Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz fällt unter 100!

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 479.212 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 435.580 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9725 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 17. Mai)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Updat, 17. Mai, 17.15 Uhr: 600 neue Infektionen

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 600 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 479.212. Davon sind 435.580 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 22 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9725 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 95,0.

Am Montag wurden 600 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden 600 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 17. Mai, 14.03 Uhr: Gastronomie klagt über Regelwirrwarr, Lucha kontert

Nach dem Neustart für viele Gastwirte und Hoteliers und angesichts weiterer Corona-Lockerungen in anderen Regionen streiten sich Gastronomie und Politik in Baden-Württemberg über die richtige Öffnungstrategie. Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne) wehrte sich am Montag gegen den Vorwurf eines "Regelwirrwarrs".

Wirte und Hoteliers hatten zunächst ein "Landkreise-Hopping" befürchtet, weil vor allem in der Vierländerregion rund um den Bodensee unterschiedliche Inzidenzen und somit auch abweichende Regelungen herrschten. Lucha macht der Branche allerdings wenig Hoffnung: "Wir müssen und wir werden daran festhalten", sagte er am Montag.

Vor allem die Bindung an eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sorgt für Ärger am Bodensee und im Allgäu. Während Tourismus und Gastronomie dort noch nicht öffnen dürfen, sind Tagesausflüge nach Österreich und in die Schweiz wieder möglich. Mit einem negativen Corona-Test können sich zudem Urlaubsrückkehrer aus den beiden Ländern bei der Einreise von der Quarantänepflicht befreien. Auch im Breisgau-Hochschwarzwald, im Landkreis Konstanz und in der Stadt Freiburg sowie in Emmendingen haben die ersten Kneipen und Pensionen geöffnet.

"Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Bodenseekreis, Horst Müller. "Wenn's blöd läuft, gibt das ein totales Chaos. Dann hat man genau das, was man nicht wollte: viele Menschen am gleichen Ort." Schon innerhalb von Baden-Württemberg sei wegen unterschiedlicher Inzidenzen ein "Landkreis-Hopping" zu befürchten. Die unterschiedlichen Regeln führen zu einem großen Durcheinander. "Die Gäste brauchen eigentlich Gewissheit, dass ihr Urlaub auch stattfindet", sagte Müller.

"Wenn wir hier Ausnahmen zulassen, verschwimmen die Grenzen und es werden Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Landkreisen produziert", verteidigte sich Lucha. "In diesem Fall könnte man zurecht von einem ,Regelwirrwarr‘ sprechen." Die Gerichte hätten dem Land bereits bei den Ausgangssperren eine "kreisscharfe Betrachtung" auferlegt. "Davon können wir jetzt bei den Öffnungsschritten nicht abweichen." Lucha machte zudem keinen Hehl aus seiner Haltung: "Mein Appell ist jetzt: nicht meckern, sondern machen", sagte er.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (60, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Mai, 18.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Land kratzt an der 100er-Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten kratzt weiter an der Schwelle zur 100-Marke, unterschritten hat sie diese aber auch am Sonntag noch nicht. Im landesweiten Schnitt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner 101,0 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 102,3 gelegen, vor einer Woche bei 145,2.

Nur noch 21 der 44 Regionen liegen über dem Wert von 100 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin im Zollernalbkreis, wo sie bei 202,3 lag. Auch die Stadt Pforzheim weist nach wie vor einen mit 196,9 überdurchschnittlich hohen Wert auf. Am niedrigsten ist die Inzidenz in der Stadt Heidelberg (38,4) und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (40,6).

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 619 auf 478.612 Fälle. Inzwischen sind 9703 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben - 9 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 433.810 Menschen (plus 2259).

Einmal gegen das Virus geimpft sind in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts bisher 35,8 Prozent der Bevölkerung. Eine zweite Schutzimpfung, die bei manchen Wirkstoffen nötig ist, haben 10,7 Prozent erhalten; sie gelten damit als vollständig geimpft. (Stand 14. Mai)

Laut Landesgesundheitsamt und nach Daten des Divi-Intensivregisters werden 564 Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg auf Intensivstationen behandelt, davon werden 369 (65,4 Prozent) künstlich beatmet. Insgesamt sind 2065 Intensivbetten von betreibbaren 2384 Betten (86,6 Prozent) belegt.

Update, 15. Mai, 21.24 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten erneut gesunken. In Baden-Württemberg lag der Wert bei 102,3, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Am Freitag hatte er noch bei 107,1 gelegen. Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb der vergangenen 7 Tage je 100.000 Einwohner an.

20 der 44 Regionen lagen unter der 100er-Marke, 4 davon sogar unter 50. Am Freitag hatten noch 18 Kreise unter der Marke von 100 gelegen. Am höchsten ist die Inzidenz weiterhin im Zollernalbkreis, wo sie am Samstag bei 217,0 (Freitag: 217,6) lag. Am niedrigsten ist sie im Kreis Emmendingen mit 39,7 (Freitag: 42,7).

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 1400 auf 477.993 Fälle. Inzwischen sind 9694 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben - 8 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 431.551 Menschen (plus 3103).

Update, 15. Mai, 15.28 Uhr: Gastronomie-Öffnung in Heidelberg verhalten angelaufen

Bei regnerischem Wetter ist die Öffnung von Restaurants und Cafés in Heidelberg eher verhalten angelaufen. Einige Betriebe waren noch zu, andere gingen mit verringerter Außenbestuhlung an den Start. Die Bestellung von Getränken gestaltete sich für einige Gastwirte schwierig. Mehr Menschen als sonst zu Pandemie-Zeiten bummelten durch die Stadt am Neckar, zu Gedränge kam es aber nicht.

Heidelberg gehört wie Freiburg sowie die Kreise Main-Tauber, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald zu den Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an mindestens fünf Tagen hintereinander. Diese dürfen ihre Gastronomie wieder hochfahren.

Weitere Regionen könnten in der kommenden Woche folgen, darunter der Rhein-Neckar-Kreis und die Städte Böblingen und Baden-Baden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband warnte vor einem "Landkreis-Hopping" wegen der sehr unterschiedlichen Inzidenzen. Im Zollernalbkreis liegt der Wert noch bei 247,7 (Stand Freitag).

Ganz anders Heidelberg mit einem Wert von 58,2 (Stand Freitag). Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sagte zum Start in der Universitätsstadt: "Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht. Das ist eine tolle Perspektive, aber auch eine riesige Herausforderung für Gastronomie und Hotellerie und eine große Verantwortung für uns alle."

Mit den Öffnungsschritten verbunden sind auch Schwierigkeiten: Die Gastronomen müssen genügend Mitarbeiter für Küche und Service zurückholen, um überhaupt öffnen zu können. Vor Corona hatten sich in Heidelberg Studierende mit Kellnern ein Zubrot verdient; doch viele von ihnen sind wegen des rein digitalen Studiums wieder nach Hause gezogen und stehen nicht zur Verfügung. Andere Mitarbeiter haben sich in den Einzelhandel verabschiedet.

Ein Schild mit der Aufschrift "Wir haben geöffnet" steht vor der Essensausgabe eines Restaurants in der Heidelberger Innenstadt. (Archivbild)
Ein Schild mit der Aufschrift "Wir haben geöffnet" steht vor der Essensausgabe eines Restaurants in der Heidelberger Innenstadt. (Archivbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 14. Mai, 17.21 Uhr: Landesweite Inzidenz sinkt weiter

Am Freitag wurden dem Landesgesundheitsamt 1172 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 476.593. Davon sind 428.448 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 35 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9686 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt auf 107,1.

Update, 14. Mai, 16.54 Uhr: Industrie sieht Öffnungsperspektiven positiv

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) sieht in den Öffnungsschritten nach der Corona-Zwangspause eine Perspektive für die Tourismusbranche.

"Endlich zeigt sich auch für die vielen seit fast sieben Monaten geschlossenen Unternehmen der Gastro-, Hotel und Tourismusbranche ein Silberstreif am Horizont", sagte Vizepräsidentin Marjoke Breuning am Freitag in Stuttgart zur neuen Corona-Verordnung des Landes. Und der mittelständische Fachhandel könne sich eine zusätzliche Möglichkeit eröffnen, die dringend benötigten "Spontankunden" für auskömmliche Geschäfte zurückzugewinnen.

Zugleich mahnte der Verband erneut mehr Planungssicherheit an. "Öffnungen müssen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter ohne Wenn und Aber planbar und verlässlich sein." Da der Großteil der Kreise aktuell noch über einem Inzidenzwert von 100 liege, sei dies nicht gegeben und es gelten weiterhin Regelungen wie beispielsweise Terminvereinbarung und Kontaktnachverfolgung im Einzelhandel, lediglich Abholangebote der Gastronomie sowie touristische Schließungen.

Neuer Gastro- und Einkaufstourismus drohten. "Öffnungen müssen dabei so unbürokratisch wie möglich sein – gerade schwer corona-belasteten kleinen Branchenbetrieben kann keine neue Bürokratie neben den bereits vorhandenen Hygiene- und Schutzauflagen aufgebürdet werden."

Marjoke Breuning ist die Vizepräsidentin des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.
Marjoke Breuning ist die Vizepräsidentin des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.  © Christopher Hirsch/dpa

Update, 14. Mai, 7.40 Uhr: Baden-Württemberg lockert - Neue Corona-Verordnung in Kraft

Nach monatelangem Lockdown lässt der Südwesten die Zügel bei den Corona-Regeln nun wieder deutlich lockerer - ausreichend niedrige Infektionszahlen vorausgesetzt. Am Freitag traten entsprechende Änderungen in der Corona-Verordnung des Landes in Kraft und machen ab Samstag Lockerungen in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit möglich. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6 Uhr und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen.

