Coronavirus in Hamburg: Schlagermove erneut abgesagt

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 74.995 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 61.674 Fälle bekannt, in Bremen 26.135 in Mecklenburg-Vorpommern 43.006 und in Niedersachsen 248.165 Covid-19-Fälle (Stand 17. Mai, 21 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen auf unbestimmte Zeit verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 17. Mai, 21 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein stagniert auf niedrigem Niveau

Kiel - In Schleswig-Holstein stagniert die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, auf niedrigem Niveau. Sie lag am Montag bei 33,3, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging (Stand 17.5., 20.40 Uhr). Am Sonntag lag der Wert bei 35,1.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 164 Covid-19-Kranke, 12 mehr als am Vortag. 47 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandel. 37 Corona-Patienten wurden beatmet. Innerhalb eines Tages kamen 73 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt laut Robert Koch-Institut bei 1565 (Stand 17.5., 03.11 Uhr).

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (62,4) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (47,0). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (14,4) und im Kreis Schleswig-Flensburg (16,9).

Update, 17. Mai, 20.08 Uhr: Warteschlange bei Corona-Impfung

Hamburg - Vor den Messehallen hat sich am Montag eine lange Schlange gebildet. Offenbar waren Impfnachzügler dafür verantwortlich.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Erst Impf-Termin schwänzen, dann unangemeldet nachholen wollen: Stau vor Messehallen!".

Update, 17. Mai, 17.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz leicht gesunken - Sieben weitere Corona-Tote

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 45 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das waren zwölf weniger als am Montag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16:31 Uhr). Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1086.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 1,3 auf nun 56,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge noch bei 84,6. Mit 82,5 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser Wert zwischen 24,9 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 70,0 (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten liegt bei 43.006. Als genesen gelten rund 39.701 Menschen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten beträgt derzeit 234 - das sind genauso viele wie am Vortag. 62 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, diese Zahl hat sich ebenfalls nicht verändert.

Nach Lagus-Angaben wurden bis Dienstag 794.509 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. 626.394 Menschen erhielten eine erste Impfung, 168.115 von ihnen auch die notwendige zweite.

Update, 17. Mai, 17.09 Uhr: Indische Coronavirus-Variante im Kreis Pinneberg bestätigt

Elmshorn - Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestufte indische Coronavirus-Variante ist im Kreis Pinneberg aufgetreten.

Ein Speziallabor habe die Infektion eines Reiserückkehrers aus Indien mit der Variante B.1.617.2 bei der Sequenzierung bestätigt, teilte die Kreisverwaltung am Montag mit. Drei weitere Familienmitglieder hätten sich ebenfalls infiziert. Alle Personen seien in häuslicher Quarantäne.

"Zurzeit scheinen keine weiteren Kontaktpersonen betroffen zu sein", schrieb die Kreisverwaltung. Die Einreise des infizierten Rückkehrers aus Indien liege bereits einige Zeit zurück, hieß es.

Die indische Virusvariante hatte auf dem asiatischen Subkontinent zu einer drastischen Welle an Infektionen und Todesfällen geführt.

Update, 17. Mai, 14.13 Uhr: Kein Hamburger Schlagermove 2021

Der Schlagermove fällt zum zweiten Jahr in Folge aus. (Archivbild)
Der Schlagermove fällt zum zweiten Jahr in Folge aus. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

Hamburg - Kein "knallrotes Gummiboot", keine "Anita", kein"Er gehört zu mir": Der Hamburger Schlagermove 2021 wird coronabedingt abgesagt.

"Für den geplanten Termin sehen wir keine Öffnungsperspektive für Großveranstaltungen und damit fehlt uns die Planungssicherheit. Die Absage erfolgt schweren Herzens, denn wir hätten für die Menschen in diesem Sommer gern ein Zeichen für Lebensfreude gesetzt", sagte Frank Klingner, Geschäftsführer der veranstaltenden Hossa-Hossa GmbH, am Montag laut Mitteilung.

Der Schlagermove war ursprünglich für den 2. und 3. Juli geplant. Eine Terminverschiebung in 2021 sei aus organisatorischen Gründen keine Option gewesen. Auf den im vergangenen Jahr ersatzweise virtuell auf die Beine gestellten Schlagermove wollen die Veranstalter diesmal ganz verzichten.

Dafür wird das "Festival der Liebe" für 2022 nun bereits geplant. Als Termin ist das erste Juli-Wochenende (1./2. Juli) anvisiert. Beim seit 1997 existierenden Schlagermove ziehen etwa 50 Trucks auf einer Strecke von fast 3,5 Kilometern durch St. Pauli.

Bei der 23. Ausgabe des "Karnevals des Nordens" im Sommer 2019 zählten die Veranstalter eigenen Angaben zufolge rund 350.000 Besucher.

