Coronavirus in NRW: Land kündigt neue Corona-Schutzverordnung an

Köln - Noch immer grassiert die Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen. Den aktuellen Live-Ticker mit allen wichtigen Meldungen aus NRW findet Ihr >>>hier.

Update, 7. Januar, 21.31 Uhr: Land kündigt neue Corona-Schutzverordnung an

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine neue Corona-Schutzverordnung in der kommenden Woche zur Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse angekündigt.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes sei bis einschließlich 12. Januar gültig, hieß es am Freitagabend aus der NRW-Landesregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es werde rechtzeitig vor Ablauf eine anschließende Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, in der die Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen umgesetzt würden.

Im Kampf gegen die sich auch in Deutschland rasant ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus werden die Zugangsregeln für Restaurants, Cafés und Kneipen verschärft.

Bundesregierung und Länderregierungschefs einigten sich am Freitag darauf, dass künftig bundesweit und unabhängig von den Infektionszahlen eine 2G-plus-Regel gelten soll. Geimpfte und Genesene müssen dann einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen.

Ein Schild weist auf das Tragen von Schutzmasken und die 3G-Regel hin.
Ein Schild weist auf das Tragen von Schutzmasken und die 3G-Regel hin.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 7. Januar, 17.58 Uhr: Tausende abgelaufene Impfdosen in Köln verabreicht

In Köln bekamen 2000 Impflinge abgelaufene Dosen einer Charge des "Moderna"-Impfstoffes verabreicht. Insgesamt soll das bei neun mobilen Impf-Aktionen im Stadtgebiet der Fall gewesen sein.

Die Stadt Köln teilte die Panne am Freitagnachmittag mit, da sie die Impfungen in Auftrag gegeben hatte. Angaben zufolge hatte die Feuerwehr am gestrigen Donnerstag während routinemäßiger Untersuchungen festgestellt, dass der Impfstoff bereits abgelaufen war.

Mitarbeitenden der beiden Dienstleister, die für die Impfungen zwischen dem 26. Dezember 2021 und dem 5. Januar 2022 verantwortlich gewesen waren, war offenbar entgangen, dass der Impfstoff am 26. Dezember abgelaufen war. Sie hatten sich auf das Ablaufdatum "Juni 2022" konzentriert – dies gilt allerdings nur für Impfstoff-Dosen, die im gefrorenen Zustand gelagert werden.

Den ausführlichen Artikel findet ihr hier.

Update, 7. Januar, 17.52 Uhr: Unionsgeführte Länder fordern Feststellung epidemischen Lage

Die unionsgeführten Bundesländer wollen angesichts der kräftig steigenden Corona-Infektionen, dass der Bundestag die epidemische Lage von nationaler Tragweite wieder feststellt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) erklärte am Freitag im Anschluss an die Bund-Länder-Runde, aus Sicht der Regierungschefs der unionsgeführten Länder und Baden-Württembergs sei es erforderlich, dass der Bundestag die epidemische Lage feststelle: "Denn die Länder brauchen die Möglichkeit, schnell mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen reagieren zu können, wenn die Infektionszahlen wie in anderen europäischen Ländern explosionsartig ansteigen sollten."

Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) verteidigte, dass seine Koalition die epidemische Lage von nationaler Tragweite als Basis von weiterreichenden Beschränkungen derzeit nicht wieder einsetzen will. Alles Nötige könne aktuell auch so gemacht werden. Aber er versicherte: "Wenn etwas zu tun ist, wird sofort gehandelt."

In den Beratungen am Freitagmittag ging es um neue Corona-Maßnahmen, um die Ausbreitung der Omikron-Welle einzudämmen. Nach dem Treffen sprachen Olaf Scholz (63, SPD) und Hendrik Wüst (46, CDU).
In den Beratungen am Freitagmittag ging es um neue Corona-Maßnahmen, um die Ausbreitung der Omikron-Welle einzudämmen. Nach dem Treffen sprachen Olaf Scholz (63, SPD) und Hendrik Wüst (46, CDU).  © John Macdougall/AFP POOL/dpa

Update, 7. Januar, 11.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst erwartet einheitliche Regelungen gegen Omikron!

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (46, CDU), erwartet bundesweit einheitliche Regelungen gegen die Omikron-Welle.

Auf die Frage nach einer 2G-plus-Regelung in der Gastronomie sagte Wüst am Freitag kurz vor Beginn der neuen Bund-Länder-Runde in einem Interview des Fernsehsenders Welt: "In Innenräumen, wo man keine Maske trägt, muss man getestet sein oder geboostert. Das wird jetzt überall gleichgestellt werden."

Weitere Ausführungen Wüsts bezüglich dieses Themas könnt Ihr in unserem gesonderten Artikel nachlesen.

Update, 6. Januar, 16.08 Uhr: Wegen Omikron: NRW-Regierung verschärft Testpflicht zum Schulstart

Die Landesregierung weitet die Testpflicht an den Schulen angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus aus.

Künftig nehmen nach Angaben des Schulministeriums auch Geimpfte und Genesene verpflichtend an den regelmäßigen Tests in den Schulen teil. Die erweiterte Testpflicht gelte für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie für das gesamte darüber hinaus in den Schulen tätige Personal, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.

Update, 5. Januar, 16.25 Uhr: Ärzte-Vereinigung fordert schärfere Maskenpflicht in Bus und Bahn

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, hat eine Verschärfung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen gefordert.

"Bei einer hoch ansteckenden Virusvariante wie derzeit Omikron sind zum einen Hygiene- und Abstandsregeln im Alltag in jedem Fall weiterhin umfänglich geboten", sagte er der Rheinischen Post und fügte hinzu: "Da im ÖPNV diese Regeln oftmals nur schwer einzuhalten sind, sollte das Tragen von FFP2-Masken im ÖPNV derzeit verpflichtend sein."

Einfache und auch nur nachlässig getragene OP-Masken bieten nach seiner Auffassung oftmals keinen wirklichen Schutz.

In den Bussen und Bahnen soll die Maskenpflicht verstärkt kontrolliert werden.
In den Bussen und Bahnen soll die Maskenpflicht verstärkt kontrolliert werden.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 5. Januar, 15.30 Uhr: RKI: Rund 60 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zweifach geimpft

Rund 60 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sind in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zweifach gegen Corona geimpft. Nur Schleswig-Holstein lag in dieser Altersgruppe mit 66,9 Prozent über der NRW-Quote von 59,4 Prozent, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Der Bundesdurchschnitt in dieser Altersgruppe betrug 53,3 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung haben bisher 6,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in NRW bekommen. Das entspricht genau dem Bundesdurchschnitt.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes lebten Ende 2020 über eine Million Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren in NRW. Die Impfangebote für Kinder ab 12 starteten im Juli. Die Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren begannen Mitte Dezember.

Laut RKI haben bisher in NRW 136 550 Kinder dieser Altersgruppe eine Corona-Impfung erhalten. Auf alle Altersgruppen bezogen, haben in NRW 74,4 Prozent der Menschen einen vollständigen Grundschutz. Eine Auffrischungsimpfung bekamen 42,7 Prozent.

Update, 5. Januar, 8.44 Uhr: Gebauer: Präsenzunterricht ist oberstes Gebot

Nach dem Ferienende soll der Unterricht in Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in der kommenden Woche in den Schulräumen fortgesetzt werden. "Es findet Präsenzunterricht statt", sagte Gebauer am Mittwoch im WDR2 Morgenmagazin auf Fragen von Hörern.

Ein Wechselunterricht mit der Aufteilung in Lerngruppen, die im Wechsel in den Schulen und zu Hause unterrichtet werden, würde eine maximale Belastung für alle Lehrkräfte darstellen und würde als schlechteste Variante angesehen.

Es müsste zudem eine Notbetreuung für die Kinder eingerichtet werden, deren Eltern in der sogenannten kritischen Infrastruktur tätig seien. Präsenzunterricht sei oberstes Gebot, betonte die Schulministerin.

Update, 4. Januar, 20.01 Uhr: Unangemeldete Corona-Demos

NRW-Innenminister Herbert Reul (69,CDU) hat eine Zunahme unangemeldeter Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen festgestellt. Den Text hierzu liest Du hier.

Update, 4. Januar, 15.48 Uhr: SPD will nach den Ferien sensitivere Corona-Tests für alle Schulen

Die SPD-Opposition fordert, neue sensitivere Corona-Tests, wie sie bereits für die Kitas in Nordrhein-Westfalen bestellt worden seien, auch allen Schulen zur Verfügung zu stellen.

Die Landesregierung und die Kultusminister der Länder, die an diesem Mittwoch tagen, müssten alles dafür tun, dass die Schulen nach den Weihnachtsferien trotz der Omikron-Variante sichere Orte seien, sagte der Landesparteichef und SPD-Bundesvize Thomas Kutschaty am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Update, 4. Januar, 15.20 Uhr: 36 von 47 Teilnehmern einer Skifreizeit in Münster positiv

In Münster sind 36 von 47 Teilnehmern einer Skifreizeit positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt laufe derzeit die Prüfung der Schnelltests per PCR-Tests.

Alle Teilnehmer der Hochschulreise in die Schweiz seien zweifach geimpft und teilweise auch geboostert gewesen, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Das Gesundheitsamt bearbeite jetzt das Ausbruchsgeschehen nach der Rückkehr der Gruppe an Neujahr.

Münster hatte über Monate die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz in NRW, das hat sich jedoch mit der Omikron-Variante geändert. Während NRW am Dienstag laut RKI einen Inzidenz-Wert von 216,9 vermeldete, lag Münster bei 275,9.

Update, 3. Januar, 22.01 Uhr: Opposition verlangt klare Regeln für Schulen

Eine Woche vor Ende der Weihnachtsferien in Nordrhein-Westfalen fordern SPD und Grüne bessere Vorkehrungen gegen Corona und mehr Planungssicherheit vor dem Schulstart.

Update, 3. Januar, 13.47 Uhr: Hendrik Wüst erwartet Stellungnahme zur Impfpflicht seitens Bundesregierung

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (46, CDU), drückt bei der geplanten Corona-Impfpflicht aufs Tempo.

Bevor Olaf Scholz (63, SPD) Kanzler geworden sei, habe er sie für Februar avisiert, sagte Wüst am Montag im Morgenmagazin der ARD. "Das Wort muss auch gelten, wenn er Kanzler ist", unterstrich der CDU-Politiker.

Zu viele Menschen in Deutschland hätten bislang keine Erst- oder Zweitimpfung. "Wir brauchen diese Impfpflicht", unterstrich Wüst. Beim bevorstehenden Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise am Freitag wolle er von der Bundesregierung wissen, wie sie jetzt vorgehen werde. "Dazu möchte ich gerne was hören."

Wüst sprach ebenfalls über eine Verkürzung der Quarantäne-Pflicht. Mehr dazu findet Ihr in dem ausführlichen TAG24-Artikel.

Hendrik Wüst (46, CDU) spricht sich schon seit langem für eine Impfpflicht aus und möchte, dass diese bundesweit durchgesetzt wird.
Hendrik Wüst (46, CDU) spricht sich schon seit langem für eine Impfpflicht aus und möchte, dass diese bundesweit durchgesetzt wird.  © Malte Krudewig/dpa

Update, 29. Dezember, 22.02 Uhr: NRW untersagt große Messen im Januar, auch die Boot betroffen

Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus dürfen in Nordrhein-Westfalen im Januar keine großen Publikumsmessen stattfinden. Betroffen vom Verbot ist auch die Messe Boot in Düsseldorf, die eigentlich vom 22. bis 30. Januar geplant war.

Die neue Regelung in der Coronaschutzverordnung des Landes gilt für große Publikumsmessen mit normalerweise gleichzeitig mehr als 750 Besuchern.

Grund für die Maßnahme sei die erwartete erhebliche Ausbreitung der Omikron-Variante, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend in Düsseldorf mit.

In NRW dürfen im Januar wegen der Omikron-Variante des Coronavirus keine großen Publikumsmessen stattfinden. Auch die Messe Boot in Düsseldorf ist davon betroffen. (Archivbild)
In NRW dürfen im Januar wegen der Omikron-Variante des Coronavirus keine großen Publikumsmessen stattfinden. Auch die Messe Boot in Düsseldorf ist davon betroffen. (Archivbild)  © Marcel Kusch/dpa

Update, 29. Dezember, 16.31 Uhr: Positiver Coronatest: Leverkusen vorerst ohne Hincapie

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen ist ohne Piero Hincapie in die Vorbereitung auf die Rückrunde gestartet.

Wie der Tabellenvierte am Mittwoch mitteilte, wurde der 19 Jahre alte Abwehrspieler an Weihnachten in seinem Heimatland Ecuador positiv auf das Coronavirus getestet. Deshalb verbleibt er vorerst in Quarantäne.

"Erst nach einem negativen PCR-Test und in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden vor Ort kann der Werkself-Profi nach Deutschland fliegen", hieß es in der Mitteilung.

Update, 29. Dezember, 15.38 Uhr: Münster sagt wegen Omikron-Infektionen Veranstaltungen ab

Der Krisenstab der Stadt Münster hat wegen stark ansteigender Corona-Infektionszahlen mehrere Veranstaltungen abgesagt.

So fallen das Silvester- und Neujahrskonzert sowie das Internationale Jazzfestival am 9. Januar im Theater Münster aus. Laut Mitteilung der Stadt mache den Verantwortlichen im Rathaus besonders die deutliche Zunahme von Omikron-Fällen zu schaffen.

Laut Meldungen der Labore sei aktuell bei insgesamt 428 Personen die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Aktuell gelten 1152 Menschen in Münster als infiziert.

Die Stadt hat derzeit laut Robert Koch-Institut eine Sieben-Tage-Inzidenz von 202,3. Münster hatte in den zurückliegenden Wochen landesweit lange die niedrigsten Inzidenzwerte, liegt jetzt aber deutlich über dem Landeswert von 176,4.

Update, 29. Dezember, 15.35 Uhr: RKI ordnet fast 5000 Corona-Fälle in NRW der Omikron-Variante zu

Der Anteil der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron am Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen nimmt zu.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ordnete am Mittwoch bereits fast 5000 Fälle in NRW der neuen Corona-Variante zu. Wie aus einer RKI-Übersichtsseite (Datenstand 29. Dezember) hervorgeht, wurden von den insgesamt 4481 gemeldeten Fällen im bevölkerungsreichsten Bundesland 665 durch spezielle Sequenzierung nachgewiesen.

Dazu kommen 3816 Omikron-Verdachtsfälle mittels variantenspezifischer PCR-Testung. Die Zahlen beziehen sich auf Fälle im November und Dezember seit der 46 Kalenderwoche.

Eine Labormitarbeiterin bereitet Teströhrchen für einen PCR-Test vor. In NRW hat der Anteil der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron zugenommen.
Eine Labormitarbeiterin bereitet Teströhrchen für einen PCR-Test vor. In NRW hat der Anteil der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron zugenommen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 28. Dezember, 13.49 Uhr: Viele freie Impftermine in Kölner Impfzentren

Wie eine Sprecherin der Stadt Köln am Dienstag mitteilte, gibt es in den kommenden Tagen viele freie Impftermine im Gesundheitsamt am Neumarkt in Köln als auch in der Lanxess Arena.

Die Impfstelle im Gesundheitsamt und das Impfzentrum an der Lanxess-Arena sind am 31. Dezember 2021 und 1. Januar 2022 geschlossen. An den anderen Tagen können Bürger aber Termine vereinbaren oder sich direkt vor Ort zum Impfen melden. Weitere Infos der Stadt Köln gibt es online.

Update, 27. Dezember, 21.01 Uhr: Kein Rosenmontagszug in Köln

Der Rosenmontagszug in Köln mit Hunderttausenden Zuschauern wird voraussichtlich wegen der Prognosen zur Omikron-Variante des Coronavirus nicht stattfinden.

Wie das Festkomitee Kölner Karneval am Montag mitteilte, werden derzeit Alternativen zum klassischen Zug Ende Februar geprüft.

So sollen wie 2021 Persiflagewagen an verschiedenen Stellen zu sehen sein.

Update, 27. Dezember, 14.30 Uhr: Ab Morgen: Corona-Kontaktbeschränkungen in NRW auch für Geimpfte

Wenige Tage vor dem Jahreswechsel müssen sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf weitere Corona-Auflagen einstellen.

Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden von Dienstag an auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt. Private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich sind dann nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt - eine Begrenzung der Anzahl von Hausständen gibt es hier nicht.

NRW setzt damit die jüngsten gemeinsamen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern um. Auch für den Sport in Innenräumen gelten neuen Regelungen, wie Ihr in unserem Artikel nachlesen könnt.

Update, 27. Dezember, 11.55 Uhr: Seit heute: Schüler in NRW gelten nicht mehr als getestet!

Wegen der Pause bei den Schultestungen gelten Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen seit Montag nicht mehr grundsätzlich als getestet.

Das sieht die Corona-Schutzverordnung für den Zeitraum vom 27. Dezember 2021 bis einschließlich 9. Januar 2022 vor, wie das Gesundheitsministerium bereits mitgeteilt hatte.

Es werde in den Weihnachtsferien damit wieder so verfahren wie schon zuvor in den Herbstferien. Das bedeutet laut Gesundheitsministerium für nicht geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren, dass sie in dieser Zeit nur dann den vollständig immunisierten Personen gleichgestellt sind, wenn sie über einen Einzeltestnachweis verfügen.

In Wuppertal müssen die Kinder bei der Nutzung des Busses für den Nahverkehr in den Ferien einen 3G-Nachweis erbringen.
In Wuppertal müssen die Kinder bei der Nutzung des Busses für den Nahverkehr in den Ferien einen 3G-Nachweis erbringen.  © Christian Modla/ZB/dpa

Update, 26. Dezember, 17.32 Uhr: Booster-Andrang im Januar erwartet

Mit Blick auf weitere Corona-Boosterimpfungen rechnen die Hausärzte in Nordrhein-Westfalen auch im Januar mit einem großen Andrang in den Praxen.

Update, 25. Dezember, 8.55 Uhr: Wüst stellt Bürger auf weitere Corona-Einschränkungen für 2022 ein

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wirbt bei den Bürgern um Verständnis für weitere absehbare Corona-Lasten auch 2022.

"Wir tun alles für die baldige Rückkehr zur Normalität, aber wir als Politik müssen ehrlich sein: Corona wird uns auch im neuen Jahr noch sehr beschäftigen und viel abverlangen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Auch im neuen Jahr werden Einschränkungen im Alltag nötig bleiben werden. Omikron ist eine ganz neue Dimension der Herausforderung."

Update, 24. Dezember, 14.05 Uhr: An Heiligabend in den Kölner Dom - zum Impfen

Im Kölner Dom haben sich an Heiligabend zahlreiche Menschen gegen Corona impfen lassen. Schon am Morgen gegen 8.30 Uhr bildete sich eine kleine Schlange, die nach und nach immer länger wurde.

"Wir gehen davon aus, dass wir vier- bis fünfhundert Impfdosen verabreichen können. Das Interesse und der Andrang sind sehr groß", sagte ein Domsprecher der dpa am Mittag. "Die Menschen stehen schon um den halben Dom herum."

Die Impfungen fanden allerdings nicht im Kirchenschiff statt, sondern im angrenzenden Dreikönigensaal. Das Impfen sei ein Zeichen der Nächstenliebe, sagte Dompropst Guido Assmann. "Indem wir uns impfen lassen, schützen wir nicht nur uns selbst, sondern können auch Menschenleben retten."

Damit passe die Impfaktion wunderbar zur Weihnachtsbotschaft, sagte Assmann. Weihnachten sei auch ein guter Zeitpunkt, den Helferinnen und Helfern in der Corona-Pandemie zu danken.

Menschen stehen in einer langen Schlange für ihre Impfung im Kölner Dom an.
Menschen stehen in einer langen Schlange für ihre Impfung im Kölner Dom an.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 24. Dezember, 14 Uhr: Kirchenvertreter sprechen in Predigten über Corona-Pandemie

Kirchenvertreter haben in ihren Predigten an Heiligabend vielfach auf die Corona-Pandemie Bezug genommen. So sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, viele Menschen fühlten sich auf nie gekannte Weise den täglichen Corona-Zahlen ausgeliefert: "Wie viele Infizierte? Wie viele Erkrankte? Wie viele Tote? Wie viele Intensivbetten? Wie viele Beatmungsgeräte? Wie lautet die Reproduktionszahl – und wie die Inzidenzzahl?"

Die Macht der Zahlen lasse viele vor Angst erstarren, so Kurschus. Die christliche Weihnachtsbotschaft laute jedoch, dass man Hoffnung haben dürfe.

Update, 24. Dezember, 8.33 Uhr: Laumann: Krankenhäuser müssen ihre Lager auffüllen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Kliniken des Landes angewiesen, ihre Lager aufzufüllen. "Ich will nicht wieder erleben, dass Masken oder Schutzkittel fehlen", sage Laumann der Essener "WAZ".

Laumann befürchtet bei einer explosionsartigen Ausbreitung der Omikron-Variante, dass wie in England die Transportlogistik massiv beeinträchtigt wird, weil viele Lkw-Fahrer betroffen sind.

Wenn 15 oder 20 Prozent der Menschen krank seien, "würde das ein Land schwer belasten. Wir werden in den Krankenhäusern mehr Menschen sehen, die neben ihrer eigentlichen Erkrankung auch das Virus haben", sagte Laumann. Diese Patienten müssten isoliert werden, das Pflegepersonal müsste jedes Mal Schutzkleidung anziehen - das sei ein Riesenaufwand im Ablauf eines Krankenhauses.

Update, 23. Dezember, 17.55 Uhr: NRW-Oberverwaltungsgericht bestätigt 2G-Regel in der Freizeit

Die 2G-Regelung für Weihnachtsmärkte, Sport im Freien und für die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen ist nach einer gerichtlichen Eilentscheidung rechtens.

Wie das Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in Münster mitteilte, seien die Kontaktbeschränkungen durch das Land für nicht geimpfte oder genesene Personen verhältnismäßig.

Geklagt hatte ein Rechtsanwalt aus Köln. Er wollte als nicht Geimpfter und nicht Genesener einen Weihnachtsmarkt und Restaurants besuchen sowie im Freien mit weiteren Mitspielern Golf spielen. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

An einem Pfosten hängt ein Schild, das auf die 2G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt hinweist.
An einem Pfosten hängt ein Schild, das auf die 2G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt hinweist.  © Mona Wenisch/dpa

Update, 23. Dezember, 16.29 Uhr: Auch NRW weitet Corona-Kontaktbeschränkungen auf Immunisierte aus

Ab dem 28. Dezember gelten auch für Geimpfte und Genesene in Nordrhein-Westfalen Kontaktbeschränkungen. Private Zusammenkünfte im Innen- wie Außenbereich sind ihnen dann nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt - eine Begrenzung der Anzahl von Hausständen gibt es hier nicht.

NRW setzt unter anderem mit dieser Regel in seiner aktualisierten Corona-Schutzverordnung die jüngsten gemeinsamen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern um.

Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind von der Einschränkung ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, gelten die strengeren Bestimmungen fort, neben dem eigenen Hausstand dürfen dann aber nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen.

Wie das Landesgesundheitsministerium am Donnerstag weiter mitteilte, dürfen Großveranstaltungen außerdem keine Zuschauer mehr haben. Neu sind auch Verschärfungen bei Masken- und Testpflichten im Freizeitbereich.

"Wegen der deutlich höheren Aggressivität der Omikron-Variante werden die Ausnahmen von der Maskenpflicht reduziert", teilte das Ministerium mit.

Da beim Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten keine Masken getragen werden könnten, müssten Immunisierte hier künftig zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, mit sich führen. Dazu gibt es im Bund-Länder-Beschluss keine detaillierte Festlegung.

Die aktualisierte Schutzverordnung soll zunächst bis zum 12. Januar gelten.

Update, 23. Dezember, 16.25 Uhr: NRW-Niederlande-Appell: nicht jenseits der Grenze shoppen

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden sollen in der Pandemie nicht jenseits der Grenzen einkaufen gehen.

In einem gemeinsamen Appell riefen die Regierungschefs beider Länder, Hendrik Wüst und Mark Rutte, am Donnerstag dazu auf, angesichts der ernsten Lage besonders vorsichtig zu sein und zu Hause zu bleiben.

Update, 23. Dezember, 13.14 Uhr: NRW ermöglicht ab sofort Booster drei Monate nach Grundimmunisierung

In Nordrhein-Westfalen sind für Erwachsene ab sofort Auffrischungsimpfungen schon drei Monate nach der Grundimmunisierung möglich. Das teilte das Gesundheitsministerium in Düsseldorf am Dienstag mit.

Die Landesregierung setzt damit die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) um. "Ziel ist es, durch den verkürzten Impfabstand mehr Menschen eine schnelle Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, somit schwere Verläufe von COVID-19 zu verhindern und die Übertragung insbesondere der sich ausbreitenden Omikron-Variante einzudämmen", erklärte das Ministerium.

Update, 23. Dezember, 13.14 Uhr: Polizei soll wegen befürchteter Omikron-Welle feste Teams bilden

Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen sollen wegen der grassierenden Omikron-Variante bis spätestens zum Jahreswechsel ihre Dienstpläne umstellen und feste Schicht-Teams bilden.

Eine "Durchmischung des Personals" solle möglichst vermieden werden, heißt es in einem neuen Erlass des Innenministeriums zur Corona-Pandemie.

In NRW soll die Polizei aufgrund der Omikron-Variante bis zum Jahreswechsel feste Schicht-Teams bilden und ihre Dienstpläne umstellen.
In NRW soll die Polizei aufgrund der Omikron-Variante bis zum Jahreswechsel feste Schicht-Teams bilden und ihre Dienstpläne umstellen.  © Thomas Banneyer/dpa

Update, 23. Dezember, 12.33 Uhr: Düsseldorf setzt rheinische Impfkampagne fort

Mit dem Spruch "Boostere jonn!" wirbt die Stadt Düsseldorf jetzt in rheinischer Mundart für Auffrischungsimpfungen.

Die NRW-Landeshauptstadt setzt damit eine Werbekampagne aus dem Sommer fort. Damals hieß es unter anderem "Schnüss-Läppche drare" (Mundschutz tragen) und "Teste losse" (Testen lassen).

In Kooperation mit einem großen Betreiber von Werbeflächen soll die Aktion bis zum 5. Januar laufen. Die aktuellen Sprüche "Boostere jonn!" und "Impfen jonn!" sollen unter anderem auf 70 Video-Screens und 42 digitalen Straßenwerbeflächen zu sehen sein.

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sagte: "Da die Kampagne nach rheinischer Mundart so gut angekommen ist, haben wir uns für eine Neuauflage entschieden - denn auch die Urlaubs- und Ferienzeit lässt sich hervorragend für die Impfung nutzen."

Update, 23. Dezember, 12.26 Uhr: Patientenschützer rät zu Corona-Selbsttest vor Weihnachtsbesuch

Kurz vor einem Weihnachtsbesuch sollten sich alle selbst auf das Coronavirus testen. Darauf hat Patientenschützer Eugen Brysch am Donnerstag hingewiesen.

Es sei wichtig, den Selbsttest unmittelbar vor dem Treffen vorzunehmen, auf jeden Fall am Tag des geplanten Besuchs - und nicht am Vortag, betonte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz in Dortmund.

Das gelte besonders angesichts der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron. "Wir müssen mit dem Virus leben und zugleich das wichtige Fest der Familien pflegen", sagte Brysch. Dafür sei der Schnelltest ein sinnvoller Baustein. Von Treffen in größeren Gruppen sei abzuraten. "Man kann sich auch in Etappen Zeit nehmen für die Familie."

Update, 23. Dezember, 11.02 Uhr: Lauterbach macht Jecken wenig Hoffnung: Lieber "Sommer-Karneval"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) macht den Karneval-Fans und Veranstaltern wenig Hoffnung auf eine einigermaßen normale Session.

"Ich glaube, dass der Karneval dieses Jahr wahrscheinlich gut beraten ist, sich nicht auf die Durchführbarkeit zu verlassen", sagte Lauterbach an Donnerstagmorgen im WDR 2.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) sieht für die kommende Karnevalssession im Frühjahr 2022 coronabedingt schwarz.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) sieht für die kommende Karnevalssession im Frühjahr 2022 coronabedingt schwarz.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 23. Dezember, 10.59 Uhr: Kirchen bereiten sich auf zweites Corona-Weihnachten vor

Die Kirchen in Nordrhein-Westfalen bereiten sich auf das zweite Weihnachten unter Corona-Bedingungen vor.

Die Regelungen sind dabei von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Deshalb müsse man sich vorab unbedingt auf der Website der jeweiligen Gemeinde informieren, sagte Antonius Hamers vom Katholischen Büro in Düsseldorf.

Die Linie der Bistümer in Nordrhein-Westfalen sei, für Gottesdienste mit erhöhter Nachfrage, 3G oder am besten 2G einzufordern.

Update, 23. Dezember, 8.30 Uhr: Lauterbach rechnet mit großer Omikron-Welle zum Jahreswechsel

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) rechnet zum Jahreswechsel mit einer großen Welle der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron auch in Deutschland.

"Eine große, schnelle Welle haben wir noch nicht. Das wird sich ändern zum Jahreswechsel und in der ersten Januar-Woche", mahnte Lauterbach am Donnerstag bei WDR 2. In einigen europäischen Ländern wie in Großbritannien ist die Omikron-Variante bereits vorherrschend.

Update, 23. Dezember, 7.43 Uhr: Mehr als 20.000 Corona-Tote in NRW

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 20.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag wurden innerhalb eines Tages 59 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet. Damit stieg die Zahl der Toten kurz vor Weihnachten auf 20.024.

Update, 23. Dezember, 7.08 Uhr: Streeck: Jeder muss sich auf positiven Corona-Test vorbereiten

Nach Einschätzung des Bonner Virologen Hendrik Streeck sollte sich jeder Bürger darauf vorbereiten, in seinem Leben mal positiv auf das Coronavirus getestet zu werden.

"Wir müssen uns - so glaube ich - damit abfinden, dass jeder in Deutschland mit dem Virus in den nächsten Jahren immer mal wieder in Kontakt kommen wird", sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck riet Bürgern dazu, sich darauf vorzubereiten, dass ein durchgeführter Corona-Test in Zukunft positiv ausfallen könnte.
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck riet Bürgern dazu, sich darauf vorzubereiten, dass ein durchgeführter Corona-Test in Zukunft positiv ausfallen könnte.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 22. Dezember, 17.43 Uhr: 2G-Regelung ist rechtens

Die 2G-Regelung im Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ist nach einer gerichtlichen Eilentscheidung rechtens.

Wie das Oberverwaltungsgericht am Mittwoch in Münster mitteilte, sei es vertretbar, dass nur gegen Corona Geimpfte und Genese Zutritt zu vielen Läden haben. Das Land können davon ausgehen, dass die Regel dazu beitrage, Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystem zu vermeiden.

Update, 22. Dezember, 14.21 Uhr: Bald engmaschigere Tests für Kinder und Beschäftigte in Kitas

Angesichts der befürchteten neuen Corona-Welle durch die Omikron-Variante will die nordrhein-westfälische Landesregierung in den Kindertageseinrichtungen engmaschiger auf das Virus testen lassen.

Die Testfrequenz solle von zwei auf drei Tests pro Woche erhöht werden, kündigte Familienminister Joachim Stamp (51, FDP) am Mittwoch in einem Brief an Eltern und Kita-Beschäftigte an.

Ab der zweiten Januarwoche stehe ein neuer Antigen-Lolli-Test zur Verfügung, der noch sensitiver sei. Zudem liege eine Bestätigung des Herstellers vor, dass dieser Lolli-Test auch auf die Omikron-Variante anspreche.

Was das genau für Kitas bedeutet, wird hier ausführlich erklärt.

Update, 22. Dezember, 13.55 Uhr: Virologe Streeck mit deutlicher Meinung zur Impfpflicht

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (44) hat sich skeptisch zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona geäußert.

"Der Ansatz, die Pandemie schneller zu beenden mit einer Impfpflicht, ist nachvollziehbar. Jedoch sollte man hier sehr genau das Für und Wider überlegen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe viele Viren, gegen die geimpft werden sollte. "Wenn diese anderen Impfungen im Vergleich zur Impfung gegen das Coronavirus aber freiwillig bleiben, sendet das aus meiner Sicht ein falsches Signal", sagte er. Nähere Informationen findet Ihr in diesem Artikel.

Hendrick Streeck (44) äußert sich oft zu Diskussionen und Beschlüssen der Regierung. Erst kürzlich befürwortete er die aktuellen Maßnahmen.
Hendrick Streeck (44) äußert sich oft zu Diskussionen und Beschlüssen der Regierung. Erst kürzlich befürwortete er die aktuellen Maßnahmen.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 22. Dezember, 12.30 Uhr: Schließung von Clubs in NRW gar nicht rechtens? OVG hat entschieden!

Die Schließung von Clubs und Diskotheken in Nordrhein-Westfalen in der vierten Corona-Welle ist nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster wohl rechtens.

Das Gericht lehnte zwei Eilanträge von Betreibern aus Hagen und Rheine am Mittwoch laut Mitteilung ab. Der Betreiber eines Clubs in Düsseldorf hatte von sich aus zuvor einen Eilantrag zurückgezogen. Die Beschlüsse sind nicht anfechtbar.

Update, 22. Dezember, 9.05 Uhr: In den NRW-Großstädten: Corona-Bußgelder in Millionenhöhe 2021 eingenommen!

Maske vergessen, Quarantänevorschrift missachtet: Ordnungsämter sind für Verstöße gegen die Corona-Regeln verantwortlich. Große Städte in Nordrhein-Westfalen haben in diesem Jahr Bußgelder in Millionenhöhe eingenommen.

Acht große nordrhein-westfälische Städte haben zwischen Januar und Dezember 2021 insgesamt über 4,5 Millionen Euro an Corona-Bußgeldern eingenommen.

ie höchste Summer wies die Stadt Köln mit rund 1,6 Millionen Euro auf. Die Stadt Bielefeld nahm rund 786.000 Euro an Corona-Bußgeldern ein, die Stadt Wuppertal verhängte dagegen nur Bußgelder in Höhe von rund 67.000 Euro. Weitere Informationen könnt ihr unserem Artikel entnehmen.

Update, 21. Dezember, 21.40 Uhr: Streeck verteidigt Corona-Maßnahmen

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (44), Mitglied des Corona-Expertenrates der Bundesregierung, hält die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung des Omikron-Variante im Moment für ausreichend.

Update, 21. Dezember, 15.40 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst fordert hohe Sicherheitsmaßnahmen gegen Omikron

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hendrik Wüst (46, CDU), hat an Bund und Länder appelliert, einen möglichst hohen Schutzwall gegen die drohende fünfte Corona-Welle zu bauen.

Die Hinweise des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Expertenrats der Bundesregierung würden "ausgesprochen ernst" genommen, twitterte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Dienstag zu Beginn der Bund-Länder-Krisenberatungen.

"Omikron verlangt Entschlossenheit und politische Führung", schrieb Wüst mit Blick auf die rasante Ausbreitung der Virusvariante. "Bund und Länder müssen in einer gemeinsamen Strategie den Schutzwall vor der 5. Welle so hoch wie möglich bauen."

Vor den Bund-Länder-Beratungen hatte das RKI maximale Kontaktbeschränkungen gefordert, und zwar sofort. Aus "fachlicher Sicht" empfahl Deutschlands oberste Seuchenbehörde dabei am Dienstag auch die sofortige Schließung von Restaurants und die Verlängerung der Weihnachtsferien für Kitas und Schulen. Der neue Expertenrat der Bundesregierung hatte zuvor vor der Gefahr einer "explosionsartigen Verbreitung" der Omikron-Variante gewarnt.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) will die Bevölkerung dringend vor einer fünften Corona-Welle schützen.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) will die Bevölkerung dringend vor einer fünften Corona-Welle schützen.  © Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

Update, 21. Dezember, 10.27 Uhr: Ausfall von Experten in kritischer Infrastruktur vorbereiten

Die Ministerpräsidentenkonferenz wird sich am Dienstag nach Angaben ihres Vorsitzenden auch damit beschäftigen, dass in der Corona-Pandemie unter Umständen gleichzeitig zahlreiche in der kritischen Infrastruktur tätige Menschen ausfallen werden.

"Dann fehlen viele Experten in der Daseinsvorsorge, in der kritischen Infrastruktur", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag dem Radiosender WDR2. Selbst bei leichten Krankheitsverläufen müssten die Menschen zu Hause bleiben. Darauf werde man sich vorbereiten müssen, das werde Thema der Runde sein.

Am Dienstag wollen die Regierungschefs und -chefinnen der Länder mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) über verschärfte Corona-Beschränkungen beraten. Anfang Januar werde es ein weiteres Treffen geben, kündigte Wüst an.

Update, 20. Dezember, 20.18 Uhr: Impfquote bei überprüften Polizisten 96 Prozent

Eine Abfrage in den 50 Polizeibehörden Nordrhein-Westfalens hat eine Impfquote der Beamtinnen und Beamten von 96,02 Prozent ergeben.

Wie das Innenministerium am Montag mitteilte, wurde der Status von 51.318 Polizeibeschäftigten überprüft, die zwischen dem 24. November und dem 12. Dezember zum Dienst erschienen. Damit habe man fast 90 Prozent aller Polizistinnen und Polizisten befragt.

Von den besagten 51.318 kontrollierten Beschäftigten hatten laut Innenministerium 49.274 einen Impfnachweis und 381 einen gültigen Genesenennachweis. Die übrigen rund 1600 Bediensteten mussten einen Testnachweis vorlegen. Innenminister Herbert Reul (69, CDU) nannte das Ergebnis eine "sagenhafte Quote, auf die wir stolz sein können." Das sei "genau der Gemeinschaftssinn, den ich mir für unsere ganze Gesellschaft wünsche."

Bei einer kürzlichen Abfrage des Impfstatus' von Polizistinnen und Polizisten ergab sich eine Quote von rund 96 Prozent.
Bei einer kürzlichen Abfrage des Impfstatus' von Polizistinnen und Polizisten ergab sich eine Quote von rund 96 Prozent.  © David Young/dpa

Update, 20. Dezember, 16.14 Uhr: NRW-Regierungschef fordert Tempo beim Boostern auch im Neuen Jahr

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat angesichts der befürchteten neuen massiven Corona-Welle ein hohes Tempo bei den Auffrischungsimpfungen auch nach dem Jahreswechsel gefordert.

"Die Kampagne muss im neuen Jahr im gleichen Tempo fortgesetzt werden", sagte Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Krankheitsverläufe bei der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante seien bei Menschen, die geboostert seien, "deutlicher milder". Über die Impfkampagne wollen Bund und Länder auch am Dienstag in ihrer kurzfristig angesetzten Video-Konferenz beraten.

Wüst lobte die Menschen in NRW für ihre hohe Impfbereitschaft. "Die Menschen in Nordrhein-Westfalen zeigen hier die richtige Einstellung und ziehen vorbildlich mit." In der vergangen Woche seien von Montag bis Freitag allein im Land insgesamt zwei Millionen Impfungen organisiert worden.

Das bevölkerungsreichste Bundesland werde voraussichtlich schon zu Weihnachten seinen Anteil an den bis zum Jahresende angepeilten bundesweit 30 Millionen Impfungen erreichen.

Update, 20. Dezember, 16.12 Uhr: Auch nach den Ferien genug Corona-Tests für Schulen

Die Schulen in NRW werden nach Angaben des Schulministeriums auch nach den Weihnachtsferien ausreichend viele Schnelltests zur Verfügung haben.

Das Vergabeverfahren für neue Lieferungen ab dem 17. Januar an die weiterführenden Schulen sei abgeschlossen, teilte das Ministerium am Montag in Düsseldorf mit. Die bestellten Tests reagierten auf alle bekannten Varianten des Coronavirus. Da der bisherige Liefervertrag Ende des Jahres ausläuft, waren die weiterführenden Schulen schon im November aufgefordert worden, für die ersten Wochen nach den Weihnachtsferien vorsorglich Tests zu bunkern – damit es zu keinen Engpässen kommt.

Die weiterführenden Schulen hätten ausreichende Vorräte, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) laut Mitteilung. Dennoch habe ihr Haus eine Sonderlieferung von zusätzlichen sechs Millionen Antigen-Selbsttests organisiert. Am ersten Tag nach den Ferien müssten alle Schüler im Land getestet werden – auch die Grund- und Förderschüler. Für diese bleibe es bei den Lollitests.

Update, 20. Dezember, 13 Uhr: Über 900 Omikron-Fälle in NRW

Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen deutlich an.

In der Datenbank des Landeszentrums für Gesundheit werden mit Datenstand von Montag (0 Uhr) insgesamt 924 Fälle mit einem zweifelsfreien Nachweis durch Sequenzierung und Verdachtsfälle durch spezifische PCR-Tests mit Hinweisen auf Omikron geführt, teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Am Freitag hatte im Vergleich dazu die Gesamtzahl bei 607 gelegen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) hatte am Freitag deutlich gemacht, dass eine Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus mit aller Wahrscheinlichkeit nach nicht aufzuhalten sei. Mit den Corona-Schutzmaßnahmen und Impfungen könne man diesen Prozess verzögern.

"Mit Verzögern kauft man sich Zeit, damit die Wissenschaft uns mehr über dieses Virus sagen kann." Wahrscheinlich sei Omikron ansteckender als die Delta-Variante. Was die Krankheitsverläufe angehe, könne man bezogen auf Europa noch keine Definition abgeben.

Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen deutlich an.
Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen deutlich an.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 18. Dezember, 14.23 Uhr: Leicht erhöhte Frequenz bei den Weihnachtseinkäufen

Trotz der verschärften Regeln in der Corona-Pandemie sind am letzten großen Verkaufswochenende viele Menschen in die Innenstädte in Nordrhein-Westfalen gekommen.

