Coronavirus in Hamburg: Vier Patienten aus Bayern aufgenommen

Update, 26. November, 21.55 Uhr: 711 neu gemeldete Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein wurden am Freitag 711 neue Corona-Fälle registriert, die Sieben-Tage-Inzidenz ist aber minimal zurückgegangen.

Am Freitag lag die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 150,2 - nach 152,8 am Donnerstag. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand Freitagabend). Am Mittwoch war mit 954 Neuinfektionen der Höchstwert für Schleswig-Holstein an einem Tag seit Beginn der Pandemie gemeldet worden.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (Stand Freitagmorgen) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - ist leicht zurückgegangen auf 4,36. 173 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, vier weniger als am Vortag. 42 von ihnen lagen auf einer Intensivstation, 21 davon mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 1787.

Mit Herzogtum Lauenburg (216,9) lag die 7-Tage-Inzidenz nur noch in einem Kreis über 200. Den niedrigsten Wert weist weiter Rendsburg-Eckernförde aus - dort stieg die Inzidenz leicht auf 87,0.

Update, 26. November, 18.21 Uhr: Hamburg nimmt vier Corona-Patienten aus Bayern auf

Hamburgs Kliniken haben noch freie Betten. (Archivbild)
Hamburgs Kliniken haben noch freie Betten. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

Hamburg - Angesichts überlasteter Intensivstationen in Bayern nimmt Hamburg vier Corona-Patienten aus dem süddeutschen Bundesland auf. Die Kranken sollten am späten Freitagabend und am Sonnabend eintreffen, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mitteilte. Sie sollen auf drei Hamburger Krankenhäuser verteilt werden.

Grundlage für den Einsatz ist das sogenannte Kleeblatt-System für eine bundesweite Verteilung von Patienten aus einzelnen Regionen, in denen der Kollaps von Krankenhäusern droht. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist nach einem Kriterienkatalog der Intensivmedizinervereinigung Divi nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Konzept war im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen worden.

Insgesamt sollen 50 bayerische Patienten in andere Bundesländer verlegt werden, rund 30 davon bis Sonntag. Aus Thüringen werden Patienten nach Niedersachsen gebracht.

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Coronavirus Nach Festnahme: "Querdenken"-Gründer Ballweg bekommt großes Verteidigerteam

Mecklenburg-Vorpommern nimmt in den kommenden Tagen vier Intensivpatienten aus überlasteten Kliniken in Sachsen auf.

Update, 26. November, 17.43 Uhr: 1195 Corona-Neuinfektionen in MV - Sieben-Tage-Inzidenz bei 382,6

Rostock – Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen mit dem Coronavirus im Nordosten ist am Freitag erneut deutlich gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 1195 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Die Sieben-Tage-Inzidenz nahm um 9,4 Punkte auf 382,6 zu. Am Freitag vor einer Woche hatte das Lagus 1004 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 264,0 gemeldet. Es gab den Angaben zufolge fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - die Gesamtzahl stieg damit auf 1324.

Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen wuchs um 2 auf 77; vor einer Woche waren es 66. Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge am Freitag 352 Covid-Patienten in den Krankenhäusern, 20 mehr als am Donnerstag.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz sank am Freitag um 0,4 auf 8,4. Sie liegt damit weiter deutlich über der Schwelle von 6,0, ab der landesweit etwa 2G-plus-Regeln in bestimmten Bereichen gelten - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem Corona-Test. Ausgenommen sind etwa Schwangere, Jugendliche oder Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Für diese Gruppen genügt ein Testnachweis.

Die Hospitalisierungsinzidenz gibt an, wie viele Menschen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner mit Corona in ein Krankenhaus eingewiesen wurden - vorbehaltlich Meldeverzögerungen. Liegt der Wert für mehrere Tage in Folge über 9,0, würde die höchste Warnstufe greifen - unter anderem mit Einschränkungen für nicht immunisierte Menschen beim Einkaufen oder bei privaten Treffen.

Diese Warnstufe Rot gilt bereits in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Rostock. Die restlichen Regionen waren am Freitag orange - bis auf den Landkreis Nordwestmecklenburg (gelb), für den dennoch die landesweiten Regeln der orangen Stufe gelten.

Gegen das Coronavirus vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 66,7 Prozent der Bevölkerung im Nordosten. Der Anteil der mindestens einmal Geimpften wird mit 69,0 angegeben. 9,1 Prozent der Bevölkerung im Bundesland haben demnach bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Update, 26. November, 17 Uhr: Touristen müssen sich alle drei Tage testen lassen

Schwerin – Touristen in Mecklenburg-Vorpommern müssen bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen und sich dann alle drei Tage erneut testen lassen.

Das teilte Staatskanzleichef Patrick Dahlemann (SPD) am Freitag nach einer kurzfristig anberaumten Kabinettssitzung mit. Die Corona-Landesverordnung sei in dem Punkt präzisiert worden.

In Hotels und anderen Beherbergungsstätten gelte bei der Warnstufe "Orange", in der sich das Land MV derzeit befindet, die 2G-plus-Regel. Das heißt, sie dürfen nur von Geimpften und Genesenen genutzt werden, die zusätzlich noch einen Negativtest vorlegen müssen.

Bei Geschäftsreisen oder anlässlich besonderer Ereignisse, wie einer Beerdigung, könnten auch ungeimpfte Gäste beherbergt werden, hieß es. Diese müssen sich dann allerdings täglich testen lassen.

Update, 26. November, 17 Uhr: Polizei unterstützt bei 3G-Kontrollen in Bussen und Bahnen

Kiel – Angesichts der seit Mittwoch bundesweit geltenden 3G-Regeln im Nahverkehr werden die Verkehrsbetriebe in Schleswig-Holstein nun von der Landespolizei bei den Kontrollen unterstützt.

Das teilte das Kabinett am Freitag mit. "Ich danke der Polizei für ihren Einsatz und ich danke dem Verkehrsministerium für diese wichtige Initiative. Wir müssen gemeinsam alles unternehmen, um einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen", sagte Schleswig-Holsteins Innenstaatssekretär Torsten Geerdts.

Nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit einem aktuellen negativen Testergebnis dürfen mit dem Nahverkehr fahren. Bei regelmäßigen, stichprobenartigen Kontrollen werden Fahrgäste ohne entsprechende Nachweise von der Mitfahrt ausgeschlossen.

Nur für Schülerinnen und Schüler gelte diese Regelung nicht, "weil sie in ihren Schulen regelmäßig getestet werden", sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Update, 26. November, 16.56 Uhr: Erste Impfstellen in Schleswig-Holstein gestartet

Eutin - Die ersten Impfstellen in Schleswig-Holstein haben am Freitag ihre Arbeit aufgenommen. Bis zum 6. Dezember sollen es im ganzen Land bis zu 60 Impflinien an 26 Standorten sein, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) zum Start in Eutin mit. Ziel ist, vor allem das Tempo bei den Covid-19-Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) zu erhöhen.

"Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende Februar 500.000 Impfungen in den Impfstellen umsetzen können", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVSH, Ralph Ennenbach. Damit sollen die Praxen der niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Impfungen unterstützt und entlastet werden. Impftermine können nur online gebucht werden. Bis zum 2. Dezember ist das zunächst nur für Frauen und Männer im Alter ab 60 Jahre möglich.

Nach Ennenbachs Angaben hat das Impfen in den Haus- und Facharztpraxen in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. In fast allen Kreisen des Landes habe sich die Zahl der Impfungen in den Praxen in den vergangenen vier Wochen mindestens verdoppelt, teilweise sogar verdreifacht.

Update, 26. November, 16.18 Uhr: Hausärzte im Nordosten klagen über Knappheit bei Corona-Impfstoffen

Eine medizinische Fachangestellte zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer auf. Vor allem der Impfstoff ist bei den Ärzten knapp.
Eine medizinische Fachangestellte zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer auf. Vor allem der Impfstoff ist bei den Ärzten knapp.  © Peter Kneffel/dpa

Schwerin – Die Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern klagen über einen Mangel an Impfstoffen. Dies sei besonders bei Biontech der Fall.

"Die bereits für die kommende Woche vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) rationierte Bestellmenge von 48 Dosen je Arzt wird nach Rückmeldungen unserer Ärzte nochmals um mindestens 50 Prozent reduziert", hieß es am Freitag von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVMV) in Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Für die folgende Woche seien demnach weitere Rationierungen angekündigt, die auch den Impfstoff von Moderna betreffen könnten.

Auch aus Sicht von Stefan Zutz, Vorsitzender des Hausärzteverbandes im Nordosten, sind die Kapazitäten der Praxen nicht der limitierende Faktor bei den Impfungen. Die Impfzahlen seien in den vergangenen Wochen besonders bei den Auffrischungsimpfungen exponentiell gestiegen.

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Zutz zufolge gibt es auch wieder mehr Erst- und Zweitimpfungen. Wie die KVMV bestätigte, sind die Impfungen von Haus- und Fachärzten von ungefähr 10.000 in der ersten Novemberwoche auf 50.000 in der laufenden Woche gestiegen.

Nach Angaben von Zutz leiden die Praxen enorm unter vielen Anrufen von Patienten, die falsch über die Auffrischungsimpfungen informiert worden seien.

Aus seiner Sicht ist dafür vor allem die Kommunikation der Politik zu den Boosterimpfungen verantwortlich, da es zuerst hieß, jeder solle sich ohne Ausnahmen schnellstmöglich boostern lassen. Zutz sprach von einem organisatorischen und kommunikativen Versagen.

Auch die KVMV richtete ihren Zorn auf Berlin: "Sowohl der Bedarf an Boosterimpfungen als auch der Umfang der noch nicht geimpften Personen sind seit Monaten bekannt. Offensichtlich wurden durch den Bund keine notwendigen Maßnahmen getroffen, um für ausreichend Impfstoff zu sorgen", hieß es.

Update, 26. November, 12.36 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 252 - Hospitalisierungsrate sinkt

Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie. Die Inzidenz in der Hansestadt ist am Freitag auf 252,1 gestiegen. (Symbolfoto)
Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie. Die Inzidenz in der Hansestadt ist am Freitag auf 252,1 gestiegen. (Symbolfoto)  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle in Hamburg ist am Freitag erneut deutlich gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der erfassten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 252,1 an.

Am Donnerstag hatte der Wert 237,9 betragen, vor einer Woche 189,5. Für ganz Deutschland nannte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag eine Inzidenz von 438,2.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldete 830 Neuinfektionen. Das sind 125 weniger als am Donnerstag und 272 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt mindestens 112.307 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 98 700 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg nach RKI-Angaben um 3 auf 1885. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand vom Donnerstag 212 Covid-19-Patienten behandelt - 11 mehr als am Mittwoch. Auf Intensivstationen lagen 52 Corona-Kranke - 5 mehr als am Tag zuvor.

Die Hospitalisierungsrate gab das RKI für Hamburg am Freitag mit 2,27 an. Am Donnerstag hatte der Wert 2,48 betragen, am Mittwoch 2,92. Bundesweit wurden laut RKI binnen sieben Tagen 5,97 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in eine Klinik aufgenommen. Am Vortag hatte der Wert 5,79 betragen.

Die Hospitalisierungsinzidenz spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

76,1 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI mindestens einmal geimpft, 74,0 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiter auf Platz drei. Bundesweit liegt der Wert bei 71,0 beziehungsweise 68,3.

Update, 26. November, 12.19 Uhr: Bremen erreicht Impfquote von 80 Prozent

Bremen - Bremen hat als erstes Bundesland 80 Prozent seiner Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag lag das kleinste Bundesland damit vor dem Saarland (74,8 Prozent) und Hamburg (74,0 Prozent).

Bundesweit betrug die Impfquote 68,3 Prozent. Mit 11,8 Prozent Auffrischungsimpfungen rangierte Bremen auf dem zweiten Platz hinter Berlin (12,6).

"Vier von fünf Bremerinnen und Bremer haben heute einen vollständigen Impfschutz. Das ist ein wirklich toller Wert" sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Es gebe aber immer noch "Bremerinnen und Bremer, die nicht geimpft sind, und auch die wollen wir noch erreichen".

In Bremen impfen mobile Teams, kleinere Impfstellen und Ärzte. Am kommenden Mittwoch (1.12.) soll auch wieder ein großes zentrales Impfzentrum in der früheren Sparkasse in der Innenstadt den Betrieb aufnehmen.

Bei Einführung der Warnstufen Mitte September hatte der Senat eigentlich angekündigt, die Maßnahmen bei Erreichen einer Impfquote von 80 Prozent zu überprüfen. Derzeit spitze sich aber die Lage in Deutschland wie in Bremen zu, so dass davon keine Rede sein könne, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts.

In Bremen und Bremerhaven gilt aktuell die Warnstufe 2. Die Inzidenz der Neuinfektionen lag am Freitag bei 219,4 - so viele von 100 000 Menschen im Bundesland haben sich in den letzten sieben Tagen bestätigt mit Corona angesteckt.

Update, 26. November, 12.10 Uhr: Unimedizin Rostock verhängt wegen des Coronavirus Besuchsstopp

Rostock - An der Universitätsmedizin Rostock (UMR) sind Besuche ab sofort nur noch in Ausnahmen möglich. Es gelte ein genereller Besuchsstopp, teilte die UMR am Freitag mit.

Ausnahmen seien etwa für Eltern möglich, die ihr krankes minderjähriges Kind besuchen wollen oder für Besuche bei Patienten, die im Sterben liegen. Es gelte ausnahmslos eine Testpflicht, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus.

Die derzeitige Infektionslage erfordere die Maßnahme, um Patienten und Mitarbeiter vor möglichen Infektionen und Kontakt mit dem Coronavirus zu schützen, begründete der Stellvertretende Ärztliche Vorstand, Christian Junghanß, den Schritt.

Update, 26. November, 9.10 Uhr: Corona-Zahlen steigen auch in Niedersachsen unaufhaltsam

Hannover - Das Corona-Infektionsgeschehen spitzt sich auch in Niedersachsen immer mehr zu. Der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag im Landesdurchschnitt von 195,1 auf 201,2 pro 100.000 Einwohner.

Binnen eines Tages kamen 3415 neue Ansteckungen und 11 Todesfälle hinzu. Im Nachbarland Bremen lag die Inzidenz am Freitag bei 219,4 nach 190,4 am Vortag. Bundesweit lag die Inzidenz bereits bei 438,2.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wurde am Freitag für Niedersachsen mit 6,7 Prozent angegeben, was einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vortag (6,6 Prozent) entspricht. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner neu in den Krankenhäusern aufgenommen wurden.

Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren am Freitag 8,5 Prozent der maximal zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Erkrankten belegt (Vortag: 8,6 Prozent).

In Niedersachsen greifen die Corona-Warnstufen, wenn der Hospitalisierungswert sowie mindestens einer der anderen beiden Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) bestimmte Schwellen überschreiten. Seit Mittwoch gilt landesweit die Warnstufe 1 mit einer flächendeckenden 2G-Regelung. Diese bedeutet, dass Ungeimpfte von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen sind.

Bei einer weiteren Verschlechterung könnte bald mit der Warnstufe 2 regional die 2G-plus-Regelung verhängt werden, die für Geimpfte und Genesene zusätzlich eine Testpflicht vorsieht.

Update, 26. November, 8.05 Uhr: Althusmann: Möglicherweise Katastrophenfall ausrufen

Hannover - Im Kampf gegen die sich weiter verschärfende Corona-Pandemie hat der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann schnelleres Handeln gefordert.

"Da absehbar ist, dass sich die Lage zuspitzt, sollte der Landtag früher als geplant zusammenkommen und möglicherweise den Katastrophenfall ausrufen, wie es in Bayern geschehen ist", sagte der Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". In Katastrophenfällen könnten die Behörden schneller handeln und müssen parlamentarische Verfahren nicht abwarten. Die nächste reguläre Landtagssitzung sei erst am 13. Dezember geplant.

"Wir müssen etwas tun, auch um den Kommunen Rechtssicherheit zu geben", sagte Althusmann. Auch sollten Impfzentren wieder eröffnet werden, um lange Schlangen vor den Impfpraxen zu vermeiden. Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniele Behrens (SPD) sagte der Zeitung: "Die Corona-Lage ist ausgesprochen ernst. Das gilt für Niedersachsen und es gilt umso mehr für viele Bundesländer im Süden und Osten der Bundesrepublik." Die Tatsache, dass aus diesen Ländern Covid-Patientinnen und -Patienten in den Norden verlegt würden, spreche eine deutliche Sprache.

Auch in Niedersachsen werde man nicht vermeiden können, einen Teil der medizinisch nicht zwingend notwendigen Operationen zu verschieben, um Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu schaffen, sagte Behrens.

Die entsprechenden Vorbereitungen liefen bereits. Nach Angaben des Sozialexperten der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Schwarz, kommen die Gesundheitsämter mit den Nachverfolgungen derweil nicht mehr nach. "Wir laufen in die Katastrophe hinein, die wir in den ersten Corona-Wellen noch verhindert haben", sagte er der Zeitung.

Update, 26. November, 6.55 Uhr: Amateursport fürchtet weitere Verschärfung der Corona-Regeln

Hannover - Im niedersächsischen Amateur- und Breitensport fürchtet man nach dem Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung bereits die nächste Warnstufe im Land. Die würde bedeuten, dass Sport in Innenräumen nur noch nach der 2G-plus-Regelung möglich ist. Geimpfte oder genesene Hallensportler müssten sich dann zusätzlich noch einmal testen lassen.

"Es ist eine Katastrophe", sagte Heinz Böhne, der Präsident des Tischtennis-Verbands Niedersachsen. Sollte beim Hallensport die 2G-plus-Regelung eingeführt werden, dann könnten seiner Meinung nach viele Vereine den Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. Der organisatorische Aufwand sei dann zu hoch. "Die Chancen auf einen regulären Spielbetrieb bei der Plus-Stufe scheinen mir persönlich nicht möglich zu sein", sagte Böhne.

In Niedersachsen greifen die Corona-Warnstufen, wenn der Hospitalisierungswert sowie mindestens einer der anderen beiden Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) bestimmte Schwellen überschreiten.

Seit Mittwoch gilt landesweit die Warnstufe 1 mit einer flächendeckenden 2G-Regelung. Bei einer weiteren Verschlechterung könnte bereits kommende Woche mit der Warnstufe 2 regional die 2G-plus-Regelung verhängt werden.

Update, 25. November, 20.41 Uhr: 684 neu gemeldete Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist leicht weiter gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 152,8 - nach 152,5 am Mittwoch.

Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand Donnerstagabend). Binnen 24 Stunden wurden 684 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das waren 270 weniger als am Mittwoch, als mit 954 - Neuinfektionen der Höchstwert für Schleswig-Holstein an einem Tag seit Beginn der Pandemie gemeldet wurde.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (Stand Donnerstagmorgen) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - ist leicht auf 4,43 gestiegen - nach 4,36 am Vortag. 177 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, 40 von ihnen auf einer Intensivstation. 21 der Intensivpatienten mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 1783.

In drei Kreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz über 200: im Kreis Stormarn (212,3), Herzogtum Lauenburg (211,4) und Pinneberg (210,4). Den niedrigsten Wert weist weiter Rendsburg-Eckernförde aus - dort sank die Inzidenz leicht auf 85,5.

Update, 25. November, 18.32 Uhr: 1289 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - 7-Tage-Inzidenz über 370

Rostock - Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen im Nordosten ist am Donnerstag weiter deutlich gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 1289 registrierte Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner stieg um 25,2 auf 373,2. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das Lagus 807 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 237,7 gemeldet.

Es gab den Angaben zufolge fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl stieg damit auf 1319.

Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stieg um 5 auf 75; vor einer Woche waren es 62. Der bisherige Höchstwert bei den Covid-Intensivpatienten hatte nach Aussage des Greifswalder Bioinformatikers Lars Kaderali Anfang des Jahres bei 98 gelegen. Bis zu dieser Zahl sei es angesichts der derzeitigen Dynamik nicht mehr weit. Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge 332 Covid-Patienten in den Krankenhäusern.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz stieg am Donnerstag um 0,2 auf 8,8. Sie liegt damit weiter deutlich über der Schwelle von 6,0, ab der landesweit etwa 2G plus-Regeln in bestimmten Bereichen gelten - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem Coronatest. Ausnahmen gelten etwa für Schwangere, Jugendliche oder Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Für diese Gruppen genügt ein Testnachweis. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt an, wie viele Menschen binnen sieben Tagen je 100 000 Einwohner mit Corona in ein Krankenhaus eingeliefert wurden - vorbehaltlich Meldeverzügen.

Liegt der Wert für mehrere Tage in Folge über 9,0, würde die höchste Warnstufe greifen - unter anderem mit Einschränkungen für nicht immunisierte Menschen beim Einkaufen oder bei privaten Treffen.

Diese Warnstufe Rot gilt bereits im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der Landkreis Vorpommern-Rügen war auf der Stufenkarte am Donnerstag das zweite Mal in Folge rot. Ist das auch Freitag der Fall, stehen auch hier strengere Regeln ab Sonntag an. Die restlichen Regionen waren orange; bis auf den Landkreis Nordwestmecklenburg (gelb), für den dennoch die landesweiten Regeln der orangen Stufe gelten.

Gegen das Coronavirus vollständig geimpft gelten laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 66,6 Prozent der Bevölkerung im Nordosten. Die Quote der mindestens einmal Geimpften wird mit 68,7 angegeben. 8,2 Prozent der Bevölkerung im Bundesland haben demnach bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Update, 25. November, 18.20 Uhr: Arbeitgeber in MV fordern Impfpflicht ab Januar

Schwerin – Die Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern fordern eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ab Januar.

Eine zeitnahe Ministerpräsidentenkonferenz scheine zwingend, erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), Sven Müller, am Donnerstag. "Der Bund muss für eine allgemeine Impflicht ab Januar 2022 jetzt die notwendigen Voraussetzungen schaffen."

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sei gefordert, Stellung zu beziehen. Bisher hat Schwesig sich in der Debatte um eine mögliche Impfpflicht zurückgehalten.

Viele Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern sind Müller zufolge verunsichert und verärgert über die kurzfristig eingeführte 3G-Regel am Arbeitsplatz seit Mittwoch. Es fehlten auch Testkapazitäten für die Beschäftigten, so Müller.

Update, 25. November, 18.18 Uhr: Impfstellen in Schleswig-Holstein starten

Eutin – In Schleswig-Holstein nehmen am Freitag die neuen Impfstellen ihre Arbeit auf. Eine Art Startschuss gibt es um 13 Uhr in Eutin.

Zunächst sollen 24 Impfstellen im Land vor allem das Tempo bei den Covid-19-Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) erhöhen. Damit sollen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein die Praxen der niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Impfungen unterstützt und entlastet werden.

Impftermine können nur online gebucht werden. Bis zum 2. Dezember ist das zunächst nur für Frauen und Männer im Alter ab 60 Jahre möglich.

Update, 25. November, 15.44 Uhr: Mehr als 8000 Minderjährige erhielten Corona-Auffrischungsimpfung

Eine Schülerin lässt sich gegen das Coronavirus impfen. Mehr als 8000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.
Eine Schülerin lässt sich gegen das Coronavirus impfen. Mehr als 8000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Hannover – Mehr als 8000 Kinder und Jugendliche haben in Niedersachsen bislang eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten.

Das sagte Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Sie bezog sich auf Menschen, die zwischen 12 und 17 Jahre alt sind. Wer jünger als zwölf Jahre ist, kann sich bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Donnerstag jedoch grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahre in Europa gegeben. Offiziell muss die EU-Kommission nun noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Die Entscheidung der EMA heißt aber nicht, dass nun auch die Impfung von Kindern empfohlen wird. Das müssten nationale Regierungen beziehungsweise Gesundheitsbehörden entscheiden. In Deutschland wird zunächst ein Gutachten der Ständigen Impfkommission (Stiko) erwartet. Sie will ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahre vor Jahresende abgeben.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben im Bundesland bislang insgesamt rund 685.000 Menschen eine weitere Impfdosis erhalten - das sind demnach 8,6 Prozent aller Einwohner.

Update, 25. November, 12.24 Uhr: 955 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz schnellt auf 237,9

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist auf ihren höchsten je gemessenen Wert geschnellt. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der erfassten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstag mit 237,9 an. Am Mittwoch hatte die Zahl noch bei 218,9 gelegen, vor einer Woche bei 189,6. Für ganz Deutschland nannte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine Inzidenz von 419,7.

Auch bei der Zahl der registrierten Neuinfektionen meldete die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mit 955 einen Höchststand. Das sind 315 mehr als am Mittwoch und 361 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 111.477 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 98.300 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg nach RKI-Angaben um 6 auf 1882. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand vom Mittwoch 211 Covid-19-Patienten behandelt - 6 mehr als am Dienstag. Auf Intensivstationen lagen 47 Corona-Kranke - drei weniger als am Tag zuvor.

Die Hospitalisierungsrate gab das RKI für Hamburg am Donnerstag mit 2,48 an - nach 2,92 am Mittwoch. Bundesweit waren binnen sieben Tagen 5,79 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in eine Klinik aufgenommen worden. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

75,9 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Donnerstag) mindestens einmal geimpft, 73,9 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiter auf Platz drei. Bundesweit liegt der Wert bei 70,8 beziehungsweise 68,2.

Update, 25. November, 9.16 Uhr: Zweiter Tag mit Warnstufe 1 in Niedersachsen

Hannover - Das Corona-Infektionsgeschehen wird auch in Niedersachsen immer angespannter. Der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag im Landesdurchschnitt von 184,0 auf 195,1 pro 100.000 Einwohner.

So viele Menschen steckten sich innerhalb von sieben Tagen neu mit dem Virus an. Es kamen innerhalb eines Tages 3687 Neuinfektionen und 15 Todesfälle hinzu. Im Nachbarland Bremen lag der Inzidenzwert am Donnerstag bei 190,4. Deutschland hat bereits einen Wert von 419,7.

In Niedersachsen greifen die Corona-Warnstufen, wenn der Hospitalisierungswert sowie mindestens einer der anderen beiden Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) bestimmte Schwellen überschreiten. Seit Mittwoch gilt landesweit die Warnstufe 1 mit einer flächendeckenden 2G-Regelung. Diese bedeutet, dass Ungeimpfte von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen sind. Bei einer weiteren Verschlechterung könnte die 2G-plus-Regelung verhängt werden, die für Geimpfte und Genesene zusätzlich eine Testpflicht vorsieht.

Der sogenannte Hospitalisierungsindex lag am Mittwoch bei 6,3. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner neu ins Krankenhaus aufgenommen wurden.

Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren am Mittwoch 8,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Erkrankten belegt.

Update, 24. November, 20.14 Uhr: 954 neu gemeldete Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Zahlreiche Menschen warten bei einer Impfaktion in der Kieler Innenstadt.
Zahlreiche Menschen warten bei einer Impfaktion in der Kieler Innenstadt.  © Frank Molter/dpa

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut gestiegen. Am Mittwoch lag die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 152,5 - nach 148,6 am Dienstag.

Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand Mittwochabend). Binnen 24 Stunden wurden 954 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet - über 100 mehr als Dienstag.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (Stand Mittwochmorgen) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag bei 4,36, nach 4,12 am Vortag.

Mit 167 wurden etwas weniger Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon mit 42 aber mehr als am Vortag auf einer Intensivstation. 26 von ihnen mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 1780.

Am höchsten bei den Kreisen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Pinneberg (219,2), gefolgt von Neumünster (201,5) und Stormarn (195,1). Den niedrigsten Wert weist Rendsburg-Eckernförde mit 89,2 aus.

Update, 24. November, 19 Uhr: 3G-Stichprobenkontrollen im Nahverkehr

Schwerin – Mehrere Nahverkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern wollen die 3G-Regel durch Stichprobenkontrollen kontrollieren.

Eine systematische Prüfung des Impfstatus beim Einlass wollte keines der Unternehmen einführen, die sich auf Anfrage der dpa geäußert hatten. Wer die Kontrollen durchführt, ist unterschiedlich geregelt. Von der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) hieß es: "Für die VVR wird dies über einen privaten Sicherheitsdienst organisiert. Die VVR kann sich zusätzlich auch gemeinsame Schwerpunktkontrollen mit "Sicherheitspartnern" von Polizei und Ordnungsamt vorstellen".

Ähnlich soll es auch in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin ablaufen: Eigenes Personal, Sicherheitsdienst, Polizei oder Ordnungsamt sind die unterschiedlichen Konzepte, mit denen die Nahverkehrsunternehmen im Land auf die Verschärfung des Bundesinfektionsschutzgesetzes reagieren.

Dieses sieht vor, dass den Nahverkehr in Deutschland künftig nur diejenigen nutzen dürfen, die geimpft, genesen oder auf Corona getestet sind. Die Ampel-Parteien hoffen, durch diese Regelung Infektionen in den öffentlichen Verkehrsmitteln verhindern zu können.

Update, 24. November, 18.12 Uhr: 2G plus in Mecklenburg-Vorpommern ab Donnerstag

Eine Bar lässt nur noch geimpfte oder genesene Gäste mit extra Test rein. In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab Donnerstag das 2G plus Modell.
Eine Bar lässt nur noch geimpfte oder genesene Gäste mit extra Test rein. In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab Donnerstag das 2G plus Modell.  © Daniel Karmann/dpa

Schwerin – Auch Geimpfte und Genesene benötigen in Mecklenburg-Vorpommern ab Donnerstag in vielen Freizeitbereichen einen negativen Corona-Test.

Diese sogenannten 2G plus-Regeln greifen, weil die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz landesweit auch am Mittwoch über dem Schwellenwert von 6,0 lag, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Update, 24. November, 18.10 Uhr: Niedersachsen hilft bei Aufnahme von 10 Corona-Intensivpatienten

Hannover – Das niedersächsische Innenministerium koordiniert die Verlegung von zehn Corona-Intensivpatienten aus dem Osten Deutschlands in den Norden. Die Kranken sollten in den nächsten Tagen ankommen, teilte das Ministerium in Hannover am Mittwoch mit.

Die deutschen Länder haben sich schon 2020 wie ein Kleeblatt in vier Zonen aufgeteilt, um im Notfall Kranke in weniger belastete Krankenhäuser verlegen zu können.

Kopfstelle des Kleeblatts Nord ist das Kompetenzzentrum Großschadenslagen beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport. Dort werden Daten über freie Intensivbetten in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gesammelt und die Kranken verteilt.

"Wir unterstützen auf dieser Grundlage die besonders stark von der Pandemie betroffenen Bundesländer mit unseren Intensivbettenkapazitäten", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). Seit Dezember 2020 hat das Kleeblatt Nord den Angaben nach 37 Verlegungen koordiniert.

Update, 24. November, 15 Uhr: Schleswig-Holstein plant 1,35 Millionen Booster-Impfungen

Kiel – Rund 1,35 Millionen Schleswig-Holsteiner sollen in Impfstellen, durch mobile Impfteams und bei niedergelassenen Ärzten bis Ende Februar Auffrischungen gegen Covid-19 erhalten. "Es gibt genügend Impfstoff für alle", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch in Kiel. Ab Donnerstag sind Termine in Impfstellen buchbar. Die ersten Impfungen bei diesen Terminen sollen ab Freitag erfolgen.

Bis 2. Dezember können zunächst ab 60-Jährige Termine buchen, dann wird das Portal für alle anderen freigeschaltet. Bis Ende Februar stehen rund 500.000 Termine bereit. Auffrischimpfungen sowie Erst- und Zweitimpfungen gibt es in den Impfstationen mit Biontech und Moderna.

"Wir sind mit den Heimen bereits durch", sagte Monika Schliffke, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung, zum Stand der Auffrischimpfungen. Auch die ab 70-Jährigen hätten mittlerweile weitgehend ihre Auffrischimpfungen erhalten.

