Coronavirus in Hamburg: Inzidenz sinkt wieder deutlich

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden steigen zeitweise wieder an.

Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.
Das Corona-Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde Ende August geschlossen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 89.803 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 73.282 Fälle bekannt, in Bremen 30.884 in Mecklenburg-Vorpommern 47.648 und in Niedersachsen 289.451 Covid-19-Fälle (Stand 20. September, 13.27 Uhr).

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen.

Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 20. September, 22.35 Uhr: Corona-Spürhunde im Einsatz

Hannover - Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen.

Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band "Fury in the Slaughterhouse" in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben.

Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Update, 20. September, 13.27 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 36,2

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein erneut leicht gesunken. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 36,2 - nach 37,7 am Samstag, wie aus Daten der Landesregierung vom Sonntagabend hervorgeht.

Eine Woche zuvor hatte die Landesmeldestelle sie mit 43,1 angegeben. Innerhalb eines Tages wurden 28 neue Corona-Fälle gemeldet. Tags zuvor waren es 87, am Sonntag der vergangenen Woche 55.

Es wurde seit Samstag ein weiterer Corona-Todesfall bekannt, die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 1678. In den Krankenhäusern wurden zuletzt 65 Covid-19-Patienten behandelt - 21 von ihnen lagen auf der Intensivstation; 9 Patienten werden dort beatmet.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Land weiterhin in Neumünster mit 77,6 - am niedrigsten in Schleswig-Flensburg mit 11,8.

Update, 20. September, 13.19 Uhr: Inzidenz wieder gesunken - 92 neue Corona-Fälle registriert

Hamburg - Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist wieder gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche fiel nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Montag deutlich auf 64,7. Am Tag zuvor war sie erstmals seit dem 10. September wieder gestiegen und hatte einen Wert von 68,0 erreicht. Vor einer Woche hatte der Wert noch 82,5 betragen.

Den Angaben zufolge kamen am Montag 92 neu nachgewiesene Ansteckungen hinzu. Das sind 52 weniger als am Sonntag und 103 weniger als vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um einen auf 1692.

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde mindestens 89.803 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 83.600 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Montagvormittag 47 Covid-19-Patienten behandelt, von denen 26 invasiv beatmet werden mussten. Die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt hatte die Gesundheitsbehörde zuletzt am Freitag mit 132 angegeben, die der Intensivpatienten mit 48.

Bis einschließlich Sonntag wurden 1.308.535 Hamburgerinnen und Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 70,6 Prozent der Einwohner. 1.235.626 Menschen oder 66,7 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bislang 3838 Frauen und Männer.

Update, 20. September, 11.14 Uhr: Inzidenzen im Nordwesten nehmen wieder zu

Hannover - Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich wieder leicht verstärkt. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 58,6 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus an.

Am Sonntag hatte der Wert bei 58,3 gelegen. Es wurden landesweit 211 neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Zudem wurden 2 Todesfälle neu registriert, die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 5911.

In Bremen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 110,9 nach 104,8 einen Tag zuvor. Das kleinste Bundesland hat damit weiter den höchsten Wert unter allen Bundesländern - vor Baden-Württemberg und Bayern. Weitere Todesfälle gab es nicht.

Die Inzidenz der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Niedersachsen sank am Montag leicht auf 4,6 - nach 4,7 am Vortag.

Die Intensivbetten-Belegung mit Covid-19-Kranken ging von 5,7 Prozent auf 5,4 Prozent zurück. Hier bleibt der Schwellenwert von 5 Prozent für die erste Warnstufe weiterhin überschritten. Weitere Schwellenwerte sind 10 Prozent und 20 Prozent.

Update, 20. September, 8.07 Uhr: Mehr Freiheiten dank 3G-Regel in Schleswig-Holstein

Kiel - In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens kehrt für Geimpfte, Genesene und Getestete in Schleswig-Holstein trotz der Corona-Pandemie wieder ein Stück Normalität ein.

Überall dort, wo die sogenannte 3G-Regelung in Innenbereichen gilt, sind am Montag bisherige Vorschriften weggefallen. Dazu zählen die Maskenpflicht und auch Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen drinnen.

Mehr lest ihr im Artikel "Dank 3G-Regel: Etliche Corona-Vorschriften im Norden weggefallen".

Update, 19. September, 16.39 Uhr: Corona-Inzidenz in MV leicht gestiegen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern bleiben die Corona-Zahlen bei minimalen Veränderungen weitgehend stabil. Nach 22 bestätigten Neuinfektionen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock auf 31,8 leicht an.

Am Tag zuvor hatte der Wert bei 31,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Am Samstag waren 61 Neuinfektionen gemeldet worden, am Sonntag vor einer Woche 45.

Die Corona-Ampel-Karte des Landes weist weiter alle Landkreise mit Grün aus, auch in Nordwestmecklenburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter dem Schwellenwert von 50.

In den Krankenhäusern des Landes sind nach Angaben des Landesamtes unverändert 36 Covid-Patienten. Die Hospitalisierungs-Inzidenz, maßgebliches Kriterium der Corona-Ampel, sank von 0,9 auf 0,7 Neuaufnahmen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 13 Erkrankte werden noch immer auf einer Intensivstation behandelt. Es wurde kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Mindestens einmal geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 1.045.851 Mecklenburger und Vorpommern oder 64,9 Prozent der Einwohner des Landes. 61,5 Prozent und damit 991.197 Menschen besitzen einen vollständigen Impfschutz.

Update, 19. September, 15.22 Uhr: Kaum Verstöße gegen Corona-Regeln auf der Reeperbahn

Im Fenster einer Kiez-Kneipe hängt ein Zettel zur 2G-Regel.
Im Fenster einer Kiez-Kneipe hängt ein Zettel zur 2G-Regel.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Trotz voller Straßen, Bars und Restaurants haben sich die Besucher auf der Reeperbahn am Wochenende weitgehend an die Corona-Regeln gehalten.

In der Nacht zu Samstag seien in der Spitze rund 11.000 Feiernde unterwegs gewesen und in der Nacht darauf in der Spitze bis zu 25.000 Menschen, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag in Hamburg sagte.

Dabei sei es vor allem vor Lokalen, die nur genesene und geimpfte Besucher zugelassen haben, wegen der Kontrollen zu Menschentrauben gekommen. Das hätten die Beamten aber durch Gespräche lösen und so die Besucherströme entzerren können.

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Darüber hinaus wurden in der Nacht zu Samstag sechs Verstöße gegen das Alkoholmitführ- oder das Alkoholausschankverbot festgestellt.

In der Nacht zu Sonntag wurde nur ein Verstoß gegen das Alkoholmitführgebot aufgenommen. An beiden Tagen sei die Außengastronomie des Kiezes zu 100 Prozent ausgelastet gewesen.

Update, 19. September, 14.55 Uhr: Gesundheitsbehörde ruft Vereine zu Impfaktionen auf

Hamburg – Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat Organisationen und Vereine zu Impfaktionen aufgerufen. Senatorin Melanie Leonhard (SPD) appellierte am Sonntag an die Bürger: "Wenn Sie beispielsweise in einem Verein engagiert sind, können Sie eine eigene Impfaktion organisieren, um bisher nicht Geimpfte zu erreichen."

Wer vor Ort gut vernetzt sei und sich zutraue, bisher ungeimpfte Personen zu erreichen, könne eine lokale Aktion in Zusammenarbeit mit einem niedergelassenen Arzt veranstalten. Sollte das nicht möglich seien, könne auch ein mobiles Impfteam der Stadt Hamburg in Anspruch genommen werden. Vereine mit geeigneten Räumlichkeiten können sich unter corona@soziales.hamburg.de per Mail an die Behörde wenden.

80 Prozent der impffähigen Bevölkerung Hamburgs beziehungsweise 70,5 Prozent der Gesamtbevölkerung sind schon mindestens einmal geimpft, aber Tausende Hamburger könnten sich noch impfen lassen. "Ich möchte Sie einladen, sich noch vor den Herbstferien mit dem Thema zu beschäftigen und eines der vielen Impfangebote zu nutzen", erklärte Leonhard.

Es gebe jeden Tag etliche Neuinfektionen in Hamburg, die Erfahrungen der vergangenen Monate zeigten jedoch, dass eine Impfung wirksam vor einem schweren Krankheitsverlauf schütze.

Update, 19. September, 12.43 Uhr: Corona-Inzidenz steigt leicht - RKI meldet 14 neue Todesfälle

Hamburg – Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist wieder leicht gestiegen, gleichzeitig hat die Zahl der Todesfälle sprunghaft zugenommen. So meldete das Robert Koch-Institut am Sonntagmorgen 14 neue Tote. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, erhöhte sich dem Institut zufolge auf 1691.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg zudem von 67,4 am Vortag leicht auf 68,0, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch 84,6 betragen.

Seit dem 10. September und bis zum Samstag war die Tendenz in Hamburg noch rückläufig. Den Angaben zufolge kamen am Sonntag 144 neu nachgewiesene Ansteckungen hinzu. Das sind 6 weniger als am Samstag und 11 mehr als vor einer Woche.

Bundesweit ging die Sieben-Tage-Inzidenz den sechsten Tag in Folge zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Sonntagmorgen mit 70,5 an. Am Vortag hatte die Inzidenz 72,0 betragen, vor einer Woche 80,2.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 89.711 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert, 83.500 von ihnen gelten dem RKI zufolge als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 132 Covid-19-Patienten behandelt, 7 weniger als am Donnerstag; 48 von ihnen lagen auf Intensivstationen, 3 weniger als am Vortag.

Bis einschließlich Freitag wurden 1.306.253 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das sind laut RKI 70,5 Prozent der Einwohner. 1.232.920 Menschen oder 66,6 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft.

Damit kommt die Hansestadt im Ländervergleich auf Platz 4. Nur Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein haben eine höhere Quote. Bundesweit sind 67,1 der Bevölkerung wenigstens einmal und 62,9 Prozent vollständig geimpft.

Update, 19. September, 11.02 Uhr: Weiter leicht rückläufige Corona-Inzidenzen im Nordwesten

Hannover - In Niedersachsen und Bremen ist das Corona-Infektionsgeschehen weiterhin leicht rückläufig - eine deutliche Abnahme der Neuansteckungen ist aber nach wie vor nicht in Sicht. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen sank die Sieben-Tage-Inzidenz im niedersächsischen Landesschnitt auf zuletzt 58,3.

Am Vortag hatte die Zahl hinzu gekommener Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 59,1 geringfügig höher gelegen, am Freitag hatte sie 61,8 betragen. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Covid-19-Erreger wurden nicht gemeldet.

In Bremen ging die Sieben-Tage-Inzidenz laut Stand vom Sonntag auf 104,8 zurück, nach 105,9 am Samstag. Das kleinste Bundesland hat damit jedoch weiter den höchsten Wert unter allen Bundesländern, vor Baden-Württemberg und Bayern. Es gab zudem einen weiteren Todesfall.

Die Inzidenz der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Niedersachsen stagnierte wie schon am Samstag bei 4,7. Keine Änderung gab es beim Anteil der Intensivbetten-Belegung, sie blieb bei 5,7 Prozent - hier ist der Schwellenwert von 5 Prozent für die erste Warnstufe nun den siebten Tag in Folge überschritten. Weitere Schwellenwerte sind 10 Prozent und 20 Prozent.

Im Land gibt es aktuell ein Corona-Warnstufensystem mit drei Kategorien. Wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mindestens fünf Tage lang die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Wert 50 überschreitet, sind zum Beispiel Innengastronomie, Friseure oder Fitnessstudios in der Regel nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zugänglich.

Weiter ausschlaggebend sind die Zahlen der Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern im landesweiten Durchschnitt sowie die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Werden in mindestens zwei der drei Kategorien Schwellenwerte erreicht, können die Kommunen eine Warnstufe per Allgemeinverfügung feststellen.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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