Coronavirus in NRW: Inzidenz macht erneut Sprung nach oben

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag für NRW einen Wert von 49,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstag für NRW einen Wert von 49,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am Freitag bei 61,0 - nach 57,1 am Donnerstag, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 2284 neue Corona-Fälle registriert. Es gab 28 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Auch im Bund kletterte der Wert weiter - auf nun 95,1.

Die NRW-weit höchste Inzidenz verzeichneten der Kreis Minden-Lübbecke (130,9), die Stadt Hagen (106,0) und der Kreis Lippe (105,8). Für die Landeshauptstadt Düsseldorf meldete das RKI mit 91,1 den vierthöchsten Wert in NRW.

Coronavirus im Norden: Weitere Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Pflege-Einrichtung
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Für die größte NRW-Stadt Köln wurde eine Inzidenz von 76,0 ausgewiesen. Am niedrigsten war die Kennziffer in den Kreisen Wesel (29,8), Kleve (31,6) und Coesfeld (34,4).

Nach Angaben der Landesregierung wurden 971 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt. Darunter waren 310 Patienten auf einer Intensivstation und 188 von ihnen benötigten eine Beatmung, hieß es zum Stand 21. Oktober.

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Alle Ticker-Meldungen bis zum 20. August 2021 findest Du hier.

Update, 20. Oktober, 15.50 Uhr: Corona an Schulen: Zahl der Test-Verweigerer sehr gering

An Schulen in Nordrhein-Westfalen verweigern laut Ministerium nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler die verpflichtenden Corona-Selbsttests.

Der Anteil der Testverweigerer schwanke auf einem sehr niedrigen Niveau, hieß es aus dem Düsseldorfer Schulministerium.

Update, 19. Oktober, 16.19 Uhr: Aktualisierte Schutzverordnung klärt Ausnahmen von der Maskenpflicht

Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.
Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am Dienstag die Corona-Schutzverordnung präzisiert. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf erläuterte, dienen die geringfügigen Änderungen der Klarstellung geltender Regelungen und sind teils auf ausdrückliche Nachfragen erfolgt - etwa zu Ausnahmen von der Maskenpflicht im Berufsleben.

In einem Schreiben an verschiedene Verbände erklärt das Ministerium: "Die einzige relevante Änderung für den 'Geschäftsverkehr' ist, dass künftig bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit 3-G-Regelung und Mindestabstand auf das Maskentragen verzichtet werden kann."

Update, 19. Oktober, 12 Uhr: Menschen ab 70 Jahren zu Corona-Auffrischungsimpfung gebeten

Menschen ab 70 Jahren, deren letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind zur Auffrischungsimpfung aufgerufen. Wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, werden in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe per Post informiert. Der Brief sei allerdings keine Voraussetzung für den weiterhin kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Eine grundsätzliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut für eine Auffrischungsimpfung auch Unter-70-Jähriger gibt es derzeit nicht. Allerdings empfiehlt die Gesundheitsministerkonferenz allen, die beide Impfungen mit Astrazeneca oder nur das Vakzin der Firma Johnson & Johnson erhalten haben, unabhängig vom Alter, einen Arzttermin für eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff zu vereinbaren.

Nach jetzigem Wissensstand lasse die Wirksamkeit der Coronaschutzimpfung etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nach - gerade bei älteren Menschen, berichtete das Ministerium. Dennoch sei weiterhin "ein vergleichsweiser guter Impfschutz vorhanden".

Bis Ende Oktober sollen die bereits laufenden Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen abgeschlossen sein. Auch in Demenz-WGs oder Werkstätten für Behinderte sei das bereits im Gange. Die Stiko empfiehlt die Auffrischung darüber hinaus für Personal in pflegerischen und medizinischen Berufen mit direktem Kontakt zu alten Menschen und Patienten sowie für Personen mit Immunschwäche.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) appellierte erneut an alle, die sich bislang noch zu gar keiner Corona-Schutzimpfung entschieden hätten, sich einen Ruck zu geben. Gerade für Ältere gelte zudem: "Denken Sie auch an die Grippe-Schutzimpfung." Beide könnten gleichzeitig verabreicht werden.