Im Norden wird ihren Angaben zufolge in 1400 Arztpraxen geimpft. In den Impfstellen sollen Impfungen im Zeitraum von 10.30 Uhr bis 19.30 Uhr möglich sein. Dort sollen 250 Ärzte arbeiten. Am 6. Dezember sollen alle 26 Impfstellen arbeiten.

Garg betonte, Empfehlung sei, sich ab sechs Monaten nach der vollständigen Impfung boostern zu lassen. Wie hoch der Impfschutz dann noch sei, hänge von Alter und Gesundheitszustand der Menschen ab.

In den Impfstellen können Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen erfolgen. Wer den Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson erhalten hat, sollte erst 28 Tage später Impftermine wahrnehmen.

Update, 24. November, 14.55 Uhr: Arbeitsagentur Hamburg führt 2G-Regel ein

Hamburg – Die Arbeitsagentur Hamburg führt am Donnerstag die 2G-Regel für persönliche Gespräche ein. Wie in allen Arbeitsagenturen bundesweit ist dann der Nachweis erforderlich, geimpft oder genesen zu sein.

Es werde empfohlen, für alle persönlichen Gespräche einen Termin zu vereinbaren, teilte die Arbeitsagentur am Mittwoch mit. Wer den Nachweis nicht vorlegen kann oder will, wird online oder telefonisch beraten.

"Eine notwendige Arbeitslosmeldung und die Klärung von Notfällen ist auch weiterhin persönlich für alle Kundinnen und Kunden möglich", hieß es aber.

Update, 24. November, 12.42 Uhr: 640 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 218,9

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg ist am Mittwoch leicht gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der erfassten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwoch mit 218,9 an. Am Dienstag hatte die Zahl bei 223,2 gelegen, vor einer Woche bei 185,5. Für ganz Deutschland nannte das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch eine Inzidenz von 404,5.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch 640 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind 181 mehr als am Dienstag und 81 weniger als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 110.522 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 97.800 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg um 7 auf 1876 (Stand Dienstag). In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand vom Dienstag 205 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 50 Corona-Kranke.

Die Hospitalisierungsrate gab das RKI für Hamburg am Mittwoch mit 2,92 an, bundesweit waren binnen sieben Tagen 5,74 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in eine Klinik aufgenommen worden. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

75,8 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Mittwoch) mindestens einmal geimpft, 73,8 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiter auf Platz drei.

Update, 24. November, 12 Uhr: Covid-19-Patienten: Weitere Klinik meldet volle Intensivstation

Ein Arzt steht an einem Bett eines Corona-Patienten auf der Intensivstation.
Ein Arzt steht an einem Bett eines Corona-Patienten auf der Intensivstation.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Die Belastung der Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern nimmt weiter zu. Nach Angaben des Intensivregisters des Robert Koch-Instituts von Mittwoch sind in nunmehr fünf der landesweit insgesamt 32 Kliniken die Intensivstationen ausgelastet.

Nach den Kliniken in Demmin, Boizenburg, Ludwigslust und Grevesmühlen sind nun auch in Bergen auf Rügen die Intensivbetten belegt.

Der Statistik zufolge werden derzeit 71 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern des Landes behandelt, 25 davon müssen beatmet werden.

Insgesamt sind in den Kliniken 564 Intensivbetten belegt, 117 freie Betten stehen noch zur Verfügung. Dabei stehen noch 220 Betten in der Reserve, die innerhalb einer Woche aktiviert werden können.

Update, 24. November, 11.47 Uhr: Impftempo in Niedersachsen legt zu

Hannover - In Niedersachsen lassen sich in der vierten Corona-Welle wieder deutlich mehr Menschen gegen das Virus impfen. Am Dienstag kamen nach Angaben des Robert Koch-Instituts landesweit rund 60.000 Impfungen hinzu, eine Woche zuvor waren es rund 40.000 Impfungen.

Der jetzige Anstieg geht nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Hannover vom Mittwoch vor allem auf die Auffrischungsimpfungen zurück. Mehr als 43.000 Impfungen waren demnach sogenannte Booster. Aber auch die Erstimpfungen legten im Vergleich zur Vorwoche von rund 4000 auf mehr als 7000 zu.

Seit Mittwoch gilt landesweit die 2G-Regel, was laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einem "Lockdown für Ungeimpfte" gleichkommt.

Update, 24. November, 11.20 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen verschärft sich weiter

Hannover - Niedersachsens Krankenhäuser nehmen immer mehr Covid-Patienten auf. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, ein maßgeblicher Indikator für die Verschärfung der Corona-Regeln, stieg am Mittwoch von 5,7 auf 6,3, wie die Landesregierung mitteilte. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner neu ins Krankenhaus aufgenommen wurden.

Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren 8,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Erkrankten belegt - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag (7,8 Prozent). Der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen stieg von 181,0 auf 184,0 pro 100.000 Einwohner.

Insgesamt lagen 493 Erwachsene mit Corona auf den Normalstationen der Krankenhäuser, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums erklärte. Auf den Intensivstationen würden 183 Covid-Patienten behandelt.

In Niedersachsen greifen die Corona-Warnstufen, wenn der Hospitalisierungswert sowie mindestens einer der anderen beiden Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) bestimmte Schwellen überschreiten. Seit Mittwoch gilt landesweit die Warnstufe 1 mit einer flächendeckenden 2G-Regelung. Diese bedeutet, dass Ungeimpfte von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen sind.

Bei einer weiteren Verschlechterung könnte die 2G-plus-Regelung verhängt werden, die für Geimpfte und Genesene zusätzlich eine Testpflicht vorsieht.

Update, 24. November, 8.41 Uhr: Weitere Kreise verschärfen Zugang - 3G in vier von sechs Kreisen

Güstrow/Neubrandenburg - In Mecklenburg-Vorpommern haben weitere Kreisverwaltungen angesichts der Corona-Lage die Besucherregeln verschärft. So dürfen Einwohner und Gäste in den Landkreisen Rostock, Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte nur noch unter Einhaltung der 3G-Regel und mit vorab vereinbartem Termin herein, wie Sprecher der Kreise am Mittwoch mitteilten.

Entsprechend kommen nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit einem aktuellen Negativ-Test in die kreislichen Ämter und Einrichtungen wie Zulassungsstellen und Sozialämter. Grund sind steigende Infektionszahlen.

Zuvor hatte der Kreis Nordwestmecklenburg die 3G-Regel für Besuche angeordnet - Gäste unter 18-Jahren ausgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur sechs Großkreise und mit Rostock und Schwerin zwei kreisfreie Städte. In fast allen Kommunen sind keine Spontanbesuche mehr erlaubt, sondern es müssen Termine abgesprochen werden.

So hat der Landkreis Vorpommern-Rügen auch angeordnet, dass ab Donnerstag nur noch mit Termin Zutritt gewährt wird.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag bei 342,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner; eine Woche vorher betrug sie noch 193,8. Die für Corona-Maßnahmen künftig entscheidende Hospitalisierungsinzidenz erreichte einen Wert von 7,3. Sie zeigt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner in einer Woche mit Covid-19 in Krankenhäuser gekommen sind.

Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten wurde für das Land - ähnlich wie am Vortag - mit 10,9 Prozent angegeben.

Update, 24. November, 6.37 Uhr: Gastgewerbe begrüßt 2G-Regeln - fürchtet aber aufwendige Kontrollen

In Niedersachsen gilt im Gastgewerbe seit Mittwoch die 2G-Regel.
In Niedersachsen gilt im Gastgewerbe seit Mittwoch die 2G-Regel.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Das Gastgewerbe in Niedersachsen hofft mit der von diesem Mittwoch an geltenden 2G-Regelung in Restaurants, Cafés und bei touristischen Übernachtungen auf Sicherheit für das anstehende Weihnachtsgeschäft. "Jetzt wissen unsere Gäste, jetzt gilt 2G", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Niedersachsen, Renate Mitulla.

"Diejenigen, die uns die Treue halten und schon seit langem gut finden, wenn ihr Gastronom 2G eingeführt hat, fühlen sich natürlich bestätigt, und mit den anderen müssen wir nicht mehr diskutieren."

Wegen der angespannten Corona-Lage waren zuletzt bei vielen Betriebe insbesondere für Weihnachtsfeiern Stornierungen eingegangen.

"Wir hoffen, dass wenigstens kleinere Weihnachtsessen bei uns stattfinden können", sagte Mitulla mit Blick auf die verschärften Maßnahmen.

Die schärferen Corona-Abwehrregeln gelten in Niedersachsen von diesem Mittwoch an. Mit der Warnstufe 1 werden an öffentlichen Orten fast nur noch geimpfte und von Corona genesene Personen zugelassen (2G-Regel). Dies betrifft Gastronomie, Veranstaltungen, Kultur, Sport, den Friseurbesuch und die Beherbergung.

Vor der Neuregelung war bei der Warnstufe 1 etwa in der Gastronomie auch noch ein Zutritt für negativ getestete Personen möglich (3G-Regel).

Viele Betriebe hätten zuletzt ohnehin bereits 2G eingeführt, berichtete Mitulla. Die Kontrollen seien daher für viele Gaststätten und Hotels mittlerweile Routine. "Aber es ist sehr personalintensiv und zeitaufwendig." Problematisch sei, dass die Kontrollen laut neuer Verordnung vor den Gaststätten erfolgen müssten.

"Im Zweifel gibt es dann Knäuel-Bildungen vor den Betrieben. Das ist eine Schwierigkeit", sagte Mitulla. Die Überprüfung von Impf- und Personalausweisen werde aufwendiger - auch angesichts immer mehr gefälschter Dokumente.

Mit Skepsis sehen Gastronomen und Hoteliers allerdings eine sogenannte 2G-plus-Regelung, die bei einer weiteren Verschlechterung der Lage ab einer Warnstufe 2 greifen würde. Dann müssten Genesene und Geimpfte etwa für einen Restaurantbesuch zusätzlich noch einen negativen Corona-Test vorlegen.

"Das wäre ein Lockdown durch die Hintertür", sagte Mitulla. "Das spontane Essen würde wegfallen, und es geht dann auch keiner mehr einfach mal so einen Kaffee trinken und lässt sich vorher testen." Fraglich sei auch, so die Geschäftsführerin, ob es für diese Regelung dann ausreichend Testkapazitäten insbesondere im ländlichen Raum geben werde.

Update, 23. November, 21.52 Uhr: 782 neu gemeldete Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut gestiegen. Am Dienstag lag die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 148,6 - nach 144,4 am Montag.

Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand Dienstagabend). Binnen 24 Stunden wurden 782 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet - über 100 mehr als Montag.

Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (Stand Dienstagmorgen) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz. Sachsen lag mit rund 970 weiter an der Spitze.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag bei 4,12, nach 3,37 am Vortag. Mit 180 wurden auch etwas mehr Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 29 auf einer Intensivstation. 21 von ihnen mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um einen auf 1776.

Am höchsten bei den Kreisen ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster (226,5), gefolgt vom Herzogtum Lauenburg (211,9) und Stormarn (206,1). Den niedrigsten Wert weist Rendsburg-Eckernförde mit einem Wert von 86,3 aus.

Update, 23. November, 13.37 Uhr: Wieder Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler

Ab Mittwoch herrscht in niedersächsischen Schulen wieder Maskenpflicht.
Ab Mittwoch herrscht in niedersächsischen Schulen wieder Maskenpflicht.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Hannover - An den niedersächsischen Schulen müssen ab Mittwoch wieder alle Schüler und Schülerinnen am Platz eine Maske tragen. Dies gelte auch für die zuletzt ausgenommenen Klassenstufen eins und zwei, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover.

Die sich verschärfende Corona-Lage treffe auch die Schulen. "Wir verstärken den Schutzwall erneut, damit die Kinder und Jugendlichen weiterhin in die Schulen und Kitas gehen können", sagte Tonne.

Mehrtägige Schulfahrten wurden bis Ende des Schulhalbjahres Ende Januar untersagt. Die neue Landesverordnung zur Corona-Abwehr tritt am Mittwoch in Kraft.

Tonne verwies auch auf das neue Bundesgesetz zu 3G am Arbeitsplatz, Beschäftigte müssen geimpft oder genesen sein oder einen negativen Test vorlegen. Dies gelte auch für die Schulen, sagte der Kultusminister.

Update, 23. November, 12.54 Uhr: 459 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz bei 223,2

Hamburg - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg ist auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der erfassten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstag mit 223,2 an. Am Montag hatte die Zahl bei 217,4 gelegen, vor einer Woche bei 180,9. Für ganz Deutschland nannte das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag eine Inzidenz von 399,8.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Dienstag 459 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind 55 weniger als am Montag und 110 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 109.882 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 97.400 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, liegt unverändert bei 1869. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand vom Montag 207 Covid-19-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 49 Corona-Kranke.

Die Hospitalisierungsrate gab das RKI für Hamburg am Dienstag mit 2,11 an, bundesweit waren binnen sieben Tagen 5,60 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in eine Klinik aufgenommen worden. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

75,6 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Dienstag) mindestens einmal geimpft, 73,7 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiter auf Platz drei.

Der bundesweite Schnitt liegt bei den mindestens einmal Geimpften bei 70,6 Prozent und bei den vollständig Geimpften bei 68,0 Prozent. Eine sogenannte Booster-Impfung erhielten in Hamburg bisher 7,1 Prozent der Menschen.

Update, 23. November, 11.52 Uhr: Corona-Inzidenzen in Niedersachsen und Bremen steigen weiter

Hannover - Die Zahl der Einweisungen von Covid-Patienten in niedersächsische Kliniken steigt weiter an. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz in Niedersachsen stieg laut Daten vom Dienstagmorgen leicht auf 5,7 - am Montag hatte der Wert bei 5,6 gelegen. Die zentrale Maßzahl zur Einschätzung der Corona-Lage drückt aus, wie viele Patientinnen und Patienten mit einer nachgewiesenen Infektion (auf 100.000 Einwohner gerechnet) während der vergangenen sieben Tage neu ins Krankenhaus kamen.

Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren mit Stand Dienstagfrüh 7,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Kranken belegt. Auch dies ist eine leichte Steigerung. Am Vortag waren es 7,7 Prozent.

Die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 180,0 - am Montag hatte die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen noch bei 174,3 gelegen.

Im kleinsten Bundesland Bremen stieg dieser Inzidenzwert von 179,1 am Montag auf 183,6 am Dienstag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte einen neuen Höchststand. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 399,8 an.

Maßgeblich für die Bewertung der Pandemie-Situation sind in Niedersachsen die Krankenhaus-Neueinweisungen. Eine Corona-Warnstufe wird erreicht, wenn dieser Hospitalisierungswert sowie mindestens eines der anderen beiden Maße (Neuinfizierte, Intensivbettenbelegung) bestimmte Schwellen überschreiten. Sobald der Leitindikator Hospitalisierung den Wert 6,0 übersteigt, kann Warnstufe eins ausgerufen werden.

Die niedersächsische Landesregierung stellt am Dienstag eine neue Corona-Verordnung vor, mit der ab Mittwoch schärfer gefasste Bestimmungen greifen sollen. Für viele Bereiche des Lebens wird dann die 2G-Regel gelten: Nur Geimpfte oder Genesene haben Zugang.

Update, 23. November, 11.04 Uhr: Fegebank offen für Corona-Impfpflicht

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ist offen für eine Impfpflicht.
Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ist offen für eine Impfpflicht.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg - Angesichts der Corona-Impfquoten in der Bevölkerung hat sich auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) offen für eine Impfpflicht gezeigt. Dass aus ihrer Sicht zu viele Menschen die Chance auf einen Impfschutz verstreichen lassen, "will einfach nicht in meinen Kopf", sagte sie.

Die verabredeten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie seien jetzt nötig. "Ich bin aber auch so weit, dass ich sage, dass wir eine Impfpflicht brauchen, wenn sich jetzt nicht substanziell mehr Menschen impfen lassen, die es auch könnten."

Weiter sagte sie: "Ich hätte im Sommer nicht damit gerechnet, dass wir jetzt noch mal in dieser Heftigkeit in eine vierte Welle laufen, weil ich natürlich davon ausging, dass die Leute sich impfen lassen werden, sobald der Impfstoff in rauen Mengen vorhanden ist."

Den Anlauf der Impfkampagne im Frühjahr habe sie als Zeichen dafür gedeutet, "dass wir am Ende eine sehr hohe Impfquote haben werden". Der derzeitige Stand reiche aber noch nicht, sagte sie.

Update, 23. November, 10.51 Uhr: Ministerpräsident Weil sieht Impfpflicht nicht als Patentrezept

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zieht unter bestimmten Bedingungen eine Impfpflicht in Betracht.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zieht unter bestimmten Bedingungen eine Impfpflicht in Betracht.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus nur als letztes Mittel, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen. "Unter bestimmten Bedingungen kommt eine Impfpflicht in Betracht. Sie ist allerdings kein Patentrezept, das kurzfristige Erfolge verspricht", sagte Weil nach Angaben seiner Staatskanzlei in Hannover vom Dienstag.

Deshalb sei es richtig, zunächst strenge Vorgaben zu 2G oder 2G plus im öffentlichen Leben sowie zu 3G am Arbeitsplatz und im Verkehr zu machen. Das erhöhe den Druck auf den noch nicht geimpften Teil der Bevölkerung.

3G bedeutet Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Bei 2G haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt, bei 2G plus brauchen diese zusätzlich einen negativen Test.

In Niedersachsen gebe es seit längerem eine tägliche Testpflicht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen, so Weil. Dies sei eine Vorstufe für eine berufsbezogene Impfpflicht, wie sie von Bund und Ländern vergangene Woche vereinbart worden sei.

Sie sollte möglichst schnell kommen, sagte der Ministerpräsident. "Haben diese schärferen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg, gibt es gute Gründe, sich für eine allgemeine Impfpflicht zu entscheiden."

Update, 23. November, 6.11 Uhr: MV verschärft Corona-Maßnahmen - Einschränkungen für Ungeimpfte

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Corona-Schutzmaßnahmen. "Es wird angesichts der schwierigen Corona-Lage insbesondere für Ungeimpfte deutliche Einschränkungen geben", kündigte ein Regierungssprecher nach einer Online-Kabinettssitzung am Montagabend an.

MV werde die Beschlüsse aus dem Bund-Länder-Gipfel vom vergangenen Donnerstag umsetzen. Sie sollen am Dienstag in die Corona-Landesverordnung eingearbeitet werden. Die Kabinettssitzung soll dann am Nachmittag fortgesetzt werden. Anschließend ist eine Pressekonferenz geplant.

Die Länder wollen Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Corona-Impfung verpflichten. Darauf haben sie sich am vergangenen Donnerstag verständigt.

Zudem sollen bei Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen in den Kliniken nach dem Willen von Bund und Ländern einheitlich schärfere Corona-Maßnahmen greifen.

Update, 22. November, 19.22 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein erneut gestiegen. Am Montag lag die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 144,4 - nach 135,9 am Sonntag. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand: Montag, 19.02 Uhr).

Binnen 24 Stunden wurden 677 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, deutlich mehr als am Sonntag (206).

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 10.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag bei 3,37 nach 3,23 am Vortag. 161 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 40 auf einer Intensivstation. 22 von ihnen mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um zwei auf 1775.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster (244,0), gefolgt von Herzogtum Lauenburg (210,4) und Pinneberg (198,4). Vergleichsweise gut steht Rendsburg-Eckernförde mit einem Wert von 89,9 da.

Update, 22. November, 17.26 Uhr: Maskenpflicht nun auch in der Flensburger Innenstadt

Flensburg - Angesichts steigender Corona-Zahlen gilt ab Mittwoch auch in der Innenstadt von Flensburg Maskenpflicht. Betroffen sind der Bereich zwischen Norder- und Südermarkt sowie die Rote Straße, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Mit Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg haben nunmehr die vier größten Städte im Land entsprechende Regeln.

"Wir halten es ebenso wie andere Städte für erforderlich, dort wo es besonders wegen des Weihnachtsmarktes eng werden kann, eine Maskenpflicht einzuführen", erläuterte Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange. "Das dient unser aller Schutz und Sicherheit." Sie bitte alle Flensburger und alle Gäste der Stadt um Verständnis, sagte die SPD-Politikerin.

Die Maskenpflicht gilt im genannten Bereich ab Mittwoch von 10 bis 22 Uhr. Flensburg hatte am Sonntag mit 146,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen die sechsthöchste Inzidenz aller Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein.

Update, 22. November, 16.23 Uhr: Lange Warteschlange bei Impfaktion in der Elbphilharmonie

Die Warteschlange für das Impfen in der Elbphilharmonie zog sich bis auf die Elbpromenade.
Die Warteschlange für das Impfen in der Elbphilharmonie zog sich bis auf die Elbpromenade.  © Blaulicht-News.de

Hamburg - In der Hamburger Elbphilharmonie haben sich erneut viele Menschen gegen Corona impfen lassen. Bereits kurz nach Beginn der Aktion am frühen Montagnachmittag hatte sich eine mehrere hundert Meter lange Schlange gebildet. Die Menschen standen fast bis zu den Landungsbrücken an, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Die Impfung mit Aussicht auf die Hamburger Innenstadt gab es in den eigens dafür geöffneten Künstlergarderoben. Die Geimpften durften anschließend auf der Bühne des Großen Saales die Beobachtungszeit nach dem Piks abwarten und den Raum - das nach Angaben der Elbphilharmonie "schönste Wartezimmer der Stadt" - auf sich wirken lassen.

In dem Konzerthaus sollte am Montag sieben Stunden lang geimpft werden. Geplant war, dass erstmals auch Drittimpfungen, sogenannte Booster, verabreicht werden. Eingesetzt wurden Präparate von Moderna, Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson.

In Zusammenarbeit mit der Hamburger Sozialbehörde hatte es in der Elbphilharmonie bereits an zwei Terminen im September und Oktober solche Impfaktionen gegeben.

Update, 22. November, 16 Uhr: Bildungsministerium will Sportunterricht bis Weihnachten aussetzen

MV-Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) spricht sich für ein Aussetzen des Sportunterrichts bis Weihnachten aus.
MV-Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) spricht sich für ein Aussetzen des Sportunterrichts bis Weihnachten aus.  © Frank Hormann/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Die Schweriner Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) hat sich angesichts der Corona-Pandemie für ein vorläufiges Aussetzen des Sportunterrichts an Schulen ausgesprochen. "Ich glaube, das können wir erst einmal bis Weihnachten tun", sagte Oldenburg am Montag dem Sender NDR 1 Radio MV.

Sporthallen könnten dann als große Klassenräume genutzt werden, um Abstände einzuhalten. Außerdem werde die Frage nach der aktuell nicht vorhandenen Maskenpflicht im Sportunterricht obsolet. Derzeit werde die Schul-Corona-Verordnung überarbeitet, die Anfang Dezember ausläuft.

Eine Neuerung sei auch, dass für Schülerinnen und Schüler medizinische Masken vorgesehen seien und nicht nur einfachere Mund-Nasen-Bedeckungen. Das Land wolle entsprechende Masken zur Verfügung stellen. Die Regierung arbeite gerade daran und brauche noch etwa 10 bis 14 Tage dafür.

Zum absehbaren Widerspruch gegen das Aussetzen des Sportunterrichts berief sich Oldenburg auf Empfehlungen von Experten. "Wir müssen jetzt gucken, was ist wichtiger."

Man müsse das Infektionsgeschehen so gering wie möglich halten. Noch seien nur ein Prozent der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mit Corona infiziert. "Alles ist zu prüfen, damit eben die Schulen geöffnet bleiben."

Update, 22. November, 12.40 Uhr: Neue Corona-Verordnung soll ab Mittwoch gelten

Hannover – Die neue verschärfte Corona-Verordnung für Niedersachsen soll ab Mittwoch gelten. Am (morgigen) Dienstag will die Landesregierung die Änderungen in einer Pressekonferenz in Hannover vorstellen.

Das teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Nach dem Entwurf soll für viele Veranstaltungen und Orte die 2G-Regel gelten (Anwesende müssen geimpft oder genesen sein), wenn in dem betreffenden Landkreis oder der Stadt eine Warnstufe gilt.

An der Pressekonferenz sollen laut Einladung Ministerpräsident Stephan Weil, Sozialministerin Daniela Behrens, Kultusminister Grant Hendrik Tonne (alle SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) teilnehmen.

Update, 22. November, 12.23 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Hamburg auf 217,4 - neuer Höchststand

Hamburg - Die Hamburger Corona-Inzidenz ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen am Montag mit von 217,4 an. Am Sonntag hatte die Zahl bei 209,2 gelegen, vor einer Woche bei 177,9. Für ganz Deutschland nannte das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag eine Inzidenz von 386,5.

Die Gesundheitsbehörde meldete am Montag 514 bestätigte Neuinfektionen. Das sind 51 weniger als am Sonntag und 156 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 108.423 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 97.000 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, liegt den Angaben zufolge unverändert bei 1869. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 193 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 49 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montag (Stand 11.15 Uhr) 55 Patienten intensiv behandelt.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz gab das RKI für Hamburg mit 1,94 an (Stand Freitag), bundesweit waren binnen sieben Tagen 5,34 Patienten mit Covid-19 in ein Krankenhaus aufgenommen worden. Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

75,5 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Sonntag) mindestens einmal geimpft, 73,5 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den mindestens einmal Geimpften bei 70,5 Prozent und bei den vollständig Geimpften bei 68,0 Prozent.

Update, 22. November, 11.36 Uhr: Sozialverband Hamburg für allgemeine Impfpflicht gegen Corona

Eine medizinische Fachkraft verabreicht einer Person eine Covid-19-Impfung. Werden sie bald zur Pflicht?
Eine medizinische Fachkraft verabreicht einer Person eine Covid-19-Impfung. Werden sie bald zur Pflicht?  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg – Der Hamburger Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Klaus Wicher, hat sich für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen.

"Wir müssen das Herumgeeiere beenden und eine für alle nachvollziehbare Lösung finden: Impfpflicht für alle", sagte Wicher am Montag in Hamburg. Eine Impfpflicht bedeute Solidarität und Teilhabe für alle - und eine langfristige politische Strategie gegen das Virus.

Die Forderung nach einer Impfpflicht nur für besondere Berufsgruppen vertiefe dagegen nicht nur die Spaltung zwischen denen mit und ohne Schutz. Sie greife auch zu kurz, weil sie das Übel nicht an der Wurzel packe. "Das Virus fragt nicht nach dem Job. Besucher und Besucherinnen tragen es in Heime oder Kliniken", sagte Wicher.

Es dürfe der Invasion des Virus nicht immer nur in Schlagdistanz begegnet werden. "Es ist Bürgerpflicht, das Irrlichtern bei der Impfung zu beenden."

Update, 22. November, 11.35 Uhr: Erste Intensivstationen in MV ausgelastet

Schwerin – Die ersten Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern melden ausgelastete Intensivstationen.

Am Montagmorgen traf dies laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) auf vier Kliniken zu: das Kreiskrankenhaus Demmin, die KMG Klinik Boizenburg, das Krankenhaus Ludwigslust und das DRK-Krankenhaus Grevesmühlen.

Weitere 14 Krankenhäuser meldeten nur noch begrenzte Kapazitäten. An das Divi-Register melden aus MV 32 Krankenhäuser ihre Intensivkapazitäten.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Sonntag liegen derzeit in Mecklenburg-Vorpommern 271 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken. Davon müssen 61 intensivmedizinisch behandelt werden.

Update, 22. November, 6.20 Uhr: Elbphilharmonie lädt zum dritten Mal zur Corona-Impfung

Hamburg – Aller guten Dinge sind drei: Am Montag von 13 bis 21 Uhr lädt die Hamburger Elbphilharmonie erneut zur Corona-Schutzimpfung in die Künstlerzimmer und den Großen Saal.

Nach zwei Terminen im September und Oktober bietet sich erstmals die Gelegenheit, sich den dritten Piks (Booster) in den Künstlerzimmern setzen zu lassen, teilte die Elbphilharmonie mit. Für Wartezeit nach der Impfung steht die Bühne des Großen Saals zur Verfügung - vielleicht das "schönste Wartezimmer der Stadt".

Die Aktion richtet sich an alle Impfwilligen ab 12 Jahren. Minderjährige müssen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kommen. Eingesetzt werden die Präparate von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson.

Update, 22. November, 6.18 Uhr: Bei Freizeitveranstaltungen drinnen gilt im Norden nun das 2G-Modell

Ungeimpfte werden in Schleswig-Holstein großteils aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. D
Ungeimpfte werden in Schleswig-Holstein großteils aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. D  © Jonas Walzberg/dpa

Kiel – Seit Mitternacht gelten in Schleswig-Holstein strengere Corona-Regeln.

Die neue Landes-Verordnung schließt in Innenbereichen Menschen ohne Covid-19-Schutzimfung von weiten Teilen des öffentlichen Lebens aus.

Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt drinnen 2G (geimpft, genesen), bei beruflichen Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet).

Ungeimpfte dürfen keine Innenräume von Freizeitstätten und Gaststätten mehr besuchen. Kinder bis zur Einschulung und minderjährige Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind davon ausgenommen.

Update, 22. November, 6.17 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt leicht - 206 Neuinfektionen

Kiel –Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein leicht gestiegen. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 135,9 - nach 134,5 am Samstag. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor (Stand: Sonntag, 18.37 Uhr). Binnen 24 Stunden wurden 206 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, weniger als am Samstag (391).

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag unverändert bei 3,23. 129 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 34 auf einer Intensivstation. 17 von ihnen mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle stieg um einen auf 1773.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster (237,8), gefolgt von Pinneberg (191,1) und Stormarn (177,2). Vergleichsweise gut steht Ostholstein mit einem Wert von 86,9 da. Bundesweit ist der Wert deutlich höher: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 372,7 an.

Update, 21. November, 17.35 Uhr: Maskenpflicht in Teilen der Lübecker Innenstadt ab Montag

Lübeck - In Teilen der Lübecker Innenstadt gilt ab Montag an allen Wochentagen von 10 bis 21 Uhr Maskenpflicht. Die Stadt begründete die per Allgemeinverfügung angeordnete Maskenpflicht mit gestiegenen Corona-Infektionszahlen. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" darüber berichtet.

Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) appellierte in einer Mitteilung, die Abstände einzuhalten und überall dort, wo es vorgeschrieben oder ratsam ist, eine Maske aufzusetzen. Die Maskenpflicht gilt nicht nur in vielen Einkaufsstraßen in der Innenstadt, sondern auch auf dem Holstentorplatz, am Bahnhof sowie am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Die Allgemeinverfügung gilt bis einschließlich 15. Dezember.

Die Landesmeldestelle gab die Sieben-Tage-Inzidenz für Lübeck am Samstag mit 170 an. Damit lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in der Hansestadt höher als im Land Schleswig-Holstein. Dort betrug der Wert am Samstag 134,5.

Nach Angaben der Stadt ist aus der Zeit vor Corona in der Vorweihnachtszeit in Lübeck im Mittel von 50.000 Tagesgästen im öffentlichen Raum auszugehen, an den Wochenenden von bis zu 100.000 Gästen, die sich in der Innenstadt neben der Lübecker Bevölkerung aufhalten.

Die Weihnachtsmärkte sollen nach Angaben der Stadt ab Montag alle stattfinden, allerdings gilt überall Maskenpflicht und die 2G-Regel. Das heißt, Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene.

Update, 21. November, 15.11 Uhr: Warnstufe "orange": Ludwigslust-Parchim verschärft Maßnahmen

Ludwigslust – Nachdem sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim den dritten Tag in Folge auf der Warnstufe "orange" der Corona-Ampel des Landes befindet, treten ab Montag verschärfte Bestimmungen in Kraft.

