Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Die Fallzahlen am Sonntag

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bis Sonntag (3.12 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 272.962 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 1113.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 10 an und liegt nun bei 7055.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 121,2. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 123,1.)

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 243.100 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 8. April, 16.11 Uhr: Camper demonstrieren für Öffnungen der Campingplätze

Mehr als tausend Camper haben am Samstag für die Öffnung von Campingplätzen demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen fuhren sie im Konvoi über eine Rheinbrücke und verbanden dabei die beiden Landeshauptstädte Mainz in Rheinland-Pfalz und Wiesbaden in Hessen. Nach Angaben des Veranstalters waren 1200 Fahrzeuge an der genehmigten Protestaktion beteiligt.

Die Initiative "Campen mit Abstand" fordert die sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Campen sei "eine der sichersten Reiseformen". Es zu verbieten sei "nicht fair - weder für Camper noch für Campingplatzbetreiber".

An einem ersten Camper-Korso am 17. April in Berlin hatten ebenfalls 1200 Fahrzeuge teilgenommen. Zur Neuauflage im Rhein-Main-Gebiet reisten laut Veranstalter Camper aus ganz Deutschland an, zum Beispiel von der Insel Rügen.

Update, 8. April, 14.38 Uhr: Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben

Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen.

"Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen", teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.

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Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.
Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.  © dpa/Boris Rössler

Update, 6. Mai, 16.56 Uhr: Hessen offen für Corona-Impfung ab zwölftem Lebensjahr

Hessen ist offen für eine Corona-Schutzimpfung für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr.

Voraussetzung sei, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) dafür eine Empfehlung gebe, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag in Wiesbaden. Umgesetzt werden könne das Vorhaben in Hessen etwa mit Aktions- und Projekttagen in den Schulen und den Impfzentren.

Nach den Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für die Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Donnerstag soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll.

Mit einer Zulassung des bisher erst ab 16 freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige werde im Juni gerechnet.

Update, 6. Mai, 5.44 Uhr: Wechselunterricht auch für Klassen sieben bis elf in Hessen

Hessens Schulen können ab Donnerstag auch in den Klassen sieben bis elf wieder Wechselunterricht anbieten. Voraussetzung ist, dass in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt ihrer Schule die Corona-Inzidenz niedrig geblieben ist. Konkret muss die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Inzidenz) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen - Sonn- und Feiertage nicht mitgezählt - unter 165 bleiben.

Bislang dürfen nur die Kinder der Jahrgangsstufen eins bis sechs im Wechselunterricht in ihre Klassen. Die Jahrgänge ab Klasse sieben wurden seit Mitte Dezember im Distanzunterricht mit Homeschooling unterrichtet. Die Abschlussklassen erhielten Präsenzunterricht.

"Es ist sehr positiv, dass nun beginnend mit dem heutigen Tag in immer mehr Regionen Hessens insbesondere die Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig in die Schule gehen können, die seit Mitte Dezember ausschließlich Distanzunterricht erhalten haben", erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Er sei sehr optimistisch, dass der Wechselunterricht dazu beiträgt, dass schon bald alle Schülerinnen und Schüler in Hessen wieder in die Schule gehen werden. "Das Licht am Ende des Tunnels wird von Tag zu Tag heller."

Update, 5. April, 17.13 Uhr: Corona-Beschränkungen für geimpfte Menschen werden gelockert

Hessen lockert die Corona-Beschränkungen für vollständig geimpfte Menschen deutlich.

"Wer vollständig geimpft ist oder in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden hat, wird Negativ-Getesteten gleichgestellt und darüber hinaus bei den Kontaktbeschränkungen künftig nicht mehr mitgezählt", erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts.

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Vollständig Geimpfte sollen künftig bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden (Symbolbild).
Vollständig Geimpfte sollen künftig bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Update, 5. April, 14.36 Uhr: Milliarden Euro an Unternehmen ausgezahlt

Während der Corona-Pandemie sind an hessische Unternehmen und Selbstständige bislang 2,66 Milliarden Euro an Corona-Hilfen geflossen. Das teilte das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit.

Die Summe verteile sich auf verschiedene Programme, von denen ein Großteil bereits abgeschlossen sei. Für andere Programme wie die Überbrückungshilfe III könnten noch Anträge gestellt werden. Diese Wirtschaftshilfe soll Umsatzverluste infolge des zweiten und dritten Lockdowns kompensieren.

Zur Überbrückungshilfe III konnten bisher rund 232 Millionen Euro vom Land ausgezahlt werden. Dafür seien 14.320 Anträge eingegangen, wovon das Land 11.294 Anträge bewilligt habe.

Rund 209 Millionen Euro haben hessische Unternehmen bereits als Abschlagszahlung erhalten. Damit beträgt die ausgezahlte Gesamtsumme rund 441 Millionen Euro.

"Inzwischen haben auch bei den aktuellen Programmen immer mehr Unternehmen nicht nur Abschläge, sondern die vollständige Zahlen auf ihrem Konto", sagte der Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Rund die Hälfte der Anträge seien aus dem Gastgewerbe sowie von Friseur- und Kosmetiksalon gekommen.

Update, 5. April, 11.30 Uhr: Initiative aus Hessen: Impfbuch-Fälscher stärker bestrafen

Hessen will das Fälschen von Impfpässen und anderen Gesundheitszeugnissen stärker bestrafen. Das Land hat dazu eine Initiative zur Änderung des Strafgesetzbuchs gestartet. Sie soll auf der Justizministerkonferenz im Sommer diskutiert werden. "Wenn Menschen mit der Gesundheit anderer spielen oder damit sogar Geschäfte machen, ist dies moralisch verwerflich und muss hart bestraft werden", sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.

