Coronavirus in Hamburg: Tschentscher kündigt Verlängerung von Lockdown an!

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, der Lockdown wurde vorerst bis Ende April verlängert.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 66.674 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 53.538 Fälle bekannt, in Bremen 22.386 in Mecklenburg-Vorpommern 34.528 und in Niedersachsen 211.519 Covid-19-Fälle (Stand 14. April, 12.36 Uhr).

Seit dem 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit zwischenzeitlichen Lockerungen bis zum 18. April 2021 verlängert wurde.

Weiterhin gilt aber eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 14. April, 12.35 Uhr: 479 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenz steigt auf 150

Hamburg – Die Zahl der durch PCR-Tests in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Mittwoch um 479 erhöht. Das sind 210 mehr als am Dienstag und 173 mehr als am Mittwoch vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde (Stand: 11.55 Uhr) weiter mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, von 140,9 auf 150,0. Vor einer Woche hatte der Wert 134,7 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Inzidenz für Hamburg am Mittwoch mit 126,6 an.

Das RKI meldete für Hamburg neun weitere Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der seit März vergangenen Jahres an oder mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen nun 1421 beträgt. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde nachgewiesenermaßen 66.674 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 57.200 von ihnen gelten laut RKI inzwischen als genesen.

In den Krankenhäusern der Hansestadt lagen mit Stand Dienstag 316 Corona-Patienten. Das waren 5 weniger als am Montag. Auf den Intensivstation wurden nach Angaben der Behörde 104 Erkrankte behandelt, 9 weniger als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten aus Hamburg sank um 5 auf 84.

8165 Menschen wurden den Angaben zufolge am Dienstag gegen Corona geimpft, aber nur 3 von ihnen erhielten eine Zweitimpfung. Damit haben bislang 288.802 Hamburger eine Erstimpfung bekommen, 106.292 auch ihre Zweitimpfung.

Update, 14. April, 11.24 Uhr: Nächtliche Ausgangssperren in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Nach den hohen Corona-Neuinfektionszahlen gelten seit Mittwoch in weiten Teilen von Mecklenburg-Vorpommern nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

So haben nun die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Vorpommern-Greifswald für ihre gesamte Region solche Beschränkung zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens erlassen, wie aus Verfügungen hervorgeht. Damit gelten in vier der sechs Landkreise solche Ausgangsbeschränkungen, nach denen Bewohner sich nur "mit triftigem Grund" außerhalb ihrer Wohnungen oder Grundstücke draußen aufhalten dürfen.

An der Seenplatte sind mit Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren die größten Städte und viele Ämter im Osten sowie um Malchow betroffen. Im Kreis Ludwigslust-Parchim gilt die Ausgangsbeschränkung schon länger.

Im Landkreis Rostock wurde die Maßnahme nun für elf Ämter, darunter Teterow und die Mecklenburgische Schweiz, Bad Doberan, Kröpelin und Laage verhängt. Einige Kreise haben dies auch mit Kontaktbeschränkungen gekoppelt, wonach ein Hausstand nur noch eine andere erwachsene Person treffen darf.

Keine Ausgangsbeschränkungen gab es bisher nur in Rostock, Vorpommern-Rügen und Nordwestmecklenburg. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Bundesland lag zuletzt bei 151,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. In Vorpommern-Greifswald lag diese bei 201,2, Mecklenburgische Seenplatte (184,1), Ludwigslust-Parchim (174,2) sowie in Schwerin (150,5).

Update, 14. April, 8.37 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt erneut

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein wieder deutlich gestiegen. Sie kletterte von Montag auf Dienstag um 6,9 auf 77,7, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorgeht.

Die bundesweite Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwochmorgen bei 153,2. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 62,3 gelegen.

Weiterhin überschritten bei der Inzidenz zwei Kreise die kritische Marke von 100: das Herzogtum Lauenburg (157,1) und Segeberg (102,8). In beiden Kreisen ist diese Zahl seit Sonntag gestiegen. Die niedrigsten Zahlen wiesen die Kreise Schleswig-Flensburg (34,8) und Plön (41,2) auf.

Die Zahl der für das Land gemeldeten bestätigten Corona-Neuinfektionen betrug 403 (Montag: 197). Die Zahl der an oder mit dem Virus gestorbenen Menschen blieb nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 1466.

