollen - steuerfrei. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln steige in der Corona-Krise weiter, sagte der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Montag. Daher begrüße er, "dass der Bund unserer Forderung nachkommen wird, die steuerrechtlichen Mengenbeschränkungen bei Abfindungsbrennereien während der Krisenzeit aufzuheben".

Durch die Lockerung können die Brennereien, bei denen sonst eine Mengenbeschränkung gelten würde, auch größere Mengen an Alkohol und Ethanol steuerfrei für die Herstellung von Desinfektionsmitteln zur Verfügung stellen. "In dieser Krise müssen wir in alle Richtungen denken und ungewöhnliche Wege gehen. Steuerrecht und Bürokratie dürfen in dieser Zeit innovative Ideen nicht ausbremsen", sagte Füracker.

Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte: "Es geht darum, Engpässe zu reduzieren." Er kündigte zwei Maßnahmen an: "Chemie-Unternehmen und Apotheken werden Desinfektionsmittel aus Ethanol und reinem Alkohol herstellen. Der Rohstoff Alkohol kommt aus der Biospritschiene und von Brennereien. Die Branntweinsteuer ist dafür ausgesetzt worden."

Update 23. März, 18.09 Uhr: Tschechien schließt Grenzen für tägliche Berufspendler

Tschechien schließt seine Grenzen nun auch für tägliche Berufspendler, die in die Nachbarstaaten zur Arbeit fahren. 

Sie könnten entweder daheimbleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen, sagte Innenminister Jan Hamacek nach der Kabinettssitzung am Montag in Prag. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Die Einhaltung der Quarantänebestimmungen werde "sehr strikt" kontrolliert. Analog gilt das Gleiche für Österreich.

Nach Schätzungen sind mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland und weitere 12.000 in Österreich beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Das Regierungskabinett in Prag verlängerte die übrigen Notmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus für weitere anderthalb Wochen bis zum 1. April. Es gilt ein Ein- und Ausreisestopp. Die Bewegungsfreiheit der Menschen ist drastisch eingeschränkt. Schulen, Restaurants und für die Grundversorgung nicht notwendige Geschäfte sind geschlossen. 

Neu ist, dass Unternehmen Kurzarbeit anordnen dürfen.

Das Minderheitskabinett aus der populistischen ANO von Ministerpräsident Andrej Babis und den Sozialdemokraten hatte den Notstand ausgerufen. In Tschechien gab es am Montag nach Angaben des Gesundheitsministeriums 1165 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2. Am Sonntag war ein erster Todesfall zu beklagen. Ein 95 Jahre alter Mann mit chronischen Vorerkrankungen starb in einem Prager Krankenhaus.

Update 23. März, 17.48 Uhr: Infektionsschutzgesetz nimmt entscheidende Hürde

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll an diesem Mittwoch ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz im Landtag beschlossen werden - nun hat der Entwurf eine entscheidende Hürde genommen. 

Der Gesundheitsausschuss des Landtags billigte die Gesetzespläne am Montag, und zwar einstimmig, wie der Ausschussvorsitzende Bernhard Seidenath (CSU) mitteilte. Ergänzt wird unter anderem noch eine Regelung, um die Kommunal-Stichwahlen am kommenden Sonntag, die wegen der Coronakrise nur per Briefwahl durchgeführt werden, hundertprozentig rechtssicher zu machen.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Staatsregierung deutlich umfassendere Befugnisse im Kampf gegen die Corona-Krise bekommen soll: Sie kann dann einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen. Beschlagnahmungen von medizinischem Material und der Zugriff auf medizinisches und pflegerisches Personal werden dann erleichtert.

Update 23. März, 17.43 Uhr: Fünf Werke bei Osram betroffen - jeden Tag fällt Millionenumsatz weg

Der Lichtkonzern Osram muss seine Produktion wegen des Coronavirus deutlich reduzieren. Insgesamt sind fünf Werke betroffen, wie das Münchner Unternehmen am Montag auf Nachfrage mitteilte. Industriekreise gehen davon aus, dass dadurch jeden Tag Umsatzverluste von fünf Millionen Euro für Osram entstehen. Ein Sprecher wollte die Zahl nicht kommentieren.

