Coronavirus in Dresden: Demo auf dem Theaterplatz

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 623 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 5. Juni, 12 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.
Touristen stehen in einer Warteschlange auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Unter Hygieneauflagen dürfen Kirchen im Freistaat wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen kehrt langsam die Normalität zurück. So haben Läden, Geschäfte, Restaurants und Hotels bereits wieder geöffnet - natürlich alle unter Berücksichtigung eines Hygiene-Konzepts.

Weiterhin gilt Maskenpflicht im Freistaat.

Auch Schüler und Kita-Kinder können nach und nach wieder zurück in die Einrichtungen.

Einschränkungen gibt es noch bei Großveranstaltungen über 1000 Leuten und Clubs. Diese finden nach wie vor noch nicht statt. 

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findest Du >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 5. Juni, 16.20 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen in gesamt Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin kaum zu. Am Freitag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5319 nur zwölf Fälle mehr auf als am Donnerstag. Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich nicht und liegt weiter bei 211. Geschätzt etwa 4960 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 5. Juni, 15.57 Uhr: Weitere Lockerungen an Sachsen Schulen und Kitas ab Montag

An Sachsens Schulen gibt es ab Montag weitere Lockerungen. Nach einer in dieser Woche vom Kabinett beschlossenen Allgemeinverfügung soll es trotz Corona-Krise Zeugnisübergaben und Abschlussfeiern geben können. Auch Elternabende, Elterngespräche oder Gremiensitzung können wieder erfolgen. Voraussetzung sind die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 29. Juni.

Auch Kitas können ihren Betrieb von Montag an etwas flexibler gestalten: Feste Gruppen sollen zwar bestehen bleiben, können aber künftig größer sein und durch mehr Erzieher betreut werden. Als Beispiel nannte das Kultusministerium etwa die Betreuung auf einer Etage oder in zwei benachbarten Räumen mit einem gemeinsamen Sanitärtrakt.

Die Schulbesuchspflicht an Grundschulen bleibt weiterhin ausgesetzt. Eltern können damit entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. Ein Wechselmodell sei aber nicht möglich, hieß es.

Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt an Freisitzen vor Restaurants, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, entlang. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.
Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt an Freisitzen vor Restaurants, die mit Plexiglasscheiben getrennt sind, entlang. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Juni, 12.46 Uhr: Schlössernacht verschoben

Die beliebte Schlössernacht wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage verschoben. Nachgeholt wird das Event dann am 21. Juli 2021. 

Großes Feuerwerk bei der Schlössernacht. Das wird es dieses Jahr nicht geben.
Großes Feuerwerk bei der Schlössernacht. Das wird es dieses Jahr nicht geben.  © Thomas Türpe

Update, 5. Juni, 12.11 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle

Die Stadt Dresden korrigierte ihre Corona-Angaben am Freitag nach unten. Waren es am Vortag noch 626 Fälle, sind es nun doch nur 623. Damit gibt es seit dem 30. Mai keine Neuinfektionen. 

Update, 5. Juni, 11.39 Uhr: Demo auf dem Theaterplatz

Mit einer Aktion vor der Semperoper in Dresden hat Sachsens Veranstaltungsbranche am Freitag auf ihre schwierige Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Ohne uns ist Stille" wurden 1000 leere Stühle auf dem Theaterplatz aufgestellt. Hunderte Vertreter der Branche, viele von ihnen in schwarzer Kleidung, komplettierten das Bild. Etwa 30 Lastwagen bildeten einen Korso und fuhren durch Dresden.

An der Demonstration nahmen unter anderen Veranstalter, Künstler, Techniker und Caterer teil - Berufsgruppen, die durch die Krise unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. 

"Die Situation hat sich extrem verschärft. Alle in unserer Branche verbindet, dass wir als Erstes geschlossen wurden und wohl auch die Letzten sein werden, die wieder Gehör finden", erklärte Konzertveranstalter Rodney Aust. Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

"Ohne uns ist Stille" - Das Motto der Branche.
"Ohne uns ist Stille" - Das Motto der Branche.  © Max Patzig
Vor der Semperoper versammelten sich dutzende Menschen.
Vor der Semperoper versammelten sich dutzende Menschen.  © Max Patzig

Update, 5. Juni, 8.37 Uhr: Tschechische Grenze ab Freitagmittag geöffnet

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. "Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben.

Auch der Grenzübergang Cinovec öffnet ab Freitag wieder.
Auch der Grenzübergang Cinovec öffnet ab Freitag wieder.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Juni, 15.50 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne). 

Wie es zu der überraschenden Grenzöffnung kam, lest Ihr >>> hier.

Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.
Ministerpräsident Andrej Babis will die tschechischen Grenzen noch eher öffnen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild, dpa/Ondøej Deml/CTK

Update, 4. Juni, 15.30 Uhr: Wieder nur minimaler Anstieg an Neuinfektionen in Sachsen

Die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Sachsen nehmen weiterhin kaum zu. Am Donnerstag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5307 nur einen Fall mehr auf als am Mittwoch. 

Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich nicht und liegt weiter bei 211. Nach zwei Tagen ohne Plus waren 24 Stunden zuvor zwei Infektionen und ein Todesopfer dazugekommen. Geschätzt etwa 4950 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

Update, 4. Juni, 14.33 Uhr: Dulig zu Konjunkturpaket: "starkes Signal des Aufbruchs"

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat das 130 Milliarden schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung als "starkes Signal der Solidarität und des Aufbruchs‎" bezeichnet. 

Länder, Kommunen, Wirtschaft und Familien würden weiter entlastet, so der SPD-Politiker am Donnerstag. Das Programm stärke die Kaufkraft der Menschen, Kommunen würden bei den Kosten der Unterkunft und den erwarteten Mindereinnahmen bei der ‎Gewerbesteuer‎ entlastet, Familien profitierten von dem einmaligen Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind. Die Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr sollen helfen, Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten. 

Über die konkrete Verteilung der Mittel müsse noch verhandelt werden. "Wir werden das Paket jetzt auswerten und unsere Vorschläge für den Freistaat schärfen", kündigte Dulig an. 

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing zu den Entwicklungen in der Corona-Krise.
Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht während dem Corona-Pressebriefing zu den Entwicklungen in der Corona-Krise.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 4. Juni, 14.22 Uhr: Klepsch informiert sich über Lage der freien Szene

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat auch der freien Theaterszene Unterstützung in der Corona-Krise zugesagt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kürze ein umfassendes Hilfspaket für die Bereiche Kultur und Tourismus auf den Weg bringen können", erklärte sie am Donnerstag bei einem Besuch im Privattheater des Schauspielers Tom Pauls in Pirna. 

Das Hilfspaket sei dringend notwendig, um bestehende Förderlücken zu schließen und Kultur und Tourismus flächendeckend zu erhalten. Das vorhandene Netz dürfe auf keinen Fall zerstört werden.

Seit 15. Mai dürfen Theater und Konzertsäle in Sachsen wieder Publikum empfangen. Sie müssen allerdings ein Hygienekonzept vorlegen. Tom Pauls will seine Bühne an diesem Freitag wieder öffnen. "Nach so langer Zeit, fragt man sich, ob man noch spielen kann und den Ansprüchen der Zuschauer genügen wird. Drei Monate - so lange habe ich in meiner gesamten Berufslaufbahn noch nie pausiert", sagte er.

Pauls hat wegen der Auflagen etwa die Hälfte der Stühle aus dem Saal entfernt. Vorerst wird jede Aufführung zweimal am Abend gespielt, um alle Kartenbesitzer berücksichtigen zu können. Mund-Nasen-Schutz ist im ganzen Haus Pflicht - bis der Platz eingenommen ist. Die Vorstellungen finden ohne Pause statt, einen Ausschank gibt es nicht. Die Gäste bekommen am Einlass einen Flyer zu den Hygieneregeln. 

Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.
Barbara Klepsch (CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Update, 4. juni, 14.14 Uhr: Dresdner Forscher untersuchen soziale Folgen des Corona-Lockdowns

Psychologen der Technischen Universität Dresden möchten in zwei Studien Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen und den Umgang mit Alkohol in der Corona-Krise untersuchen. 

Wie die Lehranstalt am Donnerstag mitteilte, sollen dabei Folgen der stark eingeschränkten Kontakte auf die psychische Gesundheit untersucht werden. "Wo lagen und liegen besondere Schwierigkeiten? Wie haben sich die Belastungen über die Zeit entwickelt", formulierte die Uni einige Fragestellungen. 

Damit nicht nur Probleme analysiert, sondern auch passende Unterstützungsangebote geschaffen werden können, soll die Befragung im wöchentlichen Abstand wiederholt werden. 

Passanten laufen an einem Gebäudeplan der Technischen Universität in Dresden vorbei.
Passanten laufen an einem Gebäudeplan der Technischen Universität in Dresden vorbei.  © dpa/Arno Burgi

Update, 4. Juni, 12.30 Uhr: Drei Neuinfektionen

Anders als in den Tagen zuvor meldete die Stadt Dresden gleich 3 Neuinfektionen - ingesamt 626. Genesen sind dagegen rund 607 Patienten wieder (+7).

Titelfoto: Max Patzig

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