196 Menschen werden den Zahlen vom Dienstag zufolge in Kliniken wegen Covid-19 behandelt - 41 von ihnen intensivmedizinisch. 26 wurden beatmet.

Update, 13. April, 19 Uhr: Sprunghafter Anstieg um 506 Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat sprunghaft zugenommen.

Am Dienstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales 506 neue nachgewiesene Infektionen mit dem Virus. Vor einer Woche waren nur 169 Neuinfektionen gemeldet worden, die Zahl gilt wegen der vorangegangenen Ostertage jedoch nicht als sehr aussagekräftig.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, stieg im Vergleich zum Vortag um 24,1 auf nunmehr 151,8.

In den Krankenhäusern liegen 295 Covid-19-Patienten, davon 79 auf Intensivstationen. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, womit die Zahl der Todesopfer in MV seit Beginn der Pandemie mit 916 angegeben wird.

Update, 13. April, 15.43 Uhr: Tschentscher kündigt Verlängerung von Lockdown in Hamburg an

Peter Tschentscher (55, SPD) trägt eine FFP2-Maske. Der Bürgermeister hat eine Verlängerung des Lockdowns in Aussicht gestellt. (Archivbild)
Peter Tschentscher (55, SPD) trägt eine FFP2-Maske. Der Bürgermeister hat eine Verlängerung des Lockdowns in Aussicht gestellt. (Archivbild)  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Der Corona-Lockdown mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung in Hamburg wird nach Angaben von Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) über den 18. April hinaus verlängert.

Die derzeitige Hamburger Verordnung werde so angepasst, dass keine Lücke bis zum Inkrafttreten des geplanten Bundesgesetzes entstehe, erklärte Tschentscher am Dienstag.

Weiter Informationen findet Ihr im Artikel "Lockdown wird wohl verlängert: Abendliche Spaziergänge und Joggen künftig tabu"

Update, 13. April, 14.13 Uhr: Polizei löst illegale Geburtstagsparty mit zehn Gästen auf

Malente - Die Polizei hat in Malente im Kreis Ostholstein eine illegale Party aufgelöst. An der Geburtstagsfeier in einer Privatwohnung hätten elf Personen aus elf verschiedenen Haushalten teilgenommen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Die Gastgeberin, die am Samstagabend ihren 20. Geburtstag gefeiert hatte, und ihre zehn Gäste erhielten den Angaben zufolge Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung des Landes.

Nachbarn hatten die illegale Party bemerkt und die Polizei verständigt.

Update, 13. April, 13.15 Uhr: Hohe Zahl von Neuinfektionen in Rostock - Kein diffuses Geschehen

Passanten sind auf dem Boulevard vor dem Kröpeliner Tor unterwegs. In der Innenstadt besteht Maskenpflicht.
Passanten sind auf dem Boulevard vor dem Kröpeliner Tor unterwegs. In der Innenstadt besteht Maskenpflicht.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock – In Rostock ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen Tagen stark gestiegen.

Noch am 21. März hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 22,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gelegen, am Montag war sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) bei 108,0 und damit erstmals über dem kritischen Wert von 100.

Wie Stadtsprecher Ulrich Kunze am Dienstag sagte, kommen die Infektionen hauptsächlich aus dem privaten Umfeld. "Wir haben keine großen Cluster."

Insbesondere Kinder, die keine Krankheitssymptome zeigten, scheinen als Überträger des Virus in Frage zu kommen. Das Gesundheitsamt könne die Übertragungswege noch weitgehend nachvollziehen, es gebe kein diffuses Infektionsgeschehen.

Die hohe Inzidenz sei auch auf Nachmeldungen aus der vergangenen Woche zurückzuführen. Da habe es vergleichsweise viele unklare, etwa sehr schwach positive Testergebnisse gegeben, die Nachtestungen erforderlich machten.

Update, 13. April, 13.02 Uhr: Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt

Hannover – Die Zahl der Corona-Patienten, die in Niedersachsen auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steigt. Am Dienstag waren dies 307 Erwachsene und zwei Kinder nach 297 Intensivpatienten am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte.

