Coronavirus in Hamburg: 57 neue Fälle, Inzidenz steigt auf 21,5

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 78.282 enschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 64.377 Fälle bekannt, in Bremen 27.680 in Mecklenburg-Vorpommern 44.299 und in Niedersachsen 263.404 Covid-19-Fälle (Stand 23. Juli, 16.11 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen aber immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

Ab Dienstag: Spanien und Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete
Coronavirus Ab Dienstag: Spanien und Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 23. Juli, 20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden übersteigt 12

Kiel - Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter leicht auf dem Weg nach oben. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg bis Freitagabend auf 12,7. Am Donnerstag hatten die Behörden einen Wert von 11,6 verzeichnet. Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.41 Uhr) wurden landesweit insgesamt 91 Fälle neu übermittelt, darunter sind in der Regel auch Nachträge - für Freitag allein waren bisher 73 Fälle gemeldet.

Es gab einen neuen Todesfall im Land, damit stieg die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen auf 1629. Zuvor war über Tage kein neuer Todesfall hinzugekommen. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 11 Covid-19-Patienten behandelt (plus 4); 5 von ihnen lagen auf der Intensivstation (plus 1), von denen weiterhin 3 beatmet wurden.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatten am Freitag Lübeck und Kiel (19,4), gefolgt vom Kreis Stormarn und Pinneberg mit je 16,8. Die niedrigste Inzidenz hatte erneut der Kreis Plön mit 1,6.

Update, 23. Juli, 18.15 Uhr: Barbesucher auf Sylt mit Corona infiziert - Dutzende Gäste betroffen

Westerland/Husum - Auf der Insel Sylt müssen Dutzende Besucher einer Bar in Corona-Quarantäne, weil ein Gast positiv auf das Virus getestet wurde. Wie der Kreis Nordfriesland am Freitag mitteilte, waren in der fraglichen Zeit in der Nacht zum Mittwoch etwa 80 Gäste anwesend.

Da es wegen eines technischen Fehlers der Luca-App nicht gelinge, die gespeicherten Daten der Besucher abzurufen, rufe das Gesundheitsamt des Kreises alle Gäste, die in der Nacht ab 0.38 Uhr länger als zehn Minuten in dem Lokal waren, öffentlich auf, sich in Quarantäne zu begeben. Sie müssten entweder in ihrer Wohnung oder in ihrem Urlaubsquartier bleiben.

"Dies gilt automatisch - auch ohne, dass wir dies den Betroffenen gegenüber direkt angeordnet haben", erläuterte die für Gesundheit zuständige Fachbereichsleiterin Nina Rahder. "Es besteht das Risiko, dass die anderen Anwesenden sich infiziert haben, zum Beispiel über Aerosole."

Die Betroffenen seien zudem verpflichtet, sich unverzüglich per E-Mail beim Kreisgesundheitsamt unter corona-pcr@nordfriesland.de zu melden.

Update, 23. Juli, 16.11 Uhr: 30 Corona-Neuinfektionen gemeldet - Inzidenz steigt auf 4,3

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 30 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 1,3 auf nunmehr 4,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 15.30 Uhr).

Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 2,9. Die Gesamtzahl der Todesfälle gab das Lagus mit 1175 an - diese Zahl hat sich seit Donnerstag nicht erhöht.

Mit 22 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten, mit 0,4 weist der Landkreis Vorpommern-Rügen den geringsten Wert auf. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.299; als genesen gelten rund 43.000 Menschen. Vier Covid-Patienten werden derzeit in Krankenhäuser behandelt, zwei mehr als am Donnerstag; einer liegt auf der Intensivstation.

Seit Beginn der Corona-Schutzimpfungen wurden nach Lagus-Angaben 1.697.718 Impfdosen verabreicht; 948.589 Menschen erhielten mindestens eine erste Impfung; 788.669 Menschen oder 49 Prozent gelten als vollständig geimpft.

Update, 23. Juli, 12.36 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Hamburg auf 21,5 - 57 neue Fälle

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist auch am Freitag weiter gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 21,5 an.

Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 21,0 gelegen, eine Woche zuvor noch bei 13,8. 57 neu bestätigte Infektionen kamen am Freitag hinzu. Das sind zwar 57 weniger als am Donnerstag, aber 10 mehr als am Freitag vor einer Woche.