In Innenbereichen wie Kinos, Theatern und Gaststätten sowie auf Weihnachtsmärkten oder Volksfesten gilt dann die 2G-Regel, wonach nur geimpfte oder genesene Personen Zutritt bekommen, teilte der Landkreis mit.

Bei den körpernahen Dienstleistungen gilt 3G. Hier sind dann auch Ungeimpfte mit einem negativen Corona-Test zugelassen. An den Schulen müssen die Kinder wieder Maske tragen.

Der Landkreis bittet die Bürger und Bürgerinnen, die nicht beziehungsweise nur einmal geimpft oder genesen sind, ihre Kontakte möglichst gering zu halten.

Außerdem solle überall dort, wo Abstände schwer eingehalten werden können, Maske getragen werden. Die Maßnahmen fallen erst wieder weg, wenn die Corona-Ampel fünf Tage hintereinander "gelb" zeigt.

Update, 21. November, 14.09 Uhr: Verstöße bei Kontrollen in Bars und Bordellen

Kiel - Bei Kontrollen in Bars und Bordellen hat die Polizei Kiel am Samstagabend zahlreiche Verstöße festgestellt.

Insgesamt wurden 13 gastronomische Betriebe und drei Bordelle kontrolliert, es waren rund 80 Beamte im Einsatz, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Prostituierten hatten unter anderem den 3G-Nachweis bei ihren Kunden nicht kontrolliert.

Außerdem bemängelten die Beamten diverse Verstöße, wie defekte oder fehlende Rauchmelder, veraltete Hygienevorschriften oder nicht sichtbare Aushänge nach dem Jugendschutzgesetz.

Teilweise fehlten die Notausgangsbeschilderungen oder Fluchtwege waren verdeckt oder nicht ausgewiesen.

Update, 21. November, 12.47 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Hamburg mit 209,2 auf Höchststand

Hamburg – Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg auf einen Höchststand von 209,2 gestiegen.

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Am Tag zuvor lag die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bei 198,5, vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 176,5 gelegen. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Sonntag mit 372,7 an.

Die Zahl der an einem Tag registrierten Corona-Neuinfektionen lag am Sonntag in Hamburg bei 565. Das sind 274 weniger als am Samstag und 203 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 108.909 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 96.800 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg der Behörde zufolge um 3 auf 1868 (Stand Samstag). In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 193 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 49 angegeben.

75,3 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Freitag) mindestens einmal geimpft, 73,4 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den mindestens ein Mal Geimpften bei 70,4 Prozent und bei den vollständig Geimpften bei 67,9 Prozent.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 6,0 Prozent der Menschen in Hamburg erhalten. Beim Boostern liegt die Hansestadt damit nach RKI-Angaben etwas unter dem Bundesschnitt von 6,3 Prozent.

Update, 20. November, 19.48 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein stagniert - 391 Neuinfektionen

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein auf dem Niveau des Vortags geblieben. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 134,5 - nach 134,3 am Freitag. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor.

Binnen 24 Stunden wurden 391 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, deutlich weniger als am Freitag (806), aber etwas mehr als am vergangenen Samstag (325).

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag unverändert bei 3,23.

129 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 34 auf einer Intensivstation. 17 von ihnen mussten beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 1772.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster (262,8), gefolgt von Pinneberg (179,1) und Stormarn (177,2). Vergleichsweise gut steht Schleswig-Flensburg mit einem Wert von 88,4 da.

Bundesweit ist der Wert deutlich höher: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 362,2 an.

Update, 20. November, 17.33 Uhr: Inzidenz steigt in Mecklenburg-Vorpommern auf 281,9

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern auf 281,9 gestiegen. Das meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Samstag. Am Freitag lag sie noch bei 264 und vor einer Woche bei 194,1.

Der Wert gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden. Insgesamt wurden am Freitag 736 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Das sind 268 weniger als am Vortag und 368 mehr als vor einer Woche.

Die künftig bundesweit besonders wichtige Hospitalisierungsinzidenz wurde mit 5,3 angegeben. Sie zeigt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus gekommen sind.

Am Tag zuvor hatte der Wert 5,5 betragen. Regional am höchsten war er am Samstag dem Amt zufolge in den Landkreisen Vorpommern-Rügen (10,2) und Ludwigslust-Parchim (9,4).

Update, 20. November, 13 Uhr: Corona-Neuinfektionen steigen in Hamburg auf neuen Höchststand

Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf der Großen Freiheit auf St. Pauli unterwegs. Die Neuinfektionen in Hamburg haben einen neuen Höchststand erreicht.
Zahlreiche Nachtschwärmer sind auf der Großen Freiheit auf St. Pauli unterwegs. Die Neuinfektionen in Hamburg haben einen neuen Höchststand erreicht.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – Die Zahl der an einem Tag registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat am Samstag einen neuen Höchststand erreicht.

Insgesamt seien 839 Fälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag mit. Das sind 281 mehr als am Vortag und 173 mehr als vor einer Woche. Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am Mittwoch mit 721 gemeldet worden.

Auch die Corona-Inzidenz steigt weiter an. Nachdem die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Freitag bei 189,5 lag, kletterte sie am Samstag auf einen Wert von 198,5. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 175,2 gelegen. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Samstag mit 362,2 an.

Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 108.344 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 96.500 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg der Behörde zufolge um 5 auf 1860 (Stand Freitag). In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 193 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 49 angegeben.

75,3 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI (Stand Freitag) mindestens einmal geimpft, 73,4 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den mindestens ein Mal Geimpften bei 70,4 Prozent und bei den vollständig Geimpften bei 67,9 Prozent.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 6,0 Prozent der Menschen in Hamburg erhalten. Beim Boostern liegt die Hansestadt damit nach RKI-Angaben etwas unter dem Bundesschnitt von 6,3 Prozent.

Update, 20. November, 7.44 Uhr: Schließung der Impfzentren war "politischer Unsinn"

Hannover – Der Niedersächsische Landkreistag (NLT) hat die Schließung der Impfzentren vor knapp zwei Monaten als Fehlentscheidung kritisiert. Die aktuelle Situation verdeutliche den "politischen Unsinn", die Impfzentren zum 30. September dieses Jahres abzuwickeln, sagte NLT-Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Es ist keine Überraschung, dass die Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit nach oben schnellen."

Bund und Länder hatten damals vereinbart, die zum Impfstart eingerichteten zeitweise mehr als 400 regionalen Impfzentren in Deutschland zum 30. September zu schließen oder die Kapazitäten zurückzufahren.

Jetzt seien die Mobilen Impfteams der Landkreise und der Region Hannover nicht nur wichtig, um Impfskeptiker noch zu erreichen, betonte Meyer.

"Sie sind auch unverzichtbar, weil allein in den Monaten Januar und Februar 2022 drei Millionen Booster-Impfungen in Niedersachsen anstehen. In der Praxis ist nicht die Finanzierung der Impfteams das Problem, sondern wiederum höchst kurzfristig qualifiziertes Personal zu gewinnen."

Update, 20. November, 7.23 Uhr: Auch Apotheker sollen impfen

Osnabrück/Hannover – Angesichts steigender Corona-Zahlen ist Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens dafür, dass künftig auch Apotheker gegen Corona impfen.

"Aus meiner Sicht könnte eine zeitlich befristete und auf die Covid-Schutzimpfungen beschränkte Ausnahmegenehmigung für Apotheken mit entsprechend ausgebildetem Personal ein pragmatischer und sinnvoller Weg sein, um die Impfkapazitäten noch einmal aufzustocken". Das sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Samstag).

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte vor wenigen Tagen bereits vorgeschlagen, das Impf-Tempo durch Corona-Impfungen in Apotheken erhöhen. "Wir sind in einer Notlage, und in einer Notlage muss man bestimmte Dinge großzügig gestalten", sagte er am Mittwochabend, und: "Jeder Mann und Maus, der impfen kann, soll jetzt gefälligst impfen. Sonst kriegen wir diese Krise nicht in den Griff."

Ministerin Behrens sagte, sie wisse, dass viele Ärzte und insbesondere deren Beschäftigte schon jetzt großen Belastungen ausgesetzt seien. "Daher könnte die Einbeziehung von Apotheken in die Impfkampagne gegen Covid-19 auch eine Entlastung für die Praxen und eine Bereicherung der Impfmöglichkeiten im großen Flächenland Niedersachsen darstellen."

Behrens räumte ein, dass ihr Vorschlag vermutlich unter Medizinern auf wenig Gegenliebe stoßen werde. "Bei diesem Thema gibt es ohne Frage große Vorbehalte in der Ärzteschaft", sagte sie. Wieler hatte gesagt: "Ich sag das jetzt mal ganz klar: Es muss jetzt Schluss sein, dass irgendwer irgendwelchen anderen Berufsgruppen aufgrund von irgendwelchen Umständen nicht gestattet zu impfen."

Der Bund müsste laut Behrens die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, dass auch Apotheken in die Covid-Impfkampagne einsteigen könnten. "In Niedersachsen haben wir im Rahmen von Modellprojekten bereits gute Erfahrungen mit Grippeschutzimpfungen in Apotheken gemacht."

Update, 19. November, 21.13 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 134,3

Kiel - Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle binnen einer Woche ist in Schleswig-Holstein weiter deutlich gestiegen.

Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 134,3 - nach 122,9 am Donnerstag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Es wurden binnen 24 Stunden landesweit 806 Neuinfektionen gemeldet. Am Donnerstag waren es 701, am Mittwoch 825.

Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) allerdings immer noch weit unten - mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzident. Das RKI gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag mit 340,7 an.

In Schleswig-Holstein wurden drei weitere Covid-19-Todesfälle gemeldet; die Gesamtzahl in der Pandemie stieg damit auf 1772. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg um 1 auf 129. 34 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt (+1), weiterhin mussten 17 beatmet werden.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100 000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag bei 3,23 (Donnerstag 2,75).

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Neumünster, wo sie binnen Tagesfrist von 249,0 auf 250,3 stieg, gefolgt von den Kreisen Herzogtum Lauenburg (185,3) und Stormarn (177,2). Vergleichsweise am besten steht Schleswig-Flensburg mit einem Wert von 88,3 da.

Update, 19. November, 18.26 Uhr: Hospitalisierungsinzidenz im Norden deutlich unter Bundesschnitt

Hamburg/Kiel - Die Belegung der Kliniken mit Corona-Patienten wird künftig ein wichtiges Kriterium für die Verschärfung der Corona-Regeln.

Dazu haben sich Bund und Länder auf Schwellenwerte für die so genannte Hospitalisierungsinzidenz geeinigt. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Patienten in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden.

In Hamburg lag dieser Wert am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1,94 (Donnerstag: 1,62). In Schleswig-Holstein lag der Wert bei 3,23 (Donnerstag: 2,75).

Damit liegen beide Länder deutlich unter dem Bundesschnitt von 5,34, wobei die höchsten Werte für Thüringen (17,55), Sachsen-Anhalt (11,92) und Bayern (9,15) ausgewiesen wurden.

Konkret sollen die Länder bei Überschreiten eines Schwellenwertes von 3 flächendeckende Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G) etwa zu Veranstaltungen und der Gastronomie einführen - sofern nicht schon geschehen.

Der Hamburger Senat hat schon am Dienstag die Regeln verschärft und 2G von Samstag an unter anderem für Gastronomie, Bars, Clubs, Discos und körpernahe Dienstleister beschlossen.

Auch die Landesregierung in Kiel hat bereits am Mittwoch beschlossen, Menschen ohne Corona-Impfung von weiten Teilen des öffentlichen Lebens auszuschließen. So dürfen Ungeimpfte dürfen von Montag an keine Innenräume von Freizeitstätten und Gaststätten mehr besuchen.

Bei Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder darüber hinausgehend in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G plus).

Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen, zum Beispiel Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen und Verbote von Veranstaltungen.

Update, 19. November, 17.58 Uhr: Erstmals mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag in MV nachgewiesen

Rostock – Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Freitag 1004 neue Ansteckungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 264. Vor einer Woche lag sie noch bei 188,9.

Die künftig bundesweit besonders wichtige Hospitalisierungsinzidenz wurde mit 5,5 angegeben. Sie zeigt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus gekommen sind.

Am Tag zuvor hatte der Wert 6,5 betragen, vor einer Woche 4,5. Regional am höchsten war er am Freitag dem Amt zufolge im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 9,4, gefolgt von Vorpommern-Rügen (8,0) und Mecklenburgische Seenplatte (7,8).

Update, 19. November, 16.50 Uhr: Schärfere 2G-Regeln in Hamburg treten Samstag in Kraft

Die 2G-Regel in Hamburg wird auf weitere Lebensbereiche ausgeweitet.
Die 2G-Regel in Hamburg wird auf weitere Lebensbereiche ausgeweitet.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Ungeimpfte werden ab Samstag in Hamburg in weiten Teilen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Die Stadt veröffentlichte am Freitag die neue Corona-Verordnung, mit der die am Dienstag beschlossenen schärferen Corona-Regeln in Kraft gesetzt werden.

Der rot-grüne Senat der Hansestadt hatte schärfere Verbote für Ungeimpfte beschlossen, um eine ähnliche Eskalation der Corona-Pandemie wie im Süden und Osten der Republik zu vermeiden.

Demnach gilt nun eine 2G-Pflicht (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) für Gastronomie, Bars, Clubs, Discos, körpernahe Dienstleister, Sport in geschlossenen Räumen sowie Freizeitchöre und Orchester.

Für Ungeimpfte sind diese Bereiche demnach nicht mehr zugänglich. Die von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) genannte Faustregel lautet: "Immer dort, wo starke körperliche Aktivität zu viel Atem und zu viel Aerosolbildung führt, wollen und müssen wir jetzt die 2G-Regelung treffen."

Wesentliche körpernahe Dienstleistungen wie Haareschneiden, Fußpflege und medizinische Behandlungen sind weiterhin unter 3G-Bedingungen möglich. Beim 3G-Modell dürfen auch Ungeimpfte eingelassen werden, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Keine Verschärfungen gibt es vorerst im Einzelhandel.

Sollte sich die - im bundesweiten Vergleich - noch entspannte Lage in den Kliniken weiter verschärfen, werde der Senat weitere Maßnahmen beschließen, hatte Tschentscher am Dienstag angekündigt. Dann sei eine Ausweitung des 2G-Modells auf alle Bereiche nötig.

Update, 19. November, 16.48 Uhr: Unternehmerverbände appellieren an Beschäftigte: Lasst Euch impfen

Hamburg – Angesichts der wieder eskalierenden Corona-Pandemie appellieren die Arbeitgeber im Norden an ungeimpfte Beschäftigte, sich "endlich impfen zu lassen".

Der norddeutsche Arbeitgeberpräsident Philipp Murmann sagte am Freitag: "Die Unternehmen blicken in Sorge auf das aktuelle Infektionsgeschehen und versuchen weiterhin mit großen Anstrengungen die Infektionen im Betrieb zu vermeiden."

Auf Unternehmen kommen wegen der verschärften Pandemielage von kommendem Mittwoch an zusätzliche Kontrollpflichten zu. Bundestag und Bundesrat haben eine Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, in der die 3G-Pflicht verankert wird. Wenn im Betrieb "physischer Kontakt" zu anderen nicht ausgeschlossen werden kann, soll demnach der Zutritt nur noch Geimpften, Genesenen oder aktuell negativ Getesteten möglich sein.

Murmann, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände
in Hamburg und Schleswig-Holstein (UVNord), begrüßte zwar grundsätzlich die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz. Er mahnte allerdings, dass "überbordende Dokumentationspflichten unbedingt vermieden werden" müssten.

"Der organisatorische Umsetzungsaufwand stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen und wird die Unternehmen viel Geld kosten, zusätzlich zu den schon ohnehin erforderlichen Schutzmaßnahmen", so Murmann.

Nach seiner Einschätzung werden die einzelnen Unternehmen individuell regeln, wie sie mit den neuen Pflichten umgehen. "Die Arbeitsabläufe in den Unternehmen sind vielfältig, daher wird es leider keine Universallösung geben."

Auch der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, Malte Heyne, wertete die 3G-Regelung am Arbeitsplatz als sinnvoll, weil so wirtschaftliches Leben weiter möglich sei und ein Lockdown verhindert werden könne.

"Wichtig ist, dass die 3G-Kontrollen und Testungen unbürokratisch in den Arbeitsalltag integriert werden können", sagte er. "Der Arbeitgeber sollte außerdem nicht für die Kosten der Tests für Ungeimpfte aufkommen müssen."

Update, 19. November, 16.20 Uhr: Bundeswehr bereitet sich auf Corona-Hilfseinsatz vor

Schwerin – Die Bundeswehr bereitet sich angesichts der aktuellen Corona-Lage auf einen erneuten Corona-Hilfseinsatz in Mecklenburg-Vorpommern vor.

"Die Bundeswehr stellt sich grundsätzlich auf eine Unterstützung in den Bereichen Impfen und Testen ein. Das schließt bei dringender beziehungsweise akuter Notwendigkeit andere Bereiche des öffentlichen Gesundheitsdienstes nicht aus", sagte ein Sprecher des Landeskommandos am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin.

Laut Sozialministerium besteht Interesse an Unterstützung auch bei der Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern. Soldaten hatten in vorangegangenen Pandemie-Wellen auch dort geholfen.

Aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen haben die Gesundheitsämter in MV die Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten teilweise aufgegeben und auf die Verantwortung des Einzelnen hingewiesen. Die Ämter konzentrieren sich auf Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Altenheimen.

Noch sei kein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr von den Landkreisen und kreisfreien Städten eingegangen, sagte der Sprecher des Landeskommandos. Sobald diese eingingen, werde in der Regel binnen 24 bis 48 Stunden entschieden. Der Einsatz der Kräfte erfolge dann "schnellstmöglich". Bundesweit stocke die Bundeswehr ihr Corona-Unterstützungskontingent von derzeit 3000 auf bis zu 12.000 Soldaten und Soldatinnen auf.

In MV waren dem Sprecher zufolge im bisherigen Verlauf der Pandemie rund 4500 Soldaten und Soldatinnen eingesetzt - davon etwa 1700 in der Impfkampagne. Zu Spitzenzeiten im April und Mai waren nach früheren Angaben des Landeskommandos zeitgleich bis zu 620 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz.

Nicht nur beim Impfen und in der Kontaktnachverfolgung, sondern auch bei Corona-Tests für Besucher in Alten- und Pflegeheimen unterstützten sie das Personal.

Update, 19. November, 16.18 Uhr: Hospitalisierungsquote in Hamburg derzeit knapp unter 2

Hamburg – Die Belastung der Kliniken mit Corona-Patienten wird künftig ein wichtiges Kriterium für die Verschärfung der Corona-Regeln.

Dazu haben sich Bund und Länder auf Schwellenwerte für die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz geeinigt. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Patienten in einem Sieben-Tage-Zeitraum stationär aufgenommen wurden. In Hamburg lag dieser Wert am Freitag (0 Uhr) nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1,94 (Donnerstag: 1,62). Auch an den Tagen zuvor lag er mit Quoten zwischen 1,35 und 2,00 deutlich unter dem niedrigsten Schwellenwert.

Mit 1,94 liegt Hamburg auch deutlich unter dem Bundesschnitt von 5,34. Die höchsten Werte wurden für Thüringen (17,55), Sachsen (11,92) und Bayern (9,15) ausgewiesen.

Konkret sollen die Länder bei Überschreiten des Schwellenwerts 3 flächendeckende Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G) etwa zu Veranstaltungen und der Gastronomie einführen - sofern nicht schon geschehen. Der Hamburger Senat hat schon am Dienstag die Regeln verschärft und 2G von Samstag an unter anderem für Gastronomie, Bars, Clubs, Discos und körpernahe Dienstleister beschlossen.

Bei Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder darüber hinaus in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G plus). Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen, zum Beispiel Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen und Verbote von Veranstaltungen.

"Sofern der Schwellenwert an fünf Tagen in Folge unterschritten wird, kann von den vorstehenden Regelungen wieder abgesehen werden", heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern von Donnerstag.

Update, 19. November, 14.14 Uhr: Hamburg weitet Impfangebot aus

Zahlreiche Menschen warten im Corona-Impfzentrum im Asklepios Klinikum Harburg in einem Gang. Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen setzt auch Hamburg auf Auffrischungsimpfungen, die Nachfrage nach den Booster-Impfungen steigt.
Zahlreiche Menschen warten im Corona-Impfzentrum im Asklepios Klinikum Harburg in einem Gang. Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen setzt auch Hamburg auf Auffrischungsimpfungen, die Nachfrage nach den Booster-Impfungen steigt.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Die Nachfrage nach Corona-Auffrischungsimpfungen ist hoch - nun weitet Hamburg das städtische Impfangebot erheblich aus. Neben den Arztpraxen soll an insgesamt 21 Standorten in allen Bezirken geimpft werden, wie die Sozialbehörde am Freitag mitteilte.

Zudem sollen mobile Impfteams in der gesamten Stadt Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen anbieten - und zwar ohne Termin. Kurzfristig ergebe sich so eine Kapazität von bis zu 160.000 Impfungen pro Woche.

Das Impfzentrum in den Messehallen soll den Angaben nach aber nicht wiedereröffnet werden. "Die Lage ist ganz anders als im Frühjahr", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag.

Es gebe nun mehrere Akteure, die Impfungen anbieten: die niedergelassenen Ärzte, Betriebsärzte, Krankenhäuser und städtische Akteure. Dadurch bestehe jetzt die Möglichkeit, sich wohnortnah impfen zu lassen.

In Hamburg werden derzeit überwiegend Booster-Impfungen verabreicht. Sie machen laut Leonhard zwei Drittel der Kapazität aus. Das letzte Drittel entfalle auf Erst- und Zweitimpfungen. Bisher haben demnach mehr als 13 Prozent der Menschen ab 60 eine dritte Spritze erhalten.

"Wir werden die mehr als 1,4 Millionen Menschen, die in Hamburg schon geimpft sind, nicht in einer Woche auffrischen können", sagte Leonhard. Daher sollen etwa ältere Menschen den Booster weiterhin zuerst erhalten. Mit den großen Kapazitäten werde es aber gelingen, das schrittweise und zügig abzuarbeiten.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte sich am Donnerstag für ein deutlich breiteres Auffrischen ausgesprochen. Alle Menschen ab 18 Jahren sollen künftig eine Booster-Impfung erhalten können.

Dabei handelte es sich aber noch nicht um eine endgültige Stiko-Empfehlung, sondern einen Beschlussentwurf, der zur Abstimmung an Fachkreise und die Bundesländer gegeben wurde. Änderungen seien noch möglich.

Update, 19. November, 13.57 Uhr: 2G-Regel könnte ab Januar auch für Jugendliche gelten

Hannover – Ungeimpfte Jugendliche könnten von Januar an anders als bisher von zahlreichen Veranstaltungen in Niedersachsen ausgeschlossen werden.

Wie eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover erklärte, könnte die Altersgrenze, ab der die 2G-Regel gilt, demnächst von 18 auf 12 Jahre gesenkt werden. "Bis jetzt ist vorgesehen, dass wir die bis 18-Jährigen ausnehmen und dann vielleicht ab dem 31.12. das auf 12 Jahre reduzieren."

Die 2G-Regel beschränkt den Zutritt zu Veranstaltungen und Einrichtungen auf Geimpfte und Genesene, ein Corona-Test allein reicht dann nicht aus.

Hintergrund der bisherigen Ausnahmeregelung ist, dass sich die Jugendlichen für den Schulbesuch regelmäßig auf Corona testen. Zudem standen den Jugendlichen die Impfungen deutlich später zur Verfügung als Erwachsenen.

Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts ist bisher etwas mehr als die Hälfte (51,5 Prozent) der 12- bis 17-Jährigen in Niedersachsen vollständig geimpft.

Update, 19. November, 13.17 Uhr: Land erwägt schärfere Corona-Regeln für Schulen

Hannover – Niedersachsens Schüler müssEn sich auf eine mögliche Verschärfung der Corona-Regeln einstellen. Sämtliche Möglichkeiten, den Präsenzunterricht zu schützen, würden derzeit geprüft, sagte ein Sprecher von Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover.

Dazu gehörten tägliche Corona-Tests. Auch eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Erst- und Zweitklässler schloss er nicht aus. "Alles ist auf dem Tisch. Das Wichtigste ist, dass die Schülerinnen und Schüler weiter in die Schule gehen können."

Der Ministeriumssprecher rief zudem die Erwachsenen auf, sich impfen zu lassen und sich auch im Privaten verantwortungsvoll zu verhalten. "Das sind Beiträge, wie man Schule und Kita sicher halten kann."

In den vergangenen zwei Wochen sind laut Ministerium insgesamt 2190 Corona-Verdachtsfälle an den Schulen erfasst worden. An acht Schulen landesweit findet der Unterricht derzeit coronabedingt nur im Distanzlernen statt.

Darüber hinaus waren am Freitag auch 10 Kindertagesstätten vollständig und 38 weitere teilweise geschlossen.

Update, 19. November, 13 Uhr: Leonhard sieht Indikator für härtere Corona-Maßnahmen kritisch

Melanie Leonhard (SPD), Gesundsheitssenatorin, spricht während einer Landespressekonferenz nach einer Senatssitzung zur Corona-Lage.
Melanie Leonhard (SPD), Gesundsheitssenatorin, spricht während einer Landespressekonferenz nach einer Senatssitzung zur Corona-Lage.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg – Die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard sieht die ausschließliche Orientierung an der Hospitalisierungsrate für neue Corona-Beschränkungen kritisch.

"Es ist ein guter Indikator. Man ist aber gut beraten, ihn nicht als einzigen zu nehmen", sagte die SPD-Politikerin am Freitag. Bei politischen Entscheidungen müssten auch andere Daten wie Neuansteckungs- oder Impfquote berücksichtigt werden.

Der Grund: Die Rate der Klinikeinweisungen sei um mindestens sieben Tage zeitverzögert. "Wenn die Hospitalisierungsrate sehr hoch ist in einem Bundesland, ist die Lage schon außer Kontrolle. Das heißt, das ist auch sehr spät, dann einzugreifen."

Um die Ausbreitung des Coronavirus in den Griff zu bekommen, hatten Bund und Länder am Donnerstag neue Grenzwerte für Beschränkungen festgelegt. Ausschlaggebend ist künftig die Hospitalisierungsrate. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind.

Liegt die Rate über 3, soll 2G gelten. Steigt sie auf mehr als 6, müssen Geimpfte und Genesene in bestimmten Einrichtungen wie Diskotheken, Clubs und Bars zusätzlich einen Test vorlegen (2G plus). Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen.

Update, 19. November, 12.59 Uhr: Impftempo nimmt im Nordosten an Fahrt auf

Schwerin – Nach Angaben des Schweriner Gesundheitsministeriums nimmt das Tempo bei den Corona-Schutzimpfungen an Fahrt auf.

Am Mittwoch seien rund 12.740 Impfungen erfolgt, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag auf Anfrage mit. Am Dienstag seien es rund 7680 und am Montag rund 5250 gewesen. Am Montag der vorhergehenden Woche lag der Wert demnach bei rund 3880.

Ministerin Stefanie Drese (SPD) rufe zuallererst alle bisher Nicht-Geimpften dringend auf, sich impfen zu lassen. Auffrischungsimpfungen würden vorrangig Immungeschwächten, über 70-Jährigen oder etwa Bewohnern von Pflegeheimen angeboten. Über 80 Prozent der Pflegeheime hätten bereits ein Impfangebot erhalten.

«Jetzt sind zunächst die Älteren und Vorerkrankten dran!», wird Drese zitiert. In diesen Tagen bekämen alle über 70-Jährigen - den Angaben zufolge rund 150.000 Menschen - einen Brief mit der Möglichkeit, telefonisch einen Impftermin zu buchen. Die über 80-Jährigen seien bereits vor einer Woche angeschrieben worden.

Die ab 18-Jährigen sollen folgen, allerdings im Regelfall nur, wenn die Zweitimpfung sechs Monate zurückliegt. Verkürzungen könnten nur in Einzelfall erwogen werden. Erste Ansprechpartner für Auffrischungsimpfungen seien die Haus- und Fachärzte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben 5,8 Prozent der Bevölkerung im Nordosten eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die acht Impfstützpunkte - jeweils einer pro Landkreis beziehungsweise kreisfreier Stadt - würden in Kürze erweitert, etwa durch längere Öffnungszeiten, zusätzliche Nebenstandorte oder Impfstrecken. Zusätzlich würden weitere Impfstellen eingerichtet. Außerdem kämen mobile Impfteams zum Einsatz. Mit dem Landeskommando der Bundeswehr sei man bereits im Austausch. Sie werde breite Unterstützung leisten.

Nach Angaben des Ministeriums wird aktuell wieder ein Terminmanagement aufgebaut. Ab Ende kommender Woche soll es die Möglichkeit der telefonischen Terminvereinbarung geben. Dafür sollen mehr als 50 externe Mitarbeiter sorgen. Spätestens Anfang Dezember sollen auch online Terminvereinbarungen für Impfungen erfolgen können.

Update, 19. November, 12.57 Uhr: Booster-Impfung zuerst für Ältere und Vorerkrankte

Zuerst sollen alte und vorerkrankte Menschen eine Booster-Impfung erhalten.
Zuerst sollen alte und vorerkrankte Menschen eine Booster-Impfung erhalten.  © Sven Hoppe/dpa

Hannover – Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen die Booster-Impfung gegen Corona trotz der Ausweitung der Impf-Empfehlung in Niedersachsen zuerst erhalten. Dafür hat sich die Landesregierung ausgesprochen.

"Diejenigen, die sie besonders brauchen, kriegen die Auffrischungsimpfung schneller", sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei am Freitag in Hannover. Es müsse sich aber niemand Sorgen machen, nicht zum Zug zu kommen, da die Impfkapazitäten derzeit ausgebaut würden.

Das Gesundheitsministerium betonte, das Ziel der Priorisierung sei es, schwere Verläufe und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Wie die Terminvergabe vor Ort ablaufe, hänge aber vom jeweiligen Impfarzt ab. Engpässe bei der Beschaffung des Impfstoffs wie zu Jahresbeginn gebe es nicht mehr. "Impfstoff ist genug vorhanden", sagte ein Ministeriumssprecher.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Booster-Empfehlung zuletzt auf alle Erwachsenen ausgeweitet. In der Regel soll dabei ein Abstand von sechs Monaten zur Zweitimpfung eingehalten werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hatte jedoch schon im Vorfeld die Hoffnung auf schnelle Booster für alle gedämpft. Es werde nicht möglich sein, die von der Politik geweckten Erwartungen auf kurzfristige Impfungen zu erfüllen, hieß es am Donnerstag.

Update, 19. November, 12.55 Uhr: Wieder mehr Klinik-Einweisungen von Covid-Kranken

Hannover – Die Zahl der Klinik-Einweisungen von Covid-19-Patienten ist in Niedersachsen abermals gestiegen. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Freitag bei 4,8 nach 4,7 am Vortag, wie das Land auf seiner Internet-Seite zur Corona-Lage mitteilte.

So viele Covid-Kranke pro 100.000 Einwohner kamen innerhalb der vergangenen sieben Tage ins Krankenhaus. Auf den Intensivstationen in Niedersachsen waren am Freitag 6,9 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Patienten belegt. Am Donnerstag lag dieser Wert bei 6,6.

Das Infektionsgeschehen bleibt angespannt: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Niedersachsen kletterte am Freitag auf einen neuen Höchststand von 154,2 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner infizierten sich binnen sieben Tagen nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) neu mit dem Virus. Am Donnerstag hatte der Wert bei 147,9 gelegen. Die Inzidenz im Bundesland Bremen lag am Freitag bei 140,4.

