Coronavirus in Berlin: Spielplätze öffnen wieder

Berlin - Auch knapp zwei Monate nach der ersten offiziellen Berliner Corona-Infektion ist die Haupstadt von Normalität weiterhin weit entfernt. Seit Wochen müssen die Menschen bereits mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.

Das Sony-Center am Potsdamer Platz ist menschenleer.
Das Sony-Center am Potsdamer Platz ist menschenleer.  © Jörg Carstensen/dpa

So gilt seit dem 27. April gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Zwei Tage später folgte auch der Einzelhandel.

Zudem verbietet Berlin Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober dieses Jahres. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern dürfen bis 31. August nicht stattfinden. 

Theater, Clubs, Opern und Kulturstätten bleiben bis 31.7. dicht.

Derweil sind die ersten Lockerungen beschlossen worden. Geschäfte durften wieder öffnen und auch die Spielplätze sind wieder offen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien gilt aber nach wie vor.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Berlin und Brandenburg gibt es hier bei uns im Ticker.

Update, 30. April, 6.20 Uhr: Bezirke öffnen wieder ihre Spielplätze

Nach wochenlanger Schließung öffnen die Berliner Bezirke ab dem 30. April wieder ihre Spielplätze. Darauf hat sich in der vergangenen Woche der Rat der Bürgermeister geeinigt. In einigen Bezirken kann die Öffnung jedoch etwas länger dauern. Friedrichshain-Kreuzberg hat etwa angekündigt, die Spielplätze ab dem 1. Mai zu öffnen. Tempelhof-Schöneberg hat die Freigabe für den 4. Mai angekündigt.

Besucher sollen darauf achten, den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten und das Gelände bei Überfüllung nicht zu betreten. Für das Aufstellen von Hinweisschildern auf den Spielplätzen und Kontrollen sind die Bezirke zuständig.

In einigen Bezirken öffnen die Spielplätze wieder.
In einigen Bezirken öffnen die Spielplätze wieder.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 29. April, 22.20 Uhr: Senioren dürfen Heim nicht verlassen, 16 Bewohner infiziert

Wegen um sich greifender Corona-Infektionen dürfen Bewohner eines Seniorenheims in Königs Wusterhausen die Einrichtung vorerst nicht mehr verlassen. Dort seien mittlerweile 16 Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden, teilte der Landkreis Dahme-Spreewald am Mittwochabend mit.

Seit vergangenem Samstag seien bei 96 Menschen Abstriche vorgenommen worden. Zwei Erkrankte würden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, alle anderen befänden sich "im stabilen Zustand". Die Testergebnisse von 82 weiteren Abstrichen bei Bewohnern und Angestellten der stationären Pflegeeinrichtung werden in den nächsten Tagen erwartet.

Seit Anfang der Woche wurden den Angaben zufolge alle betroffenen Wohnbereiche zu "abgesonderten Quarantäne-Stationen umfunktioniert". Gegenwärtig würden keine neuen Bewohner aufgenommen.

Update, 29. April, 21.02 Uhr: Mehr als 5800 Corona-Fälle in Berlin, Mitte am stärksten betroffen

In Berlin haben sich bis Mittwoch 5821 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das sind 83 mehr als am Vortag, wie aus den jüngsten Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. 147 Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, sind gestorben - wiederum zehn mehr als am Dienstag; da hatte die Zunahme im Vergleich zum Montag ebenfalls zehn betragen. 88 der Toten waren 80 Jahre und älter, 34 waren 70 bis 79 Jahre alt. Dazu kommen 14 Menschen im Alter zwischen 60 und 69 sowie neun 50 bis 59-Jährige; zwei der Gestorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt.

Laut Verwaltung liegen derzeit 604 Patienten in Krankenhäusern, von denen 157 intensivmedizinisch behandelt werden. Die übrigen Betroffenen seien in häuslicher Isolation. Unter den Bezirken liegt weiterhin Mitte mit 861 Covid-19-Fällen in Front, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (672) und Neukölln (632).

Die Behörde wies darauf hin, dass die Daten "aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig" seien.