Konkret sind in Italien die Werke in Treviso und Bergamo wegen der staatlichen Maßnahmen in der Corona-Krise geschlossen. In Malaysia wurden der Standort Kulim und die weltweit größte Produktionsanlage des Konzerns in Penang teilweise heruntergefahren, weil die Regierung die Zahl der Mitarbeiter pro Standort beschränkt. 

In den USA ist ein Standort in Austin geschlossen und wird desinfiziert, nachdem es dort einen Verdachtsfall gegeben hat. Die deutschen Standorte von Osram sind bisher nicht betroffen.

Der Lichtkonzern Osram muss seine Produktion wegen des Coronavirus deutlich reduzieren. 
Der Lichtkonzern Osram muss seine Produktion wegen des Coronavirus deutlich reduzieren.   © Sven Hoppe/dpa

Update 23. März, 17.03 Uhr: FC Augsburg trainiert inmitten der Coronavirus-Krise wieder

Inmitten der Coronavirus-Krise hat der FC Augsburg wieder das Training aufgenommen. Wie der Fußball-Bundesligist auf Nachfrage bestätigte, fand die Einheit von Heiko Herrlichs Mannschaft am Montagnachmittag "wie geplant in Gruppen auf dem Platz mit den notwendigen Schutzmaßnahmen statt". Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben. In den vergangenen Tagen hatten die Profis der Schwaben individuell zuhause trainiert.

Zuvor hatte auch Ligarivale VfL Wolfsburg wieder mit dem Training begonnen. 

Der Spielbetrieb in der Bundesliga ist vorerst bis zum 2. April ausgesetzt. Am Dienstag tagt das Präsidium der Deutschen Fußball Liga mit Christian Seifert an der Spitze via Schaltkonferenz, um das Vorgehen vorzubereiten.

Update 23. März, 16.18 Uhr: Grüne fordern Aufnahme schwerkranker Patienten aus Italien

Die Landtags-Grünen fordern eine vorübergehende Aufnahme schwer erkrankter Covid-19-Patienten aus Norditalien zur Behandlung in bayerischen Krankenhäusern. "Wir sollten dem Vorbild Baden-Württembergs und des Saarlands folgen, die ihrem Nachbarland Frankreich jetzt zur Seite springen und akute Beatmungspatienten in deutschen Kliniken versorgen", teilte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Montag mit.

Die Versorgung solcher Akutpatienten dauere bis zu einer Woche. "Das können wir leisten", sagte der Grünen-Politiker. 

Durch eine solche medizinische Unterstützung könnten die Krankenhäuser und das Personal in der Region um Bergamo entlastet werden. Es blieben außerdem ausreichend Versorgungskapazitäten für die bayerischen Bürger, sagte Hartmann.

Update 23. März, 15.45 Uhr: Corona-Teststation nur für Helfer gestartet

München hat eine neue Teststation für mögliche Coronavirus-Infizierte. In einer sogenannten Drive- oder Walk-Through-Station, die Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität eröffnete, sollen speziell medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Polizisten getestet werden.

"Wir brauchen jede helfende Hand, insbesondere jeden Pfleger, jede Krankenschwester, jede Ärztin und jeden medizinisch-technischen Assistenten, das gesamte Personal in unseren Kliniken - und zwar gesund. Jede und jeder ist unser Fels in der Brandung», sagte Sibler bei der Eröffnung. "Für ihre sensible Arbeit brauchen sie, ihre Kolleginnen und Kollegen und ihre Patientinnen und Patienten schnell Klarheit über eine mögliche Infektion - daher ist diese Teststation eine äußerst wichtige Hilfe im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus."

Ein Ärzteteam des Tropeninstitutes organisiert die neue Teststation in Spezialzelten. Getestet wird von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 15 Uhr. Dabei wird ein Abstrich entnommen, der dann auf Coronaviren geprüft werden soll.

Bayern arbeite kontinuierlich daran, die Kapazitäten für Tests auf Infektionen mit dem Coronavirus zu erhöhen, betonte Sibler. "Begonnen haben wir mit rund 500 täglich allein an den bayerischen Unikliniken, inzwischen sind es schon doppelt so viele." Sibler rief erneut medizinisches Personal im Ruhestand oder Medizinstudenten auf, in diesen schwierigen Zeiten zu helfen. Bislang hätten sich schon weit mehr als 1000 Studenten gemeldet und Hilfe angeboten.

