Coronavirus in Dresden: Bonus für sächsische Pflegekräfte wird ausgezahlt

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 5964 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 27. November, 12 Uhr), viele von ihnen sind aber bereits wieder genesen.

Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.
Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Während im Sommer Normalität in Sachsen einzukehren schien, ist die Corona-Lage derzeit sehr ernst.

Weiterhin gilt deshalb die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Da eine Inzidenz (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner) von 35 längst und mittlerweile auch deutlich überschritten wurde, muss nun auch in Teilen des öffentlichen Raumes ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Mehr dazu >> hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 28. November, 11.50 Uhr: Landesschülerrat: Bedingungen für Wechselunterricht Schule überlassen

Bei der derzeitigen Infektionslage in Sachsen hält der Landesschülerrat (LSR) die Einführung von Wechselunterricht in den Schulen für richtig. "Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen – zum Beispiel die Häufigkeit der Wechsel – auf ihre jeweiligen Besonderheiten einzugehen, vor allem räumliche Situation und Klassenstärken", sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung vom Samstag. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Generell begrüßte der Landesschülerrat die am Freitag beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Bei 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll der Regelbetrieb an Schulen eingeschränkt werden. An den Grundschulen soll es feste Klassen geben, weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht.

"Im Interesse jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Grundsätzlich ausgenommen von den Wechselmodellen sind die Abschlussklassen. Zudem gilt ab Klassenstufe 7 Maskenpflicht im Unterricht.

Der Landesschülerrat forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. "Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden", erläuterte Kesicka.

Joanna Kesicka, Landesschülersprecherin.
Joanna Kesicka, Landesschülersprecherin.  © privat

Update, 28. November, 10.40 Uhr: Pflegebonus in Höhe von 500 Euro wird im Dezember ausgezahlt

Beschäftigte in der Altenpflege in Sachsen bekommen noch in diesem Jahr einen zusätzlichen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro.

"Ohne das unermüdliche Engagement der Beschäftigten in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten wäre die Corona-Pandemie nicht zu bewältigen", teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag mit.

Im Freistaat Sachsen versorgen und betreuen im Bereich der stationären und ambulanten Pflege rund 70.000 Beschäftigte mehr als 200.000 Pflegebedürftige. Die Gesamtkosten des Landesanteils am Pflegebonus werden aktuell auf 30 Millionen Euro beziffert.

Intensivpfleger sind in der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden mit der Versorgung von Patienten beschäftigt.
Intensivpfleger sind in der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden mit der Versorgung von Patienten beschäftigt.  © dpa/zb/Robert Michael

Update, 28. November, 9.50 Uhr: Musikschulen in Sachsen öffnen ab 1. Dezember

Nach wochenlanger Schließung dürfen Musikschulen in Sachsen am 1. Dezember wieder öffnen - zunächst aber nur für Einzelunterricht.

"Musikschulen sind wichtige Träger der musischen Bildung und haben durchdachte Hygienekonzepte. Wir gehen in Sachsen nun den gleichen Weg wie alle anderen Bundesländer", teilte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) über Twitter mit.

Um eine Perspektive zu bieten, wurde gemeinsam mit dem Verband deutscher Musikschulen und dem Sächsischer Musikrat ein Stufenplan für die Öffnung der Schulen erarbeitet. Abhängig von der jeweils aktuellen Pandemiesituation sind drei Phasen vorgesehen: Vom Einzelunterricht, über den Musikschulunterricht mit maximal fünf Personen bis hin zum Unterricht mit fünf bis maximal zehn Personen.

Bei einer Online-Petition zur Wiedereröffnung der Musikschulen in Sachsen waren 12.000 Unterschriften gesammelt worden. Gestartet hatte die Petition die Freiberger Musikschullehrerin Martina Bunk.

Sachsen sei das einzige Bundesland, in dem die Musikschulen wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen noch geschlossen waren, hieß es zur Begründung.

