Richtiger Lockdown nach Weihnachten? Auch Jens Spahn für härtere Maßnahmen!

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hält schärfere Kontaktbeschränkungen für notwendig, sollten die hohen Corona-Infektionszahlen nicht zeitnah zurückgehen.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, steht vor einem Check in-Stand im Impfzentrum im Stadion in Düsseldorf.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, steht vor einem Check in-Stand im Impfzentrum im Stadion in Düsseldorf.  © Federico Gambarini/dpa Pool/dpa

"Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren", sagte Spahn am Montag dem Fernsehsender Phoenix.

Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden auch eher von den Bürgern verstanden "als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung".

Der Minister schloss nicht aus, dass es auch einen erneuten Lockdown im Einzelhandel geben könnte. "Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen."

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Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte. "Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das Ganze Akzeptanz behalten soll."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) plant demnach, dass nach Weihnachten aus dem Lockdown light ein richtiger Lockdown werden soll, stößt mit ihrer Forderung bei den Ministerpräsidenten aber noch auf Widerstand.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa Pool/dpa

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