In München und dem restlichen Freistaat wird bestmöglich auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild)
In München und dem restlichen Freistaat wird bestmöglich auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild)  © Denis Balibouse/KEYSTONE/dpa

Update 23. März, 15.41 Uhr: Kabinett tagt zum Schutz der Minister im Kuppelsaal der Staatskanzlei

Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus kommt das bayerische Kabinett am Dienstag erstmals an einem anderen Ort zusammen. Anstelle des eigentlich üblichen Kabinettssaals findet die Sitzung erstmals im Kuppelsaal der Staatskanzlei statt. Dieser bietet aufgrund seiner Größe allen Ministern, Staatssekretären und ihren Mitarbeitern deutlich mehr Platz und damit auch den derzeit vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern. 

Das Coronavirus wird über Tröpfchen verbreitet, daher gelten in Bayern strenge Beschränkungen für das Verhalten der Menschen.

Auch inhaltlich geht es bei der Sitzung vor allem um die weiterhin besorgniserregende Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat. Schwerpunkt sind nach Angaben der Staatskanzlei Aussprachen zum aktuellen Sachstand der Pandemie im Freistaat sowie Hilfen für die heimische Wirtschaft. Die Staatsregierung hatte schon vor mehr als einer Woche den Katastrophenfall ausgerufen und in der Folge schrittweise immer weitere Verschärfungen für das öffentliche Leben beschlossen.

In Bayern waren bis Montagmittag 5719 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang sind 27 infizierte Patienten an den Folgen gestorben.

Update 23. März, 15.26 Uhr: Bürgermeister am Tegernsee für striktere Ausgangsbeschränkung

Die Bürgermeister im Tegernseer Tal wollen in der Corona-Krise Ausflüge in ihre Region behördlich untersagen lassen. 

Es habe zwar keinen Ansturm gegeben, dem wolle man aber vorbeugen, sagte der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn am Montag. "Wir wollen dem vorsorglich Einhalt gebieten." In einem Brief an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die im Landkreis Miesbach ihren Stimmkreis hat, schrieb Hagn im Namen der Bürgermeister, die Allgemeinverfügung solle dahingehend erweitert wird, "dass sich die Leute nur in ihren Landkreisen aufhalten dürfen. Insbesondere was Spazierengehen und Sport betrifft". 

Das erwarteten die Bürger im Tegernseer Tal, sagte Hagn. Der "Münchner Merkur" hatte zuerst darüber berichtet.

"Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Verwaltungen auch in zwei Monaten noch arbeitsfähig sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer hinter den 'Münchnern' den Dreck wegräumen soll…", schrieb Hagn im Namen der Bürgermeister. Die Bürgermeister riefen auch auf, Bergtouren in der Region zu unterlassen. Nicht zuletzt müssten bei einem Unglück Rettungskräfte ausrücken. "Die Bergretter sind Ehrenamtliche, die woanders gebraucht werden", heißt es in dem Brief.

Die Staatsregierung hatte mitgeteilt, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft seien gestattet, aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes. "Bitte halten Sie Abstand. Bedenken Sie auch, dass an beliebten Ausflugszielen, zum Beispiel am Starnberger See oder im Englischen Garten, dieser Abstand möglicherweise nicht eingehalten werden kann. Von Ausflügen an beliebte Orte wird daher dringend abgeraten."

Update 23. März, 15.16 Uhr: Münchner Gerichte messen Verhandlungssäle aus

Die Münchner Justiz kämpft mit dem Maßband gegen den rasanten Ausbruch des neuartigen Coronavirus. 

"Die Verwaltung hat den Zuschauerbereich der Sitzungssäle der Landgerichte München I und München II vergangene Woche ausmessen lassen", sagte Gerichtssprecher Florian Gliwitzky auf Anfrage am Montag. Damit sollte für jeden Verhandlungssaal ermittelt werden, wie viele Menschen im Zuschauerraum Platz nehmen können, wenn sie mindestens anderthalb Meter Abstand zueinander haben sollen.

Jeder Richter müsse nun entscheiden, wie viele Zuschauer und Pressevertreter zu seinen Verhandlungen zugelassen werden können. "Nach meiner Kenntnis orientieren sich die Vorsitzenden an der empfohlenen Limitierung der Öffentlichkeit", sagte Gliwitzky.

