Coronavirus in NRW: Inzidenz macht erneut Sprung nach oben

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für NRW einen Wert von 68,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für NRW einen Wert von 68,9 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In der Corona-Pandemie steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 68,9 an. Am Samstag hatte der Wert 64,2 und am Freitag noch 61,0 betragen.

Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 2146 neue Corona-Fälle registriert. Es gab vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Im Bund lag die Corona-Inzidenz am Sonntag mit 106,3 deutlich höher. Erstmals seit Mai war der Wert am Samstag mit 100,0 wieder dreistellig geworden.

In NRW hatte der Kreis Minden-Lübbecke weiterhin die höchste Inzidenz mit 135,0 gefolgt vom Kreis Lippe (115,9) und der Stadt Hagen (105,5). Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den vierthöchsten Inzidenzwert (101,2). Am niedrigsten war die Kennziffer im Bottrop (28,1), in Landkreis Paderborn (37,3) und im Landkreis Wesel (39,6).

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Update, 24. Oktober, 15.30 Uhr: Weniger Nachfrage in Corona-Testzentren

In den zwei Wochen seit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests haben sich in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen auf eine Infektion testen lassen. Private Anbieter bemerkten 30 bis 40 Prozent weniger Kunden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In einigen Testzentren etwa in Köln und Essen gab es demnach sogar einen Rückgang von 70 bis 80 Prozent.

In den Herbstferien kamen jedoch mehr Kinder und Jugendliche in die Testzentren als in den Wochen zuvor. Da die Tests in den Schulen ausgefallen sind, verlangten einige Freizeitanbieter wie Schwimmbäder oder Kinos von den Kindern Testnachweise.

Seit dem 11. Oktober müssen die meisten Menschen für Corona-Tests bezahlen - kostenlose Bürgertests gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Minderjährige und Schwangere können sich weiterhin kostenlos testen lassen. Dies gilt auch für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder sich nach einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben mussten.

Update, 20. Oktober, 15.50 Uhr: Corona an Schulen: Zahl der Test-Verweigerer sehr gering

An Schulen in Nordrhein-Westfalen verweigern laut Ministerium nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler die verpflichtenden Corona-Selbsttests.

Der Anteil der Testverweigerer schwanke auf einem sehr niedrigen Niveau, hieß es aus dem Düsseldorfer Schulministerium.

Update, 19. Oktober, 16.19 Uhr: Aktualisierte Schutzverordnung klärt Ausnahmen von der Maskenpflicht

Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.
Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am Dienstag die Corona-Schutzverordnung präzisiert. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf erläuterte, dienen die geringfügigen Änderungen der Klarstellung geltender Regelungen und sind teils auf ausdrückliche Nachfragen erfolgt - etwa zu Ausnahmen von der Maskenpflicht im Berufsleben.

In einem Schreiben an verschiedene Verbände erklärt das Ministerium: "Die einzige relevante Änderung für den 'Geschäftsverkehr' ist, dass künftig bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit 3-G-Regelung und Mindestabstand auf das Maskentragen verzichtet werden kann."

Update, 19. Oktober, 12 Uhr: Menschen ab 70 Jahren zu Corona-Auffrischungsimpfung gebeten

Menschen ab 70 Jahren, deren letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind zur Auffrischungsimpfung aufgerufen. Wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, werden in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe per Post informiert. Der Brief sei allerdings keine Voraussetzung für den weiterhin kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Eine grundsätzliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut für eine Auffrischungsimpfung auch Unter-70-Jähriger gibt es derzeit nicht. Allerdings empfiehlt die Gesundheitsministerkonferenz allen, die beide Impfungen mit Astrazeneca oder nur das Vakzin der Firma Johnson & Johnson erhalten haben, unabhängig vom Alter, einen Arzttermin für eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff zu vereinbaren.

Nach jetzigem Wissensstand lasse die Wirksamkeit der Coronaschutzimpfung etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nach - gerade bei älteren Menschen, berichtete das Ministerium. Dennoch sei weiterhin "ein vergleichsweiser guter Impfschutz vorhanden".