Maßgeblich für die Bewertung der Pandemie-Situation sind in Niedersachsen die Krankenhaus-Einweisungen. Eine Corona-Warnstufe wird erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 19. November, 12.46 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg stagniert bei knapp unter 190

Impfwillige warten vor der Zentralbibliothek Hamburg während einer Impfaktion auf Einlass.
Impfwillige warten vor der Zentralbibliothek Hamburg während einer Impfaktion auf Einlass.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Nach drei Höchstständen in Folge hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Hamburg am Freitag kaum verändert. Die Gesundheitsbehörde meldete einen Wert von 189,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 160,8 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Freitag mit 340,7 an.

Die Zahl der neu registrierten Corona-Fälle betrug den Angaben zufolge am Freitag 558. Das sind 163 weniger als bei dem am Mittwoch gemeldeten Allzeithoch und 2 weniger als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 107.505 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 96.200 davon gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg der Behörde zufolge um 4 auf 1860. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Mittwoch 183 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 52 angegeben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Donnerstag (Stand: 12.15 Uhr) 50; von ihnen mussten 28 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 10 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

75,3 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Freitag mindestens einmal geimpft, 73,4 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 70,4 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,9 Prozent.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 6,0 Prozent der Menschen in Hamburg erhalten. Beim Boostern liegt die Hansestadt damit nach RKI-Angaben etwas unter dem Bundesschnitt von 6,3 Prozent.

Update, 19. November, 12.43 Uhr: 3G-Kontrollen nur stichprobenhaft möglich

Kiel – Die Einhaltung der geplanten 3G-Regel in Bussen und Bahnen wäre nach Ansicht des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein nicht vollständig überprüfbar.

"Wir gehen davon aus, dass Kontrollen nur stichprobenhaft möglich sein werden", teilte das Unternehmen am Freitag mit. Aus praktischen Gründen werde das vermutlich während der Fahrt stattfinden müssen.

Welche Rolle die Verkehrsunternehmen dabei spielen würden und welche die Ordnungsbehörden, sei noch zu klären. "Wir wissen noch nicht, ob es in der neuen Landesverordnung hierzu weitere Vorgaben oder Wünsche geben wird", so ein Sprecher.

Eine 3G-Regel im Nahverkehr würde bedeuten, dass noch nur Geimpfte, Genesene oder auf das Coronavirus Getestete Busse und Bahn benutzen dürfen.

Update, 19. November, 10 Uhr: Schwesig verteidigt Drei-Stufen-Modell für Corona-Beschränkungen

Manuela Schwesig (SPD), die wiedergewählte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, befürwortet das Drei-Stufen-Modell.
Manuela Schwesig (SPD), die wiedergewählte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, befürwortet das Drei-Stufen-Modell.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat das von Bund und Ländern vereinbarte Drei-Stufen-Modell für Corona-Beschränkungen anhand der Rate von Covid-Patienten in Kliniken verteidigt.

Dieses Modell sei klar, sagte die SPD-Politikerin am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". In Mecklenburg-Vorpommern gebe es bereits ein Warnstufenmodell, das nun entsprechend der Vereinbarung aktualisiert werde.

Orientierungsgröße soll dem Bund-Länder-Beschluss zufolge die für das jeweilige Bundesland ausgewiesene Hospitalisierungsrate sein. Dafür erfasst das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum.

Ab den Schwellenwerten von 3, 6 und 9 sollen Regeln für 2G, 2G plus oder weitergehende Beschränkungen gelten. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt etwa zu Gastronomie und Veranstaltungen haben, bei 2G plus brauchen diese zusätzlich einen negativen Testnachweis.

In Mecklenburg-Vorpommern lag die Hospitalisierungsrate am Donnerstag ganz knapp unter der 2G-plus-Schwelle bei 5,96.

Update, 19. November, 9.30 Uhr: Landsberg: Umsetzung der Corona-Beschlüsse wird "Herkulesaufgabe"

Berlin/Bremen - Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg (69), hält die neuen Beschlüsse zur Corona-Bekämpfung für umsetzbar, fordert aber Hilfe für die Kommunen.

"Das wird eine Herkulesaufgabe", sagte Landsberg am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Kommunen stünden zur Umsetzung bereit, erwarteten aber eine Unterstützung der Länder, etwa durch die Polizei bei den nötigen Kontrollen. Gleichwohl habe man Erfahrung in der Pandemie gesammelt. "Ich sage mal, wir schaffen das", fügte Landsberg hinzu.

Der Kommunalvertreter rief die Menschen zugleich auf, sich impfen zu lassen und auch Auffrischungsimpfungen abzuholen. Bis Weihnachten müssten rund 20 Millionen Menschen "geboostert" sein. Es gebe hier seit einigen Tagen einen großen Zulauf. Diese Stimmung müsse aufrechterhalten werden. Impfungen seien der einzige Ausweg aus der Pandemie.

Nach dem Bundestag am Donnerstag stimmt auch der Bundesrat an diesem Freitag über den neuen Instrumentenkasten zur Corona-Bekämpfung ab. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (56, SPD) zeigte sich am Morgen im Deutschlandfunk optimistisch, dass die Union-geführten Länder zustimmen. Die Landesregierungen hätten mit der neuen Länderklausel im Infektionsschutzgesetz eine "große Beinfreiheit". Bovenschulte sagte, es gebe derzeit in Deutschland regional drei Zustände in der Pandemie: ernst, sehr ernst und extrem ernst.

Im Bundesrat geht es unter anderem um 3G-Vorgaben am Arbeitsplatz sowie in Bussen und Bahnen. Hier wären jeweils Nachweise über Impfung, Genesung oder negativen Test (3G) nötig. Für Pflegeheime und Kliniken sind Testpflichten für Beschäftigte und Besucher vorgesehen.

Auf der anderen Seite aber sollen etwa Schul- oder Geschäftsschließungen künftig nicht mehr möglich seien. Bund und Länder hatten zudem Beschränkungen für Ungeimpfte vereinbart.

In Abhängigkeit von der Rate von Covid-Patienten in Krankenhäusern soll etwa der Zutritt zu Freizeitveranstaltungen oder Gastronomie nur noch Geimpften und Genesenen möglich sein, bei einer höheren Hospitalisierungsrate bräuchten diese noch zusätzlich einen negativen Test.

Update, 18. November, 21.14 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein klettert weiter - auf 122,9

Kiel - Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle binnen einer Woche ist in Schleswig-Holstein weiter nach oben geklettert. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 122,9 - nach 116,1 am Mittwoch, wie aus den Daten der Landesmeldestelle hervorgeht. Es wurden binnen 24 Stunden landesweit 701 Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch waren es 825.

Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) allerdings immer noch weit unten - mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzident. Das RKI gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag (00.00 Uhr) mit 336,9 an.

In Schleswig-Holstein wurden neun weitere Covid-19-Todesfälle gemeldet; die Gesamtzahl in der Pandemie stieg damit auf 1769. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Donnerstag auf 128 (Mittwoch: 127). 33 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 17 mussten beatmet werden. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - lag bei 2,75 (Mittwoch: 3,09).

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin im Kreis Neumünster, wo sie binnen Tagesfrist von 247,8 auf 249,0 stieg, gefolgt vom Kreis Herzogtum Lauenburg (174,7) und Lübeck (161,2). Vergleichsweise am besten steht Dithmarschen mit einem Wert von 75,8 da.

Update, 18. November, 19.21 Uhr: Seenplatte erreicht als erster Landkreis in MV Warnstufe "Rot"

Rostock – Als erste Region in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Donnerstag die Warnstufe "Rot" auf der landeseigenen Risiko-Karte erreicht.

In dem Landkreis ist fast jedes fünfte Intensivbett (19,4 Prozent) mit einem Covid-Patienten belegt, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Bleibt eine Region drei Tage in der roten Zone, tritt unter anderem die 2G-Regel in weiteren Bereichen als bei "Orange" in Kraft, wie ein Regierungssprecher erklärte. Dazu zählten etwa körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme der Friseure.

Das Lagus meldete am Donnerstag 807 bestätigte Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages - nach 534 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 237,7. Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen noch bei 187,9 gelegen.

Außerdem wurden am Donnerstag 251 Covid-Patienten im Krankenhaus gemeldet. 156 waren es vor einer Woche. Am Donnerstag lagen 62 von ihnen auf der Intensivstation. Vor einer Wochen waren es 39. Inzwischen ist in MV jedes zehnte Intensivbett (10,3 Prozent) mit einem Covid-Patienten belegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen, also der Krankenhauseinweisungen, lag am Donnerstag bei 6,5. Vor einer Woche betrug dieser Wert 4,1.

Zwei der acht Landkreise und kreisfreien Städte - der Landkreis Rostock und Vorpommern-Rügen - erscheinen auf der Risikokarte des Landes orange eingefärbt, einer rot. Sind Regionen drei Tage orangefarben, gilt in vielen Freizeitbereichen 2G, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Auch das Land insgesamt ist seit Dienstag orange eingefärbt. Das hat aber laut dem Gesundheitsministerium keine Konsequenzen.

Vollständig geimpft sind in Mecklenburg-Vorpommern 66,1 Prozent der Bevölkerung. Eine Impfung haben 68,0 Prozent. Die Quote der Auffrischungsimpfungen liegt bei 5,2 Prozent.

Update, 18. November, 19.17 Uhr: Tschentscher begrüßt jüngste Corona-Beschlüsse

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, spricht sich für eine bundesweit geltende 2G-Modell-Pflicht aus.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, spricht sich für eine bundesweit geltende 2G-Modell-Pflicht aus.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die jüngsten Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) positiv bewertet.

"Ich begrüße, dass die MPK heute beschlossen hat, das 2G-Konzept nunmehr in ganz Deutschland verbindlich umzusetzen", sagte Tschentscher am Donnerstagabend einer Mitteilung zufolge.

"Zusammen mit den vom Deutschen Bundestag beschlossenen Regelungen zur Homeoffice-Pflicht sowie zu den 3G-Vorgaben am Arbeitsplatz und im Öffentlichen Personenverkehr kann dies zu einer Abbremsung der Infektionsdynamik beitragen."

Tschentscher kündigte an, das Hamburg im Bundesrat den vom Bundestag beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zustimmen werde. Mit den Änderungen blieben "die rechtlichen Grundlagen für die Länder erhalten, um wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie umzusetzen".

Der Senat der Hansestadt hatte bereits am Dienstag schärfere Verbote für Ungeimpfte beschlossen, um eine ähnliche Eskalation der Corona-Pandemie wie im Süden und Osten der Republik zu vermeiden.

Der Norden steht mit Blick auf die Infektionszahlen und die Situation auf den Intensivstationen noch vergleichsweise gut da.

Update, 18. November, 17.50 Uhr: 2G ab Freitag auch an der Seenplatte - Maßnahmen in Schwerin

Schwerin – Nach den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Greifswald gilt von diesem Freitag an auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die 2G-Regel in vielen Freizeitbereichen.

In Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen dann nur noch Geimpfte und Genesene eingelassen werden. Auch Hotels müssen erneut die Schutzvorkehrungen verschärfen, wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte.

Im Innenbereich sei eine Trennung zwischen Gästen, die geimpft oder genesen sind, sowie nicht geimpften und nur getesteten Gästen vorzunehmen.

Wie schon zuvor die beiden anderen Landkreise, war der Seenplatte-Kreis auf der risikogewichteten Stufenkarte des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) drei Tage in Folge orange gekennzeichnet worden. Das hat zur Folge, dass laut Corona-Landesverordnung die neuen Regeln nun am Freitag in Kraft treten.

Generell ausgenommen von der 2G-Regelung bleiben laut Landesregierung lediglich Kinder unter sieben Jahren. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren müssen einen negativen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen.

Auch für Schwangere und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, reicht ein Test. Für Schwangere und 12- bis 17-Jährige gilt diese Übergangsregelung jedoch nur bis Jahresende.

In der Landeshauptstadt Schwerin gilt von diesem Freitag an vorsorglich 2G für Veranstaltungen in städtischen Kultureinrichtungen in Innenräumen - obwohl die Stadt in den vergangenen Tagen in der Zone "gelb" war.

Ausnahmen gelten unter anderem für Veranstaltungen, die sich überwiegend an Kinder und Jugendliche richten, wie die Stadt mitteilte.

Update, 18. November, 16.16 Uhr: Umfrage: Deutliche Mehrheit für Corona-Impfpflicht

Hannover – In Niedersachsen befürwortet einer Umfrage zufolge eine deutliche Mehrheit die Einführung einer Corona-Impfpflicht.

Etwa zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) gaben an, sie für alle Erwachsenen zu unterstützen. Eine auf bestimmte Berufe begrenzte Impfpflicht würden sogar 78 Prozent begrüßen. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des NDR Niedersachsen hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die bevorstehende Öffnung der Weihnachtsmärkte sieht demnach eine Mehrheit skeptisch: 53 Prozent der Befragten halten diesen Schritt in der vierten Corona-Welle für falsch, 41 Prozent sehen die Öffnung dagegen als vertretbar an.

Weihnachtsmärkte sind in Niedersachsen laut Corona-Verordnung bisher ausdrücklich erlaubt. Die Maskenpflicht gilt dort nur in geschlossenen Räumen, außerdem müssen die Kontaktdaten der Besucher nicht erhoben werden. Allerdings müssen die Besucher beim Zutritt einen 3G-Nachweis erbringen.

Insgesamt wächst im Land laut Umfrage die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement: 57 Prozent gaben an, weniger oder gar nicht mit den Maßnahmen des Landes zufrieden zu sein. Im Oktober 2020 lag dieser Wert bei lediglich 30 Prozent.

Noch größer ist mit 75 Prozent allerdings die Ablehnung der Corona-Politik der Bundesregierung.

Update, 18. November, 13.53 Uhr: Corona-Krisenstab: Kommunen sollen Impftempo erhöhen

Hannover - Niedersachsens Corona-Krisenstab hat die Kommunen in die Pflicht genommen, das Impftempo weiter zu erhöhen.

Derzeit führten die mobilen Impfteams etwa 10 000 Impfungen pro Tag durch, erklärte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Dabei gebe es allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Landkreisen. In einigen Regionen sei es angesichts zahlreicher Neuinfektionen "dringend geboten", in Sachen Impfung aktiver zu werden.

"Wir müssen feststellen, dass noch nicht mal alle Landkreise dazu übergegangen sind, alle Impfteams zu mobilisieren, die sie mobilisieren könnten", erklärte Scholz. "Da sind wir im intensiven Austausch mit den Landrätinnen und Landräten." So seien in einzelnen Landkreisen die Impfteams nur an einigen Tagen pro Woche unterwegs statt täglich. Scholz bezeichnete das als "verwunderlich".

Das Land hat den Kommunen den Auftrag erteilt, mehr mobile Impfteams aufzubauen, sodass künftig ein Impfteam auf 40.000 statt wie bisher 70.000 Einwohner kommen kann. Die Kosten dafür übernimmt das Land, voraussichtlich zusammen mit dem Bund.

Um das benötigte Personal zu finden, arbeiten die Landkreise meist mit Hilfsorganisationen zusammen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch erklärt hatte. Das sei eine Herausforderung. Es gebe aber noch keine Anzeichen für einen flächendeckenden Personalmangel.

Update, 18. November, 12.23 Uhr: Erneut Höchststand bei Corona-Inzidenz in Hamburg

Hamburg – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg hat den dritten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Nachdem die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Dienstag auf 180,9 geklettert war, meldete die Gesundheitsbehörde am Mittwoch 185,5 und am Donnerstag einen Wert von 189,6. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 159,9 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Donnerstag mit 336,9 an.

Die Zahl der neu registrierten Corona-Fälle betrug den Angaben zufolge am Donnerstag 594. Das sind 127 weniger als bei dem am Mittwoch gemeldeten Allzeithoch und 78 mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 106.947 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 95.900 davon gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um 2 auf 1856. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Mittwoch 179 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 49 angegeben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Donnerstag (Stand: 11.15 Uhr) 54; von ihnen mussten 30 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 10,7 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

75,2 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Donnerstag mindestens einmal geimpft, 73,3 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo hinter Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 70,3 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,8 Prozent.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 5,6 Prozent der Menschen in Hamburg erhalten. Beim Boostern liegt die Hansestadt damit nach RKI-Angaben etwas unter dem Bundesschnitt von 5,7 Prozent. Im Ranking unter den 16 Bundesländern belege Hamburg den zehnten Platz.

Update, 18. November, 12 Uhr: Mehr als die Hälfte der 12- bis 17-Jährigen in Hamburg geimpft

Ein Impfling bekommt seine Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech. Mehr als 50 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Hamburg wurden bereits einmal geimpft.
Ein Impfling bekommt seine Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech. Mehr als 50 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Hamburg wurden bereits einmal geimpft.  © Marijan Murat/dpa

Hamburg – In Hamburg haben bisher 50,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Das teilte die Schulbehörde am Donnerstag mit.

"Zusätzlich zu den Impfangeboten für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in Arztpraxen, Krankenhäusern impft Hamburg auch Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen mit dem empfohlenen Impfstoff von Biontech." An Hamburger Schulen seien bereits knapp 7500 Impfdosen verteilt werden.

"Es ist gut, dass sich Kinder und Jugendliche mit Einwilligung ihrer Eltern in wachsender Zahl impfen lassen", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Er bitte alle Jugendlichen, die sich noch nicht haben impfen lassen, die Angebote an den Schulen zu nutzen.

"Ohne eine Schutzimpfung werden wir unser normales Leben nicht zurückbekommen." An 81 von 122 weiterführenden Schulen gab es laut Behörde bereits eine Impfaktion.

Update, 18. November, 11.10 Uhr: Weiterhin steigende Zahl von Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover - Auch wenn Niedersachsen von einem dramatischen Corona-Infektionsgeschehen wie in Bayern noch weit entfernt ist, steigt die Zahl der Neuinfektionen im Land.

Die Sieben-Tages-Inzidenz kletterte am Donnerstag auf einen Höchststand von 147,9 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner infizierten sich nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) neu mit dem Virus. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 139,2 gelegen. Bayern zum Beispiel verzeichnete am Donnerstag einen Inzidenzwert von 609,5. Die Inzidenz im Bundesland Bremen lag bei 133,5.

Maßgeblich für die Bewertung der Pandemie-Situation sind in Niedersachsen die Krankenhaus-Einweisungen von Covid-Patienten. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Donnerstag bei 4,7 nach 4,6 am Vortag. Sie gibt die Neuaufnahmen von Covid-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage an.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Donnerstag wie bereits am Mittwoch 6,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Patienten belegt.

Update, 18. November, 11.07 Uhr: Ärzte dämpfen Hoffnung auf schnelle "Booster"-Impfungen

Hannover - Viele Impfwillige müssen sich nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) noch länger bis zur Auffrischung ihres Corona-Schutzes gedulden.

Trotz politischer Aussagen, wonach die bisherigen Voraussetzungen für den sogenannten Booster bald fallen könnten, werde es "nicht möglich sein, die damit geweckten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger auf kurzfristige Impfungen zu erfüllen", erklärte KVN-Vorstand Mark Barjenbruch am Donnerstag.

Er rief dazu auf, "Ruhe zu bewahren und nicht auf Ad-hoc-Terminen in Praxen zu bestehen". Der Impfschutz verschwinde nicht automatisch nach sechs Monaten.

Barjenbruch erklärte, dass die Arztpraxen die Impfstoffe eine Woche im Voraus bestellen müssten. Die Termine würden dann entsprechend der vorhandenen Impfstoffmenge unter Berücksichtigung der medizinischen Priorisierung vergeben.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Auffrischungsspritzen, Booster genannt, bisher vor allem für über 70-Jährige und Vorerkrankte. Stiko-Chef Thomas Mertens hatte am Dienstag allerdings angedeutet, dass die Empfehlung bald auf alle Erwachsenen ausgeweitet werden könnte.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatte sich ebenfalls dafür ausgesprochen, allen Menschen ab 18 Jahren eine Corona-Auffrischungsimpfung zu ermöglichen - auch wenn die letzte Impfung noch nicht sechs Monate her ist.

Update, 18. November, 11 Uhr: Gut 13 Prozent der Intensivbetten in Hamburg sind derzeit noch frei

438 Betten sind belegt, 66 sind noch frei. 55 Corona-Patienten müssen den Zahlen zufolge in der Hansestadt intensivmedizinisch betreut werden.
438 Betten sind belegt, 66 sind noch frei. 55 Corona-Patienten müssen den Zahlen zufolge in der Hansestadt intensivmedizinisch betreut werden.  © Daniel Vogl/dpa

Hamburg/Berlin - In Hamburgs Kliniken sind derzeit gut 13 Prozent der Intensivbetten für Erwachsene frei. Das geht aus aktuellen Zahlen der Intensivmedizinervereinigung Divi vom Donnerstag (Stand 09.15 Uhr) hervor.

438 Betten sind demnach belegt, 66 sind noch frei. 55 Corona-Patienten müssen den Zahlen zufolge in der Hansestadt intensivmedizinisch betreut werden.

Im Bundesdurchschnitt sind derzeit etwa 11 Prozent aller betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene frei, wie aus den Divi-Zahlen hervorgeht.

Zur Einordnung: Laut Divi sind 15 Prozent freie Betten "regional in einzelnen Intensivbereichen zu bestimmten Zeitpunkten nichts Ungewöhnliches". Problematisch werde jedoch ein freier Bettenanteil von unter 15 Prozent oder sogar unter 10 Prozent.

"Insbesondere wenn dies in mehreren Regionen und Häusern gehäuft und über längere Zeiträume auftritt. Standardmäßige Verlegungsmöglichkeiten, die manchmal als Puffer dienen können, sind dann in aller Regel aufgrund vieler schwerer Fälle oft nur noch sehr eingeschränkt möglich."

Update, 18. November, 10 Uhr: Ministerpräsident Weil: Impfpflicht für Pflegekräfte vorstellbar

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62) schließt eine Impfpflicht für Pflegekräfte nicht aus. Allgemein setzte die Impfpflicht einige verfassungsrechtliche Hürden voraus, sagte der SPD-Politiker im Interview mit "OM-online", dem Nachrichtenportal von "Münsterländischer Tageszeitung" und "Oldenburgischer Volkszeitung".

Es müsse dargelegt werden, dass es das mildeste Mittel der Wahl sei für bundesweit 15 Millionen ungeimpfte Menschen. "Durchaus vorstellbar und unter Umständen auch durchsetzbar halte ich dagegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise das Pflegepersonal", sagte Weil.

Niedersachsens Regierungschef sprach sich außerdem für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen aus. "Wir müssen vorbeugenden Brandschutz in Niedersachsen betreiben. Es hat sich etwas verändert im Vergleich zum vorangegangenen Jahr", sagte Weil in dem Interview.

"Weil noch zu viele Menschen ungeimpft sind, müssen wir jetzt auf die Bremse treten, damit die Infektionszahlen nicht weiter stark steigen. Es soll in Niedersachsen nicht so kommen wie in Süd- und Ostdeutschland, denn das halten am Ende die Intensivstationen nicht aus."

Update, 18. November, 7.24 Uhr: Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn sieht 2G-Modell gelassen

Hamburg - Die Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn sieht dem ab Samstag geltenden 2G-Modell gelassen entgegen. "Für uns macht das keinen Unterschied", sagte eine Sprecherin der Initiative auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Es seien fast alle Gäste dort auch jetzt schon geimpft oder genesen. "Denn auf der Reeperbahn ist ja eh überall 2G. Dementsprechend laufen da nur welche lang, die genesen oder geimpft sind." In der Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn sind Prostituierte und Bordellbetreiber vertreten.

Der rot-grüne Senat streicht ab Samstag für etliche Bereiche das 3G-Modell und macht stattdessen das 2G-Modell zur Pflicht - so auch in Bordellen. Beim 2G-Modell dürfen nur Geimpfte und Genesene eingelassen werden, beim 3G-Modell auch Ungeimpfte, sofern sie einen negativen Corona-Test vorlegen können.

Davon betroffen sind auch körpernahe Dienstleistungen mit der Ausnahme von Friseuren, Fußpflege und medizinischen Behandlungen.

Update, 18. November, 6.35 Uhr: Verband: Keine strengeren Besuchsregeln in Hamburger Kliniken

Hamburg - Trotz steigender Corona-Zahlen in Hamburg sollen die Besuchsmöglichkeiten in den Krankenhäusern der Stadt vorerst nicht weiter eingeschränkt werden.

Aktuell gilt die Regel, dass ein Patient pro Tag nur einen Besucher empfangen darf, und das für maximal eine Stunde. Eine Verschärfung dieser Regelung sei aktuell nicht geplant, teilte die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) mit.

Zudem gilt laut HKG die 3G-Regel. Das heißt, dass Besucher geimpft, von einer Covid-Erkrankung genesen oder negativ auf das Virus getestet sein müssen. In einigen Fällen können die Kliniken auch von geimpften und genesenen Besuchern einen Test verlangen. Dies gelte etwa, wenn sie besonders schutzbedürftige Patienten besuchen.

Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft ist der Dachverband der Krankenhausträger und ihrer Spitzenverbände in der Hansestadt. Sie vertritt die Interessen von 35 Krankenhäusern in und um Hamburg. Dazu zählen etwa das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) oder die sieben Asklepios-Kliniken in der Stadt.

In Schleswig-Holstein hatten in den vergangenen Tagen hingegen immer mehr Kliniken die Besuchsregeln eingeschränkt. In den Sana Kliniken in Lübeck gilt wegen der steigenden Corona-Zahlen etwa seit Mittwoch ein komplettes Besuchsverbot. Der Zutritt für Besucher ist seitdem nur noch in Ausnahmefällen, etwa bei sterbenden Angehörigen, möglich.

Update, 18. November, 6.32 Uhr: Grüne in Schleswig-Holstein für Corona-Impfungen in Apotheken

Kiel - Nach Ansicht der Grünen in Schleswig-Holstein sollte auch in Apotheken gegen Corona geimpft werden. "Wir müssen im Wettlauf gegen das Coronavirus schneller beim Impfen werden und dafür brauchen wir die Apotheken als zusätzliche Impfstellen", sagte der Landesvorsitzende Steffen Regis der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am Donnerstag. Bundesregierung und Ministerpräsidenten müssten alles auf den Weg bringen, um damit direkt loszulegen.

"Es ist jetzt nicht die Zeit für Zuständigkeitsgerangel, sondern für Entschlossenheit und Pragmatismus", sagte Regis. "In dieser schlimmen Lage der Pandemie muss im Bund schnell entschieden werden, um Apotheken mit niedrigschwelligen Angeboten in die Impfkampagne einzubinden, sowohl für die Grundimmunisierung wie auch für die Booster-Impfungen." Die Grundlagen dafür seien mit Modellprojekten von Grippeschutzimpfungen in Apotheken gelegt.

"Die Hürden für eine Impfung würden so deutlich gesenkt, da die Apotheken für viele Menschen ohnehin Anlaufstellen bei Gesundheitsfragen sind und sie leicht zu erreichen sind", sagte der Landesvorsitzende der Grünen.

"Sie sind bereits Teil der Impfstoff-Logistikketten und andere europäische Länder machen gute Erfahrungen damit, Corona-Impfungen in Apotheken anzubieten."

Update, 17. November, 21.17 Uhr: Serie an Höchstzahlen bei Neuinfektionen setzt sich fort

Rostock - Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat den zweiten Tag in Folge eine Höchstzahl an registrierten Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Das Amt meldete am Mittwoch 927 Neuinfektionen, rund 150 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Dienstag um 12,2 Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf 206. Vor einer Woche hatte dieser Wert 183,6 betragen.

Vier der acht Landkreise und kreisfreien Städte erscheinen auf der Risikokarte des Landes orange eingefärbt. Sind Regionen drei Tage orangefarben, gilt in vielen Freizeitbereichen 2G, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Auch das Land insgesamt erscheint seit Dienstag orange eingefärbt. Das hat aber laut dem Gesundheitsministerium keine Konsequenzen.

Weiter gestiegen ist auch die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen: Das Amt meldete am Mittwoch 225 Klinik-Patienten, von denen 58 intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Vor einer Woche waren 153 Covid-Patienten in den Krankenhäusern und davon 33 auf den Intensivstationen. Die zugehörige Hospitalisierungs-Inzidenz lag landesweit bei 5,6, in den Kreisen Vorpommern-Rügen mit 8,0 und Ludwigslust Parchim mit 8,5 jedoch schon deutlich über dem Durchschnitt.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Mecklenburg-Vorpommerns Krankenhäusern liegt weiterhin höher als vor einem Jahr. Am 17. November 2020 waren es 50, wie aus dem Archiv des Landesamtes hervorgeht. Aktuell ist mehr als jedes elfte Intensivbett (9,6 Prozent) mit einem Covid-Patienten belegt. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist es sogar jedes sechste (17,7 Prozent).

Vollständig geimpft sind in Mecklenburg-Vorpommern 66 Prozent der Bevölkerung. Eine Impfung haben 67,9 Prozent. Die Quote der Auffrischungsimpfungen liegt lediglich bei 4,6 Prozent.

Update, 17. November, 20.12 Uhr: Höchstwert bei Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Corona-Zahlen in Schleswig-Holstein haben am Mittwoch einen neuen Höchststand erreicht. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.38 Uhr) hervorgeht, wurden 825 neue Fälle gemeldet, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg auf 116,1. Bisher war die Sieben-Tage-Inzidenz am 23. Dezember 2020 mit 108,9 am höchsten - bei damals 665 neuen Fällen.

Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) allerdings immer noch weit unten. Das RKI gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch mit 319,5 an.

Die Zahl der im Zusammenhang mit Sars CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich laut der Kieler Statistik um 2 auf 1760. Rund 81.800 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Mittwoch auf 127 (Dienstag: 124); 30 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 18 mussten beatmet werden. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz – also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen – erreichte 3,09 (Dienstag 2,95).

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin im Kreis Neumünster, wo sie binnen Tagesfrist von 187,7 auf 247,8 stieg, gefolgt vom Kreis Herzogtum Lauenburg (167,7) und Lübeck (154,7). Vergleichsweise am besten steht Nordfriesland mit einem Wert von 70,0 da.

Update, 17. November, 18.59 Uhr: Elbphilharmonie zieht das 2G-Modell auf 20. November vor

Hamburg - Die Hamburger Elbphilharmonie zieht das 2G-Modell um zehn Tage vor und startet damit schon an diesem Samstag. Beim 2G-Prinzip dürfen nur Corona-Geimpfte und -Genesene zu Gast sein.

Das Publikum in dem berühmten Konzerthaus sei ohnehin zu mehr als 95 Prozent geimpft, teilte die Elbphilharmonie am Mittwochabend mit. 2G solle in Zukunft die Regel sein. Die Veranstalter in der Laeiszhalle könnten sich dagegen aussuchen, ob sie in 3G (ohne Pausengastronomie) oder in 2G (wie bisher mit Pausengastronomie) veranstalten wollen, hieß es. Beim 3G-Modell haben auch Getestete Zutritt.

Auch das Thalia Theater kündigte am Mittwochabend an, die Umstellung auf 2G auf Samstag vorzuziehen. Eigentlich war das erst für den 11. Dezember geplant. "Die neue Regel betrifft die Kulturbetriebe, wenn diese eine Foyergastronomie anbieten", erklärte das Theater. 3G-Veranstaltungen seien nur noch zulässig, wenn auf dieses Angebot verzichtet werde.

"Da das Publikum des Thalia Theaters zu einem sehr hohen Prozentsatz vollständig geimpft ist, möchten wir diesen Gästen auch weiterhin einen umfassenden Service mit gastronomischen Angeboten vor der Vorstellung und in der Pause anbieten."

Update, 17. November, 15.55 Uhr: Ministerin Prien rät Schülern sofort zur Maske im Unterricht

Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) setzt wieder auf Maske – vorerst freiwillig.
Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) setzt wieder auf Maske – vorerst freiwillig.  © Christian Charisius/dpa

Kiel - Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Zahlen hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) die Schüler und Schülerinnen aufgerufen, im Unterricht am Platz ab sofort wieder eine Schutzmaske zu tragen.

