Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz sinkt weiter

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 16.564 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 143,3 (Stand: 14. Mai, alle Daten vom RKI).

Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.
Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.  © Kristin Schmidt

In Sachsen gilt seit dem 24. April die Corona-Notbremse mit verschärften Maßnahmen.

Neu ist die Ausgangssperre. Sie gilt von 22 bis 5 Uhr früh, und zwar in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Bis Mitternacht sind Spaziergänge, Joggen und der notwendige Gang mit dem Hund allein weiter möglich.

Bei Schule und Kita gilt: Home-Schooling oder Notbetreuung (Hort und Kita) gilt ab einer Inzidenz von 165.

Kontaktbeschränkungen: Ein Hausstand plus eine Person plus Kinder bis 14 Jahre

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 14. Mai, 16.17 Uhr: Sachsens Hausärzte sollen selbst über Impfreihenfolge entscheiden

Nach Aufhebung der Impfreihenfolge in sächsischen Arztpraxen ab dem 24. Mai sollen niedergelassene Ärzte selbst entscheiden, wen sie mit Impfstoff zuerst versorgen. Das kündigte das Sozialministerium am Freitag nach Beratungen mit der Sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen an. Für die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson war die Priorisierung in Praxen bereits aufgehoben worden. In den sächsischen Impfzentren und bei den mobilen Teams wird sie dagegen beibehalten.

"Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten am besten und können sehr gut einschätzen, wer am meisten gefährdet ist und daher bevorzugt geimpft werden sollte", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Viele Ärzte würden Patienten gezielt ansprechen, um ihnen eine Impfung anzubieten. "Mit unserer Entscheidung wollen wir die Arztpraxen so weit wie möglich bei Organisation und Terminvergabe entlasten, damit sie mit größtmöglicher Flexibilität Impfungen vornehmen können."

Um Hausärzte zu entlasten, sollten bis zu den Sommerferien nicht unbedingt notwendige Arztbesuche vermieden oder verschoben werden, hieß es. Das gelte etwa für Routinekontrollen und die Besprechung von Laborbefunden. Köpping: "Ich möchte alle Patienten um Verständnis bitten. Aber in der derzeitigen Situation hat die schnellstmögliche Immunisierung der Bevölkerung oberste Priorität. Daher bitte ich alle, nicht unbedingt notwendige Arzttermine zu verschieben. Klar ist aber auch: Wer ärztliche Hilfe benötigt, bekommt sie natürlich weiterhin in seiner Hausarztpraxis. Da gibt es keine Abstriche."

Laut Gesundheitsministerium wurden in Sachsen bislang 1,85 Millionen Impfungen verabreicht; 14,4 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Update, 14. Mai, 11.50 Uhr: Musikrat sammelt über 88.000 Euro Spenden für freie Künstler

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat der sächsische Musikrat mehr als 88.000 Euro an Spendengeldern für freischaffende Musiker und Musikerinnen gesammelt. Durch den Lockdown hatten viele von ihnen jede Auftrittsmöglichkeit verloren. Mit den Spenden wurden Auftritte in und vor karitativen Einrichtungen organisiert, für die die teilnehmenden Künstler eine kleine Gage erhalten konnten, wie der Musikrat am Freitag mitteilte.

Bei der letzten Aktion, einem musikalischen Osterspaziergang, traten 85 Künstler in mehr als 35 karitativen Einrichtungen auf, so zum Beispiel in Seniorenheimen, Kinderhospizen und Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung. Der Hilfsfonds des Musikrates hat den Angaben nach vier derartige Aktionen finanziert.

Update, 14. Mai, 9.47 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen gesunken, Lockerungen in Leipzig

Die Zahl der täglichen Corona-Neuansteckungen geht in Sachsen weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag bei 134. Am Donnerstag betrug die Inzidenz noch 140,1. Sachsen ist damit hinter Thüringen (148) aber noch immer das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit sank der Inzidenz-Wert am Freitag erstmals seit langem unter die Schwelle von 100 - die Neuansteckungsquote lag bei 97.

Innerhalb des Freistaates stellt sich die Lage nach wie vor unterschiedlich dar, auch wenn die Infektionszahlen überall sinken. Als erste Stadt kann Leipzig (68,3) seit Freitag lockern und etwa die Außengastronomie, Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen.

Auch Dresden - laut RKI derzeit mit einer Inzidenz von 87,3 - kann ab Mitte nächster Woche auf Lockerungen hoffen. Auch der Landkreis Nordsachsen lag am Freitag unter der kritischen 100er-Grenze. Mit Inzidenz-Werten über 200 sind vor allem das Erzgebirge sowie der Landkreis Mittelsachsen betroffen.

Update, 14. Mai, 8.23 Uhr: Köpping lobt Arbeit der Impfteams

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Arbeit der 30 mobilen Impfteams im Land gelobt und als unerlässlich für einen Erfolg der Impfkampagne bezeichnet. "Wir haben hervorragende Erfahrungen mit den Impfteams gemacht. Sie können zum Beispiel in enger Zusammenarbeit und auf Initiative von Kommunen temporäre Impfzentren in Gemeindehallen betreiben oder in Einrichtungen impfen", sagte die Ministerin der Deutschen Presse- Agentur in Dresden. Mit den Teams könne man auch schnell auf regionale Besonderheiten regieren.

"Sie genießen hohe Anerkennung bei den Bürgern, die sich sehr über ein wohnortnahes Angebot freuen und dies auch sehr gut annehmen", sagte Köpping. Das mobile Impfen sei ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Impfstrategie: "Die Teams gehen in die Fläche, in die Alten- und Pflegeheime – sie bringen dabei Hoffnung mit. Hoffnung auf ein Leben ohne die Angst vor einer schweren Corona-Erkrankung und ein Stück Normalität."

Dabei würden die Teams mitunter auch an die Grenzen ihrer eigenen körperlichen und seelischen Belastbarkeit gehen. Allen Beteiligten gebühre Dank.

Update, 14. Mai, 7.40 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag (Stand 3.10 Uhr) für Chemnitz 53 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.564 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 143,3 (Vortag: 153,0).

Es wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 488 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 13. Mai, 14.02 Uhr: Köpping will Verbraucherschutz für Senioren stärken

Ältere Menschen brauchen nach Ansicht von Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) im digitalen Zeitalter einen besseren Verbraucherschutz. "Die Nutzung digitaler Medien ist herausfordernd - besonders für die ältere Generation, aber sie bietet doch so unendlich viele Möglichkeiten, den Alltag zu erleichtern und zu verbessern, so dass jede und jeder einen Zugang dazu haben sollte", teilte Köpping am Donnerstag in Dresden mit. Man brauche passende Angebote für Seniorinnen und Senioren und müsse sie immer weiterentwickeln. Mit dem Thema habe sich auch die Konferenz der Verbraucherschutzminister befasst. Sie habe dem Bund eine kostenlose und niedrigschwellige Informationsstelle für alle Fragen zu Verbraucherthemen vorgeschlagen.

Köppings Ministerium erinnerte an die Situation Betroffener in der Corona-Pandemie. Sie hätten Kontakte reduzieren oder ganz aussetzen müssen. "Neben dem Telefon stand ihnen mitunter nur die Möglichkeit der Kommunikation über digitale Wege, zum Beispiel per Videochat zur Verfügung. Dieses Szenario hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wie bedeutsam der Umgang mit digitalen Medien für die Kontaktpflege, die Teilhabe und letztlich auch für die Lebensqualität ist - gerade für die Älteren", hieß es.

Update, 13. Mai, 11.40 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gesunken

Die Zahl der Corona-Neuansteckungen geht in Sachsen allmählich weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch- Institutes (RKI) lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag bei 140,1. Am Mittwoch betrug diese Sieben-Tage-Inzidenz noch 144,4. Sachsen ist hinter Thüringen (162,5) noch immer das am stärksten betroffene Bundesland. Bundesweit näherte sich der Wert am Donnerstag der Schwelle von 100, exakt waren es 103,6.

In Sachsen gibt es beim Infektionsgeschehen große Unterschiede. Der Erzgebirgskreis und der Landkreis Mittelsachsen liegen mit Werten von 241,8 beziehungsweise 235,8 weiter an der Spitze. Die geringsten Inzidenzen gibt es in Leipzig (72,5) und Dresden (92,0). Alle anderen Regionen liegen zwischen 100 und 200.

Das RKI bezifferte die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen von Mittwoch auf Donnerstag mit 1442. Damit haben sich seit dem Beginn der Pandemie im März 2020 im Freistaat 275.860 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 9342 starben mit oder an einer Covid-19-Erkrankung.

