Coronavirus in Hamburg: 52.000 neue Impftermine zu vergeben

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 77.155 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.759 Fälle bekannt, in Bremen 27.386 in Mecklenburg-Vorpommern 44.103 und in Niedersachsen 260.643 Covid-19-Fälle (Stand 22. Juni, 12.35 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 22. Juni, 14.06 Uhr: 51 Fälle mit der Delta-Variante in SH nachgewiesen

Kiel - In Schleswig-Holstein ist bis einschließlich Freitag insgesamt bei 51 Fällen die aggressive Delta-Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden.

Dies teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit Verweis auf vorliegende Informationen der Landesmeldestelle mit. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Wie bereits bei anderen zirkulierenden Viren der Fall, sei es nie auszuschließen, dass sich die dominante Variante des Virus verändert, teilte das Ministerium weiter mit. Es könne demnach durchaus sein, dass sich die Delta-Variante weiter verbreitet.

Um die Ausbreitung einzudämmen, brauche es weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit Kontakten, die Nutzung von Masken wo dies vorgeschrieben ist und die Beachtung von Hygienemaßnahmen und Mindestabständen.

Den Angaben zufolge wird zudem die fortschreitende Impfkampagne zunehmend dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen und immer mehr Menschen vor einer Erkrankung zu schützen.

Update, 22. Juni, 13.26 Uhr: Modellversuch abgelehnt: Hamburger Halbmarathon fällt aus

Hamburg - Der für Sonntag vorgesehene Halbmarathon in Hamburg findet nicht statt. Wie der Veranstalter am Dienstag mitteilte, sei der Antrag auf einen Modellversuch für die 27. Auflage des traditionsreichen Laufes von der Hamburger Sozialbehörde abgelehnt worden.

Vorgesehen war, den Halbmarathon auf 2000 Teilnehmende zu beschränken und die Strecke aus der Innenstadt auf die Elbinsel Kaltehofe zu verlegen. Dies habe die Behörde nicht zu einer "Freigabe überzeugen" können, hieß es in einer Mitteilung.

Steven Richter, Geschäftsführer des Veranstalters BMS Die Laufgesellschaft, war enttäuscht und sagte: "Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass unser Konzept ein verantwortungsbewusster Schritt zur Normalität gewesen wäre."

Update, 22. Juni, 13.13 Uhr: 52.000 neue Impftermine in Hamburg zu vergeben - nach Prioritäten

Hamburg - Das Hamburger Impfzentrum vergibt seit Dienstag mehr als 52.000 neue Termine für eine Corona-Schutzimpfung. Wer unter die Priorisierung fällt, also älter als 60 Jahre ist, bestimmte Vorerkrankungen hat oder bestimmten Berufsgruppen angehört, kann sich unter www.impfterminservice.de oder telefonisch unter der Nummer 116 117 einen Termin buchen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

In den vergangenen Wochen seien kaum Erstimpfungen gemacht worden, weil bei gleichbleibender Lieferung von Impfstoff sehr viele Menschen mit Zweitimpfungen an der Reihe gewesen sein, hieß es.

Bis einschließlich Montag wurden in Hamburg 896.349 Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Das entspricht den Angaben zufolge 48,5 Prozent der Einwohner. Ihre Zweitimpfung haben bereits 561.530 Bürger oder 30,4 Prozent der Bevölkerung bekommen. Das sind 14.768 Impfungen mehr als am Vortag.

Im Vergleich der Bundesländer liegt Hamburg beim Impftempo weiterhin im unteren Bereich.

Update, 22. Juni, 12.55 Uhr: Bis zu 40 Prozent Impfabsagen in Impfzentren in MV

Schwerin - Der Impfmotor stottert in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl jetzt genügend Dosen vorhanden sind. In den Impfzentren des Landes fallen terminierte Impfungen vermehrt aus, weil keiner kommt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag bekanntgab. Die Terminabsagen schwankten tageweise zwischen 15 und 40 Prozent. "Das mag mit der Urlaubszeit zusammenhängen oder damit, dass auch Termine bei niedergelassenen Ärzten wahrgenommen werden", so Glawe. Dies sei eine Momentaufnahme, die sich hoffentlich nicht verstetige.