"Nach einem verhaltenen Anlauf am Morgen melden die Händler jetzt zumindest in einigen Städten eine höhere Frequenz durch die Kunden im Vergleich zu den ersten Adventswochenenden", sagte Björn Musiol vom Handelsverband Rheinland am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

In kleineren Städten mit kurzfristig abgesagten Weihnachtsmärkten falle der Zuspruch der Kunden schlechter aus. Am Sonntag wollen die Handelsverbände ein Fazit zum vierten Adventswochenende ziehen.

Update, 18. Dezember, 9.42 Uhr: Hemdenhersteller steigert Umsatz wegen Corona-Masken

Der Hemdenhersteller van Laack ist dank Zusatzgeschäften mit Corona-Schutztextilien sehr gut durch die Pandemie gekommen. Im Geschäftsjahr 2020/21 kletterte der Umsatz von zuvor 56,1 Millionen Euro auf 203,2 Millionen Euro, wie es im Geschäftsbericht der Firma heißt. Das ist in etwa eine Vervierfachung. Der Gewinn vor Steuern schoss sogar fast um das Achtfache nach oben: Waren es im Geschäftsjahr 2019/20 noch 7,4 Millionen Euro gewesen, so waren es 2020/21 55,2 Millionen Euro. Angaben zum Nettogewinn gab es nicht.

Update, 17. Dezember, 17.40 Uhr: Sprunghafter Anstieg bei Omikron-Fällen innerhalb weniger Tage

Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante hat sich in Nordrhein-Westfalen innerhalb nur weniger Tage vervielfacht.

In der Datenbank des Landeszentrums für Gesundheit werden mit Stand Freitag 0 Uhr insgesamt 607 Fälle mit einem zweifelsfreien Nachweis durch Sequenzierung und Verdachtsfällen durch spezifische PCR-Tests mit Hinweisen auf Omikron geführt, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das ist fast das Dreifache der Gesamtzahl von Montag, als 203 Fälle registriert waren. Am Mittwoch vergangener Woche waren es lediglich 23 in NRW. Die Omikron-Fälle seien über das gesamte Bundesland verteilt, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU).

Mit den Corona-Schutzmaßnahmen und den beschleunigten Impfungen könne man die Ausbreitung verzögern. Jede Woche Verzögerung sei ein großer Gewinn. Man wisse einiges über die neue Variante. Wahrscheinlich sei sie ansteckender als die noch dominierende Delta-Variante. Was die Krankheitsverläufe angehe, könne man bezogen auf Europa noch keine Definition abgeben.

Karl-Josef Laumann (64, CDU) wies darauf hin, dass Verzögerung die einzige Maßnahme sei, um Zeit für weitere Untersuchungen zu gewinnen.
Karl-Josef Laumann (64, CDU) wies darauf hin, dass Verzögerung die einzige Maßnahme sei, um Zeit für weitere Untersuchungen zu gewinnen.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 17. Dezember, 8.57 Uhr: Kinder-Impfungen in Bonn sehr gefragt

Zum Start der Corona-Kinderimpfungen ist das kommunale Impfzentrum in Bonn nach Angaben von Oberbürgermeisterin Katja Dörner (45, Die Grünen) "regelrecht überrannt" worden.

Anstatt in nur einer Impfstraße im Bonner Impfzentrum würden Fünf- bis Elfjährige jetzt in allen Impfstrecken geimpft, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag im Radiosender WDR 5.

Update, 17. Dezember, 7.10 Uhr: Impfungen für Kinder

In den kommunalen Impfzentren ging es bisher um die Erwachsenen. In ausgewählten großen Impfzentren können nun auch Eltern mit ihren fünf- bis elfjährigen Kindern vorbeikommen.

Etliche Kreise und kreisfreie Städte berichteten im Vorfeld von einem großen Interesse an den Kinderimpfungen in den Impfzentren. Viele Impftermine sind demnach schon vergeben.

Update, 16. Dezember, 19.40 Uhr: NRW verbietet Silvester-Bälle

Das Land NRW weitet das Tanzverbot aus und verbietet auch Silvester-Bälle. Das gilt sowohl in der Gastronomie als auch für "vergleichbare Veranstaltungen, wenn das Tanzen Schwerpunkt der Veranstaltung ist".

Dies teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Clubs und Diskotheken ist der Betrieb bereits untersagt.

Update, 16. Dezember, 18.15 Uhr: Schüler gelten nur bis 26. Dezember als getestet

Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen gelten nur bis einschließlich 26. Dezember wegen der anstehenden Pause der Schultestungen grundsätzlich als getestet.

Aufgrund der dann anschließenden Weihnachtsferien gelten sie bis einschließlich 9. Januar 2022 nicht als getestete Personen, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Es werde wieder wie schon in den Herbstferien verfahren.

Das bedeutet laut Ministerium für nicht geimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren, dass sie in dieser Zeit nur dann den vollständig immunisierten Personen gleichgestellt sind, wenn sie über einen Einzeltestnachweis verfügen. Kinder bis zum Schuleintritt sind laut der neuen Corona-Schutzverordnung auch ohne Test weiterhin getesteten Personen gleichgestellt.

Umfrage zu Pandemie: Viele Eltern wollen Änderungen im Schulbetrieb

Eine knappe Mehrheit der Eltern in NRW wünscht sich einer Blitzumfrage zufolge in der Pandemie schnelle Änderungen für den Schulbetrieb.

Knapp 54 Prozent von mehr als 134.000 befragten Eltern halten Maßnahmen für geboten, wie die Landeselternkonferenz (LEK) NRW am Donnerstag mitteilte. Sie hatte die Umfrage zum "Schulbetrieb bis zu den Weihnachtsferien" initiiert.

Dabei war etwa gefragt worden, ob sich Eltern für einen Wechsel auf Distanzunterricht aussprechen oder keine weiteren Maßnahmen im Schulbetrieb wünschen.

Update, 16. Dezember, 13.24 Uhr: Timo Boll positiv auf Corona getestet

Tischtennis-Star Timo Boll (40) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab das Management des WM-Dritten am Donnerstag bekannt.

Boll befindet sich bereits in häuslicher Quarantäne und wird deshalb auch am Sonntag das Bundesliga-Spiel seines Vereins Borussia Düsseldorf gegen Werder Bremen verpassen. "Neben leichten Erkältungsmerkmalen hat er keinerlei Symptome", heißt es in der Mitteilung.

Update, 16. Dezember, 13.14 Uhr: Minister Laumann informiert über Corona-Impfungen

Bis Silvester müssen in Nordrhein-Westfalen laut Regierung noch rund 1,1 Millionen Corona-Auffrischungsimpfungen angeboten werden, um das bundesweite 30-Millionen-Ziel zu erreichen.

Das gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags bekannt.

Update, 16. Dezember, 10.12 Uhr: Klagen gegen 2G-Regeln

Am nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) sind wegen der verschärften Corona-Regeln in der vierten Welle weitere Klagen von Privatpersonen eingegangen.

Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin liegen fünf Eilverfahren gegen die 2G-Regel (Geimpft oder Genesen) im Freizeitbereich vor. Dabei geht es um den Zugang zum Sport, einem Tierpark oder der Gastronomie. Wann darüber entschieden wird, ist derzeit offen.

Die Impf-Kampagne gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren.
Die Impf-Kampagne gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren.  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Update, 16. Dezember, 10.12 Uhr: Grüne fordern NRW-Krisenstab für bessere Corona-Bekämpfung

Die Grünen haben an die nordrhein-westfälische Landesregierung appelliert, einen Krisenstab für eine effektivere Bekämpfung der Corona-Pandemie einzusetzen.

Bislang sei die Regierung zu spät in die notwendigen Planungen eingestiegen, zuletzt auch bei Booster-Impfungen, kritisierte der Grünen-Abgeordnete Mehrdad Mostofizadeh am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Landtags.

Auch die Kommunikation mit den Kommunen, mit der Bundesregierung sowie der Austausch innerhalb der Ressorts der Landesregierung seien verbesserungsbedürftig. Dazu könne ein Krisenstab beitragen.

Update, 16. Dezember, 10.12 Uhr: Arbeitsrechtler über Kündigungen bei Nicht-Impfung

Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegesektor, die sich bewusst nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, könnten künftig mit unbezahlter Freistellung und Kündigung rechnen!

Dies sagte zumindest der Offenburger Arbeitsrechtler Jürgen Markowski der Kölnischen Rundschau. Alle Infos findest Du hier.

Update, 16. Dezember, 7.48 Uhr: Karl Lauterbach spricht von knappen Biontech-Vorräten

Bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus ist nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) der Biontech-Impfstoff bereits derzeit knapp bemessen.

Innerhalb der nächsten drei Wochen könnten in Deutschland etwa 3,2 Millionen Dosen Biontech ausgeliefert werden, sagte Lauterbach am Mittwochabend im ZDF. Den ausführlichen Text über die Biontech-Vorräte findest Du hier.

Update, 15. Dezember, 20.58 Uhr: Laumann räumt Fehler in Kommunikation zu Booster-Impfung ein

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat eine missverständliche Formulierung im Erlass zu den Booster-Impfungen eingeräumt. "Hier ist ganz schlicht und ergreifend im Erlass ein Fehler passiert", sagte Laumann am Mittwoch in einer Fragestunde des Düsseldorfer Landtags. Dafür trage er die politische Verantwortung.

In einer am Montag an die Kommunen und Kreise verschickten Regelung hieß es, dass Menschen nach einem Abstand von vier Wochen nach Zweitimpfung in den Impfstellen nicht zurückgewiesen und ebenfalls geimpft werden sollten.

Zur Bekämpfung der Omikron-Variante sei man "sehr daran interessiert, dass sich viele Menschen so schnell boostern lassen, wie dieses nach den aktuellen Erkenntnissen sinnvoll ist", erklärte Laumann.

Update, 15. Dezember, 16.25 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst äußert sich zu Joshua Kimmich

Angesichts der Impfskepsis vieler Menschen hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) die Bereitschaft zur Impfung von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) gelobt.

"Besser spät als nie", sagte Wüst am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. "Vielleicht bringt ja gerade seine Geschichte auch andere Zweifler zur richtigen Einsicht."

Kimmich hatte sich zunächst nicht gegen Corona impfen lassen wollen, sich dann aber mit dem Virus infiziert und seine Haltung danach geändert. Impfen bedeute Schutz und mehr Freiheit, gerade auch für Kinder und Jugendliche, die in der Pandemie auf so vieles hätten verzichten müssen, sagte Wüst und führte dies noch weiter aus, wie ihr in unserem Artikel nachlesen könnt.

Update, 15. Dezember, 14.10 Uhr: Impferlass löste laut Ärztevertretern Irritationen aus

Ärztevertreter werfen der Landesregierung vor, mit ihrem zwischenzeitlichen Vorstoß für Booster-Impfungen bereits nach vier Wochen die Patienten verwirrt und für lange Schlangen vor Impfzentren gesorgt zu haben. "Alle die, die gestern Morgen Zeitung gelesen haben, alle, die früh Fernsehen geguckt haben, haben zur Kenntnis genommen: In NRW kann man sich nach vier Wochen boostern lassen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, am Mittwoch.

"Und entsprechend gab es lange Schlangen vor den Impfzentren und in den Praxen tauchten auch jede Menge Fragen auf", schilderte er. Man sei sehr froh, dass es sehr schnell eine Klarstellung des Gesundheitsministeriums gegeben habe.

Update, 15. Dezember, 13.34 Uhr: Vier Monate Mindestabstand für Booster-Impfungen

Bei den Auffrischungsimpfungen in kommunalen Impfzentren von Nordrhein-Westfalen ist ein Mindestabstand von vier Monaten zur Corona-Grundimmunisierung erforderlich.

Das hat die Landesregierung in einem neuen Erlass für Impfangebote der Kreise und kreisfreien Städte festgeschrieben, der am Mittwoch bekannt wurde.

Im Rahmen der Impfangebote der Kreise und kreisfreien Städte werden demnach Auffrischungsimpfungen für Personen angeboten werden, bei denen die Grundimmunisierung fünf Monate zurückliege. Nähere Informationen findet Ihr hier.

Viele Menschen lassen sich dieser Tage Termine für ihre Auffrischungs-Impfung geben. (Symbolbild)
Viele Menschen lassen sich dieser Tage Termine für ihre Auffrischungs-Impfung geben. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild

Update, 15. Dezember, 11.38 Uhr: Kommunale Impfangebote an Feiertagen möglich

Kommunale Impfangebote gegen die vierte Corona-Welle sind in Nordrhein-Westfalen auch an den bevorstehenden Feiertagen möglich.

Auf konkreten Wunsch einzelner Kommunen werde es den Kreisen und kreisfreien Städten ermöglicht, Impfangebote auch am ersten und zweiten Weihnachtstag sowie am Neujahrstag zu organisieren, heißt es in einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums von Nordrhein-Westfalen, der am Mittwoch bekannt wurde.

Update, 15. Dezember, 11.22 Uhr: Nach Kritik: NRW schränkt frühe Booster-Impfungen wieder massiv ein

Nach massiver Kritik schränkt die NRW-Landesregierung die Möglichkeit von Booster-Impfung nur vier Wochen nach der letzten Spritze wieder stark ein.

Bei einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus solle "im Regelfall" ein Abstand von mindestens fünf Monaten zur Grundimmunisierung eingehalten werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Der Mindestabstand von vier Wochen sei in "Einzelfallentscheidungen aufgrund einer medizinischen Indikation" weiterhin möglich. Ein entsprechender Erlass sei an die Kreise und kreisfreien Städte verschickt worden.

Weitere Informationen findet Ihr in unserem Artikel.

Update, 15. Dezember, 8.23 Uhr: Neue Booster-Regelung in NRW laut Kutschaty "kommunikatives Desaster"

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty kritisiert die neue Vier-Wochen-Regelung zur Booster-Impfung in Nordrhein-Westfalen als "kommunikatives Desaster". Man werde nun einen "Run auf Impfeinrichtungen und Ärzte haben", sagte der Oppositionsführer. Er fürchte "Vordrängler" und "Ellebogen".

Das Land hatte am Montag in einem Erlass an die Kommunen überraschend eine Untergrenze von vier Wochen für die Auffrischungsimpfungen eingeführt. Dies sei nicht als Empfehlung zu verstehen, betonte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Tag danach. Wer allerdings frühestens vier Wochen nach der Zweitimpfung zum Boostern komme, werde auch nicht weggeschickt.

Immunologen kritisierten die neue Weisung. Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter.

Update, 15. Dezember, 8.23 Uhr: Laumann zuversichtlich bei Impfstoff-Beschaffung

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass der Bund schnell zusätzlichen Impfstoff beschaffen kann. "Ich bin ziemlich sicher, dass es dem Bund gelingt, ich sag mal in den nächsten 14 Tagen auch zusätzlichen Impfstoff zu bekommen", sagte Laumann am Mittwoch im WDR.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuvor gesagt, dass eine Corona-Impfstoffinventur einen Mangel für das erste Quartal 2022 ergeben habe.

Laumann sagte, die Impfkampagne dürfe jetzt auf keinen Fall ins Stocken geraten. Wie groß der Impfstoff-Mangel sei, wisse er auch nicht genau. "In Nordrhein-Westfalen haben wir auf jeden Fall in dem absehbaren Zeitraum Impfstoff da. Die Hausarztpraxen sind sehr gut beliefert worden."

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bemüht sich bei der Impfstoff-Beschaffung um Optimismus.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bemüht sich bei der Impfstoff-Beschaffung um Optimismus.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 14. Dezember, 18.25 Uhr: Immunologen dementieren: Boostern nach vier Wochen nicht für alle sinnvoll

In NRW können Menschen demnächst wohl schon einen Monat nach der zweiten Impfung gegen das Coronavirus eine dritte Spritze bekommen. Ergibt das Sinn? Immunologen haben dazu eine ganz klare Meinung. Denn in den meisten Fällen ist eine zu frühe Impfung nicht unbedingt wirksamer.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch: Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter. Weitere Erklärungen und Begründungen der Immunologen könnt ihr in unserem Artikel nachlesen.

Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Impfung nach vier Wochen sinnvoll sein. (Symbolbild)
Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Impfung nach vier Wochen sinnvoll sein. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Update, 14. Dezember, 15.30 Uhr: Wüst und Vertreter des Karnevals erklären: Wegen Corona keine Karnevalssitzungen!

Der Großteil des Sitzungskarnevals in Nordrhein-Westfalen fällt auch in der laufenden Saison 2021/22 wegen Corona aus.

Darauf hat sich die Landesregierung am Dienstag mit Vertretern des organisierten Karnevals geeinigt.

Ob die Regelung auch direkt die Tage des Straßenkarnevals mit einschließt, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Update, 14. Dezember, 11.43 Uhr: NRW zahlte bis zu 14,63 Euro pro Stück für Corona-Schnelltests

Das Land NRW hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weit über 100 Millionen Schnell-Tests gekauft, die zwischen 59 Cent und 14,63 Euro pro Stück gekostet haben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor.

Demnach seien die Preise von "marktüblichen Einflussfaktoren" wie der Verfügbarkeit abhängig gewesen. Wann und bei wem man fast 15 Euro pro Test bezahlt hat, sagt die Regierung nicht – dies unterliege dem Geschäftsgeheimnis. In dem Bericht an den Landtag werden rund 70 Lieferanten aufgezählt. Darunter Apotheken, bei denen man 50 oder 60 Tests erwarb – aber auch Siemens Healthcare mit fast 94 Millionen Stück.

Das Unternehmen liefert bis Jahresende die Schnell-Tests für weiterführende Schulen.

Update, 14. Dezember, 6.50 Uhr: Meist 2G oder 3G bei Weihnachtsgottesdiensten geplant

Gottesdienstbesucher müssen sich an Heiligabend und Weihnachten auf unterschiedliche Regelungen einstellen. Für die katholische Kirche sagte Antonius Hamers vom Katholischen Büro NRW, die jetzige Coronaschutzverordnung gelte nur bis zum 21. Dezember, insofern sei die Lage derzeit noch unklar. "Im Moment richten wir uns darauf ein, dass wir bei Gottesdiensten mit erhöhter Nachfrage 2G oder 3G anbieten", sagte Hamers.

Außerdem müssten die Besucher und Besucherinnen durchgängig Maske tragen und Abstände einhalten. Mit Maske könne dann auch gesungen werden. In den meisten Gemeinden müsse man sich auch vorab für den Gottesdienst anmelden, sagte Hamers.

Die Evangelische Kirche im Rheinland wiederum verweist auf die noch ausstehende neue Coronaschutzverordnung. Bisher empfehle die Landeskirche mindestens 3G, "wo örtlich angezeigt und machbar" auch 2G. Weiteres müsse sich aus der neuen Verordnung ergeben. Planungssicherheit und Pandemie passten eben leider kaum zusammen, sagte ein Sprecher.

Vereinzelt wird es aber auch Gottesdienste geben, die Ungeimpfte ohne Test besuchen können, dann allerdings immer unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Maske und ausreichendem Abstand. Dies gilt zum Beispiel für einzelne Messen im Kölner Dom.

Im Kölner Dom soll es an Weihnachten auch Messen für Ungeimpfte ohne Test geben.
Im Kölner Dom soll es an Weihnachten auch Messen für Ungeimpfte ohne Test geben.  © Roberto Pfeil/dpa

Update, 13. Dezember, 21.31 Uhr: Impf-Booster für Immun-Schwache auch früher möglich

In Nordrhein-Westfalen können sich Bürgerinnen und Bürger in den Impfstellen von Kommunen und Kreisen in Zukunft bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus holen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium am Montag in einem Erlass geregelt.

Auch Menschen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliege, dürften nicht abgewiesen werden, heißt es in dem Erlass - sofern ein Mindestabstand von vier Wochen erreicht ist.

Das verkürzte Impfintervall orientiere sich an der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission, wonach eine Auffrischungsimpfung bei Personen mit schwer eingeschränktem Immunsystem und einer erwartbar stark verminderten Immunantwort bereits vier Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis als Optimierung verabreicht werden könne.

Update, 13. Dezember, 21.05 Uhr: Mehr Teilnehmer als erwartet bei Demo gegen Impfpflicht

Bei einer Kundgebung gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal haben in Gummersbach am Montagabend mit rund 500 Teilnehmern deutlich mehr Menschen teilgenommen als erwartet.

Angemeldet zu der Demo im Oberbergischen Kreis waren laut Polizei zunächst 150 Personen, schließlich seien am Montagabend doch mehr als dreimal so viele Demonstranten durch die Innenstadt gezogen, sagte ein Polizeisprecher. Die Versammlung sei friedlich und ohne Zwischenfälle geblieben.

Update, 13. Dezember, 20.04 Uhr: Coronavirus-Ausbruch nach 2G-Plus-Tanzfest

Bei einem Tanzfestival in Münster hat es trotz 2G-Plus-Regelung einen Coranavirus-Ausbruch gegeben. Das Amt für Kommunikation der Stadt sprach dabei am Montag auch von drei bereits bestätigten Fällen der neuen Omikron-Variante.

Allerdings blieb zunächst unklar, ob diese Fälle tatsächlich durch Genomsequenzierung bestätigt wurden. Für eine entsprechende Nachfrage war das Amt am Montagabend nicht erreichbar. Obwohl nur Geimpfte und Genesene an der Veranstaltung teilnehmen durften, die zusätzlich einen gültigen negativen Test vorweisen konnten, sei nach einer dreitägigen Tanzveranstaltung Anfang Dezember bei mindestens 14 Teilnehmenden eine Corona-Infektion festgestellt worden.

Weshalb es zur Ansteckungsserie kam und wie viele Personen darüber hinaus betroffen seien, werde nun ermittelt. Nur wenige der insgesamt bis zu 134 auch internationalen Teilnehmer kommen dabei aus Münster.

Update, 13. Dezember, 17.12 Uhr: Kinderärzte beginnen mit Corona-Impfungen

Erste Kinderärzte in Nordrhein-Westfalen haben am Montag mit der Corona-Impfung von Fünf- bis Elfjährigen begonnen. Zu ihnen gehörte Kinderarzt Michael Achenbach aus Plettenberg im Sauerland, der am Nachmittag mit der Impfung von Jungen und Mädchen in dieser Altersgruppe startete.

Es waren Kinder mit Herzproblemen, Asthma, Diabetes oder mit Behinderungen. Deren Eltern hätten sich vorab gut informiert, sagte der Mediziner der Deutschen Presse-Agentur. Zudem hätten sich bereits viele auf eine Warteliste setzen lassen. Die Stadt Düsseldorf meldete eine große Nachfrage zum Start der Terminvergabe für eine Impfung ab Freitag.

Update, 13. Dezember, 16.45 Uhr: Sonderlieferung von mehr als sechs Millionen Schnelltests an Schulen

Das Schulministerium will den weiterführenden Schulen in NRW für den Start nach den Weihnachtsferien sechs Millionen Corona-Schnelltests zusätzlich zur Verfügung stellen. Hintergrund seien unter anderem sich weltweit abzeichnende Engpässe, so das Ministerium in einer E-Mail an alle Schulen.

Tatsächlich läuft der aktuelle Vertrag mit dem Schnelltest-Lieferanten Siemens Healthcare Ende des Jahres aus. Das Ministerium hatte in einer früheren Mail den Schulen bereits gesagt, dass sie für den Januar Tests bunkern sollten – bis ein neuer Vertrag greift. Die Ausschreibungsfrist endete vor wenigen Tagen.

Wie das Ministerium in seiner aktuellen Information schreibt, sollen die Schulen ab dem 17. Januar auch wieder entsprechend ihres Bedarfs bestellen können. Wann die Tests in den Einrichtungen ankommen, blieb offen.

Die Lieferungen der Schnelltests sollen ab dem 17. Januar geliefert werden. (Symbolbild)
Die Lieferungen der Schnelltests sollen ab dem 17. Januar geliefert werden. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Update, 13. Dezember, 14.36 Uhr: Maskenverweigerer wurde brutal

Polizisten haben den Maskenverweigerer identifiziert, der einer 52-jährigen Supermarkt-Mitarbeiterin in Nettersheim (Kreis Euskirchen) einen Kopfstoß gegeben hatte.

Anhand des Fahrzeugs und Videoaufzeichnungen habe man den 29-jährigen Tatverdächtigen ausfindig machen können, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Der Mann aus Schleiden soll wenige Wochen zuvor eine ähnliche Tat in Mechernich begangen haben.

Update, 13. Dezember, 12.33 Uhr: Männer attackieren Mitarbeiter von Corona-Testzentrum

Drei Männer sollen in Krefeld einen Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums angegriffen und verletzt haben, weil sie nach dem Ende der Öffnungszeit keine Schnelltests mehr bekamen.

Die Männer seien um kurz nach 20 Uhr am Samstagabend gekommen. Zu dem Zeitpunkt habe das Testzentrum aber keinen Zugriff mehr auf die Computersysteme gehabt. Als der 27-jährige Mitarbeiter dies den Männern sagte, hätten sie ihn mit Schlägen und Tritten attackiert, berichtete die Polizei am Montag.

Der 27-Jährige ging leicht verletzt zu Boden, zwei Kollegen vertrieben daraufhin die Angreifer. Sie seien mit einem Geländewagen mit Düsseldorfer Kennzeichen geflohen, die Polizei sucht Zeugen.

In einem Testzentrum in Krefeld ist es zu einem unschönen Vorfall gekommen. (Symbolbild)
In einem Testzentrum in Krefeld ist es zu einem unschönen Vorfall gekommen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Update, 13. Dezember, 8.15 Uhr: Erste Impfungen mit Corona-Kinderimpfstoff in NRW

Die ersten Impfungen mit dem Corona-Kinderimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige sind am heutigen Montag in Nordrhein-Westfalen geplant.

Der Apothekerverband Nordrhein geht davon aus, dass der spezielle Impfstoff wie geplant am Montag zur Weiterverteilung zur Verfügung stehen wird und die ersten Kinderärzte auch schon am Montag damit impfen werden. Einzelne Kinderärzte hatten ebenfalls erklärt, bereits an diesem Montag damit impfen wollen.

Update, 12. Dezember, 17.10 Uhr: NRW-Innenminister Reul fragt zum Impfstatus bei der Polizei nach

Innenminister Herbert Reul (69, CDU) lässt in den Polizeibehörden von Nordrhein-Westfalen abfragen, wie viele Beamte freiwillig ihren Corona-Impfstatus mitgeteilt haben.

"Wir haben das in dieser Woche veranlasst, dass in jeder Polizeibehörde nachgefragt wird", sagte Reul dem WDR. Ziel der Aktion sei, die Hygienekonzepte besser abstimmen zu können. In unserem Artikel lest ihr, welche weiteren Gründe für die Abfrage aufgeführt werden.

Update, 12. November, 15.58 Uhr: Verschärfte Kontaktbeschränkungen in sieben Regionen

In sieben Regionen von Nordrhein-Westfalen gelten wegen der Infektionslage verschärfte Kontaktbeschränkungen. Nach einer Übersicht des NRW-Gesundheitsministeriums greifen sie seit Sonntag auch im Kreis Minden-Lübbecke. Zuvor hatte das Ministerium die Maßnahme bereits für Köln, den Kreis Lippe, den Oberbergischen Kreis, Wuppertal, den Kreis Herford und Hagen verfügt.

Bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen dürfen sich demnach in diesen Regionen nur maximal 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich treffen. Für die nicht immunisierten Personen bleibt es bei den deutlich strengeren Kontaktbeschränkungen.

Schwellenwert für die verschärften Kontaktbeschränkungen ist eine regionale Sieben-Tage-Inzidenz von 350. Der Wert in einer Region muss mindestens drei Tage in Folge über dieser Inzidenz-Schwelle liegen und es muss eine Verfügung des Gesundheitsministeriums dazu erfolgt sein. Aktuell liegen zehn Regionen über dieser Schwelle von 350.

In sieben NRW-Regionen treten verschärfte Kontaktbeschränkungen in Kraft.
In sieben NRW-Regionen treten verschärfte Kontaktbeschränkungen in Kraft.  © Oliver Berg/dpa

Update, 10. November, 15.58 Uhr: "Ansturm auf Beratung" zu Corona-Impfstoff bei Kindern

Nach der Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren werden Kinderärzte mit Anfragen von Eltern überhäuft. "Es gibt einen Ansturm auf Beratung», sagte der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein, Axel Gerschlauer.

Die zahlreichen Anfragen erreichten die Kinderärzte nicht nur per Telefon und Mail. Sondern auch in der Sprechstunde selbst. Der Bonner Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin hält es für möglich, dass es auch auf die Kinderimpfungen einen Ansturm geben wird.

Die Stiko will die Corona-Impfung Kindern von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten empfehlen. Aber auch gesunde Kinder sollen auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung geimpft werden können, hatte das Expertengremium am Donnerstag zu einem Beschlussentwurf mitgeteilt.

Update, 10. November, 8.40 Uhr: Verschärfte Kontaktbeschränkungen in sechs Regionen von NRW

In sechs Regionen von Nordrhein-Westfalen gelten wegen der Infektionslage verschärfte Kontaktbeschränkungen. Nach einer Übersicht des NRW-Gesundheitsministerium greifen sie seit Freitag auch in der Stadt Hagen. Zuvor hatte das Ministerium die Maßnahme bereits für Köln, den Kreis Lippe, den Oberbergischen Kreis, Wuppertal und den Kreis Herford verfügt.

Bei privaten Feiern und Zusammenkünften von Geimpften und Genesenen dürfen sich demnach in diesen Regionen nur maximal 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich treffen. Für die nicht immunisierten Personen bleibt es bei den deutlich strengeren Kontaktbeschränkungen.

Schwellenwert für die verschärften Kontaktbeschränkungen ist eine regionale Sieben-Tage-Inzidenz von 350. Der Wert in einer Region muss mindestens drei Tage in Folge über dieser Inzidenz-Schwelle liegen und es muss eine Verfügung des Gesundheitsministeriums dazu erfolgt sein. Aktuell liegen zehn Regionen über dieser Schwelle von 350.

Seit Freitag gelten auch in der Stadt Hagen verschärfte Kontaktbeschränkungen.
Seit Freitag gelten auch in der Stadt Hagen verschärfte Kontaktbeschränkungen.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 9. November, 17.53 Uhr: Schwerpunktkontrollen von 3G in Bus und Bahn angekündigt

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat für die kommenden Tage Schwerpunktkontrollen zur 3G-Regel in Bussen und Bahnen angekündigt. Bei der gemeinsamen Aktion mit den Betreibern, der Bundespolizei und den Ordnungsämtern der Kommunen sollen Fahrgäste belegen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

"Wird kein Zertifikat vorgezeigt, können die Verkehrsunternehmen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und den Fahrgast aus dem Fahrzeug verweisen", so das Ministerium. Wer nicht geimpft, genesen oder getestet ist, müsse zudem mit einem Bußgeld von 250 Euro rechnen.

Update, 9. November, 17.01 Uhr: Corona-Patient aus Niederlanden nach Bonn geflogen

Das Universitätsklinikum Bonn hat am Donnerstag einen Corona-Patienten aus den Niederlanden aufgenommen. Der Patient wurde mit einem Hubschrauber nach Bonn gebracht, teilte die Uniklinik mit.

Er leide an schweren Vorerkrankungen, sei sofort auf die Intensivstation gebracht und künstlich beatmet worden. Es sei die zweite Anfrage um Unterstützung im Rahmen des strategischen Kleeblattkonzeptes innerhalb weniger Tage gewesen.

Die Klinik kann nach eigenen Angaben alle Formen der künstlichen Beatmung einsetzen. Für die Ecmo-Therapie, die maschinelle Versorgung des Blutes mit Sauerstoff außerhalb des Körpers, ist die Klinik eines der europäischen Zentren. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden hier mehr als tausend Patienten behandelt.

Update, 9. November, 16.50 Uhr: Unbekannte stehlen 840 Schnelltests aus Testzentrum

Bislang unbekannte Täter haben in Südlohn im westlichen Münsterland 840 unbenutzte Schnelltests aus einem Testzentrum gestohlen.

Laut Mitteilung der Polizei von Donnerstag kippten die Täter außerdem noch mehrere Kartons und Mülltüten in dem Zelt aus. Die Ermittler suchen jetzt nach Zeugen des Vorfalls im Kreis Borken, der in der Zeit von Mittwoch gegen 20 Uhr bis Donnerstag (8.30 Uhr) passiert sein muss.

Aus einem Testzentrum im Münsterland sind hunderte Schnelltests gestohlen worden. (Symbolbild)
Aus einem Testzentrum im Münsterland sind hunderte Schnelltests gestohlen worden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 9. November, 12.05 Uhr: Stamp: Flächendeckende PCR-Pooltest in Kitas nicht möglich

In den Kitas sind nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (51, FDP) wegen der begrenzten Laborkapazitäten keine flächendeckenden PCR-Pooltests für Kinder möglich.

Eine landesweite flächendeckende Umsetzung der PCR-Tests zu Corona sei "tatsächlich unmöglich", sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtages. Stamp verwies darauf, dass das Land Kommunen unterstütze, die dafür Laborkapazitäten zur Verfügung hätten.

Mit den regelmäßigen Testungen in den Grundschulen seien bestimmte Testkapazitäten erschöpft und nicht mehr nutzbar für Kitas.

Joachim Stamp (51, FPD) erklärte im Landtag, dass eine flächendeckende PCR-Testung in Kitas nicht möglich sei.
Joachim Stamp (51, FPD) erklärte im Landtag, dass eine flächendeckende PCR-Testung in Kitas nicht möglich sei.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 8. November, 21.20 Uhr: Corona-Hotspots: Verschärfungen gelten nur im privaten Raum

In einer überarbeiteten Version der Corona-Schutzverordnung hat Nordrhein-Westfalen unter anderem die Regeln für Personenbegrenzungen von Veranstaltungen in Regionen mit besonders hohem Infektionsgeschehen präzisiert. Sie gelten demnach nur im schwer zu kontrollierenden privaten Raum.

In unserem Beitrag lest Ihr, welche Regel-Änderungen ab Donnerstag gelten.

Update, 8. November, 18.30 Uhr: Laumann: Altenheime und Kliniken sollen auch Besucher testen

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann will Altenheime und Krankenhäuser in die Testung von Besuchern einbinden, um ihnen den Zugang zu den Einrichtungen zu erleichtern.

Er bekomme zur Zeit viele Beschwerden von Bürgern über Krankenhäuser, die in den ersten Behandlungstagen Besucher gänzlich ausschlössen. Laumann verlangte, dass Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser in einem vertretbaren Maße auch Tests für Besucher möglich machten.

Update, 8. November, 16.45 Uhr: NRW erhält 650.000 zusätzliche Biontech-Impfdosen

Nordrhein-Westfalen erhält etwa 650.000 zusätzliche Impfdosen von Biontech. Die Lieferung soll voraussichtlich im Laufe des Freitags erfolgen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

In der kommenden Woche sollen die Impfdosen demnach den Kreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung gestellt werden. Der Impfstoff werde nach Bedarf verteilt, die Lieferungen durch das Regelsystem des Bundes würden dadurch nicht beeinflusst.

Die Impfdosen für NRW sind Bestandteil einer bundesweiten Lieferung. Der Bund hat zur Beschleunigung der Corona-Impfungen drei Millionen zusätzliche Impfdosen von Biontech organisiert, die andere EU-Staaten aktuell nicht benötigen.

NRW erhält in der kommenden Woche etwa 650.000 zusätzliche Impfdosen von Biontech. Der Impfstoff wird dabei nach Bedarf verteilt.
NRW erhält in der kommenden Woche etwa 650.000 zusätzliche Impfdosen von Biontech. Der Impfstoff wird dabei nach Bedarf verteilt.  © Boris Roessler/dpa

Update, 8. November, 16.42 Uhr: Corona-Ausbruch in Düsseldorfer Gefängnis: 14 Infizierte

Im Düsseldorfer Gefängnis haben sich 14 Gefangene mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das NRW-Justizministerium am Mittwoch auf Anfrage in Düsseldorf mit.

Um den Corona-Ausbruch einzudämmen, sei eine Reihentestung der Gefangenen erfolgt. Deren Ergebnisse lägen allerdings noch nicht vor.

Update, 8. November, 16.40 Uhr: Kinderimpfung ab 17. Dezember in kommunalen Impfstellen möglich

In den Impfstellen der Kommunen und Kreise soll es für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ab Freitag, den 17. Dezember ein Impfangebot geben.

Mindestens die Hälfte der Kinderimpfungen dort soll mit Termin vergeben werden, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Allerdings solle der Schwerpunkt der Kinderimpfungen in den Praxen der Kinder- und Jugendärzte liegen, damit die Impfungen möglichst kindgerecht verlaufen und dem besonderen medizinischen Beratungsbedarf der Eltern entsprochen werden könne, hieß es weiter.

Update, 8. November, 14.10 Uhr: Gebauer: Schnellere Testergebnisse für Grund- und Förderschüler

Für Grund- und Förderschüler soll das Ergebnis von Corona-Tests bald schneller vorliegen. Ab dem 10. Januar 2022 sollen Schüler parallel zur Probenentnahme für den Pool-Test der Klasse noch eine zweite individuelle Lolli-Probe abgeben, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags.

Falle ein Pool-Test positiv aus, würden in den Laboren umgehend alle sogenannten Rückstellproben der einzelnen Schüler untersucht. Die Einzelergebnisse sollten am nächsten Morgen um 6 Uhr vorliegen. Wer negativ getestet sei, könne dann ohne Unterbrechung am Präsenzunterricht teilnehmen.

Unter den 12 bis 17-Jährigen haben laut Gebauer in NRW 61 Prozent ihre Erstimpfung erhalten. Und gut 54 Prozent seien vollständig immunisiert.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat schnellere Corona-Testergebnisse für Grund- und Förderschüler angekündigt.
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat schnellere Corona-Testergebnisse für Grund- und Förderschüler angekündigt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 8. November, 13.14 Uhr: Fehlender Impfstoff: Uni-Rektoren appellieren an Wüst

Die Rektoren der Universitäten in Nordrhein-Westfalen beklagen in einem Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die sich "äußerst negativ auswirkende Impfstrategie" des Bundes.

In dem Schreiben vom 7. Dezember, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert die Landesrektorenkonferenz (LRK) Wüst auf, sich beim Bundesgesundheitsminister für eine Anpassung einzusetzen.

Die Universitäten haben in den vergangenen Tagen viele Präsenzveranstaltungen abgesagt. Derzeit finden Vorlesungen und Seminare wegen der hohen Inzidenzzahlen in der Corona-Pandemie wieder hybrid, also per Videoübertragung oder wahlweise vor Ort statt. Durch das verstärkte Impfen bis Jahresende sollte eine Rückkehr in die Universitätsgebäude nach der vierten Welle ab Januar wieder möglich sein.

Update, 8. November, 11.42 Uhr: Minister setzt bei Böllerverbot auf weitere Hilfen für Hersteller

Die angeschlagene Feuerwerksbranche soll nach den Worten von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zusätzliche staatliche Hilfen bekommen.

"Wir werden uns beim Bund dafür einsetzen, eine Perspektive im Sinne weiterer Kompensationen zu ermöglichen", sagte der Liberale am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Solche Finanzspritzen müssten aber beihilferechtlich geprüft und von Brüssel genehmigt werden. Pinkwart verwies darauf, dass die Firmen ohnehin schon Hilfen bekommen, die allerdings nicht ausreichten.

Als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie wird der Verkauf von Feuerwerk und Böllern Ende dieses Jahres verboten.

Update, 8. November, 10.52 Uhr: Impfgegner vor Karl Lauterbachs Wohnung

Vier Impfgegner haben vor der Kölner Privatwohnung des SPD-Politikers Karl Lauterbach eine unangemeldete Demonstration veranstaltet. Die Polizei beendete die Versammlung am vergangenen Freitagabend, wie die Kölner Polizei auf dpa-Anfrage bestätigte. Am Montag wurde bekannt, dass Lauterbach neuer Gesundheitsminister wird.

Update, 8. November, 8.55 Uhr: Post-Sprecherin bestätigt: Viele Kinderwünsche an das Christkind haben mit Corona zu tun

Ein Geschenk, das man nicht kaufen kann, steht auf den Weihnachtswunschzetteln vieler Kinder in diesem Jahr ganz oben: Corona soll endlich verschwinden.

"Corona ist sehr präsent bei den Kindern", sagt eine Sprecherin der Deutschen Post für die Christkindpostfiliale Engelskirchen. "Sie möchten mit den Großeltern Weihnachten feiern, sind genervt vom Masketragen und enttäuscht, weil Veranstaltungen abgesagt wurden, zu denen sie gerne hingegangen wären."

Ähnliches berichtet die ehrenamtliche Leiterin des Weihnachtspostamts im unterfränkischen Himmelstadt, Rosemarie Schotte. "Corona kommt in sehr vielen Zuschriften vor." Deshalb gehe das Himmelstädter Christkind in seinen Antwortbriefen auf das Thema ein.

"Vor allem Ihr Kinder und Jugendlichen musstet unter der Corona-Pandemie leiden", heiße es da. "Aber Ihr habt alles ohne Murren ertragen. Dafür muss ich Euch sehr loben."

"Mein größter Wunsch dieses Jahr ist, dass Corona nicht mehr da ist", heißt es auf dem Wunschzettel eines Kindes, der in der Christkindpostfiliale in Engelskirchen im Wunschzettel-Büro liegt.
"Mein größter Wunsch dieses Jahr ist, dass Corona nicht mehr da ist", heißt es auf dem Wunschzettel eines Kindes, der in der Christkindpostfiliale in Engelskirchen im Wunschzettel-Büro liegt.  © Oliver Berg/dpa

Update, 8. Dezember, 7.05 Uhr: Ab heute: 2G-Kontrollen im Einzelhandel bei sämtlichen Kunden

Ab dem heutigen Mittwoch müssen von sämtlichen Kunden im Einzelhandel die 2G-Nachweise kontrolliert werden.

Ladenbetreiber müssen sich nun die gültigen Impf- oder Genesenen-Nachweise zeigen lassen - und den Personalausweis oder einen anderen amtlichen Ausweis.

Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Apotheken und Drogerien.

Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.
Wer shoppen will, muss Schlange stehen: Von sämtlichen Kunden im Einzelhandel müssen ab heute die 2G-Nachweise im Einzelhandel kontrolliert werden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 7. Dezember, 17.33 Uhr: Zahlreiche Bewerber für Schnelltest-Lieferung für Schulen

Nach dem Ende der Ausschreibung für die Lieferung von mehr als drei Millionen Corona-Schnelltests für die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es "zahlreiche Bewerber".

Wie es weiter aus dem Schulministerium hieß, soll der Zuschlag "zeitnah" erfolgen. In der noch unveröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD heißt es, dass der Auftrag "noch vor Weihnachten" vergeben werden soll. Die Zeit drängt: Geliefert werden soll laut Ausschreibung spätestens ab dem 17. Januar.

Das Ministerium hatte die weiterführenden Schulen Anfang November aufgefordert, für die ersten Wochen nach den Weihnachtsferien Tests zu bunkern - damit es zu keinen Engpässen kommt.

Die späte Ausschreibung - der aktuelle Liefervertrag läuft Ende des Jahres aus - hatte für Kritik von Opposition und Lehrergewerkschaft gesorgt.

Das Schulministerium hatte im Rahmen eines "beschleunigten offenen Verfahrens" die Angebotsfrist auf 15 Tage verkürzt. Anbieter müssen 7000 Schulen mit zunächst rund 3,3 Millionen Antigen-Selbsttests beliefern.

Update, 7. Dezember, 17.28 Uhr: Kinderimpfstoff in NRW wohl ab Montag verfügbar

Der Corona-Kinderimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige wird laut einem Bericht des NRW-Gesundheitsministeriums voraussichtlich ab kommendem Montag bereitstehen.

Das Ministerium verweist auf eine Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums, nach der der Kinderimpfstoff ab dem 13. Dezember in den Apotheken verfügbar sein werde.

Bundesweit stünden demnach zunächst 2,4 Millionen Dosen zur Verfügung, heißt es in einem Schreiben des Landesministeriums an den Familienausschuss des Landtages.

Die Vorbestellungen müssten bis zu diesem Dienstag erfolgt sein. Die nächste Bestellmöglichkeit sei für Anfang Januar 2022 vorgesehen.

Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Junge wird von einer Kinderärztin gegen das Coronavirus geimpft.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 7. Dezember, 14.52 Uhr: Wochen-Impfrekord und erste Regional-Beschränkungen in NRW

Bei den sehr gefragten Auffrischungsimpfungen gegen Corona liegt NRW im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag haben mehr als 3,4 Millionen Menschen in NRW bisher eine Booster-Impfung bekommen. Nur das Saarland (20,5) und Berlin (20,3) haben nach den RKI-Daten höhere Quote als NRW (19,1).

Die Landesregierung verweist auf einen Impfrekord in der vergangenen Woche von über 1,4 Millionen verabreichten Impfdosen in Nordrhein-Westfalen, von denen 250.000 Impfdosen für Erst- und Zweitimpfungen zum Einsatz gekommen seien.

Update, 6. Dezember, 22 Uhr: NRW unterstützt Krankenhäuser mit zusätzlich 192 Millionen Euro

Die Hausärzte und Fachärzte in NRW haben binnen einer Woche nach Angaben ihrer Vereinigungen in ihren Praxen mit mehr als einer Million Dosen so viel Corona-Impfstoff verabreicht wie noch nie in der Pandemie.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein berichtete am Montag von über 540.000 Impfungen in der vergangenen Woche. Allein am zweiten Adventswochenende hätten die Praxen fast 100.000 Menschen mit Booster-Impfungen versorgt.

Über lokale Impfaktionen der Kommunen seien 80.000 Menschen geimpft worden. Die Zahl der an der Impfaktion beteiligten Praxen sei um 200 auf knapp 5200 Praxen gestiegen.

Update, 6. Dezember, 13.25 Uhr: NRW unterstützt Krankenhäuser mit zusätzlich 192 Millionen Euro

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützt Nordrhein-Westfalen die Krankenhäuser des Landes mit weiteren 192 Millionen Euro.

Wie das NRW-Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, sei das "im Rahmen eines Sonderprogramms" zur Verfügung gestellte Geld für "Investitionen im Kontext der Corona-Pandemie" gedacht. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land den Hospitälern rund 750 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Mittel werden laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach dem für die Pauschalförderung geltenden Schlüssel auf die Krankenhäuser in NRW verteilt. Insgesamt sollen 321 Krankenhäuser von der Finanzspritze profitieren.

Mit den zusätzlichen Mitteln können die Krankenhäuser kleinere Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen vorantreiben oder beispielsweise bisher fehlende medizinische Geräte finanzieren.

Krankenhäuser in NRW erhalten vom Land eine zusätzliche Finanzspritze.
Krankenhäuser in NRW erhalten vom Land eine zusätzliche Finanzspritze.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 6. Dezember, 10.10 Uhr: Polizei in NRW teilt mit: Nur wenige Verstöße gegen 2G-Regel im Handel

Nachdem Ungeimpfte in der Corona-Pandemie in den meisten Geschäften keinen Zutritt mehr haben, hat es am Wochenende diesbezüglich keine großen Vorkommnisse gegeben.

Der Polizei in Köln, Düsseldorf, Bonn und Bielefeld lagen am Montagmorgen keine nennenswerten Erkenntnisse über Verstöße gegen die neue 2G-Regel im Handel vor. Von der Wuppertaler Polizei hieß es, es habe "keine größeren Probleme" gegeben.

Ein Dortmunder Polizeisprecher sagte, dass Innenstadt und Weihnachtsmarkt am verkaufsoffenen Sonntag gut besucht gewesen seien. Polizei und Ordnungsamt hätten 513 Kontrollen durchgeführt, so der Sprecher. Dabei seien vier Verstoße gegen die 2G-Vorgabe festgestellt worden und vier Verstöße gegen die Mundschutz-Pflicht.

Update, 5. Dezember, 18.39 Uhr: Ministerpräsident Wüst hat sich boostern lassen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich am Sonntag in Vreden (Kreis Borken) gegen Covid-19 boostern lassen.

Das teilte Wüst via Twitter mit. Laut seinem Tweet bekam er als Drittimpfung den Wirkstoff von Moderna an einer Impfstation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Wüst dankte allen, "die flexibel, engagiert und kreativ Impfungen anbieten".

NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU) hat sich eine Booster-Impfung gegen Covid-19 verabreichen lassen.
NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst (CDU) hat sich eine Booster-Impfung gegen Covid-19 verabreichen lassen.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 5. Dezember, 11.45 Uhr: Die neue 2G-Regel im Einzelhandel

Die Umsetzung der neuen 2G-Regel im Einzelhandel hat nach Einschätzung des Handelsverbandes zum Start gut geklappt.

"Das Vorzeigen der Nachweise nebst Ausweis scheint zumindest bei den meisten Besuchern mittlerweile gut eingeübt", erklärte Verbandsgeschäftsführer Rainer Gallus am Sonntag.

Nur ganz wenige Kunden hätten sich bei den Kontrollen geziert.

Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder genesen ist, kommt seit Samstag nicht mehr in jedes Geschäft in Nordrhein-Westfalen - so schreibt es die 2G-Regel vor, festgehalten in der neuen Corona-Schutzverordnung.

Ein Impfpass.
Ein Impfpass.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 5. Dezember, 10.33 Uhr: Große Nachfrage nach kostenlosen Corona-Tests

Die Nachfrage nach kostenlosen Bürgertests hat sich in Nordrhein-Westfalen Ende November fast verdoppelt.

Nach Daten des NRW-Gesundheitsministeriums kletterte die Zahl der kostenlosen Bürgertests von 305.455 am 22. November auf 586.058 am 30. November stetig an. Das ist ein Plus von rund 92 Prozent.

Das Ministerium betont, nicht-immunisierte Arbeitnehmer könnten nicht nur über die Bürgertestung, sondern auch über Testungen im Unternehmen den 3G-Nachweis erbringen.

Die sogenannten Beschäftigtentestungen seien in diesen Zahlen nicht enthalten, sagte eine Sprecherin.

Update, 5. Dezember, 10.12 Uhr: Gefälschte Impfpässe

Im Zusammenhang mit gefälschten Corona-Impfausweisen hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen seit April in mehr als 1200 Fällen ermittelt.

Update, 5. Dezember, 9.18 Uhr: Kölner Jura-Professorin gegen allgemeine Impfpflicht

Gegen eine allgemeine Impfpflicht in der Corona-Pandemie hat sich Jura-Professorin Frauke Rostalski (36) aus Köln ausgesprochen. Sie ist Mitglied im Deutschen Ethikrat. Den Artikel mit ihren Argumenten ließt Du hier.

Update, 4. Dezember, 16.38 Uhr: Menschenschlangen vor den Geschäften wegen 2G-Regel

Am ersten Tag der 2G-Regel für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen haben sich mancherorts Menschenschlangen vor Geschäften gebildet. Zu beobachten war das auch in der Innenstadt von Köln.

Kunden stehen an der 2G-Kontrolle am Eingang zu einem Kölner Geschäft in der Schlange.
Kunden stehen an der 2G-Kontrolle am Eingang zu einem Kölner Geschäft in der Schlange.  © Oliver Berg/dpa

Update, 4. Dezember, 15.54 Uhr: Tausende gehen zu Impfmarathon in Aachen

Beim sogenannten Impfmarathon in Aachen haben sich bereits mehr als 3200 Menschen eine Spritze in den Arm geben lassen.

Die Städteregion Aachen sprach in einer Mitteilung am Samstag von einem "Ansturm" auf das Angebot, bei dem 60 Stunden lang rund um die Uhr Corona-Impfungen angeboten werden. "Unsere Erwartungen wurden damit deutlich übertroffen", erklärte Städteregionsrat Tim Grüttemeier.

Update, 4. Dezember, 14.19 Uhr: SPD-Chef Kutschaty rät zu "Test vor dem Fest"

Der NRW-SPD-Landesvorsitzende Thomas Kutschaty rät angesichts der Weihnachtstage zu großer Vorsicht, wenn ungeimpfte Enkel mit Großeltern zusammenkämen, deren Impfschutz noch nicht aufgefrischt sei, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

"Der Test vor dem Fest sollte in jedem Fall dazugehören. Dazu rate ich auch bei privaten Silvesterfeiern - da sollte 2Gplus auf freiwilliger Basis der Standard sein."

Update, 4. Dezember, 13.10 Uhr: NRW-Justizminister denkt über 2G-Regel am Arbeitsplatz nach

Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (73, CDU) hat angesichts der Corona-Pandemie eine 2G-Regel am Arbeitsplatz ins Spiel gebracht.

"Wir müssen über die 2G-Regel am Arbeitsplatz nachdenken", sagte er der Düsseldorfer Rheinischen Post (Samstag). Den Artikel findest Du hier bei TAG24.de.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (73, CDU)
Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (73, CDU)  © Oliver Berg/dpa

Update, 4. Dezember, 10.40 Uhr: Sorge um Kölner Karneval

Der Kölner Karneval steht aufgrund der Corona-Inzidenz auf der Kippe. Und die Nachverfolgung von 2000 Corona-Kontakten ist ausser Kontrolle. Kölns Stadtdirektorin Andrea Blome erklärte die Lage am Freitag. Sie leitet den Kölner Corona-Krisenstab.

Update, 4. Dezember, 10.30 Uhr: Köln mit Corona-Inzidenz von 459,0

In Köln ist die Wochen-Inzidenz auf einen Wert von 459,0 gestiegen, wie Zahlen des Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) am Samstag zeigten. Das ist ein neuer Höchstwert für die Stadt.

Update, 4. Dezember, 9.10 Uhr: Lauterbach kritisiert Stadt Köln

Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) kritisiert die Kölner Anti-Corona-Politik mit deutlichen Worten.

"In Köln waren Karneval und Fussball Teil eines Fiaskos, welches sich jetzt anbahnt", twitterte er. Den ausführlichen Lauterbach-Text ließt Du hier.

Update, 4. Dezember, 8.12 Uhr: Die neuen Corona-Regeln ab diesem Samstag

Weniger Teilnehmer bei Großveranstaltungen, weitgehende 2G-Regeln beim Einkaufen, Beschränkungen für Ungeimpfte: Um die dramatische Pandemielage in den Griff zu bekommen, gelten neue Corona-Regeln in NRW.

Update, 4. Dezember, 7.22 Uhr: Weihnachtsbaum-Verkauf nicht unter 2G-Regel

Die strengen 2G-Regeln in NRW gelten ab dem heutigen Samstag nicht für den Weihnachtsbaum-Verkauf.

Auch Nicht-Immunisierte dürfen damit entsprechende Verkaufsstellen besuchen und eine Tanne kaufen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Update, 3. Dezember, 17.15 Uhr: "Wie im Straßenverkehr": Ministerpräsident Wüst kündigt regelmäßige Corona-Kontrollen an

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat regelmäßige Kontrollen der neuen Corona-Schutzmaßnahmen angekündigt.

"Ich kann nicht vor jede Innenstadt ein Pförtnerhäuschen setzen. An einigen Stellen können wir Einlasskontrollen machen, an anderen Stellen wird es immer auf Stichproben hinauslaufen", erklärte Wüst bei einer Veranstaltung des DGB NRW am Freitag in Düsseldorf. Den ausführlichen Text dazu findest Du jetzt hier.

Update, 3. Dezember, 16.20 Uhr: Bundeswehr fliegt sechs Corona-Patienten nach Paderborn

Die Luftwaffe hat am Freitag sechs Intensivpatienten aus Bayern zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen geflogen.

Das zur Corona-Hilfe eingesetzte Spezialflugzeug A310 MedEvac sei am Nachmittag in Memmingen gestartet, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Nach der Landung in Paderborn sollten die Patienten dort weiterbehandelt werden.

Einen weiteren Einsatz gab es am Freitag auch für das zum Transport von Corona-Patienten umgebaute Überwachungsflugzeug A319OH ("Offener Himmel"). Es war in Deutschland gestartet, um zwei an Corona erkrankte Bundeswehrsoldaten aus Lettland zurück nach Köln zu fliegen. Wegen technischer Probleme auf dem Flughafen Riga musste es allerdings zunächst wieder umkehren.

Auf dem Flughafen Dresden wurde am 1. Dezember ein Corona-Patient auf seinen Flug mit der A310 MedEvac-Maschine nach NRW vorbereitet.
Auf dem Flughafen Dresden wurde am 1. Dezember ein Corona-Patient auf seinen Flug mit der A310 MedEvac-Maschine nach NRW vorbereitet.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 15.29 Uhr: Zwei Omikron-Fälle in Krefeld bestätigt

Zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus sind in Krefeld nach Angaben der Stadt bei Laboruntersuchungen bestätigt worden. Es handele sich um zwei Personen einer Familie, teilte die Stadt Krefeld mit.

Nach den bisherigen Recherchen gelte es als wahrscheinlich, dass sie sich bei einer Veranstaltung im europäischen Ausland angesteckt haben. Für beide Personen, die keine Symptome aufweisen würden, sei Quarantäne angeordnet worden. Darüber hinaus bestehe Quarantäne für zehn weitere Omikron-Verdachtsfälle in der Stadt.

Update, 3. Dezember, 14.25 Uhr: Aachen startet 60-stündigen Impfmarathon

"Jeder wird geimpft, der geimpft werden kann. Wir können bis zu 2000 Menschen am Tag impfen", sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen.

Um die große Nachfrage nach Corona-Impfungen zu bewältigen, bietet die Städteregion drei Tage lang rund um die Uhr Impfungen im Einkaufszentrum Aachen-Arkaden an. Den ausführlichen Text findest Du hier.

Update, 3. Dezember, 13 Uhr: WDR zeigt wachrüttelnde Corona-Doku aus Kölner Uniklinik

Diese wachrüttelnde Fernseh-Dokumentation aus der Kölner Intensivstation zeigt, wie Ärzte, Pfleger und Patienten gegen das Coronavirus kämpfen.

Der WDR hat die angespannte Arbeit auf der internistischen Intensivstation 4b der Uniklinik Köln von der ersten Corona-Welle bis in die vierte Corona-Welle dokumentarisch begleitet. Den ausführlichen Text zur WDR-Corona-Doku findest Du jetzt hier.

Update, 3. Dezember, 10.20 Uhr: Kölner Intensiv-Arzt bei Lanz

Der Kölner Intensivmediziner Bernd Böttiger hat die Situation von Corona-Patienten in Krankenhäusern als dramatisch geschildert.

"Von denen, die auf Intensivstation liegen, können wir nur vielleicht 50, vielleicht 60, vielleicht 65 Prozent retten - die anderen sterben. Also ein Drittel bis die Hälfte dieser Patienten sterben", sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Köln am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Den ausführlichen Text findest Du hier.

Intensivmediziner Bernd Böttiger war zu Gast bei "Markus Lanz.
Intensivmediziner Bernd Böttiger war zu Gast bei "Markus Lanz.  © ZDF/Markus Lanz/screenshot

Update, 3. Dezember, 7.40 Uhr: Nikolaus-Darsteller kaum gefragt

In diesem Jahr ist die Nachfrage nach professionellen Nikolaus-Darstellern gering. Die "Nikolaus-Zentrale" in Münster verzeichnete einen Rückgang der Anfragen nach Nikoläusen und Weihnachsmännern um 80 Prozent.

"Es gibt zwar mehr Buchungen als letztes Jahr. Aber das ist gar kein Vergleich zu den Zeiten vor Corona", erklärte der Leiter Winfried Keuthage.

Update, 3. Dezember, 7.34 Uhr: Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren tobt

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren mit Sitz in Köln kritisiert die von der Ministerpräsidentenrunde und der Bundeskanzlerin beschlossene 2G-Regelung für den Handel.

Textil-, Schuh- und Lederwarenhändler müssten nun grundlos dafür büßen, dass die Politik es nicht geschafft hat, die Kapazitäten in den Krankenhäusern auszubauen oder zumindest stabil zu halten und ausreichende Teile der Bevölkerung von der Impfung zu überzeugen.

"Stattdessen müssen wir im wichtigen Weihnachtsgeschäft als Hilfs-Sheriffs die Ungeimpften an unseren Türen stoppen und unangenehme Diskussionen mit Impfgegnern führen“" zürnte BTE-Präsident Steffen Jost, der mehrere Modehäuser im Südwesten Deutschlands betreibt.

Update, 2. Dezember, 21.10 Uhr: Impfen rund um die Uhr – Aachen startet 60-Stunden-Aktion

Impfen rund um die Uhr: Aachen startet einen 60-Stunden-Impfmarathon. Damit soll ein unbürokratisches Angebot für die große Nachfrage geschaffen werden. Ab Freitag (8 Uhr) werde bis Sonntag (18 Uhr) rund um die Uhr gepikst teilte die Städteregion Aachen mit. Schauplatz ist ein Einkaufszentrum in der Nähe des Aachener Bahnhofs Rothe Erde. Bis zu zehn Mediziner sind zeitgleich im Einsatz. Hilfsorganisationen wie Johanniter, Malteser, DRK, DLRG und THW unterstützen mit ehrenamtlichen Helfern.

Update, 2. Dezember, 18.02 Uhr: Dortmund gegen München vor nur 15.000 Zuschauern, Borussia Mönchengladbach ebenfalls

Borussia Dortmund hat zügig auf die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde reagiert und die Zuschauerzahl für das Top-Spiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München drastisch reduziert. Wie der Tabellenzweite am Donnerstag mitteilte, werden für die Partie an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) nur die maximal erlaubten 15.000 Eintrittskarten verkauft.

Diese würden sich auf die vier Unterränge sowie den Nord-Oberrang verteilen. "Es werden ausschließlich Sitzplätze zur Verfügung stehen", teilte der Club mit. Für alle Zuschauer gelte die 2G-Regel, nach der nur gegen Covid-19 Geimpfte sowie Genesene ins Stadion dürfen.

Der BVB hatte bereits am Vortag mitgeteilt, dass der Vorverkauf für das Spiel gegen den Bundesliga-Ersten mit insgesamt 67.000 verkauften Tickets storniert wird. "Alle bisher ausgestellten Karten werden storniert und sind somit ungültig", teilte der Revier-Club mit. Der Kaufpreis werde innerhalb von 14 Tagen erstattet.

Auch Borussia Mönchengladbach wird zum Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) nur noch 15.000 Karten verkaufen, teilte der Verein via Twitter mit.

Update, 2. Dezember, 17.54 Uhr: 1000. Antrag auf Unterstützung in der Pandemie durch Bundeswehr

Bei der Bundeswehr ist der 1000. Antrag auf Amtshilfe in NRW im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eingegangen. Das teilte das Landeskommando Nordrhein-Westfalen am Donnerstag mit. Das Hilfegesuch kam demnach von der Stadt Mönchengladbach. Dort braucht man zehn Unterstützungskräfte im Impfzentrum. Weitere 15
Soldatinnen und Soldaten sollen bei der Kontaktnachverfolgung helfen.

Aktuell helfen laut Bundeswehr in NRW rund 600 Unterstützungskräfte den zivilen Behörden in allen fünf Regierungsbezirken.

Am 30. November begrüßte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) die Soldaten der Bundeswehr.
Am 30. November begrüßte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) die Soldaten der Bundeswehr.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 2. Dezember, 16.47 Uhr: Wüst ruft zu Impfungen auf

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hendrik Wüst (46, CDU), hat die Menschen in Deutschland eindringlich dazu aufgerufen, so schnell wie möglich Impfangebote gegen das Coronavirus wahrzunehmen.

"Nicht erst irgendwann, vielleicht im Neuen Jahr oder nach Weihnachten, sondern jetzt. Sie retten damit Leben", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Donnerstag nach dem Bund-Länder-Corona-Gipfel. In der Pandemie stünden noch schwierige Wochen bevor, sagte der CDU-Politiker weiter.

Weitere Informationen gibt es in diesem Artikel: Nach Corona-Gipfel: Wüst ruft eindringlich zu Impfungen auf und hat weitere wichtige Bitte

Update, 2. Dezember, 15.22 Uhr: Corona-Gipfel in Berlin: Diese Maßnahmen kommen jetzt auf Deutschland zu!

Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt.

Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test – also 2G plus – vorgeschrieben werden.

Auch in Läden – mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel – kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Dies gilt unabhängig von den Inzidenzen. Die Geschäfte müssen das Einhalten der Regel kontrollieren.

Genauere Infos findet Ihr im ausführlichen TAG24-Artikel.

Olaf Scholz (63, SPD) und Angela Merkel (67, CDU) auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Treffen.
Olaf Scholz (63, SPD) und Angela Merkel (67, CDU) auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Treffen.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 2. Dezember, 15.13 Uhr: LKA-Chef für fälschungssicheren Impfpass

Der Chef des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts, Ingo Wünsch, hat sich für einen fälschungssicheren Impfpass ausgesprochen. "Wir kommen an einem fälschungssicheren Impfzertifikat, mit vergleichbaren Sicherheitsmerkmalen wie bei Bargeld und Passpapieren, in Zukunft nicht vorbei", sagte Wünsch dem Kölner Stadt-Anzeiger.

"Ich bin überzeugt, dass das Impfzertifikat künftig bei einem Menschen gleichbedeutend ist mit der Wichtigkeit eines Personalausweises." Dabei sei das Fälschen von Impfpässen nicht nur sozialschädlich und menschengefährdend, sondern auch "total unnötig": "Wozu einen gefälschten Impfpass? Lass dich impfen, dann brauchst du das Ding nicht", sagte Wünsch.

Update, 2. Dezember, 12.35 Uhr: SPD-Kultur-Experte Carsten Brosda spricht sich klar für Impfpflicht aus

Der Präsident des in Köln ansässigen Deutschen Bühnenvereins und Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (47, SPD) hat sich für eine Impfpflicht ausgesprochen.

"Der Bühnenverein hat sich früh klar für die Impfung als Weg aus der Pandemie ausgesprochen. Eine Haltung des Verbandes zu einer Impfpflicht gibt es nicht", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. Persönlich sei er aber "der Meinung, dass eine Impflicht zum jetzigen Zeitpunkt das richtige Mittel ist."

Mehr dazu im Artikel: SPD-Kultur-Experte Carsten Brosda spricht sich klar für Impfpflicht aus

Carsten Brosda ist Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien.
Carsten Brosda ist Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien.  © Georg Wendt/dpa

Update, 2. Dezember, 11.05 Uhr: Landesschülervertretung begrüßt Maskenpflicht, Forderung an Kommunen

Die Landesschülervertretung NRW begrüßt die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht.

"Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass die Maskenpflicht wieder eingeführt wird", sagte Vorstandsmitglied Julius van der Burg der Deutschen Presse-Agentur. Der Großteil der Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen habe in den vergangenen Wochen freiwillig eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske im Unterricht getragen. "Das ist ein hoher Prozentsatz", erklärte er.

"Ich werde nicht sagen, dass sich alle sicher fühlen", sagte van der Burg zur Stimmung unter den Schülern. Es gebe aber keine panische Angst angesichts der vierten Corona-Welle und eines ersten bestätigten Verdachtsfalls der Omikron-Variante in Nordrhein-Westfalen.

Update, 2. Dezember, 11.01 Uhr: Karl Lauterbach über Fan-Massen im Fußball

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) fordert kurz vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Obergrenze für Fußballspiele.

"Aus meiner Sicht sollte kein Spiel mehr als 5000 Zuschauer haben", schrieb Lauterbach auf Twitter mit Blick auf das umstrittene rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende vor 50.000 Fans.

Update, 2. Dezember, 9.55 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende "der richtige Weg"

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen.

Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Weiter führte er aus: "Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang."

Das Landesoberhaupt sieht deswegen auch Strafen als richtig und notwendig an: "Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg."

Mehr dazu gibt es in diesem Artikel.

Update, 2. Dezember, 7.10 Uhr: NRW-Schülervertretung spricht sich für Maskenpflicht aus

Die Landesschülervertretung NRW begrüßt die Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht.

"Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass die Maskenpflicht wieder eingeführt wird", sagte Vorstandsmitglied Julius van der Burg der Deutschen Presse-Agentur.

Die Landesschülervertretung fordere aber erneut, dass die Städte Masken an den Schulen bereitstellen. FFP2-Masken böten einen besseren Schutz. "Das kann sich nicht jeder Schüler leisten", betonte er. Zumal die Masken regelmäßig gewechselt werden müssten.

Den gesamten Artikel lest Ihr hier.

Schüler müssen in NRW-Schulen – überall dort, wo keine eineinhalb Meter Abstand gehalten werden können – Masken tragen. (Symbolbild)
Schüler müssen in NRW-Schulen – überall dort, wo keine eineinhalb Meter Abstand gehalten werden können – Masken tragen. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Dezember, 20.09 Uhr: Weiterer "hochgradiger" Omikron-Verdachtsfall in Düsseldorf

Nach der ersten bestätigten Infektion mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Düsseldorf gibt es in der NRW-Landeshauptstadt nun noch einen weiteren Verdachtsfall. Es handle sich um eine Person, die am 28. November mit einem negativen Test aus Südafrika eingereist sei, teilte die Verwaltung am Mittwochabend mit. Während des Fluges seien leichte Symptome entwickelt worden. Ein vorsorglicher Antigen-Test am Flughafen sei positiv ausgefallen und tags drauf durch einen PCR-Test bestätigt worden.

"Die PCR-Typisierung auf die Omikron-Virusvariante am heutigen Tag war bereits positiv", erklärte die Stadt zu dem neuen Verdachtsfall. Eine sogenannte Ganzgenomsequenzierung in der Virologie der Uniklinik zur Bestätigung einer Infektion mit der Virusvariante sei nun veranlasst. Das Ergebnis sei frühestens am Freitagabend zu erwarten. Der "hochgradige" Verdachtsfall befinde sich in Quarantäne und habe keine Kontaktpersonen.

Update, 1. Dezember, 17.30 Uhr: CDU will Beschränkung von Großveranstaltungen schon ab Samstag in NRW

50.000 Fans vom 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach feierten im Rheinenergiestadion dicht an dicht.
50.000 Fans vom 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach feierten im Rheinenergiestadion dicht an dicht.  © Marius Becker/dpa

In Nordrhein-Westfalen sollen schon ab diesem Samstag deutliche Beschränkungen der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen gelten. Das kündigte CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen (62) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise an. Die schwarz-gelbe Koalition entscheide sich "für eine signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag".

Zuvor hatte Löttgen, der auch im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund sitzt, unter Protestrufen aus dem Plenum gesagt: "Es gibt in der Bundesrepublik keinen sichereren Ort als ein Stadion." Dort gebe es "knallharte Kontrolle" und die An- und Abreise der Fans erfolge "schließlich in 3G-kontrollierten Verkehrsmitteln".

Die NRW-Koalition werde dennoch Beschränkungen beschließen, weil Bilder tausender jubelnder Fußballfans ohne Maske und Bilder von Hubschraubern, die schwerkranke Covid-Patienten durch die Republik transportierten, nicht zusammenpassten. "Wir wollen und werden diese Bilder des Fußballs nicht mehr sehen", sagte Löttgen. Grünen-Fraktionschefin Verena Schäffer (35) warf Löttgen "Realitätsverlust" vor.

Letzte Bastion gegen das Virus ist gefallen: In Nordkorea gibt's jetzt auch Corona
Coronavirus Letzte Bastion gegen das Virus ist gefallen: In Nordkorea gibt's jetzt auch Corona

Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hatte zuvor weitere geplante Einschränkungen angekündigt - unter anderem die Schließung von Clubs und Diskotheken. Bei den konkreten Vorgaben will er zunächst auf möglichst bundeseinheitliche Standards setzen. An diesem Donnerstag soll es dazu erneut eine Bund-Länder-Runde tagen.

Update, 1. Dezember, 16.56 Uhr: Land kündigt 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz an

Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz.

Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht werde ab sofort mit Schwerpunktkontrollen überprüft, teilte das NRW-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. "Wir befinden uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie. Hier trifft auch die Arbeitgeber und Beschäftigten eine große Verantwortung", sagte Minister Karl-Josef Laumann (64, CDU).

"Wer sich nicht an die Regeln hält, oder sogar mit gefälschten Test- und Impfnachweisen erwischt wird, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen." Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.

Update, 1. Dezember, 16.36 Uhr: NRW-Gesundheitsminister: Ein Drittel Stadionkapazität vertretbar

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) hat Pläne einer Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel in Fußballstadien in NRW bestätigt. "Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze, und dann halten wir das für vertretbar", sagte der Minister am Mittwoch RTL/ntv.

Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigte ebenfalls weitere Corona-Einschränkungen an. Fußballspiele mit über 50.000 Zuschauern, die noch dazu keine Masken trügen, werde es nicht mehr geben, sagte der CDU-Politiker. Bei den konkreten Vorgaben will er zunächst auf möglichst bundeseinheitliche Standards setzen. An diesem Donnerstag soll dazu erneut eine Bund-Länder-Runde tagen.

Update, 1. Dezember, 16.12 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Köln deutlich gestiegen

Der Corona-Inzidenzwert ist in Köln sprunghaft gestiegen. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 397,7. Dies sei ein Anstieg um 42,5 im Vergleich zum Vortag, berichtete das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) NRW. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Köln lag damit deutlich über der in NRW (289,1), aber unter dem Bundeswert (442,9).

Neben dem allgemein verschärften Infektionsgeschehen haben nach Angaben der Stadt Köln mehrere eng begrenzte Ausbrüche "mit Innenraumbezug" zu dem Anstieg geführt. Auffällige Cluster seien mehrere private Feiern in Innenräumen, Clubveranstaltungen sowie ein Basketballspiel, teilte ein Sprecher mit. Zudem seien in einem Seniorenheim mehrere Bewohner und Mitarbeiter infiziert.

Update, 1. Dezember, 15.58 Uhr: Ministerpräsident Wüst kündigt an: NRW will Clubs und Diskotheken schließen

Infolge der hohen Corona-Neuinfektionszahlen will Nordrhein-Westfalen Clubs und Diskotheken schließen. Das kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise an.

Konkrete Maßnahmen sollen nach der an diesem Donnerstag erwarteten Ministerpräsidentenkonferenz auf dem Verordnungsweg umgesetzt werden.

Auch Fußballspiele mit über 50.000 Zuschauern, die noch dazu keine Masken trügen, werde es nicht mehr geben, sagte Wüst und spielte damit auf das am vergangenen Wochenende ausgetragene Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach an, das aufgrund der Vollauslastung zu reichlich Kritik geführt hatte.

Update, 1. Dezember, 15.45 Uhr: Luftwaffe fliegt sechs Corona-Patienten aus Sachsen nach Köln

Medizinisches Personal kümmert sich am Dresdener Flughafen um einen Corona-Patienten, der mit der Luftwaffe nach Köln geflogen wird.
Medizinisches Personal kümmert sich am Dresdener Flughafen um einen Corona-Patienten, der mit der Luftwaffe nach Köln geflogen wird.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Bundeswehr-Maschine vom Typ A310 MedEvac hat am Mittwoch sechs schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Sachsen nach Nordrhein-Westfalen ausgeflogen.

Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden sollen sie nach Köln gebracht und dann auf Krankenhäuser in Köln, Marl, Bonn und Bochum aufgeteilt werden. Zuletzt hatten sie auf Stationen in Krankenhäusern von Dresden, Meißen und Pirna gelegen. Zu ihrem Alter und Geschlecht wurde keine Auskunft erteilt.

Sachsen ist besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Das Land mit der bundesweit niedrigsten Impfquote hatte am Mittwoch eine Wocheninzidenz von 1209,4 und damit mit großem Abstand den höchsten Wert in Deutschland. Bundesweit lag er bei 442,9. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an.

Corona zurück im Ursprungsland: Chinas Wirtschaft leidet enorm
Coronavirus Corona zurück im Ursprungsland: Chinas Wirtschaft leidet enorm

Schon früher waren Patienten aus Sachsen verlegt worden, wenn eine Überlastung hiesiger Krankenhäuser drohte. Sachsen gehört zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Aber auch in andere Länder werden Patienten verlegt. Vorsorglich hat Sachsen pro Woche 20 Patienten für eine solche Verlegung angemeldet.

Update, 1. Dezember, 15.41 Uhr: Weiterer Omikron-Verdachtsfall in Recklinghausen – Sieben in Kleve

Bei einem Rückkehrer von einer Auslandsreise im Kreis Recklinghausen untersuchen Gesundheitsbehörden einen weiteren Verdacht auf die Corona-Mutation Omikron. Das teilten das NRW-Gesundheitsministerium und der Kreis am Mittwoch mit. Nähere Angaben zur Person wie zum Geschlecht, Alter und Reiseweg gab es aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Zuvor hatte das Ministerium am Mittwochmorgen die erste bestätigte Omikron-Infektion in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt mitteilte.

Insgesamt sieben Omikron-Verdachtsfälle gab es am Mittwoch im Kreis Kleve. Hier laufen die Untersuchungen noch. Im ersten Fall in Rees im Kreisgebiet war die vollständig geimpfte Person mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen. Am Folgetag seien dann Krankheitssymptome aufgetreten. Beide Personen befänden sich in Quarantäne.

Der zweite Reeser Verdachtsfall bezieht sich auf zwei andere Personen, die sich mit den Betroffenen des ersten Falles in Südafrika getroffen haben. Auch sie sind in Quarantäne, wie der Kreis bereits am Dienstag mitgeteilt hatte. Hinzu kommen drei enge Kontaktpersonen als weitere Verdachtsfälle, wie der Kreis am Mittwoch mitteilte.

Update, 1. Dezember, 14.13 Uhr: Sturmböen erwartet – Impfbusse bleiben im Depot

Wegen einer Sturmwarnung bleiben die Impfbusse im Raum Aachen im Depot. Der Deutsche Wetterdienst erwarte Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern, teilte die Städteregion am Mittwoch mit. "Bei einer solchen Wetterwarnung können wir nicht für die Sicherheit garantieren und werden ab heute nicht mehr an den Bussen impfen", erklärte die Behörde am Mittwoch.

Auch die übrigen Termine in dieser Woche werden gestrichen, da es mehr Angebote an festen Impfstellen gibt.

Update, 1. Dezember, 13.30 Uhr: Landesregierung beschließt: Ab morgen wieder Maskenpflicht in den Schulen von NRW

Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske im Unterricht an ihrem Sitzplatz tragen.

Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch. Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung.

Update, 1. Dezember, 8.30 Uhr: Stadt Düsseldorf bestätigt: Erster Omikron-Fall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben der Stadt Düsseldorf ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Person am 25. November testen lassen - das Ergebnis war positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen.

"Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht", hieß es. Diese erste Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Daher sei am 29. November ein weiterer Test durchgeführt worden. "In diesem Abstrich war die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen", sagte eine Stadtsprecherin der Deutschen-Presse-Agentur. Mehr dazu lest Ihr hier.

Update, 30. November, 17.58 Uhr: Kabinett berät auch über Schließungen von Diskotheken und Bars

Die Landesregierung will am Mittwoch angesichts der zugespitzten Corona-Lage über Schließungen von Diskotheken, Bars und Clubs beraten. Das bestätigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) am Dienstag in Düsseldorf auf Nachfrage vor Journalisten. Die endgültige Umsetzung per Verordnung werde dann im Lichte der Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag getroffen, sagte Wüst.

Im Anschluss an die Kabinettssitzung kommt der Landtag am Mittwoch um 13 Uhr auf Antrag der Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen zu einer Sondersitzung zusammen. Wüst will die Abgeordneten über den weiteren Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie informieren.

Update, 30. November, 17.56 Uhr: Wüst: Bilder wie aus Kölner Stadion "wird es nicht wieder geben"

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat nach den Bund-Länder-Beratungen eine Beschränkung der Zuschauerzahlen in Fußballstadien angekündigt.

"Entscheidend ist: So Bilder wie vom Wochenende in Köln darf es und wird es nicht wieder geben", sagte Wüst am Dienstag mit Bezug auf das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. In der Kölner Arena waren 50.000 Zuschauer. Das hatte für viel Kritik gesorgt.

Auf eine konkrete Zahl an möglichen Zuschauern legte sich Wüst am Dienstag nicht fest. Man werde die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde am Donnerstag abwarten, die man dann auch in Nordrhein-Westfalen umsetzen werde.

Update, 30. November, 17.27 Uhr: Wesel sagt verkaufsoffenen Sonntag wegen hoher Infektionszahlen ab

In Wesel ist der für den 5. Dezember angesetzte verkaufsoffene Sonntag wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. "Die hohen Infektionszahlen, die angekündigte Ausweitung der Kontaktbeschränkungen und die Absage des Adventsmarktes als beliebte und begleitende Veranstaltung an dem Wochenende ließen dies nicht zu", teilte die Wesel Marketing GmbH am Dienstag mit.

In Düsseldorf hatten am vergangenen Sonntag die Geschäfte offen. Wie die "Rheinische Post" mit Bezug auf mehrere Interessengemeinschaften berichtete, blieb der ganz große Ansturm aus. Kürzere Schlangen hätten sich am Sonntag vor allem an den Eingängen zu den eingezäunten Weihnachtsmärkten gebildet, wo die 2G-Regeln kontrolliert werden.

Update, 30. November, 17.04 Uhr: CDU will keine "Geisterspiele" in NRW

Die CDU hat sich nach Informationen aus nordrhein-westfälischen Koalitionskreisen dafür ausgesprochen, Diskotheken und Clubs angesichts der Corona-Lage zu schließen.

Außerdem möchte sie die Zuschauerzahl in Fußballstadien demnach auf ein Drittel der Kapazität begrenzen, aber keine "Geisterspiele" in NRW. Ein formeller Beschluss ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber nicht gefasst worden. Zuerst hatte der Kölner Stadtanzeiger am Dienstag über die Vorschläge berichtet.

Update, 30. November, 17.02 Uhr: Stadt Köln sagt Bühnen-Programm zu Silvester ab

Die Stadt Köln hat das am Dom geplante kulturelle Rahmenprogramm für die Silvesternacht wegen der jüngsten Corona-Entwicklung abgesagt.

Vorgesehen waren auf dem Roncalliplatz unter anderem ein Bühnenprogramm und eine Lichtprojektion an der Domfassade, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Update, 30. November, 16.24 Uhr: Apotheker sehen sich für Corona-Impfung gewappnet

Hunderte Apotheken in Nordrhein-Westfalen könnten nach Verbandsangaben bei einer Ausnahmegenehmigung zusätzlich zu den Ärzten ebenfalls gegen Corona impfen.

"Es zählt jede derzeit verfügbare zusätzliche Impfstelle", erklärte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe, Thomas Rochell, am Dienstag.

Denn angesichts neuer Virusvarianten und der Lage in den Krankenhäusern müssten möglichst viele Menschen möglichst schnell geimpft werden.

Mehr als 200 Apotheken in Westfalen-Lippe wären in der Lage, zeitnah Corona-Auffrischungsimpfungen vorzunehmen.

Update, 30. November, 12.59 Uhr: Viele Apotheker stehen für Corona-Impfungen bereit

Hunderte Apotheken in Nordrhein-Westfalen könnten nach Verbandsangaben bei einer Ausnahmegenehmigung zusätzlich zu den Ärzten ebenfalls gegen Corona impfen.

"Es zählt jede derzeit verfügbare zusätzliche Impfstelle", erklärte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe, Thomas Rochell, am Dienstag. Denn angesichts neuer Virusvarianten und der Lage in den Krankenhäusern müssten möglichst viele Menschen möglichst schnell geimpft werden.

Update, 30. November, 12.15 Uhr: Omikron-Verdachtsfälle in Essen haben sich nicht bestätigt

Die Verdachtsfälle der Omikron-Corona-Variante in einer Essener Familie haben sich nicht bestätigt. Die beiden Betroffenen hätten eine seltene Delta-Form, aber nicht die neuartige Omikron-Virusvariante, teilte die Stadt Essen am Dienstagvormittag mit.

Zuvor waren Proben der Erkrankten in der Essener Universitätsklinik sequenziert worden. Die beiden Erkrankten und zwei weitere Haushaltsmitglieder seien in Quarantäne, hatte die Stadt am Vortag gemeldet.

Update, 30. November, 10.26 Uhr: Luftwaffe fliegt am Mittwoch Patienten aus Dresden nach Köln

Wie bereits in der vergangenen Woche werden im bundesweiten Kleeblatt-System Intensivpatienten per Luftwaffe von einem Bundesland auf andere verteilt.
Wie bereits in der vergangenen Woche werden im bundesweiten Kleeblatt-System Intensivpatienten per Luftwaffe von einem Bundesland auf andere verteilt.  © Jonas Walzberg/dpa

Die Bundeswehr soll erstmals auch sächsische Intensivpatienten zur Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach Köln bringen.

Update, 30. November, 7.25 Uhr: NRW-Kommunen bitten Bundeswehr zunehmend um Hilfe

Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen bitten nordrhein-westfälische Kommunen wieder zunehmend die Bundeswehr um Hilfe.

Aktuell seien aufgrund von 35 Hilfeleistungsanträgen in NRW bereits fast 500 Unterstützungskräfte im Einsatz, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos NRW.

Sie würden meist bei der Kontaktnachverfolgung oder für den Betrieb kommunaler Impfzentren eingesetzt.

Update, 29. November, 18.49 Uhr: SPD und Grüne beantragen Sondersitzung des Landtags zu Corona

Angesichts der verschärften Corona-Lage haben die Oppositionsfraktionen SPD und Grüne eine Sondersitzung des Plenums für Mittwoch beantragt.

"Wenn wir jetzt nicht konsequent gegensteuern, dann drohen im Dezember noch viel höhere Infektionszahlen, und dann werden wir in diesem Winter noch viele weitere Tote zu beklagen haben", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Montag.

Die Landesregierung müsse daher dem Landtag unverzüglich darlegen, mit welchen Maßnahmen sie die vierte Welle brechen wolle.

Update, 29. November, 17.22 Uhr: Wüst kritisiert volle Stadien

50.000 Fans feuerten ihre Mannschaften im Kölner Rheinenergiestadion an. Dafür gab es von vielen Seiten Kritik.
50.000 Fans feuerten ihre Mannschaften im Kölner Rheinenergiestadion an. Dafür gab es von vielen Seiten Kritik.  © Marius Becker/dpa

Fußball-Fans müssen sich in Nordrhein-Westfalen auf schärfere Corona-Einschränkungen gefasst machen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) äußerte sich am Montag im ARD-"Mittagsmagazin" kritisch über Bilder aus vollen Stadien.

"Wir haben ja Bilder gesehen am Wochenende - auch vom Fußball. Auf der anderen Seite kommen aus anderen Bundesländern - weil wir noch Kapazitäten haben, weil bei uns die Lage noch beherrschbar ist - kommen Patienten zu uns eingeflogen", sagte Wüst. Wüsts genaue Kritik zu diesen Bildern liest Du hier.

Update, 29. November, 15.52 Uhr: Auch Grüne fordern entschiedenere Kontaktbeschränkungen

Auch die Grünen in Nordrhein-Westfalen fordern angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen drastische Kontaktbeschränkungen. Öffentliche Veranstaltungen in Innenräumen sollten untersagt und im Außenbereich die Anzahl der Teilnehmer massiv begrenzt werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zehn-Punkte-Plan. Bars und Clubs sollten geschlossen und Ausgleichszahlungen für Betreiber sichergestellt werden. Für eine bessere Koordinierung zwischen Land und Kommunen müsse der Krisenstab der Landesregierung aktiviert werden.

Darüber hinaus fordern die NRW-Grünen schärfere Schutzmaßnahmen auch für Geimpfte im gesamten Freizeitbereich. So sollten nur noch Geimpfte oder Genesene mit aktuellem negativen Corona-Test Zutritt zu Restaurants, Hotels, zum Einzelhandel jenseits des täglichen Bedarfs sowie zu Freizeitaktivitäten im Innenraum erhalten. Die 2G-plus-Regel sollte ab dem 18. Lebensjahr gelten.

In den Kitas sollten die Gruppen wieder getrennt werden und an den Schulen flächendeckend wieder die Maskenpflicht gelten. In Innenräumen und im Nah- und Fernverkehr sollten FFP2-Masken für Personen ab 14 Jahren als Standard gelten.

Zur Unterstützung der Krankenhäuser sollte nach Ansicht der Grünen die Bundeswehr herangezogen werden. Dafür müsse die Landesregierung in Absprache mit dem Bund sorgen. Aufgrund der neu aufgetretenen Omikron-Variante müssten alle positiven Corona-Tests auf die Variante untersucht werden.

Update, 29. November, 14.50 Uhr: Ministerium: Derzeit sechs Omikron-Verdachtsfälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Informationen des Gesundheitsministeriums derzeit insgesamt sechs Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus.

Dabei geht es einem Überblick von Montagmittag zufolge um vier Verdachtsfälle in Essen, einen Verdachtsfall in Düsseldorf und einen Verdachtsfall im Kreis Kleve. Das sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der dpa.

Der Kreis Kleve teilte mit, dass sich um einen Verdachtsfall in Rees handele. Die vollständig immunisierte Person sei mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen. Am Folgetag seien dann Krankheitssymptome aufgetreten. Ein PCR-Test fiel den Angaben zufolge positiv aus. Beide Personen befänden sich in Quarantäne. Bisher wurde laut dem Kreis eine weitere Kontaktperson ermittelt.

Update, 29. November, 14.41 Uhr: Wüst plädiert für Kontaktreduzierungen noch in dieser Woche

Wüst (46, r.) wünscht sich außerdem ein einheitliches Vorgehen in den verschiedenen Bundesländern.
Wüst (46, r.) wünscht sich außerdem ein einheitliches Vorgehen in den verschiedenen Bundesländern.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Angesichts der sprunghaft steigenden Corona-Zahlen will Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) noch in dieser Woche weitere Kontaktreduzierungen umsetzen. "Die Wissenschaft mahnt uns dazu, Kontaktreduzierungen zu verschärfen und da deutlich besser aufzupassen", sagte Wüst am Montag im Radiosender WDR 2. "Das werden wir noch in dieser Woche umsetzen."

Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett an diesem Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten.

Wüst sprach sich zudem für ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern aus. "Das Thema Kontaktreduktion müssen wir möglichst gemeinsam und einheitlich ausgestalten", sagte Wüst, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist.

Er drängte erneut auf ein vorgezogenes Bund-Länder-Treffen noch in dieser Woche.

Update, 29. November, 13.30 Uhr: Kutschaty fordert Schließungen und Kontaktbeschränkungen

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage fordert SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty die sofortige Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken. Außerdem müsse es strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben, sagte Kutschaty am Montag in Düsseldorf.

So sollten sich nicht geimpfte Personen nur noch mit maximal zwei Haushalten und höchstens zehn Personen treffen dürfen, schlug der SPD-Landtagsfraktionschef vor. Auch Großveranstaltungen sollten nicht mehr stattfinden. Fußballspiele sollten nur noch ohne Publikum laufen.

Die von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) angekündigte Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht nannte Kutschaty einen richtigen Schritt. Es sei aber falsch gewesen, die Maskenpflicht im Unterricht überhaupt abgeschafft zu haben. Auch Schulen seien Infektionstreiber. Kutschaty sprach sich auch für noch engmaschigere Corona-Tests an Schulen aus. Schülerinnen und Schüler sollten jeden Tag und nicht nur alle zwei Tage getestet werden. Die Schüler müssten auch für die Weihnachtsferien Tests mit nach Hause bekommen.

Darüber hinaus müssten die Impfangebote ausgeweitet werden, um mit den Auffrischungsimpfungen nachzukommen, sagte Kutschaty. "Beim Boostern kommen wir nicht in dem Tempo voran, wie es sein müsste." Die Impfzentren müssten wieder geöffnet werden.

Update, 29. November, 13.20 Uhr: Neben Düsseldorf und Essen: Weiterer Omikron-Verdachtsfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Kreises Kleve besteht bei einem Fall in Rees der Verdacht auf eine Corona-Infektion mit der Omikron-Variante.

Die vollständig immunisierte Person sei mit ihrem Partner am 24. November in Frankfurt am Main aus Südafrika eingetroffen, teilte der Kreis Kleve am Montag mit.

Update, 29. November, 12.30 Uhr: NRW will Einschränkungen verschärfen

Nordrhein-Westfalen bereitet weitere Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen vor und wird am Dienstag weitere Maßnahmen beraten.

Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Landeskabinett an diesem Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten.

Zudem wird erwartet, dass das Kabinett auf Initiative von Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) über die Wiedereinführung der Maskenpflicht am Platz im Schulunterricht berät.

Update, 28. November, 19.31 Uhr: Omikron-Verdacht in NRW

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es nun Verdachtsfälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus!

Es gebe in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle, die jetzt mittels Sequenzierung überprüft werden, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) am Sonntag laut Mitteilung.

Update, 28. November, 16.24 Uhr: Stadt Köln prüft Bußgelder beim 1. FC Köln

Die Stadt Köln will nach eigenen Angaben auswerten, ob die kurzfristige Anweisung der Maskenpflicht ausreichend durch den 1. FC Köln durchgesetzt wurde. Entsprechende Bußgelder werden seitens des Ordnungsamtes geprüft.

Update, 28. November, 15.44 Uhr: NRW-Gesundheitsministerium warnt vor digital überwachten Selbsttests

Mit Blick auf die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz hat das Gesundheitsministerium in NRW vor digital überwachten Selbsttests gewarnt. Die auf diesem Wege ausgestellten Zertifikate seien ungültig, betonte das Ministerium am Sonntag.

Nur Tests, die vor Ort durch Dritte gemacht oder überwacht werden, könnten mit einem 3G-fähigen Zertifikat bestätigt werden. Es sei sogar eine Ordnungswidrigkeit, Ergebnisse eines digitalen Tests im Rechtsverkehr - etwa bei Zugangskontrollen - zu verwenden.

Nachweise dürften nur vorgesehene Teststellen oder Arbeitgeber ausstellen, die sich für die sogenannte Beschäftigtentestung registriert haben. Geschultes Personal kann vor Ort einen Abstrich nehmen oder einen Selbsttest beaufsichtigen.

"Digitale Beobachtungen bei Selbsttestungen erfüllen diese Anforderung nicht und berechtigen nicht zur Ausstellung eines Testnachweises", teilte das Gesundheitsministerium mit.

Seit Mittwoch (24. November) gilt 3G am Arbeitsplatz. Demnach müssen Mitarbeiter vorweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Update, 28. November, 7.44 Uhr: Kutschaty fordert für NRW ständigen Corona-Krisenstab

SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty hat für Nordrhein-Westfalen einen festen Corona-Krisenstab verlangt. "Wir dürfen uns nicht immer von neuen Varianten überraschen lassen, sondern müssen die Dynamik des Virus endlich stärker als bisher mit einplanen", forderte Kutschaty auch angesichts der im südlichen Afrika nachgewiesenen Omikron-Variante des Coronavirus.

Schon 2020 habe die SPD gefordert, dass jeder positive Tests automatisch auf bekannte neue Varianten überprüft wird.

Nachdem am Samstag in Hessen ein Omikron-Verdachtsfall bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika gemeldet worden war, wächst in Deutschland die Sorge. Kutschaty mahnte, es brauche einen landesweiten Krisenstab, der die langfristige Entwicklung der Pandemie dauerhaft im Blick behalte.

Dieses Gremium könne rechtzeitig die nötigen Maßnahmen anstoßen und planen. Dabei gehe es auch um ausreichende Impfstoffmengen oder die Kapazitäten in den Krankenhäusern. "Das Fahren auf Sicht muss durch ein breites Cockpit ersetzt werden."

Update, 27. November, 14.58 Uhr: Kurzfristig Maskenpflicht am Platz im Kölner Stadion

Beim Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach müssen Fans jetzt doch kurzfristig Masken an ihren Plätzen tragen. Das teilte der Verein kurz vor Spielbeginn mit. Zunächst galt die Maskenpflicht nur auf den Wegen im Stadion aber nicht am Platz.

Update, 27. November, 14.21 Uhr: Stamp will alle Corona-Regeln genau prüfen lassen

Der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp (51) hat sich mit Blick auf zukünftige Großveranstaltungen skeptisch gezeigt.

Es müsse alles auf den Prüfstand kommen, sagte der FDP-Politiker am Samstag im Deutschlandfunk auch unter Hinweis auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus.

Auf die Frage, warum für die heutige Partie des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach 50.000 Zuschauer zugelassen seien, sagte Stamp, das sei eine Diskussion von Gesundheitspolitikern und der Kommunen miteinander gewesen.

Bisher sei man der Auffassung gewesen, dass im Freien und bei 2G-Regel das Ansteckungsrisiko "beherrschbar" sei.

Update, 27. November, 8.13 Uhr: Weniger Bürokratie beim Boostern in NRW

In NRW soll das Boostern - also die Drittimpfung gegen das Coronavirus - mit weniger bürokratischem Aufwand ablaufen.
In NRW soll das Boostern - also die Drittimpfung gegen das Coronavirus - mit weniger bürokratischem Aufwand ablaufen.

Die Drittimpfung in der Corona-Pandemie, das sogenannte Boostern, soll laut einem Zeitungsbericht mit weniger bürokratischem Aufwand über die Bühne gehen.

Update, 26. November, 22.07 Uhr: Bundeswehr im Einsatz gegen Corona-Pandemie

Die Bundeswehr bereitet einen größeren Einsatz in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor.

Nach den Amtshilfe-Ersuchen aus Städten und Kreisen sollen zunächst bis zu 8000 Soldaten bei der Mission "Hilfskontingent Corona" bereit stehen.

Update, 26. November, 18.22 Uhr: DEL-Wintergame in Köln abgesagt

Das Wintergame der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am 1. Januar 2022 ist aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie abgesagt. Das Spiel der Kölner Haie gegen Adler Mannheim im RheinEnergieStadion in Köln soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Update, 26. November, 17.59 Uhr: Luftwaffe mit Corona-Patienten in Münster gelandet

Sechs Corona-Intensivpatienten aus Bayern sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet.

Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17.30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt.

Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit.

Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine "fliegende Intensivstation" mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.

Update, 26. November, 15.33 Uhr: Bund-Länder-Runde früher?

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz Hendrik Wüst (CDU) hat sich angesichts der Corona-Lage offen dafür gezeigt, die für den 9. Dezember geplante Bund-Länder-Runde vorzuziehen. "Wenn es die Bereitschaft gibt, gemeinsam entschlossen zu handeln, dann wird es an keinem Termin mangeln, und ich werde zügig einladen", sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef am Freitag im ZDF-Mittagsmagazin.

Wüst verwies auf die langen Terminstreitigkeiten, die es vor der Bund-Länder-Runde vergangene Woche gegeben hatte. Bund und Länder hatten sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz auf Maßnahmen im Kampf gegen Corona verständigt.

"Wir waren immer dann erfolgreich, wenn wir in dieser Pandemie über alle staatlichen Ebenen gemeinsam und entschlossen agiert haben", sagte der CDU-Politiker.

Update, 26. November, 13.06 Uhr: Dortmund schließt Grundschule wegen unklarer Infektionslage

Eine Grundschule in Dortmund ist geschlossen worden, nachdem unter Schülern und Lehrkräften mehrere Corona-Tests positiv ausgefallen waren.

"Aufgrund der unklaren Infektionslage schloss sich die Schulleitung der Empfehlung des Gesundheitsamtes an, den Präsenzunterricht zunächst bis einschließlich zum 30. November auszusetzen", teilte die Kommune am Freitag mit. Das Gesundheitsamt ermittle derzeit noch, nach Auswertung der Testergebnisse werde die Lage erneut beurteilt.

Auf der Homepage der Schule hieß es in einer Mitteilung an die Eltern: "Es tut uns unglaublich leid, dass Ihre Kinder wieder zuhause bleiben müssen." Alle Mitarbeiter seien in "häuslicher Absonderung". Am kommenden Dienstag werde informiert, ob man am Mittwoch wieder öffnen könne.

Stadt und Polizei kündigten parallel dazu verstärkte Kontrollen in Bussen und Bahnen und in der Innenstadt an, um die Einhaltung der erneut verschärften Regeln zum Infektionsschutz zu überprüfen.

Update, 26. November, 13.13 Uhr: Karl Lauterbach warnt vor neuer Corona-Variante B.1.1.529: "Müssen Zeit gewinnen"

Wie schlimm ist die neue Corona-Variante B.1.1.529? Die Version löst international große Besorgnis aus. Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD, 58) warnt vor einer Verbreitung und rechnet sogar mit kurzfristigen Konsequenzen für Reisende.

Die Variante, die zuerst im südafrikanischen Raum nachgewiesen wurde, wird derzeit von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ihre Gefahr hin untersucht. Experten befürchten, dass sie wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sei. Auch ist bislang unklar, ob Corona-Impfungen überhaupt wirksam gegen die neue Version sind.

Spezialisten aus dem Vereinigten Königreich hätten die Variante B.1.1.529 als sehr gefährlich eingestuft, twitterte Karl Lauterbach am Donnerstagabend. "Reisebeschränkungen könnten schnell notwendig werden."

Update, 26. November, 12.58 Uhr: NRW-Landtag macht Weg frei für Corona-Patienten von außerhalb

In den kommenden Wochen wird NRW einige Betten für Corona-Patienten aus anderen Bundesländern bereitstellen. (Symbolbild)
In den kommenden Wochen wird NRW einige Betten für Corona-Patienten aus anderen Bundesländern bereitstellen. (Symbolbild)

Der NRW-Landtag hat den Weg freigemacht für die Aufnahme von Corona-Kranken aus anderen Bundesländern. Das Landesparlament ermächtigte am Freitag einstimmig das NRW-Gesundheitsministerium, eine entsprechende Verordnung zu erlassen.

Damit werden die NRW-Krankenhäuser angewiesen, nach medizinischer Abwägung planbare Operationen zu verschieben, um Platz für schwer kranke Corona-Patienten von außerhalb zu schaffen. Schon an diesem Abend sollte nach dpa-Informationen ein Spezialflugzeug der Luftwaffe mit Covid-Patienten aus Bayern auf dem Flughafen Münster-Osnabrück landen.

"Bei uns ist die Situation so, dass wir helfen können und das tun wir", sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU). "Das ist für Nordrhein-Westfalen selbstverständlich." Wüst verwies darauf, dass damit auch planbare Operationen bei vielen geimpften Menschen verschoben werden müssten.

"Es ist eine gigantische Solidarleistung, die wir diesen Menschen jetzt abverlangen", sagte er. "Es liegen schwierige Wochen vor uns." NRW hat nach den Zahlen vom Freitag noch 362 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit für sehr schwere Fälle frei. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit mit 274,2 deutlich unter dem Bundesschnitt (438,2). Im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht.

Update, 26. November, 10.05 Uhr: Zoff zwischen Karl Lauterbach und Sahra Wagenknecht geht weiter

Nach dem viel kritisierten Auftritt von Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (52) bei "Anne Will" holt Karl Lauterbach (SPD, 58) erneut gegen die Impf-"Skeptikerin" aus. Der Gesundheitsexperte bezeichnete den Inhalt eines Twitter-Posts seiner Polit-Kollegin als "ganz peinlich".

Trotz eines Shitstorms und heftigen Gegenwindes aus der eigenen Partei beharrt Wagenknecht auf ihrer Position. Die Bundestagsabgeordnete hatte in der ARD-Talkshow "Anne Will" vor wenigen Wochen umstrittene Aussagen getätigt.

Demnach hat sich Wagenknecht bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen, weil sie sich Sorgen um Nebenwirkungen und Langzeitfolgen mache. Sie wolle warten, bis es eine "Totstoff-Impfung" gibt, oder bis "Langzeitstudien" zu aktuellen Impfungen ihr ein "sicheres Impfen" garantieren können.

Lauterbach, der auch im Studio saß, hielt dagegen. Die Impfstoffe seien gewissenhaft geprüft worden. Dass man nichts über sie wisse, sei daher falsch. "Sie erzählen Unsinn!", warf der Mediziner Wagenknecht vor.

Update, 26. November, 9.52 Uhr: Münsterland nimmt sechs Corona-Patienten aus Süddeutschland auf

Das Münsterland nimmt nach Angaben des örtlichen Krisenstabs am Freitag sechs schwerstkranke Corona-Patienten aus Süddeutschland auf. Die Patienten würden in sechs verschiedene Krankenhäuser eingeliefert - drei in Münster selbst, drei im Umland, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabes der Stadt Münster, Wolfgang Heuer.

Die Patienten sollen am Freitagnachmittag mit einem Spezialflugzeug der Bundeswehr zum Flughafen Münster-Osnabrück geflogen werden. Dort warten speziell für Intensiv-Patienten ausgerüstete Krankenwagen. "Die Hilfsaktion ist für die Betroffenen lebenswichtig und zugleich ein solidarischer Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie in unserem Land", betonte Heuer.

Die Stadt Münster und das Umland haben im Moment vergleichsweise niedrige Corona-Inzidenzen. Am Freitag gab das Robert Koch-Institut die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit 158,7 an. Bundesweit lag der Wert bei 438,2.

Update, 25. November, 18.17 Uhr: Landesverband: Hebammen impfen nicht - Mithilfe aber möglich

Corona-Impfungen werden auch künftig wohl nicht von Hebammen gespritzt.
Corona-Impfungen werden auch künftig wohl nicht von Hebammen gespritzt.

Nach dem Vorstoß von NRW-Familienminister Joachim Stamp (51, FDP), unter anderem auch die Hebammen in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen, sehen die Umworbenen nur begrenzte Möglichkeiten.

"Hebammen impfen nicht, das Durchführen von Impfungen ist nicht Bestandteil der Ausbildung", erklärte die Vorsitzende im Landesverband der Hebammen NRW, Barbara Blomeier, am Donnerstag auf Anfrage der dpa. Auch gehöre es nicht zum Aufgabengebiet von Hebammen, über Impfungen und mögliche Nebenwirkungen aufzuklären.

"Wir können also nur dringend davon abraten, Hebammen eigenverantwortlich und ohne ärztlichen Hintergrund zum Durchführen von Impfungen heranzuziehen", unterstrich sie. Die Hebamme habe im Ernstfall keine Möglichkeit, mit Nebenwirkungen der Impfung bis hin zu einem anaphylaktischen Schock umzugehen.

"Allerdings können wir es nur unterstützen, wenn sämtliche Gesundheitsfachberufe, zu denen dann auch Hebammen gehören, aufgefordert werden, sich für Impfaktionen zur Verfügung zu stellen, unter der Voraussetzung, dass die Aufklärung weiter in ärztlicher Hand liegt und ein Notfallplan vorhanden ist, um sofort handeln zu können, falls eine geimpfte Person einen Schock erleidet", erläuterte sie. Blomeier verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Freiwilligenregister NRW, wo sich auch Hebammen registrieren könnten.

Familienminister Stamp hatte am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf erklärt, um die vierte Corona-Welle zu brechen, müsse unter anderem das Bundesrecht schleunigst geändert werden, damit Zahnärzte und Apotheken mit in die Impfkampagne einbezogen werden können.

"Ich würde darüber hinaus gehen und das auch für Veterinäre fordern und im Übrigen auch für Hebammen. Weil wir wissen, dass es gerade in der sensiblen Gruppe bei Frauen zwischen 30 und 39 nach wie vor Vorbehalte gibt." Deswegen seien hier Hebammen sicherlich eine Gruppe, die ein großes Vertrauen genieße und er würde sich sehr freuen, wenn es zu einer solchen Regelung kommen könnte.

Update, 25. November, 16.31 Uhr: Politiker sprechen sich für Kinder-Impfung aus: Kinderärzte rasend vor Wut

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein kritisiert ein Vorpreschen der Politik in der Frage der Corona-Impfungen für Fünf- bis Elfjährige noch vor einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko).

"Wer glaubt, dass Herr Laumann für medizinische Fragen qualifiziert ist, der darf sich gern von ihm den Blinddarm rausnehmen lassen. Impfempfehlungen kommen von der Stiko, nicht von der Politik", sagte der Sprecher des Verbandes, der Bonner Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Axel Gerschlauer, am Donnerstag.

Er wirft Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) und anderen Politikern vor, wieder bei Kinderimpfungen vorzupreschen, die aber nicht entscheidend für den weiteren Verlauf der Pandemie seien.

Update, 25. November, 16 Uhr: Maskenpflicht auf Schildergasse, Hoher Straße und Kölner Weihnachtsmärkten

Die Stadt Köln führt ab Freitag spontan eine Maskenpflicht für die Einkaufsstraßen Schildergasse, Hohe Straße und die Kölner Weihnachtsmärkte ein.

Wie Stadtsprecher Alexander Vogel informierte, gelte die neue Allgemeinverfügung bereits ab dem morgigen Freitag, dem 25. November 2021.

Die Maskenpflicht gelte für alle Weihnachtsmärkte und die zwei Fußgängerzonen Hohe Straße und Schildergasse. Auch der Wallrafplatz wird miteinbezogen.

Die Tragepflicht soll das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringern.

Update, 25. November, 12.45 Uhr: Ministerium stellt klar: Keine Eltern-Testpflicht bei Kinderarzt-Besuchen

Eltern, die ihren Nachwuchs in Kinder- und Jugendarztpraxen begleiten, brauchen keinen Corona-Testnachweis.

Das hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium (MAGS) am Donnerstag nach erheblicher Unruhe unter den Kinderärzten klargestellt.

Update, 25. November, 12 Uhr: Köln eröffnet großes Impfzentrum: Impfung derzeit nur mit Auto möglich

Am Dienstag wurde das große Impfzentrum an der Lanxess-Arena feierlich eröffnet.NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) kamen und lobten vor allem die Impfbereitschaft der Kölner.

Doch wer sich an der Lanxess-Arena nun impfen lassen möchte, benötigt ein Auto!

"Aufgrund der organisatorischen Gegebenheiten vor Ort, können Sie die Impfmöglichkeit nur mit Termin und eigenem Auto nutzen", informiert die Stadt die Kölner auch auf der Webseite zur neuen Impfstelle (Stand: Donnerstag, 11 Uhr).

Update, 25. November, 10.40 Uhr: Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für Corona-Patienten bereit

Die Luftwaffe der Bundeswehr hält in Köln nun zwei Flugzeuge für einen Hilfseinsatz zur Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie bereit.

Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH ("offener Himmel").

Update, 24. November, 17.40 Uhr: NRW-SPD-Chef Kutschaty spricht sich für Impfpflicht aus

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef und Fraktionschef Thomas Kutschaty (53) hat sich für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

Es gehe schon jetzt darum, eine mögliche fünfte oder sechste Welle zu vermeiden, sagte Kutschaty dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Dabei hilft nur die Impfung und sonst nichts."

Update, 24. November, 17.09 Uhr: Knapp zwei Prozent der Lehrer wegen Corona nicht in Schule

In Nordrhein-Westfalen können derzeit 1,8 Prozent der Lehrkräfte aufgrund von Corona nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Die wöchentliche Abfrage des NRW-Schulministeriums ergab zum Stand 17. November 683 bestätigte Corona-Fälle unter Lehrerinnen und Lehrern. In der Vorwoche hatten die Schulen 487 Fälle gemeldet.

Auch bei der Quarantäne ist eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen: Nach aktuellstem Stand befinden sich 544 Lehrkräfte in Quarantäne, am 10. November waren es 374 Pädagogen, wie es aus dem Schulministerium am Mittwoch hieß.

Weder eine Infektion noch eine Quarantäne-Anordnung müsse aber unmittelbar zu Unterrichtsausfall führen, sagte ein Sprecher. Nicht nachweislich infizierte, aber in Quarantäne befindliche Lehrkräfte erteilten Distanzunterricht und unterstützten Kollegen - etwa bei Korrekturen. Zudem hätten vier Maßnahmenpakete der Landesregierung zu gut 5500 zusätzlichen Einstellungen geführt. Es seien deutlich mehr Lehrer und weiteres Personal in den Schulen tätig als vor der Pandemie.

Update, 24. November, 16.50 Uhr: NRW-Städte bitten bei Corona-Kontrollen um Polizeihilfe

Der nordrhein-westfälische Städtetag hat in einem Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) eindringlich um Unterstützung durch die Polizei bei der Kontrolle von Corona-Maßnahmen gebeten.

Die Städte benötigten dabei unbedingt den unbürokratischen Einsatz von Landes- und Bundespolizei, schrieb der Vorsitzende des Städtetags NRW, Pit Clausen (59), in dem der Deutschen-Presse-Agentur vorliegenden Brief.

Update, 24. November, 15.42 Uhr: Auch Hebammen und Tierärzte sollten in NRW impfen

Auch Hebammen und Tierärzte sollten nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Vize-Regierungschef Joachim Stamp (51, FDP) bei den vielen Impfungen gegen Covid-19 mitmachen dürfen.

Um die vierte Corona-Welle zu brechen, müsse unter anderem das Bundesrecht schleunigst geändert werden, damit Zahnärzte und Apotheken mit in die Impfkampagne einbezogen werden können, sagte NRW-Familienminister Stamp, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.

Update, 24. November, 13.08 Uhr: Rotes Kreuz führt 3G-Regel beim Blutspenden im Westen ein

In der Blutspende der Universitätsmedizin wird Blut gespendet.
In der Blutspende der Universitätsmedizin wird Blut gespendet.

Zu den Blutspendeterminen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben ab kommender Woche nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete Zutritt.

Der Blutspendedienst West wies am Mittwoch neben dieser 3G-Regelung zusätzlich die bereits seit Kurzem geltende unumgängliche FFP2-Maskenpflicht bei den von ihm angebotenen Blutspendeveranstaltungen hin.

Aufgrund der bundesweit rasant steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus habe man sich in Abstimmung mit den Schwesterdiensten des DRK bundesweit entschieden, das Sicherheitskonzept zu verschärfen. Damit gehe man über die behördlichen Vorgaben hinaus, die Blutspendetermine ähnlich wie Wahlen oder Impftermine von den restriktiveren Regeln für andere Veranstaltungen explizit ausnehmen.

"Wir waren sicher und wir wollen auch in der vierten Welle sicher bleiben", sagte David Küpper, Sprecher des Blutspendedienstes West.

Aufgrund des wieder angespannteren Pandemiegeschehens sei zuletzt eine größere Zurückhaltung bei Spendern zu spüren. Dem wolle man durch ein Mehr an Sicherheit Rechnung tragen. Wer sich fit und gesund fühle, sei daher aufgerufen, zu einem der rund 50 Blutspendetermine im Westen zu kommen - wegen der Corona-Krise geht das zur Zeit nur nach vorheriger Terminreservierung.

Der DRK-Blutspendedienst deckt nach eigenen Angaben etwa drei Viertel des Gesamtbedarfs an Blutspenden. Neben dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes können Bürger auch in Unikliniken, vielen Krankenhäusern oder bei kommunalen und privaten Blutspendezentren Blut spenden.

Update, 24. November, 12.53 Uhr: Kinderärzte entsetzt, mit neuer Testpflicht droht Kollaps der Praxen

Kinderärzte protestieren vehement gegen eine neue Pflicht, nach der begleitende Eltern nur noch mit Negativtest in die Praxen kommen dürfen und das Personal täglich getestet werden muss. Die Kinderärzte seien fassungslos über die medizinisch unsinnige Neuregelung im geänderten Infektionsschutzgesetz, die zur Schließung vieler Praxen führen könnte, warnte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in NRW.

"99 Prozent unserer Patienten werden von ihren Eltern begleitet", sagte die BVKJ-Vorsitzende Nordrhein, Christiane Thiele, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn die Eltern geimpft seien, müssten sie nun einen Test vorlegen, bevor sie Zutritt zur Kinderarztpraxis bekommen - oder dort vor Ort getestet werden.

Zudem müsse das gesamte Praxispersonal täglich getestet werden. "Dabei sind die meisten geboostert" - also dreifach gegen das Coronavirus geimpft. Zuvor hatte die Rheinische Post berichtet.

Erst am Dienstag seien die Praxen über die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert worden. "Die KBV hat uns das gestern Abend mit Wirksamkeit heute mitgeteilt", schilderte die Kinderärztin aus Viersen. Die Kinder- und Jugendärzte bundesweit seien auf den Barrikaden. Es seien auch kaum noch Schnelltests erhältlich. Ausnahmen gelten nur für die Patienten selbst - also die Kinder -, die nicht getestet werden müssen.

"Wenn Eltern nur noch getestet in die Praxis dürfen, also täglich über 100 Personen, bedeutet dies, dass für Behandlung und Versorgung der Kinder keine Zeit mehr bleibt. Es scheint, dass Politik gar nicht mehr versucht, Gesetze und Verordnungen, die beschlossen werden, auf die Anwendbarkeit in der Praxis zu prüfen", kritisierte der BVKJ in NRW in einer Erklärung.

Das in der vergangenen Woche beschlossene umstrittene Gesetz von SPD, Grünen und FDP müsse schnellstmöglich geändert werden.

Update, 24. November, 12.48 Uhr: 3G am Arbeitsplatz - Lehrer sollen Lehrer beim Test beaufsichtigen

Ungeimpfte oder nicht genesene Lehrer in NRW können sich seit Mittwoch vor Kollegen auf Corona testen. Der Hintergrund: Die 3G-Regel am Arbeitsplatz gilt auch für Lehrer und sonstiges Schulpersonal. Wer einen Test braucht und ihn nicht an einer offiziellen Stelle machen lässt, kann sich laut einer E-Mail des Schulministeriums vom Mittwoch auch unter Aufsicht in der Schule selbst testen.

Die "aufsichtführende Person" müsse mit der Durchführung von Tests vertraut sein - "was allerdings auf die große Mehrzahl der Lehrkräfte zutreffen wird", so das Ministerium. Betroffen seien wegen der hohen Impfquote in der Belegschaft aber vermutlich nur zehn Prozent, hieß es in der Mail an alle Schulen.

Das Ministerium stellte zudem klar, dass die 3G-Pflicht ab sofort auch für alle "Schulmitwirkungsveranstaltungen" wie Klassen- oder Schulpflegschaftssitzungen gilt. Auch dies seien "schulische Nutzungen, so dass hier alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer immunisiert oder getestet sein müssen."

Update, 24. November, 11.52 Uhr: Vorbereitung zur Impfung Sechs- bis Zwölfjähriger läuft an

In Nordrhein-Westfalen sollen jetzt schon die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen anlaufen. In Kürze sei mit einer Zulassung von Impfstoffen für diese Altersklasse durch die Europäische Arzneimittel-Agentur zu rechnen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag.

Diese Impfstoffe würden voraussichtlich ab dem 20. Dezember ausgeliefert. Er werde die Impfstellen auffordern, bereits jetzt Angebote für Sechs- bis Zwölfjährige vorzubereiten.

Vor allem an die Wirtschaft sendete der Minister die Botschaft: "Wir tun alles, um einen erneuten Lockdown zu verhindern." Dazu müssten die Schutzregeln allerdings auch befolgt werden. Zugangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte nützten nichts, wenn Immunitätsnachweise nicht konsequent kontrolliert würden.

Laumann appellierte an die Akteure in der Wirtschaft, dies zu befolgen und "dazu beizutragen, dass die Lage beherrschbar bleibt."

Update, 24. November, 11.51 Uhr: Corona-Infektionen bei Kita-Kindern binnen einer Woche verdoppelt

Ein Kita-Kind und seine Mutter warten daheim auf das Ergebnis eines Corona-Selbsttests.
Ein Kita-Kind und seine Mutter warten daheim auf das Ergebnis eines Corona-Selbsttests.

Die Zahl bekannter Corona-Infektionen bei Kindergarten-Kindern in NRW hat sich binnen einer Woche mehr als verdoppelt. Mit Stand 22. November berichtete das Familienministerium am Donnerstag von 1096 gemeldeten Infektionen.

In der Vorwoche waren es noch 504. Die Zahlen, die über die Landesjugendämter zum Ministerium kommen, sind vorläufig. "Es ist insgesamt nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle gibt", so das Ministerium in seinem wöchentlichen Bericht.

Demnach hat sich auch die Zahl infizierter Kita-Mitarbeiter in einer Woche mehr als verdoppelt. Aktuell wurden 808 gemeldet, in der Vorwoche waren es 369. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD, sagte am Mittwoch: "Die Zahlen steigen wieder rasant an. Worauf warten wir eigentlich noch? Das Kita-Personal muss jetzt umgehend geboostert werden."

Update, 24. November, 11.45 Uhr: Lage in NRW-Kliniken sehr angespannt

Die Lage in den Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sehr angespannt. "Die Zuwächse auf den Intensivstationen machen mir große Sorgen", sagte er am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. "Die Lage erscheint Stand heute in unserem Land noch beherrschbar", verdeutlichte er.

Ob das so bleibe, hänge von der Entwicklung in den nächsten Tagen ab: Vom Impffortschritt und ob die neuen Regeln beachtet werden.

Update, 24. November, 11.41 Uhr: SPD fordert Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht

Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, hat die Landesregierung aufgefordert, die Maskenpflicht im Unterricht sofort wieder einzuführen. In der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen seien die Neuinfektionsraten am höchsten, sagte der SPD-Fraktionschef am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag.

Die Maske sei ein wirksamer Schutz gegen Infektionen und sie werde von der überwiegenden Anzahl der Kinder, Eltern und Lehrer befürwortet.

Kutschaty warf der Landesregierung vor, mit ihrer seit diesem Mittwoch geltenden aktualisierten Corona-Schutzverordnung viel zu spät gehandelt zu haben. Tatsächlich sei NRW nicht "vor der Lage", wie von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) behauptet. Die Landesregierung sei in dieser vierten Infektionswelle ebenso unvorbereitet wie bei den vorherigen. Das zeige sich unter anderem an den dramatisch steigenden Neuinfektionszahlen und der unzureichenden Impf-Infrastruktur.

Update, 24. November, 10.16 Uhr: SPD-Chef Kutschaty spricht sich für Impfpflicht aus

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef und Fraktionschef Thomas Kutschaty hat sich für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Es gehe schon jetzt darum, eine mögliche fünfte oder sechste Welle zu vermeiden, sagte Kutschaty dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Dabei hilft nur die Impfung und sonst nichts."

Es seien noch viele rechtliche Fragen zu klären. "Aber wir müssen sie jetzt beantworten und dabei auch auf den Rat zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Experten hören. Und die sprechen sich klar für eine Impfpflicht aus. Ich wäre dafür", so Kutschaty.

Update, 24. November, 8.27 Uhr: Neue Corona-Regeln im NRW-Landtag auf dem Prüfstand

In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko müssen selbst Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen (2G plus).
In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko müssen selbst Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen (2G plus).

Im Freizeitbereich gelten seit diesem Mittwoch in Nordrhein-Westfalen flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind (2G-Regel).

In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko müssen selbst Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen negativen Test vorlegen (2G plus). Das betrifft etwa Diskotheken und Clubs ebenso wie Tanz- oder Karnevalsfeiern. Das geht aus der aktualisierten Corona-Schutzverordnung hervor.

Update, 23. November, 19.25 Uhr: Corona-Strafen werden teuer

Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung können in Nordrhein-Westfalen ab Mittwoch mit teils deutlich erhöhten Bußgeldern geahndet werden.

Der am Dienstag veröffentlichte Katalog sieht unter anderem vor, dass für das Nichttragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personenverkehr künftig 150 Euro fällig sind, bislang sind es 50 Euro.

Das Ausstellen eines Testnachweises ohne dass dem ein personenbezogener Test zugrunde liegt, kann künftig ein Bußgeld zwischen 2000 und 5000 Euro kosten; zuvor waren es 1000 Euro.

Auch wer nicht kontrolliert und Personen Zugang zu einem Angebot oder einer Einrichtung gewährt, obwohl diese nicht wie vorgeschrieben immunisiert sind oder einen Testnachweis haben, muss künftig mehr zahlen: Das fällige Bußgeld wird von 500 auf 2000 Euro erhöht.

Update, 23. November, 14.50 Uhr: NRW-Gesundheitsminister schließt Impfpflicht nicht mehr aus

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) schließt nach seiner lange Zeit ablehnenden Haltung zu einer allgemeinen Corona-Impfpflicht einen solchen weitreichenden Schritt inzwischen nicht mehr aus.

"Es ist ja immer so, dass eine Debatte auch weitergeht", sagte Laumann am Dienstag in Düsseldorf.

Er nehme auch eine Stimmung bei Geimpften wahr, die sagten, es könne doch nicht sein, dass man wegen eines bestimmten Prozentsatzes von Menschen einfach aus der Sache nicht herauskomme.

Update, 23. November, 14.30 Uhr: Überblick über neue Regeln

NRW zieht die Daumenschrauben beim Kampf gegen Corona an. Ungeimpfte haben nicht mehr viel Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, erklärt der Gesundheitsminister.

Karl-Josef Laumann (64) stellte die neuen Regelungen am Mittwoch in Düsseldorf vor.

In Nordrhein-Westfalen gelten ab Mittwoch strengere coronabedingte Einschränkungen.

Update, 23. November, 13.46 Uhr: 2G-Beschränkung ab Mittwoch auch für Amateursportler in NRW

Coronabedingte Zugangsbeschränkungen werden in Nordrhein-Westfalen von diesem Mittwoch an nicht nur für Zuschauer gelten, sondern auch für Amateursportler. Das stellte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung der aktualisierten Corona-Schutzverordnung in Düsseldorf klar.

Demnach wird die sogenannte 2G-Regel im Kultur- und Freizeitbereich flächendeckend eingeführt. Das heißt, Zugang haben nur noch Geimpfte und von Corona Genesene.

Neben Sportveranstaltungen gilt die Regel unter anderem auch für Besuche von Museen, Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks, Schwimmbädern und Wellnesseinrichtungen, Weihnachtsmärkten und Volksfesten.

Update, 23. November, 13.40 Uhr: Präsenzbetrieb an Schulen bleibt vorerst

Eine Mund-und-Nasen-Schutzmaske liegt neben einem Schulbuch auf einem Tisch in einer Schule.
Eine Mund-und-Nasen-Schutzmaske liegt neben einem Schulbuch auf einem Tisch in einer Schule.