Update, 13. Mai, 11.31 Uhr: Sommergala des Semperopernballs wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Dresdner Semperopernball hat nun auch seine für Juni geplante Sommergala wegen Corona abgesagt. Die fortdauernden Beschränkungen infolge der Pandemie stellten keine sichere Perspektive für die Durchführung der Veranstaltung dar, teilte der Ballverein am Donnerstag in Dresden mit. Die Entscheidung schmerze sehr. Man habe über viele Monate gemeinsam mit der Intendanz und verschiedenen Abteilungen der Oper mit Leidenschaft, Kreativität und Zuversicht an Konzept und Programm gefeilt. Sechs Wochen vor dem Ereignis sei eine Absage aufgrund der weiterhin nicht planbaren Öffnungsperspektiven für Kulturveranstaltungen, Hotels und Gastronomie leider unausweichlich geworden.

Die als Benefiz-Veranstaltung konzipierte Gala am 25. Juni war als Ersatz für den wegen der Pandemie gestrichenen Opernball Ende Februar gedacht. Um eine Brücke zum nächsten Ball 2022 zu schlagen, sollten Künstler wie Rolando Villazón, Diana Damrau, René Pape, Roland Kaiser, die Staatskapelle Dresden und der Staatsopernchor auf der Bühne der Semperoper stehen. Der 16. Semperopernball soll nun am 28. Januar 2022 stattfinden.

Update, 13. Mai, 9.32 Uhr: Verbraucherzentrale begrüßt Corona-Warn-App für Kontaktnachverfolgung

Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht in der Corona-Warn-App eine verbraucherfreundlichere Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten. Sachsen gehe mit seiner Verordnung einen anderen Weg als andere Bundesländer und nutze vorrangig die Corona-Warn-App zur digitalisierten Kontaktnachverfolgung, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

"Die Koalition hat sich für mehr Datenschutz und -sparsamkeit entschieden", sagte der Referent Digitales der Verbraucherzentrale, Lorenz Bücklein. Er empfahl den Download und Einsatz der Corona-Warn-App. So werde mit der neuen Funktion einer pseudonymisierten Kontaktnachverfolgung die Privatsphäre der Verbraucher besser geschützt als etwa bei der Luca-App der kommerziellen Anbieter.

Nachbesserungsbedarf sieht die Verbraucherzentrale hingegen bei der Check-In-Funktion der Corona-Warn-App. Eine Systemlücke ermögliche es derzeit, sich auch aus der Ferne bei einer Veranstaltung oder im Restaurant einzuloggen, sofern der QR-Code des Anbieters bekannt sei.

Update, 13. Mai, 9.20 Uhr: Linke fordern solidarischen Ausgleichsfonds für Corona-Lasten

Die Linken wollen sich bei der anstehenden Haushaltsdebatte im Landtag unter anderem für einen Fonds zum Ausgleich der Corona-Lasten einsetzen. Er soll bis 2024 mit insgesamt einer Milliarde Euro ausgestattet sein und soziale Kosten abpuffern. "Die Verwerfungen infolge der Corona-Pandemie und der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen werden uns noch lange beschäftigen. Viele Menschen brauchen auch weiterhin Hilfe – das darf nicht am Budget scheitern", erklärte Linke-Finanzexperte Nico Brünler am Mittwoch. Der Fonds solle denjenigen gezielt helfen, die am meisten unter der Krise leiden.

Brünler erinnerte daran, dass der sechs Milliarden Euro umfassende "Corona-Bewältigungsfonds" des Freistaates fast aufgebraucht ist. Der Abgeordnete hatte dazu eine Kleine Anfrage im Parlament gestellt. In seiner Antwort teilte das Finanzministerium mit, dass mit Stand 31. März knapp 4,3 Milliarden Euro bereits gebunden seien. Die weiteren Folgekosten der Krise müssten dennoch aufgefangen werden, betonte Brünler: "Wer jetzt die Lasten der Pandemie tragen muss, soll nicht auch noch die Zeche dafür zahlen müssen. Kürzt der Staat bei seiner Aufgabenerfüllung, leiden darunter in aller Regel jene Menschen, die ohnehin wenig Geld haben."

Die Linken schlagen nun vor, den zur Finanzierung späterer Pensionslasten gedachten Generationenfonds des Landes vorübergehend nicht mehr in vollem Umfang zu bedienen: "Darin liegen schon jetzt Milliarden ungenutzt herum, die weniger Erträge abwerfen als früher." Die Altersversorgung der Beamtinnen und Beamten wäre keineswegs gefährdet, wenn in den kommenden Jahren etwas geringere Beträge eingezahlt würden. Statt wie bisher jährlich eine knappe Milliarde Euro in diese "Schatztruhe" fließen zu lassen, sollten es maximal 150 Millionen Euro sein.

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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