Corona in Baden-Württemberg: Mehr Sicherheit in Kitas durch Tests

Baden-Württemberg - Die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland ist angespannt, die Infektionszahlen steigen exponentiell.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Deshalb wurde die Notbremse gezogen und die Corona-Maßnahmen verschärft.

Am 13. April hat die Bundesregierung daher strengere Regelungen beschlossen, die Einzelheiten werden noch geklärt.

Die Corona-Verordnung des Landes zwingt Kreise mit hohen Infektionszahlen, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

Sobald ein Stadt- oder Landkreis an 3 Tagen in Folge den Wert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet und zugleich ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt, muss der Kreis handeln.

An Schulen soll der Präsenzunterricht nur mit zwei Coronatests pro Woche gestattet werden. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz 200, soll Präsenzunterricht untersagt werden.

Mittlerweile gibt es 406.241 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. 356.564 Menschen davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 9051 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 17. April)

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 in Baden-Württemberg gibt es hier im Ticker. Ältere News könnt Ihr hier nachlesen.

Update, 18. April, 7.19 Uhr: Mehr Sicherheit in Kitas durch Tests

Die 450.000 Kita-Kinder im Südwesten rücken zunehmend in den Fokus der Pandemie-Bekämpfer. Sie sind durch die Virusmutationen stärker betroffen als zu Anfang der Pandemie. Der Städtetag bringt eine landesweite Testpflicht für Kita-Kinder und -Beschäftigte ins Gespräch - ein Schritt den die Stadt Mannheim ab kommender Woche vollzieht.

"Das wäre sinnvoll, um das Risiko von Ansteckungen zu reduzieren und es wäre konsequent, weil es in Schulen ab Montag ja eine Testpflicht gibt", sagte der Bildungsdezernent des Kommunalverbandes, Norbert Brugger, der Deutschen Presse-Agentur. Durch Tests könnten Kinder identifiziert werden, die keine Symptome zeigen, aber andere anstecken können. In Mannheim können ab Montag nur Kinder und Personal die Einrichtungen betreten, wenn sie zwei negative Testergebnisse pro Woche vorlegen.

Laut Landesgesundheitsamt hat es seit Jahresbeginn Ausbrüche in 277 Einrichtungen mit 2265 Infizierten gezählt. Fast jede fünfte Neuinfektion in den vergangenen sieben Tagen entfiel auf Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren.

Das Land Baden-Württemberg und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf die stufenweise Einführung einer regelmäßigen Testung der Kita- und Kindertagespflegekinder geeinigt. Kommunen beziehungsweise die Träger besorgen die Tests selbst und organisieren auch die Logistik.

Die Kosten für die Tests der rund 100.000 Kita-Beschäftigten zwei mal pro Woche trägt das Land. Auch für die Testung der Kinder steuert das Land den Löwenanteil bei. Dabei werden schnell hohe Summen fällig: Mannheim etwa hat allein für die Kitas 110.000 Tests bereit gestellt, 80 000 für Kitas und Schulen zusammen und weitere 300.000 für Schüler bestellt. Setzt man sechs Euro pro Test an, sind das fast drei Millionen Euro.

Der Städtetag bringt eine landesweite Testpflicht für Kita-Kinder und -Beschäftigte in Baden-Württemberg ins Gespräch. (Symbolbild)
Der Städtetag bringt eine landesweite Testpflicht für Kita-Kinder und -Beschäftigte in Baden-Württemberg ins Gespräch. (Symbolbild)  © DPA / Uwe Aspach

Update, 17. April, 19.08 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg steigt weiter

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in Baden-Württemberg weiter gestiegen - auf 170,5 am Samstag. Am Freitag lag der Wert bei 168,4. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Samstag (Stand 16 Uhr) liegen weiterhin 10 der 44 Stadt- und Landkreise über der 200er-Inzidenz.

Am höchsten ist der Wert im Landkreis Schwäbisch-Hall mit 284,6, danach folgen der Landkreis Heilbronn mit 270,6 und die Stadt Heilbronn mit 269,4. Am niedrigsten war die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Freiburg mit 70,1. Erst unter der 50er-Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie ist um 2684 auf 406.241 gestiegen. Bisher sind 9051 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 4 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 356.564 Infizierte (plus 1706).

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 63.275 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren. Ihr Anteil liegt im Südwesten den Angaben zufolge inzwischen bei 93 Prozent.

2.018.983 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mindestens ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden. Das sind 18,2 Prozent der Bevölkerung. Eine zweite Schutzimpfung, die bei den meisten Impfstoffen nötig ist, haben 713.486 Menschen (6,4 Prozent) erhalten.

2100 Intensivbetten von betreibbaren 2390 Betten (87,9%) sind derzeit belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Update, 17. April, 12.52 Uhr: Fast 800 Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen

Seit dem Start der Corona-Soforthilfen für Unternehmen vor einem Jahr haben Ermittler in Baden-Württemberg rund 800 Verfahren wegen Betrugs eingeleitet. Von April 2020 bis Ende Februar 2021 waren es genau 798, wie das Justizministerium auf Anfrage mitteilte. Wie groß der dadurch entstandene Schaden ist, werde statistisch nicht erfasst, hieß es.

In aller Regel handle es sich um Subventionsbetrug, der auch gegeben sei, wenn tatsächlich kein Geld gezahlt wurde und damit auch kein Schaden entstanden ist - zum Beispiel wenn der Betrug vor der Auszahlung bemerkt wird. Das Landeskriminalamt kam laut Heilbronner Stimme bei Fällen aus dem Jahr 2020 auf einen Gesamtschaden von drei Millionen Euro.

Bei den Taten ließen sich verschiedene Vorgehensweisen unterscheiden, erläuterte das Ministerium. Die Betrüger gingen zum Beispiel so vor, dass sie im Namen eines tatsächlich existierenden Unternehmens Soforthilfe beantragten und das Geld dann umlenkten. Oder, und das sei die weit überwiegende Mehrzahl der Fälle, ein Antragsteller mache falsche Angaben, um unberechtigt Hilfen zu kassieren.

"Es ist völlig inakzeptabel, wenn sich gewisse Personen an Hilfsgeldern zu bereichern versuchen, die eigentlich für die Rettung von Unternehmen vorgesehen sind", sagte Justizminister Guido Wolf (59, CDU). "Es ist deshalb richtig, dass der Subventionsbetrug verfolgt wird und die Justiz die Betrüger zur Rechenschaft zieht."

Seit dem Start der Corona-Soforthilfen für Unternehmen vor einem Jahr haben Ermittler in Baden-Württemberg rund 800 Verfahren wegen Betrugs eingeleitet. (Symbolbild)
Seit dem Start der Corona-Soforthilfen für Unternehmen vor einem Jahr haben Ermittler in Baden-Württemberg rund 800 Verfahren wegen Betrugs eingeleitet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. April, 19 Uhr: Immer mehr Kreise in Baden-Württemberg über 200er-Inzidenz

Fast jeder vierte Kreis in Baden-Württemberg liegt bei den Corona-Zahlen inzwischen über der 200er-Inzidenz. Davon sind nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Freitag 10 der 44 Stadt- und Landkreise betroffen (Stand 16 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche war gerade einmal in zwei Kreisen innerhalb der vergangenen 7 Tagen bei mehr als 200 Menschen pro 100.000 Einwohner eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag landesweit bei 168,4 und damit leicht über dem Wert vom Vortag (165,0). Nur 4 Kreise unterschreiten die Schwelle von 100. Am höchsten ist der Wert in der Stadt Heilbronn mit 311,2, am niedrigsten in der Stadt Freiburg mit 72,7. Erst unter der 50er-Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie ist um 3528 auf 403.557 gestiegen. Bisher sind 9047 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 25 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 354.858 Infizierte (plus 2120).

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 61.335 Fälle mit Hinweisen auf "besorgniserregende Varianten" übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren. Ihr Anteil liegt im Südwesten den Angaben zufolge inzwischen bei 93 Prozent.

1.720.179 Menschen in Baden-Württemberg sind ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden. Das waren 39.036 mehr als nach Daten vom Vortag. Eine zweite Schutzimpfung, die bei manchen Impfstoffen nötig ist, haben 697.290 Geimpfte erhalten (plus 8767).

