Coronavirus in Niedersachsen: Land schickt 17 Millionen Masken an den Bund zurück

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 76.964 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.439 Fälle bekannt, in Bremen 27.174 in Mecklenburg-Vorpommern 44.074 und in Niedersachsen 259.431 Covid-19-Fälle (Stand 15. Juni, 12.14 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

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Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 12. Juni, 20.54 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt unter zehn

Kiel – Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt in Schleswig-Holstein bei 9,2. Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel vom Samstag hervor.

Am Vortag hatte der Wert bei 9,5 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei 18,3.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 33 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 38 gewesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt weiter 1613.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge weiterhin bei 46. 20 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, 18 von ihnen beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Stormarn (20,5) und Pinneberg (19,0). Am niedrigsten sind die Zahlen in Neumünster, Flensburg und Plön.

Update, 12. Juni, 18.38 Uhr: 10 neue Corona-Fälle - Inzidenz sinkt auf 4,9

Rostock – Die Corona-Situation in Mecklenburg-Vorpommern bleibt entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Samstag auf 4,9. Am Freitag hatte sie noch bei 5,3 gelegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete 10 nachgewiesene Neuinfektionen. Die Zahl der Toten blieb bei 1145.

In den Regionen reicht die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 1,0 in Schwerin bis 10,4 im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten stieg auf 44 065. Als genesen gelten 42.594 Menschen. 43 Corona-Patienten wurden in Kliniken behandelt, einer weniger als am Vortag. 17 Patienten davon lagen auf Intensivstationen.

Bisher hat es dem Amt zufolge 1,21 Millionen Corona-Impfungen in MV gegeben. 49,4 Prozent der Menschen haben mindestens eine Impfung bekommen, 27,7 Prozent haben den vollen Impfschutz.

Update, 12. Juni, 14.10 Uhr: Niedersachsen schickt 17 Millionen Masken an den Bund zurück

Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben. (Symbolfoto)
Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Hannover - Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben.

Dabei handelt es sich um 12 Millionen OP-Masken und fünf Millionen FFP2-Masken, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Samstag. Am Freitag war in einem NDR-Bericht zunächst von vier Millionen Masken die Rede gewesen.

"Der Grund für die Rückgabe ist die fehlerhafte Dokumentation", sagte der Sprecher. Das Land habe die Dokumentation und die Prüfunterlagen zu den Masken kontrolliert. Zum Teil passten die Masken auch nicht zu den Angaben auf den Kartons.

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Einige Masken hätten auch sichtbare Mängel gezeigt. Technisch seien die Masken nicht überprüft worden. Zuvor hatten die Hannoversche Allgemeine Zeitung und der NDR berichtet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil er angeblich Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose verteilen lassen wollte. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Update, 12. Juni, 13.04 Uhr: 49 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz sinkt auf 15,8

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat sich am Samstag nach Angaben der Gesundheitsbehörde um 49 Fälle erhöht. Das sind 24 weniger als am Samstag vor einer Woche und 16 mehr als am Freitag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 17,1 auf 15,8. Vor einer Woche hatte der Wert 21,5 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag für Hamburg mit 14 an.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um eins auf 1580.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 76.878 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.000 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 56 Covid-19-Patienten behandelt, davon 30 auf Intensivstationen.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Coronavirus Geimpften bezifferte die Sozialbehörde mit Stand Freitag auf 834.237. Das seien 7387 mehr als am Vortag. Als vollständig geimpft gelten inzwischen 453.001 Hamburgerinnen und Hamburger.

Update, 12. Juni, 10.01 Uhr: Weiter sinkende Inzidenzzahlen in Niedersachsen

Hannover - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Samstag im Vergleich zum Vortag weiter gesunken.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag gab es 10,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nachdem am Freitag der landesweite Inzidenzwert bei 11,1 lag. In Niedersachsen wurden 78 Neuinfektionen und 5697 Todesfälle gemeldet, das waren drei mehr als am Tag zuvor.

Unverändert verzeichnete die Stadt Delmenhorst mit einem Wert von 37,4 den landesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte lagen unter der Schwelle von 35.

Die niedrigsten Inzidenzwerte hatten der Landkreis Rotenburg/Wümme mit 0,6, der Landkreis Wesermarsch mit 1,1 und der Landkreis Celle mit 1,7.

Auch im kleinsten Bundesland Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 16,6. Dort wurden am Samstag 15 Neuinfektionen gezählt. Ein Todesfall wurde registriert.

Update, 11. Juni, 21.48 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt unter zehn

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen bleibt in Schleswig-Holstein weiter unter einem Wert von zehn. Sie liegt nun bei 9,5, wie aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel vom Freitag hervorgeht.

Am Vortag hatte der Wert bei 9,4 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen, am Freitag vergangener Woche bei 13,6. Bundesweit lag der Wert am Freitag laut Robert Koch-Institut bei 18,6.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages 53 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 41 gewesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt nun 1613. Das ist ein Todesfall mehr als am Donnerstag.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge weiterhin bei 46. 20 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, 18 von ihnen beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Stormarn (20,1) und Pinneberg (19,6). Am niedrigsten sind die Zahlen in Neumünster und Plön, die beide jeweils keine Neuinfektionen meldeten.

Update, 11. Juni, 17.34 Uhr: Vier weitere Corona-Tote - Inzidenz sinkt auf 5,3 in MV

Rostock - Die Corona-Situation in Mecklenburg-Vorpommern bleibt entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Freitag nach einem vorherigen leichten Anstieg wieder von 6 auf 5,3. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales meldete 13 nachgewiesene Neuinfektionen. Vier Menschen starben in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, so dass die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 1145 stieg.