Selbstgenähte Masken als Mund- und Nasneschutz hängen in großer Auswahl und verschiedenen Mustern vor einer Änderungsschneiderei in der Danziger Straße 71 in Prenzlauer Berg.
Selbstgenähte Masken als Mund- und Nasneschutz hängen in großer Auswahl und verschiedenen Mustern vor einer Änderungsschneiderei in der Danziger Straße 71 in Prenzlauer Berg.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. April, 18.23 Uhr: Corona in Werder Altenheim: Zehn Menschen genesen, zehn gestorben

In einem Altenheim in Werder (Havel) (Potsdam-Mittelmark) sind bislang zehn mit dem Coronavirus infizierte Bewohner gestorben. Das teilte der Landkreis Potsdam-Mittelmark am Mittwoch mit. Insgesamt 31 Bewohner hätten sich mit dem Virus infiziert, zehn davon seien genesen. Auch 15 Mitarbeiter seien infiziert - davon seien sechs wieder genesen, wie es weiter hieß.

Nach Angaben des Landkreises hatte sich vermutlich ein Bewohner des "Hauses am Zernsee" während seines Aufenthaltes im Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus infiziert. Nach seiner Rückkehr in die Einrichtung am 26. März steckte er dann wohl andere Bewohner und Pfleger an.

"Man hätte ihn eigentlich gleich für 14 Tage isolieren müssen", sagte Landkreissprecherin Andrea Metzler. Als der Mann am 28. März schlagartig Symptome gezeigt habe, sei er sofort ins Krankenhaus gekommen und dort einen Tag später gestorben. Zunächst hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Bereits vergangene Woche hatte der Kreis in einer Mitteilung verstärkt Kontrollen in den Heimen angekündigt. Leider habe man vor Ort feststellen müssen, dass immer wieder gegen Hygieneauflagen verstoßen werde. Der Betreiber, Korian Deutschland, bestreitet das. "Als der erste Infizierte aus dem Krankenhaus gekommen ist, hat es in Brandenburg noch keine Empfehlungen für die Isolation von Krankenhausrückkehrern gegeben", sagte Sprecherin Tanja Kurz. Nachdem sich bei dem Mann die Symptome gezeigt haben, habe man umgehend alle Bewohner und das Pflegepersonal getestet.

Die Personaldecke sei in dem Haus sehr dünn, sagte Kurz. Dem stimmte Metzler zu - nicht nur für das Heim in Werder: "Die Heime sind in dieser Zeit noch mehr in einer Bredouille, sie haben nicht genügend Personal."

Update, 29. April, 18 Uhr: Gericht billigt 800-Quadratmeter-Verordnung für Einzelhandel

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die erlaubte Öffnung von Verkaufsflächen mit nur bis zu 800 Quadratmetern in der Corona-Krise gebilligt. Angesichts der vom Robert Koch-Institut nach wie vor angenommenen hohen Gefährdungslage sei die Entscheidung über die Lockerungen "rechtlich nicht zu beanstanden", erklärte das Gericht am Mittwoch. 

"Es sei prinzipiell davon auszugehen, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen in kleineren Geschäften mit weniger Kunden leichter gewährleistet werden könnten."

Ein Möbel- sowie ein Warenhauskonzern und ein Anbieter von Sport- und Bekleidungsartikeln hatten per Eilverfahren die Verordnung kippen wollen. Ihr Argument: Die Begrenzung der Verkaufsfläche sei infektionsschutzrechtlich nicht zu rechtfertigen. Zudem seien sie gegenüber privilegierten Handelsbetrieben im Nachteil. So könnten Buch- und Fahrradläden sowie KfZ-Händler auch mit größerer Fläche öffnen. 

Die Richter waren jedoch der Auffassung, dass sich die Bürger in diesen Geschäften mit Gütern des täglichen Lebens eindeckten. "Angesichts der gegenwärtigen Pandemiesituation sei der Schutz von Leben und Gesundheit höher zu bewerten als das Interesse der Antragstellerinnen."

In Berlin gilt die entsprechende Verordnung für den Einzelhandel seit vergangener Woche Mittwoch. Auch große Kauf- und Warenhäuser dürfen seither in der Corona-Krise wieder öffnen, solange sie ihre Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter reduzieren. Die Maßnahme wird seither vom Handelsverband Berlin-Brandenburg scharf kritisiert.

Auch in Nordrhein-Westfalen hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Begrenzung der Verkaufsfläche für Warenhäuser, Technikmärkte und andere große Geschäfte auf 800 Quadratmeter bestätigt. Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte hingegen die Schließung von Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche für unzulässig erklärt.

