Coronavirus in NRW: Angst vor Omikron, neue Quarantäneregeln gelten ab sofort

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen deutlich angestiegen.

Binnen sieben Tagen infizierten sich pro 100.000 Einwohner nachweislich 504,8 Menschen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montagmorgen hervorging.

Am Vortag hatte der Wert noch bei 489 gelegen, am Montag vor einer Woche bei 361,5. Die Inzidenz für NRW liegt unterhalb des bundesweiten Werts von 528,2.

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Zuletzt meldeten die Gesundheitsämter im bevölkerungsreichsten Bundesland binnen 24 Stunden 7935 Neuinfektionen. Fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 kamen hinzu.

Von den Infizierten kamen in NRW binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner 2,87 ins Krankenhaus, wie das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) am Montagmorgen meldete. Damit sank dieser Wert, am Samstag hatte er bei 3,25 und am Sonntag bei 3,04 gelegen. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten in dem Bundesland war mit 8,13 Prozent etwa gleich hoch wie zuvor (Samstag: 8,19 Prozent, Sonntag: 8,12 Prozent).

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Alle Ticker-Meldungen bis zum 7. Januar 2022 findest Du >>>hier.

Update, 17. Januar, 9.23 Uhr: NRW-Flughäfen mit positivem Trend nach Corona-Tief

Nordrhein-Westfalens Flughäfen erholen sich in Corona-Zeiten etwas, sind aber noch weit entfernt vom Vor-Krisen-Niveau.

Im November seien rund 687.000 Passagiere an den sechs größeren Airports des Bundeslandes abgeflogen und damit etwa fünfmal so viele wie ein Jahr zuvor (140.000), wie das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Im November 2019, also vor Ausbruch der Pandemie, lag die Zahl der Fluggäste noch bei 1,4 Millionen. Der größte Flughafen in NRW ist Düsseldorf, dahinter folgen Köln-Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt.

Update, 17. Januar, 6.24 Uhr: Lehrer kritisieren Schulministerin wegen Mangel an Corona-Vorsorge

Mehrere Lehrerverbände in NRW werfen Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor, angesichts steigender Corona-Fallzahlen keine ausreichende Vorsorge für die Schulen zu treffen.

"Wenn Politik den Präsenzunterricht zum obersten Gebot erklärt, muss sich das deutlich in kurz- und langfristigen Maßnahmen widerspiegeln", sagte Stefan Behlau, der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, der Rheinischen Post.

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen werfen mehrere Lehrerverbände Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) vor, keine Vorsorge für die NRW-Schulen zu treffen.
Angesichts steigender Corona-Fallzahlen werfen mehrere Lehrerverbände Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) vor, keine Vorsorge für die NRW-Schulen zu treffen.  © David Inderlied/dpa

Update, 16. Januar, 17 Uhr: Apotheker lernen impfen: Schulungen laufen!

Etwa 2600 Apotheker sollen bis Monatsende in Nordrhein-Westfalen Corona-Schutzimpfungen trainiert haben. Rund 100 von ihnen lernten am Sonntag unter ärztlicher Anleitung in einem Hotel nahe der Düsseldorfer Arena das Setzen der Spritzen.

Für ihr Training injizierten sich die Pharmazeuten gegenseitig eine Kochsalzlösung. Bis Ende Januar sollen in NRW bis zu 4000 Apotheker für die Impfung bereit stehen.

Das Interesse sei riesengroß, hatte der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Armin Hoffmann, betont. Parallel seien noch einige Detailfragen wie die Impfstoffversorgung der Apotheken zu klären, damit die Impfkampagne in den Apotheken vor Ort starten könne.

Update, 16. Januar, 14.05 Uhr: Neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht

Für Nordrhein-Westfalen gilt seit Sonntag eine neue Corona-Schutzverordnung. Die bisherige Fassung ist überarbeitet worden und damit nach nur drei Tagen nicht mehr gültig.

Die neue Verordnung enthält die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Quarantäne- und Isolierungsregelungen. Zugleich wurde eine geänderte Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes veröffentlicht.

Die Änderungen sollen der Omikron-Variante Rechnung tragen.

Update, 15. Januar, 18.50 Uhr: Impfpflicht für Mediziner und Pfleger

Die Corona-Impfpflicht im Pflegebereich und im medizinischen Sektor kommt zum 15. März 2022. Die Auswirkungen für ungeimpfte Mitarbeiter sind klar und folgenschwer. Sie erhalten bei Nicht-Impfung ein Beschäftigungsverbot.

