Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: die Zahlen zum Infektions-Geschehen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Ein Intensivpfleger kümmert sich auf der Intensivstation der Uniklinik Gießen um einen jungen, intubierten Corona-Patienten.
Ein Intensivpfleger kümmert sich auf der Intensivstation der Uniklinik Gießen um einen jungen, intubierten Corona-Patienten.  © dpa/Boris Rössler

Bis Freitag (3.27 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 422.403 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 2845.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um 28 und liegt nun bei 8201.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 270,7. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 279,2.)

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Coronavirus Coronavirus in Berlin: Inzidenzwert bei rund 360

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 2. Dezember, 20.30 Uhr: Deutsches Rotes Kreuz baut wieder Impfkapazitäten auf

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) baut seine Impfkapazitäten in Hessen wieder auf. Man wolle weitere Impfmöglichkeiten zur Verfügung stellen, sagte der Präsident des Landesverbands Hessen, Norbert Södler, am Donnerstag. Es habe sich gezeigt, dass der Bedarf nicht allein durch die haus- und fachärztlichen Praxen gedeckt werden könne.

Södler kritisierte, dass Ende September die eingespielten Impfzentren geschlossen wurden. Der Wiederaufbau sei ein Kraftakt und eine sehr große Belastung. Die momentane Impfsituation sehe das DRK mit großer Sorge.

Es könne in diesem Winter zu einer "wirklich bedrohlichen Situation in Hessen und in Deutschland kommen", schätzte DRK-Landesarzt Matthias Bollinger ein. Das DRK appellierte an die Bürger, die Impfangebote anzunehmen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird seine Impfkapazitäten in Hessen angesichts der bedrohlichen Corona-Lage wieder hochfahren.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird seine Impfkapazitäten in Hessen angesichts der bedrohlichen Corona-Lage wieder hochfahren.  © Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa

Update, 2. Dezember, 16.21 Uhr: Hessische Städte sprechen sich für allgemeine Impfpflicht aus

Wenn es nach den hessischen Städten geht, soll zukünftig eine Corona-Impfpflicht für alle eingeführt werden. Die Spitze des Hessischen Städtetags habe für eine solche Impfpflicht votiert, teilte Städtetags-Präsident Heiko Wingenfeld am Donnerstag in Wiesbaden mit. "Wir sehen in unseren Kliniken, dass die Impfung der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf ist."

Der Städtetag fordere den Gesetzgeber auf, schnellstmöglich eine entsprechende Regelung auf den Weg zu bringen. Ein Gesetz müsse auch entsprechende Entschädigungsleistungen bei Impfschäden vorsehen. Auch die Landesregierung sprach sich bereits für eine allgemeine Impflicht aus.

Update, 2. Dezember, 15.03 Uhr: Sorgen wegen Corona-Regeln bei Kultur: Frankfurts Schauspiel schließt

Das Schauspiel Frankfurt schließt vom 5. bis einschließlich 9. Dezember. Grund seien die neuen Corona-Regelungen der hessischen Landesregierung, teilte Schauspiel-Intendant Anselm Weber am Donnerstag mit.

Ab Sonntag gilt für Veranstaltungen in Innenräumen ab 100 Personen 2G plus - also nur Zutritt für Geimpfte und Genese mit negativem Test. Zudem müssen fortan Veranstaltungen ab 250 Personen vom jeweiligen Gesundheitsamt genehmigt werden.

Das Frankfurter Gesundheitsamt hat Spielbetrieben zwar erlaubt, ihr Programm weiterzuführen, jedoch müssen Plätze nach dem "Schachbrett"-Prinzip besetzt werden. Dabei muss zwischen nicht zueinander gehörenden Personen in jede Richtung immer ein Platz frei sein.

Das Schauspiel hat im Vorverkauf für die meisten Vorstellungen jedoch deutlich mehr Karten verkauft, als nun nach diesem Prinzip Plätze vergeben werden dürften.