11,4 Prozent der 2417 betreibbaren Intensivbetten sind der Mitteilung zufolge im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Update, 16. April, 13.30 Uhr: Ulm verschiebt Schulöffnung wegen Nähe zum Corona-Grenzwert 200

Die Stadt Ulm hat wegen stark steigender Infektionszahlen die geplante Wiedereröffnung der Schulen für alle Kinder und Jugendlichen erstmal verschoben. Zwar liegt die Stadt noch knapp unter dem Schwellenwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 in einer Woche, ab dem Schulen wieder geschlossen werden sollen.

Der für Bildung zuständige Stadtdirektor Gerhard Semler teilte am Freitag jedoch mit, den Schulen werde empfohlen, "dass vorerst von einem Präsenzunterricht Abstand genommen werden soll". Ulm hat nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Donnerstag (16 Uhr) eine Inzidenz von 190,9.

Semler erklärte, Hintergrund sei die Erfahrung der vergangenen Tage und aus der letzten Corona-Welle, die den Schluss nahelegten, "dass wir die Inzidenz von 200 rasch erreichen werden". Der Abteilungsleiter betonte aber, dass es sich um eine Empfehlung handele, da die rechtliche Grundlage für ein Verbot des Präsenzunterrichts ab einer Inzidenz von 200 noch gar nicht vorhanden sei. Die Landesregierung in Stuttgart will ihre Corona-Verordnung aber am Wochenende aktualisieren und dann die vom Bund verlangte Notbremse einarbeiten.

Diese sieht unter anderem vor, dass Schülerinnen und Schüler in Hotspots mit einer Inzidenz von 200 erneut von zuhause lernen müssen. Allerdings ist die Voraussetzung, dass ein Kreis an drei Tagen hintereinander den Schwellenwert von 200 überschreitet - dann muss am übernächsten Tag der Präsenzunterricht untersagt werden. Allein 8 Stadt- und Landkreise im Südwesten sind bei einer Inzidenz über 200, weitere 9 Kreise liegen nur knapp darunter. Dazu gehört neben Ulm auch die Landeshauptstadt Stuttgart.

Die Schulöffnung wird in Ulm verschoben.
Die Schulöffnung wird in Ulm verschoben.  © dpa/Dirk Waem/BELGA

Update, 16. April, 13.12 Uhr: Polizeigewerkschaft beklagt "Laissez-faire" bei Corona-Regeln

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat eine zu lasche Durchsetzung der Corona-Regeln in den vergangenen Wochen beklagt - und kündigt mit dem Inkrafttreten der «Bundes-Notbremse» strengere Kontrollen im Land an. "Es ist unabdingbar, dass die Polizei die Maßnahmen dann wieder nach oben fahren muss" sagte Landeschef Ralf Kusterer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

"Wenn wir in einen scharfen Lockdown zurückfallen, sind wir wieder in der Situation wie vor einem Jahr. Dann müssen wir Parks und den öffentlichen Raum wieder stärker kontrollieren." Auch Hinweisen zu Verstößen im Privaten, etwa illegalen Partys, werde man nachgehen.

Derzeit herrsche trotz hoher Infektionszahlen eine Situation, in der das Leben «normal pulsiert», sagte Kusterer. Aus Sicht vieler Menschen herrsche seit November Lockdown, und gar nichts werde durchgesetzt. Er sieht vor allem die Kommunen in der Pflicht. "Für mich ist das "Laissez-faire" in manchen Städten nicht hinnehmbar."

So gebe es Straßenbahnen, in denen sich viele nicht an die Maskenpflicht hielten. Die Regeln müssten durchgesetzt werden, sonst lebe man in einer Gesellschaft, die mache, was sie wolle.

