Corona in Baden-Württemberg: Mehr als 3100 Neu-Infektionen, 46 Tote

Baden-Württemberg - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)

Deshalb wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder verschärft. Nach den jüngsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder wird der Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängert.

Treffen sind weiterhin nur mit einem weiteren Haushalt möglich - maximal jedoch fünf Personen. Für die Feiern an den Weihnachtsfeiertagen und zu Silvester soll die Personenbeschränkung auf maximal zehn Personen angehoben werden.

Für den Einzelhandel gilt ferner die Faustregel: In kleinen Läden ein Kunde pro 10 Quadratmeter, in großen Läden ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

Mittlerweile gibt es 142.868 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 94.827 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 2625 Menschen sind im Südwesten bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. (Stand 26. November)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 26. November, 18.32 Uhr: Mehr als 3100 Neu-Infektionen, 46 Tote

Am Donnerstag ist die Zahl der Corona-Infektionen um 3101 auf insgesamt 142.868 gestiegen. Laut Landesgesundheitsamt sind 94.827 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Infektion genesen.

Die Zahl der Toten stieg um 46 auf nunmehr 2625. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte leicht auf 129,2.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 142.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2625 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 142.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2625 starben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 26. November, 18.24 Uhr: Pflegekräfte bekommen bis zu 1500 Euro Corona-Prämie

Als Dank für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie können Mitarbeiter in 69 Krankenhäusern im Südwesten jetzt bis zu 1500 Euro Pflegeprämie bekommen.

Das Land stocke die Bundesmittel von rund 20 Millionen Euro für Baden-Württemberg um 10 Millionen auf, teilte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart mit. "Wir sind uns der enormen Leistung der Beschäftigten in Krankenhäusern jeden Tag und ganz besonders in den letzten Monaten sehr bewusst."

Unklar war zunächst, wer darüber entscheidet, welche Mitarbeiter wie viel Geld bekommen sollen.

Update, 26. November, 18.01 Uhr: Schulen erhalten mehr als 30 Millionen Schutzmasken

Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten. Dies sagte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen. Ausgenommen seien nur die Grundschulen.

Dies sei die zweite große Lieferung des Landes. Bereits in den letzten beiden Wochen der Sommerferien seien rund 24 Millionen Masken an die Schulen im Südwesten verschickt worden.

Die Infektionszahlen würden zeigen, dass Schulen nachweislich keine Corona-Hotspots seien, so Eisenmann in den Zeitungen. "Trotzdem beobachten wir, dass in jüngster Zeit vermehrt mit den Ängsten der Menschen gespielt wird. Auch innerhalb der Lehrerschaft nehmen wir teilweise diffuse Ängste wahr", so die Ministerin weiter. Diese Ängste nehme man ernst.

Für die bevorstehenden Lieferungen würden FFP2-Masken aus dem Lagerbestand des Landes entnommen.

Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten.
Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten.  © Matthias Balk/dpa

Update, 26. November, 16.33 Uhr: Kirchen pochen auf Weihnachtsgottesdienste

Die Bischöfe der katholischen und evangelischen Kirche in Württemberg pochen auf Weihnachtsgottesdienste trotz der Corona-Pandemie und Kontaktbeschränkungen.

"Wir werden alles dafür tun, dass Präsenzgottesdienste möglich sind und möglich bleiben», sagte der evangelische Landesbischof Frank Otfried July der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Aus Sicht des katholischen Bischofs der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, ist es unverzichtbar, dass in den Gottesdiensten zentrale Inhalte des christlichen Glaubens gefeiert würden.

In dem Beschluss von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie heißt es nur, dass sie das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen wollen, "um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen". Und: "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter müssen vermieden werden."

Die Kirchen planen den Angaben zufolge zwar beispielsweise mit Online-Angeboten. Die Zahl der Gottesdienste allerdings soll erhöht werden, damit auch bei weniger Teilnehmern pro Veranstaltung viele Gläubige die Geburt Christus' in den Kirchen feiern können.

Im Südwesten gehörten Ende 2019 noch etwa 3,58 Millionen Menschen der katholischen Kirche an (2018: 3,64 Millionen). Die evangelische Landeskirche hatte in Württemberg rund 1,96 Millionen (1,99 Millionen) und in Baden 1,12 Millionen Mitglieder (1,14 Millionen).

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hält bei einem Weihnachtsgottesdienst in der Evangelischen Stiftskirche in Stuttgart die Predigt.
Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hält bei einem Weihnachtsgottesdienst in der Evangelischen Stiftskirche in Stuttgart die Predigt.

Update, 26. November, 14.44 Uhr: Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart bis Ende Januar geschlossen

Nach der Verlängerung des Teil-Lockdowns wegen der Corona-Pandemie steigen die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart frühestens Anfang Februar 2021 wieder in ihr reguläres Programm ein.