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Behörde in Hamburg nachweislich 78.282 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten 75 900 als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen in Hamburg stieg laut RKI um einen auf 1607.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Behörde zufolge mit Stand Donnerstag 29 Covid-19-Patienten behandelt, davon 13 auf Intensivstationen. Das waren drei beziehungsweise einer weniger als zuletzt am Dienstag gemeldet.

Update, 23. Juli, 10.46 Uhr: Weiter deutlich steigende Corona-Inzidenz in Niedersachsen

Hannover – In Niedersachsen steigen die Corona-Inzidenzzahlen weiter deutlich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der landesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert am Freitag bei 14,9, am Donnerstag hatte er bei 13,9 gelegen.

Für das Land Bremen gab das RKI am Freitag 12,5 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an im Vergleich zu 14,8 am Donnerstag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag nach RKI-Angaben vom Freitagmorgen bei 13,2.

In Niedersachsen infizierten sich 268 Menschen neu mit dem Coronavirus, die Gesamtzahl seit dem Beginn der Pandemie liegt hier bei 263.404 Fällen. Ein Todesfall kam hinzu, die Zahl stieg damit auf 5807.

Der Landkreis Lüneburg war Spitzenreiter bei den Neuinfektionen mit einem Inzidenzwert von 41,8. Danach folgten die Region Hannover mit 34,4 und der Landkreis Grafschaft Bentheim mit 28,4. Die Landkreise Friesland und Lüchow-Dannenberg hatten einen Inzidenzwert von 0,0. Im Landkreis Rotenburg waren es 2,4.

Für Bremen erfasste die amtlich maßgebliche RKI-Statistik keine neuen Infektionen von Donnerstag auf Freitag. Das Land selber teilte am Freitagmorgen mit, es habe 26 Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Todesfälle im kleinsten Bundesland lag unverändert bei 492.

Update, 23. Juli, 6.24 Uhr: Deutlich weniger Corona-Testzentren in Hamburg

Ein Schild mit der Aufschrift «Schnelltest Service Hamburg Testzentrum» steht vor dem Eingang des Meridian Spa & Fitness in der Quickbornstraße.
Ein Schild mit der Aufschrift «Schnelltest Service Hamburg Testzentrum» steht vor dem Eingang des Meridian Spa & Fitness in der Quickbornstraße.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg – Die Zahl der Corona-Schnelltestzentren in Hamburg ist von knapp über 400 im Juni aktuell auf 288 gesunken. 55 Zentren seien dauerhaft geschlossen worden, "meist aufgrund einer Entscheidung der jeweiligen Betreiber", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

In Cafés, Bars oder Fitnessclubs eingerichtete Testzentren mussten nach Ende des Lockdowns weichen. Mehrfach hat es laut Helfrich aber auch entsprechende Schließungsanordnungen der Bezirksämter gegeben, beispielsweise wegen fehlender Genehmigungen oder hygienischen und verfahrenstechnischen Mängeln. Häufig würden auch befristete Schließungen angeordnet, bis die Mängel beseitigt seien.

"Die bezirklichen Gesundheitsämter führen laufend Kontrollen durch, allein im Juli sind bislang rund 90 solcher Kontrollen durchgeführt worden", sagte der Sprecher weiter. "In drei Fällen musste Betreibern die Beauftragung durch den ÖGD (Öffentlichen Gesundheitsdienst) dauerhaft entzogen werden, es handelt sich jeweils um Betreiber mit mehreren Standorten."

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In Mitte hätten bisher sieben Testzentren eine befristete Schließungsverfügung erhalten, in Eimsbüttel eins, in Nord und Bergedorf jeweils vier und in Altona sechs, zusätzlich sei dort wegen mangelhafter Umsetzung der Hygiene- und Schutzkonzepte ein überbezirklicher Lizenzentzug erfolgt. Ganz schließen mussten außerdem in Harburg vier und in Bergedorf zwei Testzentren.

Die 288 verbliebenen Zentren hätten die für den Betrieb nötige "Beauftragung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst" erhalten und würden von 80 Auftragnehmern betrieben, sagte Helfrich. Hinzu kämen Apotheken und Arztpraxen, die seit dem 1. Juli ohne Beauftragung testen und abrechnen dürfen. "Aktuell befinden sich laut Angaben der Betreiber noch etwa 47 Testzentren im Aufbau." Zunächst noch bis Ende September könnten weitere beantragt werden.