Ein Lehrer bringt in einer Musikschule seiner Schülerin das Spielen einer Gitarre bei.
Ein Lehrer bringt in einer Musikschule seiner Schülerin das Spielen einer Gitarre bei.  © Ralph Kunz

Update, 28. November, 8.40 Uhr: Handelsverband warnt: Corona-Beschlüsse verschärfen Probleme

Sachsens Handelsverband sieht die von Bund und Ländern beschlossenen Verschärfung und Verlängerung des Teil-Lockdowns kritisch. Die strengeren Zugangsbeschränkungen könnten sich als kontraproduktiv erweisen, wenn sich Warteschlangen vor den Geschäften und Supermärkten bildeten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, René Glaser. "Das schafft neue Gelegenheiten für Ansteckungen."

Die bisherigen Hygienekonzepte im Einzelhandel hätten sich sowohl in kleinen wie auch in den größeren Räumlichkeiten von Geschäften, Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren bewährt. Es wäre daher aus Sicht des Handels besser gewesen, die bisher geltende Vorgabe von zehn Quadratmetern Verkaufsfläche pro Kunde durchgängig beizubehalten.

Der Handelsverband rechnet nun damit, dass ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft weitere Umsätze ins Internet abwandern - zu Lasten der Mode- und Schuhhäuser, Parfümerien, Uhren-, Schmuck- und Spielwarengeschäfte in den Innenstädten. Der Online-Handel, vor allem die Plattformen, hätten seit April teils "weit überdurchschnittliche Umsätze" verbucht, so Glaser.

Hingegen schätzt der Verband die Lage für Innenstadt-Händler als "äußerst angespannt" ein. Bereits der im Frühjahr verhängte Lockdown hatte die Händler getroffen. Zwar dürften im derzeitigen Teil-Lockdown die Läden öffnen, aber es gebe einen "massiven Rückgang" von Kunden und Passanten um bis zu 50 Prozent, berichtete Glaser. Die Gründe dafür sind vielfältig: Ausbleibende Touristen, geschlossene Restaurants, Hotels und Museen, Rückkehr ins Homeoffice - und abgesagte Weihnachtsmärkte.

Allein im November - dem normalerweise zweitstärksten Monat des Jahres - gingen die Umsätze bis zu 40 Prozent zurück, in manchen Läden wie Mode- oder Schuhgeschäften um bis zu 80 Prozent. Mit den abgesagten Weihnachtsmärkten fallen in Sachsens Städten auch die verkaufsoffenen Sonntage ins Wasser.

Händler in der Innenstadt fürchten um ihre Umsätze.
Händler in der Innenstadt fürchten um ihre Umsätze.  © Holm Helis

Update, 28. November, 8.35 Uhr: Spenden für Kleiderkammern gestiegen

Vor Beginn der kalten Jahreszeit sind die Kleiderkammern der Wohlfahrtsorganisationen in Sachsen gut gefüllt. Die Spenden an Textilien seien gestiegen, sagte die Sprecherin des Diakonischen Werkes in Sachsen, Sigrid Winkler-Schwarz, in Radebeul in einer dpa-Umfrage bei Kleiderkammern.

"Offenbar haben viele Menschen die freie Zeit während der Corona-Krise genutzt, ihre Schränke durchzusehen und Kleidung auszusortieren", sagte sie.

Das DRK in Sachsen betreibt nach eigenen Angaben noch 57 Kleiderkammern. Obwohl es immer schwieriger werde, diese kostendeckend zu betreiben, wolle das DRK an ihnen festhalten, sagte Sprecher Kai Kranich.

Kleidung liegt in den Regalen einer Kleiderkammer.
Kleidung liegt in den Regalen einer Kleiderkammer.  © dpa/ZB/Ralf Hirschberger

Update, 28. November, 8.30 Uhr: Klinik-Koordinator Albrecht und seine Kollegen kämpfen täglich um das Leben von Covid-Patienten

"Wer noch immer an Corona zweifelt, der sollte sich in den Kliniken umschauen." Der das sagt, ist kein Politiker. Es ist einer von Sachsens Krankenhauskoordinatoren, der Chef des Uniklinikums Dresden, Professor Michael Albrecht (70). Er weiß bereits, wie die Lage im Dezember sein wird.