Der Kölner Caritas-Vorstand Peter Krücker sagte zu dem bundesweiten Gesetz gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger: "Wer aus nicht-gesundheitlichen Gründen die Impfung ablehnt, wird sich ein neues Arbeitsfeld suchen müssen und ist in der Pflege nicht richtig aufgehoben." Hier gehts zum Artikel.

Update, 15. Januar, 18.20 Uhr: Große Demo gegen Corona-Gesetze in Düsseldorf

Mehrere Tausend Gegner einer Corona-Impfpflicht sind am Samstag in Düsseldorf zu einer Demonstration durch die Innenstadt zusammengekommen.

Update, 14. Januar, 16.33 Uhr: In Kürze neue Quarantäne-Regeln für NRW

Für eine Anpassung der Test- und Quarantäneverordnung des Landes fehlten derzeit noch Vorgaben des Paul-Ehrlich- sowie des Robert Koch-Instituts (RKI), teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

Der Bundesrat hatte zuvor einstimmig eine Änderung der Verordnung über Covid-19-Schutzmaßnahmen gebilligt. Die neuen Regeln sehen vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Das gilt auch für frisch doppelt Geimpfte oder frisch Genesene.

In der Stadt Köln gelten die neuen Quarantäneregeln bereits seit Montag. Mehr dazu findet Ihr hier.

Die Stadt Köln teilte mit, dass die verkürzten Quarantäne-Regeln bereits seit Montag gelten. (Symbolbild)
Die Stadt Köln teilte mit, dass die verkürzten Quarantäne-Regeln bereits seit Montag gelten. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Update, 14. Januar, 14.04 Uhr: Prämien für freie Jazz- und Pop-Bühnen

Willkommene Hilfe in Corona-Zeiten: 14 Spielstätten für Jazz- und Popmusik in Nordrhein-Westfalen erhalten in diesem Jahr Prämien zwischen 15.000 und 8000 Euro.

"Nach zwei Jahren Pandemie ist es von elementarer Bedeutung, dass Musikerinnen und Musiker in Nordrhein-Westfalen auftreten und spielen können - denn nur so erhalten wir das lebendige Musikleben des Landes", teilte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (67) am Freitag mit.

Mit der Spielstättenprogrammprämie zeichnet das Land schon seit 2009 kleinere Bühnen für Jazz und Popmusik aus, die regelmäßige Live-Auftrittsmöglichkeiten bieten. Mit Hygienekonzepten, Streaming-Angeboten und anderen digitalen Alternativen sei es vielen Bühnen in der Pandemie gelungen, das Musikleben aufrecht zu erhalten.

Die Prämien werden am Mittwoch in der Jazzschmiede in Düsseldorf überreicht.

Update, 14. Januar, 12.47 Uhr: NRW stockt "Notfonds Weiterbildung" auf

Die Landesregierung will die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in der Corona-Krise weiter unterstützen. Zu diesem Zweck werde der "Notfonds Weiterbildung" bis zum 31. März 2022 verlängert und mit weiteren vier Millionen Euro ausgestattet, teilte das Kulturministerium am Freitag in Düsseldorf mit.

Mit der jetzigen Erhöhung seien somit Hilfen von insgesamt 48,5 Millionen Euro seit 2020 ermöglicht worden. Der Notfonds richtet sich an Einrichtungen, die nach dem Weiterbildungsgesetz gefördert werden und coronabedingte finanzielle Ausfälle haben.

Die Mittel können bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden; Formulare sind auf deren Internetseiten zu finden. Die Frist für die Anträge endet am 30. April 2022.

Update, 13. Januar, 16.43 Uhr: Grimme-Preisverleihung erneut wegen Corona verschoben

Die 58. Grimme-Preisverleihung wird wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr verschoben - von Anfang April auf den 26. August. Das teilte das Grimme-Institut am Donnerstag mit.

Das Institut hoffe, im Spätsommer "mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern und mit Publikum im Theater Marl feiern zu können - im Einklang mit den dann gültigen Auflagen des Gesundheitsschutzes", sagte Geschäftsführerin Frauke Gerlach. Die Nominierungen sollen am 23. Februar bekanntgegeben werden, die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger im Juni 2022.

Die Preisverleihung hatte 2021 ebenfalls erst Ende August in Marl stattgefunden, 2020 gab es wegen der Pandemie keine Präsenzveranstaltung.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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