Coronavirus-Ticker: Spahn warnt vor übertriebenen Erwartungen an den Impfgipfel

Deutschland/Welt - Das Coronavirus hält Deutschland weiterhin in Atem. Die Hoffnung liegt auf dem Impfstoff. Doch der Start der bundesweiten Impfungen ist mit einigen Hürden verbunden.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus erhaltet ihr in unserem Liveticker >>> hier.

Update, 31. Januar, 23.50 Uhr: Spahn warnt vor übertriebenen Erwartungen an den Impfgipfel

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat vor übertriebenen Erwartungen an den "Impfgipfel" an diesem Montag gewarnt.

"Wir können durch einen Gipfel alleine noch nicht mehr Impfstoffe produzieren", sagte Spahn am Sonntagabend in einem "Bild"-Talk. Impfstoffproduktion sei das Anspruchsvollste, was es gebe. "Und deshalb geht das nicht in drei oder fünf Wochen."

Spahn mahnte, man müsse realistisch bleiben. Wichtig sei, dass man bei dem Spitzentreffen zunächst ein einheitliches Bild bekomme, wo die Schwierigkeiten lägen und wo die Politik helfen könne.

Jens Spahn (40, r, CDU), Bundesminister für Gesundheit, warnt vor zu hohen Erwartungen an den Impfgipfel am Montag.
Jens Spahn (40, r, CDU), Bundesminister für Gesundheit, warnt vor zu hohen Erwartungen an den Impfgipfel am Montag.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 31. Januar, 22.28 Uhr: Von der Leyen: EU beim Impfen "gut vorangekommen"

Trotz der Lieferengpässe bei den von der EU bestellten Corona-Impfstoffen sieht Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Staatenverbund auf dem richtigen Weg.

Inzwischen seien zwölf Millionen Menschen in der Europäischen Union geimpft worden, das sei eine "stattliche Zahl" im Verhältnis zu den rund 370 Millionen erwachsenen EU-Bürgern. Man sei "gut vorangekommen", bilanzierte die CDU-Politikerin am Sonntag im ZDF-"heute journal".

Zwar gebe es nun "noch mal eine schwierige Phase" im Februar und März. Aber im zweiten Quartal seien dann deutlich mehr Impfdosen zu erwarten, weil es Startschwierigkeiten überwunden und weitere Impfstoffe zugelassen werden. Ziel der EU sei es, dass bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft seien. "Wenn wir das geschafft haben, ist das eine gewaltige Leistung."

Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird es im zweiten Quartal 2021 deutlich mehr Impfdosen für Europa geben.
Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird es im zweiten Quartal 2021 deutlich mehr Impfdosen für Europa geben.  © Francisco Seco/AP Pool/dpa

Update, 31. Januar, 20.48 Uhr: Erneut Proteste gegen Corona-Regeln in Niederlanden

Eine Woche nach schweren Ausschreitungen haben in den Niederlanden erneut hunderte Menschen gegen Corona-Schutzvorschriften der Regierung protestiert, allerdings insgesamt deutlich weniger aggressiv.

In Amsterdam löste die Polizei am Sonntag eine verbotene Kundgebung mit rund 600 Teilnehmern - zumeist junge Männer - auf dem zentralen Platz vor dem Reichsmuseum auf, berichtete der Sender NOS. Zuvor seien Sicherheitskräfte mit Gegenständen beworfen worden.

Die Polizei rückte in einer geschlossenen Linie aus zahlreichen Beamten sowie Pferden, Hunden und Einsatzwagen gegen die Versammelten vor und verdrängte die Protestierenden. Mehr als 30 Menschen wurden zeitweilig in Gewahrsam genommen.

Update, 31. Januar, 19.56 Uhr: AstraZeneca liefert der EU nun doch mehr Impfstoff

Der Hersteller AstraZeneca will nach EU-Angaben im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt.

Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, also insgesamt 40 Millionen Dosen, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Sonntagabend auf Twitter mit. Das ist die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge von 80 Millionen Dosen. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu den neuen Plänen für die AstraZeneca-Lieferungen.

Update, 31. Januar, 19.13 Uhr: Impfstoff-Knappheit: Scholz kritisiert Einkaufspolitik der EU

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) hat die Strategie der Europäischen Union beim Einkauf von Corona-Impfstoffen kritisiert.

"Es wäre gut gewesen, Europa hätte mehr Impfstoff bestellt. Viel weiter über den eigenen Bedarf hinaus", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Süddeutschen Zeitung". Am Geld wäre ein solches Vorgehen aus seiner Sicht nicht gescheitert. "Über den Kauf der Impfstoffe hat die EU-Kommission verhandelt. Wenn die Kommission von uns weitere Finanzmittel erbeten hätte, hätten wir auch der EU zusätzliches Geld überwiesen."

Laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) wäre Geld beim Besorgen von Corona-Impfstoff kein großes Problem.
Laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) wäre Geld beim Besorgen von Corona-Impfstoff kein großes Problem.

Update, 31. Januar, 18.28 Uhr: Großbritannien impft knapp 600.000 Menschen an einem Tag

Während das Corona-Impfprogramm in der EU nur schleppend vorankommt, verzeichnet Großbritannien Rekordzahlen.

Allein am Samstag wurden nach Angaben der Regierung im Vereinigten Königreich knapp 600.000 Impfdosen verabreicht. Die Zahl der Erstimpfungen stieg damit auf knapp neun Millionen. Eine zweite Dosis haben demnach aber erst rund 490.000 Menschen erhalten. Bis Mitte Februar will die Regierung allen 15 Millionen Menschen aus den am meisten gefährdeten Personengruppen eine Impfung ermöglichen.

Update, 31. Januar, 17.52 Uhr: Berlins Bürgermeister fordert nationalen Impfplan von Angela Merkel

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hat seine Forderung nach einem kurzfristigen "nationalen Impfplan" in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigt.

Wenn man bis Ende September allen impfwilligen Personen in Deutschland ein Impfangebot machen wolle, bedürfe "es nun eines konkreten Fahrplans, um dieses Ziel zu erreichen", erklärte Müller in dem Schreiben.

Müller erklärte, nötig seien einerseits verlässliche und verbindliche Informationen zu den Impfstofflieferungen. Außerdem sei "sehr zeitnah" ein Überblick über die weitere Entwicklung beim Impfen in Deutschland erforderlich.

Michael Müller (56, SPD) ist nicht nur Regierender Bürgermeister von Berlin, sondern auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.
Michael Müller (56, SPD) ist nicht nur Regierender Bürgermeister von Berlin, sondern auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

Update, 31. Januar, 16.34 Uhr: Schweiz muss Impfplan wegen Lieferengpass korrigieren

Auch die Schweiz ist massiv von Lieferengpässen mit Corona-Impfstoffen betroffen. Sie kann deshalb im Februar nur halb so viele Impfungen vornehmen wie vorgesehen, wie das Bundesamt für Gesundheit am Sonntag berichtete.

Ursprünglich vorgesehen waren 1,3 Millionen Impfungen. Tatsächlich stehen nun aber nur 650.000 Impfdosen der Unternehmen Pfizer/Biontech und Moderna zur Verfügung. Das Bundesamt erklärte, man sehe keine gravierenden Konsequenzen. Die nicht gelieferten Dosen dürften spätestens im März eintreffen. Die Regierung hatte versprochen, dass bis Juni in der Schweiz alle Menschen, die das wünschen, geimpft werden können.

Update, 31. Januar, 16.07 Uhr: Anzeigen bei ungenehmigtem "Corona-Spaziergang" in Wien

Bei einem nicht genehmigten Protest gegen Corona-Maßnahmen sind am Sonntag in Wien mehrere Menschen angezeigt worden.

Rund 5000 Personen hatten sich nach Polizeiangaben trotz eines Verbots solcher Kundgebungen in der österreichischen Hauptstadt zu einem "Corona-Spaziergang" getroffen. Die Stimmung sei zunehmend aggressiver geworden, berichteten Beobachter vor Ort. Unter den Teilnehmern waren bekannte Vertreter der rechten Szene.

Weil viele Teilnehmer keine Masken trugen oder den vorgeschriebenen Abstand zur Vermeidung von Corona-Infektionen nicht einhielten, kündigte die Polizei die Auflösung der Versammlung auf Twitter an. Als Teilnehmer Aufrufen, sich zu zerstreuen, nicht nachkamen, schritt die Polizei ein.

Update, 31. Januar, 14.40 Uhr: Gut 200 Festnahmen in Brüssel bei Demo gegen Corona-Maßnahmen

Bei nicht genehmigten Demonstrationen gegen die belgischen Anti-Corona-Maßnahmen sind am Sonntag in Brüssel mindestens 200 Menschen festgenommen worden.

"Wir beenden die Demonstration außerhalb des Hauptbahnhofes", erklärte die Brüsseler Polizei auf Twitter. Alle Teilnehmer könnten gehen, wenn sie identifiziert seien und kein Grund für eine Festnahme vorliege.

Unter den Festgenommenen seien auch viele Fußballfans, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei war mit großem Aufgebot vor Ort, nachdem es in den benachbarten Niederlanden zu Ausschreitungen bei Protesten gegen Ausgehverbote gekommen war. In Belgien herrscht seit Wochen ein nächtliches Ausgehverbot, ohne dass es zu Gewalttaten gekommen war.

Update, 31. Januar, 13.50 Uhr: Corona-Hochrisikogebiet Portugal riegelt sich ab

Das Corona-Hochrisikogebiet Portugal hat sich zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. An der Landgrenze zum Nachbarn und EU-Partner Spanien wurden - wie bereits im Frühjahr 2020 - wieder Kontrollen eingeführt.

An Häfen und Flughäfen wurden zudem nach dem Regierungsdekret die Kontrollen verschärft. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren, an ihren Hauptwohnsitz zurückkehren oder beruflich unterwegs sind, für den Warentransport sowie für medizinische Notfälle oder humanitäre Hilfe.

Die 1214 Kilometer lange Landgrenze zwischen Portugal und Spanien war wegen der Pandemie bereits erstmals am 17. März geschlossen worden. Erst am 1. Juli wurde sie im Zuge der seinerzeit stark rückläufiger Zahlen wieder geöffnet.

Spanien, Badajoz: Angestellte der Republikanischen Nationalgarde kontrollieren ein Fahrzeug an der spanisch-portugiesischen Grenze zwischen Badajoz und Caya.
Spanien, Badajoz: Angestellte der Republikanischen Nationalgarde kontrollieren ein Fahrzeug an der spanisch-portugiesischen Grenze zwischen Badajoz und Caya.

Update, 31. Januar, 12.50 Uhr: SPD-Spitze: Koalition soll Corona-Zuschuss für Bedürftige beschließen

Die SPD-Spitze will die Einführung eines monatlichen Corona-Zuschlags für Hartz-IV-Bezieher beim anstehenden Treffen der Koalitionsspitzen durchsetzen.

"Angesichts der offenkundigen Not von Erwachsenen und Kindern in Grundsicherung erwarten wir von unserem Koalitionspartner im Bund, dass er da mitgeht, wenn wir uns demnächst in neuer Besetzung im Koalitionsausschuss treffen", sagte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken dem Berliner Tagesspiegel (Montag).

Die Corona-Pandemie bringe Belastungen für alle Menschen mit sich. Besonders hart treffe es Menschen, die auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen seien. Viele Hilfsangebote in sozialen Einrichtungen fielen weg oder seien nur eingeschränkt erreichbar.

Hinzu kämen gestiegene Ausgaben im Haushalt, beispielsweise für Hygieneartikel. Auch die wegen geschlossener Einrichtungen wegfallende Mittagsverpflegung für Kita- und Schulkinder belaste die ohnehin knappen Haushalte. Zur Bewältigung dieser Lasten wolle die SPD deshalb einen Zuschuss auf den Weg bringen.

Update, 31. Januar, 12.44 Uhr: Bundeswehr prüft Vorgehen bei Corona-Hilfe für überfordertes Portugal

Die Bundeswehr prüft nach der Rückkehr eines medizinischen Erkundungsteams aus dem von Corona besonders hart getroffenen Portugal das weitere Vorgehen.

Art und Umfang der Unterstützung für Portugal, aus dem ein Hilfeersuchen vorliege, seien noch offen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Magazin Spiegel berichtete am Sonntag, dass Anfang der Woche ein Team von 27 Ärzten und Sanitätern nach Portugal geschickt werden könnte, um in den überlasteten Krankenhäusern auszuhelfen. Außerdem sei die Lieferung von Feldkrankenbetten und Beatmungsgeräten geplant.

Nach Spiegel-Informationen wurde den Bundeswehrexperten vor Ort ein katastrophales Bild geschildert. Das Gesundheitssystem sei vollkommen überfordert, ein Großteil des Pflegepersonals in den Krankenhäusern sei selbst mit Corona infiziert.

Das Ausfliegen von Patienten sei zunächst nicht geplant. Österreich teilte unterdessen am Sonntag mit, dass schwer kranke Corona-Patienten aus Portugal in das Alpenland ausgeflogen würden.

Portugal, Lissabon: Mitarbeiter des Gesundheitswesen tragen Schutzkleidung während sie auf der Corona-Intensivstation arbeiten.
Portugal, Lissabon: Mitarbeiter des Gesundheitswesen tragen Schutzkleidung während sie auf der Corona-Intensivstation arbeiten.

Update, 31. Januar, 11.44 Uhr: Corona-Ausbruch in Leverkusener Altenheim: 15 Bewohner gestorben

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenzentrum in Leverkusen sind dort 15 Bewohner gestorben. Insgesamt hätten sich 47 ältere Menschen und 25 Mitarbeiter angesteckt, sagte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen am Sonntag.

Mehr Infos findet ihr im Artikel Dramatische Szenen im Altenheim: Schon 15 Tote durch Corona-Mutation.

Update, 31. Januar, 11 Uhr: Australische Metropole Perth nach Corona-Fall im Lockdown

Nach Auftreten des ersten bestätigten Corona-Falls seit fast zehn Monaten im Westen Australiens hat die Stadt Perth einen Lockdown verhängt.

Die Beschränkungen sollten von Sonntagabend (Ortszeit) an in der Metropole sowie in zwei benachbarten Regionen fünf Tage lang gelten, wie der Regierungschef des Bundesstaates Westaustralien, Mark McGowan, mitteilte.

Einwohner dürfen ihre Häuser demnach nur in wenigen Ausnahmen verlassen, etwa um Einkäufe zu tätigen oder zur Arbeit zu fahren, wenn Homeoffice nicht möglich ist. Sportliche Aktivitäten draußen sind nur eine Stunde täglich in der Nachbarschaft erlaubt.

Update, 31. Januar, 10.38 Uhr: Verwunderter Söder will seine Gutscheine für FFP2-Masken zurückgeben

Zu seiner großen Verwunderung hat auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Gutscheine für vom Bund finanzierte FFP2-Masken erhalten. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte der CSU-Chef am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Der 54-Jährige betonte aber, dass er die Gutscheine nicht einlösen sondern zurückgeben werde.

Zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen rund 34 Millionen Bürger über das Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wunderten sich aber viele Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Begleitschreiben finden.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.

Update, 31. Januar, 10.35 Uhr: Italien lockert ab Montag Corona-Regeln in vielen Regionen

Während in vielen europäischen Ländern die Corona-Regeln weiter streng bleiben, lockert Italien am Montag die Beschränkungen in vielen Regionen. 16 Regionen seien dann in der gelben Corona-Zone mit den lockersten Regeln, hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Unter anderem wechseln Latium mit der Hauptstadt Rom und die wirtschaftsstarke Lombardei von Orange auf Gelb. Das bedeutet, dass die Menschen dort wieder in Bars und Restaurants bis zum Abend am Tisch bewirtet werden dürfen.

Ab 18 Uhr können die Lokale Bestellungen weiter zum Mitnehmen verkaufen. Außerdem dürfen die Museen von Montag bis Freitag wieder für Besucher öffnen. Weiterhin gelten jedoch die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und das Verbot von Reisen zwischen den Regionen, es sei denn, sie sind etwa aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen notwendig.

Update, 31. Januar, 10.30 Uhr: FDP fordert mehr Umfang und Tempo beim Impfen

Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus hat vor dem Impfgipfel eine konkrete Strategie gefordert, wie Umfang und Tempo beim Impfen erhöht werden können.

Es dürfe nun nicht bei Schuldzuweisungen oder bloßen Ankündigungen bleiben, sagte sie am Sonntag. "Probleme müssen offen adressiert und Lösungen gefunden werden. Denn nur so kann es eine Öffnungsperspektive aus dem Lockdown geben. Und diese ist für die Bürgerinnen und Bürger, die durch das aktuelle Impfchaos verunsichert sind, wichtiger denn je."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Montag mit den Ministerpräsidenten über die Lage. Wackelige Lieferungen des knappen Impfstoffes, dauerbesetzte Termin-Hotlines und leerstehende Impfzentren hatten für Ärger und politischen Streit gesorgt.

Christine Aschenberg-Dugnus (61, FDP).
Christine Aschenberg-Dugnus (61, FDP).

Update, 31. Januar, 10.22 Uhr: Saarland bietet Gruppenimpftermine für Ältere an

Das Saarland vereinfacht die Vergabe von Terminen zur Impfung gegen das Coronavirus. Anspruchsberechtigte der höchsten Prioritätsstufe - also unter anderem Menschen über 80 Jahre - können sich für einen gemeinsamen Impftermin vormerken lassen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

"Jeder, der sich ab sofort auf die Impfliste einträgt, erhält automatisch einen Gruppencode. Unter Angabe dieses Codes kann anschließend eine definierte Anzahl von Personen - maximal neun weitere Personen - eingetragen werden oder der Code zur Eintragung an Dritte weitergegeben werden", erklärte Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Samstag.

"Die gesamte Buchungsgruppe erhält dann, sobald sie an der Reihe ist, einen gemeinsamen Impftermin in dem gewünschten Impfzentrum."

Update, 31. Januar, 10.10 Uhr: Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Italien nur bis 55 Jahre empfohlen

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca durch die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die italienische Behörde eine altersbeschränkte Verwendung des Mittels empfohlen.

Obwohl die verfügbaren Daten eine geringere Wirksamkeit als die beiden bereits zugelassenen Impfstoffe zeigten, könne das Mittel die Impfkampagne in Italien stärken, teilte die Arzneimittel-Agentur Aifa mit.

Mit Blick auf die Einschätzung der Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 55 Jahren hätten die Daten der Zulassungsstudien aber ein "gewisses Maß an Unsicherheit" gezeigt. Dieser Teil der Bevölkerung sei nämlich schlecht vertreten gewesen. Trotzdem sei dort eine gute Antikörperreaktion beobachtet worden.

Großbritannien, Cambridge: Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca.
Großbritannien, Cambridge: Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca.

Update, 31. Januar, 10 Uhr: Spahn ist bei EU-Zulassung offen für Impfstoff aus Russland und China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich im Falle einer erfolgreichen EU-Zulassung auch für den Einsatz von Corona-Impfstoff aus Russland und China in Deutschland offen.

"Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam ist, egal in welchem Land er hergestellt wurde, dann kann er bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen", sagte Spahn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Entscheidend sei eine reguläre Zulassung nach europäischem Recht.

Update, 31. Januar, 9.30 Uhr: Landkreistag: Viele Kliniken wirtschaftlich gefährdet

Der Deutsche Landkreistag sieht viele Krankenhäuser vor allem in ländlichen Regionen infolge der Corona-Krise wirtschaftlich massiv gefährdet.

Der Bund müsse Mindereinnahmen durch Erlösausfälle ausgleichen, forderte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager. "Es ist mit ein paar Brotkrumen für einen kleinen Teil der Krankenhäuser nicht getan. Das führt zu massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten und drohenden Insolvenzen zahlreicher Krankenhäuser."

Vor allem die Kliniken außerhalb der Ballungszentren seien davon betroffen. Gerade diese leisteten einen besonderen Beitrag zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung. Am Dienstag kommt Sager zufolge ein Expertenbeirat zur Finanzierung der Krankenhäuser in der Pandemie zusammen.

Laut Sager betreibt mehr als die Hälfte der Landkreise eigene Krankenhäuser an insgesamt 273 Standorten. Aktuell seien sehr viele Krankenhäuser massiv gefährdet. Die wirtschaftliche Situation verschlechtere sich zusehends aufgrund der seit dem Spätherbst fehlenden Unterstützungsleistungen durch den Rettungsschirm des Bundes.

Sachsen, Pulsnitz: Eine Intensivpflegerin ist im Schutzkleidung auf der Covid-19 Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.
Sachsen, Pulsnitz: Eine Intensivpflegerin ist im Schutzkleidung auf der Covid-19 Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.

Update, 31. Januar, 7 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin dringt auf deutlich höheres Impftempo

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein deutlich höheres Impftempo für dringend geboten.

"Wir können das öffentliche Leben nicht auf Dauer herunterfahren. Schon jetzt haben wir mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen", sagte Schwesig in Schwerin vor dem für Montag geplanten Impfgipfel von Bund und Ländern.

Die inzwischen auch in Deutschland festgestellten ansteckenderen Virus-Mutationen erhöhten den Druck noch, schneller mit den Impfungen voranzukommen. Der Impfstoff sei der beste Weg, um Schritt für Schritt aus der Pandemie zu kommen.

In den Bundesländern sei in kurzer Zeit die erforderliche Infrastruktur aufgebaut worden. In Mecklenburg-Vorpommern habe der Impfstart gut funktioniert, und zusammen mit Rheinland-Pfalz weise das Land die bundesweit höchste Impfquote auf.

"Die Impfzentren und mobilen Impfteams leisten sehr gute Arbeit. Aber wir könnten viel mehr Menschen schützen, wenn wir mehr Impfstoff zur Verfügung hätten", betonte Schwesig. Der Bund habe aus nachvollziehbaren Gründen die Verhandlungen mit den Herstellern an die EU weitergeben.

"Aber es ist offensichtlich zu wenig und zu spät bestellt worden", beklagte die SPD-Politikerin. Über notwendige Konsequenzen daraus müsse nun geredet werden.

Update, 31. Januar, 6 Uhr: SPD-Vize Midyatli: Astrazeneca-Impfstoff erst an Ärzte und Pfleger

Der Impfstoff von Astrazeneca sollte nach Ansicht von SPD-Bundesvize Serpil Midyatli bevorzugt medizinischem Personal angeboten werden.

Danach sollten Lehrer, Erzieher und die Polizei das Präparat erhalten, sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur. "Bis dahin hat die Firma genügend Zeit, um auch die Wirksamkeit für über 65-Jährige nachzuweisen."

Sie forderte zudem eine breite Aufklärungskampagne, weil viele Menschen angesichts der Diskussion um die Knappheit von Impfstoffen und deren Wirksamkeit verunsichert seien.

"Denn die Unterschiede zwischen den Wirkstoffen werden an der Notwendigkeit und dem Erfolg einer Impfkampagne letztlich nichts ändern", sagte Midyatli, die auch SPD-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein ist.

SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45).
SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45).

Update, 31. Januar, 6 Uhr: Lauterbach: Langfristige Covid-19-Folgen dramatisch unterschätzt

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf die drohende Gefahr für das Gesundheitswesen durch die sogenannten Long-Covid-Erkrankungen aufmerksam gemacht.

"Die Bedeutung wird dramatisch unterschätzt", sagte Lauterbach der dpa. Long-Covid-Patienten können noch Monate nach einer Infektion mit dem Coronavirus an mindestens einem Symptom leiden. #"Es stellt sich immer stärker heraus, dass Covid-19 eine Erkrankung des gesamten Gefäß- und Immunsystems ist", betonte Lauterbach.

Von Long-Covid könne bis zur Hälfte der zuvor in Kliniken behandelten Patienten betroffen sein. Er bezog sich auf chinesische Studien der ersten Pandemie-Welle. "Es ist ein Fehler zu glauben, dass nur die Alten sterben und die Jungen selbst nicht gefährdet sind."

Update, 31. Januar, 6 Uhr: 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen innerhalb eines Tages 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Vor genau einer Woche waren es noch 12.257 gemeldete Neuinfektionen gewesen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.216.363 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 399 auf insgesamt 56.945. (Stand: 31.01., 00.00 Uhr).

Nordrhein-Westfalen, Essen: Mitarbeiter der Pflege in Schutzkleidung behandeln einen Patienten mit Corona-Infektion auf der Intensivstation.
Nordrhein-Westfalen, Essen: Mitarbeiter der Pflege in Schutzkleidung behandeln einen Patienten mit Corona-Infektion auf der Intensivstation.

Update, 31. Januar, 4 Uhr: Arbeitgeberpräsident fordert bessere Impfstrategie

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag eine bessere Strategie gefordert. Dulger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist gut und richtig, dass es nun einen Impfgipfel geben wird. Denn es war ja seit Monaten erkennbar, dass es einer möglichst bundesweit abgestimmten Impfstrategie bedarf."

Diese sei aber weder mit den Parlamenten noch mit der Wirtschaft abgestimmt. "Das halten wir nach wie vor für ein Defizit." Dieser Zustand führe auch automatisch zu Diskussionen innerhalb der Bevölkerung, aber auch bei den Betrieben.

"Die Anpassung unserer Impfstrategie und die Steigerung der Impfgeschwindigkeit ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil. Hier müssen wir besser werden", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

"Wir bewältigen diese Krise nur, wenn wir konsequent durchimpfen. Damit das gelingt, muss der Staat aber auch mehr Vertrauen schaffen, indem er über die Chancen einer Impfung informiert und indem er auch Vorbild ist. Hier könnten sich die Bundeskanzlerin oder der Bundespräsident öffentlich impfen lassen als vertrauensstärkendes Signal."

Update, 31. Januar, 4 Uhr: Patientenschützer: Erste beide Impfstoffe nur für Ältere nutzen

Mit der Verfügbarkeit des Impfstoffes von Astrazeneca in der Fläche sollte nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz das Impfen der Seren von Biontech/Pfizer und Moderna an Menschen unter 65 Jahren vorerst gestoppt werden.

"So kann die ältere Generation mit den für ihre Altersgruppe hochwirksamen Vakzinen schneller versorgt werden", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur.

Ebenso würde diese Entscheidung die Konkurrenz um die Impfangebote entzerren. Der Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag sollte dafür die Weichen stellen.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca.
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca.

Update, 31. Januar, 1 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident stellt Osterurlaub in Aussicht

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hält Osterurlaub für möglich, sollte sich die Lage in der Corona-Pandemie entspannen.

Dem Tagesspiegel (Sonntag) sagte der CDU-Politiker mit Blick auf Reisen und Urlaube zu Ostern: "Wenn wir die Inzidenz weiter drücken, können wir darüber nachdenken, Beherbergungsangebote zu ermöglichen. Als erstes in Ferienwohnungen, wo es keine Ballung von Menschen gibt, dann auch wieder in Hotels."

Sollte die jetzige Entwicklung anhalten, sei das vorstellbar. Die Beherbergungsproblematik müsse aber zur Vermeidung von Verdrängungseffekten gesamtdeutsch diskutiert werden, fügte er hinzu.

Bei möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen müsse man schauen, "dass viele unverzichtbare Dienstleistungen wieder möglich werden, auch im Sinne der dort beschäftigten Menschen", sagte der Ministerpräsident.

Update, 31. Januar, 0.05 Uhr: Bundeswirtschaftsminister: Lockdown auch bei Inzidenzwert von unter 50 möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schließt nicht aus, dass der aktuelle Corona-Lockdown noch einmal verlängert werden muss.

"Die aktuelle Entwicklung nährt die Hoffnung, dass wir uns relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern können", sagte Altmaier der Welt am Sonntag. "Die Länge des Lockdowns hängt aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen des Coronavirus in Deutschland verbreiten."

Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Update, 31. Januar, 0.02 Uhr: Bundesfamilienministerin schlägt Corona-Ampel für Kita-Öffnungen vor

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat ein Ampel-Modell für eine zügige Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Nach dem 14. Februar müsse es "echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen" geben, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag.

"Unser Vorschlag ist eine Kita-Ampel, bei der erst mal die Situation in den einzelnen Kitas den Ausschlag gibt." Somit "könnten wir einen Großteil der Kitas wieder öffnen und gleichzeitig sehr verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens in den einzelnen Kitas reagieren", betonte die Ministerin.

Ausschlaggebend sollen drei Kriterien sein: die Anzahl der infizierten Personen, die Anzahl der Kinder in Quarantäne und die Anzahl der Erzieher in Quarantäne.

"Ist niemand infiziert und weniger als zehn Prozent der Kinder und des Personals in Quarantäne, steht die Ampel auf Grün", sagte Giffey. Dann könne eine Kita den Regelbetrieb wieder aufnehmen.

Update, 31. Januar, 0.01 Uhr: Bundespolizei-Chef wirft Airlines verantwortungsloses Verhalten vor

Bundespolizeipräsident Dieter Romann hat Flugunternehmen vorgeworfen, sich nicht an die Vorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu halten. "Allein in den letzten sechs Tagen hat die Bundespolizei bei der Einreise im Luftverkehr rund 600 Verstöße durch Luftfahrtunternehmen festgestellt", sagte Romann der Bild am Sonntag.

So seien Passagiere aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten eingereist, die keine digitale Anmeldung und/oder keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen konnten, obwohl das von den Luftfahrtunternehmen vor Abflug geprüft werden müsse.

"Das ist verantwortungslos", sagte Romann. Mangelnde Kontrollen seien auch ein Grund für die verhängten Einreiseverbote.

Romann betonte: "Den Luftfahrtunternehmen drohen jetzt pro Verstoß und Passagier Bußgelder der Gesundheitsämter von bis zu 25.000 Euro."

Bayern, München: Ein Flugzeug fährt zu einer Startbahn am Flughafen München. Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt.
Bayern, München: Ein Flugzeug fährt zu einer Startbahn am Flughafen München. Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt.

Update, 30. Januar, 19.33 Uhr: Rund drei Millionen Israelis bereits geimpft - Streit um Lockdown

Sechs Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel haben bereits rund drei Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Das ist etwa ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,7 Millionen Israelis seien bereits zweimal geimpft worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Gleichzeitig blieben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland hoch. 6435 neue Fälle wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden verzeichnet.

Update, 30. Januar, 18.22 Uhr: Britischer Staatsminister zu Impfstreit: Wollen mit EU kooperieren

Der britische Staatsminister Michael Gove hat der Europäischen Union Zusammenarbeit bei deren Schwierigkeiten mit der Lieferung von Impfstoffen zugesagt.

Priorität habe für London die Impfung der eigenen Bevölkerung, machte der Minister zunächst deutlich und fuhr dann fort: "Wir wollen aber auch mit unseren Freunden und Nachbarn in der Europäischen Union zusammenarbeiten, um ihnen auch zu helfen."

Die Lieferprobleme beim Impfstoff von AstraZeneca sorgen derzeit für große Schwierigkeiten.
Die Lieferprobleme beim Impfstoff von AstraZeneca sorgen derzeit für große Schwierigkeiten.

Update, 30. Januar, 16.34 Uhr: Spahn: Impftermin-Vergabe über Hotlines muss besser werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich angesichts überlasteter Leitungen für Änderungen bei der Impftermin-Vergabe ausgesprochen.

"Das muss besser werden", stellte Spahn am Samstag bei einem Townhall-Meeting klar. Dies werde auch Thema sein beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag. Spahn sagte, er verstehe "total" den Frust vieler Bürger, es seien aber auch viele gleichzeitig, die nun um einen Termin "ringen".

Update, 30. Januar, 16.11 Uhr: Lindner kritisiert fortdauernde Schließung von Kitas und Schulen

FDP-Chef Christian Lindner (42) fordert mehr Anstrengungen für eine Wiederöffnung der wegen Corona geschlossenen Kitas und Schulen in Deutschland.

Es drohe, dass viele Kinder und Jugendliche den Anschluss im Bildungssystem verlieren, sagte Lindner am Samstag. "Die Familien sind mit den Nerven fertig. Neue Durchhalteparolen bringen hier nichts", sagte Lindner an die Adresse der Bundesregierung.

Er nannte den Einsatz von Luftreinigern, prioritäres Impfen für Lehrkräfte und Erzieher sowie die Nutzung lehrstehender Kinos und Hotelsäle. Weitere acht bis zehn Wochen Schließung seien nicht durchzuhalten. "Hier droht ein massiver Schaden für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen", warnte Lindner.

Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Christian Lindner (42) befürchtet großen Schaden für Kinder durch die langen Schulschließungen.
Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Christian Lindner (42) befürchtet großen Schaden für Kinder durch die langen Schulschließungen.

Update, 30. Januar, 15.57 Uhr: Spahn: Zweiten Corona-Jahrestag "wird es in dieser Form nicht geben"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Corona-Pandemie im kommenden Jahr weitgehend überwunden sein wird.

"Einen zweiten Jahrestag wird es in dieser Form nicht geben", sagte der CDU-Politiker der "FAZ". "Im Lauf des Jahres werden wir die Pandemie weitestgehend unter Kontrolle bekommen - durch die Impfungen und durch die Möglichkeit, das Vakzin an Mutationen anzupassen." Es sei "enorm", dass innerhalb von nur einem Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt worden sei und der Aufbau der komplexen Produktion innerhalb weniger Monate gelinge.

Update, 30. Januar, 15.45 Uhr: Spahn wirbt um Verständnis für Impfstrategie der Bundesregierung

In der Diskussion um die Reihenfolge der Covid-19-Impfungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) um Verständnis für die derzeitige Impfstrategie geworben.

Spahn unterstrich am Samstag bei einem Townhall-Meeting die Notwendigkeit der derzeitigen Priorisierung: Demnach sollen zuerst Menschen über 80 Jahren sowie Pflegekräfte geimpft werden, und zwar anfangs im stationären und dann im ambulanten Bereich.

Spahn bat die Bevölkerung um Geduld: "Es kommen jede Woche Impfstoffe, und es werden auch mehr Zug um Zug", betonte er. "Ich bitte einfach um ein Stück Vertrauen", man werde nach und nach die Angebote ausweiten.

Die Impfstrategie Deutschlands erntet derzeit noch einiges an Kritik.
Die Impfstrategie Deutschlands erntet derzeit noch einiges an Kritik.

Update, 30. Januar, 15.26 Uhr: Italiens Fußballverband will zur EM Fans im Stadion

Italiens Fußballverband (FIGC) arbeitet daran, Fans für die insgesamt vier Spiele der Europameisterschaft in Rom trotz der Corona-Pandemie ins Stadion zu lassen.

"In den kommenden Wochen wird es einen Meinungsaustausch darüber geben, Fans im Olympia-Stadion zuzulassen", sagte der FIGC-Präsident, Gabriele Gravina (65), in einer Ratssitzung am Freitag. Der 67-Jährige muss dafür jedoch noch Überzeugungsarbeit beim technisch-wissenschaftlichen Komitee leisten.

Update, 30. Januar, 15.22 Uhr: Polizei stoppt Hunderte Menschen in Hamburger Parks

Das sonnig-winterliche Wetter hat am Samstag viele Familien zum Rodeln in die Hamburger Parks gelockt.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, wie die Polizei gegen die Rodel-Ausflügler in Hamburger Parks vorgeht.

Update, 30. Januar, 15.01 Uhr: Spahn kündigt Überarbeitung von Impfverordnung für AstraZeneca an

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission über eine Altersbeschränkung beim Impfstoff von Astrazeneca hat Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) eine Überarbeitung der Impfverordnung angekündigt.

Man werde generell an einer Priorisierung festhalten, aber die "Alterskomponente" für den Astrazeneca-Impfstoff aufgreifen, sagte Spahn am Samstag bei einem digitalen "Townhall" zu den Corona-Impfungen.

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, kündigt eine Überarbeitung der Impfverordnung für AstraZeneca an.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, kündigt eine Überarbeitung der Impfverordnung für AstraZeneca an.

Update, 30. Januar, 14.54 Uhr: Iran bescheinigt seinem Corona-Impfstoff Wirksamkeit

Der Iran bescheinigt dem im eigenen Land hergestellten Impfstoff "Coviran Barekat" eine hohe Wirksamkeit gegen das Corona-Virus.

"Die bis jetzt erfolgten Tests zeigen, dass unser Impfstoff sogar die neuartige und weitaus gefährlichere englische Variante des Virus voll und ganz neutralisiert hat", sagte Minu Mohraz, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, am Samstag. Der Krisenstab sowie die Wissenschaftler seien sehr glücklich über die Testergebnisse und sähen nun optimistischer in die Zukunft, sagte die Spezialistin für Infektionskrankheiten laut Nachrichtenagentur Isna.

Update, 30. Jauar, 13.42 Uhr: Handball-Nationalspieler Golla positiv auf Corona getestet

Handball-Nationalspieler Johannes Golla (23) von der SG Flensburg-Handewitt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wie der Verein am Samstag mitteilte, hatte der 23-Jährige, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Ägypten aktiv war, vor seiner Rückkehr in das Mannschaftstrainung über Erkältungssymptome geklagt.

Ein PCR-Test ergab das positive Ergebnis. Golla begab sich in häusliche Quarantäne und wird beim Champions-League-Spiel am Donnerstag beim HC Brest in Belarus fehlen.

Update, 30. Januar, 12.58 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung fordert Impfungen in den Praxen

Kurz vor dem für Montag geplanten Impfgipfel hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ihre Forderung wiederholt, möglichst bald Impfungen in Arztpraxen anzubieten.

"Impfen hat zurzeit in unserem Land oberste Priorität, und das ist auch gut so", sagte KV-Vorstandsvorsitzender Burkhard Ruppert der Deutschen Presse-Agentur. "Umso wichtiger ist es, so schnell wie möglich in den Praxen der Niedergelassenen zu impfen, dort, wo die Expertise vorhanden ist und das Impfen zur alltäglichen Routine gehört."

Update, 30. Januar, 12.49 Uhr: Mediziner warnen: Keine Entspannung auf Intensivstationen spürbar

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach Angaben von Medizinern trotz sinkender Corona-Fallzahlen weiterhin angespannt.

"Wir spüren auf den Intensivstationen, anders als die Zahlen den Anschein erwecken, derzeit keine Entspannung", sagte der Magdeburger Uniklinik-Professor Felix Walcher, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), der "Augsburger Allgemeinen".

Er forderte schärfere Maßnahmen, bis die Infektionsketten von den Gesundheitsämtern kontrollierbar seien: "Wir müssen in einen harten Lockdown gehen, alles andere ist ethisch schwer vertretbar."

Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten auf der Interdisziplinären internistischen Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock pflegen Uta Kautz (l-r) und Nele Ehlert einen Patienten im künstlichen Koma.
Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten auf der Interdisziplinären internistischen Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock pflegen Uta Kautz (l-r) und Nele Ehlert einen Patienten im künstlichen Koma.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 30. Januar, Uhr: Kinderärzte fordern Corona-Impfung chronisch kranker Kinder

Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, fordert, dass auch Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten rasch gegen Corona geimpft werden.

"Sie sollten also in die gleiche Gruppe kommen wie erwachsene chronisch Kranke", sagte Fischbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er warnte vor der Gefahr eines schweren Covid-19-Verlaufs auch für diese Altersgruppe. Deshalb bräuchten sie so schnell wie möglich den Impfschutz.

Impfungen von Minderjährigen sind in der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bisher gar nicht vorgesehen. Alle derzeit verfügbaren Impfstoffe sind erst für Menschen ab 16 oder 18 Jahren zugelassen.

Die Grafik zeigt, welche Personen zunächst geimpft werden sollen.
Die Grafik zeigt, welche Personen zunächst geimpft werden sollen.

Update, 30. Januar, 12.09 Uhr: Mehr als 12.000 Corona-Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.321 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Außerdem wurden 794 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Samstagmorgen bei 90,9.

Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.205.171 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 56.546. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.911.800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,92 (Vortag 0,90).

Update, 30. Januar, 11.25 Uhr: Ökonomen fordern, Impfstoff-Lieferungen mit Prämien zu beschleunigen

Pharmaunternehmen sollten nach Ansicht von Ökonomen mit Prämien zur schnelleren Lieferung von Corona-Impfstoffen bewegt werden.

Wie sie sich das vorstellen, lest ihr im TAG24-Artikel "Impfstoff-Lieferungen mit Prämien beschleunigen? Experten legen Plan vor".

Der Moderna-Impfstoff in einer Flasche.
Der Moderna-Impfstoff in einer Flasche.

Update, 30. Januar, 11.17 Uhr: Taiwan meldet ersten Covid-Toten seit Mai 2020

Erstmals seit Mai 2020 ist am Samstag in Taiwan ein Todesfall nach einer Corona-Infektion registriert worden.

Damit seien in der Inselrepublik mit knapp 24 Millionen Einwohnern nun acht mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, berichtete das taiwanische Epidemiezentrum CECC. Von insgesamt 909 registrierten Infektionen seien 75 im Inland erfolgt.

Update, 30. Januar, 11.16 Uhr: Gesundheitsminister Spahn erfreut: 5 Millionen weitere Impfdosen bis zum 22. Februar!

Bis zum 22. Februar werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums laut der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca mindestens weitere 5 Millionen Impfdosen an die Bundesländer geliefert.

Das teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) sprach auf Twitter von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start.

Update, 30. Januar, 11.13 Uhr: Supermarkt hilft Singles in Corona-Zeiten beim Daten

Beim Einkaufen die große Liebe finden? Ein Supermarkt im unterfränkischen Volkach versucht während des Corona-Lockdowns behilflich zu sein und lockt freitagabends zum "Single-Shopping".

Wie das genau abläuft, erfahrt ihr im TAG24-Artikel "Liebesfrust wegen Corona? so will ein Edeka-Supermarkt Abhilfe schaffen".

Update, 30. Januar, 11.09 Uhr: Warnung von Kassenärzten: Massive Zunahme verhaltensauffälliger Kinder

Die Kassenärzte warnen vor den Folgen des wochenlangen Corona-Lockdowns für Kinder und fordern, die Schulen so rasch wie möglich wieder zu öffnen.

"Schon jetzt berichten Kinderärzte und Jugendtherapeuten über eine massive Zunahme von Kindern, die verhaltensauffällig sind", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben."

Update, 30. Januar, 10.36 Uhr: Merkel appelliert an Familien: Habt Geduld!

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat die Corona-Krise angesichts des Lockdowns als "gewaltigen Kraftakt" für Familien bezeichnet.

Im TAG24-Artikel lest ihr, wie Bundeskanzlerin Merkel um Geduld bei Familien während des Lockdown wirbt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz teil. Merkel wirbt bei Familien für Geduld in der Krise.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz teil. Merkel wirbt bei Familien für Geduld in der Krise.

Update, 30. Januar, 10 Uhr: Essen im Lockdown: So gehen die Deutschen damit um

Auch aus kulinarischer Sicht ist der Lockdown für viele eine Herausforderung. Am Wochenende in einem Restaurant ein Menü genießen oder in der Mittagspause mit der Kollegin in der Kantine beisammen sitzen geht nicht mehr.

Mehr Informationen zu den kulinarischen Vorlieben der Deutschen während der Pandemie erhaltet ihr im TAG24-Artikel "Essen im Lockdown: Zwischen Tortilla-Sandwich und Restaurant-Service".

Update, 30. Januar, 9.46 Uhr: Karneval trotz Corona? Kölner zeigen, wie es geht

Am Freitagabend gab die Band Kasalla in Köln ein Karnevalskonzert. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Besucher in ihren Autos bleiben

Der TAG24-Artikel verrät, wie die Kölner das Karnevalskonzert im Auto feiern.

Update, 30. Januar, 8.03 Uhr: Von Hirschhausen: Sollten nicht ständig über Nebenwirkungen reden

Der TV-Moderator und Arzt Eckart von Hirschhausen (53) hält Impfungen für den entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, weshalb Eckart von Hirschhausen verlangt, nicht ständig über die Nebenwirkungen der Corona-Impfung zu sprechen.

Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen (53, l) hat für eine TV-Doku an einer Impfstudie in Köln teilgenommen.
Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen (53, l) hat für eine TV-Doku an einer Impfstudie in Köln teilgenommen.

Update, 30. Januar, 7.55 Uhr: Lambertz kommt mit Lebkuchen gut durch die Corona-Krise

Der Aachener Gebäckhersteller Lambertz ist mit seinem Sortiment an Printen, Christstollen und Lebkuchen bislang gut durch die Corona-Krise gekommen.

Der Umsatz der Lambertz-Gruppe habe im Geschäftsjahr 2019/2020 mit 637 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gelegen, teilte das Unternehmen am Samstag mit.

Zwar hätten der Ausfall der Weihnachtsmärkte, die gesunkenen Besucherzahlen in den Innenstädten und die verwaisten Flughäfen zu Umsatzeinbußen in einigen Vertriebskanälen geführt, berichtete Lambertz-Inhaber Hermann Bühlbecker. Doch sei dies durch die gestiegene Nachfrage im Lebensmittelhandel kompensiert worden.

Update, 30. Januar, 7.47 Uhr: Bis zu 30.000 Zuschauer täglich bei Australian Open erlaubt

Trotz Corona-Pandemie sollen bis zu 30.000 Menschen pro Tag der Tenniselite bei den am 8. Februar beginnenden Australian Open zusehen dürfen.

Das kündigte der Sportminister des Bundesstaats Victoria, Martin Pakula (52), am Samstag auf Twitter an. "Es wird die bedeutendste internationale Veranstaltung mit Menschenmassen sein, die die Welt seit vielen, vielen Monaten gesehen hat", fügte er in einem Fernsehstatement hinzu.

Für die ersten acht Tage des Turniers solle die Kapazität im Melbourne Park auf 30.000 Zuschauer pro Tag und Nacht gedeckelt werden, in den letzten sechs Tagen solle die Zahl auf 25.000 Besucher pro Tag sinken, sagte Pakula. Insgesamt würden so rund 390.000 Menschen erwartet. Das seien etwa 50 Prozent des Durchschnitts verglichen mit den letzten drei Jahren, sagte er.

Im Februar 2020 waren die Stadien bei den Australien Open gut gefüllt. Ab dem 8. Februar 2021 dürfen täglich bis zu 30.000 Menschen zusehen.
Im Februar 2020 waren die Stadien bei den Australien Open gut gefüllt. Ab dem 8. Februar 2021 dürfen täglich bis zu 30.000 Menschen zusehen.

Update, 30. Januar, 7.42 Uhr: Nach Eskalation im Impfstoffstreit: Keine EU-Kontrollen in Nordirland

Als Reaktion auf massive Lieferkürzungen des Impfstoffherstellers Astrazeneca will die EU künftig stärker überwachen, wohin wie viel in der EU produzierter Impfstoff exportiert wird.

In einer ersten Erklärung klang es jedoch, als wollte Brüssel für dieses Vorhaben an der irisch-nordirischen Grenze Kontrollen durchführen und damit einen Notfallmechanismus des sogenannten Nordirland-Protokolls aktivieren.

Der offenbar weder mit Dublin noch mit London abgestimmte Schritt rief helle Empörung in Großbritannien und vor allem in Nordirland hervor.

Erst am späten Freitagabend lenkte die EU-Kommission ein und versprach in einer Mitteilung, bei ihren Exportkontrollen von Impfstoffen das Nordirland-Protokoll "unberührt" zu lassen. Man werde die Schutzmaßnahmen-Klausel des Protokolls nicht aktivieren.

Update, 30. Januar, 7.36 Uhr: Deutschlands größtes Krematorium hat wegen Corona mehr Arbeit

Das nach eigenen Angaben bundesweit größte Krematorium bei Dachsenhausen im Rhein-Lahn-Kreis hat wegen Corona deutlich mehr Arbeit.

"Im Rhein-Taunus-Krematorium verzeichnen wir aufgrund der Corona-Pandemie wesentlich mehr Einäscherungen", teilte ein Sprecher des privaten Unternehmens mit. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 beispielsweise sei hier deren Zahl um etwa 20 Prozent auf 4142 gestiegen.

Geschäftsführer Karl-Heinz Könsgen sagte, das Krematorium habe wegen des höheren Arbeitsaufwands bei acht Einäscherungsanlagen und 60 Mitarbeitern im Januar "noch mal vier Aushilfen dazu geholt". Der Betrieb laufe dennoch ordnungsgemäß und ruhig weiter.

Update, 30. Januar, 7.30 Uhr: Studie zu Homeschooling: Zwei Aspekte helfen Kindern besonders

An der Uni Marburg befragten Forscher von März bis zum Sommer bundesweit mehr als 2600 Eltern von Schulkindern aller Altersstufen zum Thema Homeschooling.

Dabei stellten sie fest, dass zwei Aspekte den Erfolg des Distanzlernens besonders positiv beeinflussten.

"Je häufiger Lehrkräfte über Telefon oder Videokonferenz Kontakt mit den Schülern hatten, desto besser waren deren schulische Ergebnisse", sagte Hanna Christiansen, Professorin für klinische Kinder- und Jugendpsychologie. Auch der Kontakt zu Eltern hatte demnach einen positiven Einfluss.

Ein leeres Klassenzimmer. Die Schulen in Deutschland sind seit Mitte Dezember geschlossen.
Ein leeres Klassenzimmer. Die Schulen in Deutschland sind seit Mitte Dezember geschlossen.

Update, 30. Januar, 7.25 Uhr: Legendäres US-Festival Coachella erneut abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie wird das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien erneut abgesagt.

Die zuständige Gesundheitsbehörde im Bezirk Riverside County teilte am Freitag mit, dass das für April geplante Festival nicht abgehalten werden könne. Ein möglicher neuer Termin wurde nicht genannt.

Update, 30. Januar, 7.19 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer beklagt fehlende Klarheit bei Impflieferungen

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) den Bund aufgefordert, verlässliche Lieferangaben für Corona-Impfstoffe zu machen.

"Die Menschen brauchen Klarheit, wann sie geimpft werden können, und die Länder brauchen Planungssicherheit durch verlässliche Lieferangaben des Bundes, um Impftermine anbieten zu können", sagte Dreyer der Zeitung "Rheinische Post".

"Beides ist aktuell nicht gegeben. Bund und Länder müssen hier zusammenarbeiten." Die Länder seien bereit, mögliche neue Produktionsstätten mit schnellen Genehmigungsverfahren zu unterstützen, betonte Dreyer.

Update, 30. Januar, 7.13 Uhr: Seehofer verteidigt Einreiseverbote - Auf Auslandsreisen verzichten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) hat die von der Bundesregierung beschlossenen Einreiseverbote verteidigt.

Mehr Informationen dazu erhaltet ihr im TAG24-Artikel "Deutlicher Appell von Horst Seehofer: Verzicht auf Auslandsreisen ist Bürgerpflicht".

Horst Seehofer (71, CSU), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, verteidigt die Einreiseverbote für Menschen aus Corona-Mutationsgebieten.
Horst Seehofer (71, CSU), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, verteidigt die Einreiseverbote für Menschen aus Corona-Mutationsgebieten.

Update, 30. Januar, 4 Uhr: Stiko-Vorsitzender verteidigt Altersvorgabe für Astrazeneca-Impfstoff

Nach der europäischen Zulassung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca hat der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) die von seinem Gremium empfohlene Altersvorgabe verteidigt.

Die Daten von Astrazeneca seien nicht ausreichend, um die Wirksamkeit der Impfung in der Altersgruppe ab 65 Jahre beurteilen zu können, sagte Thomas Mertens am Freitagabend bei einer Videoschalte des Science Media Center. Man brauche weitere Informationen dazu, wie gut der Impfstoff auch ältere Menschen vor Covid-19 schütze.

Thomas Mertens (70), Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), verteidigt die Alterseinschätzung für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca.
Thomas Mertens (70), Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), verteidigt die Alterseinschätzung für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca.

Update, 30. Januar, 2.30 Uhr: Entwicklungsminister Müller: Auch Ärmere brauchen schnell Impfstoff

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (65, CSU) rät den Deutschen, in der Impfdebatte die globalen Folgen der Corona-Pandemie nicht außer Acht zu lassen.

"Diese Diskussion halte ich für überzogen", sagte der CSU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) mit Blick auf die Debatte über Impfstoffmangel in Deutschland. Der Impfstoff müsse auch den Ärmsten zur Verfügung stehen.

Experten schätzen, dass 2 Millionen Menschen an Tuberkulose, Aids und Malaria sterben, weil Medikamente zur Behandlung nicht mehr ankommen. Fast 300 Millionen Menschen hätten bereits ihre Arbeit verloren. "Ohne Kurzarbeitergeld oder Sozialprogramme stehen sie vor dem Nichts. An diesen Folgen der Pandemie sterben mehr Menschen als am Virus selbst", sagte Müller.

Update, 30. Januar, 0.05 Uhr: Unionsfraktionschef Brinkhaus fordert längeren Lockdown

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52, CDU) hält eine Verlängerung des Lockdowns über den 14. Februar hinaus für erforderlich.

"Besser jetzt noch ein wenig länger etwas härtere Maßnahmen als ein Raus-Rein-Raus-Rein, was letztlich alle zermürbt", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Viele Beschränkungen müssten im Kern vermutlich noch einmal verlängert werden. "Wir müssen die Zahlen jetzt weit herunterbekommen." Deutschland müsse wegen der Mutation des Virus bei Lockerungen der Maßnahmen sehr vorsichtig sein, mahnte Brinkhaus.

Update, 29. Januar, 21.15 Uhr: Frankreich macht wegen Corona-Krise Grenzen für Nicht-EU-Länder dicht

Im Kampf gegen die weiterhin hohen Corona-Zahlen schließt Frankreich seine Grenzen für Länder außerhalb der Europäischen Union. Die Einreise aus und Ausreise in Länder außerhalb der Staatengemeinschaft sei ab Sonntag verboten, sagte Premierminister Jean Castex am Freitagabend nach der Sitzung eines sanitären Verteidigungsrats in Paris.

Ausnahmen solle es nur bei triftigem Grund geben. Immer wieder war ein neuer Lockdown in den vergangenen Tagen ins Spiel gebracht worden. Castex kommentierte: "Wir können uns noch eine Chance geben, ihn zu verhindern."

Der Premier kündigte zudem an, dass Ladenzentren mit mindestens 20.000 Quadratmetern Fläche ab Sonntag schließen sollten - Geschäfte für Lebensmittel ausgenommen. Außerdem solle das mobile Arbeiten verstärkt werden.

Am Montag wolle man mit Sozialpartnern über die genauen Modalitäten sprechen. Castex sagte außerdem, dass Polizei und Gendarmerie stärker über die Einhaltung der Corona-Regeln wachen würden.

Frankreich schließt seine Grenzen für Länder außerhalb der Europäischen Union.
Frankreich schließt seine Grenzen für Länder außerhalb der Europäischen Union.

Update, 29. Januar, 21.10 Uhr: Impfstreit: Nordirland wirft EU "Akt der Feindschaft" vor

Nordirlands Regierungschefin Arlene Foster hat der EU einen "Akt der Feindschaft" im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoffstreit vorgeworfen.

Mit der Kontrolle der Exporte von in EU-Ländern produzierten Impfstoffen schaffe die EU eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland, wie sie das Nordirland-Protokoll eigentlich verhindern solle, schrieb Foster am Freitagabend auf Twitter.

Durch das von London und Brüssel ausgehandelte Nordirland-Protokoll ist der zu Großbritannien gehörende Landesteil trotz des Brexits noch enger an die EU gebunden und folgt weiter den Regeln des EU-Binnenmarkts. Damit soll eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland vermieden werden, die zum Aufflammen alter, gewaltsamer Konflikte führen könnten.

Exportkontrollen zwischen der EU und Nordirland würden dieser Regelung widersprechen.

Update, 29. Januar, 21 Uhr: Tschechien schließt Grenzen weitgehend für Ausländer

Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise von Samstag an nur noch in notwendigen Fällen. Darauf wies das Außenministerium in Prag am Freitagabend hin.

Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt möglich.

Für Deutsche ändert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschränkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich sind. Zudem sind Hotels seit Längerem für Touristen geschlossen.

Tschechien, Folmava: Am tschechisch-deutschen Grenzübergang Folmava fließt der Verkehr. Auf der deutschen Seite weist ein Schild in Richtung Testzentrum, in denen Pendler einen obligatorischen Corona-Test durchführen lassen können.
Tschechien, Folmava: Am tschechisch-deutschen Grenzübergang Folmava fließt der Verkehr. Auf der deutschen Seite weist ein Schild in Richtung Testzentrum, in denen Pendler einen obligatorischen Corona-Test durchführen lassen können.

Update, 29. Januar, 18.45 Uhr: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Präparat nur bis 64 Jahre

Für den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca in Deutschland sollte aus Sicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Altersvorgabe gelten. Das Präparat werde "aktuell aufgrund der derzeit verfügbaren Daten nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelten Gremiums.

Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren lägen bisher keine ausreichenden Daten vor. "Abgesehen von dieser Einschränkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als geeignet zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Pandemie angesehen", erläuterte die Stiko weiter.

Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die europaweite Zulassung des Impfstoffs empfohlen - und zwar für Erwachsene ab 18 Jahren ohne eine Altersbegrenzung. Auch wenn nur es nur vergleichsweise wenige Testpersonen über 55 Jahre gegeben habe, sei dies zu vertreten, erklärte die EMA in Amsterdam.

Bisher gab es vergleichsweise wenige Testpersonen über 55 Jahre, die mit Astrazeneca geimpft wurden.
Bisher gab es vergleichsweise wenige Testpersonen über 55 Jahre, die mit Astrazeneca geimpft wurden.

Update, 29. Januar, 18.40 Uhr: WHO kritisiert Ausfuhrbeschränkungen bei Corona-Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ausfuhrbeschränkungen für Corona-Impfstoffe am Freitag kritisiert. "Das ist ein Besorgnis erregender Trend", sagte Mariangela Simao, zuständig für Medikamente und Impfstoffe, am Freitag in Genf.

"Das ist weder der öffentlichen Gesundheit noch irgendeinem Land zuträglich." Vielfach kämen Bestandteile von Impfstoffen aus mehreren Ländern. Solche Beschränkungen könnten am Ende für alle Länder Nachteile bringen.

Nach dem Streit mit der Pharmafirma Astrazeneca über den Umfang der Impfstoff-Lieferung hat die EU am Freitag per Verordnung eine strenge Kontrolle von in der EU produzierten Corona-Impfstoffen angeordnet.

Update, 29. Januar, 17.50 Uhr: Frankreichs Wirtschaftsleistung bricht wegen Corona-Krise ein

Frankreichs Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise um 8,3 Prozent eingebrochen. Das berichtete das nationale Statistikamt Insee am Freitag in einer ersten Schätzung.

2019 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vorjahresvergleich noch um 1,5 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: Die deutsche Volkswirtschaft ist 2020 um fünf Prozent geschrumpft.

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.

Update, 29. Januar, 17.17 Uhr: Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre.

Das Kabinett beschloss am Freitag ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar, das aber zahlreiche Ausnahmen unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr vorsieht, wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage bestätigte.

Update, 29. Januar, 17.15 Uhr: Neue Verordnung: Impfstoff-Exporte aus der EU werden jetzt überwacht

Der Export von in der EU produzierten Corona-Impfstoffen wird von diesem Samstag an streng überwacht. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen nach einer am Freitag vorgestellten Verordnung künftig Ausfuhrgenehmigungen beantragen.

Wenn Hersteller die EU bei Liefermengen unrechtmäßig benachteiligen, könnten die Genehmigungen dann verweigert werden.

"Ziel ist es, mehr Klarheit über die Impfstoffproduktion in der EU und die Exporte schaffen", erklärte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, am Freitagnachmittag in Brüssel. Diese Transparenz fehle derzeit, sei aber unverzichtbar.

Baden-Württemberg, Straßberg: Eine Medizinstudent vom Zentralen Impfzentrum in Tübingen zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer-BioNTech auf.
Baden-Württemberg, Straßberg: Eine Medizinstudent vom Zentralen Impfzentrum in Tübingen zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer-BioNTech auf.

Update, 29. Januar, 17 Uhr: Ungarn bestellt fünf Millionen Dosen Corona-Impfstoff aus China

Das EU-Land Ungarn bestellt fünf Millionen Dosen des in der EU nicht zugelassenen chinesischen Impfstoffs Sinopharm. Das gab Außenminister Peter Szijjarto am Freitag auf seiner Facebook-Seite bekannt. Die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller hatte zuvor erklärt, dass Sinopharm in Ungarn eine Notzulassung erhalten habe.

Es war nicht klar, ob die ungarische Arzneimittelbehörde OGyEI ein eigenes Überprüfungsverfahren durchgeführt hat. Seit Donnerstag ist ein solches nicht mehr notwendig. An jenem Tag hatte Ministerpräsident Viktor Orban eine Verordnung erlassen, die es ermöglicht, nicht in der EU zugelassene Impfstoffe gegen das Coronavirus unter bestimmten Bedingungen ohne Prüfung durch die eigenen Behörden in Ungarn einzusetzen.

Sinopharm erfüllt nach Szijjartos Darstellung diese Voraussetzungen. Der Impfstoff wurde bereits mehr als einer Million Menschen gespritzt und gelangt bereits in mehr als drei Ländern, darunter dem EU-Kandidatenland Serbien, zum Einsatz.

Update, 29. Januar, 16.54 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus den Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 28. Januar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen mit 171,7 beziehungsweise 166,1 die derzeit höchsten 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland auf.
Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen mit 171,7 beziehungsweise 166,1 die derzeit höchsten 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland auf.

Update, 29. Januar, 16.45 Uhr: Wegen Corona deutlich weniger Migration in die EU

Die Zahlen der Asylanträge sowie der unerwünschten Grenzübertritte in die EU sind im vergangenen Jahr coronabedingt deutlich zurückgegangen. Mit 114.300 irregulären Grenzübertritten zwischen Januar und November habe es ein Sechs-Jahres-Tief gegeben, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um zehn Prozent.

Die Anzahl der Asylanträge lag zwischen Januar und Oktober demnach sogar 33 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Insgesamt waren es 390.000 Anträge - 349.000 davon Erstanträge.

Die EU-Kommission veröffentlichte ihre Angaben auf Grundlage neuer Daten etwa der UN, der EU-Statistikbehörde Eurostat oder der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Aktuelle Daten zur legalen Migration in die EU sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Allerdings sei auch da ein deutlicher Rückgang zu erwarten, hieß es.

Kinder stehen in einem Lager für Binnenflüchtlinge in der Nähe des Dorfes Kafr Aruq.
Kinder stehen in einem Lager für Binnenflüchtlinge in der Nähe des Dorfes Kafr Aruq.

Update, 29. Januar, 16.40 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App mit mehr Informationen verfügbar

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer neuen Version zum Herunterladen bereit. Die Anwendung enthält nun einen Info-Bereich mit den wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland.

Den dort veröffentlichten Zahlen zufolge haben bislang knapp 230.000 Personen, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Mitmenschen mithilfe der App vor möglichen gefährlichen Begegnungen gewarnt. Der Tageswert liegt hier bei knapp 1500.

Die Nutzerinnen und Nutzer könnten in der App auch auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und den Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. Des Weiteren hätten die Entwickler die Nutzerfreundlichkeit verbessert und einige kleinere Fehler beseitigt.

Update, 29. Januar, 16.39 Uhr: EU-Behörde macht Weg für Astrazeneca-Impfstoff frei

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU empfohlen.

Sie gelte für Personen ab 18 Jahren, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.

Großbritannien, Cambridge: Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca.
Großbritannien, Cambridge: Blick auf das Firmenlogo am Sitz von Astrazeneca.

Update, 29. Januar, 15.39 Uhr: Polizei verbietet Demonstrationen gegen Corona-Lockdown in Wien

Die Polizei in Wien hat zahlreiche für das Wochenende geplante Demonstrationen gegen den Corona-Lockdown verboten. Es sei nach bisherigen Erfahrungen zu befürchten, dass zwingende Hygieneregeln wie das Einhalten des Mindestabstands und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz missachtet würden, hieß es am Freitag zur Begründung.

Das würde die gesamtstaatlichen Bemühungen zur Reduktion der Fallzahlen konterkarieren. Allein am Sonntag waren laut Polizei zu drei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen insgesamt zwischen 10.000 und 15.000 Menschen erwartet worden.

Bei der Demonstration unter dem Motto "Für die Freiheit" am Sonntag wollte unter anderem der Fraktionschef der rechten FPÖ, Herbert Kickl, reden. Die FPÖ hatte vor dem Verbot vor einer Beschneidung des Demonstrationsrechts gewarnt.

Update, 29. Januar, 14.19 Uhr: Ukraine verbietet Corona-Impfstoffe aus Russland

Im Kampf gegen das Coronavirus hat das ukrainische Parlament die Zulassung von Impfstoffen aus Russland verboten. Der Beschluss fiel am Freitag in der Hauptstadt Kiew mit großer Mehrheit. Die Beziehungen beider Nachbarstaaten sind seit dem Umsturz in Kiew und der russischen Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim 2014 zerrüttet.

Zugleich vereinfachte das Parlament die Registrierung von Impfmitteln aus den USA, der EU, aber auch China, Indien oder Mexiko. Diese können bereits vor dem Abschluss aller medizinischen Tests eine Notzulassung erhalten, wie aus dem Beschluss hervorgeht.

Dr. Viktoria Mahnych untersucht einen Corona-Patienten mit einem Stethoskop in seinem Haus im Dorf Iltsi.
Dr. Viktoria Mahnych untersucht einen Corona-Patienten mit einem Stethoskop in seinem Haus im Dorf Iltsi.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Update, 29. Januar, 14 Uhr: EU veröffentlicht Vertrag mit AstraZeneca

Im Impfstoffstreit hat die EU-Kommission am Freitag ihren Rahmenvertrag mit dem Pharmakonzern AstraZeneca veröffentlicht.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel Impfstoffstreit: EU veröffentlicht Vertrag mit AstraZeneca

Update, 29. Januar, 12.56 Uhr: Russland stellt EU Millionen Corona-Impfstoffdosen in Aussicht

Im Streit um knappen Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca für die Europäische Union will Russland mit seinem Vakzin aushelfen. Im zweiten Quartal könnten 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V geliefert werden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Freitag in Moskau mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet.

Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Voraussetzung sei, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Wirkstoff zulasse. Ein entsprechender Antrag war in der vergangenen Woche eingereicht worden.

Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das löste international Kritik aus.

Wladimir Putin spricht während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda zu den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums.
Wladimir Putin spricht während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda zu den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums.  © Mikhail Klimentyev/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 29. Januar, 12.39 Uhr: Momentan keine Pläne in Regierung für Corona-Zuschuss

Einen Corona-Zuschuss für Hartz-IV-Empfänger hat die Bundesregierung momentan nicht in Planung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin, die Regierung habe in der Pandemie auch weiterhin die Härten für bedürftige Menschen im Blick.

Er verwies auf die Pläne zur Abgabe kostenfreier FFP2-Masken für Grundsicherungsempfänger, gestiegene Hartz-IV-Sätze zum Jahresbeginn und auf den erleichterten Zugang zur Grundsicherung, der im Zuge der Pandemie gewährt wird. "Ich kann ihnen hier keine weiteren Pläne berichten", fügte er hinzu. Wenn es Vorschläge gebe, müsse darüber innerhalb der Bundesregierung beraten werden.

Update, 29. Januar, 12.15 Uhr: RKI-Präsident warnt vor zu schneller Lockerung des Lockdowns

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat eindringlich vor zu frühen Lockerungen der staatlichen Corona-Beschränkungen gewarnt.

"Wir sind auf einem guten Weg und wir müssen diesen Weg weiter konsequent bestreiten", sagte Wieler am Freitag in Berlin. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner habe am Donnerstag in Deutschland erstmals seit Ende Oktober unter 100 gelegen.

Aber sie sei nur in den am stärksten betroffenen Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen gesunken. In den anderen zwölf Ländern sei die Inzidenz nahezu gleich geblieben - in manchen Landkreisen sogar gestiegen.

Update, 29. Januar, 12.08 Uhr: Staatsanwaltschaft Fulda ermittelt gegen Arzt

Ein Arzt soll falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben, um Patienten von der Maskenpflicht zu befreien.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel Stellte Arzt falsche Gesundheitszeugnisse aus, damit Patienten keine Maske tragen mussten?

Update, 29. Januar, 11.47 Uhr: Video von verzweifelter Friseurin aus Dortmund geht viral

"Meine Zündschnur ist abgelaufen!": Mit einem herzergreifenden Hilfs­ap­pell ist die Unternehmerin eines Friseursalons in Dortmund auf Facebook viral gegangen.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel Friseurin mit dramatischem Hilferuf: "Wo ist der Staat, wenn man ihn braucht?"

Update, 29. Januar, 10.38 Uhr: Corona-Krise und Ladenschließungen drücken auf H&M-Jahresergebnis

Moderiese Hennes & Mauritz (H&M) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Corona-bedingt deutlich weniger Geld eingenommen. Für das von Dezember 2019 bis November 2020 laufende Geschäftsjahr stand bei den Schweden ein Gewinn vor Steuern von noch 2,05 Milliarden schwedischen Kronen (rund 203 Millionen Euro), wie H&M am Freitag in Stockholm mitteilte. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei knapp 17,4 Milliarden Kronen gelegen.

Spanien, Barcelona: Passanten stehen vor einer geschlossenen H&M-Filiale im Einkaufsviertel Portal del l'Angel.
Spanien, Barcelona: Passanten stehen vor einer geschlossenen H&M-Filiale im Einkaufsviertel Portal del l'Angel.  © Paco Freire/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 29. Januar, 10.26 Uhr: Söder rügt Impfstoff-Beschaffung: EU habe zu spät bestellt

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der Europäischen Union Fehler im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Es sei zu spät Impfstoff bestellt und zudem nur auf wenige Hersteller gesetzt worden, sagte Söder am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Das Ergebnis sei bislang ungenügend. "Die operative Verantwortung lag in Europa", hielt Söder fest. Man habe die grundlegende Bedeutung unterschätzt.

Nun sei man auch hierzulande einige Wochen nach Beginn des Impfstarts an einen Punkt, an dem die bestellten Mengen nicht ankommen und Impfungen deswegen verschoben werden. "Das ist schon eine sehr, sehr unsichere Situation für so ein wichtiges Thema. Und ich glaube, man hat es auch in Deutschland an einigen Stellen am Anfang unterschätzt", sagte Söder.

Nun brauche es "maximale Transparenz" bei der Aufarbeitung der Probleme. Söder begrüßte den Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag.

Update, 29. Januar, 9.52 Uhr: Corona-Impfstoff von Novavax weist hohe Wirksamkeit auf

Ein Impfstoff-Kandidat des US-amerikanischen Herstellers Novavax hat laut vorläufigen Ergebnissen rund 90 Prozent Wirksamkeit gegen Covid-19 aufgezeigt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Auch gegen die in Großbritannien zuerst entdeckte Mutation soll das Vakzin sehr gut wirken - weniger stark ist die Wirkung hingegen bei der südafrikanischen Variante.

Vorläufigen Ergebnissen aus einer Phase-III-Studie in Großbritannien zufolge habe der proteinbasierte Impfstoff NVX-CoV2373 eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent erzielt, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Diese Daten basieren jedoch lediglich auf 62 Infektionen.

An der Studie sollen rund 15.000 Menschen im Alter von 18 bis 84 Jahren teilnehmen. Gegen die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 soll das Vakzin laut Hersteller ähnlich gut wirken, wie gegen die ursprüngliche Variante. Weniger gut sind hingegen die Ergebnisse aus einer in Südafrika durchgeführten Phase-II-Studie. Gegen die dort auftretende Mutation soll die Wirksamkeit nur bei 60 Prozent liegen.

Update, 29. Januar, 8.37 Uhr: Impfstoffstreit: Leyen weist Vorwürfe zurück und mahnt Astrazeneca

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Corona-Impfstrategie der Europäischen Union verteidigt und den Hersteller Astrazeneca zu klaren Lieferzusagen gedrängt. "Was ich verlange, ist Transparenz und Planungssicherheit", sagte von der Leyen am Freitag im Deutschlandfunk.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern habe vor einer Woche sehr überraschend und ohne plausible Erklärung eine Lieferkürzung angekündigt. Dabei seien die Bestellungen der EU verbindlich und nicht mit Einschränkungen versehen. "Der Vertrag ist glasklar", sagte von der Leyen. Um das zu zeigen, wolle man das Dokument an diesem Freitag veröffentlichen.

Angesichts der kurzen Entwicklungszeit der Impfstoffe binnen zehn Monaten während der Pandemie seien Startschwierigkeiten völlig nachvollziehbar. "Das ist in Ordnung", sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission. Doch wolle man eine Erklärung, so dass gemeinsam Lösungen gefunden werden könnten.

Vorwürfe an ihre Adresse wies von der Leyen zurück. Die EU-Kommission habe den Vertrag mit Astrazeneca rechtzeitig abgeschlossen. Dass Großbritannien früher bestellt habe, spiele für die Lieferpflichten des Unternehmens keine Rolle. "Das ist nicht wie beim Bäcker, wo man Schlange steht", sagte sie.

Ursula von der Leyen während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda im Rahmen des Weltwirtschaftsforums.
Ursula von der Leyen während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda im Rahmen des Weltwirtschaftsforums.  © --/European Union/XinHua/dpa

Update, 29. Januar, 8.11 Uhr: Professor für Kinderpolitik fordert Maßnahmenpaket für Kinderrechte

Deutschlands einziger Professor für Kinderpolitik, Michael Klundt, hat gefordert, in der Pandemie wieder deutlich stärker die Rechte von Kindern zu berücksichtigen.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel "Müssen mitreden können": Experte sieht Kinderrechte in Corona-Krise massiv beschnitten.

Update, 29. Januar, 7.46 Uhr: Hohe Geldstrafe nach Schneeballschlacht

Wegen einer riesigen Schneeballschlacht müssen zwei junge Männer in Leeds jeweils 10.000 Pfund Strafe zahlen. Das sind umgerechnet mehr als 11.300 Euro.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel Zwei Männer starten Schneeballschlacht: Jetzt müssen sie Tausende Euro Strafe zahlen!

Update, 29. Januar, 7.20 Uhr: Heil fordert Corona-Zuschuss für Hilfsbedürftige

Hilfsbedürftige wie Hartz-IV-Empfänger sollten nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil neben kostenlosen FFP2-Masken auch einen finanziellen Zuschuss erhalten.

Der SPD-Politiker wies in der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag) darauf hin, dass mit der Schließung sozialer Einrichtungen oder Büchereien viele Alltagshilfen wegfielen, die hilfsbedürftige Menschen sonst nutzen können. Hinzu kämen steigende Kosten etwa für Strom oder die Förderung der Kinder.

"Hilfsbedürftige Menschen treffen die lang andauernden Maßnahmen besonders hart", betonte Heil. "Ich will deshalb einen Corona-Zuschuss für hilfsbedürftige Menschen mit dem die größten Belastungen ausgeglichen werden können. Corona darf nicht zur sozialen Spaltung unserer Gesellschaft führen." Auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich für eine finanzielle Kompensation für Bedürftige ausgesprochen.

Hubertus Heil äußert sich am Rande der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag zum Thema Masken für Grundsicherungsempfänger.
Hubertus Heil äußert sich am Rande der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag zum Thema Masken für Grundsicherungsempfänger.  © Dorothee Barth/dpa

Update, 29. Januar, 6.05 Uhr: 14.022 Corona-Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17.862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Covid-19-Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.
Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Covid-19-Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Januar, 3.35 Uhr: Indien überholt - Mexiko nun mit den drittmeisten Corona-Toten

Mexiko hat Indien als Land mit den drittmeisten offiziell registrierten Toten infolge der Coronavirus-Pandemie abgelöst. Mexikos Gesundheitsministerium verkündete am Donnerstag, dass in den vergangenen 24 Stunden 1506 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet worden seien.

Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 155.145. Indien kommt bislang auf 153.847 Tote. Das südasiatische Land hat rund 1,3 Milliarden Einwohner - zehnmal so viele wie Mexiko, das an zehnter Stelle der bevölkerungsreichsten Länder liegt.

Update, 28. Januar, 22 Uhr: FDP-Chef Lindner: Lehrer und Erzieher eher impfen

FDP-Chef Christian Lindner fordert, Beschäftigte im Bildungswesen früher gegen das Coronavirus zu impfen.

"Bei der Impf-Priorisierung sollten Lehrer und Erzieher vorgezogen werden. Das sind ultra-systemrelevante Berufe. Die sollten früher ein Impfangebot bekommen als geplant" sagte Lindner am Donnerstag dem Fernsehsender phoenix. Dies sei notwendig, um möglichst zeitnah Schulen und Kitas wieder zu öffnen. "Daran hängen die Bildungschancen der Kinder und die Betreuungssituation in den Familien."

Lindner verlangte auch ein Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Lockdown. "Zum jetzigen Zeitpunkt zu öffnen, ist zu früh. Aber wir brauchen die Perspektive." Schleswig-Holstein habe mit einem Plan diese Woche vorgemacht, wie eine Öffnung aussehen könnte - zunächst Kitas und Schulen, dann Handel und Gastronomie, später das ganze Land.

"Daran sollte sich das Kanzleramt orientieren. Einen solchen Fahrplan braucht Deutschland - besser gestern als heute."

Update, 28. Januar, 19.57 Uhr: 7-Tage-Inzidenz erstmals seit Ende Oktober unter 100

Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100.

So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. Damit hat sich die Zahl der innerhalb von 7 Tagen gemeldeten Neuinfektionen seit dem Höchststand kurz vor Weihnachten - die 7-Tage-Inzidenz lag am 22. Dezember bei 197,6 - in etwa halbiert. Das politische Ziel ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI 20.398 Neuinfektionen und 1013 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch auf der Verkaufsverpackung.
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch auf der Verkaufsverpackung.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 28. Januar, 18.46 Uhr: Corona-Lockdown in Dänemark bis Ende Februar verlängert

Dänemark wird auch den gesamten Februar im Lockdown ausharren müssen.

Die strikten Corona-Maßnahmen wurden am Donnerstag um weitere drei Wochen bis zum 28. Februar verlängert, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekanntgab. Damit bleiben Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen aufgrund der Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Varianten geschlossen.

Auch die Schulen im nördlichsten deutschen Nachbarland bleiben zu. Es bestehe aber Hoffnung, dass die jüngeren Schüler bis zur vierten Klassen bereits vor dem 28. Februar in ihre Klassenräume zurückkehren könnten, kündigte Frederiksen an. Dazu werde man voraussichtlich Anfang nächster Woche mehr sagen können.

Zugleich bleiben auch die dänischen Grenzen für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Ins Land kommt in der Regel nur, wer einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der höchstens 24 Stunden alt ist.

Ein einsamer Passagier geht während der ersten Hochphase der Coronavirus-Pandemie durch den Flughafen von Kopenhagen.
Ein einsamer Passagier geht während der ersten Hochphase der Coronavirus-Pandemie durch den Flughafen von Kopenhagen.  © Steffen Trumpf/dpa

Update, 28. Januar, 18.39 Uhr: Meldungen über schwere Impf-Nebenwirkungen weniger als ein Promille

Bei den Impfungen gegen das Coronavirus treten nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) nur wenige unerwünschte Reaktionen auf. Im ersten Monat seit Beginn der Impfungen wurden dem Institut in Langen 1232 Verdachtsfälle mit insgesamt 3404 unerwünschten Reaktionen gemeldet, wie die Behörde am Donnerstag berichtete. 182 Fällen wurden als schwerwiegend eingestuft.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Impfungen sind das laut PEI 0,7 Meldungen pro 1000 Impfdosen, für schwerwiegende Nebenwirkungen 0,1 Meldungen pro 1000 Impfdosen. Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Müdigkeit.

Unter den Meldungen waren auch 69 ungeklärte Todesfälle. "Wenn ältere Menschen oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen und einem erhöhten Sterberisiko geimpft werden, dann wird es eine gewisse Anzahl von zufälligen Todesfällen geben, die kurz nach der Impfung auftreten, ohne aber kausal mit der Impfung assoziiert zu sein", heißt es in dem Bericht.

Die bis 24. Januar gemeldeten Todesfälle seien nicht häufiger als die rein statistisch erwartete Anzahl von Todesfällen.

Update, 28. Januar, 18.15 Uhr: Virus-Mutation aus Südafrika erstmals in den USA nachgewiesen

Die zunächst in Südafrika identifizierte Mutation des Coronavirus ist erstmals in den USA nachgewiesen worden.

Die Variante wurde in South Carolina unabhängig voneinander bei zwei Erwachsenen nachgewiesen, erklärte die zuständige Gesundheitsbehörde des Bundesstaats am Donnerstag. Die beiden Personen seien zuvor nicht verreist gewesen, hieß es. Damit schien bestätigt, dass sich die Variante zumindest in begrenztem Ausmaß bereits vor Ort im Umlauf befindet. "Es sind die ersten beiden Fälle mit dieser Variante in den Vereinigten Staaten", erklärte die Behörde.

Auch in Deutschland wurde die Variante bereits nachgewiesen.

Update, 28. Januar, 18.05 Uhr: Johnson widerspricht: Keine Bedenken bei Astrazeneca-Impfstoff für über 65-Jährige

Der britische Premier Boris Johnson hat die deutsche Empfehlung zurückgewiesen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca nur bei unter 65-Jährigen einzusetzen.

"Unsere eigene Zulassungsbehörde hat sehr klar gemacht, dass der Oxford/Astrazeneca-Impfstoff sehr gut und wirksam ist, und bereits nach einer Dosis eine sehr hohe Schutzwirkung bietet und sogar noch mehr nach zwei Dosen", sagte Johnson am Donnerstag. Die Belege zeigten, dass die Behörde der Meinung sei, das Vakzin erziele in allen Altersgruppen eine gute Immunantwort.

Die Ständige Impfkommission in Deutschland hatte zuvor das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca nur mit Einschränkungen empfohlen. Aufgrund von derzeit verfügbaren Daten solle dieser Impfstoff nur für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren genutzt werden, hieß es im Bundesgesundheitsministerium.

Boris Johnson (56) glaubt nicht, dass es beim Astrazeneca-Impfstoff irgendwelche Probleme mit älteren Menschen geben könnte.
Boris Johnson (56) glaubt nicht, dass es beim Astrazeneca-Impfstoff irgendwelche Probleme mit älteren Menschen geben könnte.  © Uk Parliament/Jessica Taylor/PA Media/dpa

Update, 28. Januar, 17.49 Uhr: Corona-Impfpass: EU-Experten einig über Eckpunkte

Die Europäische Union treibt die Einführung von Corona-Impfpässen voran. Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, haben sich die EU-Staaten auf Empfehlungen geeinigt, welche Informationen solche Dokumente enthalten sollen.

Ziel ist die Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung in den 27 Staaten. Impfnachweise sollen demnach sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form möglich sein. Neben Basisinformationen etwa zu Personalien, dem verwendeten Impfstoff und der ausstellenden Behörden soll es eine Art elektronisches Siegel geben, etwa einen QR-Code oder eine Registrierung.

Ziel sei, den Impfstatus einer Person rasch und eindeutig festzustellen, heißt es in den Richtlinien. Später könnten damit auch weitere Informationen verlinkt werden.

Update, 28. Januar, 17.32 Uhr: Corona sorgt für mehr Kulanz bei Steuererklärungen und Insolvenzanträgen

Wegen der Corona-Pandemie bekommen Steuerberater mehr Zeit, um die Steuererklärungen ihrer Mandanten für das Jahr 2019 einzureichen.

Der Bundestag verlängerte am Donnerstag die Abgabefrist um ein halbes Jahr. Statt bis zum 28. Februar dieses Jahres muss die Jahressteuererklärung 2019 damit erst bis zum 31. August abgegeben werden - allerdings nur in den Fällen, in denen ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein eingeschaltet wurde. Wer seine Steuererklärung selber macht, musste sie bereits im vergangenen Juli abgeben.

Update, 28. Januar, 17.13 Uhr: Arzneimittel-Agentur empfiehlt schnellere zweite Impfung mit Pfizer-Vakzin

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Richtlinien für die Anwendung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer und Biontech verschärft.

Danach muss die zweite Dosis innerhalb von drei Wochen gespritzt werden. Zuvor hatten die Experten empfohlen, dass zwischen der ersten und zweiten Impfdosis "mindestens 21 Tage" liegen sollten. Nun wird klar von drei Wochen gesprochen, und es wird davon abgeraten, die Zeitspanne zu verlängern.

Verschiedene Länder, darunter die Niederlande, hatten aber beschlossen, wegen des Mangels an Impfstoffen, die zweite Pfizer-Dosis erst nach etwa sechs Wochen zu spritzen. Dadurch sollten mehr Menschen geimpft werden können. Der volle Schutz vor einer Corona-Infektion wird erst nach der Impfung mit beiden Dosen erzielt.

Update, 28. Januar, 16.56 Uhr: Impfstoffstreit: EU-Vertrag mit Astrazeneca soll öffentlich werden

Im Impfstoffstreit soll der Vertrag der EU-Kommission mit dem Hersteller Astrazeneca rasch in redigierter Form veröffentlicht werden.