Für einen Prozess um versuchten Totschlag, der am Montag am Landgericht München II begann, bedeutete das, dass insgesamt nur fünf Menschen (Zuschauer und Pressevertreter) in den Zuschauerraum gelassen werden durften, um den Sicherheitsabstand von anderthalb Metern gewährleisten zu können. Allerdings waren wegen der Ausgangsbeschränkungen in Bayern ohnehin keine Zuschauer und nur wenige Pressevertreter gekommen.

Die Gerichte im Freistaat sind in der Corona-Krise vom bayerischen Justizministerium dazu angehalten, nur noch in dringenden Fällen vor Gericht zu verhandeln. Die Angst vor dem neuen Virus hatte in der vergangenen Woche zu einem Eklat geführt. 

Ein Rechtsanwalt zeigte einen Richter wegen versuchter Körperverletzung an, weil der trotz der Pandemie darauf bestand, zu verhandeln. Zwei andere Münchner Strafrechtler zogen sogar vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, weil sie erreichen wollten, dass ein Prozess ausgesetzt wird. Sie scheiterten.

Update 23. März, 14.53 Uhr: Nürnbergs Coach Keller in Quarantäne: Scouting, Lesen, Ergometer

Der Nürnberger Fußball-Trainer Jens Keller will sich trotz seiner häuslichen Quarantäne wegen eines positiven Coronavirus-Falls bei dem Zweitligisten bestmöglich auf die Zeit nach der Zwangsisolation vorbereiten. 

"Ich schaue mir über unsere Scouting-Tools Spiele und Spieler an. Darüber hinaus machen wir uns im Trainerteam darüber Gedanken, wie wir das Training gestalten, wenn wir wieder gemeinsam auf dem Platz stehen dürfen", berichtete der 49-Jährige der "Bild"-Zeitung in einem Interview am Montag.

Die Spieler und das Trainerteam des Traditionsvereins sind fast zwei Wochen in Quarantäne, nachdem Verteidiger Fabian Nürnberger einen positiven Test auf Sars-CoV-2 abgegeben hatte. Keller erzählte, dass er in der Isolation fernab seiner Familie auch noch Zeit für andere Beschäftigungen habe. 

"Dazu lese ich viel, informiere mich über die Ausbreitung des Coronavirus und reiße zudem auf dem Ergometer viele Kilometer ab", sagte er. Der Club hatte den Mitgliedern des Teams Fitnessgeräte nach Hause liefern lassen.

Wie und wann die Wiederaufnahme des Trainings nach der Quarantäne sein wird, das weiß Keller nicht, denn "es gibt für die aktuelle Situation keine Vergleichsmöglichkeiten und Erfahrungswerte".

Jens Keller will sich trotz seiner häuslichen Quarantäne auf die Zeit nach der Zwangsisolation vorbereiten. 
Jens Keller will sich trotz seiner häuslichen Quarantäne auf die Zeit nach der Zwangsisolation vorbereiten.   © Nicolas Armer/dpa

Update 23. März, 14.47 Uhr: Staatsregierung liefert 800.000 Schutzmasken an Kliniken aus

In der Corona-Krise hat der Freistaat Bayern mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. "Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen", erklärte er.

700.000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100.000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt.

Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) seien auch 235.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. 

Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung übernommen. Masken und Desinfektionsmittel würden an die THW-Ortsverbände verschickt und von dort aus verteilt. "Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt", sagte Huml.

Update 23. März, 14.45 Uhr: Bayerns Zoos sind während Schließung verstärkt auf Social Media aktiv

Mit verstärkter Aktivität in sozialen Medien reagieren Bayerns Zoos auf die durch das Coronavirus erzwungene Schließung. Der Münchner Tierpark Hellabrunn veröffentlicht unter der Rubrik "Hellabrunn für Zuhause" auf seinen Facebook-, Twitter- und Instagram-Kanälen fast täglich Fotos und Videos, um seine Besucher auch während der Schließung über das Leben im Zoo auf dem Laufenden zu halten. Es gibt einen Zoo-Podcast, auf der Homepage des Tierparks kann man Live-Webkameras aus den Gehegen der Flamingos, Mähnenrobben und Elefanten einsehen.