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Düsseldorf führt 2G-Regel für Theater und Museen ein

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab dem 1. November die 2G-Regel für städtische Kultureinrichtungen wie Museen, Theater oder Oper.

Das teilte die Verwaltung am Freitag mit. Ausnahmen gelten weiterhin für Kinder und Jugendliche

Update, 14. Oktober, 21.30 Uhr: Corona-Fall nach Clubparty in Wuppertal

Nach einer Partynacht in einem Wuppertaler Club mit rund 400 Menschen ist ein Gast positiv auf Corona getestet worden.

Er sei bereits bei der Feier am vergangenen Freitag (8. Oktober) infektiös gewesen, wie die Stadt am Donnerstag berichtete.

Ob es seitdem weitere Coronafälle unter den Gästen gab, war laut Angaben einer Stadtsprecherin unklar.

Update, 12. Oktober, 20.30 Uhr: FDP drängt auf Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel

Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.
Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag will auch die Maskenpflicht im Einzelhandel in absehbarer Zeit lockern. Der FDP-Fraktionschef Christof Rasche sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er wünsche sich, dass das Land angesichts der hohen Impfquoten ab Anfang November zu mehr Normalität zurückkehre.

"In einem Bekleidungsgeschäft oder Supermarkt, wo es kaum Gedränge gibt, können wir auf eine Maskenpflicht sicherlich verzichten", zitierte das Blatt den Politiker. Nur in sehr hoch frequentierten Geschäften sei das jetzt noch nicht möglich.

Auch für größere Indoor-Veranstaltungen müssten in Verbindung mit der 3G-Regel Lockerungen insbesondere bei den Kapazitätsbeschränkungen möglich werden.

"Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin entspannt, wir sollten den nächsten Schritt gehen. Darüber wollen wir mit unserem Koalitionspartner sprechen", sagte Rasche der Zeitung.

Update, 8. Oktober, 15.17 Uhr: Öffnungszeiten für Kölner Impfzentrum am Gesundheitsamt ändern sich

Die Stadt Köln teilte am Freitagmittag mit, dass sich die Öffnungszeiten für die Impfstelle am Gesundheitsamt ändern wird.

Ab sofort sind Impfungen montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr möglich.

Seit einigen Monaten führt die Stadt außerdem Impfungen mit mobilen Teams durch und konnte seit dem 3. Mai bereits 28.883 Impfungen durchführen.

Update, 7. Oktober, 22.10 Uhr: Kosten für Selbsttests

Für die ab 11. Oktober kostenpflichtigen Corona-Schnelltests geht der Apothekerverband Nordrhein von Preisen um die 20 Euro aus.

Eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern habe ergeben, dass ein flächendeckendes Angebot an Corona-Schnelltests durch Apotheken an Rhein und Ruhr zunächst weiter sichergestellt sei, teilte Verbandsvorsitzender Thomas Preis am Donnerstag mit.

Nach seiner Einschätzung sei mit Preisen für die Selbstzahlertests von um die 20 Euro vor dem Hintergrund zu rechnen, dass die Nachfrage schon deutlich gesunken sei bei gleichbleibenden Kosten etwa für Personal oder Räume.

Update, 6. Oktober, 15.05 Uhr: 90 Prozent der Lehrer voll gegen Corona geimpft

Mehr als 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in NRW sind nach Daten des Schulministeriums vollständig gegen Corona geimpft. Der Anteil der Lehrkräfte mit vollständigem Impfschutz lag in der vergangenen Woche bei 90,9 Prozent, wie aus der Übersicht zur wöchentlichen Schulabfrage hervorgeht.

Dabei hatten 3293 Schulen in der vergangenen Woche Angaben zum Impfstatus gemacht. Das waren zwei Drittel aller Schulen, die sich an der wöchentlichen Ministeriumsumfrage beteiligt hatten.

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 68,3 Prozent vollständig geimpft, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Robert Koch-Institutes hervorgeht.

Update, 6. Oktober, 10.57 Uhr: Maskenpflicht an Schulen soll ab 2. November entfallen

Die Landesregierung hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ab dem 2. November in Aussicht gestellt.

Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Schulmail des Schulministeriums.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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