Dem habe das Unternehmen grundsätzlich zugestimmt, bestätigten Kommissionskreise am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Es werde nun besprochen, welche Teile aus Gründen der Vertraulichkeit geschwärzt würden.

Die EU-Kommission und Vertreter der 27 Mitgliedsstaaten hatten am Mittwochabend ein Krisengespräch mit Astrazeneca-Chef Pascal Soriot geführt. Sie sind empört über die angekündigte Kürzung und pochen auf fristgerechte Erfüllung des Liefervertrags über insgesamt bis zu 400 Millionen Impfdosen.

Update, 28. Januar, 16.35 Uhr: Aktuelle Corona-Fallzahlen in den Bundesländern

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 28. Januar, 0 Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen mit 174,1 beziehungsweise 174,0 die derzeit höchsten 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland auf.
Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen mit 174,1 beziehungsweise 174,0 die derzeit höchsten 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland auf.  © TAG24

Update, 28. Januar, 16.23 Uhr: 0,04 Prozent der Corona-Geimpften in Israel trotzdem positiv getestet

Israel hat nach der Impfung von Hunderttausenden Menschen ermutigende Daten zur Wirksamkeit eines Corona-Impfstoffs veröffentlicht.

Von 715.425 Israelis, die zwei Dosen des Biontech-Pfizer-Präparats erhalten hatten, sind danach 371 positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Dies sind nur 0,04 Prozent der zweifach Geimpften. 16 Erkrankte mussten demnach im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben von Pfizer hat der Impfstoff eine Woche nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 95 Prozent.

In Israel haben bereits 2,8 Millionen Menschen die erste und 1,5 Millionen sogar schon die zweite Corona-Impfung erhalten.
In Israel haben bereits 2,8 Millionen Menschen die erste und 1,5 Millionen sogar schon die zweite Corona-Impfung erhalten.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Update, 28. Januar, 16 Uhr: Exportbremse für Corona-Impfstoffe aus der EU nimmt Gestalt an

Die EU-Kommission will das angekündigte System zur Erfassung und Genehmigung der Ausfuhr von Corona-Impfstoffen an diesem Freitag auf den Weg bringen.

Sollte es sich um Vakzine handeln, die nach Rahmenverträgen mit Herstellern der Europäischen Union zustehen, könnten die Exporte notfalls untersagt werden, hieß es am Donnerstag aus Kommissionskreisen in Brüssel. Hintergrund ist der Streit mit dem Pharmakonzern Astrazeneca, der zunächst weniger Impfstoff an die EU liefern will als vertraglich zugesichert.

Update, 28. Januar, 15.47 Uhr: Veranstalter glauben, das Wacken-Festival kann im Juli stattfinden

Die Organisatoren des Heavy-Metal-Festivals Wacken Open Air (WOA) sind optimistisch, dass das Spektakel im kommenden Juli wieder veranstaltet werden kann.

2020 musste das Festival, zu dem jedes Jahr rund 75.000 Fans in den Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein kommen, wegen der Corona-Pandemie abgesagt und durch ein Online-Festival ersetzt werden.

"Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die kommende Ausgabe des WOA und können die Rückkehr auf unseren Holy Ground nicht erwarten", sagte Mitgründer und Veranstalter des WOA, Thomas Jensen der "Norddeutschen Rundschau" (Donnerstag). "Natürlich kann die Entwicklung einer Pandemie nicht genau vorhergesagt werden, aber der Impfstoff und der Einsatz von Schnelltests stimmen uns sehr positiv für dieses Jahr und lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken."

Update, 28. Januar, 15.25 Uhr: Seehofer zu Reisebeschränkungen: Deutschland "wird kein Gefängnis"

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat klargestellt, dass er zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kein generelles Verbot von Auslandsreisen anstrebt.

Deutschland "wird kein Gefängnis", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einem "Bild"-Interview. Die Juristen im Ministerium seien der Auffassung, dass es für einen solchen Schritt verfassungsrechtlich "noch wesentlich höhere" Hürden gebe. "Es geht nicht um das Verbot von Reisen", betonte Seehofer.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) will Reisen aus und nach Deutschland nicht generell verbieten.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) will Reisen aus und nach Deutschland nicht generell verbieten.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 28. Januar, 15.14 Uhr: Lockerung der EU-Beihilferegeln: Bis zu zehn Millionen Fixkostenhilfe

Der deutsche Staat kann von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen künftig Fixkostenhilfen in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro gewähren.

Zudem können Unternehmen nun mit direkten Zuschüssen von bis zu 1,8 Millionen unterstützt werden. Die EU-Kommission hat entschieden, dass die sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen coronabedingt bis Ende des Jahres nochmals deutlich gelockert werden, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit großen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen.

Update, 28. Januar, 15.08 Uhr: Pharmaindustrie sagt Bund bei Impfstoffbeschaffung Unterstützung zu

"Wir stehen zu unserer Verantwortung", erklärte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) am Donnerstag.

"Der BPI steht bereits seit Dezember vergangenen Jahres mit dem Bundesgesundheitsministerium im Austausch und unterstützt die Bundesregierung in Sachen Impfstoffbeschaffung nach besten Kräften." So hatte der Verband seine Mitgliedsunternehmen nach weiteren Produktionskapazitäten befragt.

Update, 28. Januar, 15.02 Uhr: Wissenschaftler fordern europaweiten "No Covid"-Aktionsplan

Eine Gruppe renommierter Wissenschaftler von Medizin bis Volkswirtschaft fordert einen europaweit koordinierten Aktionsplan zur schnellen Eindämmung des Coronavirus und seiner Varianten.

Das Konzept unter dem Oberbegriff "No Covid" sieht vor allem eine von den europäischen Staaten koordinierte bessere Überwachung des Infektionsgeschehens vor, nicht zusätzliche Verbote. Die "Zero Covid"-Initiative eines weitgehenden und langen Lockdowns lehnen die beteiligten 13 Wissenschaftler dagegen wegen der gravierenden wirtschaftlichen Folgen ab. "Das ist einfach nicht sinnvoll", sagte Clemens Fuest, der Präsident des Münchner ifo-Instituts.

Die schnelle Senkung der Fallzahlen soll die schnelle Rückkehr zur Normalität möglich machen. "Wir wollen unsere Freiheit zurück", sagte die Virologin Melanie Brinkmann. Die Medizinerin kündigte ein detailliertes "No Covid"-Papier mit konkreten Vorschlägen für Deutschland an. Ein Bestandteil sind regional unterschiedliche Beschränkungen je nach Infektionsgeschehen. Wo die Lage unter Kontrolle ist, sollen die Bürger in "grünen Zonen" wieder mehr Freiheiten haben.

Clemens Fuest ist der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung und fordert statt "Zero Covid" lieber eine "No Covid"-Konzept.
Clemens Fuest ist der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung und fordert statt "Zero Covid" lieber eine "No Covid"-Konzept.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 28. Januar, 14.54 Uhr: Minister in Frankreich warnt vor Ausbreitung der Corona-Mutationen

In Frankreich spitzt sich die Corona-Lage weiter zu. "Was wir vermeiden wollen, ist eine Epidemie innerhalb der Epidemie", sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag.

Es gebe ein ansteigendes Plateau mit mehr als 20.000 positiven Corona-Fällen pro Tag. Die Mutationen des Virus seien in Frankreich aktiv im Umlauf. Jeden Tag würden mehr als 2000 Patienten mit einer Virusmutation infiziert, sagte Véran. Die britische Variante breite sich dabei am meisten aus.

Update, 28. Januar, 14.40 Uhr: China nutzt nun auch Anal-Tests gegen Corona

Die chinesische Regierung will das Coronavirus besiegen und die neueste Methode dazu sind offenbar Tests, die anal durchgeführt werden.

Auch wenn sich das unangenehm anhört, soll es angeblich deutlich effektiver als bisherige Testprozedere sein. Allerdings sind sich die Experten derzeit noch uneins, ob das tatsächlich stimmt und die neue Methode wirklcih bessere Ergebnisse liefert als die Tests durch Mund und Nase.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu Anal-Tests gegen Corona in China.

Update, 28. Januar, 14.27 Uhr: Kostenlose FFP2-Masken für Hartz-IV-Empfänger

Hartz-IV-Empfänger sollen je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen. Hintergrund sind neue Corona-Schutzmaßnahmen für Busse, Bahnen und beim Einkaufen.

Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar sollen selbstgenähte Behelfsmasken oder Tücher nicht mehr erlaubt sein, stattdessen müssen FFP2-Masken oder die günstigeren OP-Masken getragen werden.

Wie Sozialminister Hubertus Heil (48, SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilten, sollen rund fünf Millionen Bezieher von Grundsicherung jeweils zehn FFP2-Masken bekommen.

Dafür würden die Betroffenen ein Schreiben von ihrer Krankenversicherung bekommen. Mit diesem und dem Personalausweis könnten die Masken dann bei der Apotheke abgeholt werden.

Eine FFP2-Maske sitzt auf dem Gesicht einer Schaufensterpuppe.
Eine FFP2-Maske sitzt auf dem Gesicht einer Schaufensterpuppe.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. Januar, 14.24 Uhr: Verbraucherpreise steigen an

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresanfang beschleunigt.

Im Januar 2021 lagen die Verbraucherpreise um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand vorläufiger Daten mitteilte. In den Vormonaten war die Jahresinflationsrate noch negativ gewesen. Gegenüber Dezember stiegen die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.

Vor allem für Lebensmittel mussten Verbraucher im Januar tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. Die Nahrungsmittelpreise stiegen um 2,2 Prozent.

Update, 28. Januar, 14.22 Uhr: Biontech/Pfizer: Wohl kein neuer Impfstoff gegen Varianten nötig

Der Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virusvarianten schützen.

"Diese Ergebnisse deuten nicht auf die Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs gegen die neu auftretenden Varianten hin", erklärten die beiden Firmen am Donnerstag zu einer Studie. Sie konnten im Labor zeigen, dass der Impfstoff eine neutralisierende Antikörperantwort gegen solche Sars-CoV-2-Viren auslöst, die Schlüsselmutationen der Varianten aus Großbritannien und Südafrika tragen.

Die Studie wurde bislang jedoch nicht von externen Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Update, 28. Januar, 14.18 Uhr: Corona-Lockdown in Europa setzt McDonald's zum Jahresende zu

Die Corona-Krise hat den weltgrößten Fast-Food-Konzern McDonald's im vierten Quartal trotz einer starken Erholung auf dem US-Heimatmarkt weiter deutlich belastet.

In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel der Nettogewinn im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro), wie der Burger-King-Rivale am Donnerstag in Chicago mitteilte. Die Erlöse sanken um zwei Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar und der gesamte flächenbereinigte Absatz ging weltweit um 1,3 Prozent zurück.

Die Corona-Krise hat den weltgrößten Fast-Food-Konzern McDonald's im vierten Quartal trotz einer starken Erholung auf dem US-Heimatmarkt weiter deutlich belastet.
Die Corona-Krise hat den weltgrößten Fast-Food-Konzern McDonald's im vierten Quartal trotz einer starken Erholung auf dem US-Heimatmarkt weiter deutlich belastet.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. Januar, 14.09 Uhr: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Vakzin nur für unter 65-Jährige

Die Ständige Impfkommission empfiehlt in der Corona-Pandemie auch die Impfung mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca - allerdings mit Einschränkungen.

Aufgrund von derzeit verfügbaren Daten werde dieser Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Vakzin von Astrazeneca soll voraussichtlich am Freitag in der EU zugelassen werden.

Außenansicht von dem Hauptsitz des Pharmakonzerns AstraZeneca in Australien.
Außenansicht von dem Hauptsitz des Pharmakonzerns AstraZeneca in Australien.  © Dan Himbrechts/AAP/dpa

Update, 28. Januar, 13.45 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen akzeptiert verschärfte Corona-Regeln

Ein großer Teil der Deutschen steht auch weiter hinter der Corona-Politik der Bundesregierung.

Die bis Mitte Februar verlängerten und weiter verschärften Corona-Regeln werden von einer Mehrheit von 56 Prozent als richtig angesehen, ergab das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-"Politbarometer".

Das Umfrageergebnis entspreche einem Zuwachs der Zustimmung von fünf Prozentpunkten im Vergleich zu Mitte Januar. Unverändert 28 Prozent der Befragten plädierten für eine weitere Verschärfung, 14 Prozent hielten die Maßnahmen für übertrieben.

Update, 28. Januar, 13.35 Uhr: Britische Regierung rechnet weiter mit stabilen Impfstoff-Lieferungen

Trotz des Streits der EU mit Astrazeneca über gekürzte Impfstoff-Lieferungen rechnet die britische Regierung weiterhin mit einer stabilen Versorgung des eigenen Landes.

Es werde keine Störungen bei den Lieferungen der Impfdosen geben, sagte der britische Staatsminister Michael Gove (53) am Donnerstag dem Sender BBC. "Es ist der Fall, dass die Lieferungen, die geplant und bezahlt worden sind, auch weitergehen sollen." Die EU hatte Astrazeneca zuvor aufgefordert, Dosen in EU-Länder zu liefern, die in britischen Werken hergestellt werden.

Glasgow: Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, hält Corona-Test-Proben in einem Plastikgefäß. Die britische Regierung rechnet weiterhin mit Impfstoff-Lieferungen.
Glasgow: Boris Johnson (56), Premierminister von Großbritannien, hält Corona-Test-Proben in einem Plastikgefäß. Die britische Regierung rechnet weiterhin mit Impfstoff-Lieferungen.  © Jeff Mitchell/PA Wire/dpa

Update, 28. Januar, 13.25 Uhr: Scholz dringt auf schnellere Impfung - Pharmahersteller zuschalten

Vizekanzler Olaf Scholz (62, SPD) dringt auf eine schnellere Impfung gegen das Coronavirus und will dafür bei einem Impfgipfel von Bund und Ländern auch Pharmaunternehmen zuschalten.

"Ziel dieser Runde muss es sein, eine gemeinsame nationale Anstrengung auf den Weg zu bringen, die Produktion und Verteilung von Impfstoff in Deutschland zu beschleunigen", sagte der Finanzminister der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sollten die Pharmafirmen mitsprechen.

Update, 28. Januar, 13.22 Uhr: Tony Marshall verzweifelt: Noch immer keine Corona-Impfung!

Schlagerstar Tony Marshall (82) teilt das Schicksal von vielen Älteren in Deutschland - er wartet noch auf seine Impfung gegen das Coronavirus.

Was der Star dazu sagt, lest ihr in unserem Artikel "Tony Marshall (82) verzweifelt: Noch immer keine Corona-Impfung!".

Der Schlagersänger Tony Marshall (82), aufgenommen in der Geroldsauer Mühle bei den Proben zu einem Streaming Konzert.
Der Schlagersänger Tony Marshall (82), aufgenommen in der Geroldsauer Mühle bei den Proben zu einem Streaming Konzert.  © Uli Deck/dpa

Update, 28. Januar, 13.16 Uhr: Gesundheitsbehörde mahnt Afrikas Staaten zur Impfung von Ausländern

Angesichts millionenfacher Migranten und Vertriebener auf dem afrikanischen Kontinent warnt die panafrikanische Gesundheitsbehörde die dortigen Regierungen davor, Corona-Impfungen nur auf die eigenen Staatsbürger zu begrenzen.

"Es kann keine Diskriminierung geben - jeder, der im Lande lebt, sollte Zugang zu Impfstoff haben", mahnte am Donnerstag John Nkengasong (61), Leiter der zur Afrikanischen Union (AU) gehörenden Gesundheitsbehörde Africa CDC.

Jedes afrikanische Land, das Menschen wegen ihrer Nationalität ausschließe, sei nicht nur zu verurteilen, sondern würde auch dem Gedanken einer Herden-Immunität zuwiderlaufen.

Update, 28. Januar, 13.14 Uhr: Verbände wollen gemeinsam an Rückkehr zur Normalität arbeiten

Verbände aus Kultur, Gastronomie und Sport wollen sich vernetzen und gemeinsame Lösungen für Öffnungen in der Corona-Pandemie erarbeiten.

Ein Hauptaugenmerk wollen die Verbände darauf legen, wie Besucherströme besser erfasst und nachverfolgt werden können. Zu den beteiligten Verbänden gehören unter anderem die Deutsche Fußball Liga (DFL), der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).

Update, 28. Januar, 13.11 Uhr: Bergisch-Gladbach: Tausende FFP2-Masken aus Krankenhaus gestohlen

Unbekannte haben aus einem Krankenhaus in Bergisch Gladbach rund 5000 Schutzmasken gestohlen. Mehr zu dem Vorfall erfahrt ihr in unserem Artikel zu dem Vorfall.

Update, 28. Januar, 12.40 Uhr: Länder-Finanzminister stimmen Corona-Hilfen für deutsche Flughäfen zu

Gute Nachrichten für die deutschen Flughäfen: Mit großer Mehrheit haben die Länder einem Vorschlag des Bundes für Corona-Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zugestimmt.

Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen der Finanzministerkonferenz. Demnach stimmten 14 von 16 Ländern für den Vorschlag, der auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU) zurückgeht und eine Finanzierung von Bund und Ländern zu gleichen Anteilen vorsieht. Bereits geleistete Flughafenhilfen sollten dabei berücksichtigt werden.

Frankfurt/Main: Mitarbeiter der Fluggesellschaft ANA stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor den leeren Abflugschaltern. Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt.
Frankfurt/Main: Mitarbeiter der Fluggesellschaft ANA stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor den leeren Abflugschaltern. Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt.  © Arne Dedert/dpa

Update, 28. Januar, 12.32: Hunderte Impfhotline-Anrufer landen bei Lkw-Fahrer aus Dortmund

Weil seine Handynummer in acht Ziffern gleich mit den Impfhotlines für NRW ist, bekommt Lkw-Fahrer Michael S. aus Dortmund seit Montag zahlreiche Anrufe - und ist zu einem Trostspender für viele ältere Menschen geworden.

Wie er mit den Anrufen umgeht, lest ihr in unserem Artikel zu dem Telefon-WirrWarr.

Update, 28. Januar, 12.30 Uhr: WHO: Europa befindet sich bei Corona zwischen Hoffen und Bangen

Europa befindet sich in der Corona-Krise laut WHO-Regionaldirektor Hans Kluge (52) derzeit in einer paradoxen Situation zwischen Hoffnung und Besorgnis.

"Heute stehen wir vor einem Pandemie-Paradoxon", sagte der Leiter des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Viele hätten zum einen das Gefühl, dass dank der Impfstoffe ein Ende der Krise in Sicht sei. Zum anderen müsse man sich aufgrund von neu auftauchenden, besorgniserregenden Varianten des Coronavirus an einschränkende Maßnahmen halten. Dies führe zu Spannungen, Angst, Müdigkeit und Verwirrung, was unter den Umständen vollkommen verständlich sei.

Update, 28. Januar, 12.20 Uhr: Studie: Neuseeland hat bestes Corona-Management - Deutschland Platz 55

Neuseeland hat einem australischen Thinktank zufolge das weltweit beste Management der Corona-Krise bewiesen. Gefolgt wird der Pazifikstaat von den asiatischen Ländern Vietnam, Taiwan und Thailand.

Deutschland rangiert in der Liste nur auf Platz 55. Das 2003 gegründete Lowy Institute mit Sitz in Sydney hatte zuvor 98 Länder bezüglich ihres Umgangs mit der Pandemie analysiert. Speziell ging es um die 36 Wochen, nachdem in einem Land der einhundertste Infektionsfall bestätigt worden war.

Die USA stehen auf Platz 94, während Brasilien das Schlusslicht bildet. Auch afrikanische Staaten wie Ruanda (Platz 6) und Togo (Platz 15) liegen weit vor den meisten EU-Ländern.

Neuseeland, Auckland: Ein Passant mit Mundschutz geht durch die Innenstadt.
Neuseeland, Auckland: Ein Passant mit Mundschutz geht durch die Innenstadt.  © Li Qiaoqiao/Xinhua/dpa

Update, 28. Januar, 12.13 Uhr: Berlin will eigene Impfstoffproduktion starten

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (53, SPD) hat die Produktion von Corona-Impfstoff in Berlin in Aussicht gestellt.

"Berlin steht bereit, auch was die Impfstoffproduktion angeht, mitzuhelfen», sagte sie am Donnerstag in der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. "Ich habe heute früh unseren Regierenden Bürgermeister unterrichtet, dass ich und meine Behörde in guten Gesprächen sind mit Berlin-Chemie." Das Pharmaunternehmen sei bereit, eine Impfstoffproduktion aufzubauen.

"Ich finde, das ist eine gute Nachricht", sagte die Senatorin. "Wir prüfen gemeinsam einen schnellen Ausbau von Impfstoffkapazitäten." Es wäre großartig, wenn Berlin einen Beitrag gegen die Impfstoffknappheit leisten könne. Welcher Impfstoff in Berlin produziert werden könnte, sagte die SPD-Politikerin nicht und nannte auch keine Details zum Stand der Gespräche.

Dilek Kalayci (53, SPD), Gesundheitssenatorin, stellt eine eigene Impfstoffproduktion in Berlin in Aussicht.
Dilek Kalayci (53, SPD), Gesundheitssenatorin, stellt eine eigene Impfstoffproduktion in Berlin in Aussicht.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 28. Januar, 12.12 Uhr: Pandemie bremst erstmals seit Jahren Geschäfte von Finanzinvestoren

Die Corona-Pandemie hat die Geschäfte von Finanzinvestoren im deutschen Mittelstand gebremst. Erstmals seit 2015 sank im vergangenen Jahr die Summe der eingesetzten Finanzmittel wieder, wie die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) am Donnerstag mitteilte.

34 Transaktionen im Gesamtvolumen von rund 4,0 Milliarden Euro finanzierten Private-Equity-Gesellschaften demnach im vergangenen Jahr in Deutschland. In 18 Fällen veräußerten Gründer oder Familien ihre Unternehmen an einen Finanzinvestor.

Update, 28. Januar, 12 Uhr: Opposition wirft Regierung Konzeptlosigkeit bei Schulbetrieb vor

SPD und Grüne im Landtag haben der schwarz-gelben Landesregierung vorgeworfen, keine Konzepte für den weiteren Schulbetrieb in der Corona-Pandemie zu haben.

Eine systematische Vorbereitung für den Betrieb nach dem 14. Februar gebe es nicht, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef, Jochen Ott (46), am Donnerstag in einer Schuldebatte im Landtag. "Sie müssen jetzt regieren und mit Wechselmodellen die Sicherheit geben, wie es nach dem 14. Februar weitergehen kann", forderte Ott. Bund und Länder hatten den Corona-Lockdown mit Schließungen auch der Schulen bis zunächst 14. Februar beschlossen.

Update, 28. Januar, 11.47 Uhr: Europapolitiker sieht leichte Bewegung im Astrazeneca-Impfstreit

Im Impfstoffstreit der Europäischen Union mit Astrazeneca sieht der CDU-Europapolitiker Peter Liese (55) erste Bewegung.

Statt nur einer Lieferung seines Corona-Impfstoffs im Februar erwäge der Pharmakonzern nun drei, sagte Liese am Donnerstag. Zudem habe sich der Hersteller bereiterklärt, bereits eine Woche nach der Zulassung zu liefern statt nach zwei Wochen. Der Druck auf das Unternehmen trage erste Früchte.

Update, 28. Januar, 11.43 Uhr: Japans Olympia-Organisatoren bereiten Spiele in Tokio unbeirrt fort

Japans Olympia-Macher lassen sich von Zweifeln und Kritik an den Bemühungen um eine Austragung der Olympischen Spiele in Tokio nicht von ihrem Kurs abbringen.

"Wir gehen solide voran", sagte der Chef des japanischen Organisationskomitees, Yoshiro Mori, am Donnerstag nach einem Video-Gespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach.

Im Februar werde es ein Treffen von Regierung, Tokios Gouverneurin, dem Organisationskomitee und Bach geben, kündigte Mori an. Dabei werde man über das weitere Vorgehen sprechen. Ein Termin stehe noch nicht fest. Man habe von Bach "große Unterstützung" erfahren, sagte Mori.

Knapp ein halbes Jahr vor der geplanten Eröffnungsfeier halten sich die Zweifel an einer Austragung der Sommerspiele in Tokio.
Knapp ein halbes Jahr vor der geplanten Eröffnungsfeier halten sich die Zweifel an einer Austragung der Sommerspiele in Tokio.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 28. Januar, 11.25 Uhr: Umfrage: Mehrheit will überwiegenden Flugstopp nach Deutschland

Eine Mehrheit der Deutschen hat sich für einen überwiegenden Stopp von Flügen nach Deutschland ausgesprochen.

Nach Auswertung einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov würden es 68 Prozent der Deutschen begrüßen, den Flugverkehr nach Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf nahezu null zu reduzieren. Jeder fünfte Befragte lehnte dies ab.

Update, 28. Januar, 11.17 Uhr: CDU wirft Berliner Senat "krachendes Versagen" bei Corona-Strategie vor

Die CDU-Fraktion hat dem Senat Versagen beim Organisieren der Corona-Tests in Berlin vorgeworfen.

"Man muss heute sagen, dass Ihre Teststrategie krachend gescheitert ist", sagte der gesundheitspolitische Sprecher Tim-Christopher Zeelen (37) am Donnerstag in der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. Für die Kliniken und Pflegeheime ständen viel zu wenige Tests zur Verfügung, obwohl der Senat schon im Mai eine Berliner Teststrategie angekündigt habe.

Update, 28. Januar, 11.02 Uhr: Douglas schließt fast jede siebte Filiale in Deutschland

Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen.

Der Konzern reagiere mit dem Aus für rund 60 der mehr als 430 Filialen auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet, sagte Douglas-Chefin Tina Müller am Mittwoch in Düsseldorf. Rund 600 der über 5200 Beschäftigen in den deutschen Filialen verlieren dadurch ihre Jobs.

Douglas habe in den vergangenen Monaten das gesamte Filialnetz auf den Prüfstand gestellt, weil immer mehr Kunden online einkauften, berichtete Müller. Corona habe diesen Trend noch einmal beschleunigt.

Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen.
Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas will fast jede siebte Filiale in der Bundesrepublik schließen.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 28. Oktober, 10.48 Uhr: Regierung: Planungen für Impfgipfel werden noch heute abgestimmt

Die Planungen für ein rasches Spitzentreffen zur Lösung der Corona-Impfmisere werden immer konkreter.

"Die Bundesregierung ist für einen solchen Impfgipfel. Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert (60) am Donnerstag in Berlin mit.

Update, 28. Oktober, 10.43 Uhr: Seehofer: Regierung arbeitet an Einreiseverbot aus Mutationsländern

Die Bundesregierung will sich nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) bis zu diesem Freitag auf ein weitgehendes Einreiseverbot aus Ländern mit hoher Verbreitung neuer Corona-Varianten verständigen.

Anschließend stehe in Aussicht, dass dies dann im sogenannten Umlaufverfahren - also ohne ein Treffen des Kabinetts - entschieden werde, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Von einer Lösung auf EU-Ebene nimmt Deutschland erstmal Abstand.

Bei den angedachten Reisebeschränkungen konzentriere man sich auf Mutationsgebiete wie derzeit Portugal, Großbritannien, Südafrika und Brasilien. Aus diesen Staaten solle die Einreise verboten werden. Derzeit werde geklärt, welche Ausnahmen zugelassen werden.

Update, 28. Update, 10.38 Uhr: Spahn sicher: "Wir gehen noch durch mindestens zehn harte Wochen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (45, CDU) hat die Menschen in Deutschland auf weitere zehn harte Wochen in der Corona-Krise eingestimmt.

Seine düstere Prognose könnt ihr in unserem Artikel nachlesen.

Jens Spahn (45, CDU), Bundesminister für Gesundheit, ist sich sicher, dass harte Wochen vor den Menschen in Deutschland liegen.
Jens Spahn (45, CDU), Bundesminister für Gesundheit, ist sich sicher, dass harte Wochen vor den Menschen in Deutschland liegen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 28. Januar, 10.24 Uhr: WHO-Experten beginnen in Wuhan mit Suche nach Ursprung des Virus

Das internationale Team von Experten, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China nach dem Ursprung des Coronavirus forschen soll, nimmt seine konkrete Arbeit auf.

Die 14-tägige Quarantäne in einem Hotel in der zentralchinesischen Metropole Wuhan endete am Donnerstag. Das Team werde am Freitag seine Ermittlungen aufnehmen, berichtete das chinesische Staatsfernsehen.