"Die Vorfreude und Neugierde unserer Besucher auf ein baldiges Wiedersehen mit den Tieren soll dadurch erhalten werden", teilt Rasem Baban, Leiter der Tierparks Hellabrunn, mit.

Auch im Tiergarten Nürnberg versucht man, das interessierte Publikum über Social Media weiterhin zu binden. "Auf Facebook sind wir ohnehin sehr aktiv", sagt Nicola Mögel, Sprecherin des Tiergartens Nürnberg, auf dpa-Anfrage. "Wir posten nicht nur Bilder von Tieren und schönen Blumen, sondern auch Beiträge zu Artenschutz- und Wissenschaftsthemen."

Der Tiergarten engagiere sich schon lange für Forschung, Bildung und Wissenschaft. Nun, da der Zoo wegen des Coronavirus die nächsten Wochen geschlossen bleiben muss, rückten diese Themen noch stärker in den Vordergrund.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zumindest zu verlangsamen, mussten Bayerns Zoos vergangene Woche ihre Tore für Besucher schließen. Dies gilt vorläufig bis zum 19. April.   

Update 23. März, 14.35 Uhr: 5719 Menschen infiziert, 27 Tote

In Bayern sind inzwischen 5719 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Demnach sind bislang 27 infizierte Patienten gestorben.

In Bayern sind inzwischen 5719 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)
In Bayern sind inzwischen 5719 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Update 23. März, 13.52 Uhr: Mann will mit widerlicher Aktion Corona verbreiten

Ein Mann wollte in München mit einer widerlichen Aktion nach eigenen Angaben das Coronavirus verbreiten. 

Dabei filmte er sich selbst. Weitere Infos dazu findet Ihr >>> hier

Update 23. März, 13.08 Uhr: 1900 Corona-Tests in Flüchtlingsunterkünften

In bayerischen Flüchtlingsunterkünften und Abschiebehafteinrichtungen sind bislang zehn von knapp 1900 getesteten Bewohnern mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Wie ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage mitteilte, habe es Stand Montagmorgen sieben Corona-Erkrankungen bei Bewohnern von Einrichtungen in Oberbayern gegeben. Außerdem seien zwei Fälle in der Oberpfalz und einer in Niederbayern bekannt.

Um welche Unterkünfte es sich konkret handelte, sagte der Sprecher nicht. Drei Infizierte seien derzeit im Krankenhaus, zwei Menschen schon wieder gesund. "Die bislang sehr geringe Zahl an positiven Testergebnissen zeigt, dass niemand befürchten muss, Asylbewerber könnten das Virus unbemerkt nach Bayern eintragen", so der Sprecher.

Um eine Ausbreitung des Virus in den Unterkünften zu vermeiden, würden nicht nur Erkrankte isoliert untergebracht und versorgt, sondern auch Getestete und ihre Kontaktpersonen bis zum negativen Testergebnis. Zudem werde in den Zimmern und Kantinen auf den von der Regierung vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern geachtet.

In Bayern werde grundsätzlich bei allen Flüchtlingen und Asylsuchenden ein Corona-Test durchgeführt, die seit Ende Januar nach Deutschland kamen, so der Sprecher. Dies geschehe unabhängig davon, ob sie Symptome für eine Infektion mit Sars-CoV-2 hätten. Bei Menschen, die schon längere Zeit in Flüchtlingsunterkünften und Abschiebehafteinrichtungen im Freistaat leben, werde nur bei entsprechenden Symptomen getestet, sagte der Sprecher weiter.

Update 23. März, 11.56 Uhr: Bayerischer Fußball-Verband erwartet hohen finanziellen Schaden

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) rechnet angesichts der Coronavirus-Pandemie mit einem Schaden von mehreren Millionen Euro. 

"Der BFV steht finanziell vor einer Situation, die es in diesem Ausmaß bislang wohl so noch nicht gegeben hat. Wir können heute noch nicht abschätzen, wohin die Reise geht. Nach einer ersten Hochrechnung entsteht dem BFV ein finanzieller Schaden von mehreren Millionen Euro", erklärte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. 

Der Verband verfüge aber "über die Möglichkeit durch ausreichende Liquidität diese Krise zu meistern – es bedarf aber eines überlegten und gemeinsamen Handelns aller Beteiligten."

Der BFV hat den kompletten Spielbetrieb der laufenden Saison bis auf Weiteres ausgesetzt. Eine Wiederaufnahme der Spiele wird nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen.

"Die Existenz unserer Vereine steht für uns an oberster Stelle. Dabei geht es bei weitem nicht alleine der Spielbetrieb, sondern es sind mehrheitlich ganz andere Dinge, die unsere Vereine am wirtschaftlichen Leben halten: Sommerfeste beispielsweise, Gaststätten-Pachten der Vereinswirte, die plötzlich ausfallen oder der Eigenbetrieb des Vereinsheims, dazu weiterlaufende Kosten ohne signifikante Einnahmen", sagte BFV-Boss Rainer Koch am Sonntagabend. 

"Es geht aber auch um die Existenz aller einzelnen Personen in einem Verein und die, die für den Verein da sind. Trainer, Platzwarte, Putzfrauen, Schiedsrichter, um nur ein paar Beispiele zu nennen."

Update 23. März, 11.54 Uhr: Unterhaching-Fußballer spenden Teil der Gehälter

Angesichts der Coronavirus-Pandemie werden die Drittliga-Fußballer der SpVgg Unterhaching einen Teil ihrer Gehälter spenden. 

"Wir werden die Gehälter ganz normal weiterzahlen, auch wenn's bei uns natürlich auch eng ist, ist ja kein Geheimnis", sagte Vereinsboss Manfred Schwabl (53) in der TV-Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Fernsehen. "Und die Jungs sind dann von sich aus auf mich zugekommen und haben gesagt: Im Gegenzug spenden wir was, und der Verein wird was drauflegen, auch für die Gemeinde Unterhaching, die ein super Krisenmanagement momentan macht."

Vom Kurzarbeitergeld für Profifußballer hält der frühere Mittelfeldspieler des FC Bayern München nichts. Sein Verein mache das "definitiv nicht", sagte Schwabl.

Update 23. März, 10.14 Uhr: Coronavirus trifft Zulieferer Leoni

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität. 

Allerdings sei die Höhe der Belastungen derzeit noch nicht vorhersehbar, teilte das SDax-Unternehmen am Montag in Nürnberg mit. Vor dem Hintergrund der Probleme durch die Corona-Krise hat das Management ein Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem es den Fortbestand des Geschäftsbetriebs sichern will.

Neben vorübergehenden Werksschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika gehörten auch die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten dazu, hieß es.

Update 23. März, 9.22 Uhr: Markus Söder verteidigt Bayerns Alleingang

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt.

Alle Infos dazu findet Ihr >>> hier

Update 23. März, 9.15 Uhr: Mehrere Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Dillingen

Trotz der Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus haben vier Männer aus dem Raum Höchstädt an der Donau (Landkreis Dillingen) am Sonntagabend eine Feier veranstaltet. 

Sie verabredeten sich im Garten eines Anwesens, entfachten ein Lagerfeuer und tranken Bier, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach zeigten sich die Männer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren beim Eintreffen der Beamten uneinsichtig. Erst nach "mehrfachem guten Zureden" und dem Hinweis, die Männer gegebenenfalls in Gewahrsam zu nehmen, lösten sie ihre Feier auf, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Auch im wenige Kilometer entfernten Lauingen trafen Beamte am Sonntag auf zwei Männer, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Laut Polizei saßen ein 33-Jähriger und sein 34 Jahre alter Kumpel in einem Auto vor einer Spielhalle, um einen Freund zu besuchen. Als die Polizei die beiden Männer kontrollierte, hätten sie sich einsichtig gezeigt.

Gegen alle sechs Männer wird nun wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

München in Zeiten der Corona-Krise

Ein sonst nicht vorstellbarer Anblick: Ein komplett leere U6 Richtung Klinikum Großhadern in München gegen 22.30 Uhr.
Ein sonst nicht vorstellbarer Anblick: Ein komplett leere U6 Richtung Klinikum Großhadern in München gegen 22.30 Uhr.  © Felix Hörhager/dpa

Update 23. März, 7.54 Uhr: MTU setzt Produktion teilweise für mehrere Wochen aus

Der Triebwerksbauer MTU unterbricht aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Produktion an mehreren europäischen Standorten. 