Die beiden Bühnenhäuser müssten längerfristig und sicher planen können. Deshalb sei diese weitreichende Entscheidung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs zum 1. Februar auf Zuspruch gestoßen, sagte Kunstministerin Theresia Bauer (55, Grüne) am Donnerstag in Stuttgart.

Das Badische Staatstheater und die Württembergischen Staatstheater sind bereits seit Anfang November für das Publikum geschlossen. Beide Häuser werden gemeinsam von Land und Kommune getragen.

Ein Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart steht auf der Bühne des Opernhauses der Staatstheater Stuttgart, im Hintergrund ist der Zuschauerraum zu sehen.
Ein Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart steht auf der Bühne des Opernhauses der Staatstheater Stuttgart, im Hintergrund ist der Zuschauerraum zu sehen.

Update, 25. November, 17.35 Uhr: Über 2800 neue Infektionen, 49 Tote

Am Mittwoch ist die Zahl der Coronainfektionen um 2837 auf insgesamt 139.767 gestiegen. Laut Landesgesundheitsamt sind 92.258 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Infektion genesen.

Die Zahl der Toten stieg um 49 auf nunmehr 2579. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 128,8.

Am Mittwoch wurden 49 weitere Corona-Tote gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden 49 weitere Corona-Tote gemeldet. (Symbolbild)

Update, 25. November, 14.05 Uhr: Stuttgarts Weihnachtsmarkt-Alternative startet

Der "Adventszauber" soll in Corona-Zeiten ein bisschen Weihnachtsmarkt-Flair in die Stuttgarter Innenstadt bringen. Von Donnerstag (26. November) an werden 33 Hütten und Stände verteilt über mehrere Straßen öffnen.

Bis einschließlich 9. Januar können Passanten dort zum Beispiel Maroni, gebrannte Mandeln, Magenbrot oder Schokofrüchte kaufen.

Die Stadt will mit der Aktion Standbetreibern und Kunden eine Alternative zum klassischen Weihnachtsmarkt bieten, der wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - wie in vielen anderen Städten auch - abgesagt worden war.

Passanten vor einem weihnachtlich geschmückten Stand in der Stuttgarter Innenstadt.
Passanten vor einem weihnachtlich geschmückten Stand in der Stuttgarter Innenstadt.

Update, 24. November, 19.07 Uhr: Hoffmeister-Kraut fordert Arbeitsschutzregeln für Homeoffice

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU) fordert für das Homeoffice konkrete Gesetzesvorschläge für den Gesundheits- und Arbeitsschutz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).

"Wir wollen keine Abstriche beim Gesundheits- und Arbeitsschutz. Wir müssen allen voran nun flexiblere Arbeitszeitmodelle, Fragen des Unfallversicherungsschutzes und steuerrechtliche Fragen regeln", sagte Hoffmeister-Kraut der Schwäbischen Zeitung. "Da vermisse ich bislang konkrete Vorschläge des zuständigen Bundesministers."

Hoffmeister-Kraut warnt dabei vor neuen bürokratischen Hürden. "Wir brauchen weder einen Schnellschuss bei den rechtlichen Regelungen zum Homeoffice, noch zusätzliche Bürokratie. Wir erleben in der Corona-Krise tagtäglich, dass in den Unternehmen sehr pragmatisch mit der Arbeit im Homeoffice umgegangen wird."

Diese positiven Erfahrungen würden vielfach auch nach der Krise nachwirken. Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice, wie Heil ihn plane, würde dagegen nur zusätzliche Bürokratie verursachen.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).

Update, 24. November, 18.02 Uhr: Mehr als 2100 Neu-Infektionen, 34 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2111 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 136.930 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand 16 Uhr) mitteilte. 34 weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Montag - insgesamt sind es 2530 Menschen. Als genesen gelten 90.037 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 132,0 erneut leicht gesunken.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.

Update, 24. November, 14.45 Uhr: Corona-Hilfe für kirchliche Erwachsenenbildung geht in Verlängerung

Die finanzielle Soforthilfe für die kirchliche Erwachsenenbildung wegen der Corona-Pandemie wird bis Mitte 2021 verlängert. Dies teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) am Dienstag in Stuttgart mit.

"Die kirchlichen Weiterbildungsträger bieten über ganz Baden-Württemberg verteilt niedrigschwellige Angebote der Beratung und der Weiterbildung." Bisher wurden schon 2,3 Millionen Euro für die Weiterbildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Davon würden wohl etwa 1,3 Millionen Euro bis Ende des Jahres abgerufen. Die restlichen Mittel in Höhe von etwa einer Million Euro stehen nun bis Ende Juni 2021 zur Verfügung.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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