Die 13 Experten wollen herausfinden, wo das neue Sars-CoV-2-Virus erstmals aufgetreten ist und wo es herkommt. Wegen genetischer Ähnlichkeiten wird vermutet, dass es ursprünglich von Fledermäusen stammt und möglicherweise über ein anderes Tier als Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen ist. Es gab aber auch Spekulationen, ob das Virus aus einem Labor entwichen ist.

Update, 28. Januar, 10.13 Uhr: Über ein Viertel aller Corona-Toten in Israel in vergangenen Wochen

Gemessen an den Totenzahlen sind die vergangenen vier Wochen in Israel die bislang schlimmsten seit Beginn der Corona-Pandemie gewesen.

Wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorging, wurden in dem Zeitraum mehr als ein Viertel aller Todesfälle in Verbindung mit einer Infektion verzeichnet. Das Ministerium wies am Donnerstag 4609 Tote aus.

Update, 28. Januar, 10.03 Uhr: Altmaier: Tun alles für schnelle Auszahlung von Corona-Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62) hat betroffenen Firmen zugesichert, alles dafür zu tun, dass Corona-Hilfen so schnell wie möglich ankommen.

Der CDU-Politiker sagte am Donnerstag im Bundestag bei einer Debatte über den Jahreswirtschaftsbericht: "Ich kann allen Betroffenen, die auf diese Hilfen warten, versichern von dieser Stelle aus, dass wir alles tun, damit es so schnell wie möglich und so wirksam wie möglich bei den Menschen ankommt."

Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht im Bundestag. Er sichert eine schnelle Auszahlung der Corona-Hilfen für Betroffene zu.
Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht im Bundestag. Er sichert eine schnelle Auszahlung der Corona-Hilfen für Betroffene zu.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 28. Januar, 9.44 Uhr: Corona-Ausbruch mit Virusvarianten in Schule in Skiort Arosa

Im Schweizer Wintersportort Arosa gilt nach dem Auftauchen der neuen Coronavirus-Varianten ab sofort Maskenpflicht auf dem gesamten besiedelten Gemeindegebiet.

Das Skigebiet bleibt zwar offen, aber die Skischulen werden vorerst geschlossen, und die Verbindung zum Skigebiet Lenzerheide wurde gesperrt, wie der Kanton am Mittwochabend mitteilte.

Update, 28. Januar, 9.43 Uhr: Armutsgefährdung in Deutschland vor Corona-Krise gesunken

In Deutschland ist die Gefahr, trotz Erwerbsarbeit arm zu sein, etwas gesunken. Im Jahr 2019 - und damit vor der Corona-Krise - mussten 3,1 Millionen Erwerbstätige mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) auskommen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete.

Das waren 8 Prozent der Erwerbstätigen - ein Rückgang um gut einen Prozentpunkt im Vergleich zum Jahr 2018.

Die Armutsgefährdung in Deutschland ist damit schneller zurückgegangen als in der gesamten EU, wo sie von 9,3 Prozent auf 9 Prozent sank. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in der Statistik noch nicht abgebildet. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Pandemie vor allem Menschen in ungesicherten und gering bezahlten Jobs wirtschaftlich getroffen hat.

Update, 28. Januar, 9.14 Uhr: 7-Tage-Inzidenz erstmals seit Ende Oktober unter 100

Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100.

So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. Damit hat sich die Zahl der innerhalb von 7 Tagen gemeldeten Neuinfektionen seit dem Höchststand kurz vor Weihnachten - die 7-Tage-Inzidenz lag am 22. Dezember bei 197,6 - in etwa halbiert. Das politische Ziel ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.178.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 54.913. Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut dem RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag 0,88).

Eine Frau (l) geht mit einer FFP2-Maske geschützt durch die Fußgängerzone der Stadt Oberursel.
Eine Frau (l) geht mit einer FFP2-Maske geschützt durch die Fußgängerzone der Stadt Oberursel.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 28. Januar, 9 Uhr: Spahn bereit zu Impfgipfel - Für Verhandlungslösung mit Astrazeneca

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40,CDU) hat sich offen gezeigt für einen sogenannten Impfgipfel, wie er etwa von SPD-Politikern gefordert wird.

Im Radiosender NDR Info schlug er am Donnerstag ein gesondertes Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder vor, an dem auch Vertreter der Pharmahersteller teilnehmen sollten. Inhaltlich muss es nach seinen Worten darum gehen, wie das weitere Vorgehen gegen die Pandemie aussehen kann.

Im Streit der EU-Kommission mit dem Pharmakonzern Astrazeneca um seine Impfstofflieferungen setzt Spahn auf eine Verhandlungslösung. Eine lange juristische Auseinandersetzung über die Offenlegung von Lieferverträgen helfe in der jetzigen Lage nicht weiter.

Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, zeigt seine FFP2-Maske. Er erklärt sich zu einem Impfgipfel mit Bund und Ländern bereit.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesminister für Gesundheit, zeigt seine FFP2-Maske. Er erklärt sich zu einem Impfgipfel mit Bund und Ländern bereit.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 28. Januar, 8.51 Uhr: Covid-19-Patient fährt von Wiesbaden nach Mainz und geht einkaufen

Ein Covid-19-Patient ist trotz seiner Erkrankung mit dem öffentlichen Nahverkehr von Wiesbaden nach Mainz gefahren und dort im Supermarkt einkaufen gegangen. Mehr zu dem Vorfall lest ihr >>> in unserem Artikel.

Update, 28. Januar, 8.01 Uhr: Sportwissenschaftler warnt vor großem Schaden durch Geisterspiele

Sportwissenschaftler Martin Lames warnt vor langfristigen Schäden für die Fußball-Bundesliga durch die Geisterspiele in der Corona-Pandemie.

Was daran so fatal ist, erfahrt ihr >>> hier.

Update, 28. Januar, 7.55 Uhr: Unionsfraktionsvize Schön zu Öffnungsdebatte: Nicht zu viel versprechen

Die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön (37) warnt vor voreiligen Öffnungsdebatten in der Corona-Pandemie.

"Wir dürfen nicht zu viele Versprechungen machen, dass es zu einer Öffnung kommt", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Man wisse einfach nicht, wie sich die Infektionszahlen in der nächsten Zeit entwickelten. "Deshalb wäre es völlig fahrlässig als Politiker jetzt zu sagen, ab sofort geht es nur noch nach oben", sagte Schön.

Update, 28. Januar, 7.06 Uhr: SPD-Vize Midyatli fordert europäischen Impfstoff-Gipfel

Angesichts der akuten Knappheit an Corona-Impfstoffen hat SPD-Bundesvize Serpil Midyatli (45) einen europäischen Impfstoff-Gipfel gefordert.

"Es müssen alle Hersteller und Zulieferer an einen Tisch mit der Europäischen Kommission, um schnellstmöglich zu klären, wer noch welche Kapazitäten hat und wer schnell Produktionsstätten, Logistik und andere Dinge zur Verfügung stellen kann", sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur. Die "Impfstoffkrise" lasse sich nur im Schulterschluss bewältigen.

Die SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein und SPD-Bundesvize, Serpil Midyatli (45), fordert ein Spitzentreffen, um die Knappheit an Corona-Impfstoffen zu beheben.
Die SPD-Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein und SPD-Bundesvize, Serpil Midyatli (45), fordert ein Spitzentreffen, um die Knappheit an Corona-Impfstoffen zu beheben.  © Frank Molter/dpa

Update, 28. Januar, 6.49 Uhr: Tausende Corona-Schnelltests für NRW-Gefängnisse

Die Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen sollen mit Tausenden Corona-Schnelltests ausgerüstet werden.

Sie seien sowohl für Inhaftierte als auch Bedienstete gedacht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Mit wie vielen Tests ab Februar gerechnet wird, erfahrt ihr >>> in unserem aktuellen Artikel.

Update, 28. Januar, 6.37 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert Aufstockung der Bundespolizei an den Grenzen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hat sich für eine Aufstockung der Bundespolizei an den Grenzen ausgesprochen.

"Wenn man Regeln aufstellt, muss man ihre Einhaltung auch kontrollieren", sagte Kretschmer der in Düsseldorf erscheinenden Tageszeitung "Rheinische Post" . "Wenn wir klar sagen, nur diejenigen, die einen negativen Corona-Test haben, dürfen in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, wenn sie aus einem Hochinzidenzgebiet kommen, dann muss auch jemand da sein, der das kontrolliert." Kontrollieren könne das nur die Bundespolizei. "Dazu braucht man mehr Personal an den Grenzen" so der CDU-Politiker.

Update, 28. Januar, 6.34 Uhr: Passagierzahl an Flughäfen um drei Viertel eingebrochen

Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt.

Von Januar bis Dezember 2020 wurden bundesweit 63 Millionen Fluggäste gezählt, wie aus Branchendaten für die 21 Verkehrsflughäfen hervorgeht. Das ist nur ein Viertel der Zahl von 2019. Die Luftfahrtbranche spricht von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

Update, 28. Januar, 6.30 Uhr: Sommerurlaub 2021? Studie zeigt, wie die Deutschen ihren Urlaub planen

Die Corona-Krise hat die deutsche Reisebranche weiter fest im Griff. Das Geschäft mit Pauschalreisen im Winter ist wegen der Lockdowns in vielen Ländern praktisch verloren.

Der Umsatz mit Vorausbuchungen für die diesjährige Sommersaison lag Ende Dezember zusammengerechnet um 68 Prozent unter dem noch von der Corona-Pandemie unbeeinflussten Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) hervor, die Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Mit Buchungen für die Osterferien Ende März/Anfang April hielten sich die Menschen den Angaben zufolge zurück. Nur wenige glaubten im Dezember, dass Reisen zu diesem Zeitpunkt wieder möglich sein werden, erklärte das Analysehaus. Erst für die Zeit ab Pfingsten steigt die Nachfrage in Reisebüros und bei klassischen Online-Reiseportalen.

Gebucht wurden vor allem Sommerurlaube in der Ferienzeit Juli und August 2021. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen Griechenland und die Kanaren.

Ein Bademeister (l) arbeitet am leeren Strand von Palma. Die Corona-Krise hat die deutsche Reisebranche weiter fest im Griff.
Ein Bademeister (l) arbeitet am leeren Strand von Palma. Die Corona-Krise hat die deutsche Reisebranche weiter fest im Griff.  © Mar Granel Palou/dpa

Update, 28. Januar, 6.28 Uhr: Lockdown in Deutschland: Mehr Andrang bei Friseuren in Luxemburg

In der Corona-Pandemie sind unterschiedliche Regeln in EU-Ländern besonders in Grenzregionen spürbar: So gehen derzeit viele Deutsche nach Luxemburg zum Friseur, wo die Salons - anders als im deutschen Lockdown - geöffnet sind.

Bei manchen Betrieben gibt es einen großen Andrang: "Es ist total verrückt momentan. Wir waren letzte Woche eigentlich schon für diese Woche ausgebucht", sagt Friseurin Christina Helmling (34) im luxemburgischen Wasserbillig nahe der Grenze zu Deutschland.

In Luxemburg dürfen Friseure seit dem 11. Januar unter strengen Auflagen wieder Kunden bedienen. Helmling hat auch viele Kunden aus Luxemburg. Aber die Terminanfragen aus Deutschland seien derzeit extrem - auch über ihr Online-Buchungssystem.

Update, 28. Januar, 6.20 Uhr: SPD verlangt schnellere Impfungen - Impfgipfel gefordert

Die SPD dringt auf eine Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland. "Wir brauchen einen klaren Plan, wie wir das Impfen in Deutschland schneller hinbekommen", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (42) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dafür ist es wichtig, dass alle Ebenen jetzt zusammenkommen."

Bereits die SPD-Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (59), und Brandenburg, Dietmar Woidke (59), hatten am Mittwoch einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern gefordert.

Hintergrund ist unter anderem der Streit der Europäischen Union mit dem Pharmakonzern Astrazeneca. Der Impfstoff des Herstellers wird voraussichtlich zunächst in weit geringen Mengen nach Deutschland und andere Länder geliefert als zunächst erwartet.

"Es gibt gerade einen Rückschlag nach dem anderen", sagte Klingbeil. "Mich beunruhigt, dass Deutschland seinen Vorsprung in der Corona-Krise vom letzten Frühjahr wegen des Impfchaos' verspielt."

Eine Seniorin erhält ihre Corona-Impfung.
Eine Seniorin erhält ihre Corona-Impfung.  © Fabrizio Bensch/Reuters/POOL/dpa

Update, 28. Januar, 6.13 Uhr: Gesundheitsexperte Lauterbach kritisiert IOC-Chef und Olympia-Pläne

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) hat das Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Olympia-Plänen und namentlich auch IOC-Chef Thomas Bach kritisiert.

Dass dieser weiterhin fest davon ausgehe, dass die Spiele in Tokio in diesem Sommer stattfinden, nannte Lauterbach "sehr problematisch". Dieses "sture Durchhalten mit der Einstellung, der Spitzensport sei von der Pandemie quasi ausgenommen, halte ich für sehr schwer vermittelbar und frustriert auch sehr viele Fans", sagte Lauterbach in einem Sport1-Interview.

Update, 28. Januar, 4 Uhr: Auch Bayern verlangt Corona-Aufschlag für Hartz-IV-Bezieher

In der Diskussion um einen finanziellen Pandemie-Ausgleich für die Bezieher von Hartz IV verlangt auch Bayern zusätzliche Hilfen.

Hartz-IV-Empfänger und sozialschwache Bevölkerungsgruppen bräuchten in der Corona-Krise zum Schutz bessere Masken und mehr Desinfektionsmittel, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) der "Augsburger Allgemeinen".

Update, 28. Januar, 2.30 Uhr: Fast drei Millionen Menschen bei slowakischen Corona-Massentests

Die Slowakei hat erneut einen großen Teil der über zehn Jahre alten Bevölkerung einem Corona-Massentest unterzogen.

Wie der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic am Mittwoch bilanzierte, nahmen 2,95 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner an den Antigen-Schnelltests teil. Von den Testergebnissen seien 1,24 Prozent positiv gewesen.

Die innerhalb von neun Tagen vom 18. bis 26. Januar im ganzen Land durchgeführten Testungen waren zwar formell freiwillig. Wer aber kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis 7. Februar nicht einmal mehr zur Arbeit gehen.

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Schutzkleidung nimmt während der Corona-Massentests eine Nasenabstrichprobe von einem Kleinkind in Bratislava.
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Schutzkleidung nimmt während der Corona-Massentests eine Nasenabstrichprobe von einem Kleinkind in Bratislava.  © Tomas Tkacik/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 27. Januar, 23 Uhr: Irans Ex-Nationalspieler Minawand mit Corona gestorben

Der ehemalige iranische Fußball-Nationalspieler Mehrdad Minawand ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna starb der 45-Jährige am Mittwochabend im Laleh Krankenhaus in der Hauptstadt Teheran. Minawand, der zwischen 1998 und 2001 auch für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz spielte, galt als einer der besten Linksverteidiger der iranischen Fußballgeschichte. Auch Sturm Graz teilte am Abend den Tod seines früheren Profis mit.

Update, 27. Januar, 21 Uhr: Regierung plant laut Spiegel-Informationen Einreiseverbote aus bestimmten Ländern

Die Bundesregierung plant nach Spiegel-Angaben ein Einreiseverbot aus Ländern mit hoher Verbreitung von Corona-Mutanten. Eine Vorlage für eine entsprechende Verordnung befinde sich derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts, berichtete der Spiegel am Mittwochabend auf seiner Online-Plattform.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein entsprechender Beschluss derzeit abgestimmt wird.

Unionspolitiker von Bund und Ländern plädierten für strikte Reisebeschränkungen. Der Unionsfraktionsvize im Bundestag, Andreas Jung, sagte der Welt (Donnerstag): "Wenn in einer Region das mutierte Virus grassiert, muss konsequent gegen die Ausbreitung vorgegangen werden - auch mit strikten Reisebeschränkungen."

Update, 27. Januar, 19.35 Uhr: Südafrika-Variante des Coronavirus im Kreis Viersen nachgewiesen

In einer Behinderteneinrichtung im Kreis Viersen ist die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter seien mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Es habe sich auffallend schnell verbreitet, heißt es in einer Mitteilung.

Bei zwei Proben wurde das mutierte Virus nachgewiesen, doch ist davon auszugehen, "dass alle 24 Infizierten des Clusters die Mutante in sich tragen", wie der Kreis mitteilte. Weitere der Proben gezielt auf die Mutation hin zu untersuchen, sei nicht nötig.

Alle 17 Bewohner sind demnach seit dem 23. Januar in ihren Einzelzimmern in Quarantäne. Für negativ getestet Mitarbeiter sei eine Arbeitsquarantäne angeordnet worden. Sie dürfen sich von Zuhause zum Arbeitsplatz bewegen, um den Betrieb der Einrichtung aufrecht zu halten.

Richtungsschilder kleben auf dem Boden in einem Corona-Testzentrum an einer Klinik.
Richtungsschilder kleben auf dem Boden in einem Corona-Testzentrum an einer Klinik.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Januar, 19.30 Uhr: Norwegen schließt seine Grenzen

Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten verschärft nach Dänemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschränkungen.

Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen für praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen, wie Regierungschefin Erna Solberg am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte.

Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland.

Update, 27. Januar, 18.43 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Tschentscher: Weitere Verlängerung des Lockdowns wahrscheinlich

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hält eine weitere Verlängerung des Lockdowns für wahrscheinlich. "Es ist jetzt nicht die Zeit für Lockerungen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. "Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss."

Die Infektionszahlen seien bisher nicht ausreichend zurückgegangen. "Einen Automatismus für die Aufhebung von Einschränkungen sollte es nicht geben", sagte er.

Zunächst müssten die Risiken der neuen Virusmutationen und ihre Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen eingeschätzt werden können. "Erst auf dieser Grundlage kann ein Öffnungskonzept beschlossen werden". Bei der Entscheidung über den Zeitpunkt und die Schrittfolge der Lockerungen müssten dann neben der 7-Tage-Inzidenz weitere Indikatoren einbezogen werden.

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg.  © Christian Charisius/dpa

Update, 27. Januar, 18.10 Uhr: US-Behörde: Britische Virus-Mutation in 26 Bundesstaaten nachgewiesen

Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist in den USA inzwischen in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten nachgewiesen worden. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Mittwoch beim ersten Coronavirus-Briefing der Experten der neuen US-Regierung, die Variante des Virus sei bis zum Vortag in 26 der 50 US-Bundesstaaten festgestellt worden.

In dieser Woche sei im Bundesstaat Minnesota außerdem erstmals die Variante aus Brasilien entdeckt worden. Die Mutation aus Südafrika sei dagegen bislang noch nicht in den USA gefunden worden. Experten gehen davon aus, dass die britische Variante bereits deutlich weiter in den USA verbreitet ist.

Positive Tests werden in den USA noch verhältnismäßig selten einer Genom-Sequenzierung unterzogen, mit der neue Varianten festgestellt werden können. Die Gesundheitsbehörde hatte Mitte Januar gewarnt, die britische Mutation verbreite sich schnell und könne bis März in den USA "zur vorherrschenden Variante" des Coronavirus werden. Walensky betonte, eine Ausweitung der Impfungen sei der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie.

Update, 27. Januar, 18 Uhr: Brandenburgs Regierungschef regt Impfgipfel von Bund und Ländern an

Angesichts der Lieferverzögerungen bei den Corona-Impfstoffen schlägt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern vor.

Diese Konferenz solle möglichst noch vor Ende kommender Woche stattfinen, schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch an den Vorsitzenden der Minisiterpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Die Verschiebung von Impfterminen und das Herauszögern von Zweitimpfungen sorgten für große Verunsicherung.

"Aus meiner Sicht bedarf es einer nationalen Initiative, zeitnah genügend Impfstoffe für alle Impfwilligen in Deutschland zur Verfügung zu stellen", erklärte Woidke. "Auch davon wird es in Zukunft abhängen, eine mögliche weitere Infektionswelle verhindern zu können."

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. Januar, 18 Uhr: Hilferuf Portugals in Corona-Pandemie - Bundeswehr prüft Hilfe

Die Bundeswehr hat nach einem Hilferuf Portugals an die EU ein medizinisches Erkundungsteam in das südliche Partnerland geschickt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, die Militärexperten sondierten dort mögliche Unterstützung für das Land.

Zu Berichten portugiesischer Medien, wonach zunächst nur Deutschland reagiert habe, konnte der Sprecher keine Angaben machen. Der Spiegel berichtete, es gehe um die Errichtung eines Feldlazaretts zur Behandlung von Corona-Patienten, die Lieferung von Sanitätsmaterial und die Aufnahme von portugiesischen Covid-Intensivpatienten in Deutschland.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das Erkundungsteam am Freitag in Deutschland zurückerwartet. Dann sollte über weitere Schritte beraten werden.

Update, 27. Januar, 17.14 Uhr: EU weitet Corona-Einreisestopp auf Japan aus

Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, wird immer kürzer. Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen soll auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr gelten.

Darauf einigten sich die EU-Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten am Mittwoch in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. Die Entscheidung muss bis zum Donnerstag noch offiziell von den Hauptstädten im schriftlichen Verfahren bestätigt werden.

Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen.

Eine Boeing 747 startet vom Flughafen Frankfurt in den Abendhimmel.
Eine Boeing 747 startet vom Flughafen Frankfurt in den Abendhimmel.  © Boris Roessler/dpa

Update, 27. Januar, 17.10 Uhr: Britische Corona-Variante war schon Anfang Dezember in Tschechien

Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist schon früher in Tschechien angekommen als bisher angenommen. Die Virusvariante sei mindestens seit Anfang Dezember im Umlauf, teilte das nationale Referenzlabor in Prag am Mittwoch mit. Das hätten nachträgliche Analysen älterer Proben ergeben.

Insgesamt sei die britische Mutante inzwischen in mehr als 200 Fällen im Labor nachgewiesen worden. Die Betroffenen stammen unter anderem aus Prag, Brünn (Brno), Jihlava (Iglau) und Pardubice (Pardubitz). Die Gesundheitsämter wurden angewiesen, Mutationsfällen bei der Kontaktnachverfolgung Priorität einzuräumen.

Update, 27. Januar, 17.10 Uhr: 53 Corona-Patienten aus anderen EU-Ländern in Deutschland behandelt

Während der zweiten Corona-Welle seit dem Herbst sind inzwischen 53 Patienten aus anderen EU-Ländern in Deutschland behandelt worden. 31 davon kamen aus Belgien, 14 aus den Niederlanden und 8 aus Frankreich, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch bekanntgab.

Währen der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr wurden insgesamt 232 Intensivpatienten aus dem besonders stark betroffenen Italien, den Niederlanden und Frankreich in deutsche Krankenhäuser gebracht.

Bayern, Gauting: Ein Covid-19 Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer.
Bayern, Gauting: Ein Covid-19 Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 27. Januar, 17 Uhr: Gema vergibt weitere 19 Corona-Millionen an Clubs und Festivals

Clubs, Festivals und Musikaufführungsstätten können neue Corona-Hilfen erwarten. Der Musikrechteverwerter Gema kündigte am Mittwoch in München weitere 19 Millionen Euro aus dem Kulturpaket der Bundesregierung an.

Zuvor waren bereits 30 Millionen Euro an die Gema für die Antragssteller geflossen. "Bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte sich die Gema für eine Aufstockung der Fördersumme eingesetzt, um 280 offene Anträge bewilligen zu können", hieß es in einer Mitteilung.

"Rund fünf Millionen Euro konnten bereits ausgezahlt werden, der Rest folgt in den nächsten Wochen." Spätestens Ende Februar sollten Vergabe und Auszahlung der nun 49 Millionen Euro abgeschlossen sein.

Update, 27. Januar, 16.20 Uhr: Bundesbildungsministerin zu Schulen: Lieber 14 Tage länger warten

In der Debatte über die Dauer der Schulschließungen hat sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für einen vorsichtigeren Kurs ausgesprochen. "Ich bin immer im Moment in der Situation, dass ich sage, lieber 14 Tage jetzt länger warten", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin.

Sie könne aber auch diejenigen verstehen, die auf ein nicht so hohes Infektionsgeschehen in ihrer Region hinweisen. "Und die Sorge, wie ist das mit den jungen Menschen, die treibt natürlich alle um."

Präsenzunterricht sei für Kinder das Optimale, sagte Karliczek. Aber man sei im Moment in einer pandemischen Lage mit hohen Unsicherheiten angesichts der Mutationen. "Wir wissen noch nicht, wie weit sie sich in Deutschland schon ausgebreitet haben."

Ein Lehrer für Mathematik und Spanisch unterrichtet im Lehrerzimmer am Laptop.
Ein Lehrer für Mathematik und Spanisch unterrichtet im Lehrerzimmer am Laptop.  © Felix Kästle/dpa

Update, 27. Januar, 16 Uhr: Schweden untersagt wegen Corona-Bedenken Nerzzüchtung 2021

In Schweden dürfen in diesem Jahr keine neuen Nerze herangezüchtet werden. Im Frühjahr dürfen diesmal keine Jungtiere geboren werden, wie die schwedische Ministerin für den ländlichen Raum, Jennie Nilsson, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab.

Das bedeutet, dass die Nerzzüchter zwar ihre derzeit rund 90.000 Zuchttiere behalten, jedoch in der bevorstehenden Paarungszeit keine neuen heranzüchten dürfen. Grund dafür sind die Sorgen darüber, dass Nerze besonders anfällig für Coronaviren sein sollen und sie verbreiten können.

Update, 27. Januar, 15.50 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Altmaier warnt vor öffentlicher Debatte über Corona-Lockerungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor einer öffentlichen Debatte über Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt.

Es wäre das "falsche Signal", nun öffentlich über Lockerungen zu spekulieren und Erwartungen zu setzen, die die Bekämpfung der Pandemie eher erschwerten, sagte Altmaier am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. Es gebe im wöchentlichen Schnitt pro Tag immer noch an die 15.000 Neuinfektionen. Man brauche Geduld.

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 27. Januar, 15.40 Uhr: Flugreisende aus Deutschland brauchen in die Schweiz negativen Test

Schweiz-Reisende müssen bei der Einreise per Flugzeug künftig einen negativen Corona-Test vorlegen. Das beschloss die Schweizer Regierung am Mittwoch.

Dies gilt auch für Reisende aus Deutschland. Die Tests würden vor dem Einsteigen geprüft. Neu werden - ähnlich wie in Deutschland - auch die Kontaktdaten aller Einreisenden erfasst, egal, ob sie mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Schiff ankommen.

Update, 27. Januar, 14.50 Uhr: Großbritannien führt Quarantäne in Hotels für einige Einreisende ein

Zum Schutz vor der Einschleppung weiteren Corona-Mutationen wird Großbritannien für Einreisen aus Gebieten mit besonders hohem Risiko eine verpflichtende Quarantäne in Hotels einführen.

Auch Briten und in Großbritannien ansässige Menschen, die aus Gebieten auf einer sogenannten "Roten Liste" einreisten, müssten sich für 10 Tage in eine von der Regierung bereitgestellte Unterkunft wie etwa ein Hotel begeben, kündigte der Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in London an.

Innenministerin Priti Patel sollte am Nachmittag über weitere Details informieren - etwa, welche für welche Länder die Regelung gelten wird. Im Fokus stehen Berichten zufolge unter anderem Südafrika und Brasilien.

Update, 27. Januar, 14.40 Uhr: Frankreich erwägt erneuten strengen Corona-Lockdown

Frankreich schließt einen erneuten "sehr strengen" Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus nicht aus. "Wir erwägen mehrere Szenarien", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch in Paris.

Die aktuelle abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr bremse die Ausbreitung des Virus nicht ausreichend aus. Aktuell gebe es ein hohes Plateau - der Druck auf die Krankenhäuser wachse.

Daher sei die Beibehaltung der aktuellen Regelung "unwahrscheinlich", sagte Gabriel. Präsident Macron habe zusätzliche Untersuchungen in Auftrag gegeben. Am Donnerstagabend sollte es wieder eine Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Olivier Véran geben.

Gabriel zufolge sind aktuell mehr als 1,2 Millionen Menschen im Land mit einer ersten Dosis des Impfstoffs geimpft worden.