In den Regionen reicht die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 1,0 in Schwerin bis 10,5 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten stieg auf 44.055. Als genesen gelten 42.562 Menschen. 44 Corona-Patienten wurden in Kliniken behandelt, vier weniger als am Vortag. 18 Patienten davon lagen auf Intensivstationen.

Bisher hat es dem Amt zufolge 1,19 Millionen Corona-Impfungen in MV gegeben. 48,8 Prozent der Menschen haben mindestens eine Impfung bekommen, 26,7 Prozent haben den vollen Impfschutz nach zwei Spritzen.

Update, 11. Juni, 17.01 Uhr: Bisher 35 Infektionen mit der Delta-Variante in Niedersachsen

Hannover - Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta ist auch in Niedersachsen mehrmals nachgewiesen worden. Bislang seien 35 Infektionen mit der Delta-Variante bekannt, teilte das Landesgesundheitsamt (NLGA) am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Bereits Anfang Mai habe es vereinzelte Fälle gegeben, sagte ein Behördensprecher. Etwas häufiger tauche die Variante seit Ende Mai auf.

Die Stadt Braunschweig meldete am Freitag, dass die Delta-Variante dort nachgewiesen worden sei. "Bei drei Erkrankten wurde durch Laboruntersuchung diese Mutation des Covid-19-Erregers identifiziert", hieß es. Die Erkrankungen würden aktuell mild verlaufen.

Nach Angaben der Braunschweiger Verwaltung gelten bei einer Infektion mit der Delta-Variante schärfere Regeln für Personen, die Kontakt mit den Infizierten hatten. So müssten auch Genesene oder Geimpfte in eine zweiwöchige Quarantäne.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen sinkt unterdessen aber weiter. Der Wert gab am Freitag erneut nach - auf 11,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging.

In einem RKI-Bericht vom Mittwochabend zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hieß es, dass die Variante Delta in Deutschland weiter relativ selten bleibe und ihr Anteil an den untersuchten Proben 2,5 Prozent betrage. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 24. bis 30. Mai.

Update, 11. Juni, 13.52 Uhr: Registrierung in Impfzentren ab Montag für alle Schleswig-Holsteiner

Kiel - Ab Montag (13 Uhr) können sich alle Schleswig-Holsteiner für Termine in Impfzentren registrieren. Die erste Registrierungsphase laufe bis Donnerstag (13.00 Uhr), sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Freitag in Kiel.

Es sei mit großem Andrang zu rechnen. Der Zeitpunkt der Anmeldung spiele bei der Vergabe der Impftermine keine Rolle. "Jeder hat die gleiche Chance."

Am Wochenende können sich aber nur Menschen der ersten drei Prioritätsgruppen für eine Covid-19-Schutzimpfung registrieren. Das taten bislang rund 100.000 Personen, wie Garg sagte. "Davon haben 70 000 bereits einen Termin in der laufenden oder in der kommenden Woche zugewiesen bekommen."

Bis Freitag hatten laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums im Norden 1,453 Millionen Menschen mindestens eine Impfung erhalten. Das entsprach exakt der Hälfte aller Schleswig-Holsteiner.

Knapp 758.000 haben bereits die Zweitimpfung erhalten. "Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 26,1 Prozent", sagte Garg. Damit liege das Land weiter in der Spitzengruppe der Bundesländer.

Am Freitag starteten offene Impfangebote mit Astrazeneca in Neumünster und Husum. In Neumünster nutzten das Angebot bis 10.30 Uhr 180 Menschen. Ab Samstag ist dies auch in Lübeck möglich.

Ab dann können sich in drei Städten täglich von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr alle ab 18 Jahren ohne Anmeldung impfen lassen. Nötig sind nur ein Ausweis und - wenn möglich - ein Impfausweis sowie ausgefüllte Dokumente für die Impfung mit einem Vektor-Impfstoff.

Update, 11. Juni, 13.28 Uhr: Digitaler Impfpass nicht sofort in jeder Arztpraxis erhältlich

Bremen/Hannover - Viele niedergelassenen Haus- und Fachärzte brauchen noch Zeit, um digitale Impfnachweise ausstellen zu können. Derzeit seien die technischen Voraussetzungen nicht überall gegeben, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen am Freitag mit. Auch die genauen technischen Abläufe seien mitunter unklar.

"Meldungen, wonach der digitale Impfpass ab Montag flächendeckend zur Verfügung steht, sind falsch", hieß es. "Das Ausstellen der Impfzertifikate wird in den ersten Arztpraxen im Laufe der kommenden Wochen möglich sein, weitere werden möglicherweise erst ab Mitte Juli ihren Patienten das Angebot unterbreiten können."

Mit Verweis auf die Impfkampagne und den damit verbundenen Aufwand für Ärztinnen, Ärzte und ihre Teams baten die Kassenärztlichen Vereinigungen in Bremen und Niedersachsen darum, von Anfragen nach digitalen Impfzertifikaten vorerst abzusehen.

In Niedersachsen sollen die ersten Arztpraxen voraussichtlich am kommenden Mittwoch den digitalen Impfausweis ausstellen können, wie der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Detlef Haffke, sagte.

Der Bundesgesundheitsminister hatte am Mittwoch die flächendeckende Einführung des digitalen Impfpasses in Deutschland angekündigt. Mit dem elektronischen Impfnachweis wird es möglich sein, den Impfstatus per Smartphone-App zu belegen.

Möglich ist dies mit der Corona-Warn-App oder der Anwendung "Covpass". In Niedersachsen können sich geimpfte Menschen den Impfnachweis ab kommendem Montag zunächst in ausgewählten Apotheken ausstellen lassen.