In Nordrhein-Westfalen bleibt es nach Worten von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) trotz steigender Corona-Zahlen vorerst beim Präsenzbetrieb in den Schulen.

In der jetzigen Situation seien besondere Maßnahmen nicht notwendig, sagte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Wie sich die Lage der Corona-Neuinfektionen bis Weihnachten entwickele, sei noch unklar.

An den Brandenburger Schulen gilt wegen der Corona-Infektionslage bald keine Anwesenheitspflicht für die Schüler mehr. Laumann verwies auf Unterschiede zu Brandenburg und die hohe Impfquote im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW.

Diese könnte auch einer der Gründe dafür sein, dass die Corona-Inzidenzen in NRW niedriger seien als in süd- oder ostdeutschen Bundesländern. Daher sei es gut, dass die Länder über ihre Maßnahmen entscheiden könnten. Es bleibe auch dabei, dass es keine Maskenpflicht im Unterricht gebe.

Update, 23. November, 13.30 Uhr: Ungeimpfte weitgehend vom Gesellschaftsleben ausgeschlossen

In Nordrhein-Westfalen werden nicht gegen Corona geimpfte Menschen außerhalb der Arbeit "weitestgehend vom gesellschaftlichen Leben" ausgeschlossen. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Als Grund nannte er, dass man es auf den Intensivstationen "nach wie vor mit einer Pandemie der Nichtgeimpften" zu tun habe. Von Mittwoch an gelten in NRW im Freizeit- und Kulturbereich flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht geimpft oder genesen sind. Laumann sagte, die ungeimpften Menschen sollten überlegen, ob ihre ablehnende Haltung zum Impfen "wirklich verantwortbar" sei.

Update, 23. November, 13.25 Uhr: Laumann rechnet mit einer Million Corona-Tests am Tag

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rechnet durch die 3G-Regelung unter anderem am Arbeitsplatz mit etwa einer Million Bürgertests in Nordrhein-Westfalen pro Tag. Er gehe von landesweit gut einer Million ungeimpfter Arbeitnehmer aus, sagte Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Wie hoch der Anteil der Menschen im Homeoffice sei, sei allerdings unklar. In jüngster Zeit habe die Zahl der Bürgertests zwischen 250.000 und 332.000 pro Tag gelegen.

Update, 23. November, 12.06 Uhr: Niederlande verlegen Corona-Patienten nach Deutschland

Unter dem Druck steigender Patientenzahlen verlegen niederländische Krankenhäuser erneut Covid-19-Patienten in Kliniken in Nordrhein-Westfalen. Der erste Krankenwagen sei am Dienstagmorgen aus Rotterdam abgefahren, teilte eine Sprecherin der nationalen Organisation für die Verteilung von Patienten mit. Der Patient sollte im BG Universitätsklinikum Bochum aufgenommen werden.

Der Patient war auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in Rotterdam behandelt worden. Ein weiterer Patiententransport sollte im Laufe des Tages folgen, wie die Sprecherin sagte.

In Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen soll Platz für insgesamt 20 Patienten aus den Niederlanden sein. Die Patienten werden in speziell ausgestatteten Krankenwagen (Mobile Intensive Care Units), transportiert und jeweils von einem Arzt und einer Pflegekraft begleitet.

Durch die schnell steigenden Infektions- und Patientenzahlen sind die Krankenhäuser in den Niederlanden total überlastet. Sie warnen bereits vor dem Notzustand. Vielfach wurden notwendige Operationen auch von Krebs- oder Herzpatienten verschoben, weil Pflegepersonal fehlt. Bereits bei den ersten Corona-Wellen im vergangenen Jahr waren Covid-Patienten nach Deutschland verlegt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in den Niederlanden inzwischen bei mehr als 880.

Update, 23. November, 12.04 Uhr: Diakonie fordert in Pandemie mehr Solidarität mit Kindern

Ein Kind geht mit Maske in eine Schule: In der Gruppe der unter Zwölfjährigen sind die Corona-Inzidenzwerte aktuell besorgniserregend hoch.
Ein Kind geht mit Maske in eine Schule: In der Gruppe der unter Zwölfjährigen sind die Corona-Inzidenzwerte aktuell besorgniserregend hoch.

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe hat in der Pandemie mehr Solidarität mit Kindern angemahnt.

Es brauche eine flächendeckende 2G-Regelung für alle Jugendlichen und Erwachsenen im öffentlichen Raum, forderte der Spitzenverband am Dienstag in Düsseldorf.

Erwachsene sollten sich impfen lassen und zusätzlich regelmäßig testen. In der Gruppe der unter Zwölfjährigen seien die Corona-Inzidenzwerte besorgniserregend hoch, für sie sei aber weiter kein Impfstoff zugelassen. Es gehe in NRW um rund zwei Millionen, in ganz Deutschland um etwa zehn Millionen Kinder. "Es ist schon lange überfällig, dass die ganze Gesellschaft sich solidarisch zeigt."

Lolli-Tests, die in den Grundschulen in NRW schon länger zum Einsatz kommen, sollten auch in allen Kitas Pflicht werden, verlangte das Diakonische Werk. Zudem sollten Grundschüler auch im Klassenraum wieder Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Der Verband forderte das Land auf, für die Kitas mehr unterstützendes Personal für Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzusetzen. Die Jüngsten hätten zum Schutz älterer und vorerkrankter Menschen lange auf sehr viel verzichtet. Körperliche und seelische Störungen seien häufige Folgen. Oberstes Ziel müsse sein, Kitas und Schulen nicht mehr zu schließen.

Update, 23. November, 11.58 Uhr: FDP-Spitzenpolitiker Stamp offen für Impfpflicht

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef und Familienminister Joachim Stamp hat sich als einer der ersten liberalen Spitzenpolitiker offen für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland gezeigt.

"Ich persönlich kann es mir vorstellen, ja", sagte Stamp nach mehreren Nachfragen von Moderator Frank Plasberg in der ARD-Sendung "Hart aber fair" am Montagabend. Stamp sagte, dass ein Verfassungsrechtler ihn am Wochenende überzeugt habe: "Es ist ja auch ein lernender Prozess von uns allen."

Die FDP hatte zuletzt bei einer möglichen Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen Einlenken signalisiert. Eine allgemeine Impflicht wird von der Partei bisher nicht mitgetragen. So hatte die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus kürzlich der Bild-Zeitung gesagt: "Die allgemeine Impfpflicht als Drohkulisse in den Raum zu stellen, hilft niemandem."

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer sagte im TV-Sender Bild am Sonntag zu einer allgemeinen Impfpflicht: "Wir halten sie für verfassungswidrig."

Update, 22. November, 19.30 Uhr: Neue Impfzentren mit viel Andrang

Die in immer mehr Städten eröffnenden neuen Impfzentren verzeichnen einen großen Andrang. "In vielen Städten haben feste Impfstellen bereits aufgemacht, weitere eröffnen in den nächsten Tagen", sagte der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy, am Montag der dpa.

Dabei gebe es zunehmend das Angebot einer digitalen Terminvergabe. Die niedergelassenen Ärzte blieben die erste Anlaufstelle bei den vielen Impfungen, die nötig seien. "Sie müssen jetzt ihre Zusagen einhalten und denen, die eine Impfung wünschen, zeitnah und unkompliziert ein Impfangebot machen."

In Düsseldorf sollen dort, wo bis vor kurzem Bücher ausgeliehen werden konnten, jetzt viele Corona-Impfungen verpikst werden: Die Landeshauptstadt hat in den früheren Räumen der Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ein Impfzentrum eröffnet. "Ich glaube, der Andrang vor der Tür, den sie alle gesehen haben, zeigt, dass wir da absolut richtig liegen und dass kein Tag länger hätte vergehen dürfen", sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bei der Eröffnung am Montag.

In Köln soll an der Lanxess-Arena an diesem Dienstag ein neues Impfzentrum öffnen, wie das Management der Multifunktionshalle am Freitag mitteilte. Es werde sich um ein "Drive-in-Impfzentrum" auf dem Außengelände handeln. Termine sollen nur online buchbar sein.

Das Zentrum werde gemeinsam mit der Stadt verwaltet. Im Kampf gegen die neue Corona-Welle soll in Köln neben dem neuen Angebot an der Arena die Impfstelle am Gesundheitsamt vergrößert werden, teilte die Stadt mit. Zudem würden auch die mobilen Impfteams aufgestockt.

Update, 22. November, 16.45 Uhr: Auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt gibt es 2G-Bändchen

Die Stadt Düsseldorf hat alle Händler auf den Weihnachtsmärkten verpflichtet, vor jedem Verkauf den 2G-Nachweis zu prüfen.

Dafür sollen sie seit Montag auch selbst entsprechende Bändchen als Nachweis ausgeben.

Wer als Händler gegen die Auflagen verstößt, dem wird in einem Schreiben mit der Standschließung gedroht.

Update, 22. November, 12.36 Uhr: Impfen in Ex-Zentralbibliothek, Düsseldorf erweitert Kapazitäten

Wegen der gestiegenen Nachfrage erweitert die Stadt Düsseldorf die Impfkapazitäten und eröffnet in der ehemaligen Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ein neues Impfzentrum.
Wegen der gestiegenen Nachfrage erweitert die Stadt Düsseldorf die Impfkapazitäten und eröffnet in der ehemaligen Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ein neues Impfzentrum.

Wo bis vor kurzem Bücher ausgeliehen werden konnten, sollen jetzt viele Corona-Impfungen verpikst werden: Die Stadt Düsseldorf hat in den früheren Räumen der Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ein Impfzentrum eröffnet.

"Ich glaube der Andrang vor der Tür, den sie alle gesehen haben, zeigt, dass wir da absolut richtig liegen und dass kein Tag länger hätte vergehen dürfen", sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Montag. In dem kurzfristig eingerichteten "Impfzentrum 2.0" könnten pro Tag derzeit etwa 1800 Menschen eine Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung erhalten. Die Kapazität könne aber auch noch erweitert werden.

"Wir müssen jetzt impfen, impfen, impfen", betonte Keller. Als die Landeshauptstadt gezwungen worden sei, ihr Impfzentrum Ende September zu schließen, sei den Kommunen nur eine ergänzende und koordinieren Rolle in der Impfkampagne zugedacht worden.

"Wir haben das nie so ganz geglaubt, dass es dabei bleiben würde." Deshalb habe die Stadt dann zwei dezentrale Impfstellen und ein Impfmobil betrieben.

Update, 20. November, 13.05 Uhr: Riesige Nachfrage: NRW-Städte bauen Impfstellen und mobile Angebote aus

Überforderte Ärzte, lange Schlangen vor den Impfstellen, unzufriedene Bürgerinnen und Bürger.

Nach der Schließung der großen Impfzentren in Nordrhein-Westfalen herrscht in den Städten und Gemeinden hektische Betriebsamkeit beim Wiederaufbau der Impfstrukturen. Die Städte arbeiten derzeit an Lösungen und Modellen, wie sie das Impfangebot wieder erweitern können.

Update, 19. November, 20.10 Uhr: Hausärzte Nordrhein sprechen sich für Impfpflicht aus

Der Hausärzteverband Nordrhein hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie für eine Impfpflicht ausgesprochen. "Das wäre nun am wirksamsten. Es wäre der beste Schutz", sagte der Vorsitzende Oliver Funken dem Kölner Stadt Anzeiger.

Funken sprach sich außerdem für wirksame 2G-Regeln aus, um das Vollaufen der Intensivstationen zu verhindern. Er kritisierte, dass die Politik zu lange gebraucht habe, um auf die Corona-Lage zu reagieren.

Update, 19. November, 13.48 Uhr: 14 Hilfsanträge aus NRW wegen Corona an die Bundeswehr

Angesichts der stark wachsenden Corona-Infektionszahlen häufen sich bei der Bundeswehr die Hilfsanfragen aus den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden.

"Momentan sind bei uns 14 Anträge auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr eingegangen, bedingt durch die dramatische Zunahme der Corona-Zahlen", sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos NRW am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Hilfsgesuche kommen demnach aus allen fünf Regierungsbezirken.

Update, 19. November, 12.52 Uhr: Wüst bekräftigt 2G-Vorstoß für Fußballer

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Vorstoß der Länderchefs für ein Spielverbot für ungeimpfte Fußballprofis untermauert. "Zurecht kann man vortragen, die Fußballer werden gut bezahlt, sind Vorbilder auch für junge Menschen. Ich finde, dann müssen sie sich auch benehmen wie Vorbilder", sagte der CDU-Politiker der Bild am Freitag.

Das Bundesgesundheitsministerium sei nun gebeten worden, gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium Regeln zu schaffen, um 2G für die Kickerbranche durchzusetzen. Dann dürften nur noch geimpfte und genesene Spieler eingesetzt werden.

"Für die einen auf der Tribüne ist es Freizeit, für die da unten ist es Arbeit", sagte Wüst mit Blick auf rechtliche Unterschiede zwischen Verordnungen für Zuschauer und Profis, "aber ich finde, da müssen wir drüber kommen".

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstagabend hatte Wüst betont, dass sich die Länderspitzen in dieser Frage "sehr schnell einig" gewesen seien. Eine Umsetzung müsse jedoch geprüft werden.

Update, 19. November, 12.49 Uhr: Ministerpräsident Hendrik Wüst zur Corona-Impfung für Kinder

Ministerpräsident von NRW, spricht während der Sondersitzung des Bundesrates zu Änderungen am Bundesinfektionsschutzgesetz.
Ministerpräsident von NRW, spricht während der Sondersitzung des Bundesrates zu Änderungen am Bundesinfektionsschutzgesetz.

"Ich bin jetzt hier nicht der Oberarzt der Nation. Ich kann jetzt niemandem sagen, du musst (...). Ich persönlich kann nur sagen: Bei unserer Tochter würde ich jede Impfung nehmen, die zugelassen ist und wo die Ärzte sagen, dass es Sinn macht."

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) empfahl am Freitag bei "BILD Live" Eltern, ihre Kinder gegen Corona impfen zu lassen - wenn das Vakzin für die jeweilige Altersgruppe zugelassen ist und der Kinderarzt die Impfung empfiehlt. Wüst war Ende März Vater eines Mädchens geworden.

Update, 19. November, 12.44 Uhr: Wüst kritisiert Stadt Köln für lasche Kontrollen an Karneval

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat Köln zu nachlässige Kontrollen der Corona-Regeln beim Karnevalsauftakt vorgeworfen. "Wir haben noch im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt die Regeln verschärft. Zur Vorsicht gehört, dass die notwendigen Regeln auch konsequent umgesetzt und auch kontrolliert werden", sagte Wüst dem Nachrichtenmagazin Spiegel. "Das ist leider nicht überall erfolgt."

Nur mit Hilfe von Konsequenzen könnten Schutzkonzepte gegen Corona funktionieren. Es reiche nicht, eine 2G-Regel "zu proklamieren", sagte Wüst.

Update, 19. November, 12.03 Uhr: Statistisches Landesamt: 7295 Corona-Tote im vergangenen Jahr in NRW

In NRW war im vergangenen Jahr bei 7295 Personen in NRW die Todesursache Covid-19. Insgesamt starben 32.790 Menschen an den Folgen einer Atemwegserkrankung. Die Zahl der Todesfälle aus dieser Gruppe habe sich gegenüber dem Jahr zuvor um 21,7 Prozent erhöht, so die Statistiker. Der Anteil der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen an allen Sterbefällen lag demnach im vergangenen Jahr bei 15,3 Prozent.

Die meisten Todesfälle unter den Atemwegserkrankungen waren laut Statistischem Landesamt durch "bösartige Neubildungen" wie Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs verursacht. Das durchschnittliche Sterbealter infolge einer Atemwegserkrankung lag bei 77,5 Jahren – 1,6 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Gestorbenen.

Laut Landesamt beruht die Statistik auf Angaben der Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen.

Update, 19. November, 10.04 Uhr: Wüst will am Freitag mit Kommunen über Corona-Maßnahmen beraten

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will sich am Freitagnachmittag mit kommunalen Spitzenverbänden zur Umsetzung der Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern beraten.

Nordrhein-Westfalen habe bereits die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich und eine Erhöhung der Bußgelder beschlossen. "Es muss schmerzhaft sein, es muss jedem klar sein, es geht um Leben und Tod", so der 46-Jährige.

Update, 19. November, 8.12 Uhr: Kutschaty fordert mehr Tempo, 2G-Regel sofort umsetzen

An einem Pfosten hängt ein Schild, das auf die 2G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf hinweist.
An einem Pfosten hängt ein Schild, das auf die 2G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf hinweist.  © Mona Wenisch/dpa

SPD-Landeschef Thomas Kutschaty hat mehr Tempo bei der Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse in Nordrhein-Westfalen gefordert. Das Landeskabinett solle noch am Freitag zusammenkommen und die neue Coronaschutzverordnung mit der 2G-Regel - geimpft oder genesen - für den Freizeitbereich in Kraft setzen, sagte Kutschaty am Freitag im WDR5-Radio.

"Wir dürfen das Wochenende nicht mehr verstreichen lassen, da finden Veranstaltungen statt, da finden Fußballspiele statt. Jeden Tag infizieren sich über 7000 Menschen in NRW an Corona, da muss man jetzt handeln, das ist ganz entscheidend", sagte er.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will ab nächster Woche für den Freizeitbereich flächendeckende Zugangsbeschränkungen für Erwachsene einführen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind. Die 2G-Regel soll unter anderem für Gastronomie, Weihnachtsmärkte sowie Fußball- und andere Sportgroßveranstaltungen gelten.

Update, 18. November, 20.40 Uhr: NRW stimmt Infektionsschutzgesetz im Bundesrat zu

Die schwarz-gelbe nordrhein-westfälische Landesregierung will im Bundesrat am Freitag dem Änderungsentwurf der Berliner Ampel-Parteien zum Infektionsschutzgesetz doch zustimmen. Das kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) am Donnerstag in der "Aktuellen Stunde" des WDR an. Die Landeskoalition sei übereingekommen, dem Gesetz zuzustimmen.

Nach den Bund-Länder-Gesprächen in Berlin hatte Wüst zunächst gesagt, er wolle im Lichte der Ergebnisse und Beschlüsse des Tages die Abstimmung in der NRW-Landesregierung suchen.

Der Bundestag hatte die von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Corona-Neuregelungen am Donnerstag beschlossen. Am Mittwoch hatte Wüst in einem Brief an den voraussichtlich künftigen Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) das Gesetz als "nicht zustimmungsfähig" im Bundesrat bezeichnet. Damit hatte sich Wüst die Kritik seines NRW-Koalitionspartners FDP eingehandelt.

Möglich wurde die letztliche Zustimmung auch Nordrhein-Westfalens wohl durch die Einigung von Bund und Ländern, die Wirksamkeit der Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes spätestens am 9. Dezember zu überprüfen. Dann ist die nächste Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) angesetzt.

Die unionsgeführten Länder hielten weiterhin einen "ausreichenden Instrumentenkasten" im Kampf gegen Corona für erforderlich, sagte Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidenten-Konferenz ist.

Update, 18. November, 14.20 Uhr: Gladbacher Impfquote bald bei 100 Prozent, 2G nur nach Vorgabe

Das Fußball-Bundesligateam von Borussia Mönchengladbach ist bald komplett geimpft. "Wir können die Menschen nicht zwingen, sich impfen zu lassen. Wir können nur erklären und aufklären.

Ein Spieler, der noch nicht geimpft war, lässt sich jetzt impfen und dann haben wir die 100 Prozent erreicht", erklärte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag vor dem Ligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (Samstag, 15.30 Uhr). Er selbst sei ein Befürworter der Impfungen. "Die Gefahr für die Ungeimpften ist jetzt gerade auch extrem groß", sagte Eberl.

Für Spiele im Borussia-Park gilt zur Zeit noch die 3G-Regelung. "Wir halten uns an die Vorgaben der Bundesregierung. Wir halten nichts davon, es selbst strenger zu regeln. Wir hatten bislang keine Nachverfolgung.

Die Zuschauer halten sich an die Regeln", sagte Borussias Sportdirektor. Wenn eine 2G-Regelung beschlossen wird, versuche man die bestmöglich umzusetzen. "Wir wünschen uns, dass es keine Geisterspiele mehr gibt und auch keine geschlossenen Restaurants und Museen", sagte Eberl.

Update, 18. November, 12.44 Uhr: Absagen von Weihnachtsfeiern machen Gastgewerbe zu schaffen

Auch in Nordrhein-Westfalen werden immer mehr Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen wegen der steigenden Corona-Inzidenzen abgesagt: Leidtragende sind die Gastronomie und Hotellerie im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Bei einer Blitzumfrage des Branchenverbandes Dehoga klagten 83,4 Prozent der Unternehmen aus dem Gastgewerbe über abgesagte Weihnachtsfeiern. Rund ein Drittel der Festivitäten sei schon storniert worden, berichtete der Dehoga NRW am Donnerstag. Ähnlich sehe es bei anderen Veranstaltungen aus.

Update, 18. November, 12.42 Uhr: Ungeimpfte Corona-Patienten hadern laut Mediziner Karagiannidis danach

Ungeimpfte Corona-Patienten bereuen nach Einschätzung des Mediziners Christian Karagiannidis oft ihre ausgebliebene Immunisierung. Sie merkten nach einer schweren Erkrankung, dass sie einen Fehler gemacht hätten, sagte der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der Deutschen Presse-Agentur.

"Das ist zumindest bei uns in Köln hier ganz ausgeprägt", sagte der Arzt von der Lungenklinik Köln-Merheim. "Es sagen auch alle danach, dass es besser gewesen wäre, dass sie zur Impfung gehen." Er selbst habe bei sich in Köln noch keinen überzeugten Impfgegner gesehen.

Für die Intensivmediziner sei es in der aktuellen Lage "extrem hilfreich", wenn man sich impfen lasse, sagte Karagiannidis weiter. Das stehe über allem und sei die Lösung für die Pandemie. Wenn das - aus welchen Gründen auch immer - nicht klappe, sei sehr damit geholfen, vor allem in Innenräumen Masken zu tragen. Momentan breite sich das Virus dort sehr aus.

Update, 18. November, 12.38 Uhr: Laumann sieht Fortschritte bei Angebot für Booster-Impfungen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf einer Pressekonferenz.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf einer Pressekonferenz.  © Federico Gambarini/dpa

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht Fortschritte beim Angebot von Auffrischungsimpfungen gegen die Corona-Pandemie.

"Wir sind damit ziemlich weit. Wir haben eine klare Vereinbarung mit der kassenärztlichen Vereinigung, dass die Kapazitäten im Regelsystem - das sind die niedergelassenen Ärzte - so aufgebaut werden, dass die Woche sich rund 600.000 Menschen impfen können", sagte Laumann am Donnerstag im WDR.

Zusätzlich müssten die kleineren dezentralen Impfangebote in den Kommunen so angelegt werden, dass sie wöchentlich 250.000 Menschen impfen könnten. "Dann schaffen wir auch, jede Woche die zu impfen, wo die Zweitimpfung sechs Monate her ist", sagte Laumann.

Die Kosten für die kommunalen Impfzentren würden komplett von Land und Bund übernommen. Das gelte auch für Impfbusangebote der örtlichen Gesundheitsämter.

Eine erneute Priorisierung der Impfwilligen wie zu Beginn bei den Erstimpfungen lehnte Laumann ab. "Ich persönlich bin nicht dafür, dass wir eine Priorisierung machen", sagte der NRW-Minister. Stattdessen sollte der Zeitabstand von sechs Monaten nach der letzten Impfung eingehalten werden. "Dann verteilt sich das ja automatisch so wie wir damals geimpft haben."

Bei der Sechs-Monats-Richtzeit komme es natürlich nicht auf einen Tag an. Auch wenn Menschen etwas eher kämen, sollten sie nicht abgewiesen werden.

Update, 18. November, 9.19 Uhr: Karl Lauterbach verlangt Booster-Impfungen nach Altersgruppen

Mediziner und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) setzt sich bei den Corona-Booster-Impfungen vehement für eine Alters-Sortierung ein.

"Wenn wir ohne Einschränkungen den Booster für alle öffnen, legen wir die Priorisierung in die Hände der Praxen. Bei 30.000 Arztpraxen bedeutet das 30.000 unterschiedliche Priorisierungen", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Stiko sollte klar festlegen, welche Gruppe als nächstes dran ist."

Update, 18. November, 9.16 Uhr: Wüst kritisiert erneut Ampel-Pläne zum Auslaufen der Pandemie-Notlage

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat seine Kritik an den Plänen der Ampel-Fraktionen wiederholt, die Pandemie-Notlage auslaufen zu lassen. Angesichts der dramatischen Lage bei den Corona-Infektionen sei das ein klarer Fehler, sagte er am Donnerstag kurz vor der Bundestagsdebatte zu dem Thema im ZDF-"Morgenmagazin".

"65.000 Infizierte, Stand gestern, davon werden - ohne dass wir es heute noch ändern können, viele Hundert Menschen sterben." Die epidemische Lage zu verlängern wäre das Beste, "das wäre das Rechtssicherste", sagte Wüst.

Update, 18. November, 6.29 Uhr: Viele Booster-Impftermine erst Anfang 2022

Eine Frau lässt sich eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus verabreichen.
Eine Frau lässt sich eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus verabreichen.  © Bernd Weissbrod/dpa

Nach dem Drängen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach schnellen Corona-Auffrischungsimpfungen für alle Erwachsenen erwarten die Hausärzte in NRW einen Andrang in den Praxen - und dämpfen die Erwartungen der Impfwilligen:

"Natürlich wird es jetzt erneut einen Ansturm geben", sagte der Chef des NRW-Hausärzteverbandes, Oliver Funken, der Düsseldorfer Rheinischen Post. Teilweise seien in Praxen schon bis Februar keine Impftermine mehr zu bekommen.

"Da die Impfstoff-Mengen in den Praxen erst im Juni/Juli ausreichend zur Verfügung standen, sind die meisten Termine für die Booster-Impfung auch erst von Januar bis März 2022. Darauf bereiten wir uns in den Praxen vor", so Funken.

Update, 17. November, 20.45 Uhr: Ärzteschaft sauer wegen Golfplatz-Spruch des Gesundheitsministers

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich mit einem frechen Spruch über die Ärzteschaft den Zorn der Hausärzte zugezogen. Laumann hatte laut Ärztezeitung bei einer Veranstaltung am Montag in Düsseldorf mit Blick auf das Impftempo bei Hausärzten gesagt: "Statt Golfplatz am Samstag Impfen am Samstag." Dafür entschuldigte er sich am Mittwoch - doch die so Gescholtenen sind trotzdem noch sauer.

"Es reicht!", erklärte der Hausärzteverband Nordrhein am Abend. Solche Stammtischparolen seien destruktiv und respektlos gegenüber den niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten und ihren Praxisteams, die seit Monaten in hohem Tempo impften. Auch samstags werde in Hausarztpraxen geimpft.

Update, 17. November, 17.19 Uhr: Dehoga sieht viele Restaurants vor einem "Quasi-Lockdown"

Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe wertet die Pläne der Landesregierung, in Restaurants und Kneipen nur noch Geimpfte und Genesene (2G) zuzulassen, als herben Rückschlag.

Bei ihren Geschäften habe sich die Branche zuletzt endlich wieder auf einem akzeptablen Weg befunden, nun werde man aber von der Pandemie eingeholt und habe große Sorgen, erklärte der Regionalpräsident des Deutschen Hotels- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Haakon Herbst, am Mittwoch in Neuss.

Die Pandemie und die Verunsicherung in der Bevölkerung und Wirtschaft sorgten ohnehin schon für eine schwächere Nachfrage. So würden zum Beispiel viele Weihnachtsfeiern abgesagt. Viele Betriebe stünden nun vor einem «Quasi-Lockdown», so Herbst.

Update, 17. November, 16.49 Uhr: Neue Corona-Regeln für NRW geplant

Drei Wochen nach Amtsantritt wird der Tonfall des neuen NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (46, CDU) schärfer. Ab kommender Woche werden die Corona-Bußgelder erhöht und die Maßnahmen verschärft.

Nach dem angekündigten Ausschluss von nicht geimpften oder genesenen Erwachsenen von Veranstaltungen im Freizeitbereich sollen nun auch die Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen drastisch erhöht werden.

Update, 17. November, 14.17 Uhr: 3G-Regel im Landtag - AfD-Fraktion auf der Besuchertribüne

Wegen der 3G-Regel im nordrhein-westfälischen Landtag hat die AfD-Fraktion die Corona-Debatte am Mittwoch von der Besuchertribüne aus verfolgt. Zur Sondersitzung des Landtags wurden erstmals nur gegen das Coronavirus geimpfte, genesene oder getestete Abgeordnete im Plenarsaal zugelassen. Die AfD-Abgeordneten nahmen auf der Tribüne Platz.

Zwar gebe es auch Geimpfte, Genesene oder Getestete in den Reihen der AfD, sagte der AfD-Abgeordnete Martin Vincentz, der seine Rede ebenfalls von der Tribüne aus hielt. "Wir lassen uns nicht teilen", sagte er. Die AfD lasse auch nicht zu, dass die Gesellschaft in Geimpfte und nicht Geimpfte unterteilt werde. Die ungeimpften Menschen würden als die "neuen Schuldigen" in der Pandemie dargestellt, sagte Vincentz.

Auch im Bundestag galt bereits bei der konstituierenden Sitzung Ende Oktober die 3G-Regel für das Plenum. Mehr als 20 Abgeordnete der AfD wollten dort keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorzeigen - und verfolgten die Sitzung von der Besuchertribüne aus.

Update, 17. November, 14.12 Uhr: Schärfere Corona-Maßnahmen in NRW kommen laut Grüne zu spät

Verena Schäffer (Bündnis90/Die Grünen), spricht im Plenum des Landtags.
Verena Schäffer (Bündnis90/Die Grünen), spricht im Plenum des Landtags.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) angekündigten verschärften Corona-Maßnahmen kommen nach Ansicht der Grünen zu spät. Die Schutzmaßnahmen könnten frühestens in 14 Tagen ihre Wirkung entfalten, sagte Grünen-Fraktionschefin Verena Schäffer am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags.

Schäffer forderte, dass die Bund-Länder-Runde am Donnerstag einen "Pakt für das Impfen" mit klaren Zielen für Impfquoten verabreden solle. Jeden Tag müssten bundesweit mindestens eine Million Menschen ihre Auffrischungsimpfung erhalten.

Bei den bisher nicht geimpften Menschen müssten deutliche Steigerungen erreicht werden. Allen Kindern und Jugendlichen, die sich impfen lassen wollten, müsse noch in diesem Jahr ein Impfangebot gemacht werden.

Update, 17. November, 13 Uhr: Wüst fordert von Scholz Kurskorrektur in der Pandemie-Strategie

Einen Tag vor der Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) harsche Kritik an SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz geäußert.

Angela Merkel (CDU) habe in ihrer Amtszeit als Kanzlerin in der Corona-Krise sehr viel Zeit darauf verwendet, mit den Ländern zu beraten, bevor sie entschieden habe, sagte Wüst am Mittwoch in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. "Olaf Scholz hat die Länder abtropfen lassen und versucht, sie mit dem Infektionsschutzgesetz vor vollendete Tatsachen zu setzen - mit verheerenden Folgen."

Wüst - derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) - forderte Scholz zur Kurskorrektur auf. Aus der sich anbahnenden SPD-geführten Ampel-Koalition in Berlin kämen negative Zeichen, sagte er. "Bei dieser Entwicklung die epidemische Lage auslaufen zu lassen, ist ein Fehler und ein falsches Signal. Noch ist es nicht zu spät, diesen Fehler zu korrigieren."

Alle hätten in der Pandemie schon Fehlentscheidungen zurückholen müssen. "Auch dem künftigen Kanzler würde kein Zacken aus der Krone brechen, an dieser Stelle umzukehren."

Bedauerlicherweise habe der Hauptausschuss des Bundestags es am Dienstagabend abgelehnt, dass die Länder weiter auf bewährte Instrumente zum Schutz der Menschen zurückgreifen dürften, kritisierte der CDU-Politiker. "Die Zahlen gehen hoch, der Instrumentenkasten wird kleiner. Das passt nicht zusammen." Das Parlament und die Regierung müssten in der Lage sein, die Menschen im Falle eines Falles schützen zu können.

Er hoffe, dass Bund und Länder sich bei ihrer Konferenz an diesem Donnerstag auf eine gemeinsame Strategie verständigen könnten, bekräftigte der MPK-Vorsitzende. NRW werde nach dem geplanten Austausch mit den kommunalen Spitzenverbänden schnell zur Umsetzung der avisierten Einschränkungen für Nicht-Immunisierte im öffentlichen Leben kommen.

Update, 17. November, 12.57 Uhr: SPD fordert von Wüst entschlossenes Handeln in Corona-Krise

SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hat vom neuen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) entschlossenere Maßnahmen im Kampf gegen Corona gefordert. Anders als Wüst es darstelle, sei Nordrhein-Westfalen in der Pandemie "nicht mehr vor der Lage", sagte Kutschaty am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags. Viele Menschen würden sich in den nächsten Tagen und Wochen mit dem Coronavirus infizieren. Wüsts Wortschöpfung von der "konzentrierten Wachsamkeit" sei nur ein "beschönigender Begriff für Nichtstun".

Die von der Landesregierung angekündigten Zugangsbeschränkungen für nicht geimpfte oder genesene Personen müssten konsequent kontrolliert werden, sagte der SPD-Partei- und Fraktionschef. Dafür müssten die Kommunen mit entsprechenden Finanz- und Personalmitteln ausgestattet werden. Kutschaty forderte auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht in Schulen. Die Schließung der Impfzentren in den Städten und Kreisen sei ein Fehler gewesen. Es müsse jetzt rasch eine dezentrale Impfstruktur aufgebaut werden.

Kutschaty sagte, er halte es für falsch, bestimmte Corona-Maßnahmen vorschnell auszuschließen. Auch er wolle keine Schulen und Kitas mehr schließen. Aber vielleicht werde man auf andere, lokale Kontaktbeschränkungen nicht verzichten können.

Kutschaty rief alle Menschen in NRW auf, sich impfen und sich auch die Auffrischungsimpfung geben zu lassen. Die Menschen sollten weiterhin Abstand halten, Masken tragen und sich testen lassen. "Der Kampf gegen die vierte Welle hat gerade erst begonnen."

Update, 17. November, 12.53 Uhr: Wüst präzisiert geplante Corona-Regeln

Hendrik Wüst (46, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.
Hendrik Wüst (46, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.  © Marius Becker/dpa

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat im Landtag seine Pläne für schärfere Corona-Regeln präzisiert.

Im Freizeitbereich werde es Zugangsbeschränkungen für alle geben, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen seien, sagte er am Mittwoch in einer Sondersitzung des Plenums. Das betreffe Besuche in Restaurants und Kinos ebenso wie Weihnachtsmärkte und Stadien. "Das Gleiche gilt für kulturelle Angebote", kündigte Wüst an.

Dort, wo das Infektionsrisiko besonders hoch sei, werde eine Teilnahme nur noch für Geimpfte und Genesene unter Vorlage eines aktuellen negativen Corona-Tests möglich. Dies werde zum Beispiel in Diskotheken und Clubs gelten, aber auch auf Karnevalssitzungen und Karnevalsfeten.

Am Arbeitsplatz werde es eine 3G-Regelung geben. 3G steht dabei für geimpft, genesen, getestet. Die Regelungen sollen im Laufe der kommenden Woche nach einem Kabinettsbeschluss in Kraft gesetzt werden.

Update, 17. November, 12.50 Uhr: 2G-Regel gilt nicht für Kinder

Kinder sollen in Nordrhein-Westfalen trotz der zugespitzten Corona-Lage weiterhin Zugang zu Aktivitäten im Freizeitbereich haben. Für Kinder entfalle die geplante 2G-Regel, die nicht geimpften oder genesenen Personen den Zugang verwehrt. Das sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags zu den geplanten verschärften Corona-Maßnahmen. Ziel seien so wenige Einschränkungen für Kinder wie möglich, sagte er.

Wegen stark steigender Corona-Zahlen sollen in NRW im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind, hatte Wüst am Dienstag gesagt. Geplant ist die Umsetzung in der nächsten Woche.

Update, 17. November, 12.48 Uhr: Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen in NRW werden erhöht

Die Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen sollen drastisch erhöht werden. Das kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags zur Corona-Lage an.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, müsse künftig mit 150 Euro statt bisher 50 Euro Strafe rechnen. Bei gefälschten Corona-Testnachweisen werde das Bußgeld auf bis zu 5000 Euro sogar verfünffacht.

Werden Corona-Tests oder Impfnachweise bei Veranstaltungen oder in Restaurants nicht ordentlich kontrolliert, seien künftig 2000 Euro statt bisher 500 Euro fällig. Jedem müsse klar sein: "Das ist kein Spaß - hier geht es um die Gesundheit, hier geht es um das Leben von Menschen", sagte Wüst.

Update, 17. November, 9.56 Uhr: Landtag verhängt erstmals 3G-Regeln für Abgeordnete

Ein Abgeordneter des NRW-Landtags zeigt beim Betreten den Plenarsaals sein 3G-Kontrollbändchen vor.
Ein Abgeordneter des NRW-Landtags zeigt beim Betreten den Plenarsaals sein 3G-Kontrollbändchen vor.  © Marius Becker/dpa

Zur Sondersitzung des Landtags am heutigen Mittwoch (11.30 Uhr) werden erstmals nur gegen das Coronavirus geimpfte, genesene oder getestete Abgeordnete im Plenum zugelassen. Das teilte der Landtag am Mittwochmorgen mit. Wer sich als Abgeordneter der sogenannten 3G-Regel nicht fügen will, muss auf die Besuchertribüne ausweichen.

Laut Landtag beruht die neue Regelung auf einem Beschluss des Ältestenrats. Sie soll zunächst bis zum 26. November gelten. "Parlamente sind auch in der Pandemie die zentralen Orte der politischen Debatte. Fast täglich gibt es Sitzungen in Präsenz. Wir gewährleisten im Landtag Nordrhein-Westfalen den bestmöglichen Schutz. Deswegen gilt im Parlament, was für alle Bürgerinnen und Bürger gilt: mehr Sicherheit durch Impfungen und Tests", sagte der Präsident des Landtags, André Kuper.

Im Bundestag galt bereits bei der konstituierenden Sitzung Ende Oktober die 3G-Regel für das Plenum. Mehr als 20 Abgeordnete der AfD wollten keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorzeigen - und verfolgten die Sitzung von der Besuchertribüne aus.

Update, 17. November, 9.50 Uhr: Sondersitzungs-Rekord im Landtag dank Corona-Pandemie

Wenn der nordrhein-westfälische Landtag am heutigen Mittwoch zusammentritt, ist das auch ein Rekord: Es ist laut Landtagsverwaltung bereits die zwölfte Sondersitzung aus Anlass der Corona-Pandemie. So viele gab es demnach noch nie.

"Die Corona-Pandemie prägt die Arbeit der Parlamente in den vergangenen Monaten", betonte André Kuper, Präsident des Landtags. "Die zentralen Debatten über die Strategie der Pandemie-Bekämpfung und die Folgen führen die Parlamente und sie legen die demokratische Grundlage für die Maßnahmen."

Insgesamt gab es laut Landtag während der Pandemie bereits 24 Unterrichtungen der Landesregierung zu dem Thema und mehr als 290 Tagesordnungspunkte der Plenarsitzungen zu Corona.

Update, 17. November, 8.41 Uhr: Land muss Kommunen laut Kutschaty bei Corona-Kontrollen unterstützen

Das Land soll den Kommunen in NRW Personal bereitstellen, damit die Einhaltung der Corona-Regeln dort besser kontrolliert werden kann. Das forderte SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty am Mittwoch im "Morgenecho" auf WDR 5.

Bisher seien die Kontrollen "sehr oberflächlich". Die von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) angekündigten Einschränkungen für Ungeimpfte ab der nächsten Woche seien "in der Zielrichtung richtig", kämen aber zu spät. Man hätte die 2G-Regelung in NRW schon vor Wochen und auch ohne den Bund umsetzen können, kritisierte der Oppositionsführer.

Wüst will ab nächster Woche für den Freizeitbereich flächendeckende Zugangsbeschränkungen für Erwachsene einführen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind. Die 2G-Regel soll unter anderem für Gastronomie, Weihnachtsmärkte sowie Fußball- und andere Sportgroßveranstaltungen gelten. Wüst wollte sich noch am Mittwoch im Landtag zu den geplanten Verschärfungen äußern.

Update, 17. November, 7.43 Uhr: Wüst unterrichtet Landtag über schärfere Corona-Maßnahmen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) zieht sich eine FFP2-Maske auf.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) zieht sich eine FFP2-Maske auf.  © Marius Becker/dpa

Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) unterrichtet den Landtag am Mittwoch (11.30 Uhr) in einer Sondersitzung über die geplanten verschärften Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen.

Wegen stark steigender Corona-Zahlen sollen in NRW im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind. Das hatte Wüst am Dienstag nach einer Kabinettssitzung angekündigt. Geplant ist die Umsetzung in der nächsten Woche.

Update, 17. November, 7.39 Uhr: Ministerium räumt Anlaufprobleme bei Auffrischimpfungen ein

Das NRW-Gesundheitsministerium hat Anlaufschwierigkeiten bei den Auffrischimpfungen eingeräumt. Aktuell seien die Arztpraxen saisonbedingt stärker ausgelastet, vor allem durch viele Grippeschutzimpfungen und Patienten mit Infekten und Erkältungen, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Gleichwohl hätten die niedergelassenen Ärzte "ihre Aktivitäten zur Durchführung von Covid-19-Impfungen in den vergangenen Tagen und Wochen wieder deutlich ausgebaut".

Die Zahl der gegen Corona impfenden Praxen sei wieder deutlich gestiegen. Sie liegt laut Gesundheitsministerium nun landesweit bei etwa 7000. Mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den koordinierenden Impfeinheiten sei das Land gut für die auffrischenden sogenannten Booster-Impfungen gewappnet.

Im Vergleich zu der früheren und inzwischen eingestellten Struktur mit den großen Impfzentren sei man nun "dezentraler und damit wohnortnäher organisiert", sagte der Sprecher. "Damit ist eine für die flächendeckende Impfung der Bevölkerung erforderliche Niedrigschwelligkeit sichergestellt."

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte zuletzt beklagt, dass sich zunehmend Menschen mit Pflegebedarf meldeten, die mit den Booster-Impfungen auf das kommende Jahr vertröstet würden.

Das Ministerium wies der Zeitung zufolge darauf hin, dass die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die flächendeckende Impf-Auffrischungen von Personen ab 70 Jahren sowie für mit Johnson&Johnson geimpfte Menschen erst seit "vergleichsweise kurzer Zeit" vorliege. Die Vorläufe für die Bestellungen der Impfstoffe betrug bislang 14 Tage. Es sei daher nicht möglich gewesen, unmittelbar auf die durch die Stiko-Empfehlung ausgelöste starke Nachfrage zu reagieren.

Update, 16. November, 21.05 Uhr: Ab Mittwoch: Maskenpflicht in Bonner Innenstadt

In Bonn gilt beim städtischen Weihnachtsmarkt nicht nur die 2G-Regel, sondern auch eine Maskenpflicht für die gesamte Innenstadt.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt vor dem Start des Marktes am Mittwoch sei vom NRW-Gesundheitsministerium genehmigt worden, erklärte ein Ministeriumssprecher am Dienstagabend.

Update, 16. November, 16.26 Uhr: Lolli-Tests sollen schneller Ergebnisse liefern

Künftig sollen Eltern direkt vom Labor per SMS oder Mail benachrichtigt werden, wenn der Einzeltest ihres Kindes positiv ausgefallen ist. (Symbolbild)
Künftig sollen Eltern direkt vom Labor per SMS oder Mail benachrichtigt werden, wenn der Einzeltest ihres Kindes positiv ausgefallen ist. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Die Corona-Checks mit den PCR-Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen sollen schneller Ergebnisse für einzelne Schulkinder und direkte Informationen an die Eltern liefern. Deshalb sollen die Schüler dieser Einrichtungen ab dem 10. Januar 2022 jeweils zwei statt bisher nur eine Speichelprobe abgeben, teilte das NRW-Schulministerium am Dienstag in einer Mail an die Schulen mit. Falls bei der gebündelten Analyse der Proben ganzer Lerngruppen ein positives Ergebnis festgestellt werde, könnten dann im Labor noch am selben Tag die Einzelproben untersucht werden. Bisher waren erneute Testungen zu Hause am Folgetag erforderlich.

Außerdem sollen die Eltern direkt vom Labor per SMS oder Mail benachrichtigt werden, wenn der Einzeltest ihres Kindes positiv ausgefallen ist. Die Ergebnisse lägen um 6 Uhr am Tag nach der Testung vor. Die Schule werde zwar ebenfalls informiert, müsse aber nicht mehr die Meldekette in Gang setzen, erläuterte das Ministerium. Im Fall eines positiven Testergebnisses müssten sich Eltern und Kinder unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Alle negativ getesteten Schüler könnten ohne Quarantäne weiter zur Schule gehen. Für das neue System sei eine Registrierung der Schüler mit den Kontaktdaten der Eltern nötig. Dies soll bis Monatsende an den Schulen erfolgt sein.

Bei den Lolli-Tests lutschen Schüler jeweils etwa 30 Sekunden lang auf einem wattierten Abstrichtupfer. Diese Tests erfolgen zwei Mal wöchentlich an den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe. Bei dem neuen Testsystem wird wie bisher eine Probe je Kind von der Lehrkraft in einem Sammelgefäß gegeben. Die zusätzliche zweite Probe wird hingegen einzeln verpackt und mit dem Namen des Kindes versehen. Am 22. Dezember 2021, dem vorletzten Tag vor den Weihnachtsferien, sollen alle Schüler dieser Schulen gleichzeitig getestet werden. So könnten die noch nötigen Nachtestungen am letzten Schultag abgegeben werden, falls Pooltests positiv ausfallen sollten.

Update, 16. November, 15.56 Uhr: NRW-Ministerpräsident will Regeln verschärfen und kündigt 2G in vielen Bereichen an

NRW will dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nicht länger zuschauen: Schon vor der Bund-Länder-Runde zur Bewältigung der Lage beschließt das Landeskabinett 2G im Freizeitbereich.

Wegen stark steigender Corona-Zahlen sollen in Nordrhein-Westfalen im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind.

Das hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf angekündigt. In besonders sensiblen Bereichen soll sogar 2G plus gelten - also aktuelle Tests auch für Geimpfte und Genesene. Dies betreffe unter anderem Karnevalssitzungen, sagte Wüst. Auch Weihnachtsmärkte sollen von dieser Regelung betroffen sein, erklärte der Ministerpräsident.

Update, 16. November, 13.17 Uhr: Corona-Hotlines des Gesundheitsamtes wieder erreichbar

Nach dem Ausfall am Dienstagmorgen vermeldete die Stadt am Mittag, dass alles wieder funktioniere.

Update, 16. November, 10.19 Uhr: Stromausfall beim Gesundheitsamt, Corona-Hotline nicht erreichbar

Die Stadt Köln teilte am Morgen mit, dass das Gesundheitsamt aktuell telefonisch nicht erreichbar sei. Grund sei ein Stromausfall. "Betroffen ist die Quarantäne-Hotline, die Reiserückkehrer-Hotline, die Impf-Hotline, die Hotline zu Corona-Fragen, die Schnelltest-Hotline und das Notfalltelefon", hieß es.

Bei Notfällen sollen sich Betroffene aktuell an den Hausarzt wenden oder den Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung wählen (116117).

Update, 16. November, 6.50 Uhr: Ansturm auf kostenlose Corona-Tests auch von Geimpften

Die Apotheken erleben nach Verbandsangaben auch von vollständig Geimpften einen Ansturm auf Corona-Bürgertests. "Seitdem seit Samstag wieder kostenlose Bürgertests möglich sind, stürmen die Menschen die Teststellen der Apotheken", sagt Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post".

Update, 16. November, 6.25 Uhr: 3G in Bussen und Bahnen macht laut Laumann nur bundesweit Sinn

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will eine bundesweit einheitliche Corona-Regelung für Busse und Bahnen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will eine bundesweit einheitliche Corona-Regelung für Busse und Bahnen.  © Mona Wenisch/dpa

Angesichts der Pläne der künftigen Ampelkoalitionäre, 3G in Bussen und Bahnen einzuführen, mahnt Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zu bundesweit einheitlichen Regelungen.

"Grundsätzlich ist der Verkehr durch eine flächendeckende Maskenpflicht bereits gut abgesichert", sagte Laumann "Rheinischen Post".

"Der Verkehr macht aber vor Bundesländergrenzen keinen Halt. Deswegen ist 3G in diesem Bereich dann wirklich effektiv, wenn alle Bundesländer an einem Strang ziehen und bundesweit einheitlich agieren", betonte er.

Laumann stellte die Frage, wie im Fernverkehr denn andernfalls 3G kontrolliert werden solle, wenn teilweise innerhalb von wenigen Minuten Bundesländergrenzen überquert werden, in denen im Zweifel unterschiedliche Regelungen gelten. "Das wäre nicht praxistauglich."

SPD, Grüne und FDP wollen 3G in Bussen und Bahnen einführen. Nur wer genesen, geimpft oder getestet ist, darf laut den Plänen mitfahren.

Update, 15. November, 16.32 Uhr: Karl Lauterbach und seine Warnung vor der vierten Corona-Welle

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58, SPD) warnte vor Wochen vor der vierten Corona-Welle. Jetzt sprich er sich für den "Lockdown für Ungeimpfte" aus.

Die aktuellen Aussagen von Karl Lauterbach zu Booster-Impfungen und der vierten Corona-Welle ließt du hier.

Update, 15. November, 16.29 Uhr: Corona in Gefängnissen

In den Haftanstalten in NRW sind seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 genau 559 Gefangene positiv auf Corona getestet worden. Die Impfquote bei den Gefangenen "hat die gleiche Größenordnung wie in der Normalbevölkerung", so das Justizministerium in einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags.

Bis zum Stichtag 8. November sind demnach außerdem 448 in Justizvollzugseinrichtungen bedienstete Menschen positiv getestet worden. 410 gelten als genesen. Ein positiv getesteter Bediensteter aus der JVA Moers-Kapellen war im April gestorben.

Update, 15. November, 14.35 Uhr: Schnelltests für Schulen ausgeschrieben – bis zu den Osterferien

Das NRW-Schulministerium sucht europaweit nach einem Lieferanten für Millionen von Corona-Schnelltests, um diese bis zu den Osterferien fortführen zu können. Bewerber haben bis Ende November Zeit, sich zu melden. Geliefert werden soll laut Ausschreibung spätestens ab dem 17. Januar.

Das Ministerium hatte die weiterführenden Schulen vergangene Woche aufgefordert, für die ersten Wochen nach den Weihnachtsferien Tests zu bunkern – damit es zu keinen Engpässen kommt. Die späte Ausschreibung – der aktuelle Liefervertrag läuft Ende des Jahres aus – hatte für Kritik von Opposition und Lehrergewerkschaft gesorgt.

Das Ministerium hat im Rahmen eines "beschleunigten offenen Verfahrens" die Angebotsfrist auf 15 Tage verkürzt. Anbieter müssen 7000 Schulen mit rund 3,3 Millionen Antigen-Selbsttests beliefern. "Der Mengenbedarf kann unter Berücksichtigung der Testfrequenz und weiterer Umstände der Pandemie-Entwicklung stark variieren", heißt es in der Ausschreibung.

Wie lange das Land Tests kauft, könne man nicht sagen. Bis zum Beginn der Osterferien solle das Geschäft aber laufen, so das Ministerium in der Ausschreibung. Bisher beliefert Siemens-Healthcare mit Hilfe des Logistik-Unternehmens trans-o-flex die Schulen. Die Partner hätten bei der aktuellen Neuvergabe gute Karten: Man muss laut Ausschreibung in den letzten Jahren schon einmal Schnelltests an mindestens 3000 Stellen geliefert haben.

Update, 14. November, 17.17 Uhr: Wüst will keine 2G plus-Verschärfung für Geimpfte

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) lehnt die Einführung einer 2G plus-Regel bei öffentlichen Veranstaltungen ab. Man sollte nicht den Geimpften, "die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen", sagte Wüst dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Bei dem Prinzip 2G plus bekommen auch Geimpfte und Genesene nur Zugang, wenn sie zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Wichtiger sei der Blick auf die Nichtgeimpften. "Wir müssen dafür werben, dass sich mehr Menschen impfen lassen", sagte Wüst, der im Moment auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, für öffentliche Veranstaltungen das Prinzip 2G plus einzuführen.

Bei dem Bund-Länder-Treffen am Donnerstag will Wüst aber auf die Einführung einer bundesweit einheitlichen 2G-Regel pochen. Das würde bedeuten, dass Ungeimpfte zu bestimmten Veranstaltungen keinen Zutritt mehr hätten. "Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen", sagte er.

Update, 13. November, 13.18 Uhr: Essener Uniklinik will nur noch Geimpfte einstellen

Die Uniklinik Essen will bei der Einstellung von neuem Personal bald nur noch Kandidaten berücksichtigen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Es gehe bei der Maßnahme vor allem um den Schutz der Patienten, die nicht mit Corona infiziert seien, sagte der Ärztliche Direktor, Jochen Werner, der "WAZ".

Dafür ergänze man die Hygienemaßnahmen "für die bei uns neu angestellten Mitarbeiter um die erforderliche vorausgegangene Impfung", sagte der Klinikchef. Diese Vorgabe gelte nach einer kurzen Übergangszeit für alle Bereiche des Hauses. Die Universitätsklinik Essen zählt zu den größten Corona-Behandlungszentren bundesweit.

Update, 13. November, 13.13 Uhr: Bad Honnef sagt Karnevals-Auftakt ab

In Bad Honnef wird zum Sessionsbeginn wegen Corona kein Karneval gefeiert.
In Bad Honnef wird zum Sessionsbeginn wegen Corona kein Karneval gefeiert.  © Roberto Pfeil/dpa

In der hitzigen Debatte um Karnevalsfeiern mitten in der vierten Corona-Welle zieht ein kleiner Verein Konsequenzen: Das Festkomitee in Bad Honnef bei Bonn hat seine für diesen Samstag geplante Sessionseröffnung kurzfristig abgesagt.

"Wir sind alle Herzblut-Karnevalisten - aber die Corona-Zahlen explodieren ohne Ende. Und die Vernunft hat einfach gesagt: Das macht keinen Sinn", sagte der 1. Vorsitzende, Stefan Jungheim, am Samstag. "Die Sicherheit und Gesundheit der Karnevalisten - vor allem der Kinder - geht absolut vor."

Eigentlich war am Samstagabend eine große Feier zur Sessionseröffnung im Kurhaus von Bad Honnef geplant - mit Auftritten des Bad Honnefer Karnevals-Corps und anderer örtlicher Karnevals-Vereine. Bis zu 400 Menschen wurden im Saal erwartet.

Nach dem bundesweiten Karnevalsauftakt am 11.11. hatten vor allem Bilder und Videos aus Köln von eng gedrängten Menschenmassen zu kritischen Kommentaren geführt. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte dem Sender RTL, die Bilder vom Karneval hätten ihn "gegraust".

Seine Erwartung: "Das werden wir in ein bis zwei Wochen bitter bezahlen." Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte die Feiern dagegen verteidigt und argumentiert, dass nur Geimpfte und Genesene zugelassen worden seien.

Update, 13. November, 12 Uhr: Zu lasche 2G-Kontrollen am 11.11.

Eine Reporterin hat die 2G-Kontrollen zum Karnevalsauftakt in Köln getestet und ist laut eines WDR-Berichts zu einem erschütternden Fazit gelangt.

Update, 13. November, 10.40 Uhr: Testzentren in NRW bieten wieder kostenlose Corona-Tests an

Nordrhein-Westfalen hat die Wiedereinführung kostenloser Corona-Schnelltests umgesetzt. Die neue Regelung gilt bereits vom heutigen Samstag an. In einer kurzfristig veröffentlichten Verordnung des NRW-Gesundheitsministeriums heißt es, dass sich jeder Bürger "mindestens einmal pro Woche" kostenlos in einem Testzentrum auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus untersuchen lassen kann.

Update, 12. November, 19.44 Uhr: Köln und Düsseldorf wollen Weihnachtsmärkte unter 2G-Bedingungen

Die Weihnachtsmärkte in Köln und Düsseldorf sollen unter 2G-Bedingungen stattfinden. Nur Geimpfte und Genesene sollten zugelassen werden, entschieden der Krisenstab der Stadt Köln und Düsseldorf Tourismus am Freitag.

In Düsseldorf sollen Nachweise den Angaben nach stichprobenartig kontrolliert werden. Zusätzlich werde geprüft, ob in einzelnen Bereichen Zugangskontrollen eingerichtet würden.

Der Krisenstab der Stadt Köln erwartet von der Landesregierung eine Verschärfung der Corona-Schutzverordnung, wie ein Sprecher mitteilte. Die 2G-Regel solle generell für Freizeitaktivitäten im Freien und die 2G plus Regel für Freizeitaktivitäten in Innenräumen gelten - hier gibt es dann nur Zugang für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich aber noch einen aktuellen Test vorweisen müssen.

Update, 12. November, 8.53 Uhr: Niederlande vor neuem Teil-Lockdown

Die Niederlande steuern angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen auf einen neuen Teil-Lockdown zu. Das berichten niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise.

So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schließen. Die Niederlande grenzen auch an Nordrhein-Westfalen.

Die geschäftsführende niederländische Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Maßnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden.

Nach Medieninformationen sollen Bürger nur noch höchstens vier Besucher zu Hause empfangen, Sportwettkämpfe ohne Publikum stattfinden. Kinos und Theater sollten aber mit einem Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test weiter genutzt werden dürfen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war im Nachbarland am Donnerstag auf über 16.000 gestiegen und hatte somit einen Höchstwert erreicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf mehr als 500, lag etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lage auf Intensivstationen ist prekär.

Update, 12. November, 8.42 Uhr: Impfpflicht bei der Bundeswehr gefordert

Der Präsident des Bundeswehr-Reservistenverbands Patrick Sensburg (50) hat sich laut einem Bericht für eine Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen.

"Ich selbst halte eine Impfpflicht für den richtigen Weg. Ohne sie werden wir nicht aus der Pandemie kommen", sagte der aus dem Sauerland stammende Sensburg der Wirtschaftswoche.

Update, 12. November, 8.40 Uhr: Lesen bei Kindern geschwächt

In der Corona-Pandemie haben viele Erst- und Zweitklässler dem Verband Mentor zufolge in den letzten anderthalb Jahren nicht richtig lesen gelernt.

Die ehrenamtlichen Kräfte hätten massive Leseprobleme bei Grundschülern festgestellt, hieß es am Freitag anlässlich einer Fachtagung von "Mentor - Die Leselernhelfer Bundesverband" in Dortmund.

Update, 12. November, 8.30 Uhr: Kritik an Kölner Karneval

Die Bilder von dicht gedrängten Menschen beim Kölner Karneval sorgten deutschlandweit für Aufsehen. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), zeigte sich entsetzt. Was er bei RTL zu den Feiern in Köln sagte, liest du im Extra-Artikel.


Update, 11. November, 11.43 Uhr: Kirchenräume sollen als Impfstellen bereitgestellt werden

Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft.  © Sven Hoppe/dpa

Um beim Impfen gegen das Coronavirus schneller zu werden, hat das Erzbistum Paderborn Kirchengemeinden aufgerufen, Räumlichkeiten für neue Impfstellen anzubieten. Kommunale Behörden sollten damit unterstützt werden, sagte Generalvikar Alfons Hardt am Donnerstag.

Der neue Erlass des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums sieht vor, dass Städte und Kreise in NRW eigenständig feste Impfstellen einrichten sollen. An der Schwelle zur vierten Welle gelte es nun mehr denn je darum, den Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen, betonte Hardt.

"Nicht nur die Sorge für die Kranken, auch die Vorbeugung gegen Krankheit ist in einer solchen Situation unsere christliche Pflicht", mahnte der Generalvikar laut Mitteilung. Die Kirchengemeinden im Erzbistum sollten "wohlwollend" nach passenden Räumlichkeiten für die nun fälligen Auffrischungsimpfungen Ausschau halten.

"Wir können dadurch als Kirche ein Zeichen der Solidarität setzen, um gemeinsam mit den kommunalen Behörden die Impfungen effizienter zu machen und damit die Hausarztpraxen zu entlasten."

Update, 11. November, 9.44 Uhr: Karnevalsempfang im Kölner Rathaus abgesagt

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Donnerstag den traditionellen Empfang im Rathaus zum Karnevalsauftakt am 11.11. abgesagt. Der Grund dafür ist, dass sich der Karnevalsprinz Sven I. mit Corona infiziert hat. Das Kölner Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau, hat deshalb alle Termine abgesagt.

Auch Gäste aus Israel und den USA hätten diesmal an dem Empfang teilgenommen. Es handelt sich um Nachfahren von Mitgliedern des Kleinen Kölner Klubs (KKK), dem einzigen jüdischen Karnevalsverein in Köln zur Zeit der Weimarer Republik.

Einige der Mitglieder retteten sich nach 1933 vor den Nazis ins Ausland. Heute sehen sich die Kölschen Kippa Köpp in der Tradition des Kleinen Kölner Klubs.

Update, 11. November, 9.06 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wüst gegen Corona-Impfpflicht

Trotz der sprunghaft steigenden Corona-Zahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.

Jeden Tag ließen sich noch mehrere tausend Menschen zum ersten Mal impfen. Das zeige, dass Argumente für das Impfen noch wirkten, sagte Wüst am Donnerstag im Radiosender WDR5. Er teile nicht die Auffassung, dass jede Person, die sich bisher noch nicht habe impfen lassen, ein "massiver Impfverweigerer" sei.

Er wolle diese Gruppe nicht dadurch verschrecken, "dass ich ihnen eine Impfpflicht vor den Latz knalle", sagte Wüst. "Sollen wir die Leute mit der Polizei zum Impfen zwingen?"

Update, 11. November, 8.18 Uhr: Kölner Oberbürgermeisterin Reker: "Kein normaler Karnevalsauftakt"

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64) hat am 11.11. zum verantwortungsvollen Feiern im Freien aufgerufen. (Archivbild)
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64) hat am 11.11. zum verantwortungsvollen Feiern im Freien aufgerufen. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64) rät angesichts der hohen Corona-Inzidenzen dazu, den Karnevalsauftakt im Freien zu feiern.

"Persönlich empfehle ich ein Feiern an der frischen Luft", sagte die parteilose Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Am Donnerstag, dem 11.11., wird der Beginn der Karnevalszeit erstmals seit zwei Jahren wieder in Präsenz gefeiert. Allerdings gilt dabei in Köln die 2G-Regel: Nur Geimpfte und Genesene haben Zugang zu den Feier-Zonen unter freiem Himmel und zu den Kneipen.

Update, 10. November, 15.54 Uhr: Düsseldorfer Karnevalsauftakt: "Der Hoppeditz ist geimpft"

Die 2G-Regel beim Düsseldorfer Karnevalsauftakt am Donnerstag gilt auch für den Hauptdarsteller: "Der Hoppeditz ist geimpft", erklärte ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) am Mittwoch. Ob der Hoppeditz sein Kostüm wie im vergangenen Jahr mit einer roten Maske kombinieren werde, sei noch unklar.

In Düsseldorf wird am Donnerstag, dem 11.11., um 11.11 Uhr mit dem Hoppeditz-Erwachen die Karnevalssaison eingeläutet. Dazu steigt die Kunstfigur aus einem überdimensionalen Senftopf und geigt den Politikern die Meinung. Wer das Schauspiel am Donnerstag miterleben möchte, muss geimpft oder genesen sein (2G). Sonst kommt man in den erstmals abgesperrten Bereich vorm Rathaus nicht rein.

Update, 10. November, 15.25 Uhr: Koalitionspartner FDP kritisiert Wüsts Corona-2G-Plan

Die vom neuen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (46, CDU) landesweit geplante 2G-Regel im Freizeitbereich stößt beim Koalitionspartner FDP auf Kritik. "Wer eine Impfpflicht will, soll es auch so sagen", twitterte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne, am Mittwoch. "Die Umwege über kostenpflichtige Tests und/oder über 2G für alles, was gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, sind unehrlich." 2G bedeutet, dass nur geimpfte oder genesene Personen Zugang zu bestimmten Veranstaltungen oder in Einrichtungen bekommen.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hatte Wüst am Dienstag auf eine Verständigung von Bund und Ländern über eine 2G-Regelung im Freizeitbereich und eine 3G-Regel am Arbeitsplatz gedrängt. 3G steht für geimpft, genesen oder getestet. Wenn das nicht gelinge, werde NRW seine Planungen für 2G forcieren, hatte Wüst gesagt.

Höne sprach sich hingegen für eine flächendeckende 3G-Regelung in Innenräumen und am Arbeitsplatz aus - inklusive Kontrollen. Außerdem plädierte der FDP-Abgeordnete für kostenlose Tests, Booster-Impfungen, Impfbusse und Impf-Nachmittage bei niedergelassenen Ärzten.

Update, 10. November, 14.17 Uhr: Keine Krankenhaus-Engpässe wegen Corona-Lage in NRW

Trotz der zuletzt gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen ist die Lage in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern nicht besorgniserregend.

Auch weil NRW im Vergleich zu anderen Ländern und im Bundesdurchschnitt vergleichsweise gut dastehe, gebe es zurzeit genügend freie Betten in den Kliniken - auch auf den Intensivstationen, sagte Hilmar Riemenschneider, Sprecher der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt keine Engpässe, die mit der Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu tun hätten", betonte Riemenschneider.

Am vergangenen Wochenende seien die Intensivstationen einer Düsseldorfer Klinik "vollgelaufen", so dass das Krankenhaus sich kurzfristig für Neuaufnahmen schwerer Fälle "abgemeldet" habe, sagte Riemenschneider. Darüber hinaus sei ihm nicht bekannt, dass geplante Operationen verschoben oder Patienten in Krankenhäuser anderer Städte oder gar Bundesländer verlegt werden mussten.

Dass die Intensivstationen punktuell und regional mal ausgelastet seien, das seien "Einzelfälle" und habe zudem nichts mit der Corona-Pandemie zu tun. Dies sei vielmehr auf die zuletzt rasch gestiegene Zahl anderer saisonal bedingter respiratorischer Erkrankungen (Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege sowie der Lunge) und Infektionen zurückzuführen.

Der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstationen lag am Mittwoch nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) landesweit bei 8,37 Prozent. Es mussten mit 432 Fällen sogar weniger Corona-Patienten intensivmedizinisch versorgt werden als tags zuvor (437).

Update, 10. November, 14.11 Uhr: Reul warnt vor Übermut zum Karnevalsstart

NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) hat die Jecken am 11.11. in Anbetracht der aktuellen Infektionszahlen trotz "Feier-Erlaubnis" vor Übermut gewarnt.
NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) hat die Jecken am 11.11. in Anbetracht der aktuellen Infektionszahlen trotz "Feier-Erlaubnis" vor Übermut gewarnt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Zum Start in die Karnevalssession am 11.11. hat der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) die Jecken vor Übermut gewarnt. "Auch ich freue mich, dass wir dieses Jahr wieder ein bisschen feiern dürfen, aber wir müssen noch immer halblang machen", sagte Reul laut Mitteilung am Mittwoch.

Es sei immer noch "ein Corona-Karneval und kein Karneval, wie wir ihn sonst kennen und gern wieder hätten". Angesichts hoher Infektionszahlen appellierte er an die Feiernden: "Halten Sie sich an die Regeln, lassen Sie sich testen, bleiben Sie auf Abstand!"

Update, 10. November, 13.42 Uhr: Schulministerin mahnt: Kein Druck auf Schüler, Maske zu tragen

Im anhaltenden Streit um die Maskenfreiheit im Unterricht hat Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor unzulässiger Einflussnahme auf die Schüler gewarnt.

"Es darf weder über Lehrkräfte noch über Schulleitungen Druck ausgeübt werden auf die Schülerinnen und Schüler - auch nicht über die Kommunen vor Ort, dass das umgangen wird", sagte Gebauer zur landesweiten Abschaffung der Maskenpflicht am Sitzplatz.

Die seit dem 2. November geltende Aufhebung gelte landesweit für alle Schulen, bekräftigte sie am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Schulen seien nach wie vor "ein sicherer Lern- und Lebensort", unterstrich die Ministerin. "Es gibt Infektionen auch an Schulen, aber keine Ausbrüche." Die SPD-Opposition betonte, die Maßnahme sei falsch und gehe an den Warnungen der Virologen angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen vorbei.

Update, 10. November, 12.24 Uhr: Noch keine Ausschreibung für neue Corona-Tests

Wenige Wochen vor dem Ende des laufenden Liefervertrags über Corona-Schnelltests für weiterführende Schulen hat das Ministerium noch keine neue Ausschreibung gestartet. Ein Sprecher des Schulministeriums sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Ausschreibung sei noch in Vorbereitung und werde "in Kürze veröffentlicht".

Laut Ministerium läuft der aktuelle Vertrag mit dem Lieferanten Ende des Jahres aus. Die Schulen waren vergangene Woche darüber via E-Mail informiert worden. Die weiterführenden Schulen in NRW sollen daher für Januar vorsichtshalber Vorräte an Corona-Schnelltests anlegen, "um jegliche Risiken von Versorgungsengpässen, die durch einen Anbieterwechsel entstehen könnten, auszuschließen."

Warum die Ausschreibung erst kurz vor Ende des aktuellen Vertrags veröffentlicht werden soll, blieb zunächst unklar. Durch die Corona-Pandemie wurden die strengen Vorgaben für Ausschreibungen in Teilen gelockert. Es gab allerdings auch Ärger um schnelle Vergaben - so zum Beispiel nach einem Auftrag der Landesregierung über 1,25 Millionen Stoff-Masken an die Firma van Laack.

Update, 10. November, 12.21 Uhr: Neue Schutzverordnung in NRW, Corona-Tests nur noch 24 Stunden gültig

Als getestet gilt man in Nordrhein-Westfalen ab sofort nur noch, wenn der Corona-Schnelltest oder PCR-Test höchstens 24 Stunden alt ist. Zuvor lag die Grenze bei 48 Stunden. Das geht aus der neuen Coronaschutz-Verordnung hervor, die seit Mittwoch gilt.

Einen entsprechend frischen Test muss man als Nicht-Geimpfte oder Nicht-Genesener überall dort vorweisen, wo die 3G-Regel gilt - also zum Beispiel in Restaurants oder beim Friseur. Für manche Bereiche - wie Diskotheken oder Karnevalsveranstaltungen in Räumen - gilt sogar die 3Gplus-Regel: Hier darf ein Schnelltest sogar nur sechs Stunden alt sein.

Update, 10. November, 10.26 Uhr: Neue Schutzverordnung vor Karneval, NRW erlaubt Schunkeln ohne Maske

Das Land NRW hat kurz vor dem Start der Karnevalssession die Coronaschutz-Verordnung verändert und erlaubt nun unter anderem Schunkeln ohne Maske.
Das Land NRW hat kurz vor dem Start der Karnevalssession die Coronaschutz-Verordnung verändert und erlaubt nun unter anderem Schunkeln ohne Maske.  © Marius Becker/dpa

Das Land NRW hat kurz vor dem Start der Karnevalssession am 11.11. die Coronaschutz-Verordnung verändert und erlaubt nun unter anderem ausdrücklich Schunkeln ohne Maske.

Wer drinnen an einer Karnevalsparty teilnehmen will, muss - wenn er nicht geimpft oder genesen ist - einen PCR-Test oder einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen (3G-plus-Regel).

In der seit Mittwoch gültigen Verordnung heißt es, dass man auf eine Maske bei "Karnevalsveranstaltungen und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen" verzichten kann. Voraussetzung für den Zutritt ist aber - wie zum Beispiel bereits in Diskotheken - die 3G-plus-Regel.

Update, 10. November, 8.53 Uhr: Wüst dringt auf Bund-Länder-Treffen zu 2G, "notfalls alleine"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) dringt erneut auf ein schnelles Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage und Gespräche über eine bundesweite 2G-Regelung.

"Ich glaube, wir sollten darüber zu einer Verständigung kommen deutschlandweit, dass wir nicht am Ende wieder einen Flickenteppich haben. Und 2G scheint ein probates Mittel zu sein, darüber müssen wir reden", sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Update, 10. November, 8.50 Uhr: Karneval feiern unter strengen Auflagen in Köln

Am Donnerstag um 11.11 Uhr beginnt in NRW die fünfte Jahreszeit. Nachdem im vergangenen Jahr wegen Corona fast alles ausgefallen ist, soll dieses Jahr wieder gefeiert werden. Allerdings hat sich die Pandemiesituation in den vergangenen Wochen wieder zugespitzt.

So gelten zum jecken Auftakt in Köln strenge Regeln!

Update, 10. November, 7.35 Uhr: Apothekerverband befürchtet Knappheit bei Corona-Schnelltests

Der Apothekerverband Nordrhein warnt vor knapp werdenden Corona-Schnelltests in den Apotheken und steigenden Preisen. "Vielerorts sind Tests nicht mehr erhältlich", sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein der Zeitung Rheinische Post.

Update, 10. November, 6.33 Uhr: Kölns OB Reker für Impfpflicht bei stagnierender Quote

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) hat sich bei weiter stagnierender Impfbereitschaft für eine Impfpflicht ausgesprochen.
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) hat sich bei weiter stagnierender Impfbereitschaft für eine Impfpflicht ausgesprochen.  © Federico Gambarini/dpa

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) hält bei weiter stagnierender Impfbereitschaft eine Impfpflicht für angezeigt.

"Ich fürchte, dass wenn wir bis Weihnachten keinen richtigen Schub bei der Impfquote haben, werden wir über eine Impfpflicht für alle diskutieren müssen. Es kann ja jetzt nicht auf Dauer so weitergehen mit den Einschränkungen in unserem Leben", sagte das Oberhaupt der Millionenstadt der Zeitung Kölner Stadt-Anzeiger.

Update, 9. November, 16.49 Uhr: LWL-Museen lassen nur noch Geimpfte und Genesene ein

Wegen steigendender Corona-Infektionszahlen haben in den Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) künftig zunächst nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Die 2G-Regeln gelten von Freitag an in den 18 Museen sowie in den Besucherzentren am Kahlen Asten und am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica, wie der LWL am Dienstag mitteilte. Auch für die Veranstaltungen und Tagungen in den Einrichtungen des LWL müssten Besucher dann nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren seien davon ausgenommen, weil sie regelmäßig an Schultestungen teilnähmen. In den Schulferien müssen sie mindestens einen Testnachweis vorlegen. Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten, bräuchten für den LWL-Museumsbesuch ein ärztliches Attest sowie einen negativen Schnelltest.

Mit Blick auf die steigenden Inzidenzen solle der Museumsbesuch so sicher wie möglich gestaltet werden, begründete LWL-Direktor Matthias Löb den Schritt. "Wir wollen in der andauernden Pandemie weiter unsere Besucherinnen und Besucher willkommen heißen, denn sie übernehmen durch ihre Impfung Verantwortung für sich und andere", so Löb weiter.

Update, 9. November, 16.22 Uhr: Kommunen müssen feste Impfstellen aufbauen

Um bei den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus schneller zu werden, hat das Land NRW die Kommunen zur Einrichtung fester Impfstellen aufgefordert. Städte und Kreise sollten möglichst wohnortnahe Angebote sicherstellen, hieß es in einem Erlass des Gesundheitsministeriums vom Dienstag.

Die ergänzenden Impfangebote könnten sowohl für Erst- und Zweitimpfungen als auch für Auffrischungsimpfungen aufgesucht werden. "Für die kommenden Monate ist der Impffortschritt von zentraler Bedeutung. Hier müssen wir weiter an Geschwindigkeit zulegen", betonte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU).

Update, 9. November, 16.12 Uhr: Wüst fordert kostenlose Schnelltests

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) fordert wieder kostenlose Corona-Schnelltests, mindestens für Geimpfte und Genesene. Außerdem müsse es Wiederauffrischungsimpfungen geben.

Für die gesamte Bevölkerung seien niedrigschwellige Impfangebote nötig, sagte Wüst am Dienstag in Düsseldorf. Das könnten zum Beispiel Impf-Busse sein oder Angebote an U-Bahnstationen.

Update, 9. November, 16.05 Uhr: Wüst will Bund-Länder-Verständigung für 2G im Freizeitbereich

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) plädiert für eine 2G-Regelung im Freizeitbereich, also Zugangsbeschränkungen für alle, die nicht geimpft oder genesen sind. Er wünsche sich dazu eine gemeinsame Verständigung von Bund und Ländern, sagte Wüst am Dienstag in Düsseldorf.

Am besten sei eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch in dieser Woche. Wüst ist derzeit Vorsitzender der MPK. Eine bundesweite Einigung sei für NRW aber keine Voraussetzung zu handeln, stellte Wüst klar. Wenn das nicht gelinge, werde NRW seine Planungen für 2G forcieren.

Update, 9. November, 14.20 Uhr: 1675 Menschen mit Covid-19 in NRW-Kliniken

In den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern werden derzeit 1675 Patientinnen und Patienten wegen einer Infektion mit dem Coronavirus behandelt. Wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte, waren das 126 mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und Patienten, die auf den Intensivstationen lagen, stieg von 422 am Montag auf nun 437. Davon mussten 242 Personen beatmet werden.

Zwar steigen die Zahlen seit gut vier Wochen kontinuierlich, gleichwohl beträgt der Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen nach Angaben der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) lediglich 8,18 Prozent. Vom Höchststand in der Corona-Pandemie kurz vor der Jahreswende 2020/21, als in NRW mehr als 6000 Covid-Patienten in den Krankenhäusern (davon 1165 auf den Intensivstationen) behandelt wurden, ist das Land noch weit entfernt. Die sogenannte Hospitalisierungsrate betrug am Dienstag 3,43. Das heißt, knapp dreieinhalb Menschen pro 100.000 Einwohner kamen binnen einer Woche mit Covid-19 in die Krankenhäuser.

Derweil steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter. Pro 100.000 Einwohner meldeten die Gesundheitsämter binnen sieben Tagen 130,0 Neuinfektionen. Am Montag hatte der Wert landesweit 123,2 betragen.

Update, 9. November, 6.36 Uhr: Deutlich weniger Buchungen für Weihnachtsfeiern in Lokalen

Auch in diesem Jahr fallen viele Weihnachtsfeiern wegen Corona wieder ins Wasser.
Auch in diesem Jahr fallen viele Weihnachtsfeiern wegen Corona wieder ins Wasser.  © Patrick Seeger/dpa

In dem von der Corona-Krise schwer gebeutelten Gastgewerbe gibt es wenig Hoffnung auf einen versöhnlichen Jahresabschluss.

Wie aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes unter 388 Unternehmern in Nordrhein-Westfalen hervorgeht, sind bei den Restaurants deutlich weniger Buchungen für Weihnachtsfeiern und andere Veranstaltungen im Dezember eingegangen.

Zwei Drittel der Gastronomen und Hoteliers (64,2 Prozent) gaben an, dass es für den Dezember bisher weniger Buchungen gebe als 2019. Ein Viertel (27,6 Prozent) haben eine ähnliche Buchungslage wie damals. 8,2 Prozent berichten von anziehenden Geschäften.

Der letzte Monat des Jahres ist sehr wichtig für das Gastgewerbe, etwa weil viele Familien gemeinsam essen gehen oder Firmen ihre Beschäftigten zum geselligen Beisammensein in Lokale einladen.

Doch angesichts des zuletzt wieder höheren Infektionsgeschehens verzichtet manch Unternehmen auf seine traditionelle Weihnachtsfeier - das bekommen die Gastwirte zu spüren. Viele Restaurantbesitzer machten in der Umfrage deutlich, dass sie weiterhin auf kurzfristige Buchungen hofften.

Die Entwicklung der pandemischen Lage bleibe wie schon in den vergangenen Monaten ein Unsicherheitsfaktor, hieß es vom Dehoga. Man setze auf steigende Impfzahlen und die Einhaltung von 3G-Regeln

Update, 8. November, 16.36 Uhr: Schulen sollen Schnelltests bunkern

Die weiterführenden Schulen in NRW sollen für Januar vorsichtshalber Vorräte an Corona-Schnelltests anlegen.

Das hat das Schulministerium in einer Mail an alle Einrichtungen angekündigt.

Hintergrund: Der aktuelle Vertrag mit dem Lieferanten läuft zum Jahresende aus und man brauche zur Sicherheit einen Puffer.

Update, 8. November, 16.26 Uhr: 2G-Regeln für Karneval in Köln

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen will die Stadt Köln die Regeln für den Karnevalsauftakt am 11.11. noch einmal verschärfen.

In den abgesperrten Bereichen der Altstadt und im Zülpicher Viertel soll am Donnerstag nicht mehr 3Gplus gelten, sondern 2G. Auch bei allen Saalveranstaltungen und in den Kneipen solle 2G verpflichtend sein, sagte am Montag ein Sprecher der Stadt. Alle Infos zum 11.11. in Köln findest Du hier.

Update, 8. November, 16.24 Uhr: Lauterbach warnt vor "Monster-Welle"

Volle Fußball-Stadien, volle Fußgängerzonen, volle Krankenhäuser! Die vierte Corona-Welle schwappt mit neuen Infektions-Rekorden durch Deutschland. Und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) warnt eindringlich.

Karl Lauterbach warnt vor einer möglichen "Monster-Welle" bei Corona-Infektionen.

Update, 8. November, 6.12 Uhr: SPD will 2G, Bürgertests in "kalten Monaten" und Expertenrat zurück

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty fordert, dass die 2G-Regel flächendeckend eingeführt wird.
SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty fordert, dass die 2G-Regel flächendeckend eingeführt wird.  © Oliver Berg/dpa

Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert mehr Maßnahmen, um die vierte Welle der Corona-Pandemie zu brechen. So soll nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion in NRW flächendeckend die 2G-Regel (geimpft oder genesen) für Veranstaltungen und die Gastronomie eingeführt werden.

Sie spricht sich außerdem dafür aus, befristet wieder kostenlose Coronatests einzuführen - konkret in den "kalten Monaten", wie es in einem 10-Punkte-Papier der Opposition heißt. Darin wird auch gefordert, den Expertenrat des Landes zu reaktivieren.

"Die Zeit des Abwartens muss vorbei sein. Je länger sie noch dauert, umso härter werden wir in die Bremse gehen müssen. Das will keiner", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty der dpa.

Der neue Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) habe zahlreiche Instrumente in der Hand, so Kutschaty: "Er muss sie nur nutzen." Dazu gehöre auch die Reaktivierung der Maskenpflicht an Schulen.

Das 10-Punkte-Papier fordert auch die Wiedereinsetzung des Expertenrats Corona - in Kooperation mit dem Landtag. Das Gremium - darunter Virologe Hendrick Streeck und Jurist Udo Di Fabio - hatte zuletzt Ende Juni getagt und die aktuelle Situation damals bereits recht gut vorhergesagt.

So warnten die zwölf Experten vor mehr Infektionen im Herbst, Impfdurchbrüchen und einer stärkeren Polarisierung innerhalb der Gesellschaft. Eine neue Welle könne "erneut Gefühle von Ohnmacht, Panik oder Schuld hervorrufen."

Update, 7. November, 21.19 Uhr: Streeck über 2G-Regel

Der Bonner Virologe und Corona-Experte Hendrik Streeck (44) sieht die 2G-Regel in Gastronomie und bei Veranstaltungen mit Problemen behaftet.

"Die Geimpften haben das Gefühl, sie sind nicht mehr Teil der Pandemie und verhalten sich auch entsprechend risikoreich", sagte Streeck dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Update, 7. November, 14.44 Uhr: Wüst fordert kostenlose Corona-Schnelltests

Die Bundesärztekammer fordert eine schnelle Rückkehr zu kostenlosen Corona-Schnelltests. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) befürwortet ein Gratis-Angebot für Geimpfte und Genesene.

Das Ende der Kostenübernahme für sogenannte Bürgertests habe nicht dazu geführt, Impfunwillige zu einer Impfung zu motivieren, sagte Präsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Update, 5. November, 10.51 Uhr: Karnevalspräsident erwartet normale Saison für Geimpfte

Die Pandemie-Situation in Deutschland spitzt sich zu, gleichzeitig beginnt nächste Woche die Karnevalssaison. Feiern in der Kneipe und Jecken-Sitzung in den Sälen, wie wird das funktionieren?

Trotz schnell steigender Inzidenzen erwartet der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn (57) eine in weiten Teilen vollwertige Karnevalssaison. "Selbst wenn die Inzidenzen in die Hunderte gehen sollten, heißt das nicht unbedingt, dass die Krankheitsverläufe weitreichende Einschränkungen für Geimpfte und Genesene rechtfertigen", sagte Kuckelkorn der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 4. November, 19 Uhr: Laut Gesundheitsministerium genügend Impfstoff für Booster vorhanden

Sogenannte Booster-Impfungen für einen besseren Schutz gegen Coronainfektionen scheitern nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums nicht an mangelnden Dosen.

"Eine Knappheit an Impfstoff besteht nach unseren Kenntnissen derzeit nicht", stellte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf fest.

Update, 4. November, 17.48 Uhr: Erste Martinsumzüge in NRW

In einigen Städten in Nordrhein-Westfalen gibt es an diesem Wochenende bereits Martinsumzüge - am Freitag zum Beispiel in der Duisburger Innenstadt (16.45 Uhr). Außer den Laternen benötigen die Teilnehmer dort in diesem Jahr einen 2G-Nachweis. Das heißt: Sie müssen geimpft oder genesen sein. Auch der Darsteller von Sankt Martin müsse sich an die Hygieneregeln halten, teilten die Veranstalter mit.

"Unser Sankt Martin ist geimpft", erklärte Siegfried Brandenburg, Veranstalter des Umzugs in Essen. Die Stadt Dortmund teilte mit, dass sich ihr Sankt Martin im Westfalenpark an die 3G-Regeln halten werde. Eine Maske müsse der Reiter jedoch nicht über seinen Bart ziehen - das Pferd garantiere ihm bereits den nötigen Abstand zu den Besuchern.

St. Martin ist am kommenden Donnerstag (11. November). Am Martinstag feiern Christen den Heiligen St. Martin als Schutzpatron der Armen.

Update, 4. November, 8.09 Uhr: Polizisten mit Corona-Infektion als Dienstunfall anerkannt

Bei der NRW-Polizei sind rund 20 Corona-Infektionen als Dienstunfälle anerkannt worden. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage.

Nach dpa-Informationen liegen noch mehr als 200 weitere Anträge vor. In jedem einzelnen Fall muss das Land prüfen, ob der Polizist oder die Polizistin sich im Dienst mit Covid-19 infiziert hat.

Update, 3. November, 11.17 Uhr: Impfzentren nicht notwendig?

Für ein hohes Tempo bei Corona- Auffrischungsimpfungen braucht es nach Ansicht von Kassenärzten keine Reaktivierung von Impfzentren in NRW. Die Booster-Impfungen in den Praxen gewinnen an Fahrt, eine Wiedereröffnung der Zentren sei unverhältnismäßig und unnötig, sagte der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dirk Spelmeyer, am Mittwoch.

"Unsere Praxen können boostern und tun es auch." In der vergangenen Woche seien allein in Westfalen-Lippe rund 46.000 Auffrischungsimpfungen durchgeführt worden, eine Woche zuvor etwa 26.000.

Update, 3. November, 11.17 Uhr: Booster-Impfungen in NRW

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) ist überzeugt, dass die anstehenden Auffrischungsimpfungen im Land über Hausärzte und mit zusätzlichen kommunalen Impfzentren zügig zu bewältigen sind.

"Ich bin, was Nordrhein-Westfalen angeht, (...) sehr optimistisch, dass wir das in einem guten Tempo hinkriegen", sagte Laumann am Mittwoch im WDR.

Eine Reaktivierung der kreisweiten Impfzentren lehnt NRW ab.

Update, 3. November, 8.17 Uhr: Karl Lauterbach warnt

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) sieht angesichts der angespannten Corona-Lage größeren Weihnachtsfeiern mit Sorge entgegen.

"Obwohl bereits viele Menschen geimpft sind, kann es immer noch zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen."

Update, 2. November, 21.08 Uhr: Hausärzte gegen Wiedereröffnung von Impfzentren

Im Streit um eine Wiederöffnung der Impfzentren hat das NRW-Gesundheitsministerium nun die Kommunen aufgefordert, zusätzliche Impfstellen zu schaffen.

"Impfzentren, so wie wir sie hatten, werden aber nicht reaktiviert", sagte ein Sprecher des Ministeriums (MAGS) am Dienstag auf Anfrage. Man wolle bei den Auffrischungsimpfungen mehr Tempo machen.

"Daher wird das MAGS nun die Kreise und kreisfreien Städte auffordern, die Konzepte für flächendeckende Auffrischungsimpfungen zu aktivieren und damit neben den Arztpraxen zusätzliche Impfmöglichkeiten zu schaffen."

Update, 2. November, 14.55 Uhr: Hausärzte gegen Wiedereröffnung von Impfzentren

Hausärzte in NRW halten es nicht für notwendig, die Impfzentren wieder zu öffnen.
Hausärzte in NRW halten es nicht für notwendig, die Impfzentren wieder zu öffnen.  © Christoph Schmidt/dpa

Die Hausärzte in NRW haben sich gegen einen Neustart der Impfzentren gewandt. Die Räumlichkeiten für die Zentren seien nur vorübergehend angemietet gewesen, ebenso wie die gesamte Ausstattung, sagte eine Sprecherin des Hausärzteverband der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Die Impfzentren würden häufig schon wieder in ihrer ursprünglichen Verwendung etwa als Turnhallen von Schulen oder Messehallen genutzt. "Auch die Impfteams können nicht so einfach wieder aktiviert werden."

Der Landesverbandsvorsitzende Oliver Funken bezeichnete eine ins Gespräch gebrachte Wiedereröffnung in der "Rheinischen Post" als einen "Rückschritt in der Impfkampagne, der weder organisatorisch noch wirtschaftlich Sinn macht."

In den Impfzentren hatten sich der Verbandssprecherin zufolge Ärztinnen und Ärzte sowie weiteres medizinisches Fachpersonal oft neben ihren Hauptjobs engagiert. "Jetzt sind diese Kräfte in den Praxen gefragt und eingesetzt."

Die Impfung in der Hausarztpraxis vor Ort sei auch für die Patienten einfacher. Viele Praxen hätten Impfsprechstunden und Impftage eingeführt. "Die Organisation der Auffrischungsimpfungen ist in die Praxisabläufe und in die Praxisorganisation eingebunden. Es läuft alles sehr gut und reibungslos." Allerdings müsse der Impfstoff kurzfristiger und flexibler lieferbar sein, forderte der Verband.

Die niedergelassenen Ärzte könnten die noch ausstehenden Impfungen und Booster-Auffrischungen in ihren Praxen alleine bewältigen, es brauche die Impfzentren dafür nicht. "Die Hausärzte sind im Impf-Flow."

Update, 2. November, 10.30 Uhr: Maskenpflicht in Schulen entfällt

Mit gemischten Gefühlen hat an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen am Dienstag der Unterricht ohne Mund-Nasen-Schutz begonnen. Nach mehr als einem Jahr Maskenpflicht ist diese auf den Sitzplätzen im Klassenraum zum 2. November in NRW nun abgeschafft.

Update, 2. November, 10.15 Uhr: Immer mehr Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern

Die Zahl der Corona-Patienten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern steigt weiter an.

Wie das NRW-Gesundheitsministerium in einer Übersicht im Internet mitteilte, wurden am Dienstag 1327 Covid-Patienten behandelt, 39 mehr als noch vergangenen Freitag.

Update, 1. November, 15.09 Uhr: NRW-Krankenhäuser nehmen vier Patienten aus Rumänien auf

Krankenhäuser in NRW und Koblenz helfen erneut bei der Behandlung schwerkranker Corona-Patienten aus dem Ausland. Wie die nordrhein-westfälische Staatskanzlei berichtete, sollten am Montag sechs Covid-Patienten aus Rumänien von der Luftwaffe zum Flughafen Köln/Bonn gebracht werden.

Vier würden auf Intensivstationen in Bochum, Krefeld und Bergisch Gladbach behandelt, die anderen beiden im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz (Rheinland-Pfalz).

Update, 1. November, 9.14 Uhr: Kantinen-Bereiche für Geimpfte und Ungeimpfte?

Mehrere große Unternehmen wollen in der Corona-Krise nach einem Medienbericht künftig Geimpften und von Corona genesenen Beschäftigten eigene Kantinenbereiche oder eigene Cafeterias anbieten.

In diesen Sonderbereichen dürften Beschäftigte ohne Schutzvorgaben zusammensitzen, während diejenigen, die sich nicht impfen lassen oder keine Auskunft über ihren Impfstatus geben,
weiter mit Abstandsregeln, Masken oder Trennwänden beim Essen leben müssten, berichtet die Rheinische Post (Montag).

Update, 31. Oktober, 14.30 Uhr: Zoff um Aussetzen der Masken-Pflicht an Schulen: Politiker debattieren im NRW-Landtag

Keine einhellige Meinung: Das Aussetzen der Maskenpflicht zu Zeiten der Corona-Pandemie im Schulunterricht in Nordrhein-Westfalen zum 2. November sorgt weiter für politischen Streit.

Die SPD-Fraktion beantragte deshalb eine Aktuelle Stunde im Landtag. "Aufhebung der Maskenpflicht bei steigender Inzidenz – verfrüht, riskant und gefährlich!", hieß es in dem Antrag.

Update, 31. Oktober, 2021, 12.12 Uhr: Karl Lauterbach mit klarer Forderung

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten.

Die Impfungen kämen viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er am Samstag auf Twitter.

"Wir brauchen schnelle Impfung für Ältere. Ideal wäre Wiederöffnung der Impfzentren."

Update, 30. Oktober, 8.10 Uhr: Schulen haben keine Wahlfreiheit bei der Maskenpflicht, Kinder dafür schon

Das Aussetzen der Maskenpflicht im Unterricht zum 2. November kann nicht von den Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgehebelt werden. Einzelne Schüler haben aber Entscheidungsfreiheit. Das hat das Schulministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klargestellt. "Die Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht gilt landesweit. Schulen dürfen keine eigenen Regelungen erlassen", hieß es aus dem Ministerium. "Dessen ungeachtet können Schülerinnen und Schüler individuell für sich entscheiden, weiterhin eine Maske zu tragen."

Der Krisenstab der Stadt Krefeld hatte am Freitag beschlossen, die Maskenpflicht in Schulen aufrechtzuerhalten. Das Gesundheitsministerium müsse dem allerdings zustimmen, teilte die Stadt mit. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) erteilte dem Plan der Stadt umgehend eine Absage. In der "Aktuellen Stunde" im WDR Fernsehen sagte er: "Das Ministerium wird ganz klar entscheiden, dass das nicht okay ist." Krefeld habe eine Corona-Inzidenz, die unter dem Bundesdurchschnitt liege. "Es gibt keine besonderen Auffälligkeiten an den Krefelder Schulen. Und damit gilt Landesrecht auch in Krefeld."

Zuvor hatte Laumann in Düsseldorf vor Journalisten gesagt: "Es ist nicht verboten, in der Schule eine Maske zu tragen." Jedes Kind könne weiterhin freiwillig Maske tragen, habe dann aber auch die Möglichkeit, sie abzusetzen. Im übrigen Schulgebäude bleibe es bei der Maskenpflicht.

Die in Eltern-, Schüler- und Lehrerkreisen umstrittene Entscheidung sei eine Abwägung der Koalition gewesen - auch, wenn nicht alles dafür spreche, sagte Laumann. "Man kann ja nicht bestreiten, dass die Masken ein Stück Sicherheit geben."

Da völlig unklar sei, wann in Deutschland ein Impfstoff für unter Zwölfjährige zugelassen werde, sei es schwierig, darauf zu warten und trotz steigender Impfquoten in der Gesamtbevölkerung und regelmäßigen Testungen in den Schulen die Maskenpflicht dort aufrecht zu erhalten, erklärte Laumann. Er habe auch E-Mails erhalten mit dem Tenor: "Du musst jetzt die Masken abschaffen. Du erstickst unsere Kinder."

Update, 29. Oktober, 16.42 Uhr: Laumann will bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für Corona-Regeln

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) dringt auf eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für grundlegende Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Diese Maßnahmen würden weiter gebraucht, sagte er am Freitag in Düsseldorf mit Blick auf die wieder stark steigenden Corona-Zahlen. Die Bundesländer müssten weiterhin in der Lage sein, Maskenpflicht sowie Abstands-, Hygiene- und Quarantäneregeln und Kontaktnachverfolgung durchsetzen und etwa bei bestimmten Ein -und Ausreisen testen zu können.

Nach dem, was er aus Berlin höre, werde eine solche Rechtsvorschrift zu diesen Corona-Schutzmaßnahmen im Bundesinfektionsschutzgesetz auch kommen und verabschiedet, sagte Laumann. "Damit können wir nach meiner Auffassung umgehen."

Das von den möglichen künftigen Regierungspartnern SPD, Grüne und FDP geplante Auslaufen der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zum 25. November beunruhigte den NRW-Minister offenbar nicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) etwa hatte das Ende der epidemischen Lage kritisiert, das auch bereits Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) befürwortet hatte.

Verwundert äußerte sich Laumann allerdings über den Plan der Ampel-Partner, ihre neue Rechtsvorschrift bis zum 20. März 2022 zu befristen. "Vielleicht hat die Ampel ja hellseherische Fähigkeiten, ich habe die nicht."

Update, 29. Oktober, 15.20 Uhr: Ärztefunktionär: Corona-Booster teils auch in Kita- und Schule ratsam

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dirk Spelmeyer, empfiehlt eine Corona-Auffrischungsimpfung teils auch schon für jüngere Gruppen. Für Lehrer, vor allem aber für Kita-Erzieherinnen, die doppelt mit Astrazenenca geimpft worden seien, wäre das ratsam, sagte Spelmeyer am Freitag in Düsseldorf: "Ein klares Ja."

Da sie mit ungeimpften Kindern zu tun hätten, sei das Infektionsrisiko für diese Personengruppen höher als für andere. Ein Beratungsgespräch mit dem Hausarzt sei aber anzuraten.

Update, 29. Oktober, 14.30 Uhr: Kassenärzte wollen kürzere Vorlaufzeit für Corona-Impfstofflieferung

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe fordert von der Landesregierung, die Lieferzeiten für bestellte Corona-Impfstoffe von 14 Tagen auf eine Woche zu senken. In absehbarer Zeit brauchten rund 25.000 Menschen pro Tag eine Auffrischungsimpfung, sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Spelmeyer am Freitag in Düsseldorf. Die niedergelassenen Ärzte seien in der Lage, die sogenannten Booster-Impfungen zu bewältigen.

Der Chef der KV Nordrhein, Frank Bergmann, empfahl Patienten, sich rechtzeitig einen Termin beim Haus- oder Facharzt für die Auffrischungsimpfung geben zu lassen, da die Praxen derzeit wegen der Bestellfristen zwei Wochen Vorlaufzeit brauchten. Er verwies darauf, dass die Grippeschutz-Impfung und die Corona-Auffrischungsimpfung gleichzeitig verabreicht werden könnten.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die "Booster"-Impfung unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, für Pflegeheimbewohner sowie für Pflegepersonal in Heimen und medizinischen Einrichtungen, das in direktem Kontakt zu alten Menschen und Patienten steht.

Allerdings empfiehlt die Gesundheitsministerkonferenz allen, die beide Impfungen mit Astrazeneca oder nur das Vakzin der Firma Johnson & Johnson erhalten haben, unabhängig vom Alter, einen Arzttermin für eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff zu vereinbaren.

Update, 29. Oktober, 9.19 Uhr: Gesundheitsminister berichtet über Corona-Lage in NRW

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert am Freitag (13.30 Uhr) über die aktuelle Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen. Die derzeitige Fassung der Schutzverordnung tritt mit Ablauf des Tages außer Kraft.

Zuletzt waren die Neuansteckungsraten bundes- wie landesweit sprunghaft gestiegen. Am Donnerstag hatte Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Robert Koch-Instituts mit 91,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bereits wieder Kurs auf einen dreistelligen Wert genommen. Im Bundesschnitt lag die Inzidenz mit 130,2 noch deutlich höher als in NRW.

Auch in den Krankenhäusern steigt die Belegung und Intensivmediziner warnen vor drohender Überlastung, falls der Anstieg nicht gebrochen werden kann.

Update, 28. Oktober, 20.15 Uhr: Corona-Schutzverordnung sieht Lockerung für Messen und Kongresse vor

Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messewirtschaft kann sich über eine leichte Lockerung der Corona-Regeln freuen. Wie aus einer am Donnerstagabend publizierten Fassung des Regelwerks für Nordrhein-Westfalen hervorgeht, ist bei Verkaufs- oder Beratungsgesprächen auf Messen und Kongressen keine Maskenpflicht mehr vorgeschrieben.

Bedingung hierfür ist allerdings, dass alle Beteiligten immunisiert oder getestet sind – Stichwort 3G-Regel – und einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. In der alten Fassung war diese Ausnahmeregelung noch nicht enthalten. Die neue Version der Corona-Schutzverordnung des Landes ist ab Freitag gültig.

Update, 27. Oktober, 9.15 Uhr: Apotheker erwarten Stiko-Empfehlung nur für vorerkrankte Kinder

Der Apothekerverband Nordrhein rechnet damit, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Corona-Impfung für Kinder unter zwölf Jahren nur mit einer Vorerkrankung empfehlen wird.

"Ich gehe nicht von einer generellen Impfempfehlung der Stiko und auch nicht der Politik aus", sagte der Chef des Apothekerverbands, Thomas Preis, der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post.

Update, 25. Oktober, 7.01 Uhr: Ende der Maskenpflicht im Unterricht in Sicht

Schüler tragen während des Unterrichts eine Maske im Klassenzimmer.
Schüler tragen während des Unterrichts eine Maske im Klassenzimmer.  © Matthias Balk/dpa

Mit dem Schulstart nach den Herbstferien an diesem Montag rückt in Nordrhein-Westfalen ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht näher.

Das Düsseldorfer Schulministerium hatte Anfang Oktober in Aussicht gestellt, dass auf Sitzplätzen im Klassenraum zu Beginn der zweiten Unterrichtswoche - also ab dem 2. November - kein Mund-Nasen-Schutz mehr vorgeschrieben wird. Diesen müssten Schüler dann nur noch im übrigen Gebäude anlegen.

Update, 24. Oktober, 15.30 Uhr: Weniger Nachfrage in Corona-Testzentren

In den zwei Wochen seit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests haben sich in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen auf eine Infektion testen lassen. Private Anbieter bemerkten 30 bis 40 Prozent weniger Kunden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In einigen Testzentren etwa in Köln und Essen gab es demnach sogar einen Rückgang von 70 bis 80 Prozent.

In den Herbstferien kamen jedoch mehr Kinder und Jugendliche in die Testzentren als in den Wochen zuvor. Da die Tests in den Schulen ausgefallen sind, verlangten einige Freizeitanbieter wie Schwimmbäder oder Kinos von den Kindern Testnachweise.

Seit dem 11. Oktober müssen die meisten Menschen für Corona-Tests bezahlen - kostenlose Bürgertests gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Minderjährige und Schwangere können sich weiterhin kostenlos testen lassen. Dies gilt auch für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder sich nach einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben mussten.

Update, 20. Oktober, 15.50 Uhr: Corona an Schulen: Zahl der Test-Verweigerer sehr gering

An Schulen in Nordrhein-Westfalen verweigern laut Ministerium nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler die verpflichtenden Corona-Selbsttests.

Der Anteil der Testverweigerer schwanke auf einem sehr niedrigen Niveau, hieß es aus dem Düsseldorfer Schulministerium.

Update, 19. Oktober, 16.19 Uhr: Aktualisierte Schutzverordnung klärt Ausnahmen von der Maskenpflicht

Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.
Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am Dienstag die Corona-Schutzverordnung präzisiert. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf erläuterte, dienen die geringfügigen Änderungen der Klarstellung geltender Regelungen und sind teils auf ausdrückliche Nachfragen erfolgt - etwa zu Ausnahmen von der Maskenpflicht im Berufsleben.

In einem Schreiben an verschiedene Verbände erklärt das Ministerium: "Die einzige relevante Änderung für den 'Geschäftsverkehr' ist, dass künftig bei Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit 3-G-Regelung und Mindestabstand auf das Maskentragen verzichtet werden kann."

Update, 19. Oktober, 12 Uhr: Menschen ab 70 Jahren zu Corona-Auffrischungsimpfung gebeten

Menschen ab 70 Jahren, deren letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind zur Auffrischungsimpfung aufgerufen. Wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, werden in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe per Post informiert. Der Brief sei allerdings keine Voraussetzung für den weiterhin kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Eine grundsätzliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut für eine Auffrischungsimpfung auch Unter-70-Jähriger gibt es derzeit nicht. Allerdings empfiehlt die Gesundheitsministerkonferenz allen, die beide Impfungen mit Astrazeneca oder nur das Vakzin der Firma Johnson & Johnson erhalten haben, unabhängig vom Alter, einen Arzttermin für eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff zu vereinbaren.

Nach jetzigem Wissensstand lasse die Wirksamkeit der Coronaschutzimpfung etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nach - gerade bei älteren Menschen, berichtete das Ministerium. Dennoch sei weiterhin "ein vergleichsweiser guter Impfschutz vorhanden".

Bis Ende Oktober sollen die bereits laufenden Auffrischungsimpfungen in Pflegeheimen abgeschlossen sein. Auch in Demenz-WGs oder Werkstätten für Behinderte sei das bereits im Gange. Die Stiko empfiehlt die Auffrischung darüber hinaus für Personal in pflegerischen und medizinischen Berufen mit direktem Kontakt zu alten Menschen und Patienten sowie für Personen mit Immunschwäche.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) appellierte erneut an alle, die sich bislang noch zu gar keiner Corona-Schutzimpfung entschieden hätten, sich einen Ruck zu geben. Gerade für Ältere gelte zudem: "Denken Sie auch an die Grippe-Schutzimpfung." Beide könnten gleichzeitig verabreicht werden.

Update, 15. Oktober, 14 Uhr: Düsseldorf führt 2G-Regel für Theater und Museen ein

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab dem 1. November die 2G-Regel für städtische Kultureinrichtungen wie Museen, Theater oder Oper.

Das teilte die Verwaltung am Freitag mit. Ausnahmen gelten weiterhin für Kinder und Jugendliche

Update, 14. Oktober, 21.30 Uhr: Corona-Fall nach Clubparty in Wuppertal

Nach einer Partynacht in einem Wuppertaler Club mit rund 400 Menschen ist ein Gast positiv auf Corona getestet worden.

Er sei bereits bei der Feier am vergangenen Freitag (8. Oktober) infektiös gewesen, wie die Stadt am Donnerstag berichtete.

Ob es seitdem weitere Coronafälle unter den Gästen gab, war laut Angaben einer Stadtsprecherin unklar.

Update, 12. Oktober, 20.30 Uhr: FDP drängt auf Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel

Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.
Wenn es nach der FDP geht, soll die Maskenpflicht in NRW bald größtenteils der Vergangenheit angehören.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag will auch die Maskenpflicht im Einzelhandel in absehbarer Zeit lockern. Der FDP-Fraktionschef Christof Rasche sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er wünsche sich, dass das Land angesichts der hohen Impfquoten ab Anfang November zu mehr Normalität zurückkehre.

"In einem Bekleidungsgeschäft oder Supermarkt, wo es kaum Gedränge gibt, können wir auf eine Maskenpflicht sicherlich verzichten", zitierte das Blatt den Politiker. Nur in sehr hoch frequentierten Geschäften sei das jetzt noch nicht möglich.

Auch für größere Indoor-Veranstaltungen müssten in Verbindung mit der 3G-Regel Lockerungen insbesondere bei den Kapazitätsbeschränkungen möglich werden.

"Die Lage in den Krankenhäusern ist weiterhin entspannt, wir sollten den nächsten Schritt gehen. Darüber wollen wir mit unserem Koalitionspartner sprechen", sagte Rasche der Zeitung.

Update, 8. Oktober, 15.17 Uhr: Öffnungszeiten für Kölner Impfzentrum am Gesundheitsamt ändern sich

Die Stadt Köln teilte am Freitagmittag mit, dass sich die Öffnungszeiten für die Impfstelle am Gesundheitsamt ändern wird.

Ab sofort sind Impfungen montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr möglich.

Seit einigen Monaten führt die Stadt außerdem Impfungen mit mobilen Teams durch und konnte seit dem 3. Mai bereits 28.883 Impfungen durchführen.

Update, 7. Oktober, 22.10 Uhr: Kosten für Selbsttests

Für die ab 11. Oktober kostenpflichtigen Corona-Schnelltests geht der Apothekerverband Nordrhein von Preisen um die 20 Euro aus.

Eine Umfrage unter den Verbandsmitgliedern habe ergeben, dass ein flächendeckendes Angebot an Corona-Schnelltests durch Apotheken an Rhein und Ruhr zunächst weiter sichergestellt sei, teilte Verbandsvorsitzender Thomas Preis am Donnerstag mit.

Nach seiner Einschätzung sei mit Preisen für die Selbstzahlertests von um die 20 Euro vor dem Hintergrund zu rechnen, dass die Nachfrage schon deutlich gesunken sei bei gleichbleibenden Kosten etwa für Personal oder Räume.

Update, 6. Oktober, 15.05 Uhr: 90 Prozent der Lehrer voll gegen Corona geimpft

Mehr als 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer in NRW sind nach Daten des Schulministeriums vollständig gegen Corona geimpft. Der Anteil der Lehrkräfte mit vollständigem Impfschutz lag in der vergangenen Woche bei 90,9 Prozent, wie aus der Übersicht zur wöchentlichen Schulabfrage hervorgeht.

Dabei hatten 3293 Schulen in der vergangenen Woche Angaben zum Impfstatus gemacht. Das waren zwei Drittel aller Schulen, die sich an der wöchentlichen Ministeriumsumfrage beteiligt hatten.

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen sind inzwischen 68,3 Prozent vollständig geimpft, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Robert Koch-Institutes hervorgeht.

Update, 6. Oktober, 10.57 Uhr: Maskenpflicht an Schulen soll ab 2. November entfallen

Die Landesregierung hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ab dem 2. November in Aussicht gestellt.

Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Schulmail des Schulministeriums.

Update, 5. Oktober, 13.10 Uhr: Verband warnt davor, Masken im Klassenzimmer vorschnell aufzugeben

Das Kabinett will sich am Dienstag mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen.
Das Kabinett will sich am Dienstag mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Vor einer Entscheidung der NRW-Landesregierung über die weitere Linie bei der Maskenpflicht in Klassenzimmern hat der Philologenverband vor übereilten Schritten gewarnt. Es dürfe keine "Experimente kurz vor und nach den Herbstferien geben, wie etwa durch den Fall der Maskenpflicht", forderte die Vorsitzende des Lehrerverbands für die Gymnasien, Sabine Mistler.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will zeitnah mitteilen, wie es nach den Herbstferien - sie dauern vom 11. bis 24. Oktober - mit der Maskenpflicht in den Schulen weitergeht. In den ersten rund zwei Wochen nach den Ferien brauche es weiter eine Maskenpflicht im Unterricht, betonte Mistler.

Man müsse zunächst mittels Corona-Testungen genau beobachten, wie sich die Infektionszahlen nach Rückkehr aus dem Urlaub in den Schulen entwickeln. Dann werde sich zeigen, ob die Masken fallen könnten.

"Wichtig ist der Präsenzunterricht, und es dürfen keine weiteren bürokratischen Aufgaben damit verbunden werden", sagte Mistler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Kabinett wollte sich am Dienstag auch mit dem Thema Schulen und Maskenpflicht befassen. Im Anschluss waren am Abend Gespräche mit Verbänden geplant. Einige Bundesländer haben bei der Maskenpflicht im Unterricht bereits Lockerungen eingeführt, diese ganz aufgehoben oder planen entsprechende Schritte.

Update, 4. Oktober, 16.47 Uhr: Studenten könnten durch "Corona-Effekt" Probleme bekommen

Die Hochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen rechnen infolge der Schulschließungen in der Corona-Zeit über Jahre mit Problemen von Schülern beim Wechsel ins Studium.

Systematisch könne ein solcher "Corona-Effekt" noch nicht bestätigt werden, "aber von der Plausibilität her erwarten wir das nicht nur im nächsten oder übernächsten Jahr, sondern in den nächsten Jahren", sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in NRW, Bernd Kriegesmann, am Montag in Düsseldorf. Die Versäumnisse aus der Pandemie-Zeit fingen bereits in der Grundschule an und zögen sich "durch alle Schulklassen".

Nach drei Semestern mit überwiegend digitalen Veranstaltungen starten die Hochschulen in das neue Wintersemester 2021/22 wieder mit Präsenzlehre. Bis zu zwei Drittel der Lehrveranstaltungen sollen in Präsenz ablaufen. Nur ganz große Vorlesungen sollen online angeboten werden.

Update, 1. Oktober, 8.37 Uhr: Corona-Regeln in NRW ab heute gelockert

Keine Maskenpflicht mehr im Freien, keine großen Tischabstände mehr im Restaurant und keine leeren Sitzplätze mehr im Fußballstadion.

In Nordrhein-Westfalen sind die Corona-Schutzmaßnahmen weiter gelockert worden. Das dürfte gerade auch die jungen Leute freuen.

Update, 30. September, 15.54 Uhr: Mehr als 630 Kitas im September wegen Corona-Fällen geschlossen

Blick auf einen geschlossenen Kita-Spielplatz. Von den landesweit rund 10.600 Kitas in NRW waren im Laufe des Septembers wegen Corona-Fällen viele geschlossen. (Symbolbild)
Blick auf einen geschlossenen Kita-Spielplatz. Von den landesweit rund 10.600 Kitas in NRW waren im Laufe des Septembers wegen Corona-Fällen viele geschlossen. (Symbolbild)  © Thomas Frey/dpa

Von den landesweit rund 10.600 Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen waren im Laufe des Septembers wegen Corona-Fällen 637 teilweise und 68 komplett geschlossen. Das teilte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags mit. 675 Kinder und 348 Beschäftigte seien im September den Behörden als infiziert gemeldet worden.

Im August waren noch bei 835 Kindern und 331 Beschäftigten Corona-Infektionen festgestellt worden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im März und April waren Infektionen bei jeweils mehr als 2000 Kindern und bis zu 1600 Kita-Beschäftigten gemeldet worden.

Die Quarantäne sei in den Kitas wie in den Schulen in der Regel auf den nachweislich infizierten Fall beschränkt, sagte Stamp. Für die Betroffenen gelte eine 14-tägige Quarantäne. Kontaktpersonen dürften in der Regel weiter an den Betreuungsangeboten teilnehmen.

Für nicht geimpfte Personen, auch Kinder, bestehe aber 14 Tage lang eine Testpflicht von drei Tests pro sieben Tage. Der erste Test sei nach Auftreten des Infektionsfalls vor dem erneuten Besuch der Einrichtung vorzunehmen.

Update, 30. September, 12 Uhr: Über 185.000 Auffrischungsimpfungen in NRW

Über 185.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Donnerstag die Zahl 185.631 für NRW aus. Das sind 14.270 Personen mehr als am Vortag.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat ein Schreiben an die über 80-Jährigen verfasst, das er aber nach seiner Ansicht noch nicht verschicken kann. Denn von der Ständigen Impfkommission (Stiko) gebe es noch keine konkrete Empfehlung zu den Auffrischungsimpfungen, sagte Laumann im Gesundheitsausschuss des Landtages am Mittwochabend.

"Der Brief ist fertig", betonte er. Die Stiko-Empfehlungen spielten eine große Rolle bei den Entscheidungen des Ministeriums, und er sei eigentlich ein Fan der Stiko. Sie habe erklärt, dass sie eine gewisse Datenbasis brauche für ihre Entscheidung. Deshalb trete man ein wenig auf der Stelle in der Frage, die für viele Menschen hochwichtig sei.

Nach Absprachen der Gesundheitsminister der Länder werde bei den Auffrischungsimpfungen in den Altenheimen nicht auf die Empfehlung der Stiko gewartet. "Und das wird in Nordrhein-Westfalen zurzeit auch relativ stark gemacht", erklärte er. Auch in Hausarztpraxen seien bereits Auffrischungsimpfungen gegen Corona festzustellen.

Update, 30. September, 11.38 Uhr: Kinder brauchen negativen Corona-Test für Ferienfreizeiten

Kinder und Jugendliche brauchen für eine Teilnahme an Ferienspielen oder Freizeiten in den Herbstferien einen negativen Corona-Test. Darauf wies Staatssekretär Andreas Bothe am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags hin. Der Test dürfe nicht älter als 24 Stunden sein. Für Minderjährige blieben die Bürgertests kostenlos.

Bothe verwies auch auf die neue Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen, die am Freitag in Kraft tritt. Danach sei bei Kinder-, Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern von nicht geimpften Personen bei der Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen ein negativer Testnachweis vorzulegen. Als Alternative könne ein gemeinsam beaufsichtigter Selbsttest gemacht werden.

Update, 30. September, 11.09 Uhr: Neue Corona-Schutzverordnung für NRW

In Fußballstadien, Konzerten und bei anderen Großveranstaltungen werden die Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen weiter gelockert.

Das sieht die am Donnerstag veröffentlichte aktualisierte Corona-Schutzverordnung vor, die vom 1. Oktober an gilt. Unter freiem Himmel dürfen dann alle Sitzplätze wieder voll belegt werden. Stehplätze dürfen allerdings nur zur Hälfte belegt werden und nur dann, wenn auf den Gängen eine medizinische Schutzmaske getragen wird.

Generell entfällt die Maskenpflicht draußen. Bei coronabedingt zulassungsbeschränkten Veranstaltungen oder auch in Restaurants kann der teure PCR-Test ersetzt werden durch einen frischen Schnelltest unter professioneller Aufsicht.

Update, 30. September, 8.14 Uhr: NRW-Unis beginnen Wintersemester mit 3G-Kontrollen

Studenten sitzen während einer Vorlesung in einem Hörsaal.
Studenten sitzen während einer Vorlesung in einem Hörsaal.  © Sebastian Gollnow/dpa

Nach etwa eineinhalb Jahren mit viel Online-Lehre startet das neue Wintersemester an den NRW-Hochschulen am Freitag mit mehr Präsenz und 3G-Kontrollen - also geimpft, getestet oder genesen. So werde man "endlich wieder ein Ort des Austauschs", sagte ein Sprecher der Universität in Düsseldorf.

Viele der rund 70 Hochschulen setzen aber zum Beispiel bei großen Vorlesungen weiter auf digitale oder gemischte Formate.

Update, 29. September, 18 Uhr: Klassenfahrt nach Corona-Ausbruch abgebrochen

Die Klassenfahrt eines Düsseldorfer Gymnasiums in eine Jugendherberge in Nettetal ist wegen eines Corona-Ausbruchs abgebrochen worden. Laut Testergebnis hätten sich 13 Schüler mit der Deltavariante des Coronavirus infiziert, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Die infizierten Schüler und weitere 15 Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben. Insgesamt seien vier Klassen der Jahrgangsstufe 6 auf Klassenfahrt gefahren. In drei der Klassen wurden Infektionen nachgewiesen - keiner der Infizierten sei geimpft gewesen.

Update, 29. September, 16.55 Uhr: Land kündigt weitere Corona-Lockerungen an

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat weitere Corona-Lockerungen in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Zum 1. Oktober werde die Corona-Schutzverordnung geändert, sagte Laumann am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Update, 29. September, 11.53 Uhr: Anteil der Covid-19-Patienten in Kliniken 2020 bei 1,1 Prozent

Fast 40.650 Patienten und Patientinnen aus Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr mit einer Covid-19-Diagnose stationär in Krankenhäusern behandelt worden. Ihr Anteil an allen behandelten Patienten habe damit 1,1 Prozent ausgemacht, teilte das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Mittwoch mit.

Mehr als ein Viertel (27,5 Prozent) aller Covid-19-Patienten war demnach zwischen 80 und 90 Jahre alt. Den niedrigsten Anteil hatten Patienten im Alter von zehn bis unter 20 Jahren mit nur 1,3 Prozent. Außerdem wurden etwas weniger Frauen (48,2 Prozent) als Männer (51,8 Prozent) wegen Covid-19 stationär behandelt.

Landesweit lag die Quote der Corona-Patienten in Krankenhäusern bei 227 je 100.000 Einwohner. Die höchsten Quoten je 100.000 Einwohner gab es in Gelsenkirchen mit 380, gefolgt von Duisburg (370) und Remscheid (361).

Die niedrigsten Quoten ermittelten die Statistiker für Münster (93), den Kreis Siegen-Wittgenstein (117) und den Kreis Coesfeld (133).

Update, 29. September, 11.20 Uhr: Auch getestete Kinder zu Klassenfahrten zulassen

Ein Schüler macht in seiner Klasse einen Corona-Schnelltest.
Ein Schüler macht in seiner Klasse einen Corona-Schnelltest.  © Sebastian Gollnow/dpa

Nicht nur vollständig geimpfte und genesene, sondern auch negativ auf das Coronavirus getestete Schulkinder müssen zu Klassenfahrten zugelassen werden. Darauf hat Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags hingewiesen.

Eine Begrenzung nur auf Geimpfte und Genesene sei "nicht zulässig". Diese Regelung sei an allen Schulen anzuwenden, so das alle Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Fahrten wüssten, "dass sie willkommen sind".

Insgesamt zeigten die Infektions- und Quarantänezahlen, dass der Präsenzunterricht im Klassenraum in NRW weiter zu verantworten sei, bilanzierte Gebauer. Derzeit sei keine Schule im Land vollständig wegen Corona geschlossen. Der Anteil der Schüler und Lehrkräfte, die wegen der Pandemie nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könnten, liege unter einem Prozent.

Noch vor den am 11. Oktober beginnenden Herbstferien würden die Schulen und Eltern informiert, wie es danach mit dem Unterricht weitergehe - unter anderem mit der Maskenpflicht, sagte Gebauer. Die AfD forderte, die Maskenpflicht nach den Herbstferien aufzuheben.

Update, 28. September, 19.40 Uhr: Kölner Impfzentrum hat geschlossen

Das Kölner Impfzentrum hat am Dienstagabend geschlossen. Unmittelbar danach begann auch schon der Abbau der Einrichtungen in den Messehallen, die am Mittwochmorgen "besenrein" übergeben werden sollten, wie es hieß.

Ab Mittwoch seien Impfungen gegen das Corona-Virus bei niedergelassenen Ärzten, mobilen Impfaktionen im Stadtgebiet und im Gesundheitsamt möglich, teilte die Stadt mit. Impfungen im Gesundheitsamt würden montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr angeboten. Sie seien mit oder ohne Termin möglich.

Update, 28. September, 12.39 Uhr: Abgelaufener Impfstoff gespritzt, 74 Betroffene im Kreis Steinfurt

Im Kreis Steinfurt haben 74 Personen abgelaufenen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten. Durch eine interne Kontrolle sei aufgefallen, dass das Vakzin von Biontech zum Zeitpunkt der Impfung um wenige Tage abgelaufen gewesen sei, sagte ein Sprecher des Kreises am Dienstag.

Eingesetzt worden sei der Impfstoff bei mobilen Aktionen zwischen dem 12. und 22. September an Berufskollegs in Rheine und Steinfurt sowie auf einer Ausbildungsmesse in Rheine. Für die 74 Geimpften bestehe keine Gesundheitsgefährdung. Zuvor hatten auch die "Westfälischen Nachrichten" berichtet.

Man habe Experten aus dem Umfeld der Ständigen Impfkommission und der Firma Biontech zu Rate gezogen, schilderte der Kreissprecher. Demnach sei es sehr wahrscheinlich, dass das Vakzin trotz des überschrittenen Verwendungsdatums noch eine ausreichende Schutzwirkung entfalte.

In 43 Fällen war der Impfstoff um zwei Tage, in zwei Fällen um drei Tage und in 29 Fällen um neun Tage abgelaufen. Das Gesundheitsamt habe alle Betroffenen angeschrieben und ihnen eine Untersuchung auf Antikörper angeboten. In einem externen Labor werde dann festgestellt, ob eine Immunisierung erreicht worden sei.

Update, 26. September, 15.53 Uhr: Impfmobil in Düsseldorf tourt am Sonntag zu Wahllokalen

Wählen und eine Corona-Impfung bekommen: In Düsseldorf war das am Sonntag möglich. Das Impfmobil der Stadt machte Station an drei Wahlgebäuden.

Der Bus blieb zunächst zweieinhalb Stunden an einer Grundschule, fuhr dann zu einem Gymnasium und dann zu einer Hauptschule. Das Impfmobil sei seit Monaten unterwegs in der Stadt, sagte ein Sprecher am Sonntag.

Die Standorte für die Tour seien bewusst über das Stadtgebiet verteilt worden, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Update, 25. September, 8.19 Uhr: Schüler brauchen in den Herbstferien aktuellen Corona-Test für 3G

In den Herbstferien benötigen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen für die Teilnahme an 3G-Veranstaltungen einen aktuellen negativen Corona-Test. Das hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klargestellt.

An 3G-Veranstaltungen dürfen nur gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen. Eigentlich gelten Schüler laut Coronaschutzverordnung "aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen". Dieser Passus werde in den Ferien nun ausgesetzt, da die regelmäßigen Schultests in dieser Zeit wegfallen, erklärte ein Sprecher.

