Coronavirus in Hamburg: Hunderte Verdachtsfälle auf Mutanten

Hamburg – Das Coronavirus hat das Land bald ein Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, die Gesundheitsämter melden neue Rekordwerte.

Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.
Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.  © Marcus Brandt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 52.232 Menschen Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 42.235 Fälle bekannt, in Bremen 14.318, in Mecklenburg-Vorpommern 24.613 und in Niedersachsen 159.423 Covid-19-Fälle. (Stand 2. März, 12.43 Uhr)

Seit Mittwoch, 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit Ausnahmen über Weihnachten und Silvester inzwischen bis zum 14. Februar 2021 verlängert wurde. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet, außerdem gibt es Kontaktbeschränkungen.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 2. März, 12.52 Uhr: Mehr Mutationen in Hamburg

Hamburg - Die Mutationen des Coronavirus breiten sich immer mehr in Hamburg aus.

Senatssprecher Marcel Schweitzer sagte am Mittag in einer Pressekonferenz, dass mittlerweile 90 Infektionen mit Mutanten bestätigt sind. Vor einer Woche waren es noch 18.

Außerdem gebe es 847 Verdachtsfälle, die derzeit untersucht werden.

In einem Labor werden Coronavirus-Proben utnersucht.
In einem Labor werden Coronavirus-Proben utnersucht.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 2. März, 12.43 Uhr: 183 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz bei 81,5

Hamburg - In Hamburg sind 183 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Das sind 75 Fälle weniger als am Montag, aber 22 mehr als am Dienstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.57 Uhr).

Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg im Vergleich zum Vortag von 80,3 auf 81,5. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 71,4.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 52.232 Hamburgerinnen und Hamburger mit dem Virus. 47.100 gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus starben, stieg laut RKI um 6 auf 1278.

In den Hamburger Kliniken wurden nach Angaben der Behörde mit Stand Montag 269 Corona-Patienten behandelt, davon 85 auf Intensivstationen. Seit Freitag sank die Gesamtzahl der Patienten damit um 13, die der Intensivpatienten stieg hingegen um 4.

Update, 2. März, 8.24 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Tschentscher warnt vor umfassenden Lockerungen

Hamburg - Vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55) vor einer umfassenden Lockerung der Corona-Maßnahmen gewarnt.

"Wir würden die Krise eher verlängern, wenn wir jetzt zu viele Beschränkungen gleichzeitig aufheben", sagte der SPD-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Wir müssen eine starke dritte Welle verhindern, bevor uns die Impfungen ausreichend Schutz vor Corona bieten."

Die Lage sei nach wie vor kritisch: "Nach einigen Wochen des Rückgangs steigen die Infektionszahlen jetzt bundesweit wieder." Deswegen müssten Menschenansammlungen weiter vermieden sowie Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Lockerungen sollten aber auch bei einer Inzidenz, also der Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner, über 35 möglich sein.

"Aufgrund der aktuell eher wieder zunehmenden Infektionsdynamik erreichen wir diesen Wert in nächster Zeit sicher nicht. Wir müssen vorsichtig bleiben, haben uns aber vorgenommen, eine Öffnungsstrategie zu entwickeln, die Planungsperspektiven gibt und sicher ist", so Tschentscher.

Jeder Schritt müsse kontrolliert erfolgen, etwa in Verbindung mit Schnell- oder Selbsttests.

Update, 2. März, 7 Uhr: Corona beschert Volkshochschule Millionenverlust und Digitaloffensive

Hamburg - Die Corona-Pandemie hat der Hamburger Volkshochschule (VHS) neben einem Millionenverlust auch eine Digitaloffensive beschert.

Weil Präsenzkurse derzeit nicht stattfinden können, wurde das Online-Angebot massiv ausgebaut, wie der neue VHS-Direktor Uwe Grieger (55) der dpa sagte.

In diesem Jahr seien bereits 2145 Kurse online durchgeführt worden beziehungsweise noch bis April geplant. "2019 hatten wir im ganzen Jahr 500 Kurse und im vergangenen Jahr, also schon mit der Pandemie, 1600 - da sind wir in diesem Jahr schon jetzt im ersten Quartal." Als Landesbetrieb sei der coronabedingte Verlust von der Stadt ausgeglichen worden.

"Und mit den drei Millionen Euro Corona-Hilfe sind wir auch ziemlich genau hingekommen", sagte Grieger, der das Amt im Januar übernommen hatte.

Update, 1. März, 21.11 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein schwankt weiter um den Wert 50

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz schwankt in Schleswig-Holstein weiterhin um den Wert 50. Am Montag wurden 49,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen gemeldet. Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel veröffentlichte (Datenstand: 1.3., 20.18 Uhr). Am Sonntag lag der Wert bei 50,0 - und am Montag vor einer Woche bei 49,3.

Als Zielmarke für nächste Öffnungsschritte wurden beim letzten Bund-Länder-Treffen maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen festgelegt. Am Mittwoch treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit der Bundeskanzlerin, um über die weitere Strategie in der Corona-Krise zu sprechen.

Es wurden 98 neue Corona-Infektionen registriert - eine Woche zuvor waren es 93 bestätigte Neuinfektionen. An den Wochenenden und montags liegen die Zahlen erfahrungsgemäß etwas niedriger, weil weniger getestet wird. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg am Montag um 20 auf 1305.

284 Patienten wurden in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern behandelt. Intensivmedizinische Behandlung brauchten 77 Menschen, 59 mit Beatmung.

Update, 1. März, 19.30 Uhr: Mehr Einschränkungen nach Inzidenz von 214 in Bremerhaven

Bremen – Die Stadt Bremerhaven hat auf die hohe Inzidenz von mehr als 200 reagiert und weitere Einschränkungen in der Corona-Pandemie verfügt.

In Abstimmung mit dem Krisenstab beschloss der Magistrat am Montag, das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung für die Innenstadt auszuweiten und auch in Fahrzeugen für Mitfahrende anzuordnen, sobald zwei Hausstände unterwegs sind.

Zudem werde die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen gemäß der Coronaverordnung von 100 auf 50 Personen reduziert. Die Regeln gelten von Dienstag an zunächst bis zum 12. März, hieß es in einer Mitteilung. Eine mögliche Ausgangssperre wurde nicht für zwingend notwendig erachtet.

Am Montag gab die Stadt die Inzidenz mit 214 an - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Virus angesteckt. Die 200er-Inzidenz gilt als kritische Marke.

Aufgrund des Infektionsgeschehens verständigte sich Stadtrat Michael Frost als zuständiger Schuldezernent bereits vergangene Woche mit dem Krisenstab darüber, dass der für diese Woche geplante Start in den Wechselunterricht ab der Jahrgangsstufe 5 zunächst ausgesetzt wird und stattdessen der Distanzunterricht fortgesetzt wird.

Update, 1. März, 18.45 Uhr: Regionale Beschränkungen für Krippen und Kitas verlängert

Kiel – Das Land Schleswig-Holstein hat Einschränkungen für den Betrieb von Krippen, Kitas und Horten in mehreren Kreisen und kreisfreien Städten um eine Woche ab dem 8. März verlängert.

Dies betrifft nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag wegen der dortigen Corona-Infektionslage die Kreise Herzogtum Lauenburg, Pinneberg und Schleswig-Flensburg sowie die kreisfreien Städte Flensburg und Lübeck.

Die Entscheidungen seien auf Basis einer Lagebewertung der Gesundheitsämter im Einvernehmen mit den betroffenen Kommunen getroffen worden. Die konkreten Regelungen unterscheiden sich zwischen den genannten Kreisen und kreisfreien Städten.

Es gibt entweder einen Notbetrieb oder einen eingeschränkten Regelbetrieb, bei dem die weit überwiegende Zahl der Kinder in normalen Gruppengrößen betreut wird.

Die meisten Krippen, Kitas und Horte im Land sind seit dem 22. Februar im sogenannten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Das gilt für die kreisfreien Städte Kiel und Neumünster, die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Rendsburg-Eckernförde, Plön, Segeberg, Steinburg und Stormarn sowie die Insel Helgoland.

Update, 1. März, 18.11 Uhr: 61 Corona-Neuinfektionen in MV - Inzidenz stagniert

Rostock - Im Vergleich zur Vorwoche hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag etwas weniger Corona-Neuinfektionen registriert. Der Wert betrug demnach 61 und damit 11 weniger als am vorhergehenden Montag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb nahezu unverändert. Demnach haben sich landesweit zuletzt 66 Menschen je 100 000 Menschen binnen einer Woche nachweislich mit Corona angesteckt - ein Plus von 0,4 zum Vortag.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Land beträgt inzwischen 24.613. Mehr als 21.660 Betroffene gelten als genesen. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich zum Vortag um 6 auf nun 745. In den Krankenhäusern wurden 249 Covid-19-Patienten behandelt, 10 mehr als am Vortag, und 42 davon auf Intensivstationen.

Eine erste Corona-Impfung haben in Mecklenburg-Vorpommern laut Lagus-Zahlen bis einschließlich Freitag rund 79.500 Menschen und damit 4,9 Prozent der Bevölkerung erhalten. Die erforderliche zweite Impfung bekamen knapp 49.000 Personen, etwa ein Drittel davon Bewohner von Altenheimen.

Update, 1. März, 14.32 Uhr: 403 neue Corona-Fälle in Niedersachsen - Sieben-Tage-Wert steigt

Hannover - Die Corona-Situation in Niedersachsen bleibt angespannt. Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag 403 Neuinfektionen, eine Woche zuvor waren es mit 401 fast genauso viele.

Der landesweite Sieben-Tage-Wert stieg im Vergleich zur Vorwoche von 67,1 auf 68,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Insgesamt 4295 Menschen (plus 3) sind an oder mit dem Virus gestorben.

Regional betrachtet verzeichnete der Landkreis Cloppenburg den höchsten Sieben-Tage-Wert (148,8) im Land, gefolgt von den Landkreisen Wesermarsch (132,1) und Leer (122,4).

Update, 1. März, 14.28 Uhr: Polizei beendet illegale Party in aufgebrochener Gartenlaube

Lübeck - In einer Lübecker Kleingärtneranlage haben am Wochenende neun junge Menschen eine Gartenlaube aufgebrochen, um eine Party zu feiern.

Die zwei Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 19 und 26 Jahren hockten eng beisammen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Eine Mund-Nasenabdeckung trug demnach niemand. Die Beamten lösten das illegale Beisammensein im Stadtteil St. Jürgen in der Nacht zum Sonntag auf.

Die jungen Erwachsenen müssen sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz sowie Einbruch in die Gartenlaube verantworten.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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