Impfstoff sei jetzt vorhanden, Termine über das Online-Tool oder über die Hotline buchbar, hieß es. Schon 16-Jährige bekommen derzeit zeitnah einen Termin, wie Recherchen der Deutschen Presse-Agentur ergaben.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden den Angaben zufolge bislang über 1,35 Millionen Impfungen gegeben. Als vollständig geimpft gelten demnach 33,8 Prozent der Bevölkerung. Das sei noch zu wenig. "Auch wenn die Temperaturen steigen, die Inzidenzen sinken und wir uns alle auf ein paar Tage Erholung freuen, ist es wichtig, den Impfschutz gegen das Corona-Virus nicht aus den Augen zu verlieren. Die Pandemie ist nicht vorbei", mahnte der Minister. Um Maßnahmen dauerhaft zu lockern oder zu streichen, sei die Herdenimmunität nötig.

Wann diese Herdenimmunität bei Covid-19 erreicht ist, darüber gehen die Meinungen unter Wissenschaftlern auseinander. Sie reichen von 60 bis über 80 Prozent Durchimpfungsrate.

Glawe wies auf das Auftreten von Corona-Mutationen, wie aktuell der der Delta-Variante, hin. Dies mache die Situation nicht einfacher. Die Impfung sei das wirksamste aktuell zur Verfügung stehende Mittel, um sich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Update, 22. Juni, 12.35 Uhr: Hamburgs Corona-Inzidenz sinkt auf 10,0 - 19 neue Infektionen

Hamburg - Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat am Dienstag 19 neue Corona-Infektionen in der Hansestadt gemeldet. Das sind 5 Fälle mehr weniger als am Montag und 18 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, sank laut Gesundheitsbehörde von 11,0 auf 10,0. Vor einer Woche hatte der Wert 15,1 betragen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) blieb die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen mit 1587 unverändert. Insgesamt haben sich laut Gesundheitsbehörde nachweislich 77.155 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.800 als genesen.

896 349 Menschen sind in Hamburg bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft worden, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht. Das entspricht den Angaben zufolge 48,5 Prozent der Einwohner. Ihre Zweitimpfung haben bis einschließlich Montag 561.530 Bürger oder 30,4 Prozent der Bevölkerung bekommen. Das sind 14.768 Impfungen mehr als am Vortag. Im Vergleich der Bundesländer liegt Hamburg beim Impftempo weiterhin im unteren Bereich.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand vom vergangenen Freitag 46 Covid-19-Patienten behandelt. Auf den Intensivstationen lagen 24 Corona-Kranke. Die Zahlen sollen jetzt nur noch drei- statt fünfmal die Woche erhoben werden, wie ein Sprecher der Behörde sagte.

Update, 22. Juni, 10.45 Uhr: Impfzentren stellen digitales Impfzertifikat aus

Hannover - Die niedersächsischen Impfzentren stellen ab sofort digitale Impfzertifikate zur erfolgten Corona-Schutzimpfung aus.

Nach Abschluss der Impfung könne der Nachweis gleich auf das Mobiltelefon geladen oder als Ausdruck mitgenommen werden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Dienstag mit.

Der im Zertifikat enthaltende QR-Code kann dann auch später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App eingescannt werden. Wer bereits geimpft wurde, kann das digitale Zertifikat online über das Impfportal oder die Hotline abrufen oder sich es in der Apotheke ausstellen lassen.

Das EU-Covid-19-Impfzertifikat können Geimpfte überall dort vorzeigen, wo angesichts der Corona-Pandemie Zugangsbeschränkungen gelten und etwa wahlweise ein Schnelltest oder ein Impfnachweis verlangt wird.