In Hamburg bestehe weiterhin eine umfassende Test-Infrastruktur. "Es ist allen möglich, über die Stadt verteilt kurzfristige Testangebote in Anspruch zu nehmen", sagte Helfrich. Aber: "Mit steigender Impfquote wird absehbar auch die Notwendigkeit und Inanspruchnahme der Tests zurückgehen."

Update, 22. Juli, 19.45 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden klettert weiter

Kiel - Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein klettert weiter. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg bis Donnerstag auf 11,6. Am Mittwoch lag der Wert noch bei 10,5. Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.58 Uhr) wurden landesweit 70 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Bis einschließlich Montag (19. Juli) war die Sieben-Tage-Inzidenz länger einstellig gewesen.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen betrug weiterhin 1628. Seit Tagen kam kein neuer Todesfall hinzu. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 7 Covid-19-Patienten behandelt (minus 3); 4 von ihnen lagen auf der Intensivstation (plus 1), von denen weiterhin 3 beatmet wurden.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte am Donnerstag Lübeck (19,4) - gefolgt vom Kreis Stormarn mit 18,4. Dahinter rangierte Neumünster (16,2). Die niedrigste Inzidenz hatte erneut der Kreis Plön mit 0,8.

Update, 22. Juli, 16.55 Uhr: Corona-Statistik korrigiert: Neun zusätzliche Todesfälle

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag elf neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag leicht um 0,3 auf 3,0 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 15.29 Uhr).

Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit ebenfalls bei 3,0. Seit Tagen gibt es ein leichtes Auf und Ab bei den Zahlen.

Die Zahl der Todesfälle stieg um neun auf 1175. Dieser starke Anstieg beruhe auf einer Kontrolle und Korrektur der Statistik im Landkreis Ludwigslust-Parchim, erklärte Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. "Bei den im heutigen Lagebericht angegebenen Sterbefällen handelt es sich um Personen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, die in der Zeit zwischen Oktober 2020 und Anfang Juni 2021 verstorben sind." Die Fälle hätten keinen Bezug zu aktuellen Infektionen und zur derzeitigen Gesamtsituation.

Mit 12,5 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten, mit 0,8 weist der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte den geringsten Wert auf. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.270. Als genesen gelten rund 43.000 Menschen.

Derzeit werden zwei Corona-Patienten in Kliniken behandelt, einer weniger als am Tag zuvor. Auf einer Intensivstation liegt derzeit kein Corona-Patient.

Update, 22. Juli, 16.02 Uhr: Jeder Zweite im Norden vollständig gegen Corona geimpft

Kiel - Mittlerweile ist jeder zweite Schleswig-Holsteiner gegen das Coronavirus vollständig geimpft. Das Robert Koch-Institut gab die Quote am Donnerstag zum Stand Mittwoch mit 50,2 Prozent an.

Damit steht der Norden im Ländervergleich auf Platz 4. Bei den über 60-Jährigen lag der Wert bei 79,1 Prozent.

Bei den Erstimpfungen bedeuten 64,1 Prozent für Schleswig-Holstein Platz 3.

Update, 22. Juli, 15.45 Uhr: 388 Menschen in MV trotz Corona-Impfung infiziert - niedrige Quote

Schwerin - Trotz vollständiger Impfung haben sich in Mecklenburg-Vorpommern bislang 388 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock am Donnerstag auf Anfrage mit. Bei 696.857 Personen im Nordosten, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, entspreche das einer Quote von 0,056 Prozent.

Nach Angaben des Landesamtes war bei 70 Betroffenen eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Von den 16 Menschen, die trotz Impfung im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben, seien 14 älter als 80 Jahre gewesen.

Experten werten die geringe Anzahl von Corona-Infektionen bei vollständig Geimpften als Beleg für die Wirksamkeit der Schutzimpfung. Dass es trotz Immunisierung zu Infektionen komme, zeige aber auch, dass es unter den Bedingungen einer Pandemie keine absolute Sicherheit gebe und dass das Tragen von Mund- und Nasenschutz aktuell noch ein wichtiger Bestandteil der Schutzvorkehrungen sei.

Seit Beginn der Corona-Schutzimpfungen haben laut Robert Koch-Institut im Nordosten rund 946.000 Menschen mindestens die erste Impfung erhalten. 781.500 Menschen gelten als vollständig geimpft, das entspricht 48,6 Prozent der Bevölkerung. Fachleute halten eine Impfquote von über 80 Prozent für erforderlich, um die Pandemie wirksam eindämmen zu können.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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