Umfangreich abgeklebt ist der Eingangsbereich eines Cafés in einer Seitenstraße des Kurfürstendamms.
Umfangreich abgeklebt ist der Eingangsbereich eines Cafés in einer Seitenstraße des Kurfürstendamms.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 29. April, 16.25 Uhr: Sportsenator und Sportvertreter: Beratung über konkrete Corona-Hilfen

 Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat mit Vertretern aus dem Breiten- und Profisport über konkrete Hilfen in der Corona-Krise gesprochen. "Breitensport und Profisport sind tragende Säulen der Sportmetropole Berlin. (...) Das dürfen wir uns durch Corona nicht kaputtmachen lassen", sagte Andreas Geisel nach dem Gespräch am Mittwoch. 

Der Berliner Senat will ehrenamtliche und Profi-Sportvereine in der Corona-Krise finanziell unterstützen, damit sie nicht in ihrer Existenz bedroht werden. Vorbereitungen für einen entsprechenden Rettungsschirm würden bereits laufen.

Neben des Präsidenten des Landessportbunds, Thomas Härtel, nahmen auch der Sprecher der Initiative Berliner Proficlubs, Kaweh Niroomand, sowie die Manager Bob Hanning von den Füchsen Berlin und Marco Baldi von Alba Berlin an dem Treffen teil. BR-Volleys-Manager Niroomand hatten dem Senat vergangene Woche vorgeworfen, Berliner Profivereine in der Corona-Krise nicht ausreichend zu unterstützen. Niroomand und Härtel reagierten daher auch positiv auf den Vorschlag des Senators, einen Runden Tisch einzurichten, an dem über die Folgen der Corona-Pandemie für den Berliner Sport gesprochen werden soll.

Breiten- und Leistungssportler erwarten vor der nächsten Corona-Konferenz der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder am Donnerstag eine behutsame Öffnung für den Sport.

Andreas Geisel (SPD), Senator für Inneres und Sport in Berlin, setzt einen Mund-Nasen-Schutz auf.
Andreas Geisel (SPD), Senator für Inneres und Sport in Berlin, setzt einen Mund-Nasen-Schutz auf.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. April, 14.33 Uhr: Studenten können Geld für Technik beantragen

Studentinnen und Studenten in Berlin sollen eine Finanzspritze bekommen können, wenn ihnen Technik wie ein Headset oder ein Laptop zur Teilnahme am digitalen Sommersemester fehlt. Ein neuer Fonds soll Betroffenen beim Kauf notwendiger Geräte je nach Bedarf mit Zuschüssen von 200 Euro oder 500 Euro helfen, teilten das Studierendenwerk und die Senatskanzlei am Mittwoch mit.

Studierende können demnach ab Montag (4. Mai) auf der Webseite des Studierendenwerks einen Förderantrag stellen. Im Topf sind 50 000 Euro von der Senatskanzlei, zudem hat die Berliner Sparkasse laut Mitteilung eine Spende von 25.000 Euro angekündigt. Studierendenwerk und Senatskanzlei riefen Unternehmen zum Spenden und Unterstützen der "Fachkräfte von morgen" auf.

Das Sommersemester hat am 20. April begonnen, Seminare und Vorlesungen werden wegen der Corona-Krise im Internet abgehalten. Rückmeldungen an den Hochschulen hätten ergeben, dass ein Teil der Studierenden "nicht über eine ausreichende technische Ausstattung verfügt, um am digitalen Lehrprogramm angemessen teilzunehmen zu können", hieß es.

Update, 29. April, 13.46 Uhr: Aufsichtsrat für vorübergehende Schließung des Flughafens Tegel

Der Berliner Flughafen Tegel soll nach dem Willen der Betreibergesellschaft vorübergehend vom Netz gehen. Damit will das Unternehmen auf die eingebrochenen Passagierzahlen in der Corona-Krise reagieren. Der Aufsichtsrat stimmte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch dafür, für den Flughafen einen Antrag auf temporäre Befreiung von der Betriebspflicht bei der Luftfahrtbehörde zu stellen. Berlins Flugbetrieb würde dann am Flughafen Schönefeld konzentriert.

Dafür ist aber auch die Zustimmung der Flughafen-Eigentümer notwendig, das sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg. Sie tagen am Mittwochnachmittag in einer Gesellschafterversammlung.