Das Schauspiel Frankfurt schließt vom 5. bis einschließlich 9. Dezember seine Pforten.
Das Schauspiel Frankfurt schließt vom 5. bis einschließlich 9. Dezember seine Pforten.  © DPA/Arne Dedert

Update, 2. Dezember, 6.52 Uhr: Kirchen halten an Weihnachtsgottesdiensten fest

Die Kirchen und Bistümer in Hessen planen bislang keine generellen Absagen für Advents- und Weihnachtsgottesdienste.

"Nach derzeitigem Stand sind Gottesdienste in der Advents- und Weihnachtszeit gemäß den regulären Planungen vorgesehen", teilte ein Sprecher des Bistums Limburg mit.

"Eine Überlegung, wie zu Zeiten des Lockdowns, ausschließlich auf virtuelle Gottesdienst-Übertragung auszuweichen, gibt es nicht." Auch seien keine Überlegungen von Pfarreien bekannt, das Angebot von Gottesdiensten ihrerseits abzusagen, erläuterte der Sprecher.

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Weihnachtsgottesdienste sollen in Hessen möglich sein, wenn auch unter Einhaltung von 2G- oder 3G-Regeln.
Weihnachtsgottesdienste sollen in Hessen möglich sein, wenn auch unter Einhaltung von 2G- oder 3G-Regeln.  © DPA/Picture Alliance

Update, 2. Dezember, 6.19 Uhr: Geriatrische Versorgung nicht durch Pandemie gefährdet

Die stationäre geriatrische Versorgung in Hessen ist in der Corona-Pandemie nicht gefährdet. Seit Januar 2020 sei keine geriatrischen Abteilungen wegen der Pandemie geschlossen, aufgegeben oder umgewandelt worden, teilte die Staatssekretärin im Sozialministerium, Anne Janz (Grüne), auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden mit.

Die geriatrischen Fachkrankenhäuser seien nicht in die Covid-Versorgung einbezogen worden. Den betroffenen Menschen hätten diese Spezialeinrichtungen damit uneingeschränkt zur Verfügung gestanden.

Geriatrie wird auch Altersmedizin genannt und befasst sich nach Angaben des Bundesverbands mit Erkrankungen sowie Unfallfolgen bei Menschen, die meist älter als 65 Jahre sind und in der Regel mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. Im Fokus geriatrischer Behandlungen stehen unter anderem Immobilität, sturzbedingte Verletzungen, Inkontinenz, Demenz, Depressionen und Mangelernährung.

In Hessen verfügen nach Angaben des Sozialministeriums derzeit 33 Krankenhäuser über einen geriatrischen Versorgungsauftrag. Diese Krankenhäuser böten an 42 Standorten ein Versorgungsangebot.

Die durchschnittliche Verweildauer im Fachgebiet Geriatrie liege bei etwa 17 Tagen in einer geriatrischen Abteilung einer Klinik. Durch die Corona-Pandemie habe sich diese durchschnittliche Verweildauer nicht verändert.

Update, 1. Dezember, 22.18 Uhr: Hessen soll kurzfristig 100.000 Moderna-Impfdosen bekommen

Hessen soll am Donnerstag 100 000 zusätzliche Moderna-Impfdosen bekommen. Das teilten der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Mittwochabend mit. "Diese zusätzliche Lieferung wird dazu beitragen, dass die Impfkampagne weiter an Fahrt gewinnt", so die Minister. Zuvor hatte Spahns Sprecher Hanno Kautz in einem "Bild"-Bericht gesagt: "Das Land Hessen holt morgen 100.000 Impfdosen von Moderna im Zentrallager des Bundes ab."

An den vergangenen Tagen hatte es Unmut über die Impfstoff-Knappheit in Hessen gegeben. Die Hausärzte in Hessen etwa zeigten sich "stinksauer" auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankomme, sei "eine vollständige Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Das ist ein organisatorischer Super-GAU." Die Stimmung sei angespannt, "man könnte auch sagen, beschissen."

Im Impfzentrum von Hessens größter Stadt Frankfurt drohte am Dienstag der Impfstoff auszugehen. Die Lage sei "angespannt", hatte eine Sprecherin des Gesundheitsamts am Dienstag gesagt. Bereits am Montagabend hatte die Stadt Angebote wie den Impfexpress eingeschränkt und Sonderimpfaktionen abgesagt.

"Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin", hatte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gesagt. Statt der bestellten 19.380 Dosen erhalte Hessens größte Stadt nur rund 6000 Impfdosen des Impfstoffes Comirnaty von Biontech und maximal 4000 Dosen Spikevax von Moderna, hieß es. Auch der Main-Kinzig-Kreis berichtete von ersten Problemen in den Impfstellen.

Update, 1. Dezember, 17.33 Uhr: Sieben weitere bestätigte Omikron-Fälle in Hessen

In Hessen gibt es sieben weitere bestätigte Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilte des Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Mittwoch mit. "Die Sequenzierungen haben heute bestätigt, dass es sich bei allen sieben Verdachtsfällen um Infektionen mit der Omikron-Variante handelt", sagte Institutsdirektorin Sandra Ciesek laut Mitteilung.

Damit stieg die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle im Bundesland auf acht. Bereits am Sonntag war ein erster Fall nachgewiesen worden. "Es ist gut, dass wir in Hessen die Infrastruktur und Expertise haben, um solche Sequenzierung schnell und zuverlässig durchzuführen. Das hilft uns sehr bei der Bewertung der Lage", wird Sozialminister Kai Klose (Grüne) zitiert.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

Update, 1. Dezember, 16.05 Uhr: Hessen verschärft Corona-Bußgeldkatalog

Hessen hat die Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln teils deutlich angehoben. Wer gegen die Maskenpflicht beispielsweise als Kunde, Patient oder Fahrgast verstößt, muss künftig 100 Euro bezahlen, wie aus der neuen Verordnung hervorgeht. Bislang waren 50 Euro fällig.

Wenn ein Besucher oder Gast falsche oder unvollständige Angaben zur Kontaktverfolgung macht, drohen 200 Euro Bußgeld – statt wie bislang 100 Euro. Empfängt jemand trotz angeordneter Quarantäne Besuch, dann kann das mit 500 Euro Bußgeld geahndet werden. Der neue Bußgeldkatalog gilt seit 25. November.

Auch andere Verstöße gegen Corona-Regeln können teuer zu Buche schlagen: Wer beispielsweise gegen die 3G-Regel in öffentlichen Bussen und Bahnen verstößt, der wird mit 100 Euro zur Kasse gebeten. 3G bedeutet, dass Fahrgäste geimpft, genesen oder getestet sein müssen.

Update, 1. Dezember, 14.06 Uhr: Hessische Verbände fordern Sicherheitspersonal für 3G-Kontrolle im Nahverkehr

Die Gewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG in Hessen fordern ausgebildetes Sicherheitspersonal für die 3G-Kontrollen im Nahverkehr.

Die Kontrolle und Strafverfolgung von Fahrgästen könne nicht vom regulären Personal übernommen werden, betonten sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme.

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Update, 1. Dezember, 8.14 Uhr: Hausärzte wegen Impfstoff-Mangel "maximal frustriert"

Die Hausärzte in Hessen sind "stinksauer" auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankommt, "das ist eine vollständige Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein organisatorischer Super-GAU." Die Stimmung sei angespannt, "man könnte auch sagen, beschissen."

3500 Hausarzt-Praxen in Hessen und mehr als 1500 Facharztpraxen in Hessen hätten so viele Impftermine wie möglich auf die Beine gestellt. Nun müssten die Mitarbeiterinnen die Patienten anrufen, den Termin absagen "und sich dann noch dafür beschimpfen lassen".

Viele Praxen hätten Impftermine bis in den Januar vergeben. Es gebe keinen Spielraum, um die abgesagten Impfungen dazwischen zuschieben. "Das Ganze ist maximal frustrierend", sagte Beck.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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