Coronavirus in Baden-Württemberg: 25 Neu-Infektionen, ein Todesfall

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus entspannt sich zunehmend. Die Zahl der Infizierten und Todesfälle stieg in Baden-Württemberg längst nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus zeigen also ihre Wirkung. Doch noch ist die Zeit für eine endgültige Entwarnung nicht gekommen.

Das öffentliche Leben wurde und wird nach wie vor in stückweisen Lockerungsschritten langsam wieder hochgefahren. 

Nach der letzten Anpassung der Corona-Verordnung (gültig zum 15. Juni) sind Feiern mit maximal 99 Teilnehmenden wieder möglich. Im öffentlichen Raum darf man sich in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder bis zu zehn Personen aufhalten.

Bei Veranstaltungen und sonstigen Ansammlungen außerhalb des öffentlichen Raums dürfen sich jetzt bis zu 20 statt bisher nur zehn Personen aus mehreren Haushalten treffen oder ohne zahlenmäßige Beschränkung, wenn Personen miteinander verwandt sind sowie deren Partnerinnen und Partner.

1838 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Mittlerweile gibt es 35.755 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg (Stand 1. Juli).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 2. Juli, 20 Uhr: 25 Neu-Infektionen, ein Todesfall

Am Donnerstag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 25 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr).

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.780 an, so das Ministerium am Abend: "Davon sind ungefähr 33.412 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 529 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."

Dem Landesgesundheitsamt wurde heute ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 1839.

"Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,96 angegeben", heißt es weiter.

In Baden-Württemberg haben sich mindestens 35.780 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1839 starben.
In Baden-Württemberg haben sich mindestens 35.780 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1839 starben.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 2. Juli, 19.41 Uhr: Bund stützt Freiburger Barockorchester in Corona-Krise

Das Freiburger Barockorchester kann als eines von 27 freien Orchestern und Ensembles in der Corona-Krise auf Unterstützung aus dem Bundeshaushalt zählen. Die Mittel aus dem Programm "Orchester vor neuen Herausforderungen" umfassen jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel ist es, freien Ensembles und Orchestern "so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen", wie es am Donnerstag in Berlin hieß.

Gefördert werden etwa auch die Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Elbipolis Barockorchester Hamburg.

"Die Corona-Krise hat die freien Ensembles und Orchester hart getroffen", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (58, CDU). Die freien Klangkörper seien ein wichtiger Kreativitätsfaktor der Musikkultur. "Mit künstlerischen Innovationen setzen sie Impulse, die oft von anderen Festivals, Theatern und Orchestern aufgegriffen werden."

Update, 2. Juli, 16.14 Uhr: Baurechtsamt Stuttgart öffnet wieder für Besucher

Wie die Stadt Stuttgart mitteilte, öffnet das Baurechtsamt ab Juli wieder für Besucher. Dabei komme es zu Änderungen des Beratungsangebots, persönliche Termine seien nach vorheriger Vereinbarung möglich. Besucherinnen und Besucher müssen bestimmte Hygienevorgaben beachten.

Update, 2. Juli, 12.52 Uhr: Landesbischof July warnt vor Corona-Begriff der "Systemrelevanz"

Dem Begriff der "Systemrelevanz" kann der evangelische Landesbischof Frank Otfried July nichts abgewinnen - im Gegenteil, er hält ihn nach seinen bisherigen Erfahrungen in der Corina-Krise sogar für riskant. "Wer diesen Begriff verwendet, der begreift eine Gemeinschaft gewissermaßen als eine Maschine, für deren Funktionieren es bestimmte Teile braucht. Nur diese werden dann als "systemrelevant" beschrieben2", sagte der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Auftakt der Landessynode am Donnerstag in Stuttgart.

Er begreife die Gesellschaft als ein organisches Ganzes, sagte July. Sie sei auf Beiträge aller ihrer Kräfte angewiesen, um lebendig zu bleiben. «Und eben auch auf solche, die allzu schnell aus dem Blick geraten», sagte der Bischof. Als Beispiele nannte er die Bereiche Bildung, Musik und Sport, aber auch Orte, an denen Menschen miteinander beteten.

"Hier mache ich mir große Sorgen, das all das, was als "nicht systemrelevant" zur Seite geschoben wurde, eines Tages vielleicht fehlen wird", sagte July und warnte: "Dieses Fehlen würde Langzeitschäden im gesellschaftlichen Umgang hinterlassen." Für das Leben sei eben auch das wesentlich und «existenzrelevant», was nicht gewogen, gezählt und in Tabellen abgebildet werden könne.

Als systemrelevant werden Berufe wie Ärzte oder auch Unternehmen wie Supermärkte, Banken, die Verwaltung und die Müllabfuhr eingeordnet. Voraussetzung ist, dass für die Daseinsvorsorge oder zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wichtig sind. Das spielt eine Rolle unter anderem bei möglichen Ausnahmeregelungen und weil Eltern nur dann Notbetreuung für ihre Kinder beantragen können, wenn sie in solchen Berufen arbeiten. Die Kirche in Baden-Württemberg hatte nach knapp acht Wochen Zwangspause wegen des Coronavirus Mitte Mai erstmals wieder öffentliche Sonntagsgottesdienste gefeiert.

Update, 2. Juli, 12.41 Uhr: Brettener Gymnasium wieder geöffnet

Das wegen Corona-Infektionen seit Montag geschlossene Edith-Stein-Gymnasium in Bretten (Kreis Karlsruhe) ist seit diesem Donnerstag wieder geöffnet. Das bestätigte die Stadt Bretten. Bei vier Schülern und einer Lehrerin war das Virus nachgewiesen worden. Weitere Fälle gab es nicht. Die Schule hatte während der Schließzeit digitalen Fernlern-Unterricht angeboten.

Die Schule öffnete wieder.
Die Schule öffnete wieder.  © DPA / Julian Stratenschulte

Update, 2. Juli, 06.11 Uhr: Baden-Württemberg spielt mehr Lotto

Die Corona-Krise hält die Baden-Württemberger nicht davon ab, ihr Glück im Lottospiel zu suchen - im Gegenteil. In den ersten sechs Monaten des Jahres sind die Einsätze trotz Pandemie und geschlossener Annahmestellen deutlich gestiegen, wie die Staatliche Toto-Lotto-Gesellschaft mitteilte. Bis Ende Juni setzten die Menschen im Südwesten rund 507 Millionen Euro ein, das sind 5,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres.

Grund ist neben der Hoffnung auf Jackpots von bis zu 90 Millionen Euro auch der deutliche Trend, den Tippschein online abzugeben. Über Internet und App setzten Lottospieler in diesem Jahr bereits rund 62,4 Millionen Euro ein - ein Rekord und eine Steigerung um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019.

Auch die meisten Glückspilze stammen erneut aus Baden-Württemberg, wie die Lotto-Gesellschaft errechnet hat. "2020 fiel für die Tipper in Baden-Württemberg bislang sehr positiv aus", sagte Geschäftsführer Georg Wacker. Insgesamt gab es 72 Gewinne von 100 000 Euro oder mehr, 20 Lotto-Sechser und 13 neue Millionäre - so viele wie in keinem anderen Bundesland. Den mit 12,35 Millionen Euro bislang größten Einzelgewinn des Jahres zwischen Kurpfalz und Bodensee erzielte im Mai ein Eurojackpot-Spieler aus dem Kreis Calw.

Lottokugeln liegen durcheinander.
Lottokugeln liegen durcheinander.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juli, 17.46 Uhr: 50 weitere Infektionen, keine weiteren Toten

Am Mittwoch wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 50 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr).

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.755 an, so das Ministerium am Abend: "Davon sind ungefähr 33.375 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 542 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute demnach keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Demnach bleibt die Zahl der Todesfälle bei insgesamt 1838. 

"Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,95 angegeben", heißt es weiter.

Mindestens 35.755 Menschen haben sich mit dem Erreger infiziert. (Symbolbild)
Mindestens 35.755 Menschen haben sich mit dem Erreger infiziert. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juli, 12.29 Uhr: Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen wieder

Die Aufhebung der Reisewarnungen für viele europäische Länder lässt die Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen. Wegen der höheren Nachfrage wurde nach Terminal 3 nun auch Terminal 1 für den Check-in und Passagierkontrollen in Betrieb genommen, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte. So könnten auch die Corona-Abstandsregeln besser eingehalten werden, hieß es.

Im Vorfeld der Sommerferien im Südwesten nehmen die Fluggesellschaften neben wichtigen Städteverbindungen außerdem wieder verstärkt touristische Ziele ins Programm. Gefragtestes Warmwasserziel sei Palma de Mallorca mit bis zu 72 wöchentlichen Verbindungen, hieß es beim Flughafen.

Wegen der Hygienebedingungen für Gäste und Personal hat der Flughafen verschiedene Vorkehrungen getroffen. So erinnern Bodenmarkierungen und Hinweisschilder überall an die empfohlenen Abstandsregeln. An vielen Stellen schützen Plexiglasscheiben Kunden und Mitarbeiter vor zu engem Kontakt, zudem wurden die Reinigungsintervalle erhöht. Es gilt überall Maskenpflicht für Reisende, für Kinder jedoch erst ab sechs Jahren. Wer seine Mund-Nase-Bedeckung vergessen hat, kann sich aus Automaten direkt an den Eingängen versorgen.

Der Stuttgarter Flughafen von oben.
Der Stuttgarter Flughafen von oben.  © Bernd Weißbrod dpa

Update, 1. Juli, 6.29 Uhr: Experten gehen von weiter wachsender Arbeitslosigkeit aus

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt im Südwesten fest im Griff, eine Trendwende ist nicht in Sicht. Experten zufolge geht die Zahl der Arbeitslosen immer weiter nach oben.

Die Corona-Krise dürfte die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten noch weiter nach oben getrieben haben. Experten gehen davon aus, dass im Juni noch einmal mehr Menschen ohne Job waren als im Mai. Damals waren in Baden-Württemberg mehr als 270.000 Arbeitslose registriert, die Quote lag bei 4,3 Prozent. Deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen die Zahlen derzeit ohnehin. Vor einem Jahr waren hierzulande gut 190.000 Menschen ohne Job.

Die Arbeitsagentur gibt die Zahlen am Mittwoch (10 Uhr) in Stuttgart bekannt. Ihr Chef Christian Rauch hatte schon bei der Vorlage der Mai-Bilanz angekündigt, dass die Zahlen noch weiter steigen und wohl schon bald die 300.000er-Marke überschreiten werden.

Die Arbeitsagentur wird vermutlich mehr zu tun haben.
Die Arbeitsagentur wird vermutlich mehr zu tun haben.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. Juni, 19.40 Uhr: Infektionszahlen steigen besonders in und um Karlsruhe

Am Dienstag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium weitere 75 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.705 an, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstagabend. "Davon sind ungefähr 33.353 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 514 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert."

Zudem wurden acht weitere Todesfälle gemeldet, die Zahl der Corona-Opfer steigt somit auf 1838.

Auffällig ist laut Ministerium ein Anstieg der Infektionszahlen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe: "Diese stehen zum einen im Zusammenhang mit einem Treffen einer Glaubensgemeinschaft. Zum anderen sind vier Schulen im Rahmen einer Häufung betroffen." 

Bei zehn der 30 neuen Fälle handele es sich um länger zurück liegende Infektionen aus dem Kreis Karlsruhe, die technisch bedingt erst jetzt übermittelt werden konnten.

Besonders in und um Karlsruhe haben die Infektionen zugenommen. (Symbolbild)
Besonders in und um Karlsruhe haben die Infektionen zugenommen. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 30. Juni, 15.15 Uhr: Keine weiteren Fälle in Schulen im Kreis Göppingen

Von fünf Schulen mit Coronafällen im Kreis Göppingen sind nach Testung zwei virusfrei. Das Ergebnis für die weiteren Schulen stehe noch aus, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes am Dienstag. 

An den fünf Schulen hatten sich jeweils ein Schüler oder eine Schülerin angesteckt. Für Mitschüler und Lehrer wurde Quarantäne angeordnet. Seit Freitag werden überdies von 500 Schülern und Lehrern Abstriche genommen, bei denen ein Kontakt zu den Infizierten möglich gewesen sein könnte. So sollen weitere Infizierte entdeckt und in Quarantäne geschickt werden können. Das Weiterverbreiten des Virus zu verhindern, sei besonders wichtig, da in einigen Klassen die Abschlussprüfungen anstehen.

Eine coronabedingt geschlossene Grundschule in Göppingen konnte am Dienstag einen Tag früher als geplant wiedereröffnet werden.

Im einem Brettener Gymnasium wird auf Grundlage von Testresultaten entschieden, ob der zunächst bis Mittwoch verhängte Stopp für Präsenzunterricht verlängert wird. Dort war das Virus bei drei Schülern einer elften Klasse und einer Lehrerin, die dort unterrichtet hatte, nachgewiesen worden.

Es gibt noch weitere Fälle im Land: Das Evangelische Seminar in Maulbronn ist bis zum 10. Juli wegen je einer Covid-19-Infektion im Umfeld sowie unter der Schülerschaft geschlossen.

Im bayerischen Landkreis Neu-Ulm sind in drei Grundschulklassen und einer Kindergartengruppe Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Deswegen seien nun 98 Kinder und Erwachsene in Quarantäne geschickt worden, berichtete eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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