"Die Lage ist angespannt. Wir sind in Dresden und Ostsachsen jeden Tag und jede Nacht dran, Corona-Patienten zu verteilen", so der Arzt. Wegen voller Corona-Stationen werden sie aus Görlitz nach Bautzen gebracht oder aus Meißen nach Dresden. Pro Nacht 130 Transporte! "Wir kratzen die Betten zusammen", so Albrecht.

Was Albrecht noch im Gespräch mit TAG24-Redakteur Torsten Hilscher sagte, könnt Ihr hier lesen.

Im Team von Professor Michael Albrecht (70) wird die Verteilung der Corona-Kranken für 35 ostsächsische Krankenhäuser koordiniert
Im Team von Professor Michael Albrecht (70) wird die Verteilung der Corona-Kranken für 35 ostsächsische Krankenhäuser koordiniert  © Montage: dpa/Robert Michael, Eric Münch

Update, 27. November, 20.32 Uhr: Rehakliniken werden aktiviert - Aufruf an Pflegepersonal

Angesichts der Belastungen der sächsischen Krankenhäuser in der Corona-Pandemie werden - wie schon im Frühjahr - die Rehakliniken aktiviert.

Sie sollen die medizinische Versorgung sichern helfen. Die Krankenhäuser seien nahe der Kapazitätsgrenze, dass Patienten bereits in andere Regionen verlegt werden müssten, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch in Dresden. Die Reha-Kliniken stünden in Kürze zur Verfügung, mit einigen hundert Plätzen.

Sie forderte Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern am Rande der Belastungsgrenze helfen zu können. "Wir wollen alles aktivieren, was wir an Möglichkeiten haben", appellierte sie. Auf einen Aufruf dieser Art im medizinischen Bereich hätten sich viele Ärzte gemeldet, die demnächst bei der Impfung eingesetzt werden.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, fordert Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern zu helfen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, fordert Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern zu helfen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 20.20 Uhr: Ski-Langlauf-Weltcup in Dresden ohne Zuschauer

Auf Grundlage der neuen Corona-Schutzverordnung in Sachsen findet der Weltcup der Ski-Langläufer am 19. und 20. Dezember in Dresden ohne Zuschauer statt.

"Es ist schade, aber wir unterstützen die Entscheidung in vollem Umfang. Gleichwohl werden wir dafür sorgen, dass die Athleten eine tolle Atmosphäre in Dresden erleben", teilte Weltcup-Organisator René Kindermann am Freitag mit. Personen, die bereits Tickets für den Weltcup gekauft haben, bekommen den Ticketpreis erstattet oder können den gezahlten Betrag zu Gunsten des Skisports in der Region spenden.

Update, 27. November, 19.02 Uhr: Verband sagt Shorttrack-Weltcups in Bietigheim und Dresden ab

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft hat die geplanten Shorttrack-Weltcups in Bietigheim vom 19. bis 21. Februar und in Dresden vom 26. bis 28. Februar abgesagt. Die Internationale Eislaufunion ISU sei darüber informiert worden, teilte die DESG am Freitag mit.

"Die Austragung von Weltcups ist in diesen Tagen und Wochen angesichts der Corona-Pandemie nicht machbar. Wirtschaftlich sind diese Events in der momentanen Situation für uns nicht finanzierbar", begründete Nadine Seidenglanz, die Generalbevollmächtigte für den sportfachlichen Bereich, die Entscheidung des Verbandes.

Das Finale des Shorttrack-Weltcups in Dresden, 2019 in der EnergieVerbund Arena. Im kommenden Jahr wird der Weltcup aufgrund der Corona-Pandemie nicht in Dresden stattfinden.
Das Finale des Shorttrack-Weltcups in Dresden, 2019 in der EnergieVerbund Arena. Im kommenden Jahr wird der Weltcup aufgrund der Corona-Pandemie nicht in Dresden stattfinden.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 18.55 Uhr: Ausgangsbeschränkung ab Inzidenz von 200 in Sachsen

Sachsen verschärft angesichts hoher Infektionszahlen im Freistaat seine Anti-Corona-Maßnahmen.

Mehr dazu >>>>hier.

Titelfoto: dpa/zb/Robert Michael

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