Der französische Regierungssprecher Gabriel Attal (31).
Der französische Regierungssprecher Gabriel Attal (31).  © Ludovic Marin/AFP/dpa

Update, 27. Januar, 14.30 Uhr: Europarat ruft zu fairer Verteilung von Corona-Impfstoffen auf

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat für die faire Verteilung von Corona-Impfstoffen weltweit an die Spendenbereitschaft der Mitgliedstaaten appelliert. Diese sollten sicherstellen, dass jedes Land Risikogruppen und Gesundheitspersonal impfen könne, bevor Impfungen für Menschen ohne erhöhtes Risiko starteten, hieß es in einem am Mittwoch angenommenen Beschluss.

Dazu solle etwa in Erwägung gezogen werden, Impfdosen zu spenden. "Eine faire und gleichberechtigte Verteilung von Impfdosen ist der effizienteste Weg, um die Pandemie zu bekämpfen und die damit verbundenen sozioökonomischen Lasten zu reduzieren", schrieben die Abgeordneten in der Resolution.

Update, 27. Januar, 14.18 Uhr: Tourismusbeauftragter warnt vor Einschränkungen des Flugverkehrs

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (45, CDU), hat vor weiteren drastischen Einschränkungen des Flugverkehrs gewarnt. Diese wären für die Reisewirtschaft ein weiterer harter Schlag, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

"Erst jüngst haben wir strenge Test- und Quarantänepflichten festgelegt, um dem erhöhten Risiko der Virusmutationen Rechnung zu tragen. Das Vertrauen in diese Verfahren sollten wir nicht gefährden."

Die Reiseverordnung sei erst kürzlich an die aktuelle Lage angepasst worden. "Das ist gut für die Transparenz gegenüber der Branche und den Reisenden. Darüber hinaus gilt es, das Testangebot und das Impfangebot kontinuierlich zu verbessern." Trotz der schweren Momentaufnahme brauche es eine positive Perspektive in der Reisewirtschaft.

"Die Politik hat da derzeit eine große Verantwortung."

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (45, CDU), hat vor weiteren drastischen Einschränkungen des Flugverkehrs gewarnt.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (45, CDU), hat vor weiteren drastischen Einschränkungen des Flugverkehrs gewarnt.  © Felix Kästle/dpa

Update, 27. Januar, 14.05 Uhr: Schleswig-Holstein legt Stufenplan für Zeit nach dem Lockdown vor

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat zur Bewältigung der Corona-Pandemie einen Stufenplan erarbeitet, der für die Zeit ab Mitte Februar Öffnungsschritte in vier Etappen vorsieht.

Der Stufenplan sieht erste Lockerungen vor, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche in einem Bundesland sieben Tage lang stabil unter 100 liegt. Dann könnten wieder Treffen von fünf Menschen aus zwei Haushalten, körpernahe Dienstleistungen (Friseure) und eingeschränkter Regelbetrieb an den Kitas sowie Wechselunterricht in Schulen möglich sein.

Je nach Infektionsgeschehen sollen die Kitas am 15. Februar in den Regelbetrieb oder einen eingeschränkten Regelbetrieb gehen. In Grundschulen soll es ab dann Wechsel- oder Regelunterricht geben. Die konkrete Entscheidung trifft die Landesregierung am 7. Februar.

Liegt die Inzidenz 21 Tage unter 100, ist Individualsport im Außenbereich erlaubt und auch Zoos und Wildparks dürften wieder öffnen. Bleibt die Inzidenz sieben Tage stabil unter 50, könnte der Einzelhandel unter Auflagen wieder öffnen - das Gleiche gilt für die Gastronomie, kosmetische Fußpflege und Nagelstudios.

Update, 27. Januar, 13.36 Uhr: Bremer Friseure dürfen Hausbesuche machen

Eigentlich sind in Bremen Friseursalons wie überall wegen Corona geschlossen. Doch Friseure dürfen ihre Kunden durchaus zu Hause besuchen und die Haare schneiden.

Das Ordnungsamt habe diese Lesart der Corona-Verordnung bestätigt, teilte die örtliche Handwerkskammer am Mittwoch mit. Sie nannte diese Information überraschend.

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Update, 27. Januar, 13.12 Uhr: Finnland schränkt erneut den Reiseverkehr ein

Aus Sorge vor einem Wiedererstarken des Coronavirus sowie der mutierten Virus-Varianten hat Finnland seine Grenzen für die meisten Reisenden aus dem Ausland wieder geschlossen. Um Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch traten die neuen Einreisebeschränkungen in Kraft. Ausländer werden nur noch in Ausnahmefällen ins Land gelassen.

Das gilt etwa für Arbeitskräfte mit wichtigen Funktionen; familiäre Gründe können ebenfalls als Einreisegrund gelten. Alle Einreisenden werden zudem zu einem Corona-Test aufgefordert. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 25. Februar.

Finnische Staatsbürger haben von Gesetz her ein Recht darauf, in ihr Heimatland zurückzukehren. Das finnische Außenministerium hat jedoch dringend darum gebeten, unnötige Reisen sowie Reisen nach Großbritannien, Irland und Südafrika zu vermeiden.

Update, 27. Januar, 13.06 Uhr: Corona-Posse um Astrazeneca geht weiter: EU-Gipfel mit Impfstoff-Hersteller fällt aus!

Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca am Mittwoch geplatzt.

Astrazeneca habe abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten den Konzern gebeten, sich das gut zu überlegen.

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Update, 27. Januar, 12.11 Uhr: Nach erneut unruhiger Nacht mehr als 130 Festnahmen in Niederlanden

Am vierten Abend der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie in den Niederlanden hat die Polizei dort 131 Personen festgenommen. Nach den schweren Krawallen in den Nächten davor verlief der Dienstagabend aber sehr viel ruhiger, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

In mehreren Städten hatten sich demnach erneut Gruppen vor allem junger Männer versammelt. Vereinzelt habe es auch Zusammenstöße mit der Polizei gegeben.

Allein in Rotterdam nahm die Polizei nach eigenen Angaben 81 Personen fest. "Der größte Teil der Verdächtigen ist jünger als 25 Jahre." Sie müssten sich wegen öffentlicher Gewalt und Aufwiegelung verantworten. "Größere Eskalationen wurden verhindert", teilte die Polizei mit. Die Polizei hatte sich auf Unruhen vorbereitet, und war mit großem Aufgebot in vielen Städten anwesend.

In den Nächten zuvor hatten Krawalle mit Plünderungen zahlreiche Städte im Land erschüttert.

Update, 27. Januar, 11.49 Uhr: Schwesig stellt Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Aussicht

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat erste Lockerungen für die aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen in Aussicht gestellt, aber an Bedingungen geknüpft.

Bei dauerhaft weniger als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche sollten zunächst Schulen und Kitas wieder stärker öffnen. Und bei Werten zwischen 50 und 100 könne auch über die Öffnung von Dienstleistern wie etwa Friseurbetrieben nachgedacht werden. "Ich sage aber ganz klar, das wird alles nur funktionieren, wenn wir es schaffen, uns vor der Mutation zu schützen", sagte Schwesig am Mittwoch im Landtag in Schwerin.

Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner lag am Dienstag im Land bei 103,0.

Update, 27. Januar, 11.29 Uhr: Arzt soll Corona-Patienten absichtlich getötet haben

In Norditalien ist ein Mediziner festgenommen und unter Hausarrest gestellt worden, weil er zwei Corona-Patienten getötet haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, den Kranken im März 2020 vorsätzlich einen Muskelblocker verabreicht zu haben, der zum Tod der beiden geführt habe, teilte die Polizei mit.

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Update, 27. Januar, 11.10 Uhr: Russland hebt weitere Corona-Einschränkungen auf - Zahlen sinken

In Russland werden angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben. So wurden am Mittwoch zusätzliche internationale Flugverbindungen wieder aufgenommen, darunter mit Indien, Vietnam und Finnland.

In der russischen Hauptstadt Moskau erlaubte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach wochenlangen Verboten die Öffnung von Nachtclubs und nächtlicher Gastronomie. Zudem endete die Pflicht der Arbeitgeber, mindestens ein Drittel der Belegschaft im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Bestehen blieb allerdings die Vorschrift, dass Menschen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige weiter von zuhause aus arbeiten müssen. Zuvor hatte Europas größte Stadt auch die Museen wieder geöffnet – und eine größere Auslastung in Theatern, Kinos und Konzertsälen genehmigt. Auch der Präsenzunterricht in den Schulen ist seit einigen Tagen wieder zugelassen.

Update, 27. Januar, 11 Uhr: Scholz will mehr Planungssicherheit für Kulturbranche

Neue Hilfen sollen der Kulturszene mehr Sicherheit bei der Vorbereitung von Veranstaltungen nach der Corona-Krise verschaffen.

Nach der Pandemie sollten möglichst schnell wieder kulturelle Aktivitäten möglich sei, "deshalb braucht es mehr Planungssicherheit für die Branche", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) in "Politik & Kultur" des Deutschen Kulturrates.

Scholz kündigte dafür einen Fonds an. "Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden", sagte der SPD-Politiker. Zudem solle der Fonds als Absicherung für größere Kulturveranstaltungen dienen.

Dies sei "für den Fall, dass eine Veranstaltung geplant und organisiert wird, wegen Corona dann aber wider Erwarten doch abgesagt werden muss. So sollen Kulturschaffende ermuntert werden, früh genug zu planen, damit nach Ende der Pandemie Konzerte, Lesungen und Theater bald wieder stattfinden können."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) kündigt Hilfen für die Kulturbranche an.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) kündigt Hilfen für die Kulturbranche an.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 27. Januar, 10.30 Uhr: Sanofi will 125 Millionen Dosen Biontech/Pfizer-Impfstoff liefern

Der französische Pharmakonzern Sanofi will ab Sommer mehr als 125 Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs für die Europäische Union liefern. Sanofi wolle dem Mainzer Unternehmen Biontech Zugang zu seiner Produktionsinfrastruktur gewähren, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Ziel sei es, "Fertigungsschritte der späten Phase" zu übernehmen, um die Lieferung des Covid-19-Impfstoffs zu unterstützen. Die ersten Lieferungen sollen im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt geliefert werden.

Update, 27. Januar, 9.34 Uhr: Produktion von Fertiggerichten in Corona-Krise deutlich gestiegen

Verbraucher haben in der Corona-Krise vermehrt zu Fertiggerichten gegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte hergestellt, knapp 50.300 Tonnen oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ein Jahr zuvor hatte die Herstellung noch nahezu stagniert (plus 0,1 Prozent). Homeoffice, Homeschooling sowie zeitweise geschlossene Restaurants und Kantinen trieben die Produktion in den ersten neun Monaten 2020 an.

Den größten Zuwachs gab es in dem Zeitraum bei Gemüse-Fertiggerichten, etwa Gemüseeintöpfen, wie die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mitteilte. Mit knapp 150.000 Tonnen wurden davon 7,4 Prozent mehr hergestellt als im Vorjahreszeitraum.

Gefragt waren auch Produkte wie Tiefkühl-Pizzen oder -Baguettes (plus 5,4 Prozent auf rund 480.000 Tonnen). Die Produktion von Fertiggerichten aus Teigwaren stieg um 4,6 Prozent auf 263.000 Tonnen. Bei Fleisch-Fertiggerichten wie Gulasch, Hamburgern oder Geflügelgerichten wurde ein Plus von 2,4 Prozent auf rund 171.000 Tonnen verzeichnet.

Die Menge der produzierten Fisch-Fertiggerichte, zu denen beispielsweise Fisch-Nuggets oder Sushi zählen, sank hingegen um 1,2 Prozent.

In der Corona-Pandemie greifen viele Deutsche auf Fertiggerichte zurück.
In der Corona-Pandemie greifen viele Deutsche auf Fertiggerichte zurück.  © nicemyphoto/123RF

Update, 27. Januar, 9.20 Uhr: Corona treibt Geschäfte des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius an

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius ist 2020 unter anderem wegen Übernahmen und der Corona-Pandemie stark gewachsen und hat deutlich mehr verdient.

"In einem sehr intensiven und anspruchsvollen Umfeld haben wir das wachstumsstärkste Jahr der jüngeren Unternehmensgeschichte und gleichzeitig mehrere strategisch wichtige Akquisitionen realisieren können", sagte Unternehmenschef Joachim Kreuzburg am Mittwoch in Göttingen laut Mitteilung.

Update, 27. Januar, 9.10 Uhr: Bier-Konsum dramatisch eingebrochen: Brauereien schlagen Alarm

Statistisch gesehen hat jeder Verbraucher in Deutschland im Corona-Jahr so wenig Bier getrunken wie seit Ende der 50er-Jahre nicht mehr.

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In einer Berliner Gaststätte wird ein Bier gezapft.
In einer Berliner Gaststätte wird ein Bier gezapft.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 27. Januar, 8 Uhr: Astrazeneca-Chef: Langsamer Vertragsschluss schuld an Lieferengpässen

Der Chef von Astrazeneca, Pascal Soriot, sieht den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe. Er sagte der "Welt": "Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan." Man habe auch Anfangsprobleme in Großbritannien gehabt. "Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben."

Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten. "Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet."

Update, 27. Januar, 7.11 Uhr: Peru verschärft Corona-Maßnahmen und schränkt Inlandsflüge ein

Angesichts zunehmender Coronavirus-Fälle hat die Regierung Perus für die Hauptstadtregion Lima und neun weitere Regionen strenge Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die Maßnahmen sollen vom 31. Januar bis 14. Februar gelten, wie Präsident Francisco Sagasti am Dienstagabend in einer Rede an die Nation ankündigte.

Wegen der extremen Ansteckungsgefahr werde auch der Flug- und der Busverkehr zwischen den betroffenen Regionen des südamerikanischen Landes ausgesetzt.

Zudem müssten bis auf Lebensmittelläden und Apotheken alle Geschäfte sowie Kultureinrichtungen schließen. Nur eine Person pro Haushalt dürfe die Wohnung zum Einkaufen verlassen. Menschenansammlungen draußen wie drinnen seien verboten. Die bereits bestehenden Verbote für Flüge aus Europa blieben bestehen, zudem komme nun wegen der Virus-Mutationen ein Verbot für Flüge aus Brasilien hinzu.

Lima: Musiker spielen während der Beerdigung eines Mannes, der an Covid-19 gestorben ist, auf dem Friedhof "Martires 19 de Julio".
Lima: Musiker spielen während der Beerdigung eines Mannes, der an Covid-19 gestorben ist, auf dem Friedhof "Martires 19 de Julio".  © Rodrigo Abd/AP/dpa

Update, 27. Januar, 6.36 Uhr: Hat die EU zu wenig Impfstoff bestellt?

Wann kommt endlich meine Chance auf eine Corona-Impfung? Im Lockdown-Frust fragen sich das viele in Deutschland und anderen EU-Staaten. Bestellt sind riesige Mengen Impfstoff, doch die Lieferpläne wackeln.

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Update, 27. Januar, 6.22 Uhr: Homeoffice-Vorgaben treten in Kraft - SPD: Harte Kontrollen unnötig

Mehr Beschäftigte als bisher sollen ab diesem Mittwoch wegen der Corona-Krise zu Hause arbeiten. Mit neuen Vorgaben werden Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern in bestimmten Fällen das Arbeiten im Homeoffice anzubieten.

"Wer kann, arbeitet zu Hause", das sei das Ziel der neu in Kraft tretenden Verordnung, sagte SPD-Fraktionsvize Katja Mast. "Nachdem wir unsere privaten Begegnungen bereits massiv heruntergefahren haben, geht es jetzt um berufliche Kontakte."

Gerade Bürojobs sollten von zu Hause aus erledigt werden, forderte Mast. Zugleich sei sie zuversichtlich, "dass es harte Kontrollen gar nicht braucht", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Vieles regelt sich durch vorbildliches Verhalten und gemeinsam nacheinander schauen. Das gilt im Berufs- wie Privatleben gleichermaßen."

Update, 27. Januar, 6.07 Uhr: 13.202 Corona-Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.202 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 982 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab.

Vergangenen Mittwoch hatte das RKI 15.974 Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Update, 27. Januar, 4.59 Uhr: Über Corona-Symptome gelogen: Ein Jahr Haft für Frau in China

In China ist eine Frau zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie vor einem Flug Corona-Symptome verschwiegen hatte. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" am Mittwoch berichtete, hatte die 37-Jährige Chinesin im vergangenen Frühjahr vor einem Flug aus den USA nach China ein fiebersenkendes Medikament eingenommen.

Sie gab ihre Symptome demnach erst bekannt, nachdem sie in Peking gelandet war. Dort wurde sie später positiv auf das Coronavirus getestet. 63 enge Kontakte der Frau mussten sich danach in Quarantäne begeben.

Ihre Handlungen hätten gegen Antiepidemie-Vorschriften verstoßen und stellten ein ernstes Risiko für die Ausbreitung des Virus dar, urteilte ein Pekinger Gericht bereits im vergangenen Oktober, wie die "Global Times" nun berichtete.

China gehört zu den Ländern mit den weltweit schärfsten Corona-Regeln. Bereits seit dem Frühsommer gilt die Pandemie als weitestgehend unter Kontrolle. Am Mittwoch wurden landesweit 75 neue Infektionen gemeldet.

Peking: Medizinische Mitarbeiter sammeln Abstrichproben von Anwohnern in einer Corona-Teststelle im Daxing Distrikt.
Peking: Medizinische Mitarbeiter sammeln Abstrichproben von Anwohnern in einer Corona-Teststelle im Daxing Distrikt.  © Ju Huanzong/Xinhua/dpa

Update, 26. Januar, 22.02 Uhr: Weltweit bereits mehr als 100 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen auf mehr als 100 Millionen angestiegen.

Das ging am Dienstag aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war die Schwelle von 80 Millionen Infektionen überschritten worden.

Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei mehr als 2,1 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von hohen Dunkelziffern aus.

Barcelona: Ein Covid-19-Patient wird auf der Intensivstation des Hospital del Mar von einem Team behandelt.
Barcelona: Ein Covid-19-Patient wird auf der Intensivstation des Hospital del Mar von einem Team behandelt.  © Felipe Dana/AP/dpa

Update, 26. Januar, 19.44 Uhr: Virologin Ciesek: Corona-Mutationen aufzuhalten geht nur europaweit

Um die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten aus anderen Ländern zu verlangsamen, braucht es aus Sicht von Wissenschaftlern einen europaweiten Plan.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek und andere fordern in der Fachzeitschrift The Lancet unter anderem einheitliche Regeln für Einreisende.

"Wir müssen versuchen, die Ausbreitung der Varianten in Deutschland zu verzögern", sagte Ciesek am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". "Das kann nur europaweit funktionieren - weil wir nicht isoliert auf einer Insel leben."

In Deutschland wurden bisher Mutationen des Coronavirus aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien nachgewiesen.

Sandra Ciesek, Medizinerin und Virologin.
Sandra Ciesek, Medizinerin und Virologin.  © Tobias Schwarz/AFP/Pool/dpa

Update, 26. Januar, 19.11 Uhr: Nach Problemen mit eigenem Produkt: Sanofi will beim Abfüllen des Biontech-Pfizer-Impfstoffs helfen

Der französische Pharmakonzern Sanofi will dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer beim Abfüllen des Corona-Impfstoffs unter die Arme greifen.

"In unserem Werk in Frankfurt werden wir das Produkt verpacken, das uns ab Juli von Pfizer-Biontech geliefert wird", sagte Sanofi-Generaldirektor Paul Hudson der Zeitung Le Figaro am Dienstag. "Wir sollten in der Lage sein, bis Ende des Jahres mehr als 100 Millionen Dosen zu liefern, die für die Europäische Union und damit teilweise für Frankreich bestimmt sind", sagte Hudson.

"Da wir mit unserem Hauptimpfstoff einige Monate hinter dem Zeitplan zurücklagen, fragten wir uns, wie wir uns jetzt nützlich machen könnten", so Hudson weiter. Das Abfüllen des Impfstoffs müsse in einer sterilen Umgebung und bei einer sehr niedrigen Temperatur erfolgen.

Sanofi wolle das in einem großen Maßstab tun. Da die Sanofi-Produktionsstätte in der Nähe des Biontech-Hauptsitzes in Mainz liege, werde das die Sache erleichtern.

Begehrt wie Gold: Der Impfstoff von dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer.
Begehrt wie Gold: Der Impfstoff von dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer.  © Mary Altaffer/AP/dpa

Update, 26. Januar, 18.31 Uhr: Irland verlängert Corona-Lockdown bis zum 5. März

Irland hat seinen Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 5. März verlängert. Das kündigte der irische Premier Micheál Martin am Dienstag in Dublin an.

Für die kommenden sechs Wochen gelte weiterhin, dass die Menschen zuhause bleiben und sich nicht außerhalb eines Radius von fünf Kilometern rund um ihren Wohnort bewegen sollten. Derzeit sind wegen des Lockdowns Geschäfte, Schulen und die Gastronomie weitestgehend geschlossen.

Einreisende aus Hochrisikogebieten wie Brasilien oder Südafrika müssen sich fortan in eine 14-tägige Quarantäne begeben, das gleiche gilt für Menschen, die ohne negativen Corona-Test ins Land reisen.

Update, 26. Januar, 18.04 Uhr: Nur begrenzte Zulassung für Astrazeneca-Impfstoff?

Die EU-Arzneimittelagentur EMA schließt nicht aus, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Europa nur für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen wird. "

"Ich werde der Entscheidung nicht vorgreifen", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag in einer Anhörung im Europaparlament. Eine begrenzte Zulassung sei aber grundsätzlich möglich. Dies werde genau geprüft.

Cooke bestätigte, dass für den Astrazeneca-Impfstoff nur wenige Testdaten für ältere Menschen vorlägen. Die EMA prüfe nun im Zulassungsverfahren alle vorhandenen Daten darauf, was diese für die getesteten Bevölkerungsgruppen aussagten und was sich daraus belastbar für andere Gruppen schließen lasse.

Die Behörde erhalte für das laufende Zulassungsverfahren immer noch neue Daten vom Hersteller. Diese trügen dazu bei, die Leistung des Impfstoffs besser einzuschätzen, sagte Cooke.

EMA-Chefin Emer Cooke.
EMA-Chefin Emer Cooke.  © Martial Trezzini/Keystone/dpa

Update, 26. Januar, 18 Uhr: Corona-Mutation in Bayreuth - über 3000 Menschen in Pendlerquarantäne

Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth seine Häuser vorerst geschlossen.

Mehr als 3000 Mitarbeitende des Klinikums dürfen nur noch ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit kommen und befinden sich ansonsten in Quarantäne.

Patienten werden nur noch in absoluten Notfällen aufgenommen und erst nach zwei negativen Testergebnissen entlassen, wie das Klinikum in der oberfränkischen Stadt am Dienstag mitteilte. "§Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Großkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle", hieß es.

Aktuell besteht in Bayreuth in mindestens elf Fällen der Verdacht auf eine Infektion mit einer hochansteckenden mutierten Virusvariante. Die Mutation B.1.1.7 aus England wurde in Bayreuth erstmals bei einer Person nachgewiesen, die von einer Reise zurückgekehrt war.

Das Klinikum ließ nach eigenen Angaben daraufhin 30 Proben untersuchen. Mit dem abschließenden Ergebnis rechnet das Klinikum aber erst in knapp zwei Wochen.

Bayreuth: Medizinisches Personal in Ganzkörperschutzanzügen geht in Richtung Haupteingang des Klinikums Bayreuth. Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth betroffene Häuser vorerst geschlossen.
Bayreuth: Medizinisches Personal in Ganzkörperschutzanzügen geht in Richtung Haupteingang des Klinikums Bayreuth. Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth betroffene Häuser vorerst geschlossen.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 26. Januar, 17.38 Uhr: Wie geht das Impfstoff-Drama jetzt weiter? Krisensitzung der EU mit Astrazeneca!

Im Streit um knappe Corona-Impfstoffe versucht die Europäische Union am Mittwoch erneut, den Hersteller Astrazeneca zur raschen Lieferung vertraglich zugesicherter Mengen zu bewegen.

Die EU-Kommission hat Vertreter des Konzerns (für 18.30 Uhr) zur Krisensitzung mit Experten der EU-Staaten geladen.

Hintergrund ist die Ankündigung der britisch-schwedischen Pharmafirma, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff zu liefern als vereinbart.

Statt 80 Millionen Impfdosen sollen nach EU-Angaben bis Ende März nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen. Sie fordert Vertragstreue.

Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Francisco Seco/AP Pool/dpa

Update, 26. Januar, 16.54 Uhr: Tourismus und Kulturbranche schwer getroffen

Laut einer Studie hat die Kultur in Europa mehr unter der Corona-Krise gelitten als andere europäische Wirtschaftszweige.

Demnach sei der Gewinn im Jahr 2020 um rund 31 Prozent eingebrochen, mehr als im Tourismus (27 Prozent) und bei der Automobilindustrie (25 Prozent), wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf den ihr vorliegenden Bericht von Ernst & Young am Dienstag berichtete.

Am stärksten seien die Kulturakteure im Bereich Bühnenkunst mit 90 Prozent weniger Einnahmen betroffen, gefolgt von der Musik mit 76 Prozent.

Tourismusverband warnt vor weiteren Reiseeinschränkungen

Der Reiseverband DRV hat vor weiteren Reiseeinschränkungen gewarnt. "Reisen finden de facto kaum noch statt. Dies sollte auch die Bundesregierung zur Kenntnis nehmen", teilte der Verband am Dienstag mit.

Schon jetzt seien touristische Trips durch staatliche Entscheidungen fast vollständig zum Erliegen gekommen, auch der Geschäftsreisesektor liege völlig am Boden.

Update, 26. Januar, 16.25 Uhr: Britische Corona-Mutation in Krankenhaus in Tschechien nachgewiesen

Die gefürchtete britische Coronavirus-Mutation breitet sich in einem Krankenhaus in Tschechien aus.

Diese Virusvariante sei für die "ungewöhnlich aggressive Ausbreitung" unter dem Personal verantwortlich, teilte der Leiter des Stadtkrankenhauses in Slany (Schlan) am Dienstag mit. Das hätten Laboruntersuchungen nachgewiesen. Die Kleinstadt liegt knapp 30 Kilometer nordwestlich von Prag.

Update, 26. Januar, 16.15 Uhr: Fast 100 Fälle von mutierten Corona-Varianten in Schweden registriert

Die zunächst in England aufgetretene mutierte Variante des Coronavirus ist in Schweden mittlerweile fast 100 Mal nachgewiesen worden.

Bislang seien 95 Fälle der britischen Variante registriert worden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz. Von der aus Südafrika stammenden Virus-Variante gebe es bisher drei Fälle in Schweden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese mutmaßlich schneller übertragbaren Mutanten häufiger auftreten werden, sei hoch. Insgesamt sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land deutlich niedriger als zu den schlimmsten Zeiten, sagte Tegnell.

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell.
Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell.  © Anders Wiklund/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Update, 26. Januar, 16 Uhr: Lindner: Kritik an Impfstoffherstellern ist Ablenkungsmanöver

FDP-Chef Christian Lindner (42) hat der Bundesregierung und der EU vorgeworfen, mit Kritik an den Impfstoffherstellern eigene Versäumnisse zu überspielen.

"Es ist ein Ablenkungsmanöver, jetzt alles auf Entwickler und Hersteller der Impfstoffe zu schieben. Die Europäische Union hat zu wenig und zu langsam bestellt", sagte der Fraktionsvorsitzende am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung. Es gehe nun darum, wie das Problem zu geringer Impfstoffmengen gelöst werden könne.

Lindner forderte, gemeinsam mit den Herstellern zu prüfen, wie neue Kapazitäten geschaffen werden können. "Die Menschen haben kein Verständnis dafür, dass in Israel Jugendliche bereits geimpft werden, während bei uns Hochbetagte und Menschen mit einer Behinderung oder schweren Vorerkrankung noch nicht ein Angebot erhalten haben", sagte Lindner weiter.

Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, nimmt vor dem Pressestatement bei der digitalen Fraktionsitzung seiner Partei die Mund-Nasen-Bedeckung ab.
Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, nimmt vor dem Pressestatement bei der digitalen Fraktionsitzung seiner Partei die Mund-Nasen-Bedeckung ab.  © Dorothee Barth/dpa

Update, 26. Januar, 15.50 Uhr: Zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland gegen Corona geimpft

Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor.

Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht (Stand 10 Uhr). Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern haben 3,2 Prozent die erste Dosis bekommen, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen je 1,6 Prozent.

Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um Pflegeheimbewohner, alte Menschen und Personal in Krankenhäusern und Altenheimen. Mehr als 283.000 Menschen haben die zweite Dosis bekommen, die etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden soll.

Leere Einwegspritzen, die den Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 von BioNTech/Pfizer enthielten, sind in einem Sammelbehälter in einem Impfraum im Hamburger Impfzentrum zu sehen.
Leere Einwegspritzen, die den Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 von BioNTech/Pfizer enthielten, sind in einem Sammelbehälter in einem Impfraum im Hamburger Impfzentrum zu sehen.  © Christian Charisius/dpa

Update, 26. Januar, 15.26 Uhr: Anrufe wegen angeblicher Impftermine - LKA warnt vor Betrügern

Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz warnt vor betrügerischen Anrufen im Zusammenhang mit der Impfterminvergabe.

Impftermine würden nur vergeben, wenn die Menschen unter der dafür vorgesehenen Nummer anrufen oder sich auf der Homepage anmelden würden, teilte das LKA am Dienstag mit.

Die genauen Hintergründe der Anrufe seien noch unklar. "Wir gehen davon aus, dass man die Leute verunsichern will oder auch an sensible Daten kommen will", teilte ein LKA-Sprecher mit.

Das LKA warnt davor, Informationen über Impftermine an fremde Personen weiterzugeben. Wer einen verdächtigen Anruf erhalte, solle das Telefonat sofort beenden und die Polizei darüber informieren.

Update, 26. Januar, 14.49 Uhr: MAN baut in Deutschland 3500 Stellen ab

Vorstand und Betriebsrat des Lastwagenbauers MAN haben sich auf den Abbau von 3500 Stellen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres verständigt.

Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, stehen der sächsische Standort in Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2200 Beschäftigten "zur Disposition. Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung."

Update, 26. Januar, 14.41 Uhr: Merkel für globale Bereitstellung von Corona-Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen.

Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie.

"Hier geht es um eine faire Verteilung und eben nicht nur um die Verteilung von Geld", sagte Merkel dazu am Dienstag bei ihrem Beitrag. Sie begrüßte, dass bei der internationalen Corona-Impfinitiative Covax erste Verträge abgeschlossen seien.

"Wir werden natürlich alles dafür tun, dass jetzt auch schnell die Verteilung beginnen kann", sagte Merkel. "Die Frage, wer auf der Welt welchen Impfstoff wann bekommt, wird natürlich auch Verbundenheiten und neue Erinnerungen schaffen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz des Weltwirtschaftsforums teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt vom Kanzleramt aus virtuell an einer Videokonferenz des Weltwirtschaftsforums teil.  © Sean Gallup/Getty Images Europe/Pool/dpa

Update, 26. Januar, 14.38 Uhr: Corona-Krise macht General Electric schwer zu schaffen

Die Corona-Pandemie hat dem US-Mischkonzern General Electric (GE) 2020 schwer zu schaffen gemacht.

Vor allem der Einbruch im Luftfahrtgeschäft sorgte für einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses im Industriegeschäft um 70 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in Boston mitteilte.

Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 79,6 Milliarden Dollar. Unter dem Strich profitierte der Konzern dagegen von dem Verkauf von Biopharma und erzielte einen Nettogewinn von 5,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 5,4 Milliarden Dollar aufgelaufen.

2021 sollen sich die Marge sowie der Umsatz im Industriegeschäft wieder verbessern. Der Konzern erwartet eine bessere operative Entwicklung im klassischen Energiegeschäft sowie bei erneuerbaren Energien.

Das Medizintechnikgeschäft sollte sich anhaltend gut entwickeln. Auch bei der Finanzsparte erwartet GE bessere Ergebnisse. Bei der Luftfahrtsparte zeigte sich der Konzern hingegen vorsichtig.

Das Logo von General Electric (GE) ist in der New Yorker Börse zu sehen.
Das Logo von General Electric (GE) ist in der New Yorker Börse zu sehen.  © Richard Drew/AP/dpa

Update, 26. Januar, 14.27 Uhr: Bald Klarheit zu Einsatzmöglichkeit für dritten Impfstoff erwartet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) setzt auf baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca. Bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) würden derzeit Daten ausgewertet, sagte der CDU-Politker am Dienstag im ZDF.

Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse solle in der nächsten Woche entschieden werden, welche Gruppen, auch welche Altersgruppen zuerst damit zu impfen wären. In jeder Altersgruppe gebe es Menschen mit Vorerkrankungen, die sich Impfungen erhofften. "Wir werden den Impfstoff in jedem Fall (...) natürlich auch gut gebrauchen können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) erwartet baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) erwartet baldige Klarheit über die Einsatzmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 26. Januar, 14.22 Uhr: Pharmakonzern Johnson & Johnson trotzt Corona-Pandemie

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat sich in der Corona-Pandemie dank guter Geschäfte mit Arzneien besser geschlagen als erwartet.

2020 kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 82,6 Milliarden US-Dollar (rund 68 Mrd. Euro), wie der Pharma- und Medizintechnikkonzern am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn sank zwar um rund acht Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar, Analysten hatten aber weniger auf dem Zettel.

Für 2021 peilt das Management deutliche Zuwächse beim Umsatz auf 90,5 bis 91,7 Milliarden Dollar an. Der Konzern dürfte auch mit einem Schub durch seinen Corona-Impfstoff rechnen. Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studie der Phase III würden "bald" erwartet, sagte Konzernchef Alex Gorsky laut Mitteilung.

Update, 26. Januar, 14.08 Uhr: American Express verdient deutlich weniger - Corona-Krise belastet

Der US-Kreditkartenanbieter American Express hat auch zum Jahresende erheblich unter der Kaufzurückhaltung von Kunden in der Corona-Krise gelitten.

In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel der Gewinn im Jahresvergleich um rund 15 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro), wie der Visa-Rivale am Dienstag in New York mitteilte. Die Erlöse sanken um 18 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Die Pandemie belaste das Geschäft weiter, sagte Vorstandschef Stephen J. Squeri. Die Zeichen stünden aber auf Erholung, zuletzt sei es schon wieder etwas besser gelaufen.

Update, 26. Januar, 14.01 Uhr: Experten empfehlen zweite Moderna-Impfung nach 28 Tagen

Der Corona-Impfstoff der US-Firma Moderna soll nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in zwei Dosen mit einem Intervall von 28 Tagen verabreicht werden. Nur im Notfall sei eine Ausweitung auf bis zu 42 Tagen möglich.

Das geht aus den Empfehlungen des Expertenrats zu Impfungen (Sage) hervor, die die WHO am Dienstag veröffentlichte. Der Moderna mRNA-1273-Impfstoff ist wie der Wirkstoff von Biontech und Pfizer in der EU und mehreren anderen Ländern zugelassen worden. Für Biontech/Pfizer hatte die WHO eine zweite Impfung nach 21 bis 28 Tagen empfohlen.

Der Impfstoff von Moderna dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Corona-Varianten schützen, wie in einem Laborexperiment gezeigt werden konnte.
Der Impfstoff von Moderna dürfte nach Herstellerangaben auch vor den zunächst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Corona-Varianten schützen, wie in einem Laborexperiment gezeigt werden konnte.  © Daniel Cole/AP/dpa

Update, 26. Januar, 13.55 Uhr: Weniger Kirchenaustritte in NRW - Stabilisiert die Pandemie?

In Nordrhein-Westfalen sind 2020 weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten als 2019. Im vergangenen Jahr habe es in NRW insgesamt 89.694 Kirchenaustritte gegeben, teilte das Justizministerium am Dienstag in Düsseldorf mit. 2019 waren es 120.188. Aus den Zahlen lässt sich nicht ablesen, wie sich die Austritte je nach Konfession aufschlüsseln.

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller sagte dazu, die Zahlen seien schwer zu deuten, doch "entscheidend dürfte sein, dass in der schwierigen Pandemiezeit das Thema der Zugehörigkeit zur Kirche keine signifikante Rolle gespielt haben dürfte, sondern andere Themen des täglichen Überlebens vorrangig waren".

Krisen gelten traditionell als "gute Zeiten" für Kirchen, da sie dann als Sinnstifter gefragt sind. "Vielleicht hat diese existenzielle Erfahrung der Gefährdung des eigenen Lebens auch neue Nachdenklichkeit hinsichtlich des Sinn des Lebens, nach Tod und Sterben ausgelöst", vermutet Schüller.

Update, 26. Januar, 13.47 Uhr: Merkel: "Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat im Rückblick auf ein Jahr Corona-Pandemie auch eine kritische Bilanz gezogen. Es seien in Deutschland Schwachstellen und Stärken sichtbar geworden, sagte sie am Dienstag beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums. Die Tagung ersetzt in diesem Jahr die traditionelle Jahrestagung in Davos.

In Deutschland habe man sehr auf den Gemeinsinn und den Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern bauen können. Ein gutes Fundament seien die soliden Finanzen gewesen. So habe man Unternehmen und Bürgern helfen können, fügte Merkel hinzu. Kritisch äußerte sie sich zur Geschwindigkeit von Prozessen in Deutschland: "Die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig." Prozesse seien oft sehr bürokratisch geworden und dauerten lange. Da habe man nachzuarbeiten.

"Wo wir nicht gut aussahen, das zeigt sich bis in die heutigen Tage, das ist der Mangel an Digitalisierung unserer Gesellschaft." Merkel nannte als Beispiele die mangelnde Vernetzung der Gesundheitsämter, der Verwaltung und des Bildungssystems.

Update, 26. Januar, 13.39 Uhr: Staatshilfen für Galeria Karstadt Kaufhof möglich

Die Bundesregierung verhandelt mit dem angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof über Staatshilfen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von Insidern erfuhr, geht es um ein Darlehen bis zu einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eine Entscheidung könnte am Mittwoch in einer Sitzung des Ausschusses des Wirtschaftsstabilisierungsfonds fallen. In diesem sitzen Vertreter von mehreren Bundesministerien.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, Galeria Karstadt Kaufhof habe sich mit der Bundesregierung grundsätzlich auf einen Staatskredit in Höhe von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro geeinigt, um das Unternehmen bis Ostern durchzufinanzieren. Der Deal sei aber noch nicht final bewilligt, die Details würden noch verhandelt.

Die Bundesregierung hatte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im März 2020 gegründet, um in der Corona-Krise große Unternehmen mit Garantien und Kapitalhilfen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten. Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hatte erst Ende September vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren abgeschlossen.

Galeria Kaufhof am menschenleeren Alexanderplatz in Berlin.
Galeria Kaufhof am menschenleeren Alexanderplatz in Berlin.  © Annette Riedl/dpa

Update, 26. Januar, 13.26 Uhr: Kretschmann: Öffnung von Kitas und Grundschulen wahrscheinlich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) geht davon aus, dass Kitas und Grundschule im Land vom kommenden Montag an schrittweise wieder öffnen können. Die endgültige Entscheidung werde er an diesem Mittwoch treffen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Die Corona-Infektionszahlen sinken seit fast drei Wochen und diese Tendenz sei belastbar. "Deswegen ist es verantwortbar das zu machen", sagte der Grünen-Politiker. Wenn nicht noch etwas Überraschendes passiere, werde man Kitas und Grundschulen im Wechselbetrieb "behutsam" wieder öffnen können. Diese sind wie die meisten weiterführenden Schulen seit dem 18. Dezember geschlossen.

Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums in Baden-Württemberg für die Öffnung der Schulen und Kitas liege vor, sagte der Regierungschef. Winfried Kretschmann (72, Grüne). Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet.
Die Grundstruktur des Konzept des Kultusministeriums in Baden-Württemberg für die Öffnung der Schulen und Kitas liege vor, sagte der Regierungschef. Winfried Kretschmann (72, Grüne). Die Klassen würden halbiert. Es gebe keine Präsenzpflicht und die Notbetreuung sei gewährleistet.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. Januar, 13.21 Uhr: Zwei weitere Fälle von Virus-Mutation an Berliner Humboldt-Klinikum

Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum sind zwei weitere Fälle der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt seien damit 24 Fälle bekannt, darunter 14 Patienten und zehn Mitarbeiter.

Das sagte der Leiter des Gesundheitsamts Reinickendorf, Patrick Larscheid, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Rund 1700 Mitarbeiter und mehr als 500 Patienten wurden untersucht. Weil in dem Krankenhaus in der vergangenen Woche Infektionen mit dem Virus bekannt wurden, war ein Aufnahmestopp verhängt worden.

Update, 26. Januar, 13.15 Uhr: Trotz Corona: Zustrom angeblicher Arbeitskräfte nach St. Anton

Der international bekannte Wintersportort St. Anton am Arlberg hat die Anreise meist junger Menschen als angebliche Arbeitskräfte kritisiert. "Die kommen unter dem Deckmantel der Arbeitssuche", sagte Bürgermeister Helmut Mall am Dienstag auch mit dem Blick auf Vermieter, die ihr Quartier zur Verfügung stellten. Insgesamt geht Mall von mehr als 100 Angereisten aus, die nicht wirklich auf Jobsuche sind.

Viele von denen, die trotz der verpflichtenden Corona-Quarantäne aus Deutschland, Dänemark, Schweden und anderen europäischen Ländern anreisten, seien später auf den Skipisten anzutreffen. Dort bildeten sie teils größere Gruppen. Die 2500 Einwohner des vom Tourismus abhängigen Orts hätten große Sorge, falls sich das Coronavirus in der Gemeinde ausbreiten sollte.

Der bekannte Wintersportort St. Anton am Arlberg in den den Tiroler Alpen. Der Ort hoffe wie andere auf ein Ende des Lockdowns. Die aktuellen Einreisebeschränkungen machen Tourismus praktisch unmöglich. Zusammen mit der Polizei werde nun verstärkt kontrolliert.
Der bekannte Wintersportort St. Anton am Arlberg in den den Tiroler Alpen. Der Ort hoffe wie andere auf ein Ende des Lockdowns. Die aktuellen Einreisebeschränkungen machen Tourismus praktisch unmöglich. Zusammen mit der Polizei werde nun verstärkt kontrolliert.  © Johann Groder/APA/EXPA/dpa

Update, 26. Januar, 13.11 Uhr: Russland verzeichnet Rückgang bei Corona-Infektionen

In Russland ist die Zahl der Corona-Fälle nach offizieller Darstellung seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Gesundheitsminister Michail Muraschko sprach am Dienstag in Moskau von elf Prozent weniger Patienten im Vergleich zur Lage Ende vergangenen Jahres.

80 Prozent der Erkrankten werden demnach ambulant behandelt. Derzeit seien landesweit 70 Prozent der insgesamt mehr als 250.000 für Corona-Patienten vorgehaltenen Klinikbetten belegt, sagte Muraschko. Am Dienstag meldeten die russischen Behörden 18.200 Neuinfektionen. Ende vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei mehr als 28.000. Es wird aber mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet, weil nicht jeder an Covid-19 Erkrankte zum Arzt geht.

Update, 26. Januar, 13.05 Uhr: Krankenhäuser haben 2020 rund 150.000 Corona-Patienten behandelt

Die Kliniken in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft rund 150.000 Corona-Patienten behandelt. Die Zahl nannte Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

28.000 Patienten seien intensivmedizinisch versorgt worden. "Der Scheitel ist hoffentlich erreicht gewesen Anfang Januar mit der Belastung der Intensivstationen." Aktuell würden rund 4600 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl ist den Angaben zufolge in den vergangenen zwei Wochen um 20 Prozent gesunken. "Der Lockdown wirkt, er macht sich bemerkbar, gleichwohl darf jetzt nicht der Eindruck entstehen, es ist jetzt alles in Ordnung", sagte Baum. Die Kliniken stünden weiter unter hoher Belastung.

Ein Covid-19 Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik im bayrischen Gauting. Der Patient liegt im künstlichen Koma und wird beatmet.
Ein Covid-19 Patient liegt in einem isoliertem Intensivbett-Zimmer in der Asklepios Klinik im bayrischen Gauting. Der Patient liegt im künstlichen Koma und wird beatmet.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 26. Januar, 12.33 Uhr: US-Bürgermeister wehrt Mann nach Corona-Vorwürfen mit Pfefferspray ab

Der Bürgermeister der US-Stadt Portland im Bundesstaat Oregon hat Medienberichten zufolge einen Mann mit Pfefferspray abgewehrt, der ihn vor einem Restaurant bedrängt haben soll.

Der Unbekannte habe Ted Wheeler unter anderem Vorwürfe zur Einhaltung von Corona-Maßnahmen gemacht, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf einen Polizeibericht. Der Mann sei dem Politiker nach einem abendlichen Lokalbesuch zu dessen Wagen gefolgt und habe ihn dabei gefilmt. Er warf dem Bürgermeister unter anderem vor, in dem Restaurant ohne Maske am Tisch gesessen zu haben.

Wheeler gab an, ihm erklärt zu haben, dass dies erlaubt sei. Dennoch sei der Mann, der keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen habe, Wheeler so nahe gekommen, dass dieser sich um seine Sicherheit und vor eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchtete. Der Politiker forderte den Verfolger vergeblich auf, von ihm abzulassen und sprühte ihm schließlich Pfefferspray in die Augen, wie es hieß.

Update, 26. Januar, 12.30 Uhr: Älterer Gorilla erholt sich dank Therapie von Corona-Infektion

Ein älterer Gorilla namens Winston im Zoo von San Diego hat sich nach einer umfangreichen medikamentösen Behandlung von einem schweren Verlauf seiner Corona-Infektion erholt. Bei dem 48-jährigen Silberrücken seien eine Lungenentzündung und Herzprobleme festgestellt worden, teilte der Zoo in der kalifornischen Großstadt am Montag mit. Daraufhin sei Winston mit einer Antikörper-Therapie, Herzmedikamenten und Antibiotika behandelt worden.

Die behandelnden Tierärzte sind der Meinung, dass die eingesetzten Antikörper-Präparate zu der Genesung des Gorillas beigetragen haben könnten, hieß es weiter. Die Präparate seien derzeit jedoch nicht für die Behandlung von Menschen zugelassen. Am 11. Januar waren mehrere Gorillas in der achtköpfigen Gruppe von Winston positiv auf Coronavirus getestet worden.

Update, 26. Januar, 12.26 Uhr: Merkel laut Bericht zur Corona-Lage: "Uns ist das Ding entglitten"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat laut einem "Bild"-Bericht in einer internen Videokonferenz mit Fraktionschefs der Union aus Bund und Ländern das Management in der Corona-Krise deutlich kritisiert.

"Uns ist das Ding entglitten. Wir müssen noch strenger werden, sonst sind wir in 14 Tagen wieder da, wo wir waren", soll sie Teilnehmern zufolge am Sonntag gesagt haben. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) schätzt die Corona-Lage in Deutschland als "Pulverfass" ein.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) schätzt die Corona-Lage in Deutschland als "Pulverfass" ein.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 26. Januar, 12.18 Uhr: Bauern ziehen vor Berliner Ministerien

Bauern fordern seit Dienstag mit Kundgebungen in Berlin politische Kursänderungen und sichere Einkommen für ihren Berufsstand. Mit rund 100 Traktoren zogen Demonstranten vor mehrere Bundesministerien. Die Landwirte verlangen Regelungen für kostendeckende Preise für ihre Erzeugnisse und mehr heimische Nahrungsmittel im Handel.

Strengere Vorgaben, etwa zum Düngen, sollen ausgesetzt werden, Corona- und Schweinepest-Hilfen sofort fließen. Weitere Demonstrationen in Berlin sind bis Sonntag angekündigt.

Viele politische Entscheidungen bedeuteten eine bewusste Zerstörung der Betriebe, hieß es in einem Papier der Initiative "Land schafft Verbindung". "Wir sind gleichermaßen von der Corona Krise/Preisdumping betroffen und sind durch politisch ausgelöste Marktverwerfungen in Folge immer höherer Standards nicht in der Lage, kostendeckend diese Lebensmittel zu erzeugen."

Landwirte demonstrieren am Dienstag mit Traktoren vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin unter anderem für höhere Preise für Agrarprodukte und weniger Regulierung.
Landwirte demonstrieren am Dienstag mit Traktoren vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin unter anderem für höhere Preise für Agrarprodukte und weniger Regulierung.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 26. Januar, 12.15 Uhr: Ministerium weist Berichte zu Astrazeneca-Wirksamkeit zurück

Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen zurückgewiesen. Aktuelle Berichte dazu könne man nicht bestätigen, erklärte ein Sprecher am Dienstag.

Das "Handelsblatt" berichtete, nach Angaben aus Koalitionskreisen rechne die Bundesregierung nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent bei über 65-Jährigen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber.

Das Ministerium erläuterte, auf den ersten Blick scheine es so, dass Dinge verwechselt würden: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie seien zwischen 56 und 69 Jahre alt gewesen, nur drei bis vier Prozent über 70 Jahre. Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 26. Januar, 12.10 Uhr: EU plant Programm zur dauerhaften Pandemie-Abwehr

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62, CDU) plant als Lehre aus der Corona-Pandemie ein auf Dauer angelegtes Programm zur Abwehr biologischer Gefahren.

Ziel sei, in Partnerschaft mit privaten Unternehmen gezielt neue, gefährliche Erreger aufzuspüren und dann im großen Stil Impfstoffe zu entwickeln und zu produzieren, sagte von der Leyen am Dienstag in einer Rede beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums. Das Programm solle verlässlich finanziert werden, statt im Notfall Gelder umzuschichten. Und es solle Technologieunternehmen mit Behörden wie der EU-Arzneimittelagentur EMA und der EU-Kommission an einen Tisch bringen.

Ursula von der Leyen (62, CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, ist während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda im Rahmen des Weltwirtschaftsforum (WEF) auf einem Bildschirm zu sehen. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Weltwirtschaftsforum online statt.
Ursula von der Leyen (62, CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, ist während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda im Rahmen des Weltwirtschaftsforum (WEF) auf einem Bildschirm zu sehen. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Weltwirtschaftsforum online statt.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 26. Januar, 12.06 Uhr: Vorschlag ans IOC: Olympia in Florida statt in Tokio

Angesichts einer möglichen Absage der Olympischen Spiele in Tokio hat das IOC ein überraschendes Angebot aus Florida bekommen. Der US-Bundesstaat stehe als Ersatz-Ausrichter bereit, schrieb der für Floridas Finanzverwaltung zuständige Spitzenpolitiker Jimmy Patronis nach eigenen Angaben an das Internationale Olympische Komitee.

Wegen der zuletzt gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen in Japan gilt ein Notstand im Großraum Tokio. Umfragen zufolge spricht sich eine klare Mehrheit der Japaner gegen eine Austragung der Sommerspiele in diesem Jahr aus. Das IOC und Japans Regierung halten jedoch an ihren Plänen für die Tokio-Spiele fest und hatten zuletzt Berichte dementiert, dass eine Absage bereits beschlossen sei.

Update, 26. Januar, 12 Uhr: H&M will in Deutschland 800 Stellen streichen

Der schwedische Modehändler H&M will in Deutschland rund 800 Stellen streichen. Das entspreche rund fünf Prozent aller Beschäftigen des Unternehmens in der Bundesrepublik, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag in Hamburg.

H&M versuche, den Stellenabbau über ein Freiwilligenprogramm zu erreichen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Corona-Krise hatte auch den Moderiesen schwer getroffen. Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank weltweit im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Mrd Euro). Bereits im Oktober hatte der Konzern angekündigt, sein Filialnetz ausdünnen zu wollen.

Bekleidungsgeschäfte, darunter auch die Filialen von H&M, sind aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen.
Bekleidungsgeschäfte, darunter auch die Filialen von H&M, sind aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen.  © Peter Steffen/dpa

Update, 26. Januar, 11.57 Uhr: Mehr als 100.000 Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bis Mitte Januar war bei fast 99.000 Menschen in England und Wales Covid-19 auf dem Totenschein verzeichnet, wie die britische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte.

Seitdem kamen nach offiziellen Zahlen der Regierung mehrere Tausend weitere Todesfälle in ganz Großbritannien hinzu. Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit höchste tägliche Covid-Todesrate.

Update, 26. Januar, 11.27 Uhr: Britische Regierung will Hotel-Quarantäne für Einreisende

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus plant die britische Regierung eine verpflichtende Quarantäne für Einreisende. Allerdings ist noch nicht klar, ob die Vorschrift für alle internationalen Ankünfte gelten soll, also auch für Menschen aus Deutschland, oder nur für Einreisen aus Hochrisikogebieten.

Wegen neuer Corona-Varianten in Südafrika und Brasilien stehen vor allem das südliche Afrika und Südamerika im Fokus. Premierminister Boris Johnson (56) wollte am Dienstag mit seinem Corona-Kabinett über die Frage beraten. Der für die Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi (53) kündigte noch für denselben Tag eine Mitteilung an.

Die Hotel- und Reisebranche zeigte sich offen und boten ihre Unterstützung an. Die Kosten für die verpflichtende Quarantäne sollen die Reisenden selbst übernehmen. Nach Berechnungen britischer Medien müssten sie für zehn Tage mit rund 1000 Pfund (1125 Euro) rechnen.

Blick auf das geschlossene Hotel Waldorf in der Innenstadt von London.
Blick auf das geschlossene Hotel Waldorf in der Innenstadt von London.  © Han Yan/Xinhua/dpa

Update, 26. Januar, 11.21 Uhr: Impfstreit mit Astrazeneca: Grüne für Allianz mit den USA

Im Impfstoffstreit mit dem Hersteller Astrazeneca fordert die Grünen-Politikerin Franziska Brantner (41) mehr Druck der EU-Kommission und der EU-Staaten. Nötig sei aber vor allem der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten, erklärte Brantner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Dazu solle die EU eine Impf-Allianz mit den Vereinigten Staaten schmieden.

Astrazeneca hatte der EU vorige Woche eröffnet, dass nach der für Freitag erwarteten Zulassung seines Impfstoffs bis Ende März weit weniger geliefert werde als vertraglich zugesichert. Am Montag gelang es der EU in Krisengesprächen nicht, den britisch-schwedischen Konzern zu einer plausiblen Erklärung oder zum Einlenken zu bewegen. Für Mittwoch ist ein weiteres Treffen geplant.

Update, 26. Januar, 11.16 Uhr: SPD-Chef: Impfen für alle bis zum Sommer kann "niemand garantieren"

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans (68)cist skeptisch, ob tatsächlich bis zum Sommer jedem Bürger ein Impftermin angeboten werden kann.

"Dass es Ende des Sommers wird oder auch darüber hinaus, kann bei solchen Hiobsbotschaften dieser Unternehmen sicher niemand garantieren", sagte Walter-Borjans den Sendern RTL und n-tv. Der britische Konzern Astrazeneca hatte mitgeteilt zunächst weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu können. In der vergangenen Woche war es bereits zu einem Lieferengpass des Herstellers Biontech/Pfizer gekommen.

Update, 26. Januar, 11.09 Uhr: Wegen Corona-Schließungen: Friseure senden finanziellen "Notruf"

Deutschlands angeschlagene Friseurbranche fordert von der Politik stärkere und schnellere Finanzhilfen. "Es sind alle Rücklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge - es geht um Existenzen", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, am Dienstag in Köln über die Situation in vielen Betrieben. Die Branche sende einen "Notruf".

Es dauere zu lang, bis Coronahilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbußen. Die Branche brauche eine Perspektive, wann sie wieder aufmachen könne, forderte Wollseifer. In Deutschland gibt es 80.000 Friseurbetriebe mit 240.000 Mitarbeitern. Seit Mitte Dezember sind die Salons wegen der Pandemie geschlossen.

Die finanziellen Rücklagen vieler Friseure sind aufgebraucht.
Die finanziellen Rücklagen vieler Friseure sind aufgebraucht.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. Januar, 11.06 Uhr: Online-Handel will 2021 die 100-Milliarden-Euro-Grenze überspringen

Der Online-Handel in Deutschland wird nach Einschätzung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) mit den verkauften Waren und Dienstleistungen in diesem Jahr erstmals die Grenze von 100 Milliarden Euro überspringen. Vor allem im Warenhandel erwarte die Branche nach dem kräftigen Wachstum im Corona-Jahr 2020 auch im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 12,5 Prozent, sagte bevh-Präsident Gero Furchheim am Dienstag in Berlin.

"Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung des Handels hin zum E-Commerce deutlich beschleunigt", betonte Furchheim. Das Einkaufen im Internet sei inzwischen tief in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Fast jeder dritte Onlinekäufer sei im vergangenen Jahr älter als 60 Jahre gewesen, sagte er gestützt auf eine Verbraucherstudie des Verbandes, für die 2020 insgesamt 40.000 Personen befragt wurden.