Der auf dem Handy geladene Impfnachweis ermöglicht es etwa bei einer Großveranstaltung dem Einlasspersonal binnen Sekunden, den Nachweis zu scannen.

Update, 22. Juni, 7.30 Uhr: Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen geht weiter zurück

Junge Leute tanzen im Hof des Musikzentrums in Niedersachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Dienstag auf 4,5. (Symbolbild)
Junge Leute tanzen im Hof des Musikzentrums in Niedersachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Dienstag auf 4,5. (Symbolbild)  © Francois Klein/dpa

Hannover/Bremen - In Niedersachsen werden weiter sehr wenige Corona-Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Dienstag auf 4,5 nach 4,7 am Vortag, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner infizierten. Eine Inzidenz über der Schwelle von 10, die maßgeblich für weitere Lockerungen ist, hatte nur noch der Landkreis Holzminden mit 19,9. Im Landkreis Goslar lag der Wert bei 0. Es wurden landesweit 36 neue Fälle sowie 6 Todesfälle gemeldet.

Im Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 6,6 - eine leichte Steigerung im Vergleich zu Montag (6,3).

Neue Masche: Polizei warnt vor Corona-Schockanrufen
Coronavirus Neue Masche: Polizei warnt vor Corona-Schockanrufen

Das Stadtgebiet Bremen verzeichnete 7,2 und Bremerhaven 3,5. Im Land Bremen wurde kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 21. Juni, 20.05 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein bei 4,7

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein lag am Montag bei 4,7. Das ist leicht über dem Wert vom Sonntag (4,4). Es wurden 21 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Montag zuvor waren es nur 4; und am Sonntag Null. Am dritten Tag in Folge wurde kein neuer Corona-Todesfall bekannt, wie aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel von Montag (Stand: 21.6., 19.09 Uhr) weiter hervorgeht.

Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 in einem Krankenhaus behandelt werden, sank seit Sonntag um drei - auf 34. Auf Intensivstationen wurden 22 Corona-Patienten behandelt; also einer weniger als am Vortag. 21 von ihnen wurden beatmet. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden bislang seit Beginn der Pandemie 1619 Todesfälle registriert.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land bleiben die Kreise Pinneberg (13,9) und Herzogtum Lauenburg (7,6). In Dithmarschen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz bei 088 - nach fünf Tagen mit dem Wert Null. In all diesen Regionen stieg die Inzidenz seit Sonntag.

Update, 21. Juni, 17.52 Uhr: Jeder dritte Einwohner in MV hat zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten

Rostock - Rund sechs Monate nach Beginn der Corona-Schutzimpfungen in Mecklenburg-Vorpommern hat jeder dritte Einwohner zwei Impfdosen erhalten. Das geht aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervor.

52,1 Prozent der Bevölkerung haben demnach eine erste Impfung verabreicht bekommen. MV liegt den Angaben zufolge bei beiden Werten im bundesweiten Vergleich auf vorderen Plätzen.

Bei den Zweitimpfungen hat nur das Saarland prozentual mehr Einwohner geimpft, bei den Erstimpfungen liegt MV auf dem fünften Rang der 16 Bundesländer.

Update, 21. Juni, 17.14 Uhr: Vier Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 2,1

Die Anzahl der positiven Corona-Tests geht zurück. (Symbolbild)
Die Anzahl der positiven Corona-Tests geht zurück. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag vier neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das waren vier weniger als am Montag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 16 Uhr). Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land blieb unverändert bei 1148.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 0,1 auf nun 2,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 4,6. Mit 5,7 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. Im Landkreis Vorpommern-Rügen lag dieser Wert bei 0,4, in den anderen Regionen zwischen 1,2 (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und 2,1 (Landkreis Vorpommern-Greifswald und Schwerin).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.103; als genesen gelten rund 42.800 Menschen. Derzeit werden 23 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, einer weniger als am Vortag; 11 Patienten von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, einer weniger als Sonntag.

Titelfoto: Francois Klein/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: