Coronavirus in Hamburg: Noch mehr als 12.000 Impftermine frei

Hamburg/Kiel/Hannover/Bremen/Schwerin – Die vierte Welle ist da! Das Coronavirus bestimmt das Leben in Norddeutschland seit bald zwei Jahren.

Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.
Im Norden gilt meist flächendeckend 2G.  © Daniel Reinhardt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 199.955 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 170.037 Fälle bekannt, in Bremen 70.782, in Mecklenburg-Vorpommern 122.087 und in Niedersachsen 532.232 Covid-19-Fälle (Stand 21. Januar, 13 Uhr).

Nach zwischenzeitlichen Lockerungen haben alle Bundesländer ihre Maßnahmen wieder verschärft. Für die meisten Bereiche gilt Zugang nur für Geimpfte und Genesene.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Ampel-Abgeordnete bereiten Gesetzesentwurf zur Impfpflicht vor
Coronavirus Ampel-Abgeordnete bereiten Gesetzesentwurf zur Impfpflicht vor

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Hamburg und der Metropolregion gibt es hier.

Update, 21. Januar, 13.04 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt auf 1617,6 - 6532 neue Fälle

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg und die Sieben-Tage-Inzidenz steigen unvermindert an.

Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitag mit 1617,6 an. Das ist der höchste je gemessene Wert. Am Donnerstag lag er bei 1476,3, vor einer Woche noch bei 897,8.

Alle aktuellen Zahlen findet Ihr im Artikel "Über 1600! Inzidenz in Hamburg erreicht neuen Rekordwert".

Update, 21. Januar, 13 Uhr: Hamburg pocht auf bundesweite Umsetzung der Corona-Regeln

Ein Schild mit der Aufschrift "2G+" hängt an einer Gaststätte. Hamburg hofft auf eine einheitliche Regelung.
Ein Schild mit der Aufschrift "2G+" hängt an einer Gaststätte. Hamburg hofft auf eine einheitliche Regelung.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Vor der neuen Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage Anfang der Woche pocht Hamburg auf eine bundesweite Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahmen.

"Der Erste Bürgermeister erwartet eine Bestätigung der aktuellen Strategie und der in Hamburg bereits ergriffenen Maßnahmen wie beispielsweise die FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und das flächendeckende 2G-plus-Zugangsmodell", sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Freitag der dpa.

Zudem müssten Test- und Quarantänestrategie angepasst werden. "Eine Lockerung der Regelungen ist derzeit nicht geboten."

Mutation der Omikron-Variante wird bei immer mehr Geboosterten festgestellt
Coronavirus Mutation der Omikron-Variante wird bei immer mehr Geboosterten festgestellt

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wird am Montag erneut mit seinen Länderkolleginnen und Kollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über die Pandemie und Möglichkeiten zu ihrer Eindämmung beraten.

Die Omikron-Variante des Coronavirus führe zu einer extrem hohen Zahl an Neuinfektionen, sagte Offen. "Die Auswirkungen für das Gesundheitswesen sind in einigen Ländern noch nicht absehbar. Dies erfordert eine angepasste Test- und Quarantänestrategie, um die Kapazitäten von Laboren und Gesundheitsämtern gezielt einzusetzen." Im Gespräch ist eine Priorisierung bei der Auswertung von PCR-Tests.

Wichtiges Ziel in dieser Phase der Pandemie sei die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur "und die weitere Erhöhung der Impfquote, um das Risiko schwerer Erkrankungen zu verringern", sagte Offen.

Update, 21. Januar, 11.29 Uhr: Immer mehr Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover – Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen legt unaufhaltsam weiter zu. Die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag auf 571,2 - nach 512,3 am Vortag. Insgesamt 11.332 Neuinfektionen wurden registriert, zehn Menschen starben an oder mit Covid-19.

Die Stadt mit der landesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt 1376,7 blieb Delmenhorst - sie sank dort aber leicht von 1407,7 am Donnerstag. Der Landkreis Harburg und die Stadt Salzgitter folgten mit Werten von 1009,3 und 991,7.

Zentraler Indikator zur Bewertung der Lage im Land ist die Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner neu in die Kliniken aufgenommen wurden.

Dieser Wert stieg von 5,9 am Vortag auf 6,1. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stagnierte bei 4,9 Prozent. Bis einschließlich 2. Februar gilt landesweit die Warnstufe 3.

