Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Problem mit Impfdränglern

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
Mediziner und Pfleger versorgen einen an Covid-19 erkrankten Patienten.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bis Sonntag (3.10 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 279.036 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 685.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 10 an und liegt bei 7128.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 93,0. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 99,7.)

Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 252.700 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 16. Mai, 7.30 Uhr: Fulda legt Bericht zu "Impfdränglern" vor

Der Landkreis Fulda hat nach Vorwürfen, es seien im dortigen Impfzentrum Personen geimpft worden, die nicht der ersten Priorisierungsgruppe angehörten, einen Abschluss-Bericht vorgelegt.

Wie der Kreis mitteilte, ist demnach in 14 Fällen "eine Impfberechtigung als zweifelhaft" anzusehen. Der Landkreis hatte für die Prüfung nach eigenen Angaben eine Impfliste mit 8700 Personen ausgewertet.

"In 61 Fällen wurden weitere Recherchen zur Impfberechtigung unternommen und diese zum überwiegenden Teil festgestellt. In 14 Fällen sieht die Revision eine Impfberechtigung als zweifelhaft an", teilte die Pressestelle mit.

Der Kreis kündigte an, den Prüfbericht an die Staatsanwaltschaft Fulda zu übergeben. "Die Corona-Impfverordnung sieht keine Möglichkeiten für Ordnungswidrigkeitsverfahren vor. Ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, kann nur die Staatsanwaltschaft feststellen."

Update, 15. Mai, 11.22 Uhr: Vergünstigungen der Stadt Frankfurt für Kinder bleiben trotz Corona-Einbußen

Trotz finanzieller Einbußen für die Stadt durch die Corona-Krise will der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an Vergünstigungen wie dem kostenlosen Schwimmbad-Eintritt für Kinder und Jugendliche festhalten. "Wir müssen in dieser Krise Kinder und Jugendliche fördern, und wir müssen die Familien unterstützen. Solche Einschnitte sind mit Blick auf den Haushalt auch gar nicht nötig", sagte Feldmann. "In Frankfurt versteht man sich darauf, Geld zu verdienen, und das werden wir auch tun, wenn endlich alle geimpft sind."

In Frankfurt dürfen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre seit Februar 2019 kostenlos in Frei- und Schwimmbäder, die aber derzeit noch wegen der Pandemie geschlossen sind. Auch die Kinderbetreuung in den Kitas ist inzwischen kostenfrei.

Feldmann kündigte in dem Interview außerdem an, die Frankfurter Gastwirte bei den Genehmigungen für die Außengastronomie zu unterstützen. "Die Gastronomen müssen den Platz vor ihrer Tür schnell und unkompliziert nutzen können. Schon letztes Jahr sah Frankfurt mit den vielen Tischen und Stühlen vor den Cafés draußen teilweise aus, wie wir es aus Südfrankreich kennen und lieben. Das will ich wieder erlauben."

Update, 15. Mai, 7.03 Uhr: Lockerung der Corona-Beschränkungen für Alten- und Pflegeheime

Die Corona-Besuchsbeschränkungen in den hessischen Alten- und Pflegeheimen werden für vollständig geimpfte und genesene Bürger ab diesem Samstag (15. Mai) deutlich gelockert. Die Testpflicht vor dem Betreten der Heime entfällt für diese Menschen nach der neuen Verordnung der hessischen Landesregierung.

In den Zimmern der Alten- und Pflegeheime gibt es zudem keine Maskenpflicht mehr, wenn die Bewohnerin oder der Bewohner genesen oder vollständig geimpft ist. Auch die Beschränkung der täglich möglichen Besuche für Bewohner der Heime entfällt nach der neuen Regelung im Land vollständig.

Grundsätzlich gilt in Hessen auch für andere Bereiche des öffentlichen Lebens die Regelung: Wer vollständig geimpft ist oder in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden hat, wird Negativ-Getesteten gleichgestellt und darüber hinaus bei den Kontaktbeschränkungen künftig nicht mehr mitgezählt.

Die Erstimpfungen von den rund 58.000 Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen in Hessen sind seit dem 6. April abgeschlossen. Die Zweitimpfungsquote liegt nach Angaben des Innenministeriums derzeit bei rund 83 Prozent.

Update, 11. Mai, 18.26 Uhr: Stufenplan für Corona-Öffnungsschritte beschlossen

Die hessische Landesregierung hat einen Stufenplan für weitere Corona-Öffnungsschritte beschlossen.

Die neuen Regeln sollen schrittweise gelten, sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 sinkt und damit die Maßnahmen der Bundesnotbremse dort nicht mehr greifen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts.