"Die Situation in Schleswig-Holstein ist nicht dramatisch, sondern beherrschbar, und wir wollen alle gemeinsam dafür sorgen, dass es so bleibt", erklärte die CDU-Politikerin am Mittwoch. Die Schulen müssten geöffnet bleiben. "Lassen Sie uns, lasst uns auch deshalb gemeinsam gegen das Virus kämpfen!"

Rein rechtlich läuft die Maskenpflicht erst am Sonntag aus. Die Jamaika-Koalition hat wegen der hohen Corona-Zahlen mittlerweile beschlossen, sie wieder einzuführen. Die dafür nötige Verordnung soll am Montag in Kraft treten. Damit wird die Maskenpflicht wieder im gesamten Schulgebäude gelten.

Eine Ausnahme soll Prien zufolge nur dann gemacht werden, wenn es beim Spracherwerb als pädagogisch sinnvoll und notwendig gilt. Dann könne weiterhin im Unterricht am Platz für einen begrenzten Zeitraum auf die Maske verzichtet werden.

Die Testpflicht an Schulen gilt weiter: Alle ungeimpften Schülerinnen und Schüler müssen sich dort zwei Mal pro Woche testen. Die geimpften und genesenen Mädchen und Jungen sind aufgefordert zum Testen in der Schule. Das gilt auch für alle dort Beschäftigten.

Die jüngsten Lockerungsschritte seien aufgrund des Infektionsgeschehens in dieser Form nicht mehr aufrecht zu halten, erläuterte Prien. Oberstes Ziel bleibe die Sicherstellung des Präsenzunterrichts. "Um dieses Ziel zu erreichen, kehren wir zur Maskenpflicht am Platz zurück."

Gerade an weiterführenden Schulen hätten die meisten Jugendlichen ohnehin weiterhin Masken getragen.

Update, 17. November, 15.41 Uhr: Grünen-Fraktionschefin schließt Impfpflicht nicht mehr aus

Hamburg - Hamburgs Grünen-Fraktionsvorsitzende Jennifer Jasberg (38) schließt eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus nicht mehr aus. "Es gab ausreichend Informationsmöglichkeiten, Impfangebote und die Lage ist dramatisch genug, um auch eine Impfpflicht zu diskutieren", sagte Jasberg am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde der Bürgerschaft zu den Folgen der Corona-Pandemie.

Wer jetzt noch nicht verstanden habe, dass eine Infektion ohne Impfung unvermeidbar sei, werde womöglich nicht mehr zu erreichen sein. "Eine bundespolitische Impfpflicht für bestimmte Bereiche begrüße ich daher außerordentlich. Sollte diese Situation nicht in den Griff zu bekommen sein mit 2G und Impfkampagnen, müssen wir über eine allgemeine Impfpflicht reden", betonte Jasberg.

Mit Blick auf die Drittimpfungen forderte sie eine schnelle Zentralisierung der Impfangebote in den Bezirken, so dass jeder wisse, wo und wann er eine Booster-Impfung erhalten könne. Denn nun folgten die geburtenstarken Jahrgänge und das könnten die Hausärzte nicht stemmen.

"Hinzu kommt die Impfung der Kinder, auf die viele Eltern bereits sehnsüchtig warten." Der Impfturbo müsse in den kommenden Wochen wieder laufen, sagte die Grünen-Politikerin.

Update, 17. November, 14.56 Uhr: Innenministerin Sütterlin-Waack positiv auf Corona getestet

Sabine Sütterlin-Waack (63, CDU) ist Innenministerin in Schleswig-Holstein. (Archivbild)
Sabine Sütterlin-Waack (63, CDU) ist Innenministerin in Schleswig-Holstein. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Kiel - Bei der schleswig-holsteinischen Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (63, CDU) ist ein PCR-Test auf das Coronavirus am Mittwoch positiv ausgegangen.

Die Ressortchefin habe sich deshalb nach Hause in die Isolation begeben, sagte ein Sprecher. Sütterlin-Waack sei symptomfrei.

Die 63-Jährige hatte sich wegen eines Kontakts mit einer corona-infizierten Person schon am Freitag ins Homeoffice verabschiedet.

Sie habe seitdem täglich Antigentests mit durchweg negativem Ergebnis gemacht, sagte der Sprecher.

Update, 17. November, 14.14 Uhr: 24 Impfstellen in Schleswig-Holstein im Aufbau

Schleswig-Holstein setzt wieder auf zentrale Impfstellen. (Symbolbild)
Schleswig-Holstein setzt wieder auf zentrale Impfstellen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Kiel - Mit neuen Impfstellen im ganzen Land rüstet sich Schleswig-Holstein für den großen Andrang nach Auffrischungsimpfungen zum Schutz vor dem Coronavirus. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, würden derzeit an 24 Standorten solche Stellen eingerichtet.

Darunter sind fast alle größeren Städte, aber auch kleinere Orte. In den Stationen werden nicht nur sogenannte Booster-Impfungen verabreicht, sondern auch erste und zweite. Terminbuchungen starten am Donnerstag nächster Woche. Fast alle Impfstellen sollen Anfang Dezember einsatzbereit sein.

Gesundheitsminister Heiner Garg (55, FDP) rief die Schleswig-Holsteiner auf, die Impfangebote in den neuen Stationen zu nutzen. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Impfaktionen an vielen weiteren Orten (Termine unter www.impfen-sh.de).

Niedergelassene Ärzte impfen ebenfalls gegen das Coronavirus, wobei momentan viele Praxen dem Bedarf an Booster-Impfungen nicht entsprechen können.

Update, 17. November, 13.28 Uhr: Krankenhäuser schränken Besuchsmöglichkeiten wegen Corona ein

Lübeck - Angesichts steigender Corona-Zahlen schränken immer mehr Kliniken in Schleswig-Holstein die Besuchsmöglichkeiten ein.

In den Sana Kliniken in Lübeck gilt seit Mittwoch ein komplettes Besuchsverbot. Der Zutritt für Besucher sei nur noch in Ausnahmefällen, etwa bei sterbenden Angehörigen möglich, teilte die Einrichtung mit.

In dem Fall müssten Besucher außer einem vollständigen Covid-19 Impfschutz oder einem Genesenen-Nachweis einen höchstens 24 Stunden alten negativen Antigen-Test vorlegen.

Auch wenn diese Einschränkungen in Einzelfällen schwer nachzuvollziehen seien, so seien sie doch notwendig, um die Sicherheit von Angehörigen, Patienten und Mitarbeitern sicherzustellen, sagte eine Sprecherin.

An den Standorten Lübeck und Kiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) gilt seit Mittwoch nach Angaben eines Sprechers für Besucher die 3G-Regelung.

Das heißt, Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Außerdem müssen sich Besucher vorab im Internet oder vor dem Betreten des Klinikums am Eingang registrieren.

Im Westküstenklinikum mit Häusern in Heide und Brunsbüttel gelten von Donnerstag an wie schon in früheren Wellen der Corona-Pandemie eingeschränkte Besuchszeiten. Außerdem dürfe dann jeder Patient pro Tag nur noch einen Besucher empfangen, sagte ein Kliniksprecher.

Auch in den Imland-Kliniken in Rendsburg und Eckernförde sei ab sofort nur noch ein Besucher pro Patient und Tag erlaubt, sagte eine Sprecherin. Dabei gelte die 3G-Regel.

Update, 17. November, 12.14 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen wieder gestiegen

Hannover - Trotz einer leicht gesunkenen Zahl von Krankenhauseinweisungen bleibt die Corona-Situation in Niedersachsen kritisch - denn die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich gestiegen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz sank am Mittwoch leicht auf 4,6, teilte die Landesregierung mit. Am Vortag lag dieser Wert bei 4,7. Dieser Wert gibt die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage an.

Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist die Hospitalisierungsinzidenz der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg hingegen deutlich an und kletterte auf einen neuen Höchstwert von 139,2. Am Vortag betrug dieser Wert bei 132,8.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Mittwoch 6,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Am Dienstag waren es noch 6,1 Prozent.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Update, 17. November, 12.06 Uhr: Höchststand - 721 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie. In der Hansestadt wurden am Mittwoch 721 Corona-Neuinfektionen registriert - ein neuer Rekord. (Symbolfoto)
Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie. In der Hansestadt wurden am Mittwoch 721 Corona-Neuinfektionen registriert - ein neuer Rekord. (Symbolfoto)  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Die Zahl der an einem Tag registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist auf den höchsten je gemessenen Wert geschossen. Insgesamt seien 721 Fälle gemeldet worden, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit.

Das seien 372 mehr als am Vortag und 87 mehr als vor einer Woche. Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am 5. Januar mit 697 gemeldet worden.

Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg nun mindestens 106.353 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 95.500 davon gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Auch die Corona-Inzidenz steigt weiter an. Nachdem die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Dienstag schon mit 180,9 auf den höchsten je gemessenen Wert geklettert war, meldete die Gesundheitsbehörde am Mittwoch nun sogar einen Wert von 185,5. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 162,6 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Mittwoch mit 319,5 an.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um 5 auf 1854. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Dienstag 176 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 47 angegeben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Mittwoch 51; von ihnen mussten 28 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 10,1 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

75,1 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Mittwoch mindestens einmal geimpft. 73,2 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 70,2 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,7 Prozent.

Update, 17. November, 12.05 Uhr: Schleswig-Holstein verschärft die Corona-Regeln drastisch

Kiel - Schleswig-Holstein verschärft vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kündigte am Mittwoch einen Wechsel zum 2G-Modell in Innenbereichen von Freizeiteinrichtungen und Gaststätten an.

Mehr dazu lest ihr im Artikel "Drastische Verschärfung der Corona-Regeln im Norden!"

Update, 17. November, 11.33 Uhr: Leichter Anstieg der Erstimpfungen vor 2G-Ausweitung in Niedersachsen

Hannover - Vor der Ausweitung der 2G-Regelungen in Niedersachsen legt die Zahl der Corona-Erstimpfungen im Land wieder etwas zu. "Wir sehen eine Zunahme bei den Erstimpfungen, die aber noch verhältnismäßig gering ist", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Hannover.

So habe es am Dienstag 4163 Erstimpfungen gegeben - das seien etwa 1000 mehr als eine Woche zuvor. Etwa drei Viertel aller Impfungen seien allerdings bereits Auffrischungen, sogenannte Booster.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte Ende vergangener Woche angekündigt, die 2G-Regel auf weitere Bereiche des öffentlichen Lebens in Niedersachsen auszuweiten. Der Zugang ist dann nur noch geimpften oder genesenen Menschen gestattet.

Bisher sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 69,5 Prozent der Niedersachsen vollständig geimpft. Etwa fünf Prozent haben zudem bereits die Auffrischungsimpfung erhalten, vor allem über 60-Jährige.

Update, 17. November, 6.11 Uhr: Chefin der Nord-SPD gegen Impfpflicht und für weitreichende 2G-Regel

Kiel - Angesichts der stark gestiegenen Corona-Zahlen fordert die schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli (46) schärfere Maßnahmen.

"Ohne Impfung darf künftig keine Teilnahme mehr am öffentlichen Leben möglich sein", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Das heißt, dass wir eine bundesweite 2G-Regelung in allen Bereichen inklusive des ÖPNV brauchen." Dies würde bedeuten, dass nur gegen das Virus geimpfte und von Covid-19 genesene Personen Zugang hätten.

"Für öffentliche Veranstaltungen sollte grundsätzlich 2G-plus gelten», sagte SPD-Bundesvize Midyatli mit Blick auf den Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Donnerstag. Zutritt hätten dann nur Geimpfte und Genesene, die auch einen aktuellen Negativtest vorweisen. "Ausgenommen sind natürlich Kinder unter zwölf Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen können."

Auch die Jamaika-Koalition in Kiel berät intensiv über verschärfte Maßnahmen, die zum Monatsende wirksam werden sollen. Ergebnisse werden im Laufe der Woche erwartet.

"Gleichzeitig sollten wir die Impfzentren wieder öffnen", sagte Midyatli. "So können wir allen, die wollen, ein schnelles Impfangebot machen und auch die Booster-Impfungen lassen sich so möglichst schnell umsetzen."

Von einer generellen Impfpflicht halte sie indes nichts. Sie lasse sich nicht kontrollieren und durchsetzen. "Oder wollen wir, dass dann Polizisten von Haus zu Haus gehen und Impfausweise kontrollieren?" Eine Impfpflicht für einzelne Gruppen, die beispielsweise bei der Arbeit kontrollierbar sind, wäre richtig. "Sie löst aber nicht das Problem der niedrigen Impfquote."

Bund und Länder müssten angesichts der dramatischen Pandemie-Lage ein entschlossenes Signal setzen, forderte Midyatli. Maßnahmen seien immer dann besonders wirksam sind, wenn sie nachvollziehbar und möglichst bundesweit einheitlich sind.

Update, 16. November, 21.51 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie erneut nach oben gegangen. Am Dienstag betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche 107,1 nach 105,2 am Montag. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 77,0.

Es wurden 662 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert (Montag: 488). Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bei der Sieben-Tage-Inzidenz noch weit unten.

Die Zahl der mit oder an Corona gestorbenen Menschen stieg um 4 auf 1758. Rund 81.400 Menschen sind laut Statistik inzwischen genesen.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Dienstag auf 124 (Montag: 117); 28 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 18 mussten beatmet werden.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen, stieg ebenfalls an und lag am Dienstag bei 2,95 (Montag: 2,78). Vergangenen Dienstag lag dieser Wert bei 2,16.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag in Neumünster mit 187,7 gefolgt vom Herzogtum Lauenburg (151,1) und Lübeck (143,2). Den niedrigsten Wert verzeichnete Plön mit 79,6.

Update, 16. November, 18 Uhr: Sana Kliniken Lübeck erlassen Besuchsverbot wegen Corona

Lübeck - Die Sana Kliniken Lübeck haben wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen ein generelles Besuchsverbot erlassen. Der Zutritt für Besucher sei nur noch in Ausnahmefällen möglich, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die Regelung gelte für die Standorte Lübeck und Travemünde.

Update, 16. November, 14.12 Uhr: "Sansibar" macht wieder auf

Rantum/Sylt - Die beliebte "Sansibar" auf Sylt darf zwei Wochen nach einem Corona-Ausbruch wieder öffnen.

Mehr dazu erfahrt Ihr im Artikel "Nach Corona-Ausbruch: "Sansibar" auf Sylt öffnet wieder!".

Update, 16. November, 13.35 Uhr: Hamburg verschärft Maßnahmen

Hamburg - Der rot-grüne Senat hat am Mittag die neuen Corona-Regeln vorgestellt, die ab Samstag gelten. Aus der freiwilligen 2G-Option wird größtenteils eine Pflicht.

Was sich genau ändert, lest Ihr im Artikel "Senat weitet 2G drastisch aus: Hier müssen Ungeimpfte jetzt draußen bleiben!".

Update, 16. November, 12.42 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg übersteigt bisherige Höchstmarke

Hamburg – Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist auf den höchsten je registrierten Wert gestiegen.

Wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte, kletterte die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auf 180,9.

Der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie war in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 gemeldet worden. Am Montag lag er bei 177,9.

Update, 16. November, 12.30 Uhr: Corona-Lage in Hamburg

Hamburg - Der Senat spricht in der Landespressekonferenz über die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage in Hamburg. Dort werden außerdem neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verkündet.

TAG24 berichtet für Euch mit einem extra Liveticker über die Pressekonferenz.

Update, 16. November, 10.53 Uhr: Gewerkschaft der Polizei fordert rechtssichere Corona-Regeln

Oft sind es Polizisten, die die Corona-Regeln durchsetzen sollen. (Archivbild)
Oft sind es Polizisten, die die Corona-Regeln durchsetzen sollen. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Hamburger Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat von der Politik mit Blick auf die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz rechtssichere Corona-Regeln gefordert.

"Wir haben in der Pandemie Regelungen erlebt, bei denen es sich teilweise um massive Einschränkungen der Grundrechte handelte. Das Übermaßverbot muss durch die Politik hier unbedingt beachtet werden", sagte GdP-Chef Horst Niens am Dienstag laut Mitteilung.

Die Gewerkschaft erwarte zudem, dass sich die Länderchefs auf einheitliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einigen. "Gerade in Hamburg ist dies aufgrund der unmittelbaren Nähe zu anderen Bundesländern wichtig. Am notwendigsten ist aber eine saubere juristische Arbeit der Gesetzgeber."

Zwar dränge die Zeit, aber Sorgfalt in der Anwendung des Rechts müsse sein. "Alles andere verspielt das Vertrauen der Bevölkerung und macht die tägliche Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen immer schwerer", so der Landesvorsitzende weiter.

Am Donnerstag berät die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Update, 16. November, 10.35 Uhr: Mehr Covid-Intensivpatienten in MV als vor einem Jahr

Rostock - Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Mecklenburg-Vorpommerns Krankenhäusern liegt höher als vor einem Jahr. Zu Wochenbeginn mussten nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales landesweit 51 Menschen mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt werden. Am 15. November 2020 waren es 47, wie aus dem Archiv des Landesamtes hervorgeht. Zu Beginn dieser Woche war jedes elfte Intensivbett (9,1 Prozent) mit einem Covid-Patienten belegt.

Im vergangenen Jahr war Mecklenburg-Vorpommern Anfang November infolge dynamisch steigender Infektionszahlen und mangels eines geeigneten Impfstoffs in den Teil-Lockdown geschickt worden. So mussten Restaurants, Theater und Kinos schließen, um Kontakte zu reduzieren.

Die Gesamtzahl der Patienten, die mit einer Corona-Infektion in den Krankenhäusern des Landes behandelt werden, lag zu Wochenbeginn in MV mit 202 noch deutlich unter dem Wert vor einem Jahr. Am 15. November 2020 waren 365 stationär Behandelte gemeldet worden.

Die Lage in den Kliniken in MV entwickelt sich derzeit dynamisch. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten hat sich im Verlauf der letzten sieben Tage beinahe verdoppelt, von 27 zum Beginn der vergangenen Woche auf 51 zum Beginn dieser Woche. Auch die Zahl der Corona-Patienten insgesamt in den Kliniken stieg deutlich von 123 auf 202.

Update, 16. November, 9.59 Uhr: Senat entscheidet über Ausweitung der 2G-Corona-Regeln

Bisher können Bars und Gaststätten selbst entscheiden, ob sie 2G anwenden.
Bisher können Bars und Gaststätten selbst entscheiden, ob sie 2G anwenden.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg - Hamburgs rot-grüner Senat entscheidet angesichts rasant steigender Infektionsfälle am Dienstag über eine Verschärfung der Corona-Regeln. In einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr wird das Ergebnis vorgestellt.

Es wird erwartet, dass das bislang freiwillige 2G-Optionsmodell, das nur Geimpften und Genesenen Zutritt zu Einrichtungen erlaubt, in einigen Bereichen zur Pflicht wird.

Betroffen seien vor allem jene Bereiche, in denen viele Menschen in Innenräumen zusammenkommen, hieß es. Dazu zählten etwa Restaurants, Clubs, Bars, aber auch der Indoor-Freizeitsport. Keine Verschärfungen werden vorerst im Einzelhandel oder öffentlichen Nahverkehr erwartet.

Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) hatte am Wochenende getwittert, dass die Lage in den Kliniken der Hansestadt zwar noch stabil sei. Aber "damit es so bleibt, entscheidet der Senat am Dienstag über eine Ausweitung von 2G".

Update, 16. November, 8.07 Uhr: Nachfrage nach Corona-Selbsttests steigt

Hannover - Mit den hohen Corona-Zahlen in Niedersachsen wächst auch die Nachfrage nach Selbsttests. Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) vom Dienstag waren Corona-Tests jüngst in etlichen Supermärkten und Drogerien ausverkauft.

Ein Sprecher der Handelskette Rewe sagte der Zeitung, es gebe punktuell eine besonders hohe Nachfrage. In der Rossmann-Zentrale in Burgwedel hieß es nach Angaben des Blattes, dass die Nachfrage nach Corona-Selbsttests seit September kontinuierlich gestiegen sei.

Die befragten Handelsketten gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass bald wieder genug Corona-Tests in den Regalen liegen. Grundsätzliche Versorgungs- und Lieferengpässe gibt es demnach nicht.

Update, 15. November, 19.30 Uhr: Bremer SPD-Fraktion fordert Impfpflicht für Berufsgruppen

Bremen - Die Bremer SPD-Bürgerschaftsfraktion fordert eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen und eine bundesweite Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen.

Eine solche Maßnahme sei ein weiterer wichtiger Baustein, um insbesondere Kinder und Jugendliche sowie vulnerable Gruppen zu schützen, teilte die SPD-Fraktion am Montag mit. Zu den Berufsgruppen zählten unter anderem Lehrer, Erzieher, Pflegekräfte oder medizinisches Personal.

SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör forderte zugleich weiterführende Einschränkungen für ungeimpfte Personen. Diese bezeichnete Güngör als "schwere Belastung" nicht nur für sich, sondern vor allem auch für ungeimpfte Kinder und das Gesundheitssystem.

Um eine weitere Zunahme der Infektionen zu verhindern, sei es notwendig, "der Welle entschieden entgegenzutreten".

Update, 15. November, 19.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein überschreitet 100er Marke

In den Laboren landen immer mehr positive Corona-Tests aus dem Norden. (Archivbild)
In den Laboren landen immer mehr positive Corona-Tests aus dem Norden. (Archivbild)  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie erneut nach oben gegangen und hat die 100er-Marke überschritten. Am Montag (Stand 18.56 Uhr) betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche 105,2 nach 98,4 am Sonntag.

Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 79,5. Es wurden 488 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert (Sonntag: 142). Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bei der Sieben-Tage-Inzidenz noch besonders weit unten.

Die Zahl der mit oder an Corona gestorbenen Menschen stieg um 3 auf 1754. Rund 81.100 Menschen sind laut Statistik inzwischen genesen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Montag deutlich an und lag bei 117 (Sonntag: 104); 29 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 20 mussten beatmet werden. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen, stieg leicht an und lag am Montag bei 2,78 (Sonntag: 2,58). Vergangenen Montag lag dieser Wert bei 2,03.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag in Neumünster mit 176,5 gefolgt vom Herzogtum Lauenburg (132,1) und Stormarn (131,8). Den niedrigsten Wert verzeichnete Plön mit 71,9

Update, 15. November, 17.10 Uhr: Neue Corona-Beschränkungen in zwei Kreisen in MV - Inzidenz steigt weiter

Rostock - In den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen gelten ab Mittwoch neue Corona-Regeln. Die Kreise waren den dritten Tag in Folge auf der risikogewichteten Stufenkarte des Landes orange eingefärbt, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus)am Montag mitteilte.

Wie die Kreise bestätigten, gilt daher ab Mittwoch eine 2G-Regel unter anderem in der Innengastronomie, bei Veranstaltungen, Messen sowie in Kultur- und Freizeiteinrichtungen: Es haben also nur Geimpfte und Genesene Zugang.

Daneben werde zusätzlich empfohlen, eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen, wenn 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden kann. Auch die Kreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte waren am Montag den ersten Tag orange.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg derweil in Mecklenburg-Vorpommern weiter. Das Lagus meldete am Montag 207,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert stieg im Vergleich zum Vortag leicht um 0,6. Vor einer Woche hatte der Wert bei 156,2 gelegen.

Das Lagus meldete 332 Neuinfektionen - mehr als am Vortag mit 262 Neuinfektionen und mehr als vor einer Woche mit 244. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern stieg um 30 Patienten auf 202. Auf einer Intensivstation lagen davon 51 - drei mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um vier auf 1284.

Das Leitkriterium der Stufenkarte - die Hospitalisierungsinzidenz - lag landesweit zu Wochenbeginn bei 4,8. Der Wert gibt an, wie viele Patienten mit Covid je 100 000 Einwohner in sieben Tagen in Kliniken gebracht wurden.

Die Grenzwerte, ab denen für diesen Wert die nächst höhere Stufe gilt, war zuletzt gesenkt worden. Über 5,0 wechselt die Farbe nun etwa von grün zu gelb. Dies gilt bereits für alle vier oben genannten Kreise. Ludwigslust-Parchim lag zudem bereits oberhalb der nächsten Schwelle bei 7,0.

In Neubrandenburg meldete das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum am Montag bereits, wegen der aktuellen Corona-Lage seine Testpflicht zu verschärfen und Leistungen einzuschränken. "Verschiebbare Eingriffe und Aufnahmen werden ab sofort ausgesetzt. Das gilt selbstverständlich nicht für dringliche Therapien und Notfälle", hieß es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus müssen ab Dienstag alle Besucher und Begleitpersonen einen Corona-Test vorlegen, der maximal 24 Stunden alt ist. Es gebe keine Ausnahmen für Geimpfte und Genesene.

Bei den Corona-Schutzimpfungen lag die Quote der mindestens einmal Geimpften in MV laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 67,8 Prozent und die der vollständig Geimpften bei 65,9 Prozent.

Update, 15. November, 15.37 Uhr: Gastro-Branche in MV nicht verwundert über Meldungshäufung bei Luca-App

Vor allem bei Besuchern von Bars und Clubs gab es viele Warnungen durch die Luca-App. (Symbolbild)
Vor allem bei Besuchern von Bars und Clubs gab es viele Warnungen durch die Luca-App. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Schwerin - Der Landesverband des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) zeigt sich nicht überrascht über die bundesweite Häufung von Luca-App-Meldungen aus Bars und Clubs. Aus Sicht von Lars Schwarz, Präsident des Dehoga-Landesverbands MV, seien dies schlichtweg die wenigen Orte, bei denen überhaupt noch eine Nachverfolgung stattfinde, man könne dies aus seiner Sicht also auch positiv lesen.

Knapp drei Viertel aller Warnungen der Gesundheitsämter in Deutschland, die aus dem System der Luca-App generiert wurden, gingen im vergangenen Monat an Besucherinnen und Besucher von Bars und Clubs.

Das ging aus einer anonymisierten Auswertung für den Oktober hervor, bei der über 181.000 ausgespielte Warnmeldungen analysiert wurden. Fast die Hälfte der Warnungen betrafen Clubs (49,1 Prozent), knapp ein Viertel Bars (23,2 Prozent). Erfasst wurden Warnhinweise per App und Anrufe bei Nutzern der App durch das Gesundheitsamt.

Laut Schwarz liegt das Problem allgemein eher an zu wenig Nachverfolgung: In vielen Branchen in denen diese im vergangenen Jahr noch verpflichtend gewesen sei, sei die Pflicht entfallen. Auch in der Gastronomie können Betriebe in MV sich von der Pflicht zur Nachverfolgung befreien: Nach dem 2G-Optionsmodell dürfen Maskenpflicht, Nachverfolgung und Abstände in Restaurants und Bars entfallen, wenn alle Gäste geimpft oder genesen sind.

Solange auch Getesteten der Zugang erlaubt wird (3G), ist sie hingegen weiter verpflichtend, genauso wie bei vielen Kulturveranstaltungen und im Kino. Die 2G-Option sei jedoch dem Dehoga-Präsidenten zufolge nur von wenigen Bars genutzt worden, Grund sei die geringe Impfquote unter Jugendlichen gewesen.

Aufgrund der aktuell steigenden Corona-Zahlen droht nun in Kreisen, die auf der Corona-Warn-Ampel des Landes auf Orange stehen, eine 2G-Pflicht unter anderem für die Innengastronomie. Für Schwarz sind weitere Verschärfungen - die seine Branche erneut hart treffen dürften - ein verzweifelter Versuch der Politik, Druck auf Ungeimpfte auszuüben. Infektionstreiber sei die Gastronomie nie gewesen.

Egal ob 2G oder 3G: Kontrolliert werden müssen die Regeln in jedem Fall. Aus Sicht von Schwarz haben die Behörden in der Vergangenheit nur wenige Betriebe auf die Einhaltung der Vorgaben hin überprüft: Dies habe die Motivation, die Gäste zu kontrollieren, nicht erhöht, so der Branchenvertreter. Schwarz erwartet von der Politik, dass die Einhaltung der Corona-Maßnahmen überall besser kontrolliert werde, nur dann würden die Regeln auch eingehalten.

Update, 15. November, 13.21 Uhr: GEW fordert Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht

Bis 1. November galt auch in Schleswig-Holstein noch eine Masken-Pflicht im Unterricht. (Symbolfoto)
Bis 1. November galt auch in Schleswig-Holstein noch eine Masken-Pflicht im Unterricht. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Kiel - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine Rückkehr zur Maskenpflicht an den Schulen gefordert.

"Die Entwicklung ist besorgniserregend. Deshalb müssen wir leider sofort zu strengeren Maßnahmen zurückkehren", sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag. Auch im Norden stiegen die Corona-Infektionszahlen von Tag zu Tag. Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU) müsse handeln und die Maskenpflicht im Unterricht wieder einführen.

Schüler und Schülerinnen in Schleswig-Holstein müssen seit dem 1. November am Sitzplatz im Klassenzimmer keine Mund-Nasen-Bedeckungen mehr tragen.

Aus pädagogischen Gründen hätte sie sich eine andere Lösung gewünscht, sagte Henke. Andererseits hätten die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Pandemie beim Tragen der Masken große Disziplin gezeigt, sodass sie die Rückkehr zur Maske sicherlich ohne allzu große Probleme bewältigen würden.

Sie forderte zudem, für Lehrkräfte und pädagogisches Personal in den Kindertagesstätten einen Zugang zu Booster-Impfungen sicherzustellen.

Update, 15. November, 12.19 Uhr: Mehr Krankenhaus-Infektionen als Corona-Nebeneffekt im Norden

Kiel - Als Nebeneffekt der Corona-Pandemie ist nach Angaben der Krankenkasse Barmer die Zahl der Krankenhausinfektionen in Schleswig-Holstein gestiegen.

Grund sei eine Überlastung des Klinikpersonals gewesen, sodass die Hygienestandards nicht immer eingehalten werden konnten, teilte die Barmer am Montag mit. Außerdem seien gerade in der ersten Welle vor allem ältere Menschen in die Kliniken gekommen, die für sogenannte nosokomiale Infektionen anfälliger seien.

Wie aus dem Barmer-Krankenhausreport hervorgeht, kam es von 2017 bis 2019 durchschnittlich bei rund 5,6 Prozent der Patienten zu einer nosokomialen Infektion. Zu Beginn der Pandemie sei dieser Wert auf 6,8 Prozent gestiegen. Hochgerechnet auf alle Patienten in Schleswig-Holstein geht die Barmer von 1000 zusätzlichen Infektionen und 40 Toten allein in den Kalenderwochen 13 bis 50 des vergangenen Jahres aus. Den Angaben zufolge bekommen bis zu 20.000 Patienten pro Jahr in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern eine nosokomiale Infektion. Bis zu 500 Betroffene sterben an einer solchen Krankenhausinfektion.

Nicht nur aus Sicht der Patienten müsse alles getan werden, um diese Infektionen zu verhindern, teilte der Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein, Bernd Hillebrandt, mit. Die Behandlung sei mit Zusatzkosten von jährlich rund 1,5 Milliarden Euro auch extrem teuer für die Versichertengemeinschaft.

Um das Problem der Krankenhausinfektionen in den Griff zu bekommen, forderte Hillebrandt einen Masterplan für mehr Hygiene. Die Einhaltung der Hygienestandards sollte nicht nur intern, sondern auch extern durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärker überprüft werden.

Update, 15. November, 12.06 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg rückt immer näher an den bisherigen Höchststand heran. Wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, kletterte die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auf 177,9. Der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie war in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 gemeldet worden.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde stieg die Siebe-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 1,4. Vor einer Woche hatte sie noch bei 148,4 gelegen. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Montag mit 303,0 an.

Am Montag wurden in Hamburg 358 Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es 362 und am Montag vor einer Woche 332. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 105.283 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 94.800 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um eins auf 1848. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 178 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 44 angegeben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Montag (Stand: 11.15 Uhr) 49; von ihnen mussten 28 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 9,7 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

75,0 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Montag mindestens einmal geimpft. 73,0 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 70,1 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,5 Prozent.

Update, 15. November, 10.38 Uhr: Corona-Inzidenz erreicht Höchstwert in Niedersachsen

Hannover – Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen hat einen Höchstwert erreicht. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag auf 132,8.

Nach Angaben des Landessozialministeriums lag der bisherige Spitzenwert am 22. April 2021 bei einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von 130,9.

Nach den RKI-Daten wurden zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, die Gesamtzahl in Niedersachsen stieg damit auf 6171.

Update, 15. November, 6.40 Uhr: Land orderte bislang rund 45 Millionen Schutzmasken

Hannover - Rund 45 Millionen Corona-Schutzmasken hat Niedersachsen seit Beginn der Pandemie bestellt. Insgesamt rund 30 Millionen waren FFP2/FFP3 Masken, wie das Innenministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte.

Wie viele davon welcher Maskentyp waren, ging aus den Zahlen zunächst nicht hervor. Hinzukommen mehr als 15 Millionen OP-Masken. Für die Masken hat das Land den Angaben zufolge insgesamt etwas mehr als 130 Millionen Euro bezahlt.

Eine FFP2/FFP3 Maske, deren Schutz als höher gilt als der von OP-Masken, hat demnach durchschnittlich rund vier Euro gekostet, eine OP-Maske rund 65 Cent.

Insbesondere am Anfang der Pandemie im vergangenen Jahr seien Krankenhäuser, der öffentliche Gesundheitsdienst, Pflegeheime sowie die ambulante Pflege mit Atemschutzmasken versorgt worden. Die Landesverwaltung, also etwa Ministerien und Behörden, die Polizei, Schulen oder Impfzentren haben demnach ebenfalls welche erhalten.

Etwas mehr als ein Drittel der bestellten Masken wurden laut Ministerium bereits ausgehändigt. Die übrigen dienen zum einen als Reserve, sollen aber auch kurzfristige Anforderungen erfüllen, etwa wenn Lehrkräfte weitere Masken benötigen. Im Oktober dieses Jahres wurden 3000 FFP2-Masken sowie 80.000 OP-Masken ausgegeben.

Die Zahl der monatlichen Bestellungen sei tendenziell stark sinkend, da sich die Marktlage im Vergleich zu Pandemiebeginn deutlich entspannt habe, etwa weil mehr Unternehmen diese Schutzmasken selbst produzieren oder Behörden eigene Beschaffungen durchgeführt hätten.

Update, 14. November, 22.24 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein erreicht 98,4

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie erneut nach oben gegangen und betrug am Sonntag 98,4 - nach 97,9 am Vortag.

Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 19.36 Uhr) wurden 142 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert; am Samstag waren es 325. Bundesweit rangiert Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bei der Sieben-Tage-Inzidenz - also der Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche - noch besonders weit unten.

Wie schon am Samstag blieb die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Pandemie seit deren Beginn mit 1751 unverändert. Rund 80.000 Menschen sind laut Statistik inzwischen genesen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, blieb am Sonntag im Vergleich zu den beiden Vortagen stabil bei 104; 25 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 21 mussten beatmet werden.

Hier gab es ebenso wenig eine Veränderung wie bei der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz - also der Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen: Sie gab die Landesmeldestelle wieder mit 2,58 an.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag in Neumünster mit 163,9 gefolgt von Kiel (125,7) und Flensburg (116,8). Weiterhin den niedrigsten Wert verzeichnete Ostholstein mit 68,0.

Update, 14. November, 12.50 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg weiter gestiegen

Unzählige Besucher füllen die Bars und Restaurants der Hamburger Reeperbahn. Die Inzidenz in Hamburg steigt weiter an.
Unzählige Besucher füllen die Bars und Restaurants der Hamburger Reeperbahn. Die Inzidenz in Hamburg steigt weiter an.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg – Die Corona-Inzidenz in Hamburg hat sich weiter dem bisherigen Höchstwert angenähert.

Wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche bei 176,5 und damit nahe dem bisherigen Höchstwert von 179,6 an Heiligabend des vergangenen Jahres. Am Vortag lag der Wert bei 175,2 und vor einer Woche bei 147,7.

In Hamburg wurden am Samstag den Angaben zufolge 362 Neuinfektionen festgestellt. Das sind deutlich weniger als am Vortag (666) und mehr als vor einer Woche (336). Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am 5. Januar mit 697 gemeldet worden.

Seit Februar 2020 haben sich in Hamburg mindestens 104.925 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 94.500 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um 3 auf 1847. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 178 Covid-19-Patienten behandelt - 44 von ihnen lagen auf der Intensivstation.

75 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Samstag mindestens einmal geimpft. 73 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei.

Update, 14. November, 12 Uhr: Inzidenz steigt in Niedersachsen - aber noch keine Warnstufe

Hannover – Die Sieben-Tages-Inzidenz in Niedersachsen steigt kontinuierlich, die Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Patienten in Kliniken ist aber noch stabil. Das geht aus den Daten hervor, die das Land täglich auf seiner Internetseite zur Corona-Lage veröffentlicht.

Demnach stieg die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner von 118,4 am Samstag auf 129,8 am Sonntag. Fünf weitere Covid-19-Todesfälle meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Niedersachsen, ihre Gesamtzahl stieg damit landesweit auf 6169.

Die Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben der Landesregierung am Sonntag wie schon am Vortag bei 4,5. Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dieser Wert ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage.

Liegt er über 6, kann eine Warnstufe ausgerufen werden. Auf den Intensivstationen der niedersächsischen Krankenhäuser waren am Sonntag 5,9 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Kranken belegt. Am Samstag hatte der Wert bei 6,3 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten verkündet. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Im Nachbarland Bremen lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Sonntag bei 101,2 - es wurden keine neuen Todesfälle registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 289,0 an, was erneut ein Höchstwert ist. In Deutschland hat die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen zudem die Fünf-Millionen-Marke überschritten.

Update, 14. November, 12 Uhr: Testpflicht auch für geimpfte Besucher von Pflegeeinrichtungen

Kiel – Seit Sonntag müssen in Schleswig-Holstein auch geimpfte oder genesene Besucher und Besucherinnen von Pflegeeinrichtungen einen negativen Corona-Test nachweisen.

Die Landesregierung hatte am Samstag über entsprechende Ergänzungen der Corona-Bekämpfungsverordnung informiert. Zuvor waren Tests für geimpfte oder genesene Besucher laut einem Sprecher nicht obligatorisch.

Die Landesregierung habe die Testpflichten verschärft, um die Einrichtungen besser zu schützen und gleichzeitig offenzuhalten, hieß es in einer Mitteilung. Auch genesene und geimpfte Beschäftigte müssen demnach alle drei Tage getestet werden.

Nicht geimpfte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssten sich weiterhin täglich testen lassen. Einrichtungen sollen die Tests über den Bund abrechnen können.

Update, 13. November, 20.38 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein klettert auf 97,9

Kiel - Die Sieben-Tage-Corona-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein erneut gestiegen - auf nun 97,9. Die Landesmeldestelle wies am Samstagabend (Stand: 19.18 Uhr) zudem 325 Neuinfektionen innerhalb eines Tages aus.

Am Freitag hatte die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, bei 95,5 gelegen. Bundesweit hat Schleswig-Holstein in der vierten Virus-Welle nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hier weiter einen besonders niedrigen Wert.

Am Samstag kam den Daten nach kein neuer Todesfall hinzu. Seit Beginn der Pandemie wurden damit weiterhin 1751 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Land am Samstag in Neumünster mit 127,7 gefolgt von Kiel mit 122,9. Der niedrigste Wert wurde in Ostholstein mit einer Inzidenz von 70,0 verzeichnet.

Update, 13. November 15.18 Uhr: Testpflicht auch für geimpfte Besucher von Pflegeeinrichtungen

Kiel - In Schleswig-Holstein müssen auch geimpfte oder genesene Besucher und Besucherinnen von Pflegeeinrichtungen künftig einen negativen Corona-Test nachweisen.

Dies gelte ab Sonntag, sagte ein Regierungssprecher am Samstag. Die Landesregierung habe die Testpflichten verschärft, um die Einrichtungen besser zu schützen und gleichzeitig offenzuhalten, heißt es in einer Mitteilung. Bislang galt, dass Besucherinnen und Besucher geimpft, genesen oder getestet sein müssen.

Auch genesene und geimpfte Beschäftigte müssen demnach alle drei Tage getestet werden. Nicht geimpfte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssten sich weiterhin täglich testen lassen. Einrichtungen sollen die Tests über den Bund abrechnen können.

Update, 13. November, 15 Uhr: Großer Andrang auf Corona-Drittimpfungen

Neumünster - Viele Schleswig-Holsteiner wollen möglichst bald mit einer dritten Impfung ihren Corona-Schutz auffrischen.

Arztpraxen und mobile Teams sind in vollem Einsatz. Im Einkaufszentrum Holsten-Galerie in Neumünster bildete sich am Samstag eine lange Warteschlange von mehr als 100 Menschen bis auf den Vorplatz. Dort wird montags und samstags von 10 bis 17 Uhr geimpft.

Man erreiche viele Menschen, ob für Booster- oder Erstimpfungen, sagte ein Mitarbeiter der Holsten-Galerie. Vor einigen Wochen sei man mit Impfungen an drei Tagen pro Woche und 100 bis 150 täglichen Impfungen gestartet und habe das Angebot mittlerweile ausgebaut.

Auffrischungsimpfungen sind frühestens sechs Monate nach der Grundimmunisierung möglich. Der Impfschutz verschwindet nach dieser Zeit nicht, lässt aber Experten zufolge dann besonders bei alten Menschen und solchen mit geschwächtem Immunsystem nach.

Per Auffrischungsimpfung kann er demzufolge wieder deutlich erhöht werden.

Update, 13. November, 14 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg nähert sich Höchstwert

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg hat sich dem bisherigen Höchstwert angenähert.

Wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, wurden 175,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche registriert - nach 160,8 am Vortag und 147 vor einer Woche. Die bislang höchste Sieben-Tage-Inzidenz wurde in Hamburg an Heiligabend vergangenes Jahr mit 179,6 gemeldet.

In Hamburg wurden am Samstag den Angaben zufolge 666 Neuinfektionen festgestellt. Das sind über 100 mehr als am Vortag und über 270 mehr als vor einer Woche. Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am 5. Januar mit 697 gemeldet worden.

Seit Februar 2020 haben sich in Hamburg mindestens 104.563 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 94.400 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, blieb dem Institut zufolge bei 1844. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 178 Covid-19-Patienten behandelt - 44 von ihnen lagen auf der Intensivstation.

75 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Samstag mindestens einmal geimpft. 73 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei.

Update, 13. November, 13 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen weiter auf hohem Niveau

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen verschärft sich weiter, eine Warnstufe ist aber noch nicht erreicht.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von 113,7 am Vortag auf 118,4 am Samstag. Elf weitere Covid-19-Todesfälle meldete das RKI, die Gesamtzahl stieg damit auf 6164.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben der Landesregierung am Samstag bei 4,5 - nach 4,2 einen Tag zuvor. Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dieser Wert ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Samstag 6,3 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 6,0 Prozent gelegen.

Update, 13. November, 7.45 Uhr: Landesärztekammer-Chef Crusius für Impfpflicht im Gesundheitswesen

Rostock - Der Präsident der Landesärztekammer, Andreas Crusius, hat sich für eine Impfpflicht für alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen ausgesprochen.

"Ich kann doch nicht im Gesundheitswesen arbeiten und möglicherweise als Überträger die mir anvertrauten Patienten der Gefahr einer Ansteckung aussetzen", sagte Crusius der Deutschen Presse-Agentur vor einer Versammlung der Ärztekammer am Samstag in Rostock. "Es gibt keinen Grund, als Mitarbeiter im Gesundheitswesen nicht geimpft zu sein."

Eine Impfpflicht für bestimmte Berufe wird in den vergangenen Tagen immer öfter thematisiert. So hatte der Deutsche Ethikrat die Prüfung einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen empfohlen. Auch Sozialministerin Stefanie Drese (SPD), die in der neuen rot-roten Koalition das Gesundheitsressort übernimmt, hatte sich bereits Ende Oktober für eine Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen ausgesprochen.

Angesichts der unaufhörlich steigenden Infektionszahlen und einer drohenden Überlastung der Krankenhäuser forderte Crusius alle Menschen dringend auf, sich impfen zu lassen. In Mecklenburg-Vorpommern ist weiter rund ein Drittel der Bevölkerung ungeimpft. So habe die große Mehrheit der Patienten auf den Intensivstationen keinen ausreichenden immunologischen Schutz, sagte der Mediziner.

Nach seiner Ansicht sollten alle Ärzte, notfalls auch Medizinstudenten impfen dürfen - nicht nur in den Praxen, auch in den Kliniken. Impfwillige, die nicht mobil seien, müssten aufgesucht werden. "Die Welle muss gebrochen werden."

Für den Zugang zu Angeboten des öffentlichen Lebens forderte Crusius einheitlich die sogenannten 2G-Regelungen als Zutrittsvoraussetzung. Das heißt, die Menschen müssen geimpft oder genesen sein. Für Aktivitäten mit besonders hohem Infektionsrisiko sollten Antigen-Schnelltests zusätzlich zur 2G-Regelung obligatorisch sein.

Update, 12. November, 21.12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 95,5

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut gestiegen. Die Landesmeldestelle wies am Freitagabend (Stand: 18.37 Uhr) den Wert 95,5 aus. Am Donnerstag hatte er noch bei 94,5 gelegen, am vergangenen Freitag bei 75,8.

Damit ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen aber immer noch deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt, für den das Robert Koch-Institut 263,7 nannte.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wurde von der Landesmeldestelle mit 466 angegeben, nach 511 am Vortag. Ein neuer Todesfall kam hinzu, seit Beginn der Pandemie wurden damit 1751 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Land am Donnerstag weiter in Kiel. Dort sank sie minimal auf 120,4. Der niedrigste Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 66,6 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg leicht auf 104. 25 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 21 mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - sank von 2,65 auf 2,58.

Update, 12. November, 19.06 Uhr: Erneuter Höchststand der Corona-Inzidenz im Nordosten

Noch liegt die Hospitalisierungsinzidenz im grünen Bereich - doch das könnte sich bald ändern.
Noch liegt die Hospitalisierungsinzidenz im grünen Bereich - doch das könnte sich bald ändern.  © Danny Gohlke/dpa

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist auch am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf einen Höchststand geklettert.

Mit einem Wert von 188,9 lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Personen der vergangenen sieben Tage jedoch nur um eins höher als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 140,6.

Das Lagus meldete 526 Neuinfektionen und damit deutlich weniger als am Dienstag mit 726, der bislang höchsten gemeldeten Zahl. Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern lag bei 172, 16 mehr als am Vortag. Auf einer Intensivstation lagen davon 38, einer weniger als am Donnerstag.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 221,3. Zwei weitere Kreise sowie die Hansestadt Rostock haben ebenfalls Inzidenzen über 200. Am niedrigsten ist die Inzidenz in Nordwestmecklenburg mit 119.

Bei der Hospitalisierungsinzidenz liegen alle Regionen des Landes auf der Corona-Stufenkarte weiterhin im grünen Bereich, doch das könnte sich bald ändern. Wie das Kabinett am Freitag beschloss, sollen die entsprechenden Schwellenwerte sinken.

Bisher ist eine Region im grünen Bereich, solange die Zahl der mit Covid in Kliniken eingelieferten Patienten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen den Wert von 8,0 nicht überschreitet. Künftig soll diese Grenze bei 5,0 liegen. Übersteigt der Wert 7,0, ist die betreffende Region in Stufe "Orange", bei über 11,0 gilt "Rot".

Landesweit lag dieser Wert am Freitag bei 4,5 - er zeigt die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Update, 12. November, 13.17 Uhr: Elbphilharmonie lädt zum dritten Mal zur Corona-Impfung

Hamburg - Aller guten Dinge sind drei: Am 22. November lädt die Hamburger Elbphilharmonie erneut zur Corona-Schutzimpfung in die Künstlerzimmer und den Großen Saal.

Nach zwei Vorgängerterminen im September und Oktober bietet sich erstmals die Gelegenheit, sich den dritten Piks (Booster) in den Künstlerzimmern setzen zu lassen, teilte die Elbphilharmonie am Freitag mit.

Zum Abwarten nach der Impfung gehe es wiederum auf die Bühne des Großen Saals, für viele das "schönste Wartezimmer der Stadt".

Die Aktion wendet sich an alle Impfwilligen ab 12 Jahren. Minderjährige müssen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sein. Eingesetzt werden die Präparate von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson.

Update, 12. November, 12.13 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg leicht gestiegen - 560 neue Fälle

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist wieder leicht gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte, wurden 160,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche registriert - nach 159,9 am Vortag und 141,6 vor einer Woche.

Die bislang höchste Sieben-Tage-Inzidenz wurde in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 gemeldet. Bundesweit stieg die Inzidenz dagegen am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 263,7 und damit auf einen neuen Höchstwert.

In Hamburg wurden am Freitag den Angaben zufolge 560 Neuinfektionen festgestellt. Das sind 44 mehr als am Vortag und 17 mehr als vor einer Woche. Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am 5. Januar mit 697 gemeldet worden.

Seit Februar 2020 haben sich in Hamburg mindestens 103.897 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 94.200 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um einen auf 1844. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Donnerstag 170 Covid-19-Patienten behandelt - 43 von ihnen lagen auf der Intensivstation.

74,9 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Freitag mindestens einmal geimpft. 72,9 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei.

Update, 12. November, 11.50 Uhr: Bremen beim Impfen weiter vorn

Bremen – Das Bundesland Bremen weist im Ländervergleich weiterhin die höchste Quote bei den Corona-Impfungen aus. 79,1 Prozent der Bremerinnen und Bremer sind vollständig geimpft; die Quote der mindestens einmal Geimpften liegt bei 81,6 Prozent, wie Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag belegen.

Bei den vollständig Geimpften folgen das Saarland (73,9 Prozent) und Hamburg (72,9) auf den Plätzen zwei und drei. Niedersachsen liegt auf Platz sechs bei 69,3, der Bundesdurchschnitt bei 67,4 Prozent.

Das Ende Oktober geschlossene große Impfzentrum in der Messehalle 7 in Bremen wird nicht wiedereröffnet, die Impfangebote würden aber trotzdem ausgeweitet, teilte die Gesundheitsbehörde mit. So eröffne in Bremen-Ost im Weserpark nächste Woche die dritte Impfstelle.

Anfang Dezember folge Nummer vier im Bremer Süden. Eine fünfte werde es vermutlich in Bremen-Mitte geben. "Außerdem erweitern wir aktuell die Öffnungszeiten und intensivieren die Angebote der mobilen Teams und der Impftrucks", sagte ein Sprecher.

Update, 12. November, 11.20 Uhr: Weil kündigt 2G-Ausweitung an - Neuer Lockdown aber nicht in Sicht

Hannover - Die 2G-Regelung in der Corona-Pandemie wird in Niedersachsen nach Angaben von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ausgeweitet. Das kündigte er am Freitag in Hannover an.

Details dazu führte er zunächst nicht aus. Einen neuen Lockdown erwarte er aber für Niedersachsen derzeit nicht, sagte Weil. Insbesondere mache dies in den Situationen keinen Sinn, in denen nur geimpfte Menschen unter sich seien.

Eine Absage der Weihnachtsmärkte, die nächste Woche in Niedersachsen starten, sei derzeit nicht nötig, sagte der Regierungschef. Es könne aber sein, dass sich die Lage in drei Wochen schon geändert habe, schränkte er ein.

Update, 12. November, 10.58 Uhr: Gewerkschaft der Polizei fordert eigene Booster-Impfungen

Hamburg - Die Gewerkschaft der Polizei Hamburg (GdP) hat eigene Booster-Impfungen bei der Polizei gefordert.

"Die wachsende Gefahr ist insbesondere auch für unsere Kolleginnen und Kollegen relevant, sind sie doch tagtäglich mit einer Vielzahl von Menschen in Kontakt", sagte der Landesvorsitzende Horst Nien am Freitag in Hamburg.

Es sei aus seiner Sicht zwingend, eine polizeieigene Impfstraße mit einem schlüssigen Begleitkonzept einzurichten. Nötigenfalls sei eine Änderung bestehender Rechtslagen vorzunehmen.

Derzeit müssten sich auch Menschen aus systemrelevanten Berufen für eine Booster-Impfung an ihren Hausarzt wenden.

Update, 12. November, 10.12 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen weiter auf hohem Niveau

Hannover - Zwar ist die Corona-Lage in anderen Bundesländern weit angespannter, aber auch in Niedersachsen verstärkt sich das Infektionsgeschehen.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) spürbar - von 105,5 am Vortag auf 113,7 am Freitag. Fünf weitere Covid-19-Todesfälle meldete das RKI, die Gesamtzahl stieg damit auf 6153.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben der Landesregierung am Freitag bei 4,2 - nach 4,0 einen Tag zuvor. Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dieser Wert ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Freitag 6,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 5,9 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss etwa beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Update, 12. November, 7.46 Uhr: Kammerspiele und Altonaer Theater stellen auf 2G um

Hamburg - Auch im Altonaer Theater, den Hamburger Kammerspielen und dem Harburger Theater werden von diesem Wochenende an nur noch genesene und geimpfte Besucher in die Säle gelassen.

"Wir gehen im Moment davon aus, dass wir das ab Sonntag so starten werden", sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die drei Theater würden dabei eine sogenannte 2G-Regel mit Sternchen umsetzen. "Das heißt, zwischen den sich fremden Besuchern ist mindestens ein Platz frei." Gleichzeitig müssten die Zuschauer keine Maske mehr tragen. Die Regeln gelten für alle Besucher ab 18 Jahre.

Die drei Theater behielten das Schachbrettmuster freiwillig bei, auch um den Komfort für die Gäste und das Sicherheitsgefühl erhöhen zu können. Mit der 2G-Regel dürfen die Theater ihre Säle eigentlich voll besetzen.

Im Altonaer Theater können damit beispielsweise rund 325 genesene oder geimpfte Menschen eingelassen werden. Platz wäre dort für 520 Besucher. In den Kammerspielen sind es 240 statt 410.

Update, 12. November, 7.43 Uhr: Hamburger Sport hofft auf nähere Zukunft ohne Lockdown

Hamburg - Der Hamburger Sport setzt darauf, dass es trotz der zuletzt hohen Corona-Inzidenzzahlen nicht zu erneuten Einschnitten im Bereich der Sportausübung kommt.

"Wir hoffen, dass es nicht wieder zu einem Lockdown kommt", sagte am Donnerstag eine Sprecherin des Hamburger Sportbunds (HSB) der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage. Am Donnerstag waren 159,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche registriert worden. Am Mittwoch hatte der Wert sogar bei 162,6 gelegen.

Der HSB steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit dem Hamburger Sportamt. "Das sind enge Gespräche", berichtete die Sprecherin: "Wir werden schnell informiert, damit wir die Vereine schnell informieren können."

Für die Clubs besteht aktuell die Möglichkeit, Angebote entweder nach der 2G- (geimpft, genesen) oder nach der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) zu machen. Teilweise gibt es für beide Gruppen tägliche Angebote.

"Das ist für die Vereine ein hoher Aufwand, aber es funktioniert gut", sagte die HSB-Sprecherin. Allerdings gehe die Tendenz bei den Großvereinen in der Stadt eher zu 2G, betonte sie.

Update, 12. November, 6.22 Uhr: Hamburg wechselt wegen falsch-positiver Corona-Tests den Anbieter

Schüler müssen regelmäßig Schnelltests durchführen. (Symbolbild)
Schüler müssen regelmäßig Schnelltests durchführen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg - Nach der Häufung falsch-positiver Corona-Tests an Schulen wechselt Hamburg den Anbieter. "Das Ausschreibungsverfahren für neue Schnelltests für alle Dienststellen der FHH inklusive Schulen und darüber hinaus auch für Kitas wird kurzfristig auf den Weg gebracht", teilte die Schulbehörde (BSB) auf Nachfrage mit.

Bis dahin müsse jedoch weiter mit den bisherigen Tests gearbeitet werden, "da wir leider nicht kurzfristig mehrere Millionen anderer Schnelltests beschaffen können".

Alle Schülerinnen und Schüler, die mit einem der bisherigen Tests mehr als einmal ein falsch-positives Schnelltestergebnis hatten, können nun mit einem Schnelltest einer anderen Marke getestet werden, wie die Behörde mitteilte. Alle Schulen könnten hierfür ein begrenztes Kontingent anfordern, das aber keinesfalls für einen flächendeckenden Einsatz reiche. Ausnahmen gälten nur für drei Schulen, an denen vergleichsweise viele falsch-positive Ergebnisse aufgetreten seien.

Der aktuelle Test ist nach Angaben der Schulbehörde der am besten validierte Test auf der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse befinde sich im Rahmen der bisher verwendeten Schnelltests. Dass sich diese Einschätzung des Instituts nicht mit jener der betroffenen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulen decke, "das ist uns in der BSB wohl bewusst".

Insgesamt haben den Angaben zufolge in den vergangenen zwei Wochen 300 Schulen falsch-positive Schnelltests gemeldet, wobei 126 von ihnen mehr als fünf falsch-positive Schnelltests verzeichnet hatten. Dem gegenüber standen den Angaben zufolge vergangene Woche insgesamt 420.000 Schnelltests.

Eine Quote der falsch-positiven Schnelltests werde statistisch nicht fortlaufend erfasst. Zum Stichtag 18. Oktober waren den Angaben zufolge von rund 200.000 Schnelltests 208 gesichert falsch-positiv. "Das sind 0,1 Prozent."

Update, 12. November, 6.18 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 94,5

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut gestiegen. Die Landesmeldestelle wies am Donnerstagabend (Stand: 22.58 Uhr) den Wert 94,5 aus.

Am Mittwoch hatte er noch bei 89,4 gelegen, am vergangenen Donnerstag bei 73. Damit ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen aber immer noch deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt, für den das Robert Koch-Institut am Morgen 249,1 nannte.

Die Zahl der Neuinfektionen wurde von der Landesmeldestelle mit 511 angegeben, nach 588 am Vortag. Drei neue Todesfälle kamen hinzu, seit Beginn der Pandemie wurden damit 1750 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Land am Donnerstag weiter in Kiel. Dort kletterte sie minimal auf 120,8. Der niedrigste Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 55,9 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, sank leicht auf 102. 24 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt, 21 mussten beatmet werden. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - erhöhte sich von 2,30 auf 2,65.

Update, 11. November, 17.10 Uhr: Erneuter Höchststand der Corona-Inzidenz im Nordosten

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen. Mit einem Wert von 187,9 lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Personen der vergangenen sieben Tage noch einmal um 4,3 höher als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 130,7.

Das Lagus meldete 534 Neuinfektionen und damit deutlich weniger als am Mittwoch mit 661 und am Dienstag mit 726, der bislang höchsten gemeldeten Zahl. Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern lag bei 156, drei mehr als am Vortag. Auf einer Intensivstation lagen davon 39, ein Anstieg um sechs Personen innerhalb eines Tages.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen im Landkreis Rostock mit 221,6. Zwei weitere Kreise sowie die Hansestadt Rostock haben ebenfalls Inzidenzen über 200. Am niedrigsten ist die Inzidenz weiter in Schwerin mit 115,1.

Update, 11. November, 14.12 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen bleibt auf hohem Niveau

Hannover - Das Corona-Infektionsgeschehen bleibt in Niedersachsen auf hohem Niveau, auch wenn die Lage in anderen Bundesländern weit angespannter ist. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Donnerstag bei 4,0 nach 4,1 am Vortag.

Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Er ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner sank leicht - von 106,2 auf 105,5. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Donnerstag 5,9 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 5,7 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten verkündet. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 11. November, 12.25 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg leicht gesunken - 516 neue Fälle

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist wieder leicht gesunken. Wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden 159,9 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche registriert - nach 162,6 am Vortag und 133,2 vor einer Woche. Die bislang höchste Sieben-Tage-Inzidenz wurde in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 gemeldet.

Bundesweit stieg die Inzidenz dagegen am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 249,1 und damit auf einen neuen Höchstwert.

In Hamburg wurden am Donnerstag den Angaben zufolge 516 Neuinfektionen festgestellt. Das seien 118 weniger als am Vortag und 52 weniger als vor einer Woche. Der bislang höchste Wert der an einem Tag registrierten Neuinfektionen war am 5. Januar mit 697 gemeldet worden. Bundesweit wurden 501.96 Fälle festgestellt - so viele wie noch nie an einem Tag.

Seit Februar 2020 haben sich in Hamburg mindestens 103.337 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 93.900 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg dem Institut zufolge um 4 auf 1843. In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Mittwoch 175 Covid-19-Patienten behandelt - drei weniger als am Dienstag. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde unverändert mit 43 angegeben.

74,8 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Donnerstag mindestens einmal geimpft. 72,8 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 69,9 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,3 Prozent.

Update, 11. November, 10 Uhr: UKE-Mediziner Kluge befürchtet Patienten-Auslese in den Kliniken

UKE-Mediziner Stefan Kluge warnt vor den Zuständen in Kliniken.
UKE-Mediziner Stefan Kluge warnt vor den Zuständen in Kliniken.  © Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

Hamburg - Der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, fürchtet mit Blick auf überlastete Intensivstationen bald eine Auslese der Patienten.

Er warnte in der RTL-Sendung "RTL Direkt" am späten Mittwochabend davor, dass die Krankenhäuser vielleicht schon bald nicht mehr alle Intensivpatienten aufnehmen können, denn Schlaganfallpatienten, Herzinfarkte, Unfallopfer und auch Tumor-Operationen bei Krebspatienten müssten ja auch versorgt werden.

"Ich habe insofern große Sorge davor, dass wir in eine Art auch latente Triage reinkommen. Dass wir dann wirklich genau schauen, wen können wir dann noch in welches Krankenhaus verlegen und wen können wir aufnehmen."

Hintergrund sei auch, dass es zwar viele Intensivbetten in Deutschland gebe, aber eben auch deutlich weniger Personal als im vergangenen Jahr.

Die Infektionszahlen sind zuletzt bundesweit enorm gestiegen. Auch am Donnerstag war wieder ein neuer Höchststand der Corona-Neuinfektionen registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages den Höchstwert von
50.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Update, 11. November, 9.30 Uhr: Lübecker Infektiologe Rupp empfiehlt 2G in Innenräumen

Lübeck - Der Lübecker Infektiologe Jan Rupp von der Uniklinik Schleswig-Holstein (UKSH) hat sich für eine Verschärfung der Corona-Regeln ausgesprochen und eine generelle 2G-Vorgabe für Innenräume empfohlen. Das erhöhe den Druck auf die Ungeimpften, sagte der Direktor der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie am Campus Lübeck.

"Denn aus infektiologischer Sicht würden sicher viele noch einmal darüber nachdenken und der Impfung etwas abgewinnen. Und wenn es nur aus Pragmatismus ist."

Um gut über den Winter zu kommen, sei es auch noch nicht zu spät für eine Impfung. "Schon die erste Impfung gibt einen partiellen Schutz, der ohne zweite Spritze aber schnell wieder verloren gehen würde. Je mehr Menschen schon einmal Antikörper haben, desto langsamer die Infektionsdynamik."

Der Schutz sei zwar noch nicht so gut wie nach der zweiten Impfung, "das ist aber kein Argument, erst gar nicht mit der Impfserie zu beginnen".

Aus Sicht von Rupp sind Tests und 3G - also genesen, getestet, geimpft - nicht die richtige Lösung. "Das Problem mit den Tests ist, dass wir das Übel dokumentieren, wir lösen es damit aber nicht. Dadurch ist nicht eine einzige Person zusätzlich geschützt."

Der Druck ist seiner Meinung nach nötig, weil nicht noch mehr Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Kliniken liegen sollten. "Wenn ich mir anschaue, dass auf den Stationen inzwischen eher jüngere Patienten liegen, die wir so im vorigen Jahr nicht hatten, frage ich mich schon, was da momentan schiefläuft."

Update, 10. November, 22.35 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 89,4

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist erneut gestiegen. Die Landesmeldestelle wies am Mittwochabend (Stand: 19.22 Uhr) den Wert 89,4 aus.

Am Dienstag hatte er noch bei 82,2 gelegen, am vergangenen Mittwoch bei 71,2. Damit ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen aber immer noch deutlich niedriger als der Bundesdurchschnitt, für den das Robert Koch-Institut am Morgen 232,1 nannte.

Die Zahl der Neuinfektionen wurde von der Landesmeldestelle mit 588 angegeben, nach 611 am Vortag und 346 am Mittwoch vor einer Woche. Zwei neue Todesfälle kamen hinzu, seit Beginn der Pandemie wurden damit 1747 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Land am Mittwoch weiter in Kiel. Dort kletterte sie auf 120,0. Der niedrigste Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 49,7 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, blieb bei 108. 26 von ihnen wurden auf Intensivstationen behandelt (Vortag: 30), 20 mussten beatmet werden (Vortag: 19).

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - erhöhte sich von 2,16 auf 2,30.

Update, 10. November, 17.31 Uhr: Zwei Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim bei Stade

Stade - Wegen eines Corona-Ausbruchs in einem Seniorenheim in der Samtgemeinde Lühe hat der Landkreis Stade Hilfe der Bundeswehr angefordert. Zwei Frauen im Alter von 82 und 91 Jahren starben seit Sonntag, wie der Landrat am Mittwoch mitteilte. Aktuell seien 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet.

Der Kreis Stade stellte ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr. "Mir war es wichtig, schnell zu reagieren, um in dieser für das Seniorenheim wirklich schwierigen Situation zeitnah weitere Unterstützung zu bekommen", sagte Landrat Kai Seefried (CDU) laut einer Pressemitteilung.

Im vergangenen Jahr sei es zeitweise in vielen der insgesamt 28 Alten- und Pflegeheime im Landkreis Stade zu dramatischen Corona-Entwicklungen gekommen, hieß es weiter. Auch damals half die Bundeswehr mit "Pflegehilfstätigkeiten" in den Heimen aus, weil das Personal überlastet und durch Erkrankungen oder Quarantäne ausgedünnt war. Allerdings seien inzwischen die meisten Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen doppelt geimpft, so auch die beiden Gestorbenen.

Auch im Landkreis Ammerland ist eine Pflegeeinrichtung stark betroffen. Aktuell handele es sich um 17 bestätigte Infektionen - 14 Bewohner und 3 Mitarbeiter, teilte der Kreis mit.

Update, 10. November, 16.50 Uhr: Erneuter Höchststand der Corona-Inzidenz im Nordosten

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern schon den zweiten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Mit einem Wert von 183,6 habe die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Personen der vergangenen sieben Tage den bisherigen Höchststand vom Vortag bei 170,7 übertroffen, meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus).

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg somit im Vergleich zum Vortag um 12,9 und binnen einer Woche um 64,5. Das Lagus meldete 661 Neuinfektionen und damit etwas weniger als die bisher höchste gemeldete Zahl von 726 vom Dienstag - am Mittwoch vor einer Woche waren es 516. Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern lag bei 153, 18 mehr als am Vortag. Auf einer Intensivstation lagen davon 33, ein Anstieg um 4 Personen innerhalb eines Tages.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen erneut in der Hansestadt Rostock mit 215,7, wobei der Kreis Mecklenburgische Seenplatte und der Kreis Rostock nur einen Hauch darunter lagen. Am niedrigsten ist die Inzidenz nach wie vor in Schwerin mit 110,9. Bei der Hospitalisierungsinzidenz liegen alle Regionen des Landes auf der Corona-Stufenkarte weiterhin im grünen Bereich. Landesweit lag dieser Wert am Dienstag bei 3,4 - er zeigt die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Unter Berücksichtigung aller Faktoren zeigte die Stufenkarte für alle Regionen weiterhin gelb. Damit gilt weiter eine Maskenpflicht in Schulen sowie erweiterte Testpflichten. Das Lagus meldete vier Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg somit auf 1274.

Bei den Corona-Schutzimpfungen lag die Quote der mindestens einmal Geimpften in MV laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bei 67,5 Prozent und die der vollständig Geimpften bei 65,6 Prozent. Die Quote der Auffrischungsimpfungen wurde mit 3,0 Prozent angegeben.

Update, 10. November, 13.11 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter auf 162,6

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist weiter gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Mittwoch kletterte sie auf 162,6 - am Tag zuvor betrug sie 149,4. Vor einer Woche hatte die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner 124,9 erreicht.

Der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie wurde in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 registriert. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Mittwoch mit 232,1 an.

Am Mittwoch stiegen die Neuinfektionen in Hamburg sprunghaft auf 634, am Vortag waren es 292 und am Mittwoch vor einer Woche 383. Damit haben sich seit Februar 2020 mindestens 102.821 Menschen in der Stadt mit dem Coronavirus infiziert. 93 700 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg um zwei auf 1839.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Dienstag 178 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 43 angegeben.

74,8 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Mittwoch mindestens einmal geimpft. 72,7 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 69,8 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,3 Prozent.

Update, 10. November, 11 Uhr: Keine Entspannung bei Corona-Situation in Niedersachsen

Hannover - Beim Corona-Geschehen in Niedersachsen gibt es keine Anzeichen für eine Entspannung. Nach Angaben des Landes stieg die Hospitalisierungsinzidenz am Mittwoch weiter an und erreichte einen Wert von 4,1, nachdem sie am Dienstag bei 4,0 gelegen hatte.

Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in den Krankenhäusern pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Er ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg ebenfalls - von 103,1 auf 106,2.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Mittwoch 5,7 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 6,0 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Update, 9. November, 22.23 Uhr: Lars Kaderali kann sich allgemeine Corona-Testpflicht vorstellen

Schwerin - Der Bioinformatiker Lars Kaderali von der Universität Greifswald kann sich eine allgemeine Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene vor dem Hintergrund der rasant steigenden Corona-Neuinfektion unter Umständen vorstellen.

"Ich könnte mir vorstellen, dass das eine sinnvolle Sache ist. Gerade wenn man auf andere Maßnahmen verzichtet", sagte der Wissenschaftler am Dienstagabend im NDR.

Kaderali wies in dem Fernsehinterview darauf hin, dass bei aktuellen 3G-Regelungen nicht ausgeschlossen sei, dass ein Geimpfter, der sich infiziert habe, aber einen asymptomatischen Verlauf der Erkrankung durchmache, in der Theorie einen lediglich Getesteten anstecken könne.

Er nannte jedoch genauso Maske und Abstand als effektive Strategien zur Infektionsvermeidung.

Update, 9. November, 22.20 Uhr: Booster-Impfung 6 Monate nach Erstimpfung im Grundsatz möglich

Schwerin - Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern wollen die Booster-Impfung für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.

Alle Personen, deren vollständige Impfung gegen den Corona-Virus mehr als 6 Monate zurückliegt sollen das Recht auf eine Auffrischungsimpfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (67, CDU) am Dienstagabend nach dem Impfgipfel für MV.

Der Gesundheitsminister wies jedoch daraufhin, dass dies aktuell nur auf die Personengruppen zutrifft, die bereits von der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung für die Booster-Impfung erhalten haben.

Da die Wirkung der Corona-Impfung laut medizinischen Erkenntnissen mit der Zeit abnimmt, hatte die Stiko bereits eine Booster-Impfung für die über 70-Jährigen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt empfohlen.

Diese Prioritätsgruppen sollen laut Aussage von Glawe zuerst versorgt werden.

Update, 9. November, 21.40 Uhr: Mehr als 600 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein neu gemeldet

Kiel - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist am Dienstag in Schleswig-Holstein mit 611 Fällen enorm in die Höhe geschnellt. Außerdem kamen sechs neue Todesfälle hinzu.

Diese Zahlen nannte die Landesmeldestelle am Abend (Stand: 19.21 Uhr). Am Montag hatten die Behörden 258 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert, Dienstag vor einer Woche waren es 470 Fälle gewesen. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuansteckungen kletterte im Land weiter auf nun 82,2 Fälle je 100.000 Einwohner in einer Woche. Am Vortag lag diese Inzidenz bei 77,0.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen hatte Schleswig-Holstein mit seinem dort registrierten Wert von 77 allerdings weiter die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer.

Der Kreis mit der höchsten Inzidenz in Schleswig-Holstein war am Dienstag wieder Kiel. Dort übersprang der Wert die 100er-Marke und erreichte 114,4. Ähnlich hoch kletterte die Inzidenz im Kreis Herzogtum Lauenburg mit 101,4. Der niedrigste Sieben-Tage-Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 47,4 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg auf 108 (Vortag: 98). Davon wurden wie am Vortag 30 auf Intensivstationen behandelt, 19 (Vortag: 17) mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100 000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken kamen - erhöhte sich auf 2,16. Die Zahl der Todesfälle seit Pandemie-Beginn stieg um sechs auf 1745.

Update, 9. November, 18.17 Uhr: SPD fordert Wechsel zum 2G-Modell in Schleswig-Holstein

Kiel - Die SPD hat eine Verschärfung der Corona-Regeln in Schleswig-Holstein gefordert. "Die SPD-Landtagsfraktion plädiert dafür, dass wir bei Großveranstaltungen auf 2G+ (geimpft oder genesen und getestet) setzen und in allen anderen Bereichen nach Hamburger Vorbild auf ein 2G-Optionsmodell setzen", sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli (46) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Schleswig-Holsteins aktuelle Corona-Verordnung läuft am Sonntag aus. Bislang gilt in Innenräumen die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

"Daten aus Österreich, Kanada und Frankeich zeigen, dass 2G für einen Schub an neuen Impfungen sorgt", sagte Midyatli. "Außerdem schützten wir so die Ungeimpften. Die können sich nämlich auf 3G-Veranstaltungen bei Geimpften anstecken, die nicht getestet wurden, und in der Folge schwer erkranken."

Die SPD-Fraktion will einen entsprechenden Antrag in die November-Sitzung des Landtags einbringen. Ihre Fraktion habe immer vor einer vierten Welle gewarnt, sagte Midyatli. "Die Landesregierung hat bei ihrer Corona-Politik im September selbstbewusst einen Paradigmenwechsel ausgerufen. Das war schon damals kurzsichtig. Heute noch daran festzuhalten ist fahrlässig."

Update, 9. November, 17.16 Uhr: Corona-Inzidenz im Nordosten erreicht Höchststand

Im Intensivbereich im Klinikum Südstadt wird eine Patientin von Krankenschwester Steffi medizinisch versorgt.
Im Intensivbereich im Klinikum Südstadt wird eine Patientin von Krankenschwester Steffi medizinisch versorgt.  © Danny Gohlke/dpa

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat am Dienstag in Mecklenburg-Vorpommern einen Höchststand erreicht.

Mit einem Wert von 170,7 habe die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Personen der vergangenen sieben Tage den bisherigen Höchststand von 158,3 aus dem April dieses Jahres übertroffen, meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus).

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg somit im Vergleich zu Vortag um 14,5 und binnen einer Woche um mehr als 65,8. Das Lagus meldete 726 Neuinfektionen - vor einer Woche waren es 415. Auch hier lag die Zahl über dem bisherigen Höchstwert von 585, der ebenfalls aus dem April 2021 stammte.

Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern lag bei 135, davon lagen 29 auf einer Intensivstation. Damit stiegen die Zahlen im Wochenvergleich um 45 beziehungsweise 11.

Update, 9. November, 16 Uhr: Senat weitet 2G-Regel bei steigenden Corona-Fällen in Kliniken aus

Hamburg – Im Falle deutlich steigender Corona-Fälle in den Krankenhäusern will Hamburgs rot-grüner Senat die 2G-Regeln auf weitere Bereiche ausweiten.

"Der Senat ist entschlossen die 2G-Regel auszuweiten", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Das 3G-Modell werde dann entsprechend zurückgefahren. Beim 2G-Modell haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Einrichtungen, beim 3G-Modell dürfen auch Ungeimpfte hinein - sofern sie einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Wann eine Verschärfung in Kraft trete, hänge von der Lage in den Kliniken ab. "Die Abhängigkeit besteht darin, dass wir uns die Hospitalisierungsinzidenz anschauen." Und die sei in Hamburg derzeit noch stabil.

Hamburg hat das 2G-Optionsmodell im August als erstes Bundesland für sogenannte Publikumseinrichtungen wie Restaurants, Bars, Kinos oder Theater eingeführt. Später kamen der Einzelhandel und körpernahe Dienstleistungen wie Friseure hinzu.

Ausgenommen vom Optionsmodell sind Angebote des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken sowie Bildungsstätten und Einrichtungen der sozialen Teilhabe.

Update, 9. November, 13.57 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen bleibt angespannt

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter angespannt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg am Dienstag auf 4,0, wie das Land im Internet veröffentlichte. Der Wert gibt die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage an. Am Vortag hatte der Wert bei 3,9 gelegen.

Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist die Hospitalisierungsinzidenz der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner sank von 104,7 auf 103,1. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Dienstag 6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 5,8 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 9. November, 12.45 Uhr: Corona-Inzidenz im Kreis Cloppenburg liegt bei knapp 300

Cloppenburg - Besonders hohe Corona-Zahlen hat derzeit der Landkreis Cloppenburg. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Dienstag mit 289,1 an - so viele Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wurden gemeldet. Damit hat der Landkreis den mit Abstand höchsten Wert in Niedersachsen.

"Mittlerweile ist es so, dass es in allen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen angekommen ist", sagte ein Sprecher des Kreises. Menschen aller Altersgruppen vom Säugling bis zur Seniorin seien von Corona betroffen. Das Virus habe sich in allen Gemeinden und Städten des Kreises ausgebreitet. "Natürlich sind wir besorgt und hoffen, dass die Inzidenz nicht weiter steigt und wir das stoppen können."

Als einen Grund für die hohen Zahlen nannte der Sprecher eine mit rund 60 Prozent relativ niedrige Impfquote. Der Großteil der Infizierten sei nicht gegen Corona geimpft. Dabei spiele eine Rolle, dass in dem Kreis viele Kinder unter zwölf Jahren leben, die nicht geimpft werden können.

Zudem lehnten zahlreiche Erwachsene eine Impfung ab. Da die Inzidenz der Neuinfektionen über 50 liegt, gelten die 3G-Regeln - Zutritt für viele Bereiche haben Geimpfte, negativ Getestete und Genesene.

Das Personal im St. Josefs-Hospital Cloppenburg spürt die Auswirkungen der vielen Infektionen. "Im Moment haben wir auf der Intensivstation vier Corona-Patienten", sagte der Geschäftsführer des Krankenhauses am Dienstag. "Stand heute sind wir noch nicht so weit, dass wir geplante Operationen absagen müssen. Aber wir sind sicherlich an unserer Grenze, denn wir haben noch andere Intensivpatienten."

Mit Blick auf die steigende Zahl an Neuinfektionen sei zu befürchten, dass auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus steigen werde.

Update, 9. November, 12.06 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter auf fast 150

Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Dienstag auf fast 150 gestiegen. (Symbolfoto)
Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Dienstag auf fast 150 gestiegen. (Symbolfoto)  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist weiter gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Dienstag kletterte sie auf 149,4 - am Tag zuvor betrug sie 148,4. Vor einer Woche hatte die Zahl der binnen sieben Tagen erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner 125,1 erreicht.

Der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie wurde in Hamburg an Heiligabend vor einem Jahr mit 179,6 registriert. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz am Dienstag mit 213,7 an.

Am Dienstag wurden in Hamburg 292 Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es 332 und am Dienstag vor einer Woche 273. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 102.187 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 93.500 davon gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, blieb dem Institut zufolge bei 1837.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Montag 176 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 43 angegeben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Dienstag 47; von ihnen mussten 30 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 9,3 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

74,6 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Dienstag mindestens einmal geimpft. 72,5 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz.

Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 69,7 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,2 Prozent.

Update, 9. November, 6.18 Uhr: Impfgipfel von Land und Kommunen zu Boostern und Impfzentren

Schwerin – Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen und der Notwendigkeit von mehr Impfungen beraten Vertreter von Land und Kommunen am Dienstag (17 Uhr) in einem Online-Impfgipfel weitere Schritte.

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) will, dass die Impfzentren wieder hochgefahren werden. Erste Kommunen haben bereits damit begonnen. Offen ist jedoch noch, wer dies in welchem Umfang bezahlt.

Ebenfalls soll besprochen werden, welchen Gruppen eine Booster-Impfung angeboten wird - allen Menschen, deren Impfung ein halbes Jahr zurückliegt - oder nur über 70-Jährigen, wie von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen.

Update, 9. November, 21.07 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein steigen

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein ist am Montag weiter gestiegen. Die Behörden meldeten am Abend einen Wert von 77,0 - nach 75,5 am Sonntag und 75,1 am Samstag. Am Montag der Vorwoche lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch bei 70,6. Die Zahl gemeldeter Fälle stieg am Montag um 258 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts von Montagmorgen hat Schleswig-Holstein mit 75,5 die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Die höchste Inzidenz verzeichnet demnach Sachsen mit einem Wert von 491,3.

Der Kreis mit der höchsten Inzidenz in Schleswig-Holstein war am Montag Kiel mit einem Wert von 99,4. Der niedrigste Sieben-Tage-Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 40,5 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Montag auf 98 (Vortag: 83). Davon wurden 30 auf der Intensivstation behandelt, 17 mussten beatmet werden. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - blieb bei 2,03. Vor einer Woche betrug sie 1,86.

Die Zahl der Todesfälle seit Pandemie-Beginn stieg um einen Todesfall auf 1739.

Update, 9. November, 17.30 Uhr: Corona-Inzidenz in MV nähert sich bisherigem Höchstwert an

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist zum Wochenbeginn weiter gestiegen und nähert sich dem bisherigen Höchstwert in Mecklenburg-Vorpommern an. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Montag 156,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der bisherige Höchstwert liegt laut Lagus bei 158,3 am 14. April dieses Jahres.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg somit im Vergleich zu Vortag um 8,9 und binnen einer Woche um mehr als 50. Das Lagus meldete 244 Neuinfektionen - vor einer Woche waren es 115. Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern lag bei 123, davon lagen 27 auf einer Intensivstation. Vor einer Woche waren es noch 86 beziehungsweise 19 gewesen.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in der Hansestadt Rostock mit 205,7 und am niedrigsten in Schwerin mit 100,4. Bei der Hospitalisierungsinzidenz - dem am stärksten gewichteten Faktor - liegen alle Regionen des Landes auf der Corona-Stufenkarte des Landes weiterhin im grünen Bereich. Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert am Montag 2,7.

Unter Berücksichtigung aller Faktoren zeigte die Stufenkarte für alle Regionen weiterhin gelb, so dass landesweit erweiterte Testpflichten für Menschen gelten, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind.

Das Lagus meldete vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie steigt somit auf 1269.

Bei den Corona-Schutzimpfungen lag die Quote der mindestens einmal Geimpften in MV laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 67,5 Prozent und die der vollständig Geimpften bei 65,5 Prozent. Die Zahl der Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wurde mit 2,7 Prozent der Bevölkerung angegeben.

Update, 9. November, 12.34 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter auf 148,4

Hamburg - Die Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Montag (Stand: 11.50 Uhr) liegt sie nun bei 148,4, am Tag zuvor betrug sie noch 147,7. Vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 123,8 erreicht.

Am Montag wurden 332 Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es 336 und am Montag vor einer Woche 317. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 101.895 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 93.300 davon gelten nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, blieb laut RKI bei 1837.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 171 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 49 angegeben. Vor genau einem Jahr zählte die Gesundheitsbehörde 240 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern der Hansestadt; 58 von ihnen lagen auf Intensivstationen.

Am Montag (Stand: 11.15 Uhr) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 47; von ihnen mussten 29 invasiv beatmet werden. Die Covid-19-Patienten belegten damit 9,5 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

74,5 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI Stand Montag mindestens einmal geimpft. 72,4 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit rangiert Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei. Der Bundesschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 69,7 Prozent und bei den Zweitimpfungen bei 67,1 Prozent.

Update, 9. November, 12 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfizierten in Niedersachsen steigt weiter

Hannover - Bei der Corona-Situation in Niedersachsen gibt es keine Entspannung. Am Montag lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz bei 3,9 Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, teilte das Landesgesundheitsamt in Hannover mit. Dieser Wert blieb im Vergleich mit Sonntag unverändert.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 101,8 auf 104,7 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Dagegen nahm die Belegung der Intensivbetten leicht ab: Am Montag waren 5,8 Prozent im Land mit Covid-19-Patienten belegt, am Vortag waren es noch 6,1 Prozent.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten verkündet. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 8. November, 6.21 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein kaum verändert

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein hat sich auch am Sonntag leicht über der Marke von 75 bewegt.

Die Behörden meldeten am Abend einen Wert von 75,5 - nach 75,1 am Samstag und 75,8 am Freitag. Am Sonntag der Vorwoche lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch bei 70,9. Die Zahl gemeldeter Fälle stieg am Sonntag um 121 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts von Sonntagmorgen hat Schleswig-Holstein mit 75,1 die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Die höchste Inzidenz verzeichnet demnach Sachsen mit 444 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der Kreis mit der höchsten Inzidenz in Schleswig-Holstein war am Sonntag der Kreis Nordfriesland mit einem Wert von 102,3. Der niedrigste Sieben-Tage-Wert wurde im Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 33,7 verzeichnet.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, blieb am Sonntag bei 83. Davon wurden 25 auf der Intensivstation behandelt, 16 mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - bleib bei 2,03. Vor einer Woche betrug sie 1,61. Die Zahl der Todesfälle seit Pandemiebeginn blieb bei 1738.

Update, 8. November, 6.13 Uhr: Tschentscher: Pandemie nicht aus Sicht der Ungeimpften beurteilen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, macht sich für 2G-Modelle in ganz Deutschland stark.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs, macht sich für 2G-Modelle in ganz Deutschland stark.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat dazu aufgerufen, energisch den Kontakt zu den bisher nicht gegen Corona geimpften Menschen zu suchen.

"Wir müssen unterschiedlichste Wege gehen, um die noch nicht Geimpften zu erreichen. Die Wege müssen so unterschiedlich sein wie die Menschen unterschiedlich sind, die bisher noch skeptisch sind", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute journal".

Er machte sich zudem für 2G-Optionsmodelle in ganz Deutschland stark, mit denen bestimmte Einrichtungen Ungeimpften den Zutritt verwehren können. "Wir haben in Hamburg im August schon die 2G-Regel eingeführt (...) Das muss jetzt in ganz Deutschland umgesetzt werden", sagte Tschentscher.

Auf die Frage, ob zwei 2G-Modelle letztlich nicht eine Art Lockdown für Ungeimpfte bedeuteten, sagte der SPD-Politiker: "Wir können diese Pandemie nicht immer aus der Sicht der Ungeimpften beurteilen." Die große Zahl der schon geimpften Personen habe schließlich auch Rechte. In vielen Bundesländern gebe es bisher eine zu niedrige Impfquote - "und dort eskaliert jetzt auch die Situation."

Die Erkenntnis der vergangenen Wochen sei, dass es ohne die Impfungen "nicht geht - und dass es auch für die Ungeimpften schwer wird jetzt in den nächsten Monaten, am öffentlichen Leben teilzunehmen."

Update, 7. November, 17.54 Uhr: Am Montag tritt die neue Corona-Landesverordnung in Kraft

Schwerin - Wegen der angespannten Corona-Lage gelten von Montag an in Mecklenburg-Vorpommern strengere Regelungen in Alten- und Pflegeheimen.

Nach den Beschlüssen der Landesregierung aus der vergangenen Woche wird Besuchern, die älter sind als sechs Jahre, nur dann der Zugang zu Alten- und Pflegeheimen gestattet, wenn sie getestet sind - dies gilt auch für Geimpfte und Genesene.

Ungeimpfte Mitarbeiter müssen sich täglich testen lassen, während dies für geimpfte nur zweimal in der Woche Pflicht ist. Die Testvorgaben wurden damit drastisch verschärft. Über-70-Jährige sowie alle Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen bekommen zudem das Recht auf eine Corona-Auffrischungsimpfung.

Darüber hinaus treten Regelungen in Kraft, die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr möglich machen sollen.

Update, 7. November, 17.48 Uhr: Corona-Inzidenz in MV steigt auf 147,3

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen.

Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 215 Infektionsnachweise nach 129 eine Woche zuvor. Die Inzidenz stieg binnen einer Woche von 102,5 auf 147,3. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - wurde am Sonntag mit 191,5 angegeben.

Am Sonntag lagen den Angaben zufolge im Nordosten 110 Patienten mit einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus - 25 von ihnen auf Intensivstationen. Vor einer Woche waren 80 Patienten in Kliniken und davon 19 auf Intensivstationen gemeldet worden.

Trotz deutlich höherer Infektionszahlen ist die Lage in den Krankenhäusern besser als vor einem Jahr - eine Folge der Schutzimpfungen. Am 7. November 2020 lagen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 49,1 laut Lagus-Archiv 296 Covid-Patienten in den Kliniken des Landes, davon 40 auf der Intensivstation. An dem Tag starben 29 Menschen im Nordosten an oder mit dem Coronavirus. Am Sonntag wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie wird mit 1265 angegeben.

Auf der Corona-Stufenkarte des Landes, in die mehrere Faktoren einfließen, sind weiterhin alle Regionen gelb eingefärbt. Landesweit gelten somit erweiterte Testpflichten für Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz von 194,3 könnte der Landkreis Vorpommern-Rügen jedoch bald auf Orange springen. Ab der 200er-Marke sieht die Corona-Ampel des Landes neue Beschränkungen vor. Landesweit werden bereits an diesem Montag in den Pflegeheimen die Testvorschriften für Beschäftigte und Besucher deutlich verschärft.

Bei der Hospitalisierungsinzidenz - dem am stärksten gewichteten Faktor - liegen alle Regionen des Landes weiterhin im grünen Bereich. Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert am Sonntag 2,5.

Update, 7. November, 17.40 Uhr: Gesundheitsminister Garg fordert wieder kostenlose Corona-Bürgertests

Heiner Garg (55, FDP), Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein, will wieder kostenlose Coronatests.
Heiner Garg (55, FDP), Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein, will wieder kostenlose Coronatests.  © Marcus Brandt/dpa

Kiel - Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (55, FDP) hat sich für die Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Bürgertests ausgesprochen.

"Ich glaube, wir müssen eine Entscheidung aus der Vergangenheit miteinander korrigieren, um gut durch Herbst und Winter zu kommen: Ich teile und unterstütze die Forderung nach Wiedereinführung kostenfreier Bürgerinnen- und Bürgertests für alle", sagte Garg am Sonntag in einem Interview in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Er glaube, dass kostenlose Tests ein zusätzliches Mittel seien, um bundesweit besser durch Herbst und Winter zu kommen.

Corona-Schnelltests müssen seit dem 11. Oktober bundesweit meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können - darunter Kinder unter zwölf Jahren.

Nach dem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hatten sich in Schleswig-Holstein bereits FDP, SSW und Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) für kostenlose Bürgertests ausgesprochen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Kostenübernahme von Tests eine Regelung, die die Bundesregierung in der Testverordnung geregelt hat.

Update, 7. November, 16.39 Uhr: Bovenschulte gegen schärfere Corona-Maßnahmen

Bremen/Hannover - Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (56, SPD) lehnt eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen trotz bundesweit steigender Infektionszahlen ab. "Wir haben ein gut funktionierendes Warnstufensystem, das uns ausreichend Möglichkeiten gibt. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, werden wir sofort reagieren", sagte Bovenschulte der Zeitung Welt.

Er sprach sich zugleich gegen eine neue Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) aus, solange keine konkreten Vorschläge vorliegen. Er sehe derzeit keine Lösungen für eine einheitliche Bekämpfung der vierten Infektionswelle. "Dazu sind die Verhältnisse vor Ort viel zu unterschiedlich."

Bovenschulte wies Forderungen zurück, die kostenlosen Corona-Tests wieder einzuführen. "Ich habe nach wie vor Probleme damit, dass die Allgemeinheit denjenigen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten, die Tests bezahlt." Anspruch darauf sollte nur haben, wer sich nicht impfen lassen könne oder zu den Tests verpflichtet sei.

Update, 7. November, 12.17 Uhr: Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter auf 147,7

Hamburg - Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg weiter gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Sonntag liegt sie bei 147,7, am Tag zuvor waren es noch 147,0. Vor einer Woche betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 115,1.

336 Neuinfektionen wurden gemeldet, am Vortag waren es 392 und am Sonntag vor einer Woche 323. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 101.563 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 93.100 davon gelten nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 171 Covid-19-Patienten behandelt, 10 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen unverändert 49 Corona-Kranke - 6 mehr als am Mittwoch.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um 4 auf 1837.

74,4 Prozent der Menschen in Hamburg sind nach Angaben des Instituts mindestens einmal geimpft, 72,3 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit liegt Hamburg im am Freitag veröffentlichten Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland weiterhin auf Platz drei.

Update, 7. November, 11.58 Uhr: Keine Entspannung der Corona-Lage in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen bleibt die Corona-Lage angespannt. Verglichen mit manchen anderen Regionen liegen die Werte zwar auf einem noch nicht allzu hohen Niveau - doch ein Rückgang ist nicht in Sicht.

Laut Daten des Landesgesundheitsamts betrug die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz als Leitindikator am Sonntagmorgen 3,9. Für den Vortrag waren im Schnitt 4,0 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in die Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage gemeldet worden.

Nach oben ging es mit der durchschnittlichen Zahl der zusätzlich registrierten Corona-Infektionen binnen einer Woche. Sie nahm in den niedersächsischen Kommunen auf 100.000 Einwohner gerechnet landesweit von 97,1 (Samstag) auf 101,8 (Sonntag) zu.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren zuletzt 6,1 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegt. Das entsprach dem Wert vom Samstag.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Update, 7. November, 7.19 Uhr: Bislang 19 Gefangene im Norden positiv auf Corona getestet

Häftlinge sind auf dem Hof einer JVA unterwegs: Auch hier haben Corona-Schutzmaßnahmen die Abläufe verändert.
Häftlinge sind auf dem Hof einer JVA unterwegs: Auch hier haben Corona-Schutzmaßnahmen die Abläufe verändert.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Kiel - Seit Pandemiebeginn sind 19 Gefangene in Schleswig-Holstein positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei ihrer Aufnahme im Gefängnis werden die Gefangenen zunächst in Quarantänebereichen untergebracht. Dort werden sie getestet, um eine Verlegung in die normalen Bereiche der Justizvollzugsanstalt zu ermöglichen.

Gefangene, die nachweislich über einen vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 verfügen oder nachweislich genesen sind, sollen spätestens am nächsten Tag nach Vorliegen eines negativen PCR-Tests auf die zuständige Abteilung verlegt werden.

Gefangene ohne nachgewiesenen Vollschutz werden frühestens nach fünf Tagen getestet und unter der Voraussetzung eines negativen PCR-Tests verlegt.

Update, 6. November, 21.33 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein leicht gesunken

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein am Samstag minimal gesunken. Die Behörden meldeten am Abend eine Sieben-Tage-Inzidenz von 75,1 - nach 75,8 am Freitag. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch bei 73, am Samstag der Vorwoche bei 69,6. Die Zahl gemeldeter Fälle stieg um weitere 253 Neuinfektionen binnen eines Tages - nach 421 am Freitag.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts von Samstagmorgen hat Schleswig-Holstein mit 75,8 die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer. An der Spitze liegt Sachsen mit 415,8 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Spitzenreiter in Schleswig-Holstein war am Samstag der Kreis Nordfriesland mit einer Inzidenz von 95,7, Schlusslicht bleib der Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 33,7.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, blieb am Samstag bei 83. Davon wurden 25 auf der Intensivstation behandelt, 16 mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - bleib bei 2,03. Vor einer Woche betrug sie 1,61. Die Zahl der Todesfälle in der Pandemie blieb bei 1738.

Update, 6. November, 16.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in MV auf 139,9 gesunken - 231 Neuinfektionen

Rostock - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern minimal gesunken und liegt nun bei 139,9. Am Tag zuvor betrug der Wert noch 140,6 und vor einer Woche 99,3. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Samstag landesweit 231 nachgewiesene Neuinfektionen, nach 478 am Tag davor und 215 vor einer Woche.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - wurde am Samstag mit 183,7 angegeben.

In den Krankenhäusern ist die Zahl der Covid-Patienten erstmals in diesem Herbst über die Marke von 100 geklettert. Am Samstag lagen dem Lagus zufolge wie schon am Vortag 110 Covid-Patienten in den Kliniken. Vor einer Woche waren es noch 80.

Auf Intensivstationen wurden am Samstag 24 Patienten behandelt, vier mehr als am Vortag und sechs mehr als vor einer Woche. Die Belastung der Krankenhäuser gilt damit aber immer noch als niedrig. Es kamen keine neuen Todesfälle dazu. Seit Beginn der Pandemie sind im Nordosten damit 1264 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Besonders betroffen sind derzeit Pflegeheime: Das Lagus berichtet von zwölf laufenden Geschehen mit 225 Infizierten - 146 Bewohner und 79 Mitarbeiter - sowie 31 Todesfällen. Ab Montag werden deshalb die Testvorschriften für Beschäftigte und Besucher deutlich verschärft.

Auf der Corona-Stufenkarte des Landes, in die mehrere Faktoren einfließen, sind weiterhin alle Regionen gelb eingefärbt. Landesweit gelten somit erweiterte Testpflichten für Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz von 179,3 könnte der Landkreis Vorpommern-Rügen jedoch bald auf Orange springen. Ab der 200er-Marke sieht die Corona-Ampel des Landes neue Beschränkungen vor.

Bei der Hospitalisierungsinzidenz - dem am stärksten gewichteten Faktor - liegen alle Regionen des Landes weiterhin im grünen Bereich. Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert am Samstag 2,7. Wird die Marke von 8,0 überschritten, springt die Ampel in dem Bereich auf Gelb.

Bei den Corona-Schutzimpfungen lag die Quote der mindestens einmal Geimpften in MV laut dem Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag bei 67,4 Prozent und die der vollständig Geimpften bei 65,4 Prozent. Die Zahl der Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wurde mit 2,5 Prozent der Bevölkerung angegeben.

Update, 6. November, 12.45 Uhr: Inzidenz in Hamburg steigt immer weiter

Hamburg - Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg weiter gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Samstag liegt sie aktuell bei 147,0, am Tag zuvor waren es noch 141,6. Vor einer Woche betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 112,8.

392 Neuinfektionen wurden gemeldet, am Vortag waren es 543 und am Samstag vor einer Woche 289. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 101.227 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 92 900 davon gelten nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 171 Covid-19-Patienten behandelt, 10 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen unverändert 49 Corona-Kranke - 6 mehr als am Mittwoch.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um 2 auf 1833.

Update, 6. November, 11:39 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen bleibt angespannt

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt auch am Samstag angespannt. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, ging die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz zwar etwas zurück - die anderen Indikatoren für die Pandemie stiegen allerdings an.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Samstag bei 4,0 - am Vortag waren es noch 4,1 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist dies der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemielage.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts jedoch landesweit am Samstag auf 97,1 - nach 94,8 am Freitag. Es wurden fünf weitere Covid-19-Todesfälle registriert, die Gesamtzahl stieg auf 6114.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Samstag 6,1 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegt - ein Tag zuvor waren es 5,8 Prozent.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann.

Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 6. November, 9 Uhr: Krankenhausgesellschaft erwartet steigende Zahl von Corona-Patienten

Kiel - Wegen der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen rechnet die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein mit mehr Patienten in den Kliniken.

Noch sei die Situation auf den meisten Intensivstationen aber nicht angespannt, sagte Geschäftsführer Patrick Reimund. Seit September liege die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser im Norden zwischen 20 und 25.

"Wir haben einen leichten Anstieg und wir müssen damit rechnen, dass die Zahlen weiter steigen." Das System sei im Moment nicht davor zu kollabieren. "Aber es ist chronisch angespannt."

Update, 5. November, 20.25 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein steigen weiter

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen steigt in Schleswig-Holstein weiter an. Am Freitag meldeten die Behörden 75,8 neue Fälle je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - nach 73 am Vortag und 69,2 vor einer Woche.

Die Zahl gemeldeter Fälle stieg um weitere 421 Neuinfektionen binnen eines Tages - vor einer Woche hatte der Zuwachs noch bei 349 Fällen gelegen. Auch ein weiterer Todesfall wurde registriert.

Spitzenreiter blieb am Freitag der Kreis Herzogtum-Lauenburg mit einer Inzidenz von 111,5. In Flensburg stieg der Wert auf 102,3 - nach 99 am Vortag. In Nordfriesland sank der Wert wieder auf 98,7. Die wenigsten Fälle meldete der Kreis Steinburg mit einer Inzidenz von 33,7.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg am Freitag auf 83 von 79 am Donnerstag. 25 wurden auf der Intensivstation behandelt, zehn mehr als noch vor einer Woche. 16 mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - sank innerhalb von 24 Stunden leicht von 2,16 auf 2,03. Vor einer Woche betrug sie 1,61.

Update, 5. November, 13 Uhr: Inzidenz in Hamburg steigt immer weiter

Eine Person wird in einem Testcenter auf das Coronavirus getestet: Auch in Hamburg steigt die Inzidenz wieder an.
Eine Person wird in einem Testcenter auf das Coronavirus getestet: Auch in Hamburg steigt die Inzidenz wieder an.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hamburg - Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg weiter gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Freitag liegt sie aktuell bei 141,6, am Tag zuvor waren es noch 133,2. Vor einer Woche betrug die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 111,6.

543 Neuinfektionen wurden gemeldet. Damit haben sich seit Februar 2020 in Hamburg mindestens 100.835 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 92.700 davon gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Donnerstag 161 Covid-19-Patienten behandelt, 11 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen unverändert 49 Corona-Kranke - 6 mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um 5 auf 1831.

74,4 Prozent der Menschen in Hamburg sind nach Angaben des Instituts mindestens einmal geimpft. 72,3 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz.

Update, 5. November, 11.19 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen bleibt angespannt

Hannover – Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt auch am Freitag angespannt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes wie am Vortag bei 4,1 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist dies der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemielage.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es vier neue Covid-19-Todesfälle, die Gesamtzahl stieg auf 6109. Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg demnach am Freitag auf 94,8 - nach 88,8 am Donnerstag.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Freitag 5,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegt, ein Tag zuvor waren es 5,9 Prozent.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert 6,0 überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 5. November, 8.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in zwei Regionen in Schleswig-Holstein über 100

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist am Donnerstag in Schleswig-Holstein leicht gestiegen und hat in zwei Regionen über 100 gelegen.

Im Kreis Herzogtum-Lauenburg lag die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 111,0 und in Nordfriesland bei 102,3. In Flensburg lag sie bei 99, nach 100,1 am Mittwoch.

In Schleswig-Holstein lag die Inzidenz im Durchschnitt bei 73 und damit leicht über dem Wert des Vortages, wie weiter aus den Angaben der Landesmeldestelle hervorgeht. Am niedrigsten war dieser Inzidenzwert weiterhin im Kreis Steinburg - mit 36.

Binnen 24 Stunden wurden im Land 417 neue Infektionen registriert, deutlich mehr als am Mittwoch mit 346. Vor einer Woche waren es 360. Die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie blieb bei 1737.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, blieb bei 79. Von ihnen wurden wie am Vortag 23 auf der Intensivstation behandelt. 15 Corona-Intensiv-Patienten mussten beatmet werden (+2).

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - lag am Donnerstag bei 2,16. Vergangenen Donnerstag hatte sie 1,58 betragen.

Update, 4. November, 17.27 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in MV bleibt auf hohem Niveau

Rostock - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf einem hohen Niveau. Innerhalb eines Tages wurden 469 Neuinfektionen registriert, wie aus Daten des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) vom Donnerstag hervorgeht.

Die Zahl ist etwas geringer als am Vortag (516). Vor einer Woche hatte der Wert am Donnerstag noch bei 262 Neuinfektionen gelegen. Die bisherige Höchstzahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 27. April mit 585 registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 130,7 - 11,6 mehr als am Mittwoch. Am vergangenen Donnerstag lag sie noch bei 87,0. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wurde am Donnerstag mit 154,5 angegeben.

Nach Lagus-Angaben wurden am Donnerstag 99 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt - zwei mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen 19 Erkrankte, einer mehr als am Mittwoch. Vier Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Seit Beginn der Pandemie starben im Nordosten 1262 Menschen an oder mit Corona.

Auf der Corona-Stufenkarte des Landes, in die mehrere Faktoren einfließen, sind weiterhin alle Regionen gelb eingefärbt. Landesweit gelten somit erweiterte Testpflichten für Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind.

Bei der Hospitalisierungsinzidenz - dem am stärksten gewichteten Faktor - liegen alle Regionen des Landes weiterhin im grünen Bereich.

Sie gibt die Zahl der Menschen an, die je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit Covid-19 stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. Landesweit betrug dieser Wert am Mittwoch 2,6 und ist damit stabil niedrig.

Bei den Corona-Schutzimpfungen lag die Quote der mindestens einmal Geimpften in MV laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei 67,3 Prozent und die der vollständig Geimpften bei 65,3 Prozent.

Die Zahl der Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wurde mit 36.666 angegeben. Dies entspricht 2,3 Prozent der Bevölkerung.

Update, 4. November, 13 Uhr: Mehr als 100.000 Menschen in Hamburg mit Corona infiziert

Hamburg - Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg wieder angestiegen, die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie hat nun die 100.000 überschritten. Seit Februar 2020 haben sich mindestes 100.292 Menschen in Hamburg mit dem Coronavirus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. 92.500 davon gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als geheilt.

Alle weiteren Infos findet Ihr dazu hier.

Update, 4. November, 11.36 Uhr: Flensburger Krankenhaus schafft Kapazitäten für Corona-Patienten

Flensburg - Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Flensburg hat Auswirkungen auf die Arbeit des St. Franziskus-Hospitals. "Wir sind angefangen, die reguläre Versorgung zu reduzieren", sagte Geschäftsführer Klaus Deitmaring am Donnerstag.

Für eine sich wieder deutlich erhöhende Corona-Versorgung müssten mehr Personal und Kapazität bereitgestellt werden. Das laufe nicht hektisch ab, es gebe aber Kapazitätsengpässe. Die Belegungsrate betrage 98 Prozent, "also faktisch voll". Das Krankenhaus versorge aktuell sechs Corona-Patienten, bei vier weiteren bestehe ein entsprechender Verdacht. Die Kapazitätsgrenze des Hauses liege bei 42 Corona-Fällen.

Im Diako Krankenhaus seien derzeit fast zwei Drittel der neu aufgenommenen Patienten nicht geimpft, sagte Geschäftsführerin Friederike Hohmann. Pläne, die reguläre Versorgung einzuschränken, gebe es dort aber nicht.

Die Inzidenz lag in Flensburg am Mittwoch bei 100,1. Am Donnerstag wurden nach Angaben der Stadt bislang elf neue Fälle gemeldet, darunter ein Kind aus einer Kita und vier Schulkinder. Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (45, SPD) zeigte sich angesichts des diffusen Infektionsgeschehens "wieder etwas besorgter" und forderte, wieder kostenlose Testmöglichkeiten anzubieten.

Mit Blick auf die Landesregierung sagte Lange, die sogenannte 2G-Regel, bei der nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu Veranstaltungen oder ins Restaurant erhalten, sei derzeit im Norden nur über das Hausrecht möglich. "Wir können es nicht flächendeckend für die gesamte Stadt einfach durch Kommunalverfügung anordnen. Dafür fehlen uns in Schleswig-Holstein die Rechtsgrundlagen."

Update, 4. November, 6.29 Uhr: Ministerin kritisiert 14-tägige Bestellfrist für Corona-Impfstoff

Hannover - Vor der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag hat Niedersachsens Ressortchefin den 14-tägigen Vorlauf bei der Bestellung von Covid-Impfstoffen kritisiert.

"Das ist ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen können", sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (53, SPD) der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). "Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister muss hier dringend neue und pragmatischere Vereinbarungen mit dem Arzneimittelgroßhandel treffen, die eine flexiblere Planung der Impfungen vor Ort ermöglichen", sagte Behrens mit Blick auf Minister Jens Spahn (41, CDU).

Grundsätzlich gelte, dass in Deutschland ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, um allen dafür infrage kommenden Menschen eine Auffrischungsimpfung spritzen zu können und gleichzeitig weiter Erst- und Zweitimpfungen anzubieten. "In der Realität scheitert es vor Ort aber zum Teil an den unnötig langen Lieferfristen der Impfstoffe", so die Ministerin.

Niedersachsen werde dieses Thema auf der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder und des Bundes am Donnerstag ansprechen.

Update, 4. November, 6 Uhr: Hohe Impfbereitschaft bei Mitarbeitern im Hamburger Strafvollzug

Die Angestellten in Hamburger Gefängnissen sind keine Impfmuffel. (Archivbild)
Die Angestellten in Hamburger Gefängnissen sind keine Impfmuffel. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Strafvollzug in Hamburg gibt es eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft, sich gegen Corona impfen zu lassen.

Nach einer Auswertung der Justizbehörde sind rund 88 Prozent vollständig geimpft. Nur rund zehn Prozent der Bediensteten sind bisher ungeimpft. Zwei Prozent der Beschäftigten machten dazu keine Angaben.

"Die Bediensteten schützen nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern zeigen mit ihrer hohen Impfbereitschaft auch große Verantwortung für die Gesundheit der Gefangenen", sagte Justizsenatorin Anna Gallina (38, Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. "Der Justizvollzug ist ein sensibler Bereich, viele Gefangene gehören Risikogruppen an."

Unter den Gefangenen liegt die Impfquote in Hamburg laut Behörde bei rund 61 Prozent. Tatsächlich sei dort aber mehr geimpft worden. Es gebe eine große Fluktuation.

Es würden regelmäßig geimpfte und genesene Gefangene entlassen, während neue Gefangene aufgenommen würden, die noch nicht vollständig geimpft seien. Es werde laufend weiter geimpft.

Update, 3. November, 20.05 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in drei Regionen in Schleswig-Holstein über 100

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in drei Regionen in Schleswig-Holstein über 100 gelegen: Im Kreis Herzogtum-Lauenburg lag die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 113,4, in Nordfriesland bei 104,7 und in Flensburg bei 100,1.

In Schleswig-Holstein lag die Inzidenz im Durchschnitt bei 71,2 und damit leicht unter dem Wert des Vortages (71,3), wie weiter aus den Angaben der Landesmeldestelle hervorgeht. Am niedrigsten war dieser Inzidenzwert weiterhin im Kreis Steinburg - mit 38,3.

Binnen 24 Stunden wurden im Land 346 neue Infektionen registriert - genau eine Woche zuvor waren es 351. Die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 1737. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, stieg von 76 auf 79. Von ihnen wurden 23 auf der Intensivstation behandelt (+3). 13 Corona-Intensiv-Patienten mussten beatmet werden (+2).

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - lag wie am Dienstag bei 2,23. Vergangenen Mittwoch hatte sie 1,34 betragen.

Update, 3. November, 18.53 Uhr: Zahl der Neuinfektionen übersteigt die Marke von 500

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen abermals stark gestiegen. Nachdem am Dienstag bereits erstmals seit Mitte April die Marke von 400 Neuinfektionen an einem Tag überstiegen wurde, waren es an diesem Mittwoch 516, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete.

Die bisherige Höchstzahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 27. April mit 585 registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 119,1, das waren 4,1 mehr als am Dienstag. Am vergangenen Mittwoch lag sie noch bei 83,0. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wurde am Mittwoch mit 146,6 angegeben.

Nach Lagus-Angaben wurden am Mittwoch 97 Covid-Patienten in Krankenhäusern behandelt und damit sieben mehr als am Vortag.

Auf den Intensivstationen lagen weiter 18 Erkrankte. Drei Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Update, 3. November, 16.51 Uhr: Weiterer Todesfall nach Corona-Ausbruch in Norderstedter Heim

Norderstedt - Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Norderstedt im Kreis Segeberg ist ein weiterer Heimbewohner gestorben.

Eine weitere Testung habe ergeben, dass bis auf eine Bewohnerin alle weiteren Personen nicht oder nicht mehr infektiös seien, sagte eine Kreissprecherin am Mittwoch.

Die offizielle Überwachung der Einrichtung durch den Kreis sei damit beendet, auch Besuche seien wieder möglich. Die noch infizierte Bewohnerin befinde sich weiterhin in Isolation, sagte die Sprecherin. Insgesamt waren 68 Heimbewohner und 22 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Vier der infizierten Mitarbeiter befinden sich nach Angaben des Kreises noch in Quarantäne.

Um mögliche strafrechtlich relevante Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch zu klären, hat die Kieler Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Update, 3. November, 13.15 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz stagniert bei 125

Hamburg - Nach wochenlangem Anstieg stagniert Hamburgs Corona-Inzidenz. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Mittwoch mit 124,9 an, nach 125,1 am Dienstag und 107,0 vor einer Woche. 383 Neuinfektionen wurden am Mittwoch gemeldet - das waren 110 mehr als am Dienstag, aber 5 weniger als vor einer Woche.

Seit Ende Februar 2020 haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 99.724 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. 92.300 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Dienstag 139 Covid-19-Patienten behandelt, 3 weniger als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen 43 Corona-Kranke, 4 mehr als am Montag.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg laut RKI um 3 auf 1825.

74,3 Prozent der Menschen in Hamburg sind nach Angaben des Instituts mindestens einmal geimpft. 72,1 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit liegt Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland auf Platz 3.

Update, 3. November, 10.01 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen leicht verschlechtert

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen hat sich am Mittwoch im Vergleich zum Vortag leicht verschlechtert.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei vier Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Am Dienstag und Montag lag dieser Wert noch bei 3,9. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist dies der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemielage.

Die Behörden zählten sieben neue Covid-19-Todesfälle, die Gesamtzahl stieg auf 6096. Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) leicht von 77,9 am Dienstag auf nun 80,8.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Mittwoch 5,3 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegt - ein Tag zuvor waren es noch 5 Prozent.

Update, 2. November, 20.13 Uhr: Sieben weitere Corona-Tote in Schleswig-Holstein - Inzidenzen steigen

Kiel – In Schleswig-Holstein sind seit Montag sieben weitere Corona-Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 19.25 Uhr) auf 1735.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen, sank von 85 auf 76. Von ihnen lagen 20 auf der Intensivstation (+1). Elf Corona-Patienten mussten beatmet werden (+2).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie stieg binnen eines Tages leicht von 70,6 auf 71,3. Am Dienstag zuvor hatte sie bei 61,9 gelegen. Der Wert steht für die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Binnen 24 Stunden wurden 470 neue Infektionen registriert - genau eine Woche zuvor waren es 463.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - lag bei 2,23 nach 1,86 am Montag. Vergangenen Dienstag hatte sie bei 1,55 gelegen.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag weiterhin in Herzogtum Lauenburg mit 114,0, den niedrigsten Wert wies der Kreis Steinburg auf (36,0).

Update, 2. November, 14.55 Uhr: Schärfere Corona-Schutzregeln für Pflegeheime in MV

In Pflegeheimen von Mecklenburg-Vorpommern gelten ab sofort strengere Maßnahmen.
In Pflegeheimen von Mecklenburg-Vorpommern gelten ab sofort strengere Maßnahmen.  © Christoph Schmidt/dpa

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern erhöht die Corona-Schutzvorkehrungen für die Bewohner von Pflegeheimen. Dort sollen künftig konsequent die 3G-Regelungen auf alle angewendet werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin.

Sie kündigte eine entsprechende Änderung der Corona-Verordnung an. Demnach müssen sich nicht geimpfte Mitarbeiter künftig mehrfach, möglicherweise täglich testen lassen. Bislang sind zwei Test pro Woche üblich.

Besucher müssen geimpft oder genesen sein, andernfalls einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Gemeinschaftsfeiern soll es in den Einrichtungen bis auf weiteres nicht geben. Alle Heimbetreiber sollen zudem verpflichtet werden, nicht geimpften Mitarbeitern ein Beratungsangebot zu unterbreiten.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Sozialministeriums etwa 75 Prozent der Pflegekräfte geimpft. Allerdings schwanken die Impfquoten von Heim zu Heim teilweise beträchtlich.

Update, 2. November, 12.20 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 125,1

Hamburg - Hamburgs Corona-Inzidenz ist am Dienstag erneut gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 125,1 an, nach 123,8 am Montag und 105,8 vor einer Woche. 273 gemeldete Neuinfektionen kamen am Dienstag hinzu - das waren 44 weniger als am Montag und 25 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) unverändert bei 1822.

Seit Ende Februar 2020 haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 99.341 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. 92.100 von ihnen gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Montag 142 Covid-19-Patienten behandelt, 14 mehr als am vergangenen Freitag. Unverändert 39 Corona-Kranke lagen auf Intensivstationen.

74,2 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI mindestens einmal geimpft. 71,9 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit liegt Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland auf Platz 3.

Update, 2. November, 10.50 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen nicht weiter verschlechtert

Hannover - Die Corona-Lage in Niedersachsen hat sich am Dienstag nicht weiter verschlechtert. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 3,9 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Ebenso hoch war der Wert am Montag gewesen.

Die Behörden zählten sieben neue Covid-19-Todesfälle, die Gesamtzahl stieg auf 6089. Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner sank leicht nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 79,2 am Montag auf 77,9 am Dienstag. Am vergangenen Dienstag war noch eine Inzidenz von 61,3 errechnet worden.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Dienstag 5,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegt. Am Montag hatte der Wert bei 5,1 Prozent gelegen.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten.

So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Update, 2. November, 10.17 Uhr: Bisher 111.000 Auffrischungsimpfungen in niedersächsischen Arztpraxen

Hannover - Seit Ende August haben 111.000 Menschen in niedersächsischen Arztpraxen eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten. Unter ihnen seien 83.000 über 60-Jährige, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) am Dienstag mit.

Der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch rief dazu auf, sich erst mit dem Wunsch nach einem Impftermin an die Arztpraxen zu wenden, wenn man tatsächlich an der Reihe sei.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Auffrischungsimpfung allen über 70-Jährigen und Vorerkrankten - allerdings frühestens sechs Monate nach der zweiten Impfung. Ein zeitlicher Verzug sei unkritisch, sagte Barjenbruch. "Der Impfschutz verfällt nicht plötzlich."

Die niedersächsischen Hausärzte hatten am Montag kritisiert, dass im Moment zwischen Bestellung und Lieferung der Corona-Impfstoffe 14 Tage liegen. Wenn die Nachfrage wegen der Booster-Impfungen steige, führe dies teilweise zu sehr hohem Beratungsbedarf in den Praxen.

Nach Berechnungen der KVN haben aktuell insgesamt 113.000 Bürgerinnen und Bürger landesweit Anspruch auf eine Drittimpfung. Weitere 129.000 kommen demnach im November hinzu.

Die Kassenärzte kritisierten zudem Forderungen nach Wiederöffnung der Impfzentren sowie Politiker-Äußerungen, dass die dritte Corona-Spritze grundsätzlich für jeden möglich sei. "Damit werden Erwartungen geschürt, die so nicht umgesetzt werden können", sagte Barjenbruch.

Update, 1. November, 20.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein stagniert

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie ist in Schleswig-Holstein auf dem Niveau des Vortags geblieben. Am Montag lag der Wert bei 70,6 (Stand: 19.15 Uhr) nach 70,9 am Sonntag.

Vor einer Woche lag die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch bei 58,0. Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.35 Uhr) wurden innerhalb von 24 Stunden 234 neue Infektionen registriert - am Sonntag waren es 118. Die Zahlen am Wochenende sind meist niedriger als unter der Woche, da weniger getestet wird.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus waren, lag am Montag bei 85. 19 von ihnen lagen auf der Intensivstation. Neun Corona-Patienten mussten beatmet werden.

Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Corona-Kranken, die je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen in Kliniken aufgenommen wurden - lag bei 1,86 nach 1,61 am Wochenende. Vergangenen Montag lag sie bei 1,75.

Die Zahl der Corona-Todesfälle seit Beginn der Pandemie ist um drei gestiegen auf nun 1728. Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag in Herzogtum Lauenburg mit 107,0, den niedrigsten Wert wies die Stadt Steinburg auf (37,5).

Update, 1. November, 18.55 Uhr: Hausärzteverband fordert flexiblere Auslieferung von Corona-Impfstoff

Hannover – Die Impfstoffe gegen das Coronavirus sollten nach Ansicht des niedersächsischen Hausärzteverbandes flexibler an Arztpraxen geliefert werden.

"Die Auslieferung der Corona-Impfstoffe sollte nicht in einem starren Korridor erfolgen, sondern sie muss situativ am Folgetag möglich sein", sagte Matthias Berndt, Vorsitzender des Verbandes, in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

Eine Hausarztpraxis müsse sämtliche Corona-Impfungen weit im Voraus planen, da zwischen Bestellung und Lieferung mindestens zwei Wochen lägen. Dies sei so festgeschrieben vom Bund, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Berndt betonte, die Nachfrage in den Praxen könne jedoch sprunghaft steigen, etwa wegen der Auffrischungsimpfungen. Dies führe bei der gültigen Frist teils zu sehr hohem Beratungsbedarf bei den Praxisteams. Generell gebe es genug Impfdosen in den Lagern - daher sei diese Frist nicht nachvollziehbar.

Update, 1. November, 16.37 Uhr: Garg gegen Wiedereröffnung von Impfzentren in Schleswig-Holstein

Kiel - Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (55, FDP) hat sich gegen eine Wiedereröffnung der Impfzentren im Land ausgesprochen.

Mit mehr als 100.000 Dritt- beziehungsweise Booster-Impfungen belege Schleswig-Holstein im Ländervergleich einen Spitzenplatz. Das sei eine Leistung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und der mobilen Impfteams, teilte Garg am Montag mit.

Vor diesem Hintergrund bestehe zum jetzigen Zeitpunkt kein Anlass für eine Diskussion über die Wiedereröffnung von Impfzentren. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatte eine Wiedereröffnung von Impfzentren angeregt.

Auch die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Birte Pauls (55), sieht im Hochfahren der Impfzentren keine schnelle Lösung, um Booster-Impfungen zu den Menschen zu bringen. Teilweise stünden die Räumlichkeiten durch ausgelaufene Mietverträge nicht mehr zur Verfügung. Durch die Beendigung von Arbeitsverträgen fehle das Personal. "Außerdem hat sich gezeigt, dass Impfungen im Impfzentrum erheblich teurer sind als Impfungen in den Arztpraxen", betonte die Sozialpolitikerin.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Schleswig-Holstein erinnerte an seine Forderung aus der Sommer, die Impfzentren nicht vorschnell zu schließen. Aus Sicht des SoVD war schon seit Monaten absehbar, dass viele Menschen eine dritte Impfung benötigen, teilen der Landesvorsitzende Alfred Bornhalm und der Landesgeschäftsführer Sönke Lintzen mit.

Ministerpräsident Daniel Günther (48,CDU) sagte, er sehe aktuell keine Notwendigkeit für ein von Spahn vorgeschlagenes Bund-Länder-Treffen. Man habe erst vor etwas mehr als meiner Woche zusammengesessen.

Update, 1. November, 16.20 Uhr: Weitere Restaurant-Mitarbeiter auf Sylt positiv auf Corona getestet

Husum - Auf der Nordseeinsel Sylt sind 13 weitere Mitarbeiter der Sansibar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das habe ein Reihentest unter 83 Mitarbeitern des Restaurants am Wochenende ergeben, sagte ein Sprecher des Kreises Nordfriesland am Montag.

Damit sei das Virus jetzt bei 29 Mitarbeitern nachgewiesen. Der Chef der Sansibar war zunächst nicht zu erreichen.

In der vergangenen Woche war der Erreger bei sechs Beschäftigten nachgewiesen worden, neun weitere befanden sich als Kontaktpersonen in Quarantäne.

Gäste waren den Angaben zufolge nicht betroffen. Auch auf einer Hotelbaustelle auf Sylt gab es nach Angaben des Kreises einen weiteren Corona-Fall.

Dort seien zurzeit zwölf Mitarbeiter positiv getestet, sagte der Kreissprecher. Am Freitag waren es elf.

Update, 1. November, 12.10 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz steigt auf 123,8

Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Montag deutlich gestiegen. (Symbolfoto)
Der Hamburger Hafen und die Elbphilharmonie im Hintergrund. Die Corona-Inzidenz in der Hansestadt ist am Montag deutlich gestiegen. (Symbolfoto)  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Die Corona-Inzidenz für Hamburg ist am Montag deutlich gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 123,8 an - nach 115,1 am Sonntag und 105,3 vor einer Woche.

317 gemeldete Neuinfektionen kamen am Montag hinzu - das waren 6 weniger als am Sonntag und 166 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) um 1 auf 1822.

Seit Ende Februar 2020 haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde mindestens 99.068 Hamburgerinnen und Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. 91.900 von ihnen gelten nach Schätzung des RKI als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden mit Stand Freitag 128 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen wurde mit 39 angegeben. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) betrug die Zahl der Covid-Intensivpatienten am Montag (11.15 Uhr) 42. Sie belegten 8,2 Prozent aller Hamburger Intensivbetten.

74,2 Prozent der Menschen in Hamburg sind laut RKI mindestens einmal geimpft. 71,8 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Damit liegt Hamburg im Ländervergleich beim Impftempo nach Bremen und dem Saarland auf Platz 3.

Update, 1. November, 7.13 Uhr: Maskenpflicht an Schulen fällt weg

Kiel - Schüler in Schleswig-Holstein brauchen in der Regel ab diesem Montag keine Masken mehr im Unterricht.

Mehr dazu lest Ihr im Artikel "Coronavirus: Maskenpflicht in Schulen teilweise aufgehoben".

Update, 1. November, 6.10 Uhr: Auffrischungsimpfungen in bisher acht von zehn Pflegeheimen in MV

Schwerin - In den Pflegeheimen Mecklenburg-Vorpommerns sind die Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 nach Angaben des Sozialministeriums weit fortgeschritten und sollen bis Mitte November abgeschlossen sein.

Bislang habe es in 202 von landesweit 253 Einrichtungen die sogenannten Booster-Impfungen gegeben, teilte das Ministerium unter Hinweis auf die Ergebnisse einer Umfrage unter allen Heimen mit.

In 52 Fällen hätten Hausärzte, in 150 Fällen mobile Impfteams der Kreise und kreisfreien Städte die Impfungen vorgenommen.

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Titelfoto: Axel Heimken/dpa/Pool/dpa

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