Im vergangenen Jahr bescherten die Corona-Krise und die damit verbundene zeitweise Schließung vieler Geschäfte in den Innenstädten dem Online-Handel einen kräftigen Sprung. Insgesamt stiegen die Umsätze der E-Commerce-Händler mit Waren um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro.

Update, 26. Januar, 11.04 Uhr: Über eine Million Corona-Fälle im weltgrößten Inselstaat Indonesien

Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat am Dienstag die Marke von einer Million Corona-Infektionsfälle überschritten. Damit ist das südostasiatische Land mit seinen 270 Millionen Einwohnern das am schlimmsten von der Pandemie betroffene in der gesamten Region. Am Dienstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 13.000 Neuinfektionen verzeichnet. Mehr als 28.000 Menschen sind in Indonesien in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Mitte Januar hatte Indonesien mit Massenimpfungen begonnen. Anders als andere Länder sollen nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des Öffentlichen Dienstes zunächst jüngere Menschen zwischen 18 und 59 Jahren geimpft werden. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen.

Update, 26. Januar, 10.52 Uhr: Belgien: Sorge vor Überschwappen der Corona-Krawalle aus Niederlanden

Nach den schweren Corona-Ausschreitungen in den Niederlanden herrscht in Belgien Sorge, die Proteste könnten auf das eigene Land überschwappen. In sozialen Medien würden mehrere Aufrufe zu Demonstrationen am Samstag in den grenznahen Städten Maasmechelen, Sint-Niklaas und Turnhout geteilt, berichtete die flämische Tageszeitung "De Standaard" am Dienstag.

Sein Telefon klingele seit Montagnachmittag, weil viele Menschen den Aufruf gesehen hätten, sagte der Bürgermeister von Turnhout, Paul Van Miert (55), demnach. Die Polizei versuche herauszufinden, wer hinter dem Aufruf stecke. Auch in Maasmechelen sind einem Polizeisprecher zufolge Ermittlungen eingeleitet worden.

Dort ermitteln die Behörden bereits, weil am Montagabend ein junger Mann einen Molotow-Cocktail auf das Haus des ehemaligen Bürgermeisters geworfen hat, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die Tat wurde in Verbindung mit möglichen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen gestellt.

Flammen schlagen aus einem Auto, das vor dem Bahnhof in Eindhofen auf dem Kopf liegt. Mehrere hundert Menschen haben dort am Sonntag gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert.
Flammen schlagen aus einem Auto, das vor dem Bahnhof in Eindhofen auf dem Kopf liegt. Mehrere hundert Menschen haben dort am Sonntag gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert.  © Rob Engelaar/ANP/dpa

Update, 26. Januar, 10.37 Uhr: Corona-Pandemie treibt Länder weiter in die Schuldenfalle

Die Corona-Pandemie hat die Lage hoch verschuldeter Staaten weiter verschärft. Von 148 untersuchten Staaten seien inzwischen 132 kritisch verschuldet, heißt es im Schuldenreport 2021, der am Dienstag vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und dem Hilfswerk Misereor vorgestellt wurde.

Die Corona-Pandemie und die von ihr ausgelöste globale Rezession treibe Länder, die schon vor dem Ausbruch von Covid-19 hoch verschuldet gewesen seien, weiter in die Schuldenfalle.

"Im Vergleich zum Schuldenreport 2020 sind acht weitere Länder hinzugekommen. Die Lage hat sich damit noch einmal dramatisch verschärft", erklärt Kristina Rehbein, Politische Referentin von erlassjahr.de. "Viele arme Länder haben wenig Spielraum, um die Folgen der Pandemie zu bekämpfen. Die Schuldensituation begrenzt die Handlungsfähigkeit zusätzlich."

Update, 26. Januar, 10.33 Uhr: Baerbock: Debatte um frühe Corona-Lockerungen nicht "sehr sinnvoll"

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (40) hat sich gegen frühzeitige Lockerungen der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Ich halte es nicht für sehr sinnvoll, angesichts dessen, dass wir die Zahlen gerade mal ein bisschen runter bekommen konnten, jetzt sofort wieder darüber gesprochen wird, was wir lockern können", sagte sie am Dienstag im SWR.

Die Situation sei nach wie vor schwierig, auch wegen der neu aufgetretenen Virusmutationen. Viele Krankenhäuser seien am Limit. Auch deshalb hält Baerbock Diskussionen über Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt für "verfehlt".

Update, 26. Januar, 10.24 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Kennzahlen zur Pandemie an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch Statistiken enthalten, die einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland geben. Das kündigte eine Sprecherin des Softwarekonzerns SAP in einem Blogeintrag an. Das Informationsangebot ist Teil der neuen Version 1.11, die noch in dieser Woche in den App Stores von Google und Apple zur Verfügung stehen soll.

Die Nutzerinnen und Nutzer könnten dann in der App stets auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und dem Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. "Außerdem können sie direkt in der App einsehen, wie viele Nutzer ihr Testergebnis geteilt haben. Ziel ist es, noch mehr positiv getestete Nutzer dazu anzuregen, ihr Testergebnis zu teilen und Kontaktpersonen zu warnen." Des Weiteren hätten die Entwickler die Nutzerfreundlichkeit verbessert und einige kleinere Fehler beseitigt.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.  © Kira Hofmann/dpa

Update, 26. Januar, 10.17 Uhr: "Querdenken" will Demo-Pause mit Autokorso in Stuttgart beenden

Nach einer mehrwöchigen Pause der Großdemos ruft der Gründer der "Querdenken"-Initiative, Michael Ballweg (45), zur ersten größeren Protestveranstaltung in diesem Jahr auf.

Seine Bewegung wolle am Mittwoch (27. Januar) mit einem Autokorso in Stuttgart gegen die anhaltenden Corona-Auflagen demonstrieren, kündigte der Unternehmer in der Nacht zum Dienstag über den Videokanal Youtube an. Der Stadt lag nach Angaben aus dem Rathaus am Vormittag noch keine Anmeldung vor.

Ballweg hatte seine Anhänger an Weihnachten zu einer Pause der Großdemos aufgerufen. In einer Videobotschaft auf der Seite der Gruppe "Querdenken 711" aus Stuttgart hatte er argumentiert, er wolle den Winter nutzen, um Kräfte zu sammeln. Die "Querdenken"-Bewegung wird mittlerweile vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet.

Michael Ballweg (45), Initiator der Initiative "Querdenken". Die Stuttgarter Gruppe "Querdenken 711" ist so etwas wie die Keimzelle der mittlerweile bundesweit aktiven Corona-Protestbewegung.
Michael Ballweg (45), Initiator der Initiative "Querdenken". Die Stuttgarter Gruppe "Querdenken 711" ist so etwas wie die Keimzelle der mittlerweile bundesweit aktiven Corona-Protestbewegung.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 26. Januar, 10.09 Uhr: Studie: Corona sorgt für Unsicherheit bei der Urlaubsplanung

Die Menschen in Deutschland haben die Lust aufs Reisen trotz Corona-Pandemie nicht verloren - einer neuen Studie zufolge gibt es aber viel Unsicherheit und viele Bedenken.

So planen laut der "Reiseanalyse 2021" lediglich 16 Prozent im Frühjahr oder Sommer definitiv keine Urlaubsreise. Feste Absichten und schon ein klares Ziel vor Augen haben aber auch nur 22 Prozent, heißt es in der am Dienstag zum Auftakt der Stuttgarter Reisemesse CMT vorgestellten Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Der Rest schwankt noch, ob er wirklich verreisen soll - oder will es zwar, weiß aber nicht, wohin.

Besonders wichtig bei der Urlaubsbuchung ist laut Studie derzeit eine möglichst große Flexibilität, gefolgt von den Anforderungen an die Hygiene am Urlaubsziel. Bei den Reisezielen bleibt Deutschland die Nummer eins, Flug- und Fernreisen dagegen sinken in der Gunst der Urlauber.

Update, 26. Januar, 10.02 Uhr: Lindner schlägt Stufenplan bei möglichen Corona-Lockerungen vor

FDP-Chef Christian Lindner (42) hat in der Diskussion um Lockerungen des Corona-Lockdowns einen Stufenplan vorgeschlagen.

"Mit Hygienekonzepten, Maskenpflicht, Luftreinigern, Schulunterricht im Kinosaal, der Ausdehnung der Schnelltests oder der Digitalisierung der Gesundheitsämter sind schrittweise Öffnungen verantwortbar", sagte Lindner dem "Handelsblatt" in einem gemeinsamen Interview mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU).

Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bundestag, sprach sich außerdem für eine Stärkung der Rolle des Bundestags in der Pandemiebekämpfung aus.
Christian Lindner (42), Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bundestag, sprach sich außerdem für eine Stärkung der Rolle des Bundestags in der Pandemiebekämpfung aus.  © David Hutzler/dpa

Update, 26. Januar, 9.50 Uhr: Zehn Polizisten bei Corona-Krawallen verletzt

Bei den schweren Krawallen wegen der Corona-Ausgangssperre in den Niederlanden sind in Rotterdam mindestens zehn Polizisten verletzt worden. Mehr als 50 Randalierer wurden festgenommen, sagte der Rotterdamer Polizeichef Fred Westerbeeke am Dienstagmorgen im niederländischen Radio.

Krankenwagen im Noteinsatz seien behindert worden. Die Hafenstadt war besonders schwer von den Unruhen am späten Montagabend betroffen. Hunderte von gewaltbereiten Jugendlichen hatten stundenlang randaliert, Polizei mit Feuerwerk und Steinen angegriffen, Geschäfte geplündert und Brände gelegt. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Am zweiten Abend in Folge sind in mehreren Städten in den Niederlanden Unruhen ausgebrochen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich nach Polizeiangaben am Montagabend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie versammelt und die Polizei angegriffen.
Am zweiten Abend in Folge sind in mehreren Städten in den Niederlanden Unruhen ausgebrochen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich nach Polizeiangaben am Montagabend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie versammelt und die Polizei angegriffen.  © Peter Dejong/ap/dpa

Update, 26. Januar, 9.21 Uhr: Keine persönlichen Befragungen für Mikrozensus wegen Coronavirus

Die Corona-Pandemie betrifft auch die Befragungen für den Mikrozensus des Statistischen Bundesamts und der Landesämter für Statistik. Ausgewählte Bundesbürger werden dabei jährlich zu Themen wie Schule und Studium, Aus- und Weiterbildung, Beruf und Arbeitssuche, Einkommen, Kinderbetreuung, Internetnutzung und Wohnsituation befragt.

Beim Mikrozensus 2021 werden keine persönlichen Interviews durchgeführt, stattdessen finden sie per Telefon, online oder mittels klassischem Papierfragebogen statt. Von Januar bis Dezember würden rund 810.000 zufällig ausgewählte Personen in etwa 370.000 Haushalten befragt - das entspricht einem Prozent der Bevölkerung. Die Ergebnisse lieferten ein Bild über die wirtschaftliche und soziale Situation der Haushalte sowie Informationen über die Bevölkerungsstruktur.

In diesem Jahr könnten die Daten zugleich Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit aufzeigen.

Update, 26. Januar, 9.18 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Israel weiter hoch

Trotz harten Lockdowns und massiver Impfkampagnen bleiben die Coronavirus-Neuninfektionszahlen in Israel hoch. "Wir sehen nicht den Rückgang, den wir wollten - Montag wurden 8571 Neuinfektionen registriert, und wir haben weiterhin mehr als 1100 Schwerkranke", sagte Vize-Gesundheitsminister Yoav Kisch (52) am Dienstag dem Armeesender.

Ermutigende Daten gab es nach Angaben einer Krankenkasse des Landes aber zur Wirksamkeit des Pfizer-Impfstoffes. Wie Maccabi mitteilte, wurde bei lediglich 20 von etwa 128.600 Empfängern der zweiten Dosis nach mehr als einer Woche eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Dies entspreche weniger als 0,01 Prozent. Von den Infizierten erkrankte demnach niemand schwer, niemand musste ins Krankenhaus. Maccabi betonte, es handele sich um vorläufige Ergebnisse, diese machten aber Mut. Pfizer hat den Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung mit 95 Prozent angegeben.

Update, 26. Januar, 9.14 Uhr: Arbeitslosigkeit in Großbritannien auf höchstem Stand seit 2016

In Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund der Corona-Krise auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. In den drei Monaten bis November nahm die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent zu, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist der fünfte Anstieg in Folge und die höchste Quote seit 2016.

Wie stark die Corona-Krise mittlerweile den britischen Arbeitsmarkt belastet, zeigt der Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor der Einführung harter Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Damals hatte die Arbeitslosenquote nur 4,0 Prozent betragen. Die Zahl der Beschäftigten fiel in den drei Monaten bis November um 88.000, wie es weiter in der Mitteilung hieß. In den drei Monaten bis Oktober war der Rückgang mit 144.000 deutlich stärker ausgefallen.

Ein Arbeiter putzt im Covent Garden in London. Großbritannien steht Experten zufolge in diesem Jahr ein erheblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Krise bevor.
Ein Arbeiter putzt im Covent Garden in London. Großbritannien steht Experten zufolge in diesem Jahr ein erheblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Krise bevor.  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

Update, 26. Januar, 9.11 Uhr: Corona in den USA: Mehr als 147.000 Neuinfektionen

In den USA sind an einem Tag 147.254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Der bislang höchste Wert wurde am 2. Januar mit 300.372 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1758. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 420.900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 26. Januar, 8.44 Uhr: Beatmungsgeräte gefragt

Covid-19 hat die Nachfrage nach medizinischen Geräten und Zubehör im Bereich Beatmungs- und Sauerstofftherapie stark wachsen lassen. In Deutschland wurde deutlich mehr produziert und gehandelt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Danach legte der Produktionswert für die entsprechenden Apparate und Kleinteile in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 um rund 60 Prozent auf gut 900 Millionen Euro zu.

Auch im Außenhandel machte sich die gestiegene Nachfrage bemerkbar. So stiegen die Importe von Geräten und Zubehör für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie von Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertmäßig um 46,0 Prozent auf rund 567,9 Millionen Euro. Die Exporte nahmen im gleichen Zeitraum um 88,0 Prozent zu auf 979,7 Millionen Euro.

Update, 26. Januar, 8.39 Uhr: Helge Braun: "Schuldenbremse in nächsten Jahren nicht einzuhalten"

Die Schuldenbremse kann nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun (49, CDU) in den kommenden Jahren nicht eingehalten werden. "Um eine schnelle Erholung und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen zu haben, ist es sinnvoll, die Sozialabgaben bis Ende 2023 zu stabilisieren und auch auf Steuererhöhungen zu verzichten", schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Solch eine Entscheidung zur Erholung der Wirtschaft bedeute erhebliche Belastungen für den Bundeshaushalt. "Konkret: Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten." Braun hält eine Grundgesetzänderung für sinnvoll. In Deutschland gilt derzeit, dass der Bund nur in geringem Maße neue Kredite aufnehmen darf, nämlich maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Diese Regel wurde wegen der Corona-Krise voriges Jahr außer Kraft gesetzt.

Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, sprach sich mit Blick auf eine mögliche Abweichung von der Schuldenregel gegen "jährliche Einzelfallentscheidungen" aus. Es sei völlig unklar, wie lange die Pandemie ein begründender Umstand sein könne.
Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, sprach sich mit Blick auf eine mögliche Abweichung von der Schuldenregel gegen "jährliche Einzelfallentscheidungen" aus. Es sei völlig unklar, wie lange die Pandemie ein begründender Umstand sein könne.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 26. Januar, 8.22 Uhr: Krankenhäuser fordern freie Hand bei Tests auf Corona-Mutation

Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Träger häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden. "Wir müssen, vielleicht auch mit Hilfe des Robert Koch-Instituts, die Teststrategie in den Krankenhäusern offensiver gestalten, weiter aufmachen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag im Inforadio vom RBB.

Eine Schließung von Krankenhäusern wie im Fall des Berliner Humboldt-Klinikums müsse die Ausnahme bleiben. Sonst breche die medizinische Versorgung zusammen, warnte Baum. Deshalb müsse die Prävention durch Tests gestärkt werden.

Update, 26. Januar, 8.09 Uhr: Astrazeneca: Berichte über schwachen Impfschutz bei Senioren falsch

Der britische Pharmahersteller Astrazeneca hat Berichte über eine sehr geringe Wirksamkeit seines Impfstoffs bei Senioren zurückgewiesen. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von acht Prozent habe, seien "komplett falsch", teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen mit.

Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Eine Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 26. Januar, 8.04 Uhr: Berichte über Astrazeneca-Wirksamkeit: Spahn will nicht spekulieren

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) will sich nicht an Spekulationen über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen beteiligen. Er wolle warten, bis die Daten aus den Studien ausgewertet worden seien.

"Ich halte wenig davon, das jetzt in Überschriften spekulativ zu machen", sagte Spahn am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Er sagte, man werde auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse nächste Woche entscheiden, "welche Altersgruppen zuerst mit diesem Impfstoff geimpft werden". Laut einem Bericht des "Handelsblatt" soll der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei älteren Menschen haben. Astrazeneca widersprach der Darstellung.

Berichte, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren nur bei acht Prozent liege, seien komplett falsch, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Am Freitag wird mit der Zulassung des Impfstoffs gerechnet.
Berichte, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Menschen über 65 Jahren nur bei acht Prozent liege, seien komplett falsch, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Am Freitag wird mit der Zulassung des Impfstoffs gerechnet.  © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Update, 26. Januar, 6.30 Uhr: Kunstmuseen wollen raus aus Lockdown - Brief an Kulturminister

Die Kunstmuseen in Deutschland wollen schneller raus aus dem Lockdown. Mit einem Brief an die Kulturverantwortlichen von Bund und Ländern haben sich die Leitungen führender Häuser für eine Öffnung der Museen stark gemacht.

"Unsere Sorge gilt der Eindämmung der Pandemie, zugleich aber auch einer dem jeweiligen Verlauf von Corona angepassten Wiedereröffnung der Museen", heißt es in einem Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (59, CDU) sowie ihre Länderkolleginnen und -kollegen. "Die Museen haben schon nach der Phase des ersten Lockdowns ihre Häuser mit großer Sorgfalt der neuen Situation angepasst", schreiben die Verantwortlichen. Museen seien sichere Orte, in denen Hygienemaßnahmen strikt befolgt und "wie an keinem anderen öffentlichen Ort" überwacht würden.

Update, 26. Januar, 6.22 Uhr: Forderung nach Perspektive für Ausstieg aus Lockdown

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert klare Perspektiven für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen. Nötig sei eine "abgestufte Exit-Strategie aus dem Lockdown", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Infektionszahlen seien zwar noch zu hoch, aber sie gingen zurück. Deshalb sei die Politik gefordert, klarzumachen, ab welchen Werten welche Lockerungen gelten sollten. Das werde regional unterschiedlich sein. Im Vordergrund müssten aber überall die Perspektiven für Kitas und Grundschulen stehen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hatte erklärt, dass nach dem Lockdown zuerst Schulen und Kitas wieder geöffnet werden müssten. Zugleich warb sie aber trotz sinkender Corona-Zahlen eindringlich für den längeren Lockdown, der bisher bis Mitte Februar befristet ist.

Update, 26. Januar, 5.35 Uhr: 6408 Corona-Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6408 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 107,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Eine Corona-Teststation an der deutsch-tschechischen Grenze in Furth am Wald. Wegen der strengeren Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien nach Deutschland hat es an manchen Grenzübergängen in Bayern teils lange Schlangen an den Teststationen gegeben.
Eine Corona-Teststation an der deutsch-tschechischen Grenze in Furth am Wald. Wegen der strengeren Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien nach Deutschland hat es an manchen Grenzübergängen in Bayern teils lange Schlangen an den Teststationen gegeben.  © Armin Weigel/dpa

Update, 26. Januar, 5.31 Uhr: Gefährliche Radikalisierung? Antisemitismus während der Pandemie

Wenn in den sozialen Medien über die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gestritten wird, sind die Argumente nicht immer rational. Auch antisemitische Verschwörungstheorien sind immer wieder zu hören und zu lesen. Für jüdische Verbände und Organisationen ist das zunehmend ein Grund zur Sorge.

"Corona hat das alles verschlimmert, die Hemmschwellen sinken immer weiter, es wird versucht, Geschichte umzuschreiben und zu verharmlosen", sagte Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Konferenz der Rabbiner, der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist keine Frage, in diesem Klima fühlen sich Juden zunehmend unsicher, trauen sich nicht mehr auf die Straße und isolieren sich. Das ist absolut inakzeptabel."

Antisemitische, holocaustrelativierende Handlungen müssten konsequent verfolgt werden, betonte auch Rüdiger Mahlo, Repräsentant der Claims Conference in Deutschland. Die Organisation vertritt die Ansprüche von Holocaust-Überlebenden. Die Überlebenden müssten erleben, "wie Holocaust-Leugnung und -Verzerrung sowie antisemitische Ausfälle im Zuge der Pandemie verstärkt um sich greifen", beklagte Mahlo im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 26. Januar, 5 Uhr: Auch vierte und fünfte Welle möglich

Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält in der Corona-Pandemie nicht nur eine dritte, sondern auch eine vierte und fünfte Welle für möglich. Womöglich würden diese aber flacher als die erste und zweite Welle verlaufen.

"Ich gehe nicht davon aus, dass wir eine riesige dritte Welle bekommen, weil wir relativ früh mit dem Lockdown eingegriffen haben", sagt der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, der mit seinem Team vor einem Jahr die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt hatte.

"Solange es keine Durchimpfung in der Bevölkerung gibt und solange wir nicht sommerliche Temperaturen draußen haben, sollten wir uns aber an den Gedanken gewöhnen, dass es vielleicht auch eine vierte und fünfte Welle geben kann", sagte Wendtner der Deutschen Presse-Agentur weiter. "Wir haben es mit unserem Verhalten selbst in der Hand."

Prof. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, hat vor einem Jahr die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt.
Prof. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, hat vor einem Jahr die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt.  © -/München Klinik/dpa

Update, 26. Januar, 4.36 Uhr: Britische Hotelbranche offen für Quarantäne in Hotels

In der Debatte um Quarantäne in Hotels für Einreisende aus dem Ausland hat sich die britische Hotelbranche offen für eine solche Regelung gezeigt.

Das Gastgewerbe habe sich durch die Krise immer wieder als hilfsbereit erwiesen, etwa bei der Errichtung von Impfzentren oder der Versorgung von systemrelevanten Arbeitskräften, sagte die Chefin des Verbands Hospitality UK, Kate Nicholls, der Deutschen Presse-Agentur. "Auch jetzt sind wir bereit, unseren Part in der nationalen Anstrengung zu übernehmen, diese Krise zu bekämpfen." Man habe die Kapazitäten, um zu helfen, und Unternehmen hätten bereits Pläne gemacht, um ihre Betriebe in sicherer Art und Weise zu führen.

Update, 26. Januar, 4.31 Uhr: Grüne: Missachtung des Parlaments in Corona-Krise setzt sich fort

Die Grünen werfen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) erneut vor, den Bundestag unzureichend in die Bekämpfung der Corona-Pandemie einzubinden. "Es ist eine Unverschämtheit, dass die Bundeskanzlerin diese Woche nicht dem Plenum Rede und Antwort steht", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter (50) der Deutschen Presse-Agentur. "Darin setzt sich die Missachtung der Regierung gegenüber dem Parlament in der Corona-Krisenbekämpfung fort."

Die Grünen hatten vergeblich verlangt, dass Merkel eine Woche nach der Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns eine Regierungserklärung im Bundestag abgibt. Die Kanzlerin hatte zuletzt am 16. Dezember in einer Regierungsbefragung ihren Kurs im Kampf gegen Corona erläutert. Die letzte Regierungserklärung dazu mit anschließender Debatte gab sie am 26. November ab.

Anton Hofreiter (50), Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, kritisierte auch, dass der Bundestag weder über die Prioritäten bei den Impfungen noch über einen Stufenplan zur Bekämpfung der Pandemie entscheiden konnte.
Anton Hofreiter (50), Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, kritisierte auch, dass der Bundestag weder über die Prioritäten bei den Impfungen noch über einen Stufenplan zur Bekämpfung der Pandemie entscheiden konnte.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. Januar, 3.48 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Mexiko auf mehr als 150.000 gestiegen

Als viertes Land der Welt hat Mexiko die Marke von 150.000 bestätigten Todesfällen infolge der Coronavirus-Pandemie überschritten.

Nach Statistiken, die das Gesundheitsministerium des Landes am Montag (Ortszeit) meldete, stieg die Gesamtzahl auf 150 273. Den bisherigen Höchststand an Covid-19-Todesopfern, die innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, hatte das Land vergangenen Donnerstag erreicht: es waren 1803. Viele Krankenhäuser in Mexiko sind derzeit voll.

Update, 26. Januar, 1.04 Uhr: Großbritannien will Plattform zur Erkennung von Mutationen schaffen

Zur frühen Erkennung und effektiven Bekämpfung von Virus-Mutationen will Großbritannien eine internationale Plattform schaffen. Die sogenannte New Variant Assessment Platform unter der Federführung der Gesundheitsbehörde Public Health England solle Länder mit geringerer Expertise bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterstützen, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag mitteilte.

"Unsere neue Varianten-Bewertungs-Plattform wird uns helfen, das Virus besser zu verstehen und wie es sich verbreitet und wird auch die globale Fähigkeit stärken, das Coronavirus zu verstehen, so dass wir alle besser auf das vorbereitet sind, was auch immer vor uns liegt", sagte Hancock nach einer Mitteilung. Britische Experten könnten sowohl aus der Ferne beraten und unterstützen als auch Material bereitstellen - außerdem sollen auch Proben zur Sequenzierung eingeschickt werden können.

Ab wann die Plattform starten soll und wie Staaten sie konkret in Anspruch nehmen können sollen, blieb zunächst offen. Staaten könnten sich jedoch an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder direkt an Großbritannien wenden, hieß es.

Medizinische Mitarbeiter des Royal Blackburn Lehrkrankenhaus in Schutzkleidung schieben einen Patienten auf einem Krankenhausbett durch einen Korridor.
Medizinische Mitarbeiter des Royal Blackburn Lehrkrankenhaus in Schutzkleidung schieben einen Patienten auf einem Krankenhausbett durch einen Korridor.  © Hannah Mckay/PA Wire/dpa

Update, 26. Januar, 00.04 Uhr: Migrationsorganisation: Corona verstärkt Migrationsdruck auf EU

Als Folge der Corona-Pandemie wird die Zahl der Flüchtlinge in Europa in diesem Jahr nach Einschätzung der Migrationsorganisation ICMPD steigen. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen und die Versorgung von Patienten sorgten nach Einschätzung des in Wien ansässigen ICMPD (International Centre for Migration Policy Development) mit dafür, dass mehr Migranten nach Europa wollten.

"Die gute Gesundheitsversorgung in Europa ist ein Anziehungspunkt für illegale Immigranten", sagte ICMPD-Chef Michael Spindelegger dem "Handelsblatt". "In der EU wird man gratis geimpft. Das ist sehr attraktiv für Flüchtlinge aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Deshalb erwarten wir eine Zunahme der illegalen Immigration", so der frühere österreichische Vizekanzler und Außenminister weiter.

Die ICMPD-Experten beobachten, dass sich die illegale Einwanderung nach Europa neue Routen erschließe. Als Beispiele nennt das ICMPD die Fluchtrouten vom Libanon nach Zypern oder von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln. Dort sei die Zahl der Migranten um 900 Prozent gestiegen. In der zentralen Mittelmeerroute über Tunesien legte ihre Zahl 2020 um 155 Prozent zu.

Update, 26. Januar, 00.02 Uhr: Erneut Corona-Krawalle in den Niederlanden

Die Niederlande sind am Montagabend erneut von sogenannten Corona-Krawallen erfasst worden. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiangaben bis zum späten Montagabend in mehreren Städten randaliert und die Polizei angegriffen.

Regierungskritische Demonstranten geraten bei einer Kundgebung am Museumsplatz in Amsterdam mit Polizisten aneinander.
Regierungskritische Demonstranten geraten bei einer Kundgebung am Museumsplatz in Amsterdam mit Polizisten aneinander.  © Coronavirus: Finanzminister Scholz kritisiert die EU für ihre Einkaufspolitik bei Impfstoffen

Die Menschzen hatten sich kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie in Stadtzentren versammelt. In großen Gruppen zogen sie plündernd und randalierend durch die Straßen. Unruhen wurden aus etwa zehn Städten gemeldet - darunter Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Mehr als 151 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen.

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Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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