Mehr Infos >> hier

Update, 10. Mai, 18.53 Uhr: Erneute Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts geplant

Die schwarz-grüne Landesregierung plant für diesen Mittwoch eine erneute Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts. Möglicherweise wird Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wegen der derzeit rückläufigen Coronazahlen im Anschluss an die Sitzung weitere Öffnungsschritte für die Bevölkerung ankündigen.

Mehr Infos >> hier

Update, 10. Mai, 9.36 Uhr: Bundesnotbremse greift nicht mehr im Wetteraukreis

Im Zuge sinkender Corona-Fallzahlen im Wetteraukreis greift dort seit Montag nicht mehr die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Pandemie. Damit gelten nach Angaben des Kreisen wieder die Corona-Regeln des Landes Hessen, unter anderem entfallen für die Bewohner des Kreises die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr und es sind wieder private Treffen mit zwei Haushalten möglich.

Bereits am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz im Wetteraukreis am fünften Tag in Folge unter dem Grenzwert von 100 gelegen - die Voraussetzung zur Aufhebung der Corona-Notbremse ab dem übernächsten Tag. Am Montag lag die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - im Wetteraukreis nach Daten des Berliner Robert Koch-Instituts bei 85,3.

Unter einem Wert von 100 lagen auch der Vogelsbergkreis, der Hochtaunuskreis, die Stadt Darmstadt sowie der Kreis Darmstadt-Dieburg, der Rheingau-Taunus-Kreis sowie der Kreis Bergstraße.

Update, 8. April, 16.11 Uhr: Camper demonstrieren für Öffnungen der Campingplätze

Mehr als tausend Camper haben am Samstag für die Öffnung von Campingplätzen demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen fuhren sie im Konvoi über eine Rheinbrücke und verbanden dabei die beiden Landeshauptstädte Mainz in Rheinland-Pfalz und Wiesbaden in Hessen. Nach Angaben des Veranstalters waren 1200 Fahrzeuge an der genehmigten Protestaktion beteiligt.

Die Initiative "Campen mit Abstand" fordert die sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Campen sei "eine der sichersten Reiseformen". Es zu verbieten sei "nicht fair - weder für Camper noch für Campingplatzbetreiber".

An einem ersten Camper-Korso am 17. April in Berlin hatten ebenfalls 1200 Fahrzeuge teilgenommen. Zur Neuauflage im Rhein-Main-Gebiet reisten laut Veranstalter Camper aus ganz Deutschland an, zum Beispiel von der Insel Rügen.

Update, 8. April, 14.38 Uhr: Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben

Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen.

"Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen", teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.

Mehr Infos >> hier

Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.
Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.  © dpa/Boris Rössler

Update, 6. Mai, 16.56 Uhr: Hessen offen für Corona-Impfung ab zwölftem Lebensjahr

Hessen ist offen für eine Corona-Schutzimpfung für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr.

Voraussetzung sei, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) dafür eine Empfehlung gebe, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag in Wiesbaden. Umgesetzt werden könne das Vorhaben in Hessen etwa mit Aktions- und Projekttagen in den Schulen und den Impfzentren.

Nach den Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für die Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Donnerstag soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll.

Mit einer Zulassung des bisher erst ab 16 freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige werde im Juni gerechnet.

Update, 6. Mai, 5.44 Uhr: Wechselunterricht auch für Klassen sieben bis elf in Hessen

Hessens Schulen können ab Donnerstag auch in den Klassen sieben bis elf wieder Wechselunterricht anbieten. Voraussetzung ist, dass in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt ihrer Schule die Corona-Inzidenz niedrig geblieben ist. Konkret muss die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Inzidenz) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen - Sonn- und Feiertage nicht mitgezählt - unter 165 bleiben.

Bislang dürfen nur die Kinder der Jahrgangsstufen eins bis sechs im Wechselunterricht in ihre Klassen. Die Jahrgänge ab Klasse sieben wurden seit Mitte Dezember im Distanzunterricht mit Homeschooling unterrichtet. Die Abschlussklassen erhielten Präsenzunterricht.

"Es ist sehr positiv, dass nun beginnend mit dem heutigen Tag in immer mehr Regionen Hessens insbesondere die Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig in die Schule gehen können, die seit Mitte Dezember ausschließlich Distanzunterricht erhalten haben", erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Er sei sehr optimistisch, dass der Wechselunterricht dazu beiträgt, dass schon bald alle Schülerinnen und Schüler in Hessen wieder in die Schule gehen werden. "Das Licht am Ende des Tunnels wird von Tag zu Tag heller."