Update, 17. Mai, 14.02 Uhr: Coronaimpfungen frei für Mitarbeiter im Supermarkt

Hannover - In Niedersachsen dürfen sich seit Montag das Personal im Lebensmitteleinzelhandel und weitere Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe drei gegen das Coronavirus impfen lassen. Dazu zählen auch bestimmte Mitarbeiter von Polizei, Justiz, Verwaltungen und Katastrophenschutz, wie das Gesundheitsministerium in Hannover bestätigte.

Die sehr große Priorisierungsgruppe drei wird stufenweise zur Impfung zugelassen. Schon seit dem 10. Mai können sich Menschen über 60 Jahren oder mit bestimmten Vorerkrankungen Impftermine geben lassen. Eine dritte Gruppe von Mitarbeitern der sogenannten kritischen Infrastruktur soll am 31. Mai folgen. Das reicht von Apotheken bis zu Wasserversorgung.

Durch die Neuanmeldungen werde die Warteliste von Impfwilligen in Niedersachsen zunächst wieder wachsen, hieß es im Ministerium. Schon vergangene Woche standen etwa 590.000 Namen auf der Liste.

Zugleich stehen in den kommenden Wochen viele Zweitimpfungen an, so dass es weniger Termine für Erstimpfungen gibt.

Update, 17. Mai, 13.23 Uhr: Corona-Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg unter 50

Hamburg - Die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz ist in Hamburg erstmals seit Mitte Oktober wieder unter die 50er-Marke gefallen.

Laut Gesundheitsbehörde lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Montag bei 48,1.

Update, 17. Mai, 9.30 Uhr: Corona-Infektionslage in Niedersachsen entspannt sich weiter

Hannover/Bremen - Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab. Auf Montag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 242 Neuinfektionen registriert.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag wie am Sonntag bei 59,1 - so viele Menschen haben sich pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit dem Virus angesteckt. Außerdem wurde in Niedersachsen ein weiterer Todesfall gemeldet.

Die höchsten Werte verzeichneten am Montag die Stadt Emden (132,2) und der Landkreis Cloppenburg (100,2) - alle anderen Kommunen lagen unter dem kritischen Wert von 100. Besonders niedrig war die Infektionsrate im Landkreis Helmstedt (28,5), in der Stadt Wilhelmshaven (23,7) und im Landkreis Uelzen (19,5).

Im Land Bremen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Montag leicht auf 63,2 nach 62,5 am Sonntag. Für die Stadt Bremen lag der Wert bei 60,6, in Bremerhaven bei 70,4. Es wurden 43 neue Infektionen gezählt, weitere Tote gab es nicht.

Update, 17. Mai, 6.15 Uhr: Bürgermeister Tschentscher will Öffnung der Außengastronomie zu Pfingsten

Peter Tschentscher (55, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.
Peter Tschentscher (55, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55) will die Außengastronomie zu Pfingsten wieder öffnen. "Ja, ich werde das dem Senat vorschlagen am Dienstag", sagt der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will".

Hamburg sei "sehr sehr gebremst im Infektionsgeschehen". Die Stadt habe eine "außergewöhnlich stabile Lage" bekommen. Deshalb könne man mit Vorsicht und kontrolliert solche Schritte gehen. Man könne einen Sommer erleben, der mindestens so sei wie 2020, und innerhalb Deutschlands reisen, fügte Tschentscher hinzu. Er mahnte aber auch: "Das sollten wir nicht riskieren, indem wir zu unvorsichtig werden."

Am Sonntag kamen in Hamburg mit 102 Corona-Neuinfektionen deutlich weniger Fälle hinzu als noch vor einer Woche.

Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 55,7 auf 53,2. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 83,8 gelegen.

Update, 17. Mai, 6.10 Uhr: Freiwillige Corona-Selbsttests für Hamburger Kita-Kinder

Hamburg - Mit der Rückkehr der Hamburger Kitas vom erweiterten Not- in den eingeschränkten Regelbetrieb erhalten alle Kinder im Elementarbereich auch ein Corona-Selbsttestangebot.

Für die Kinder ab circa vier Jahren würden ein Mal wöchentlich kostenlose Schnelltests bereitgestellt, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Es handele sich dabei um sogenannte "Wohnzimmertests" mit kurzem Abstrichstab für den vorderen Nasenraum, "so dass jede Woche ein solcher Test durch Eltern und Kinder gemeinsam zu Hause, vor der Fahrt in die Kita, durchgeführt werden kann".

Der Test sei freiwillig. "Das bedeutet auch, dass der Betreuungsanspruch nicht an die Durchführung des Tests gekoppelt ist. Die Eltern melden jedoch die Testergebnisse an die Kita", sagte Helfrich. Bei positivem Ergebnis müsse das Kind zu Hause bleiben und zur Bestätigung ein PCR-Test erfolgen, der in einem Labor ausgewertet wird.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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