Die Regeln müssten besser durchgesetzt werden.
Die Regeln müssten besser durchgesetzt werden.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 16. April, 13.04 Uhr: Uniklinik Freiburg erhofft sich Antworten dank PCR-Schüler-Tests

Die geplanten großangelegten PCR-Testungen von Schülern und Kita-Kindern in Freiburg könnten aus Expertensicht wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse im Kampf gegen die Corona-Pandemie liefern. Antworten erhoffe man sich etwa auf die Frage, wie groß die Unterschiede der Infektionszahlen je nach Alter der Kinder, Region und Schulform seien, erklärte Dr. Roland Elling, der das Pilotprojekt vonseiten der Uniklinik Freiburg betreut.

Auch wolle man erforschen, in welchem Zusammenhang die Inzidenzzahlen an Schulen mit den Gesamt-Inzidenzwerten der jeweiligen Region stünden - und damit auch, ob Präsenzunterricht auch bei höheren Inzidenzwerten durchführbar sein könne, wenn dabei die Schulinzidenzen niedrig seien.

Freiburg stellt derzeit ein Pilotprojekt zur Testung von Kindern auf die Beine. Dabei setzt man auf sogenannte Pool-PCR-Tests. Schülerinnen und Schüler lutschen dafür an Wattestäbchen. Die Stäbchen kommen klassenweise gemeinsam in Trommeln und dann ins Labor, wo sie am selben Tag gesammelt untersucht werden.

Nur wenn in dieser Sammeltestung Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt werden, müssen die Kinder am Abend nochmals zum Einzeltest. Über ein eigens angeschafftes IT-System sollen Eltern automatisiert über die Testergebnisse informiert oder zu Nachtestungen geladen werden. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) will die Testungen nach und nach auf immer mehr Schulen ausdehnen.

Update, 16. April, 9.14 Uhr: Heidelbergcement startet überraschend robust ins neue Jahr

Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz sei von 3,93 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,96 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstagabend mit. Analysten seien hingegen von einem Rückgang auf 3,87 Milliarden Euro ausgegangen.

Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen (RCOBD) stieg den Angaben zufolge von 405 Millionen auf 538 Millionen Euro. Hier hätten Experten mit 436 Millionen Euro ebenfalls weniger erwartet. Die Aktien von Heidelbergcement profitierten am Freitag vorbörslich von den Zahlen.

Heidelbergcement ist nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Hersteller von Baustoffen. Der Baustoffkonzern setzt auf Rückenwind durch staatliche Infrastrukturprogramme und den privaten Wohnungsbau. Das betrifft auch das billionenschwere Konjunkturprogramm der USA. Für 2021 erwartete der Dax-Konzern Mitte März einen leichten Anstieg des Umsatzes und bereinigten Betriebsergebnisse, rechnete aber mit steigenden Kosten für Rohstoffe sowie Energiekosten.

2020 schrumpften die Erlöse des Konzerns mit 54.000 Beschäftigten auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Hohe Abschreibungen hatten zu einem Milliardenverlust geführt. Der auf die Aktionäre anfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 2,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Gewinn zum Vorjahr um acht Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.

Update, 16. April, 9.12 Uhr: Bodensee-Schifffahrt verschiebt Saisonstart erneut

Wegen der Corona-Pandemie wird der Saisonstart der deutschen Bodensee-Schifffahrt erneut verschoben. Wie lange die 13 Ausflugsschiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) in den Häfen bleiben müssen, war zunächst unklar. "Wir hoffen auf den Mai", sagte ein Sprecher am Freitag. Der Saisonstart sei von der Infektionslage und den Öffnungsperspektiven für andere Touristen-Attraktionen am Bodensee abhängig.

Ursprünglich hatten die deutschen Schiffe zusammen mit jenen aus Österreich und der Schweiz zu Ostern ihre Fahrten aufnehmen wollen. Danach war der 19. April als Starttermin anvisiert worden. Auf schweizerischer und österreichischer Seite gibt es demnach bereits Rundfahrten innerhalb der Landesgrenzen, aber keinen Linienbetrieb.

Update, 15. April, 19 Uhr: Jetzt mehr als 400.000 Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Donnerstag weitere 3472 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 400.029. Davon sind 352.738 genesen. Insgesamt starben in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit Covid-19 9022 Menschen, das waren 15 Todesfälle mehr als zum Vortag. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag bei 165,0.

Titelfoto: DPA / Uwe Aspach

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