Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz sinkt weiter

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 16.640 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 143,3 (Stand: 15. Mai, alle Daten vom RKI).

Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.
Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.  © Kristin Schmidt

In Sachsen gilt seit dem 24. April die Corona-Notbremse mit verschärften Maßnahmen.

Neu ist die Ausgangssperre. Sie gilt von 22 bis 5 Uhr früh, und zwar in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Bis Mitternacht sind Spaziergänge, Joggen und der notwendige Gang mit dem Hund allein weiter möglich.

Bei Schule und Kita gilt: Home-Schooling oder Notbetreuung (Hort und Kita) gilt ab einer Inzidenz von 165.

Kontaktbeschränkungen: Ein Hausstand plus eine Person plus Kinder bis 14 Jahre

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 15. Mai, 16.45 Uhr: MP Kretschmer für mehr Freiheiten schon nach erster AstraZeneca-Dosis

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) fordert mehr Freiheiten beim Reisen auch für Bürger, die bisher nur eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs AstraZeneca erhalten haben.

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Michael Kretschmer (46, CDU) will den Sommerurlaub für Erstgeimpfte erleichtern.
Michael Kretschmer (46, CDU) will den Sommerurlaub für Erstgeimpfte erleichtern.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Mai, 11 Uhr: Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen in der Pandemie gestiegen

Die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen ist in der Corona-Pandemie gestiegen. Der Anteil Betroffener betrug einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr 7,0 Prozent - 1,5 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt.

Den kompletten Artikel dazu könnt Ihr >>>hier lesen.

Update, 15. Mai, 10.45 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen sinkt weiter, vier Regionen unter 100

Bei der Corona-Pandemie deutet sich auch in Sachsen eine leichte Entspannung an. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ging am Samstag weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 122,6. Am Freitag waren es noch 134. Sachsen ist hinter Thüringen (132,1) aber noch immer das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Bundesweit sank sie am Samstag auf 87,3. Den geringsten Wert hat Schleswig-Holstein (39,1).

In Sachsen selbst gibt es weiter ein sehr differenziertes Bild. Mit dem Landkreis Mittelsachsen (238,1) und dem Erzgebirgskreis (236,8) liegen zwei der drei bundesweit am stärksten betroffenen Regionen im Freistaat. Nur in Coburg 255,6 ist der Wert noch höher.

Vier Gebiete in Sachsen liegen inzwischen unter der Schwelle von 100: die Städte Leipzig (59,9) und Dresden (74,9) sowie der vormalige Corona-Hotspot Vogtland (78,3) und Nordsachsen (91,5).

Das RKI registrierte für Sachsen binnen 24 Stunden 610 nachgewiesene Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im März 2020 im Freistaat 277.434 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 9372 Frauen und Männer sind an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Update, 15. Mai, 8.15 Uhr: Kretschmer zieht Corona-Notbremse des Bundes in Zweifel

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Notwendigkeit bundeseinheitlicher Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie infrage gestellt. "Die Bundesnotbremse hat viel Aufregung ausgelöst. Es ist nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Zwar sei es legitim, wenn der Bundesgesetzgeber handele. "Aber wir müssen sehen, dass wir uns in einer Spirale befinden, die Politik und Bevölkerung auseinanderbringt. Das ist nicht gut", betonte Kretschmer. "Wir sollten daraus lernen, dass regionale Entscheidungen besser sind als das Eingreifen durch den Bund."

Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen waren am 23. April in Kraft getreten. In Landkreisen und kreisfreien Städten, die drei Tage lang eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten haben, gelten seither unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Mit den einheitlichen Regelungen will die Politik einen Flickenteppich in den Bundesländern verhindern. Befristet sind sie bisher maximal bis zum 30. Juni.

Update, 15. Mai, 6.54 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 73 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.640 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 143,3 (Vortag: 143,3).

Update, 14. Mai, 16.17 Uhr: Sachsens Hausärzte sollen selbst über Impfreihenfolge entscheiden

Nach Aufhebung der Impfreihenfolge in sächsischen Arztpraxen ab dem 24. Mai sollen niedergelassene Ärzte selbst entscheiden, wen sie mit Impfstoff zuerst versorgen. Das kündigte das Sozialministerium am Freitag nach Beratungen mit der Sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen an. Für die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson war die Priorisierung in Praxen bereits aufgehoben worden. In den sächsischen Impfzentren und bei den mobilen Teams wird sie dagegen beibehalten.

"Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten am besten und können sehr gut einschätzen, wer am meisten gefährdet ist und daher bevorzugt geimpft werden sollte", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Viele Ärzte würden Patienten gezielt ansprechen, um ihnen eine Impfung anzubieten. "Mit unserer Entscheidung wollen wir die Arztpraxen so weit wie möglich bei Organisation und Terminvergabe entlasten, damit sie mit größtmöglicher Flexibilität Impfungen vornehmen können."

Um Hausärzte zu entlasten, sollten bis zu den Sommerferien nicht unbedingt notwendige Arztbesuche vermieden oder verschoben werden, hieß es. Das gelte etwa für Routinekontrollen und die Besprechung von Laborbefunden. Köpping: "Ich möchte alle Patienten um Verständnis bitten. Aber in der derzeitigen Situation hat die schnellstmögliche Immunisierung der Bevölkerung oberste Priorität. Daher bitte ich alle, nicht unbedingt notwendige Arzttermine zu verschieben. Klar ist aber auch: Wer ärztliche Hilfe benötigt, bekommt sie natürlich weiterhin in seiner Hausarztpraxis. Da gibt es keine Abstriche."

Laut Gesundheitsministerium wurden in Sachsen bislang 1,85 Millionen Impfungen verabreicht; 14,4 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Update, 14. Mai, 11.50 Uhr: Musikrat sammelt über 88.000 Euro Spenden für freie Künstler

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat der sächsische Musikrat mehr als 88.000 Euro an Spendengeldern für freischaffende Musiker und Musikerinnen gesammelt. Durch den Lockdown hatten viele von ihnen jede Auftrittsmöglichkeit verloren. Mit den Spenden wurden Auftritte in und vor karitativen Einrichtungen organisiert, für die die teilnehmenden Künstler eine kleine Gage erhalten konnten, wie der Musikrat am Freitag mitteilte.

Bei der letzten Aktion, einem musikalischen Osterspaziergang, traten 85 Künstler in mehr als 35 karitativen Einrichtungen auf, so zum Beispiel in Seniorenheimen, Kinderhospizen und Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung. Der Hilfsfonds des Musikrates hat den Angaben nach vier derartige Aktionen finanziert.

Update, 14. Mai, 9.47 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen gesunken, Lockerungen in Leipzig

Die Zahl der täglichen Corona-Neuansteckungen geht in Sachsen weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag bei 134. Am Donnerstag betrug die Inzidenz noch 140,1. Sachsen ist damit hinter Thüringen (148) aber noch immer das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit sank der Inzidenz-Wert am Freitag erstmals seit langem unter die Schwelle von 100 - die Neuansteckungsquote lag bei 97.

Innerhalb des Freistaates stellt sich die Lage nach wie vor unterschiedlich dar, auch wenn die Infektionszahlen überall sinken. Als erste Stadt kann Leipzig (68,3) seit Freitag lockern und etwa die Außengastronomie, Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen.

Auch Dresden - laut RKI derzeit mit einer Inzidenz von 87,3 - kann ab Mitte nächster Woche auf Lockerungen hoffen. Auch der Landkreis Nordsachsen lag am Freitag unter der kritischen 100er-Grenze. Mit Inzidenz-Werten über 200 sind vor allem das Erzgebirge sowie der Landkreis Mittelsachsen betroffen.

Update, 14. Mai, 8.23 Uhr: Köpping lobt Arbeit der Impfteams

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Arbeit der 30 mobilen Impfteams im Land gelobt und als unerlässlich für einen Erfolg der Impfkampagne bezeichnet. "Wir haben hervorragende Erfahrungen mit den Impfteams gemacht. Sie können zum Beispiel in enger Zusammenarbeit und auf Initiative von Kommunen temporäre Impfzentren in Gemeindehallen betreiben oder in Einrichtungen impfen", sagte die Ministerin der Deutschen Presse- Agentur in Dresden. Mit den Teams könne man auch schnell auf regionale Besonderheiten regieren.

"Sie genießen hohe Anerkennung bei den Bürgern, die sich sehr über ein wohnortnahes Angebot freuen und dies auch sehr gut annehmen", sagte Köpping. Das mobile Impfen sei ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Impfstrategie: "Die Teams gehen in die Fläche, in die Alten- und Pflegeheime – sie bringen dabei Hoffnung mit. Hoffnung auf ein Leben ohne die Angst vor einer schweren Corona-Erkrankung und ein Stück Normalität."

Dabei würden die Teams mitunter auch an die Grenzen ihrer eigenen körperlichen und seelischen Belastbarkeit gehen. Allen Beteiligten gebühre Dank.

Update, 14. Mai, 7.40 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 53 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.564 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 143,3 (Vortag: 153,0).

Es wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 488 Personen an oder mit dem Virus.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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