Wo nur Personen nach der 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - zugelassen sind, müssten auch Schüler das Ergebnis eines höchstens 48 Stunden alten Schnelltests vorlegen. Nach einem Bund-Länder-Beschluss bleiben die Tests für Unter-18-Jährige weiterhin kostenlos.

Sofern die Corona-Schutzverordnung es zulasse, dürfe ein Schnelltest auch durch einen gemeinsamen Selbsttest vor Ort ersetzt werden, sagte der Sprecher. Dies gilt demnach bei "Bildungsangeboten, Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit und Sportangeboten für Kinder und Jugendliche".

Update, 24. September, 12.31 Uhr: Weniger Schüler in NRW in Quarantäne, Infektionszahl geht zurück

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne ist seit Einführung neuer Regeln in Nordrhein-Westfalen deutlich gesunken.

Am Stichtag 22. September befanden sich nach Auskunft der Schulen landesweit rund 7580 Kinder und Jugendliche in häuslicher Isolation, zwei Wochen zuvor (Stichtag: 8. September) waren es noch mehr als 31.400. Das teilte das Schulministerium am Freitag mit. Seit Mitte September gelten in NRW Quarantäne-Erleichterungen. So müssen grundsätzlich nur noch nachweislich infizierte Schüler in Isolation.

Auch die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in der Schülerschaft geht laut Ministerium zurück. Meldeten die Schulen zum Stichtag 8. September noch insgesamt 8437 bestätigte Corona-Fälle, so seien es in dieser Woche noch 4780 gewesen. Das entspreche einem Anteil von etwa 0,25 Prozent der Schüler.

Allerdings liegt der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen bei Kindern und Jugendlichen im Schulalter immer noch weit höher als in anderen Altersgruppen. So lag die Inzidenz in der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen laut Zahlen des Landeszentrums Gesundheit vom Donnerstag bei 182,7 und bei den 5- bis 9-Jährigen bei 134,9.

Mit den neuen Test- und Quarantäneregeln werde ein stabiler Präsenzunterricht für Kinder und Jugendliche gesichert, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Durch inzwischen drei wöchentliche Schnelltests an den weiterführenden Schulen behalte das Ministerium die Entwicklung des Infektionsgeschehens "sehr genau im Blick". An Grund- und Förderschulen werde weiter auf die PCR-Lolli-Tests gesetzt.

Update, 23. September, 10.16 Uhr: Ende der Quarantäne-Entschädigung sorgt für Kritik von Verdi und Streeck

Virologe Hendrik Streeck (43) bemängelte die geplante Neuregelung.
Virologe Hendrik Streeck (43) bemängelte die geplante Neuregelung.  © Federico Gambarini/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat kritisiert, dass ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne künftig keine Entschädigung mehr für Verdienstausfälle bekommen sollen.

Es sei "ziemlich herb", dass damit "enormer Druck" auf die Beschäftigten ausgeübt werden solle, sagte NRW-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt am Donnerstag im Morgenecho auf WDR 5. Es handele sich um eine "Existenzfrage". Zu befürchten sei Unruhe in den Betrieben und eine weitere Spaltung.

Auch der Virologe Hendrik Streeck bemängelte die geplante Neuregelung.

Update, 22. September, 21.31 Uhr: Wuppertal plant "2G" für große Veranstaltungen in städtischen Räumen

In Wuppertal soll für den Zugang zu großen Freizeitveranstaltungen in städtischen Räumen künftig die 2G-Regel gelten. Das habe der Hauptausschuss mit großer Mehrheit beschlossen, teilte die Stadt am Mittwochabend mit.

Die Regelung, wonach nur gegen Covid-19 Geimpfte und davon Genesene Zugang zu diesen Veranstaltungen haben, trete voraussichtlich am Freitag, 24. September, in Kraft. Sie solle auch für das Stadion am Zoo gelten.

Von der 2G-Regel ausgenommen seien Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Bürger, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könnten. An die örtlichen Gastronomen und Veranstalter werde appelliert, sich einer 2G-Option freiwillig anzuschließen, teilte die Stadt mit.

Update, 20. September, 8.55 Uhr: NRW-Gastgewerbe erholt sich etwas vom Corona-Schock

Nach den heftigen Einbußen in der Corona-Krise kommt Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe allmählich wieder auf die Beine, der Weg zurück zum Vorkrisenniveau ist aber noch weit. Im Juli stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,3 Prozent, wie das Landesstatistikamt am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Juli 2019 war es aber noch ein dickes Minus von 26,8 Prozent.

Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Juli 2021 um 3,0 Prozent unter dem Niveau von Juli 2020. Die Hotelbranche ist besonders betroffen von den Corona-Folgen. Hier war der Umsatz im Juli den Angaben zufolge um 16,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zu Juli 2019 dagegen sanken die Umsätze um 41,4 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten im Juli um 4,4 Prozent höhere Umsätze als ein Jahr zuvor. Gegenüber Juli 2019 verringerte sich der Umsatz um 22,2 Prozent.

Update, 17. September, 14.48 Uhr: NRW erlässt Übergangsregelung zur "3G-Pflicht" in Ratssitzungen

Räte, die nicht geimpft, getestet oder genesen ("3G-Regel") sind, können an Ratssitzungen nordrhein-westfälischer Kommunen vorerst zwar weiter teilnehmen, müssen jedoch abgesondert sitzen. Das verfügt ein aktualisierter Erlass des Düsseldorfer Kommunalministeriums, der am Freitag im Landtag vorgestellt worden ist. Damit wolle die Landesregierung Rechtssicherheit schaffen bis ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) NRW in dieser Streitfrage vorliege, heißt es in dem Erlass. "Personen, die ihr individuelles Schutzinteresse höher als das der Allgemeinheit bewerten", seien daher so zu platzieren, "dass von ihnen keine gesundheitliche Gefahr für die Allgemeinheit" ausgehe.

Auslöser der Übergangsregelung: In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Minden am 8. September einem AfD-Ratsvertreter aus Salzkotten recht gegeben, dass er nicht aus der Ratssitzung in Hamm ausgeschlossen werden dürfe, nur weil er keinen sogenannten 3G-Nachweis habe. Ein Ausschluss laut Coronaverordnung greife in das freie Mandat eines Ratsmitglieds ein, so das Gericht. Dafür seien hohe Anforderungen zu erfüllen. Eine Verordnung reiche als Grundlage nicht aus. Nötig sei ein Gesetz. Die Stadt Salzkotten hatte daraufhin angekündigt, beim OVG Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen.

Die FDP lobte die im Kommunalausschuss vorgestellte Regelung. Die 3G-Regel für kommunale Gremien sei «verhältnismäßig und mit Blick auf die Vorbildfunktion der Räte und Kreistage auch vernünftig», betonte der kommunalpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Henning Höne, in einer Mitteilung. Gleichzeitig bleibe die FDP dabei, eine Impfpflicht abzulehnen.

Update, 14. September, 19.59 Uhr: NRW-Erlass fordert Impfangebote für Schwangere und Stillende

Nach der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Schwangere und Stillende hat das NRW-Gesundheitsministerium die Impfzentren im Bundesland aufgefordert, entsprechende Angebote zu machen. "Vor diesem Hintergrund können ab sofort in den Impfzentren sowie im Rahmen mobiler Impfangebote Impfungen von Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie von Stillenden erfolgen", heißt es in einem am Dienstagabend veröffentlichten Erlass. Der Erlass ist bindend.

Die Stiko hatte sich für Impfungen für die beiden Gruppen von Frauen mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs ausgesprochen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte. Zuvor galt eine Impfempfehlung nur für Schwangere mit Vorerkrankungen oder einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände.

Update, 14. September, 7.47: Spahn ruft eindringlich zu Corona-Impfung auf

Eine Frau lässt sich bei einer Impfaktion gegen das Coronavirus impfen.
Eine Frau lässt sich bei einer Impfaktion gegen das Coronavirus impfen.  © Daniel Reinhardt/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Es werde auf jeden Fall bis zum Frühjahr eine "Grundimmunität" der Bevölkerung erreicht werden - und zwar "durch Infektionen oder durch Impfung", sagte Spahn am Montagabend beim "Ständehaustreff" der Rheinischen Post.

Er empfehle den Weg der Impfungen, denn das erspare Pflegekräften viel Arbeit und viele Tote.

Update, 13. September, 15.55: Familienminister begründet gelockerte Quarantäneregeln mit Kindeswohl

In einem Brief an Eltern und Kita-Beschäftigte hat Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (51, FDP) die gelockerten Quarantäneregeln mit dem Kindeswohl begründet. Die Neufassung der Corona-Betreuungsverordnung sieht vor, dass in der Regel nur noch für das infizierte Kind oder die infizierte Betreuungsperson selbst eine 14-tägige Quarantäne vorgesehen ist.

Kinder- und Jugendärzte hätten klar festgestellt, dass die Kleinen "mehr durch die Corona-Maßnahmen als durch die Infektion selbst gefährdet sind", zitierte Stamp in seinem am Montag veröffentlichten Schreiben aus einer Mitteilung der Berufsverbände. In den Arztpraxen sind demnach während der Pandemie viele körperliche, geistige und seelische Entwicklungsstörungen aufgefallen - vom Übergewicht über Sprachdefizite bis zu Depressionen - aber praktisch keine schweren Corona-Verläufe bei Kindern.

Entscheidend für die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder sei also möglichst viel Stabilität, betonte der Familienminister. Deswegen müssten die Quarantäne-Maßnahmen für Kontaktpersonen Infizierter "künftig mit Augenmaß umgesetzt werden". Diese müssen in der Regel nicht mehr in Quarantäne, sondern bloß in den zwei Wochen nach dem Infektionsfall dreimal wöchentlich getestet werden. Über Ausnahmen - etwa wenn mehrere Infektionen auftreten - entscheidet das Gesundheitsamt.

Update, 13. September, 15.08 Uhr: Hochschulrektoren: 3G-Regel an NRW-Unis kaum umsetzbar

Vor dem Start des Wintersemesters in NRW haben die Hochschulrektoren im Land die 3G-Regel an Unis kritisiert. "Die Pflicht ist personell und logistisch nicht für alle Veranstaltungsgrößen zu realisieren", sagte Lambert T. Koch, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW, der Rheinischen Post am Montag.

Studierende wechselten anders als in der Schule mehrmals am Tag die Lerngruppen, weshalb auch öfter überprüft werden müsste, ob sie getestet, geimpft oder genesen sind.

"Schon Hochschulen mit zum Beispiel 30.000 Studierenden müssen bis zu 100.000 3G-Kontrollen pro Tag vornehmen, wenn die Studierenden zwei bis drei Veranstaltungen, die Bibliothek, die Mensa und den Hochschulsport besuchen"^, sagte Koch der Zeitung. In den Gängen vor den großen Hörsälen würden sich dadurch lange Schlangen bilden.

Stattdessen sprach er sich bei größeren Veranstaltungen für stichprobenartige Kontrollen aus. Laut einer Sprecherin des NRW-Wissenschaftsministeriums sollten die 3Gs derzeit die Grundlage dafür bleiben, dass Vorlesungen und Seminare ab dem 11. Oktober wieder in Präsenz stattfinden können, hieß es. Die derzeit geltende Corona-Schutzverordnung im Land lasse weitgehend Präsenzlehre zu.

Update, 12. September, 13.41 Uhr: NRW setzt Helferprogramm für Offenen Ganztag fort

Nordrhein-Westfalen setzt das in der Corona-Krise gestartete Helferprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) an Grund- und Förderschulen fort. In diesem Schuljahr würden dafür rund 60 Millionen Euro bereitgestellt, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Sonntag mit.

Mit dem OGS-Helferprogramm können die Schulen zusätzliches Personal wie etwa Übungsleiter und pädagogische Fachkräfte einstellen oder bestehende Verträge aufstocken. Unterstützung können sich die Schulen auch für den Mehraufwand bei Corona-Hygienekonzepten holen sowie für Küchen- und Reinigungsdienste, die Begleitung bei Ausflügen und
die Vorbereitung von Veranstaltungen.

In NRW sind mehr als 330.000 Schülerinnen und Schüler in offenen Ganztagsschulen und mehr als 40.000 in gebundenen Ganztagsförderschulen.

Update, 11. September, 17.57 Uhr: Quarantäne-Lockerung für Kontaktpersonen von Infizierten

Die Quarantäne für Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen von Corona-Infizierten in Nordrhein-Westfalen wird gelockert. Die Dauer der Isolation endet nun grundsätzlich schon nach 10 statt bisher 14 Tagen.

Das geht aus der seit Samstag gültigen neuen Corona-Test- und Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor. Künftig besteht außerdem die Möglichkeit, die Quarantäne durch negative Corona-Tests vorzeitig zu beenden.

Update, 10. September, 22.02 Uhr: Inzidenz-Grenzwert 35 aus Corona-Verordnung gestrichen

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden in Nordrhein-Westfalen jetzt auch die Zahl der Coronapatienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt.

Das sieht die am Freitag veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung des Landes vor. Der bisher als Grenzwert für bestimmte Maßnahmen festgeschriebene Wert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen wird gestrichen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte.

NRW setzt damit vom Bundesrat beschlossene Änderungen im Infektionsschutzgesetz um.

Update, 10. September, 16.01 Uhr: Dritte Corona-Impfung in Pflegeeinrichtungen bis Ende Oktober

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens wird mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft.
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens wird mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft.  © Paul Sancya/AP/dpa

Die Auffrischungsimpfungen gegen Corona in Nordrhein-Westfalens Pflegeeinrichtungen sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit.

In Einrichtungen wie Behindertenwerkstätten oder Demenz-Wohngemeinschaften sollen sie bis Ende des Jahres laufen. Die Dritt-Impfungen laufen seit zwei Wochen. In der Regel finden sie statt, wenn die Zweitimpfung gegen das Virus schon mehr als sechs Monate zurückliegt.

"Ab Oktober starten wir in eine neue Phase der Impfkampagne", erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit Blick auf die geplante Schließung der nicht mehr ausgelasteten Impfzentren spätestens Ende September. Dann sollen verstärkt mobile Impfteams unterwegs sein.

Pro 50.000 Einwohner finanziere das Land dafür bis zu eineinhalb Stellen. Die Impfungen würden ab 1. Oktober überwiegend von niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten übernommen.

Update, 10. September, 15.50 Uhr: Patientenschützer werfen Laumann "Holzhammermethode" vor

Das Streichen der Entschädigungen für den Verdienstausfall von Ungeimpften in einer behördlich angeordneten Quarantäne ruft heftige Kritik hervor. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz wirft Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eine gefährliche Holzhammermethode vor.

"Das eignet sich fürs Festzelt und den Stammtisch und nicht für ein so hochsensibles Thema", sagte Vorstand Eugen Brysch am Freitag der dpa.

Er befürchtet, dass Betroffene trotzdem zum Arbeitsplatz gehen, um nicht das Risiko tragen zu müssen, 14 Tage auf Lohn zu verzichten. Gerade in der Altenpflege, in der versucht werden müsse, die stark belasteten Mitarbeiter zu motivieren und zu halten, könnten solche Schritte die fatale Wirkung haben, dass noch mehr Arbeitnehmer gehen.

"Eine Holzhammermethode ist in der Impfkampagne hochgefährlich", betonte Brysch. Damit würden Menschen verprellt und nicht gewonnen. Ungeimpfte sollten mit Argumenten und leicht erreichbaren Angeboten vor Ort für eine Corona-Impfung gewonnen werden, unterstrich er.

Man könne nur allen Gesundheitsministern raten, diese Ankündigung nicht Realität werden zu lassen, warnte der Vorstand der Stiftung.

Update, 10. September, 15.45 Uhr: NRW stellt Entschädigungen für Ungeimpfte in Quarantäne ein

Für Verdienstausfälle bei Quarantäne zahlt Nordrhein-Westfalen demnächst in der Regel keine Entschädigungen mehr an Ungeimpfte. Das Land werde entsprechend dem Infektionsschutzgesetz des Bundes zum 11. Oktober die Regelung für Ungeimpfte auslaufen lassen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit.

Einen Anspruch hätten jedoch weiterhin Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen könnten.

Das gelte auch für Genesene und Geimpfte, die aufgrund von so genannten Impfdurchbrüchen oder Neuerkrankungen in Quarantäne müssten.

Update, 10. September, 12.46 Uhr: Online-Vorlesungen sollen auch nach Corona möglich sein

Auch, wenn Corona vorbei ist, sollen Online-Vorlesungen für Studierende eine Option bleiben.
Auch, wenn Corona vorbei ist, sollen Online-Vorlesungen für Studierende eine Option bleiben.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sollen auch nach Ende der Corona-Pandemie einzelne Vorlesungen und Gremiensitzungen digital abhalten dürfen. Über einen entsprechenden Gesetzenwurf hat der Landtag am Freitag in Düsseldorf beraten.

"Bislang sind digitale Lehrformate grundsätzlich nur ergänzend zulässig", sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). "So könnten zukünftig verschiedene Lehrveranstaltungen auch digital durchgeführt werden."

Die Erfahrungen aus der Pandemie sollten bewahrt und rechtlich abgesichert werden, sagte Pfeiffer-Poensgen. Gremien, die nicht öffentlich tagen müssen, sollten sich auch digital treffen dürfen.

"Wir wollen die Hochschulen auch weiterhin für die Herausforderung der Corona-Pandemie und erstmals auch für die Herausforderungen einer Großeinsatzlage oder einer Katastrophe, wie der Unwetterkatastrophe im Westen des Landes vor wenigen Wochen, zusätzlich gesetzlich rüsten".

Die Oppositionsfraktionen signalisierten bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs ihre Zustimmung. "Das ist auch aus Sicht der SPD-Fraktion der richtige Weg", sagte deren wissenschaftspolitischer Sprecher Dietmar Bell. Die Grünen begrüßten das Vorhaben ebenfalls.

"Auch von unserer Seite gibt es eine große Offenheit für diesen Gesetzentwurf und perspektivisch auch die Chance auf eine Zustimmung", sagte der Abgeordnete Matthi Bolte-Richter.

Bell begrüßte zudem, dass im Gesetzentwurf eine weitgehende Rückkehr zur Präsenzlehre angestrebt werde. "Reine digitale Formate sind in dem Kosmos von Hochschulen nicht geeignet, auf Dauer die entsprechende Qualität der Abschlüsse auch zu sichern." In einem nächsten Schritt berät nun der Wissenschaftsausschuss.

Update, 10. September, 12.43 Uhr: Künftig drei Corona-Selbsttests an weiterführenden Schulen

Schüler sollen sich künftig dreimal in der Woche mit Selbsttests auf das Coronavirus überprüfen.
Schüler sollen sich künftig dreimal in der Woche mit Selbsttests auf das Coronavirus überprüfen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Im Zuge der neuen Quarantäne-Regeln sollen sich Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen künftig drei Mal die Woche selbst testen - und zwar montags, mittwochs und freitags. Bisher waren zwei Corona-Selbsttests üblich.

"Eine dritte regelhafte Testung gibt zusätzliche Sicherheit bei der Kontrolle des Infektionsgeschehens", heißt es in einer Rundmail des NRW-Schulministeriums. Die neue Vorgabe gilt vom 20. September an. An Grund- und Förderschulen bleibt es bei zwei PCR-Pooltests pro Woche.

Das Ministerium präzisierte eine Ankündigung vom Dienstag, wonach eine Quarantäne von Schülerinnen und Schülern grundsätzlich nur noch auf die nachweislich infizierte Person zu beschränken ist. Dies gelte "ab sofort". Die Quarantäne von Kontaktpersonen oder ganzen Kurs- oder Klassenverbänden werde nur noch in ganz besonderen und sehr eng definierten Ausnahmefällen erfolgen, betonte Staatssekretär Mathias Richter in der Mail an alle Schulen.

Bedingung dafür, dass nur die infizierte Person in Quarantäne muss, sei die Einhaltung aller Hygieneregeln einschließlich des Masketragens in Innenräumen. Erhalte die zuständige Behörde von der Schule keine gegenteiligen Hinweise, müssten Kontaktpersonen nicht einzeln nachverfolgt werden.

"Dies gilt auch für die Betreuung von Kindern in Rahmen des Offenen Ganztags und weiterer schulischer Betreuungsangebote", betonte Richter.

Auch bei Ausnahmen von der Maskenpflicht - etwa im Sportunterricht - soll es bei einzelnen Infektionen keine Nachverfolgung geben. Diese Ausnahmen müssen klar dokumentiert sein. Außerdem müssten die Regeln wie etwa zum Abstand weitmöglichst eingehalten werden. Das Ministerium wies darauf hin, dass vollständig Geimpfte oder Genesene ohne Symptome von Quarantäne ohnehin ausgenommen sind.

Die bisherige Pflicht, die Platzverteilung durch Sitzpläne zu dokumentieren, fällt weg. Nur im Einzelfall soll das noch nötig sein. Ebenfalls "ab sofort" können sich Schüler, die gegenwärtig in Quarantäne sind, durch einen PCR-Test "freitesten". Allerdings darf der Test frühestens fünf Tagen gemacht werden. Bei einem negativen Testergebnis darf man sofort wieder am Unterricht teilnehmen.

Update, 9. September, 22.16 Uhr: Laumann für klare Regeln

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (64, CDU) hat sich gegen eine weitere Lohnfortzahlung für Corona-Ungeimpfte im Fall einer Quarantäne ausgesprochen.

"Auch die Frage müssen wir mal entscheiden, wollen wir ungeimpften Leuten, wenn sie in Quarantäne gehen, weiterhin die Lohnfortzahlung geben - ja oder nein?", sagte Laumann am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf.

Diese Frage müsse er in den nächsten Tagen prüfen und entscheiden.

Update, 8. September, 14.04 Uhr: Neue Quarantäne-Regeln für Schüler

In Nordrhein-Westfalen sollen im Fall von Corona-Infektionen in Schulen und Kitas zunächst nur die erkrankten Kinder selbst in Quarantäne.

Dies teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Düsseldorf mit.

Die geltenden Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Testen und das Tragen medizinischer Masken seien weiter einzuhalten. Die notwendigen Erlasse und Änderungsverordnungen sollen bis spätestens Ende der Woche veröffentlicht werden.

Update, 7. September, 20.03 Uhr: Karl Lauterbach fordert mehr Schnelltests

Der Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) findet erneut klare Worte zur Corona-Pandemie und der Schulpolitik des Bundes. Die neueste Regelung in Schulen bezeichnete er als Fortschritt, er forderte aber dennoch deutlich mehr Schnelltests.

Zu den Corona-Infektionen in Schulen twitterte der Mediziner zuletzt: "Jetzt kommt die kalte Jahreszeit, wo Lüften schwerer wird. Weder Durchseuchung der Kinder noch ständig Quarantäne sind akzeptabel."

Update, 3. September, 9.54 Uhr: Nachfrage nach Corona-Kinderkrankengeld gesunken

Die Nachfrage nach dem Corona-Kinderkrankengeld ist im Laufe des ersten Halbjahres 2021 unter den Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) in Nordrhein-Westfalen deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Anträge sank von mehr als 24.000 im Februar auf knapp 1100 im Juni, wie die TK am Freitag in Düsseldorf mitteilte.

Im Juni hatte die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW - die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche - teilweise im einstelligen Bereich gelegen. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei der TK in NRW rund 74.000 Anträge wegen Schul- oder Kitaschließungen aufgrund der Pandemie gestellt. Die TK hat in dem Bundesland rund 2,6 Millionen Versicherte.

Zahlen für Juli oder August liegen nach Angaben eines Sprechers noch nicht vor. Im August hat das neue Schuljahr begonnen - zehntausende Schüler mussten aufgrund stark gestiegener Corona-Zahlen seitdem in Quarantäne.

Update, 2. September, 14.39 Uhr: Familienminister Stamp für Quarantäne-Lockerungen in Kitas

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat seine Forderung nach einer Lockerung der Quarantäne-Regeln in den Kitas bekräftigt. Nur noch nachweislich infizierte Kinder sollten in Quarantäne und nicht mehr ganze Gruppen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Stamp hatte diesen Vorschlag erstmals Ende Juli gemacht.

Am Mittwoch hatte auch Stamps FDP-Parteikollegin, Schulministerin Yvonne Gebauer, die Reduzierung der häuslichen Quarantäne nur noch auf infizierte Schülerinnen und Schüler gefordert. In den Schulen werden bei einem Infektionsfall derzeit teilweise ganze Gruppen oder Klassen von den Behörden in die häusliche Isolation geschickt. Ähnlich ist es auch in den Kitas.

Ein geordneter Kita-Betrieb sei aber nur dann möglich, wenn bei einer festgestellten Infektion nicht regelmäßig die gesamte Kita-Gruppe in Quarantäne müsse, sagte Stamp.

Bei den 0- bis 4-Jährigen lag die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeszentrums Gesundheit vom Donnerstag bei 136,3. Nach einem wochenlangen Anstieg war der Wert damit erstmals wieder gesunken. Bei den den 5- bis 9-Jährigen lag die Inzidenz bereits bei 324,2.

Von den landesweit rund 10.600 Kitas in NRW waren nach Angaben Stamps im Laufe des Augusts 348 teilweise und 49 komplett geschlossen. 514 Kinder und 215 Beschäftigte seien im August als infiziert gemeldet worden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April waren Corona-Infektionen bei mehr als 2300 Kindern und fast 1270 Kita-Mitarbeitern festgestellt worden.

Update, 1. September, 14.18 Uhr: Schulministerin Gebauer: "Unsere Schulen sind sichere Orte!"

Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen unter Schulkindern plant die nordrhein-westfälische Landesregierung keine schärferen Schutzmaßnahmen an den Schulen.

"Unsere Schutzmaßnahmen greifen", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) am Mittwoch im Schulausschuss des Landtags. Es müssten jetzt "nicht voreilig" weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, die das Recht auf Bildung weiter einschränkten.

Der Präsenzunterricht solle aufrecht erhalten werden, sagte Gebauer. Nicht mehr der Inzidenzwert dürfe ausschlaggebend für Schulschließungen sein. Die Landesregierung habe einen inzidenzunabhängigen Schulunterricht beschlossen.

Update, 1. September, 14.15 Uhr: Neue Regeln im Knast - Geimpfte Straftäter dürfen Besucher umarmen

Das erste Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie dürfen geimpfte Häftlinge in Nordrhein-Westfalen Besucher wieder umarmen. Wer Inhaftierte besuchen will, muss selbst geimpft, genesen oder getestet sein.

Die sogenannte 3G-Regel wurde laut Justizministerium mit der neuen Coronaschutz-Verordnung auch für die Justizvollzugsanstalten eingeführt.

Mit Ausbruch der Pandemie waren in den Gefängnissen des Landes die Besuchsräume umgestaltet worden. Plexiglasscheiben wurden eingezogen, körperlicher Kontakt war einschließlich während Begrüßung und Verabschiedung strengstens verboten.

Update, 31. August, 10.39 Uhr: Arbeitsmarkt erholt sich: Viele Jobs noch zu haben, Kurzarbeit-Quote sinkt!

Die Arbeitslosenquote lag im August bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im Vorjahr hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen.
Die Arbeitslosenquote lag im August bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im Vorjahr hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Obwohl die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist, setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen fort. Rund 718.400 Menschen waren im August arbeitslos gemeldet und damit 10,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im August 2020 hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen. "Die Signale am Arbeitsmarkt stehen weiterhin auf Erholung", erklärte der NRW-Regionalchef der Behörde, Torsten Withake (54).

Er wertete es besonders positiv, dass die Zahl der Arbeitslosen auch im Vergleich zum Vormonat Juli gesunken ist, und zwar um 1,2 Prozent. Der Stichtag für die August-Daten lag in den Sommerferien.

Üblicherweise steige die Arbeitslosigkeit während der Ferien, weil Firmen Betriebsferien machen oder Einstellungen auf später schieben.

Update, 31. August, 10.31 Uhr: "Unverhältnismäßig": Kita-Eltern fordern mildere Quarantäneregel

Eltern von Kita-Kindern fordern vom Bund und von der Landesregierung eine Änderung der Quarantäne-Regeln in Kindergärten. "14 Tage Quarantäne für alle Kontaktpersonen sind nicht verhältnismäßig", kritisierte der Landeselternbeirat (LEB) der Kindertageseinrichtungen in NRW am Dienstag.

Es müsse geprüft werden, ob im Infektionsfall nicht auch mildere Mittel, wie Tests anstatt Quarantänen infrage kämen. Das neue Kita-Jahr habe vor gerade einmal vier Wochen begonnen. In der Zeit hätten bereits unzählige Kinder aus Kindertageseinrichtungen und Tagespflegen für 14 Tage in Quarantäne gehen müssen.

Update, 31. August, 10.25 Uhr: Arbeitgeberpräsident fordert 2G-Regel in NRW-Betrieben

Eine 2G-Regelung sollte nach Ansicht des NRW-Arbeitgeberpräsidenten Arndt Kirchhoff (66) auch in Betrieben gelten. "Ich bin überzeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vielen Bereichen des täglichen Lebens durchsetzen wird. Wer sich nicht impfen lassen will, wird auf Dauer Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, auch am Arbeitsplatz", sagte Kirchhoff dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Zuvor hatte sich der nordrhein-westfälische Städtetag dafür ausgesprochen, dass der Freizeitbereich nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich sein solle (2G) - statt wie bisher auch für Getestete (3G).

Update, 30. August, 18.20 Uhr: Steigende Infektionen bei Kindern, Landtagssondersitzung diese Woche

Der nordrhein-westfälische Landtag kommt am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen, um über den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie zu diskutieren. Die SPD-Fraktion hatte die Sondersitzung am Montag in Düsseldorf beantragt. Sie befürchtete angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei Kindern einen "Kontrollverlust".

Man wolle "nicht länger zusehen, dass die Landesregierung schulterzuckend diese dramatischen Zahlen bei den Kindern" beobachte, begründete Fraktionschef Thomas Kutschaty am Montag den Vorstoß.

Man wolle mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) noch in dieser Woche "darüber diskutieren, was er gedenkt zu tun, um Kinder in unserem Land zu schützen."

Update, 30. August, 18.14 Uhr: Rund 30.000 Schüler in NRW in Quarantäne

Schüler auf dem Weg in ihr Klassenzimmer.
Schüler auf dem Weg in ihr Klassenzimmer.  © Sebastian Gollnow/dpa

Gut 30.000 Schüler in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellsten Rückmeldungen in Quarantäne geschickt worden.

Wie das Schulministerium am Montag mitteilte, befanden sich zum Stichtag 26. August 30.018 Schülerinnen und Schülern in Quarantäne - und damit 1,6 Prozent der Schülerschaft.

Update, 30. August, 18.10 Uhr: Kutschaty fordert: Wirte sollen selbst über Zugang für Ungeimpfte entscheiden

Veranstalter und Gastrobetriebe sollen nach dem Willen der SPD im Landtag selbst entscheiden können, ob sie ihre Angebote nur für Geimpfte und Genesene zugänglich machen wollen. "Nordrhein-Westfalen muss die 2G-Regelung von Hamburg übernehmen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty am Montag.

Beim sogenannten Hamburger "2G-Optionsmodell" können Veranstalter und Wirte selbst wählen, ob sie nur Geimpfte und Genesene (2G) als Besucher akzeptieren oder auch Menschen mit einem aktuellen negativen Corona-Test (3G). Sofern nur Geimpfte und Genesene Zutritt erhalten, fallen für die Veranstalter fast alle Corona-Auflagen weg.

Update, 30. August, 8.28 Uhr: Coronaschutz - Maskenpflicht in Wahllokalen, Rauswurf möglich

Bei der kommenden Bundestagswahl wird in den Wahllokalen in Nordrhein-Westfalen Maskenpflicht gelten. Die neue Coronaschutz-Verordnung, die seit dem Wochenende gilt, sieht das Tragen einer medizinischen Maske in den Zugängen und Räumen vor.

Auch die Wahlvorstände müssen - wenn sie nicht zum Beispiel hinter einer Plexiglasscheibe sitzen - Maske tragen. Die neue Schutzverordnung beschäftigt sich auch mit Maskenverweigerern, denen man das Wahlrecht nicht einfach absprechen kann.

Update, 30. August, 8.25 Uhr: Gewerkschaft GEW fordert weiter Maskenpflicht in Schulen

Angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen fordert die Bildungsgewerkschaft GEW, dass in Schulen weiterhin Maskenpflicht gelten soll.

"Die Beibehaltung der Maskenpflicht ist das Gebot der Stunde", sagte die GEW-Landesvorsitzende Ayla Çelik (52) auf Anfrage. "Wir brauchen ein Mehr an Sicherheit - nicht weniger."

Auch das neue Schuljahr war in Nordrhein-Westfalen mit einer Maskenpflicht in Gebäuden und Klassenräumen gestartet.

Update, 26. August, 13.50 Uhr: NRW schickt weitere 846.000 ungenutzte Impfdosen an den Bund zurück

Das Land NRW will rund 846.000 ungenutzte Impfdosen aus den Impfzentren zurückziehen und an den Bund schicken. Mehr als eine Million weitere Dosen, die noch im Zentrallager waren, sind bereits an den Bund zurück gegangen. Die Zahlen stammen aus einem neuen Bericht des Gesundheitsministeriums an den Landtag.

Bereits Anfang August war bekannt geworden, dass 924.000 Impfdosen von Astrazeneca und 101.750 Impfdosen von Johnson & Johnson aus dem Zentrallager zurück zum Bund geliefert werden. Der Bund kann die Impfstoffe an Drittstaaten weitergeben, bevor sie verfallen.

Update, 25. August, 11.31 Uhr: Rund 62 Prozent der Bevölkerung in NRW vollständig geimpft

In Nordrhein-Westfalen sind laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen 62,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand 25.08.). Insgesamt wurden rund 22,7 Millionen Dosen verabreicht. Mit dieser Zahl liegt NRW als bevölkerungsreichstes Bundesland an der Spitze - bei der Quote pro 100 Einwohner allerdings auf Platz 4 im Vergleich der Bundesländer.

Nach Angaben des RKI sind in NRW inzwischen 34,2 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal geimpft, 21,2 Prozent schon zwei Mal. Bei der Bevölkerung über 60 Jahren sind 86,5 Prozent durchgeimpft.

Update, 25. August, 11.01 Uhr: Schulministerium will Impfquote bei Lehrern abfragen

Das nordrhein-westfälische Schulministerium will eine eigene Erhebung zur Impfquote bei der Lehrerschaft starten. "Die Lehrerverbände nennen eine Quote von 90 Prozent. Wir wollen uns selber ein genaues Bild machen, wie viele Lehrkräfte geimpft sind und werden eine Abfrage starten", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) der "Rheinischen Post".

"Die Angaben sind natürlich freiwillig und anonym", so Gebauer. Als Arbeitgeber sei man daran interessiert, die Impfquote zu kennen, um einschätzen zu können, inwieweit Lehrer geschützt seien, sagte die Schulministerin.

Mit den Ergebnissen rechne das Ministerium in den nächsten Wochen. Eine Impfpflicht für Lehrer werde es "definitiv nicht geben", sagte Gebauer der "Rheinischen Post".

Update, 24. August, 18.15 Uhr: Impfappell vor Karneval

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU, r.) appelliert an alle Menschen, die Karneval feiern wollen, sich vorher impfen zu lassen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU, r.) appelliert an alle Menschen, die Karneval feiern wollen, sich vorher impfen zu lassen.  © Oliver Berg/dpa

Gemeinsam mit Schützen, Schaustellern und Karnevalisten hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an die Menschen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Nur mit vollständig Geimpften könnten die beliebten Brauchtumsfeste wie Kirmes, Karneval und Schützenfeste verantwortungsvoll und mit größtmöglicher Sicherheit gefeiert werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag. Derzeit sind in NRW etwas mehr als 61 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

"Die Menschen, die aktuell mit einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus kommen oder sogar auf der Intensivstation beatmet werden müssen, sind zu einem überwiegenden Teil nicht oder nicht vollständig geimpft", sagte Laumann.
"Daher kann ich nur alle Menschen mit Nachdruck dazu auffordern, sich und andere durch die Impfung gegen das Coronavirus zu schützen. Dann können wir auch endlich wieder gemeinsam feiern", betonte der Minister auch mit Blick auf die am Elften im Elften beginnende Karnevalssession.

Vergangene Woche hatte das Festkomitee Kölner Karneval klargestellt, dass man von einer weitgehend normalen Session für Geimpfte, Genesene und PCR-Getestete ausgehe. Anders als in Düsseldorf, wo bei einigen Saalveranstaltungen nur Immunisierte teilnehmen dürfen, soll in Köln auch ein negativer PCR-Test die Teilnahme an Bällen, Sitzungen und Partys in Innenräumen ermöglichen.

Gemeinsam mit der Stadt Köln startet das Festkomitee am 28. August noch eine gemeinsame Impfaktion auf dem Heumarkt in der Altstadt. Man wolle möglichst viele Jecken zum Impfen animieren, bevor es bald richtig losgehe, hatte das Festkomitee mitgeteilt.

Update, 24. August, 13.47 Uhr: Soforthilfe für notleidende NRW-Sportvereine wird verlängert

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Soforthilfe für Sportvereine, die wegen der Corona-Pandemie in Existenznot geraten sind, bis Ende dieses Jahres verlängert. Alle notleidenden Sportvereine sowie die Mitgliedsorganisationen des Landessportbundes NRW könnten die Soforthilfe online beantragen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Bedingung sei ein durch die Corona-Pandemie verursachter Liquiditätsengpass, der zu drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Anträge können über das Förderportal des Landessportbundes bis 15. September gestellt werden. Auch Vereine, die bereits Geld erhalten haben, sind nicht von weiterer Unterstützung ausgeschlossen.

Bislang wurden aus dem 2020 gestarteten Programm den Angaben zufolge gut 13 Millionen Euro ausgezahlt. Mit den Hilfen konnten 858 Sportvereine vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden.

Update, 24. August, 7.35 Uhr: Zahl der Corona-Testzentren in Nordrhein-Westfalen sinkt

In NRW haben zahlreiche Corona-Teststellen ihren Betrieb eingestellt.
In NRW haben zahlreiche Corona-Teststellen ihren Betrieb eingestellt.  © Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land steigt, bleibt jedoch deutlich unter bundesweitem Wert

Vor dem Hintergrund einer gestiegenen Impfquote haben zahlreiche Corona-Teststellen in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb eingestellt. Wie des Landesgesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte, sank die Zahl der Teststellen von rund 9100 Ende Mai über 8800 Ende Juli auf 8100 in der vergangenen Woche.

Die Zahl der vorgenommenen Testungen pro Woche verringerte sich in dem Zeitraum von 4,4 Millionen auf zuletzt 2,5 Millionen.

In der vergangenen Woche gab es allerdings einen Anstieg im Vergleich zur Vorwoche. Ein Ministeriumssprecher begründet dies damit, dass viele Urlauber vor der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz einen Test brauchten oder weil Familienangehörige an der Einschulungsfeier ihres Kindes teilnehmen wollten.

Zudem habe eine Rolle gespielt, dass Ungeimpfte seit vergangenem Freitag ein negatives Testergebnis brauchen, um in Restaurants und andere Innenräume zu gehen.

Trotz dieses Anstiegs ist klar, dass sich der Bedarf auf lange Sicht abschwächen wird, auch weil die Tests für die allermeisten Bürger ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis sind.

Unter Teststellen-Betreibern gibt es allerdings die Hoffnung, dass die Politik diese Entscheidung überdenkt und das Gratis-Angebot aufrechterhält. "Wir sehen Tests weiterhin als einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie an", betonte der Chef von Covimedical, Christoph Neumeier.

Werden im Herbst womöglich zu wenige Teststellen in Betrieb sein? Das NRW-Gesundheitsministerium teilte hierzu mit, dass die weitgehende Kostenpflicht und die steigende Impfquote "wahrscheinlich zu einem erheblichen Nachfragerückgang und nach den Gesetzen des Marktes auch zu einer gewissen Angebotsbereinigung führen" werde.

Man liege in NRW aber deutlich über den Zahlen, die für ein flächendeckendes Angebot erforderlich seien. Da es weiter Testpflichten und auch für bestimmte Personengruppen Testfinanzierungen geben werde, "gehen wir davon aus, dass der Markt auch nach dem 11. Oktober weiter ein bedarfsgerechtes Angebot vorhalten wird", so das Ministerium.

Update, 23. August, 15.25 Uhr: Wieder mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Die Zahl der Corona-Patienten steigt in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern weiter an. Nach einer Übersicht der Landesregierung (Datenstand Montag) werden landesweit 221 Menschen mit einer Corona-Infektion auf den Intensivstationen behandelt. Das sind 14 mehr als am Vortag und 67 mehr als vor einer Woche. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember und Anfang Mai mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in Kliniken des bevölkerungsreichsten Bundeslandes behandelt werden.

Beatmet werden müssen von den 221 Intensivpatienten 152. Das sind 2 mehr als am Vortag und 46 mehr als vor einer Woche. Anfang Mai waren es über 860. Alle Stationen zusammengenommen werden 845 Patienten wegen Corona in den NRW-Krankenhäusern behandelt. Das sind 28 mehr als am Vortag und 278 mehr als vor einer Woche. Landesweit sind 617 (Vortag: 587, Vorwoche: 694) Intensivbetten mit Beatmungstechnik frei. Die Krankenhäuser mobilisieren bei Bedarf weitere Kapazitäten.

Update, 23. August, 12.25 Uhr: Unter 16 keine Testnachweise bei 3G-Regel erforderlich

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen für Veranstaltungen, für deren Teilnahme die 3G-Regel geimpft, genesen oder getestet gilt, keine entsprechenden Nachweise. Das sieht eine Änderung der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vor, die seit Montag gilt. Der ursprünglich als einfach zu handhabender Testnachweis vorgesehene Schülerausweis hat diese generelle Rolle durch die Änderung jetzt nicht mehr.

"Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis noch eine Schulbescheinigung", heißt es in der aktuellen Fassung der Verordnung.

"Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt", erläutert die Verordnung.

Update, 23. August, 10.04 Uhr: Hohe Corona-Fallzahlen in NRW

Die Corona-Inzidenz in NRW liegt deutschlandweit am höchsten. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen auf seiner Webseite mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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