Demnach betrifft der Produktionsstopp zunächst die Standorte in München und im polnischen Rzeszow, wo Triebwerke montiert und Triebwerkskomponenten hergestellt werden, teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. Hintergrund seien beginnende Unterbrechungen in der Materialversorgung und der Schutz der Mitarbeiter. Bis zum Ende dieser Woche soll die Produktion heruntergefahren werden. Ab kommenden Montag (30. März) werde der Betrieb dann voraussichtlich für drei Wochen komplett eingestellt, hieß es.

Zudem soll auch der Betrieb an Standorten, die sich nur mit der Instandhaltung von Triebwerken befassen, mit einer Woche Versatz ausgesetzt werden, teilte MTU weiter mit. Betroffen davon seien Hannover und Ludwigsfelde. Die zeitliche Verzögerung ermögliche dem Konzern, derzeit noch laufende Triebwerksinstandhaltungen abzuschließen. Die Standorte sollen ebenfalls für voraussichtlich drei Wochen weitgehend stillstehen, für die Kunden aber erreichbar bleiben, so MTU.

Update 23. März, 6.27 Uhr: 54-Jähriger ohne bekannte Vorerkrankungen an Corona gestorben

Im Landkreis Rosenheim gibt es eines der jüngsten Todesopfer in Deutschland nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu vermelden.

Der Mann sei mit nur 54 Jahren gestorben, wie die Schlossbrauerei Maxlrain auf Facebook mitteilte. Besonders erschreckend, der Verstorbene soll keinerlei Vorerkrankungen gehabt haben.

Zum ganzen Artikel geht's >>> hier.

Update 23. März, 6.04: Medienführerschein Bayern richtet sich in Corona-Krise auch an Eltern

Trotz der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen sind Sport an der freien Luft und Spaziergänge mit Personen des eigenen Haustands erlaubt.
Trotz der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen sind Sport an der freien Luft und Spaziergänge mit Personen des eigenen Haustands erlaubt.  © Matthias Balk/dpa

Nachdem der Nachwuchs wegen der Kita- und Schulschließungen im Rahmen der Corona-Krise aktuell viel Zeit online verbringt, bietet der Medienführerschein Bayern nun auch Materialien zur Medienerziehung für Eltern an. 

Seit dieser Woche gibt es auf www.medienfuehrerschein.bayern in einer neuen Rubrik speziell für Eltern kostenlose Angebote für verschiedene Altersgruppen, wie der Vorsitzende des Stiftungsrats der verantwortlichen Stiftung Medienpädagogik Bayern, Siegfried Schneider, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Eltern könnten sich beispielsweise Film-Clips oder interaktive Grafiken herunterladen und damit mit ihren Kindern Medienkompetenz praktisch erarbeiten und besprechen.

Der Medienführerschein richtet sich normalerweise an Pädagogen, denen er fix und fertig vorbereitete Unterrichtseinheiten an die Hand gibt. Ihn gibt es heuer seit zehn Jahren. Seither haben Hunderttausende Schülerinnen und Schüler am Medienführerschein teilgenommen. 

Experten loben die Initiative der Stiftung unter dem Dach der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) - mahnen aber auch an, beim Erreichten nicht stehenzubleiben. Das Thema weitertreiben will auch Schneider, der zudem BLM-Chef ist. Zum Jubiläum wünscht er sich, "dass man ein höheres Maß an Verpflichtung einfordert, dass jede Schule auch nachweist, dass sie Medienerziehung macht".

Update 23. März, 6.01 Uhr: Start einer Walk-Through-Teststation am Tropeninstitut

Ärzte bereiten den Betrieb einer Walk-through-Teststation vom Tropeninstitut am LMU Klinikum München vor.
Ärzte bereiten den Betrieb einer Walk-through-Teststation vom Tropeninstitut am LMU Klinikum München vor.  © Matthias Balk/dpa

Statt reinfahren, jetzt durchlaufen: München bekommt eine neue Teststation für mögliche Coronavirus-Infizierte. In einer sogenannten Walk-Through-Station, die Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag (14.30 Uhr) am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität eröffnen will, sollen speziell medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Polizisten getestet werden. 

"Wir brauchen jeden Pfleger, jede Krankenschwester, jede Ärztin und jeden Arzt", sagte Sibler im Vorfeld. "Wir brauchen diese Menschen gesund."

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Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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