Update, 29. April, 12.48 Uhr: Müller will im Mai über Lockerungen für Restaurants sprechen

Gespräche über Lockerungen für Hotels und Restaurants sollte es nach Überzeugung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller noch im Mai geben. Hotellerie und Gastronomie seien für Berlin wahnsinnig wichtig, sagte er am Mittwoch dem RBB-Sender 88,8. "Und ich glaube, die brauchen eine Perspektive." Es gehe es gar nicht darum, zu sagen, es sei möglich, die Gastronomie vier Tage später wieder zu öffnen, sagte der SPD-Politiker.

"Aber wir müssen ihnen sagen, dass sie auch nicht die Letzten sind, sondern dass wir auf jeden Fall, ich hoffe im Laufe des Mai, doch zwischen Bund und Ländern eine Schrittfolge verabreden können, wo vielleicht die Außengastronomie aufmacht, dass man dann innen in der Gastronomie etwas macht." Das sei nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen wichtig für Berlin. "Ich glaube, die Menschen brauchen auch dieses Angebot", erklärte der Regierende Bürgermeister. Die nächste Schaltkonferenz zwischen Bund und Ländern ist für Donnerstag geplant.

Großveranstaltungen mit Zehntausenden von Menschen sind nach Müllers Einschätzung dagegen auf lange Sicht nicht realistisch. "Das wird noch einige Monate dauern", sagte er. Verboten seien sie zunächst bis zu den Herbstferien. "Ich hoffe, dass wir Ende des Jahres, vielleicht Anfang nächsten Jahres wieder größere Veranstaltung haben, dass wir dann wieder in den Rhythmus kommen können", so Müller. "Aber das kann wirklich niemand versprechen."

Bars und Restaurants in der sonst so belebten Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain sind aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.
Bars und Restaurants in der sonst so belebten Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain sind aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. April, 12.40 Uhr: Bergmann-Klinik könnte nach Virusausbruch bald voll öffnen

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann könnte nach dem Coronavirus-Ausbruch aus Sicht der Brandenburger Landesregierung voraussichtlich in ein paar Wochen wieder normal öffnen. Die beiden neuen Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt und Tim Steckel hätten dem Ministerium am Dienstag über ihre Pläne berichtet, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch in Potsdam. "Das macht auch Hoffnung, dass das Ernst von Bergmann in einigen Wochen dann wieder voll an den Start gehen kann - in Teilbereichen möglicherweise etwas früher." Sie sagte: "Da wird also doch jetzt beherzt an der Problematik gearbeitet."

In dem größten Potsdamer Krankenhaus, das rund eine halbe Million Menschen in der Region versorgen soll, hatten sich seit Mitte März Corona-Infektionen gehäuft. Seit 1. April gilt ein Aufnahmestopp, der aber nicht für Notfälle gilt. Bis Montag starben 42 Corona-Patienten in der Klinik, 36 Patienten waren in Behandlung. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte beide bisherigen Geschäftsführer für ein halbes Jahr beurlaubt. Das Ministerium wertet derzeit einen Bericht der früheren Klinikleitung über den Umgang mit der Krise aus.

Die Lage in einem weiteren Schwerpunkt der Corona-Infektionen im Land, der Brandenburgklinik in Bernau im Kreis Barnim, scheint sich nach Einschätzung der Ministerin etwas zu entspannen. Der Kreis schätze, dass die Klinik möglicherweise nächste Woche wieder "ans Netz" gehen könne, sagte Nonnemacher. Auch in Pflegeheimen etwa in Werder/Havel und Flüchtlingsunterkünften wie in Hennigsdorf hatte es eine Häufung von Infektionen gegeben.

Das Bergmann-Klinikum könnte womöglich bald wieder voll öffnen.
Das Bergmann-Klinikum könnte womöglich bald wieder voll öffnen.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 29. April, 12.36 Uhr: Ministerin warnt vor zu schnellen Lockerungen der Corona-Regeln

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält eine zu weitgehende Lockerung der Beschränkungen gegen das Coronavirus für gefährlich. Es sei zwar richtig, bestimmte Dinge zu lockern, denn "wir müssen uns auch der schweren Grundrechtseingriffe bewusst sein", sagte Nonnemacher am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags in Potsdam. Sie warne aber, "wenn wir auf einen Schlag wieder zuviel freigeben, dass dann die Gefahr besteht, dass wir wieder in ein exponentielles Wachstum kommen." Die Ministerin betonte: "Wir werden mit dieser Pandemie noch viele, viele Monate - vermutlich bis ins nächste Jahr - zu tun haben." 

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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