211 Erwachsene und ein Kind müssen künstlich beatmet werden, insgesamt befanden sich 1098 Corona-Patienten in den Kliniken des Landes, sechs weniger als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag im Landesdurchschnitt bei 109,9 nach 106,6 am Vortag. 615 neue Infektionsfälle und 29 weitere Todesfälle wurden am Dienstag registriert.

Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt, lag am Dienstag unverändert zum Vortag bei 1,07. In 24 der 45 Landkreise und großen Städte lag die Sieben-Tages-Inzidenz über 100, hier greifen verschärften Corona-Beschränkungen.

Update, 13. April, 13 Uhr: Kreis zieht Corona-Zahlen Notbremse

Ratzeburg – Wegen des im Vergleich hohen Infektionsgeschehens gelten im Kreis Herzogtum Lauenburg ab Mittwoch verstärkte Corona-Regeln. Bis 25. April sind dort private Treffen des eigenen Hausstands nur noch mit einer weiteren Person erlaubt, wie der Kreis mitteilte. Kinder bis 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Die Außengastronomie bleibt im Kreis weiter geschlossen, lediglich die Abholung von Speisen ist möglich.

Im Einzelhandel ist vorerst nur noch "Click & Collect" möglich. Die Läden selbst dürfen dabei nur einzeln betreten werden, ausgenommen sind Kinder unter 14 und Hilfspersonen. Offen bleiben aber Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelläden, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien oder Poststellen und Gärtnereien.

In den Kitas des Kreises gibt es nur eine Notbetreuung.
Schulen wechseln in den Distanzunterricht. Ausgenommen sind Notbetreuungsangebote für die Klassenstufen 1 bis 6 sowie Präsenzunterricht für Abschlussklassen zur Prüfungsvorbereitung.

Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Dienstag mit 134,8 an. Das ist aktuell der höchste Wert unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein. Der Kreis selbst sprach vom höchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Update, 13. April, 12. 57 Uhr: Kommunen gegen pauschale Ausgangssperren

Daniel Günther (CDU), schleswig-holsteinischer Ministerpräsident, wartet im Plenarsaal auf den Beginn der Landtagssitzung. (Archivbild)
Daniel Günther (CDU), schleswig-holsteinischer Ministerpräsident, wartet im Plenarsaal auf den Beginn der Landtagssitzung. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Kiel – Die kommunalen Landesverbände in Schleswig-Holstein haben sich gegen einen bundeseinheitlichen Lockdown allein auf Grundlage der Inzidenzwerte ausgesprochen.

Ausgangsbeschränkungen könnten allenfalls letztes Mittel sein, erklärten die Verbände am Dienstag. Deren Mehrwert sei gering, die Sperren dürften kaum vollzugsfähig sein und sich zudem negativ auf die Akzeptanz der Menschen für die Corona-Regeln auswirken.

"Wir halten eine Detailsteuerung vor Ort für das sachgerechte und der Pandemiebekämpfung weitaus besser gerecht werdende Vorgehen", schrieben die Vorsitzenden an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

"Daher lehnen wir Regelungen, die einen Automatismus bedeuten jedenfalls bei Inzidenzzahlen von 100 und bei einer alleinigen Fokussierung auf die Inzidenz pro Kreis / kreisfreier Stadt ab", kritisierten Reinhard Sager (Landkreistag), Ulf Kämpfer (Städtetag), Jörg Sibbel (Städtebund) und Thomas Schreitmüller (Gemeindetag).

Das Vorgehen im Norden mit gezielten regionalen Maßnahmen in Abhängigkeit des jeweiligen Infektionsgeschehens habe sich bewährt. Bundesweiter Automatismus möge bei deutlich höheren Inzidenzen angemessen sein. Darunter bedürfe es entsprechender Freiheitsgrade der Länder und Kommunen.

Das schleswig-holsteinische Verfahren, jeweils am Mittwoch die regionalen Regeln für die Folgewoche festzulegen, schaffe Akzeptanz und Transparenz. So sei es gelungen, das Entstehen größerer Hotspots zu verhindern und beispielsweise in Flensburg zu begrenzen.

Die Bundesregierung will die Vorschriften künftig einheitlich über das Infektionsschutzgesetz regeln. Zur Debatte stehen dabei etwa strengere Ausgangsbeschränkungen und eine Pflicht für Unternehmen, Corona-Tests für die Belegschaft anzubieten.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0