Rechtlich fallen falsche Atteste oder gefälschte Impfpässe unter Urkundenfälschung. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Im Gesundheitsbereich würden die Täter aber milder bestraft, kritisierte das Ministerium. Diese "kriminalpolitisch verfehlten Strafmilderungen" seien nicht länger tragbar.

"Vor dem Hintergrund der fortdauernden Corona-Pandemie besteht ein dringender Handlungsbedarf, um eine Bestrafung der Täter zu ermöglichen, welche dem verwirklichten Unrecht und den drohenden Gefahren angemessen ist."

Update, 4. Mai, 13.43 Uhr: Handel und Gastronomie dringen auf Öffnungsschritte

Angesichts des Impffortschritts und sinkender Neuinfektionszahlen fordern hessische Wirtschaftsverbände rasche Öffnungsschritte für Handel und Gastronomie. So sollen ihrer Ansicht nach etwa eine Öffnung von Restaurants, touristische Übernachtungen und weitere Erleichterungen für den Einzelhandel ins Auge gefasst werden. Ein entsprechender Vorschlag sei der Landesregierung zugegangen, teilten der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK), der Handelsverband Hessen und der Gastronomieverband Dehoga in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag in Wiesbaden mit.

Die Verbände fordern in Landkreisen mit einer stabilen Zahl von weniger als 100 Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner unter anderem die Öffnung der Außengastronomie mit Terminvergabe. Die Innenräume von Restaurants sollen demnach mit negativem Corona-Test zugänglich sein. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervorgeht (Stand: 3.10 Uhr), ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen auf 146,3 gesunken.

"Jeder verantwortbare Öffnungsschritt ist praktische Wirtschaftshilfe. Zudem reduziert er die Belastung der öffentlichen Kassen", argumentierte HIHK-Präsident Eberhard Flammer. Da die aktuelle hessische Corona-Verordnung an diesem Sonntag (9.5.) auslaufe, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um landesweit die Weichen für Öffnungen zu stellen.

Update, 4. Mai, 12.18 Uhr: 200 Unternehmen mit Interesse an betriebsärztlicher Corona-Impfung

An dem Pilotverfahren zur betriebsärztlichen Corona-Schutzimpfung haben nach den Worten von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier rund 200 Unternehmen Interesse bekundet. Fünf Unternehmen seien jetzt beteiligt, für die 12.500 Impfdosen bereit stünden, sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einem Besuch im Impfzentrum des Pharmaunternehmens Merck in Darmstadt. Neben Merck, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, der B. Braun Melsungen AG sowie der Pharmaserv GmbH sei nun auch Fresenius MedicalCare beteiligt.

"Ich kann mir vorstellen, dass wir das ausweiten", sagte Bouffier. Es hänge aber nach wie vor alles an der Menge des Impfstoffes. Er sei zuversichtlich, dass die Liefermengen bis Juni noch zunehmen werden.

Bei Merck werden in einer extra dafür hergerichteten Turnhalle bis zu 380 Mitarbeiter am Tag geimpft. Im Rahmen des Projekts stehen für das Unternehmen 3510 Impfdosen bereit. Geimpft werden nach Angaben eines Sprechers derzeit Beschäftigte der sogenannten kritischen Infrastruktur, also zum Beispiel Menschen aus der Produktion lebenswichtiger Medikamente. "Als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen sind wir davon überzeugt, dass eine möglichst umfassende Impfung der Bevölkerung ein wichtiges Mittel ist, um die Pandemie zu beenden", sagte die neue Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, Belén Garijo.

Der Bund hatte angekündigt, dass ab Juni analog zum Verfahren bei Hausärzten auch die Betriebsärzte mit Corona-Impfstoff versorgt werden.

Mit Blick auf mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte und Genesene sagte Bouffier, es brauche einen überzeugenden Grund für Einschränkungen der Grundrechte. "Und dieser Grund ist die Gefahr." Wenn von diesen Menschen keine Gefahren mehr in der Pandemie ausgingen, dann könne es auch keine Einschränkungen geben. Aber: "Wir werden weiter Maskenpflicht haben."

Update, 3. Mai, 13.27 Uhr: Heinerfest in Darmstadt wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Heinerfest ist Darmstadt muss auch in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden.
Das Heinerfest ist Darmstadt muss auch in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden.  © DPA/Claus Voelker

Nach dem Schlossgrabenfest ist nun auch das für Juli geplante Heinerfest in Darmstadt wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

"Für 2021 hatten wir gehofft, dass durch zügige Impffortschritte, die Durchführung unseres Heimatfestes gesichert wäre", teilte der Heimatverein Darmstädter Heiner am Montag mit.

Doch die Inzidenz sei immer noch zu hoch, um gefahrlos auch mit Hygienekonzepten feiern zu können. Die Arbeit in den letzten Wochen und Monaten habe darin bestanden, verschiedene Szenarien zu entwickeln, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

"Nachdem uns Oberbürgermeister Jochen Partsch, das Gesundheitsamt Darmstadt und die Leitung der städtischen Klinik nach dem derzeitigen Stand keine Hoffnung machen konnten, ein, wenn auch stark reduziertes Fest, zu veranstalten, müssen wir schweren Herzens das 70. Heinerfest 2021 absagen", heißt es auf der Homepage des Vereins.

Das Fest in der Innenstadt sollte Anfang Juli stattfinden. In normalen Jahren kommen mehrere Hunderttausend Besucher. Nach Angaben der Veranstalter ist es eines der größten Innenstadtfeste Deutschlands.