Coronavirus in Dresden: Inzidenz sinkt auf unter 100

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Krise 20.104 mit dem Virus infizierte Menschen, der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 118,9 (beide Stand: 26. Januar, 12 Uhr). Der für die weiteren Maßnahmen wichtige Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 99,5 (Stand: 26. Januar, 0 Uhr). Dieser weicht so gut wie immer von den städtischen Angaben ab, da das RKI die Daten oftmals erst später übermittelt bekommt.

In Dresden heißt es weiterhin Lockdown.
In Dresden heißt es weiterhin Lockdown.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Auch im neuen Jahr gelten weiterhin die verschärfte Maskenpflicht sowie eine nächtliche Ausgangssperre

Der Freistaat befindet sich seit dem 14. Dezember im zweiten harten Lockdown, der zunächst bis mindestens 7. Februar andauern wird.

Seit dem 11. Januar gelten erneute Verschärfungen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 26. Januar, 16.57 Uhr: 123 weitere Corona-Todesfälle in Sachsen

In Sachsen sind binnen eines Tages weitere 123 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 5914, wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie seien 175.936 Infektionsfälle durch Labortests bestätigt worden, das sind 742 mehr als am Vortag. 2144 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung befinden sich derzeit im Krankenhaus, 419 davon auf der Intensivstation. Nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) gibt es aktuell 1120 freie Betten, auf Intensivstationen sind es 100.

Update, 26. Januar, 16.21 Uhr: Piwarz zu Corona-Schelte: "Wir stellen uns jeglicher Form von Kritik"

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) hat den Vorwurf mangelnder Selbstkritik der Regierung bei ihren Corona- Entscheidungen zurückgewiesen.

Niemand laufe "mit Unfehlbarkeitsansprüchen durch die Weltgeschichte" und behaupte, er mache alles gut und richtig, sagte der CDU-Politiker am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden: "Zum Schluss müssen wir Entscheidungen treffen, die nicht einfach sind, wo wir zum Beispiel auch keine Belege dafür haben, ob es in die richtige Richtung geht (...) Wir stellen uns jeglicher Form von Kritik."

Die Regierungsmitglieder würden sich permanent fragen, ob das, was sie tun, auch richtig sei.

Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen, nimmt in der Staatskanzlei an einer Pressekonferenz teil.
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen, nimmt in der Staatskanzlei an einer Pressekonferenz teil.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Januar, 16.18 Uhr: Regelmäßig Termine in den Impfzentren erst wieder ab März

Wegen der derzeit eingeschränkten Lieferung des Corona-Impfstoffes gibt es in Sachsen nur sehr vereinzelt individuelle Termine in den Impfzentren.

Auf die 13 Impfzentren werden in dieser Woche lediglich 615 Impfdosen verteilt, wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Dienstag mitteilte. Der Großteil der

23.400 Impfdosen, die Sachsen am Montag von Biontech und Pfizer erhalten habe, sei für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal in den Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Ab März sollen wieder regelmäßig Termine in den Impfzentren angeboten werden.

Update, 26. Januar, 14.50 Uhr: MAN baut in Deutschland 3500 Stellen ab, 150 Arbeitsplätze in Plauen auf der Kippe

Vorstand und Betriebsrat des Lastwagenbauers MAN haben sich auf den Abbau von 3500 Stellen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres verständigt.

Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, stehen der sächsische Standort in Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2200 Beschäftigten "zur Disposition. Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung."

Update, 26. Januar, 14.30 Uhr: Sachsen passt Corona-Schutzverordnung an: Was ändert sich jetzt?

Sachsen hat wie erwartet seine Corona- Schutzverordnung angepasst. Größere Änderungen im Vergleich zur bisherigen Praxis gibt es nicht.

Mehr Infos >>> hier.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) und Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) und Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (62, SPD).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Januar, 13.30 Uhr: Inzidenz unter 100

Die Inzidenz in Dresden ist laut RKI zum ersten Mal seit Wochen unter 100 gefallen - auf 99,5. Die Stadt Dresden meldete dagegen eine Inzidenz von 118,9 (Vortag 126,6).

Zudem wurden 165 Neuinfektionen gemeldet, die Gesamtzahl (20.104) überschritt damals erstmal die 20.000er-Marke.

Die Zahl der Toten stieg erneut um 21 auf 650. Außerdem wurden 21 weitere Patienten zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert.

Update, 26. Januar, 8.35 Uhr: Kabinett beschließt neue Corona-Regeln für Sachsen

Sachsen will seine Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie an manchen Stellen nachschärfen. Dafür will das Kabinett am Dienstag in Dresden (13 Uhr) die neue Landesverordnung beschließen. Voraussichtlich zum Ende der Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft treten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass nach den Bund-Länder-Beschlüssen im Freistaat nur wenig nachjustiert werden soll. So soll etwa das Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen in Sachsen zur Pflicht werden - dazu zählen dann OP-Masken oder Filtermasken der Schutzklasse FFP2. Zudem sollen Schulen und Kitas bis Mitte Februar weitgehend geschlossen bleiben.

Update, 26. Januar, 8.30 Uhr: Kunstmuseen wollen raus aus Lockdown

Die Kunstmuseen in Deutschland wollen schneller raus aus dem Lockdown. Mit einem Brief an die Kulturverantwortlichen von Bund und Ländern haben sich die Leitungen führender Häuser für eine Öffnung der Museen stark gemacht.

"Unsere Sorge gilt der Eindämmung der Pandemie, zugleich aber auch einer dem jeweiligen Verlauf von Corona angepassten Wiedereröffnung der Museen", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie ihre Länderkolleginnen und -kollegen.

"Die Museen haben schon nach der Phase des ersten Lockdowns ihre Häuser mit großer Sorgfalt der neuen Situation angepasst", schreiben die Verantwortlichen. Museen seien sichere Orte, in denen Hygienemaßnahmen strikt befolgt und "wie an keinem anderen öffentlichen Ort" überwacht würden. Die meisten Museen verfügten über eine ausgefeilte Klimatechnik und Raumkapazitäten, die Bewegungsabläufe nach Distanzgebot steuern und entzerren könnten.

Unterzeichnet ist das Schreiben "sicher auch im Sinne weiterer Direktorinnen und Direktoren deutscher Kunstmuseen" von mehr als 50 Museumsspitzen, u.a. von Marion Ackermann (Staatliche Kunstsammlungen Dresden).

Marion Ackermann will die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden so schnell wie möglich wieder aufmachen.
Marion Ackermann will die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden so schnell wie möglich wieder aufmachen.  © Thomas Türpe

Update, 26. Januar, 8.26 Uhr: Deutliche Unterschiede in Sachsen

In Sachen Corona-Inzidenz ist Sachsen auf einem guten Weg.

Schon wird über Kneipenöffnungen nach Ostern und mögliche Friseurbesuche ab Mitte Februar gesprochen. Doch im Vergleich der Regionen ergibt sich eine regelrechte Schere.

Alles weitere dazu lest Ihr in "Corona-Zahlen gehen weit auseinander: Lage in Sachsen weiterhin angespannt".

Update, 25. Januar, 22.05 Uhr: Grünen-Fraktionschefin kritisiert Corona-Management in Sachsen

Sachsens Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert (38) hat deutliche Kritik am Corona-Management der Landesregierung geübt - und dabei ihre Partei ausdrücklich einbezogen.

Es sei doch "keine Schande, klar zu sagen", dass auch "mäßig tolle" Entscheidungen getroffen worden seien, schrieb Schubert in einem Gastbeitrag für die Sächsische Zeitung (Dienstag).

Manche Entscheidungen seien sogar nicht einmal rechtssicher wie beispielsweise die 15-Kilometer-Regelung.

Schubert zufolge braucht die sächsische Politik jetzt den "Mut, über das Gelernte zu reflektieren und sich selbst zu korrigieren".

Sachsens Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert (38) hat deutliche Kritik am Corona-Management der Landesregierung geübt.
Sachsens Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert (38) hat deutliche Kritik am Corona-Management der Landesregierung geübt.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Januar, 16.07 Uhr: Grüne wollen punktuelle Erleichterungen bei Corona-Maßnahmen

Die Grünen pochen auf Erleichterungen bei einzelnen Maßnahmen in der Corona-Pandemie.

Am Montag plädierten sie dafür, auch den Abschlussklassen an den Berufsschulen wieder einen Unterricht zu ermöglichen, damit sich die Betroffenen auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten können. Bislang durften nur die Abschlussklassen der Oberschule, des Gymnasiums, der Beruflichen Gymnasien und der Fachoberschulen wieder zurück zum Unterricht.

Das sächsische Kabinett will am Dienstag über die neue Corona- Schutzverordnung entscheiden.

Die Grünen sprachen sich auch dafür aus, dass Alleinerziehende in der Ausbildung ihre Kinder in die Notbetreuung geben können.

Für ihre Partei stünden bei den Verordnungen vor allem die Menschen im Fokus, die es besonders schwer haben, sagte Christin Melcher (38), stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag in Sachsen.

Christin Melcher (38), stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag in Sachsen, steht nach ihrer Wahl im Sächsischen Landtag vor den Medienvertretern.
Christin Melcher (38), stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag in Sachsen, steht nach ihrer Wahl im Sächsischen Landtag vor den Medienvertretern.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Januar, 16.04 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Sachsen

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Landkreise in Sachsen zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 25. Januar, null Uhr. Einzelne Landkreise können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Aktuell weist der Landkreis Leipzig mit 229,7 die höchste 7-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.
Aktuell weist der Landkreis Leipzig mit 229,7 die höchste 7-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.  © TAG24

Update, 25. Januar, 14.32 Uhr: Linke - Corona-Pandemie droht Armutsproblem zu verschärfen

Die Corona-Pandemie droht nach Ansicht der sächsischen Linken das Armutsproblem in Deutschland zu verschärfen. Als Beleg führte die Linksfraktion im Landtag am Montag auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in bestimmten Bereichen an.

"Der Freistaat muss dafür sorgen, dass Menschen mit geringen Löhnen und Renten sowie Sozialleistungsbeziehende diese Masken kostenlos erhalten", erklärte Parteichefin Susanne Schaper und unterstützte zugleich einen Aufruf von Gewerkschaften und Verbände zu Solidarität in der Krise.

"Wer wenig Geld hat, ist von der Pandemie viel stärker betroffen als Menschen mit existenzsichernden Einkommen", betonte Schaper. Arme Menschen seien beispielsweise stärker auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und mehr von Kurzarbeit und Jobverlust betroffen.

Sie lebten in kleineren Wohnungen, könnten sich Endgeräte fürs Homeschooling kaum leisten und auch medizinische Masken sowie Desinfektionsmittel schwerer bezahlen: "Solidarität ist das Gebot der Stunde. Deshalb streiten wir weiter für ein gerechtes Steuersystem und eine Corona-Vermögensabgabe der Superreichen."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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