Update, 21. Januar, 8.47 Uhr: Inzidenz in Bremen sinkt erneut

Bremen – Bremen bleibt weiter Spitzenreiter bei der Corona-Inzidenz unter den Bundesländern - liegt aber nur noch ganz knapp vor Berlin.

Der entsprechende Wert sank am Freitag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 1258,7 - so viele Menschen je 100.000 Einwohner infizierten sich binnen sieben Tagen. Berlin folgte mit einer Inzidenz von 1258,3 dicht dahinter. Einen Tag zuvor lag die Bremer Inzidenz noch bei 1294,9. 1283 bestätigte Neuinfektionen wurden im kleinsten Bundesland gemeldet, außerdem ein weiterer Todesfall.

In der Stadt Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1259,0 - nach 1353,4 am Vortag, wie das Gesundheitsressort mitteilte. Die Hospitalisierungsinzidenz sank von 15,36 leicht auf 14,65. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen sind.

In Bremerhaven lag die Inzidenz niedriger, stieg aber spürbar auf 1194,1 - nach 974,8 am Vortag. Die Hospitalisierungsinzidenz in Bremerhaven stieg sprunghaft auf 15,85. Einen Tag zuvor betrug der Wert noch 10,57.

Update, 21. Januar, 7 Uhr: Noch viele Impftermine am Wochenende zu vergeben

Ein Mann lässt sich gegen das Coronavirus impfen. In Hamburg sind noch tausende Impftermine frei.
Ein Mann lässt sich gegen das Coronavirus impfen. In Hamburg sind noch tausende Impftermine frei.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – An diesem Wochenende stehen im Rahmen der städtischen Impfkampagne noch viele freie Termine zur Auswahl. "Die Hälfte der Impftermine, die in den Angeboten der Stadt Hamburg für das kommende Wochenende angeboten werden, sind noch frei", sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, der Deutschen Presse-Agentur.

"Auch für die weiteren Tage im Januar sind noch sehr viele Termine, auch kurzfristig, verfügbar." Insgesamt stünden bis Monatsende noch mehr als 12.000 Termine zur Verfügung.

"Wer eine Auffrischungsimpfung erhalten möchte, kann dafür heute einen Termin buchen und morgen schon geimpft sein – oder aber täglich spontan bei einer der geöffneten Impfstellen vorbeikommen", sagte er. Geimpft werde mit mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna. Derzeit seien beide Impfstoffe verfügbar.

Die große Zahl freier Termine zeige aber auch, dass die Impfnachfrage nachlasse. "Wir merken deutlich: Der große Ansturm ist vorbei", sagte Helfrich. "Wer bisher zurückhaltend war oder gezögert hat, um nicht in der Warteschlange stehen zu müssen, hat jetzt eine gute Chance."

Update, 20. Januar, 19.30 Uhr: Rund 1700 Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen in Kiel

Einsatzkräfte der Polizei begleiteten den Protestmarsch.
Einsatzkräfte der Polizei begleiteten den Protestmarsch.  © Axel Heimken/dpa

Kiel - Rund 1700 Menschen haben am Donnerstag in Kiel gegen staatliche Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus demonstriert. Die Polizei sprach am Abend von einem ruhigen Verlauf.

Der angemeldete Zug startete bei windig-kaltem Wetter am Exerzierplatz und sollte dort auch wieder enden. Zahlreiche Teilnehmer hatten sich Lichterketten umgehängt oder Kinderwagen und Regenschirme mit Lichterketten beleuchtet.

Einzelne Demonstranten führten "Peace-Zeichen" mit sich. Transparente waren nicht zu sehen.

Update, 20. Januar, 19.28 Uhr: 5415 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein - Inzidenz bei 896,1

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein hat fast 900 erreicht: Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner stieg am Donnerstag auf 896,1 - nach 844,9 am Vortag. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervor. Eine Woche zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 664,3 gelegen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein befindet sich den dritten Tag in Folge auf ähnlichem Niveau: Am Donnerstag wurden 5415 Fälle gemeldet - nach 5459 am Mittwoch und 5663 am Dienstag.

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes vom frühen Mittwochmorgen hatte Schleswig-Holstein weiter die vierthöchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland nach Bremen, Berlin und Hamburg.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, stieg erneut - auf 5,87 (Mittwoch: 5,05). In den Krankenhäusern lagen 315 an Covid-19 erkrankte Patienten (+3).