Die neue Verordnung sieht weiter vor, in den Kreisen unter der 100er-Marke Hotels und Pensionen wieder öffnen zu lassen - auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden. Kulturveranstaltungen wie Theater, Opern, Konzerte und Kino sind im Freien in den Regionen unter 100 wieder möglich. Galerien, Museen und Gedenkstätten dürfen dort auch wieder öffnen - genauso wie Bibliotheken und Archive.

Auch Freibäder dürfen in solchen Regionen wieder Badegäste empfangen. Außerdem kann man wieder Minigolf spielen, Hochseilgärten und Bootsverleihe dürfen wieder öffnen - allerdings jeweils nur für kleine Gruppen. Sportanlagen, auf denen im Freien kontaktarmer Freizeit- und Amateursport betrieben werden kann, dürfen auch wieder genutzt werden. Zoos und botanische Gärten können im Außen- und Innenbereich aufmachen. Auch Musik- und Kunstschulen dürfen wieder kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern empfangen.

Für alle Einrichtungen gelte grundsätzlich die Maskenpflicht, die Pflicht zur Kontaktdatenübermittlung sowie die Einhaltung der Abstandsregeln, hieß es. Außerdem sind Obergrenzen der Teilnehmerzahl vorgesehen, der Zutritt ist nur mit einem Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich.

Für den Einzelhandel gibt es auch eine Änderung: Bei "Click&Meet" können statt einem Kunden pro 40 Quadratmeter zwei Kunden ohne vorherige Terminbuchung hereingelassen werden - sie müssen aber getestet sein.

Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant. Ein Eckpunktepapier des Gesundheitsministeriums mit Stand von Anfang Mai sah etwa die Öffnung der Innengastronomie erst viel später vor, frühestens 14 Tage nach den ersten Öffnungsschritten.

Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant.
Mit den Öffnungsschritten geht das Land nun teils deutlich weiter als noch vor wenigen Tagen geplant.  © Frank Molter/dpa

Update, 13. Mai, 17.59 Uhr: Über 2000 neue Infektionen

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Corona-Infektionen mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 475.421. Davon sind 424.439 Menschen wieder genesen.

Auch wurden 11 neue Todesfälle bekannt. Damit sind nun insgesamt 9651 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt bei 119,0.

Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Donnerstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2044 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Update, 13. Mai, 10.30 Uhr: Auch neue Kultusministerin gegen kürzere Sommerferien

Auch die neue baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) ist gegen kürzere Sommerferien, um pandemiebedingte Wissenslücken im Unterricht aufzuholen.

"Die Schulzeit war jetzt nicht so, dass man digital zu Hause war und hat da entspannt die Füße aufs Sofa gelegt", sagte sie am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR). Die Zeit des Online- und Wechselunterrichts sei sogar sehr anstrengend für alle Beteiligten gewesen. Deshalb bräuchten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und Eltern eine Zeit der Erholung.

Auch Unterricht an Samstagen erteilte sie eine Absage: "Es ist so, dass die Leute mehr oder weniger am Rande ihrer Kräfte sind", sagte Schopper, die zuletzt Staatsministerin und zuvor bayerische Grünen-Chefin war.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatten den Vorschlag ebenfalls kritisiert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte eine Verkürzung dagegen Anfang März für durchaus denkbar gehalten. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", hatte der Grünen-Regierungschef dem Mannheimer Morgen gesagt.

Die designierte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne).
Die designierte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 12. Mai, 19.31 Uhr: Markgröninger Schäferlauf fällt wieder aus

Wegen der Corona-Pandemie soll der Markgröninger Schäferlauf auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Wie das Rathaus am Mittwoch mitteilte, haben Stadtverwaltung und Gemeinderat gemeinsam diesen Entschluss gefasst.

Schon im vergangenen Jahr war die Traditionsveranstaltung aufgrund der grassierenden Pandemie abgesagt worden. Der Schäferlauf in Markgröningen findet üblicherweise am letzten ganzen Wochenende im August statt.

"Ein Schäferlauf, der geprägt ist von Pandemieauflagen und strengen Hygienevorschriften ist nicht denkbar", wird Bürgermeister Rudolf Kürner (parteilos) in einer entsprechenden Mitteilung zitiert.

Eine Veranstaltung mit nur begrenzt erlaubter Teilnehmerzahl, abgesperrten Bereichen und zahlreichen Sicherheitskräften werde dem bekannten Schäferlauf nicht gerecht, hieß es weiterhin vom Rathauschef. Alles andere würde das Ansehen der Traditionsveranstaltung beschädigen.

Der Markgröninger Schäferlauf ist so beliebt, dass sich über die Jahrhunderte ein Volksfest drumherum entwickelt hat. Hauptattraktion des Festes ist das Wettrennen der Schäferinnen und Schäfer – barfuß über ein Stoppelfeld.

Neben dem Lauf gilt auch der historische Festzug mit Trachten- und Musikgruppen aus der Umgebung als Attraktion. Auch einen Rummel, kulinarische Spezialitäten sowie einen Schäfer- und Handwerksmarkt gibt es normalerweise.

Titelfoto: Pedro Rances Mattey/dpa

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