Bis Ende Oktober sollen die bereits laufenden Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen abgeschlossen sein. Auch in Demenz-WGs oder Werkstätten für Behinderte sei das bereits im Gange. Die Stiko empfiehlt die Auffrischung darüber hinaus für Personal in pflegerischen und medizinischen Berufen mit direktem Kontakt zu alten Menschen und Patienten sowie für Personen mit Immunschwäche.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) appellierte erneut an alle, die sich bislang noch zu gar keiner Corona-Schutzimpfung entschieden hätten, sich einen Ruck zu geben. Gerade für Ältere gelte zudem: "Denken Sie auch an die Grippe-Schutzimpfung." Beide könnten gleichzeitig verabreicht werden.

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Düsseldorf führt 2G-Regel für Theater und Museen ein

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab dem 1. November die 2G-Regel für städtische Kultureinrichtungen wie Museen, Theater oder Oper.

Das teilte die Verwaltung am Freitag mit. Ausnahmen gelten weiterhin für Kinder und Jugendliche

Update, 14. Oktober, 21.30 Uhr: Corona-Fall nach Clubparty in Wuppertal

Nach einer Partynacht in einem Wuppertaler Club mit rund 400 Menschen ist ein Gast positiv auf Corona getestet worden.

Er sei bereits bei der Feier am vergangenen Freitag (8. Oktober) infektiös gewesen, wie die Stadt am Donnerstag berichtete.

Ob es seitdem weitere Coronafälle unter den Gästen gab, war laut Angaben einer Stadtsprecherin unklar.

Update, 12. Oktober, 20.30 Uhr: FDP drängt auf Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel

Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.
Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag will auch die Maskenpflicht im Einzelhandel in absehbarer Zeit lockern. Der FDP-Fraktionschef Christof Rasche sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er wünsche sich, dass das Land angesichts der hohen Impfquoten ab Anfang November zu mehr Normalität zurückkehre.

"In einem Bekleidungsgeschäft oder Supermarkt, wo es kaum Gedränge gibt, können wir auf eine Maskenpflicht sicherlich verzichten", zitierte das Blatt den Politiker. Nur in sehr hoch frequentierten Geschäften sei das jetzt noch nicht möglich.

Auch für größere Indoor-Veranstaltungen müssten in Verbindung mit der 3G-Regel Lockerungen insbesondere bei den Kapazitätsbeschränkungen möglich werden.

"Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin entspannt, wir sollten den nächsten Schritt gehen. Darüber wollen wir mit unserem Koalitionspartner sprechen", sagte Rasche der Zeitung.

Update, 8. Oktober, 15.17 Uhr: Öffnungszeiten für Kölner Impfzentrum am Gesundheitsamt ändern sich

Die Stadt Köln teilte am Freitagmittag mit, dass sich die Öffnungszeiten für die Impfstelle am Gesundheitsamt ändern wird.

Ab sofort sind Impfungen montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr möglich.

Seit einigen Monaten führt die Stadt außerdem Impfungen mit mobilen Teams durch und konnte seit dem 3. Mai bereits 28.883 Impfungen durchführen.

Update, 7. Oktober, 22.10 Uhr: Kosten für Selbsttests

Für die ab 11. Oktober kostenpflichtigen Corona-Schnelltests geht der Apothekerverband Nordrhein von Preisen um die 20 Euro aus.

Eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern habe ergeben, dass ein flächendeckendes Angebot an Corona-Schnelltests durch Apotheken an Rhein und Ruhr zunächst weiter sichergestellt sei, teilte Verbandsvorsitzender Thomas Preis am Donnerstag mit.

Nach seiner Einschätzung sei mit Preisen für die Selbstzahlertests von um die 20 Euro vor dem Hintergrund zu rechnen, dass die Nachfrage schon deutlich gesunken sei bei gleichbleibenden Kosten etwa für Personal oder Räume.

Update, 6. Oktober, 15.05 Uhr: 90 Prozent der Lehrer voll gegen Corona geimpft

Mehr als 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in NRW sind nach Daten des Schulministeriums vollständig gegen Corona geimpft. Der Anteil der Lehrkräfte mit vollständigem Impfschutz lag in der vergangenen Woche bei 90,9 Prozent, wie aus der Übersicht zur wöchentlichen Schulabfrage hervorgeht.

Dabei hatten 3293 Schulen in der vergangenen Woche Angaben zum Impfstatus gemacht. Das waren zwei Drittel aller Schulen, die sich an der wöchentlichen Ministeriumsumfrage beteiligt hatten.

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 68,3 Prozent vollständig geimpft, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Robert Koch-Institutes hervorgeht.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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