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen liegt weiter bei 58, 38 von ihnen wurden beatmet (+1). Es gab binnen eines Tages vier weitere Corona-Todesfälle. Die Zahl der insgesamt in der Pandemie gestorbenen Corona-Patienten liegt damit nun bei 1932.

In zwei Städten und drei Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun über der Schwelle 1000: im Kreis Stormarn bei 1161,3, im Kreis Pinneberg bei 1125,6, im Kreis Segeberg bei 1108,6 sowie in Kiel bei 1086,4 und Lübeck bei 1047,5. Die niedrigste Inzidenz in Schleswig-Holstein hat nun der Kreis Dithmarschen mit 497,6.

Update, 20. Januar, 18.31 Uhr: Messe Hansepferd wegen Corona abgesagt

Hamburg - Die Hamburg Messe und Congress GmbH hat die diesjährige Messe Hansepferd wegen coronabedingter Unsicherheiten abgesagt.

"Wir haben vor dem Hintergrund der aktuellen Lage Verständnis für die Entscheidung der Ausstellenden, die sich nicht beteiligen oder eine Zusage erst zu einem späteren Zeitpunkt geben möchten", teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Bernd Aufderheide, am Donnerstag mit. Eine Terminverschiebung sei geprüft worden.

Da das Hamburger Messegelände jedoch bis zum Frühjahr 2023 mit anderen Veranstaltungen belegt sei, gebe es in diesem Jahr keinen passenden Ausweichtermin. Die nächste Hansepferd Hamburg soll vom 19. bis 21. April 2024 stattfinden.

Update, 20. Januar, 18.07 Uhr: Wieder über 2000 Corona-Nachweise - mehr Patienten in Kliniken

Rostock - Omikron treibt die Corona-Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern massiv nach oben: Den dritten Tag in Folge meldeten die Gesundheitsämter am Donnerstag mehr als 2000 Corona-Infektionsnachweise binnen eines Tages.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg seit dem Vortag um 54,3 auf nunmehr 662, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 426,2 gelegen. An dem Tag waren 1291 Infektionsnachweise gemeldet worden, jetzt 2137.

In den Krankenhäusern nimmt die Zahl der Patienten langsam wieder zu: Am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 247 Patienten stationär mit Covid-19 behandelt, 7 mehr als am Vortag, aber noch 37 weniger als vor einer Woche.

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Covid-Patienten seit Mittwoch um 5 auf 76. Vor einer Woche wurden noch 91 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Vier weitere Todesfälle wurden am Donnerstag gemeldet, so dass die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 1603 stieg.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der binnen einer Woche in Krankenhäusern aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner - stieg im Vergleich zum Vortag leicht um 0,2 auf 5,9. Sie liegt damit weiterhin unter dem Schwellenwert von sechs, weshalb für das Land insgesamt Warnstufe Gelb gilt.

Laut Robert Koch-Institut haben bis Donnerstag 73,1 Prozent der Menschen im Nordosten mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Als vollständig geimpft gelten 71,7 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach 46,5 Prozent erhalten.

Update, 20. Januar, 17.38 Uhr: Corona-Regeln der Stufe Rot Plus im Landkreis Rostock aufgehoben

Güstrow - Der Landkreis Rostock hat die geltenden Corona-Regeln etwas gelockert. Maßgeblich sei nicht mehr die Corona-Warnstufe Rot Plus, hieß es in einer am Donnerstag verschickten Mitteilung des Landkreises. Demnach entfallen Einschränkungen etwa bei Outdoor-Freizeitangeboten, dem Betrieb von Reisebussen sowie für Spielhallen und Spielbanken.

Grund für die Lockerungen sei, dass nach Einschätzung des Gesundheitsamtes im Landkreis keine Bedrohung der Überlastung des Gesundheitssystems mehr vorliege. Die Änderungen hätten bereits Mitte der Woche gegriffen.

Außerdem passte der Landkreis nach geänderten Vorgaben vom Robert Koch-Institut die Regeln für Kontaktpersonen und Infizierte rückwirkend an. Demnach endet etwa die Quarantäne von Personen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, automatisch mit Ablauf des zehnten Tages.

Ein Freitesten ist nach dem siebten Tag möglich. Kontaktpersonen mit Auffrischungsimpfungen sind von der Quarantänepflicht befreit.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: