Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz weiter unter 200

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 16.385 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 180,2 (Stand: 11. Mai, alle Daten vom RKI).

Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.
Aktuell sind die Gastronomiebetriebe noch geschlossen. Doch bereits an Himmelfahrt und Pfingsten sind erste Lockerungen geplant - sobald die Inzidenz stabil unter 100 bleibt.  © Kristin Schmidt

In Sachsen gilt seit dem 24. April die Corona-Notbremse mit verschärften Maßnahmen.

Neu ist die Ausgangssperre. Sie gilt von 22 bis 5 Uhr früh, und zwar in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Bis Mitternacht sind Spaziergänge, Joggen und der notwendige Gang mit dem Hund allein weiter möglich.

Bei Schule und Kita gilt: Home-Schooling oder Notbetreuung (Hort und Kita) gilt ab einer Inzidenz von 165.

Kontaktbeschränkungen: Ein Hausstand plus eine Person plus Kinder bis 14 Jahre

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 11. Mai, 10.35 Uhr: Inzidenz in Sachsen sinkt weiter

Die Corona-Neuansteckungsrate in Sachsen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut bezifferte die Inzidenz am Dienstag auf 167,6. Am Vortag hatte der Wert bei 176,4 gelegen. Er gibt an, wie viele neue Ansteckungen je 100.000 Einwohner es binnen sieben Tagen gegeben hat. Bundesweit lag die Inzidenz am Dienstag bei 115,4.

Von den 13 Regionen in Sachsen liegt nun auch Dresden erstmals seit langem wieder unter der 100er-Grenze. Lockerungen bei Außengastronomie, Kultur und Tourismus sind laut Landesverordnung möglich, wenn die Marke in einer Region an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird. Das wird wohl als erstes in Leipzig der Fall sein. Dort betrug die Inzidenz am Dienstag 83,6. Es war der vierte Werktag in Folge unter der 100er-Marke.

Weit höhere Ansteckungsraten gibt es noch im Erzgebirge (279,7) und in Mittelsachsen (277,2) Die beiden Kreise gehören auch im bundesweiten Vergleich zu den am stärksten betroffenen Regionen. Laut RKI wurden in Sachsen 18 neue Todesfälle gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie 9291 Corona-Patienten gestorben.

Update, 11. Mai, 9.30 Uhr: Bei unangemeldeter Corona-Demo im Erzgebirge: Polizisten attackiert!

Bei einer nicht angemeldeten Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen mit bis zu 200 Teilnehmenden sind in Zwönitz (Erzgebirgskreis) Polizisten verletzt worden.

Wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag mitteilte, wurden Polizeibeamte dabei unter anderem von einer siebenköpfigen Menschengruppe mit Pfefferspray besprüht und gebissen. Daraufhin habe auch die Polizei Pfefferspray eingesetzt.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Bericht.

Update, 11. Mai, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag (Stand 3.11 Uhr) für Chemnitz 47 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.385 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt nun weiter auf 180,2 (Vortag: 183,1).

Update, 10. Mai, 20.52 Uhr: Polizei wird mit Pfefferspray während "Corona-Spaziergang" in Zwönitz angegriffen - mehrere Festnahmen

Am Montag kam es im Erzgebirgskreis, der noch immer zu den Corona-Hotspots zählt, erneut zu Demonstrationen gegen die geltenden Corona-Schutz-Maßnahmen. Während die meisten der sogenannten "Spaziergänge" und Versammlungen bisher unter Einhaltung der aktuell geltenden Regeln abliefen, kam es in den letzten Wochen in der Bergstadt Zwönitz immer wieder zu Eskalationen.

Nachdem der Stadtrat vor wenigen Tagen die Polizeieinsätze kritisierte und der Bürgermeister der Stadt Zwönitz sogar die Polizei zu einer Sondersitzung einlud, diese jedoch ablehnte, kam es diesen Montag erneut zu einer Versammlung unzufriedener Bürger. Unter ihnen auch zahlreiche gewaltbereite Anhänger aus der Fußballszene.

Schließlich eskalierte die Lage am Markt bereits frühzeitig. Dabei wurden Polizeibeamte von Versammlungsteilnehmer mit Tritten und Pfefferspray attackiert. Woraufhin sich die Beamten wiederum selbst mit Pfefferspray zur Wehr setzten. Im späteren Verlauf kam es dann sogar noch zu einem Flaschenwurf auf die Beamten.

Während mehrere gewaltbereite Personen von der Polizei festgenommen wurden, spazierten später etwa 100 Teilnehmer noch durch Zwönitz. Zu einem weiteren Eingriff durch die Polizei kam es dabei nicht, da hier die Abstände eingehalten wurden.

In der erzgebirgischen Bergstadt Zwönitz kam es bei Corona-Demonstrationen zur Eskalation.
In der erzgebirgischen Bergstadt Zwönitz kam es bei Corona-Demonstrationen zur Eskalation.  © B&S

Update, 10. Mai, 17.44 Uhr: Kabinett informiert über Corona und gestiegene Holzpreise

Das sächsische Kabinett will im Anschluss an seine Sitzung am Dienstag (13.00 Uhr) über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Sachsen informieren. Bei der Online-Pressekonferenz soll es aber auch um andere Themen gehen. So werden Forstminister Wolfram Günther (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) Ergebnisse eines Runden Tisches zum Thema steigende Holzpreise vorstellen.

Günther möchte zudem eine neue Verordnung zu Photovoltaik auf Freiflächen präsentieren.

Dulig hatte die Situation auf dem Rohstoffmarkt unlängst als dramatisch beschrieben. Die gestiegene Nachfrage sei vor allem auf einen Bauboom in Asien und den USA zurückzuführen. Preise für Holz festzulegen, sei allerdings nicht Aufgabe des Staates, betonte der SPD-Politiker.

Zugleich wollte er prüfen, ob in ein neues Vergabegesetz eine bestimmte Klausel aufgenommen werden kann. Dann könnten Handwerksbetriebe unter bestimmten Bedingungen gestiegene Kosten bei Aufträgen für die öffentliche Hand umlegen.

Update, 10. Mai, 17.28 Uhr: Grüne fordern mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Die Grünen in Sachsen haben in der Corona-Pandemie mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche angemahnt. "Homeschooling, der Wegfall von Freizeitbeschäftigungen von Musikunterricht bis Sportverein, keine Treffen mit Gleichaltrigen - Kinder und Jugendliche bringen in der Pandemie größte Opfer", sagte Christin Furtenbacher vom Grünen-Landesvorstand am Montag.

Das vom Bund beschlossene Corona-Aufhol-Paket für Kinder und Jugendliche soll der Freistaat nach Vorstellung der Grünen mit zusätzlichen Angeboten untermauern. Furtenbacher schlug etwa Freifahrten mit Bus und Bahn in den Sommerferien, Gutscheine für Ferienfahrten sowie die Schaffung zusätzlicher Freizeitangebote vor.

Update, 10. Mai, 13.26 Uhr: Schulen und Kitas im Vogtland dürfen wieder öffnen

Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen können Schulen und Kitas im Vogtland sowie in Nordsachsen vom Mittwoch (12. Mai) an wieder öffnen. In beiden Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz seit fünf Werktagen unter der Grenze von 165, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Damit ist eingeschränkter Regelbetrieb mit festen Gruppen in Kindertageseinrichtungen möglich, Schulen dürfen im Wechselmodell öffnen.

Bisher haben sachsenweit nur die Schulen und Kitas in Leipzig, Dresden sowie im Landkreis Leipzig im eingeschränkten Regelbetrieb und im Wechselmodell geöffnet.

Update, 10. Mai, 11 Uhr: Wocheninzidenz in Sachsen sinkt

Sachsenweit sank der Inzidenzwert über das Wochenende auf aktuell 176,4 - am Freitag betrug er noch 184,3. Bundesweit liegt Sachsen damit nach wie vor auf Rang zwei hinter Thüringen (177,2) - und deutlich über dem Wert für Deutschland insgesamt: 119,1.

Die Gesamtzahl laborbestätigter Covid-19-Infektionen seit dem Pandemie-Ausbruch im März 2020 wies das RKI (Standt: 3.11 Uhr) mit 273.097 aus. Seit Freitag kamen damit 1473 Infektionen dazu. Weitere 210 Menschen starben nachweislich mit oder an Corona; ihre Zahl erhöhte sich damit auf 9273.

Corona-Hotspots sind weiterhin der Erzgebirgskreis mit der zugleich bundesweit dritthöchsten Inzidenz, die über das Wochenende von 305,7 auf 266,6 zurückging. Auch die Landkreise Mittelsachsen, Zwickau, Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegen über der 200er Marke.

Update, 10. Mai, 6.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Montag (Stand 3.11 Uhr) für Chemnitz 66 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.338 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt nun weiter auf 183,1 (Vortag: 193,2).

Update, 9. Mai,10.20 Uhr: Mega-Party im Erzgebirge! 150 Personen feiern auf Marktplatz und skandieren Rechts-Parolen

Sie feierten, als gäbe es kein Corona: Am Samstagabend versammelten sich etwa 150 (!) Personen auf dem Schwarzenberger Markt, feierten ohne Maske und Abstand eine feuchtfröhliche Party. Die Polizei musste die Versammlung auflösen.

Mehr dazu in unserem >>>ausführlichen Artikel.

Großer Polizeieinsatz in Schwarzenberg am Samstagabend! Dort fand eine Mega-Corona-Party statt. Die Polizei war anschließend in der Innenstadt präsent, wie hier auf dem Kaufland-Parkplatz.
Großer Polizeieinsatz in Schwarzenberg am Samstagabend! Dort fand eine Mega-Corona-Party statt. Die Polizei war anschließend in der Innenstadt präsent, wie hier auf dem Kaufland-Parkplatz.  © Niko Mutschmann

Update, 9. Mai, 8.05 Uhr: Sachsen impft sich aus der Krise: Ab Montag neue Corona-Regeln und Lockerungen in Sicht

Himmelfahrt und Pfingsten stehen vor der Tür und die Sachsen sehnen sich nach einem Stück Normalität. Die neue Landesverordnung lässt zwar wieder mehr Freiheiten zu - aber nur für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen. Ein Überblick.

Sachsen stellt den Bürgern im Freistaat bei sinkenden Corona-Zahlen mehr Freiheiten in Aussicht. Dafür hat die Landesregierung eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen, die ab Montag bis zunächst Ende Mai gilt.

Die Regeln der neuen Verordnung greifen allerdings nur dort, wo die Bundes-Notbremse nicht mehr gilt: In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 liegt.

>>>Hier lest Ihr, welche Lockerungen künftig gelten.

Noch hört man in der Münzgasse in Dresden die Nadel fallen. Schon bald, könnte hier wieder Leben einkehren.
Noch hört man in der Münzgasse in Dresden die Nadel fallen. Schon bald, könnte hier wieder Leben einkehren.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Mai, 7.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 3.12 Uhr) für Chemnitz 23 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 16.272 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sinkt nun auf 193,2 (Vortag: 210,7).

Titelfoto: Maik Börner, Kateryna Kon/123RF

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